speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. Gute Freunde! Moin, herzlich willkommen aus dem Norden Deutschlands. Hoffentlich jetzt auch in den Norden Deutschlands, denn ich habe einen Teil, quasi das, ja, einer der heißesten Newcomer Tag Teams Deutschlands hier. Und ich will das gar nicht zu lange in der Lobhudelei ausarten lassen, aber ich sag mal so, Hamburger Schule ist gerade im deutschen und weltweiten Wrestling, sogar in Mexiko... sehr gefragt und heute haben wir jemanden hier aus der neuen Hamburger Schule, würde ich sagen. Hier ist Niklas Bock. speaker-1: Ja, moin dann erstmal. Ja, cool, dass ich hier sein darf. Moin Tim und an alle da draußen quasi. jetzt beim zweiten Versuch hat es dann quasi auch zumindest zur Hälfte geklappt. Der Hugo ist heute leider nicht dabei, aber ich versuche ihn so gut es geht zu vertreten. Ich bin auch noch so bisschen verschnupft. Ich hoffe, man hört es nicht zu doll. Ja, genau, ich freue mich auf den Talk. Was geht, Tim? speaker-0: Bei mir ist alles gut. habe eben was angesprochen und der Matthias Wagner hat eine interessante Frage gestellt. Ich habe sogar eine These als Antwort dazu, aber ich möchte erstmal natürlich die Frage stellen und dann dich hören. Nämlich, er wollte von dir wissen und ich glaube, ich habe das nicht eben umsonst mit der Hamburger Schule gesagt, weil wenn man weiß, was im Wrestling so los ist, dann kam vieles Gutes in den letzten Jahren, im letzten Jahrzehnt. aus Hamburg, wenn man so Leute wie Ludwig Kaiser sieht, wenn man Dammag sieht, wenn man Oscar sieht, da kann man noch so Leute wie Scotty Saxon noch nennen. Viele, viele Leute aus der Schule von Karsten Kretschmer, der Wrestling Focus möchte von dir wissen, ob du glaubst, erzählt euch nämlich auch mit in diese Riegel schon rein, ob das Zufall sein kann. Und dann liebe Grüße von einem Nachbarn aus 040. speaker-1: Jawohl, liebe Grüße erstmal direkt zurück auf jeden Fall und ja gute Fragen im Endeffekt. Und du meintest ja eben schon, wir gehen so ein bisschen an den Anfang zurück. Ja, ich glaube, also ich persönlich glaube erstmal generell nicht unbedingt in so einem Kontext an Zufälle, weil ich glaube ein guter Wrestling-Trainer ist da schon mal halt die Grundlage, die man einfach hat und ich finde Karsten Kretschmann, dass was halt dort passiert oder vor allen Dingen auch in der Vergangenheit passiert ist mit den Wrestlern, die halt eben dafür gesorgt haben, dass diese Schule diesen Namen bekommt. Wie gesagt, passiert nicht ohne Grund. Die Schule ist extrem gut. Und auch wenn ich, das muss ich leider sagen, nicht mehr so häufig von Karsten Kretschmer z.B. trainiert wurde oder eben auch von den anderen aktiven Leuten, die vor ein paar Jahren noch dort eher die Trainer waren, das hat sich leider so bisschen geändert. Dass das Trainerteam, das muss man einfach so sagen, nicht mehr so aktive Catcher aktuell sind. Aber nichtsdestotrotz sind eben die Basics die Grundlagen des Wrestling, des Ringens, die man dort lernt und so weiter. Einfach so gut und so stark. Und das kriege ich auch immer wieder zu hören. Immer wieder, wenn man an andere Schulen geht, dort das erste Mal mit trainiert, merkt man, okay, das hat schon voll Sinn ergeben, so diesen Weg irgendwie einzuschlagen. Wobei das bei mir natürlich auch nicht jetzt der Plan war, dass ich gesagt habe, okay, da kommen jetzt die und die Leute her, deswegen gehe ich dahin. Ich bin ehrlich mit dir, das ist bei mir ⁓ die Ecke. ne? speaker-0: Ja, aber Lika, guck mal, ich hab jetzt Demolition Davis zum Beispiel sogar vergessen, Nikita hab ich vergessen, Schenkenberg ich vergessen. Genau. Also das ist ja völlig verrückt. Und man muss ja sagen, du sagst ja jetzt im Moment, macht vielleicht nicht mehr so oft das Training Karsten Kretschmer, aber was aus seiner Philosophie und was aus der Trainingsschule schon auch herausgekommen ist und jetzt ja auch mit Leuten wie euch dann auch herauskommt quasi, das ist schon sehr, sehr beeindruckend. Und man redet immer so wirklich auch speaker-1: Ja, ich denke... speaker-0: Zu Recht glaube ich auch von der WXW Academy und von der GWF Wrestling School in höchsten Tönen. Aber ich glaube oft wird die Schule von Karsten Kretschmer in der Form vergessen, obwohl er vielleicht sogar mit die größten Stars der deutschen Szene jemals, wenn man allein Junior nimmt zum Beispiel, sieht und auch zur Zeit mit Hot and Spicy, mit Da Mack und was da los war. speaker-1: Absolut. speaker-0: Ich glaube schon, dass er leider oft vergessen wenn es ⁓ die Trainingsschule Deutschlands geht. speaker-1: Ich muss auch sagen, ist halt einfach so, als Wrestler gehört es halt dazu, dass man auch nicht nur in einer Schule eben lernt. Man wird von einer Schule irgendwie auf den Weg geschickt auf jeden Fall und sollte dort auch seine ersten Jahre verbringen und so weiter, ist vollkommen klar. Aber ich glaube, es ist halt ganz, ganz wichtig, dass ja auch so bisschen die Oldschool... Mentalität, wenn man jetzt ganz weit zurückgeht in so Territories-Zeiten und so weiter, dass man halt in andere Schulen kommt, an anderen Orten trainiert, andere Stile lernt und so weiter und so fort. Dadurch, also ich finde, jede Schule unterscheidet sich auch ganz doll. Für mich ist halt der NFC wirklich das Beste gewesen, ⁓ überhaupt diesen Fuß in die Tür zu kriegen und ⁓ überhaupt zu sagen, okay, ich lerne das jetzt und ich lerne es gut und auf einem technisch hochwertigen Level. Die WXW-Academie, wie gesagt, ich bin da nicht gestartet, kann genau, wird wahrscheinlich genauso ein guter Startpunkt auch sein. ist für mich aber vor allen Dingen jetzt der Ort, an dem ich ein Pro-Training bekomme, was mich wieder ⁓ ein ganzes Level weiterbringt, wo ich von ganz vielen anderen Leuten Feedbacks bekomme, mit anderen Leuten catchen kann und so weiter. Und ich glaube, man muss ja gar nicht immer unbedingt so sagen, okay, das ist die beste Schule oder so. Ich würde jedem Wrestler, glaube ich, pauschal einfach raten, macht eure Erfahrungen und kommt vor allen Dingen rum. Trainiert überall mal mit. Ich bin auch einfach mal für ein Wochenende mit nach Dresden gefahren und habe da ein Training gemacht. Und ich würde... Ich all das davon nicht wissen wollen. glaube, alles hat mich Schritt für Schritt irgendwie bisschen weitergebracht und tut es auch immer noch. speaker-0: Du beschreibst so ein bisschen was, die Tischler und Dachdecker zum Beispiel machen, diese Walls, ⁓ nochmal auf Tour zu gehen und quasi woanders weit weg von Familien, Freunden und der eigenen Firma auch zu arbeiten. Das ist schon ähnlich, auch wenn jetzt vielleicht der ein oder andere darüber müde lächelt, aber der Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, glaube ich. speaker-1: Absolut, ich meine, man kann sich das jetzt gerade angucken, bei Stephanie Mace, die jetzt gerade in Japan noch ist, bei Zender Girls und so. Das wird auch einen riesen Einfluss auf sie haben. das gilt, glaube ich, für jeden Wrestler, der solche Erfahrungen halt eben sammelt. Und deswegen ist das auch absolut mein Ziel, so viel rumzukommen wie möglich, das direkt mal im Vorweg quasi. Und auch unser Ziel, glaube ich. speaker-0: Ich rede nicht oft und gerne über Privatgespräche, die ich mit Menschen führe, aber ich würde gerne hier auch was Bezug nehmen, wo wir selber auch oft schon im Privaten darüber gesprochen haben, weil ich glaube, dir und auch Hugo ist sehr, sehr bewusst, welche Chance und welche Chancen ihr auch gerade bekommt, gerade in dem jungen Status. Ich will gar nicht von der Karriere sprechen, sondern in den Anfangstagen quasi eures Wrestling-Daseins. Ja. Ihr habt schon sehr, sehr viel Chancen bekommen, wo man vielleicht auch dankbar darüber sein kann, wo man vielleicht aber auch irgendwann dann drüber nachdenkt und sagt, ja, im Endeffekt sind das dann auch die Chancen, die man vielleicht nutzen muss. Setzt man sich vielleicht manchmal auch selber krass unter Druck, wenn man weiß, man hat wieder eine große Chance bei einer Liga zu glänzen, sei es GWF, die wir dann nennen müssen zum Beispiel, oder sei es auch WXW. speaker-1: Ey, absolut 100%. Also ich muss sagen, wo fange ich da an? Also ich glaube, die Aufregung gehört generell erstmal absolut dazu. Und ich glaube, es ist auch total schöner Teil von diesem ganzen Ding. Ich weiß nicht, wie sich so ein Event anfühlen würde, wenn ich hinkommen würde und mir wäre alles egal irgendwo. Und ich glaube, es ist auch total wichtig, diese Ziele zu haben. Mir zum Beispiel hat das sehr, sehr viel gegeben in meinem Leben einfach jetzt auch umfassend, mal so diese Ziele zu haben und mal wieder so eine Art Druck, sich selber gegenüber auch zu spüren, zu deliveren. oder delivern zu wollen, weil ich vielleicht auch vorher ein bisschen planlos unterwegs war. Das war bei mir wirklich so bisschen das Ding. Und ich glaube, deswegen sind gerade diese Herausforderungen, gerade dieses Teifelspeck geworfen werden, auch einfach Sachen, die ich total einfach gerne mag irgendwo. Das klingt total weird, weil auf der anderen Seite Wie ich gerade schon meinte, ja auf jeden Fall. Also ich habe Druck des Todes ständig und das erste Mal bei VXW auf der Bühne zu stehen, vor allen Dingen beim Karat, bei dem We Love Wrestling, das war unfassbar. da sind mir backstage