speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. speaker-1: Gute Freunde! speaker-0: Moin Moin und herzlich willkommen zu GF The Talk. Mein Name ist heute immer noch Tim. Interviewausgabe, Interviewausgabe heißt heute. Wir haben jemanden da, ich sag mal so, der hat was hinter sich und da würde ich gern gleich die erste Frage drüber stellen, was gerade im Wrestling nicht so einfach ist, nämlich die schwere Verletzung. Violent Saint, wird kein Fachmann sagen. Violent Saint, schönen guten Abend meine Liebe. speaker-1: Danke dir, auf jeden Fall, ich da sein darf. Und ja, ich erinnere mich noch, dass du das vor Jahren mal so angekündigt hast und ich da schlucken musste erst mal. Es ist violet sehend. speaker-0: So ist es auf jeden Fall. Meine Liebe, schön, dass du da bist. Ich hab's eben schon so angedeutet. Ich starte bei den neuen Interviews immer ein bisschen anders rein, nämlich nicht mit Fragen, die man eigentlich so am Anfang stellen würde. Und da würde ich dich gerne mal fragen, gebucht in Norddeutschland, da auch sehr gut eingesetzt auf den Cards und auf einmal kommt eine Verletzung. Wie war das für dich? speaker-1: Boah, der Start ist auf jeden Fall direkt richtig antiklimatisch rein. Boah, das war wirklich uncool. Auf jeden Fall. Also, was heißt uncool? Das war hart. Also, ich hatte mir ja, ⁓ Gott, wann war das? Im Juni 2023, glaube ich, mein hinteres Kreuzband gerissen. Und, also, es war bei einem Trainingsseminar. Das hatte ich in Bavaria gemacht. Genau, und das war auch vor einer Show eigentlich. Und daraufhin ich dann zwei, also ziemlich genau zwei Jahre jetzt verletzt. speaker-0: Zwei Jahre ist eine richtig, richtig lange Zeit. Denkt man darüber nach, ob man überhaupt noch catchen will in so einer langen Zeit? speaker-1: Auf jeden Fall. Ich hatte ja zwei OPs. Ich hatte bei der ersten OP, wo das Kreuzband neu gemacht wurde, halt Komplikationen. Und war deswegen halt auch im Alltag total eingeschränkt. Also ich konnte dir ja jetzt nicht machen, wie ich mir das gewünscht hätte. Deshalb war am Anfang der Gedanke gar nicht, wie komme ich jetzt zurück in den Ring, sondern erst mal so Sachen wie, dass ich wieder die Treppe runterlaufen kann und sowas. Also es hat schon bei so einfachen Sachen dann angefangen, leider. Und da habe ich jetzt nicht gedacht, ich komme auf jeden Fall zurück. speaker-0: Ich sag mal so, ich glaube du hast selber auch gemerkt, dass das ein bisschen bergauf geht, die Bookings werden mehr oder wohnen mehr und dann passiert einem sowas. Wie fühlt man sich da? speaker-1: Also an dem Tag selber, wo das passiert, habe ich das noch so locker genommen, weil diese Panik hat noch gar nicht eingesetzt, dass das jetzt wirklich so ist, praktisch. Also ich weiß, ich saß noch so im Backstage und hab nur so bisschen gewitzelt darüber und mein Knie ist immer weiter angeschwollen. Ich weiß noch, Virgil saß neben mir und meinte dann, ja, du bist ja noch gut am Lachen und ich wollte, ja, ja, mal schauen. Und erst abends, als ich dann mit einem Krankenhaus war und dann hatten wir das halt noch geräumt und zu schauen, ob da irgendwas an den Knochen ist, ist mir das so richtig bewusst geworden. Und ich weiß noch, ich bin dann noch so mit meinem Freund ins Auto gegangen und ich hab so dolle geweint im Auto plötzlich von 0 auf 100, wenn ich erst da so verstanden hab, ey, das ist jetzt was Permanentes. Ich bin jetzt länger raus, ich kann jetzt nicht morgen wieder ins Training speaker-0: Als dir bewusst war, das sind wirklich zwei Jahre. Das verrückt, speaker-1: Ja, also man denkt ja auch gar nicht, dass das so lang ist. Einem ja gesagt, okay, so nach der OP neun Monate ungefähr. Aber bis man wirklich wieder, also man kommt in diesen neun Monaten auf gar keinen Fall wieder auf diesen Punkt, wo man war. Also vielleicht Leute, die eine super Genetik haben, aber hatte ich jetzt in meinem Fall nicht. Ich hab halt auch schon vor der OP, also man muss eine gewisse Zeit abwarten, bis man die OP machen kann, weil das Knie so abschwillen muss sozusagen. Da habe ich halt auch schon Physio gehabt und so weiter. Sag mal, nach der OP war es echt erstmal... Praktisch Knockout, also ich konnte gar nichts machen. Und es war einfach hart, also du sitzt den ganzen Tag... speaker-0: Wie lange hat das angehalten, dass du im Endeffekt dich nicht richtig bewegen konntest? Wie lang war das alleine? speaker-1: Ich war schon eine Weile, also ich glaube, ich war drei Wochen auf Krücken ungefähr und danach fängt man erst langsam an. speaker-0: Ist das eine harte Zeit gewesen, auch diese Reha? Weil du hast von den einfachen Sachen erst mal erlernen wieder gesprochen. Du hast auch gesagt, da muss und darf man noch gar nicht vom Wrestling sprechen. Aber wenn ich dich fragen würde, wie war das wieder, wie du deine ersten Trainings dann wieder hattest, dass du in den Ring mal gehen konntest, Sachen machen konntest, wie hat sich das angefühlt für dich? speaker-1: Boah, also beängstigen. Ich hatte halt durch diese zweite OP und so weiter, dadurch, dass ich halt so lange gebraucht habe, ⁓ wieder fit zu werden, ich total Angst, dass irgendwas passiert. Ich dachte, boah, das ist bei so einer einfachen Sache im Training damals passiert. Was ist, wenn ich jetzt die einfachste Sache mache und ich reiß mir wieder das Kreuzband? Aber im Endeffekt lief es sehr gut. Ich hab wirklich gemerkt, dass auch einfache Sachen schon super schwer waren. Selbst Rollen oder sowas konnte ich nicht mehr. speaker-0: Das heißt, auch da so ein bisschen von der Pika auf nochmal nicht lernen, aber schon auffrischen, oder? speaker-1: Ja, auf jeden Fall. Also, ich weiß nicht, beim ersten Training habe ich Judo-Rollen gemacht irgendwann und ich bin immer zur Seite gekippt, weil ich mit dem Bein einfach den Push nicht mehr bekommen habe und da ist mir das nochmal so bewusst geworden, dass trotz der ganzen Physio einfach diese Stärke nicht mehr vorhanden ist mit Bein irgendwie. speaker-0: Wie lange hat es dann gedauert bis du dein erstes Match dann wieder gehabt hast? speaker-1: Ich glaube, war über ein halbes Jahr auf jeden Fall. Das waren 7-8 Monate. Definitiv. ich war bei meinem Comeback, jetzt rückblickend würde ich sagen, ich war bei meinem Comeback zwar ready, aber ich war nicht in der Shape, in der ich vorher war. speaker-0: hast du die Zeit gebraucht auch? ärgert einen dann auch so was, beziehungsweise würdest du sagen, das lässt einen auch noch mal eine Schippe drauflegen, weil man genau das wieder erreichen will. speaker-1: Boah, extrem sogar. Ich hatte aber das Gefühl, das hat mich auch gut gepusht. Ich hab dann zwischendurch die Trainingsschule gewechselt. Ich hatte einen ganz anderen Einfluss, hatte ganz andere Möglichkeiten und Ziele. Und ich glaub, das hat mich extrem gepusht, halt darüber hinauszuwachsen, was ich vorher war. speaker-0: Wann hast du angefangen mit dem Wrestling Training? speaker-1: Aber das war bei Dokkas Wrestling damals, da war ich noch super jung, 2017 war das, glaube ich. speaker-0: Wie bist du dazu gekommen, zu einem Wrestling-Training zu gehen? speaker-1: Ich war richtiger Wrestling-Fan als Kind früher schon. Mein Bruder hat das immer geguckt und natürlich, als kleine Schwester guckst du immer das, was der Bruder guckt und findest das auch besonders cool. Dann hatte ich zwischendurch keinen Bezug mehr dazu und dann irgendwann bin ich doch irgendwie wieder reinkommen und dann hat es mich halt richtig gebuggt. Und dann habe ich mich natürlich überall schlau gemacht, ob man das irgendwie selber machen kann, wenn ich das so cool fand. Und habe dann die Spook-Dockers gefunden und meine Eltern ganz, ganz tolle überzeugt und dann ist der Rest History gewesen. speaker-0: Kannst dich an die ersten Trainings noch erinnern? speaker-1: Ja, es war in Duisburg-Marxloh. Da hatten wir so eine Trainingshalle. Ich weiß noch, ich