speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. speaker-1: Gute Freunde! speaker-0: Moin Moin und herzlich willkommen zu GFD Talk. Mein Name ist Tim, heute Interviewausgabe und heute wird es international. Wir haben den Branchenführer hier. Wir haben den Kommentator, neuen Kommentator von LXT in Deutschland hier. Einen jungen Mann, dem ich auch das ein oder andere schon im Wrestling gemacht habe. Wir werden sicherlich nachher auch über KaratTV noch so bisschen reden. Aber dieser junge Mann ist hier, hat einen Nachnamen, wie er in Deutschland nicht schöner gemalt sein könnte. ist Nico Schmidt. speaker-1: Ja, hallo zusammen, danke dir. Das sind sehr, sehr liebe Worte und es könnte auch Müller oder Mayer sein, aber am Ende ist es Schmidt geworden. Da ist er schon nicht unrechtlich. speaker-0: Allerwelts Name, aber auf jeden Fall kann Allerwelt stoppen. Wir haben im Vorgespräch schon bisschen gesprochen und ich glaube so ein bisschen den Traum, wenn man schon nicht Wrestler werden wollte, weil Kommentator ist so wie deutscher Nationaltrainer. kann jeder. Ist das ein bisschen surreal, da für dich jetzt zu sitzen auf einmal? speaker-1: Voll. Also wir sitzen ja alle in gleichen Studio. SmackDown, Raw, NXT kommen ja aus den ProSieben Studios. Unter Föhring ProSieben Sat.1 Studios. Und da ist ja dieses riesen WWE-Logo. Man ist ja umgezogen, hat da jetzt so einen riesen Banner. Davor war es noch bisschen schnuppiger, ein bisschen kleiner. Und jedes Mal, du da jetzt sitzt, und es ist jetzt egal, man mein Gesicht da jetzt sieht, NXT ist ja quasi nur Ton. Holger Böschin und ich, wir sind ja quasi wirklich nur Kommentatoren. Aber in diesen stillen Momenten, wo du da so sitzt und immer wieder diese große Weh hinter dir siehst und dann merkst, okay, du bist jetzt hier bei ProSiebenSat1 und das ist hier schon eine andere Nummer. Ja, klar, da kneifst du dich schon mal ein paar Male so. Da denkst du dir jedes Mal, mein Gott, als du damals mit zehn angefangen hast, das zu schauen und jetzt irgendwie fast 20 Jahre später sitzt du da und darfst es selber kommentieren. Ja, das ist nicht greifbar. Also da musst du dich wirklich zwicken, wie man immer so schön sagt. speaker-0: Ich sehe auch immer deine Touren und ich sehe auch immer, was du isst. Das heißt, du hast jetzt schon ein bisschen Rituale aufgebaut. Kann das sein, Nico? Ja, ja, ja. speaker-1: auf die Tür. Ich befinde mich hauptsächlich meistens tatsächlich immer nur im Münchner Hauptbahnhof. Wenn ich dann vor Ort bin, ich schaffe das gar nicht so, weil das Problem bei mir ist, ich bin wohnhaft in Köln und ja, es wäre tatsächlich, das kann ich glaube ich so an der Stelle sagen, für jeden, der in der freien Wirtschaft tätig ist und selbstständig ist, irgendwann ist es ein Missmanagement, wenn man sich da regelmäßig Hotels zieht und regelmäßig mit dem Auto runterfährt, blablabla. Deswegen fahre ich ICE. fahre in der Nacht meistens Donnerstagnachts dann los, bin dann früh morgens da, wir vertonen das Ganze. Da sehe ich nicht viel von Unterföhring und von München, deswegen haue ich mir meistens bei so einer Fleischermarke, Fleischerei des Vertrauens in München mit V, regelmäßig Leberkäsebrötchen rein und keine Ahnung, Brusten braten und Hasse nicht gesehen. naja, meiner Figur hat es die letzten Monate jetzt auch nicht gutgetan. speaker-0: Aber kann man weiterempfehlen, wenn man mal München speaker-1: Absolut, also ich mein klar, ist natürlich was anderes als wenn du jetzt ein großes richtig geiles Brauhaus hast, wenn du dich da auskennst, dann gehst natürlich in deine Stammläden, aber immer so auf einen kurzen Snack auf der Hand oder so, falls du direkt wieder in den nächsten ICE musst, dann können die was, auf jeden Fall. speaker-0: Gerade die erste Zugfahrt dahin, du wusstest, musst gleich das erste Mal Wrestling vertonen fürs deutsche TV. Völlig voll. speaker-1: Ich hab mir so in die Hose geschissen. for real. glaub, das kann, glaub ich, jeder nachvollziehen, der mal einen wichtigen Jobwechsel hatte, keine Ahnung. Heiraten, was auch immer. Standesamttermin vielleicht weniger, aber wenn es jetzt heutzutage die kirchliche oder die freie Trauerung ist, sucht's euch aus. So ein ähnliches Gefühl ist das halt, weil du immer noch nicht glauben kannst, dass du's grade machst, dass du auf dem Weg dahin bist. Du denkst immer noch irgendwo ... passiert was, die lassen mich nicht rein, die Ausweiskarte ist nicht richtig, die sagen sorry wir haben uns vertan, wir wollen doch den anderen haben aus dem Casting oder aber einfach so dieses dieses normale Lampenfieber, dass du dir halt denkst so ich muss da jetzt dann gleich auch mal performen. speaker-0: Man muss dazu sagen, die anderen, die da waren, hatten, glaube ich, manche, hatten einen Vorteil zu dir. Die haben schon des Öfteren, also regulär Wrestling kommentiert. Bei dir war das ja eher nicht so, oder? speaker-1: Ja, voll. klar, meine, über den anderen Kollegen, sehr geschätzten Kollegen müssen wir glaube ich nicht diskutieren. Der hat sich mittlerweile als eine der Stimmen im deutschen Independent Wrestling herausgearbeitet. Tobi Enke ist ja auch bei der GWF aktiv, wieder unser Smackdown-Kommentator. Ja, natürlich waren da noch andere Namen dabei, die da was das angeht, mehr Erfahrung haben. Oder hatten. Gut, jetzt kann ich ja auch aus meiner Vita sagen, ich bin ja jetzt kein Quereinsteiger in dem Sinne. Ich arbeite seit jetzt bald auch zehn Jahren fürs Radio. ich weiß schon durchaus ein bisschen, wie man in so einem Mikrofon quatscht. Und ich meine, du hast es vorhin auch selber mal angesprochen, Karat TV haben wir auch vor Jahren gemacht. Also irgendwie so bisschen bei WXW. Das sind so Sachen, die hat man mal vielleicht vor Jahren gemacht. Und das ist so ein bisschen wie Fahrradfahren. In Zweifel verliert man es nicht. oder Autofahren, aber man muss sich halt schon noch bisschen daran erinnern, okay, was sind so die Stellschrauben, welchen Gang muss ich da jetzt reinsetzen, hier ein bisschen mehr Gas oder doch wieder auf der Bremse, ⁓ jetzt mal mit dem Motorsportvergleich in Synonym oder Autofahren zu bleiben. nee, also ich will jetzt nicht sagen, ich war jetzt der krasse Underdog oder so, aber ich glaube auch, ich sage mal so, es wäre auch okay gewesen, wenn man am Ende nur eine Person genommen hätte. Also als der Anruf kam, dass ich's geworden bin, hab ich halt felsenfest damit gerechnet, dass der Anruf halt losgeht mit Hey Nico, du war ein super Tag, wir hatten sehr viel Spaß, aber das aber kam halt nicht. speaker-0: Ja, man muss dazu sagen, du bist von einem Mikrofon mit einem aufgeklebten, sehr schlecht aufgeklebten W-Logo jetzt zu einem WWE-Mikrofon gekommen. Aber ich sag mal so, wenn man den Gerüchten glauben soll, dann waren da auch Leute mit wesentlich mehr Reichweite als du es hast, die quasi vielleicht einen ganz anderen Aspekt vielleicht nochmal in die Geschichte reingebracht werden. Bist du schon stolz, dich da durchgesetzt zu haben? speaker-1: Ja, stolz, mit dem gewissen Understatement. Ich finde, das ist ja auch immer wichtig. Man soll sich selber nicht kleinreden. meine, mir und Holger beim NXT-Kommentieren vielleicht in den letzten Monaten mal zugehört hat, der weiß, dass wir immer auch sagen, man soll für sich selbst einstehen. Und ich finde, das kann man auch machen. glaube, letztendlich, irgendwas muss ich ja richtig gemacht haben. Sonst hätte ich die Randredaktion nicht von mir überzeugt. wenn die mir kein Vertrauen schenken. Das kann man, glaube ich, einfach guten Gewissens sagen. Aber klar, wenn man da zum Beispiel mit einem der größten deutschen Wrestling-Podcaster spricht und sitzt, der jetzt nicht zufällig Tim Petroffi ist, sondern Tobi Henke, dann denkst du da auch an der Stelle, hui, Heidewitzka, habe ich da überhaupt eine Chance? Ja, und waren halt noch ein, zwei andere Personen da, die halt auch bekannter sind vielleicht. Klar. Aber ich glaube, am Ende ist es bisschen Vertrauen in dem, was man macht, Vertrauen in sich selbst und einfach Prise, ja, wie sage ich jetzt, also nicht Arroganz. Also das ist das Gegenteil von Arroganz. Selbstbewusstsein. Ja, selbstbewusstsein. Zielstapeln, sagen wir es mal so. Also ich glaube, das sehe ich gerade, bei voll vielen jungen anderen Kollegen, gerade wenn ich so an meinen Radiojob denke oder so. Ich bin jetzt gar nicht alt, bin ja selber erst 29, aber man weiß ja, wie das so ist, gerade wenn du aus dem Studium rauskommst oder so frisch irgendwo angefangen hast, du denkst sofort heutzutage als Influencer, was auch immer, sowieso, immer mehr, du bist es, du bist die große Nummer. Und da würde ich halt sagen, einfach ein bisschen Understatement. Und das jetzt gar nicht bezogen auf irgendeine Person, die mit mir da im Casting war, ganz im Gegenteil, diese Person ist unfassbar lieb und richtig, richtig cool gewesen, möchte ich an der Stelle sagen. Aber so generell einfach. Manchmal hilft es auch einfach mal, sich bisschen auf die alte Spule zurückzubeziehen. Und ich glaube, wenn du einfach zu allen immer freundlich bist, nett bist, du kennst noch die Worte, bitte und Dankeschön, dann ist das schon auch etwas, was dich auch weitbringen kann im Leben. speaker-0: hast gesagt, hast als 10-Jähriger ungefähr angefangen, Wrestling zu gucken. Hab ich das richtig verstanden? Was waren deine ersten Berührungspunkte mit der deutschen Schräg-schräg-europäischen Wrestling-Szene? speaker-1: Ja genau, richtig. ⁓ okay. Das müsste 2010 gewesen sein. Sommer. war der Tag, an dem Deutschland gegen Argentinien spielte bei der Fußballweltmeisterschaft 2010. Dieses 4-0. Klose Doppelpack Maradona nach Hause geschickt. Da gab es eine super, super schwitzige, heiße Veranstaltung in der Turbinhalle Oberhausen. WXW. glaube, war Dead End. Damals wurde Dead End noch im Sommer gemacht. Da könnt ihr ja mal checken, wir richtig liegen. Ein Kumpel von mir, der meinte, ey, hast du Bock, ich will mal Wrestling ausschauen, weil wir, es ist immer der gleiche Kumpel, Tobi. Tobi und ich, fahren immer zu allen WWE-Events als Fans, hast du nicht gesehen, sonst wohin? Und der hat damals schon gesagt, ey, ich in Oberhausen, einfach halt von uns aus, Gelsenkirchen, das ist mein Heimatort, 10 Minuten, 20 Minuten mit der Bahn. Lass da mal hinfahren zum Zentrum, lass da mal checken, was da geht. ich so, ja, was ist doch Fußball? ist doch Deutschland gegen Argentinien. Blablub, Ende vom Lied ist, wir waren da in dieser Halle. Christian Jacobi hat glaube ich selber höchstpersönlich noch Würstchen auf den Grill gelegt für die 200 Fans, die in dieser Halle waren. Wir hatten Brian Danielson, hatten Doug Williams, Zack Zaver Jr. Und sicherlich noch zwei, drei andere Größen in so einem Round-Robin-Turnier. Passt. Ja, also leider fürs Wrestling hat es sich gelohnt an dem Tag dahin zu kommen. Fußball hat es noch bisschen mehr gemacht. Aber das war so die erste richtige Erinnerung an deutsches oder an independent Wrestling in Europa, wie damals an diesem Tag. speaker-0: Du bist ja quasi eingestiegen. Voll. Mit dem Besten, es weltweit und in Europa gibt eigentlich. speaker-1: Voll total und es war natürlich total anders dann zu sehen, eben, ja ich mein klar, wir alle waren dann mal schon mal vorher auf einer WWE Tour irgendwo in Düsseldorf oder in Köln. Du weißt, dass es dann sowieso nochmal