speaker-0: Ich wollte mich noch mal aus dem Off nach dem Interview jetzt vor dem Interview melden, weil ich finde ein wichtiger Punkt ist hier vielleicht auch eine Triggerwarnung zu setzen, in diesem Interview geht es über ein sensibles Thema, denn Jessie J spricht offen über ihre Erfahrung auch mit sexueller Gewalt. Das heißt für euch, wenn ihr euch diesem Thema nicht gewappnet fühlt oder wenn ihr sowas nicht hören möchtet, dann habt ihr jetzt noch die Chance abzuschalten und euch das Interview nicht anzuhören, weil es geht in mehreren Teilen auch über Sachen, die vielleicht der ein oder andere nicht so gerne hört. Also, solltet ihr auch selber Probleme haben, vielleicht mit eurer seelischen Gesundheit, dann würde ich als Tipp geben, das heute vielleicht nicht zu hören. Wenn ihr selbst aber auch von sexueller Gewalt betroffen seid oder jemanden kennt, der vielleicht sogar betroffen ist oder war und vielleicht Hilfe gebrauchen könnte. Es gibt in Deutschland und im deutschsprachigen Raum so viele schöne Sachen, die gerade für Menschen da sind, die solche schweren durchlebt haben. Das heißt, ihr könnt euch melden beim Hilfe Telefon Gewalt gegen Frauen, Hilfe Telefon sexueller Missbrauch oder in Deutschland auch die Nummer gegen Kummer, gerade auch für Kinder und Jugendliche, denen sowas passiert ist. Ich wollte das gerne vor dem Interview einordnen, damit sich jeder auch jetzt noch für sich die Chance hat, jeder oder jede natürlich auch zu entscheiden, ob er sich das jetzt wirklich anhören möchte. Vielen, vielen Dank fürs Zuhören. Wir geben jetzt ab zum Interview. Hallo, das ist Berlin. Ihr seid bei GF det Talk. Und heute ist Jesse Jade zu Gast. speaker-1: Gute Freunde! speaker-0: Moin und herzlich willkommen zu GF der Talk. Heute fehlt ein Moin, aber trotzdem haben wir eine Interviewausgabe. Interviewausgabe bedeutet heute internationales Talent. Weit, weit weg von mir und hoffentlich genauso warm, damit wir beide leiden. Jazzy fucking Jay auf der anderen Leitung. Und Jazzy, bist du froh, dass du heute nicht auf einer Autobahn bei diesen Temperaturen gerade unterwegs bist? speaker-1: Ich war heute schon unterwegs auf der Autobahn. Ich hatte Urlaub und war in Fulda und bin heute erst heimgefahren. Hab Musical geguckt. speaker-0: Was machst du schon wieder in Fulda? Entweder machst du Theater oder guckst Musical. Dazwischen gibt es nicht viel. speaker-1: Oder ich catche, ja catchen und arbeiten. speaker-0: Wie cool war das für dich, als du das erste Mal diese Anfrage auch bekommen hast, so ein bisschen auch was ganz anderes außer das stumpfe Wrestling zu machen, so ein bisschen diese Theatererfahrung auch zu haben, Jesse? Kannst du den Leuten mal vielleicht erzählen, wie das überhaupt zustande gekommen ist und ob du dich vielleicht auch so ein bisschen gefreut hast, dass du vielleicht auch die andere Seite jetzt so ein bisschen mal ausleben kannst, die du vielleicht gerne magst? speaker-1: Ich liebe ja Musicals, das war mittlerweile Leda und ich jedes Jahr auf mindestens fünf verschiedene Musicals. Ich habe da auch schon sehr viel Geld investiert, ich häufig irgendwo in Deutschland bin und dann natürlich nicht nur einmal, sondern ich musste ja auch fünf Mal anschauen. Mein Lieblingsmusiker Robin Hood, glaube ich, habe ich 23 Mal gesehen, meistens in Fulda. Und irgendwann, kam halt die Anfrage, ich glaube es war noch 2022, 2023, von... einem Regisseur. Und er hat gesagt, es brecht Festival und da will er das erste Mal, weil er jetzt Direktor und diese Leitung da übernimmt und er ist ein großer Fan von Wrestling und würde gerne die ganzen kulturellen Probleme in der Stadt eben durch Wrestling erklären. Und es war Wrestling, aber es war auch Text dabei. Also man ist in verschiedene Rollen geschlüpft und musste auch Text aufsagen und es war schon sehr intensiv. speaker-0: Wie viel Bühnenzeit hattest du da? speaker-1: wie viel Bühnen es sei. Es war halt keine Bühne, es war ja ein Wrestlingring. Es war wie im Wrestling auch, nur dass man halt andere Rollen hatte. Und ich war das erste Match und davor hatten wir einen kleinen Dialog und wir haben ja auch Videos schon aufgezeichnet im Vorhinein, die dann eingespielt wurden. Ja, es war halt richtig crazy. da kann sich jede deutsche Wrestlingliga von diesem Setup noch einiges abschneiden, wirklich Titan Trend und speaker-0: Also über eine Leinwand an der Release. speaker-1: wie viel Sitz die hatten, es sah alles geil aus, dann noch so Glitzer, richtig cool. Seitdem ich bei diesem Theater mitspiele, ich immer die Rolle der Stadt bekommen. bin einmal die Stadt Augsburg gewesen, war ich Stadt München, Stadt St. Pölten. Es war immer ein bisschen anders. Das erste Mal war komplett anders. waren wirklich diese kulturellen Probleme in Augsburg, die diese hatten. Zum Beispiel war ich eine alte Frau. Das war sehr lustig. die Probleme hatte, weil sie in einer guten Gegend gewohnt hat, in der Innenstadt, und da es immer sehr laut war, weil Party und so weiter, und die war halt mit dem Gesicht am Fenster hart, rausgeschaut und sich halt über die Leute beschwert. Und dann ist da ja irgendwas in Augsburg passiert bei der Silvesternacht, da gab es irgendwelche Tumulte und Aufruhen. Und das hat ja irgendwann keinen Bock mehr. Und dann kam eben so ein junger Typ, der halt gern Party macht, der aber von außen kommt, da in Augsburg halt die besten Partys stattfinden. Und dann kam es eben zum Kampf. Und irgendwann war ich dann in Stadt. Und ab dem Zeitpunkt, nach dem Prechtfestival, war dann Kampf ⁓ die Stadt. Und da war auch tatsächlich immer kulturelle Probleme, aber es gab immer nur ein Problem. In München war es zum Beispiel der Wohnungsmarkt. Und da hatte ich tatsächlich in der ersten Hälfte gar nichts und in der zweiten Hälfte war meine Hälfte. Also ich war von Anfang bis Ende draußen. Es waren dann Texte und wir haben auch so einen kleinen Tanz gemacht und dann hatte ich auf einmal, es war richtig crazy, es waren... Ich war kein Moment backstage, es waren dann drei Matches hintereinander, die ich werken musste. Das erste war ein Leather Match, wo wir ein Haus abhängen mussten, wegen Eigentumswohnung. Das zweite war dann so ein schnelles Lucha Libre Match. Und das dritte war dann noch mal ein normales Match, aber es waren immer Matchzeiten. Das erste war 10, dann 8, dann 7. speaker-0: Also du hast einfach mal im Theater in Three Stages of Hell geworfen. speaker-1: Ja, genau. Und dann war zwischendurch noch Text und ich war einfach so kaputt schon, weil ich auch nichts trinken konnte. Dann war wieder Text, dann haben wir noch den Tanz gemacht und dann kam dieses Main Event, das war zwei gegen vier Handicap Matchs, Elimination Rules. Und danach noch mit den Cheerleaders tanzen, das war crazy, aber immer richtig, richtig gut und richtig lustig. Und es total viel Spaß gemacht. Jetzt im September sind wir in Graz in der Steiermark, auch wieder mit dem Theater. Und ich fand es halt so cool zu diesem Zeitpunkt nicht nur dieses Westerrische, sondern auch dieses Theaterrisch, dass wir da auch Texte und die Rolle verkörpern und sich da hineinversetzen, weil meine Rolle kenne ich ja in und aus, wenn Jesse J. bin halt ich. Die mache ich jetzt schon seit Ewigkeiten und da ist es halt jetzt nicht mehr so der Reiz dran, sich selber zu spielen, wenn man irgendwie so neue Rollen kriegt. wo man sich dann hineinversetzen muss und wie würde die das sagen, wie würde sich bewegen und so, ist halt geil. Und dann bin ich irgendwann draufgekommen, okay bei uns in der Gegend, also ich wohne jetzt nicht direkt in der Stadt, sondern Salzburger Land und da gibt es halt viele kleine Theatergruppen. Dann habe ich irgendwann gesagt, okay, ich schaue mal hin, vielleicht kriege ich eine Rolle und letztes Jahr tatsächlich im Dezember, Januar habe ich dann bei der Weihnachtsgeschichte mitgespielt bei uns im Theater in Holzhausen und Es war zwar nur eine kleine Rolle, aber es war extrem lustig und auch die Proben, war sehr intensiv, wir dann wirklich kurz vor der Premiere hatten wir wirklich jeden Tag Proben. Aber es war schon sehr cool mal nicht fürs Wrestling Applaus zu bekommen, sondern einfach fürs Theaterische und die sich halt unterhalten fühlen. Und dann hat diese Theatergruppe dieses Jahr im Frühjahr einen Film gedreht, Soko Holzhausen, der kommt dann im Dezember raus, wird dann die Premiere gemacht. Soko Kitzbüll, Soko Dona ist halt so ein Kriminalfall und der hat halt bei uns gespielt. da habe ich eine der Hauptrollen gekriegt. Wo kann man das dann sehen? Also es wird tatsächlich bei uns ausgestrahlt und dann wird es auf YouTube hochgeladen. Sehr cool. Und ich habe die Rolle tatsächlich gekriegt, weil nämlich eine Stunt Szene drin ist und ich musste eine Klippe runterspringen und es hat sich sonst keiner getraut. Und da nimmt man natürlich die Wrestlerin, die das fast täglich macht. Aber es war schon war schon sehr, sehr lustig. Und jetzt habe ich tatsächlich vorgestern einen Anruf gekriegt, dass ich die Hauptrolle in einem anderen Theater kriege. das wird auch wieder sehr lustig. fangen die Proben jetzt dann nächste Woche an. Und das sind so 80 Seiten Skript, die ich lernen muss und ganz viel Text. Und da kann man mich, also wenn man mich einmal in Kleid und High Hills sehen will, dann muss man dahin kommen. Sonst wird man mich nicht in High Hills und Kleid sehen. Beim Theater schon. speaker-0: Waren schon mal Catch Fenster. Noch nicht mal die Bluts Brüder Ultras, das enttäuscht mich. speaker-1: Ne, tatsächlich nicht. Ich hab sie eingeladen, aber sie haben gesagt, ⁓ nee, nee. Aber mal gucken, vielleicht bringt sie noch. speaker-0: Beim nächsten Mal. Schöne Grüße übrigens von dir. Ich hätte eine andere Frage. Jedi, du hast gerade so euphorisch und ich habe im Privaten auch schon mal mit dir genau über dieses Thema gesprochen und auch da warst du schon so euphorisch. Das heißt, man hat da richtig gemerkt, dass deine Augen da auch glänzen. Du hast eben über Sachen gesprochen, die du da auch lernst oder anders machst. Ich würde dich gerne fragen, kannst du aus dem Schauspielerischen durch das Theater auch für dich im Wrestling was mitnehmen? speaker-1: Definitiv. klar. Also man kann vom wrestlerischen ins schauspielerische was mitnehmen und auch umgekehrt. Man denkt immer, okay, wenn ich im Wrestling bin, wie könnte ich das jetzt noch intensiver zeigen, dass ich zum Beispiel jetzt Schmerzen habe, dass ich leide. Wie kann ich sagen, dass ich irgendwie, dass ich irgendwas lustig finde, dass ich irgendwas... Mimik, Gästik arbeiten ist extrem wichtig im Theater und das lerne ich auch immer wieder. natürlich bei den Proben kriegst du das haargenau gesagt, wo musst du stehen, wie musst du dich bewegen, wie muss dein Gesicht sein und das kriegst du dann raus. Und irgendwann kannst du das auch ins Wrestlerische übernehmen und dann denkst du so, okay, Jessie J ist jetzt so und die Situation ist und dann würde jemand so reagieren und das muss man halt rüberbringen. Man kann in beiden Richtungen was lernen. speaker-0: Ich glaube halt auch gerade so Segmente wie dann auch Promos und so, die leiden jetzt nicht unbedingt darunter, man solche Erfahrungen dann halt auch macht. Was würdest du sagen auch? Weil es ist oft ja auch so, dass gerade auch die Promos oft von vielen auch jetzt schwerer angesehen werden als, außer wenn du natürlich ein völliges Naturtalent bist, gerade am Anfang. speaker-1: Ne, definitiv nicht. speaker-0: als die Sachen im Ring sogar, weil es gar nicht so einfach ist, sich selber auch so rüberzubringen, wenn man nicht die Erfahrung hat, irgendwie frei zu sprechen oder irgendwie so was zu machen. Und Mette Masi hat hier dasselbe gesagt. glaube, auch so eine Theaterausbildung oder eine Schauspielausbildung kann sogar wichtig sein als Ringsprecher, als Kommentator, als alles, weil du halt wirklich lernst, halt auch zu sprechen. Und du hast natürlich keine Ausbildung gemacht. Aber ich sag mal so... Theater ist schon mehr Catchen als Sprechen, außer man hat das richtige Stück, so wie bei dir, wie es einmal war. Glaubst du schon auch, dass es gerade vielleicht dann, wenn der ein oder andere da hadert, vielleicht so eine Idee wäre, auch in so Schauspielgruppen vielleicht mal anzumelden, ⁓ zu gucken, ob das nicht was für einen vielleicht ist, ⁓ einen selber auch gerade bei so was weiterzubringen? speaker-1: Definitiv. Also beim Theater lernen wir ja auch, okay, wie muss ich was aussprechen? Wo mache ich eine Pause? Wo muss ich mit dem Ton hochgehen? Wo muss ich runtergehen? Weil einfach viele im Promos viel zu schnell reden und die lassen auch das Publikum nicht wirken. Und beim Theater musst du einfach irgendwann, wenn das Publikum reagiert, applaudiert, musst du einfach