speaker-0: Hallo liebe Fans, hier ist Tommy Giesen und ihr seid hier genau richtig beim geilsten Wrestling Podcast Deutschlands. Herzlich willkommen bei GF der Talk. Gute Freunde. speaker-1: Moin moin und herzlich willkommen zu GF der Talk. Mein Name ist Tim und heute Interviewausgabe. Interviewausgabe bedeutet wir haben Promoter, Wrestler, Manager, Ansager, Kommentatoren. Manchmal haben wir auch Promoter und Wrestler da und heute haben wir so jemanden da. Und der junge Herr, der hier ist, hat schon mal erklärt, sein Name herkommt, nämlich Johnny Rancid. Aber jetzt geht es eher darum, wie geht es dir mal lieber? speaker-0: Mir geht es eigentlich ganz gut. Ich bin gestresst, wie immer. Und ansonsten ist auch bald Schlafenszeit. Aber hallo, ich freue mich hier zu sein. speaker-1: Geh zu früh ins Bett, mein lieber Lanz. speaker-0: Ich sag mal so, mach mich bettfertig ⁓ 22 Uhr und schlaf dann auch relativ schnell 2 Uhr nachts ein. speaker-1: Ja, dann haben wir ja noch ein bisschen Zeit bis du einschläfst, auf jeden Fall. speaker-0: Aber wenn ich dann irgendwann klinge, als hätte ich was getrunken, ich trinke seit Jahren nicht mehr, ich bin nur müde. Schon als Vorwarnung. speaker-1: Ich habe mir jetzt so bisschen zum Ansatz gemacht in den neuen Interviews von GF.TALK mit einer Frage anzufangen, die man sonst eher nicht an den Anfang von dem Interview stellt, wo man vielleicht sonst leicht anfängt und fragt erstmal, wie hat man Wrestling angefangen? Das haben wir beide aber schon mal besprochen, sondern wir fangen mal ganz ganz anders an. Dein Social Media sagt eins über dich aus, wenn du eins nicht bist, dann ist es unpolitisch. Meine Frage, Johnny. Darf Wrestling oder Sport unpolitisch sein? speaker-0: darf gerne unpolitisch sein, wenn die Umstände das hergeben. Ich glaube, es ist nicht nötig, irgendwelche politischen Statements abzugeben, wenn alles gut läuft sozusagen. Wenn unsere Demokratie gut läuft, wenn Leute nicht diskriminiert werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, aufgrund ihres Gefühls welchen Geschlecht, sich zugehörig fühlen, wenn sie sich überhaupt einen zugehörig fühlen. All solche Dinge, wenn die in der öffentlichen Konsens sind als, hey, das ist wichtig und das wollen wir so und wir wollen Rechte für die haben, dann kann man auch gerne unpolitisch sein. Aber sobald es darum geht, dass bestimmte Menschengruppen einfach ausgeschlossen werden sollen von einer gesellschaftlichen Teilhabe. Dann muss man genau den Leuten zeigen, die das propagieren, wie sich das anfühlt, ausgeschlossen zu sein. Fühlt sich nämlich nicht so geil an, glaube ich. speaker-1: Kannst du das nachvollziehen, dass genau von diesen Leuten dann kommt, ja aber ihr sagt doch immer, Wrestling ist für alle da. Warum werden dann wir ausgeschlossen? speaker-0: Ja genau, weil ihr nicht alle da haben wollt. Das ist die einfache Antwort. meine, ich weiß doch nicht, was ich mehr dazu sagen soll. Wenn ich persönlich Bananen haffe und gehe dann auf eine Party, wo es nur Bananen gibt, dann Brauche ich mich nicht wundern, wenn die Leute sagen, ich glaube, hier ist kein Platz für dich. You know? oder noch schlimmer, ich gehe halt auf die Party und will dann alle Bananen kaputt hauen. Oder bin ich für ein Bananenverbot oder so? ⁓ das mal dumm abstrakt zu machen. Aber das ist so, glaube ich, dieser Hintergrund, diese falsche Toleranz, die man hat gegenüber Leuten, die selber diese Toleranz gar nicht aussenden oder vertreten. Aber ⁓ zu der Frage zurückzukommen, solange das nicht ein großes gesellschaftliches Thema ist, kann Sport und Wrestling gerne unpolitisch bleiben. Solange es aber ein Thema ist, sollte man sich klar positionieren. speaker-1: Also glaubst du, dass jemand, der in seiner öffentlichen Wahrnehmung, sei es Post bei den Social-Media-Geschichten oder sei es TikTok-Videos oder irgendwas, wo er sich in eine, sagen wir noch nicht mal rechts, sondern sagen wir einfach in eine Herabminderung von anderen Menschen, egal in welcher Weise. Sei es das Zugekommene, sei es anders sexuell orientierte, sei es einfach abweisend gegen diese Menschen. Glaubst du, einer sollte oder so eine sollte noch in der Wrestling Szene stattfinden? speaker-0: Also ich versuche deine Frage mal ein bisschen nachzuvollziehen. Du fragst mich quasi, wenn jemand jetzt ihr rechtes Gedanken gut äußert über Social Media. speaker-1: Auch propagieren! speaker-0: Quasi das Gegenteil von mir macht sozusagen. speaker-1: Also der rechte Johnny Ransard, speaker-0: Okay, ja. Ja, also grundsätzlich müsste ich ja jetzt sagen, so in der Demokratie ist Meinungsfreiheit, da darf jeder sich äußern und natürlich kann man den Leuten nicht verbieten aufzudrehen. Und das stimmt auch, nur ist das Ding in der Demokratie, ist es halt auch so, ich kann eine Promotion gründen und ich kann entscheiden, hey, das tragen wir nach außen, das ist unsere Das ist das, für was wir stehen. Das sind unsere Prinzipien. