speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. speaker-1: Gute Freunde! speaker-0: Moin Moin und herzlich willkommen zu GF detalk. Mein Name ist heute wieder Tim. Interview aus Gabel. hatten zwei Ringrichterinnen da. Wir hatten schon einen Manager da. Da habe ich mir gedacht, lade ich noch einen ein. Und von der Person, wo mich Leute gefragt haben, warum muss man den jetzt interviewen? Warum muss man denen jetzt eine Bühne geben? Im ersten Interview jetzt zum internationalen Superstar-Manager. Ich sage nur, sechs Länder. 30 Promotions. Hier ist Alex Wunder. speaker-1: Hallo Tim, hallo liebe Hörer, das war ja eine sehr gekonnte, schöne Einleitung. Ich fühle mich das erste Mal gebrauchpinselt. Schön wieder da zu sein. speaker-0: Ich sag mal, es war ja immer so bisschen bei dir, der GF der Torc, das Rennen mit Mike Ritter und Tarkan Arschlade. Die waren ja immer am meisten da. Ich glaube, du bist jetzt wieder in der Pole-Position, Herr Wander. speaker-1: Sehr schön. ich meine, gerade auch hier Leute wie Mike Ritter, wo ich unfassbar schätze, da bin ich doch in einer echt guten Gesellschaft oder auch Tarkan. Freut mich. speaker-0: Ich fange die neuen Interviews immer ein bisschen anders an. haben eben schon darüber gesprochen, dass du in sechs Ländern warst. Da möchte ich nachher mit dir drüber sprechen. Lass uns mal ein bisschen provokanter anfangen. Lass nicht den Kuschelkurs fahren, Alex, weil mit dir weiß ich, kann ich das machen. Wenn ich dich provokativ fragen würde, du bist überall nur irgendwie nicht in den großen Promotions, Alex, in Deutschland zu sehen. Was glaubst du, warum das so ist? speaker-1: Das ist natürlich schon eine sehr provokante Frage, die ich gerne aus meiner Sicht beantworte, weil ich sehe es tatsächlich nicht so. Denn für mich so früher immer der der traditionellste Platz zum Catchen war der Schützenplatz in Hannover. Da war ich viele Jahre mit dabei. Für mich eine der absolut größten Promotions in Deutschlands und zwar auch nach messbaren Parametern wie Kaderqualität und Zuschauerzahlen ist die GWP. Da bin ich seit fünf Jahren, glaube ich, der zentrale Bestandteil. Also lasse ich schon dieses Argument bei den Großen liegen, ich gar nicht gelten. Einen Ansatz habe ich natürlich schon tatsächlich so. Ich denke, du spielst hier jetzt auf die WXW an, natürlich. Oder speaker-0: Oder auch auf den GWF speaker-1: auf die GWF an, genau. Ich bin der Meinung, dass Promotions dieser Größe, hier wirklich sehr oft veranstalten, und gerade die WXW, schon auch gerne dann eigene Gesichter wo sie sie haben können und einen eigenen Manager ranzüchten konnten sie sich und mussten dann jetzt nicht vielleicht auf jemanden zurückgreifen, den man schon aus ganz vielen anderen Promotions kennt. Also das heißt dort will man halt mehr Exklusivität und das ist ein Ansatz, ich durchaus verstehen kann, was jetzt nicht heißt, dass ich jetzt im Ansatz fühle, dass ich da vielleicht gar nicht hingehört hätte oder gar nicht die Chance gehabt hätte hinzugehen. Da hätte es sicherlich Mittel und Wege gegeben, aber ja ich kann deine Betrachtungsweise verstehen. Aber aus meinen hoffentlich nachvollziehbaren Gründen sehe ich es anders. speaker-0: Das kann ich nachvollziehen auf jeden Fall. Alex, wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass dein Werdegang wurde hier schon besprochen. Das heißt, wir müssen bei dir nicht drüber sprechen, wie du mit dem Wrestling angefangen hast oder sonst irgendwas. Mit deinem willst du uns mal ein bisschen mitnehmen, wie es auch dazu kam, dass sich bei COW dann was geändert hat, dass du nicht mehr quasi... Der Mann war, der das sagen hatte. Wann war das und wie ist das zustande gekommen? Alex, du uns da mal mitnehmen? speaker-1: 2023, Mitte des Jahres, es hat sich privat eine andere Situation für mich ergeben, die es mich notwendig gemacht hat, bei COW zu pausieren, sagen wir es mal vorsichtig, was den ganzen Auftritten bei anderen Ligen gar keinen Abbruch getan hat. Also es wurde ja wirklich die letzten Jahre auch immer und immer mehr. Irgendwann kamen halt so die verantwortlichen Köpfe von COW, die nach mir dann halt quasi so die Verantwortung hatten, zu denen das Verhältnis immer super war und haben dann irgendwann, ja, wann war das jetzt, Mitte 25 gesagt, Alex, kannst du dir vorstellen, das Ganze zu buchen? Wir verstehen, du wahrscheinlich nicht unbedingt bei den Shows dabei sein willst, kannst wie auch immer, aber kannst du da das nochmal übernehmen und seitdem mache ich das und ja, wir sind alle sehr zufrieden, so wie das läuft. speaker-0: Also du hast ja auch schon angesprochen, kein böses Blut oder irgendwas da. Von da an hatte ich das Gefühl, du bist noch mehr on the road, als du es vorher warst, oder? Oder sehe ich das falsch? speaker-1: Ich weiß es halt nicht, das ist schwierig zu sagen. Es ist tatsächlich über die Jahre ja immer mehr geworden. Immer, immer mehr geworden. Ich hab halt immer gedacht, okay, jetzt ist doch mal Ende der Fahnenstange erreicht. Da kam doch noch was dazu und hier noch was dazu. Ich sag mal, am Anfang von COW hat ja auch kein Mensch nach mir gekräht. Völlig in Ordnung so, ja. Wer ist denn dieser laute, auffällige Typ und was soll der denn bei anderen Shows? Und dass ich dann halt auswärts antrete, hat ja dann erst so 17, 18, 19 angefangen. Zumal ich da ja auch noch beruflich ein bisschen in der Falle war, weil ich war im Einzelhandel und hatte dann gar keine Chance, viele Samstage frei zu kriegen, was ja absolut notwendig gewesen wäre, auswärts anzutreten. So und seit Mitte 19 habe ich halt einen neuen Job und seitdem explosiviert das halt so ein bisschen. Aber dann kam natürlich auch noch Corona dazwischen. So und seitdem Corona weniger wurde, darf ich auf einmal fast überall mitmachen, dabei sein und... tolle Erfahrungen sammeln und dankbarer Teil dieser schönen Sehne zu sein. speaker-0: Anfang bist du sicherlich dann auch auf die ein oder andere Promotion proaktiv zugegangen und hast gesagt, kann ich mal was bei euch machen? Ist das weniger geworden, dass du sagen würdest, du wärst sogar mehr angefragt, ob du was machen kannst? speaker-1: Definitiv. ist ja auch, glaube ich, gar nichts Verwerfliches dabei, so gerade am Anfang zu sagen, hey, habt ihr eine Chance für mich, habt ihr einen Auftritt für mich? Das ist auch, was ich von jedem Wrestling-Schüler auch irgendwo erwarte, dass er irgendwo versucht, unterzukommen, Erfahrungen zu sammeln, zu networken, Verbindungen zu schaffen. Und warum soll das dann bei mir in meiner Rolle anders sein? Ich meine, zumal es bei mir ja noch anders geartet ist. Ich glaube, in Wrestling Deutschland musste man ja die Promotions erst mal überzeugen, dass Wrestling-Manager eine Geschichte sind, die ja irgendwo unterhaltsam sein können und eine Story auf eine gewisse Art und Weise noch mehr bereichern können. Und dieses Understanding ist jetzt tatsächlich immer mehr da. Deshalb ja jetzt fast in jeder Liga mittlerweile Manager rumrennen, die auch nicht immer ich sind. speaker-0: Das ist eine absolute Frechheit, da hast du vollkommen recht. Aber andersherum gesehen, es ist ja auch so, ich habe immer wieder das Gefühl gehabt, dass eine Zeit lang auch eine sterbende Zunft international war, auch der Manager. Nicht nur in Deutschland, dass es da eher rar gesehen war, sondern auch überall auf der Welt war das eher weniger, dass das das Stilmittel eines Managers gesetzt wurde. Was glaubst du, warum ist das so teilweise in den Hintergrund geraten, Alex? speaker-1: Ja, gibt für mich überhaupt keinen Grund dafür. Also das sag ich dir ganz offen. Das hängt aber auch mit meiner Philosophie von Wrestling zusammen. Für mich ist Wrestling Unterscheidung. Ich mach's mal einfach am plastischen Beispiel. Du hast vielleicht an einem Kampfabend hast du acht Matches. So und es gibt halt Leute, mögen die Heavyweights, aufeinander klatschen. Ja, riesige Fleischberge, die aussehen wie der klassische Ketchup Prototyp. Da gibt es Fans, die bedienst du damit absolut. Aber wenn du dieses Match achtmal auf der Card hättest, will das kein Mensch sehen. Genauso wie das High-Flying-Match. Osprey gegen Ricochet, unfassbares Match. Aber wenn du das achtmal am Abend hast, interessiert es keinen mehr. Wrestling ist Unterscheidung. Du brauchst die verschiedensten Farben. Du brauchst die Heavyweights, du brauchst die High-Flyer, du brauchst das Tag Team, du brauchst das Triple Thread. Du hast die Mädels dabei, die fantastische Leistung machen. Und Manager ist doch ein weiteres Stilmittel der Unterscheidung. Bei einem Manager hast du eine dritte Person einfach am Ringrand dabei, die eine ganz andere Möglichkeit hat, Zuschauer zu involvieren, dem Match noch irgendwie storytechnisch was dazugeben kann, damit die Leute im Ring noch besser aussehen. Und damit hast du allein durch die Anwesenheit des Managers ein Unterscheidungsmerkmal für dieses eine Match. Deswegen gibt es für mich gar keinen Grund, Wrestling Manager nicht zu haben. Ja, wie wir uns beide die ersten Mal unterhalten haben, dann gab es sowas halt auch noch gar nicht. Und mittlerweile siehst du ja halt wirklich an fast jeder Liga Manager, die dann halt mit dabei sind. speaker-0: Es ist ja auch so oft, wurde früher auch gesagt, das habe ich zum Beispiel auch mit Herrn Vorwerk von der WXW besprochen, dass es ja immer so der T-Nord war, ja wenn einer nicht sprechen kann, dann gib ihn halt den Manager. Aber ich glaube, das ist zu kurz und zu dumm auch gedacht. Was würdest du dazu sagen? speaker-1: Diffiziler Ansatz. Also, ich weiß nicht, ich hab halt oft so das Gefühl gehabt, ich hol jetzt mal ein bisschen aus, dass Venice Manager gab in einigen Ligen. Und manchmal ist es vielleicht auch noch wirklich so. Also du hast oft verdiente Menschen bei irgendwelchen Promotions, die du irgendwie gut findest oder haltsam findest oder die vielleicht viel für die Promotion machen. Und dann hast du so den Punkt, dass dann mal sagt, okay, irgendwie will ich die, will ich den Showauftritte geben. Also machen wir die mal zum Manager, zum Ringrichter. Ja. oder zum Kommentator oder sogar zum Ringsprecher. Und das finde ich alles furchtbar. Das finde ich alles, eine furchtbare