kurz eine Pause machen, weil sonst kriegen die das Stück nicht mehr mit. Heißt, da musst du auch arbeiten und da musst du aber auch wieder den Text finden, den du jetzt sprechen musst. Und ich glaube auch, dass oft das Problem ist bei Promos, dass viele sich zu viele Gedanken machen und die ganze Promo immer wieder auswendig durchgehen und dadurch einfach so runter rattern, ohne irgendwie auf das Publikum zu reagieren, Emotionen zu zeigen. Und das ist, ich, das große Problem. Und das kann man im Schauspielerischen, im Theaterischen immer gut lernen. Weil wenn du irgendwas vergisst, du musst einfach improvisieren, weil sonst merkt das Publikum, okay, da ist irgendwas passiert. Und das musst du überspielen. du kannst beim Theater und auch beim Musical und beim Wrestling kannst du dich einfach zurückspulen. Du musst einfach die Performance, die du gerade machst, die beste Performance sein. Und das muss jeder verstehen. Auch wenn jemand langsam am Denken ist, muss der genauso viel verstehen wie jemand, der vielleicht studiert ist und einen IQ von 160 hat. Also du musst es wirklich für alle Menschen so verständlich wie möglich rüberbringen. und am besten auch mit Mimik und Gestik arbeiten, dass es, auch wenn man nicht hört, was gesprochen wird, dass die jetzt wissen, ⁓ was es geht. speaker-0: Kannst du verstehen, hast du das am Anfang von deiner Karriere auch gehabt, dass du gestruggelt hast, gerade bei solchen Themen, wenn mal gesagt wurde, mach eine Promo oder erzähl mal irgendwas oder so, war das für dich auch schwierig? speaker-1: Definitiv. Man lernt im Wrestling immer nur wrestlen, aber man lernt es drumherum nicht. Vor allem bei Alex war es Spot, Spot, Spot, Spot, Spot. Das musste sitzen, das Rätselerische musste passen, TV und so weiter. Aber wir haben nie wirklich Promos geübt. Wir haben nie geübt, wie verhalte ich mich so und so, was meine Gimmick, äh, Mimik, was meine Gestik. Es war schon schwer. Da macht man sich Gedanken, weil es ganz ungewohnt ist. Restlin konntest du, du hast dir vertraut, weil du hast es auch 1,5, 2, 3 Jahre gelernt. Da warst du schon sicher drinnen, auch wenn das Publikum da ist. Aber du wusstest ja, was du im Ring machst. Wenn du eine Promo machst und du hast es davor noch nie vor 100, 200 Leuten gemacht und du sprichst da. Total schwierig. Also da macht man sich viel, mehr Gedanken als über das Wrestlerische. Und das krieg ich auch immer wieder mit, wenn ich jetzt zum Beispiel irgendwo bei einem Wrestling Event bin und da kommt dann irgendwer zu mir und sagt, ey, Jessi, ... Das Match hab ich drinnen, ich weiß, was ich mache im Match. Aber ich hab vorhin eine Promo und ich ... Pardon, aber ich scheiß mich fast ein vor Angst. Genieße es, reagiere aufs Publikum und sag denen vielleicht auch, ich bin nervös, weil dann wissen die Leute, der ist wirklich nervös. Und dann sind sie auch bisschen sanfter und harmloser zu dem. Und schreien nicht gleich, who are you? Oder what? What? Also, ist halt Auch wie man es rüberbringt. Wenn man nervös ist, sollte man es auch rüberbringen, dass man nervös ist. Weil du kannst nicht deine Nervösität überspielen, indem du einfach deinen Text runterratterst. Sondern du musst halt einfach mit dem arbeiten, was du hast. speaker-0: ist glaube ich auch oft eine Sache von Erfahrung stand, glaube ich dann auch. Je mehr man Erfahrung da auch bekommt, das ist aber auch nicht immer so. Das heißt, viele Leute fühlen sich ihre gesamte Karriere damit unwohl, weil das halt auch nicht ihrem naturell vielleicht entspricht. Jesse, hast du denn einen Ansatz, was gerade auch jüngere Catcher, und man muss ja auch dazu sagen, du bist auch Trainerin eines Teils einer Wrestling Schule von Unlimited Wrestling, wenn ich es richtig weiß. Ist das richtig, In dem wunderschönen Salzburg. speaker-1: Ja, fast. Also sie ist in Hallein, sie ist außerhalb von Salzburg, aber es ist fast noch in der Nähe. Sie sind 15 Minuten von Salzburg weg. Und da bin ich jetzt seit knapp zwei Jahren Trainerin. Und ich habe da tatsächlich Talente von 13 bis 58. Natürlich manche hobbymäßig, manche wollen es tatsächlich auch irgendwann mal auch aktiv machen. Und ich habe tatsächlich als auch die ersten Talente schon erfolgreich zum Debüt geführt. Und ich... probiert tatsächlich häufig, nur das Wrestlerische zu machen, sondern auch immer mal wieder Promos zu machen. Manchmal sage ich denen, okay, ihr habt jetzt die Situation, nächste Woche will ich eine Promo darüber hören, dass sie ein bisschen mehr Zeit haben, darüber nachzudenken. Manchmal sage ich aber auch spontan, okay, ihr erhaltet jetzt eine Promo. Und man sieht schon, dass es sehr vielen sehr unangenehm ist, obwohl sie es jetzt schon seit zwei Jahren kennen, aber es ist trotzdem sehr vielen unangenehm vor Menschen zu sprechen, weil sie Angst haben, dass sie irgendwas falsch sagen, dass sie stopptan. dass sie nicht wissen, was zu sagen. Und manche sind da halt einfach bisschen freier und die sagen, ich probier's halt mal. Und manche sind auch relativ gut. Und manche muss man halt so ein bisschen ja anfeuern und sagen, wir sind jetzt fünf Leute. Besser du verkackst jetzt als vor 500 Leuten, weil du im Ring irgendwie ein Blackout hast. Deswegen probiere ich da immer wieder auch denen breit zu bringen, wie man Promos hält. Ob jetzt vor der Kamera oder auch im Ring vor anderen Leuten. Ja, genau. speaker-0: Du hast gesagt, du hättest dir von Alex damals gewünscht, dass da vielleicht auch so bisschen mehr das Auge drauf gelegt wurde. Das heißt, das ist so eine Sache, er dir nicht gegeben hat. Würdest du jetzt sagen, es gibt irgendwas, was du jetzt immer noch deinen Schülern beibringst, was du auch so von Alex gelernt hast? Gibt es da irgendwas, wo du sagen könntest, ja das ist so, wenn du drüber nachdenkst? speaker-1: Ja definitiv, das ist wrestlerisch ja alles. Natürlich ist jeder Trainer im Wrestling trainiert anders. Jeder hat so, wie geht man im Lockup? Wie hält man den Lockup? Da gibt es ja bestimmt acht Varianten verschiedene und die lernen das immer wieder anders. Ich lerne das so, wie Alex mir das beigebracht hat, weil es für mich auch so am logischsten ist. Da sind halt viele Punkte, die ich für logisch erachte und die mir Alex damals auch logisch beigebracht hat. und vielleicht andere nicht so sehen. Ich bin auch ein großer Fan von Spots. Ich mache auch immer wieder und sage, ihr macht jetzt eine Sequenz mit acht verschiedenen Spots. Ihr habt jetzt zehn Minuten Zeit und dann zeigt sie mir. Daraus lernen die Schüler, aber ich lerne auch daraus was. Die Schüler haben auch immer coole Ideen. schauen alle selber Wrestling. Die sehen vielleicht irgendwas, was ich nicht sehe. Und so bringen wir uns auch gegenseitig was bei. Es ist nicht nur so, dass ich denen was beibringe, sondern die bringen mir auch was bei. Also es ist total cool eigentlich dieses Wrestling-Training zu geben und die Jungs sind ja auch klasse. Also ich hab die alle sehr gern. speaker-0: Wie kann das zustande, dass Unlimited dann auch mit dir quasi in Österreich dann einen Ableger macht, Jessica? speaker-1: Tatsächlich war das ja nicht meine Idee. Es gibt einen anderen Salzburger Wrestler, der heißt Krampus. Der hatte die Idee, eine Wrestling-Schule zu gründen. Der ist dann Martin herangetreten und hat gesagt, hey du, wie sieht es aus? Ich hätte Bock, wollen wir vielleicht in Österreich eine Wrestling-Schule machen? Martin und Krampus waren dann im Gespräch und haben das dann ausgemacht. Irgendwann hat mich Krampus angeschrieben und hat gesagt, hey Jessi, ich würde jetzt gerne mit meiner Familie Urlaub machen, könntest du vielleicht für ein, zwei Wochen das Training übernehmen? Ich gesagt, ja, kein Ding, können wir schon machen. Dann hab ich das für ein, zwei Wochen übernommen. Und irgendwann, Oktober, November, es war September, kam dann der Call von Krampus, du, Jessi, könntest du vielleicht einmal unter der Woche Training machen und ich mach einmal am Wochenende? Das wird mir sehr helfen und den Schülern auch, weil dann haben sie zwei Perspektiven. Irgendwann hat Krampus dann gesagt, April, vor zwei Jahren, du, Jessi Sorry, aber ich krieg's zeitlich einfach nicht mehr hin. Kannst du die Wrestling-Schule als Headcoach übernehmen? Und ich dachte mir, ach ... Also, ich hab ja ein sehr stressiges Leben. Wrestling, Theater, Arbeit. Hab auch Familie, jetzt studier ich noch nebenbei. Also, ich hab halt schon sehr viel zu tun. Hab dann damals auch noch Kickboxen und ein bisschen MMA und so gemacht. Und irgendwann hab ich gesagt, ja gut, aber jetzt kannst du den Leuten halt auch nicht antun, die jetzt da ... eineinhalb Jahre trainiert haben, dass die auf einmal keinen Headcoach mehr haben, keinen Wrestlingtrainer mehr. Und die Jungs sind ja alle total lieb und die haben alle einen Traum, die wollen alle im Ring stehen. Und ich hab's nicht übers Herz gebracht, dass ich sage, nee, kann ich nicht. Natürlich wie Jessi ist, Jessi ist gar nicht mal so ein Arschloch manchmal, hat sie da gesagt, ja, und jetzt ist es halt jeden zu zweimal in der Woche das Training. Es ist sehr anstrengend, aber trotzdem immer wenn ich dort bin, freue ich mich, dass ich hier hingegangen bin. weil ich die Jungs sehr gern mag und es sind tatsächlich sehr viele dabei, die gutes Talent haben. Auch schon die Jüngeren, wo ich mir denke, okay, da könnte wirklich eine lange, gute Karriere entstehen, wenn die dranbleiben. Aber natürlich hat man auch so Rückschläge, wie dass halt Leute irgendwann auch nach den ersten Kämpfen erkennen, okay, fuck, das ist mir einfach viel zu viel. Dieser Druck, dann das ganze Zeit umherfahren, das ist nichts für mich und komm dann einfach nicht mehr zum Training oder sagen halt, jetzt erst am Donnerstag wieder jemand gewesen, Mittwoch, nee, Mittwoch. Vorgestern kam jemand, der hat vor einem halben Jahr angefangen und der war richtig talentiert. Richtig geil im Body, hat auch gut ausgesehen und hat dann gesagt, es passt momentan einfach nicht mehr in meinen zeitlichen Plan. Ich muss arbeiten, ich habe das zu tun, das zu tun. Es tut mir weh, das Wrestling war richtig cool und ihr seid eine richtig coole Truppe, aber es passt zeitlich einfach nicht mehr und ist dann halt gegangen und kommt jetzt nicht mehr. Und es ist halt traurig zu sehen, weil sehr viel Talent auch verloren geht. Aber da merkt man halt auch, dass Wrestling nicht einfach nur Hobby und Spaß ist, sondern das ist halt richtig heftig. Also du vernachlässigst Familie, weil du am Wochenende im unterwegs bist. Du verpasst Familienfeiern. Du sitzt im Auto, machst deinen Körper kaputt. Ich glaube, das ist übrigens das, was unseren Körper fickt. Nicht das Wrestling alleine, sondern die ganzen Autofahrten alleine. Wenn du da acht Stunden im Auto sitzt, das macht dich kaputt. Also ich steig da aus, ich bin wie eine alte Frau. Ich komm da nicht mehr richtig aus dem Auto raus. dann tut mir alles weh, es ist heftig. Und ich glaube, dass das viele einfach nicht sehen wollen, dass doch sehr, sehr viel mehr dahinter steckt als nur, ja, ich steige am Wochenende in den Ring. speaker-0: Glaubst du, wenn ich dich ehrlich fragen darf, fühlst du dich richtig anerkannt als Wrestler, wenn du Catchen gehst? Mit allem drumherum. Darf ich dich fragen, ob es auch Situationen gibt, wo du als Catcherin dann auch denkst, warum tue ich mir das manchmal an? Gibt es solche Sachen auch für dich, Jesse? Weil ich glaube, ist auch ein Punkt, wo du auch deine Schüler ja dann auch schützen, vielleicht aber auch warnen dann oft vor Sachen, die du dann vielleicht auch erlebt hast. speaker-1: Also klar, es gibt immer wieder diese Momente, die man selbst ein bisschen struggled. Ich glaube, die hat jeder Wrestler. Und bei mir ist es halt einfach so, dass ich sehe, dass mir Respekt gezollt wird, dass ich gute Matches mache, aber halt einfach gebucht werde, weil sie wissen, wenn Jessi im Ring steht, dann ist es kein scheiß Match. Aber es ist jetzt nicht so, dass einige Promotions machen es natürlich, aber einige Promotions buchen mich halt nur deswegen. Aber ich bin nicht das Aushängeschild oder das Gesicht der Frauendivision oder was auch immer. Ich werde gebucht, ⁓ ein gutes Match zu machen, aber es ist kein Plan da für mich. Das ist natürlich sehr häufig für mich auch. Ich würde wrestling nie den Rücken kehren, niemals mein Leben. Und es hat mir auch damals mein Leben gerettet. Aber natürlich struggled man und natürlich fragt man sich, wenn man dann heimfährt, warum mache ich das? Weil... Offensichtlich kriegt man nicht den Respekt, den man glaubt, zu verdienen. Vielleicht nicht Respekt, aber die Anerkennung. Respektieren tut mich jeder. Aber diese Anerkennung, mal vielleicht eine Story zu bekommen, die cool aufgebaut ist. Im