abgespeckter ist quasi. Aber da mit diesen 200 Leuten zu stehen und ja, das war dann damals halt noch, sagt man ja heute auch immer noch so, wie es halt früher mal war. Die standen da wirklich alle am Ring. Das hatte nicht nur Karatschee-Ling, weil dieses ominöse drei Tage lang wurde nicht geduscht, da wurde halt an dem Tag selbst auch schon nicht getuscht. Genau, Fans an die Leute. Das passte einfach. Das war eine dunkle. Turbinhalle oder Steffi, was auch immer. Es roch nach Schweiß. Es waren die alten Matten. Es war dieser alte Ringgeruch. Jeder, der das mal früher erlebt hat, das hoffentlich jetzt vielleicht, wenn ich das gerade sage, wieder in der Nase oder vor Augen kann sich das vorstellen. Das war schon unfassbar geil. Und das hat sich dann über Jahre halt hin so weggezogen. Ich erinnere mich an so ein Match zwischen Masada und der war es noch. Ach, auf jeden Fall, es wurde ein Gerüst aufgebaut. Es wurde ein Jägermeister getrunken und am Ende flog einer, glaube ich, dreimal von so einem Klettergerüst, von so einem Stahlgerüst durch den Tisch. Ach du Scheiße. Ach du Scheiße. Ja, also ich habe auch die ganz alten Zeiten, also naja, nicht die ganz alten, alten Zeiten von WXW erlebt, aber auch die etwas härteren. Sagen wir es mal so. speaker-0: Was hat dich zum Wrestling hingezogen? Was waren die Leute, warum du da gerne hingegangen bist? speaker-1: Jetzt im europäischen oder generell Im europäischen Bereich. Also ich glaube, ich könnte jetzt ein unfassbarer Klugscheißer sein und sagen, habe ich schon vor 20 Jahren, vor 10 Jahren habe ich das schon gerochen, so ein Big Daddy irgendwann mal WWE World Champion werden würde. Also weiter respektive Gunther. Aber auch... speaker-0: Wir Eurofrieschenbereich, jetzt wurde... speaker-1: den damals schon zu sehen, wir kennen ja die Bilder. Mein Gott, Walter sah früher anders aus. Der war halt ein bisschen chubby und der war halt einfach breiter, aber der ist halt damals schon ähnlich, wie wenn ich jetzt an NXT denke, so ein Mason Rook, da schon durch den Ring geflogen und hat die alle platt gemacht. Und wenn man sich anschaut, wie der Mann heute aussieht, physisch, athletisch, aber dann auch nochmal mit einem anderen Moveset. Also das war trotzdem vor 10, 15 Jahren. Nicht weniger, aber Eindruck. Ich glaube, auch wenn ich ihn damals knapp verpasst habe, das ist, ⁓ Gott, ich muss die Geschichte erzählen, sonst wird sich mein Kumpel aufregen, dass ich sie nicht erzähle. Claudio Cesaro. Wir hatten damals die Möglichkeit, ihn einmal zu sehen. Und es müsste auch, es müsste ein Match gegen Deiske gewesen sein. Ich will nicht lügen, aber ich glaube, es gab mal Claudio Castagnoli gegen Deiske im Main Event. Und Heilige Scheiße. Wir haben uns sehr, sehr drauf gefreut. müsste auch, wie gesagt, kurz vor dem Abgang, ja, das müsste passen. Kurz vor seinem Abgang zur WWE ist er noch mal da hingekommen. Wir haben uns alle gefreut, haben gesagt, das müssen wir sehen, das müssen wir sehen. Und ich hatte an dem Tag so scheiße Hunger. Ich hatte so scheiße Hunger und ich habe den ganzen Tag nichts gegessen und ich habe es nicht mehr ausgehalten. Ich bin vor dem scheiß Main Event, habe ich die Halle verlassen, ⁓ mir einen Big Mac zu kaufen beim Goldenen ⁓ Und ich bin natürlich nicht mehr reingelassen worden. Das heißt, ich habe 40 Minuten vor der Halle verbracht, habe ein Big Mac Menü gefressen. ⁓ Gott! Während mein Kumpel... die Zeit seines Lebens hatte, weil er gesehen hat, wie Claudio Castagnoli und Dice Isekimoto sich auf die Presse gehauen haben. Und kam danach raus und guckte mich dann an und sagte, was ist verkehrt mit dir? ich so, Bro, ich weiß es nicht. Aber so, ich weiß es nicht, hatte halt noch mein Big Mac-Kalb im Maul. speaker-0: Du hattest schon Big Mac, aber ob das wert war, weiß ich nicht. speaker-1: Ich glaube nicht. ist eine der Wrestling-Totsünden, die nehme ich jetzt nicht mehr nur noch für mich ins Grab, die öffne ich quasi in die Welt hinaus. speaker-0: von dir selber diese Geschichte aus erzählst. ist doch schon mal gut, dann brauche ich nicht mehr über misservoll Gesprächen geredet. Da haben wir schon mal was von dir gehört. Wie kam das zustande, dass du dann da reingeraten bist, dass du auch Sachen für WXW gemacht hast? Ich weiß gar nicht. Ich habe dich, glaube ich, mit das erste Mal wahrgenommen auf einem Event in Köln, glaube ich sogar. Wie hieß die Halle? Ich glaube, Klub Bahnhof Ehrenfeld. speaker-1: Ja. Ja, Kruppbahnhof ⁓ speaker-0: Aber ich hab das erste Mal wahrgenommen, genau. speaker-1: Ja, das ist eigentlich relativ easy. ich war ja dann, wie gesagt, nicht bei jeder WXW-Veranstaltung, aber ich war so ein Casual-Poker quasi. Hin und wieder mit meinem Kumpel mal zu einer Veranstaltung gefahren. Dann hatte ich quasi so den Übergang Abi-Studium. Und ich habe halt Journalismus studiert. an der Medienschule. Und die haben uns relativ früh eingetrichtert, hey, wenn ihr im Vergleich zu den anderen Journalismus-Studenten, die jetzt alle gerade an irgendwelchen Universitäten, also richtigen Unis so quasi sitzen, wenn ihr einen Vorteil haben wollt, dann ist es ein Portfolio. Also geht jetzt schon raus, schnappt euch Kameras, geht zu Radiosendern, sammelt jetzt schon Praxiserfahrung, macht so viele Praktika wie möglich, weil die sitzen jetzt noch in den Hörsälen und die kriegen ihre Pflicht Praktika. Weißt du, ihr müsst euch die selbst erarbeiten. Da weiß ich, okay, das heißt, wenn ich Bock hab, mal irgendwas in Richtung Sport zu machen, dann halt ich mal die Augen offen. Und dann hat die WXW wegen WXW Now, was ja 2016 damals neu rauskam, auch so ein Moderatoren-Casting abgehalten. Das hab ich damals irgendwie, ich hab's über deren Facebook-Seite damals gesehen. Dann dacht ich so, ja, gut, ne, muss ich ja mal was trauen. Ja, dann hab ich da mal was hingeschickt und damals dafür zuständig waren dann Christian Jacobi und Dennis Birkendahl. Ja. Und dann wurde ich da eingeladen. Auch da war ich nicht allein. Es waren ein mehrere da. Aber das war dann lustig, weil das waren zum Teil Leute, die man wieder kannte, weil es halt auch andere Fans waren. Da wusste man, ach, hab ich schon mal da gesehen. Irgendwo und hier, da und so. Ja, da wurde ich dann auch. Da habe ich ein paar Übungen gekriegt, habe die dann quasi runtergebetet. Mehr oder weniger gut. Also es war jetzt keine Glanzleistung, aber das muss ich diesen beiden Menschen sehr hoch anerkennen. Die wussten, dann ein 20-Jähriger vor denen steht. Dass da jetzt keine erwachsene Person in diesem Sinn speaker-0: Kein Medienprofi im Endeffekt. speaker-1: Genau, natürlich, weil ich hatte ja erst zwei Semester Journalismus auf dem Buckel. Oder eins, wenn es hochkam. So P mal Daumen. Die wussten das ganz genau und deswegen haben die auch gesagt, hey, selbst wenn du dich jetzt fünfmal verhastelt hast in dem Take, es ist alles cool, weil wir wissen, du konntest den Namen richtig aussprechen. Du hattest irgendwie so ein bisschen Gefühl für, wann mache ich mal eine Pause und die gucke ich mal in die Kamera und, ha, Lächeln nicht vergessen. So Basics, kleine Basics. Die habe ich aber in der Medienschule, ich war. halt dann schon beigebracht bekommen. Und deswegen, und dann waren die halt super locker und haben gesagt, also du hättest dich jetzt hier noch mal fünfmal versprechen können, alles cool. Wir glauben, da ist was irgendwie und jetzt bringen wir dich auf Spur. Das kriegen wir schon hin. Und du weißt ja selbst von uns und ich glaube, das war auch etwas, dieser Strahlkraft WXW in den Jahren damals glaube ich echt gut getan hat, auch zu wissen, egal wie groß WXW dann wurde, zu dem Zeitpunkt, du wusstest, dass dahinter sind einfach immer noch normale Menschen. Die auch einen ganz normalen Job, die alle anderen ja auch in Wrestling Deutschland, das haben wir ja auch nicht vergessen, also der wirklich ganz, ganz große Teil, ja einfach normalen Job nachgehen, unter der Woche zum Teil halt was anderes machen, dann am Wochenende Wrestler, Catcher sind und halt Staffmitglieder, was auch immer, es gibt ja nur eine Handvoll Menschen, zu dem Zeitpunkt war es auch damals so, die ja von der WXW an sich aus eingestellt wurden. Und das war richtig wholesome, das war richtig erdend. speaker-0: Überleg mal die Gräberschmessern, überleg mal, wie die für positive und liebe Menschen sind, ehrlich gesagt. Und wie die auch so bisschen das Konstrukt wegs wie auch immer zusammenhalten. So bisschen. Voll. Dass sie immer nach Hause kommen, wenn man diese Menschen trifft, ehrlich gesagt. speaker-1: Ja! Total! Also ich meine, wir müssen jetzt nicht lügen. Ich war ja jetzt wirklich, habe ich am Vorgespräch auch schon gesagt, das letzte Mal für Wegswege gearbeitet habe ich im Herbst 2020 beim Catch Grand Prix. Und davor war ich noch mal, als halt kurz bevor Corona losging, war ja das Karat, das überschnitt sich ja ⁓ eine Woche. Da wurde ich dann noch mal dankbar eingeladen, weil davor lief das ja schon mehr oder weniger aus. Ich finde es aber trotzdem so cool, dass nach all den Jahren ich mich immer wieder an diese Gesichter zurück erinnere. die da alle damals gearbeitet haben. Und damit meine ich halt nicht nur die Restler, sondern wirklich Staff-Mitarbeiter und haste nicht gesehen. Und mir denke, mein Gott, was war denn das wirklich für tolle, Menschen. Also, mehr ist im Nachgang, so mit denen, mit denen ich da am meisten verbracht habe. Und ich war ja jetzt keiner, der da irgendwie, das muss man auch sagen, herzlichst auf die Leute zugegangen ist. Weil ich war immer noch so bisschen der jüngere Typ, der halt einen heiden Respekt vor den Leuten hat und so. Denke ich mir, mein Gott, was waren die alle offen? Was waren die alle lieb, was waren die alle nett zu einem? Und nicht einfach immer dieses typische, wovor du immer Angst hast, dieses Geschisse aus den 80er, 90er Jahren, egal in welcher Branche, dass da irgendwelche Leute hinkommen und erst mal sagen, ich scheiße dir jetzt hier in die Trainingstasche und du musst dich erst mal beweisen. Klar wird es das sicherlich auch immer mal irgendwo wieder gegeben haben, aber zumindest mir gegenüber nicht und das möchte ich diesen Leuten immer wieder hoch anrechnen. speaker-0: Man hört ja oft, dass Leute, wenn sie irgendwas richtig gut können und vielleicht auch die besten sind, Arschlöcher sind. Zum Beispiel einer wie Tommy Gießen ist genau das Gegenbeispiel. Der ist für mich der beste Ringsprecher in ganz Europa, aber auch einer der nettesten Menschen, die du bei Shows treffen kannst. speaker-1: Total, total. Also das weiß ich noch damals, weil Tommy hat ja bei Shotgun damals immer die ganzen Interviewsegmente backstage quasi geführt. war ja dann die On-Air-Präsenz damals noch mit Fischi ja auch zum Teil. Und ich hab ja auch dann irgendwann viel gefilmt. Und das fand ich, das war auch immer so toll, wenn du irgendwann wusstest, du warst gar nicht mehr On-Air-Charakter, sondern bist dann irgendwann hinter die Kamera gekommen, da war kein Zeitdruck. Da war kein, ⁓ wir das jetzt hier nochmal neu machen und mach doch mal hier und mach doch mal jenes oder so. Klar wurde mal gefragt, sitzt hier noch die Fliege oder kannst du mal richten? Aber ich hatte jetzt hier nicht so ein Paprikwassertier-Moment. Kannst mir mal bitte den Kaffee hier oben rühren? Ich weiß nicht, ob noch einer dieses