speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. speaker-1: Gute Freunde! speaker-0: Moin, moin und herzlich willkommen zu GF der Talk. Interview-Ausgabe. Interview-Ausgabe bedeutet heute, wir haben jemanden da, der hat in letzter Zeit einen Wandel durchgemacht, über den wir sicherlich nachher noch sprechen werden. Er hat angefangen mit Kampfkunst, ist jetzt schon fast so verkommen wie ranzig, ob er das hier so stehen lassen möchte, das weiß ich nicht. Hier ist FastTime-Modo. Schönen guten Abend. speaker-1: Schönen guten Abend, Tim, Zuhörer. Hallo, schön, dass ich da sein darf. speaker-0: Ja, schön, dass du da bist, mein Lieber. Ich war in letzter Zeit bei ein paar Veranstaltungen. Ich war auch bei Ebersketch und da habe ich mit einem jungen Mann, mit dem Dennis gesprochen. Und den Dennis kennst du sicherlich auch, oder Modo? Dennis? speaker-1: Dein speaker-0: Ja, der VIP von NW. speaker-1: Ach so! Natürlich kenne ich VIP! Jetzt muss ich kurz überlegen, Jana Kling. speaker-0: Und wir haben mit Schorschi und ihm haben wir backstage vor der Show so ein bisschen auch über Alex Wright gesprochen und auch wie Alex Wright auch die beiden geprägt hat. VIP war dann ja auch, er dein Trainer dann auch, wo er dann selber auch Trainer war, hat VIP dich trainiert, Mudo. speaker-1: Ja, das stimmt. Also gerade in der Anfangszeit, ich sag mal so das erste Trainingsjahr und vor allem das allererste Training überhaupt war auch bei VIP und dann war er so bisschen raus. Aber so in der Anfangszeit, so die Basics waren dann einiges von VIP. speaker-0: Wie war das, einen Trainer wie VIP zu haben, der sehr geprägt war, natürlich auch durch Alex Wright, aber auch mit Alex Wright, Trainer, der am Anfang natürlich auch von seinem Vater oder Dave Taylor oder Regal oder sogar Tony Sinclair und solchen Leuten trainiert wurde am Anfang, der aber dann nach Amerika gegangen ist und sehr schnell einen ganz anderen Stil lernen musste. Wie war das? so einen Trainer zu haben, vielleicht anders trainiert hat, als es andere Trainer in Deutschland getan haben, weil er ganz andere Einflüsse hatte und vielleicht auch ganz andere Sicht aufs Produkt hatte, als es vielleicht der eine oder andere der in der Liga in Deutschland oder in der Trainingsschule geleitet hat. Wie war das für dich als Trainee damals bei Alex Wright? speaker-1: Ja genau, habe ja 2012 angefangen bei Alex zu trainieren und da waren neben Alex auch einige Trainingseinheiten, dass Steve Wright selbst auch gehabt, was natürlich sehr cool war und dann halt eben seine fortgeschrittenen Schüler, also vor allem VIP, auch Fabi Eichner mit dazu und dann später Hektor immer mehr, der viel Training übernommen hat. Ich selbst schon im Ring stand die letzten Jahre, als ich bei Alex trainiert habe. Ich habe glaube ich sechs Jahre bei Alex trainiert, also die ersten zwei Jahre bis zum Debüt hin und dann zu den ersten vier Jahren meiner Karriere dann noch nebenbei trainiert und dann irgendwann ist es ja so, wenn du wirklich eine hohe Frequenz an Matches hast, dass dann, ich meine, es ist nie falsch, der Wrestling-Schule noch weiterzugehen, aber irgendwann ist es ja so bisschen wie ein Ausbildungsberuf, dass du ausgelernt bist und dann vielleicht nicht mehr regelmäßig ganz normales Wrestling-Training mitmachst, sondern selbst schaust, wo Sachen verbessert werden können. Und da war gerade Hector dann im späteren Teil sehr überprägend. zum sehr guten Freund geworden ohne Frage. Das Besondere an Alex wusste ich eigentlich im ersten Nachhinein immer mehr zu schätzen, weil ich natürlich nichts anderes kannte. Also es gibt ja die Wrestler, die vielleicht so groß werden, dass sie irgendwo in einem Verein oder einer Schule angemeldet sind und dann vielleicht von Seminar zu Seminar tingeln, Einfluss mitnehmen, dort was mitnehmen und das hat auch einen Mehrwert. Das ist Problem bei solchen Seminaren, vor Shows sind oder so. ist ja, dass das jeder irgendwo beim Urschleim nochmal anfängt und dass es eine große Gruppe, die sehr heterogen ist. Und bei Alex war der ganz große Vorteil, dass du ja Privattraining gebucht hast. Also ich kannte kein Gruppentraining. Ich kenne das nicht, irgendwie zu zehn auf dem Airplane zu stehen und zehn Minuten zu warten, bis du deine zwei Rollen Ring machen kannst. Sondern es war Alex als Trainer, ein Ring und zwei Leute, und dein Trainingspartner. Also ganz privat nicht, weil du brauchst ja einen Trainingspartner. Und es gab zwei Ringe im Hotspot. und in der Regel dann einen Assistenz-Trainer, also meistens VIP oder Steve Wright oder eben Fabi im anderen Ring. Dann konnten quasi vier Leute insgesamt zeitgleich trainieren. speaker-0: Hat das überhaupt irgend ein anderer in Deutschland so gemacht? Nein, oder? speaker-1: Ich wüsste nicht davon. Ich weiß, dass Axel mittlerweile immer mal Privattrainings anbietet für Interessierte, die das unbedingt wollen in Dresden. Aber dass das jetzt in der Schule so als Konzept so aufzieht, das wüsste ich nicht. Und das ist natürlich unfassbar effizient. Du hast natürlich da einen Mehrwert an Training, der ist enorm. Ehe du dann bei einem Gruppentraining halt wirklich brauchst, bis du mal die Ringmitte für dich hast, einen Move zu machen. Klar, es gibt viele Sachen, die man irgendwie auch außer des Rings üben kann, was Schläge und so weiter angeht oder konventionelle Sachen. Aber das war natürlich bei Alex unfassbar effektiv. Und das war für mich nicht überraschend und nichts besonderes, weil du hast ja auch schon im Intro gesagt, ich mache mein Leben lang eine traditionelle Kampfkunst. Ganz ähnlich wie Karate ist das sogenannte Tomomoto. Jetzt sind es nächstes Jahr im Frühjahr 25 Jahre. Und ich bin so aufgewachsen mit Drills, mit Strenge, mit hoher Disziplin. Wenn der Lehrer spricht, man ruhig, man sitzt aufrecht. Wie in so einem Dojo. wie der eine oder andere es vielleicht aus irgendwelchen Kampfkunstfilmen kennt. Eine Cobra-Kai-colle Serie zeigt das eigentlich ganz gut, wie so traurig das Kampfkunsttraining manchmal ist. In manchen Szenen, fand ich ganz, ganz gut gemacht. So bin ich halt aufgewachsen. Und so hat ja auch Alex trainiert. Also sehr durchaus streng, trotzdem Spaß betont. Es gab immer einen guten Plausch auch mit Alex nebenbei. Alex ist ja auch jemand, mit dem man sehr gut mal über dies und das einfach mal in der kleinen Trainingspause reden kann. Sei es über das neueste Videospiel oder irgendein Film oder sonst was oder eine Anekdote von früher. Und was ich erst in Nachhinein dann wirklich so zu schätzen wusste, war halt a. dieser Fokus auf hohe technische Exzellenz und ordentliche konditionelle Voraussetzungen. Also für Alex ist halt ein Wrestler ein Hochleistungssportler. Und wenn ich mir manche Wrestler in Deutschland angucke, ist das irgendwie der Hobbysportler, der gerade vom Dresden aufgestanden ist und noch mal in den Ring steuert. So bin ich ja nicht groß geworden. Und die zweite Sache ist einfach dieses breite Know-how von Alex. Ganz viele verschiedene Stile. Also jeder, egal wie schwer, egal wie groß, Power Moves, High Flying, konnte technisch sauber wrestlen, konnte gut chainen. Das stand bei Alex ganz oben. Und je mehr ich rumgekommen bin und andere Kollegen und andere Schüler gesehen habe, desto mehr wusste ich zu schätzen, wie hochqualitativ eigentlich diese Ausbildung war. speaker-0: Voll umfänglich, das macht einen vielleicht in einem einen oder anderen Messe sogar mal irgendwann zu einem Ringrichter, aber da werden wir nachher auch noch drüber sprechen. Weil das hat VIP halt auch gesagt. Er hat auch gesagt, gerade konditionell weiß er vielleicht, dass er das ein oder andere Mal auch zu viel vielleicht verlangt hat. Aber er wusste auch, dass das von Alex genauso immer von ihm verlangt wurde, wo ja halt Sachen, wenn andere die zehnmal machen mussten, sagte VIP, dann musstet ihr die hundertmal machen. Schorsch meinte dann aus dem Hintergrund, ja Tim, das ist leider nicht übertrieben. Ich stand da und dachte mir, ist das ein Grundstein, den einem Alex Wright dann auch Leuten gelegt hat, du hast es gerade gesagt, wie auch Fabian, dann aber auch wie ein VIP, der jetzt auch bei Eva's Catch, du jetzt am Wochenende dann imnächst da sein wirst, ja so bisschen die Road Agent Arbeit für Manu Thiele übernimmt. Ist das so eine Arbeit, die wirklich einen bei Alex, bei Newe vollumfänglich so ein bisschen auf das Wrestlinggeschäft vorbereitet hat, weil auch Mikroarbeit und so wurde mir gesagt, dass da auch Wert drauf gelegt wurde, dass man da guckt, dass man da besser wird. speaker-1: Ja, absolut. Also wir haben auch mit der NEW dann, wenn du quasi debitiert bist, also nicht die Wrestling-School selbst, sondern auch die NEW dann einen zweiter Schritt irgendwie sich dort auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln. Auch das hat man so, ich will nicht sagen für selbstverständlich, hingenommen, aber es war halt irgendwie so das monatliche Programm, einmal im Monat die feste Show und dann aber zu begreifen, dass man irgendwie jedes Mal Promos aufgenommen hat, immer Segmente hatte. Das ist ja nicht selbstverständlich. Nicht alle Resting Promotions arbeiten so. Jeder hat seine andere Ausrichtung. je nachdem. Bin