Entwicklung, aber das gibt es halt leider tatsächlich immer wieder. Weil du versuchst doch auch die Wrestler-Rollen mit den bestmöglichen Menschen zu besetzen, also solltest du auch diese Nebenrollen mit den bestmöglichen Menschen deiner Meinung nach besetzen. zum Beispiel ein Punkt ist mit den Managern, dass was du sagst, er muss reden können. Das ist bei Manager für mich unabdingbar. Und das ist auch wichtig, weil das Mikro an einem Showabend haben vielleicht drei, vier Leute, hauptsächlich der Ringsprecher, ja? Und die wenigen anderen Leute, die das Mikro an dem Abend haben, müssen auch schon wissen, was sie damit tun und was sie anstellen und was sie damit machen, weil wenn da jemand ist, der nur stammelt und belangloses Zeug labert, sind die Leute schnell gelangweilt und du hast halt diesen Spot der Show einfach verschenkt. Trotzdem ist für mich der Manager schon derjenige, der klassisch die Schwächen eines Schützlings kaschieren kann und sollte. Also ich hab... schon fertige Schützlinge gehabt. Ich habe internationale Stars als Schützlinge gehabt, aber ich habe auch schon den absoluten Rukier als Schützling gehabt. Für mich ist alles okay. So und der Schützling kann vielleicht noch nicht so mit den Zuschauern interagieren und kann sich vielleicht noch nicht so ausdrücken. Und da ist ein Manager am Mikrofon schon recht wichtig, aber ein Manager nur auf die Mikrofonarbeit zu reduzieren, ja das wäre sehr kurz gedacht meiner Meinung nach. speaker-0: Wir haben ja damals auch über den Titel zum Beispiel gesprochen, den du dir selbst gegeben hast. Und ja, wenn Leute jetzt das erste Mal von Alex Wander hören, in ihm gerade das erste Mal zuhören, dieser junge Mann hat sich auch selbst einen Titel gegeben, nochmal mehr abzufacken, gut Deutsch, ehrlich fast gesagt. Dann hat er auch Kämpfe im Ring natürlich schon bestritten, vielleicht auch gegen die ein oder andere Legende auch schon. Kann sein, oder Alex? speaker-1: tatsächlich sein, aber man muss halt immer so ein bisschen den Hintergrund verstehen. Ich kann nachvollziehen, wenn ein Fan zu mir gar keinen Bezug hat und mich das erste Mal sieht mit Bild auf Bildern. Der denkt, mein Gott, was ist das für ein Selbstdarsteller? Aber man muss ja schon wirklich dahinter schauen, was damit gedacht ist und gemeint ist. Also A, bin ich auf keinen Fall dafür da cool zu sein. Es gibt immer den Payback an mir und ich schwert mich immer bei jeder Story, damit der Story hilft zum größten, darf man Affen sagen an der Stelle, ja Macht, den es gibt, damit Der beliebte, und das ist ja das Hauptziel, noch besser, noch beliebter aussieht und dass auch mein Schützling, der böse, noch böse aussieht. Das ist der Sinn meiner Rolle. Diese beiden Menschen oder auch zwei Menschen, vier Menschen, auch drei Menschen, vier Menschen, fünf Menschen, wie auch immer, dass die jeweiligen Schützlinge im Ring oder die Beteiligten am Match in ihrer Rolle noch klarer rauskommen und noch besser aussehen. Das ist meine Aufgabe und nicht selbst cool auszusehen. Und diese Aufgabe versuche ich umzusetzen. Aber je Besser ich in meiner Aufgabe bin oder vielleicht je auffälliger, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zuschauer dann halt auf mich reagieren und damit halt auch auf meinen Schützling reagieren und damit auch auf unseren Gegnern reagieren. Und ich hab mir halt immer Sachen überlegt, wie kann man in Erinnerung bleiben. Wir hatten ein sehr schönes Vorgespräch. Ich hoffe, ich spreche nicht so sehr aus dem Nähkästchen. Für mich ist die größte, ja, die größte Philosophie im Wrestling ist es, der unbedarfte Zuschauer, noch nie Wrestling gesehen hat, der kommt zu einer Show und wird vielleicht mit 25 Charaktere im Ring konfrontiert. Wenn der nach Hause geht, merkt er sich vielleicht fünf dieser Charaktere. und jeder, der im Ring ist oder halt wie ich auch am Ring ist, sollte etwas dafür sein, einer dieser fünf Charaktere zu sein. Damit die Zuschauer dann halt gleich eine Erinnerung an diese Person haben und wenn die Zuschauer mich beim nächsten Mal sehen und wieder erkennen und sagen, okay, das ist doch dieser schleimige, großkotzige Typ, der meinem Chef, meinem Vermieter, wie auch immer, doch so ähnlich ist oder dem großmäuligen Verwandtschaftsmitglied, ja. Den Typ kenne ich doch. Ich weiß jetzt genau, ich muss bohen. Und wen auch immer der dabei hat, kann gar keine Ahnung haben, den boh ich gleich mit aus. So, und halt einer dieser fünf Leute zu sein, versuche ich halt verschiedene Dinge dann zu machen und einzuführen. Wie natürlich mir selbst einen Göttel zu verleihen. Mein Character denkt, er hat nur Schützlinge, die Champions sind. Also ist er selbst ja auch ein Champion. Also bin ich der Manager auf Champions Champion. Aus Charaktersicht macht das absolut Sinn. Oder ich bin so erfolgreich, ich kann es mir erlauben, eigenes Geld zu haben. Oder meine Schützlinge sind so gut, die können halt jederzeit den Match den Gegner ans Seil bringen und wir machen halt ein Selfie. Aber das sind halt die kleinen Gesten, die die Zuschauer so annerven, dass sie halt immer mehr hinter dem Beliebten stehen und uns immer mehr ausbuhen. Und das ist der Sinn hinter dem Ganzen und meiner Meinung nach erzählt man so Geschichten. speaker-0: Liebst du auf Sachen, die mal nicht gut gelaufen sind, du dir vorher was überlegt hast bei Matches und du dann gemerkt hast, das kommt gar nicht an? Hat sowas Alex Wander speaker-1: Klingt das jetzt arrogant, wenn ich nein sage? Nein, es gibt sicherlich Sachen im Match, die schiefgehen und man muss improvisieren, das kommt vor. Aber die meisten Storys, die wir gemacht haben, definitiv funktioniert. Zuschauerreaktionen bei Promos sind mal mehr, mal weniger. Meistens dankenswerterweise gut, aber klar, man muss schon reagieren. Wenn die Zuschauer so gar nicht reagieren, dann wird die zweieinhalb Minuten Promo halt nur noch eine anderthalb Minuten Promo. Aber wir haben halt schon viele absurde Ideen gehabt. die dann überraschenderweise funktioniert haben und da waren wir halt schon sehr stolz drauf. Aber ich glaube, alles funktioniert auch nicht und nicht jede Idee, die ich mal hatte, ist fest ins feste Repertoire übernommen worden, sondern das ist irgendwann organisch entstanden. Aber ich habe doch alles schon gemacht. Ich habe gerappt im Ring. und die Zuschauer haben es gefeiert. Ich habe gekämpft im Ring und das finde ich dann schon einen sehr großzügigen Ausdruck, weil eigentlich bin ich ja, das sieht man in meinen Bildern wahrscheinlich körperlich nicht so der wirkliche Wrestler, aber trotzdem auch das hat die Zuschauer unterhalten und das ist so die einzige Währung und da hält es die Zuschauer. Aber dass halt wirklich eine Idee mal so gar nicht gezündet hätte, fällt mir ad hoc wirklich gar nichts ein. Vielleicht auch Selbstschutz, wer weiß das schon. speaker-0: Du hast über den Kampf gesprochen. Wir haben damals auch schon über den gesprochen, aber da ist mir was aufgefallen, dass ich das nie richtig angesprochen habe. Und ich finde das sehr, interessant. Wenn du weißt, du musst auf einmal in den Kampf gehen, trainierst du vorher, bereitest du dich vor, dass du vielleicht auch für dich, ich würde nicht sagen Ringrost, weil wenn man noch nicht so viel gecatcht hat, kann man eigentlich auch keinen Ringrost kriegen. Aber du weißt, was ich meine, Alex. speaker-1: bitte, bitte, du stellst mich jetzt schon da, als wäre ich im Ansatz zum Catcher, ne? Also das ist es überhaupt speaker-0: Du hast ja noch gar nichts mit dem Matches gemacht, dass du was lernen könntest. speaker-1: Nein, also das ist wirklich recht unterschiedlich. jetzt bei der GBP hatte ich das große Privileg bei der Show am 1. Mai vor der 20 Jahre Show Main Event stehen zu dürfen in einem 3 gegen 3 Match. Und da war es mir schon wichtig, dass ich wenigstens ein klein bisschen was zeigen kann. Also dass ich jetzt nicht wirklich der komplette Abfuck bin an der Stelle. Es ist noch Wrestling, ist was Seriöses. Es ist etwas, wo viele, viele, viele Menschen ganz hart trainieren, in den Ring zu kommen. Und da werde ich als Nicht-Wrestler in den Main Event gesteckt. Da fühle ich schon eine Verantwortung, bisschen was zu machen. Und ja, da war ich ein paar Mal vorher in der COW-Halle, zumindest mal irgendwelche kleinste Basics zu machen. Letztes Jahr habe ich bei Jesse einen Street Fight gemacht gegen eine gewisse bezaubernde Izzi. der ich privat vielleicht auch dann sehr nahe stehe. Sowas ist dann komplett spontan entstanden, weil ihre Gegnerin am Showtag abgesagt hat. Also haben wir uns halt überlegt, wie rettet man die Situation, weil die Karte war sehr dünn besetzt bei Jessie. Also haben wir einen Streetfight gebastelt auf dem Weg dahin, der aber auch irgendwie die Zuschauer unterhalten hat und abgeholt hat. Also ich bin sehr, dankbar, dass ich in diesen Auftritten im Ring auch von den Zuschauern irgendwo noch mit akzeptiert und getragen worden bin. Aber ich bin kein Wrestler. Und meine Auftritte im Ring sollten wirklich storytechnisch passen und was ganz ganz Besonderes und Seltenes sein. speaker-0: Du bist eigentlich ein sehr, sehr netter Mensch. Das muss man hier ja mal sagen. Auch wenn das vielen sicherlich nicht leicht über die Lippen geht. Ich sag das jetzt einfach mal. Du bist ein sehr, sehr netter Mensch. Wie viel Spaß macht dir das in der Rolle von diesem Alex Wanderer, dieses große Arschloch auf zu sein? speaker-1: Sehr, absolut, das ist doch klar. Das Schöne ist, dass manche Menschen gar nicht checken, ich spiele eine Rolle. Das ist ja für mich somit das größte Kompliment. Die Allermeisten tun es doch. Ich habe ja den Luxus, ich gehe auch zu neuen Ligen und werde dann schon direkt ausgeboot, ohne dass ich da irgendwie was gemacht habe, sondern einfach nur weil ich rauskomme. Das ist absoluter Luxus, weil ich weiß, dann wird es gut laufen. Ich sage jetzt mal, so jemand wie Alex Wander kennt... halt jeder Mensch im Privaten, da bin ich fest von überzeugt, ja. Der inkompetente Chef, wo man sich fragt, wie ist er an diese Position gekommen und trotzdem hat er leider was zu sagen, ja. Oder das Großmaul, das Geschichten erzählt und jeder weiß, du hast doch eigentlich gar nichts