Meme kennt. Wobei man da ja auch sagen muss, der arme Herr wollte einfach nur nicht sein Hemd besudeln. Das möchte ich ihm auch begut erhalten. Also wie gesagt, Star-Allüren, ob das jetzt bei Tommy war oder bei Verena und all den anderen, nee, ganz und gar nicht. speaker-0: Ich hab gerade drüber nachgedacht, Patrick Wasserzieher war es, Jaja, genau. Dann bin ich auf der richtigen Spur. Es ist ja auch verrückt, wir haben ja schon so bisschen über die ersten Leute auf deiner Karte, aber was dann auch für Leute in der Zeit, wo wir dann auch bei KaratTV zum Beispiel zusammenarbeiten durften, was da geballt an Starpower da war und was wir auch frei machen durften und wirklich auch frei gestalten durften. Da kann man Christian auch nur sehr dankbar sein, weil ich denke immer noch, und ich hab's dir im Vorgespräch auch schon gesagt, sehr, sehr gerne dran zurück, wie du in diese Interviewsituation mit Setscher gegangen bist und er dann einfach irgendwann gegangen ist. Ich glaube halt, für solche Momente und auch für diese Spaßmomente, die dann im Nachhinein auch mit Andi bei der Tag League und so passiert sind, glaube ich, ist ist sowas ganz gut gewesen. Weil ganz ehrlich, wir Bad Bones und Paulonten nebeneinander sitzen am ersten Tag schon mal und wenn man so in was starten kann, dann am Samstag Cody Rhodes. Du hast da neben Matt Riddle gesessen und solchen Leuten. war halt... speaker-1: Und dann mit diesem Mikrofon, was du ansprachst, ich habe ja dann damals, das haben wir ja quasi unter der Hand geregelt von meinem damaligen Arbeitgeber, so ein Diktiermikrofon quasi, ich sage immer Handbuhrke dazu, eigentlich ist es halt ein Diktiergerät, was halt wirklich wie ein Mikrofon aussieht. Da haben wir damals einen Dropschutz noch oben drauf gemacht, diesen Windschutz, und das Logo vom Sender abgeklebt und haben dann so eine, was war das, Moderationskarte, mit BXW Now Logo glaube ich, zurechtgeschnitten. speaker-0: Das war ein bisschen Piraten-Sender Powerpuff. speaker-1: Leute, wirklich alles andere als professionell, aber das hat's ausgemacht. Stimmt schon, ja. speaker-0: Das Verrückte war ja auch noch, Franz war ja eigentlich GWF und hat die Sachen gemacht, war aber bei KaratTV dann bei uns mit dabei. Das war halt eine sehr, sehr verrückte Konstellation. Flöter war dabei, Fischi war dabei, du warst dabei, Eddy war dabei und der Franz war dabei. speaker-1: Genau, das waren wir damals. Ja, das war echt cool. Ich meine, selbst wenn man an dem Wochenende gesagt hätte, so ehrlich kann man ja auch immer sein, Nippo, wir haben jetzt keine großartige Verwendung für dich. Unser Kamerateam ist voll und On Air findet nicht viel statt. Deswegen danke auch an dich quasi, weil du ja offensichtlich was gesehen hast und dir gedacht hast, Mensch, der junge Mann, der kann ja mal so ein paar Segmente auch für uns vor die Kamera machen. Alleine auch da mit den Leuten dann nach. nach zwei dann quasi ins Gespräch zu kommen vor der Aftershowparty und da noch ein paar Sachen zu drehen. Genau. Das sind halt wirklich, ohne Witz, wenn ich das jetzt mal so sagen kann. Vielleicht weil ja mal hier auch ein paar Leute zuhören, die jetzt auch vielleicht zehn Jahre jünger sind, die jetzt auch erst 20 sind. Das sind genau solche kleinen Sachen. Scheut euch nicht davor. Also wenn ihr selber den Mut habt, Leute anzusprechen und zu fragen, hey, kann ich das machen? Dann macht das. Oder aber ihr habt ein bisschen Glück und habt ein paar nette Leute ⁓ euch, die euch dann ein bisschen fördern, ⁓ es mal so zu sagen. Das schlagt sowas nicht aus. Ey, echt Leute, das sind so wertvolle Momente. Und das richtig noch viel, viel wertvollere ist eigentlich dann tatsächlich, wenn die Kamera ausgeht. Weil man dann noch mal richtig anders mit den Leuten ins Gespräch kommt. Und das ist, sag ich aus meiner journalistischen Erfahrung mal jetzt an dem Sinne, immer mit das Schönste, weil da kannst du dich eigentlich danach noch mal 20 Minuten länger unterhalten. speaker-0: so wenig Setscher vor der Kamera gesprochen hat, aber wenn man auch mal Backsetsch und was für ein Setscher sprechen konnte, wie interessant da auch rumgekommen ist. Was man ja verwundert, wenn man vielleicht nur den On-Air-Kanäler kennt. Das sind halt Momente, und da muss ich ganz ehrlich sagen, sowas kann einem auch keiner mehr nehmen. im Endeffekt auch diese Erfahrung kann einem keiner mehr nehmen. Weil, glaube ich, auch diese Interviewsituation, das kann man ja vorab sagen, da war nichts abgesprochen. Was da mit Leuten passiert ist, ist, dass es alles organisch damals passiert. Das heißt, da gab es kein Drehbuch oder irgendwas. speaker-1: Na ja, sagen wir's mal so, Tim Petscher wusste schon, dass er mir einen mitgehen darf. genau, das war ihm schon bewusster. Nee, nicht wirklich. hab mich da zum Teil ⁓ Kopf und Kragen geredet. Einmal, ich glaub bei einem Take, hab ich sogar wirklich gedacht, ich hab was Falsches gesagt und deswegen hab ich dann auch so zweimal in die Kamera geguckt, so, was hab ich denn jetzt getan? What did I do? Did I say something wrong? Und ihr euch da richtig am Bekacken vor Lachen. speaker-0: Aber dir war es nicht bewusst. Ich das Oberhausen eine schöne Stadt ist, mein Lieber. speaker-1: Naja, würden die Oberhausener was anderes sagen? Also bitte. speaker-0: Aber überlegt mal, der war schon öfter da. speaker-1: Ja, das stimmt. Und der hat wahrscheinlich auch noch bisschen mehr gesehen als nur das Zentrum. Das Hotel Union, das heißt das auch. Das hat er vielleicht auch noch gesehen. speaker-0: Was nimmt man von solchen Momenten auch mit? Weil du hast ja eigentlich nicht gewusst, dass du irgendwann nochmal dich bei WWE bewerbst oder in den Kommentator wirst. Hast du nochmal gedacht, dass du irgendwas noch im Wrestling machst? Irgendwann mal oder... Zeit ist eigentlich vorbei. speaker-1: Nee. Ja, ja. Also, ehrlicherweise genau das hab ich gedacht. Das waren vier schöne Jahre quasi vor und dann hinter der Kamera. Ich find es ist auch okay, wenn man mal Sachen gemacht hat und danach wieder sagen kann, jetzt will ich auch nur noch Fan sein. Gehe ich quasi wieder ins zweite Lied zurück, weil man hat ja jetzt wirklich einmal gesehen, wie es so hinter den Kulissen beim Wrestling abläuft. Deswegen war das für mich fein und das habe ich zum Beispiel dann damals, also weil mir wurde so eine Frage auch im Bewerbungscasting von Ran eben auch genauso gestellt, habe ich das auch geantwortet. Also sagen wir es mal so, klar, aus einer beruflichen Sicht ist es natürlich krass und superschön, dass man jetzt diese Chance hat, dass man das jetzt auch beruflich machen darf. Aus einer Fansicht. ist es glaube ich immer so dieses Mittelding, weil auf der einen Seite weißt du ja, und so ehrlich muss man ja auch sein, gibt manche Sachen, die würdest du vielleicht anders sehen, aber du weißt ja auch trotzdem wofür du es machst, ehrlicherweise. Deswegen... speaker-0: Verkauf schon ein Produkt. Im Endeffekt speaker-1: Voll, voll. Und deswegen, also ich glaube, alles in allem kann man trotzdem sagen, wenn das jetzt das Ende gewesen wäre 2020, ja, ⁓ gut, also sorry, das soll jetzt nicht übertrieben klingen oder so, aber ich glaube, damit hat man schon, andere Menschen würden oder sind vielleicht trotz ihr gleicher Affinität zum Wrestling wie ich sie dann doch habe, nicht in diese Position gekommen. Deswegen würde ich schon sagen, weiß man das sehr zu schätzen. wirklich, das ist wieder dieser Punkt von Dankbarkeit, der da kommt. Weil eigentlich darfst du das nicht für selbst nehmen. speaker-0: Im Zukunft glaube ich ein wichtiger Punkt auch. Guck mal, wenn du normalen Sport kommentierst, kommentierst du ganz anders als wenn du zum Beispiel jetzt ein Wrestlingprodukt kommentierst. Und das habe ich hier eben gesagt, du verkaufst das Produkt. Das heißt, du bist eigentlich sogar eher Teil des ganzen Produktes, als du bei einem Sport Event wie Fußball oder Boxen oder irgendwas bist. Du bist als quasi Teil des Produktes und nicht nur bei Werk, wie bei anderen. speaker-1: Das weißt du auch selbst, du warst ja auch mal Teil des WXW-Kommentatorenteams vor ein paar Jahren. Und das ist zum Beispiel auch etwas, was Holger Böschin mir direkt mit quasi auf den Weg gegeben hat, weil der ja auch nur mal wusste, wir haben uns auch lange telefoniert zum Kennenlernen, weil dann wussten wir beide, wir das neue NXT-Team sein. Und er auch gesagt, Junge, du musst dich auf jeden Fall von einer Sache frei machen, weil es deine berufliche und persönliche Vita hergibt. Du bist ja kein Journalist mehr. Wir sind jetzt quasi hier die Entertainer. Das ist deine Aufgabe. Und dazu pushen, also pusht er mich natürlich regelmäßig dann auch dann hin. Ich bin ja schon jemand vom Kommentarstil, der jetzt glaube ich in dieser Sechserkonstellation, die wir hier sind, den ich jetzt das ganze Team ins Boot hole, dann doch ein bisschen noch rausfällt. Weil ich ja vielleicht manchmal auch dann eher so, ja... Lateback würde sagen. Ja, Lateback, genau. Manchmal Lateback, dann auch nur mal in das Lage, was da im Ring passiert, ohne dass ich da bei zwei Oktaven höher gehe. Wie gesagt, Holger arbeitet da an mir. Er versucht mich da noch hinzukriegen. Ich versuche mich vielleicht so bei 1,5 Oktaven vielleicht höher noch einzubringen, weil das ist ja auch so bisschen, und das finde ich auch das Schöne. Jeder hat da seinen eigenen Stil und da wird man auch gar nicht tatsächlich so gefärbt oder so. Dass man da sitzt und sagt, du musst das jetzt aber so und so machen und machst das so und so. Also das ist da auch komplett anders. Jeder von uns Sechsen, der da sitzt, kommentiert so, er ist. Und das ist richtig gut. Und dann ist es halt schön, wenn es mal paar Nuancen gibt, die halt eben dann noch mal vielleicht bisschen mehr raussteckt. speaker-0: Ich halt ganz einfach und viele denken ja auch, wenn sie so eine Rolle bekommen würden, dann würden sie das ganz revolutionär aufziehen. Aber dann sind sie halt freischön im Produkt bei der WWE, weil da musst du das halt so machen wie dein Arbeitgeber das möchtest und das machst. speaker-1: Voll. Ich glaube, ist ja auch etwas, wenn ich das einmal nur kurz sagen darf. Ich würde mir manchmal so generell, und das meine ich jetzt gar nicht nur auf WWE bezogen, das kann man eigentlich wirklich für fast nahezu jeden Berufsweig nehmen. Also auch nicht mal medienbehaftet, sondern generell. Manchmal würde ich mir halt einfach ein bisschen mehr Nachsicht wünschen. Leute haben dann immer irgendwas zu kacken, wenn sie eigentlich recht wenig Ahnung von etwas haben. Weil sie halt nicht nachvollziehen können, was da passiert. würde es mir niemals anmaßen, über einen Kfz-Mechaniker in meinem Auto zu eschaufieren, weil ich sage, was hast du da für Schläuche am Motorleih irgendwie verbaut oder so weiter. Ich habe davon absolut keine Ahnung. ⁓ speaker-0: Ja, das wird natürlich auch mal über einen Fußballspieler bei Schalke auf, der Scheiße spielt. Das heißt aber nicht, du musst das besser können als der, ⁓ dich aufregen zu können. speaker-1: Das ist der Punkt. Das natürlich auch, genau. Das ist es halt eben. Aber weißt du, es ist halt manchmal einfach, würde ich mir wünschen, quasi wenn das gehen würde, dass jeder einmal wissen könnte, aha, wie ist so eine Sendung aufgebaut? Warum gibt es solche Momente, wie es sie dann