natürlich auch komplett die Nerven abgegangen und so weiter. Ich habe vorher auch jahrelang das Produkt verfolgt und dort jetzt zu stehen. Ich habe das zu irgendjemanden auch backstage gesagt, ich glaube ich sogar noch, nee das war bei Dead End, dass ich sogar noch eine Woche vorher irgendein Match von Bobby Guns gesehen hatte und mir gedacht habe, Digga das... Also ein Jahr und dann stehe ich da oder irgendwie so was. Und auf einmal ist es dann wieder passiert. Und wie du schon gesagt hast, die Chancen sind alle sehr, schnell gekommen. Es ist sehr viel. Man versucht auch irgendwie bei allem natürlich hinterherzukommen, das alles genauso wertzuschätzen und dem gerecht zu werden. Ja, aber der Druck geht halt nie weg. Und ich glaube, es ist aber auch wichtig, weil sonst würde mir da auch der Antrieb dahinter dann so bisschen fehlen, glaube ich. speaker-0: Wir haben mit Robert Dreißiger gesprochen, so über Entwicklung und auch über Tag-Teams und so. Er hat halt gesagt, das Schwierige ist in gerade auch solchen Situationen wie vielleicht bei euch, dass wenn man halt sehr schnell hoch geht, dass es dann auch manchmal so sein kann und er hat es sehr, deutlich, glaube ich, auch damit gesagt, dass die Fans halt so ein bisschen ihr Interesse an dem Spielzeug verlieren, wenn man keine Weiterentwicklung sieht. glaube, als Tag-Team ist das das Schwerste, sich weiterzuentwickeln und den Leuten auch immer wieder neue Facetten zu zeigen. speaker-1: glaube, das ist generell als Wrestler das Schwerste, ob Singles oder Tag Team oder wie auch immer. Ich glaube, man muss sich dauerhaft irgendwie weiterentwickeln, immer in unterschiedlicher Geschwindigkeit, so I guess, weil natürlich will nicht jetzt jeder sehen, dass man auf einmal mit einem komplett neuen Gimmick ⁓ die Ecke kommt, aber ich erkläre Wrestling-Leuten oft so, dass Wrestling halt Storylines sind, die entwickeln dich sicher parallel zu deinem eigenen Leben. Wenn du einen Film guckst, dann ist er nach eineinhalb Stunden vorbei. Aber der Wrestler entwickelt sich ja trotzdem weiter und den Leuten auch. Dieses Gefühl zu vermitteln, dass sie dich schon zwei, drei Monate später sehen und du vielleicht aus einer Erfahrung, die du gesammelt hast in einem Match, auch nur eine kleine charakterliche Wandlung ziehst oder durchmachst, ist, glaube ich, unfassbar wichtiges Werkzeug, das zu nutzen. Und da, ⁓ das gut zu machen, muss man natürlich unfassbar kreativ sein, immer wieder, und sich immer wieder coole neue Sachen ausdenken. Ich glaube, das macht dann eben auch so einen guten oder dann wirklich am Ende des Tages herausragenden Resultat, wie es eben einen Mick Foley oder Chris Jericho, wenn es jetzt ⁓ diese Charakter Geschichten geht, aber auch noch ganz viele andere eben sind. Das macht die aus. Man muss immer wieder gucken. Ich verspür auch schon dieses Gefühl von, man könnte mal hier was machen, man könnte mal da was machen. Gleichzeitig muss man natürlich aber auch immer schauen, wo steht die Crowd denn uns gegenüber? Wie du schon gesagt hast, wo sind wir auch im Produkt und all das spielt da irgendwie mit rein. Das ist ein total komplexes Thema. wird sicherlich dann mit der Zukunft auch nochmal mehr. Und ich sag auch mal so... Es gab jetzt auch schon die ersten Orte, an denen wir zu Beginn bejubelt und dann mittlerweile auch mal ausgebucht wurden. Wo man sich dann auch eben gefragt hat, okay, shit, wie können wir das jetzt besser machen? Was müssen wir ändern, damit wir die Leute wieder hinter uns kriegen? speaker-0: Aber du redest hoffentlich nicht von Bremen oder da ist dir klar warum er ausgebildet wurde, oder? speaker-1: Das war was ganz, ganz anderes. Das ist mir vollkommen bewusst. Nein, nein, also das war lustigerweise tatsächlich bei einer GWF-Show, wo vorher die Reaktionen halt immer sehr positiv waren, ja, was uns auch sehr zu denken gegeben hat und dann auch auf der anderen Seite einfach wieder die Kreativität anregt. Ich glaube, das ist halt auch dann wieder super wichtig, dass man sich das nicht insofern zu Herzen nimmt, als dass man sagt, boah, Digga, übel Kries, gar keinen Bock jetzt mehr, sondern im Gegenteil, jetzt müssen wir irgendwas hinkriegen, damit das wieder klappt. speaker-0: Wann ist die Idee in dir gewachsen, Niklas, Pro-Wrestler zu werden, deinen Weg zum Pro-Wrestler zu bringen? speaker-1: Bei mir war das tatsächlich so, dass in der Corona-Zeit dieser ganze Gedanke ja einfach gespawnt ist in meinem Kopf quasi. Ich habe früher als Kind auf jeden Fall Wrestling geguckt, aber nicht wirklich regelmäßig, sondern immer in einzelnen Sendungen irgendwie mal bei Freunden zu Hause. durfte es bei mir zu Hause nie gucken oder mal bei Wrestling Games gezockt oder so. Aber so der große Kontext hat eigentlich immer gefehlt. So richtig reingekommen bin ich wieder während Corona. Vorher schon so ganz kleines bisschen, aber während Corona hat es dann irgendwie so gezündet und ich habe mir ja nonstop Sachen dazu reingezogen. War parallel natürlich auch halbwegs praktisch, dass AEW gerade auch angefangen haben Shows zu machen und so weiter. Was auch irgendwie einfach interessant zu verfolgen war. Und ja, ich habe zu dem Zeitpunkt schon seit, ich glaube, drei Jahren oder vier Jahren keinen Fußball mehr gespielt, was davor so mein großer, ja nicht wirklich Leidenschaft war, aber es war der Sport, ich gemacht habe. komme von ... Überhaupt nicht hoch. Kreisligakick, also der ganz klassische ... speaker-0: Wie hoch hast du gespielt? Kick. speaker-1: der reale Krieg. Wir stehen, wir sind 16 und wir stehen am Sonntag halb besoffen auf dem Platz, es sozusagen, also so dass man dann noch irgendwann gemerkt hat, okay, das hat überhaupt kein Ziel und bringt mir jetzt auch nicht mehr so viel, also bringt mir nichts, macht mir nicht mega viel Spaß, hab's dann sein lassen und genau, dann aber irgendwann, wie gesagt, dann aus dieser Fanleidenschaft irgendwo heraus auch, muss ich auch einfach so sagen, ich will das auch gar nicht. irgendwie ausschmögen. Ich glaube jeder Wrestler war auch mal Fan. Hab ich dann einfach gesagt, weißt du was, ich hab da Bock drauf. Ich hab früher auch mal Parkour gemacht. Irgendwie hatte ich auch schon lange Bock, mal mich einfach mehr zu bewegen, einfach mal zu gucken, was so geht. ja, hab vorher auch an verschiedene Kampfsportarten gedacht. Hab dann aber wirklich gesehen, okay, hier gibt es eine Wrestling-Schule. Also eigentlich hab ich keine Ausrede. Ja. Und dann bin ich hingegangen und wurde direkt gut hart dran genommen. Das kann ich auf jeden Fall sagen. speaker-0: Hast du Wrestling in Hamburg gegoogelt oder wie ist das passiert? speaker-1: Genau, im Endeffekt habe ich das gemacht. habe geguckt, es Schulen gibt. Lustigerweise, einer meiner ersten Kontakte, die ich dann wieder so mit deutschen Wrestling vor allen Dingen hatte, war tatsächlich die Autobiografie von TJ, über die ich auf Umwege gekommen bin und mir das dann als Audiobook angehört habe. Und da hatte ich noch so bisschen im Kopf, okay, der hat immer davon erzählt, es gibt so wenige Schulen, der ist quer durch Deutschland gefahren, ⁓ irgendwo zu trainieren. Und ich habe mir halt da schon gedacht, das soll überhaupt nicht... Arroganz klingelt im Gegenteil. Ich bin total privilegiert und dankbar aber auch dafür. Ey, wir leben 20 in dem Fall oder 21 fast glaube ich. Es muss hier doch irgendwo in der Nähe eine Schule geben. Das muss sich doch entwickelt haben. ja, so war es dann auch. speaker-0: Das Buch von DJ spielt auf jeden Fall eine Rolle, weil Elia Bloom hat erzählt, ihn hätte das fast abgeschreckt, Wrestler zu werden. Witzig ehrlich gesagt. speaker-1: Same, total. Also bei mir war es auch, ich habe da lustigerweise mit Elia Bloom auch schon drüber geredet in Backstage. Bei mir war es auch ähnlich, dann halt zu einem späteren Zeitpunkt quasi, aber mich hat es auch eben sehr beeinflusst, ist ja so ein paar Gedanken in den Kopf gejagt, dann auch nachdem ich angefangen habe mit Wrestling und vor allen Dingen nachdem ich die erste Mal im Ring war. Ja, auf jeden Fall eine Sache, die mich da sehr beeinflusst hat, kann man so sagen. speaker-0: Wenn Jim Connett jemals eine Wrestling-Zensur-Buche-Liste macht, dann muss TJs Buch da drauf. Nachher denken noch mehr Leute zweimal drüber nach, ob der Wrestler werden will. Aber vielleicht ist es manchmal gar nicht so schlecht, mein Lieber. speaker-1: Für die Art von Wrestling, TJ gemacht hat, wahrscheinlich schon. speaker-0: Wann war dir, wann war euch klar, dass ihr ein Tag-Team werdet? Gab es den realen gewissen Moment, wo ihr das gemerkt habt? speaker-1: Das ist voll schwer zu sagen. Also ja, es gab definitiv den Moment und der hat dann auch eine Zeit gebraucht, ⁓ so zu wirken. ich bin da ganz ehrlich, das war nicht nur eine Idee von uns, die entstand auch bei uns irgendwo mit. Ist aber tatsächlich zu der Zeit auch, als wir in Kiel bei Maximum Wrestling trainiert haben, von André Trucker und auch im Endeffekt von den ganzen Leuten, mit denen wir abgehangen haben, ziemlich viel bestärkt worden. Und für uns war es dann noch so bisschen dieses sich damit auseinandersetzen. Okay, möchte ich denn... alleine versuchen, meinen Platz zu finden oder wollen wir das zusammen machen. Für uns hat sich aber relativ schnell ergeben, okay