bin dahin gekommen. Wir hatten zwei, drei andere Frauen noch. Das fand ich eigentlich relativ cool, weil ich hatte nicht damit gerechnet, dass es jetzt noch so viele andere Frauen gibt. Da habe ich dann auch meine beste Freundin Hanna kennengelernt. Das war dann sehr cool. Und auch andere super wichtige Kontakte. speaker-0: Ich habe sie auch im Abschiedsinterview hier gehabt und ich habe dann auch so bisschen den Approach verstanden, den die gehabt haben. Aber wenn du jetzt mal ehrlich sein würdest, das haben die auch so beantwortet, dass wenn man weiterkommen wollte, musste man irgendwann woanders hingehen und trainieren. Wann kam für dich dann der Schritt? War das erst, wie Dockers zu Ende war oder hast du vorher auch schon dann woanders trainiert? speaker-1: Für mich war das halt so ein fließender Übergang irgendwo. Also ich geb da auf jeden Fall recht, wenn du halt wirklich wrestlerisch auch weiterkommen möchtest und das nächste Level erreichen wolltest, dann musst du auf jeden Fall woanders hingehen. Dokkas war halt in seinen Mitteln sehr beschränkt am Ende des Tages. Und bei mir war halt in Anführungszeichen Glück im Unglück diese Situation mit meiner Verletzung. Als es gerade bei mir anfing auf dieses neue Level zu kommen und auf dieses, ja doch auf dieses neue Level zu kommen, war bei mir halt die Verletzung dann da und dann konnte ich halt gar nicht darüber nachdenken, ob ich jetzt irgendwo anders hin wechsle. Und dann Dokas halt auch schon weg, als ich dann weitermachen konnte. speaker-0: Wo bist du dann hingegangen, ⁓ zu trainieren? speaker-1: Ich bin jetzt bei Legion Wrestling aktuell. speaker-0: Da habe ich mit zwei Menschen gesprochen. Die waren hier im Interview. einen Herr Theis und der Pascal. Das Ding ist, glaube ich, von der Grundidee ist, glaube ich, schon so bisschen was anderes als Stalkers, oder? Würdest du das auch sagen? speaker-1: Ja, jeden Fall. Also, Dirkheis war halt, wie gesagt, seinen Mitteln super beschränkt. glaub, da war halt viel dieser Vereinscharakter halt noch vorhanden und dieses jeden irgendwo auch Glückliches zu machen und dass Leute sich halt so bisschen auch sportlich ausleben können. bei Legion haben wir jetzt schon auch andere Möglichkeiten. Also, wir haben beispielsweise regelmäßiges Ringtraining. Das ist halt ein ganz anderes Level. speaker-0: Wie oft habt ihr Training in der Woche? Einmal oder mehr? speaker-1: Aktuell haben wir einmal die Woche, speaker-0: Am Wochenende dann oder wie läuft das? Okay, das heißt, wenn es show ist, fällt Training aus. Oder ist dann auch Training? speaker-1: Hm, also jeden Sonntag. Nö, ist auch Training. Also Training ist vorbei. Also wenn die Liedlenschows selber gemacht werden, dann natürlich nicht. Aber wenn wir selber jetzt als Wrestler bei einer Show sind, dann wird trotzdem am nächsten Tag trainiert. speaker-0: Lobenswert auf jeden Fall. Würde nicht jeder so sehen. Ich würde dich gerne mal fragen, was war am Anfang deiner Karriere so die Idee von deinem Charakter? Und wenn du dann so bisschen die Kurve danach nehmen würdest, wo bist du Stand jetzt mit deinem Charakter? Könntest dir Zuhörerinnen und Zuhörer da mal mitnehmen? speaker-1: Das ist wirklich eine lustige Geschichte irgendwie. Ich nehme schon mal vorweg, es ist eine Findungsphase, würde ich behaupten. es hat angefangen damit, dass ich halt gar nicht vorbereitet auf meinen Debüt damals war, ehrlicherweise, und deswegen auch nicht wirklich einen Charakter so darstellen konnte. Ich war einfach nur ein Mädchen. Und das hat sich dann irgendwann so bisschen in so einer, ja, so einer... So eine bitchigere Richtung entwickelt, ich jetzt einfach mal so salopp sagen. Ich hab halt immer als Heal meine Kämpfe gehabt bei Dokkers. Und hatte halt diese ewige Fehl mit Lunamani. Und das hat mich halt so bisschen definiert auch irgendwo. Ist dann irgendwann in so eine kultartige Richtung damals gerutscht. nach meiner Verletzung jetzt ist es so ein Mischmarsch. Aber vor allem punky geworden. Auf jeden Fall. Also gerade auch mit meinem Tech-Dee mit Phil Black ist es in eine punkigere Richtung gegangen. Ich glaube auch, so eine kleine Underdog-Richtung durch die Verletzung halt. speaker-0: Ich bin auch gespannt, wo euer Weg dahingeht. Ich bin gespannt, ob man euch bei der BCW zum Beispiel noch mal wieder sieht als Tagteam. Das wird zum Beispiel spannend. Kannst du dazu was wagen? Bist du den nächsten Mal wieder in Flensburg? speaker-1: Bisher habe ich leider noch nichts, was ich berichten kann, aber ich drücke auch die Daumen. Wir würden uns super freuen, wir haben nämlich immer sehr viel Spaß gehabt da. Und vielleicht wird das ja noch was. speaker-0: Nicht mal Eckernförde, das haben wir hier geklärt. Flensburg muss man jetzt hingehen, wenn man die BCW sieht. speaker-1: Ja, habe ich mitbekommen, dass die Halle leider gewechselt werden musste. Das Chaos war auch sehr, schön, aber ich kann mir vorstellen, dass Flensburg auch einen eigenen Scham hat. speaker-0: Ja, sehr viele neue Fans. Schönerweise, muss man dazu sagen. Und das hätte ich so gar nicht erwartet. Aber in Flensburg ist halt Wrestling technisch bis jetzt noch nicht so viel los gewesen. Und ich glaube, so ein bisschen jede größere Stadt hat schon Wrestling-Potenzial, würde ich sagen. Und mal gucken, wo die Reise für die BCW hingeht. Dich würde ich gerne fragen, wenn man dich jetzt fragen würde, Stand jetzt, außer Legion Wrestling, was würdest du sagen, ist die Promotion, wo man dich am meisten sehen kann im Moment? speaker-1: Ich würde sagen, bei Unlimited Wrestling auf jeden Fall. speaker-0: Wie ist das da für dich zu arbeiten bei Unlimited? speaker-1: Sehr, sehr spaßig. speaker-0: Das ist schon mal ein Vorteil im Wrestling. Diese Pause müssen wir auch genauso auf jeden Fall drehen lassen. Das Ding ist halt ja auch, ich sag mal so, Thema Frauenwrestling ist ja auch immer noch so, dass wenn man ein Frauenwrestling-Match auf der Karte hat, ist das leider heutzutage ja schon gut. Es gibt viele Shows, es immer noch keine Matches mit Frauen gibt. Was willst du sagen, wenn ich dich jetzt salopp fragen würde, wie fühlst du dich als Frau bei Unlimited Wrestling behandelt? speaker-1: Ich würde auf jeden Fall sagen, sehr gut. Ich kann jetzt einfach natürlich aus meiner Erfahrung sprechen. Ich hatte das Gefühl, dass ich viele Chancen bekommen habe von Unlimited. Und dass auch, es jagt man Anführungszeichen, viel investiert wurde darin, dass ich mich weiterentwickeln kann. Also gerade auch mit dem Hintergrund von meinem Comeback und so weiter hatte ich schon das Gefühl, dass mir super viele Mittel gestellt wurden und dass ich schon in einer privilegierten Situation sozusagen war. Also wenn ich jetzt auch mal zurückgucke auf beispielsweise Mein Match mit Session of Martina oder sowas. ist auch etwas, was mir einfach nicht jede Promotion so geboten hat bisher. Worum ich halt auch super dankbar bin auf jeden Fall. speaker-0: Wie ist das, gegen so einen Weltstar dann auch zu catchen? speaker-1: Boah, aufregend. Aufregend und super, super lehrreich auf jeden Fall. Also ich bin rausgegangen und hatte wirklich das Gefühl und das hatte ich halt früher, also gerade an meinen Anfängen einfach nicht so wirklich. Ich bin halt ein sehr ehrgeiziger Mensch. Ich hatte wirklich das Gefühl, ja das war cool und es hat wirklich Spaß gemacht und ich habe so nochmal richtig gespürt, so warum mache ich das hier überhaupt. speaker-0: Ist es das auch, warum du es wirklich machst? wenn ich dich fragen würde, du ja eben gesagt, du fühlst gerade solche Matches auch, aber was ist der Punkt, für den du im Wrestling bist? Was würdest du sagen, dir am meisten an Wrestling? speaker-1: Ein bisschen das innere Kind irgendwie auch. Also speziell dieses Ding, das kleine Mädchen, früher fand das halt zu cool und jetzt steh ich selber da. Ist Klischee, ist