eben gibt? Warum finde ich jetzt vielleicht was blöd? Aber dann weiß ich halt, ⁓ okay, genau deswegen haben es Holger und Nico gemacht. Tobi und Manu, und Sebastian. Einfach ⁓ das einen Ticken mehr zu verstehen. Oder auch die beiden amerikanischen Jungs. dass das einfach ein bisschen so Nachsicht. speaker-0: Glaubst du nicht, das würde schon vielen so ein bisschen auch den Zauber nehmen, den sie eigentlich gerne verlieren wollen, aber ich glaube, die gar nicht wissen, was passiert, wenn sie diesen Zauber verlieren. speaker-1: Ich mal ganz im Ernst. Dann ist man halt auch falsch. Dann bleibe ich wirklich nur Fan-Fan und sage, okay, dann nehme ich das Produkt so, wie es mir eins zu eins gespiegelt wird. Und dann entwickle ich meine Haltung dann dazu. Wenn du aber, glaube ich, den Fuß quasi über diese Schwelle gegangen bist, dass du verstehst, was da passiert im Hintergrund, dann kommst du nicht mehr raus. Das ist Fluch und Segen zugleich, glaube ich halt einfach. Weil dann wirst du es nicht mehr anders sehen können. speaker-0: ist glaube ich nicht so einfach, weil du musst halt damit umgehen können, dass du im Wrestling-Match, wenn du weißt, wie alles funktioniert und Gott sei Dank sind wir beide keine Catcher, das heißt wir wissen Gott sei Dank nicht, wie alles funktioniert. speaker-1: Wisst ihr es? Genau. das ist wirklich so. Also klar, natürlich wissen wir ungefähr natürlich, ab welchem Moment mal was passieren könnte und wann man die Crowd heiß macht und so weiter. Aber ne, wir beide haben ja mehr oder weniger, können ja auch nicht in die Köpfe der Jungs und der Mädels reinschauen. speaker-0: Ich glaube, wenn ich deinen Kommentieren so bisschen beschreiben könnte, das, ich mir angehört habe, würde ich sagen, du bist schon ein Analyst, aber der schon ein bisschen mehr aus sich rauskommt. Aber ich glaube, das, was vielleicht aus dir rausgekitzelt werden soll, ist noch ein bisschen mehr auf dir selber, vielleicht aber auch auf diese Analystenrolle rauszukommen. speaker-1: Ja, das kann gut passen. das kann ich glaube ich so unterschreiben. Ich glaube man kann ja immer überlegen, welche amerikanischen Konterparts es gibt oder so. Weißt du, wo man sich an orientieren könnte. Ich werde niemals im Leben, keine Ahnung, Bate Barrett sein. Ich werde auch niemals im Leben Bukati sein. Ich glaube ich muss da irgendwo dazwischen. Ob es am Ende dann so Leute sind wie Big Joseph oder na gut, nennen wir jetzt noch zwei andere. Ich nehme jetzt extra nicht die ganz großen Jungs, weil das wäre zu f- speaker-0: Hat man Vorbilder, wo man sich Sachen abguckt, auch in der Rolle eines Kommentators, wo du jetzt dann auch im TV kommentierst, wo man sagen würde, du lässt dich schon inspirieren von Sachen. speaker-1: Also fürs Wrestling glaube ich kann ich es nicht nehmen. wäre jetzt, also ich muss jetzt auch nicht lügen, ehrlicherweise. Weil ich glaube dafür habe ich zu viel in den Jahren früher Englisch Wrestling geschaut. Hauptsächlich natürlich WWE und die anderen Produkte. Als dass ich jetzt sagen könnte, ⁓ mein Gott, ich war ein Riesenfan von Günter Zapf, Mike Ritter oder so. Oder halt eben Sebastian als er dann angefangen hatte oder Manu. vor ein paar Jahren Holger, du verstehst, was ich meine. Also da muss man jetzt auch einfach ehrlich sein. Wenn ich es aufs Fußball gucken zum Beispiel beziehe, ich war als Kind ein Riesenfan, als Jugendlicher von Frank Buschmann, weil er halt eben so viel geschrien hat und weil er der Sprücheklopfer war. Je älter ich wurde und ich finde, dass ist auch vollkommen legitim, habe ich irgendwann gemerkt, ich mag es dann doch auch ein bisschen mehr mit Fokus aufs Spiel und das will ich ihm gar nicht abreden. Ich glaube, das ist ein fantastischer Kollege und fantastischer Mann. Wolf Fuss ist sicherlich so einer, den immer alle nennen würden. Ich geh jetzt mal mit Kai Dittmann vielleicht noch, weil Kai Dittmann kann so beides, der kann mal einen Spruch, der kann aber auch super gut ein Spiel analysieren. Ach. speaker-0: Scheiße, das ist mein Nemesis, Alter. Der sitzt für mich. ⁓ mein Gott, Alter, kein Sinn, Mann. Du kannst mich nachts wecken und du sagst nur den Namen. Ich konnte die ganze Nacht nicht mehr schlafen, glaube ich. So, kein Sinn, Mann. speaker-1: Warum? Was macht er denn auf seiner Sicht? speaker-0: Analytisch ist es sehr oft so, dass ich das Gefühl habe, dass er fast alle Bayernspiele ⁓ speaker-1: Ja gut, die anderen... Ja, okay. speaker-0: Dann freut er sich immer sehr, wenn der Gegner gut spielt und auch Tore schießt gegen Bayern, was ich schon immer befremdlich finde, wenn man in einem Sender sitzt, man ein Bundesligaspiel kommentiert. Ehrlich gesagt, dann kommt noch hinzu, dass er sich immer in Geschichten verfängt. Wenn zum Beispiel, sagen wir mal, Oli See in der 25. Minute der Schnürsenkel aufgeht und der Schiedsrichter weist ihn darauf hin, da kommen drei, vier Szenen, wo man wieder Oli See sieht. Und dann sagt er, ob das Schnürsenkel jetzt auch zu ist. Und solche Sachen, da krieg ich die Kratze, wenn ich das höre. Weil da könnte er so viel schlaue Sachen übers Spiel sagen und er fängt dann mit solchen Geschichten an. Bei Wolfoos haben diese Sachen, diese Nebenschauplätze, die er aufbaut, Mehrwert. Bei Kyle Dittmann nicht, meiner Meinung nach. speaker-1: Spannend. das ist ein spannender Zirkus. Werde ich jetzt im nächsten Mal mehr darauf achten, mal gucken, ich mal wieder die Spreudaten ein Einzelspiel von Kai Dittmann zu sehen. Und dann gucke ich mal, ob dein Gefühl dich bestätigt. Ich hätte es jetzt tatsächlich eher genau anders gesehen, weil ich finde halt, ohne dass wir jetzt so einen zu krassen Fußball-Talk abschweifen. speaker-0: Das ist halt ein Logo, wir können alles machen mein Lieber. speaker-1: Ja, gut, stimmt auch wieder. Was Wolf Fuss zum Beispiel glaube ich sehr gut getan hat in den letzten Jahren, ist, dass er jetzt hauptsächlich immer im Doppel kommentiert. Der hat ja bei Sky meistens jetzt jemanden an seiner Seite. speaker-0: Er ist Gold. Er ist Notersport. Genau. speaker-1: Voll, total. Und ich glaube, das hindert ihn daran, genau diese Sachen abzuziehen, die dir jetzt wahrscheinlich bei Kai Dittmann dann mehr auffallen als mir jetzt zum Beispiel. Aber ich werde da jetzt mal drauf achten, weil wenn dem so ist, dann nehme ich das natürlich zurück, dann gebe ich dir gerne recht. Ja, aber dann siehst du halt, wie wichtig es ist, wenn du alleine kommentierst oder wenn du einen Tagteampartner an deiner Seite hast. speaker-0: Ich Beispiel viel von der WM 90 auch bei YouTube gesehen, witzigerweise. Ich wollte mich ins WM-Feeling bringen, ⁓ jetzt mal so beim Fußballtalk zu bleiben. Und die Konstellation, da mit Rubenbauer und mit Rummenigge zum Beispiel passiert ist, warum hat man irgendwann aufgehört, in Deutschland das zu machen? Hatte man nicht mehr die Stimmen, die das machen wollten? Ich verstehe das nicht, weil in England war das doch immer, wenn es dass zwei kommentiert haben. speaker-1: Da fragst du leider den Falschen. Wenn ich vor 30 Jahren schon gearbeitet hätte und in der Medienbranche aktiv gewesen wäre, könnte ich es dir vielleicht sagen. Manchmal ist es vielleicht auch einfach bisschen Personalkosten und schauen, was man tatsächlich verändern kann. Ich glaube, In Deutschland hat man gerade in der Medienlandschaft, das merke ich jetzt gerade auch wieder im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aktuell Das Problem, dass man immer das Bedürfnis hat, muss was verändern und leider, also ja, man verändert dann was, aber man verändert halt leider oft zum falschen. Das ist vielleicht auch etwas, was sich schon seit den 90ern auch im Sportbereich so durchzieht und jetzt nochmal andere Kreise zieht. Das kann gut sein. speaker-0: Ist das, wenn ich dich fragen darf, möchtest du dein Leben im Radio verbringen oder siehst du deinen Sinn vielleicht doch irgendwo ganz anders, Nico, wenn man dich fragen würde? speaker-1: Na ja, gut, jetzt musst du halt erstmal wieder die Frage stellen, inwiefern gibt's noch Radio in den nächsten 20, 30? Also ich weg jetzt 30. speaker-0: dass du für ein sterbendes Medium arbeitest? speaker-1: Äh, nee. Nee, nee, nee. Also es stirbt nicht. Radio wird nicht sterben. Radio wird sich auch verändern. Weiterhin wird transformiert. Am Ende arbeitest du halt ja für ein Audioprodukt. Das ist es ja. Und wie das am Ende aussieht, ob wir irgendwann tatsächlich irgendwann da drüber gehen, dass auch alle UKW-Wellen abgeschaltet werden, DAB Plus nur noch automatisierte Vollstrecken sind. Also Musikstrecken über DAB Plus, die du dann deutschlandweit überall empfangen kannst und nicht mehr nur noch über deinen UKW-Empfänger. Du musst mich ein bisschen bremsen, wenn ich... vielleicht bisschen zu sehr Radio-Frage übergehe. im Endeffekt, ich... Nee, also Radio oder in der Form Audio-Segmente wird es geben. Die Frage ist halt natürlich, wie gehe ich mit den Medien weiter? Also wenn ich jetzt in diesem Kosmos des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bleibe, ich bin jetzt gerade bei 1Live. Wenn ich jetzt, sagen wir mal, 33, 35, also gut fünf Jahre, dann sollte ich vielleicht von alleine überlegen zu sagen. Für 1LIVE bin ich jetzt way too old. Kein Altersshaming an alle, 1LIVE hören und vielleicht auch diesen Podcast. Aber es ist halt nur mal so, 1LIVE ist ein Jugendprodukt, eine Jugendwelle. Das wollen viele nicht akzeptieren und eschofieren sich dann über den jugendlichen Stil von Moderatoren und Moderatorinnen, der halt nur mal nicht an 40-Jährige gerichtet ist. So ehrlich muss ich dann als Macher auch sein. speaker-0: Aber das passiert ja sogar bei YouTube. Manu hat's erzählt und im World Wide Wohnzimmer ist es passiert, dass halt irgendwann die Altersgruppe zu alt wird, für die man's macht und dann wird's halt schwierig irgendwann. speaker-1: Klar, muss ja auch nicht, ich muss jetzt niemanden vorlügen, also dass jetzt eins live keine 14-Jährigen erreicht aktuell oder ein anderes Jugendradio in Deutschland. Ja, sorry, come on, okay, das ist jetzt very, das ist jetzt sehr offensichtlich. Aber unsere Quoten, unsere Zahlen sind halt trotzdem gut und die sind trotzdem stabil, die sind sogar gestiegen. Wir erreichen halt jetzt gerade aktuell wieder mehr Leute im jüngeren Segment. Natürlich ist das Definitionssache. Aber ⁓ das jetzt auf mich zurückzuziehen, klar, wenn ich das malen könnte, würde ich vielleicht in fünf Jahren für WDR 2 arbeiten oder für eine andere WDR-Welle. Man weiß aber auch, wie gesagt, da nicht, was da in den Strukturen passiert, wie sich das alles medienpolitisch verändert wird in den nächsten Jahren. Und dann ist halt mal wieder Privatunternehmen, Privatjournalismus, private Medienhäuser sind da mal wieder angesagt. Und ich meine, du weißt nie, was die Zukunft bringt. Also ich bin jetzt fern davon zu sagen, ich... Rechne damit, dass ich in fünf Jahren irgendwas anderes bei den Kollegen von RAN machen würde, großem ProSieben Sat1-Kosmos oder so. Ich bin fern davon zu sagen, Sky, ich bin der Geilste, hol mich jetzt, wo ihr jetzt auch in Köln seid demnächst bei RTL oder schon seid. Je nachdem, also ⁓ Gottes Willen, das jetzt auch nicht. Aber klar, wenn ich es mir malen dürfte, würde ich schon noch gerne ein bisschen Radio machen und dann mal gucken, was sonst so kommt. speaker-0: Ich glaube