Wrestling sind Titel nichts, aber trotzdem hat es auch was mit Anerkennung zu tun. Vielleicht mal einen Titel über längere Zeit zu halten und daraus eine Story zu machen. In vielen Promotions ... gibt es einen Frauentitel und der wird regelmäßig verteidigt, aber es sind keine Geschichten dahinter wie bei manchen Männern. Da wird einfach nichts erzählt, das ist einfach ein Frauenmatch und dann kommt die Herausforderung und die nächste Herausforderung. Das ist halt in gewisser Weise kacke, weil du halt als Zuschauer auch nicht so emotional dahinter kommst. Das ist halt so ein Frauenmatch. Es kann cool sein, ist geil, die Aktionen waren geil, könnte Match of the Night sein, aber emotional wie bei In jeder Serie, bei jedem Film, auch bei Theater, Musical, kommst du einfach emotional nicht so rein, wenn keine Geschichte erzählt wird. Und das ist sehr häufig, glaube ich so, der größte Minuspunkt im deutschen Frauenwrestling, dass sehr, sehr wenig Geschichte erzählt wird. Wenn das geändert werden würde, ich glaube, dann würde Frauenwrestling noch geiler werden. speaker-0: Ja, aber dann musst du halt dann auch Leute haben, die vielleicht nicht nur das Frauenwrestling-Match auf die Karte setzen, damit sie ein Frauenwrestling-Match haben, sondern so wie du auch sagst, die das dann vielleicht auch genauso ernst nehmen, wie das World Title-Match, vielleicht das Frauenmatch, dann das ⁓ den Titel geht. Du hast was angesprochen und ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt. Story ist oft was wichtiges, weil du kannst das tollste Match der Welt haben, weil... Da wird dann vielleicht einmal einen Augenblick lang drüber geredet, aber wenn du eine gute Story erzählst, dann ist das, glaube ich, oft das, was bei den Leuten länger im Hinterkopf auch bleibt. Weil die halt wirklich auch involviert quasi waren über einen längeren Zeitraum. Und ich verstehe schon, was du meinst. Es ist natürlich dann... dann auch schwierig, kann man als als Workerinnen dann auch zu einem Promoter hingehen und sagen, können wir nicht mal irgendwas machen oder ist das eher nicht deine Art, speaker-1: Es gibt natürlich einige Leute, wo ich auch gut befreundet bin, wo ich dann sage, ey, wie sieht es aus, wollen wir nicht das so und so machen? Und ich kann auch bei manchen Leuten kreative Ideen einbringen und es ist dann auch eine Diskussion und wir finden dann immer einen guten Weg. Das passt alles super. Und bei manchen Promotions denkst du dir halt, ja, da fährst du halt hin, weil du ein Match hast und weil du halt gern catcht und weil du die Leute gern siehst, weil auch Backstage sowie Fans. Aber da weiß man halt schon am Anfang, okay, das ist halt ein normales Random Match. Und dann gibt's halt diese Veranstaltung und Promotions, wo du weißt, geil, also wenn ich da ein bisschen mehr investiere, auch mit Mimik, Gestik, Storytelling, dann könnte es was richtig Großes werden. Da fährt man halt viel, viel lieber hin, also zum Random Match. speaker-0: Natürlich ist das Fury, so eine Liga auch wie Fury zum Beispiel, die Frauenwrestling dann auch im voll ⁓ Ganzen ernst nimmt. speaker-1: Also viele wissen ja, dass es eine Storyline zwischen mir und dem Promoter Marcel gibt. ich glaube, Fury hat Deutschland gefählt und ich glaube, dass es mein Style in Deutschland ist. Und ich habe nicht zu Unrecht damals eine Promo gehalten nach dem Titelmatch als Corey Zero Champion gewonnen ist. habe ich eine sehr emotionale Promo gehalten und habe mich auch bedankt, dass sie die Eier in der Hose hatten. sowas aufzuziehen, weil das den Frauen fehlt. Und man merkt an den Zuschauern und auch an dem Feedback, was im Internet kursiert, dass Fury einfach nur geil ist. Also, dass nur Frauen-Wrestling funktioniert, wenn man es richtig aufzieht, wenn man eine Story hat, wenn man einen Grundgerüst hat, man Frauen die Chance gibt. Und man merkt es tatsächlich auch an den verschiedenen Mindsets von den Frauen. Weiß nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist, das kannst du ja gleich sagen. Aber man merkt, dass wenn Frauen auf einer Männercard sind, dann strengen sie sich nicht so an, weil sie vielleicht denken, gegen die großen Namen habe ich ⁓ keine Chance, wenn ich ein Frauenmatch habe. Und dann strengen sie sich nicht so an, wie bei Fury, bei einer reinen Frauenpromotion, Frauenliga, Frauenmatches. Dann strengen sie sich umso mehr an, weil dann heißen, okay, wir sind alles Frauen und da könnte ich Match of the Night werden. Die beste Frau. Genau. Und da könnte ich die beste Frau werden. Wir haben sehr, sehr gute Frauen dort. sind internationale Frauen da, so wie deutsche Frauen. Da sieht man auch bei den deutschen Frauen, dass sich das Mindset ändert, dass die auf einmal richtig auf die Kacke hauen können und dass sie das Talent haben, aber einfach keine Lust haben oder sagen, okay, es bringt ⁓ nix. Warum soll ich mir jetzt den Arsch aufreißen, wenn es ⁓ nur einen Frauenmatch auf einer Karte gibt? Und die meisten ... Dafür ⁓ nicht interessieren. Warum soll ich mir den Arsch aufreißen? speaker-0: Ja, das Problem ist, und das sollte nicht so sein, aber wenn das Frauenmatch dann auch bei nicht nur WWE-Shows, sondern vielleicht auch bei deutschen Shows dann für die Klo-Pause genutzt wird, dann läuft halt irgendwas falsch. Und ich finde halt auch, der Ansatz, eine Story ist schon mal sehr, gut, aber ich glaube der Ansatz ist dann halt auch, Frauen auf die Karte zu bekommen, die halt auch das gewisse Niveau dann auch garantieren, Jazzy. Und da will ich mir gar keine Meinung bilden. Aber wenn ich dich mal fragen würde, wie siehst du den Stand der deutschsprachigen Damenszene? Ich weiß nicht, ob ich mir das anmassen würde, aber so wie ich dich kenne, gibt es von dir eine ehrliche Meinung. speaker-1: Also tatsächlich, es ist momentan sehr schwierig, es kommt kein Nachwuchs nach. Jede Wrestling-Schule geht die Frauen aus. Ich glaube, war ein sehr großer Hype damals, als Becky Lynch der Man war und viele Frauen gesehen haben, Frauen werden jetzt ernster genommen, aber das hat jetzt auch wieder abgeflacht. Also wir haben kaum noch irgendwelche Talente, die jetzt neu anfangen. haben zwar Kate, die Potenzial hat, aber natürlich noch nicht da ist, wo ... jetzt zum Beispiel Jane Nehru ist. Dann brechen immer wieder sehr, sehr viele weg. Und dann hat man halt so ein paar Wrestlerinnen in Deutschland, die sind halt so mittelmäßig, aber die verbessern sich halt auch nicht. Und das ist, glaube ich, häufig das Problem, dass viele Frauen dann einfach nicht mehr ins Training gehen, sich nicht mehr verbessern, einfach ihr Standard-Move-Set machen und jedes Match ähnlich ist. Und auch natürlich mit den gleichen Personen. und dadurch auch nicht mehr dieses Mindset ist, hey, auch wenn das ein fucking Card ist, wo acht Matches sind und ein Frauenmatch und sieben Männermatches, ich glaube, die Frauen haben dieses Mindset nicht, was ich habe, Ich will besser als die Männer sein, ich will Match of the Night sein. Das haben tatsächlich viele Frauen nicht, die gehen dahin, die machen Match. Und das ist häufig das Problem, auch wenn ich jetzt zum Beispiel zu Shows fahre. und gegen Frauenketcher im deutschsprachigen Raum und ich sag, ey, was wollt ihr heut machen? Was sind die Ideen? Und die sagen, ja, Jessi, ich hab mir keine Gedanken gemacht, weil ich weiß, dass du auf der Karte bist, du hast immer coole Ideen, die machen sich halt auch keine Gedanken mehr, was sie machen könnten. Und da bleibt's halt immer mir hängen, dass irgendwie ein Match entsteht und das persönlich... speaker-0: Du sollst quasi das ganze Move-Set von allen deutschen Frauen kennen gefühlt, habe ich das Gefühl. speaker-1: Ja, also moveset nicht, aber dass es irgendwie mal ein besseres Match ist, mal vielleicht ein Twist drin ist, womit die Leute nicht rechnen, dass auch in diesem Match eine Geschichte erzählt wird, weil oft ist es einfach nur ein Match, aneinander gereiten Moves, aber es wird keine Geschichte erzählt. Und in meinen Matches probiere ich immer auch in den Matches eine Geschichte zu erzählen und so eine Achterbahn zu kreieren. Und... Da haben halt sehr viele im deutschsprachigen Raum sehr viele Hoffnungen in mich, dass ich diese Geschichte erzähle und ich dann sage, okay, da ist dein Schein, kannst du deine Moves einbringen und die haben dann auch so, ja, aber wenn du das machst, wie soll ich dich dann aufcutten? Wie kann ich dann das machen? Wie soll ich das machen? Also es kommen dann sehr häufig die Fragen, ja, aber wie kann ich das machen? Was kann ich machen? Also es ist, ich weiß nicht, die haben halt sehr wenig Fantasie und Ideen was das angeht. Ich glaube, dass das häufig auch das Problem ist, weil sie eben nicht mehr ins Training gehen und nicht mehr trainieren. speaker-0: Ja, aber warum macht man das? Das hört man doch von jedem im Wrestling, dass wenn du aufhörst zu trainieren, ja dann solltest du aufhören eigentlich. speaker-1: Vielleicht ist die Wrestling-Schule nicht in der Nähe, vielleicht passt es zeitlich nicht, vielleicht sagen sie, ich bin ⁓ schon jedes Wochenende mit dem Catch unterwegs, ich habe jetzt einfach keine Zeit dafür. Dann wird es einfach hinten angestellt oder sagen, ich bin ⁓ Profi, ich bam so wenig wie möglich, dass ich mich so wenig wie möglich verletze oder ich könnte mich ja im Training verletzen, aber ich will an den Shows teilnehmen, weil ich da Geld kriege oder weil ich... Respekt kriege oder bei mir Fans zu jubeln, weiß ich nicht, was die Motivation für viele Wrestler ist. Aber ich glaube, dass das häufig das Problem dahinter ist. Dass es verschiedene Dinge gibt, die einen nicht zum Training bewegen. Oder zum Beispiel die Hitze jetzt. Ja, keine Ahnung, da könnte ich ja danach krank werden oder ich könnte einen Hitschlag kriegen oder irgendeine Herzkrankheit, weil es einfach viel zu heiß ist zum Trainieren. speaker-0: Ich verstehe schon, worauf du hinaus willst. Ich glaube halt auch, so eine Entwicklung ist dann auch immer vonnöten, weil du sagst ja auch, wenn du merkst, dass Leute nicht mehr trainieren gehen. Und Wrestling, wird immer davon gesprochen, dass das viel mit Herzblut zu tun hat. Und Herzblut bedeutet ja wiederum auch, dass was du gerade beschrieben hast, alles zu investieren. Ich habe jetzt eine Frage, weil ich habe die erst sehr sehr gut zugehört, Jesse. Und ich habe ein bisschen gestockt, weil du hast gesagt, Wrestling hat dir dein Leben gerettet. Und ich weiß nicht, ob du darüber öffentlich sprechen willst, aber wenn du das hier angesprochen hast, kannst du mir mal erzählen, was du damit meinst. speaker-1: Halleluja. Es hat eine sehr, sehr schwierige Zeit gegeben, früher in meinem Leben, wo ich, ja, ich war zwölf, dreizehn rum und da ist was passiert, ja, darauf will ich jetzt nicht eingehen, ja, ich will jetzt die Stimmung nicht runterziehen und tatsächlich habe ich das auch noch nie öffentlich gesagt, wobei vielleicht wäre jetzt der Punkt, wo man das eigentlich öffentlich machen könnte. Ich habe es tatsächlich schon mal probiert. Ich hab ein Interview gehabt, da wo Chessy die Show gehabt hat. Also diese RTL Plus Show, ich weiß nicht mehr, wie die hieß. Da ich tatsächlich auch ein längeres Interview geführt hab, hab ich mir gedacht, so jetzt haust du raus. Jetzt erzählst du deine Lebensgeschichte und vielleicht versteht dann jemand, warum du diesen Sport so liebst und warum du verletzend in den Ring steigst. So ich hau jetzt einfach raus. speaker-0: Ich bin nicht RTL. Gott sei Dank. speaker-1: Also ich war sehr sehr lange im Judo. Ich war sehr erfolgreich, war auch im Nationalteam im Österreichischen und war auf sehr vielen Trainingslagern. da ist tatsächlich, ich war auf dem Trainingslager in Österreich, war auch ein paar Trainer und Trainer war nicht dabei, sondern ein paar Trainingsbodies waren dabei und ich war zwölf. Und ich wurde tatsächlich bei diesem Trainungslager sexuell missbraucht. So. Vor einem 16-Jährigen, der auch ein guter Kumpel von meinem Bruder war. Danach habe ich mir gesagt, okay, das kannst du niemandem sagen, nicht weil ich mich geschämt habe, sondern weil ich wusste, wenn ich das meinen Eltern oder meinem Bruder erzähle, weil die den ja natürlich auch kannten und der auch im Ort gewohnt hat und natürlich auch ... häufig bei uns die Tür rein und rausgegangen ist, weil mein Bruder mit ihm befreundet war. Aber ich wusste, ich kann das keinem von denen sagen, weil die sonst umbringen würden oder schwere Körperverletzung. Und ich wollte das Leben unserer Familie nicht zerstören. Das war Jassi Mitzvold. Und dann habe ich erst in diese Wrestlingwelt gefunden. Und das war immer die Zeit, wo ich über nichts nachgedacht habe, sondern einfach nur in diesem Wrestling war. Und Wrestling war