kitschig, aber ist doch irgendwie dann der Hauptgrund, warum man's angefangen hat. Und jetzt ist man hooked. Also ich glaube, das kann auch jeder bestätigen, der selber am Ring steht. Wenn man einmal dabei ist, man kommt davon nicht mehr los. Es ist einfach cool. speaker-0: war hier schon oft das Stichwort. In Interviews, wir haben erst über die Verletzungen gesprochen. War das auch so ein Punkt, dass du dann halt auch einfach genau das auch vermisst hast? Halt auch einfach dann stattzufinden im Wrestling? Ja. speaker-1: Ja, schon. Also, ich hatte das Gefühl, ich hab mich schon so bisschen isoliert aus dieser Bubble sozusagen. Ja. Ja, auf jeden Fall. Also ich war immer involviert. hab aber trotzdem, also meine ganzen Freunde haben mich trotzdem halt, auch mein Partner haben mich super drin gehalten in der Sache. Aber irgendwie hat man schon so diesen Gedanken gehabt, boah, ich möchte eigentlich nichts davon hören, ich möchte nichts davon sehen, weil es mich schon verletzt hat. speaker-0: bald so weh geht's speaker-1: Und ich möchte auch gar nicht so sehen, was die anderen machen, weil ich mir denke, ich möchte auch dabei sein, ich will das alles machen und tun. Ich kann es nicht und ich weiß auch nicht, ob ich es nochmal kann. Aber jetzt im Nachgang denke ich mir, das war halt alles nur, weil man es ja doch so sehr liebt. speaker-0: Ich weiß gar nicht, wie das für dich ist, dass du ja auch bei Unlimited jetzt quasi der Zeitpunkt des Interviews ist nicht der schlechteste, gerade den Titel gewonnen hast. Du hast quasi die Frau, ich würde fast sagen entthont, wo viele, viele Frauen vor dir schon versucht haben, ihren Titel zu entreißen und es nicht geschafft haben, auf einmal in der Situation zu stehen. so, ich würde sogar sagen, so in Anführungsstrichen, früh in deiner Karriere bei Unlimited. Was bedeutet dir das? speaker-1: Boah, das ist so real. Ich glaube, ich habe es auch noch gar nicht so richtig realisiert. Aber irgendwie so richtig klar geworden, dass es jetzt wirklich so ist, ist es mir noch nicht. Vielleicht brauche ich noch so paar Tage, aber ich bin so, so dankbar darüber. Und ich glaube wirklich, wir haben ein wirklich, wirklich gutes Match gehabt. Ich hoffe, dass ich dem Titel würdig bin. Ich finde immer auf jeden Fall alles gegeben. Und ich hoffe auf jeden Fall, dass das ein limited Publikum das auch gut fand. speaker-0: Bedeutet ein Wrestler einen Titel? Ist das eine Anerkennung für dich, wenn du den bekommst? Weil man könnte ja sagen, der wurde ja nicht erkämpft. es ist ja schon, sagen wir mal so, der Liga baut auf einen und gibt einen Titel. Wie ist das für dich? Wie nimmt man das, dass du Wrestlerin warst? speaker-1: Also wie du schon sagst, ist halt nicht das typische, ich habe ja jetzt schon was gewonnen und bin jetzt der dickste Chef. Aber es hat natürlich schon so einen Stellenwert irgendwo auch. Wenn man weiß, das hat diese Außenwirkung und wenn man weiß, diese Liga, wo du jetzt antritt, die zählt auf dich auch in einer gewissen Weise und die möchte dich ehren mit diesem Championship. Und das finde ich schon schön auf jeden Fall. Also es bedeutet einem schon auch zumindest emotional definitiv was. Es macht natürlich einen gewissen Druck, aber auf der besten Art und Weise auf jeden Fall. speaker-0: Du sagst das, was spannend ist. Druck ist eine Sache, mit der man umgehen muss. Du hast schon bisschen angedeutet, dir ist das dann auch bewusst, was das natürlich auch für eine Chance für dich ist, diesen Titel zu haben. Aber dir auch ganz, ganz klar bewusst ist, dass du dem halt auch gerecht werden musst. Wir haben erst über Ängste gesprochen, aber ich will gar nicht über Ängste sprechen, weil ich würde gerne mit dir darüber sprechen. Unlimited ist dafür bekannt. Auch den einen oder anderen Gastar, sei es Mann, sei es Frau, auch zu holen. Und wenn man dich jetzt fragen würde, wen würdest du in Gradstand jetzt ketschen, wenn zum Beispiel wieder ein Restivell oder so was ansteht und du hast da noch einen Titel. Wen würdest du gerne vor die Flinte bekommen? Wenn man dich einfach fragen würde und du dürftest auswählen. speaker-1: Das ist total lustig, weil ich da heute erst drüber nachgedacht habe. Es gibt so viele gute und tolle Frauen. Ich glaube, ich könnte nicht nur eine erwähnen. Aber wenn ich jetzt Ad hoc aus dem direkten Umkreis nennen würde, ich glaube, ich würde sehr gerne gegen Lana Osten catchen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Irgendwie ist es ein persönliches Guster. Ich würde unheimlich gerne gegen Nina Samuels einen Match bekommen. Natürlich, wenn wir jetzt einfach mal so unrealistisch denken dürfen. Dann Mercedes Monet finde ich auch unheimlich cool. Ich glaube, es gibt so viele gute Frauen. könnte mich jetzt echt nicht nur auf eine beschränken. speaker-0: Hier wurde immer genannt, zum Beispiel, Jettie J. Die hast du dir schon becatcht? speaker-1: Ja, natürlich. Siehst du? Die hatte ich auch schon. speaker-0: Dann ist ja klar, dass du sie nicht genannt hast. Dann wurde hier auch oft genannt, gerade in Sachen Frauenwrestling, Jane Nero. speaker-1: Bei Genira hatte ich auch schon mal das Vergnügen, aber leider nur einmal. Ich würde auch total gerne noch mal. Wir hatten bei Nova einmal ein Match mit Diana Tarno dazu. speaker-0: Wie wichtig sind auch für dich solche Projekte wie NOVA, wo gerade aufstrebende Pro-Wrestler und Wrestlerinnen im Endeffekt Chancen bekommen und wirklich auch mit Leuten auf demselben Stand und auf demselben Niveau, vielleicht auch mal mit dem einen oder anderen Pro dazwischen, der schon ein bisschen länger dabei ist, aber schon so ein bisschen eine Chance bekommen? Jetzt NOVA das auch für euch als Wrestler und Wrestlerin? speaker-1: Ich würde schon sagen, ich kann mich jetzt vor allem auf die Frauenshows beziehen. Finde ich vielleicht am interessantesten aus meiner Sicht. Ich weiß, ich hab eine Frauenshow damals mitgemacht. Das war vor meiner Verletzung, ist jetzt schon bisschen her. Die hab ich super positiv wahrgenommen. Beziehungsweise generell die Shows von Nova. Ich hatte das Gefühl, mir wurde da, gerade mit diesem Dokas-Background, den ich heute noch hatte, was meine einzige Referenz war, und es hat einfach diese Außenwirkung hatte. muss man halt gucken, wie die so ist, hatte ich da eine sehr gute Erfahrung und hatte das Gefühl, mir wurde da viel mitgegeben damals. Deswegen ja, ich glaube, das kann auf jeden Fall helfen. Und die Produktion ist natürlich auch sehr gut. speaker-0: Ja, spannend ist dann ja auch, ich hab zum Beispiel bei Instagram auch das Video gesehen, was von dir bei Fury gemacht wurde von Grabson. Wie fühlt sich das an, auf einmal so professionell dargestellt zu werden? Weil mir ist da erst mal bewusst geworden, was eigentlich möglich wäre, wenn du wirklich Leute bezahlt, könnte ich dir sowas ständig für deine Promotion machen. Das ist ja verrückt. Wie ist das für dich, so ein Video von dir selber auch zu sehen? speaker-1: war krass, also abgesehen davon, dass er wirklich super, super lieb war. Einfach die größte Süßmaus, muss ich noch mal sagen. War das Video auch wirklich cool. als ich es noch mal so gesehen hab. Ich glaube, hat er das am selben Tag noch gepostet oder war das am nächsten Tag? Auf jeden Fall kurz danach. Ich dachte mir einfach so, boah, crazy, dass ich das bin. Und auch die anderen Mädels, ich hab mir die anderen Videos ja auch angeschaut. Man hat ja trotzdem ⁓ schon diesen Respekt. Man denkt sich, boah, ey, du kannst so coole Sachen so, ich wünschte. Manchmal schon, könnte diese Sachen, die du kannst, oder du hast ein total cooles Gimmick, oder hast irgendwas anderes, was so unik an dir ist, was ich so bewundere. Und das wird so gut eingefangen einfach nochmal. Das finde ich so, so wichtig und cool. speaker-0: Die Chance auch zu bekommen, dann auch bei Fury z.B. nun mit Frauen dann auch zu