es ist halt auch nicht so einfach auch da in die Zukunft zu schauen, was noch alles passiert. Vielleicht ist irgendwann Retro cool und Radio wird das neue Ding, so wie im Moment so viel LPs wie noch nie verkauft werden zum Beispiel. Alles kann zurückkommen. Ich glaube aber auch ganz einfach, das finde ich auch, wenn diese Musikschleifen kommen sollten, finde ich schade, weil gerade auch im Radio dieses gesprochene Board, glaube ich, sehr sehr wichtig ist. Ich glaube auch der ein oder andere Verbe Jingle oder Jingle im Radio hat viel dazu beigetragen, dass ich mich in meiner Kindheit entertetet gefühlt habe, ehrlich gesagt. Ich glaube, Leute, die ohne Radio heutzutage auch wachsen, denen geht schon bisschen was verloren, obwohl dann der Erde das auf das sehende Bild ist. Ich bin zum Beispiel mit Nico Schulbegleiter an der Schule und wenn man die fragt, was macht ihr so in eurer freien Zeit, dann heißt es Minecraft oder YouTube. speaker-1: Jaja, das ist vollkommen normal. meine, sagen sie YouTube. Also ich hätte eher mit TikTok logischerweise gerechnet. Gut, dann ist ja zumindest das auch von gar nicht mal so... Also ich will jetzt TikTok nicht verteufeln, aber wir wissen ja auch da, wie es ⁓ so Filter steht, gerade so Inhalte, die kleine Kinder oder Jüngeren gerade mal nicht sehen sollten. Das ist bei YouTube wenigstens ein bisschen besser und anders geregelt. Am Ende kann alles zurückkommen und vielleicht erlebt das Radio nochmal Revival, aber dann haben wir alle Auspielwege schon so umgearbeitet. dass wir dann trotzdem über DAB-Plus-Programme reden. Was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist, wenn du jetzt hier durch Köln fährst und du trotzdem Radio empfangen aus Schleswig-Holstein oder andersherum, keine Ahnung, Radio Regenbogen oder so. Also von daher, Schwarzwald Radio. Es gibt so viele, die man empfangen kann. speaker-0: oder sowas. Ja, aber das ist halt auch so ein bisschen die Vielfalt. Und ich glaube halt auch die Auswahl, dass sich halt Leute dann auch, wenn sie irgendwo hingezogen sind, immer noch zum Beispiel das Radio von zu Hause zum Beispiel hören können. Das ist eine schöne Geschichte, dass das passiert und nicht nur auf UKW läuft und man dann vielleicht einen schlechten Empfang hat. Zum Beispiel habe ich noch nie in Norddeutschland irgendwo gut Enjoy Radio empfangen. Egal auf welchem Fleck in Norddeutschland. Warum das so ist, keine Ahnung. Entweder hatte ich immer schlechte Empfänger, aber zum Beispiel 1Live war immer sehr gut zu verstehen. Und immer wenn ich Taxi und so gefahren bin, dann ist es auch so, dass oft 1Live lief in den Autos. Und das ist schon ein Sender, der oft gehört wird. Voll. speaker-1: Also ich mein, wir haben ja das Glück, kommen ja noch bis über die Grenzen des Sektors, wie wir ja immer so schön zu uns selbst sagen, über NRW hinaus. Wir sind ja zum Teil noch weit auch über Osnabrück. Das ist ja noch so eine kleine Enklave, die wir uns manchmal so sendertechnisch nochmal irgendwie dazu holen, so vom Empfang her. Also über Osnabrück kommen wir hinaus. Wenn ich jetzt so noch südlicher denke, manchmal, wenn du Glück hast, ist vielleicht noch so Koblenz drin. bisschen Holland geht auch noch. Also ja, was das angeht, ist auch krass. Wie häufig wir, das merke ich dann, als ich in den letzten Jahren häufig der, wie über schreibe ich das jetzt, ja, Sendungsredakteur, also quasi der Producer für die Morningshow von 1LIVE war. Wenn da so Leute uns dann reinschreiben, hey, ich lieg grad an der Strandbar vom Hotel Schwuppdiwupps in Cuba, auf Cuba, was auch immer, oder so, Puerto Rico. Und ich hab hier die 1LIVE-App laufen und es ist so cool, die Heimat zu hören. ohne jetzt hier krass Werbung für meine Arbeitgeber zu machen. Aber ich glaube, weil du diesen Heimatfaktor ansprichst, ich glaube, das haben die anderen Kollegen in den anderen Bundesländern, bei den größeren Ländern, die auch solche Appplattformen eben dann auch noch anbieten können. Das ist aber leider bei manchen auch nicht mehr so der Fall wegen Kosten. Ja, ist das ein immens wichtiger Faktor, dass du da wegen Zeigverschiebungs morgens ⁓ 4 Uhr in Deutschland sitzt und denkst, das ist ja jetzt schon eine Nachricht. Aber da hat da irgend einer an so einer Strandbar auf Cuba da ein Zeig? speaker-0: Meine Jugend ist von 1Live geprägt worden. Ich muss dazu sagen, ich hatte sehr liberale Eltern, haben immer gesagt, wenn in der Schule alles klappt, kannst du machen, was du willst. Das war so bisschen immer der Thema, also so viel Sport und so lange wach bleiben. Und ich habe immer so 5, 6 Stunden nur Schlaf in der Nacht gebraucht, musste ⁓ 8 an der Schule sein und hatte dann sehr auch Jürgen Dumian beim Einschlaf quasi. Und habe es dann manchmal auch geschafft, das Ganze zu gucken. ich muss ganz ehrlich sagen, was der Jürgen Dumian mit mir zusammen und vielen anderen Menschen auch ertragen, aber auch miterlebt hat bei 1LIVE und was da teilweise on air war und was man selber auch für Schicksale dann teilweise mitbekommen hat. Da muss man ganz, ganz ehrlich sagen, ich finde, dieser Mann hat deutschlandweit viel zu wenig genug bekommen überhaupt, weil so ein Format in der Form, auch mit dem, wie er das gemacht hat, gab es selten und da bin ich 1LIVE immer, immer ewig dankbar für, dass sie das möglich gemacht haben, ehrlich gesagt. speaker-1: Also unterschreibe ich so gut und gerne. Ich habe leider Jürgen Domian nie persönlich kennenlernen können, weil der auch seit seinem Austritt quasi bei 1LIVE und aus dem WDR nicht mehr da ist, ⁓ es mal so zu sagen. Nee, das war für mir früher genauso. Ich habe früher noch TV total mit dem Raab geguckt und wenn der durch war, dann müsste so Pi mal Daumen, wenn es gerade gepasst hat, Domian angefangen haben. Hat meinen Eltern auch nicht gefallen, als sie da den 16-Jährigen oder den 15-Jährigen... dachte, mein Gott, Junge, tue doch bisschen was für die Schule. so, ja, macht euch keine Sorgen. Hier lerne ich was fürs Leben. Und auch da, wie du sagst, was da für Schicksale war von Leuten, da von irgendwelchen Straftaten erzählen, die sie entweder selber begangen haben oder die ihnen widerfahren sind, bis hin zu den skurrilsten Sachen, die du heute noch auf YouTube sehen kannst. Das ist nicht nur Radio, das ist auch TV-Geschichte. Und das ist wirklich unfassbar crazy, wie viele Leute uns als neuer Generation von 1LIVE machen und schaffen denn... immer wieder anspricht und sagt, ja der Domian damals und der, was macht der denn eigentlich? Wir zucken immer mit den Schultern und sagen, ja, danke fürs Feedback, freut uns, haben wir früher auch geschaut. Ja, kann ich leider nichts zu sagen. speaker-0: Ein bisschen der Thomas Gottschalk vom WDR, ich weiß nicht, Jürgen. Von 1 Life, ja ist so. speaker-1: Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Er hat auf jeden Fall Geschichte geschrieben. speaker-0: Es ist ja auch nur öffentlich-rechtlich, ist ja dann auch schwierig. Da soll und wurde dann ja auch viel zusammengestrichen, wo man dann grad auch online, glaube ich, Digitalradio dann viel gesehen hat, dass da Sachen passiert sind. Ich glaube aber, und da wirst du mir sicherlich zustimmen, dass auch, glaube ich, in der Zeit wie heute von öffentlich-rechtlicher Rundfunk, aber auch TV immer wichtiger wird, weil du halt wen haben musst, der neutral berichtet. Ich bin mir sicher, wenn wir auf Amerika gucken, Nico, teilweise sehen wir, dass es nicht immer Privatsender sind, die neutral berichten. Und da sich die Politik leider auch immer mehr in Amerika richtet, hoffen wir, dass die Privatsender vielleicht dem standhalten. Da bin ich mir aber nicht ganz so sicher. Deswegen, für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu arbeiten, ist nichts Schlechtes. speaker-1: Ne, definitiv nicht. Und ich finde, du sprichst da einen guten Punkt an oder hast ihn gerade genannt. Es geht darum, neutral zu berichten. Und ich will das mal direkt vorwegnehmen. Ich glaube, es wäre vermessen, wenn ich jetzt sagen würde, ja klar, der öffentlich-rechtliche Rundfunk war in den letzten zehn Jahren mit allen Berichten und Aussagen neutral. Jetzt nicht, weil wir Sachen zwecksgesteuert haben. oder irgendwie fremd gesteuert haben oder es irgendwie in eine andere Richtung betreiben wollten. Aber es sind halt unfassbar viele Fehler passiert, die halt Menschen dazu bewegt haben. Und das kann ich sogar nachvollziehen zu sagen, ich vertraue dir nicht. Ich vertraue dir nicht. Und da packst du dir selber immer wieder als Kollege an den Kopf und denkst ja so, ja warum? Warum musste es jetzt so weit kommen, dass wir in der Situation sind? Also ich hab da so ein Beispiel, ich war vor... Zwei Jahre Fußball-Europameisterschaft. Da durfte ich für 1LIVE so einen Rudelgucken planen. Und zwar waren wir da in Dortmund in so einer Schrebergartensiedlung. Und die Leute konnten quasi bei 1LIVE im Programm quasi diese Schrebergartensiedlung, dieses Vereinsheim gewinnen, sag ich mal. Dann hast da mitgemacht, hast dich beworben, wurdest ausgewählt. Und dann konntest dann da hinkommen und dann an dem Abend dann das jeweilige Gruppenspiel fahren. So, und das dauert ein bisschen. Produktion. Hin und her, alles fertig, eingetütet. Du willst alle Sachen zum Auto bringen. Es ist 1.30 du willst nach Hause, musst nach Köln zurückfahren. Dann kommt dir da so eine Schar an Leuten, mit denen du gar nichts zu tun hast, aus Dortmund entgegen durch so eine dunkle Siedlung und sieht nur diesen großen Bulli, WDR. Und spuckt dann auf dieses Auto und sagt, ihr... Ja, ich zahl ja schon seit 20 Jahren keine Rundfunkbeiträge mehr. Ihr könnt euch mal alle... und hat nur noch gefehlt, dass man kurz gegen dieses Auto treten würde. Ich meine, ja, ich kann mir sicherlich vorstellen, dass man diese Leute schon vor all den anderen Fehlern in den letzten Jahren schon verloren hat. Das gehört halt auch zur Wahrheit dazu. Aber ich versuche mich immer so bisschen reinzuversetzen, was bewegt die Leute, solche Aussagen zu treffen. Weil letztendlich, ich habe da keinen politischen Beitrag gemacht. Rein gar nichts. Ich wollte an dem Abend mit meinem Team, so wie wir da gearbeitet haben, ein paar anderen Leuten... Spaß und Freude bereiten. Zumindest im Rahmen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Hat auch, glaube ich, ganz gut geklappt. Zumindest in der Gruppenphase noch. Das ist halt dann super, super schwierig, da selber nicht wütend zu werden und dann selber noch mehr, den Leuten sogar noch mehr Angriffsfläche bieten zu wollen. Weil ich hätte jetzt auch hingehen können und hätte ja sagen können, was soll das? Bin aber ehrlich, ich hab mich natürlich nicht getraut, weil wir maßlos in der Unterzahl waren. Und dann will ich gar nicht wissen, wie es erst richtig vielen anderen Kollegen geht, die auf der Straße sind, die regelmäßig berichten, die auf Demonstrationen sind, die vermeintlich friedlich sein sollen, wo die schon angegriffen werden, nur weil sie eine Kamera dabei haben, wo die schon gar nicht darauf achten, sind das überhaupt Leute vom Westdeutschen Rundfunk, von den anderen Öffis oder sind das vielleicht auch einfach Normalos, die da filmen wollen? Weißt du, also das ist so die ganze Gesellschaft, alles, ist so hitzig. Das macht eigentlich gar keinen Spaß mehr, aber ich möchte trotzdem einmal dazu sagen, ich verstehe