ich eher für lokales Publikum, versuche ich eher, irgendwie online zu vermarkten, wie auch immer. Aber dann so in der frühen Phase schon so routiniert mit Promos zu sein, dann Match-Sypulations. Also ich hatte vielleicht 80 Matches in meiner Vita und davon war aber schon dreimal ein Rumble. Zweimal ein Six-Man-Leather-Match, ein Steel-Cage-Match, ein Street-Fight. Also die ganzen Simulations, die Alex ja auch immer für gewisse Fäden, für gewisse Stories genutzt hat. Auch das war er dann so rückblickend nicht häufig, weil oft hast du ja diese Simulations eher nur bei BXW und Giveaway heutzutage. Dass man mal einen Leiter kam, ähnliches. Das ist schon stark. speaker-0: So Sachen wie Rocket Beans dann auch da stattzufinden und ein ganz anderes Publikum auch auf einmal vor sich zu haben, was man sonst vielleicht gar nicht bekommen würde. Und natürlich vielleicht auch durch den Namen Alex Wright, der den Rocket Beans Leuten, die zu der Zeit Wrestling geschaut haben, wo ich es auch geschaut habe, sicherlich ein Begriff war, dann vielleicht den Fuß in diese Tür reinzubekommen. Aber bei einem anderen Produkt, was so wie Rocket Beans damals, man muss sagen, unter den Nerds einen Hype hatte auf jeden Fall, dann da als Wrestling stattzufinden, war glaube ich nicht die schlechteste Option für NIV und auch für ARLE. speaker-1: Ja, das war es. schon ein sehr cooler Deal. Ich auch dann begriffen oder dadurch erst auf Rocket Beans wirklich bin ich erst aufmerksam geworden, weil ich ja auch nicht so nur ich unterwegs bin mit Games und ähnliches. War das erst, dass ich dann mitbekommen habe, die sind schon groß und das ist schon eine coole Plattform. Auch wir liefen ja auch irgendwie auf Fight TV und Fightbox HD und so weiter, wo dann irgendjemand berichtete mir mal, er war im Ich weiß gar nicht mehr welches Ausland, war sei es Türkei Urlaub gewesen oder irgendwo in Polen oder Tschechien, auch immer. Und irgendwo in einem Bistro oder Späti oder sonst was war ein kleiner Monitor, wo Fightbox HD lief und da liefen halt unsere Shows so, während der da einkaufen war. Also mega krass, was das teilweise für Welten geschlagen hat. Und damit zu arbeiten war natürlich auch eine sehr coole Sache, weil das wirklich Wrestling eigentlich auf TV Niveau war. Vielleicht nicht inringmäßig, weil wir alle noch relativ unerfahren waren, aber von der Produktion her. Also ich habe die wenigsten Promotions, das mal vielleicht den Fans auch näher zu bringen, die wenigsten Promotions arbeiten ja so TV orientiert, wie es damals die NEW gemacht hat. Das heißt, es war nicht gerade gern gesehen, wenn du 30 Sekunden über deiner Zeit warst und es ist auch nicht jede Promotion, mit Referee Calls arbeitet, die also sagt, go home, deine Zeit ist rum. So ab nach Hause, jetzt ins Finish, so wie eben WWE im TV auch produziert. Jetzt Rest Hold, weil jetzt ist 30 Sekunden. Werbespot, darf bitte nichts Spektakuläres passieren und wir sind wieder live. Also okay, jetzt geht's wieder los. Und das ist ja für ganz viele Leute eine riesen Umstellung, die aus den Indies zur WWE kommen. Und wir waren eigentlich alle auf dieses Arbeiten da schon sehr früh in der Laufbahn sehr gut vorbereitet. speaker-0: Das ist auch so bisschen die Influenz, ich erst halt auch bei Alex angesprochen habe. Dass er vielleicht auch die Sicht aus einem TV-Produkt kommt. Gerade darauf dann ja auch hat. Die anderen, die dann drum herum waren, hatten ja gar nicht die Erfahrung eines TV-Produktes. Richtig. Jetzt hat man natürlich Leute mit Achse, die aus sowas zurückkommen, die sowas auch weitergeben können und sicherlich auch an ihre Schüler weitergeben. Was war dein nächster Schritt dich von Newe? abzunabeln, woanders hinzugehen. Was waren so die ersten Schritte aus NEW raus? speaker-1: Also ich weiß noch, das erste Booking, was feststand, das war aber nicht die erste Show außerhalb der NGB, war die GWP dann, passt ja auch regional dort vor Ort. Dann war auf jeden Fall, das war die erste Show außerhalb, weiß ich noch, über einen guten Freund im Wrestling mittlerweile, eben Dave Davis, damals in Lübeck die IPW gemacht hat. Ich weiß noch, das war mein erstes Auswärts-Booking, mega wildes Show. 2017 irgendwann in Lübeck eine Hardcore-Show mit den Kneipentheoristen zusammen, also eine böse Onkels Coverband. Und ich weiß noch, es war immer eine halbe Stunde Catch, also so zwei Matches, dann eine halbe Stunde Konzert und so weiter und es ging irgendwie bis Nacht zwei. Ich weiß noch, ich hatte gegen Tommy, Rest in Peace, den Pre-Mainer, Chairs Match irgendwie nachts halb zwei, so das. Und da irgendwie zu der Halle die Öffis nicht mehr so gut gefahren sind, sind schon ganz viele los und irgendwie statt ... 300 Zuschauer die da eigentlich waren, waren noch 40 da oder so. Weil ich speaker-0: ...ein Scheiß. speaker-1: noch mal eiskalt ihre Parts überzogen hab. Das war so meine erste Auswärtserfahrung. Nö und dann kamen hinzu, also so die ersten Jahre, ich sag mal bis dann ich sozusagen angefangen habe mit BXW zusammenzuarbeiten, war dann vor allem Eki im Hannover, jemand der mich gut gefördert hat, also regelmäßig zum EVP-Shows geholt hat, sowohl im Hangar als auch im X-Fights. Bei COW bin ich immer mal mit rumgesprungen. Wie gesagt, GWP auf jeden Fall. Das waren so die ersten, ich sag mal, auswärts Bookings, die ersten Erfahrungssammlungen. speaker-0: Viele wissen nicht, dass das Moodo-Ding auch ein familiäres Moodo-Ding ist. Dass sich so, sagen wir mal so, dein Vater, gerade auch im Videobereich schon das ein oder andere Mal sehr hilfreich bei der einen oder anderen Promotion gezeigt hat. Wie kam das zustande Moodo? Dass das irgendwann auch ein Familien-Ding wurde? speaker-1: Ja, also meine Familie generell hat mich eigentlich immer bei allen Sachen sehr gut unterstützt und war immer sehr interessiert. Also sei es jetzt sozusagen wirklich, wie gesagt, seit Kindertagen an mit dem Kampfkunsttraining, wo es ja auch nochmal wieder so Events gibt, wie was ich die Gürtelprüfung für speaker-0: Ist das viel Fahrerei auch zu den Events dann auch, sind die weiter weg? speaker-1: Im Kampfkunstbereich nicht. Das nicht so wie beim Wrestling. Das ist dann schon sehr lokal. Es gab dann auch immer mal deutsche Meisterschaften und so weiter. Die waren dann meistens in Halle an der Saale. Das heißt für uns als Leipzigern auch relativ gut erreichbar. Aber da waren sozusagen meine Eltern, haben das immer gerne unterstützt, sind gerne mit hingefahren, haben sich jetzt gerne mit angeguckt, was so jemand anders so macht. Und selbig ist halt auch beim Wrestling. Ich meine, ich war 15, als ich bei Alex angefangen habe zu trainieren. Das heißt, dem Zug von Leipzig nach Hessdorf, da in den Hotspot, wäre auch mega aufwendig gewesen, weil du auch noch mal mit dreimal umsteigenden Buss erstmal von einem Zug dahin fahren müsstest. Also hat mich mein Vater einfach gefahren, immer zum Training. Und er selbst oder meine Eltern beide, so 90er Jahre Wrestling-Fans, irgendwie nach der Wende dann, als das dann so im Fernsehen lief, eingeschaltet und gerne verfolgt. Die haben sich halt dafür interessiert, dass ich das dann machen möchte. Und insofern war mein Vater eigentlich schon bei Alex immer die Kanten sicher, weil er immer beim Training zugeguckt hat. Und mein Vater kommt aus dem technischen Bereich, hat lange für Panasonic gearbeitet, ist mittlerweile ja schon ein paar Jahre Rentner, aber hat immer dann quasi einen Großhandel, so viel Kopierdruck und Faxtechnik und so weiter gehabt. Und hat sich dann irgendwann einfach Dafür interessiert dann quasi noch das auf Kameratechnik zu erweitern und da das quasi gerade einherging mit dem Wunsch von Alex live zu gehen, also die Nivea der schon immer aufgezeichnet, aber live war was Neues und da hat sich mein Vater quasi angeboten. Das fand ich am Anfang gar nicht mal so gut, weil man will ja seine eigene Bubble haben und dann einen Vater mit Backstage zu haben. Als junger Mann so mit 18, 19 denkst ja dann immer, Mensch, Vater macht ein eigenes Ding. Aber es hat dem Produkt sehr geholfen und ich habe mich auch gefreut, dass er dann für sich dann noch mal wie so ein Hobby entdeckt hat und dann noch mal aufblühen konnte. Es hat noch ein paar, quasi dann außerhalb der NEW, paar Stränge geschlagen. für IWI hat mein Vater dann viel gemacht, für ERW in Dresden, bei Bacna, auch für die Catch Factory in Leipzig. Ja, mittlerweile ein bisschen weniger so, auch ein bisschen zur Ruhe gesetzt, aber es war schon ein paar Jahre relativ prominent vertreten, seine Videotechnik sozusagen. Das fand ich sehr cool, weil die Jungs ihn auch kannten und so weiter. Das ist dann schon eine coole Verbindung. Jeder, der so bisschen die ostdeutsche Szene kennt, weiß ja, dass auch Michael Tüscher oft bei Shows mit dabei ist. Das hat dann ein bisschen Tradition, dass die Väter auch noch mit dabei sind. speaker-0: Ja, und ich muss ganz ehrlich sagen, du sprichst mich ja auch an, aber auch deine Eltern, herzensgute Menschen. Und ich durfte mich auch mit deinem Papa sehr oft über seine Videoarbeit unterhalten und mit wie viel Herzblut er diese Sachen auch einem erzählt. Das ist halt unfassbar, wie viel Know-how da auch