catchen. Wie ist das auf so einer Show, wo nur Frauen sind? speaker-1: Gute Vibes auf jeden Fall. Ich hab das Gefühl, gibt dieses, oder vielleicht vertue ich mich auch, müsste man mal so bisschen, ich brauch mal die Meinung der Zuschauer hierzu. Ich hab das Gefühl, nach außen hin werden diese Frauenshows manchmal so bisschen komisch wahrgenommen, weil es eben diese schlechte Darstellung von Frauenwesling bei manchen in den Köpfen noch gibt. Und dieses, das ist alles nur so Mittelklasse und eine ausgeglichene Show Männer und Frauen oder auch nur Männer ist qualitativ besser. Aber ich finde, gerade bei Fury reißen sich die Frauen so den Arsch auf. Die Matches sind so gut und steigern sich von Show zu Show einfach in Qualität. Gerade wenn ich an die letzte Show noch mal denke. Nicht nur, dass die Leute mega Bock drauf haben, mega laut sind und einfach die Stimmung geil ist. Auch die Matches sind einfach unheimlich gut und die ganzen Frauen untereinander sind die größten Supporter. Es ist einfach ein richtig guter Vibe und auch auf jeden Fall einer meiner Lieblingspromotions ever. speaker-0: ist ja auch spannend. Ich habe mit Liz auch darüber gesprochen, mit Josie habe ich darüber gesprochen, dass das schon was anderes ist als eine Show, wo dann halt auch Männer sind. Ich glaube Liz war das auch, sie hat auch ein bisschen Klassenfahrt-Vibes. speaker-1: Ich verstehe voll, was sie meint. speaker-0: Als Wrestlerin stand jetzt in Deutschland. Gibt es da Ziele für dich, außer Unlimited und was du jetzt schon machst, wo du sagst, da würdest du gerne nochmal catchen? speaker-1: Das kommt jetzt darauf an, wie sich träumen darf. Aber natürlich gibt es noch Ziele, ne? Das wäre komisch, ich jetzt sagen würde, das wird jetzt reichen. Ich könnte mir vorstellen, auf jeden Fall noch mal im Ausland zu ketschen. Also sowohl EU-Ausland als auch überall eigentlich. Ich glaube, man muss bedenken, ich bin jetzt seit ca. einem Jahr wieder zurück. Und ich konnte natürlich nicht von 0 auf 100 reinstarten. Das hat sich ja auch so bisschen gezogen, dass ich wieder auf so einem in Anführungszeichen Level war, ich gesagt habe, okay, ich könnte jetzt, wenn ich wollte, wirklich Back-to-Back-Shows-Worken, weil mein Körper sich ja wieder dran gewöhnen musste erstmal. Aber ich glaube jetzt könnte ich mir schon vorstellen, auch das Ausland mir in Fokus zu setzen. speaker-0: Was wir zu präferieren würden, ist an Ländern. speaker-1: England auf jeden Fall. Also ich glaube, das ist der Place to be für Frauen Wrestling Explicit. speaker-0: Ich habe Schiff speaker-1: Auf jeden Fall. Ich würde töten dafür. Also ich glaube einen noch besseren Platz für Frauenwesler gibt es seltenst. speaker-0: ⁓ Wie gesagt, auch die Schodern und die Chancen haben, das ist halt wirklich die ganze Karte. Und ich finde den Anlass, dass die Ringsprecherin und die Raffs, die Ringrichterin dann auch noch alles weiblich ist. diese Approach und dass das wirklich auch möglich ist in der heutigen Zeit in Deutschland, das finde ich noch viel schöner ehrlich gesagt. speaker-1: ich liebe es. Ich glaube bei der, ich weiß gar nicht, ob das bei jeder Show so war, aber ich weiß bei der Nova Show, bei der ich damals war, diese Frauenschau, die war auch komplett female, also sowohl Ringsprecherin, sobald ich mich erinnere, als auch Ringrichterin, das war alles female und das fand ich so cool. speaker-0: Wir haben eine Ringsprägerin, wenn man braucht. Die Tina von Javara ist eine sehr gute Ringsprägerin. Wenn man eine Frau braucht, kann ich nur ans Herz legen. speaker-1: Ja, kann ich auf jeden Fall zustimmen. Liebe Grüße an Tina. speaker-0: Wie oft bist du unterwegs? Stammt jetzt? Bist du jedes Wochenende unterwegs? Was sollst du sagen? speaker-1: Es kommt auf den Monat an, es gibt ja diese typischen Wrestling-Monate, habe ich das gefehlt. speaker-0: Also alle veranstalten quasi in einem Monat, gefühlt. speaker-1: Alle veranstalten im Dezember. Ich glaube, gibt Wochenenden, man samstags und sonntags unterwegs ist. gibt Wochenenden, wo man gar nicht unterwegs ist. Ich würde sagen, bin schon so zwei bis drei von vier Wochenenden auf jeden Fall unterwegs aktuell. speaker-0: Er ist so ein bisschen über Entwicklung auch gesprochen. Wie wichtig ist das da auch so ein bisschen rumzukommen und auch immer wieder andere Gegner zu haben? speaker-1: Das super wichtig auf jeden Fall. Ich glaube, da kann mir auch jeder zustimmen, dass das essenziell die Erfahrung ausmacht. Du lernst ja auch durch deinen Gegner, durch andere Bubbles, denen du dich bewegst, durch andere Crowds, andere Promotions. Du brauchst ja diese ganzen Eindrücke, ⁓ dich selber überhaupt weiterzuentwickeln. Und wenn du immer nur das gleiche Match mit der gleichen Person machst, von den gleichen fünf Leuten, dann kannst du dich auf jeden Fall auch nicht verbessern. speaker-0: Die neue Generation, ich habe ja hier auch mit Leuten wie Sascha Kehl oder Aaron gesprochen, die hatten noch ganz andere Möglichkeiten. Die mussten sehr, sehr weit fahren, teilweise für Training. Da haben die Leute das heutzutage wirklich besser, weil in jeder Himmelsrichtung, in jedem Landstrich in Deutschland gibt es, glaube ich, eine Wrestling-Schule heutzutage gefühlt. Das ist auch das Spannende. Was würdest du einem Mädel sagen, das jetzt, wir mal, 14, 15 Jahre alt ist? und den Wunsch hat, Wrestlerin zu werden. Wie willst du da rangehen? speaker-1: Ich würde sagen, mach's nicht so wie ich. Ich glaube, ich hab auf jeden Fall zu früh angefangen. Ich würde jetzt rückblickend aus gesundheitlichen Gründen schon sagen, man sollte eine gewisse Zeit warten, gerade was zu Bumps und so weiter angeht. Das ist nun mal einfach für den Körper nicht so besonders gut. Und gerade wenn du halt noch so im Wachstum bist, musst du schon darauf achten, gerade auch mit deinem Rücken und so weiter. Das kann halt Schäden verursachen. Da muss man schon so bisschen gucken. speaker-0: Man fragt ja eine Dame eigentlich nicht nach dem Alter, aber dass das ja schon so weit zurückliegend ist und nicht ums aktuelle Alter geht, würde ich dich gerne mal fragen, wann bist du denn angefangen? Mit wieviel Jahren? speaker-1: 15 angefangen glaube ich. Es geht noch gerade so würde ich sagen, aber... speaker-0: Mir wurde gesagt, sollte 16 sein, wenn man anfängt. speaker-1: Ich bin gerade 15 geworden, glaube ich, als das war. Also da auf irgendwelchen harten Mappen bumpen ist vielleicht nicht das Beste für den jungen Körper. Klar, meine, das Messen im Business generell ist nix, körperlich gesehen, für so ein junges Mädchen. Aber ich glaube, man muss eine gewisse Zeit warten, damit das gesundheitlich halt vertretbar ist und dieses Wachstum da nicht behindert wird von. Aber in der Zeit kann man halt trotzdem was machen, sprich körperlich Fett halten. ⁓ generell an der Athletik arbeiten. Man kann natürlich auch andere Sportarten machen, die einem später was bringen, wenn man dann anfangen möchte zu lässeln. Jegliche Kampfsporthintergründe, wobei man da natürlich auch auf das gesundheitliche Wohl gucken muss. Jegliche Leichtathletikhintergründe, das sind ja auch alles Sachen, die man später verbauen kann. Selbst Sachen wie Theater kann man später nutzen. Also es gibt ja wirklich viele Sachen, die man tun kann, ⁓ später in diese Richtung zu gehen. speaker-0: Hast du vorher sportlich was gemacht, bevor du gekatcht hast? speaker-1: Das ist leider schlechtes Beispiel. Nicht so viel. Ich habe nur allgemeinen Sport gemacht, aber jetzt auch nichts zu wild. Ich habe dann auch diesen Ansatz verfolgt und Sonst ist mir so bisschen unangenehm. Ich immer so Homeworkouts gemacht und so etwas mit 15. Dann versuche ich mir so einen sportlichen Hintergrund zu bilden, damit ich mich nicht so hart blamiere von meinem ersten Training. Ich glaube, wenn man wirklich einen sportlicheren, vielleicht auch einen