das. Leute sauer sind und es ist wichtig, dass es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Aber leider Gottes, leider Gottes, machen Leute immer wieder die gleichen Fehler. Du packst die an den Kopf und denkst dir so, mein Gott, es ist doch manchmal nicht so schwer. Es ist einfach nur in den Dialog treten. Nicht einfach nur die Grenzen schließen. Also jetzt nicht die bildlichen, also jetzt nicht die wortwörtlichen Grenzen schließen. Das meine ich nicht damit, sondern auch wir müssen mit den Leuten in den Dialog gehen. Und ich kann dann nicht nachvollziehen. Ich weiß, das könntest du vielleicht anders sehen und andere sicherlich auch. Ich bin aber trotzdem dafür, bis zu einem gewissen Maße muss man sich auch mit anderen politischen Meinungen auseinandersetzen. Sobald sie eine Schwelle übertreten, ist bei mir auch der Ofen aus. Aber ich möchte zumindest verstehen, warum die Leute diesen Weg bis dahin gegangen sind. Weißt du? Und ab dann kann ich für mich entscheiden, okay, ist das, was da jetzt noch rüberkommt? Ist das noch produktiv? Ist das etwas, was ich der breiten Masse gerne spiegeln möchte? Oder lassen wir es jetzt hier an der Stelle auch sein? weil es ist menschenverachtend, es ist was auch immer. speaker-0: Ja, ich finde es dahingehend halt schwierig, wo du anfängst, was auszugrenzen. Sei es Sexualität, sei es Menschen. mit solchen Leuten rede ich ungern, weil ich weiß, dass einem dann gerne auch das Wort im Mund ungedreht wird. ich habe leider schon solche Sachen hören müssen, wo mir dann Leute sagen, ja, wenn erstmal einer deine Tochter von denen ... dann denkst du anders darüber nach. Und die Wut, die ich dann nicht auf den Fremden habe, sondern auf diese missratene Person, die denkt, dass sie so etwas einem Vater sagen kann. Und das passiert. Das passiert leider auch, wenn man denkt. Da ist der Punkt für mich erreicht, dass ich für mich entschieden habe mit solchen Menschen, möchte ich auch nicht mehr in den Diskurs gehen. Ich habe das hier in einem Interview auch angesprochen, ist natürlich schwierig, wenn das junge Leute sind, die vielleicht gerade in der Selbstfindungsphase sind. Ich finde schon Dann sollte man eingreifen und versuchen das Gespräch zu suchen und vielleicht auch auf eine vernünftige Bahn zu lenken. speaker-1: So was meine ich halt. Weil wenn du zum Beispiel, ich meine, wir alle haben sicherlich Menschen in unserem engeren Familienkreis oder vielleicht auch einfach im Umfeld, von denen man eigentlich weiß, die denken nicht so, die denken nicht so per se. Das ist nicht deren, ja, ist nicht deren Gedankengang, Gedankengut, was auch immer so, weißt du. Aber deswegen will ich halt trotzdem anmachen, irgendwo mal vielleicht trotzdem vorher schon den Weg zu finden. Gerade wie du auch sagst, zum Beispiel vielleicht in jungen Jahren. Weil wenn wir da schon wieder die Tür zu machen. Und da schon wieder direkt jemanden, und das passiert halt leider Gottes viel zu häufig. Das merke ich auch, bin ich jetzt auch mal ehrlich, in Redaktionskonferenzen bei uns. Wenn wir mit Themen diskutieren, wir sind auch ein sehr bunter Haufen, sage ich mal. Da sitzen viele Menschen mit unterschiedlichen Ansichten. Und wenn die eine Ansicht auf die andere kracht, das muss jetzt nicht mal zwangsläufig politisch sein, kann es halt manchmal sein, dass der eine oder die andere Kollegin schon direkt dichtmacht. Wo ich mir denke, hey Leute, sorry, wir sind ja immer noch in einer scheiß Redaktionskonferenz. Da kann ja wohl eine Person mal einfach mal sagen, ich sehe das so und ich sehe das so. Weil wenn wir schon innerhalb unserer eigenen Medienlandschaft und selbst die politische bzw. auch die Meinungsvielfalt dann nehmen, dann haben wir halt wirklich ein Problem. Und das kannst du auf die Gesellschaft genauso auch übertragen. Und deswegen gerade in jungen Jahren die Leute an die Hand nehmen, mit ihnen reden, ihnen zeigen, ok, passt auf. Ich kann das vielleicht. Ich kann es verstehen, ich kann es nicht nachvollziehen. Ich akzeptiere es vielleicht auch nicht in dem Sinne, aber ich gehe. Ich versuche das mitzunehmen. Ich versuche dann doch, deinen Weg zu verstehen. gieße dir eine andere Lösung an. Ich hoffe, wir kommen überein. Und wenn nicht, dann ist es halt eben so. Und dann muss man halt eben hoffen, dass die breite Masse, dass die Mehrheit dann doch einfach immer noch den richtigen Weg wählt. speaker-0: Das das grundlegende Problem, Nico, würde ich da auch sagen, dass man die Welt halt ändern kann, wenn man versucht, was anders zu machen. Und ich finde, der Ansatz zu sprechen ist immer kein Falsch, wenn dann da zwei aufeinandertreffen, die den anderen eigentlich nur überzeugen wollen, dass der andere schwach bin, redet und oft enden Diskussionen so. Ich finde, dann hat das nicht viel mehr Wert, ehrlich gesagt. speaker-1: Wenn die Fronten von Anfang an so verhärtet sind, naja, dann bringt's halt wirklich nichts. Das stimmt natürlich auch. speaker-0: Aber lass uns mal zurück zum Patchen so ein bisschen kommen. Wie lange hast du Vorbereitungsscheid gehabt, dich in NXT rein zu versetzen, dass du dann auch ready warst zu kommentieren, mein Lieber? speaker-1: Dezember hat man mir gesagt, also Dezember 25, du wirst NXT zusammen mit Holger kommentieren. Und mein erster Einsatz, das durfte ich mir dankenswerter selber auswählen, war ja dann erst Mitte Januar. Ich hab ja nicht direkt zum Start losgelegt. Ja, also ich hatte anderthalb Monate Zeit. Ich meine, ich hab NXT schon verfolgt. Das ist jetzt nicht so, also müsste ich mir da natürlich jetzt von Grund auf alle Namen nochmal neu aneignen oder so. Aber NXT ist halt sehr schnelllebig. Da kann ja gefühlt jeder jederzeit hochgeholt werden ins Main-Roster. Theoretisch. Und natürlich ist das auch komplett anders vom Schnitt her. Wer das mal wirklich verfolgt. Boah Leute, so eine Sendung, geht zwar vielleicht auch mit Werbung zwei Stunden, aber anders wie bei SmackDown oder so, da hast du drei, vier, fünf Matches, die gehen so zehn Minuten und die Interviewsegmente sind pam pam pam pam pam. Also ein Schnitt nach dem anderen und dann bist du auf einmal ganz woanders. Das ist schon deftig. Also ja, ich hab da so meine... meinen Monat Zeit gehabt und tagtäglich, also wenn ich mich jedes Mal neu auf eine Sendung vorbereite, ist es eigentlich immer so, ja, wenn ich gut drauf bin und wenn ich nicht viel zu tun habe, dann brauch ich so drei Stunden, wenn es mal noch bisschen was zu tun gibt. Das kann es auch mal das Doppelte sein, so sechs Stunden. speaker-0: ich jetzt Kneifeln würde, kannst du glauben, dass du da neben Holger oder Sebastian und auf einmal dann Sendung kommentierst? speaker-1: Nee, also wie gesagt, wie ich das am Anfang schon auch erwähnte, es ist halt immer wieder ein Ding. Also ich meine klar, irgendwann wird das aber auch zu nämlich Automatismus. du weißt ja, das ist ja dann... ja auch. Also du hast ja dann irgendwann, weißt du, okay, es ist jetzt ein Job und der macht Spaß und klar ist es auch stressig und so weiter. Das machst du dann auch. Aber es kommen dann immer mal wieder so diese ruhigen Momente. Wie gesagt, weil wenn du dann mal wieder dich umdrehst und du siehst das große WWE-Logo hinter dir oder alleine schon, ja, am Anfang der Sendung. Da steht dann halt da unten Holger Böschin, Nico Schmidt. Natürlich ist das dann surreal. Das muss man halt schon sagen. Das wird, glaube ich, auch nach der 100. Folge noch sein, wenn ich sie machen darf. Aber das ist auch das Schöne daran. Das zeigt ja auch irgendwie, man stumpft nicht ab. Und es sind immer so diese kleinen Momente, die einen dann wieder zur Freude bringen. speaker-0: Du hast drüber gesprochen, hättest nicht gedacht, dass du nochmal was machst im Sachen Wrestling. Wie ist es? Würde deine Zeit und deine Lust es zulassen oder auch dein Vertrag, dass wenn eine deutsche Promotion sich sagt, sie möchte irgendwo dich nochmal im Kommentar haben, dass man dich buchen könnte? speaker-1: Ohne jetzt die genauen Details bei Abmachungen zwischen zum Beispiel Tobi Enke und GWF und Ran zu kennen, weil der macht das ja zum Beispiel, der ist ja ab und an oder einmal im Monat, glaube ich, für GWF noch am Werk. Ich glaube, dass es nicht unmöglich wäre, so erst mal generell das zu sagen. Ich selber glaube, wenn das stimmt, wenn ich das Gefühl habe, das ist eine coole Liga, das sind coole Leute. Ich kann denen Mehrwert geben. Ja, why not? Also will ich erstmal grundsätzlich nicht nein sagen. Ich glaube aber tatsächlich, so ehrlich muss ich sein. Das größte Aber in meinem Leben ist die Fußball-Bundesliga am Wochenende. speaker-0: Bundesliga mein Lieber, du hast es gesagt Bundesliga. speaker-1: Ich habe weder das Wort Bundesliga, nicht Zweite Liga, sondern ich habe Bundesliga in den Mund genommen. Ich bin Dauerkartenbesitzer. Und am Ende komme, was wolle, ich werde immer... Also ich bin ja, wer es halt nicht weiß, ich bin halt Schalke-Fan. Ich bin seit klein, ich bin in Gelsenkirchen groß geworden. ⁓ Wunder, ⁓ Wunder. Und gerade durch die Dauerkarte, es schmerzt mich jedes Mal, wenn ich nicht Samstags oder Sonntags oder Freitags im Stadion bin. Und deswegen ist es eigentlich ein festes Ritual meinerseits, dass ich jeden zweiten Samstag... eben auf Schalke bin. Und ich glaube, ist schon einfach, das sorgt schon dafür, dass ich halt an Samstagen auch nicht viel arbeiten kann. Also alleine ist Schneckdown. ⁓ Gottes Willen. Also ja, was mache ich denn dann? Ich könnte ja nur jeden zweiten, jede zweite Sendung machen. Geht ja nicht. speaker-0: Das geht nicht mal lieber. Aber die Frage, die sich Kai gestellt hat, was du in den vier Minuten im Mai gemacht hast, ob du dich noch an die Zeit erinnerst? speaker-1: Also erstmal, wenn es der Kai ist, von dem ich glaube, dass er ist, wenn er die Frage gestellt hat, dann erstmal schöne Grüße an dich. Ja, ehrlicherweise, bin 96er Jahrgang. Was habe ich da gemacht? Ich war da vier Jahre alt, fünf Jahre alt, wenn es hochkam. Ich erinnere mich nicht nahe an Niente, an gar nichts. Ich kriege aber immer nur wieder erzählt, und das vielleicht auch zu eurer Belustigung, mein Großvater, der hat früher in den 60er-, 70er-Jahren in Gelsenkirchen Fußball gespielt, auf Stadtebene. Sein Verein wurde unfassbar krass von Schalke in den 60er-, 70er-Jahren leergekauft. Unter anderem Norbert Nickbuer, der vielleicht auch den ein oder anderen was sagen könnte, spielte damals bei Horst, wechselte zum FC Schalke 04. Das hat mein Opa Schalke so derbe übel genommen, dass er gesagt hat, den gönne ich gar nichts. Ausnahme 1, 97 UEFA Cup Sieg. Ausnahme 2, die Vier-Minuten-Meisterschaft. Da hat er wirklich so derbe mitgefiebert. Und als dann der Patrick Anderson das Ding da reingemummelt hat in der 94. ist der so dermaßen ausgerastet, weil er sich gesagt hat, er hat seine eigenen Prinzipien verraten, dass der erst mal komplett alle Fliesen, die er gerade frisch die Tage über im Badezimmer, was er da neu gemacht hatte für meine Oma, alle schon in Wänden geholt hat, wie so ein Ruhrgebietsoppa. wie so ein schreiender Berserker komplett über die Straße geworfen hat durch den Garten und haste nicht gesehen. Und dann musste der am Montag wieder neu zum Baumarkt. Und dann haben sie nur gesagt, was ist denn mit ihm los? Warum sind wir denn schon wieder hier und warum 20 Paletten