immer mein Go-To-Place. Also da habe ich mich sicher gefühlt, da habe ich an nichts gedacht und ich habe einfach dieses Wrestling genossen. Da hat man die Helden gesehen, die ganzen böse Wichte und man hat diese Story mitgekriegt. Ich war öffentlich ein Wrestlingfan, auch in der Schule und habe dann das erste Mal ganz stolz meinen Chef-Hardi-Shirt getragen in der Schule. Natürlich, machen pubertierende Männer und Frauen? Ja, sie mobben jemanden. Und ich wurde dann gemobbt und meine Eltern haben es mitbekommen und haben mich dann Gott sei von der Schule genommen. Und bin dann auf eine andere Schule nach eineinhalb Jahren. ist tatsächlich auch mit, wir haben uns geprügelt und beschimpft und alles. Ich war immer ein sehr schüchternes Mädchen. Und irgendwann kam halt dann der Schulwechsel und da war jemand. Die hat mich sofort verstanden, hat mich respektiert und mich auch total unterstützt in dem, ich mache, nämlich im Wrestling. Die war mit der Größe Fan neben meiner Familie, also auch größter Unterstützer. Und wir haben uns regelmäßig unterhalten und sie hat mich unterstützt, in Sachen Ernährung und hat mir darüber geredet, wenn ich mal Probleme hatte im Wrestling. Und irgendwann war ich dann beim Wrestling bei Ended Up zuschauen. Und Sonntag bin ich dann wieder heimgekommen. Und dann habe ich sie nicht erreicht, meine Freundin. Und was ist denn da los? Am nächsten Tag bin ich in die Schule gekommen und dann wurde gesagt, dass meine beste Freundin damals sich das Leben genommen hat mit 15, weil sie schwanger war und sie war... glaube, Muslimen und der Vater war sehr, religiös und der hätte das nicht geduldet, wäre sie schwanger gewesen. Und deswegen hatte sie keinen anderen Ausweg gesehen und hat sich leider umgebracht. Und da habe ich mir geschworen, okay, diese Frau war so mit die Erste neben meinen Eltern, die mich in meinem Traum unterstützt haben, in meinem Ding, welches ich mir seitdem ich zwölf war, das mein, ja mein Einmal selbst in diesem Ring zu stehen. Deswegen will ich das auch durchziehen. Ich will das nicht nur für mich, sondern auch für sie machen. Jedes Mal, wenn ich aus diesem Vorhang trete, kurz bevor, klopfe ich mir auf die Brust und bete zu ihr, dass sie auf mich aufpassen sollen, dass ich das für sie mache. Darum habe ich gesagt, Wrestling hat mir mein Leben gerettet. Weil ich sehr häufig sehr schlimme Gedanken hatte, weil ich einfach selber mit diesem Thema nicht umgehen konnte und auch mit niemandem drüber sprechen konnte, was mir damals mit zwölf Jahren passiert ist. speaker-0: Ja, ist krass. Erstmal vielen, vielen Dank, dass du die Stärke hast, das auch öffentlich zu erzählen. Und ich glaube, mir steht nichts zu und ich sollte dazu auch nichts sagen, weil, Jesse, ich glaube, sowas steht für sich. Aber jeder, der jetzt denkt, das war zu viel für ihn, ich werde auch, glaube ich, einen Tag reinmachen, dass sowas hier passiert, dass über sowas gesprochen wird, weil das ist, glaube ich, immer ein sehr, sehr... sensibles Thema und du auch gerade als als Betroffene von von sowas dann wie gesagt tut mir wirklich leid was dir passiert ist krass dass du die Stärke hast das hier so zu erzählen ehrlich gesagt speaker-1: Ja gut, hab jetzt, also natürlich ist es krass, ja, und manche gehen so um, manche so. Ich probier das natürlich alles irgendwie positiv zu sehen, weil wenn das nicht passiert wäre, wär ich dann überhaupt im Wrestling. Würde ich dann überhaupt die Leute kennen? ich überhaupt diesen Schulwechsel gehabt? Würde ich dann die Freundin kennengelernt haben, die auch mir meinen Weg bereitet hat? Würde ich jetzt hier sitzen und dieses Interview führen? Oder wäre ich vielleicht irgendwo im Judo? Ich hatte damals auch die Möglichkeit, einer der jüngsten Teilnehmerinnen der Olympischen Spiele in London zu werden. Das ist natürlich auch nicht passiert, weil ich dann auch im Judo aufgehört habe. Aber ich habe es halt noch zwei, drei Jahre durchgezogen, weil ich natürlich auch mit niemandem darüber reden konnte. Aber wäre das überhaupt passiert, wäre dieser Vorfall nicht gewesen. Und ganz ehrlich, könnte ich diesen Moment ändern, würde ich es wahrscheinlich nicht. mir das Wrestling mittlerweile so viel bedeutet und die Menschen, ich alle kennengelernt habe, ich möchte das nicht vermissen wollen. speaker-0: Du hast was richtig, richtig, richtig Beschissenen. Du hast was krass Positives gemacht, Chasie. Und da gehört auch, glaube ich, viel dazu. Weil, ähm... Ich sag mal so, Wrestling-Szene und, ähm... Dass wir jetzt schieb' hiet, jetzt auf anderen rumzutreten. Und das will ich jetzt hier auch nicht machen. ähm... Wie sensibel nimmt man dann solche Sachen auch wie Speaking Out? Weil du weißt, was das bedeutet, Chasie. Wenn man selbst betroffen ist. speaker-1: Ja, also natürlich. speaker-0: Wie war das für dich? Du warst selber in der Wrestling-Szene und siehst dann diese ganze verdammte Scheiße, da leider passiert ist. Was macht das mit einem? speaker-1: Ja, leider ist es tatsächlich nicht nur im Wrestling so. Es gibt tatsächlich, also in jeder, jeder Branche, in jeder Gesellschaft gibt es solche Dinge, passieren. Es betrifft nicht nur Wrestling, aber natürlich ist es nicht geil zu lesen. Vor allem, wenn man sich in diesem Wrestling sicher fühlen sollte, vor allem mit den Leuten und so weiter und es dann nicht ist. Natürlich ist es kacke und es ist scheiße. Aber es passiert leider überall. Und ich glaube, dass da die Gesellschaft dran schrauben sollte. Und nicht nur Leute im Wrestling. Weil es gibt immer solche Leute. kannst jetzt... Es gibt ja jetzt auch wieder Vorfälle, die erst kürzlich passiert sind. Man sollte... Man muss für sich einstehen als Frau. Das auf jeden Fall. Und darf sich nichts gefallen lassen. Und wenn man sich selber nicht traut, dann sollte man zu Personen gehen... denen man vertraut, auch im Wrestling. Deswegen sage ich meinen Schülern immer, wenn es irgendein Problem gibt, wenn ich bei einer Show bin, auch wenn ich nicht bei einer Show bin und irgendwas passiert, ihr fühlt euch benachteiligt, ihr fühlt euch hintergangen, irgendwas passiert. Ich habe nur eine Frau als Schülerin, sonst nur Jungs. Da ist es natürlich nicht ganz so krass, aber natürlich hört man natürlich auch immer wieder Geschichten, dass jemand scheiße behandelt worden ist. Dann habe ich gesagt... Bitte ruft mich an, kommt zu mir bei der Show, wir klären das. Weil ich das einfach nicht mag, diese Ungerechtigkeit. Ich bin ja ein sehr großer Fan von Robin Hood. Und der für Freiheit, Gerechtigkeit eingestanden ist. Und dass man den Armen und den Unterdrückten helfen muss. Und wenn jemand für sich nicht selber einstehen kann, dann sollte man halt für diese Person einstehen. Das ist so mein... mein Ding, ja. Also wenn ihr euch unsicher seid im Wrestling... dann sucht euch jemanden, wenn ich bei der Show bin, kommt zu mir, ja, wir können das Thema klären. speaker-0: Jetzt sag doch mal Leute, wo du sagen würdest, sind die Leute, wo man hingehen kann. Weil da nimmst du ja kein Negativ raus. Das wäre ein Positivbeispiel. Hast du Namen, die du nennen könntest, wo du verbrieft sagen könntest, geh zu denen hin und die versuchen euch zu helfen in der Szene in der Deutschsprache? speaker-1: Ja, auf jeden Fall gibt es da genug. Also natürlich mich. Auch Pete Bouncer, Ivan Kiew. Also Pete Bouncer auf jeden Fall, ist da sehr für Gerechtigkeit auch. Askeladd Gormson zum Beispiel. Aaron. Aaron Insane ist da auch groß dafür. Megad auf jeden Fall. Also da gibt es schon einige, man hingehen kann, wenn man Probleme hat. Und vor allem, ich bin ja meist ⁓ irgendwo in Deutschland. Man kann mich auch jederzeit kontaktieren, anrufen, ich kläre das. Weil ich kenne immer irgendwen auf der Show, dem ich vertraue. Und wenn jemand ein Problem hat und ich nicht bei der Show bin, dann schreibt mich an. Und ich suche mir da eine Person raus, die ich kenne und schreibe das Problem und dann klärt die das. speaker-0: Sprichst vorab mit deinen Trainees auch über Situationen, die passieren könnten? Sprichst du sowas an vorab? speaker-1: Es gibt ja immer ganz viele verschiedene Situationen. Schlussendlich spreche ich schon auch über Dinge, die mir passiert sind oder die ich mitbekommen habe. Oder wir haben jetzt auch intensiv, weil doch einige auch von meinen Schülern jetzt in Österreich bei der Liga waren, deren Name wir jetzt nicht sagen, weil wie Voldemort. Reden wir darüber. Natürlich habe mir eine halbe Stunde Zeit genommen, diese Themen zu reden im Training. Weil es auch sehr wichtig ist, nicht nur das, im Ring abgeliefert wird, sondern auch was backstage passiert. Darüber sollte man auch reden. Wie gehe ich mit Menschen ⁓ Was mache ich, wenn ich das erste Mal bei einer Show bin? Ich habe jetzt wieder einen Schüler, der ist das erste Mal in Österreich bei einer Dojo-Show und der hat mich gefragt, hey, Jessi, wie soll ich auftreten? Was muss ich tun? Auf was muss ich achten? Natürlich kriegen die auch so einen kleinen Kniggekurs. Ja, geh zu jedem hin und sag Hallo. Natürlich ist es selbstverständlich, dass man jedem Hallo sagt, aber für viele tatsächlich nicht mehr in heutigen Gesellschaften. Also was ich schon erlebt habe, dass Leute zu mir nicht gekommen sind und Hallo gesagt haben, weil ich vielleicht einfach eine Frau bin oder weil sie mich nicht erkennen oder warum auch. Ich geh zu jedem hin, scheißegal ob das der Promoter, ein Wrestler oder auch die Putzfrau ist. Man sagt zu jedem Hallo. Das ist Respekt. Und natürlich werden über verschiedene Vorfälle gesprochen und natürlich gibt es auch unterschiedliche Meinungen. Und da probiert man halt einfach, denen die Augen zu öffnen und zu sagen, hey, steht füreinander ein, wenn ihr mehr auf der Show seid, redet miteinander und sollte irgendwas passieren, ihr seid unzufrieden, irgendwas ist passiert, redet mit mir, schreibt mir, ruft mich an und wenn es zu unangenehm ist, scheiß drauf und fahrt heim. Weil ... Wenn irgendwas passiert und es einer Frau oder auch einem Mann so unangenehm ist, aber trotzdem, weil man Angst hat, dass man vielleicht die Promotion verärgert, den Promoter verärgert, dann nie wieder einen Pucki kriegt und es sich weiter dreht und man vielleicht der Promoter mit dem befreundet und der Promoter dem sagen könnte, dass der das nicht machen will und man so sich die Wrestling-Karriere verbaut. Ganz ehrlich, bevor ich mich irgendwie sexuell belästigen lasse oder irgendwas unangenehmes passiert. dann fahre ich lieber, rede mit meinem Trainer, rede mit Leuten, denen ich vertraue, dass wir das irgendwie rein auf den Tisch bringen können. Und man sollte nie Angst haben, seine Wrestling-Karriere zu verbauen, wenn man aber für sich eingestanden ist. speaker-0: Wie hast du es so schön gesagt, die Liga, dessen Namen man nicht mehr nennen kann? Voldemort, mein lieber Herr Gesangsverein, du hast es auf den Tisch gebracht. Wärst du an dem Freitag gegangen? speaker-1: Nee, ich hätte dem erst mal einer runtergehauen. so dreist zu sein, dass einer mit Neid, glaube ich, heiße, dass man da den richtigen Namen veröffentlicht und dann nach mehrmaliger Aufforderung diesen Post auch nicht löscht, sondern darauf beharrt, dass man diese Person jetzt öffentlich an den Pranger stellt und ihr Dinge unterstellt, die nicht passiert sind. Nur wenn man auf 100 Euro ... zum Beispiel für den Flug jetzt sitzen geblieben ist, da muss jeder Promoter rechnen, wenn man Leute aus dem Ausland holt. Es können Leute krank werden, können sich Leute verletzen, es können Leute den Flieger verpasst haben, weil sie, keine Ahnung, einen Autounfall hatten oder eine Panne oder so. Das passiert immer wieder. Und natürlich ist es ärgerlich für den Promoter, weil man, sagen wir mal, 250 Euro verloren hat. Aber man kann doch nicht ein junges Mädchen an den Prangerstellen, nur weil man ein zu großes Ego hat und das am Ego kratzt. Das alleine war schon heftig. Und dann das noch von Deiner speaker-0: Man kann halt einfach Jazzy bei einer Show kommunizieren, die ist nicht da. Das kann man sagen und damit kann man es belassen. Wenn ich es ehrlich speaker-1: Genau. natürlich. Und jeder Promoter hat dieses Risiko. Nicht nur bei internationalen Talenten, sondern auch bei nationalen Talenten. Da passiert immer was. Aber was halt da in der Strong passiert ist, weil sich da so auch mitgekriegt hat mit diesem Bild und dann auch mit den Leuchtstoffröhren unter aller Kanone. Hätte ich das mitbekommen, ich wäre zu dem Promoter gegangen, hätte ihm einer runtergescheuert, hätte alle zusammengetrommelt und wäre nach Hause gefahren. speaker-0: Da würden jetzt einige sagen, natürlich Gewalt bringt einen auch nicht weiter. im Endeffekt, ich weiß gar nicht, wie man sich fühlt, wenn man so ekelhaft behandelt