es gibt... Also erstmal lieben wir Tag Team Wrestling, haben so viel zusammen trainiert, sind auch allgemein einfach sehr, sehr gute Freunde und es gibt natürlich noch ganz viele andere Vorteile. Sei es das Reisen miteinander, was schon zum Beispiel eine coole Sache ist oder das gemeinsame Trainieren auch, aber auch so Sachen wie das, gemeinsam das erste Mal in den Locker Room zu kommen zu einer neuen Promotion und so weiter und so bisschen den Rücken voneinander zu haben. Nicht, dass das jetzt das komplette Haifischbecken wäre, überall im Gegenteil. Also ich muss wirklich sagen, Ich hab Schlimmeres erwartet an vielen Orten, hab sehr viel Positives erlebt. Ja, so. Aber das sind nur so ein paar der Vorteile, die man, glaub ich, hat. Plus natürlich das allergrößte, das darf man auch nicht ausblenden. Auch wir haben deutsches Wrestling verfolgt und uns angeguckt und waren uns einig, A-Tech-Team-Wrestling ist unterpräsentiert und wir wollen da auch gerne mehr machen. Wir wollen da rein, wir wollen diese Nische irgendwie bedienen und... Aber pass auf! speaker-0: Und Niklas, jetzt überleg mal, das ist konträr, was du quasi vor 15 Minuten gerade erzählt hast, wie hoch die Tagteam-Dichte ist bei WXW. Das heißt, überleg mal, wie schnell diese Entwicklung war und ging. speaker-1: Eben, das ist ja aber die Sache. Ich sehe ganz doll, dass wir irgendwie... Ich habe das Gefühl, wir sind so bisschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen und wie gesagt, gespawnt als Tag Team an einem Ort, an dem gestandene Tag Teams der Jahre vorher, auch bei WXW und so weiter, einfach nicht mehr da waren, sich neu gebildet haben und sich auch immer noch bilden und wir jetzt halt eben diesen Punkt haben, nicht nur bei WXW, auch bei GWF mit der Mixtag Szene und alles Mögliche und in ganz Deutschland mit den Vizelis und so weiter, dass das einfach wieder mehr das Ding wird und ich finde das ultra cool. kann ja eigentlich gar nicht besser sein. Ich muss dir noch ganz kurz zustimmen, es war wirklich schnell, weil ich weiß auch noch, dass wir so in den ersten paar Bookings immer mal wieder gehört haben, ja okay, wir wollen euch nicht wieder gegen die gleichen Leute stellen, so ungefähr. Und ich glaube, das Problem ist jetzt schon deutlich weiter weg, auch wenn es nur zweieinhalb, drei Jahre irgendwie speaker-0: Ja, das ist halt verrückt, weil früher hat man halt wirklich immer gesagt, Tag-Teams fehlen. Dann musst du halt auch so überlegen als Tag-Team-Restler, wie viele Tag-Team-Matches macht eine Liga auf eine Card. Da musst du dann auch überlegen, weil wenn du über sowas schon überlegen musst, das heißt, es gibt vielleicht endlich mal eine Reihe an Tag-Teams. Und Bellamy und Duke darf man natürlich auch nicht vergessen. Absolut. Gerade auch in der Konstellation mit J-Nero, glaube ich, eine gewinnbringende Situation für alle drei. speaker-1: Man hat Swole Patrol, man hat Grind, CSI. Das ist so breit aufgestellt aktuell. glaube, wenn man Bock auf Tag Team Wrestling hat, dann kann man da gerade so viel finden bei uns hier in Deutschland schon. Und absolut geil. speaker-0: Du hast eben von den neuen Leuten gesprochen, aber ich sag mal so, ihr als Quick and Dirty hattet auch schon viele von der Generation oder von Generationen vor euch vor der Flinte, wenn man über den Perch Club nachdenkt oder über Robert und Empire. Das heißt, ihr wisst auch, wie es oben zugeht. Das heißt, ich hab euch in Bremen gesehen, wie gesagt, als Böse, weil ihr Hamburger seid, das ist ja klar dann in Bremen, aber auch ⁓ die Titel. Ich muss halt ganz, ganz ehrlich sagen, speaker-1: Absolut. speaker-0: Ich finde es spannend auch zu sehen, wenn man einfach mal ganz anders arbeiten muss als sonst. Und das Gefühl hatte ich zum Beispiel von euch in Bremen, weil ihr ganz andere Sachen halt machen musstet, die vielleicht sonst bei einem anderen Publikum, was euch wohlgesonnen ist, funktioniert hätten. Geht man da anders in so Match auch rein? speaker-1: Boah total, ich glaube generell ist Hugo derjenige von uns beiden, dem das einfacher fällt als Hiel zu agieren, ⁓ mal so aus der Perspektive zu sprechen. ja, also für uns, guck mal, wenn du jetzt guckst, ich glaube wir hatten irgendwas bei individuell so ⁓ die 70 Matches, glaube ich, ⁓ den Dreh. Und ich glaube pro Person waren da nicht mehr als drei bei, die wir Hiel geworkt haben. Bei beiden von uns. Oder drei, vier irgendwie so. Und dadurch war auch das wieder eine Herausforderung, weil das Match davor auch eine Weile her ist. Nichtsdestotrotz ist das natürlich auch ein ganz großer Teil, dass man eben diesen Switch haben muss und das auch hinbekommen muss. Und dementsprechend macht man sich natürlich die Gedanken, was du gefragt hattest. Für mich war gerade auch dann der Punkt, okay, ich möchte ja nicht einfach nur ein Heel sein, der reinkommt und totale Cheap Heat zieht und sich nur daraus irgendwie bedient, sondern wir können das irgendwie noch cooler machen. Was können wir im Match machen? Wie kann... Geschichte aussehen, die die Positionierung von uns dort klarer macht. Und ja, das war auf jeden Fall eine Herausforderung, kann ich so sagen, der wir bisher aus meiner Perspektive auch noch nicht so gerecht wurden. Aber ich bin extrem offen dafür, dass das auch in Zukunft unabsolut speaker-0: war wieder passiert. Weil verrückt ist halt, dass ich das Match in Hamburg in der großen Freiheit bei ein Limited gesehen habe und ihr wart genau das Gegenteil. Nämlich die absoluten Publikumslieblinge und natürlich hatte der Perch Club auch seine Fans, aber das war halt wiederum ein ganz ganz anderes Match. Und das heißt, man muss sich halt auf Situationen wieder neu einstellen. Und ich würde gern über ein Thema mit dir sprechen. Das war ein großes Thema auch bei WXW zu der Zeit von Hot and Spicy, von Junior und Mack. In der Markthalle ist lokal koloriert. Das heißt auch wirklich auf lokale Leute setzen. Wie ich so das wahrgenommen habe, wie du auch in Hamburg zum Beispiel wahrgenommen wurdest und wie das Publikum dir zugeschattet hat, hat Hamburg glaube ich Bock auf Wrestler, die aus Hamburg kommen, oder? speaker-1: Alter, du musst mich jetzt wahrscheinlich gleich stoppen, weil ich kann nicht genug Dankbarkeit und Shoutouts an meine Stadt quasi verteilen. Das ist wirklich unglaublich. von, wie gesagt, ich glaube, also wenn ich jetzt mal zurück gucke, ich glaube das erste Mal in Hamburg, abseits von Big Slam, das auch schon krass war, wo es auch schon krasse Reaktionen eben gab, war Unlimited in der großen Freiheit wirklich. Danach gab es dann GWF im DOX mittlerweile jetzt auch mehrfach schon, jetzt schon zweimal eben auch in der Markthalle. Und es ist unfassbar. Es ist eine Stimmung, die ist unvergleichlich. Das macht natürlich auch das Arbeiten ja noch mal leichter in Anführungsstrichen, einfach weil einem sehr viel schon gegeben wird. Ja, kann nicht darüber hinwegsehen, dass es einfach jedes Mal wieder, ich sage das meiner Freundin auch, jedes Mal einfach die krasseste Droge ist, die man glaube ich bekommen kann. So in diesem Hexenkessel, wie es zum Beispiel jetzt die Markthalle ist, zu stehen. so angepeitscht zu werden von der Crowd, auch zu merken, gerade jetzt bei True Colors, bei WXW war es ja auch so, dass wir nach dem Match bzw. nach der Show dann raus zum Merch standgegangen sind und die Leute haben uns empfangen, haben uns dort noch gefeiert, haben dann das ganze Projekt quasi zusammengebrüllt und gechanted. Das ist unbeschreiblich. Und ich glaube, ist Hamburg wirklich ganz weit vorne. was so dieses Lokalpatriotismus irgendwie einfach für für so Hamburger Jungs und Dirns und alle dazwischen quasi angeht. Und das freut mich und macht mich natürlich auch irgendwie immer wieder extrem, extrem stolz, das einfach zu sehen, so dass wir irgendwie diesen Spot auch ausfüllen können. Weil ja, gehört ja scheinbar doch irgendwas dazu. Wie gesagt, ich hab da auch extremes Imposter immer und denke mir, also chillt doch mal, was ist denn mit euch wirklich? Stehen sie alle in der Markthalle? ist ja unfassbar. Vor ein paar Jahren stand ich da noch. speaker-0: Ja, genau das ist der Punkt nämlich, wie du angefangen bist und jetzt da stehst und einmal catcht und du sagst sogar, du warst Zuschauer in der Markthalle. Hätte man sich das schöner malen können als es jetzt ist? speaker-1: Absolut nicht. das, wie gesagt, war wirklich bei Dead End auch, als ich da eben das erste Mal rausgekommen bin, habe ich es noch gesagt, so diese Reaktion. Ich habe es mir vorher nur angeguckt und habe immer darauf hingefiebert, genau dasselbe mal irgendwann oder was ähnliches auch nur erleben zu können. Genau und nicht jeden Tag ist Hamburg. Also man muss natürlich dann auch gucken, dass man eben diese Energie auch woanders hin überträgt und nicht, ich sage mal, abhängig davon ist, eben diese Art von Reaktion zu bekommen. Das will ich auch auf keinen Fall sein, aber es ist einfach immer wieder Absolut crazy, absolut geil. Du musst dir vorstellen, ich bin zur letzten Show jetzt zu Two Colors in Hamburg gefahren, da hat mir noch eine Freundin von mir ein Foto geschickt, die auch auf dem Weg dorthin war, von irgendeiner U2-Haltestelle, wo einfach jemand meinen Namen hingetaggt hat. Bock 040 stand da. Und da dachte ich mir auch