Fliesen? Ja, frag nicht. Hast du nicht das Spiel gesehen? Ja sicher. Ja, dann weißt du, was passiert ist. Das ist das, was mir nachgetragen wird, also was mir nach erzählt wird. Das kann ich euch erzählen. speaker-0: Da hat der Kai dann eine Frage gestellt, die dich gar nicht betrifft, aber du schön mit einer schönen Oper Story nachher. speaker-1: Ja, gerne. speaker-0: Als Schalke-Fan kann man wirklich wieder glücklich sein. Ich bin sehr gespannt. Erste Liga. Ist jetzt schon raus, der ewige Eding es noch mal in der ersten Liga für Schalke Ja. speaker-1: Also stand jetzt zum Tag, an dem wir beide aufzeichnen, nicht. Ich glaube, die Chancen sind ganz gut. Ich bin aber auch ehrlich. ich meine, warte mal, das wird hier ausgestrahlt wahrscheinlich im August, ne? Ja. Glaub ich, ja. So, das heißt, kennen schon, wenn ihr das hört, wisst ihr schon, wer Weltmeister geworden ist und ihr wisst auch schon, wie weit Bosnien Herzegowina bei dieser Weltmeisterschaft gekommen ist. Ich glaube, wenn Bosnien es ins achte finale schaffen wollte, also... Wirklich Gruppenphase überstehen und mit Achmunkrach irgendwie, wenn der Turnierbaum es möglich macht, das 16. Finale zu packen. Hat er auf der ganz großen Bühne nochmal ein 8. Finale gespielt, ist die in die KO-Phase gekommen. Was soll der denn dann noch machen? Was soll er sich da seine Knochen da mit 41 dann nächstes Jahr für uns über den Rasen schleppen, damit er im Zweifelsfall, was bei all der Euphorie wirklich ja immer ein ganz normales Szenario ist, ein Aufsteiger wieder absteigen kann? Was soll der sich denn dann damit ruinieren? Also ich bin der Meinung, wenn Edin Dzeko in Bosnien eine tolle Weltmeisterschaft spielt, dann soll er einfach direkt sagen, so, that's it, ich bin raus. speaker-0: Das Ding ist, du musst eigentlich einkaufen als Schalke 04, ⁓ in der ersten Liga mitzuhalten. Aber wie wir es ja wissen, wie es ⁓ die Finanznummer Schalke 04 steht, wird das schon mal schwierig. Das heißt, du musst vielleicht mit Leihen und solchen Geschichten interessante Optionen herstellen, wo du vielleicht die Chance hast, Spieler zu bekommen, die du sonst gar nicht kriegen könntest. Weil ich glaube, mit dem Kader hast du schwer, wenn der so bleibt, nächstes Jahr. speaker-1: Ja, natürlich. ist ja etwas, was ja vor vier Jahren ähnlich passiert ist. Da hat man sich ja auch mit sehr vielen Leinen über Wasser gehalten. Am Ende haben die uns auch nichts gebracht, zwei Punkte haben gefehlt, man ist wieder abgestiegen und die Spieler waren dann auch wieder weg. Also klar, ja, das ist auch ein Szenario. speaker-0: Und jetzt Beispiel ist der HSV, der das so gemacht hat und es sehr gut geklappt hat. speaker-1: Ja gut, aber der HSV, und das muss man auch ehrlicherweise sagen, hatte ja aber auch widerwillig sieben Jahre Zeit, sich ein Fundament aufzubauen. Ja, nein, aber ich glaube, das ist etwas tatsächlich, was man jetzt vielleicht in naher Zukunft noch nicht so sieht. Aber auf lang Sicht, glaube ich, dem HSV, vielleicht waren es zwei Jahre zu viel von den sieben. Lass es mal fünf gewesen sein. Aber fünf Jahre Zweite Liga, ⁓ dir ein Fundament aufzubauen, ⁓ dich finanziell zu stabilisieren. ⁓ dann wieder vernünftig groß angreifen zu können. jetzt meine ich, jetzt hast du so einen Spieler wie Fabio Vieira in den eigenen Reihen, wo man sagt, ja klar, 20 Millionen will Arsenal für den haben, das ist zu viel. sich nicht der HSV leisten, ja ist logisch. Aber ich finde in Fabio Vieira, dass der erstmal zum HSV kommt oder dass auch Luka Vuskovic jetzt da war und so weiter, das ist ja auch etwas, das machst du nicht. Oder das hätte der HSV vor drei Jahren auch nicht hingekriegt. speaker-0: Der Viera, der geht nicht unter 30, 40 Millionen irgendwo. speaker-1: Genau, das ist halt der Punkt und das hätte ich mir von Schalke auch gewünscht, nur leider war... waren die beiden Mannschaften in den letzten zwei Jahren leider so selten dämlich und meinten, ja, sie müssten, weiß nicht, und 15. werden oder 14. vor dem Ausstieg und haben da einiges an Fundament verballert. Also das wäre etwas, was ich mir wünschen würde oder gewünscht hätte, jetzt erst mal ein Fundament zu haben. Klar, wir werden über Leihspieler gehen müssen. Wir haben jetzt das Glück, dass wir ein paar neue Sponsoren, dass jetzt Schalke gerade wieder im Hype ist, dass die Leute freuen, dass die Schalke nicht mehr so negativ konnotiert ist so bei den meisten, sondern irgendwie ja dann doch man sich auch ein bisschen jetzt Als Nischtschalke-Fan zu sagen, ja, guck mal, sind die halt wieder in der Liga, ist doch super. Da kommt ein bisschen Geld rein. Du musst halt hoffen, dass jetzt so Leute verkauft worden sind. Wenn ich jetzt in die Zukunft blicke und aus der Zukunft spreche, wie Musa Villa und noch zwei andere. ja, dann halt einfach gucken, dass du die günstigen Leute kriegst, die halt eine Mille kosten. Tanaka, Düsseldorf ist jetzt klar gemacht worden. Ich hoffe vielleicht auch noch auf Cedric Itten, dass wir den auch noch kriegen können. Und dann noch zwei, drei andere und dann ja. Es ist der Kampf ⁓ Platz 16 bzw. ⁓ Platz 15. Also das ist bare minimum. speaker-0: Ich hoffe, dass die Fanschaft nicht zu früh anfängt, wenn man vielleicht das ein oder andere Spiel ungewollt gewinnt. Und dass man dann wieder anfängt, ja, nächstes Jahr Europa. Aber das geht halt auch schnell bei Matchups wie Schalke, auch dann leider. Das musst du aber eigentlich rausbekommen als Matchup. Weil für alte Titel, die du mal gewonnen hast, kriegst du nichts mehr. Und das hast du immer beim HSV gehabt, das hast du bei Bremen gehabt, bei Schalke gehabt, bei Gladbach hast du das. Dass immer noch über die alte Zeit gesprochen wird. Und das ist ein großer Fehler meiner Meinung nach. speaker-1: Das ist glaube ich auch etwas, das hat ein bisschen was damit zu tun, dass da auch Spiel von einer älteren Garde an Fanschaft noch dabei ist. Die halt natürlich dann auch sowas weitertragen und die halt relativ schnell ja ungledig werden mit der eigenen Mannschaft. Ich habe eher so manchmal tatsächlich das Gefühl, dass so eine jüngere Generation an Fans, die kennen ja den Status quo quasi nicht anders. Also ich würde mal jetzt sagen, jeder der seit 2017 sich näher für den deutschen Fußball interessiert, weiß, dass es Schalke nicht gut geht. Das sind jetzt auch bald 10 Jahre. Heißt also, wenn einer mit sechs Jahren anfängt Fußball zu gucken, ist er jetzt 16. Das heißt, der kennt gar nicht Champions League Fußball mit Falkke. eine Saison damals unter Tedesco noch. So. Das heißt, der kennt eigentlich nur... speaker-0: Auch in der Saison muss man dazu sagen, unglücklich ausgeschieden. speaker-1: Ich bin nicht... War das nicht diese 10-Tore-Kiste gegen City? speaker-0: Ja, aber das war City. speaker-1: Ja, gut, ja, das ist ja dann sehr unglücklich. Nein, aber weißt du, was ich meine? Also ich glaube halt, wenn du als jüngerer Fan aktuell in einen Verein reingeboren wirst oder das adaptierst, so, du nicht alle gerade genannt hast, HSV und so, ich glaube, die spüren das jetzt gerade nochmal anders. Die wissen, dass sie Sachen anders deuten können und verstehen müssen. Und ich glaube, ja, klar, lass Schalke zur Winterpause Zehntal sein. Dann werden natürlich da einige sitzen und sagen, ⁓ ja. reicht dir heutzutage schon zur Confidence League. Dann sind wir wieder da. Aber guck nach unten und dann weißt du, es sind auch nur 5 Punkte und plötzlich nach 2 Niederlagen, 3 Niederlagen nach Weihnachten. Ja, gut. Dann kratzen dir die anderen wieder am Arsch. speaker-0: Du musst halt die Power vom Publikum mitnehmen, die Schalke immer hinter sich hat. Das ist ganz Besonderes, diese Synergie auch zwischen einer Mannschaft, die wie Schalke spielt und den Fans. Weil wenn eine Mannschaft spielt, wie Schalke spielen muss, so wie in der letzten Zweitliga-Saison eigentlich. Ehrlich, Fußball, wo auch mal ein schönes Ergebnis rumkommt, wo man auch mal richtig auf den Sack kriegt zwischendurch, kann mal passieren. Aber die sind immer ruhig geblieben. Und ich fand... Das hat vorher gefingert und auch dieser Nutsnitch muss ich ganz ehrlich sagen, den aus dem Hut zu zaubern und wie der das aus dem Parkett gelegt hat, schako, ganz ganz ehrlich, also wirklich. speaker-1: Also schließe ich mich komplett an, ich selber war einer von den vielen, gesagt hat, ⁓ Himmels willen, was ist das jetzt für einer, wo kommt der denn her? Der hat ja selbst in England nicht mal einen Blumentopf gewonnen, irgendwie abgestiegen mit Plymouth, ⁓ geil, und Hasse nicht gesehen und gar keine Vita so in dem Sinne. Aber dann siehst du halt so schnell, es kann halt so schnell sich das Blatt wenden. Dieser Mann hat komplett den Verein überzeugt, alle Mitarbeitenden dort. hat die Fans überzeugt, hat die Mannschaft überzeugt. Das ist kein krass geiler Kader. Die hätten wahrscheinlich unter normalen Bedingungen einen 8. Platz oder einen 10. Platz gemacht. Der hat da sehr, sehr viel rausgeholt. Dem können wir sehr dankbar sein. Dann müssen wir jetzt einfach hoffen, dass sich die Mentalität und der Spielerkader so weiterentwickelt, dass es für die 1. Liga reicht. Ich bin auch ehrlich, der wird, wenn es gut läuft, noch 2 Jahre bei uns Trainer sein. Wenn es gut läuft, weil dann kommt eine andere Aufgabe für den. Und ansonsten ist es halt Schalke Schalke. Und was ich natürlich nicht hoffe, dann wird der arme Mann halt irgendwann, keine Ahnung, im September wieder beim Arbeitsamt bei uns anrufen. Und keine Ahnung, da muss er sich leider woanders hin transferieren lassen. Das ist ja leider auch viel zu schnell bei uns. speaker-0: Ja, das Ding ist halt einfach vielleicht auch mal ein Mann festhalten, der das unmöglich speaker-1: Ja, das wäre halt wünschenswert. speaker-0: Man spricht dann ja auch von Mechanismen, aber ich finde in der heutigen Zeit sollte man da über Menschen und Mechanismen vielleicht sollte man das auch nicht mehr sagen ehrlich gesagt. Nee. Das guckt die Company an. Alle Leute haben gesagt, wie kann man einen vom Absteiger der Premier League holen zum FC Bayern München. Und es waren schon lange kein Trainer mehr so erfolgreich, so viele Tore und so viele Schüchte gewonnen wie Vincent Company. Also ich glaube halt Out of a Box-Denken ist manchmal gar nicht schlecht. Wenn ich dich fragen würde, du hast es erst angesprochen, Weltmeisterschaft, jetzt schon vorbei. Was ist dein Tipp wertgewonnen? speaker-1: Spanien ist weit mehr als ich gewonnen. speaker-0: Ich mache es ganz einfach. 