drauf. Also ich glaube, ich hab einen Charakter, wo die Leute schon sehr mitrelaten können und was mit anfangen können. Und wenn Leute nach der Show zu mir kommen und sagen, sie waren so gut unterhalten und sie hatten so viel Spaß gehabt, mich auszubuhnen. und merken jetzt noch, ich bin eigentlich doch ein ganz netter Kerl, dann freut mich das, weil für mich mache ich Wrestling aus einem Grund mit. Für mich ist es die größte Ehre auftreten zu dürfen und dann sind Zuschauer im Publikum. Für die macht es einen Unterschied, dass diese Show da ist. Für die macht es einen Unterschied im Alltag. Für die macht es einen Unterschied, dass sie drei Stunden mal flüchten können, wirklich alles an Emotionen rauslassen können und so ein Feedback zu bekommen bedeutet mir die Welt. speaker-0: Du sprichst nach Shows sicherlich auch mit Fans. Ich stelle dir jetzt eine Frage, die finde ich sehr spannend. Gerade wenn man einen Charakter darstellt, der eigentlich der Böse ist. Bist du auch am Merch-Tisch nach der Show Alex Wander oder bist du Alex? speaker-1: Ja, schwierige Frage. Tatsächlich leben viele Faninteraktionen schon auch davon, dass ich auch am Mördschisch Alex Wunder bin. Aber die Zuschauer halten den Moment merken, ich behalte einfach bewusst die Rolle dabei, sie zu unterhalten. Also ja, ich hab dann auch schon wirklich, wenn Kinder kommen und Autogramme wollen, sag ich, du hast mich doch ausgeboot. Oder manche geben es ja dann sogar auch noch zu. Also ich glaube, das ist... für die Leute auch noch ein kleines Plus, dass ich dann nach der Show schon den auch noch bisschen Alex Wanda am Merch dann gebe. Aber die wissen halt schon, dass ich es in dem Moment nicht so meine. Mach das für dich irgendwie. speaker-0: Schon, ja. ich glaube auch, dass sie vielleicht gar nicht den Alex wollen, auch am Mördstift, ehrlich gesagt. Sondern Alex Wolle. speaker-1: Ja, ich denke halt auch, klar, aber das ist ja auch bei jedem Wrestler so. Also ich glaube auch bei beliebten Wrestlern willst du ja nicht den Privatmensch dann treffen, sondern du willst ja schon den Max Bergham oder wen auch immer, weißt du so. Da soll schon immer bisschen was von Character drin sein. Es wird sicherlich auch Leute geben, sagen, was macht der Wunder überhaupt am Merch-Table? Das ist halt schon eine Glaubensfrage, aber danach gibt es halt viele Interaktionen mit Fans und... Mir macht das halt so unfassbar Spaß. dann kommt es auch dazu, dass ich eigentlich wirklich nur positive Feedback kriege. Das schmeichelt mir natürlich auch ungemein. Aber halt auch, dass Leute kommen und erzählen, was ihnen dann so ein Abend bedeutet und wie cool das ist und so. Ja! Also mir macht das Spaß und wenn natürlich jetzt ein Promoter sagt, ey jo, verschwinde vom Merch-Table, du gehst da gar nicht erst raus, würde ich das natürlich respektieren. Aber die allermeisten wollen das auch und wollen auch dadurch ein bisschen den Alex Wunder raushängen lassen. Das habe ich auch schon mal genug liegen gehabt, die gesagt haben, komm mach da mal so ein bisschen was, misch die doch mal ein bisschen auf. Klar, mach ich doch gern. Also verbal aufmischen, Vorsicht. speaker-0: Wir haben gesprochen, du bist in vielen Promotions. Wenn ich dich jetzt darum bitten würde, über jeden, den du schon gemanagt hast, mal was zu sagen, dann sitzen wir nächsten Monat noch und nehmen dieses Interview, glaube ich, Wenn du für dich aber, sagen wir mal eine Top 3 oder eine Top 5 von den Leuten, die du am meisten gemanagt hast, was würdest du sagen? Was wäre deine Top 5, wo du sagen würdest, die hast du mit am meisten gemanagt? Wo standest du am meisten an der Seite von den Leuten? Top 5? Wer würde dir da speaker-1: ist wirklich sehr, schwierig, weil ich hab, ich glaub, über 65 Leute gemanagt. Ich hab irgendwann mal gezählt. Also gerade so über die Weihnachtsfeiertage hat man ja viel Zeit. Ich glaub, ich hab 65 Leute gemanagt und da natürlich jetzt ein Ranking zu machen, ist sehr unfair und schwierig. speaker-0: Wen hast du am meisten gemanagt von dir? speaker-1: Also mit Carnage war es natürlich sehr oft. Der Tragedestroyer. Jetzt bin ich noch dabei mit Max seit vielen Jahren bei der GWP, aber auch bei anderen Leagens, also Max Berg. Also die drei kann man auf jeden Fall nennen. sag mal, häufigste Alex Wondergirl so far war bisher Jesse J. Auch eine sehr, sehr tolle Zusammenarbeit. Im Tagteam-Bereich mache ich ja schon sehr lange sehr viel mit Team Turbulence. Aber ja, dann gibt es halt aber Leute, die habe ich dann nur ein-, zweimal gemanagt und schätze trotzdem sehr und freue mich auf Zusammenarbeiten. Erkan Sulcani, also das ist für mich auch so ein spitzen Typ. Den habe ich jetzt vielleicht in fünf, sechs Kämpfen nur gemanagt. Aber das war auch eine Chemie, die unglaublich war. Also ja, aber die genannten Namen sind, glaube ich, die häufigsten. speaker-0: Nimm uns bitte mal mit zu der Entstehung vom Selfie Wonder. speaker-1: Ja, ich sitze halt daheim und denke nur, mein Gott, die nächste Show werden sie anfangen, gelangweilt von mir zu sein. Ich glaube, das ist wirklich ein Antrieb, ich habe. Immer versuchen, mich irgendwie neu zu erfinden. Was gibt es denn für Sachen, die Leute anfrustrieren können? Und mich zum Beispiel frustriert an, wenn ich irgendwelche Leute auf der Straße sehe, die dann mit Duckface Selfies machen. Und ich denke nur, Gott, so toll und so interessant bist du nicht. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür, das zu verstehen. Und da habe ich mir gedacht, okay, wie? Wie mies und niederträchtig ist das, wenn ich Selfies am Ring mache? Wie respektlos ist das eigentlich dem Publikumsliebling gegenüber, dass halt meine Schützlinge den Publikumsliebling zum Seil bringen und wir machen Selfie? Also habe ich da probieren, einfach mal aus. Und die Leute haben es halt direkt gefressen und es bietet halt so supertolle... Interaktionsmöglichkeiten, weil auch oft ist eine Interaktion, wir machen ein Selfie, das ist wunderschön. Ich mach die Kamera runter, kommt natürlich mit der Technik nicht klar, mach die Kamera nochmal hoch fürs nächste Selfie und die Kontrahenten im Ring haben geswitcht. Auf einmal ist der Publikumsliebling oben und mein Schützling unten. Also das bietet so viele Spielarten und bleibt halt auch in Erinnerung. Das bleibt halt in Erinnerung auch auf dieses Selfie werde ich so oft angesprochen. Orson Fury hat danach Selfies gemacht. Wie gemein war das denn? Natalia glaube ich auch. Hä, die klauen von mir. Es war ein Spaß. speaker-0: Ich bin zuhause speaker-1: Ich bin nicht dieser Character, ich spiele ihn, okay? Bitte nimm mir das ab. speaker-0: Ja Alex, du hast Jay-Z Jay auch angesprochen. Frauenwrestling in Deutschland ist immer mehr im Kommen. Es gibt eigene Frauen-Shows, Gott sei Dank auch auf Frauen-League gibt es jetzt. Jay-Z versucht da auch viel. Wie siehst du den Stand von Frauenwrestling? Du hast ja eben auch gesagt, dass du vielleicht den einen oder anderen auch näher kennst, der vielleicht Frauenwrestling betreibt. Wie siehst du das im Moment? Das heißt, du siehst ja sicherlich auch... Das eine oder andere Frauen-Match speaker-1: tatsächlich immer mehr im Komp. Also auch hier gehe ich nochmal zurück zu dem Zeitpunkt, wo ich angefangen habe. Das war so ungefähr 2014, 2015. Ich erinnere mich, dass bei WXW die großartige Melanie Gray war und dass die WXW unfassbare Probleme hatte, überhaupt eine Gegnerin für sie zu finden. Das war der Status von Frauenwesting 2015. Korrigier mich gerne, Tim, wenn ich jetzt hier wirklich Quatsch erzähle. speaker-0: Sie haben viel versucht, aber die haben dann Probleme mit Verletzungen gehabt oder dann wurden auf einmal Leute verpflichtet und all solche Sachen halt. speaker-1: Also es war wirklich damals, gab es keine Frauensehne. ne? Szene in dem Sinn. Es gab die großartige Melanie Gray. Ich glaube, Allies hieß sie doch mal, die haben sie versucht dann auch als Gegnerin bei VXW aufzubauen. Das ist glaube ich die verletzte Historie, die du ansprichst. So. Mittlerweile gibt es sehr, sehr viele Westernerinnen in Deutschland für das, von wo wir kommen. Also ich glaube mittlerweile gibt es bestimmt 30 Westernerinnen in Deutschland. Das war ja vor vielen Jahren sehr undenkbar. Ich finde schon, dass es da qualitativ aber schon noch große Unterschiede gibt. Ich sag mal so eine Stephanie Maze ist unglaublich unantastbar im Ring. Jessie J hast du angesprochen, da werde ich immer großer Fan sein. Baby Ellison mit ihrem sehr einzigartigen Gimmick. Und dann gibt es halt auch Westlerinnen, die halt vielleicht nicht auf dem höchsten Niveau sind in Deutschland. Ich hoffe, ich habe damit jetzt keinen beleidigt, aber es wird halt immer mehr. Es werden immer mehr tolle Damen, nachkommen, die in ihren Rollen auch echt gut sind, die man halt auch immer so ein bisschen auf dem Schirm haben muss. Name-Dropping ist da halt super unfair, weil man immer Leute vergisst, ja, aber... speaker-0: Der Name, der überall im Moment auf Pop ist, ist ja Jane Nero. speaker-1: Genau, Jane Nero ist dazugekommen und ist innerhalb kürzester Zeit in diese Falaance der Top 3, sage ich jetzt mal, mit hinzugestoßen. Kate Pressure hier von Alex White trainiert, von der wird man viel hören. Also du bist weggekommen von, mein Gott, hoffentlich kriege ich ein gutes Frauenmatch überhaupt auf die Karte. Bist du weggekommen, mittlerweile kannst du auch Frauenschuss machen, die echt gut sind. Also wirklich, wirklich gut sind. Du hast schon ... Einige Wrestlerinnen in Deutschland, richtig gut arbeiten können, die glaubwürdig sind, die auch richtig hin langen. Und das ist eine Entwicklung, die finde ich richtig toll und sollte auch weiter gefördert werden. Es ist halt so, dass Frauenwrestling auch nicht überall so angenommen wird, wie es sein sollte. Aber Leute wie Jane, wie Steffi, wie Jessie, die machen so viel dafür, dass da die Akzeptanz kommt. Und äh... Die sind dann halt in den Matches, die Leute am Ende der Show drüber reden und nicht unbedingt immer die Jungs. Und das ist natürlich schon ein sehr großes Kompliment für diese Mädels. speaker-0: sehr gespannt, wo der Weg auch hingeht. Wir haben jetzt auch Ringenrichterinnen immer mehr, das heißt