so, das ist einfach surreal. Also keine Ahnung. Hamburg ist am Start, wirklich. Kann man nicht anders sagen. speaker-0: Niklas Mott steht an der Rampe zum Auftritt und man wird vorher ziemlich auffällig gefragt, ob man den Text seines Entrance-Lieds kann. Man kommt dann in eine Halle rein, tritt vor ein Publikum. Was ist dann passiert, mein Lieber? speaker-1: Ja, crazy story. Die meisten oder einige von euch werden es vielleicht im Vlog mitbekommen haben. Die meisten wahrscheinlich sonst nicht, weil es eben eine WXW-Live-Show in Erfurt war, auf der ich einfach mal meinen, beziehungsweise unseren Entrancesong, gerappt habe. Der Twist dabei war natürlich, dass es über den WXW-Entrances Beat war, weil wir den eben dort nicht verwenden und dadurch der Beat auch schneller war. Long story short, eine überraschende Herausforderung für mich und ein kleiner Ja, will man es RIP nennen in Anführungsstrichen, der mir aber gezeigt hat, dass ey, ich bin in der Lage, solchen Situationen spontan zu reagieren. Auch wenn es natürlich echt überwältigend erstmal war und man erstmal so dasteht und sich denkt, wow, okay, jetzt geht meine Musik an, mir wird gesagt, ja, rapp doch mal den Entrance. Genau. speaker-0: Der Einscheißfaktor ist schon hoch, oder? speaker-1: Der ist absolut hoch und ich muss auch sagen, die Sekunden vorher hätte ich dir nicht sagen können, wie es läuft. Hätte ich echt nicht sagen können, ob gar nichts aus mir rauskommt, ob nur so Gebrabbel rauskommt. Und ich habe ja auch wirklich nicht hinbekommen, diesen Song wirklich darüber zu rappen. Aber ich glaube, was dann am Ende so bisschen angesteckt hat, ist auch eben diese sichtbare Überforderung und der Versuch es dann noch hinzukriegen. Und wie gesagt, ich glaube, gerade so was sind dann eben auch Sachen, an denen man total wächst. Herausforderungen. die man als Wrestler auch meistern können muss, weil es kann alles passieren. Es kann jederzeit alles passieren. Und auch wenn ich noch nicht so viele Matches hatte, habe ich schon sehr, sehr viel erlebt von Ringseilen, die mit Match reißen, über ganz andere Sachen noch hin. Du musst prepared sein und ich glaube, das war das most unprepared, was ich je war, aber was mir bewiesen hat, dass ich es hinkriegen kann. speaker-0: zeigt ja auch, dass man dich vor so Aufgaben stellt, dass da auf jeden Fall Interesse da ist im Charakter Niklas Bock. Und wenn ich euch als Tag Team charakterisieren würde, mit wenig Worten, dann würde ich sagen, Hugo, der Ficker, der schnelle, elegante. Das würde ich so sagen, weißt du? Das ist meine Charakteristik von eurem Tag Team. Das heißt, zwei verschiedene Welten peilen eigentlich aufeinander. speaker-1: Ich habe mir eben noch gedacht, als ich Shit gesagt habe, ob ich in deinem Interview quasi irgendwie fluchen darf. Aber gut, das haben wir jetzt geklärt. Kann ich unterschreiben im Endeffekt. Ja, passt ja auch mit dem Entrance mit Lolly jetzt mittlerweile bei Hugo und... Ja, ich versuche so elegant wie möglich, sagen wir so. speaker-0: Quick and dirty, wenn man das Tag Team beschreiben würde, was war eure Idee hinter Quick und Dirty? speaker-1: Ich weiß gar nicht, wie weit ich da ausholen will. Also ⁓ es ganz simpel zu machen, beschreib das das, was du gerade auch meintest. Du hast es ja quasi schon so beschrieben, ne, mit Hugo als quasi den Dirty Part und mich als den Quick Part. So dass wir den Unterschied eben, den wir beide abbilden und wir haben viele Gemeinsamkeiten, aber wir sind auch sehr unterschiedliche Typen, das kriegt man ja auch mit, das haben wir ja auch schon drüber gesprochen, dass wir damit arbeiten, weil ich finde nichts langweiliger, wenn man so einen Kontrast hat oder Ich weiß nicht, in einem anderen Fall so eine Gemeinsamkeit und nicht damit dann arbeitet und das nicht nutzt. Ja, wie wir auf den Narven gekommen sind, lustigerweise, ich glaube, das kann ich an der Stelle schon mal dropen. Das war tatsächlich gar nicht, das war gar nicht wie direkt, sondern es war ein guter Kollege, der auf einem Konzert, auf dem ich war, hier in Hamburg auch, mir mit einem leichten Pegel so ins Ohr geflüstert hat, ey Mann, wäre das nicht voll passend, quick and dirty für euch? In dem Moment fand ich es, glaube ich, gar nicht so geil und habe mir dann einfach so dieses Typische, man lässt es marinieren im Kopf. Und nach so ein paar Tagen merkst dann, hm. Ist vielleicht doch gar nicht so doof. Da hab ich's Hugo vorgeschlagen. Ich glaub, der war sogar direkt ziemlich down. glaub, der hat's direkt gesehen und war so, ey, bockt, lass das machen. Ja, aber ich glaub, das ist so die Story dahinter so ein bisschen. speaker-0: Ich würde so ein mittleres Name-Game mal eben reinwerfen. In Mitte des Interviews habe ich das Gefühl, ⁓ so bisschen auszulockern. Und wir haben erst über Maximum Wrestling gesprochen und viele wissen nicht, was dieser Mann eine lange Zeit für Maximum Wrestling getan hat. Nämlich er hat das Training auch mitgeleitet, nämlich Matthias Bernstein. Was hast du über diesen jungen Mann zu sagen, mein Lieber? speaker-1: Alter, dass du mich auf Bernie ansprichst. Ja, Matthias Bernstein, einfach first and foremost auch wieder ein sehr guter Freund von mir. Über die Zeit jetzt geworden, die wir eben dort trainiert haben, aber auch gemeinsam auf Shows waren und so weiter. Wie gesagt, wir sind ja hier gestartet in Hamburg beide. Hu hat auch noch mal bisschen andere Backstory, aber wir sind dann hier eben beide zusammengefunden und haben dann irgendwann entschlossen, okay, diese zwei Training-Sessions pro Woche reichen uns ja nicht, wir wollen nochmal nach... Kiel einfach auch ⁓ was anderes zu sehen und nicht zuletzt, muss ich auch ganz ehrlich sagen, weil der Ring einfach ein bisschen geiler ist in Kiel. Ja, dann haben wir gesagt, okay, wann passt das? Okay, lass gucken. Wir haben sonntags freies Training. Immer vier Stunden lang war das, glaube ich. Und dann sind wir, weil unter der Woche war unrealistisch so, da war das, glaube ich, Dienstags, Donnerstags irgendwie 17, 18 Uhr oder so und arbeitstechnisch geht gar nicht. Sind wir dann einfach sonntags immer nach Kiel gefahren und haben da vier Stunden trainiert. Und ja, viele Trainings wurden eben von Bernstein geleitet, gerade zu Anfang über die Zeit. wurde es dann aber auch gerade eben an den Sonntagen wirklich mehr dieses komplett freie Training, wo wir im Endeffekt uns häufig auch getroffen haben, uns ein bisschen aufgewärmt haben, dann einfach Matches geworcht haben, einfach Matches gemacht haben, noch und nöcher. das ist so mit die liebste Trainingszeit, die ich mich erinnere. Das klingt natürlich voll lange dabei, bin ich wirklich nicht. Aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, so die letzten Jahre, was alles passiert ist, das war eine richtig coole Zeit immer. Einfach dieses Zusammenabhängen, Ideen austauschen und so weiter. Da war auch ein großer Einfluss, ich glaube, jedem. speaker-0: Viva Jena! speaker-1: Rassler sieht man auch irgendwie immer Dinge anders, aber er hatte auch viele Sachen, die für mich total einleuchtend waren, mit denen ich mich teilweise auch schwer getan habe, weil gerade Matthias Bernstein eben sehr gut mit Character ist. Viele erinnern sich wahrscheinlich an den Sakotan-Mann. Gerade was das angeht, hat er mir da viele Sachen mitgegeben. speaker-0: Gimmick. Der Samenmann ist das ausgefeierteste, was es jemals im deutschen Wrestling gab, glaube ich. Ehrlich gesagt. speaker-1: Ich weiß nicht, ob ich so weit gehen würde, aber es war auf jeden Fall extrem cool. Und viele sehen sich dem hier auch schon fast zurück. Nein, aber am Ende des Tages einfach wie gesagt ein sehr, guter Freund und Trainingspartner. Ja, mit dem ich gerade zu Anfang mit Hugo und auch Steven Jung, der gehört da auch noch zu. Das war immer so bisschen die Truppe wie vier, sehr viel trainiert haben gemeinsam. speaker-0: Der Randal, Man, Daniel Namedorf. Wenn man über diesen jungen Mann spricht, dann muss man eins sagen, Junge, leg eine Schippe drauf, erober alles. speaker-1: Der soll mal, also Hugo und ich sagen das auch schon immer wieder, der soll mal noch ein bisschen reinhauen. Im is-mal-mehr-Sinne baut man ein bisschen Muskeln noch auf, er bekommt noch mal so eine richtige Kante, weil charakterlich und von Charisma und so weiter hast du die absolut. Ja, auch David, ein sehr, enger Kumpel und auch ihm wünsche ich natürlich nur das Beste und ich sehe es genau wie du. Also der hat, der muss die Chance beim Schopfe ergreifen. Ja, einfach ein Talent. speaker-0: Also sollte CSI aber noch mal einen dritten Mann suchen. Ich sag's euch. Guckt euch nur mal der Bomber an mit Bud Spencer und dann seht ihr da auch einen, der genau so aussieht fast wie Mamedov. Der ist ja auch Italiener. Ich sag's euch noch. speaker-1: Du brauchst den Fokohila in CSI-Miles. speaker-0: Ich glaube auch solche Namen, wenn wir darüber sprechen. Aber du hast gerade so Leute wie Steffi Mace zum Beispiel angesprochen. Es ist halt wirklich spannend, was aus dem deutschen Wrestling heraus möglich ist, wenn man Bock darauf hat, diese Sachen auch zu machen. Und da würde ich dich gerne mal fragen, wenn eine Promotion aus Japan anfragen würde und sagen würde, Niklas, haben hier eine Geschichte, die wir gerne mit dir machen würden. Würdest