Vereinssport-Hintergrund hat, dann hat man da schon noch einfachere Karten. speaker-0: Als nicht so sportlich, gerade auf die ersten Trainings, waren sicherlich dann nicht so einfach, oder? Aber hast du dich vorab dann wirklich mit selbst Workouts quasi, heutzutage gibt's ja YouTube, früher hätte man sich noch DVDs vielleicht kaufen oder ausleihen müssen in der Videothek. Für Leute, die nicht mehr wissen, was das ist, googelt's einfach, Dafür bin ich nicht da. Aber ganz, ganz, ganz ehrlich, ich stell mir das als Wrestlerin nicht so einfach, aber wiederum schonend. einfach vor, Bookings zu bekommen. Weil es sind schon mehr geworden als früher, aber trotzdem immer noch nicht so viel wie Männer. Aber dann haben wir den Punkt, den ich erst genannt habe, dann hat man vielleicht nur ein Match auf der Karte am Arm. Und dann wird es wiederum schwierig, dann auch Bookings zu bekommen. Das ist für dich dann ja aber positiv, dass du dann trotzdem so oft unterwegs sein kannst. speaker-1: Ja, auf jeden Fall. bin mega, mega froh darüber. Ich glaube, ist halt so ein generelles Problem. Natürlich für männliche Wrestler ist es dieses Problem. Es gibt in Anführungszeichen viele. Ich muss da aus der Masse herausstechen, ⁓ auf die Karte zu kommen. Und für die Frauen ist es halt dieses, es gibt vielleicht nicht so viele, dafür gibt es aber auch wenig Spots. Also ich glaube, da hat jeder so seine eigene Challenge. Leider. speaker-0: Was würdest du wem sagen, der dir gesagt hätte, was Wrestling auch alles nimmt am Anfang? Der dir von vornherein gesagt hätte, du pass auf, Wrestling kann schon einschneidend im Leben sein, weil wir haben hier sehr, oft schon gehört, dass halt Privatleben, Freunde und so, gerade auch in Wrestling-Zeiten dann oft rein. War das bei dir auch so oder bist du ein positives Beispiel? speaker-1: Nee, ich glaube leider, ich bin da kein positives Beispiel. Ich glaube der große Punkt ist, man kriegt das ja einfach nicht so vorhergesagt. Also zumindest war es bei mir nicht so. Es war so ein schleichender Prozess und gerade, ich habe ja auch diesen Hobbycharakter irgendwo gehabt, als ich angefangen habe mit Dogg as Wrestling. Und es hat sich dann so schleichend einfach entwickelt. Und meine Ambitionen sind ja auch größer geworden. Und dabei habe ich dann so bisschen aus den Augen verloren auch, wie sich das auf mein Privatleben auswirkt. Und erst als ich die Verletzungen hatte, habe ich so gemerkt, boah, ich habe ja jetzt Zeit für Freunde. Ich habe ja Zeit, meine Sachen zu machen. Ich muss jetzt nicht den Geburtstag von Tante XY schon 17 Wochen im Vorgehen dann planen, damit ich da kann. Und dann kann ich dann doch nicht. Es ist deutlich freier. Das macht aber auf jeden Fall nicht besser. Also ich würde es trotzdem nicht eintauschen wollen, glaube ich. speaker-0: Problem ist ja, Familienfeiern werden dann ja auch gerne mal aufs Wochenende gelegt, damit alle können. Aber als Wrestler und Wrestlerin ist dann, wenn alle können, dann kann man halt nicht. Das ist meistens so. speaker-1: Ja, das ist das Ding. es sind ja auch nicht nur Familienfeiern. Du musst schon viele Sachen aufgeben. Also Wochenenden werden ja auch mal zum Runterkommen genutzt und mal zum Sachen mit dem Partner machen oder dies oder jenes. Das kannst du alles vergessen. Du hast Samstag eine Show, Sonntag eine Show oder Training. Je nachdem, wo du am Samstag die Show hast, musst du Freitag vielleicht schon losfahren. halt... Also dann musst du schon viel Zeit auf jeden Fall auch für Opfern. speaker-0: Was war die letzte Reise, die du bis jetzt auf dich genommen hast in Sachen Wrestling? Ich glaube... speaker-1: Au, boah. ⁓ Gott. Also ich komm ja aus Leverkusen und das ist, für die, das nicht wissen, das ist ungefähr bei Köln. Und ganz aufwändig halt zu Shows fahre, wird man ja, also dann fährt man ja in Reisegruppen. Und oft startet meine Reisegruppe in Duisburg und ich muss dann erstmal von Leverkusen nach Duisburg fahren. Eine Stunde. Ist halt dann immer so bisschen blöd. Sprich meine Fahrten sind dann hohe Weg ⁓ immer schon eine Stunde länger. Und ich glaub die längste sind immer nach Berlin oder ... Nach Lübeck tatsächlich. bin einmal nach Österreich gefahren, das war auch sehr lang. Dann einmal nach Bayern bin ich gefahren, doch nach Bayern das längste, glaube ich. speaker-0: Wie sind so Fahrten auch? Catchtouren dann auch? Ich habe erst schon Klass und Fahrt gesagt, aber ich glaube, das ist wieder das richtige Stichwort. speaker-1: Ja, es kommt natürlich auch darauf an, mit wem man fährt, aber in den allermeisten Fällen sind es ja die gleichen zehn Personen so ungefähr. Der Hinweg ist immer super. Der Hinweg ist mit allen immer super motiviert. Und quatschen noch und man hat irgendwie Spaß und auf dem Rückweg ist man einfach nur noch tot und hofft einfach das Beste. Hofft, dass es schnell vorbei geht. Ja, ich weiß noch, die letzte Fahrt von... wo sind wir denn? Von... speaker-0: Dass er ankommt, ja. speaker-1: Wir sind nach Hause gefahren. Da saß ich unter anderem mit Diana Tano im Auto. Ich hab zwischendurch die Augen zugemacht. saßen beide auf der Rückbank. Ich guck irgendwann nach 20 Minuten rüber. Sie ist wirklich wie so ein Klappmesser. Lags sie da. Ich weiß nicht, wie sie das gemacht hat. Ihr Kopf dann so zwischen ihren Knien sozusagen alles an den Vordersitz gedrückt. Sie hat echt noch mal zwei Stunden so geschlafen. Ich hab das Gefühl, das war schlimmer für den Körper als das Mädchen selber. speaker-0: Ich glaube, danach hätte ich mich nie wieder bewegen können. speaker-1: Sie ist irgendwann auch gewacht. habe sie angeschaut. Sie war so, was willst du? Ich war so, nee, alles gut. Am nächsten Tag schreibt sie mir so, ⁓ mein Gott, ich habe jetzt erst verstanden, warum du mich so angeguckt hast. Wie habe ich da gelegen? speaker-0: Ihr habt natürlich Fotos gemacht. Natürlich. speaker-1: Ich hab leider kein Foto gemacht. hätte eins machen sollen. Es war dunkel. Ich dachte, wenn ich jetzt einen Blitz mache, dann haut die mich. speaker-0: Schade. Wenn die mal ein Interview gehabt hätten, hätten wir ja schon das Coverbild gehabt, dann hätte ich sie gepasst. speaker-1: Ich wünschte, ich wünschte. speaker-0: Wie sind Touren für dich dann auch, wenn du bei neuen Promotions bist? Weil ich würde dich gern andersherum fragen, bewerbst du dich bei Promotions auch weiterhin oder wirst du schon mehr jetzt von anderen Promotions dann auch selber gebucht? speaker-1: Sowohl als auch. ich hatte jetzt, muss ich sagen, echt das Privileg, dass ich von meiner Verletzung halt schon so paar Promotions aufgebaut hab, die auch gerne weiter mit mir arbeiten wollten, nachdem ich dann aus meiner Verletzung zurückgekehrt bin. Und ich hatte auch das Privileg, dass Unlimited auf mich zugekommen ist, von dem ich sehr, sehr dankbar und happy bin. Die haben sich halt auch schon während meiner Verletzung regelmäßig gemeldet, was ich sehr lieb fand. Sprich, das war halt schon von langer Hand geplant, das so läuft. Aber klar, wenn es jetzt auch gerade an neue Promotions geht, dann muss man sich natürlich auch selber bewerben. Weil man muss ja in gewisser Weise auf sich aufmerksam machen. Sonst wäre es auch verkehrt. speaker-0: Das heißt hat man den Ordner mit seinen Matches, mit den Fotos, mit allem drum und dran, was man braucht, immer parat, ⁓ das Leuten zu speaker-1: Natürlich, natürlich. Der Drive ist immer da. Der Link ist in so einer WhatsApp-Gruppe mit mir selbst und da wird er dann immer rausgeschickt. speaker-0: Schön, dass es sowas gibt auf jeden Fall. Das macht es einfacher, sich selbst zu präsentieren. Wenn ich dich fragen darf, wie wählt man aber die Matches aus, die man dann auch den Promotern zeigen will? Wie macht man das? Weil sich selber dann auch zu judgern und zu sagen, das ist mein bestes Match, wenn ich Wrestler oft hier so höre, dann schauen