wird, ehrlich gesagt. Da sind wir wieder an Punkt, wie soll ich mich darin reinversetzen? Ich bin halt ein Mann. Ja, ganz... speaker-1: Ja und da ist halt das Problem. Ehrlich wäre ich bei dieser Show gewesen. Also wäre ich Diana Strong gewesen. Also hätte Landauer das mit mir gemacht, was er mit Diana gemacht hat. Ich wäre eskaliert. Und ich wäre auch eskaliert, wenn Diana zu mir gekommen wäre und das gesagt hätte. Denn das ist unter aller Sau. Das hat nichts mehr mit Respekt zu tun. Das ist respektlos gegenüber Diana. Das ist respektlos gegenüber der Frauen. Und das ist respektlos gegenüber vom Wrestling. Und wenn man drei Dinge Respektus behandelt, sorry, dann ist meine Grenze. Also ich bin ein sehr, sehr friedlicher Mensch. Ich glaube, das kann jeder bestätigen, der mich kennt. Ich bin kein gewalttätiger Mensch. Ich bin ein sehr aggressiver Autofahrer, das gebe ich zu. Aber ich bin kein aggressiver und gewalttätiger Mensch. Außer jemand macht ... tut Tieren oder Kindern weh oder ich sehe eine Szene, wo ein Mann eine Frau schlägt oder auch umgekehrt oder auf Jugendliche. Also wenn irgendeine Gewalttat passiert, dann bin ich da. Also dann mische ich mich auch ein, ohne darüber nachzudenken, weil das einfach mein Kopf und mein Instinkt ist. Aber wenn man etwas respektlos behandelt, mehrmals, dann kann ich für nichts garantieren. Da wäre ich richtig ausgerastet. speaker-0: Du wirst, du hast mir jetzt gesagt im Vorgespräch seit 2024 nicht mehr da, glaube ich. speaker-1: Genau. Ich kann das natürlich auch öffentlich sagen, warum. Also es wurde auch respektlos behandelt. Es war eine Zwei-Tage-Show, Freitag, Samstag. Und ich habe ein Match gehabt gegen Aisha Raymond. Und wie es im Wrestling so passiert, es passieren manchmal Dinge wie Verletzungen und so weiter. Und es war das Finish und es war eine Powerbomb. Und diese Powerbomb war ... nicht so safe, wie ich mir das gewünscht hätte. Also sie hat sehr viel nachgedrückt. Es passiert, ja. Vor allem, wenn man erschöpft ist, es war Open Air, es hat sehr viel, es war sehr, heiß. Und ich hab dadurch eine Gehirnerschütterung erlebt. Und ich hab danach noch eine Promo gehalten. Ich konnte mich nicht den halben Tag nicht mehr erinnern, was ich davor gemacht hab. Und ich saß backstage. Und mir ging's total beschissen. Ich konnte mich nicht mehr erinnern. Ich wusste nicht mehr, wo ich bin und so weiter. Und es hat sich niemand ⁓ mich gekümmert. Außer Roman Tausch. Roman Tausch ist dann hergekommen, hat dann jemanden organisiert, der mich ins Krankenhaus bringt. Bei dem Promoter, also Marc Landauer, war das offensichtlich egal. speaker-0: Roman ist dann der, der sich auch so ein bisschen ⁓ Glam dann gekümmert. speaker-1: Genau. Und Roman Tausch ist dann auch dran geblieben. Und natürlich, wenn man eine Gehirnerschütterin hat als Wrestler, man mag das nicht wahrhaben. Aber ich war natürlich auch so und ich so nee, ich muss nicht ins Krankenhaus, alles gut, es mir ein bisschen Kopf weh. Aber Roman Tausch hat gemerkt, okay, da ist irgendwas falsch. Also die ist nicht so, wie sie immer ist. Also die schaut irgendwie in zwei verschiedene Richtungen und die redet auch ganz komisch und auch antwortet verzögert. Die sollte jetzt mal ins Krankenhaus. Und dann hat da jemanden organisiert, der mich dahin bringt und es war auch... Gehirnerschütterung, wir CT gemacht und ich habe mich dann auch freiwillig entlassen und ich habe dann mein Zeug geholt in der Halle und das erste was Landauer gesagt hat, toll also kannst du morgen nicht catchen. Er hat nicht gefragt wie es mir geht, er hat nicht gefragt was los ist, nichts. Das einzige na toll also kannst du morgen nicht catchen. Und ich so, ja geil. Also richtiges Respekt, danke. Ich hab am nächsten Tag noch gecatched, weil ich dumm bin. Aber wir haben das Match so aufgebaut, dass ich keine einzige Bumpt nehme, weil sonst dieses Match kaputtgegangen wäre. Und natürlich, Jesse liebt Wrestling und Jesse muss Wrestling machen. War dumm von mir, macht es bitte nicht nach, wenn ihr das hört und ihr andere Wrestler seid. Wenn ihr eine Gehirnerschütterung habt, nicht wrestlen. Nicht cool sein wie Jesse J. Das war sehr Ja, es war richtig dumm. war richtig dumm. Aber tatsächlich war dann auch... Andere Wrestler wie Matt Buckner, der dann gesagt hat, Jesse, wenn du das machst, und ich rate dir von ab, genauso wie Erkan, wenn du das machst und du nimmst eine Bump, ich war Erkan, so, Jesse macht das nicht, Jesse macht das nicht. ich so, Erkan, ich mach keine einzige Bump. Also, Jesse, wenn du eine Bump machst, ich war, ich komme in den Ring und zieh dich raus und bringe dich wieder ins Krankenhaus. Ich hab keine einzige Bump gemacht. Das Match war auch richtig scheiße. Es war richtig beschissen. Und... Von da an habe ich dann nur noch eine Show gemacht, weil Mati unbedingt den Tagteampartner brauchte, Packner, und wir damals der Unity waren. Da habe gesagt, ja, Mati, ich mach das aber nur für dich. Und von da an habe ich dann nichts mehr gemacht. Dann war ich dann auch verletzt und es hat sich ⁓ niemand ⁓ mich gekümmert und mir gefragt, wie es geht. Dann habe ich mir gedacht, ja, du wunderschöner dummer Mann, ich werde nie wieder für dich antreten. speaker-0: Das heißt, würdest du deinen Schülern auch raten, nicht da anzutreten, weil ich habe gesehen, die sind da angetreten. speaker-1: Tatsächlich, also ich hab denen natürlich mitgeteilt, dass nicht so cool ist, also diese Promotion. Ich würde auch diese nicht irgendwo hinschreiben öffentlich und sagen, ich war bei Rings of Europe Catchen. Ich hab gesagt, wenn ihr wollt, dann macht es. Ich geb nicht mein Segen dafür. Aber ihr müsst es entscheiden. Es ist euer Wrestling, es ist euer Wrestling-Karriere. Und ich kann euch sagen, manche Promotions werden dann sagen, wenn sie das sehen. werden sie euch nicht mehr buchen, verständlich, weil Mark Landauer ist Mark Landauer. Und ich hab denen gesagt, ihr könnt dort Erfahrung sammeln, natürlich, und die Shows werden nicht öffentlich, das ist für euch positiv, geht nie damit hausieren. Und ich hab auch jetzt gesagt, diesem Wochenende, wenn noch einmal jemand dort antritt, der bei mir trainiert, wird diese Person nicht mehr trainieren. speaker-0: Das nenne ich aber konsequent, ehrlich gesagt. speaker-1: Also das hat dann nichts mehr mit, ja ich will dort ein Match machen, sondern wenn man dort auftritt, dann respektiert man offensichtlich die Frauenwelt nicht mehr. Und da ich auch eine Frau bin... speaker-0: Ja, aber auch dann das ganze Business. speaker-1: Genau. Und dann respektiert der mich auch nicht. Und wenn der mich nicht respektiert, dann hat er nichts in diesem Ring zu suchen, wo ich Leuten etwas beibringen will, ⁓ dieses Wrestling, ⁓ diese Wrestlingwelt nicht nur wrestlerisch besser zu machen, sondern auch menschlich besser zu machen. speaker-0: Ja, mag ja hier auch die Plattformen gegeben. Es gab halt früher auch Leute, die gesagt haben, ich soll das machen. Wiederum andere haben gesagt, ich soll das nicht machen. Und das war halt immer. Viele haben gesagt, lass den reden, der erlarft sich selber. Aber das sagen manche Leute ja auch über schlimme Parteien in Deutschland und denken wirklich, wenn man die mal regieren lässt, dann geht das schnell vorbei. Nein, das ganze Ding ist halt einfach ich auf meine Warte aus habe immer gedacht. Ich habe keine Probleme mit Marc hier gehabt. habe Sachen gehört. Ich habe aber auch Sachen über mich gehört, die nie passiert sind und die erzählt wurden. Und ich habe halt gedacht, wenn er hier auch die Plattform kriegt, damals dann auch mit Rico Braschido und solche Sachen, die dann zusammen hier waren. Und im Endeffekt im Nachhinein muss ich ganz ehrlich sagen, die haben sich so verkauft, wie sie sich verkaufen wollten. Und die Leute konnten dann daraus das mitnehmen, was sie wollten. Oft ist es halt auch so, dass ich dann in solchen Interviews dann versuche, Gegenrede zu machen. Aber wenn das zwei, drei Mal einfach keinen Sinn hat, wenn du weißt, dass eigentlich jeder checkt, dass da vielleicht manchmal Quatsch erzählt wird, du weißt, ich das mein, Gery. Dann machst du das irgendwann weiter nicht mehr. ich habe halt oft das Gefühl gehabt, dass mir das Leute übel genommen haben. Und im Nachhinein kann ich das absolut verstehen. Weil ich glaube nicht, dass Marc ein schlechter Mensch ist. Ehrlich nicht. Ich glaube, Marc hat ein Problem mit seinem Ego. Das was du erst auch gesagt hast. Ich würde dich ganz ehrlich mal fragen, was denkst du, warum promotet Mark Landauer Frauen Wrestling? speaker-1: Ich war ja längere Zeit bei Rings of Yorub und tatsächlich gibt es keine Hintergedanken. ist meiner Meinung nach war ich war dort immer ganz gut aufgehoben als Frau. Es ist nie irgendwas passiert, das ist irgendwie unangenehm war für mich persönlich. Also ich kann nur von meiner Sicht aus sprechen, wie ich behandelt wurde. Aber es gibt natürlich auch so Sichtweisen, die ein Landauer hat. Ich glaube, von Grund auf und von Herzen aus wollte Mark Landauer den Frauen in Österreich, in Europa eine Chance geben, wirklich catchen zu können. Ich glaube, das war sein Grundgedanke. Das Problem ist aber, wie gesagt, dieses Ego. Und dass er Dinge lustig findet, die nicht lustig sind. Die vielleicht vor 50 Jahren in der Männerwelt mal als lustig erachtet worden ist, aber nicht mehr lustig ist. Ich glaube auch nicht, dass er verstanden hat, was er mit diesem Bild bei deiner Aussicht, er es einfach nur als sehr sehr lustig empfunden. Ich glaube er hat ... speaker-0: Buckt er denn mit dieser Shadiness auch die Männer Szene quasi mit solchen Sachen? speaker-1: Also er bucht tatsächlich auch sehr viel Männer in Dingen, die offensichtlich nicht lustig sind. ich spreche da jetzt auch diesen Fatima oder auch, ich hatte mal einen Match auch bei Wings of Yorub, der als Ratte verkleidet war. Weil er gesagt hat, du bist nichts anderes als eine Ratte und du, also ich weiß nicht, wie sich da Leute fühlen, diese Person hat es gern gemacht offensichtlich, aber er schließt die Männer davon nicht aus. Nur das Problem ist halt bei Frauen, es wird sehr sehr oft sehr schnell sexualisiert. Und das ist das Problem bei Landauer. Er will einfach lustig sein und eine andere Sichtweise an das Wrestling bringen, dass nicht alles immer so ernst ist und auch ein bisschen Comedy. Aber er versteht, er erkennt die Schwelle zwischen lustig und sexuell oder komplett daneben. Er kennt der einfach nicht. speaker-0: ein alter Herrnwitz speaker-1: Auch dieses, was ich damals mitbekommen habe, er wollte aus Spaß eine Frau stable machen, die ein bisschen rechts angehaucht ist. Es gibt ja auch im deutschsprachigen Wrestling leider Leute, die als gimmick sehr rechts angehauchte Gimmigen haben. Und er wollte das mit einem Frauenstable machen und die waren alle dagegen und er hat nicht verstanden warum. weil er fand es sehr lustig und man konnte da sehr viel erzählen. Aber er hat nicht verstanden, dass es nicht gut ist, gesellschaftlich nicht. Und dass viele Frauen, die in diesem Stable waren, nicht so denken und er nicht einfach Gimmicks ändern kann, nur weil es in seine Story passt. Und das ist das Problem an... speaker-0: Ich glaube, das denken leider viele auch in Deutschland. Das ist so eine Story, wo man vielleicht sogar bisschen am rechten Ufer fischt. Weil ich habe damit vielen Leuten schon darüber gesprochen. Und, du darfst bei so einem Angle eins nicht vergessen. Jeder Einzelne, der dem vielleicht sogar zustimmt, weißt du, und der im Endeffekt vielleicht sogar so denkt rechts, vielleicht Neo oder auch Nazi ist, der jubelt dann auf einmal. Und dann hast du einen Effekt. Und wenn es nur drei bis fünf Leute sind, jubeln, dann ist es schon völlig scheiße. Verstehst du, Jadik, wie ich das meine? Allein dieser Gedankengang, dass darüber nachgedacht wird, egal in Deutschland, und da weiß ich, passiert das, oder auch in Österreich, da muss ich mich doch an den Kopf fassen. Also, ich weiß, du kannst sagen, in Filmen passiert das aber auch. Da machen die doch auch den bösen Nazi. Ja, aber Da reagiert kein Live-Publikum, das du nicht einschätzen kannst auf die Geschichte. speaker-1: Ja und ich glaube das Problem ist auch bei Landauer, dass er dieses Mindset hat, was ihm vielleicht auch jemand anderes, der da sehr involviert war, mitgegeben hat, weil der diese Person sehr feiert. Controversy creates cash. Also mit schlechten Nachrichten kann man auch Publicity machen. Und lieber Publicity als keine Publicity. Aber das ist der völlig falsche Ansatz. Ich finde im Wrestling sollte Politik keinen Platz haben. Jeder sollte sich wohlfühlen und es sollte nichts politisches als Storyline aufgegriffen werden. Ende. Also, Wrestling ist Wrestling. Entertainment, es sollte für alle da sein. Egal welches Geschlecht macht, egal welche Sexualität, egal welche Hautfarbe, jeder sollte sich im Wrestling wohlfühlen. Als Zuschauer, als Fan, als Helfer, als Wrestler, als Promoter, als Ref, scheißegal, wer an diesem Tag da ist. Jeder sollte sich wohlfühlen. speaker-0: für alle da. speaker-1: Und ich finde es immer noch schlimm, dass es Fans gibt, die dann nicht der Halle verweigert werden, wenn sie bei einem Frauenmatch sexuelle Dinge reinrufen. Auch bei Männern, wenn die zum Beispiel zu irgendeinem Schwuchtel sagen. Direkt raus. Diese Person sollte nicht in einem Publikum sitzen und Wrestler, egal ob Frau oder Mann, irgendwas mit Sexualität oder Geschlecht oder irgendwie ... irgendwas anderes, wie Arsch und Tücken geil. Diese Personen sollten nicht im Publikum sitzen, weil es nicht nur für den Wrestler unangenehm ist oder für den Wrestlerin, sondern auch für die Fans drum herum. speaker-0: Aber nimm so eine Scheiße, wie der besoffene Fußballverein ist da und die schreien auf einmal alle ausziehen, ausziehen. Und man versucht dann ernst zu nehmen, Wrestling Match auf die Beine zu stellen. Ist diese Sache schon mal passiert, Jesse? speaker-1: Also ich hab einmal wurde mir mitgeteilt, dass es irgendwo anscheinend mal einen sexuellen Spruch gegeben hat. Aber tatsächlich ist es bei mir nicht so, weil ich ja auch diesen Charakter gar nicht habe. Aber wer mich kennt, ich bin jetzt nicht diese typische Frau im Wrestling. Ich hab keine blonde und lanken Haare, ich schminke mich nicht, ich hab keine Glitzerkleidung und keine Engekleidung. Also mich kann man gar nicht sexualisieren. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, sei mal dahingestellt. Weil sehr viele Promoter auch in Deutschland und Österreich natürlich auch aufs Aussehen gehen und sagen, diese Person kann nicht auf ein Plakat setzen, weil dafür würden ein paar Männer kommen. Bei Jessie J ist es nicht so. Jessie kann man nicht auf ein Plakat setzen, außer man mag halt diesen Charakter. speaker-0: Also wenn ich JTJ auf dem Plakat sehe, dann komm ich. speaker-1: Das ist lieb, aber du kennst mich. Aber wenn man mich halt nicht kennt und zum Wrestling geht und da eine Frau sieht, die gut aussieht und attraktiv ist, natürlich. Was mir aber schon öfter passiert ist tatsächlich, dass man auf den Körper reduziert wird und Body Shaming macht. Du fette Sau. Hab ich schon öfter gehört. Passiert. Dann konntet man. Ob das jetzt gut ist oder nicht. Aber du wirst immer wieder mit irgendwas konfrontiert. Du musst halt schauen, wie du selber damit umgehst. Und ich glaube, dass das auch häufig dazu führt, dass Frauen mit dem Wrestling wieder aufhören, weil sie mit dem Ganzen nicht umgehen können, als, für manche leider ist es so, als Sexsymbol zu sein. Und das ist halt sehr, schwierig. Und da bin ich Gott sei Dank, also ich erzähle mal eine Geschichte. speaker-0: Objekt auch zu sein. speaker-1: Und zwar wurde mir mitgeteilt, dass ich bei dieser Promotion nie catchen werde. Nicht aus dem Grund, dass diese Promoter, ich nenne den Namen nicht, diese Promoter sieht mich als sehr, gute Wrestlerin an. Und er findet es sehr schade, dass er nicht mein Trainer ist. Weil er einfach sehr, sehr viel Talent in mir sieht. Und da hat es mir auch schon gesagt, es findet sehr schade, dass ich nicht seine Schülerin bin. Aber er wird mich nie bei seiner Show buchen, weil ich nicht seine Schülerin bin. Es sind zwei Kriterien in dieser Promotion. Entweder man ist aus dieser Wrestling-Schule oder man sieht halt gut aus. Man kann Tickets verkaufen mit dem Aussehen. Und ich bin beides nicht. Und ich so, okay, cool, danke, dass du mir das sagst. Ich werde mich dafür nicht ändern. Dann werde ich nie bei deiner Promotion catchen. Aber danke, dass du mir das sagst. Weil damit kann ich umgehen. Aber wenn jemand sagt, du bist so teuer Es könnte sein, dass ich zu teuer bin, Vielleicht Anreisekosten. Aber vielleicht ist es auch einfach eine Ausrede für Promoter, die einfach sagen, Jessi, du passt nicht in das Ding, weil ich will einfach jemanden, der gut aussieht. Und ich sehe es ein. Vielleicht finden mich manche attraktiv, aber ich bin diese typische Frau, nicht dieses Sexsymbol. Und das will ich auch bei Gott nicht sein. Ich will einfach dafür stehen für Härte, Hardcore und einfach die halt zulernen kann und vielleicht auch ... gegen Männer ketschen kann, glaubwürdig kämpfen kann. Das ist die Rolle, die ich erfüllen will und ich glaube, das mache ich ganz okay. Und ich will nicht die Puppe sein, die ein Sexsymbol ist und dafür T-Shirts verkaufen. Ich will für das, also T-Shirts verkaufen, wofür ich stehe. speaker-0: Aber ich sag mal so, hast ja schon drüber gesprochen, dein Gimmick und das was du ausstrahlst und das was du auch machst im Ring ist ja schon stimmig im Endeffekt. Das heißt, ist das so ausgefeilt wie es von außen hinaus eigentlich aussieht? Wie würdest du dein Gimmick beschreiben? Hast du dir oft und lange darüber Gedanken gemacht, was du sein willst und wie du sein willst? speaker-1: Tatsächlich ist es dann irgendwann so gekommen. ist einfach Dinge, wie ich mich damals gefühlt habe, damals, als es halt alles passiert ist und ich alleine war und mich trotzdem immer durchgebissen habe. glaube, deswegen gebe ich auch selten auf und stehe immer wieder auf, wenn mich irgendwas zu Boden schmeißt, ob es jetzt im Wrestling ist oder auch Verletzungen drum herum. Ich bin halt jemand, der aufsteht. Aber ich glaube, auch, ich meinen Charakter beschreiben müsste, dann frage ich die Person immer, kennst du Martin Riggs von Leave the Weapon? Und die meisten kennen Martin Riggs von Leave the Weapon. Es ist einfach der Kultfilm und es gibt auch eine sehr, gute Serie dazu, auch eine meiner Lieblingsserien. Und ich glaube, dass mein Charakter dem sehr widerspiegelt, was Martin Riggs ist. Verrückt und er geht auch in den Kampf, auch wenn er weiß, okay, er verliert, er ist Und trotzdem geht er rein, weil er einfach diesen Kick braucht, dieses Risiko. Er riskiert einfach immer viel zu viel. Weil er vielleicht, weil er einfach keine Angst hat zu sterben, weil er eigentlich sterben will. Ich will jetzt nicht sterben, keine Angst. speaker-0: Aber brauchst du als Privatperson auch diesen Kick? speaker-1: Ja, also ich riskiere immer sehr, viel. Ich habe nicht umsonst auf meinem Unterarm stehen und das ist mein Lebensmotto. Arbeite hart, sei du selbst, riskiere alles und kämpfe, als würdest du niemals sterben. speaker-0: Ich immer so, ich höre oft, Jazzy. Du hast es gerade angesprochen, man muss halt so hart zuschlagen, wie es geht. Im Endeffekt, wenn es gefordert wird, dann ist das so. Und gerade da auch in den Darstellungen, die dann auch mit den Männern teilweise passieren, kommt tatsächlich sehr, sehr schnell auch rüber und wird sehr, oft auch klar, dass du gerade auch mit der Härte, und das ist glaube ich ein Punkt, ⁓ auch Intergender Wrestling interessant zu machen. Nämlich auch damit spielen zu können, dass die Frau nicht unbedingt das Opfer ist, dann durch einen Einroller gewinnt. Du weißt, was ich meine. Sondern im Endeffekt eine hard-hitting Match und den Mann auch dominieren kann. Und du bist ein Charakter, der das arbeiten kann als Frau. Und das finde ich gerade, also ich bin kein großer Fan von Intergender Wrestling, weil das oft halt nicht so gut gemacht wird. Aber ich freue mich immer, wenn ich ein Match sehe, wo Intergender passiert, wo du auf Akademie bist und in diesem Match involviert bist. Machst du das gerne, solche Kämpfe dann auch gegen die Männer dann nochmal zu zeigen, dass du deinen Mann da stehst, beziehungsweise deine Frau, die dann auch wirklich zeigt, dass sie nicht nur ebenbürtig ist, sondern dominieren kann, wie ich es eben beschrieben habe. speaker-1: Also ich liebe Intergender Wrestling. Ich liebe es gegen Männer zu kämpfen, weil es einfach... Es hat mir sehr, sehr viel beigebracht und hat mir sehr geholfen, so zu sein, ich jetzt bin. Charakterlich, aber auch im Ring, was den Kampfstil betrifft. Also ich habe sehr, sehr viel gelernt, wo ich gegen Männer gekämpft habe. Weil es war halt zu der damaligen Zeit, wo... Also ich hatte ja 2014 dann ein Blutgerinn im Kopf durch eine Krankheit, die ich hatte. weil ich gestürzt bin, hatte ich einen Blutgerinn, das hatte ich schon länger durchs Wrestling, aber es da erst aufgefallen. Und ich habe dann eineinhalb Jahre pausiert und 2016 kam ich wieder zurück. Und das war die Zeit, wo sehr viele Wrestlerinnen nachgekommen sind und die dann auf dem gleichen oder ein bisschen schlechteren Level waren. Und wenn diese Frauen gegeneinander kämpfen, kann sich keiner steigern von der Leistung her, weil wir alle auf dem gleichen Level sind. Und es hat mir sehr, sehr geholfen. Erstens gegen Steffi zu kämpfen, weil sie die gleiche Art von Mindset hat wie ich. Wir wollen dieses Wrestling nicht als Gruppenschau darstellen und Arsch und Titten sein, sondern wir wollen zeigen, dass wir einstecken können wie die Männer, dass wir auszeigen können wie die Männer und dass wir kämpfen können wie die Männer. Und ich kann mich noch genau daran erinnern, als wir die ganzen Sachen mit diesen Thumbtacks beklebt haben. Und die Männer haben ihr seid crazy, das würden nicht mehr wir machen. Wir sind am Backstage gegangen nach diesem Match. Und die Männer haben gesagt, ey crazy, was ihr da rausgehauen habt. Also, die haben uns tatsächlich auch applaudiert und uns Respekt gezollt. Und das war das, was wir erreichen wollten. Und da hat es Klick gemacht. Und das hat sehr geholfen, gegen Steffi zu kämpfen in dieser Zeit. Aber was tatsächlich dann noch besser war, war, gegen Männer zu kämpfen. Weil du da ein ganz anderes Gefühl hast. Erstens vertraust du diesen Personen mehr. weil die dich halten können, wenn irgendeine Aktion passiert. Aber auch, ich hab es immer sehr gefeiert, wenn ich gegen Männer gekämpft haben, die sich nicht zurückgehalten haben. Die genauso gegen mich gekämpft haben wie gegen andere Männer. Ich spreche dir zum Beispiel Beispiel an, Chris Rush. Ich hatte 2023, glaube ich, war alles. Das war auch da, ich dann ... 2024, ich weiß nicht mehr. Aber es war dieser crazy Tag, ich dann nach diesem Match noch nach Berlin zu einer anderen Show gefahren bin. Aber ich wusste nicht, wie ich ihn einschätzen soll. Ich habe ihn öfter getroffen, aber ich wusste nicht, was ist sein Mindset. Bei vielen Männern ist es ja so, die sind so zwiegespalten, was Frauen Intergender Wrestling angeht. Manche mögen es, manche mögen es nicht. Und ich wusste nicht, wie ich ihn einschätzen soll. Aber er hat genauso hart zugeschlagen. Aber er hat genauso eingesteckt und es war ein richtig cooles Match. Also ich hatte sehr viel Spaß. Und da habe ich gemerkt, okay cool, der hat mich nicht als Frau gesehen, sondern als Wrestler, als ganz normalen Gegner. Und es ist einfach super cool. wenn ich Intergender habe, natürlich probiere ich das glaubwürdig aufzubauen. Es ist nicht so, dass ich dann ebenbürtig bin. Ich spreche jetzt zum Beispiel mal ein Match bei Fightback an gegen Michael Noelle. Michael Noelle... wie fast das Doppelte von mir. Und wir haben es aber so aufgebaut, dass es trotzdem glaubwürdig ist und dass es trotzdem Spannung ist. speaker-0: Also wieder eine Geschichte. speaker-1: die deine Geschichte erzählt. Und das ist das, was das Intergender Wrestling ausmacht. Natürlich sind wir in dieser Gesellschaft das schwächere Geschlecht. Und es wird sich auch nie ändern, weil es eigentlich rein anatomisch nicht funktioniert, dass wir stärker werden als Männer. Aber wenn du die Geschichte richtig aufbaust, wie viele Videospiele gibt es, wo jetzt ein Frauenhauptcharakter ist, und wie viele Leute beschweren sich darüber? Wie viele Filme gibt es, die Frauen als Helden darstellen oder als Kämpfer? die Männer fertig machen und trotzdem feiern das die Leute oder auch nicht. Also es wird immer diese zwei Meinungen geben und du kannst es nie jedem recht machen, aber du musst es halt einfach glaubwürdig machen und dann funktioniert das Ganze auch. speaker-0: Jesse, ich habe mal eine Frage an dich. Wenn es so ein imaginäres Festival am letzten Wochenende gegeben hätte, imaginär veranstaltet von Garrick Noah auch. Und da hätte ich an einem Sprechertisch gesessen und neben mir sitzt Phil Black. Und ein Match gab es hervig, der auch kommentiert hat, vorher wie du damals da warst, der mit dem Hawaii Hemd auch, du kennst ihn, hat gekatcht gegen die neue Catcher-Renn. Venom Smile. Und dann kommt eine Frau an den Sprechertisch, während das Matches läuft und fragt mich in Phil Black, wie wir uns erdreisten können, sowas darzustellen und wieder eine Frau als Opfer darzustellen. Was wir denn dazu sagen? Dann haben wir