zu uns kommen für eine längere Zeit? Hättest du da Bock drauf? speaker-1: Also ganz pauschal erstmal auf jeden Fall. Also das wäre eine Nachricht, die mich komplett vom Hawker erstmal hauen würde, weil ich weiß, dass der Standard eben vor Ort sehr sehr hoch ist und ich glaube auch deswegen, dass es häufiger auch eben andersrum läuft, dass man eher sagt, okay, ich habe vielleicht mit einem japanischen Rester Kontakt zu irgendeiner School und frage einfach mal an, ob ich vorbeikommen kann für eine gewisse Zeit, wie auch immer die Bedingungen dann quasi auch sind, weil ja wie gesagt, der Standard ist eben sehr hoch. Ich glaube man muss immer ganz, ganz doll schauen natürlich, was das eigene ob der eigene Lebensweg das irgendwie dann auch erlaubt. Weil auch ich habe eine Freundin und ein Leben hier einfach in Hamburg. Mein Job erlaubt es mir eigentlich, sehr, sehr viel unterwegs zu sein. Das ist wirklich sehr cool und sehr hilfreich für das Wrestling generell. Und ich könnte sicherlich einfach mal für zwei, drei, vier Monate einfach nach Japan gehen. Genau, aber wie gesagt, es sind ganz viele andere Faktoren, die eben drum herum auch noch mitspielen. Und ja, ich sage aber einfach mal, wie ich es schon am Anfang meinte. Generell wäre es natürlich unfassbar krass, ich würde das unglaublich gerne machen und würde versuchen, es auf welchem Weg auch immer irgendwie möglich zu machen. Ob es jetzt auch Japan ist oder auch Mexiko zum Beispiel oder so oder die USA oder whichever place am Ende des Tages, der einem so eine Chance geben könnte, bin ich erstmal offen, sagen wir so. speaker-0: Du hast halt Sachen, wo ich sagen würde, die haben sich vielleicht sogar unglücklich gefügt. Aber manchmal sind Sachen, die sich unglücklich gefügt haben, für einen Wrestler vielleicht gar nichts schlechtes, wenn er das Beste draus macht. Und es gab Geschichten, wo Hugo nicht konnte oder wo du alleine auch gebuckt warst und das heißt dann auch Singles-Matches gemacht hast. Und wenn ich dich jetzt mal fragen würde, was denkst du, sind für dich die Unterschiede, positiv wie negativ, Singles und Tag Team? Wrestling, was würdest du da nennen? speaker-1: Du meinst jetzt aus meiner Perspektive... Grundsätzlich finde ich, dass Tag Team Wrestling erstmal einen ganz stumpfen, einfachen Vorteil mit sich bringt. zwar, sind zu zweit da drin und ich habe erstmal nicht den gleichen Amount an durchgehender Arbeit, die ich irgendwie leisten muss. Ich kann mal mehr durchatmen, kann mir den Moment nehmen, wo man sich eben rausrollt, einmal kurz atmet, dann wieder auf den Apron klettert. Ja und dann da aber auch eben weitermacht, weil eben der passive Part und das coole dann wieder am Tag Team Wrestling Der ist eben auch super wichtig und ich finde es persönlich richtig cool, auf dem Apron Lärm zu machen, die Crowd zu holen und so weiter. Ja, auch eine absolut coole Sache. Tag Team Moves zu machen macht natürlich auch Laune, gar keine Frage. speaker-0: das herumgefragt, Niklas. Was glaubst du, wo ist es einfacher Geschichten zu erzählen? Vielleicht sogar im Take-Image, weil du mehrere Leute da hast? Oder glaubst du, das macht es vielleicht sogar schwieriger? speaker-1: Ich glaube, das ist ganz schwer, einen Unterschied zu machen. Ich glaube, Tag Team, ich glaube, du hast zwei ganz unterschiedliche Arten von Stories. Das ist wie mit, wenn du Filme guckst, du hast eben Bud Spencer angesprochen. Wenn du einen Bud Spencer Film guckst oder sowas wie Little Weapon oder so, das sind halt Buddy Movies. Da hast du halt deine Teams, die miteinander interagieren. Da hast du so eine Dynamik, wie du es auch bei uns angesprochen hast, der eine ist bisschen frecher, der andere ist, weiß ich nicht, der naive von beiden oder irgendwie so. Und dann hast du einen Kontrast dazu vielleicht, denn... Spider-Man-Film oder irgendwie sowas oder einen Batman-Film, einen Superhelden-Film, in dem es ⁓ eine Person Und ich finde, das sind ganz unterschiedliche Dinge, die du da erzählen kannst überhaupt. Teilweise auch dieselben, nur auf andere Arten. Aber ich glaube, gerade diese Unterschiede machen halt eben bei beidem auch den Reiz daneben aus. Im Single Smash hast du dann oft, weiß ich nicht, das klassische Underdog, David gegen Goliath-Ding, einer kämpft sich hoch und schafft es dann, den zu überkommen. In Tag Team Wrestling ist es vielleicht eher dieses, ey, wie sehr hält das Tag Team zusammen? Wie sehr stehen die wirklich für sich ein? Wer springt für wen vor die Flinte, sag ich jetzt mal so, im Zweifelsfall ⁓ den zu retten? Und für mich persönlich sind das die Stories, mit denen ich mich halt total gut identifizieren kann. Eben im Tagteam-Wrestl. Was mir auch eben so viel hilft, Tagteam-Wrestler zu sein, weil ich Freundschaft als so was Wichtiges sehe und auch mit Hugo eben. ist bei uns kein, ey, Zweckgemeinschaft. sind jetzt einfach, okay, wir sind jetzt beim Tagteam-Match zusammen und danach, ja, leckt mich so mäßig. Ne, man, wir sind echt Bros so und ich glaube, das ist... ein ganz großes Asset, was wir einfach haben und was das so spaßig dann auch für mich macht. Jetzt bin ich so wieder so bisschen abgedriftet. Wie gesagt, ich würde nicht sagen, dass es grundsätzlich komplett unterschiedlich ist, sondern dass es da ganz viele Schnittmengen gibt, aber man eben verschiedene Werkzeuge hat, denen man einfach arbeiten kann. speaker-0: Das heißt ja aber auch Sachen, wo man sich weiterentwickeln kann, die man vorher vielleicht so gar nicht wahrgenommen hätte, wenn man nur im Tag Team oder nur als Singleswesler gewesen wäre. Das heißt, das meinte ich ja vielleicht durch eine unglückliche Fügung, dass ein Tag Team Partner manchmal vielleicht nicht kann, dann in so Situationen kommen, vielleicht auch ganz andere Situationen zu lernen und auch meistern zu lernen, weil man in den Singles Match auf ganz andere Sachen natürlich auch achten muss. Und ich glaube auch als... Also als Wrestler ist so eine Abgrenzung gar nicht wichtig. glaube bei Fans im Kopf ist das immer so, dass das ein Tag Team Wrestler, das ist ein Singles Wrestler. Ich finde zum Beispiel auch so Leute wie Manderth bei WXW, wo das halt wirklich so fließend ist, dass die halt eben im Tag Team sind, aber schon auch Einzelrassler sind. speaker-1: Find ich super wichtig. wir bestärken uns da gegenseitig auch total. Also das zum Beispiel auch ich glaube vor einem halben Jahr oder so was war das. Da Hugo für eine GWF Show in Hannover gebuckt und ich wurde da nicht gebuckt bzw. ich konnte nicht, da ich im Urlaub war. Die haben dann gesagt, okay, Hugo ist ab Start, hat dann einen Fourway gemacht. glaube mit Ahura, Toni Harting und Nikita. Und da habe ich ihm auch sofort gesagt, ich glaube er hat mir geschrieben, so ich bin jetzt alleine bei GWF, nicht dass du es falsch verstehst und so weiter. Und ich habe ihm sofort auch gesagt, Digga, gar kein Problem. Genauso wie du es mir, also jetzt mal über ihn gesprochen, auch gesagt hast, sei es Big Slam oder seien es andere Geschichten. Das ist uns auch total wichtig, weil wir auch sehen, wie viel wir individuell davon profitieren einfach. Und ich gucke es einfach, also ich bagge es selber gerne aus der Perspektive, wenn ich mich zurück versetze als Fan und beispielsweise an AEW denke, wo auch ein Dex Harwood von FDA zum Beispiel ständig Singles-Matches gewestelt hat, finde ich über cool. Also ich finde es persönlich sehr, cool zu sehen, dass die Leute halt eben auch so unterwegs sind und dass man auch so irgendwie Ziele hat und verfolgt. speaker-0: Wenn man dich fragen würde, was ist für dich das nervigste im Sachen Wrestling? Was willst du sagen? speaker-1: Das ist wahrscheinlich das Reisen. Einfach weil ich jetzt nicht der Mensch bin, von Natur aus einfach sagt, ich fahre ultra gerne Auto und bin ultra gerne stundenlang unterwegs. Man macht es so und ich mache es auch gerne. Bin gleichzeitig leider dann aber auch oft der Einzige, der aus Hamburg fährt oder der aus Hamburg mit einem Auto fährt. Ich will da jetzt keine Namen aussprechen, aber kleiner indirekter Shoot. Nein, ist auch gar nicht schlimm. Aber ich glaube, das ist relativ obvious. Ansonsten merke ich halt immer wieder, wenn man über diese Schwelle ist, das... Okay, ich muss morgens aufstehen. Also Sonntag, ich steig ins Auto, ich fahr jetzt fünf Stunden oder ist Samstag früh ⁓ fünf und ich könnte eigentlich noch im Bett liegen. Wenn man über die Grenze hinweg ist, dann gibt es eigentlich, muss ich ehrlich sagen, so ziemlich nichts, was für mich nervig oder negativ ist, wo ich mir denke, da hab ich keinen Bock drauf. Sobald man spätestens, sobald man vor Ort ist, meistens sogar die Momente schon vorher, wenn man einen anderen Worker abholt oder einlädt und beginnt schon über das Event zu quatschen und so weiter. Ja. ist da gar nichts negatives mehr, sondern nur noch Hype. speaker-0: Das ist für dich das Schönste am Wrestling. speaker-1: Soll gar nicht falsch klingen. glaube, können damit auch relateen. Es ist der Moment nach dem Match. Es ist sowohl natürlich das Rauskommen. Ich würde sagen, ist sehr nah beieinander. Einmal der Entrance eben, dieser erste Moment, wo du durch den Curtain gehst und merkst Alter, ich bin angekommen, ich bin in dem Modus umgeschaltet, ich bin komplett drin, ich bin