die nicht gerne ihre Matches eigentlich. Die schauen die meisten, aber die schauen die nicht gerne. weil die dann immer Fehler sehen und sich ärgern. Das ist immer der O-Ton. speaker-1: Ja, da gebe ich dir recht. Ich finde, ich sitze dann immer richtig aufgeregter. Und dachte auf alles und muss auch alles kommentieren. Das ist ganz schlimm. Und dann schreibe ich mir halt alles nochmal auf. Meistens deckt sich das ja auch einigermaßen mit dem Feedback, was ich mir halt schon am Showtag eingeholt habe dann. Aber im Fall ja immer so Kleinigkeiten auf und man weiß ja selber, wie man dachte, dass man die Sachen machen kann, wie man dachte, dass man rüberkommt. dann nochmal so den Unterschied zu sehen, ist halt arg. Ich glaube so... Man sucht aus ein bisschen nach der Qualität aus, also natürlich auch nach dem, wie das im Match lief, aber auch nach dem Produkt insgesamt, also der Produktion. So ein selbstgemachtes Handyvideo ist halt nochmal so ein anderer Vibe als eine Hardcam-Aufnahme oder wirklich ein geschnittenes mit Commentary, Actioncam, Hardcam, whatever Video, ne? speaker-0: Da sind wir wieder bei so Promotions wie Nova, wo man dann auch einfach mal ein Match schicken konnte, wenn man da ein Match zum Beispiel hatte. speaker-1: Ja, das stimmt auf jeden Fall. da ist halt die Produktion auch wirklich sehr, gut. Da kriegst du halt auch alle Cam-Aufnahmen einmal zugeschickt und kannst dir wirklich das ganze Match aus jedem Winkel einmal angucken. Sprich, gerade productionmäßig war das auf jeden Fall sehr, gut. speaker-0: Das ist auch ein guter Ansatz sogar, dass man sich seinen Menschen wirklich aus jeder Perspektive nochmal angucken kann. Das heißt, kritischer drauf gucken. speaker-1: Das ist auch wirklich interessant, weil manchmal feedet man dann auch so nicht automatisch, aber manchmal guckt man dann an andere Cam, die wird dann gar nicht genutzt. Das habe ich jetzt auch gerade bei Unlimited so bisschen gelernt. Auch gerade für dieses Produktarbeiten und nicht nur für die Fans, sondern auch mit Kameras und so weiter, dass du Anweisungen bekommst, ey bitte post in so und so welche Richtungen und so weiter. Das Dummgesagt gab es bei Dokkars nicht. Das musste ich halt wirklich erstmal lernen, wie das funktioniert und dass es das gibt. Und ich glaube, ich werde besser darin. Aber es ist natürlich auch super interessant, wie es dann geschnitten wird und was dann aus den Dingen, die du machst, wirklich gezaubert wird von den Leuten in der Produktion. speaker-0: Ist das bei Unlimited immer noch Franz oder ist das schon mehr Barisch, der das macht bei Unlimited? Was willst du sagen? speaker-1: ⁓ das kann ich gar nicht flessig beantworten, da will ich jetzt keinem, äh... speaker-0: Okay, Grüße an beide, wenn ihr das verantworten könnt und das hier hört. Schreibt gerne mal gut an. speaker-1: Bitte. Ich weiß, das letzte Hype-Video, was von mir erschienen ist, was vor dem Titelgewinn rauskam gegen Lexa, das hat es mir spielerisch gemacht. Das fand ich auch richtig gut gelungen. Ich glaube, wahrscheinlich sind da alle so bisschen mit verkopft. Auf jeden Fall sind beide immer vor Ort. Deswegen gehe ich mal davon aus, beide machen da auch was. speaker-0: Darstellung als Wrestlerin ist ja auch so bisschen eine Einzugsmusik. Vielleicht sich auch in den Entrance überlegen, wie man reinkommen will, was man vielleicht als Pose sogar machen will, wenn man die macht, ⁓ sich dem Publikum zu präsentieren. Dann aber auch Wrestling Gear. Wie wichtig ist dir sowas, auch im Gesamtprodukt quasi? speaker-1: Ich sagen, sehr wichtig. ich glaube, das hebt einen halt schon von der Masse ab. Also gerade halt auch ein professionelles Auftreten, professionelle Gear, abgestimmt sein, Teamsong, gegebenenfalls ein Entrance-Video, was zu einem passt, was auch irgendwo individuell ist. Das muss ja eine Art Wiedererkennungswert haben. Deswegen würde ich sagen, das ist mega essenziell auf jeden Fall. speaker-0: Man sich wrestling gear machen wenn ich dich das mal fragen darf speaker-1: Es gibt ganz, ganz viele verschiedene Anlaufstellen, von, Anführungszeichen, preiswerter bis teurer in allen möglichen Ländern. Meine Gear, die ich habe, ist von Empress Pro Gear. Die ist speziell auf Frauen Gear bezogen. Die sitzt dabei in UK. Ich weiß, dass die aktuell keine Gear mehr für die EU macht, aufgrund von Brexit. Aber da habe ich meine Gear auf jeden Fall her. und die nächste kommt auch bald hoffentlich, aber da möchte ich jetzt noch nichts zu sagen, bevor ich die habe. speaker-0: Ist auch ein kostspieliges Ding und man kann da ja wirklich mal drüber sprechen. So günstig ist so eine Gier nicht, oder? speaker-1: Nee, auf gar keinen Fall. Also man steckt schon... Man muss schon auf jeden Fall Geld in die Hand nehmen, ob das jetzt Boots sind oder Kneepads, Kickpads, Tides, whatever. speaker-0: alles zusammen sind schon mehr als ein Monatsgehalt, würde ich sagen. speaker-1: Das ist ein teuer Jahr, das stimmt. Man fängt auch noch gar nicht an. Man kann ja alles Mögliche noch machen. Man kann auch Entrancegear machen. Wenn man eine Maske trägt, ist das ja auch noch mal so ein Thema. Das sind ja alle schon teure Faktoren auf jeden Fall. speaker-0: Das ist da auch wichtig, weil ich glaube halt auch, dass Baden-Limited ja auch so bisschen, ich hab jetzt erst schon gesagt, Stories auch Wert gelegt wird, dass so ein Charakter dann ja auch so ein bisschen ausgefeilt wird auch fürs Publikum. Wenn man dich jetzt als Promoter fragen würde, was willst du als Wrestlerin denn überhaupt darstellen, was willst du antworten? speaker-1: Kannst du so auf mich bezogen als Violet Saint oder als... Okay. Ich glaube, ich möchte auf jeden Fall so diesen punkigen Underdog aktuell darstellen. Dieses Hey, so man kann alles schaffen, man kommt von einer harten Verletzung zurück. Man weiß nicht, wie es weitergeht, aber man kann alles schaffen. kann trotzdem, trotz so einem Einschnittenerlebnis, trotzdem noch so krass über sich hinaus wachsen. Man darf dabei auch ein bisschen über sich selber lachen. speaker-0: Was mir gerade noch so auffällt, du hast erst drüber gesprochen, du warst eigentlich immer die Böse. Im Endeffekt bist du jetzt die Gute und auf einmal Championess. Wie ist die Rolle für dich? Macht dir das genauso viel Spaß, dann wiederum die Böse zu spielen oder hast du da schon einen Favoriten? speaker-1: Ich glaube Spaß macht es mir beides, auf jeden Fall. Aber ich glaube es kommt mir weniger Intuitiv manchmal. Also mir wird von anderen gesagt, dass es überhaupt gar nicht so wäre. Deswegen keine Gewähr auf meine Eigenwahrnehmung hier. Aber natürlich irgendwo hat dieses Heal-Sein schon mein Herz. Also auch gerade jetzt zum Beispiel, ich Richtung Lübeck gucke. Es ist eine ganz andere Erfahrung noch mal als den Underdog zu machen. Nicht, dass es weniger oder mehr Spaß macht. Aber es ist einfach so eine andere Erfahrung. Ich bin aber auch super happy, eben weil ich vorher immer der Böse war, jetzt auch mal eine viel dankbare Rolle zu übernehmen und auch mal ein bisschen was von, also ich hab das Gefühl, dass es auch gewisser Weise authentischer ist, eben weil ich diese Verletzungsgeschichte jetzt eben auch hatte. Und es ist halt auch cool, das verbinden zu können und einfach das echte Leben so mit rein spielen zu lassen. speaker-0: mit Menschen, die man auch so so gern hat, auch das Wrestling zu teilen. Du hast erst von deiner besten Freundin gesprochen. Wie ist das mit solchen Leuten dann auch, Wrestling-Touren zu machen? Wir haben erst über die Touren gesprochen und wir können ja auch einen Namen mal nennen. Das ist Nils. Hallo Nils, solltest du das hören? Schöne Grüße. Ich sage jetzt nicht Jinx, sonst kriege ich wieder Ärger von dir. Gott, ⁓ Gott. Aber ich sehe halt beim BCW dann auch immer wieder diese schönen speaker-1: Der Kindenrennen. speaker-0: Plakate und dann auch die Evolution von Nils, der sich wirklich zu einem Charakter entwickelt hat, der immer auch angenommen ist, sei es als der Böse oder als der Gute und oft halt der Wildschweinmann ist. Und wenn du so einen Chant weg hast und wenn du so ober bist auch mit so einem Chant, da hast du glaube ich schon viel, viel erreicht als Wrestler, weil dann bist du in den Köpfen drin. Was machst du, ⁓ zu sagen, es ist nicht nur das Das, was das Match ist, wir haben eben auch über das Entrance gesprochen. Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, und ich weiß nicht, ob dir das bewusst ist, dass ich das Gefühl habe, wenn ich dich kämpfen sehe, dass du viel mehr mit dem Publikum arbeitest, dass du versuchst zu connecten. Was ich früher oft nicht so gesehen habe. Und jetzt habe ich das Gefühl, dass du das viel, viel mehr machst. Hast du da irgendwie Wert drauf gelegt, dass du das verbesserst? Oder hast du das selbst so noch gar nicht wahrgenommen? speaker-1: Nee, also ich hab schon auf jeden Fall aufgeachtet. Das ist eine Sache, mir nicht so intuitiv kommt, glaube ich. Zumindest, wie du auch schon selber sagst, es schon auffällig gewesen, dass es einfach gefehlt hat. Ich glaube, ist so ein Thema, wenn du dich so auf das Match fokussierst und auf diese sportliche Komponente, dann geht manchmal dieser Entertainment-Faktor irgendwo so bisschen verloren. Und es ist ja auch irgendwo eine Sache des Selbstbewusstseins. Und gerade als ich angefangen hab, wieder zurückzukommen, ich gemerkt, dass mir das Selbstbewusstsein total fehlt, weil ich mich noch nicht eher unterbewusst noch nicht bereit gefühlt habe. Das ist aber wirklich besser geworden. Ich hab's auch gemerkt. Das ist nicht nur natürlich auch besser geworden mit den Fans und auch mit der Erfahrung. Ich hab mir halt auch viele gute Tipps einfach reinholen können bei Leuten wie Martina und so weiter. Aber es ist halt auch eine Selbstbewusstseinsache, ganz klar. speaker-0: Gehst du immer noch zu Leuten hin und sagst auch, du dir mein Match anschauen? Kannst du mal gucken, wie ich das und das mache? Machst du sowas noch? speaker-1: Ja, auf jeden Fall. Also wer das nicht macht, weiß ich auch nicht. Das ist extrem wichtig aus meiner Sicht. Und man sollte das, wenn man jemanden vor Ort hat, dem man da vertraut oder wo man sagt, okay, die Person kann mir, egal auf welcher Ebene, noch irgendwas beibringen oder ich lege Wert auf die Meinung dieser Person, dann ist das mega wichtig, finde ich. Also ich frage regelmäßig Leute, wo ich sage, okay, die kennen auch in gewisser Weise meinen Progress so bisschen. Ich frage meine eigenen Leute aus meiner Schule. Ich schicke das Match immer noch an meinen Trainer. Ich hole mir immer noch von Leuten außerhalb von beispielsweise Flyons oder anderen Leuten backstage einfach den Feedback ein. Wenn die halt die Möglichkeit haben, es zu gucken, das darf man natürlich auch nicht für selbstverständlich nehmen. speaker-0: Wir haben erst ein bisschen über die Entwicklung auch als Wrestlere gesprochen, aber lass uns das mal anders aufmachen. Du bist ein sehr, sehr zurückhaltender Mensch zum Beispiel auf Wrestling-Shows und das spiegelt aber nicht der Charakter, den du im Ring spielst. Wenn ich dich fragen würde, hat dir Wrestling auch geholfen, ein bisschen mehr aus dir rauszukommen? Was würdest du darauf antworten? speaker-1: würde schon sagen, weil es so eine richtige Schocktherapie ist gegen dieses, ja doch so bisschen introvertierte Mädchen in mir. Du bist ja gezwungen, du wirst ja angeguckt und das ist ja auch irgendwo das, was du willst und das muss man sich da auch verinnerlichen. Wenn man das Entertainment machen will, dann sollte man es auch ganz durchziehen. Und ich glaube, es hat auf jeden Fall, also auch mit diesem Seißbewusstseins-Push, den man da irgendwo bekommt, schon auch einen Effekt darauf, wie man privat ist. speaker-0: Das heißt, man nimmt schon selbst so einen Au aus dem Wrestling dann mit. speaker-1: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, haben auch viele Leute, die, zumindest habe ich das mal so gehört, die sich einfach mehr sportlich betätigen, dass die so durch dieses Körpergefühl und dieses, habe da was geschafft, ich habe mir da was aufgebaut, irgendwie so Selbstbewusstsein rausziehen. Die Erfahrung habe ich mit Wrestling auf jeden Fall auch gemacht. speaker-0: Du hast einen steinigen Weg hinter dir mit einer zweijährigen Pause von einer Verletzung. Ich glaube, keiner kann so etwas mitfühlen, der so etwas noch nicht mitgemacht hat. Toi, toi, toi, bin von so etwas Gott sei Dank immer verschont geblieben. Du hast gesagt, wie hart das auch war. Aber nimm uns mal zurück an den Moment, wo du danach das erste Mal wieder im Ring gestanden hast. Darf ich dich fragen, war das auch eine Genugtuung? dass du das geschafft hast. speaker-1: extrem sogar. Ich hatte so, so zittrige Knie vor dem Match. Ich hatte auch das Glück, dass viele von meinen Freunden da waren und extra zur Show gefahren sind, ⁓ zu gucken. Und es macht ja schon was mit einem. Man freut sich ja schon noch mal extra, dass man sieht so, ich bin nicht die Einzige, daran glaubt. Und ich weiß, ich hab da dieses Supportnetz sozusagen. Ich hab mich nach dem Match so, so gut gefühlt. so glücklich, weil ich es hinter mir hatte. Ich hab echt so ein bisschen, so ein bisschen Pipi in den Augen gehabt. Und das einfach so. surreal ist, dass man das nach so einer langen Zeit wieder machen kann und auch ohne Angst. Ich hatte zu gar keinem Zeitpunkt noch im Training oder im Mensch Angst und das hat mir so eine Genugtuung gegeben. speaker-0: Aber das ist stark. Das habe ich hier schon anders gehört. Das heißt, du hast wirklich an dich geglaubt und an deinen Körper. Weil du hast ja gesagt, dass es in einer Situation passiert. Die kann eigentlich immer wieder passieren, wenn es in der Situation passiert ist. speaker-1: Ja, definitiv. dachte halt, ich bin mit dieser Einstellung rangegangen, als ich wieder ins Training gekommen bin. Ich werde diese eine Sache nie wieder machen. Und auch generell, gerade wenn du so eine Knieverletzung hast und so Drehbewegungen und so was, das Knie kann halt schon mal, du merkst einfach, diese Belastung noch nicht wieder gewohnt ist. Und gerade am Anfang habe ich mir für alles mögliche Sorgen gemacht. Ich weiß noch, ich so vier Monate, nachdem ich wieder angefangen habe zu trainieren. hab ich mal so einen Tritt geübt im Training und mein Knie hat so bisschen geknackt und es war gar nichts, aber es war einfach, das Knie macht jetzt halt mal paar komische Geräusche, ich bin jetzt halt ne alte Frau. Aber ich hab so Angst bekommen, diese Angst hat mich so krass beherrscht in dem Moment und ich war so froh, weil ich wirklich gemerkt hab mit dem Comeback Match, diese Angst ist jetzt weg, ich kann meinem Körper jetzt einfach mehr vertrauen. speaker-0: Das heißt im Endeffekt aus was richtig, richtig Beschissenen, wenn man so sagen kann, noch was Positives draus gemacht eigentlich. speaker-1: Extrem. Ich hatte ein paar Tage nach dieser Verletzung, hatte ich mit Daniel gesprochen. Also, dann galt es dann mal mehr drauf, Und ich weiß noch, ich hab mich halt auch total ausgeheult, weil ich natürlich gar nicht wusste, wie es weitergeht mit mir. Und er meinte, ich seh das mal als Blessing in disguise sozusagen. Du hast jetzt halt ne richtige Scheißsituation, aber das kannst du halt auch für dich nutzen, dich so krass neu zu erfinden. weil zu dem Zeitpunkt hatte ich halt mit ihm oft darüber gesprochen, dass ich nicht so richtig weiß, wie geht es jetzt weiter, wie schaffe ich jetzt den Sprung mehr an andere Promotions und so weiter. Und am Ende des Tages hat er einfach recht behalten und das ist mir dann wieder eingefallen und er hat einfach recht gehabt damit. Also es war das Beste, was mir mental zumindest, nicht körperlich, aber