1-0 Sané, Deutschland im Finale gewinnt. speaker-1: Da war er, der größte deutsche Spieler aller Zeiten, G-Royal Fiesta B. speaker-0: Wenn er das nämlich packt und das entscheidend vor dem Finale schießt, dann hat er dann alles das, was vorher über ihn gesprochen wurde, ist weg. speaker-1: Ja natürlich und dann ist Abdu, ich weiß nicht ob du ihn kennst, der edel TikToker Abdu. Ja, von Galapasarei. Genau, richtig. Richtig geiler Typ, ich feier den total. Manche Takes grenzwertig, aber in vielen Dingen sehr unterhaltsam. Du, ich würde mir das wünschen, also wenn wir wie auch immer schaffen Weltmeister zu werden, wäre das unfassbar klar, nimmt jeder mit. Aber ich glaube der Turnierbaum alleine macht uns einen Strich durch die Rechnung, weil Wir müssten, wenn alles normal gelaufen ist, im Achtelfinale auf Frankreich getroffen sein. speaker-0: man schlagen, glaube ich. Wenn wir einen Lauf haben, man die schlagen, weil... speaker-1: Aber du sagst, wenn man Lauf hat. das Ding ist, Deutschland ist keine Turniermannschaft mehr. Das, was Deutschland hier vor 100 Jahren ausgemacht hat, so gefühlt, wovon unsere ältere Garde widersprechen könnte, das kennen wir alle gar nicht, weil in den letzten zehn Jahren haben wir ja nur gesehen, da reicht das nicht mal für die Gruppenphase. Weiß ich nicht, ob dann nicht schon Frankreich im Achtelfinale eine Hausnummer zu hoch gewesen ist. Aber ich lass mich gerne eines besseren bemerken. speaker-0: Offensive muss ich ganz ehrlich sagen, schon mehr als konkurrenzfähig Deutschland. Defensive, ein Tar und ein Schlatterback brauchst du dich eigentlich auch nicht verstecken vor anderen Innenverteidigern in Europa meiner Meinung nach. Und dann hast du leider auf Rechtsaußen einen Kimmich, der vielleicht eher in die Mitte gehört, was du in Deutschland aber nicht kannst, weil du keinen Spieler anscheinend auf der Rechtsverteidigerposition hast. speaker-1: Das ist richtig. speaker-0: Braun. Der Bittlingsma, braun. speaker-1: Na gut, will links machen, ja. Also ich mein, den hättest aber theoretisch vielleicht auch auf rechts ziehen können. Im Zweifel. Aber das ist halt dann, naja, hast du auf links halt nur David Raum. speaker-0: Wir werden nur spielen, wir in Amerika ich mir sehr sicher, ehrlich gesagt. speaker-1: Wahrscheinlich. Havertz vorne drin halt und auch von der Bank. Wollte Marte, wenn er überhaupt eine Rolle spielt, müssen wir mal gucken. speaker-0: Dieser Hype, der ist an ihn selber leider vorbei gegangen so ein bisschen. speaker-1: Total. Also ich glaube, ehrlicherweise, das sagt man natürlich als Nicht-Bayern-Fan ungern so, aber es wäre einfach unfassbar smart gewesen, ihn für 60 Millionen aus deutscher Sicht einfach an euch zu verkaufen, ob ihr ihn jetzt braucht oder nicht, ist mit Kane jetzt noch immer noch dahingestellt, ob man so einen teuren Ersatzspieler braucht. meine Jackson Martinez, nee, Niklas Jackson. speaker-0: Aber der ist noch nicht umgeendet. Das ist das Verrückte. Die Leute unterschätzen ihn total. Der hat so gute Scorer-Werte bei München. Unfassbar. speaker-1: Aber guck mal, und den habt ihr für ein Apel und ein Ei gekriegt, deswegen, das meine ich gerne. Im Vergleich, dann hätte sie halt nicht 60 Millionen für Voldemar da ausgeben müssen. Aber ich glaube halt, generell wäre es für ihn sinnvoller gewesen, ihn nicht zu Newcastle zu wechseln, sondern halt dann vielleicht dann doch auch bei euch auf der Bank zu sein oder halt der zweite Stürmer. speaker-0: der Fußballtalk ist wieder zurück heute hier im Interview mit Nico Schmidt. Das Schöne ist, wir werden sehen, ob Spanien und Deutschland es geschafft haben. Vielleicht passiert was anderes. Eins seid euch sicher, Italien wird es speaker-1: Das ist richtig. Schade drum. speaker-0: Ja, es wirklich verrückt, dass die das über drei Jahre in dich geschafft haben. Ja. Abschließend deine Präferenz und du schaust sicherlich auch viel zu Wrestling. Wenn man Nico Schmidt fragen würde, welche Figur im Wrestling, sei es Frau, sei es Mann, hat ihm am meisten Spaß gemacht oder influenced in Sachen Wrestling? Was würdest du sagen? speaker-1: Ich hab einen Namen, aber das Problem ist, ich will... Ich kann nur bis zu einem gewissen Punkt mit hingehen. Und ich sage das unter all den Punkten, weil wir, glaub ich, auch im August immer noch nicht 100 % wissen können, was da so 100 % vorgefallen ist. Es wäre Chris Jericho. Die Leute, die halt, glaub ich, wissen, wovon ich rede, wissen ja, sei ja möglicherweise... sich an manchen Stellen bisschen zu weit aus dem Fenster gelassen hat. Gehen wir jetzt bis zu einem gewissen Punkt, bevor es diese Anschuldigung gab und so weiter, dann ist es partielllich Chris Jericho, weil klar, als ich klein war, fand ich John Cena ganz cool, ich fand auch Edge irgendwann mal ganz cool und über die Indie-Szene, wie gesagt, von Walter Gunter, damals über AJ und Hasse nicht gesehen, aber es gibt halt einen Mann, der wirklich, egal wo er war, immer immer abgeliefert hat, immer seine Duftmarke gesetzt hat. Er ist halt eben der Mann mit den 1004 Gimmicks, so gesehen. Und die waren sicherlich nicht alle geil, aber Chris Jericho als dieser Typ im Anzug, der alle als Hippokrites beleidigt hat, diese 2009, 2010 Ära, selbst bis hin zu dieser blinkenden Jacke, es gibt selten Sachen, wo ich gesagt hab, klickt nicht. So, weißt du? Und deswegen ist, glaub ich, Chris Jericho derjenige auch... Auch jetzt bei AEW, muss man auch fairerweise sagen. Vielleicht jetzt zum Ende, jetzt gerade aktuell, ja, kommt immer drauf ein bisschen an, was jetzt so in den nächsten Wochen passiert, was wir jetzt beide bei der Aufzeichnung noch nicht wissen können. In Sachen Booking von ihm und so weiter, in welche Richtung er sich da entwickelt. Aber auch da hat er in den meisten Fällen halt einfach abgeliefert und dass man auch die... Dort gesagt haben, den wollen wir halt unseren ersten World Champion haben. Das ist für mich einfach ein Ausrufbezeichen, dass dieser Mann mit 20 funktioniert hat bei ECW und in Japan, mit 30 bei WCW und auch bei WWE. Dann auch als Musiker, auch wenn er live ein dünnes Stimmchen hat, das muss ich trotzdem sagen. Also, aus die Live-Fut sich anzuschauen, kann man einmal machen, muss man nicht dreimal. Aber ja, also dieser Mann hat einfach so viel auch fürs Wrestling an sich getan. Und deswegen wird der mein, ja, ist der dann so quasi das Vorbild dafür. speaker-0: Erst so bisschen aus das Role Model, weil man sich immer wieder selbst neu erfinden im Duden nachblättern würde, wäre da ein Foto von Chris Jericho auf jeden Fall. speaker-1: Exakt so. Und ich glaube, das muss man immer wieder. Man muss sich immer wieder neuer finden. Man muss neue Wege gehen. Man muss auch mal andere Wege gehen, die ein bisschen schmerzhaft sind, Rückschläge einstecken. Aber ja, wenn man wandelbar ist, dann kommt man, glaube ich, ganz gut durch dieses Leben durch. speaker-0: Lieber Rico, möchte dir erstmal Danke sagen, dass du dir so ein bisschen die Zeit genommen hast über Politik, über Fußball, über Wrestling und das alles so ein bisschen zu sprechen. Meine abschließende letzte Frage ist die, ist es verrückt? für dich zu sehen, wie viele Leute von den Leuten, mit denen du quasi damals auch zusammengearbeitet hast bei WXW, jetzt quasi beim selben Arbeitgeber sind wie du, die da so rumlaufen. Weil guck dir allein mal Junior an. Mein lieber Herr Gezeitsverein, vielleicht das beste Match in den letzten 15 Jahren im gesamten Wrestling. wurdest mein Lieber. Also unfassbar. speaker-1: Also nicht nur vielleicht streich mal das vielleicht. Also ja, voll. Natürlich. mein, auch das ist vielleicht vollen Jahr mal bisschen durchgekommen am Anfang dieser, ⁓ Gott, wie viel sind's denn? 80 Minuten, die wir beide hier reden. Man macht ja nicht immer die gleiche Sache. Man touret mit den Leuten rum. Man ist Staff, man baut den Ring auf, man war auch mal Fahrer. Also ich habe mal Leute, Junior wie Walter, wie Ilja. speaker-0: Die speaker-1: Rainer Ringer, keine Ahnung, The Mag und wie sie nicht alle heißen. Nur die ganz großen Leute. Mal kurzerhand durch Städte gefahren oder zu Flughäfen, weil sie zu ihren Fliegern mussten. Nein, aber weißt du, das sind halt wirklich so, das sind so immer diese kleinen Momente. Du liest die vor dem Match, wie sie sich warm machen, wie sie untereinander Freunde sind und alles und wie sie sich ihre Geschichten erzählen. Und denkst dir so, ja krass, also wirklich krass einfach. Zehn Jahre später macht er in Monterrey 15.000 Leute. Ist er der größte Nationalheld Mexikos gerade? Der andere hat mal wieder bei einem KLE ⁓ den World Title gecatcht und fast den Titel gewonnen. Ist schon mehrfacher World Champion. Und das sind ja jetzt nur die beiden, die man sich rauspicken kann. Du kannst Ilja nehmen, der United States Champion war. Und all die anderen, die zwischendurch auch mal den Weg dahin gefunden haben, dann vielleicht mal wieder zurück mussten und doch wieder hin. Das ist einfach unfassbar schön zu wissen, wie die Leute zum Teil hoffentlich gut. ihren Weg gegangen sind und das macht super viel Spaß. speaker-0: bin sehr gespannt, wo dein Weg noch hingeht. Also wie gesagt, deutsche Wrestling Promotions. Einfach mal den Niko anschreiben. Wenn er Bock hat, kommt er, haben wir gelernt. speaker-1: Ja, aber nur Sonntags oder Freitags. Sonntags könnte es schlecht sein. speaker-0: Also alle, Sonntagsveranstaltungen einfach mal den Dekor anschreiben. Aber vielen, Dank, dass du das möglich gemacht hast. speaker-1: Ey, vielen, vielen Dank dir auch nochmal für damals, für die Chance bei Karat TV mitmachen zu können und auch heute. Ich halte das nicht für selbstverständlich, weil das kann ich auch ehrlicherweise sagen. Ich habe gedacht, mein Gott, was sollen die Leuheurer von GF der TORG sich für mich interessieren? Also ich meine, ich bin jetzt halt WWE-Kommentator für Deutschland, aber jetzt auch nicht die größte Kerze im deutschen Wrestling. Und du hast trotzdem gesagt, nee, komm, ich glaube, das wird eine schöne Nummer, komm einfach mal rum. Wir schnacken eine Runde und ich fand das super angenehm und deswegen auch danke dir für das Vertrauen, dass du den Leuten im deutschen Wrestling schenkst. speaker-0: Vielen, Dank dir, dass du es möglich gemacht hast. Die letzten Worte dieses Interviews, und jetzt wird es schwierig, Lieber. Wir bürgen natürlich immer den Gast. Und das heißt, du kannst jetzt sagen, was du möchtest. Deinen Hater, deinen Fans kannst du jetzt sagen, was du möchtest, mein Lieber. speaker-1: Also ich mach's kurz und schmerzlos. Leute, das was meine Kollegen wahrscheinlich auch immer wieder sagen, ich fahre Wrestling. Wenn es euch Spaß macht, bleibt da dran. Nicht immer ist es toll, egal, wie viel ihr zuschaut. Da muss man manchmal durch. Aber am Ende lieben wir einfach diesen Sport. Und das ist ein unfassbar geiler Sport und dem sollten wir immer toll bleiben in den guten wie in den schlechten Zeiten. ja, auch ansonsten, wenn ihr Bock habt, Wrestling zu arbeiten, wie gesagt, fahre euch, seid wandelbar. Habt den Mut, die Leute zuzugehen. Und ansonsten, wenn ihr auch Leute seht, von denen ihr glaubt, die könnten was werden, dann habt ihr den Mut und schnappt euch die Leute, nehmt sie euch zur Seite. Und am Ende gucken wir mal, was draußen ist. Und vielleicht sehen wir uns alle in zehn Jahren hier nochmal in so einem Podcast wieder. Und dann sprechen wir mit den nächsten großen Stars des Business. Ohne, dass ich jetzt einer bin. Aber ihr wisst, was ich meine. speaker-0: Du erlebst auf jeden Fall den Traum von vielen Leuten, den sie, glaube ich, mal irgendwann haben, mit irgendwas mit Wrestling machen, weil kommentieren ist einfach. Wir haben gelernt, es ist manchmal nicht so einfach und es ist natürlich auch viel Lernen dafür, dass man dann im Endeffekt auch ready ist. Ich muss dir ganz ehrlich sagen, danke, dass du heute hier warst. Euch danke fürs Zuhören. Das war Nico, das war Tim. Heute nicht bei KaratTV, aber nochmal schöne Grüße an Flöter, Eddy, Fischi und auch an Franz. Kann man nochmal weitergehen. Keiner von denen hört sicherlich aber schöne Grüße an. Euch eine schöne Zeit. zum nächsten Mal. Tschö. speaker-1: Freunde.