unsere Meinung dazu gesagt, dass erstens, dass Venom Smile das macht, weil sie volljährig ist und sie machen kann, was sie möchte. Und zweitens, wenn sie uns so fragt, dann erklären wir mal, was das vielleicht der Sinn ist. Weil die Frau geht ja auch als Siegerin dann am Ende raus. Und dann fing sie an, ja das fängt ja auch noch an zu Mansplänen. Das heißt, sie hat uns nach unserer Meinung gefragt und als wir uns Edi genannt haben, hat sie noch gesagt, wir sind Mansplänen. Was willst du solchen Leuten sagen, die dir persönlich entgegentreten und sagen, wie kann man sich als Frau hinstellen und quasi so als Opfer hinstellen? Weil du machst das ja nicht. Und ich fand auch nicht, dass das Match da so war. Was willst du dazu sagen? speaker-1: Ich glaube, es tatsächlich, man kann die Meinung dieser Person nicht ändern. Das ist Problem. Egal wie lange du diskutierst, das ist wie mit Politik, egal wie gut du argumentierst, sie finden immer ein Ding, wo sie dann einen Angriffspunkt sehen. Ich glaube, da bringt es einfach nichts zu diskutieren. Man soll einfach die Geschichte erzählen und glaubwürdig erzählen, was da passiert. Und wenn die das sagen, okay, gut, dann ist das ihre Meinung. Aber vielleicht schafft man es, wenn die das Match anschaut, ihre Meinung zu ändern. Man sollte es gar nicht mit Worten probieren, sondern einfach sagen, okay, setz dich hin, schau dir das an. Wenn du nach diesem Match immer noch so denkst, dann können wir drüber reden. Aber ich glaube, dass sehr viel auch gesehen werden muss, dass man versteht, was da jetzt gerade Sache ist und warum das so passiert. speaker-0: Ja, das ist halt auch dann hinzukommen, vielleicht, man gar nicht so wrestlingaffin ist und vielleicht dann auch den Punkt nicht hat, dass man vielleicht gar nicht versteht, wie das eigentlich gemeint ist. Weil ich sag mal so, wenn man dann, Herwig ist jetzt auch nicht ein Tier, aber schon groß und hat eine Statue. Und wenn dann diese Frau das Match dann auch gewinnt und auch sehr gut ist, also für ihre Verhältnisse schon, für den Trainingsstand und dass das so funktioniert, muss ich halt ganz ehrlich sagen. Es kommt halt immer auf die Herangehensweise an. glaube auch du würdest nicht sagen, Match ist zwangsläufig gut, wenn man Frau gegen Mann stellt. Das heißt nicht jeder kann da auch so. speaker-1: Also definitiv. Also es gibt sehr viele Charakter im deutschen Wrestling, wo ich sage, wäre nicht glaubwürdig, wenn diese Person zum Beispiel gegen oder auch nehmen wir jetzt mal an, wir haben ein Frauentech-Team, die Lunatics. Wenn wir diese zwei nehmen und zum Beispiel gegen den Perch Club stellen, sehr unglaubwürdig. Also würde ich nicht kaufen, egal wie gut die Story ist, weil es einfach nicht funktioniert. speaker-0: Ich habe mal eine wichtige Frage. Du kommst aus Österreich. Ich frage mal anders. Ich muss dir jetzt wirklich dazwischen gehen, weil die kommt mir gerade in Kopf. Dürfte Tegler gegen einen Walther gleichwertiger aussehen? Ja, da würdest du ja sagen. Das heißt, es kommt auf den Stand, wie gut man selber ist an. Habe ich das richtig verstanden? speaker-1: Das würde ich so nicht ein Jein. Ich glaube, dass Tecla ein sehr gutes Gimmick hat und man dieses Match glaubwürdig aufbauen könnte und man auch sehen würde, dass Tecla Walter vielleicht zwei, Aktionen geben könnte. Bei manchen anderen sehe ich es halt nicht so. Ich würde zum Beispiel Jane Neyre und Stephanie Mays gegen den Perch Club sterben. Den zwei kaufe ich ab, dass die auch gegen Männer kämpfen können. Ander wiederum würde ich es nicht glauben, dass sie gegen Männer kämpfen. Aber das ist meine persönliche Meinung. Wenn die Story gut dahinter ist, könnte man es machen. Aber ich finde nicht jede Frau im deutschsprachigen Raum sollte Intergender Wrestling machen. speaker-0: Ja, aber dann nimm dich doch mal mit. hast doch auch wieder was ganz Verrücktes in Dresden gemacht. wie vielen Männern standst in einem Leiter-Match oder TLC-Match oder was auch immer das war. Und diese Booker da bei ERW, das müssen ganz Verrückte sein. Was ist denn das wieder für Match gewesen? Und warum warst du alleine? Kannst du den Leuten das mal erzählen? speaker-1: Es wäre eigentlich ein Six-Man-TLC-Match ⁓ den Titel gewesen, ⁓ den Tag Team Titel. Und ich hatte am diesen Tag herausgefunden, dass mein Partner Zerrytus, mein Tag Team Partner, nicht anwesend ist. wie ich schon vorher gesagt habe, ich habe eine Martin-Ricks-Mentalität. Ich wusste, dass meine Chancen, diesen Titel zu gewinnen und dieses Match zu überleben, wahrscheinlich eher gering ist. Aber das war mir zu diesem Zeitpunkt egal. Ich war schon da, ich wollte kämpfen. Und vielleicht hätte ich auch so eine ganz kleine Chance gehabt, dieses Match zu gewinnen. Und ich wusste, okay, es sind vier große Jungs. Ich hab gegen die alle schon mal gecatcht und ich wusste, es könnte eventuell funktionieren. Hat halt nicht funktioniert, wurde dann auch verprügelt, aber ich hab ein paar coole Momente gehabt. Und deswegen habe ich auch gesagt, auch wenn mein Taking-Partner nicht da ist, werde ich trotzdem in diesen Ring steigen, egal wie es ausgeht. speaker-0: Das wird doch mal ehrlich, Jassy. Du hast erst den Perch Club angesprochen. Wenn man über Underrated in Deutschland spricht, ich glaube schon, dass der Perch Club deutschlandweit und vielleicht sogar deutschsprachig weit, vielleicht aber auch england und so, jeder Show was geben könnte. Würdest du das unterschreiben? Auch wenn du die Jungs eigentlich so in Matches nicht so gerne magst. Aber ich glaube, wenn die Privatperson, Jassy Jamon, Urteil über den Perch Club, Underrated, oder? speaker-1: Also Pete Bouncer ist groß, muskulös, sieht gut aus, der kann reden, hat diese Mimik-Gestik, er ist grandios. Und dann hast du Ivan noch als Gegenpart, der einfach einer der besten Catcher im deutschsprachigen Raum meiner Meinung nach ist und der so vielen jungen Talenten auch Dinge mitgeben kann und die als Tag-Team, da hast du einfach alles. Du hast dieses Monster von Pete Bouncer. Und dann hast du halt diesen rücksichtslosen Hund, sag ich jetzt, Ivan. Und dieses Gesamtpaket ist einfach grandios meiner Meinung nach. Und die sollten nicht nur im Norden oder im Osten sein, sondern eigentlich im ganzen deutschsprachigen Raum meiner Meinung nach gebucht werden. speaker-0: kann jeder und sollte jeder auch so unterschreiben. Wenn ich dich nach Stephanie Males schon oft angesprochen habe, was hat sie dir auch für deine Wrestling-Karriere gegeben? speaker-1: Also, als erstes Mal Steffi ist mit meiner besten Freundin. Wir haben uns damals bei Alex Wright kennengelernt. Bei Andy Dab. Und wir waren uns sofort sympathisch. Wir sind dann durch dicke und dünne gegangen. Sie hat einige Probleme, Verletzungen gehabt, wo ich ihr geholfen hab und umgekehrt. Wir haben uns dann auch ein Freundschaftssattoo stechen lassen. Es ist ein, wer weiß was, ein Thumbtack. weil uns das einfach das erste Ding war, was uns verbunden hat. Aber ich glaube, dass diese Zeit, diese Thumbtacks-Match und auch dieses Steel Cage-Match, was wir damals in der NEW hatten, dass das im deutschsprachigen Raum einiges geändert hat und auch den Promotern und den Fans gezeigt hat, dass Frauen eben nicht nur zu dieses Pausenclub-Match ist oder dieses Sexsymbol-Match. dass ich das jetzt geil finde, sondern dass wir wirklich gezeigt haben zusammen, dass Frauenwrestling in Deutschland so viel mehr sein könnte und wir es einfach mit genauso gut sind wie die Männer. Ich glaube, dass dieses Jahr und diese zwei Matches sehr Deutschland in dieser Zeit im Frauenwrestling geprägt hat. speaker-0: Ich habe von dir gehört, dass Stephanie Mays ein guter Fit bei Intergender-Matches ist. man dann guckt, dass sie ja auch ein großer Teil deiner Storylines von WXW irgendwann gewonnen ist. Gab es dann aber auch immer wieder Intergender-Matches mit ihr. Und jetzt, wo wir bei WXW sind, die selbsternannte Women's Championess der WXW. Ist das ein Segen für die deutsche Catch-Szene? so jemanden wie Jane Nero in der Szene zu haben, Jadijay? speaker-1: Also Jane Neero und ich sind uns im Wrestlerischen, also charaktermäßig geraten wir sehr oft aneinander. haben damals zusammen, also als ich sie kennengelernt habe, bei ihrem ersten Match gegen mich, bzw. mit mir, einen Tag im Match gegen die Lunatics bei Project Nova. Und von da an ging es eigentlich nur noch gegeneinander. Und ich muss eines sagen, wenn ich Jane auf einer Card sehe, ich freue mich immer. weil ich liebe es gegen sie zu wrestlen. hat das gleiche Mindset wie ich. Sie ist talentiert. Sie hat in sehr kurzer Zeit sehr, sehr viel erreicht und sie ist sehr engagiert und sie will das. Also das sind alles Punkte, die für Jane Nero sprechen und ich weiß, wenn ich ein Match gegen sie habe, es wird gut. Es kann gar nicht schlecht werden. speaker-0: ⁓ die Brücke zu bauen. Corey Zero ist ein Nemesis by Fury von dir. Wenn man ihre Matches muss ich auch sagen, die sind deinem auch sehr ähnlich, weil da immer voll ist und hohes Risiko gegangen wird. Ist das richtig umschrieben? speaker-1: Ja, also Kori und ich sind sehr ähnlich vom Kampfstil her. Natürlich ist sie dann noch bisschen technisch versierter und ein bisschen so mit ihrem Moonsault und so. Das mache ich ja nicht. Ich sehe im Wrestlingkampf eigentlich so, natürlich mache ich mal crazy shit. Aber bei mir ist es halt eher so Prawling und Aggressivität und Prawl. Aber im Grundgedanken her haben wir so das gleiche logische Verständnis vom Wrestling. Und ich liebe es gegen Cory Zero im Ring zu stehen. Ich liebe es gegen JGU im Ring zu stehen. Ich liebe es gegen J Niro im Ring zu stehen. Weil die einfach dieses gleiche Verständnis vom Wrestling haben wie ich. Wir wollen einfach ein richtig geiles Match machen. Und egal ob Cory Zero, J Niro oder JGU, ich weiß, dass ich was spüre. Die hauen wirklich zu. Es ist nicht so... dass die so ein bisschen zuhauen und ich das dann verkaufen muss. Nein, es ist wirklich hard-hitting. Wenn wir uns die Ohrfeigen geben, dann geben wir uns fucking Ohrfeigen. Und ja, es tut weh, aber trotzdem ist es auch so ein richtig geiler Kick, du dann im Match hast. Also ich liebe es, gegen diese Personen zu kämpfen. speaker-0: Wrestling Focus erinnert sich an einen 30 Minuten Match bei Fury. Gegen wen war das? speaker-1: JGU, das war ⁓ erst vor kurzem, also vielleicht ein, zwei Monate her. Ich glaube, war Mai, Ende Mai. speaker-0: Sind das so Momente, warum du im Wrestling bist, dass solche Matches... Weil wenn ich Wrestling-Fokus richtig verstanden habe, den Matthias, dann war das ein sehr, sehr gutes Match, so wie ich ihn verstanden habe. speaker-1: Es war ein sehr gutes Match, es war sehr warm. Wenn man als Frau in Deutschland ist, hat man eine Matchzeit im Durchschnitt von sieben Minuten. Also, ich jetzt mal so grob geschätzt. Es gibt natürlich auch Promotions, die bisschen länger die Matches ansetzen. Aber im Durchschnitt hast du sieben, acht Minuten als Frau. speaker-0: Da musst du deine Anreise ja nur mal gegenseitig Das ist ja völlig verrückt. speaker-1: Und dann hast du Fury Wrestling. Jedes Mal, ich zu Fury Wrestling gehe, frage ich den Promoter, was ist angesetzt? Und er sagt immer, Jessi, ist mir egal, mach einfach so lange, du willst. Und dann kann ein geiles Match entstehen. Weil dann hab ich Ideen, dann hat meine Gegnerin Ideen. Und so steigert sich das immer wieder. Und das ... Auch wenn ich Fury offensichtlich nicht mag. Und Marcel auch als Fanboy-Promoter, was er auch offensichtlich ist, war ja einfach kein Verständnis fürs Wrestling. Aber wenn er was richtig gemacht hat, dann war es diese Frauen-Promotion zu gründen und uns die Zeit zu geben, die wir verdient haben. Ich wusste nicht, wie ich an diesem Tag diese 30 Minuten überleben werde, weil jeder weiß, ich bin jetzt nicht die, die die beste Cardio hat. ich bin dort ein Charakter, der nochmal übertriebener ist als Jessie J. Grunde, ja, sie ist der Endboss und sie macht alles, was der Promoter nicht will. Heißt, sie kam an diesen Tag rauchen zum Ring, also sie hatte eine Zigarette angezündet und danach habe ich 30 Minuten gecatcht und es endete in Timeline Jor. Und dieses Match war von Anfang bis Ende eine reine Schlacht. Also wir haben vielleicht 10 Minuten, 15 Minuten miteinander gesprochen und es war's. weil wir uns einfach sehr schnell sehr einig waren und gesagt haben wir machen sehr sehr viel spontan im Ring und nach diesen 30 Minuten speaker-0: Aber du musst 30 Minuten ja auch füllen. Ja, ich weiß. Du musst ja erstmal füllen. speaker-1: Wir haben unsere Grundstruktur geplant und das war's. Mehr haben wir nicht. Den Rest haben wir gesagt, planen wir im Ring. Und wir haben uns sofort verstanden. Es hat super funktioniert und wir