dahinter gesteckt hat. Und das wusste ich nicht. Und wie ich das erste Mal mit ihm darüber gesprochen habe und er hat mir das alles erzählt, kann ich nur sagen, deine Familie hat also nicht nur im Catch. sondern auch in der Technik ein Mehrwert. In die gesamtdeutsche Szene hätte ich fast reingesteckt, weil das war ja schon fast deutschlandweit. Ja, sollten Sie das jemals hören, ganz, ganz liebe Grüße. Es war immer schön, euch getroffen zu haben auf den Shows auf jeden Fall. speaker-1: Keine Sorge, das seh ich dich aus, jeden Fall. speaker-0: Wie kriegt man den Cut jetzt anders hin? Aber lass uns den Cut so setzen. Ich hab's erst angedeutet und Rotten Moodo. muss ich ganz ehrlich sagen, gibt mir manchmal so bisschen Bad Bones John Klinger Vibes. Und ich weiß, das ist für dich sicherlich auch ein Kompliment. Kannst du verstehen, wo das herkommt, wenn ich den Charakter sehe, den du porträtierst? speaker-1: Ja, also auf jeden Fall nehme ich ja das Kompliment. Und ich kann es auch gerade mit der neuen Gear, kann ich es auch ein bisschen nachvollziehen, weil, und das war gar nicht meine Intention, als ich dann fertig gesehen habe, die jetzt neue lange Hose, was für mich auch mega ungewohnt ist, da habe aber bewusst jetzt nochmal eine neue Gear gemacht, den Charakter nochmal mehr abzuheben vom, vom, vom, tralzen, Kampfkunstmudo, da dachte ich dann, wisch, das hat ja schon ein bisschen Ähnlichkeit mit Jonnes Jeans, die er mal getragen hat. Und ich glaube, der Charakter hat einen anderen Hintergrund als John damals war. Aber wenn du sagst, du erkennst Parallelen, dann erbt mich das sehr und ich kann es nachvollziehen. Aber es war nicht meine Intention dahinter, das als Hommage an John zu verpacken. Das nicht. speaker-0: Du hast was angesprochen, nämlich von einem Kampfkünstler zu einem Gimmick, was verschiedener, würde ich fast sagen, gar nicht sein kann zu dem Kampfkünstler, mit diesem Rotten Gimmick. Kannst du, alle die hier heute zuhören, denen mal erklären, wie das überhaupt von Anfang an zustande kam, dass dieses Rotten Gimmick als Idee überhaupt erst mal entstand? Wie ist das zustande gekommen? speaker-1: Es hat echt verschiedene Ebenen eigentlich, weil eigentlich gibt es den Vorläufer schon zu NEW-Zeiten. Weil ich sage mal Richtung Ende der NEW, also so das letzte Jahr, bin ich bei Alex Hiel geturnt. Also er wollte mich dann als Hiel bringen und das hat dann auch sozusagen meine Titelregentschaften erzeugt, ich dann bei Alex hatte. Also zweimal den Internettitel, der sozusagen der Midcard-Titel der NEW ist. Bis dahin kannte man mich ja nur als fairen Kampfsportler. Man traute mir das vielleicht auch gar nicht so zu aus Fansicht, dass ich einen Schiel verkörpern könnte zur damaligen Zeit. Also habe ich mir auch überlegt, ich muss das so extrem wie möglich machen. Ich muss der ekelhafteste Schiel sein, den man sich vorstellen kann, damit das glaubhaft funktioniert. war im Rahmen der Eniräer, dass das dann auch funktionierte. wurde ausgeboten und hatte dann auch so etwas wie kleine Sachen, die eben bei Alex dann auch gepasst haben in der Show, wie meine eigene Talkshow, wie man es von Mist TV oder sonst was kennt. Da gab es immer den Modolog bei Alex. speaker-0: Was für ein geiler Name. speaker-1: Ja, den hätte ich auch gerne mal irgendwann wieder reaktiviert. Aber das war halt auch geil, das Mikrofon ausleben zu können, den Character da. Und da gab es eigentlich schon Rotten Moodo und ich hab noch irgendwo so altes Merch mit Mittelfingern drauf, wo irgendwie Rotten Asshole drauf steht. Also das gab es dann schon, aber die Gier war zum noch nicht anders und so weiter. Mein Grundgedanke war auf jeden Fall, und das zog sich auch die nächsten Jahre noch, wenn ich healed bin, sozusagen ich als Kampf. Künstler, der ist ja wirklich im Leben verkörpert. Dieser Character gibt es nicht her wirklich hiel zu sein. Das muss man schon sehr speziell drehen, zu sagen, vielleicht hier schaut mich an, ich habe so viel Erfahrung, ich stehe über den Ding, ich bin was besseres. Das haben wir bei BXB auch eine Zeit lang gemacht. Das funktioniert schon, aber so richtig wohl habe ich mich damit nie gefühlt, weil es eigentlich ein typisches Face-Gimick ist. Und dann hatte ich ja quasi die Blaupause schon mal von der NEB-Zeit. Ja, gerade die GWF, also Michael und Ahmed hatten dann den Wunsch. Da war ich quasi heel geturnt im Tag Team mit Amy damals. Waren wir lange Mixed Tag Team Champions. Und als ich dann wieder Singles unterwegs war, ja, wir brauchen dich als heel und wir hätten gerne einen anderen Character. Und dieser Rotten Character schwebte mir eben auch vor. Und dann war wie gesagt klar, ich musste den harten Cut setzen. Es darf keinen großen Bezug mehr zum Kampfkunstmudo geben. meine, innenmäßig ist es immer noch sehr ähnlich. Natürlich mache ich meine Kicks als Schwerpunkt und so weiter. Das ist schon klar. Und es ist ein ganz großer Anteil irgendwie auch bisschen privater Mudo, der da mit drin steckt. Alex hat schon den zweiten, dritten Wrestling Training mal zu mir gesagt, naja, eigentlich bist du ein Natural Heel. Weil du hast so eine, wenn du nicht darauf achtest, wenn du nicht nachdenkst, strahlst du eine gewisse Arroganz in der Mimik aus. ich Mensch, okay. ist eigentlich Beleidigung, aber gut, vielleicht kann man es gebrauchen. Und es zeigt sich ja, dass das ganz gut passt, weil ich kann mich einfach gehen lassen. Ich kann einfach, ich muss auf nichts achten. Ich kann einfach das machen, was mir gerade in den Kopf kommt, was ich mir vorher überlegt habe. Ich kann einfach das schlechte Vorbild sein. kann alles rauslassen. Das ist quasi auch ganz viel, man spricht ja oft von Katarsis im klassischen Theater, was die Zuschauer erfahren. Ja, für mich selbst ist es auch Katarsis. Es ist Seelenreinigung. Einfach mal das, was man im Alltag nicht sein kann, komplett rauslassen. Und der eine oder andere weiß vielleicht auch, dass so ein leckeres Jacky-Cola-Getränk à la Rainer Ringer mir dann auch ganz gut schmeckt nach so Match. ja, das passt dann auch ganz gut für den On-Character. speaker-0: Oder während des Mathees. Das ist ja auch, man weiß ja nie. Die Bilder, du als Ringrichter bei Instagram, schon sehr oft geliked worden. es gab auch Videos dazu. Und ich sag mal so, seit den 90er Jahren in der Attitude-Ära hat so schön keiner mehr den Special Referee charakterisiert, ich sagen. Ehrlich gesagt. Von sich aus. Und so wie das auch zustande gekommen ist. lebt man dann auch in diesem Moment, wenn solche Sachen passieren. Ich weiß nicht, ob du mir das absprechen willst, aber ich würde sagen, man merkt schon, dass dir das Spaß macht. Man merkt schon, dass du das nicht verbergen kannst, dass du diese Momente, wenn du das auch porträtieren kannst, was du da machst im Ring oder auch da als Ringgerichter, das macht dir schon Spaß, oder? speaker-1: Ja, also gerade das Special Referee-Ding jetzt bei der letzten GWF-Show, das war schon purer Spaß einfach nur, weil das nochmal so ein neuer Aspekt ist und man muss es genießen, weil es kommt ja so selten vor. Also wie oft kann man schon Special Referee sein? Muss ja was Besonderes bleiben und ganz wenige Promotions machen das ja. Das muss von der Story her Sinn ergeben. Das war auch eine relativ spontane Idee, ehrlich gesagt. Von unserer Seite aus. Und dass das dann so umgesetzt wurde, fand ich sehr, cool und das... Freut mich, dass du was siehst. Das ist genau so. Es macht wirklich unfassbar viel Spaß. Man hat da jetzt hier so bisschen Angst, dass eigentlich, wenn du als Hiel bejubelt wirst, machst du irgendwas falsch. Aber so wie sich das organisch entwickelt hat über den letzten GWF-Show, ist es genau so richtig. Und als was Besseres kann es dann nicht sein, weil als Face musst du immer darauf achten, nichts Falsches zu sagen, irgendwie den ehrlichen Respekt vollen zu geben. Und die hab ich immer gehasst als Kind oder Jugendlicher. Ich Ray Mysterio gehasst. dieses krasse Face. Ich fand immer die cool, die etwas edgy waren, die ein bisschen über die Grenze der Regeln gegangen sind und so weiter. Und das ist jetzt ein Character, du sagst Attitude Error, ja. Also genau so eigentlich. Nicht viel Gedanken machen, einfach frei raus. Und das ist glaube ich was, wo sich viele auf eine Art identifizieren können oder viele daran reiben können und es deshalb interessant finden. Es ist einfach anders als vieles bislang. Weil es ist auch nicht der typische So nicht der Mikey-Charakter, der mit Bier rauskommt und Spaß hat zum Beispiel. Das ist irgendwie was ganz Eignis, was ganz anderes. Und da freue ich mich schon sehr drüber, dass das so eine Nische getroffen hat, weil jetzt im Jahr 2026, was gibt es schon Eignis Neues im Wrestling? Man hat alles mal gesehen. Und dieser Character, der ja vielleicht auch Vibes von dem Stone Cold Steve Austin in irgendeiner Form hat von mir aus, man hat alles schon gesehen, also es dann doch so neu und erfrischend wahrgenommen wird. Das freut mich dann sehr. speaker-0: Ja, aber das ist ja der Punkt, das passiert ja oft im Wrestlingmodo, dass Sachen, egal ob sie schon mal waren oder noch nicht, immer wieder funktionieren im Wrestling. Es gibt wenig Sachen, die nicht noch mal funktioniert haben. Hulk Hogan gegen Warrior hat leider nicht funktioniert zum Beispiel, aber es gibt so viele schöne Sachen und man kann das Rad ja auch nicht immer neu erfinden, aber das ist ja der Punkt. Du hast dich neu erfunden und vielleicht bist du auch mit dem Charakter, den du am Anfang, dieser... Diese aalglatte Kampfkunst-Face, vielleicht war das erst mal der einfache Weg, seinen Weg, deinen Weg dann auch in einer Wrestling-Szene zu finden. Aber jetzt diese Arbeit, die du da auch machen musst, weil du musst nicht nur im Ring funktionieren, sondern du musst auch charakterlich, am Mikro, Sachen, die du machst, wie du dich bewegst in Segmenten, all das drum herum, muss stimmig sein. Das heißt, es ist vielleicht ein größeres Gesamtprodukt als der Charakter, den du vorher gemacht hast. Willst das auch so wahrnehmen? speaker-1: Ja, es ist eine ziemlich organische Entwicklung, weil beide Charaktere ja irgendwo ich sind und so muss es ja sein. Es gibt ja nicht umsonst, wenn man ganz viele erfahrene Wrestler irgendwie in meinen Podcasts Interviews hört, hört man immer wieder dieselbe Antwort. Man braucht einen Charakter, der man selbst ist, mal 100, mal 1000, was auch immer, einfach weiter aufgedreht. Und natürlich bin ich immer noch der Kampfkunstmoodle und es gibt ja auch viele Promotions, wo ich noch genauso arbeite, weil das ja ich bin. Das ist ja kein Gimmick, das bin ja genau ich. Und auf der anderen Seite, dieser Rotten-Character, den kannst du ja auch nicht machen, wenn du irgendwie frisch im Wrestling bist. Der basiert ja auch auf einem gewissen Selbstbewusstsein, auf einer gewissen Gelassenheit, die durch die Erfahrung kommt. Gerade in Promos und so weiter, lebt der Character ja auch davon, einfach aufgrund der Erfahrung ein bisschen entspannter und besser zu fühlen und eben dafür die Ruhe zu haben, da noch einen Check in Cola zu trinken, als es jetzt irgendwelche frischen Leute sind. Der Rotten Character ist auch dafür da, absichtlich über diese Leute zu stellen. Und das geht ja nur mit einer gewissen Erfahrung. speaker-0: Das gibt dir ja auch mehr die Chance, einen Kampfkunstcharakter, den du vorher porträtiert hast, lächerlich zu machen. Ist manchmal vielleicht schwieriger, als wenn du dieser rotten heel bist, der sich selber in dumme Situationen begeben kann, wo er doof aussieht. Das ist auch einfacher, glaube ich, in und Matches herum mit dir zu planen. Würdest du das ähnlich sehen? speaker-1: Am Ende kann man gar nichts darstellen, was man nicht zu 100 % fühlt. Ich könnte keinen Heal nehmen, der sehr ernst ist. Mir fällt jetzt viel schneller ein, aber jemand, der dieses No Bullshit Ding, wie es vielleicht Marius oft durchgezogen hat, wie es vielleicht auch Aaron Insane, der für mich ein Top Heal ist. sehr gradlinig, ohne Schnörkel, ohne Schnickschnack sein Ding durchzieht und mit Absicht auch mal Luft aus der Halle rausleben kann, so ungefähr. Das könnte ich nie machen, weil ich einfach zu alt bin im Kopf und zu viel auf die Fans eingehen würde und zu viel im Moment lebe dann und diesen Character brechen würde. Deshalb würde das zum Beispiel so in der Form gar nicht funktionieren und so wie das jetzt ist, ist es halt sehr natürlich. speaker-0: Wie ist es für einen Catcher, gebucht zu werden in einer Liga, wo man vorher noch nicht war? Ich habe jetzt gerade zum Beispiel ein Match, wo andere sagen würden, Gott, er lebt noch, ja er redet gerade mit mir. Carnage gegen dich in Bremen. So Match, dann in so ein Titelmatch reingeworfen zu werden. weiß, ich glaube du catchst auch gar nicht so ungern mit Carnage. speaker-1: Nein, Karin ist wirklich jemand, den ich auf einer persönlichen Ebene sehr mag. Es hat sehr lange gedauert in meiner Laufbahn, bis sich unsere Wege mal gekreuzt haben. Klar, Karin ist ein ganzes Action länger noch dabei. Im Ring getroffen haben wir uns sehr spät erst vor drei, zwei Jahren, wo das da in Bremen war. speaker-0: Ja, so zwei Jahre würde ich auch sagen, so ungefähr. speaker-1: Auf jeden Fall Karatrum. war eine Woche vor Karat, glaube ich. Das weiß ich noch. Das muss früher gewesen sein. Und das, das... Ja, also ich kenne ihn ja. Also auch wenn wir vorher noch nicht im Ring standen, wir kannten uns ja. Ich war auch vorher schon mal irgendwann ein, zwei Jahre vor bei EPW, jetzt das Beispiel zu nehmen. Aber prinzipiell, auf deine Frage zurückzugehen, wie es ist, bei einer neuen Promotion zu sein. Naja, für mich ist es jetzt fast schon bisschen schwierig, eine Promotion in Deutschland zu finden, für die ich noch nicht gearbeitet habe. Die Bubble ist ja klein, es kennt ja eigentlich jeder jeden. Insofern gehe ich da jetzt nicht mit einer besonderen Aufregung hin oder mit einer gewissen Unruhe oder Unsicherheit, sondern am Ende bleibt Wrestling Wrestling. Und das ist irgendwie überall dasselbe. Wo ich vielleicht irgendwie mit, ich sag mal, was ein bisschen unsicherer wäre, vielleicht irgendwo im Ausland in Promotion, wo man vielleicht auch niemanden auf der Karte kennt, die auch völlig unbekannt ist. Da würde man vielleicht bisschen vorsichtiger erst mal schauen, wie machen die das. Aber dann würde ich das vielleicht schon vor meinem, also bevor ich das Booking bestätige, prüfen. Und nicht erst, wenn ich auf dem Weg dahin bin. Also insofern spielt es eigentlich keine große Rolle. speaker-0: Du catchst viel in Deutschlandmoodo. Ich sag mal so, seh dich öfter auf den Auge, auf die Show zu haben, die passiert. Das heißt, du guckst nicht nur dein Match, in dem du natürlich selber bist, sondern du guckst auch viel von anderen Matches. Was glaubst du? Wie sieht's aus? Weil du kommst aus dem wilden Osten. Und wenn ich darüber nachdenke, dass du mit deinem rotten Charakter jetzt ein Side-Business zu deinem normalen Charakter hast, das ist ein Nick Schreier. mit Hardcore-Schreier auf jeden Fall auch ein Side-Business hat mit einem anderen Charakter. Was glaubst du, wie flexibel muss man in der heutigen Zeit sein, auch wirklich weit oder weiter zu kommen, wenn man den Willen dafür hat? Ist das ein Kriterium, wie du sagst, das was Alex euch beigebracht hat, dass man auf alle Kriterien on point vorbereitet sein muss? speaker-1: Ja, man muss den Mittelweg finden. Weil auf der einen Seite, wie du sagst, man muss so flexibel sein, dass du eigentlich jede Rolle erfüllen kannst, die ein Promoter von dir erwartet. Und natürlich ist es jetzt was anderes, wenn jemand fast ein Moodo bucht, bucht er mich aus einem bestimmten Grund. Weil er eben genau den Face Kampfkunst Moodo braucht oder genau den Here Rotten Moodo haben möchte für diesen Spot. Wenn ich jetzt aber jung, frisch bin und noch keinen Namen habe, dann muss ich natürlich so flexibel sein, sowohl einen guten Heel als auch guten Face arbeiten zu können. Und das im besten Fall irgendwie charakterlich unterfüttert. Das wäre jetzt völlig Quatsch, jetzt so wie ein Hardcore Schreier-Gimmick oder eben das Wort Moodo-Gimmick, das irgendwie so Anfang an mitzuliefern, weil sowas ja organisch wachsen muss. Das ja auch nur interessant für die Fans ist, weil es eben irgendwann ganz logisch entstanden ist. speaker-0: Modig gab es Leute, die haben gesagt, ich bin sonst nur Hill, da will mich irgendwo anders einer als Facebooken, das mache ich nicht. Was willst du dazu sagen, wenn du deine ehrliche Meinung jetzt abgeben würdest? speaker-1: Am Ende ist es ja die Entscheidung des Workers, da muss ja kein Booking annehmen, aber es wäre eine vertane Chance. Also eigentlich ist das ein bisschen ein alberner Grund, weil natürlich auch jede Promotion irgendwie in einem eigenen Kosmos spielt und im Independent-Bereich. Du immer in dem Sinne unlogische Sachen für die Fans hast, weil, Moment, der war da letzte Woche in dem Ort, der Faceit hier hielt. Ja, aber jede Promotion ist in einem eigenen kleinen Mikrokosmos. Und da muss man auch das ein bisschen entspannt sehen, relativ offen dafür sein. Was aber sozusagen dem so bisschen entgegenspricht, aber es soll überhaupt kein Widerspruch sein, ist, dass es für einen jungen Raster unfassbar wichtig ist zu wissen, was man verkörpert. Also viele haben vielleicht kein Gimmick oder sind sich unwohl, wissen nicht, wie sie es genau rüberbringen. Und sozusagen sein Gimmick zu verstehen und dementsprechend das Match dann so zu bestreiten, Das ist ein ganz wichtiger Schritt in der Entwicklung, der erst mit ein bisschen Erfahrung kommt, weil ich ja dann ganz genau weiß, was mache ich wann, wie, was passt zu meinem Character und man muss auch das Selbstbewusstsein haben und dann auch bei bestimmten Sachen im Match sagen, ne Moment, ich würde das so und so machen, weil mein Character gerade so macht und das und das ist für meinen Character unlogisch. Und das Selbstbewusstsein hat man, glaube ich, als junger Restart noch nicht und das ist, ich, ganz wichtiger Schritt, sich zu etablieren. Aber, nochmal den Gedanken aufzugreifen, immer so flexibel zu sein, dass du eigentlich für jeden Promoter jeden Spot erfüllen kannst auf der Carte. speaker-0: Wann war für dich der Zeitpunkt, wo du dich so sicher gefühlt hast, dass du für dich selbst auch geglaubt hast, dass du deinen Charakter verstanden hast, Mudo? Wann ist der für dich gekommen? Gibt's da einen Moment, du sagen würdest, da ist das passiert? Oder einen Zeitraum, den du nennen könntest? speaker-1: Ja, gute Frage. ich hab auch, mir kommt sofort was in den Kopf. Es waren die, sozusagen das regelmäßige Arbeiten mit WXW. Das, was ja bei mir quasi mit den Corona-Tapings einherging. war ja bisschen tragisch. Also Corona war sowieso in jeder Hinsicht für jeden tragisch. Habe jetzt nur auf meine Laufbahn geblickt. Wir waren uns quasi mit WXW einig, dass ich mit in den Kader aufgenommen werde. Was ja für jeden Rollstander schon ein sehr cooler Schritt ist, irgendwie fest bei WXW mit an Bord zu sein. Und bevor das wirklich passieren konnte, nach Karat 2020, also da hätte dann die Ost-Tour begonnen, wo ich das erste Mal dabei gewesen wäre und so weiter, kam eben die Corona-Pause, was aber für das WXW-Produkt in der Corona-Zeit für Steffi und mich ja unfassbar cool war, weil wir glaube ich so einen 4. oder 5. WXW-Match auf einmal Tag Team Champions waren. Das allererstes In the Gender Tag Team, also da wirklich Geschichte geschrieben haben, also da ganz viel Vertrauen bekommen haben und unfassbar gut eingesetzt wurden. Das war natürlich sehr cool. speaker-0: Da bist du und auch Stephanie Males in der Wahrnehmung in Gesamtdeutschland, glaube ich, jeden Fall auch auf die Zettel gekommen, oder? Würdest du das so nennen? speaker-1: Ja, Naja, haben vorher, denke ich, noch einen kleinen Zwischenschritt gehabt mit dem, was wir auch, ich glaube, du warst auch mit live da, warst du Regensprecher an dem Tag, wo wir bei Pro das Intergender-Match gegeneinander hatten? Ich weiß gar nicht. speaker-0: Nee, ich war da nicht Ring-Sprecher. speaker-1: Aber speaker-0: Dan war Ring-Sprecher, Pro. speaker-1: stimmt, der hat das sogar gemacht. Und da haben wir ja Anfang des Jahres, also wirklich kurz vor der Pandemie, wie ich rückblickend finde, für unseren damaligen Erfahrungsstand, Steffi wirklich sehr grün noch und ich ja auch, nur ein Bruchteil an der Erfahrung, die ich vielleicht heute habe, ein ziemlich anständiges In-Agenda-Match gemacht, was sehr competitive war. Und das gab es ja zu der damaligen Zeit in Deutschland noch nicht so wirklich. Ich weiß, dass Baby Alice und Aaron das sozusagen bei Fightback oder dem Vorgänger von Fightback das in Frankfurt immer mal gemacht haben. Und bei BXW gab es das über die Jahre weg hier und da mal irgendwie sporadisch. Aber ansonsten kann ich mich erinnern, dass es irgendwie auf einer großen Bühne jetzt in den Zehnerjahren viel in Agenda-Matches gab. Und heute ist es gar nicht gegeben bei einigen Promotions, je nach Philosophie, bei manchen mehr, bei manchen weniger. Und das war auch noch wo wir so eine Art Meilenstein gesetzt haben. Sinne von, das war irgendwie ein 15-minute competitive Match, was medial sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt bekommen hat, wo ich mich sehr drüber gefreut habe. Und dann eben das nächste Schritt, wie du sagst, durch den WXW Tag Team Titel gewinnen. Das hat uns so wirklich auf die Landkarte gepackt, dass dann vielleicht die meisten Wrestling-Fans, es noch nicht kannten, dann dort wirklich wahrgenommen haben. Und zu der Frage zurückzukommen, quasi die Zeit danach, die ganzen Tapings, wo wir eine unfassbar hohe Frequenz hatten. Teilweise habe ich vier Matches an einem Tag gemacht für die BXW Tapings in einer sehr kalten Halle in der kleinen Steffi's in Oberhausen, weil wir innerhalb von wenigen Tagen viele, viele Wochen produziert haben. Da mit so vielen erfahrenen Leuten am Stück zu arbeiten, sei es jetzt mit einem Dreißiger, sei es mit einem Metehahn, Bobby, Icarus und so weiter. Und jeder hatte dann so seinen kleinen Ich sag mal, sein kleiner Kommentar zu irgendwelchen Sachen meines Gimmicks, was dann so in einer sehr kurzen Zeit mich enorm weitergebracht hat in meinem eigenen Mindset, wie ich eigentlich mein Gimmick verstehen sollte und dass ich auch konsequent sein muss in meinem Gimmick und auch auf Sachen bestehen muss und Sachen einfordern muss. Ich weiß noch wie, das ist noch so in meinem Kopf, wie Ikarus zu mir sagte, da bist du bescheuert, wenn du mir einen Logik gibst, bist du ein Kampfschwatter, gibst du mir einen Logik, ich kann nicht mehr laufen danach. Wo ich dachte, ja stimmt eigentlich. Also warum soll ich damit quasi so großzügig umgehen, sondern das muss ich viel dosierter platzieren. Und so waren das ganz viele kleine Puzzleteile, die dann relativ schnell dazu führten, dass ich mit dem Gimmick nochmal neu gedacht habe, mich dann richtig wohl gefühlt habe und verstanden habe, okay, das sollte ich so und so machen. speaker-0: hat selber für dich die Entwicklung auch selber so wahrgenommen? speaker-1: Richtig so begriffen Stück für Stück. Auch Feedback von Tassilo immer unfassbar wertvoll. Walter war ja mit dabei, ein paar Tapings und so weiter. Das war schon sehr, cool. Dann das erste Match vor Publikum bei BXW. Auch spannend, weil vielleicht mein 30. BXW Match, aber das erste vor Publikum und das erste von Axel zurück in Deutschland. Das war ja dann so die Spitze von dieser Phase quasi. speaker-0: Du und Wrestling in Oberhausen. weiß nicht, und du hast eben gerade noch so schön erzählt, wie es angefangen ist. Und Mudo, wenn ich dich mal fragen darf, wie ist dieses Ei kaputt gegangen? Wann hat es angefangen, dass die Leute dich abgründet tief gehasst haben in Oberhausen? Wann kam dieser Moment, wo du selber gedacht hast, warum denn hier? Warum mögen die mich nicht? speaker-1: Ach na ja, ich glaube, vielleicht ist es irgendwas Persönliches hier und da von manchen Fans, keine Ahnung. Da kann ich nicht reinblicken. ich glaube, war sozusagen Druck viel dazu bei, dass wir noch mal die Schleife gegangen sind, noch mal Tag Team Champions gewonnen sind, Steffi und ich. Und dann noch mal nach Steffis Verletzung noch mal als Tag Team angetreten sind. Das war, ich, gegen Bobby und einer ganz frischen Jaden Ero, dass wir noch mal als Tag Team zurück kamen. Das hing, glaube ich, den Fans ein bisschen raus. Einfach Faces, an denen sie sich satt gesehen haben. Ich glaube, kommt so eine natürliche Abneigung, weil sie einfach nicht mehr das Einsehen, quasi die Faces-Reaktion dem Catcher zu geben. Dann ist auch der Heel-Turn passiert irgendwann. Vielleicht ein bisschen zu spät, vielleicht nicht konsequent genug, ich weiß es nicht. Aber am Ende, also die alle außer Moodo-Chans waren, glaube ich, mit die lautesten bei ... diesen und letzten Shortcut. speaker-0: Dann hast du ja was richtig gemacht, mein Lieber. Und ich glaube auch, ein Rotten-Budo ist vielleicht für so ein Publikum vielleicht sehr undankbar, weil die sich irgendwann dabei bemerken, wie sie es abfeiern werden. Und den Moment, den werde ich dir gönnen, wenn der passiert, ehrlich gesagt. Weil ich glaube, da liegt so viel mehr drin. Und wenn wir das sehen, was du bei GWF auch schon gemacht hast und jetzt auch. anscheinend zur WXW rüber transportierst. Dann bin ich gespannt, wo auch da der Weg für dich hingeht. Und man kann einen Wrestler fragen, was ihm Titel bedeuten. Aber das ist eine Frage, da kannst du genauso fragen, was bedeutet dir, dass ein Promoter dir den Spot gibt. Weil eigentlich ist es dieselbe Frage. Ein Promoter sieht was in dir, Mudo, und stellt dich dahin, wo er dich da haben will. Und wir haben erst darüber gesprochen, was man nicht machen soll. Bist du dir zu schade in einem Match auch mal zu blöd auszusehen, wenn es deinem Gegner hilft, gut auszusehen, Mudo? Würdest du trotzdem sagen, das würdest du machen? speaker-1: Die Frage ist immer, was heißt blöd aussehen? Also am Ende muss das Ganze irgendwie Sinn ergeben und wenn jetzt, es muss zum Character passen, es muss stimmig sein und dann sollte man sich selbst nicht zu ernst nehmen auf jeden Fall im Wrestling. Ja, am Ende ist es auch ein Job den man macht. Und wenn der Promoter bezahlt einen, dann darf der Promoter entscheiden, was er sozusagen sehen möchte. Und das muss jeder verstehen und da haben große Egos keinen Platz. Aber man kann natürlich schauen, dass man jetzt vielleicht nicht der letzte Idiot dasteht. Da muss man schon irgendwie bisschen drauf achten, dass sein Ruf da nicht zu sehr geschädigt wird. Am Ende gibt es immer eine Lösung, dass irgendwie jeder damit happy ist. Also das gehört schon irgendwie mit dazu. speaker-0: Wichtig ist ein Fast Time, du auch eine Geschichte hinter einem Match hast. Fühlst dich wohler, wenn du weißt, dass du in dem Match auch eine Geschichte erzählst, für was was weitergeht? Oder sind Matches, einfach eine Karte geschmissen werden, wo du einfach einen Gegner hast, genau dasselbe für dich? Gibt es irgendwas, was anders ist dann, wenn du vielleicht eine Story erzählen sollst oder musst? Oder ist es im Endeffekt immer versucht, die besten Leistungen zu bringen? speaker-1: Im besten Fall gibt es entgegenmenschende Geschichte, die erzählt wird. Also alles andere ist ja nicht Wrestling, alles andere ist ja eine Stunt-Show sozusagen. speaker-0: Aber du weißt, dass das passiert. Ich sag, das kommt ja nicht von ungefähr. speaker-1: Richtig, Also das ist halt nicht mein Verständnis von Wrestling, vielleicht manche Kollegen fabrizieren. Also Wrestling lebt von Emotionen. Alles, was ich bei Wrestling brauche, ist die Verbindung vom Fan zum Wrestler auf emotionaler Basis. Und das schaffe ich, vielleicht schaffe ich das durch einen coolen High-Risk-Move nach draußen, aber da musst du eben an einem guten Punkt platziert sein, dass diese Connection, diese Verbindung überhaupt zustande kommen kann. Wrestling lebt von Drama, genau diesen übermenschlichen Geschichten, erzählt werden. Das sind simple Geschichten, es ist gut gegen Böse, es ist Rache, ist Vergeltung, es ist sich beweisen wollen. Das sind die einfachen Geschichten, erzählt werden. Aber genau deshalb sind sie ja so gut verständlich und fürs Publikum so gut aufnehmbar. Wenn ich es schaffe, dass das Publikum mitfiebert. dann habe ich doch alles geschafft und dann muss ich mich nicht unfassbar kaputt machen im Ring. Dann ist weniger auch oft mehr, weil das Publikum muss ja auch Sachen erstmal verarbeiten können. Publikum weiß genau, was es sehen möchte und es möchte jemanden sehen, den es gut kennt und mit diesem mitfiebern. Natürlich gibt es Kämpfe und vielleicht auch gerade sowas wie vielleicht Face gegen Face und dann ist es der Opener und dann ist es vielleicht sind es zwei Wrestler, noch nicht kennt und sowas. Natürlich hat es dann einen sehr sportlichen Aspekt, aber auch da kann ich quasi eine Geschichte zu mir verpacken und auch wenn es nur die Geschichte ist, dass die beiden sich darüber bieten wollen, jetzt der bessere Sportler ist, dann ist auch das eine Geschichte, erzählt wird. Aber ganz ohne Geschichte ist es kein Wrestling mehr. Das fällt, glaube ich, manchen schwer, das zu verstehen und das umzusetzen. speaker-0: Ich habe viele Promoter gefragt, wie es ist, wenn sie einen Wrestler booken, was sie da brauchen, was sie sehen wollen. Ich würde das gerne mal umdrehen, Mude. Was muss ein Promotion erstmal bieten, außer sehr viel Geld natürlich, dich zu buchen? Nein, Spaß beiseite. Was ist ein Kriterium für dich, wo du auch sagst, da fühlst du dich als Wrestler wohl, da fühlst du dich gut beherbergt. Was sind so Sachen, die du gerne siehst bei Promotions, wo du auch wirklich sagst, vielleicht auch das sollte so sein. Gibt es da irgendwas, was du Promotern auch hier mal mitgeben würdest. speaker-1: Naja, also sind so ein paar Basics, erfüllt sein sollten, die ich für mich auch einfordere, damit ein Booking überhaupt zustande kommt. Also klar ist auf jeden Fall, also das Finanzielle spielt eine Rolle ohne Frage und natürlich ist es so, dass auch das davon abhängig ist, wie gut man den Promoter kennt. Also gibt natürlich auch gute Freunde von mir, die veranstalten zum Beispiel. Das spielt eine Rolle. Also ich würde nicht... Also nicht eine Sekunde überlegen, wenn mich jetzt Rancid nochmal für Catch Factory anfällt, wo ich jede Show bin oder Axel für THW und so weiter. Klar, das ist natürlich logisch dazu zu sagen. Geht ja jetzt auch eher Promotions, wo vielleicht der Promoter ein bisschen unbekannter ist. Ich bin ehrlich gesagt immer ein bisschen skeptisch bei Promotern, die nicht selbst Wrestler sind oder waren, weil eigentlich ist das für mich so ein bisschen traditionell gedacht, der natürliche Weg. Aber ich denke mir, wer bist du denn, dass du dich Promoter schimpfst? Du hast einfach bisschen Geld in Hand genommen, bist Wrestling-Fan. Und das qualifizierte ich jetzt dazu, mit Wrestlern die Actionfiguren zu spielen und zu sagen, okay, jetzt buche ich einen Moodo, den stelle ich gegen den und so. Nimm ein bisschen, du, du dir sowas rausnimmst. Das ist mein traditioneller Blick ein bisschen auf die Szene. Aber natürlich gibt es genug Leute, die auch vielleicht sehr erfolgreich damit sind. Ich muss vielleicht nicht zwingend Wrestler gewesen sein, guter Promoter zu sein. Aber wenn ich damit anfange, dann muss ich mich erst mal beweisen, erst mal den Respekt von mir zum Beispiel verdienen. speaker-0: Ich glaube, Tassili Jung hat schon gerade Schnappatmung bekommen, Mudo hier, wo er das gehört hat. Hier wurde gesagt, kein Catcher und dann Promotions. Aber ich glaube halt auch, Wegs wäre dann auch schneller kann, dass du ohne Input, glaube ich, Mudo von außen als Promoter Schwierigkeiten hast, wenn du nichts, keinen Background hast und keinem im Hintergrund, dir gute Tipps gibt. Weil das heißt ja auch nicht zwangsläufig, wenn du Fan bist und eine Promotion machst, dass du immer gute Tipps bekommst, weil vielleicht kriegst du auch Tipps. wo sich Leute selber und ihre Leute unterbringen wollen, die aber vielleicht gar keinen Mehrwert für dich haben. Und mit sowas musst du als Promoter ja auch immer rechnen, Bruder. Das darf man auch nicht vergessen. speaker-1: Und die Wegeswerte auch genügend, bin ich in ersten Jahren sicherlich erfahren. Und ist ein bestes Beispiel daraus, dass das auch absolut ein Top-Niveau funktionieren kann. Und Tassilo kann, glaube immer noch bessere Matches wrestlen als mancher in Wrestling-Gerland. Das darf man auch nicht vergessen. Aber wenn das vielleicht viele nicht wissen, dass er auch ab und zu nur im Ring stand. Aber Daumen soll es sein. Also was natürlich auch unfassbar wichtig ist, ist alles, was ich sag mal über zwei Stunden Fahrt sind. Da möchte ich auch ein Hotel danach haben, zum Beispiel. Und oft mache ich so, das ist ja mittlerweile fast schon in meinen Insta-Stories bekannt, dass ich natürlich auch von einem gewissen Standort bestehe und vielleicht auch lieber mir Hotel selbst buche zum Beispiel, als jetzt irgendwie so einen A &O-Hustle gestellt zu bekommen. Wir wären alle nicht reich in Deutschland mit Wrestling und da würde ich lieber eine gute Zeit auf Tour haben und das Leben irgendwie da bisschen genießen. Oder bin ich lieber in der Suite im 4-Standard-Hotel als irgendwie für 100 Euro mehr in der Tasche zu haben und dann aber... Schlecht zu schlafen die Nacht, das ist schon mehr wert, dieses ganze Wochenende zu genießen. Und das geht so ein bisschen durch. Natürlich ist es schön, wenn es gutes Ketering gibt auf der Show. Natürlich ist es schön, wenn die Grafiken hochwertig aussehen. Natürlich ist es schön, wenn die Show danach in einer guten Produktion online verfügbar ist für Fans. Es sollte genug Platz geben, Mürsch zu verkaufen. Dann gucke ich natürlich auch, wer sonst so bei der Show auftritt und mich freut es natürlich eher, wenn das auch gut ausgedildete Kollegen sind. Am besten verkenne ich die auch alle und das sind also das gute Freunde von mir, die da auch mit auftreten. Und wenn das so paar untrainierte Gurken sind, dann bin ich auch erstmal ein bisschen skeptisch. Also es gibt schon ein paar Punkte, auf die ich achte, aber am Ende bin ich ja jemand, der schwer nein sagen kann bei Bookinganfragen. speaker-0: War es schwer nein zu sagen, als Joe Henry angefragt hat für eine völlig verrückte Show? Nein. speaker-1: Vor allem, die Catch Factory ist ja schon vor meiner Haustür. Wenn man sich Leipzig als Stadt dann ist das Haus Leipzig, wo die Joandry Show war, noch näher an meiner Wohnung dran. Insofern, irgendwie so zwölf Minuten mit dem Auto zu einer Show anzufahren, da habe ich doch nicht eine Sekunde nachgedacht. Und vor allem, wenn Joandry anfragt, habe ich mir natürlich auch sehr speaker-0: Das war bevor er zu WWE gegangen ist. Was war das für dich für eine Show? ich hab gehört, das war eine Vocal Crowd, wurde mir berichtet. Hat das Spaß gemacht, abzukatchen für speaker-1: Ja, absolut. Das war eine ganz wilde Show. Das Haus Leipzig, für die, es nicht kennen, ist in Leipzig eine sehr renommierte, gut angesehene Location, wo gute Musiker, Kabarettisten und Ähnliches eigentlich auftreten. Sieht auch sehr, schick aus. Wer jetzt eigentlich undenkbar für mich gewesen ist, eine Resting-Show stattfindet, es einfach von der Qualität der Venue über dem normalen Standort in Deutschland eigentlich ist. Und es hat unfassbar viel Spaß gemacht, weil die Halle war voll. Es war unter der Woche, glaube, am Dienstag Mittwoch, am Donnerstag, mitten in der Woche. Und die Stimmung war krass. Und es waren ganz viele Gesichter da, die ich noch nie gesehen habe, bei Resting Shows, die so quer aus komplett Deutschland kamen. Oder einfach nur Joandry als Internetphänomen kannten und sich das angucken wollten. Wie auch immer diese Hand voll wurde, aber es war unfassbar. Und du hast sonst ja immer bei jeder Promotion so dein, naja, dein Stammpublikum. Und dort war es einfach so ein bunter Mix aus ... Leute, die man nicht kennt und ein paar Stammfans waren natürlich auch da, die man häufiger bei Shows sieht. Und das war einfach unfassbar gute Stimmung. Also richtig, richtig laute Crowd. Unfassbar viel Spaß gemacht. speaker-0: Jetzt kommen wir zu einem Punkt und ich möchte da gerne eine Überschrift wählen. Meine Überschrift ist, Leon hat die Jeans angezogen. Was bedeutet dir so ein Moment? Du hast gerade auch über die Heimatstadt gesprochen und mit Leon und Nick Schreier quasi zusammen abzureißen. Was bedeutet das dir auch als Mensch in so einem Match nochmal sein zu dürfen? Mit einem wie Leon van Gasseren, der glaube ich, das wissen viele, die vielleicht nicht in der norddeutschen Catch-Szene sind, aber ich glaube zudem fast jeder. aufschaut in der deutschen, ich glaube sogar jeder schaut zu Leon auf in der deutschen Wrestling Szene, weil das ist ein Mensch, über den kann man nur eins sagen, weder ein Skandal noch irgendein Mensch hat jemals was schlechtes über Leon van Gastelrin gesagt. Das ist Leon, du stehst mit ihm, Nick, ihr kommt raus, die Musik ertönt, was ist das für dich? Was machen solche Momente mit dir? speaker-1: Also das so ein bisschen aufzusplitten, da steckt ganz viel drin. Das erste Mal war, dass wir dies nicht mitbekommen haben. Jetzt letzte Catch Factory Show. Auch noch die Show an meinem 30. Geburtstag. Also da ist nochmal das i-Tüpfelchen mit drauf. speaker-0: Nachträglich alles Gute noch mal, nachdem wir schon zwei Stunden gefühlt sprechen. speaker-1: Danke, danke. Also Leon's letztes Match in Leipzig, die es ja nicht mitbekommen haben, 19.12. im Hangar in Hannover. Leon's allerletzte Show, bevor er dann nach 27 Jahren in den Ruhestand geht. Und vielleicht erst mal kurz zu Leipzig. Also die Catch Factory hat für mich so ein Herzensprojekt, weil das A. Johnny Rancid und seine Geschäftspartner, Kollegen und so weiter einen unfassbar guten Job als Promoter machen. Das ist nicht selbstverständlich. Das... Hätte ich mir nie erträumen lassen, dass das erst mal so qualitativ funktioniert, so viele Fans auch wahrnehmen. Also Mittwoch ist das ein Ding in Leipzig. Und ich sehe überall ständig Plakate in meinen Gesichtern drauf, weil wir darauf angesprochen. Und das ist eben eine Sache. Wie gesagt, ich habe 2012 mit dem Wrestling Training begonnen, vor 14 Jahren. Da konnte ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen, dass es Leipzig Wrestling gibt, aber auch die BXW noch nicht in Leipzig. Und da bin ich extra für jedes Training, für zwei Stunden auf vier Stunden Training, bin ich zwei Stunden, noch mehr als zwei Stunden mit dem Auto hin und wieder zurück gefahren. Und jetzt einfach vor der Haustür eine Promotion zu haben, die so eine Reichweite erzeugt und Catch im traditionellen Sinne auf so gutem Niveau präsentiert, ist halt einfach Wahnsinn. Und dann eben jemanden wie Leon van Gasten dabei zu haben, fand ich von Anfang an sehr, cool. Wir haben uns relativ spät erst kennengelernt, würde ich sagen. Wir irgendwann mal zu 21 oder 22, so was, bei Unlimited in Bremerhaven mal ein Match. Ist das erste Mal gegeneinander gerestet. Kannten wir uns vorher, wie gesagt, ich war oft bei Eki in Hannover bei den EVP-Shows. Kannten uns dort aber mehr als Small Tour, es da eigentlich nicht. Aber ich bin ja jemand, der eben durch die Ausbildung von Alex, glaube ich, eine sehr traditionelle Sicht auf Wrestling hat. Das wird sagen... an den Tag liegt, solchen Leuten unfassbar viel Respekt zu haben. meine, Klaas ist eine sehr freundschaftliche Basis und fast auf Augenhöhe zwischen Leon und mir mittlerweile. Aber trotzdem ist es halt einfach die deutsche Legende mittlerweile, weil niemand ist so lange aktiv als gebürtiger Deutscher in der Indie-Szene. 27 Jahre jetzt. wie du gesagt hast, es gibt kein schlechtes Wort über ihn zu verlieren. Dann die Chance, wie gesagt, in meiner Heimatstadt an meinem 30. Geburtstag einfach noch Teil seines letzten Matches für Catch Factory in Leipzig zu sein. Das war einfach unfassbar cool. Abgesehen davon, Endo Sendman rauszukommen mit Schreier gemeinsam. Das war auch noch mal so ein i-Tüpfelchen, weil wir natürlich auch sehr, gut miteinander befreundet sind. Das weiß auch jeder. Und das irgendwie so zu dritt nochmal zu zelebrieren. Weil es war natürlich auch eine Notlösung. Also das kann ich natürlich sagen. Es war nicht von Anfang an geplant, weil Axel sich ja leider leider verletzt hat, wenn wir eigentlich unser Tag Team Titel verteidigt hätten. Und das sozusagen dann Plan B war, mich dort mit in das Match zu nehmen. Und am Ende, natürlich tut es mir unfassbar leid für Axel, aber das ist ja der bestmögliche Plan B gewesen, dass ich das dort erleben konnte. Unfassbar dankbar dafür. Es war ein sehr, cooler Moment. mich sehr dann auch quasi bei Leon's letzter Show mit dabei zu sein, wenn wir ihn dann endgültig in den wohlverdienten Ruhestand schicken, auch wenn er sicherlich noch fünf oder zehn Jahre hätte weitermachen können. Aber das ist seine Entscheidung und ist auch zu akzeptieren. Wenn es sich für ihn richtig anfühlt, dann ist es auch völlig okay. speaker-0: Leon's letzte Runde, 19.12. Was wünscht du dir an Weihnachten für 2027? Gibt es irgendwas, was der Catcher Fast Time Rudolig wünscht, was noch mal vielleicht passieren soll oder sollte? speaker-1: Also erstmal drücke ich Axel die Daumen, KXS möglichst schnell wieder zurückkehren kann. Also er ist in Ruhe von seiner wirklich unschönen Verletzung. Das ist auch hin und ein anderes. Das heißt, wird nicht so mindestens sechs Monate Pause, dass er sich da gut von erholt. Wie es immer so ist am Körper, wenn einmal eine Schwachstelle aufgebrochen ist, dann hat der Körper damit zu tun und so richtig wie vorher wird es eigentlich nie. Aber ich hoffe, macht das Beste draus, da bin ich mir sehr sicher. Und dass wir dann bald wieder gemeinsam im Ring stehen können. Ansonsten, ich selbst wünsche mir einfach, dass Wrestling Deutschland weiter wächst und wächst. Der Qualität, das darf man auch nicht vergessen, nicht je mehr, desto besser, sondern je besser, desto besser. Aber es ist sozusagen, die Fans uns weiter unterstützen. Die Hallen sind teilweise, also sehr unterschiedlich, sehr gut gefüllt, wo man sagt, Mensch, wir haben hier einen Wrestling-Hype. Hier gibt es wieder andere Veranstaltungen, die ihre Shows absagen müssen, weil einfach auch die Kaufkraft nicht mehr so da ist beim Publikum. Das ist sehr, sehr unterschiedlich. Aber insgesamt die Wahrnehmung von Wrestling im Mainstream mehr oder weniger. Ja, jetzt waren Pascal und Mete Han und noch andere Kollegen eben bei Böhmermann im ZDF. Die Finch Tour letztes Jahr, wo ich ja ein paar Shows als Pascals Ersatz mitmachen konnte. All solche Sachen, Hand of Blood, Hand of Home mit dem Stream, wo auch Pascal und Mete Han dabei waren. Also alle solche Sachen tragen ja dazu bei und Wrestling wächst und wächst und das wünsche ich mir einfach, dass ich vielleicht, wenn ich in, keine Ahnung, fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren, ich kann es nicht benennen, aber dann wie Leon meine Karriere beende irgendwie, so wie ich jetzt auf Leipzig gucken kann und sagen kann, Mensch, vor 15 Jahren gab es hier kein Wrestling, jetzt ist es ganz groß, ich darf es vielleicht über ganz Deutschland sagen kann und mich zufrieden zurücklehnen kann und irgendwie meinen kleinen Teil immer dazu beigetragen. speaker-0: Man könnte meinen, du solltest dem Menschen, der Ambition erfunden hat, dem solltest du sehr dankbar sein. Weil hätte dir einer vor zehn Jahren gesagt, dass du vielleicht mal wegen dem Catchen nach Zypern fliegst, da catcht und vielleicht sogar, ich weiß nicht, hast du Training da auch gegeben? Ist das passiert? speaker-1: Ich habe auch ein Trainingseminar speaker-0: Wie war das für dich und wie ist das für dich, wenn du jetzt darüber nachdenkst, dass das passiert ist? speaker-1: Ja auch das so ein weiteres Puzzlestück in der Wrestling Biografie, was man auch nicht hätte kommen sehen. Also erstmal das Match mit Kale, das dieses Jahr bei Ambition stattgefunden hat. Sehr cool Kale wieder am Weg Swearing zu sehen, auch wenn es One Night Only für den Moment dann war. Aber dass wir mal den Ring geteilt haben, das haben wir vorher nur mal in irgendeinem Fourway bei der GWP mal 40 Jahren gemacht. Aber auf jeden Fall in den Single Smash und dann auch Ambition, was wir beide ja aus verschiedenen Kampfkunst-Backgrounds aus dem... Hochleistungsringen und ich aus dem 13. Jh. Kampfkunst auf höchstem Niveau. Dass wir beide uns da begegnet sind und beide dafür brennen für diese Sparte im Wrestling, für das Shootstyle Wrestling. Das war schon mal sehr cool. Und wir hatten eigentlich immer einen guten Draht zueinander, aber nie mega close. Und in diesem Wochenende haben wir dann wirklich viel Zeit verbracht, Gesträche gehabt. Und so kam es dann auf Zypern zustande. Und dort habe ich die Zeit sehr genossen. Ging sehr schnell rum das Wochenende. Aber da einen ganz herzlichen Gastgeber erlebt, unfassbar nette Familie, unfassbar coole Landschaft natürlich dort mal zu erleben, einfach Zypern als Land, wäre ich sonst nie hingekommen, hätte ich mir auch nie als Urlaubsziel wahrscheinlich selbst gewählt oder so. Und dass das durch Wrestling dann möglich ist, das ist schon sehr, cool. Ganz viele dankbare Leute dort gehabt, die sich ganz viel Mühe geben, die da aus nichts quasi Wrestling ... hochziehen, was auch einen guten Anklang mein Publikum findet. Halle war voll, geile Stimmung, die sind sehr dankbar für alles, sowohl die Fans als auch die Workout-Orte. Ich bin dann nur mit ausschließlich positiven Gefühlen wieder zurückgeflogen. speaker-0: Du hast auch gecatcht und Sascha hat hier ja auch erzählt, dass die da so bisschen Pionierarbeit gerade auch in Sachen Wrestling Training machen. Hast du gegen jemanden gecatcht, den Sascha auch trainiert hat? speaker-1: Ja, auf jeden Fall. war ein Four Way Main Event. Da war der Champion, der bei Kiel quasi trainiert und zwei Griechen, inwiefern die jetzt auch bei Kiel mit trainieren, kann ich dir aber nicht mal genau sagen. die sind sozusagen so bisschen die Flyins, muss man fast sagen. quasi in Griechenland gibt es eigentlich nichts so richtig. Und da so eine kleine Wrestling-Bubble, die quasi immer zu den Zypern-Shows vom Kiel kommen. beide unfassbar. Nett, der Priest sozusagen, unfassbar over beim Publikum und der Playboy, die beide auch hier in Deutschland jetzt schon letztes, vorletztes Wochenende gecatcht haben bei Kult, glaube ich zum Beispiel. Also ja, die ein bisschen nakirisch-fittig sind, wo er sich auch darum kümmert, dass sie hier bisschen Fuß fassen, die jetzt glaube ich nicht seine Schüler in dem Sinne sind. speaker-0: Aber den Pre-Starter hier zum Beispiel sehr abgefeiert, wie der auch da wahrgenommen wird auf Zypern, dass die Crowd-Ape-Shit geht, wenn der rauskommt, warum auch immer. speaker-1: Jaja, war krass. Ober wie sonst was. speaker-0: Wie war das für dich da zu catchen auch mit den Leuten? Wie würdest du das beschreiben? speaker-1: Also an sich nicht anders als hier. Natürlich ist das ein unfassbarer Erfahrungsvorsprung, den ich da hatte. Und ich hatte ein bisschen Sorge natürlich, ob ich natürlich auch einen passenden, also einen guten Main Event liefern möchte. Und wenn ich in den Match stehe, dann habe ich auch den Anspruch, dass das das Match of the Night ist am Ende. Der Main Event soll das sein. Und dann habe ich da drei Leute, die ich nicht kenne, die ich nicht einschätzen kann. Den einen davon habe ich im Training vorher gesehen. Aber okay. Da habe ich natürlich immer Angst. die sich vielleicht überfordern mit dem, was ich möchte von dem Match. Aber man muss sagen, im Kampf dann lief alles tiptop. Haben alle drei einen sehr guten Eindruck bei mir hinterlassen. das, wie gesagt, bisschen Bedenken hatte ich, aber die haben alle meine Erwartungen. speaker-0: Moodle, jetzt wird knallhart recherchiert. Nämlich, ich möchte von dir wissen, ein Promoter kommt auf dich zu, bietet Summe X, sie ist egal. Er sagt dir, du hast die Wahl. Willst du lieber gegen eine unsichtbare Figur antreten oder gegen eine Gummipuppe catchen? Für welche Wahl der Waffe würde Fast Time Moodle sich entscheiden oder wird er sagen, geh mir los mit so einer Scheiße, sowas mach ich nicht? Was wäre deine Antwort, mein Lieber? speaker-1: Nee, nee. Also es kommt drauf an. Wäre die Summe jetzt sehr, hoch, würde ich vielleicht über meinen Schatten springen. Aber das kann ich eigentlich in meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich verstehe den Entertainment, also den Unterhaltungswert, den sowas durchaus haben kann. Das will ich nicht absprechen. Am Ende, wie so eine alte Fernsehregel fast schon, das was unterhält, das was ankommt, hat eine Daseinsberechtigung. Aber es ist ja so weit weg von dem, was ich als ... Wrestling definiere und nee, sehr ungern beides. speaker-0: Lass uns ein bisschen ehrlicher werden. Wenn ich dich ganz ehrlich fragen würde, was ist das, was dich immer noch beim Wrestling hält und was dich auch immer zu den Shows und die Kilometer fahren lässt? Was ist dieses Gefühl, du hast, was dich immer noch beim Wrestling hält? speaker-1: Also mich selbst, jeder der auf einer Bühne steht, irgendeiner Form ins Rampenlicht stellt, irgendein Bedürfnis danach, hat irgendwie den Drang nach Aufmerksamkeit und Zuspruch. Einfach diesen Moment zu haben, dass du für einen kurzen Moment für jemanden der Held sein kannst, dass Leute an dir vielleicht so was wie Hoffnung nochmal spüren oder an dir dich als Vorbild nehmen im Sinne von Durchhaltevermögen oder Kämpferherz oder ähnliches, wenn man jetzt der Face ist. Oder einfach, ich habe schon früher den Begriff der Katarsis genutzt, der klassischen Traumlehrer, es sind Menschen einfach gut, dich auszubuhnen und du einfach deinen Teil dazu beitragen kannst, dass Leute im Publikum sitzen, die für ein paar Stunden ihren Alltag, ihre Sorgen und ähnliches vergessen und die Augen nur auf dich gerichtet sind für den Moment. Das ist einfach was, dem eigenen Ego sehr gut tut. Das ist so. Und auf der anderen Seite eben auch guttut zu wissen, man hinterlässt irgendwie einen Effekt bei den Menschen, die daraus Kraft ziehen können. Dass das so nervig vielleicht wie eine Fahrt auch ist und so müde wie man vielleicht ist und so viel Stress wie man sonst im Alltag hat durch all die Sachen, die man ja nebenbei macht. spätestens durch den Vorhang geht. Ich dachte, machen so eine Floskel früher, aber mittlerweile merke ich das wirklich. Spätestens dann merkt man, wofür man es tut. speaker-0: gesprochen, dass das Wrestling oft Momente kreieren ist. Wenn du, und jetzt kommen wir zu einer der letzten Fragen hier, wenn du an einen Zeitpunkt zurückdenken möchtest, der dir von einer Reaktion, von einer Publikumsreaktion, von allem drum herum wie ein Match war und alles drum herum gepasst hat, gibt es irgendwas, was dir da in den Kopf kommt, wo du sagen würdest, das wäre dieser Moment? speaker-1: Das auf ein Fest zu ist wirklich schwer. speaker-0: Ich habe Zeit noch einen Augenblick, mein Lieber, du hast Zeit. speaker-1: Na pass auf, ich versuche ein paar zusammen zu tragen. Also es klingt mega stumpf, aber als ich vor ein paar Wochen den Main Event bei GWF mit Ahura gemacht habe, war ja auch Ahmed kam vor zu mir und meinte, ey, wir probieren noch was Neues. Wir machen erst mal Heel gegen Heel und den Titel in einem Main Event. Wir haben einfach Bock drauf, das zu probieren. Und selbst Entrance war ich ja quasi schon der Face. Und es gab einen Kick-Out von mir, wo ich auf einmal die Fans potten, schreien höre. wo ich dachte, ich habe noch nie so einen Lautstärkerschwall erlebt. war Wahnsinn. Eigentlich nichts Besonderes. Ein cooler Main Event, aber eigentlich nichts weiter dahinter. Aber einfach diese Lautstärke, diese Energie zu schwören, dachte ich, wow, krass. Okay, das war irgendwie was Neues. Ansonsten so einen emotionalen Moment, die sich richtig gut angefühlt haben. Auf der einen Seite natürlich der erste Titelgewinn bei WXB mit Steffi. Das erste Mal Tag Team Champions. Das war krass. Dann hatten Axel und ich bei der Catch Factory ein Match. Das war letztes Jahr, wo er den Catch Factory Titel von mir gewonnen hat, was sich echt rund angefühlt hat. Und es war cool, die beiden Tag Team Partner gegeneinander zu sehen. Das hat sich einfach richtig angefühlt sozusagen. Auch da ganz große Emotionen dabei, sehr langer Main Event. Dann ein weiterer Moment letztes Jahr, ich dann die NEW World Heavyweight Championship gewinnen konnte, also den NEW Titel, weil das halt einfach der Full Circle Moment war. zu die Promotion, bei der ich groß geworden bin, bei meinem Trainer Alex Wright, auf ein, ich sag mal nur, Bierzelt war zu irgendeinem Feuerwehrfest am Männertag oder sowas, war das, ich. Und die NEW nicht mehr regelmäßig veranstaltet, in dem Sinne war es für mich trotzdem so das Puzzlestück, was noch fehlte. Da dachte ich dann wirklich, okay, wenn ich in den Ruhestand gehe, jetzt kann ich das glücklich tun, weil das fehlte noch. Dann sozusagen ... Main Champion der Ursprungspromotion zu sein. Und ganz klar vielleicht das größte Match gegen Bones, gegen John, der das Last Man Standing Match bei Unlimited, was der Medial auch viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Wo wir einfach so kreativ waren in den Match, die Chemie so gut passte und es einfach so ein großes Ding geworden ist, wo wir beide unfassbar happy damit waren und John da auch echt... Nette Worte nochmal für mich hatte, auch in der Match schon vorher, wo wir ein Main Event hatten bei Unlimited. Wir haben eine Zeit lang gefühlt jeden Monat bei E speaker-0: Ich möchte dir erstmal Danke sagen, Mudo, dass du das heute möglich gemacht hast. Für die netten Nachgespräche nach der Show immer zu haben, Mudo. Vielen, vielen Dank dafür. Netter Zeitgeselle, immer. Wortlich auch netter Zeitgeselle, wenn ein gutes Match auf eurer Karte läuft. Ewa's Catch hat's ja auch gelernt. Jetzt auch auf der Karte. Fast Time, Mudo. Bin bin sehr gespannt, was da am Wochenende passiert, Mudo. Dir danke, dass du das heute möglich gemacht hast. Die letzten Worte des Interviews gebühren dir. Dann sind wir raus. Das war Tim und jetzt kommt Fast Time Modo. speaker-1: Tim, vielen lieben Dank für die Einladung und für das sehr nette Gespräch. ich nur zurückgeben. Freue mich immer, wenn wir mal gemeinsam auf einer Show sind. euch, liebe Zuhörer, vielen Dank fürs Zuhören. Unterstützt weiter alles, was ihr könnt. Hört rein, sowohl hier beim Talk als auch bei jeder Show, die bei euch in der Nähe ist. Es lohnt sich, vorbeizukommen. Schreibt eure Freunde, Bekannte und Familie mit. Live Wrestling ist was anderes, als auf dem Bildschirm zu sehen. Die deutsche Szene soll weiter wachsen und das hängt von euch ab. Also bitte, bitte, bitte unterstützt gutes Wrestling in Deutschland. Ich hoffe euch noch auf der einen oder anderen Show zu sehen. aber erstmal alles, alles Gute euch. Bis zur nächsten Show. speaker-0: Bevor wir vergessen, Grüße an deinen kongrealen Kommentator und Partner Frank Fehrmann. Bis zum nächsten Mal. Tschö. speaker-1: Freunde.