speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. speaker-1: Gute Freunde! speaker-0: Moin moin und herzlich willkommen zu GFD Talk. Mein Name ist Tim. Heute Interviewausgabe und wir haben jemanden da, die ist Referee, die ist Referee im deutschen Catch, war aber auch schon im Fernsehen zu sehen, hat da auch schon mal gekocht, hat auch schon mal Wrestling-Shows gekocht und so ein bisschen ein Full Circle-Moment über all diese Sachen wollen wir heute mit ihr sprechen. Hallo Liz. Ja, ist Kochen, was du zu Hause gerne magst? speaker-1: Das macht eher dann Orlando, falls du auf unsere kleine Taqueria da anspielst, die manchmal bei Shows da steht, hauptsächlich bei Nova. Das ist dann eher Orlando. Ich habe nur am Anfang so bisschen mitgemacht. Ich bin die, die zu Hause kocht, ja, klassische Rollenverteilung kann man so sagen. Aber das ist jetzt nicht der Hauptteil meiner Freizeitbeschäftigung, wenn ich ehrlich bin. Das ist eher Mittel zum Zweck, muss ich sagen. speaker-0: Dann bauen wir jetzt den Monster-Kliffhänger auf, warum Orlando dann nicht irgendwann beim ZDF in der Kochshow war. Da sprechen wir nachher mal drüber. Dir erstmal vielen, vielen Dank, dass du hier zum Interview erschienen bist. Ich würde dich gerne erstmal fragen, wann ist in dir die Idee entstanden, irgendwas im Wrestling zu machen? Gibt es dann einen Zeitpunkt, den du nennen kannst? speaker-1: Ja, das war 2003, glaube ich. Da bin ich wie alle Leute, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe oder wo man irgendwie so die Geschichten gehört hat, nachts irgendwie bei Tele5 beim Wrestling hängen geblieben. Man zappt so als Jugendliche da irgendwie durch, kann nicht schlafen und dann ist da Wrestling und dann denkt man sich, geil, das ist es. Das muss ich mir angucken, das ist es. Und dann... verfolgt man das und guckt das und denkt sich, boah, das möchte ich unbedingt auch mal machen, bis dann irgendwie, weiß nicht, 15, 16 und versucht sich eine Wrestling-Schule zu suchen. Und das war 2003, das war jetzt in Wrestling Deutschland jetzt nicht die Zeit, wo es in Berlin wahnsinnig viel gab. Es gab schon die GWFs, soweit ich weiß, aber ich habe sie nicht gefunden. Es war vor Internet-Zeiten so ein bisschen. da habe ich dann so eine super dubiose Wrestling-Schule in einer Turnhalle am Schloss Bellevue gefunden. Das waren dann irgendwie so drei merkwürdige Handsets. Meine Mutter war dabei. Wir haben uns das Probetraining angeguckt, wir sind rausgegangen und sie meinte, das kannst du sowas von vergessen, das machst du nicht. speaker-0: Okay, das auf jeden Fall schon mal... Da hat der Einstieg nicht so ganz geklappt, würde ich sagen. speaker-1: Nee, gar nicht. Und sie meinte auch, du gehst garantiert nicht mit drei Hansels alleine abends in eine Turnhalle mit 16. Das kannst du vergessen. Und ich war stinksauer. Ich glaube, ich habe meine Mutter noch nie so gehasst wie in diesem Moment. Und dann hat es ganz, ganz, ganz lange gedauert. Ich bin dann auch von Wrestling wieder eine Zeit lang weggekommen. Das war so die Zeit, wo Mr. America aufkam, wo ich dann so dachte, jetzt reicht es aber auch irgendwie wieder. und wo es dann irgendwie so eine Richtung gegen die mir dann auch nicht mehr gefallen hat. Und dann habe ich angefangen, Journalismus zu studieren. Und da musste ich eine Abschlussarbeit machen. Und da war es komischerweise dann meine Mutter, die mir in Zeitungsartikel gezeigt hat über eine Wrestlerin bei der GWF, damals Brenda Starr. Und dann dachte ich, komm, machst du deine Masterarbeit da drüber? Ich dann zur GWF gegangen, habe mir die Show angeguckt und habe gedacht, ach ja, wusste gar nicht, dass das es hier in Deutschland so gibt oder auch in Berlin. und bin dann hängen geblieben und hab gedacht, okay, jetzt guck ich mir das Training mal an, weil Brenda mich dann noch eingeladen hatte. Dann hab ich mir das angeguckt. Und dann habe ich gedacht, nee, das machst du jetzt auch. Ich war schon 29, also eigentlich viel zu alt. Und ja, bin dann geblieben. Das war 2016. speaker-0: Wunsch zuerst Wrestlerin zu werden? speaker-1: Ja, das war zuerst der Wunsch. Weil Referee, muss ich sagen, war jetzt gar nicht so präsent. Und vor allem gab es auch keine Frau, die zumindest so sichtbar gewesen wäre, dass ich das hätte mitbekommen können. Und Referees, die liefen so außen, die hat man gar nicht so mitgekriegt. Die waren ja auch bei den Trainings nicht da, waren auch nie Thema. speaker-0: Ich glaube, gab sehr, sehr lange keine Damenreferees in Deutschland. Wenn ich jetzt mal drüber nachdenke und wo wir hier beide sitzen, ich wüsste gar nicht, wann das das erste Mal gewesen ist, wo eine Frau einen Kampf geleitet hat. Und ja, das ist eigentlich schade. speaker-1: Also es gibt Kathy, die macht das laut eigener Aussage schon über 18, 19, 20 Jahre. Wenn, dann wär's die gewesen. Aber ich glaube, sie war jetzt auch keine, die irgendwie besonders in Erscheinung getreten wäre, dass sie außerhalb ihrer eigenen Liga oder Bubble oder wo sie da war, in Erscheinung getreten wäre, sodass man sie hätte wahrnehmen können, leider. speaker-0: Wie war es am Anfang für dich? Gerade auch Wrestlingtraining, weil man hört ja immer wieder, gerade die ersten Trainings sind nicht so einfach. Das heißt, mit ein bisschen älter schon angefangen, Wrestling zu trainieren. Wie war das für dich? Hast du vorher sportlich Sachen gemacht oder bist du da unvorbereitet reingegangen, würde ich es formulieren? speaker-1: Also ich bin wahnsinnig unsportlich. Das muss man ganz ehrlich zugeben, aber das hat mich überhaupt nicht abgehalten, weil ich dachte, naja, das wird schon irgendwie werden. Nach dem ersten Training konnte ich drei Tage nicht laufen und das war insofern schwierig, weil ich eine Freundin aus der Schweiz da hatte, mit der ich den Tierpark laufen musste und mir ging es nie so schlecht wie an dem Tag. Und es war an sich, die waren alle super lieb da, muss ich sagen. Also die waren erst mal froh, dass eine Frau gekommen ist, weil zu dem Zeitpunkt gab es Wesna und Nikki, also Blue Nikita und Wesna und noch eine andere, da trainiert hat. Und das heißt, das waren wir dann. Und die waren einfach nur heilfroh, dass jemand kam und die eine noch eine Trainingspartnerin hatte. Und die waren alle wirklich sehr, sehr lieb, zuvorkommend, freundlich. Und das hat eigentlich sehr, sehr gut funktioniert. Und ich habe mich da jetzt auch nicht eine Sekunde unwohl gefühlt, muss ich sagen. Und die haben mich auch nicht geschont. Das habe ich auch von vornherein. Da habe ich darum gebeten, dass ich mag dieses, ja, du bist eine Frau, jetzt können wir ja hier nicht dir wirklich eine reinhauen. Das können wir ja nicht machen. Oder wir müssen dich ja hier mit Samtanschuhen anfassen. Das habe ich mir dann doch verbeten, dass sie das tun. Und gerade zwei Personen haben mich da noch wirklich nicht geschont. Das waren El Comandante Rambo und Orlando Silva und Ali Aslan. Den habe ich vergessen, der auch nicht. Die haben dann richtig richtig mit mir trainiert, die sich das gehört. Das war toll. speaker-0: Gab's einen Moment, du gemerkt hast, vielleicht Rasslerin ist es doch nicht das, was du machen möchtest? speaker-1: Ja, das kam mit der Zeit. was heißt es kam mit der Zeit? Also ich habe schon gemerkt, dass das Training mir wahnsinnig viel Spaß macht. Aber wenn es dann darum geht, wirklich in den Ring zu steigen, habe ich irgendwie dieser Druck, der da mit einhergeht. Dieses, du musst funktionieren, das muss jetzt alles laufen, du darfst keinen Fehler machen und wenn du einen Fehler machst, sieht es scheiße aus. Und dieser Druck, da habe ich gemerkt, das gefällt mir überhaupt nicht, damit kann ich gar nicht umgehen. weil dieses auf Knopfdruck funktionieren, ist nicht das, dass ich das nicht könnte, aber es macht halt einfach nicht so viel Spaß und das nimmt dem Ganzen einfach irgendwie einen Reiz weg und irgendwie einen Spaß weg. Und da habe ich gemerkt, bin ich nicht die richtige Person für, weil ich mir auch einfach diese Sachen nicht so gut alle merken kann, die da so nebenher laufen müssen. Und da habe ich gedacht, okay, es macht mir super viel Spaß und es klappt auch irgendwie ganz gut, aber ob das jetzt wirklich das ist, Weiß ich nicht. Aber die Entscheidung wurde mir dann ⁓ abgenommen, ob ich da jetzt weitermache oder nicht, indem ich schwanger geworden bin und relativ kurzzeitig, nachdem ich angefangen habe zu trainieren, das war nicht mal ein Dreivierteljahr später und da hat sich es eher ledig gehabt. speaker-0: Das heißt, hast du danach noch mal wieder Gedanken gehabt, auch als Wrestlerin zurückzukommen oder ist dann die Geschichte mit der Referee-Geschichte entstanden? speaker-1: Ich bin danach noch zum Training gegangen mit einem kleinen Kind im Schlepptau. Also wir sind dann wirklich mit dem paar Monate alten Baby dann immer noch in die Trainingshalle gegangen. Orlando hat noch Training gegeben und ich habe mitgemacht und das lief auch eine Weile so ganz okay. Aber es war halt einfach, je älter das Kind wurde und desto eher, der auch seinen Unmut deutlich gemacht hat, dass er da halt nachts um 21 Uhr halt absolut nicht sein will, hat sich herauskristallisiert, dass das einfach zu schwierig ist. mit einem so kleinen Kind Vollzeit-Training zu machen und sich darauf zu konzentrieren und das dann auch alles leisten zu können, dass ich dann gesagt habe, das ist mir zu viel, das möchte ich nicht. Ich habe es körperlich hinbekommen, das war nicht das Problem. Aber es hat sich einfach nicht richtig angefühlt, weil es einfach so stressig war und so viel von mir abverlangt hat. Und es ist einfach etwas, was ich nicht leisten konnte. Und dann muss man einfach dann vernünftig sein und sagen, gut, dann ist es das halt nicht. Dann müssen wir halt irgendwie gucken. wie wir jetzt hier weiterkommen, ohne dass ich völlig aus dem Wrestling verschwinde, weil das wollte ich auch gar nicht. Ich wollte ja irgendwas weiter im Wrestling machen. Dann habe ich es zuerst versucht mit so Ringbegleitung, habe Ahmed Schär von der GWF gefragt, was ich denn machen könnte, damit ich nicht so völlig verschwinde. der hat mich dann zur Ringbegleitung von dem schönen Ronaldo gemacht. Das war so eine Aktion, wo ich da mit dem Spiegel hinter ihm herlaufen muss. Fanden wir beide nicht so toll, wenn man ehrlich ist. Wir waren beide nicht so wirklich glücklich damit, lief auch nicht lange. Weil ⁓ Corona kam. Und dann hatte sich das auch erledigt. Und dann gab es was ganz Tolles. Und zwar haben wir bei der GWF immer zweimal die Woche Training plus Freitag ein Freitraining. Und da haben dann die Jungs vom Baklava Club. Das sind Itouch Bahar, Abdul Kenan, Joshua Amaru und teilweise auch Orlando Silva. Und noch ein, zwei andere haben dann immer aus Spaß Wrestlingkämpfe am Freitag trainiert, einfach für sich, ⁓ zu gucken, was kann man verbessern, was kann man anders machen, wie können wir unsere Entrances verbessern und das können wir halt machen. Und da haben wir dann gesagt, okay, machen, wir brauchen eine Referee. Und da habe ich gesagt, ich würde das gerne probieren, weil mich das interessiert und ich kenne das nicht und ich möchte das gerne ausprobieren. Und da habe ich dann so die ersten Schritte gemacht und mir gesagt, boah, das gefällt mir richtig gut. Das macht Spaß. Du bist mitten im Ring, du bist dabei. Du kannst das, was du als Wrestlerin oder zumindest als Trainee mal gelernt hast, kannst du insofern anwenden, dass du weißt, wo du stehen musst, du weißt, wo sie hinfliegen, du weißt, wo sie hinrollen und stehst nicht im Weg und weißt, was passiert meistens ungefähr. Und das hat mir mega, mega viel Spaß gemacht. Und da war dann eigentlich, da war klar, das ist es, das muss es sein und das bleibt es auch. speaker-0: Wie ist das Gefühl, du hast ja jetzt auch schon das eine oder andere größere Match auch geleitet, dann auch im Endeffekt eine sehr, sehr wichtige Rolle auch in dem Match zu spielen? Weil ich finde, es gibt nichts Schlimmeres, dass wenn ein Referee, egal beim Fußball oder beim Wrestling, negativ auffällt. Und weil ich sag's dir ganz ehrlich, egal ob das was passiert, was im Match ist, was den zwei Wrestlern passiert oder dem Referee passiert, was falsch läuft und für jeden ersichtlich ist. Es ist immer schwierig, weil wenn man schon lange Wrestling guckt, man manchmal über solche Sachen nicht hinwegsehen. Würdest du sagen, dass einem gerade so vielleicht in großen Titelmatch, wo was Großes geplant ist, dieser Druck auch bewusst ist? speaker-1: Also total. Wenn ich irgendwie ein großes Match mit irgendeinem wichtigen Wrestler habe oder einer wichtigen Wrestlerin, wenn es ⁓ einen Titel geht oder sowas, dann also, sorry für die Ausdrucksweise, aber ich scheiße mir fast in die Hose vor Angst. Weil ich mir denke, ⁓ Gott, was ist, wenn du falsch stehst, wenn du was falsch machst, wenn du den Einsatz verpasst, wenn da was nicht so läuft, wie geplant ist, was machst du denn dann? Und dann sitze ich dann im, also nicht stehe vor der Tür, bevor ich da raus muss und zittere und denke mir so, ⁓ Gott, ⁓ Gott, ⁓ Gott, worauf hast du dich da wieder eingelassen? Warum hast du Ja gesagt? Warum bist du nicht zu Hause? Warum? Bäh, bist du bescheuert, dass du dir das antust? Und es dauert dann meistens so ein, zwei Minuten, bis ich mich dann eingeroovt habe mit allem und dann läuft es meistens auch irgendwie ganz gut, aber vorher geht mir jedes Mal die Muffe und ich denke mal, ⁓ Gott, bist du blöd, dass du da widerstehst. Aber ja, der Druck ist da und den merkt man und das dauert eine Weile, bis der weggeht und ich zitte auch danach meistens noch immer ein bisschen. Und ja, also natürlich, der Druck ist da, den spürt man. speaker-0: Dein erstes Match bei einer Show, wo Leute Eintritt bezahlt haben als Referee. Kannst du die Zuhörer und Zuhörerinnen da mal mitnehmen, wie das für dich war und welches Match du vielleicht doch geleitet hast? Weißt du das noch? speaker-1: Also ich weiß nur noch, das erste Match, das ich geleitet habe, das war aber in der Corona oder fast schon Ende der Corona-Zeit, das war bei Nova. Da hat aber keiner Eintritt bezahlt, weil wir das ja eben nicht vor Publikum machen durften. Das war Big Nick gegen Chris Opus. Das war das erste Match, was ich gemacht habe. Und im Nachhinein, also wenn ich jetzt drauf gucke, denke mir so, ⁓ was hast du denn da gemacht? Da hast du dir die Regeln mal gar nicht befolgt. Das völliger Käse. Also das, ich gemacht habe, nicht was die Jungs gemacht haben, das sollen wir jetzt im Gottes Willen nicht falsch verstehen. Und ansonsten glaube ich, dass das irgendwie ein, zwei Monate später oder drei Monate später dann auch nochmal bei Nova war und ich kann mich nicht mehr erinnern, was es war. Aber ich weiß, dass ich unheimlich aufgeregt war und vorher noch mit eins für anderen Referees, die schon sehr viel länger arbeiten bei der GWF, noch mal alles durchgegangen bin und noch mal geguckt habe, wie sind die Regeln, wo stehst du, was machst du, was ist, wenn das passiert, was ist, wenn jenes passiert und wie komme ich aus der Situation raus, wenn was schiefgeht. Und ja, das war ein toller Moment, auch wenn ich mich jetzt nicht direkt dran erinnere, was das genau nochmal war. Weil ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich habe inzwischen so, so, so viele Kämpfe gehabt, dass ich mich Ich an die Wichtigen und Großen und besonders Tolle, aber leider nicht alle. Was nicht heißen soll, dass die dann nicht gut waren. Aber es wird mit der Zeit einfach so viel, dass man sich nicht an alles erinnern kann. speaker-0: Ich würde dich gerne jetzt was fragen, weil du hast eben gerade Nova auch angesprochen und das Projekt Nova hat sich ja so ein bisschen auf die Fahne geschrieben, auch den Nachwuchs in Wrestling, aber auch dann Damenschuss zu veranstalten, dann denen auch die Chance zu geben, eine pure Damenschutz zu sehen. Ich glaube, wir können nachher noch ein bisschen über Fury Wrestling reden, da passiert das auch. in der Nähe von Stuttgart oder in Stuttgart. Aber lass uns mal ein bisschen über Nova reden. Wie ist so ein Projekt auch für dich? Du hast selber für Nova auch schon gearbeitet und warst jetzt gerade bei diesem Damen-Turnier. Kannst uns so ein bisschen mal mitnehmen, vielleicht auch die Philosophie und auch was du über Nova denkst? speaker-1: Also Nova ist meine zweite Home-Promotion, sag ich mal. Ich bin da ja auch Head-Ref, das bin ich nicht umsonst. Und Nova ist eine Nachwuchsliga, die quasi dafür sorgt, in Berlin Nachwuchs-Wrestlerinnen eine Bühne bekommen und sich ausprobieren können. Die dürfen Fehler machen, die dürfen es verkacken, sie dürfen es richtig super machen, sie bekommen danach Kritik von erfahrenen Wrestlerinnen. Und das ist einfach das. Feld, wo sie sich mal ausprobieren können, wo sie gucken können, was funktioniert, was funktioniert nicht, kann ich das Gimmick arbeiten, kann ich es nicht. Wir laden auch GasttrainerInnen ein, die denen dann noch mal ein Seminar geben, wenn es ergibt, dass sie noch was lernen und noch mal bisschen anderen Input bekommen. Wir geben ihnen Videomaterial, Promo-Fotos, dass sie sich noch präsentieren können. Das ist eher so eine... Also wir haben unsere Shows live natürlich. Aber wir arbeiten sehr viel über YouTube und Video, dass die Leute ihre Matches auch wirklich dann Promotern zeigen können und sagen können, hier auf YouTube kannst du dir meine Matches anschauen. Bei Nova. Dass wir die unterstützen, dass sie möglichst viel Material bekommen, ⁓ sich weiterzuentwickeln und weitere Bookings zu bekommen. Das ist unser Anspruch. Und das zählt für WrestlerInnen wie auch für Referees, weiblich und männlich. Und wir haben es jetzt bei der letzten Frauenshow zum ersten Mal geschafft, dass wir wirklich nur weibliche Referees hatten. Das haben wir vorher leider so nicht geschafft, weil es dann doch wenige waren. Wir hatten diesmal mich dabei und Daphne aus Spanien war dabei zum ersten Mal. Und wir haben ganz neu dabei Kim. Kim kommt aus dem Westen, also aus Westdeutschland. Ich bin eine Ossi, deswegen sage ich das manchmal, Westdeutschland. Die hat ihre allerersten Matches jetzt bei uns gehabt. Die hat vorher trainiert bei der BXW, auch viel bei Axel und hatte aber noch nie wirklich ein Match und durfte das jetzt bei uns zum allerersten Mal machen und hat sich auch recht gut gemacht. Also sehr gut gemacht, kann man sagen. Und das ist auch der Anspruch, dass wir da genau weitermachen, dass wir versuchen, den Frauenshows natürlich weiter die Frauenreferees nur zu haben, aber auch bei regulären Shows, wo jetzt Männer- und Frauenkämpfe sind, dass wir da auch so oft wie möglich Frauen haben oder auch Nachwuchs-Referees, die gerne kommen können, sich bei mir bewerben können und sagen können, ich würde es gerne mal ausprobieren bei euch oder mich mal zeigen. da haben wir zum Beispiel auch Josie zum ersten Mal ausprobiert. Ich sage mal ausprobiert in Anführungsstrichen. Die kam dann auch zu uns. Das war, glaube ich, letztes Jahr im Sommer war sie zum ersten Mal bei uns. Da war sie noch ganz neu und ja, da sie auch ihre ersten Schritte zumindest in Berlin gemacht. speaker-0: sehe das jetzt aus Sicht des Referees, aber wie wichtig ist es auch für aktive Wrestler und Wrestlerinnen dann im Endeffekt so was zu haben, wo man sich dann auch quasi zeigen kann, außerhalb vielleicht von größeren Produkten, die halt dann vielleicht ein ganz anderes Auge auf Wrestling legen, beziehungsweise ihr Produkt natürlich auch eher auf größere Namen legen. Das heißt vielleicht der kleinere Name, der da dann aber scheinen kann. Siehst du das auch so positiv, wie ich das sehe, dass man wirklich diesen Leuten auch die Chance gibt? speaker-1: Unbedingt, weil gerade Leute, die noch am Anfang stehen, haben es natürlich nicht leicht, einen Fuß reinzukriegen. Und das geht natürlich nicht, wenn du dich nirgendwo zeigen kannst. Das ist wie, wenn du in den Job startest, dann heißt es mal, wo sind deine Berufserfahrungen? Wo denkst wo soll ich die denn machen, wenn mir keiner eine Chance gibt? Und dafür ist genau Nova da, dass wir versuchen, vielen Leuten eine Chance zu geben, dass sie irgendwo Erfahrungen sammeln. Und das ist für Wrestlerinnen und Wrestler gerade wichtig, weil Natürlich ist Wrestling in Deutschland eine sehr kleine Community, verglichen mit anderen Sportarten. Aber dennoch gibt es sehr, sehr viele. Wenn man doch drauf guckt und da ist, einen Platz zu bekommen, ist nicht leicht. Und da muss man schon ein bisschen was vorweisen können. Und da sind wir genau die richtige Adresse für, dass wir halt einem oder einer die Möglichkeit geben, Erfahrungen zu sammeln und die dann auch weiterzutragen. Und das hilft natürlich auch bei größeren Promotions, wenn die sagen, okay, Ich bin jetzt ein paar Mal bei NOVA gewesen, hab mich gezeigt, jetzt geh ich vielleicht nächsten Schritt zum Sportscenter Dresden und probier mich da mal an den Dojo Shows aus oder geh vielleicht sogar nach Ungarn, zu HCW, zum Wrestling Camp oder frag dann mal bei der Academy nach von der BXW. Das ist bestimmt nicht verkehrt, wenn man da aber bei NOVA startet und erste Möglichkeiten hat. speaker-0: Ich würde dich gerne mal was fragen, weil Referee ist für mich, habe ich erst schon angedeutet, sehr, sehr wichtiger Teil eines Matches. Wie ist das dann auch in so einer männerdominierten Szene, sich als Frau dann auch durchsetzen zu müssen, sicherlich manchmal? Weil du in einem Match darfst weder schwach als Referee aussehen. Und im Endeffekt auch, ich sag mal so, Wrestling Business ist halt leider auch kein Zuckerschlägen und es ist sicherlich nicht immer einfach auch als Frau. Wie würdest du das sagen? Wie ist das für dich? speaker-1: Also der Anfang war schon, muss ich sagen, echt schwer. eigentlich hat keiner einer Frau zugetraut, dass sie das überhaupt hinkriegt. Weil so ein Referee muss ja eine gewisse Autorität ausstrahlen, du darfst da nicht untergehen, du musst klarmachen, dass du die Autorität bist, dass das dein Ring ist, dass das deine Regeln sind und dass da natürlich auch dir Folge geleistet werden muss in gewisser Weise. wenn natürlich, ich verrate jetzt hier keine Geheimnisse, auch wenn das natürlich jetzt irgendwie klar ist, was da am Ende irgendwie passiert. Aber es muss ja trotzdem irgendwie aussehen. Dass klar ist, dass man da der bzw. die Chefin ist. Und das hat man mir am Anfang absolut nicht zugetraut. Die einzigen, die das gesagt haben, sie mir das zutrauen, waren die vom Ba Clava Club und Virgil Devoort von Novart. Das waren die einzigen, die mir das zugetraut haben und gesagt haben, ja, du versuchst das bei uns. Ich hab auch woanders angefragt, die meinten alle, nee, Frau, bitte nicht, lass mal gut sein. Kannst du nicht? Glauben wir nicht. Es gibt auch heute noch immer Promoter, sagen, Frauen wollen wir nicht, die können das nicht, das sieht blöd aus, die sind ja kleiner, die sind ja schwächer und ne, kann ja gar nicht sein, dass eine Frau einem Mann in einem Ring die Ansagen macht, das geht ja gar nicht. Das gibt es immer noch. speaker-0: So steinzeitlich ist das manchmal noch. Wahnsinn. speaker-1: Es ist manchmal wirklich gruselig. Es gibt Leute, da fasst du dir an den Kopf und denkst dir so, du hast den Schuss auch noch nicht gehört. speaker-0: Wie ist das auf solche Personen zu treffen? Ich sag, wie ist das auf solche Personen zu treffen? Weil das muss doch jedes Mal auch im Kopf wieder ein Rückschlag sein, weil man denkt, eigentlich müssten die Leute noch viel weiter sein. speaker-1: auf. Früher hat es mich wahrscheinlich viel mehr aus der Bahn geworfen, weil ich es dann irgendwie auf mich bezogen hätte und gesagt habe, ja gut, dann bist du wahrscheinlich doch noch nicht so gut und dann kannst du es wahrscheinlich doch noch nicht. Aber inzwischen denke ich mir, ja gut, dann eben nicht. Wenn ich will, der hat schon. Also dann stell dir halt einen Mann dahin. Mein Gott, wenn dir das was bringt. Ich habe meine Promotions, ich bin, wo ich arbeite und wo die auch zufrieden sind. da denke ich mir so aus feministischer Sicht, denke ich mir so, ja, du Scheiße. Aber gut, was soll ich machen? Ich kann niemanden zwingen. Aber es tut schon weh, weil ich mir denke, nach mir kommen vielleicht noch drei, vier andere Frauen, die sich genau denselben Scheiß anhören müssen. ja, es wäre natürlich in dem Punkt sehr schön, wenn sich vielleicht auch mal ein paar Männer hinstellen würden und sagen, ja, aber lass sie doch mal, oder lass die Frauen doch mal. Mit einem steinzeitlichen kann es jetzt auch nicht mehr weit kommen, aber das passiert auch nicht immer. Manchmal kriegt man die Unterstützung, dass gesagt wird, ne lass sie mal machen, die kann das. Manchmal eben auch nicht. das, ja, ich will nicht sagen, dass es gar nicht weh tut. Aber es ist, ich zieh's jetzt nicht mehr auf mich. Aber ja, es ist eine männlich dominierte Geschichte, es ist eine männlich dominierte Szene. Es ist immer noch, passiert es einem auch bei einer Promotion, die dich als Referee will, dass dann immer noch ein paar Männer-Wrestler dann irgendwie so bisschen schräg gucken und denken, so kann sie das überhaupt, muss das sein, kann ich einen gehielbaren Mann haben? Passiert mir sehr, sehr, sehr, sehr selten. Aber früher am Anfang ist es mir durchaus passiert. Und es passiert auch anderen Referees noch, dass sie sagen, na lieber ein Mann. speaker-0: Ja, aber das tut ja weh. Also ich mein euch auch, aber auch die Dummheit tut ja weh. Entschuldigung, dass ich das so formuliere. Alles klar. speaker-1: Ja, ja. Aber das sind einfach so die Ärzte haben mal gesagt. speaker-0: Ich kenne nicht wenige Leute, jetzt sagen würden, sind zwei Leute, die in Badehosen vor Scheinwerfern ringen, die aber bitte keine Frau im Ring haben sollen. Also da muss ich sagen, das ist schon eine wilde Aussage, gesagt. Entschuldigung, dass ich das jetzt auch so deutlich sage. Aber das ist schade und ich finde auch, das dürfte fast gar nicht mehr passieren eigentlich. speaker-1: Ja, aber das Gleiche hast du, dass viele Promoter auch sagen, nee, Frauen-Wrestling möchte ich nicht. Das ist im Grunde die gleiche Kiste, dass einfach Frauen nicht zugetraut wird, dass sie das können, dass sie das gut machen, dass sie das auch gelernt haben und dass sie das professionell betreiben. Und da gibt es immer noch welche, sagen, nee, wollen wir nicht oder wenn dann, na ja, meinetwegen als Co-Main-Event, dass die Leute noch mal aufs Klo können. das gibt es. Also nee, ich will gar nicht sagen, müssen wir uns mit abfinden. Im Gegenteil, müssen wir uns überhaupt nicht mit abfinden. brauchen dann halt auch, weil wir sind wenig Frauen, also wir werden mehr, aber es sind immer noch zu wenig und da brauchen wir die Unterstützung von den Etablierten, von den Wrestlern, die das gewisse Standing haben, dass sie sagen, ne, wir wollen die Frauen, wir wollen die hier haben, wir wollen das Frauen-Matches stattfinden und da sind wir irgendwie drauf angewiesen, wir schaffen das nicht alleine, das kann man von uns nicht erwarten, dass das so alleine klappt. Also ich habe zum Beispiel einen Wrestler, der immer sagt, ne, Ich nehme nur Liz, alle anderen will ich nicht. Und das ist zum Beispiel so eine Unterstützung, die bringt mir viel, weil dadurch habe ich viele Möglichkeiten und kann zeigen, dass eben Frauen das hinkriegen und dass sie das können und manchmal besser als mancher Mann. speaker-0: Das große Problem, was ich halt auch sehe, Christian Jakubi hat damals hier gesagt, zum Beispiel, ich bin mir sehr sicher, dass er weder Kevin Owens mag, noch ihn gerne gebucht hat, aber er hat ihn gebucht, weil das Publikum das sehen will. Viele von diesen Promotern reden sich ja so raus und sagen, ja ich mag kein Frauenwrestling, deswegen buche ich das nicht. Aber, wenn dein Publikum das sehen will, bist du eigentlich ein schlechter Promoter, wenn du das nicht machst. Und ich glaube, sehr, sehr viele im Publikum wollen Frauenwrestling sehen. speaker-1: Ja, aber da ist auch immer die Frage, welchen Gründen. Also ich kann ja auch sagen, das passiert auch immer wieder, dass wenn man mit Frauen im Ring steht und dann das Match wirklich rein weiblich ist, dass da immer noch mal irgendein Buzowski aus dem Publikum irgendwelche Zoten da einem entgegenbrüllt. Frau. Ja, so was, so eine Geschichte oder auch noch mehr unter der Gürtellinie. Und da frage ich mich dann halt auch, aus welchen Gründen speaker-0: Aussehen, aussehen, noch das nette speaker-1: wollen die Menschen das sehen? Wollen sie das aus sportlicher Sicht sehen? Wollen sie wirklich sagen, okay, das ist eine Art von Kampfstil, der mir gefällt, das ist toll, dass Frauen das machen? Oder sind die irgendwie, hoffen sie, dass da irgendwie, weiß ich nicht, mal die Unterhose verrutscht? Das kann ich immer noch nicht beurteilen. Und die Erfahrung zeigt, dass es leider solche und solche gibt. speaker-0: Ja, ich sag mal so, es gibt sicherlich auch die ein oder andere Frau, die jetzt nicht unbedingt jetzt Wrestling wählt, nur beim Wrestlingzuschauen. Ich glaube, das könnte man so formulieren, aber es ist halt, glaube ich, auch schwierig, dann, hast darüber gesprochen in so einer Männer dominierten Welt. Du hast aber auch eben vorher darüber gesprochen, dass das gerade jetzt auch immer mehr von diesem Referees auf Frauen nachkommen. Ich sehe es ja auch, dass viele Frauen-Wrestlerinnen auch im im Moment nachkommen und dass da auch sehr, sehr viel Nachwuchs da ist. Robert Greißke hat auch im Interview gesprochen, dass bei der WXW halt auch viel Nachwuchs da ist. Was glaubst du, wird es demnächst öfter außerhalb von Fury, Femme Fatale und vielleicht der Nova-Damenshow woanders noch Damenshows geben? Würden sich andere Promoter des Stans jetzt trauen? Was sagst du? speaker-1: Ich hoffe es. Ich hoffe es sehr, weil gerade Fury und Nova haben gezeigt, dass es sehr, sehr gut funktioniert. Bei Nova, die Frauenschows, sind bei YouTube unsere meistgeklickten Shows. Und die sind am meisten gesehen. Die haben Tausende von Views. Im Gegensatz zu den Männershows. Kann man sich selber überzeugen, das ist so. Und deshalb gehe ich davon aus, dass das Publikum durchaus da ist, auch international. Also wir haben viele internationale Zuschauer, sich dann bei YouTube unsere Shows angucken, vor allem die Frauenschows. Und Fury hat es sehr eindrücklich gezeigt, die gerade mit ihrer zweiten Show wirklich sehr viel, sehr viel geleistet haben und sehr viele Tickets verkauft haben und sehr, sehr schöne Show gemacht haben mit vielen Zuschauern. das war sehr, sehr, sehr schön da dabei zu sein. Und ich würde es mir sehr, sehr wünschen, dass ich mehr Promotions das trauen. Weil es ist doch, wenn man die Frauen einfach machen lässt und die auch einfach ihr Ding durchziehen lässt und ihre Gimmicks ausarbeiten lässt und die einfach Stories erzählen lässt, dass das wirklich sehr, sehr gut sein kann. speaker-0: Kannst du die Zuhörerinnen Zuhörer mal mitnehmen, wie das Arbeiten auch ist im Gegensatz zu einer gemischten Show als zu einer Damenshow. Weil traurigerweise muss man ja fast sagen, ich stelle mir schon einen saferen bei einer Damenshow vor. Sehe ich das richtig? speaker-1: Ich kann nur für die Promotions sprechen, bei denen ich arbeite, die sowohl gemischt sind als eben auch Frauenpromotions. Ich hab mich bei gemischten Shows, also jetzt zum Beispiel bei Nova oder der GWF oder auch bei Yavara, wo ich war, nie unwohl gefühlt. Im Gegenteil. Also da waren alle immer sehr darauf bedacht, dass sich alle sicher fühlen, dass sich alle gut fühlen. Oder auch bei Finn Freiheit, bei Queer Wrestling, das war auch ganz toll, das war ja auch gemischt und da... habe ich mich nie unwirr gefühlt und auch nie unsicher. Das gar nicht. Dennoch ist es ein Unterschied, wenn es eine reine Frauenshow ist. jetzt... Es war für mich wirklich sehr, sehr witzig, das zu beobachten. Es ist vor allem erstmal leiser. Das ist der wichtigste Punkt. Es ist leiser. speaker-0: Ich hoffe nicht im Publikum meinst du, ne? Ich hoffe nicht... speaker-1: Nein, wirklich Backstage. ist Backstage leiser. Viel leiser. es wird nicht, man verzeihe mir den Ausdruck, so rumgeprollt und irgendwie durch die Gegend geschrien und so laut und irgendwie, wie sich so Stories erzählen, die irgendwie dann durch drei Räume gebrüllt werden müssen. Und das ist einfach ein anderes Arbeiten, weil es einfach leiser ist, ruhiger und... Das heißt nicht, dass das nicht auch mal laut sein kann, dass wir nicht auch mal irgendwie dann rumbrüllen oder irgendwie da rumalbern sowieso. Also rumalbern die ganze Zeit, Aber es ist einfach leiser. Ich kann es wirklich immer wieder sagen, es ist leiser. Man, ja, es riecht auch anders, es riecht nicht die ganze Zeit nach Hot Stuff. Und ja, das macht schon einen Riesenunterschied. Und am Ende liegen sich immer alle in den Armen, aber das ist bei allen, also. ob es Männer und Frauen sind oder nur Frauen. Am Ende haben sich immer alle lieb und es war für alle eine tolle Show und alle haben Spaß gehabt. speaker-0: So soll es ja auch sein. Ich habe eine ganz andere Frage, die geht in eine ganz, ganz andere Richtung. Ist es einfacher, einen Partner zu haben, der das Wahnsinnschaos manchmal im Wrestling auch versteht und wie man da unterwegs sein muss? Das heißt, ist es einfacher, eine Wrestlingfamilie zu haben? speaker-1: Ja, auf jeden Fall. Es ist insofern einfacher, weil das Verständnis eher mal da ist, wenn man nicht da ist. Das heißt, wenn ich jetzt irgendwie das Wochenende unterwegs bin, weiß ich ganz genau, dass a.) mein Kind in sicheren Händen ist und b.) dass Orlando genau weiß, warum ich das mache, was ich da mache. Und dass das einfach nötig ist. Und dass es nicht daran liegt, ich unbedingt, weiß ich nicht, hier durch die Weltgeschichte reisen will und Star werden will oder sonst irgendwie sowas, sondern weil das einfach mein Job ist und weil ich den liebe und weil ich den gerne mache. Und weil das einfach zum Wrestling dazugehört, dass man eben viel unterwegs ist und viel fährt und auch mal irgendwie woanders schläft und irgendwie dann halt nicht da ist. Und dass es halt auch mal zwei, drei Wochenenden hintereinander passieren kann. Das hatten wir auch schon andersrum als er. Er war fast jedes Wochenende weg und ich immer viel alleine. Da war aber auch das Verständnis da. Man weiß, wofür man es macht. Wenn beide den Sport so lieben und so leben, dann ist es leichter, Verständnis dafür aufzubringen. Und dann auch die Sachen eher nachvollziehen zu können, warum man jetzt, obwohl es Tausend andere Sachen zu tun gibt, sich für die Tour nachts sonst wohin entscheidet und zu Hause viel liegen bleibt. speaker-0: Du hast gerade über Touren gesprochen. Gibt es irgendeine verrückte Tour, die du mal machen musstest oder gemacht hast oder freundlicherweise machen durftest beim Wrestling, die dir in Erinnerung geblieben ist, die du dir den Zuhörlern Zuhörerinnen vielleicht mitgeben würdest? Gibt es da irgendwas? speaker-1: Eigentlich sind alle Touren immer sehr, sehr lustig und machen sehr viel Spaß, weil man ja selten alleine fährt, sondern man mit einem vollgepackten Auto mit allen möglichen Leuten ist. speaker-0: Ist Wrestling Roadtrip klassenfahrtlich? speaker-1: Ja, auf jeden Fall, das ist Klassenfahrt. Das ist ein einziges Gequatsche, ein einziges Gemache und irgendwie, weiß ich will jetzt nicht so, also es wird jetzt keine Papierkügelchen geschmissen, aber man erzählt sich Geschichten, man hat eine tolle Zeit, man geht danach noch was essen, man ja, man erzählt sich vielleicht auch Sachen, die man sonst vielleicht nicht erzählen würde. speaker-0: Oder man hört Geschichten das ein oder andere Mal auch drei oder vier Mal in einem halben Jahr. Das kann auch passieren, aber man hört sich die trotzdem an. speaker-1: Ja, also ich kenne die Geschichten von einigen in- und auswendig. Aber ich, ja, ist völlig in Ordnung. Dann würde sie mir halt irgendwie das 17. Mal an, ist auch in Ordnung. Ist ja auch schön, weil dann hat man am Ende so das Gefühl, man hat sie gleich miterzählen, weil man kennt sie ja nur schon. Als ob man sie miterlebt hätte. Und dann ist das ganz schön. Es gibt richtig schöne Touren. Letztes Jahr war das, wenn ich mich recht erinnere, hatten wir eine Tour mit der Promotion von Orlando, mit UMA. Also wir nach Estland geflogen. paar Leuten und das war richtig toll. Das war mal so ein völlig anderes Land. speaker-0: Man in Island mal lieber gesagt sein. speaker-1: Das nannte sich Secret Mexican Society. hatten irgendwie so ein mexikanisches Fest in Tallinn, in Estland geplant und wollten unbedingt Lucha Libre haben. Wir sind ja nun die Einzigen, das anbieten in der Form. Da haben die uns angefragt und hat Orlando das irgendwie organisiert gekriegt. Dann sind wir da rübergeflogen, hatten den Ring von Slam Wrestling, von Starbucks aus Finnland. Und sind dann darüber geflogen, ich glaube, mit Amy Heartbeat, El Comandante Rambo, Big Nick war noch dabei, Lukas, Finn Freihardt war dabei und bestimmt noch welche, die ich jetzt vergessen habe, glaube ich. Weiß ich nicht mehr. Also es war auf jeden Fall eine sehr witzige Truppe. Und wir sind da, haben dann Estland und Tallinn unsicher gemacht und das war sehr, sehr, sehr, witzig und hat also sehr viel Spaß gemacht. speaker-0: Wie haben die Leute das angenommen? Wie kann man sich das vorstellen? War das eine reine Show? Habt Showblöcke gehabt? Wie ist das gelaufen? speaker-1: Ne, das war so eine Party. In Estland gab es vorher nie Wrestling. Also die haben das zum allerersten Mal gesehen. es wurde vorher gesagt, na wundert euch nicht, wenn die sehr kalt sind, wenn die sich so gar nicht bewegen und wenn die so bisschen leiser sind, weil das ist irgendwie da so die Mentalität und die sind so ein bisschen ruhiger und wenn die sich freuen, dann geht so der eine Mundwinkel hoch und das ist es dann aber auch schon. Und da haben wir gedacht, na gut, ⁓ Gott, was wird das bloß? Und dann haben wir angefangen und die sind ausgerastet, weil die das noch nie gesehen hatten. Die sind ausgeflippt, die waren laut, die haben gebrüllt, die haben geschrien, die haben sich in den Arm gelegen und wir haben gedacht, was ist denn jetzt los? Weil das so völlig konträr zu dem war, was uns gesagt wurde, wie das da ablaufen wird. Und dann haben die aber so die Hütte abgerissen, die Fans. Also wir auch, klar, wir haben unsere Show gemacht, wir hatten vier Matches, fünf sogar, glaube ich. Und haben einfach unsere Show gemacht, wie wir sie halt immer machen. ja, aber die waren völlig von der Kette. Und die Promoter und auch die Leute, da für den Club gearbeitet haben, wir konnten ihr Glück kaum fassen, die haben gedacht, was ist denn jetzt mit unseren Leuten los? So haben wir die ja noch nie gesehen und das machen wir auf jeden Fall wieder und waren total seelig. Und ja, waren völlig überrascht, dass es so gut ankam. speaker-0: Ich ich muss auf jeden Fall noch mal mit Orlando auch sprechen. Aber ich würde dich jetzt auch gerne mal fragen, ist das euer Ansatz wirklich, das Lucha Libre Wrestling, auch du hast gerade Estland angesprochen, dann auch in Europa bekannter zu machen? Weil ich weiß, deutschlandweit wart ihr auch schon in ein paar Städten und habt das gemacht. Ich finde das sehr spannend. Wie seid ihr eigentlich dazu gekommen, zu der Idee, das so zu machen? speaker-1: Wir sind eigentlich hauptsächlich darauf gekommen, weil es hier in Berlin einen Mann gibt, der mexikanische Partys organisiert und zu einer mexikanischen Party gehört grundsätzlich Lucha Libre. Immer. Also es gibt keine mexikanische Party, wo nicht irgendwann irgendwer auf die Idee kommt, Ring hinzustellen. Und da es in jeder Familie mindestens 20 Luchadores gibt, hat man auch sehr schnell die Show voll. Hatte der uns angefragt, mit dem Orlando angefragt, was man denn machen könnte und ob man da nicht irgendwas organisieren könnte. Da hatte Orlando überlegt, na gut, vielleicht mit Nova oder GWF. Und da hat er gesagt, nee, Quatsch, mach ich alleine. Und hat sich einen Ring gekauft. Und dann hat er damit angefangen und hat gesagt, na wir müssen das, wir wollen aber jetzt nicht Wrestling-Wrestling, sondern wir wollen wirklich Lucha Libre. Und dann hat er angefangen, Masken zu nähen und sich Charaktere auszudenken. Und hat dann unsere Jungs von der GWF und von Nova angefragt, ob sie mal Bock hätten, was völlig anderes zu machen. und dann eben mit einer Maske zu catchen, mit anderen Namen und dann in völlig anderen, ich sag mal, anderen Stil. Natürlich sind die Aktionen die gleichen, klar, weil man kann jetzt nicht plötzlich aus einem europäischen Wrestler einen mexikanischen Wrestler machen, das funktioniert nicht so schnell. Aber man kann zumindest die Matches ein bisschen anders gestalten, dass man die bisschen freier lässt, dass man die ein bisschen mehr machen lässt und nicht so regelkonform da immer agiert und da auch viel mit Spaß macht. Das heißt jetzt nicht, dass es reines Comedy-Wrestling ist. Im Gegenteil, ist wirklich ernsthaftes Wrestling in Lucha Libre, aber eben mit anderen Gimmicks und anderen Charakteren und einem etwas anderen Matchaufbau. Und schon hat sich das irgendwie rumgesprochen und dann wollten welche in Hamburg die Show haben, in Hannover wollte jemand, die noch haben und dann eben in Estland. Und dann haben wir gesagt, naja gut, dann machen wir das so. Also Estland war bis jetzt das zweiteste, was wir hingekriegt haben. Es ist natürlich auch immer ein Riesenakt, diesen Ring irgendwie durch Deutschland zu fahren, weil der auch nicht gerade klein ist und auch nicht leicht zu transportieren. Aber wir sind immer offen. Wenn jemand Bock hat, dann machen wir das. glaube, in Heilbronn ist jetzt auch demnächst auch irgendwas geplant. Und natürlich hier in Berlin machen wir das auch im Juni, wieder am 14. Juni, glaube ich. speaker-0: Wo kann man euch sehen? Wie kann man euch erreichen? Habt ihr Instagram-Account und sowas? speaker-1: Wir haben einen Instagram-Account, der heißt einfach nur UMA Lucha Libre, glaube ich. ja, da findet man Orlando, da findet man mich. Und ich bin für die Referees natürlich zuständig, Orlando für die Wrestler. ja, da kann man sich immer hinwenden, da werden auch die Shows gepostet, wann welche stattfindet. Und wie gesagt, die nächste ist am 14. Juni hier in Berlin, am Sonntag. Und ja, das ist mal was anderes. speaker-0: Ja, finde ich sehr, sehr spannend. In einem Land, das früher sehr, catchlastig war, bisschen Lucha Libere kann glaube ich gar nicht schaden. Ich würde nämlich mit dir jetzt auch, du hast Lucha Libere angesprochen und wie ist das als deutsche Referee nach Mexiko zu gehen und da Matches zu leiten? Kannst du uns mal bisschen da mitnehmen, wie das erst mal zustande kam und wie das auch für dich war, das dann zu machen? speaker-1: Also das kam logischerweise, wie sollte es anders sein, durch Orlando zustande, weil der natürlich sich in der mexikanischen Szene ganz anders auskennt und ganz andere Leute kennt, weil der ja da natürlich angefangen hat und da die Kontakte geknüpft hat und die zum Glück auch immer noch vorhanden sind. Und wir dann einfach angefragt haben, wo können wir arbeiten, Dann war das erste, was ich gemacht habe, war in so einer ganz, ganz kleinen Sporthalle. Die Sporthalle an sich war groß, aber die Show war sehr klein. Das waren vielleicht 20 ZuschauerInnen. Und das war in Pachuca. Das ist so ein Staat. Es gibt ja Bundesstaaten in Mexiko. Das ist einer von denen. Und da war das dann in so einer Sporthalle. Und da war ich, da ich ja noch gar nicht so lange dabei war, ich glaube, das war ein halbes Jahr oder so, habe ich das gerade erst gemacht, war ich super aufgeregt. ich konnte auch noch kaum Spanisch. Das hat sich alles in den letzten Jahren erst entwickelt, dass ich das so richtig gelernt habe und konnte dann eben kaum Spanisch und habe dann irgendwie versucht mich mit den Wrestlern zu verständigen und die haben mir versucht mit Händen und Füßen zu erklären, was sie da machen. ich habe irgendwie gedacht, na gut, ich krieg's schon hin, hab irgendwie gemacht. Die haben mich dann teilweise auch noch ausgelacht und meinten, na ja, auch da wieder Thema Mann Frau, muss die Frau das denn machen? Und ja, aber es lief ganz gut und die ersten Male war es immer noch so sehr chaotisch und ich... wusste nicht genau wohin, warum, wieso, weil mexikanisches Wrestling ist ja dann doch noch mal sehr anders, wenn es dann wirklich in Mexiko stattfindet, als hier, wenn wir es hier in Europa machen. Und da weiß man wirklich nicht, wo stehe ich, was machen die jetzt, warum passiert jetzt das, warum wird hier nicht eingetaggt, warum machen die hier alles gleichzeitig und warum fliegt der jetzt nach draußen und warum darf ich nicht zählen. Also das ist ein reines Chaos, wenn man nicht weiß, wie es funktioniert. Und dann steht man einfach irgendwann in der Ecke und sagt, naja, gut, dann macht halt, ne? speaker-0: Ja, so bisschen überflüssig das Referee manchmal in Mexiko kann man schon das Gefühl bekommen sicherlich. speaker-1: Gewandelt aber auch ein bisschen. speaker-0: Die Geschichte ist halt, glaube ich auch, Wrestling wird da ja auch ganz anders gesehen, ganz anders gelebt, auch als Teil der Kultur. Ja, auch muss man dazu sagen. Das ist ja eine ganz andere Sicht auf Wrestling, als sie hier vom deutschen Mainstream sogar, würde ich fast formulieren, gemacht wird. Wie ist das in so einem Land, wo hast eben gesagt, vor 20 Leuten, du warst sicherlich aber auch vor von mehr Leuten noch im Ring. Das Stimmungstechnisch kann das glaube ich Wahnsinn sein, oder? speaker-1: Das ist extrem. Das kann wirklich schwanken von, wie gesagt, du machst eine Show für lass es fünf Zuschauer auf einem Kirchhof sein, bis, meinetwegen, dann die 20 Zuschauer in der Sporthalle und dann bist du irgendwann in der Arena Azteca Bodokan, wo schon ganz andere Leute waren. Und da sind es dann plötzlich 500. Und dann denkst du dir, ups, wo bin ich denn jetzt gelandet und was ist denn hier los? dann kommen dann irgendwie Promoter von AAA und du denkst dir so, ups, okay, hi, hallo. bist auch da dann wieder völlig überfordert. Aber in Mexiko ist das, wie du schon sagtest, das ist eine Frage der Kultur. Das ist eine ganz andere Sache als hier. Und das ist auch kein Nischensport wie hier, sondern das ist allgegenwärtig. Das ist in jedem Lebensbereich. Und wenn ich sage, in jeder Familie gibt es 20 Luchadores, dann ist das nicht übertrieben. Das ist wirklich so. Alleine in Orlandos Familie gibt es vier oder fünf. Das hat einen ganz anderen Stellenwert. Das ist in der Popkultur drin. Ich war gestern erst in einer Oper hier in Berlin, die von einem Mexikaner inszeniert wurde. Die hatte Lucha Libre-Anteile drin, und zwar nicht unwesentlich. Das ist einfach da riesen, riesen großer Faktor. Das wird auch viel ernster genommen. Da ist auch Kayfabe noch mal eine ganz andere Geschichte. Da spielt die Maske eine ganz andere Rolle als hier. Das wird mit dem Leben beschützt, die Maske. zum Beispiel, was wir hier kaum nachvollziehen können. Da muss man auch erst mal sich so ein gewisses Standing erarbeiten. Man kann da nicht als Außenstehender kommen und sagen, guten Tag, hier bin ich. Ich hätte jetzt gerne meine Rolle hier oder meinen Platz. Das ist sehr, schwer. Zumal das auch viel reglementierter ist in Mexiko. Man braucht Lizenzen, ⁓ in den Ring steigen zu dürfen. Man kann nicht einfach sagen, guten Tag, hier bin ich und jetzt mache ich mal. speaker-0: Ist das eine Commission-Geschichte, das heißt, so wie in Amerika, dass du von Staat zu Staat quasi eine Lizenz brauchst, ⁓ da überhaupt zu wrestlen? Ist das wirklich so, dass man sich die behördlich besorgen muss? speaker-1: Es ist so, dass es in jedem Bundesstaat einen Kommissionado gibt, der dafür verantwortlich ist, dass das Wrestling reglementiert ist und mit rechtem Ding zugeht und dass alle, die in den Ring steigen, eine Lizenz haben. Wenn du eine Lizenz hast, gilt die für ganz Mexiko. Die musst du aber dann auch jedes Mal dabei haben und vorzeigen. Orlando hat eine, ich habe eine. Die braucht man. Wenn man die nicht hat, dann ist es sehr, schwer, einer ernst zu nehmenden Arena gebucht zu werden. Die kontrollieren das auch. Die musst du vorzeigen können. speaker-0: Gibt es da ein Ausbruchskriterium? Gibt es das auch, dass Leute das nicht kriegen? speaker-1: wenn sie die Prüfung nicht bestehen. Das sind richtig Prüfungen, da gemacht werden, wie eine Fahrprüfung. Ja, und die kann man auch teilweise im Internet angucken bei CMLL. machen ihre Prüfungen teilweise öffentlich auf YouTube. Da kann man mal gucken. Also manche gibt es noch. Die kann man sich anschauen. Da muss man zeigen, dass man die Basics kann. Also die Bombs muss man können. Man muss die Rollen können. Man muss die Aktionen können. Man muss einen Match aufbauen können. Diese ganzen Sachen. Also wenn du die Basics nicht kannst, lassen die dich gar nicht erst in die Nähe eines Rings. Ja. speaker-0: Aha, okay. speaker-1: Sie sind da sehr streng. speaker-0: Das sollte es in allen Ländern geben, glaube ich. Das wäre gar nicht so schlecht. speaker-1: Das habe ich auch schon von ein Wrestlern gehört hier in Deutschland, dass sie sagen, das hätten wir eigentlich ganz gerne auch hier. speaker-0: Entschuldigung, dass ich das so deutlich sage, aber Qualität ist immer ein wichtiges Thema und du hast schon vielleicht das qualitativ hochwertigste jemals in deutschen TV, was aus Deutschland produziert wurde, gearbeitet. Du warst beim Promis, richtig? speaker-1: Ich war beim TV total Promi-Wrestling, Das war total toll. speaker-0: Bevor ich frage, wie das zustande kam, erstmal natürlich hat die GWF und Ahmed und Mike natürlich wieder die Finger im Spiel gehabt. Bin ich mir ganz sicher. Stimmt das? speaker-1: Stimmt. Die waren ausführende Produzenten. Alles was Wrestling betrifft, haben die sich komplett gekümmert. Die Choreos, die Trainings, die Referees. Eigentlich alles was mit Wrestling zu tun hat, kam von den beiden. speaker-0: Du kennst die beiden auch schon sehr, lange. Und wenn ich jetzt über die letzten Jahre, so 10, 15 Jahre so weggucke, haben die sehr, sehr vielen Menschen, gerade auch aus ihrem Umfeld, Berlin, GWF und so, sehr, sehr viele große Chancen auch schon gegeben. Und ich glaube, so ein Promirastling, auch wie das damals aufgebaut wurde, und da muss ich nochmal Props geben, auch an ProSieben, man hatte so bisschen das Gefühl, sie haben es zumindest semi-ernst genommen. Und das passiert Wrestling nicht oft, weil Wrestling wird... sehr oft auch immer noch im deutschen Fernsehen. Leider dumm dargestellt, das muss nicht sein, passiert aber immer wieder. Und ich fand, das war schon sehr hochwertig produziert. War das Backstage und alles drum herum auch so, dass ihr das Gefühl hattet, es ist sehr professionell. speaker-1: Das war super professionell und die haben das nicht nur semi ernst genommen, die haben das wirklich komplett ernst genommen. Das war wirklich, dass die da mit einer sehr hohen Professionalität und vor allem mit einer sehr hohen Wertschätzung dem Sport gegenüber rangegangen sind. Weil der Sebastian Puffpach muss man sagen, der ist Wrestling-Fan, der nimmt das ernst, der fand das total gut. Also der ist jetzt keiner, der sagt, aha, wir machen das mal und dann zeigen wir mit Finger drauf und lachen. Im Gegenteil, der ist ein Riesen-Fan und hat das ernst genommen und auch die Kommis, die da trainiert haben, haben das sehr, sehr, sehr, sehr ernst genommen und haben sich quasi den A-Punkt aufgerissen, damit das gut aussieht, damit sie da irgendwie halbwegs eine gute Figur machen und haben dem Sport eigentlich jeglichen Respekt erwiesen. Und gerade, also hervortun möchte ich Matthias Meester, der hat das so ernst genommen, das habe ich selten erlebt. Und René Casselli sowieso, der ist ja nachher noch mal bei uns bei der GWF gewesen und hat gegen Mieterhahn nochmal gecatcht. Und der hat das so ernst genommen, dass er auch viel Fragen gestellt hat und sich auch darüber hinaus noch informiert hat. Und das war schon sehr, schön zu sehen, dass die uns gezeigt haben, dass sie das ernst nehmen und eben das nicht durch den Dreck ziehen wollen. Überhaupt nicht. Und ja, natürlich gibt es das häufig. Das kennen wir alle, die mit Wrestling zu tun haben. Das Erste ist so, ja, das kannst du ja nicht ernst nehmen. Das ist ja nicht echt. Und das ist ja irgendwie lachhaft und tun sich ja nicht wirklich weh. Und kannst du eigentlich vergessen und musst du dir ja gar nicht angucken. Und ha ha ha, guck dir mal. dem Pöbel an, was der da so gut findet. Und das tut natürlich weh und man ist dann aber auch umso glücklicher, wenn man merkt, dass da gerade bei so einer großen Fernsehshow Leute sind, die das dann ernst nehmen und sagen, nein, wir machen genau das eben nicht. speaker-0: Ich muss ganz ehrlich sagen, produziert war es sehr, stark und auch ich fand dafür, dass man oft auch denkt, ⁓ Gott, jetzt ist ein Pomi mit irgendwer im Ring, ⁓ Gott, das kann ganz, ganz schlimm werden, gab es da, muss ich sagen, nichts, wo ich sagen würde, nee, das kann man auf keiner Wrestling-Show machen, sondern das war wirklich sehr, stark auch. Weißt du, wie teilweise, wie lange da auch trainiert wurde mit den Leuten? speaker-1: monatelang. man muss natürlich sagen, also abgesehen von jemandem wie René Casselli, der Artist ist und im Zirkus arbeitet und natürlich Moves kann, die wir auch nicht können, sind es natürlich Leute, die mit dem Sport nichts zu tun haben und die auch erstmal unterschätzen, wie weh das eigentlich tut und wie der Körper trainiert sein muss, damit das eben nicht so doll weh tut und nicht so schnell zu Verletzungen führt. Alle, mit Wrestling zu tun haben, wissen, dass die Muskeln zwar schön aussehen, aber in erster Linie dafür da sind, ⁓ die Knochen zu schützen. und dass das natürlich da sein muss. Und da wurde teilweise monatelang und viel trainiert und auch erstmal der Körper so ein bisschen gestellt, dass das auch unter einem Sicherheitsaspekt besser funktioniert. speaker-0: Glaubst du, dass das noch eine zweite Chance bekommt? Weil ich weiß, danach haben viele auch aus der Wrestling Bubble geschrieben, dass sie es gerne wiedersehen würden. ist natürlich dann aber auch nur die Wrestling Bubble. Das, was außerhalb passiert, wie das wahrgenommen wird, weiß man halt nicht. Aber glaubst du, dass das noch eine zweite Chance verdient hätte? speaker-1: verdient in jedem Fall, weil ich denke, dass wir gezeigt haben, dass man Wrestling durchaus in der Primetime zeigen kann und dass das eben doch mehr Leute dann irgendwie doch fesselt, als man vielleicht glaubt. Andererseits, gerade TV total, die haben ja so viele andere Shows mit Wok, WM und Turmspringen und so weiter, dass das Wrestling es dagegen natürlich sehr schwer hat. Ich will aber nicht ausschließen, dass da nicht doch noch mal irgendwie was kommt, weil es hat Es hat seine Fans, es hat seine Bubble, aber es hat durchaus auch immer noch so diesen... Da kann man immer noch Leute mit abholen. So diesen Reiz... Ist es denn jetzt... Was ist es denn jetzt vielleicht doch echt oder... So dieses... Ich weiß es ja nie genau. Also auch wenn wir natürlich jetzt inzwischen da relativ offen mit umgehen, dass es natürlich halbwegs abgesprochen ist, aber... Virgil hat es mal sehr schön gesagt. Die Wrestler wissen, wer gewinnt, der Referee weiß, wer gewinnt, aber der Rest weiß es nicht. Und das macht die Faszination ja aus. Und damit kriegt man doch, glaube ich, immer noch ein paar Leute, dass sie irgendwie da sich immer noch nicht sicher sind, was ist da jetzt, ich sag mal, Anführungsstrichen gefakt und was nicht. Und da könnte ich mir durchaus vorstellen, dass da nochmal irgendwie was kommen könnte. Also ich würde mich freuen. speaker-0: Ja, da würden sich sicherlich sehr, sehr viele Leute drüber freuen. Wenn du mal über deine Ziele sprechen möchtest, weil gibt's irgendwas, was du als Person im Wrestling erreichen möchtest? Gibt's irgendein Ziel, was du gerne nochmal machen möchtest als Referee? speaker-1: Also, ich sehe mich eher in Mexiko, muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich lebe hier in Deutschland, ist mein Lebensmittelpunkt, aber ich bin jetzt auch nicht eine, die jetzt krampfhaft hier bleiben muss und ich flieg jetzt im Juli wieder rüber nach Mexiko für fünf Wochen und hab fest vor, da weiter zu arbeiten. Und ich möchte unbedingt in Mexiko noch mehrere Promotions und mehrere Ligen, will ich gar nicht sagen, aber mehrere Arenen sind es ja da. quasi abklappern und gucken, was ich da noch lernen kann und was ich da noch machen kann, mit wem ich arbeiten kann. Ich werde nach Monterrey fliegen, das ist im Norden. Ich werde in den Süden fliegen, nach Oaxaca und nach Mexiko City sowieso. Und dann mal gucken, was man da so machen kann und was man da so erleben kann. Und das ist eher so das Ziel, noch mehr in Mexiko zu arbeiten. Und das ist so Traum, aber das ist sehr, schwer zu realisieren. Auch finanziell ist natürlich Japan. Auch da mal gucken, was man als Referee da machen kann. was man erleben kann, was man lernen kann vor allem. Denn japanische Referees arbeiten ja auch nochmal anders. Und das wäre auch nochmal etwas, was ich unbedingt nochmal machen möchte. speaker-0: Wenn du Wrestling schaust, ich habe mit den Leuten immer gerne darüber gesprochen, ob sie überhaupt, wenn sie im Business sind, noch aktiv Wrestling schauen. Wie ist es bei dir, wenn du Wrestling schaust? Was guckst du dir an? Guckst du dir oft Wrestling an? Kannst du die Leute mal mitnehmen bitte? speaker-1: Ich gucke jeden Tag Wrestling, muss ich ganz ehrlich sagen. Es gibt keinen Tag, ich das nicht gucke. Das liegt natürlich daran, dass ich mit einem Wrestler zusammen wohne und hier eigentlich in einer Tour irgendwie sowas läuft. Das ist meistens mexikanisch natürlich, CMLL, bla bla. Japanisches Wrestling leider kaum, weil wir da einfach nicht so leicht dran kommen. Ich gucke WWE, wenn es sich ergibt. Ich gucke auch deutsches Wrestling, wenn das mal übertragen wird. Ich gucke mir hin und wieder aus Hamburg Slam Wrestling an, wenn die übertragen. Oder wenn ich ein Video zugespielt kriege von einer Promotion, gucke ich mir das gerne an. Manchmal schicken mir Referees Videos und dann gucke ich mir das auch total gerne an. Ich freue mich immer über alle möglichen Sachen, auch aus Indie-Deutschland, wo ich mir was angucken kann. Aber hauptsächlich ist es natürlich das, was in Mexiko passiert. Und klar, die großen Shows von WWE, da kommt man ja nicht dran vorbei. Die gucke speaker-0: Darin schaut man dann auch vielleicht sogar mehr auf die Ringengerichterleistung als manchmal auf die Aktiven im Ring. Passiert das dir manchmal? speaker-1: Es passiert schon, weil so ein, zwei Ringrichterinnen da gucke ich immer ganz besonders hin. Aber das will ich jetzt gar nicht sagen, dass ich da den Fokus so krass drauf habe, weil bei der WWE zum Beispiel gucke ich mir die Ringrichterinnen natürlich an, die beiden, bzw. die drei inzwischen. Aber in Mexiko, bei den mexikanischen Wrestling, was ich gucke, gucke ich mir doch eher die Worker an. Weil die Referees, die da sind, Die kenne ich nun schon. Da passiert jetzt auch nicht mehr so großartig viel Neues. Natürlich gibt es einen, heißt Olimpico. Der arbeitet so unglaublich gut. Das gucke ich mir immer sehr, gerne an. Es gibt auch einen anderen, der arbeitet ganz furchtbar. Da gucke ich dann nicht mehr so gerne hin. Da achte ich dann nicht mehr so drauf, was der so macht. Aber klar, man guckt als Referee immer mit einem anderen Auge auf Wrestling als jemand, der das vielleicht nicht macht. Was ich auch beobachtet habe bei Orlando, aber auch bei anderen Wrestlern, ist, dass wenn die Wrestling gucken, dass die immer so mit dem Körper gleich mitgehen und immer so zucken. Vielleicht mache ich das auch, weiß ich nicht. Aber bei Wrestlern beobachte ich, dass die sich immer bewegen, wenn irgendwas passiert. Die gehen quasi innerlich mit. Ganz niedlich anzuschauen. speaker-0: Das ist bei alten Fußballern auch so, egal wie hoch die gespielt haben. Wenn die da so ein Länderspiel gucken, dann schießen sie den Freistoß auch mit. Das passiert. Das ist halt, ich, wirklich so, dass das in den Leuten dann auch drin ist. Das ist sehr, witzig. Ich frage mich gerade ganz ehrlich, wenn ihr Sachen außerhalb vom Wrestling macht, was sind Sachen, die nichts mit Wrestling zu tun haben, die dich entspannen lässt? Was machst du gerne als Hobby, wo du sagst, Das gibt mir Entspannung. speaker-1: Ich bin bei so was total langweilig. Das habe ich von meiner Mutter. Wir machen das ganz gerne. Einfach Kaffee trinken, sitzen, Leute gucken. Das entspannt. Wenn Sommer ist, ist es leichter als im Winter. Aber sich einfach irgendwo hinsetzen mit dem Kaffee in Kaffee draußen und gucken, was einfach so passiert. Dann laufen Leute lang, dann guckste, dann passiert irgendwas und, weiß nicht, kannst dir das Leben einfach angucken. Das entspannt mich total. Einfach so. speaker-0: Das andere bezahlen für ein Comedyprogramm Geld. Man kann sich manchmal eigentlich immer in der Öffentlichkeit umsonst angucken. speaker-1: Natürlich verreisen ist immer eine schöne Sache, das entspannt auch. Ich lackiere mir auch einfach mal gerne zwei Stunden die Nägel und entspann mich dabei. Das ist sehr nischig, aber das hilft auch manchmal, weil dann kommt man sehr zu sich. Ist vielleicht auch bisschen benebelt von den Dämpfen, wer weiß. Wie gesagt, ich bin bei sowas dann doch immer ein bisschen langweilig. speaker-0: Ja, das ist doch aber nicht schlimm. Ich hab dir vorab schon eine Geschichte erzählt, dass meine Mutter mich permanent zwei Tage lang fast genervt hat und mir gesagt hat, da ist eine Catcherin im ZDF, eine Liz, die musst du kennen. Ich sag, hä? Nee, keine Ahnung, weiß ich nicht, wer das ist. Und dann hat sie anscheinend das mit der Ringrichterin und der Catcherin ein bisschen durcheinander bekommen, weil ich hab mir das dann am dritten Tag ... gefühlt angeguckt und mir das in der Mediathek dann angemacht. Und dann warst du das. Wie kam das zustande, dass du und nicht erstmal der Gatte kocht, weil der ist ja dann quasi eher für das Geldverdienen mit Kochen zuständig, sondern du bist dann im Fernsehen zu sehen gewesen. speaker-1: Also die Sache ist die, kann besser kochen als Orlando. So ist ja nicht, ne? speaker-0: Oh, oh, oh, das ist eine Anlage! speaker-1: Ne, das ist so. Das ist wirklich so. Das hab ich ihm heute erst wieder gesagt. Jaja, weil heute hab ich Pelmini mit, naja, ich hab gekocht. Da haben wir wieder bisschen rumgefrotzelt, er und ich. Das kam hauptsächlich daher, dass mein Vater und ich diese Sendung sehr gerne gucken. Irgendwann hab ich gesagt, ich mach da jetzt mal mit und sag das meinem Vater nicht, einfach aus Witz. speaker-0: Er weiß das auch. speaker-1: dass er quasi das anschaltet und dann sehen muss, wie seine Tochter sich da zum Büddel macht. Und das kam eigentlich nur daher, dass ich dachte, ich mach jetzt einfach, ich mach mir einen Witz mit meinem Vater. Und dann hätte ich auch nicht gedacht, dass die mich da nehmen, weil ich bin ganz ehrlich, ich hab vorher nie gekocht in meinem Leben. Gar nicht. Also ich hab das einfach aus Spaß dann gemacht und hat sich rausgestellt, ich kann's. Ich war selber überrascht. Und ja, dann hab ich das Ding auch noch gewonnen. Und ja. speaker-0: Das ist in so einer ZDF-Fernsehproduktion. Das kannst du uns mal mitnehmen. Wenn ich mir das Publikum so ansehe, manchmal denke ich mir auch, wenn da zwei nicht Rentner sind, dann ist das schon ein guter Altersschnitt beim ZDF-Publikum. Die versuchen das ja immer so bisschen peppig zu machen, auch gerade fürs Nachmittagsprogramm, dass es vielleicht auch der 50-Jährige gerne guckt, sage ich mal. Aber ganz, ganz ehrlich, ich finde das teilweise beeindruckend. wie das Kochen da funktioniert, man hat wenig Zeit, so wie ich das da empfinde, sehr, sehr wenig Zeit und muss eigentlich funktionieren. Wie war das für dich in diesem zeitlichen Kontext, auch wenn du sagst, du vorher gar nicht so viel gekocht, dann zu funktionieren? speaker-1: Ja, das... Also wir fangen mal von vorne an. Also ja, das ZDF ist ein Rentnersender, ja, das wissen alle, das ist ein Running Gag. Und ja, das Publikum ist zum sehr großen Teil sehr alt. Und das merkt man auch. Das ist so eine Wohlfühlsendung. Das sagen die auch von Anfang an, dass man da nicht irgendwie T-Shirts mit politischem Aufdruck tragen Man muss aufpassen, dass man irgendwie Werbung abklebt. Also die sind da sehr, sehr streng, dass das bloß nicht irgendwie anecken könnte. Und das war jetzt gar nicht so dramatisch. Das war irgendwie nett. Und ja, sind auch die Kandidatinnen, die anderen, waren meistens doch etwas älter. Und ja, das mit dem Kochen, das ist wirklich super, super wenig Zeit. Das sind 35 Minuten oder das sind auch wirklich nur 35 Minuten. Du hast da so eine riesengroße Uhr, die da vor deinem Auge abläuft. Also die ist wirklich sehr präsent. Und dann steht da immer noch einer neben dir und fragt dich Sachen. Und du musst gucken, dass du da irgendwas auf den Teller bringst, was halbwegs aussieht und auch noch schmeckt. Das ist nicht leicht. Und man verhaspelt sich auch, die sind im Schnitt sehr gnädig. Man redet da größtenteils so einen Blödsinn vor sich her, weil man so im Tunnel ist und gar nicht mitkriegt, was da eigentlich nebenbei noch läuft. Da sind die wirklich sehr nett, dass die da den Blödsinn, den man erzählt, auch rausschneiden. Was mir aber aufgefallen ist, da habe ich auch eine Weile erst mal dran zu knabbern gehabt, dass Das ZDF-Publikum oder zumindest dieses Küchenschlachtpublikum, was ja doch sehr konservativ ist, muss man sagen, dass die mit jemandem, gerade mit einer Frau, nicht dem Schema entspricht, gar nicht klarkommen. Also die nicht irgendwie vielleicht, ich sag mal, der hat übertrieben gesagt, so Hausfrau ist und irgendwie vier Kinder hat und irgendwie... so lieb und freundlich und ständig lächelt und irgendwie keine Witze macht, sondern dass da jemand steht, irgendwie schnell redet und vielleicht auch mal einen Spruch bringt. Damit kommen die überhaupt nicht klar und dann auch noch ausländisch kocht. Das geht ja gar nicht. Das war ja auch noch mal irgendwie, da haben sich auch viele aufgeregt. Und das hat mich schon irgendwie eine Weile beschäftigt. Da war ich dann schon irgendwie doch getroffen, dass das schon dafür sorgt, dass man im Internet beschimpft wird. Nur weil man eben nicht einem Bild entspricht. was so Boomer vielleicht hat. Also das war schon irgendwie, die meinten auch von vornherein, guckt euch gerade die Facebook-Kommentare, also Instagram war völlig in Ordnung, aber guckt euch die Facebook-Kommentare nicht an, ich habe keinen Facebook-Account, das heißt, ich habe sowieso nicht alles gesehen. Aber so paar Sachen kann man ja immer noch sich angucken und das war schon teilweise, ich, jetzt lasst doch mal die Kirche im Dorf, ne, also, da waren dann Leute, die sich wirklich speaker-0: Was ist passiert? Ach du... speaker-1: also immens aufgeregt haben. Und die auch gerade irgendwie über mein Gesicht dann hergezogen sind, weil jeder, mich kennt und der mich auch schon mal im Ring gesehen hat, weiß, dass mein Gesicht ist ein Kirmes. Das ist so, da kann ich nichts für, das ist einfach so, das kriege ich auch nicht kontrolliert. Und das hat die wahnsinnig getriggert, die Leute. Und das fand ich schon sehr bemerkenswert. speaker-0: Es ist in dieser Gesellschaft bloß los, also wirklich. Wenn man schon aneckt, wenn man aussieht wie du. Also es ist ja, es ist einfach. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, dieser Irrsinn, der dann auch hinter solchen Kommentaren dahinter steckt, ist halt so beschämend, weil du musst ja einfach mal überlegen, dass du dich zu Hause vor deinem Handy, deinem Tablet, deinem Laptop oder sonst auch was setzt und dir dann denkst, dass es eine gute Idee ist, zu schreiben. Und wenn du so weit bist, dass du dir denkst, dass es eine gute Idee ist, zu schreiben, dann hast du es schon verloren eigentlich. speaker-1: Ja, wie gesagt, ich wusste, dass so was kommt. Die haben uns darauf vorbereitet. speaker-0: Aber das ist Küchenschlag. Wo sind wir denn? speaker-1: Ja, das siehst du mal. Deswegen sage ich ja, das Publikum der Küchenschlacht, die Produktion, sind so toll, die sind so lieb, die sind so offen und ehrlich und toll. Ich kann da gar nichts Negatives über diese Produktion sagen. Und ich will auch gar nichts Negatives über die Küchenschlacht-Fans sagen, weil ich kenne die ja nicht persönlich. Ich habe nur eben die Erfahrung gemacht, dass viele höchstwahrscheinlich ältere, männliche Personen irgendwie da überhaupt nicht mit Einverstanden zeigen, wenn irgendwie da was außerhalb des Bildes läuft und dass das dann irgendwie Grund genug ist, da irgendwelche Sachen ins Internet reinzuschreiben. Und da bin ich auch nicht die Einzige, der das passiert ist. Also das trifft häufig Frauen, müssen wir sagen. speaker-0: Wir ja an einem Punkt in 2026, dass man immer noch sagen muss, dass man sich als Frau nicht in der Öffentlichkeit präsentieren kann, ohne niedergemacht zu werden oder sexualisiert zu werden. Das ist ja f*** trauriger geht es gar nicht eigentlich. Als Mann kannst du es nicht nachvollziehen und das sollte auch kein Mann so tun, als ob er das jemals nachvollziehen könnte, wie das ist, weil uns Männern passiert das einfach nicht. Das ist so. Das ist so wie der Deutsche sagt, ich bin auch schon mal rassistisch angegangen worden, halt die Schnauze. Da kannst du überhaupt nicht drüber reden. Und das ist halt der Punkt, dass ich da auch so deutlich werden muss. ist für mich und nicht, dass ich hier noch emotionaler werde, aber es ist halt einfach, dass wir wirklich in 2026 es nicht geschafft haben, gesellschaftlich an einem Punkt zu sein, wo auch der Reinhard und der Kurt und der Sigi, wo die verstehen, dass man sich so nicht äußern sollte, öffentlich, nirgends, überhaupt nicht so äußern sollte. Und wenn das aber passiert in einer Öffentlichkeit, wo die Leute denken, das ist die richtige Entscheidung, dann sind wir noch nicht weit weg von der Steinzeit. Auf jeden Fall der ein oder andere Mann anscheinend nicht. speaker-1: Ich will aber auch gar nicht sagen, dass ich da nicht noch mal hingehen würde. Ich war ja auch noch ein zweites Mal da in der Champions-Week. speaker-0: Das ist schönes Eingang. Das ist jedenfalls ein Eingang. Köchen hast du gekocht? Vor welchen Profiköchen warst du speaker-1: Also ich habe die erste Woche mit Alexander Kumpner als Moderator, das ist ein Österreicher, der war richtig nett, ganz lieber Kerl, und gekocht habe ich für, Gott, wer war das für? Robin Peach, der ist aus Wernigerode, da in der Nähe von Sachsen-Anhalt. Dann Milena Broga aus nee, auch aus Österreich, glaube ich. Dann Thomas Martin, das ist so ein Sternekoch aus Hamburg. Und dann muss ich mir überlegen. Das ist dann, ach ja, Johann Laffer, der Gottfather auf Koch. speaker-0: Heiliges Blechle, ach du heilige Schwester! speaker-1: Und dann im Finale war es Christoph Rüffer, das ist ein 3-Sterne-Koch aus Hamburg. Und da habe ich dann gewonnen. Da hatte ich meine Geheimwaffe. Ich habe Schnaps ins Essen getan, das hilft immer. dann in der Champions-Week war es mit Cornelia Poletto. Und da erinnere ich mich dann auch ehrlich gesagt nicht mehr so wahnsinnig. Ich glaube, da auch nochmal Robin Peach da und auch nochmal Johann Laffer auch. und dann nochmal Christoph Röfer und Thomas Martin, irgendwie alle dann quasi fast die gleichen nochmal. Aber ja, waren alle sehr nett. Muss ich sagen. Wie alle. speaker-0: Ist einem das bewusst, wenn man sowas dann auf einmal gewinnt, dass man, hast eben gesagt, ja ich kann einen Schein schon ganz gut kochen, dass das ein bisschen besser ist als ganz gut kochen, weil was kickt man da überhaupt, man das Ding gewinnt? Was ist der Preis? Gibt es da irgendwas? speaker-1: Gar nix. Was? Man kriegt gar nix. Nein, das ist wirklich nur für Spaß. ist einfach nur für Spaß. Und wie gesagt, ich hab's für meinen Papa gemacht. speaker-0: Weder gage noch gewinn. speaker-1: Also du kriegst eine Aufwandsentschädigung. Ja, das möchte ich gar nicht wählen, aber dadurch, dass du den Kram ja probekochen musst und da auch einen gewissen Wareneinsatz hast, bist du eigentlich bei Null. Na, also das kostet alles, was du da vorbereitest und so. speaker-0: Ja? Deutsch ist Fernsehen. speaker-1: Ich hab Wachteln gemacht und kauf mal ne Wachtel, das ist nicht billig. Zwar klein, aber teuer. speaker-0: Da wird der TV-Profi jetzt sagen, natürlich selber schuld. ich glaube mir, so eine Erfahrung ist sicherlich nicht schlecht auch im Wrestling-Kontext, weil wir haben erst darüber gesprochen, du hast auch die TV-Produktion von TV total gearbeitet. Ich würde mit dir gerne mal über ein ganz ganz anderes Thema sprechen, weil es wird viel zu wenig, glaube ich, gesprochen, wie von einem Publikum gearbeitet werden soll. Ich habe manchmal das Gefühl, sich manche liegen, obwohl sie es gar nicht müssten, so bisschen in diese TV-Produktion selber reindrängen und denken, ich muss jetzt hier für die Kamera arbeiten, wenn man vielleicht im Wrestling gerade erst mal am Anfang drauf achten sollte, dass fürs Publikum gearbeitet wird. Wie siehst du das, Liz? Was würdest du präferieren? speaker-1: Das ist sehr schwer zu beantworten, weil man muss immer gucken, für wen, also klar, musst gucken, für wen arbeitest du und da muss man gucken. Ich kann jetzt immer nur wieder das Beispiel Nora sagen. Natürlich arbeiten wir da in gewisser Weise für ein Publikum, aber in erster Linie arbeiten wir für die WrestlerInnen, dass die ein gutes Videoprodukt haben. Und da finde ich es schon sinnvoll zu sagen, wir achten sehr darauf, dass wir für die Kamera arbeiten. Und dass man die Aktion in die Hardcam macht und dass man als Ringrichterin auch nicht mit dem Bein immer im Kameramann steht. Das auf jeden Fall. Da muss man halt gucken, wo der Fokus ist. bin aber auch ehrlich gesagt, ich arbeite viel entspannter, wenn ich weiß, es ist jetzt nicht so wichtig zu gucken, wo steht die Kamera. Also da bin ich entspannter, lockerer und dann macht es mir auch meistens, ich will nicht sagen mehr Spaß, aber ich merke, ich bin gelöster und kann dann auch manchmal, ich will nicht sagen besser arbeiten, aber ein bisschen ruhiger und gelassener. Das überträgt sich einfach ins Match. Wenn man als Ringrichter nicht die ganze Zeit denkt, ⁓ Gott, die Kamera, Gott, der Kameramann, ⁓ nein, und da ist der Instagrammensch, und da die Hardcam, ⁓ nein, und hier das Licht, und hast du nicht gesehen, ich darf da nicht stehen, und da muss ich jetzt aufpassen. Das setzt einen natürlich in gewisser Weise unter Druck. Andererseits ist es auch nicht schlecht, das mal zu üben. Aber es macht schon mehr Spaß, wenn man diesen Druck nicht hat. Doch das kann man schon so sagen, es ist ein bisschen entspannter. speaker-0: Ist es schwieriger, du hast erst von 20 Leuten oder fünf Leuten, bei der Show zu sprechen, kleinerem Publikum zu arbeiten für dich oder ist es schwieriger, würdest du sagen, vor größerem Publikum zu arbeiten? speaker-1: viel schwieriger vor kleinem Publikum zu arbeiten, weil die sind leise. Weil fünf Leute können natürlich nicht so viel Lärm machen wie 500 und da dann irgendwie eine Stimmung rüberzubringen und die Euphorie, die man selber hat und auch den Spaß, den man selber an dem Sport hat, dann auf die fünf Leute zu übertragen, dass die dann auch laut sind und auch einen tollen Abend haben und viel Spaß haben und du dann trotzdem... Man sagt dir immer, man soll sich... Auch als Wrestler, tötest dich natürlich nicht vor fünf Leuten. Klar, also du bringst da jetzt nicht das Match, was du vielleicht... vor 500 machen möchtest, aber du bist trotzdem den Leuten, die Eintritt bezahlt haben, schuldig, dass du denen eine Show lieferst und dass du denen was Gutes, ein gutes Produkt bietest. das machst du natürlich trotzdem, aber es ist dann eben insofern schwieriger, da irgendwie die Crowd zu holen und denen dann irgendwie zu, dass das quasi so eine Stimmung gibt, die man im Wrestling halt einfach braucht, damit das eben diese Erfahrung des Live-Wrestlings halt auch wirklich dann hat. Und deswegen ist es wesentlich schwieriger, vor wenigen Leuten das zu machen oder vor gar keinen wie in der Corona-Zeit. Das war Horror, das war horrorschwer. da irgendwie überhaupt was zustande zu bringen und dann irgendwie, du musstest dir das Publikum imaginieren. Das ging fast gar nicht. Und das ist auf jeden Fall schwieriger vor weniger Leuten. Natürlich bist du aufgeregter, wenn dir mehr Augen zugucken. Ich hatte letztens eine Show im Tempodrom vor 3000 Leuten und das, da musste ich, da hätte ich, ich weiß nicht, ob das jetzt Ich glaube, da hätte ich auch gar nicht viel machen müssen und die wären trotzdem ausgeflippt. Und generell, die Wrestler hätten auch gar nicht so wahnsinnig viel machen müssen, weil es einfach die Stimmung schon von vornherein so euphorisch und so gelöst und so glücklich und so einfach komplett angestachelt war. Man ist aufgeregter vor mehr Leuten, aber es ist schwerer vor weniger. speaker-0: Was wünscht du dir für deutsches Wrestling, wenn du einen Wunsch frei hättest und sagen könntest, das sollte passieren? Gibt es irgendwas, was du dir wünschst? speaker-1: mehr Mut. Viel mehr Mut. speaker-0: Wie meinste das? speaker-1: Ich wünsche mir, dass mehr ausprobiert wird, dass auch mal noch mehr Input von außen kommt. Das meine ich jetzt gar nicht, dass die Promotions irgendwie nur Leute von außerhalb booken sollen und nicht ihre eigenen Leute. Das meine ich gar nicht, sondern dass man durchaus auch mal nicht nur WWE guckt oder AEW, sondern auch mal in andere Länder guckt, was da so gemacht wird. Ungarn ist ein super interessantes Land für Wrestling. Das machen auch einige schon. Also die WXW guckt sich sehr viel in Ungarn ⁓ Das machen die auch sehr richtig und sehr gut. Axel Tischer in Dresden macht das, soweit ich weiß auch. Die GWF natürlich auch. Die haben auch mit Ungarn viele Sachen schon zusammengearbeitet. Aber da passiert gerade wirklich tolles Zeug. Und dass man auch einfach mal andere Stile auch zulässt und da vielleicht auch mal rum experimentiert und vielleicht auch mal sich was traut. Vielleicht auch mal so bisschen out of the box zu denken. Vielleicht auch mal wieder, ich will jetzt gar nicht sagen, diese Gimmick-Ära, die wir in meiner WW2 hatten, das meine ich gar nicht, aber dass man auch mal vielleicht so bisschen, nicht der eine starke Kerl gegen den anderen starke Kerl, sondern dass man vielleicht auch mal, weiß nicht, den Clown gegen, weiß ich nicht, irgendwie den Wolf oder so was, das ist jetzt mal so ganz banal und platt gedacht, aber dass man da ein bisschen speaker-0: Klauen ist nur eins der besten Gimmicks in ganz Wrestling Deutschland. Den kennen leider zu wenig Leute. Die müssen mehr den Clown buchen. Weißt du welchen Clown ich meine? speaker-1: Ich fürchte ich weiß es. Den meinte ich jetzt aber gar nicht. Aber zum Beispiel die BXW hat Psycho-Klauen aus Mexiko geholt und das war eine ziemlich gute Idee. speaker-0: Die hat auch großartig funktioniert mit dem Oberhausen und Publikum. Also das war stark. speaker-1: Das meine ich halt mit out of the box denken, dass man da auch mal Leute holt, man erst mal am ersten Moment der erste Impuls ist so, das passt ja gar nicht hier in Europa, dass man einfach sagt, ne doch, wir machen es jetzt trotzdem. Und buchen halt Leute, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so eine tolle, wo man denkt so, weiß ich nicht, funktioniert vielleicht gar nicht, aber dann weiß man, ob es funktioniert oder eben nicht, dann hat man es mal ausprobiert. Wir hatten vor einem Jahr mal zwei Wrestler da. Der eine hatte eine Dino-Maske auf, der hat quasi das Gimmick gehabt, ich bin ein Tyrannosaurus Rex. die waren beide so toll und die sind jetzt in der CMLL. Also die sehen wir hier nie wieder, weil die natürlich nicht mehr verfügbar sind, weil die jetzt in der großen mexikanischen Promotion sind. Und das war halt sehr schade, dass die nicht so viele Möglichkeiten gehabt haben, wie man ihnen hätte geben sollen eigentlich. Und da war man halt nicht mutig genug. ist halt sehr schade gewesen. Und das wünsche ich mir fürs deutsche Wrestling, dass man auch ruhig mal, auch wenn es teuer ist, sich auch mal Leute holt, die vielleicht erstmal nicht so nach einer geilen Idee aussehen, aber die sich dann vielleicht doch als was ganz Tolles herausstellen. speaker-0: Ich würde gern über wen sprechen, auf den trifft das fast auch zu, aber es gibt wenig Menschen, so sympathisch sind wie der L-Kommandante. Und du hast ihn heute auch schon erwähnt. Ich war mit meiner Tochter mit Meta beim 16 Karat Gold. Und wenn ich über Leute sprechen würde, die sehr, sehr ober waren, übers ganze Wochenende hin, dann würde ich fast sagen, da ist unter den Top 5 Minutes, wenn nicht sogar Top 3, Rambo dabei. Und wenn ich dir das jetzt so sage, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, ob dir das bewusst war, wie er bei WXW auch abgefeiert wird, wie freut einen das, wenn ein Mensch, den man schon so lange begleitet auch im Wrestling, euch auch auf einmal so eine Anerkennung auch vom Publikum bekommt. Weil dieser Typ ist ja absolut over bei der WXW. speaker-1: Das ist insofern lustig, weil ich gestern erst mit ihm gesprochen habe, wir uns gestern erst getroffen, und er mir genau das erzählt hat. Und wir haben uns beide total gefreut, dass das so ist. Und ja, das macht mich unendlich glücklich, weil Ramboyan nun auch einer ist, der das seit 20 Jahren macht. Und jetzt, also ich sag mal jetzt erst quasi seine Prime hat. Und das ist so, so schön zu sehen, dass die ganze Arbeit, er da reingesteckt hat, ist die ganze Energie. dass sich das jetzt endlich auch mal auszahlt. ist ja bei der GWF auch Champion geworden, nicht zu Unrecht. Und das hat schon seinen Grund, weil er eben gerade jetzt seine beste Zeit hat. Und auf dem Höhepunkt sein, dass Schaffens ist und seiner Möglichkeiten, weil er einfach so viel Erfahrung jetzt hat. Und ich freue mich wahnsinnig für ihn. Er ist einer derjenigen, die mich vor allem sehr unterstützt. aber der auch Frauenwrestling unterstützt und der vor allem, das ist sehr wichtig, gerade für Frauen, immer eine ehrliche Kritik dabei hat. Und nicht hinterm Berg hält und einem ehrlich sagt, was gut war und was nicht gut war. Und auf die Kritik kann man sich verlassen und das ist gerade für Frauen wichtig, dass eine ehrliche Kritik kommt. Und bei Frauen wird auch immer noch gesagt, naja, sag mal keine harte Kritik, die weinen sonst. Stimmt natürlich nicht, aber wird häufig immer noch gesagt. Und Rambo ist einer der wenigen, der das eben nicht tut und das... Diese ganze Einstellung, er hat zum Wrestling und zum Sport, die zahlt sich jetzt endlich richtig, richtig aus. Und das ist ganz, ganz toll für ihn. Und ich freue mich unendlich für ihn, weil er das total verdient hat. speaker-0: Ich freue mich auch sehr für ihn. freue mich aber auch, dass er vor kurzem gerade zugesagt hat, er wird hier auch sein für ein Interview und so dreist und gemein wie ich jetzt bin, lest, fordere ich jetzt einfach eine Frage von dir ein für das Interview mit Rambo. Überleg dir mal kurz, was könntest du ihn fragen? Womit könntest ihn vielleicht locken? Ich weiß es nicht. Gibt es irgendwas? speaker-1: ⁓ Da muss ich jetzt eine ganze Weile überlegen, weil ich kenn den so gut. Und wir wissen so viel voneinander und er wird sofort wissen, dass ich das gefragt hab. Deswegen muss ich ein bisschen aufpassen. Da muss ich echt bisschen nachdenken. sein, dass ich dir das im Nachgang auch erst schicke. speaker-0: Ja, dann machen wir das so. Dann werdet ihr später erfahren, was die Frage von Liz an Rambo war. So machen wir es. Ich kann dir erstmal nur vielen, vielen Dank sagen, dass du das heute möglich gemacht hast, weil ich habe sehr, sehr viel Spaß gehabt mit dir über Wrestling zu sprechen. ich finde, Interview kann ein Gespräch sein, kann auch dummes Fragengestelle sein. speaker-1: Machen wir's. speaker-0: Aber dann kann ich auch ein schriftliches Interview machen. Ich rede lieber mit Menschen persönlich. Und ich hab mit sehr, sehr vielen Menschen schon Wrestling-Intervios geführt. Es gibt wenig Menschen, die ich da hatte, die so einen klaren Plan von dem haben, was sie machen, wenn ich die jetzt so zugehört hab. du hast erzählt, du hast ziemlich schnell gewusst, dass doch in Ring als Wrestlerin die Karriere nicht ist. Hast ziemlich schnell gewusst, dass das Referee dir im Blut liegt. Hast dann auch sehr schnell im ZDF gemerkt, dass du auch noch kochen kannst? Ich weiß ja nicht. Also ganz, ganz ehrlich, ich muss dir sagen, vielen, vielen Dank für dieses sehr, nette Gespräch. Ich es sehr viel Spaß gemacht. speaker-1: Ich komme mit so viel Lob gar nicht klar, aber danke schön. Ich auch Spaß gehabt. speaker-0: Wo können die Leute dich erreichen, wenn sie dir schreiben wollen, wenn sie dich spucken wollen? speaker-1: Bookings immer über Instagram. Jetzt muss ich mal selber gucken. bin leider schon so alt, dass mich Social Media nur so halb interessiert. Deswegen ist es liss-martines-u.m.a. Das ist doch ein bisschen komplizierter. Da bei Instagram kann man mir immer schreiben. Manchmal sehe ich es leider nicht, weil es irgendwie irgendwo drin landet. Aber das immer sehr gerne. Oder wenn man mich nicht erreicht, erreicht man Orlando. der mir dann Bescheid sagt. Also das passiert, das geht auch andersrum. Wenn jemand Orlando erreichen möchte, kann er auch mich, wenn Orlando nicht antwortet, mich anhauen. Wir sind dann eine Einheit bei so was. speaker-0: wir, wo man dich erreichen kann. Und der Krise hat eine Frage beim Mondfall gestellt, die soll ich jedem Gast auch stellen und deswegen stelle ich sie dir auch. Wer ernährt sich in deinem Wrestlingumfeld am besten und wer am beschissesten? Was würdest du sagen? speaker-1: Wer ernährt sich am besten und wer am beschissensten? Also am beschissensten ernährt sich Orlando, das kann ich ganz klar sagen. Da bin ich am nächsten dran und das weiß ich, das sehe ich. Das weiß er aber auch. Also das wissen wir beide, dass das nicht so läuft. Das weiß er aber auch. Ja, wenn er es hört, na ja. speaker-0: Jetzt bin ich auf die beste Ernährung gespannt auf deinen Blickwinkel. speaker-1: Da muss ich mir ganz kurz nachdenken im Business. was ich immer sehe, ist Pascal Spalter. Der hat immer Meal Prep dabei und immer super gesund und immer, also auch bei Shows, wo man wirklich weit weg ist und wo man sich denkt, na mal, geh doch einfach zu McDonald's, hat der immer Meal Prep dabei und immer mega gesund und passt immer auf und trinkt, glaube ich, auch nur Wasser und ist da sehr, sehr, sehr hinterher. Und da muss ich sagen, das ist Pascal Spalter. speaker-0: Spalter, haben wir das auch geklärt. Dir danke. Möchtest du den Leuten, die jetzt so lange uns beiden zugehört haben, irgendwas sagen? Möchtest du vielleicht auch deinen Fans, und ich hoffe auch, dass Ringrichter und Ringrichterinnen auch Fans haben, möchtest du denen auch was sagen? speaker-1: Also besonders wichtig ist mir jetzt gerade so in den letzten Tagen und letzten Wochen ist mir, weil du es ja auch angesprochen hast, so dieses ganze Mann-Frau, wo sind wir hier eigentlich in der Gesellschaft, ist mir wirklich wichtig, dass den Leuten klar sein muss und ich spreche jetzt explizit Männer an, Frauen sind Menschen, behandelt sie bitte wie Menschen, sieht sie nicht als Objekte oder sonst irgendwas und gerade im Wrestling. Habt Respekt, seht sie als Sportlerin, als Menschen, die da wirklich gearbeitet haben, ⁓ dahin zu kommen. Bringt den Respekt entgegen, seid freundlich, fasst sie nicht an, macht nicht irgendwelchen Blödsinn, schreibt nicht irgendwelche dummen Kommentare. Das würdet ihr bei Männern auch nie tun. Deswegen, das ist mir gerade besonders wichtig und ich weiß aber auch, dass das wirklich eine Ausnahme ist. Zum Glück zumindest das, was ich kennengelernt habe, das ist mir doch... sehr, sehr, sehr, wichtig und unterstützt Frauen Wrestling, unterstützt die Frauen in eurem Umfeld. Steht für sie ein. Das ist gerade umso wichtiger. Und ja, das ist es im Grunde. ⁓ speaker-0: mit einem wichtigen Statement. Das war Liz, ich bin Tim. Bis zum nächsten Mal. Tschö.