auch Ringsprecherinnen, das heißt da werden auch Rollen übernommen, die früher halt wirklich Männer dominiert waren. speaker-1: Ja, wo ist das Problem? Jeder, der... Also es ist doch... Wir sollten auch wirklich mal davon weggehen, dass das gute Rollenbesetzung in egal was, was mit Geschlecht zu tun hat. Wenn eine Frau gut ist und eine gute Ring-Richterin ist, ist sie genau richtig da. Wenn sie eine gute Managerin ist, ist sie genau richtig da. Wenn sie super im Ring ist, ist sie genau richtig da. Frauen holen sich im Wrestling immer mehr, was sie verdienen. Und mich freut das, dass es halt keine reine Männerdomäne mehr ist, sondern halt, das wahrhaft starke Geschlecht immer mehr aufkommt. speaker-0: Ich hatte das große Glück, Alex, bei euch eins der verrücktesten Matches in eurer Geschichte, glaube ich, kommentieren zu dürfen, nämlich Carnage gegen Bad Bones. speaker-1: Ich wusste sofort, dass du das sagst. Sehr schön. speaker-0: In dieser Wasserkonstellation. Ich habe lange drüber nachgedacht, wenn ich über John nachdenke. Dann denke ich auch über Leute wie Absolut Andi oder Carsten Beck nach. Ich habe so bisschen das Gefühl gehabt, dass seitdem, ich sage mal außer Axel Tischer, der halt aus Amerika zurückgekommen ist, aber seitdem im deutschsprachigen Raum nie wieder einer diesen Status Stand jetzt erreicht hat von den dreien auch. speaker-1: Ja, ja, gebe ich dir. Also klar. speaker-0: Warum ist das so? speaker-1: Auch da würde ich schon eine gewisse Historie sehen, ohne dass ich jetzt einen Anspruch habe, damit Recht zu haben. Aber die Westling-Szene von vor zehn Jahren war ja noch ganz andere. Und da hast du vielleicht 7, 8 liegen gehabt anstatt 30, 35 wie jetzt. Und das ist wie bei WWF, ja. WWF und WWE. Mittlerweile hast du 250 Leute im WWE-Kader. Bei Raw, SmackDown, NXT, NXT UK, gibts gut, gibs ja mehr, aber du weißt, was ich meine, den Nachwuchs liegen. Früher hattest du einen Roster mit 30, 40 Leuten. Wenn es generell weniger Menschen gab oder Wrestler gab, konnten die eher einen Superstar oder, hey, ist in Deutschland natürlich schwierig, einen Star-Status erreichen, als würde halt jetzt wirklich... auf einmal in Deutschland 200 Wrestler hast. Und natürlich hast du mit John und Andi und auch Carsten, Gottes Willen, Leute gehabt, die auch ein recht einzigartiges Charisma hatten. Und es war halt wirklich noch was Besonderes, diese Leute zu sehen. Mittlerweile hast halt so viel Promotion und so viele Shows. Also wenn jemand nur eine Show Monat sehen konnte früher, und da war halt schon gegen Andi im Main Event, dann haben die eine andere Bedeutung, als wenn du mittlerweile in Bayern drei Shows pro Monat sehen kannst und hast halt immer andere Leute im Main Event. speaker-0: Also auch drei Shows an einem Wochenende, das darf man ja auch nicht vergessen, dass das verrückte Halse passiert. speaker-1: Also einzigartiges Charisma auf jeden Fall bei den Leuten. Und halt wie gesagt auch, ja, weniger ist mehr. Also auch der Meinung bin ich. Man kann auch mit mir drüber reden, dass ich der Meinung bin, dass es mittlerweile zu viel liegen gibt. Ist jetzt ein ganz gefährliches Thema, aber halt ja, es war halt noch was Besonderes. Und ja, John, der hat halt diese Star-Aura gehabt. Das ist so unglaublich. Der fehlt halt auch einfach. Ich will jetzt nicht so sentimental werden, aber es ist krass, was wir da für Leute verloren haben. Aber ja, Axel hast du angesprochen. Ryset Ahura ist jemand, ja auch, sag ich mal, deutschlandweit richtig vorne mit dabei ist. speaker-0: Der muss das auch erst mal etablieren. muss man dazu sagen. speaker-1: Ich hab halt so das Gefühl, dass so ein Andy und John, also jetzt nichts an der Stelle gegen Carsten, ich hab halt so ihm halt einfach nicht so viel den Kontakt und Bezug gehabt und ihn auch nicht so oft gesehen wie die anderen beiden, gell? Also man kann den sicherlich in diese Aussagen mit inkludieren, aber so John und Andy, das waren Stars, aber schon irgendwie einer von uns. So, weißt du, ich das mein? So greifbar, nahbar, ein Star, der schon über den Dingen steht, aber halt greifbar ist. Und ich glaub, die sind zum Beispiel ein bisschen nahbarer. wie ein Ahura, der aber halt unantastbar im Ring ist. Aber das ist halt auch der Zeitgeist von Wrestling. Also das ist bei WWE ja nichts anderes. Früher hast du bei WWE die überlebensgroßen Charaktere gehabt. Mittlerweile ist eher das Produkt WWE wichtiger und halt die innenringen Action, das ist für mich auch Lauf der speaker-0: Eine Geschichte, man erfunden hat, sondern die es genauso passiert. Und ich finde, dass im Wrestling sowas auch passieren kann. Und dieser Mann wurde gehasst wie kein anderer in der WXW. Das heißt, hat in seiner Rolle alles richtig gemacht damals. Er hat zum Beispiel einen Jorn Simmons, hat der mit aufgebaut, so dass Jorn Simmons auf einmal so ein großer Star, so eine große Nummer war. speaker-1: Großartige Menschen, also... speaker-0: Ich finde halt, denen diesen Leuten auch alles gebührt, weil du hast gesagt, John ist bei dir dann auch aufgetreten. weiß gar nicht, Andi hatte ihr glaube ich auch bei der COW. speaker-1: Ja, der war tatsächlich recht oft dann noch bei uns, genau. Ja, also das ist ja auch, was mich so immer so bisschen bescheiden und ehrfürchtig werden lässt. Also für mich ist jede Show, wo ich auftreten darf, noch was Besonderes. Weil ich weiß, dass es halt diese Menschen waren, die diese Bühnen gebaut haben. Also wirklich, es gibt schon Leute, die haben besonders viel für dieses Geschäft getan. Und ich bin noch sehr dankbar, dass ich halt mit den drei Leuten irgendwo noch einen Bezug haben durfte und die kennenlernen durfte und Trotzdem, unglaublich, die jeweiligen Nachrichten haben, glaube ich, jeden von uns so in die Magengrube getroffen und es war halt unvorstellbar, auch gerade so weit schon. Ich hatte eine ganz, ganz fantastisch tolle Story noch einen Monat vorher mit ihm bei der DWA und wir hatten so tolle, wertschätzende Gespräche und dann ist dieser Mensch weg und das ist für mich gar nicht greifbar, speaker-0: Man kann es immer noch nicht fassen. ist halt ein Punkt. Aus dem Nichts war John auch noch einmal weg. speaker-1: Ich war jetzt am Wochenende bei Fightback und hab da Backstage mit jemandem geredet, völlig egal mit wem, aber in dem Gespräch hab ich dann auch gesagt, ey, es ist für mich grad so surreal, immer noch surreal, dass wir von Sean in der wahr Form reden, das ist für mich gar nicht greifbar. Also wirklich ganz, ganz traurige Geschichte. Ganz, ganz toller Mensch auch, also auch von ihm durfte ich so viel lernen und ja, das wäre vielleicht eine neue Frage. speaker-0: Alex, ich weiß, du bist nicht so ein Name-dropping-guy, aber wenn ich dich mal fragen würde, und das ist was Positives, du siehst so viele Catcher, auch deutschlandweit, gibt es mit den Leuten, rausstechen, wo du die Namen auch nennen würdest, und wenn du dann vielleicht einen vergisst, dann ist das einfach so, aber dann hat vielleicht ein Kollege Lob bekommen, das sagen wir schon mal an die, die vergessen werden, verstehst du? Wenn du nennen könntest, wo du wirklich sagst, die Die sind noch unterm Radar, aber die hätten eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Wer wäre das für dich? speaker-1: Also schon sehr, sehr stolz auf den Weg, so ein Martyrium gemacht hat im Highflyer-Bereich. Ich bin der festen Meinung, dass ich noch nie erlebt habe, dass jemand so schnell das Business adaptiert hat, wie die Vizelli von LLX White trainiert. Die sind einfach nur unfassbar spektakulär. Also jetzt bei der GWP war das Wochenende mit der 20-Jahres-Show. Ich war bei vielen Matches mit draußen, aber deren Match gegen Team Turbulence, das... hat für mich so rausgestochen und ich war so froh dabei zu sein. Die Halle hat gekocht, weil die Jungs nicht nur fantastisch im Ring sind, sondern auch wissen, wie man mit den Zuschauern wirkt. Hier eine Kate Brescher, die wird richtig, richtig gut. So und das Chessie Jay, die jeden Weg im Wrestling geht, jede Strecke fährt, bei WXW der integrale Bestandteil der Storys ist, das ist für mich ein Verbrechen, weil die Frau ist unfassbar gut. Wir ein paar Namen genannt, ist doch schön. speaker-0: Ja, und du hast gar nicht rumgezickt und gesagt, du möchtest nicht sagen. Guck mal, ich hab dir die Brücke so schön vorhergebaut, dass du was sagen konntest. Der Punkt ist ja auch ganz einfach. Das ist ja auch das Schöne. Es gibt so viele positive Sachen auch Wrestling, die sich entwickeln. haben über das Frauenwrestling gesprochen. Alex, du hast drüber gesprochen, aber auch einen negativen Aspekt genannt. Du hast gesagt und Ich merke mir natürlich auch Sachen, wenn du was sagst und du hast gesagt, vielleicht sind aber ein bisschen zu viele Promotions da. Und ich wollte erst den Fluss nicht unterbinden, aber ich würde nicht gerne fragen, wie hast du das gemeint? speaker-1: Ja, auch da gehe ich historisch zurück. Also wie wir damals mit COW angefangen haben, haben wir ja wirklich sehr, sehr viel verbal abbekommen. Auf die Finger geklopft, würde man freundlich sagen, auf die Schnauze bekommen, auf Deutsch. Es gab mal die SWO das Jahr 2008, 2009 rum, die hatten drei, vier Shows gemacht, aber das war's dann. Ich glaube, die GSW einmal eine Show. Aber es gab kein Wrestling im Saarland, deswegen haben wir es gemacht. Deswegen haben wir Wrestling in unserer Region gemacht. Mittlerweile gibt es in jeder Region so viele Ligen, wo ich halt schon über Sinn und Verstand ein bisschen nachdenke und mich frage, muss es sein, dass hier noch eine Liga entsteht und noch eine Liga entsteht und noch eine Liga entsteht? Also ich finde, mittlerweile ist es echt sehr, sehr viel. Dieses Wir schauen kritisch auf jemanden, der was Neues aufmacht. Das gibt es gar nicht mehr im Wrestling. So, das wird alles mittlerweile hingenommen und akzeptiert. speaker-0: Die Doppelgammel wurdet Alex, durch die muss man gar nicht mehr gehen, ist das dein Vorwurf? speaker-1: Ich weiß nicht, ob es ein Vorwurf ist, es ist eine Feststellung. Es ist eine Feststellung, ja. So, wir hatten schon Ligen gehabt, die großmundig verkündet haben, dass sie das Business revolutionieren, ja. speaker-0: Das haben sie doch aber nicht bei mir gemacht, oder? Das kann doch nicht sein, dass hier so... speaker-1: Doch, sie auch bei dir gemacht. weil jeder in dieser kleinen Bubble schon wie ein Diamant oder so funkeln darf. Aber dann werden halt großmundige Versprechungen gemacht und es wird leider nicht mal zur ersten Show geschafft. Und das finde ich halt schade, weil sowas schadet halt dem Wrestling. Weil der Zuschauer, der sein Geld ausgibt, mit deutschen Wrestling in Kontakt zu kommen und vielleicht auch neu in Kontakt kommt, der muss gebunden werden, der muss was Tolles sehen und wenn der halt... eine schlechte Show sieht oder halt Karten für eine Show kauft, die da eine Woche vorher abgesagt wird, der kommt nicht wieder. Das ist auch eine bloße Feststellung. Mittlerweile kann jeder veranstalten, ohne dass es da wirklich vielleicht das große nachgewiesene Know-how geben muss, ohne dass da wirklich jemand mit Stahlgeruch oder Erfahrung aus dem Business dabei sein muss. Mittlerweile darf jeder veranstalten und für mein Empfinden, man möge mich da steinigen, aber für mein Empfinden gibt es da mittlerweile zu viele liegen. Wo man natürlich jetzt den Cut setzt, siehst du mal nach, das ist ja immer persönliche Empfindungssache. speaker-0: Ich verstehe schon, was du meinst. Der Ansatz ist ja auch, wo willst du dann da ansetzen. Es ist ja oft schon so durchgeschwungen, so ein Wrestlingverband, wo man wirklich sagen kann, jeder, Wrestling machen will, sollte da eintreten. Aber dann ist wieder der Punkt, dass es ja nicht zwingt, wenn du Wrestling machst. Wenn du das dann trotzdem machst, was wollen die denn machen? Und da stellt sich mir dann halt immer die Frage, müssen solche Leute vielleicht auch auf die Nase fallen, dass irgendwann Leute merken, dass Wrestling nicht nur spielen ist? Alex? speaker-1: Ja, weil es gibt neue Promotions, die gehen für mein Empfinden sehr respektvoll an die Sache. Nehmen sich Tipps. EvaSketch. Ja, speaker-0: zum Beispiel. speaker-1: EvaSketch ist ja unglaublich. Also die Besetzung mit Mike und Manu, ist ja, mehr Erfahrung kann man gar nicht haben. Aber zum Beispiel Catch for Glory ist mir halt aufgefallen. Das sind halt auch vier Leute mehr oder weniger, die Köpfe, die ja, ich glaube, teilweise auch bei Gbp mal mitgemacht haben, aber auch eher aus der Fanszene kommen. Aber du merkst halt, wie die rangehen. Du merkst, dass die... gute Leute buchen wollen. Du merkst, dass die Dinge vermeintlich richtig machen wollen. ist subjektiv, also richtig und falsch ist da gefährlich, aber die halt Dinge wirklich richtig machen wollen und nicht rangehen und sagen, so wir sind jetzt da, wir sind die Allergeilsten, wir machen jetzt Shows ganz anders und wir sind eine neue Promotion, wir kündigen jetzt schon mal gleich die ersten zehn Shows an, auf Deutsch und auf Englisch. Sowas finde ich halt total unpassend. Wenn du wirklich was machen willst für diese deutsche tolle Szene, dann mach was, geh ran. Aber beweist dich vielleicht auch irgendwo erstmal. Beweist, dass du da gute Absichten hast, beweist, dass du beharrlich bist, beweist, dass du die Vorlagen, die du dir selbst gibst, auch erlaufen kannst. Und jede gute Liga, die wirklich gute Shows macht, bereichert das Ganze ja auch. Aber es gibt halt auch Ligen, wo ich denke, ja, schauen wir mal, was da kommt, ob überhaupt was kommt und ob man das überhaupt braucht. Das ist auch, wie gesagt, subjektiv meine Meinung. Subjektiv. Ich bin nicht derjenige, der allwissend ist und immer Recht hat, aber das ist tatsächlich meine Meinung. Tim, dann dreh ich den Spieß mal Wie ist denn deine Meinung? Gibt es zu viele Ligen in Deutschland? speaker-0: Ich hab's in einem Interview mit Aaron schon gesagt, wenn innerhalb von 60 Kilometern drei Shows dieselbe Uhrzeit anfangen für eine Wrestling-Bubble in Deutschland, dann frag ich mir, ihr habt den Schuss nicht gehört. speaker-1: So eine ehrliche Antwort, sehr schön. Freut mich, dass wir da ähnlich übereinstimmen. speaker-0: weil es wird halt oft gefaselt von Familie und wir müssen alle zusammenhalten. Und man kann mir nicht erzählen, dass man das nicht besser koordinieren könnte, wenn man untereinander spricht. Ehrlich gesagt. speaker-1: Hätte man auf jeden Fall, aber irgendwann kommen natürlich Ego-Probleme rein. Ich behaupte mal, gerade du hast Aaron jetzt als Beispiel genannt. Also glaube, Aaron, also Aaron finde ich zum Beispiel, hat ja noch einen ganz anderen Erfahrungsstand als ich. Also ich würde mich da nie im selben Atemzug nehmen. Aber ich glaube, wir zwei haben zum Beispiel schon viel zusammengearbeitet und halt auch gezeigt, es funktioniert. Also man kann mit Liegen untereinander zusammenarbeiten. Und dann gibt es Liegen in der engsten Region, die sich untereinander zerfleischen. Und ich denke nur, warum? Und wenn jetzt Leute denken, sie müssten unbedingt was eigenes aufmachen, warum geht man dann nicht zu irgendeiner Promotion und bietet dann seine vielleicht tolle wertvolle Arbeitskraft dort an und trägt sowas bei an Wrestlingfans, sondern es verteilt sich halt. Und das ist halt natürlich sehr schade, wenn das passiert. speaker-0: Und Aaron hat das Spannende für Saft, auch Aktive müssen sich dann entscheiden und könnten ansonsten vielleicht drei Shows vielleicht oder zwei Shows machen und müssen sich so entscheiden, dass sie dann halt nur die eine Show machen können. Richtig. Das ist der nächste Punkt. Nicht nur die Fans, sondern auch die Aktiven. Und das heißt dann ist vielleicht die eine Promotion wieder böse, weil du bei denen dann nicht catcht, Alex. Du weißt, wie es manchmal läuft. Das ist halt das Problem, was das auch so schwierig macht. Aber ich würde dir gerne darauf folgende ganz andere Frage stellen. Wie du angefangen hast, Wrestling-Shows zu promopen. Hast du dir Rat bei anderen geholt, die das schon länger machen, bist du zu Leuten hingegangen? speaker-1: Aber selbstverständlich. speaker-0: Aroos, wo bist du hingegangen? speaker-1: Ja, aber bei jedem, den ich fragen konnte. Also, haben ja auch bewusst erfahrene Leute dann gebucht. Also, du hast Aaron genannt. Der ist für mich wirklich das unterschätzte Dark Horse in ganz Deutschland. Bei toller Worker, unfassbar guter Trainer, toller Promoter, hat auch viele Talente herausgebracht. Also, wenn es mehr Arons gäbe, wäre Wrestling Deutschland noch besser. Aber den haben wir gefragt. Hier die Chairbrüder haben wir recht früh mal zu COW geholt und natürlich habe ich die Löcher in Bauch gefragt. Der Kovac war recht früh bei uns. Der hat mich zur Seite genommen. Dafür war ich so unfassbar dankbar. Also Leute, wo halt einen gewissen Erfahrungsstand hatten, habe ich angesprochen. Das heißt natürlich nicht, dass man jeder Empfehlung, jedem Rat blind folgen muss und soll. Das ist ja auch Blödsinn. Du darfst ja das Denken nicht einstellen. Aber du erfährst schon sehr, sehr viel Wahres aus diesen Gesprächen und kannst da immer was rausziehen. Und auch heute, jetzt ist es ja bei mir eher dann vielleicht auf der Performerebene, das ist so ein schönes Wort, ja. Ich frage auch heute natürlich noch erfahrene Leute. Ey, hast du gesehen, was ich da draußen gemacht habe? Wie fandest du das? Weil Wrestling ist subjektiv mein Lieblingsspruch, habe ich bestimmt schon dreimal in den Podcast jetzt gebracht. Es gibt Wrestling-Bücher und dennoch gibt es kein Buch, das 100 Prozent sagt, wie Wrestling 100 Prozent richtig funktioniert. jedes Wissen ist subjektiv und jeder muss seinen eigenen Weg finden. Aber die Leute, die schon so viel gesehen haben, da ist doch die Wahrscheinlichkeit groß, dass die den richtigen Weg oder einen guten Weg kennen. Und dann frag doch die Leute. Frag doch die Leute, hol dir Tipps, hol dir Ratschläge. Es gibt neue Promotions, die sagen bewusst, ich nehme niemanden von außen, ich mache alles selbst, ich weiß das schon so. kann man machen, ich find's halt trotzdem nicht gut. speaker-0: Dann wird's halt, glaub ich, schon schwierig. Aber wie gesagt, auf die Nase wird dann gefallen, ob das dann Wrestling vielleicht bisschen auch verbrennt, wenn die nächste Show dann nicht stattfindet oder schon die erste Show gar nicht. speaker-1: Es ist schwierig. Das Problem ist halt, dass jeder, ein gewisses Budget hat, das für Leute, finanziell nicht schlecht dastehen, auch gar nicht so hoch ist. Wir werden keine Zahlen nennen, aber jeder kann dann da quasi eine Show machen. Und das ist halt, ich finde es halt nicht gut, weil natürlich jeder kann jetzt 20 Wästler anschreiben und eine Show buchen, aber es gehört ja so viel mehr dazu, ein Team zusammenzuschweißen, vor Ort richtig zu werben. ein Produkt abzuliefern, das die Zuschauer zum Wiederkommen bringt. Also es gehört ja wirklich mehr dazu. Und ich bin immer ganz großer Fan davon. Frag doch Leute, die dann schon viel mehr gesehen haben als du selbst, die einen ganz anderen Einblick haben und ja, lass dir helfen. Ich finde, helfen lassen ist ja kein Zeichen von Fäsche, sondern es ist für mich ein Zeichen von Stärke. Ich mache da was Neues. Ich habe eine Vorstellung, was ich im Wrestling gut finde, aber kannst du mir Tipps geben? wie ich das und das mache. Kannst du mir Tipps geben, wie ich eine Show plane? Also da ist doch gar nichts dabei. Das ist doch eher Zeichen von Stärke zu sagen, bitte hilf mir. Auch bei Herr Jakobi zum Beispiel haben wir uns in Minama genommen als damals als COW-Vorstand und haben uns seine sich der Dinge erklären lassen. Das ist Königswissen, also wirklich Königswissen. speaker-0: Ja, ich habe bei so Seminar auch schon mitmachen dürfen. Das war bei der MWA damals in Lübeck. Und ich weiß halt viele Leute, die da teilgenommen haben und die jetzt vielleicht auch in der einen oder anderen Promotion was zu sagen haben, haben immer noch Sachen über diese Reden, die sie da gelernt haben, die sie immer noch mitnehmen für ihre Shows. Und ich finde den Ansatz, den Christian damals auch hatte, den anderen Promotions auch was mitzugeben, sein Wissen anzubieten. Fand ich sehr spannend, weil wenn du schon Marktführer bist, kannst du ja auch wissen, wie das andere Marktführer machen, Alex, einfach zurückhalten. Das hat Jakobi aber definitiv nicht gemacht. speaker-1: definitiv nicht gemacht und das finde ich halt auch super. Aber habe auch das Gefühl, teilweise werden die auch leider ein bisschen weniger. Aber ich finde das so eminent wichtig. Also für mich ist Respekt im Wrestling das Allerwichtigste. speaker-0: Wenn ich dich fragen würde, was sind die schönsten Momente im Wrestling und was nervt dich manchmal schon ab im Wrestling? Welche Sachen willst du dann nennen? speaker-1: Die Reisen und die Reisen. Das war eine schöne, salomonische Antwort. Nein, also die Rot-Trips sind unfassbar schön. Deine Aufgabe an dem Abend wird erfüllt und die Story wird gut erzählt. Die Emotionen von den Zuschauern zu kriegen, die Blicke zu sehen, das Feedback zu bekommen, das sind wirklich die schönsten Momente, du wirklich es schaffst, die Zuschauer in diese Welt reinzuziehen und du merkst, die sind in diesem Kampf, in diesem Segment vollkommen drin. Sie kaufen diese Rollen komplett ab und leben die Emotionen raus. Also wenn man diesen Moment erlebt, das ist wirklich das Schönste. Also nochmal hier, GbP letztes Wochenende, Viselli ist gegen Team Turbulence. Wir kommen raus, Riesen-Buhrufe. Sie kommen raus, Riesen-Jubelrufe. Ich halte eine Promo. Die Halle kocht und die Halle kocht das ganze Match über. Sowas zu erleben zu dürfen. Oder Schützenplatz 2024, James Mason gegen Eric Young, Main Event, Nacht 1. die 500, 600 Zuschauer waren das ganze Match so komplett drin. Du hättest die Luft mit einem Messer schneiden können und so Momente erleben zu dürfen und da mittendrin zu sein, das ist das Schönste am Wrestling. speaker-0: Du POV jetzt schon mehr als einmal angesprochen und ich würde gerne eine Frage dazu stellen, nämlich fehlt so eine richtig old school promotion wie POV in Deutschland? speaker-1: Mir ja, ja. Mir tatsächlich ja. Ich weiß nicht, ich werde jetzt auch sehr zeitnah 45 und vielleicht bin ich jetzt wirklich auch langsam ein Relikt, aber ich finde All School Catchen richtig geil. Deswegen bin ich zum Beispiel auch so super dankbar, dass ich beim Prater Catchen immer so dabei sein darf, weil das hat für mich noch so dieses All School Catchen. ja, Wrestling ist Unterscheidung, hatte ich vorhin schon. Jede Farbe ist wichtig und dieses All School Catchen, also mir persönlich gefällt das echt gut. speaker-0: Willst du auch in so Runden kämpfen? Magst du das auch? speaker-1: Rundenkämpfe, war schwierig, super große Tradition. Waren aber nie so 100 Prozent mein Ding, sondern halt eher so Ketchup-Parade, diese überlebensgroßen Charaktere. Also ich hab auch schon bei ein, zwei Rundenkämpfen war ich mit dabei. War für mich halt auch mal eine Erfahrung, nice to have schön gemacht zu haben. Aber ja, es gehört zur Tradition dazu. Und ich glaub, wenn eine Liga mal einen mit einbaut, wär da gar nichts verkehrtes mit dran. Also das holt schon ein paar Nostalgiker ab. speaker-0: Du hast es angesprochen, Ulfskatsch ist halt auch so eine Facette oder das, was du sagst, eine Nuance, die halt auch Wrestling erzählt. Ich glaube aber, dass das Problem bei einem Rundenkampf ist, dass du heutzutage halt schlecht auf Dauerkämpfe erzählen kannst, wo du immer wieder das Tempo so rausnimmst auf einem Wrestling-Match, weil du eine Rundenpause machst. Und ich glaube, das macht das schwierig, schon in heutigen Zeit solche Matches zu machen, glaube ich. speaker-1: ist ein sehr, sehr guter Ansatz. Also da bin ich ganz bei dir. Aber was ich halt am Old School Catch besonders gut finde und halt vielen jungen Wrestling-Schülern gerne ins Gesicht freien würde, solche Kämpfe, da gab es kaum Aktionen und trotzdem waren die Zuschauer voll drin, weil halt jede Aktion noch was Besonderes war. Was sich nicht unbedingt mit 20 Flips und 10 Moonsaults getötet hat, ohne eine Reaktion zu kriegen, sondern das Match wurde auf dem Bodyslam aufgebaut und wenn der durchgezogen worden ist, hat die Halle gestanden. Diese Erfahrung zu machen, dass man mit wenigen Aktionen trotzdem unfassbare Reaktionen erzielen kann, das würde ich vielen Schülern im heutigen Wrestling wünschen. speaker-0: Man kann sogar sagen, manchmal ist mehr weniger, wenn du zu viel machst. speaker-1: Und es gibt halt auch Catcher, die mich an Oldschool erinnern. hast vorhin Namedropping gebeten. Death Row Dennis finde ich super. Für mich ist das wie so ein Oldschool Heavyweight Catcher, der jetzt nicht in ganz jungen Jahren eingestiegen ist, aber auch jemand, den ich echt im Ring top finde, weil er halt einfach was darstellt und ich finde auch, dass sehr, sehr viel versteht. speaker-0: muss ich absolut zustimmen und ich finde auch sein Erscheinungsbild, auch wie er in den Ring kommt und im Ring, ich sehr, spannend. Ich habe noch einen, den ich auch zu diesen Oldschoolern sogar nehmen würde. Ich habe letztendlich sogar in einem Interview gesagt, der hört er in jeder Epoche im Wrestling catchen können. Das ist Heinrich Zorn. speaker-1: Ja, Heinrich Zorn ist echt auch klasse, genau, weil der wirkt komplett zeitlos, Ja, ja, ich weiß, was du meinst. Also da bin ich auch ganz bei dir. Auch jemand, den ich unfassbar gerne im Ring sehe. Ja, sehr gutes Beispiel, Respekt ihm, sehr gut. speaker-0: Ja, das Ding ist halt auch, ich würde jetzt richtig sagen, zum Beispiel die Visellis sind oldschool, aber die Visellis sind halt ein Nachkomme, würde ich sagen, von den Motor City Maschinenkampfs. Weil was ich von denen gehört habe und die paar Clips, ich gesehen habe, sind die für ihren Entwicklungsstand schon sehr, sehr, sehr, weit, muss ich ganz ehrlich sagen. speaker-1: sind sie absolut und vor allem habe ich da halt auch, also die sind auch beide wirklich noch mit beiden Beinen auf dem Boden, das finde ich super und sehr sehr respektvolle Jungs, also das finde ich, das macht bei mir auch schon viel aus, weil mit Respektlosigkeit Verscherz man siehst bei mir komplett, aber die Jungs sind echt super, aber was für mich halt schon mal auffällt, das ist ein Tag Team. Du siehst direkt, diese Jungs gehören zusammen. Wie oft wurden jetzt auch dann bei WWE oder halt in Westin Deutschland einfach mal zwei Leute random zusammengepaart und sagt, ihr seid jetzt ein Team. Nee, aber bei denen sieht man sofort, das ist ein Tech-Team, die harmonieren zusammen, alles ist zusammen aufeinander abgestimmt und so mag ich halt Tech-Team Wrestling. Also nichts, was jetzt per Zufall zusammengewürfelt ist, sondern ein wirklich organisch gewachsenes, optisch zusammengehöriges Gespann. speaker-0: Alex, wenn ich dir sagen würde, wenn du schlau bist und schnell auf Wrestling-Cards in Deutschland willst, dann überleg dir schnell mit einem Kumpel von dir ein stimmiges Wrestling-Konzept, trainiere lang genug, dass du gut genug bist und dann du sehr, sehr schnell sehr, sehr viele Bookings, glaube ich. speaker-1: Natürlich, man kann sehr, schnell sehr rumkommen und man sollte halt verstehen, dass Wrestling auch mehr ist als die reine Ring-Action. Es geht eben deinen Character auch, den du dir selbst baust, der mit den Zuschauern auf egal welche Art und Weise connecten muss. Du musst reagieren können, du musst dir Dinge für den Entrance überlegen, komplettes Auftreten. Halt einzigartig... Entschuldigung, speaker-0: Ja, nicht zu vergessen. speaker-1: was nicht zu vergessen, pardon? speaker-0: Die Gia! speaker-1: Hier. Hier, ja natürlich! Du hast so viele Möglichkeiten, als Wrestler aufzufallen, die nicht nur auf die Ring-Action bezogen sind. Gear, schönes Beispiel, danke. Entrance, die Musik, Posen, besondere Promo-Fähigkeiten. Also wenn du dir wirklich mal Wrestling anschaust über die Jahrzehnte, was da alles obergekommen ist. Sachen, die sich erst mal anhören wie der letzte Quatsch, die dann aber trotzdem funktionieren. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Möglichkeiten anzukommen, Und viele versuchen einfach nur so bestmöglich im Ring zu sein. Nein, versucht das bestmögliche Overall-Paket zu sein. Versuch, Promo-Fähigkeiten zu haben. Versuch, eine Aura zu entwickeln. Versuch, besonderen Entrance zu haben. Sei nicht nur gut im Ring. Versuch, mit den Zuschauern zu interagieren. Dann wird man komplett und dann kann man auch sehr schnell auf viele Cards kommen. speaker-0: Alex, was war deine interessanteste Reise in Sachen Wrestling, die du je gemacht hast? Was würdest du antworten? speaker-1: muss ich jetzt tatsächlich mal überlegen, bevor ich da so aus der Hüfte rausschließe. Es ist wirklich sehr schwierig, weil viele Reisen wirklich was Besonderes sind und einen Roadtrip-Character haben. Ich glaube nicht, dass ich jetzt wirklich die besondere Reise da rausfiltern kann. Es ist für mich immer interessant zu sehen, dass das Wrestling in den verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedlich ist und natürlich halt auch im europäischen Ausland unterschiedlich ist. Keine Ahnung, von Kindern in England mit aufblasbaren Gummihammern verprügelt zu werden, war eine sehr interessante Erfahrung. Genauso wie Oldschool Catch beim Prater Westling zu erleben. Jede Reise hat so seinen eigenen Charme und was Besonderes und jede Show. hat auch seine Eigenheiten und was Besonderes und das muss auch so sein. Also ich gehe an eine kleine Show vor 50 bis 100 Zuschauer genauso ran wie vor 600, 700 Zuschauer. Das sind Zuschauer, die haben bezahlt und ich versuche halt mein Bestes zu geben und halt vollen Einsatz zu zeigen. Aber da jetzt wirklich eine besondere Reise rauszuheben fällt mir schwer. Kann ich glaube ich nicht. Es gibt ganz viele besondere Momente, die alle bei mir im Herzen verwahrt sind. speaker-0: Schwere Frage als nächstes. Was aus dem Wrestling, Alex, hast du ins echte Leben mitgenommen, wo du wirklich gesagt hast, das hast du vielleicht durchs Wrestling erst gelernt oder bist darin besser geworden? Gibt es irgendwas? speaker-1: Ja, schwierig. Ich bin da glaube ich schon bisschen komplex. Ich bin schon auf viele Arten sehr schüchtern. Das mag man sich gar nicht so vorstellen tatsächlich. Und trotzdem habe ich in meinem Leben immer wieder Rollen gehabt, wo ich dann doch irgendwelche Reden halten durfte und konnte. ich weiß nicht, ich habe halt diese Angst vor Publikum aufzutreten doch sehr sehr schnell abgelegt. Also da hat mir Wrestling schon sehr sehr geholfen. Ansonsten