im Tunnel. Die Crowdstar, ich fühle das. Das ist einfach komplett überwältigend jedes Mal wieder. Dann aber auch, wie gesagt, der Moment nach dem Match. Wenn man so spürt, okay, der Druck fällt ab, man beschäftigt sich nochmal damit, was passiert ist. Natürlich gibt es auch diese Momente, wo man einfach absolut nicht happy ist und sich denkt, ey, shit, ich muss an dieser oder jener Sache noch mehr arbeiten. Grundsätzlich aber einfach dieses, ja, man kommt zusammen, man schlägt ein, man sagt, ey, cool, hoffentlich sind wir heil geblieben. Ja, und schaut sich dann das Match im Nachhinein gemeinsam an, sitzt noch im Locker-Room, redet mit den Leuten, es ist immer gute Stimmung. speaker-0: Ist das drum herum manchmal auch genauso wichtig? Vielleicht sogar manchmal wichtiger habe ich das Gefühl, das Match auch, dass man wirklich auch die Leute, die homisch auch wieder trifft teilweise. Weil ich sehe das auch, wenn ihr auf Marmeldorf oder so trefft. Wie hässlich das dann auch ist. Sind das wirklich Momente, wo man sich dann auch freut, dass dieser Tag kommt, dass man die Jungs wieder sieht und Mädels? speaker-1: Absolut. es ist alles total, das ist, jeder sagt es, glaube ich, und es soll dadurch nicht, es ist sehr kitschig und klischeehaft, das soll auch nicht mehr so klingen. Es ist wirklich einfach ein Family-Feeling. Und es sind ganz unterschiedliche Families, in denen man dann eben unterwegs ist. Ich war jetzt beispielsweise ja auch schon eine ganze Weile nicht mehr bei GWF und das ist eigene Family, die man dann auf eine eigene Art auch irgendwie vermisst, I guess. Ja, das ist schon auch ein sehr, sehr großer Teil, die Leute wiederzusehen. Für mich persönlich ist es halt immer noch, beschreibe ich auch, meiner Freundin zum Beispiel sehr häufig so dieses Gefühl von man feiert seinen Geburtstag und man hat gar nicht die Zeit irgendwie bei so einem Event, mit allen Leuten so viel zu sprechen, wie man es gerne würde und so weiter. Dafür ist es halt cool, wenn man so was macht wie jetzt ein Stay in der WXW Academy, wo wir halt in dem Fall dann mit Hugo, Randall und Abby, Abdul, Kenan gemeinsam waren. Solche Geschichten machen das dann mehr möglich. Aber ja, also super, super, super wichtig. Ich bin da auch sehr so der Typ, der halt gerne mit seinen Homies einfach abhängt. Ist einfach so. Wer macht das nicht? speaker-0: Ja, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen gefühlt. Entschuldigung an alle Insektenschützer hier. aber es ist ja auch so, Wrestling hat auch ein bisschen was mit Egoismus zu tun. Und wenn es schlimm wird, ist es Nazismus und vielleicht gibt es das auch im Wrestling. Aber lass uns mal bitte über gesunden Egoismus sprechen. Das heißt auch, im Endeffekt ja auch zu wissen, wie man sich richtig und gut verkauft. Könntest du, wenn jetzt einer gerade mit dem Wrestling anfängt, Miklas, wenn du dem einen wichtigen Tipp mitgeben könntest. Aus deinem Erfahrung stand jetzt, was würdest du dem oder ihr sagen? speaker-1: Also erstmal würde ich der Person sagen, dass wenn sie Tipps zum Thema gesunder Egoismus braucht, wahrscheinlich bei mir eine falsche Adresse ist. Denn das ist ein Thema, da kann ich dir ganz frei und offen sagen, das lerne ich auch noch ganz viel aktuell. Ich habe dir auch im Vorwege schon gesagt, ich bin von Natur aus einfach ein totaler People Pleaser irgendwo und einfach ein sehr, sicherlich auch ein positiver, offener Mensch und gebe jeder Person erstmal den Benefit of the doubt und verurteile niemanden vor oder so. In gleicher Art und Zug bin ich dann aber auch oft ein bisschen naiv vielleicht und ein bisschen leicht zu verunsichern und all sowas. Und vielleicht ist das dann aber auch schon der Tipp, den ich auf diesem Umweg mit so einem leichten Curveball den Personen draußen geben kann. Lasst euch nicht verunsichern. Ich glaube, das ist eine ganz, ganz wichtige Sache, wenn ihr wisst, dass ihr das machen wollt. Wenn ihr wisst, ihr wollt Wrestler Wrestlerin werden und habt... Ziel vor Augen sei es, wie in meinem Fall, einfach nur mal das erste Match zu wrestlen. Das war wirklich mein erstes großes Ziel. Ich möchte ein Match im Ring vor Leuten gerestet haben. Oder seien es direkt schon größere Ziele, wie auch immer, verfolgt die so und lasst euch nicht von anderen Leuten sagen, dass das Quatsch ist, dieser Traum. Was ganz wichtig ist natürlich, dass ihr da noch die Arbeit dahinter steckt. Es bringt nichts zu träumen und einfach nur dazustehen und zu sagen, ey ich träume davon pro-wrestler zu werden, aber nicht zum Training zu gehen. nicht ins Gym zu gehen, nicht in Form zu kommen, nicht die Arbeit auch im Privaten reinzustecken, sich Gedanken über seinen Charakter zu machen, über sein Thema wie Merchandise und so weiter. Wir haben da auch schon drüber geredet. Wrestling ist ein Riesenunterfangen. So, das muss man natürlich da reinstecken, die Arbeit. Aber wenn ihr das tut, wenn ihr euch, mit euch, ich sag mal, guten Gewissen seid, dass ihr alles tut, was ihr könnt, dann lasst euch da nicht reinreden und zieht durch. Nehmt das Feedback auf, was ihr bekommt. Lernt von den Leuten, die es wissen, die die Erfahrung mitbringen. Aber lasst euch nicht in euren Wege reinquatschen und zieht das Ding einfach durch. speaker-0: Ich glaube auch ein wichtiger Punkt und den haben wir nicht angesprochen, sondern nur kurz im Intro auf dem Weg zum Pro-Wrestler. Das heißt auch so ein bisschen das, was wir haben mit der MAG auch drüber gesprochen. haben mit Slivo haben wir drüber gesprochen. Gerade vielleicht Influencer und neue Medien, wie da oft im Wrestling auch, glaube ich sogar stiefmütterlich teilweise mit umgegangen wurde. Du bist da aber wirklich ein positives Beispiel, was sich aber selber auch so ein bisschen auf den Schopf quasi rausgezogen hat, nämlich sich selber auch promoted hat. Wie kamst auf die Idee, wie ist das zustande gekommen, mein Lieber? speaker-1: Ja, im Endeffekt ist die Story dahinter auch relativ einfach. hab mir schon seit ich begonnen habe mit dem Wrestling, auch seit ich Hugo kennengelernt habe, wir haben ursprünglich mal gesagt, ey, also ich, Niklas, hätte Bock darauf, so eine Art Doku über Wrestling zu drehen oder sowas. Denn beruflich komme ich so ein bisschen aus der Richtung quasi backgroundmäßig. Ich bin in der Agentur angestellt und hab Film studiert damals. Das heißt, ich bin mit diesem ganzen Social Media... gehen jetzt nicht so fern, auch wenn ich trotzdem nicht so der natural Influencer-Typ bin, ich jetzt sagen. Deswegen war da auch der Gedanke, so eine Doku über Wrestling drehen und ich bin eher hinter der Kamera und man nimmt so paar Sachen mit, trainiert an Orten mit und so weiter. Ja, mit dem Dasein oder Weg zum Pro-Wrestler, den ich ja wirklich bestritten habe oder wo ich immer noch dabei bin, hat sich das dann halt so bisschen gewandelt und dann habe ich halt einfach gesagt, ey, ich nehme sowieso so viel Footage auf, ich bin... immer derjenige, irgendwie die Kamera drauf hält und wir haben halt diese lustige Gruppe an Leuten. Lass doch einfach mal was draus machen. Und ich hab dann tatsächlich einfach eines Tages hier irgendwie, ich glaube sogar mit Fieber im Bett gehangen und meinte so, ey, keine Ahnung, ich nehme jetzt einfach mal die letzten, ich glaube, war irgendein Gym Day, den ich mir genommen habe und schnibbel das einfach mal zusammen, sabbel ein bisschen drüber und gucke, ob es kleben bleibt so und scheinbar ist es kleben geliebt. Ich war selber komplett überfordert davon, muss ich dir sagen. speaker-0: Sehr, sehr viele Leute auch intern, ich weiß gar nicht, ob du das mitbekommen hast, kreiden dir das auch sehr, sehr positiv an, dass du das auch machst und auch in der Form machst. Weil sich selber so auf die Karte auch zu bringen im Wrestling, glaube ich, da haben viele Anerkennung für, weil da gehört im Endeffekt auch eine Menge Mut dazu. Weil, wie ich schon sagte, Wrestling ist manchmal auch ein Business, wo man das Gefühl bekommen könnte, ich formuliere das extra so, das ist rückständig teilweise auch ist und sich denkt. Was wollen wir mit Leuten, die das nicht so promoten, wie wir es sonst immer gemacht haben? Wir machen es so, wie wir es sonst gemacht haben. Ich glaube, da bist du die positive Ausnahme. Und das finde ich so spannend, ehrlich gesagt. Nämlich, dass eine Liga auch wie WXW das dann in Matches und in Angles dann auch mit dir einbaut. Finde ich zum Beispiel auch für deine Exposure eine sehr, sehr interessante Sache, ehrlich gesagt. speaker-1: Ey, das macht mir auch mega viel Spaß, ich direkt sagen. Also, my hands down bei dieser Sache. Ich dank dir schon mal so. Ich glaube, persönlichen Ansprüchen werde ich noch längst nicht gerecht. Ich würde auch gerne noch viel mehr machen, weil, ⁓ es einfach mal so zu sagen, diese Möglichkeit, Social Media bietet, die nutze ich jetzt schon zu einem gewissen Teil, wie gesagt, auch noch überhaupt nicht komplett aus. sind noch so viele Sachen mehr möglich. Aber ich glaube generell in Wrestling Deutschland. Und das wäre dann wahrscheinlich auch der Punkt, wo ich irgendwann sagen würde, da wäre ich bereit vielleicht mal Leuten ein bisschen Support zu geben. Ich bin noch längst nicht in der Lage, ein Training zu geben oder so, das ist auf gar keinen Fall. Aber wenn