haben danach, glaube ich, vier, fünf Minuten Standing Ovations gehabt und die wollten unbedingt, dass wir weitermachen. Also das war crazy, so was habe ich noch nie erlebt. Und auch wenn Jade Heubel das wahrscheinlich nicht versteht, weil sie Französisch spricht und jeder weiß, dass wir keine Franzosen mücken. speaker-0: Das war's speaker-1: JGU ist ein crazy Talent. ist genau diese Art von Wrestlerinnen, die ich mir im Wrestling vorstelle, die du gegen jeden stellen kannst. Du kannst sie gegen Männer setzen, kannst sie gegen Frauen kämpfen lassen und es wird immer ein cooles, hard-hitting-Match rauskommen. Die hat so viel Talent und es war einfach nur crazy, was wir da abgeliefert haben. Ich glaube, dass das auch eines meiner Lieblingsmatches ist. ist und auch jemals sein wird, weil wir einfach in so kurzer Zeit so was Großartiges in der Hitze über 30 Minuten auf die Beine gestellt haben. Und das war richtig, richtig geil. Und genau das sind die Momente, die einen als Rester stolz machen. Nicht das Match ⁓ den Titel, das acht Minuten dauert, sondern diese Momente, auch wenn es wenig gegangen ist, war nur normales Match. Aber Trotzdem, dieses Vertrauen von dem Promoter an uns Wrestler, dass er uns zutraut, dass wir 30 Minuten kämpfen und es nicht langweilig fürs Publikum wird, das allein ist schon crazy. Dann die ganzen Reaktionen von den Wrestlerinnen backstage dann und auch von den Fans. Das ist genau das, warum wir jedes Wochenende in diesen Ring steigen und uns unter der Woche den Arsch aufreißen und tausende Kilometer fahren. speaker-0: Bist du eine Showguckerin, du bei der Show bist, dass du dir auch die anderen Matches anguckst? speaker-1: Also tatsächlich ist es so, ich probiere immer, also vor meinem Match nicht, also meistens, vor meinem Match schaue ich keine Matches an, danach schaue ich immer die Matches, also schaue ich meistens, also natürlich nach meinem Match muss ich erstmal eine rauchen gehen, ist wichtig, ist besser als die Zigarette nach dem Sex, aber danach probiere ich dann schon diese Matches zu gucken. Bei Furious ist es ein bisschen anders und auch wenn allgemein Frauen da sind, weil ich mittlerweile den Stand habe, dass die Frauen zu mir kommen und sagen, hey Jessi, kannst du dir mein Match angucken und mir Feedback geben? Ich mach das total gerne. Und bei Fury ist es eben so, dass ich immer probiere jedes Match zu gucken, auch wenn ich dazwischen bin. Also ich hab auch die ersten beiden Matches gesehen bei Fury. Dann war eine Matchpause und dann bin ich backstage gegangen. Also dann war ein Match, das hab ich leider nicht gesehen, dann bin ich backstage gegangen, weil mein Match das nächste war. Also ich probiere tatsächlich bei Fury jedes Match zu gucken. Weil auch da eben sehr viele Frauen nach Feedback fragen und ich das dann natürlich auch gleich geben will. Und ich denen natürlich auch Feedback gebe. speaker-0: Das scheint was wirklich wirklich besonderes zu sein Fury, weil alle die bis jetzt hier waren und da gearbeitet haben, haben sehr sehr besonders darüber gesprochen. Ist es eine Errungenschaft für euch auch, dass sowas passiert? speaker-1: Vor allem wenn wir sehen, dass die Leute nur für uns Frauen kommen und diese Stimmung, also ich weiß noch nicht, ob irgendwer da ehmals, dazu war, Marber Fury war, aber diese Stimmung ist einmalig. hast von Anfang bis Ende schreinlich durchgehend. Es gibt keine schlechte Stimmung. Wenn irgendwas im Ring nicht so klappt, wie es klappen sollte, sind die nicht böse. Die sind trotzdem hinter dir und feiern dich weiter an. Und das ist das, was, glaube ich, speaker-0: Wolkernwald. speaker-1: viele Frauen auch brauchen, nicht dieses You fuck up, dass die das einfach vergessen und auf dieses Matching in Gesamten schauen und dass du da keine Angst haben musst. Und auch dieser Lock-Up. Also ich hatte meine einzige Schülerin dabei, ⁓ ihr mal zu zeigen, was bei Fury so besonders ist. Die war schon bei Rings of Fury und auch bei Mysterion Wrestling Zone, keine Ahnung, SWZ glaube ich heißt das. Ich war Österreich schon bei einem Pumper, auch bei Max bei UKWA. Und die hat auch gesagt, es ist total crazy, wie harmonisch das bei den Frauen abgeht. Also ich war von Anfang bis Ende, sie hat sich mit den Leuten, mit den Wrestlerinnen unterhalten, mit den Helfern, da gibt es immer frisches Essen, die kümmern sich ⁓ einen, fragen, ob nur irgendwas fehlt, holen Wasser, wenn du Wasser brauchst. Es gibt immer was zu essen. Es gibt immer Obstgemüse, gibt warmes Essen, gibt Kalte, es gibt was für Veganer, für Vegetarier. Also da bist du wirklich rundum versorgt. Jeder Mensch ist total nett und wenn du Hilfe brauchst, ist jeder da. Scheißegal ob das irgendein Veteran ist oder ob das irgendein Neuling ist. Jeder ist für dich da und jeder unterstützt den anderen. Und das war früher nicht so. Früher war das im im Wrestling, im Frauenwrestling genau andersrum. hat jeder den anderen irgendwie hinter dem Rücken so ein Messer in den Rücken gerammt, weil er den Platz auf der Car fahren wollte. Mittlerweile ist es so harmonisch zwischen uns Frauen und wir probieren jeden zu unterstützen. So habe ich zum Beispiel auch einen Spot in Frankreich gekriegt, weil Mila ein gutes Fort für mich eingelegt hat, gesagt, wenn ich ein Sea-Cage-Match mache, dann gegen Jesse, weil der vertraue ich zu 100 Prozent. Und so ist das Sea-Cage-Match entstanden. Wir helfen uns, wo es nur geht. Und das ist halt dieses spezielle an diesem Fury und auch dass der Promoter uns Frauen so viel vertraut, dass wir so viel Zeit kriegen wie wir wollen. speaker-0: Ihr seid möglich die Show. speaker-1: Wir sind die Show und das ist halt crazy, weil das sonst nirgendswo so ist. Deswegen steh ich auch mit Herzblut dahinter, ⁓ das noch größer zu machen. Weil ich das einfach einmalig finde und es steckt so viel Herzblut von den Zwei da drinnen und auch von den Helfern, dass ich das einfach nur unterstützen will. Und egal ob das jetzt wrestlerisch ist oder auch storytechnisch, dass ich denen mal helfe. wie wir das weiter aufbauen könnten oder was als nächstes cool wäre und auch was nicht nur mich betrifft sondern auch die anderen. Oder auch ich bin mittlerweile Match Agent für manche Matches der Promoter versteht, ich bin ein Fanboy und verstehe vom Wrestling, also ich schaue sehr sehr viel Wrestling, aber ich finde trotzdem alles irgendwie cool was die mir zeigen. Aber du verstehst von dem Wrestlerischen, von dem Geschichtechnischen. von Ringpsychologie mehr. Deswegen wäre es cool, wenn du dieses Match agenst, wie zum Beispiel irgendein Extrem-Match, also das Wortschalt-Sage gegen Kate Pressure war das damals bei Eevee gegen Fury. Da war ich zum Beispiel Matchagent und hab denen geholfen, dieses Match zu bauen. Und das ist halt, wie gesagt, einmalig diesen Respekt. Also du kriegst im Frauen-Wrestling oder als Frau im Wrestling kriegst du nicht mehr Respekt als bei Fury anzutreten und egal mit wem du redest, ob das jetzt Baby Allison ist, jedes Mal wiederhofft bei Fury zu sein. Egal wen du fragst, jeder ist zufrieden und jeder ist glücklich, wenn er bei Fury rausgeht. speaker-0: Herzblut. Ja. Haben wir erst mal gesprochen. Das ist das ist wichtiger Punkt. Ich hab eine Frage gekriegt. weiß nicht mehr wer die gestellt hat. Ich kann mich auch nicht mehr entsinnen, weil ich komm hier gerade in Instagram nicht rein. Matthias Frage konnte ich noch lehren. Das hab ich vergessen. Aber ich weiß es ging um einen Helm mit Hörner. Jazzy. Ne? Wenn man ein Wikinger ist im im gesamt deutschsprachigen Wrestling ne? Und keinen Helm mit Hörnern Macht man da was falsch? speaker-1: Ja. Ja, und ich weiß, es geht ⁓ Askeladd. Und vielleicht hat er geschichtstechnisch recht. Wikinger hatten früher keine Hörner auf dem Helm. Er hat mir das grundlegend bewiesen. Dann hab ich gesagt, wenn du aber klischee-mäßig schaust, haben Wikinger immer auf dem Helm Hörner. Und im Wrestling sind sehr, sehr viele ... IQs und so weiter. Und wenn du einen Wikinger siehst, der einen Helm mit Hörnern hat, versteht man das Gimmick 100 Prozent mehr als wenn du kein Helm hast und nur so angezogen bist. Dann versteht man das. Ich könnte ja auch irgendwie ein Highlander sein oder keine Ahnung, anderes. Damaliger Bauer, der geglaubt hat, muss jetzt in den Krieg ziehen. Aber wenn du einen Helm mit Hörnern hast, dann weißt du, wenn du den siehst, Fakt ist, ein Wikinger. Und auch wenn es geschichtstechnisch vielleicht nicht so war, dass Wikinger früher Helme mit Hörner getragen haben, verbindet trotzdem jeder in Deutschland, Österreich und wahrscheinlich weltweit Wikinger mit einem Helm mit Hörnern. Ende. speaker-0: nicht mehr darüber. Das ist einfach so. Sehr gut. Der Jury hat entschieden. Wer die Frage auch immer gestellt hat, das musst du jetzt so wahrnehmen. Und zu Not muss man diesen Helm auch irgendwann einfach mal für ihn selber besorgen, wenn er selbst nicht die Courage hat vielleicht. speaker-1: Die Person hat doch schon einen Wikinger von mir gekriegt, sogar den von Wiki. Wiki himself. speaker-0: Ja, wenn man den nicht trägt, dann ist das ja. Das ist ZDF-Morgenprogramm. bittet dich damit. Jenny, du hast jetzt über eineinhalb Stunden hier sehr, offen mit mir gesprochen. Ich kann dir erst mal ganz, ganz viel Respekt auch geben, glaube ich, für dein Mindset. egal, wie beschissen manche Sachen sind und wie beschissen es auch ist manchmal, ich habe immer das Gefühl, und auch wenn man mit dir spricht backstage, speaker-1: Ja, speaker-0: Dann ist dir vielleicht manchmal kalt, dann bist du muffelig oder so oder irgendwas. Aber ansonsten drum herum muss ich ganz ehrlich sagen, du bist immer ein sehr, sehr positiver Mensch. dass du dir das vielleicht nicht erhalten hast, aber sogar angearbeitet hast und für dich selber so ein Mantra auch fast gemacht hast, das finde ich sehr beeindruckend, ehrlich gesagt. speaker-1: Ja, also ich liebe das Wrestling. hat jetzt, glaube ich, mittlerweile jeder verstanden, dass es halt einfach auf meinem Herzblut da drin steckt. Und ich will dieses Backstage-Klima und diese Wrestlingwelt für jeden positiv gestalten und jeden angenehm gestalten. Und na klar passiert mal im Wrestling was, ja, es geht mal einen Schlag daneben. Aber ich finde dieses Payback-Gamen, finde ich ja ganz schlimm. Weil... Was sagt es aus über mich? dass ich nicht damit umgehen kann, dass jemand anderes einen Fehler gemacht hat und es demjenigen zurückgebe, dass der lernt, dass der einen Fehler gemacht hat. Aber der hat das doch schon längst registriert und ist wahrscheinlich so verunsichert und hat jetzt Angst davor, dass noch irgendwas passiert. Und vielleicht hört diese Person irgendwann beim Wrestling auf oder hat Angst, dann das nächste Mal wieder in den Ring zu steigen. Und deswegen bin ich immer ein sehr netter Mensch, egal ob da jetzt irgendwas verkackt worden ist, ob da jetzt ein Schlag danebengegangen ist, man blutet. ob man verletzt worden ist. Es passiert, ist Wrestling, es ist gefährlich, Aber man sollte trotzdem jedem positiv gestimmt sein, dass wir alle Spaß am Wrestling haben und keiner mehr Angst haben muss. Und ich glaube, das ist auch ein gutes Schlusswort. Wrestling sollte für jeden Spaß machen, es sollte für jeden ein Zufluchtsort sein, ⁓ aus seinem normalen Leben ausbrechen zu können und einfach Spaß zu haben. performen, Spaß im Backstage-Bereich haben und einfach das Leben zu leben und so viel Spaß zu haben, wie man Spaß haben kann im Leben. speaker-0: Das ist sehr, schön gesagt, ehrlich gesagt. Ich frag sonst immer nach den letzten Worten für ein Interview, aber das lassen wir so stehen. Ich danke dir fürs Interview, Jessi. Vielen, Dank, dass du das möglich gemacht hast. Dass wir jetzt zum wiederholten Male sprechen und immer wieder ganz andere Themen haben. Ich kann dir nur eins sagen. Ich bin gespannt, wo dein Weg noch hingehen wird im Gesamtwrestling. Danke dir, dass du das heute möglich gemacht hast. Vielen, vielen Dank den Zuhörerinnen und Zuhörern. Manchmal ist es spannend, dass speaker-1: Ich geholfen. speaker-0: dass dann sowas auch passiert. Und ich bin dir sehr dankbar für deine Offenheit. Euch eine schöne Zeit. Ich kann ja sagen, Jesse, wie viel Grad ist bei dir? speaker-1: Ich glaube 35 Grad. Es ist jetzt 23 Uhr und ich schwitze immer noch. Das ist ja ekelhaft. Was ist das? speaker-0: Wir sind auch grüß, wir haben natürlich alle Winterkleidung an, also wir wollen hier ja keinem irgendwas anderes erzählen. Ich sitze hier in Jacke natürlich. Redet jemanden Produz hat noch Moonbooster zu an, jeden Fall, da bin ich mir ganz sicher. Tja, ich dir vielen vielen Dank, euch vielen vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal der nächsten Woche. Tschö. speaker-1: Tschüss! Bote Freunde!