hat mir halt viel Wrestling auch über Kameradschaft und Zusammenhalt. gelehrt und gezeigt und halt auch Werte vermittelt, nach denen ich versuche dann zu leben. Ja, also das würde ich jetzt nennen an der Stelle. speaker-0: Bist du schon mal disrespected worden? Alex hat dir schon mal einer gesagt, bei einer Show ist mir scheißegal, was du sagst, wir machen das so wie ich das sag. Al, Al... Nee, passt nicht. Okay. Das heißt, dir ist noch keiner blöd gekommen und hat gesagt, was willst du denn? speaker-1: Ähm, nee. wirklich meistens, in aller meisten Fällen ist das Vertrauen halt einfach auch schon so groß da. Mittlerweile bin ich ja schon in dem Punkt, dass mir irgendwelche jungen Westerner zugeordnet werden. Die sind ja froh, dass sie mit mir was machen können. Das freut mich natürlich auch. Es gab mal einen Ex-WWEler, der enorm schwierig war im Calling. Der vielleicht auch gar nichts damit anfangen konnte, wer ich bin, was ich da mache. warum ich da jetzt so forsch beim Calling mit dabei stehe und Ideen einbringe, der kannte mich halt schlichtweg nicht. Das ist ja auch völlig in Ordnung. Also das war schwierig, schwierig. Und wirklich so die einzige Erfahrung, Richtung. Aber auch der hat dann später gesagt, ja gut Job und so. ja, das ist mir tatsächlich einmal passiert. der hat es auch mit den anderen gehabt. Also der war generell nicht so einfach und der Name wird hier auch nicht genannt. speaker-0: Hätte ich auch nicht gefragt, warum soll ich das jetzt tun, Alex? speaker-1: Alles gut, alles gut. speaker-0: Von Profi zu Profi. Alex, du hast jetzt eben schon gesagt, du hast das ein oder andere rum. Und ich habe oft in diesen Interviews mit Leuten hier gesprochen, stand jetzt Wrestling. Was müsste man dafür tun, dass das vielleicht auch mehr Aufmerksamkeit oder Verbabel bekommt? Und nicht nur, wie ich schon letztes Mal gesagt habe, so ein bisschen immer in der eigenen Suppe gekocht wird. Hast du eine Schwieriges Thema. Ja. speaker-1: Aber die sind halt sehr, sehr gefährlich halt auch. Also was mir am Wrestling sehr missfällt, ist dieses sehr oft vorgenommene Buddybooking. Bucht du uns, wir buchen euch. Das ist, ich, immer ein schlechter Ansatz, weil in jeder Rolle auf deiner Show solltest du die bestmögliche Person haben und nicht der, mit dem du am bestmöglichsten kannst oder vielleicht befreundet bist. Auch dass dann halt viele Rollen dann halt einfach so einfach vergeben werden, damit man die Leute irgendwie unterkriegt. Wie gesagt, Ring-Sprecher oft ein Beispiel, Ring-Richter, Manager, wo man halt einfach sagt, okay, da haben wir noch jemanden, dem geben wir einfach mal die Rolle, kostet dann halt auch nichts. Das sind halt schlechte Ansätze. Dann halt auch der Punkt, dass die allermeisten Promoter der Meinung sind, nur sie haben die Ahnung und nur sie wissen, wo es langgeht. Das führt halt dazu, dass nur zusammen als Beid sehr schwierig ist, wenn dann halt irgendwelche Alphatiere. aufeinandertreffen. Der Grundgedanke wäre super einfach. Du hast viele tolle Köpfe im deutschen Westling mit vielen unterschiedlichen Stärken. Tut euch zusammen, macht eine Liga. Das wäre der der einfachste Ansatz, aber ich glaube es wird einfach nicht passieren. Da bin ich jetzt vielleicht nach so vielen Jahren auch desillusioniert. speaker-0: Das heißt, du meinst dann auch deutschlandweit dann mit diesem Kader quasi aufzutreten, dass man quasi die Kräfte wirklich bündelt. Das habe ich richtig verstanden. speaker-1: Ich weiß nicht, ob es deutschlandweit sein muss, aber du brauchst jetzt nicht in Bayern sechs Promotions, wie es aktuell der Fall ist. So, das ist halt der Punkt. meine, deutschlandweit zu touren ist sowieso enorm schwierig, weil du ja gar nicht so vor Ort so werben kannst, außer du hast halt vielleicht noch den Markennamen wie die WXW, aber auch die werden sich in neuen Städten immer schwer tun und dann halt durch den Gewöhneffekt, das Wiederkommen halt ihre Zuschauerzahlen wachsen lassen. Aber zum Beispiel, du jetzt so ein riesiges Flächenbundesland wie Bayern nimmst, ja, warum muss es da sechs Promotions geben? Warum kannst du da nicht ein, zwei richtig, richtig gute geben? Jeder, der Kontakte zur Presse haben kann. Also, du könntest da so viele Synergien ziehen, aber oft wollen halt die Leute einfach der Kopf von irgendetwas sein und nicht sagen, ja, ich arbeite halt hier einer guten Sache zu, sondern ich will halt hier der Häuptling sein und kein Indianer. Ich glaube, das ist ein Problem im deutschen Wrestling, ja. speaker-0: Du könntest ja auch denken, dass jetzt Leute denken, wir nehmen so was wie von Manu und Mike Ebersketch damit rein. Aber da muss man ja wirklich sagen, da steckt so viel Expertise hinter, dass wenn die beiden Leute Wrestling zusammen promoten wollen, dann brauchen wir nicht darüber sprechen. Und jetzt frage ich dich nämlich was, der Ansatz von Manu und von Mike war ja auch bei den Shows bis jetzt, dass das wirklich auch den Look hat. Dass es Wrestling so verkauft, dass es professionell aussieht. ich glaube auch, dieser Ansatz, den finde ich sehr, wichtig. Du hast erst im Interview schon darüber gesprochen, was für einen Wrestler wichtig ist, sich zu verkaufen. Und ich finde, eine Produktion, die on point ist für die Möglichkeiten, die man hat. Und was ich gesehen habe bis jetzt von Ebersketch, finde ich beeindruckend, ehrlich gesagt. speaker-1: Ebersketch auch zum Beispiel frei von jedem Buddybooking, sondern die sagen, okay, wir haben Matchanzahl X, dafür brauchen wir folgende Wrestler und dann nehmen die sich. Und nicht hier mit, ich kann mit dem und dem gut. Sie brauchen Manager, dankenswerterweise haben sie mich genommen, freue ich mich. Die Halle, unglaublich schön. Also wirklich eine richtig tolle Halle, die natürlich dann aber auch entsprechend Geld kostet, das ist klar. Das hat nicht jeder und will nicht jeder investieren. Aber klar nimmt das natürlich schon vielleicht auch was von dem Schmuddeligen weg, was manche mit dem Wrestling noch assoziieren. Und es ist natürlich eine ganz andere Produktion. Das Auge ist mit. Also auch für die Wrestler ist das natürlich klasse, wenn man fotografiert wird. Bei der Ring-Action in so einer tollen Halle ist das doch für den eigenen Marktwert und die eigene Präsentation auf Social Media ja auch so viel wertvoller, als wenn du ein Bild machst von einer tollen Aktion und hinten dran steht's Handballtor oder der Basketballkorb, umgeklappt ist. Und ja, da... kann man wirklich noch viel, viel machen. Es gibt Hallen in deutschen Wrestling, die sind unfassbar räudig und ja, das Auge ist mit und auch da hat man sicherlich Verbesserungspotenzial. speaker-0: Finde ich ein sehr spannender Ansatz. Wir hatten das Thema ja auch, Sporthallen-Wrestling. Wo man dann auch gucken muss, veranstaltet man nicht oder macht man Sporthallen-Wrestling, wurde ja hier schon sehr oft gesagt. Alex, wenn du sagst, du hast eine Sporthalle, dann musst du die wenigsten so aussehen lassen, dass es keine Sporthalle ist. Das passiert ja auch. speaker-1: Sporthalle ist nicht Sporthalle, genau, richtig. Aber halt wie gesagt, dann bauen wir eine schöne Bühne. Und auch Sporthallen gibt es, die fertige Bühnen haben. Schaut, dass es gut aussieht im Rahmen der Möglichkeiten. Schaut, dass du eine gute Anlage hast. Natürlich, das kostet alles Geld, aber halt, auch eine Sporthalle kann ganz gut aussehen. Aber halt, ja, wenn wie gesagt, dass das ominöse Handballtor noch aufgebaut ist im Hintergrund ist oder der Basketballkorb zu sehen ist, das finde ich halt. Das sieht halt total komisch aus. Das sieht halt wirklich aus wie ein paar Freunde, die Schulsport zusammen machen. Hartes Urteil, ich weiß. speaker-0: oder sich nachts in die Halle schleichen und bisschen abcatchen. Manchmal sogar leider wirklich. Aber das ist ein anderes Thema, glaube ich. Wir haben gerade drüber gesprochen, auch wie du angefangen hast und wie du sicherlich auch angefeindet wurdest. Und wenn du jetzt siehst den Weg, den du gegangen bist und jetzt auch siehst da, wo du jetzt stehst. Wir haben erst schon drüber gesprochen, dass du auch gesagt hast, manche Sachen machen dich stolz, aber macht dich das schon stolz, dass du so lange in Wrestling Deutschland funktionierst? Alex speaker-1: Ja, ich bin da schon durchaus stolz drauf. Man muss halt immer auch überlegen, ich herkomme. Als absoluter Westing-Fan war es für mich mal ein Traum, mal Teil von diesem Business zu sein. Irgendwie überhaupt mal bei einer Show auftreten zu dürfen. Bei COW habe ich mir eine eigene Bühne gebaut. Das kann man jetzt dann vielleicht als mit ganz so Beeindruckend ansehen, weil da hätte ich mich ja, hätte ich ja jeden buchen können, aber das mich dann halt ganz viele andere Promoter dazugenommen haben. und mir die Chance gegeben haben und die Bühne gegeben haben und dann halt auch oft die ganz, ganz wichtigen Storys gegeben haben. Ja, das macht mich stolz. Das ist mehr als ich je erwartet hätte und es geht auch schon viel länger als ich je erwartet hätte. Und ja, da bin ich durchaus stolz drauf und bin sehr, sehr, sehr dankbar, dass ich da in meiner Leidenschaft so viel Tolles erleben durfte. speaker-0: Was ist der stolzeste Moment, wenn man dich wirklich jetzt fragen würde all das was du im Wrestling erlebt hast? Wo bist du wirklich so stolz rausgegangen, dass du das jetzt nennen würdest? Was ist dein stolzester Moment, den du erleben durftest im Wrestling? Sei es eine Reaktion, sei es ein Match, was ist das für dich? speaker-1: Ja auch da, wenn ich da rum eier tut mir das leid. Es sind so viele Momente, dass ich da gar keinen richtig rauspicken kann. Also es gibt einzelne Matches, die von der Reaktion her so überragend war, dass sie rausstechen. Dass ich auf dem Schützenplatz auftreten durfte, das war sicherlich ein sehr sehr stolzer Moment. Aber genauso stolz war es halt wie Aaron Insane mich als erster Promoter gefragt hat, du möchtest du bei uns mal auftreten. Das was du bei CoW machst ist ganz unterhaltsam. Also da gibt es so viele Momente. die ich erleben durfte und die Wertigkeit, die wechselt ja auch mal. Manchmal hast du diesen Moment im Kopf, dann kommt ein anderer rein. Oder auch, dass eine GWP mit all