es ⁓ dieses Social Media Ding geht, ey Leute, ich bin total offen, kommt zu mir, fragt mich, manche haben es auch schon gemacht und ich gebe euch so bisschen Support, denn die Möglichkeiten werden noch viel zu wenig genutzt. Jeder einzelne Wrestler könnte rausgehen, das müssen keine Vlogs sein, das ist mein Format, was ich jetzt für mich so mache. Aber das können Sachen sein, wie beispielsweise, ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, Con Kelly. der jetzt immer wieder super lustige Videos davon hochlädt, wie er zum Beispiel jetzt im letzten Video mit seinem Hund, er ist ja der K9 Con Kelly und er wrestet mit seinem Hund und das ist hilarious. Er macht Videos wie er in der Natur unterwegs ist und über die Vorteile verschiedener Hunderassen und sowas. Ich glaube jeder kann da so seine Nische finden, wie man sich selber auf Social Media promoted und nicht nur kann, sondern jeder sollte seine Nische finden, denn das ist einfach eine Möglichkeit, ist, also an diesen Vlogs, die ich mache, da sitze ich täglich eine Stunde im Schnitt und das Footage, was ich schneide, das nehme ich nebenbei auf mit dem, was ich mache. Da stelle ich das Handy mal ab, mache mal ein kurzes Skit irgendwie in die Kamera. Ja, überlege mir dann vielleicht auch mal paar größere Sachen, die dann mehr oder weniger gut laufen, weniger im Falle meiner YouTube-Vlogs, wo es dann so viel Arbeit ist, dass auch ich merke, shit, ey, da komme ich einfach gar nicht hinterher. Aber ja, es ist einfach zu probieren, es ist einfach zu machen, einfach auch rauszuhauen, ohne Rücksicht auf Verluste und zu sagen, ey, speaker-0: Aber guck mal Niklas, das ist ja schon mal eine Vermarktung außer halt vielleicht von einem Promoter anschreiben oder einen Post bei Social Media machen, ich bin jetzt offen für Bookings. Das ist ja schon mal ein ganz ganz anderer Ansatz schon mal alleine. speaker-1: Das ist es. Ich möchte ja den Leuten auch zeigen und auch einem Promoter zeigen, ey, wenn ihr mich buckt, dann kann ich auch in der Form euch eine Extra Exposure irgendwie mitgeben und so weiter. Und mir hilft das im Umkehrschluss natürlich auch für meinen Character, ⁓ das weiterzuentwickeln und zu schauen, okay, wie kann ich das in meinen Matches, in Promos und so weiter irgendwie einbinden. Ja unabhängig davon macht es mir natürlich auch echt viel Spaß. Auch wenn ich da lustigerweise auch gerade sehe, weil wir eben drüber gesprochen haben, dass ich da an so einen Punkt komme, wo ich langsam selber das Gefühl bekomme, ich möchte, dass mein Blog ja sich weiterentwickelt. speaker-0: Das hört sich schon, Niklas, richtig nach Arbeit an, wenn ich das von außen so betrachte, gerade was du erzählst. Das heißt, ist richtig harte Arbeit, dich selber auch zu promoten. Verstehe ich das richtig? speaker-1: Ja, safe. Das mit den Vlogs ist auch auf jeden Fall viel Arbeit. Ich habe eben gesagt, eine Stunde pro Tag klingt erstmal vielleicht wenig, aber wenn man drüber nachdenkt, ist es dann doch ziemlich viel. Ich habe halt das Glück dadurch, dass ich eben wie gesagt Film studiert habe und auch so über die letzten Jahre viel geschnitten habe, dass ich diesen Part zumindest ganz gut kann. Ich glaube bei mir ist es dann eher, dass ich mir sehr viele Gedanken mache, okay, wie komme ich in diesem Vlog rüber, was möchte ich erzählen? Was könnte man vielleicht noch an coolen Elementen einbinden und so weiter. Ich begrenze mich da schon sehr, damit es halt nicht zu sehr ausartet und ich überhaupt dahin komme, täglich zu posten. Weil das ist dann am Ende natürlich auch irgendwo der Punkt. Ich baller wirklich raus und ich verstehe total, dass das auch nicht jeder auf dem Level, sag ich mal, an Content irgendwie hinbekommt. Weil meine Videos sind ja wirklich alle geschnitten. Die haben alle einen Voice-Over, die bilden alle oder die haben alle eine Länge von circa eineinhalb bis teilweise sogar zwei Minuten oder irgendwie so was. Und ich checke, dass das nicht jeder hinbekommt. Ich würde aber sagen, jeder sollte es zumindest hinkriegen, dieses bisschen an, ey, ich hau mal einen Spot raus, ich hau mal einen Moment aus einem Match raus, ich hau mal ein paar Fotos raus, macht diese Recap-Posts, wo ihr einfach sagt, ey, das ist die letzten Wochen passiert oder so, und versucht da wirklich einfach Regelmäßigkeit drin zu finden. Und wenn es nicht jeden Tag ist oder jeden zweiten, was ich auch nicht hinkriege, es gibt Phasen, da mach ich jeden Tag einen Vlog, es gibt aber auch Phasen, da mach ich, wie jetzt zuletzt, mal drei Tage irgendwie gar nichts. Aber wenn ihr es hinbekommt, dann versucht das mal über eine Zeit durchzuziehen und ihr seht, Es wird euch auch was geben. Ich komme mir vor wie so ein... Komm in die Gruppe Typ. Aber es ist halt leider einfach... speaker-0: Ja, aber es ist auch spannend, wie du dir selber auch im Competition erziehen willst. Aber das ist ja auch das Positive daran, dass wenn man vielleicht, ich will dir sagen, du darfst das nicht sagen, aber ich kann das sagen, so bisschen verstanden hat, wie man es machen kann, das dann weitergeben zu wollen, finde ich sehr, sehr noble. Und im Endeffekt verstehe ich auch, was du sagst, dass man vielleicht irgendwann stehen bleibt, vielleicht sogar bisschen verkopft wird und die Leute einfach gar nicht mehr folgen können. Und ich glaube, du willst den ... den Leuten halt ein Sharp Product, einfach, wo die Leute halt verstehen, ⁓ was es geht sofort. speaker-1: Genau, plus mich halt als Charakter einfach. Ich sehr viel das Feedback bekommen, dass die Leute einfach feiern, ich in diesen Videos, I guess. Und ich glaube, das ist auch ein Kernding, was irgendwie wichtig ist. Deswegen auch an jede Person da draußen. Versteht mich nicht falsch, aber mein Format zu klauen, bringt euch absolut gar nichts. Nicht, dass ich da irgendwie einen anschwärzen würde. So gerade im Fall von Mike Solaris zum Beispiel, kleines Shoutout eher an der Stelle, mit dem hab ich da auch sehr früh schon geschnackt zu dem Thema. Aber ich würde jedem sagen, sucht euch euren eigenen... Euren eigenen Twist. Sucht euch eure eigene Sache, die ihr auf Social Media abbilden könnt. Das eine ist, ich weiß nicht, ob du das im Kopf hast, aber ich glaube, bei AW gab es eine Zeit lang während der Shows so Segmente, wo Taz Moves analysiert hat und wo die dann irgendwie gezeigt haben, wie die Person aufkommt und dann ja, das könnte das mit dem Muskel machen und so weiter. Meinetwegen ist es das, so analysiert ein Move oder irgendwie sowas oder findet etwas ganz Eigenes. weil das ist am Ende... speaker-0: Ich auch gerne angucken, wie einfach Kevin aus Versehen immer umgehauen wird. Einmal die Woche als so Special Clip. speaker-1: Ein Match für's... speaker-0: Bei Kevin, Revcam, das endet ja im völligen Chaos, muss ich dir sagen. speaker-1: Aber das wäre doch super spannend, gerade wenn ich jetzt die Fußball-Ref-Camp-Geschichten sehe, die aktuell immer in Phase sind. speaker-0: Aber wäre auch wieder Out of the Box gedacht. speaker-1: Absolut, aber gerade das ist ja auch Wrestling. Das ist ja die DNA von Wrestling. Out of the Box zu denken, an den Punkt zu kommen, wo sich die gesetzten Faktoren, Figuren, Fraktionen und so weiter irgendwie festgefahren haben und man wieder an diesen Punkt kommt zu sagen, wir müssen Out of the Box über den Tellerrand hinaus denken und uns neu erfinden. Und das ist ja das Tolle daran. speaker-0: Du hast es so bisschen formuliert, es ist schwierig dann sich auch irgendwann weiterzuentwickeln. Glaubst du du kannst dieses Produkt auch dich selber so zu zeigen ewig machen oder glaubst du das ist endlich? speaker-1: alles ist irgendwo endlich und ich glaube es wird bestimmt irgendwo den Punkt geben, wo auch ich mal sagen wird, ey ich brauch mal ein bisschen Abstand vor diesem ganzen Thema, weil ich zeig ja schon im Endeffekt relativ viel und hab auch mittlerweile so die ersten Momente gehabt, wo Leute einfach zum Beispiel in Hamburg mich irgendwie in der Nachbarschaft oder so erkennen und man sich auch schon denkt, okay, das macht vielleicht was anderes mit mir. Aber grundsätzlich bis jetzt, ich hab immer noch sehr, sehr viel Spaß damit. Ich habe immer diesen Kampf mit mir und meinen Ansprüchen, dass ich eigentlich gerne noch viel mehr machen würde und viel andere Ideen noch umsetzen würde und so weiter. Ich glaube es ist aber auch ganz gut, dass ich mich da gerade noch so ein bisschen limitiere. Gerade aus diesem Grund, damit man eben noch Sachen hat, die man neu erfinden kann, noch Sachen hat, die man neu für sich entdecken kann. Was das jetzt genau ist, will ich gar nicht unbedingt so festlegen, weil dann schaufel ich mir wieder so ein bisschen mein eigenes Grab damit, dass ich dann nicht deliver. Aber genau aus dem Grund. Ich ziehe erstmal einfach weiter durch, so wie ich es fühle und da muss ich mir so bisschen auf die Schulter klopfen. Das habe ich bei vielen anderen Dingen in meinem Leben nicht so gut geschafft wirklich im Falle dieses Vlogs einfach zu sagen, ich mache so weiter, wie ich es fühle und wie es mir Spaß macht. Und wenn es mal ein paar Tage nicht so ist, dann ist es eben nicht so. Aber aktuell macht es mir eben noch Spaß und wenn... Wenn irgendwann nicht mehr der Moment da ist, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auch