mental hätte passieren können, diese Verletzung. Und das ist krass zu denken und zu sagen. speaker-0: Das sagst du jetzt nicht, aber der ist auch eine Süßmaus, was sag ich jetzt? speaker-1: Ja, absolut, siehst es uns liebe Größer. speaker-0: Ja, das ist... Ja, ich bin halt auch auf seinen Weg noch sehr gespannt, weil im deutschen Wrestling hast du halt so viele Chancen, wo du halt auch hingehen kannst, trainieren kannst, aber es auch Dojo-Shows und sowas gibt. Und ich glaube halt fest daran, dass er sich eine gute Rolle im deutschen Wrestling verdienen kann. Daniel Marmadoff. Bin ich fest von überzeugt, ehrlich gesagt. Würdest du mir dazu stimmen? speaker-1: Bester Freund, wirklich. Auf alle Fälle. Die Leute sind nicht ready für das, kommt. speaker-0: Wenn man dich jetzt undercover fragt, hier hören nicht so viele Leute zu, das ist so ein, wir machen das hier eigentlich unter uns, sag ich mal, ne? Wenn man dich undercover fragt und ich dir vorher die Angst nehme, dass du keinen vergessen kannst, weil die Leute sind ja böse dann auf mich, weil ich dir so eine gemeine Frage gestellt hab. du jetzt Leute nennen könntest, die unter dem Radar sind und wo du dir wünschen würdest, dass die vielleicht so bisschen mehr auf dem Radar sind, gibt's da Namen, die du nennen könntest? speaker-1: Auf alle Fälle. Also, wie du schon sagst, wenn ich jetzt hier irgendwen vergesse, man das voll leid. Es gibt Leute, die schon berechtigterweise ihre Attention bekommen aktuell. ich glaube wirklich, der Name, mir als erstes einfällt, ist Phil Black. Der hat ja jetzt auch letzten Samstag seinen Unlimited-Debüt gegeben. Und ich finde das auch auf jeden Fall so recht. Also der arbeitet so, so hart an sich. Kommt auch von Dokka's Wrestling, ist jetzt auch bei Legion Wrestling. Und auch mit mir im Tag Team übrigens, Poison & Punk. und ich finde, der hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient. speaker-0: Seid ihr beide deutschlandweit auch buchbar, wenn man euch buchen möchte? Wie kann man euch erreichen, wenn man euch buchen möchte? speaker-1: Auf alle Fälle sind wir Buch. Gerne via Instagram. Ich glaube, da ist am besten genau entweder bei Phil Black oder bei mir, atvioletzaint auf Instagram. speaker-0: kann dir erstmal so danke sein, dass du das heute möglich gemacht hast, ich finde das immer so bisschen spannend und ich habe das Interview auch wirklich am Anfang echt mit diesem harten Cut von keinem vorgeplänkelt und gleich die bitterste Geschichte deiner Karriere im Endeffekt. Aber wenn wir jetzt am Ende des Interviews da rausgekommen sind, dass das eigentlich für dich so ein bisschen noch mal ein neuer Startschuss war und du das in etwas ganz Positives... umgewandelt hast, dann muss ich dir wirklich Respekt zahlen, dass du das in der Art Weise so durchgezogen hast. Weil ich hab's erst schon gesagt, zwei Jahre sind eine verdammt lang Zeit, dass du jetzt wieder zurück bist, schön zu sehen. speaker-1: Ich danke dir. Mir ist es auf jeden Fall wichtig, dass ich jetzt vielleicht noch mal so am Ende sagen kann. Ich kann mir auf gar keinen Fall vorstellen, dass andere Leute so viele Situationen durchmachen. Und das war jetzt natürlich auch nicht ketschig kling. Aber für mich, gerade rückblickend, ist diese ganze Geschichte eigentlich eine sehr bittersüße und positive Sache. Und ich glaube, man kann aus wirklich schlimmen Situationen, ob das jetzt mentale Sachen sind, körperliche Sachen. so viel Kraft schöpfen und in so viele positive Richtungen gehen und wenn ich mir ansehe, wie sich mein Leben in den letzten fünf Jahren zum Beispiel jetzt ins Positive entwickelt hat, dann bin ich wirklich einfach dankbar. Und ich glaube, wenn man mit dieser Einstellung rangeht, dann kann es eigentlich nur gut laufen, fein. speaker-0: Ja, positiv denken, das ist manchmal nicht so einfach. Und ich glaube, das kennt jeder. Aber das Schöne daran ist, dass solche Geschichten halt passieren und dass genauso Menschen wie du halt einfach zeigen, dass man halt, egal wie schwierig das vielleicht aussieht, wenn man einen Traum hat, trotzdem weiter dran arbeiten kann. Und wie gesagt, dass das jetzt mit dem Titel bei Unlimited für dich endet, hättest vielleicht auch nicht gedacht. wo du da gerade noch gesessen hast mit deiner Verletzung und dich kaum bewegen konntest, dass das Stand jetzt passiert. Und das ist schon, wie gesagt, sehr, positiv. Und wenn man dir so zuhört, muss man auch ganz, ganz ehrlich sagen, ich glaube, du gehst mit dem Leben auch eher positiv ⁓ als das zu sagen, du bist negativ, oder? speaker-1: weiß nicht unbedingt, ob der Nils ja da Recht geben würde. Ich glaube, ich kann schon manchmal auch negativ sein. Ich glaube, jeder kennt es auch, man sich selber unzufrieden sein, man möchte immer mehr erreichen, man ist immer ehrgeiziger mit sich selbst. Es kann halt auch super negative Richtung gehen. Da bin ich auf gar keinen Fall irgendein Vorbild. Ich bin auch super arg mit mir manchmal und das können meine Freunde alle bezeugen. Aber ich glaube, gerade in dieser einen speziellen Sache ist es eine der wenigen Sachen. Das klingt so negativ, aber Das ist eine der wenigen Sachen in meinem Leben, ich wirklich ohne, wenn und aber, stolz auf mich bin. Und ich glaube, so eine Sache gibt einem so ein Gefühl von Glück und Frieden, wenn man so eine harte Phase hinter sich hat und auf so etwas Positives zurückblicken kann. Und gerade auch auf die Freunde, die man halt hatte, die einen so krass unterstützt haben in dieser Zeit. Und davon hatte ich einfach mega viele. Und da bin ich so, so dankbar drum. speaker-0: Na positiver kann man glaube ich gar nicht enden. Ich kann dir wirklich nur Danke sagen, dass du das heute möglich gemacht hast. Dass vielleicht der ein oder andere, wie jetzt immer der Interviewger sagt, ich hoffe alle haben bis jetzt zugehört. Weil sehr, sehr spannende Geschichte. Ich hoffe wir begleiten dich nochmal irgendwann demnächst auf deinem Weg im Wrestling mit einem neuen Interview, wo du dann vielleicht ganz, ganz andere Schritte gemacht hast. Wenn du vielleicht im Ausland warst, da drücke ich dir auf jeden Fall die Daumen aus diesem Traum. für dich noch in Erfüllung geht. Du kannst jetzt den Leuten, die dich gerne mögen, die dich unterstützen, die deine Fans sind, die dich vielleicht auch noch hassen, die dich von Doggars Wrestling kennen. Man weiß es nicht. Denen kannst du jetzt allen nochmal das sagen, weil die letzten Worte dieses Interviews gebühren dir, meine Liebe. speaker-1: Danke dir, Tim. Ich glaube, das meiste habe ich gerade eben schon vorweg genommen. Ich möchte aber auf jeden Fall nochmal sagen, dass ich mich sehr, sehr, sehr bedanke für die ganze Unterstützung, denn ich habe ja nicht nur von meinen ganzen engen Freunden, sondern natürlich auch von den Fans viel Unterstützung bekommen. Ich habe sehr, sehr, sehr viele Nachrichten bekommen, womit ich gar nicht gerechnet habe, weil wir bin ich. Und das fand ich auch wirklich sehr, lieb, weil es mir einfach nochmal gezeigt hat, dass das Wrestling-Business auch einen unheimlichen Zusammenhalt hat an vielen Stellen. Und ich glaube... Eine bessere Unterstützung hätte ich mir Ende des Tages nicht wünschen können. Ich hoffe, vielleicht meine Geschichte, die ich jetzt so bis hierhin zumindest irgendwie hinter mir habe mit der Verletzung, vielleicht irgendwerem so bisschen geholfen hat. Denn mir hat es sehr geholfen, als ich verletzt war, von anderen Leuten zu hören, wie es bei denen gelaufen ist. selbst wenn es vielleicht nur einem hilft, ist es vielleicht auch ganz cool. Und danke schön fürs Zuhören auf jeden Fall. Danke dir, Tim, dass ich da sein durfte. Und ich hoffe, wir hören uns da nächstes Mal mit Auslandsgeschichten. Wir drücken die Daumen. speaker-0: Machen wir so. Euch vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Ciao. speaker-1: Kinder.