ihrer Tradition mir diese wichtigen Rollen anvertraut. Das sind schon die Stolzmomente tatsächlich. Und halt auch die Reaktion der Zuschauer zu kriegen. Das zu erleben, vielleicht auch in einer fremden Stadt, in einer fremden Region zu sein, noch nie da gewesen zu sein und meine Musik spielten die Leute bunt mich aus. Das sind die Momente. speaker-0: Alex, wir haben früher auch in den Interviews oft über Moonsault gesprochen und ich bin fast stolz darauf, dass der Griese von Moonsault eine Frage gestellt hat, die ich doch bitte in jedem Interview stellen soll. Wenn du jetzt Leute exposen oder loben könntest, nämlich zum Beispiel mit der Frage, die jetzt an dich kommt von Griese, wer ernährt sich denn sehr gut in deinem Wrestling-Unfeld, wenn du so unterwegs bist und wer ernährt sich vielleicht eher schlecht als recht? Wen würdest du dann nennen, Alex? speaker-1: Ja, erstens würde ich auch mal bei Moonsault den Bogen spannen. Auch da habe ich früher das meiste Fett wegbekommen und jetzt war ich die letzten drei Jahre Europaskimmick des Jahres, was für mich auch total surreal ist, weil das bin ich ganz sicher nicht, aber trotzdem ist die Auszeichnung da. Danke dafür. Wer sich am schlechtesten auf Reisen ernährt, ja, das bin natürlich ich. Das ist ja ganz klar. Das war auch immer so Kontrast. Ich war viel mit Blackwell unterwegs, Luxemburger Catcher von COW, aber halt auch bei Kult und Fightback viel unterwegs. und hier Körper und Aussehen von jungen Gott schon beleidigend aussehen, aber wir fahren halt los, ich halt einen Burger King an und er hat halt seine fertig präparierte Tupperware dabei mit gesunden Sachen und da zeigt sich halt der Unterschied, ja. Also ich hab sicherlich nicht wie ein Wrestler gelebt, der ich aber auch nicht bin und eigentlich ist es dreist, dass ich mit dem Körperbau und dem ungesunden Verhalten so viel Aufmerksamkeit bekommen habe. speaker-0: Ist ne Alex Ronda Ernährung auf Tour. Jetzt kommt Butter bei den Fischen. speaker-1: Naja, ich weiß ja theoretisch, wie es geht, aber rein praktisch bin ich halt extrem faul in vielen Bereichen in meinem Leben. speaker-0: fastfood, mein Lieber, gibt es sowas wie fastfood auf deinen Touren? speaker-1: Ja, natürlich gibt es das. Und dann oft versuche ich dann, Fastfood so zu essen, dass ich mir noch einrede. Das ist irgendwo okay. Dann geht's mal halt zum Subway und da bestelle ich mir halt den Salat zusammengestellt. Selbst beim Burger King kannst du dir einen Salat zusammenstellen nach allen Regeln der Kunst. Und trotzdem ist es dann oft wieder die fettige Pizza nach der Show. Also ich könnte mich gesünder ernähren. Es gab sicherlich auch Phasen in meinem Wirken, wo ich schlanker war, wie ich jetzt bin. Das ist halt eben tatsächlich so. Und ich kann das sicherlich nicht nur aufs Alter schieben, aber ja, ich wünschte, ich hätte die Disziplin, mich so gesund zu ernähren, wie viele der Sportler. Also wenn ich so einen Hector sehe oder so einen Maxberg sehe, wie gesund die sich ernähren und was für Körperbauer die haben, da bin ich natürlich schon eifersüchtig. Aber andererseits, wenn ich jetzt hier ein muskulierter Adonis wäre, wird mein ganzes Gimmick gar nicht mehr funktionieren. Auch der Meinung bin ich übrigens. So red ich mir das auch schon mit dem Fast-Foot. speaker-0: Aber das ist ja Quatsch, dann bist du ja noch auf einer Stufe besser als alle anderen. Also das ist Quatsch Herr Wanderer, das muss ich Ihnen ehrlich sagen. speaker-1: Ich mache mich ja wirklich viel zum Affen, ne? Und wenn jemand exorbitant gut aussehen würde und sich zum Affen macht, ich finde das passt nicht zusammen. speaker-0: Ex-Avatar gut aufsehen bei dir, das ist ja sowieso schwierig, das wissen wir ja beide. Du speaker-1: Ja, ich sag ja aber... speaker-0: hast auch Gesicht, Alex, und das ist das größte Kompliment für einen Heal-Manager, was man machen kann. Du hast das Gesicht, wo man wirklich denkt, wenn du anfängst zu reden, möchte man einfach am liebsten in die Schnauze hauen, damit du den Mund hältst. Und ich glaube, ist beste Kompliment, was du einem Heal-Manager machen kannst. speaker-1: Das sagen mir auch dann Schützlinge oder Gegner. Danach im Match ist immer aber halt wirklich mit Ehrfurcht gemeint. Das Schöne ist, dass ich das ja auch für mein Gimmick nutze. Also ich bin halt irgendwelche Leute dann auf mich eingehen und irgendwas an mir und meinem Aussehen dann halt bemängeln. Dann entgegne ich natürlich schon ganz locker zurück und sag, hey Leute, ich bin mir meiner Wirkung auf Frauen durchaus bewusst. Also natürlich was dann noch absurder macht, also die Sprüche hau ich ja dann schon rein und ja. Es ist wie es ist, ja. Ich erschrecke immer selbst, wenn ich Bilder von mir danach sehe und meine Gesichter dabei sehe und denke, wann zur Hölle habe ich denn so geschaut und warum und denke nur, Gott, wie affig ist das und finde es aber dann doch auch wieder sehr lustig. speaker-0: Ich kann dir erstmal Danke sagen, Alex, dass du das hier wieder möglich gemacht hast. Und ich glaube, du kommst bestimmt demnächst nochmal wieder. Weil du hast immer Sachen zu erzählen, wo, glaube ich, Leute zuhören, die auch sagen, der hat eine Meise. Der ist ja wirklich so verrückt. Aber ich glaube halt ganz ehrlich, bei dir gerade auch dieses Gimmick, was du verkörperst. Wenn ich dich das fragen darf, wie viel Alex ist in Alex Wonder? speaker-1: Ja, also ich sag mal, ein kleines Großmal war ich schon immer. Sicherlich im Ansatz nicht so wie dieser Character und im Privaten sind mir viele Dinge wie Respekt und Verbindlichkeit auch sehr wichtig, aber eine große Klappe hatte ich tatsächlich schon immer und ich glaube, ist mir für dieses Gimmick auch ein bisschen zugute gekommen. speaker-0: Warst du klasse und speaker-1: R-Klassen Clown als Klassensprecher, ja, tatsächlich. Also ich war schon immer bisschen verhaltensauffällig. Ich hab schon in manchen Dingen immer Mittelpunkt gestanden. Ich war auch mal Gesamtjugend und Auszubildenden Vertreter von einer großen Warenhauskette tatsächlich. Auch das ist ja eher auf Auftreten und Rhetorik zurückzuführen. Also ja, ich hatte schon auch immer wieder Phasen, wo ich sehr Mittelpunkt stand und habe trotzdem auch dann groteskerweise Phasen im Leben, wo ich enorm schüchtern bin, auch fremden Menschen gegenüber, die ich nicht kenne. Da bin ich wirklich krass zurückgehalten. Also ja, Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Macht das Sinn? Schön. speaker-0: Ja, und da hätte ich eine letzte Frage. Ich habe dich erst gefragt, wie Wrestling dich auch verändert hat, aber wenn ich dich jetzt fragen würde, wie hat sich dein Leben auch verändert, durch das du dann aktiv im Wrestling dabei warst? Wie würdest du das zusammenfassen? Positiv wie negativ? speaker-1: Das ist schon sehr, schwierig. Man verliert viel im privaten Bereich, also tatsächlich. Freunde, mit denen man viel, viel, viel zu tun hatte, hat man heutzutage leider sehr wenig. auch bis zum Verlieren. es ist auch so Familienfeiern fallen oft weg oder vielleicht wichtige Termine von Freund und Verwandten, wo du einfach nicht teilnehmen kannst. Auch mit der Freundin halt klar zu machen, wie viel Auftritte man machen kann, ohne dass man sich in der Beziehung verliert, das ist ein sehr, schwieriger Spagat. Also das halte ich schon alles für die sehr, negativen Seiten. Positiv sind halt die Momente, die man macht, die man erlebt, die Erfahrung, die man macht, dass sich halt in der Geschichte, wo ich jahrzehntelang einfach ein totaler Fan war, jetzt auf kleinster Spurenelementbasis selbst meine eigenen Fußabdrücke hinterlassen durfte. Das macht mich natürlich schon sehr, dankbar. Ich lerne super viele tolle Menschen kennen. Leute, die ich früher aus dem Fernsehen kannte, Leute, die ich früher als Fan bei deutschen Shows angefeuert hab. Also man lernt sehr, sehr viel interessante Menschen kennen und Wir haben halt auch eine Verantwortung und dürfen Zuschauern schöne Momente ermöglichen. Entschuldigung, also ich werde gerade sehr Gedanken verloren und emotional. Aber ja, das sind so die ganz positiven Sachen, die man mitnehmen kann. Und ich habe halt jetzt die Situation, man hat meinen Namen mal gehört. Das ist für mich auch schon sehr ehrenvoll. Ich durfte diese Manager-Niche in Deutschland vielleicht ein Stück weit mit etablieren und vielleicht auch anderen Leuten Türen öffnen. Und ich durfte was erleben und hab... in kleinsten Dosen auch irgendwas erreicht. So, das sind so die schönen Momente am Wrestling. Ja, die schönen Sachen. speaker-0: Ist Alex Wanda so arrogant wie Alex oder ist Alex so arrogant wie Alex Wanda? Würdest du das auch sagen, dass das das ist, was auch sehr überspitzt ist an einem Charakter? speaker-1: Nein, also tatsächlich halte ich mich für enorm respektvoll. Völlig egal. Ich rede mit jedem Menschen, der respektvoll und höflich ist, super, super gerne. Aber wenn ich merke, jemand versucht, am Nasenring durch die Manege zu ziehen oder ist mir respektlos gegenüber, dann kann ich schon sehr arrogant auch werden. speaker-0: Auf jeden Fall. Alex, ich sage dir Danke. Die letzten Worte dieses Interviews gebühren immer dem Gast. Das heißt, du darfst den Menschen, die dich mögen, die auch dich hassen, dir darfst du alles jetzt sagen, was du denen sagen möchtest. Vielen Dank, dass du hier warst, Alex. Die Worte gehören jetzt dir. speaker-1: Ja, danke dafür. Also danke, dass ich da sein durfte. Es hat wie immer sehr Spaß gemacht, lieber Tim. Danke an alle Zuschauer, die jetzt noch dran sind nach so vielen Minuten Interviewzeit. Wenn ich ein bisschen lang ausgeschweift bin an dem einen oder anderen Punkt, schon mal sorry dafür. speaker-0: Aber jetzt an Le Wanda ist geil rein, wenn du bis hierhin gehört hast. speaker-1: Hört mein Papa noch mit? Nein, aber Spaß beiseite. Ja, ich danke jedem Einzelnen der Deutsches Westing unterstützt, der zu den Shows geht, der die Leidenschaft unterstützt und auch die Leidenschaft hat. Ich freue mich über jedes Gespräch, das ich haben kann und darf und ja, freue mich auch über die allermeisten von euch auch dann zu sehen und wir sehen uns auch bei den Shows und das ganz bald. Macht's gut! speaker-0: Bis zum nächsten Mal.