relativ klar sagen werde, okay, dann ist es das nicht. Dann finde ich entweder einen Twist oder was ganz anderes. speaker-0: Wenn du mal ganz, ganz weit in die Zukunft denkst, Lieber, ich will dir nichts umken, aber sollte irgendwann Quick und Dirty einfach nur noch Quick gegen Dirty sein. Was glaubst du, was wäre das vielleicht in ganz, ganz weiter Zukunft für Matches, wenn ihr beiden gegeneinander antretet? speaker-1: Auf jeden Fall harte Matches, ich glaube, das kann ich sagen. Also, ich glaube, da kommt der Faktor zu tragen, bei jeder guten Freundesgruppe, so kann ich es glaube ich nicht sagen, man denkt mal so an Brüder vielleicht oder so was, die sich prügeln. So stelle ich es mir so bisschen vor, wenn wir beide im Regen landen. Ich meine, wir hatten ja auch schon ein Match miteinander und auch da haben wir schon gemerkt, dass wir echt extrem viel Spaß damit hatten. Deswegen, ja, es irgendwann soweit kommt, ich werde mich drauf freuen. Ich glaube, es wird hart. speaker-0: Du redest speaker-1: Das ist auch echt schwer zu sagen. Ich glaube tatsächlich, dass Hugo derjenige ist, dem es einfacher fällt, mich leiden zu lassen. Ich aber auch schnell darauf anspringen würde und man sich dann gegenseitig ein bisschen hochsteigert. Ich beschreibe auch Leuten immer gerne Wrestling, die mich so fragen, die gar keinen Kontakt zu haben, warum man das macht und wieso und weshalb. Dass es so ein bisschen Fight Club einfach ist. Damit es für mich bisschen einfacher erklärt für viele Leute, warum man sich das Anführungsstrichen antut. Wir treffen uns. Und hauen uns. Und hauen uns auch richtig. Aber einvernehmlich, weil wir Bock darauf haben. So und viel mehr dahinter muss man, glaube ich, manchmal gar nicht verstehen. Und ich glaube, genau das wäre es halt mit Hugo und mir in dem Fall. speaker-0: Wenn dich irgendwann demnächst mal einer kneift und du merkst, das hier war alles nur ein Traum, willst du das glauben, dass das nur ein Traum sein kann? Weil ich glaube, die Erlebnisse, du jetzt schon gehabt hast, so früh in deiner Karriere, die wird dir keiner erst mal nehmen können. Wie gesagt, wir haben erst drüber gesprochen, kann natürlich auch eine Böde sein, wenn man so früh schon so schnell reinstartet quasi in die Köpfe der Leute, vielleicht in einem Wrestlingstand, wo andere Leute vielleicht viel länger Zeit hatten, sich vorzubereiten. ⁓ dann vor so einem Publikum aufzutreten, wo ihr es jetzt getan habt. wenn man dich fragen würde, du das greifen, kannst du verstehen, warum du jetzt an dem Punkt bist, wo du und wo ihr mit dem Tag Team Quick and Dirty seid? speaker-1: Also ich glaube, dass es tatsächlich ziemlich wichtig ist, dass man so diesen Punkt findet, wo man's greifen kann, ⁓ sich auch gezielt weiterzuentwickeln. Weil, wenn ehrlich mit dir, ich hab sehr lange so im Kopf auch in diesem Überwältigungsmodus verbracht, so ein bisschen. Und den gibt es auch schon immer noch. Also allein wenn man daran denkt, in meinem Kopf gibt es immer diesen Switch in die Fernperspektive. Ich versuch's wirklich so ein bisschen zu trennen auch. Aber wenn ich mal zurück überlege, was der kleine Niklas... sagen würde, wenn ich ihm jetzt erzählen würde, mit wem ich alles schon im Ring stand, welche Möglichkeiten sich mir geboten haben, vor wie vielen Leuten ich gestanden habe, welche Leute ich auch im Lockerroom kennengelernt habe, von welchen Menschen ich Feedback bekommen habe, dann wird er natürlich komplett durchdrehen. Gleichzeitig versuche ich aber auch eben, wie gesagt, diesen Hang zur Realität zu behalten und alles auch so im positiven Token wie möglich zu betrachten und sachlich zu betrachten vielleicht und zu sagen, okay, das ist ein weiterer Schritt und das, ich mir hier erarbeitet habe oder der Punkt an dem ich jetzt gerade bin, den habe ich ja nicht umsonst. Das fällt mir glaube ich schwerer dann tatsächlich, das habe ich eben ja glaube ich auch gesagt. So ein bisschen dieses Imposter-Ding, so ich check schon wo ich bin, aber ich check nicht unbedingt, ich mir das mit meiner Arbeit verdient habe, sagen wir so. speaker-0: glaube es nicht, dass du da eigentlich sein dürftest mit dem Sch***. speaker-1: Das sagt mir mein Kopf ganz gerne mal. Aber Wrestling ist eben diese Sache, die mir da sehr hilft, auch dafür mehr das Gefühl zu entwickeln und mir selber auch mehr zu sagen, ey, wie gesagt, das hast du dir verdient, da bist du hingekommen und jetzt geht es aber auf den nächsten Schritt weiter, denn da sind noch einige einige einige Schritte zu gehen zu den Zielen, die ich mir in the long run ausgemalt habe. speaker-0: sprechen wir vielleicht in ein paar Jahren dann wieder und starten nochmal einen Versuch mit Hugo Brandt. Vielleicht sprengen wir dann wieder alleine, vielleicht ist Hugo dann dabei, man weiß es noch nicht. Aber ich kann dir erstmal nur Danke sagen für dieses schöne Gespräch heute, weil ich finde eins merkt man bei dir so ein bisschen, dass du schon für dich eine gerade Idee hast, wo du mit deinem Charakter und mit dem, was du und ihr macht, hin willst, oder? speaker-1: Schon, also das entwickelt sich natürlich auch immer noch, ja, also ich glaube so bisschen das, und da nehme ich auch einen gewissen Stolz drin, das was ich vorhin gesagt habe, Wrestling ist für mich die eine Sache seit wirklich einer langen Zeit, in der ich eine Leidenschaft gefunden habe, die ich gegen alles verteidigen würde aktuell. Mal ausgenommen meine Beziehung, die mir natürlich ganz, ganz, ganz wichtig ist und auch Familie und so weiter, aber Wrestling ist wirklich diese eine Sache, die ich so gezielt verfolge wie nichts zuvor in meinem Leben eigentlich und Das gibt mir allein für den Kopf extrem, extrem viel. Ja, lässt mich immer wieder, wenn ich darüber nachdenke, was schon war, was noch kommt, wo ich gerade stehe, was wir machen. Energie einfach schaffen, auch für mein Leben darüber hinaus. ja, deswegen ist es eben so ein essenzieller Teil in meinem Leben geworden, aber auch so einfach integriert. Und das kann ich total verstehen, dass es vielen Leuten vielleicht auch schwerer fällt. Für mich ist es einfach so bisschen der Baumstamm in der Mitte geworden, so die stabile Eiche, die dort steht, die alles zusammenhält für mich im Kopf. speaker-0: ich bisschen privater werden darf, ist es für dich auch wichtig, dass du auch eine Freundin hast, die auch mit zu Shows geht, die sich das auch anguckt und die, glaube ich, auch immer mehr voll dabei ist, habe ich das Gefühl. speaker-1: Total. Also ich kann von gar keiner Perspektive sprechen, wo es nicht so ist, weil es bei ihr wirklich schon von Anfang an immer so war. Die hat mich seit dem ersten Training so sehr supportet, tut das auch immer noch, ist sehr häufig. Wie du schon gesagt hast, eben auch bei den Shows mit dabei. Hat mir auch schon in verschiedensten prekären Situationen, sagen wir mal, ausgeholfen sein, jetzt mein Dead-End-WXW-Dübü, wo ich ihr dann noch ganz schnell geschrieben habe, ey, pass auf, kommst du noch vorbei und kannst du mir noch meine Entrance Gear einpacken und dies und jenes. Und sie ist immer am Start. Also werde da nicht die richtigen Worte befinden. Die hat sie dann schon so auf jeden Fall gehört und hört sie auch immer noch dafür, wie dankbar ich einfach bin, dass sie mich da supportet und immer mit am Start ist. Ja, also das gibt mir so viel Rückenwind. speaker-0: Dann hoffe ich, dass ihr als Tag-Team und du auch vielleicht dann im Singles-Bereich der deutschen Szene noch viel Rückenwind geben werdet. Danke dir wirklich für das tolle Gespräch, ja mein Lieber. Die letzten Worte dieses Schnacks, würde ich immer sagen, gehören dem Gast, gehören Niklas Borg. Promote, was ihr, was du gerne jetzt sagen möchtest. Sag liebe Worte zu Menschen, die euch mögen, weil ich glaube, da gibt es immer mehr in Deutschland von. Bitte sehr, das Mic gehört dir, mein Lieber. speaker-1: Jawohl, vielen Dank dir erstmal, Tim. Und ja, ich hoffe, ihr hattet Spaß, auch wenn ich so bisschen, wie gesagt, noch am Kränkeln war und ich habe nicht zu viel vor mich hin gesülzt, sagen wir mal. Nein, grundsätzlich vielen Dank erstmal, dass ich hier sein durfte. Es hat ultra Spaß gemacht. Ganz großes Shoutout mal an die gesamte Fangemeinschaft in Deutschland, an jede einzelne Person, die hier einschaltet, aber auch eben vor Ort bei den Shows ist. Falls ihr es nicht seid, kommt vorbei, schaut Wrestling nicht nur on Demand zu Hause, sondern vor allen Dingen auch vor Ort. Das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis. Ja. Und in dem Sinne genießt Wrestling. Ich glaube, da klaue ich gerade den Jungs von Spotfight ihren Slogan. Aber in dem Sinne würde ich sagen, vielen Dank. Dann bis zum nächsten Mal. speaker-0: Danke dir auf jeden Fall, danke euch allen fürs Zuhören. Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß, wie ich es heute hatte. Euch vielen, vielen Dank wie immer fürs Zuhören. Wenn es bis jetzt geschafft hat, uns beiden zuzuhören, dann habt ihr vielleicht ein bisschen Liebe für Pro Wrestling in Deutschland. Das heißt, wenn ihr Shows in eurer Nähe seht, geht zu Shows, unterstützt Deutsches Wrestling, denn eins ist ganz klar, so kriegen wir den Laden nur weiter nach oben. Euch eine schöne Zeit, bis dann, ciao. Gute Freunde.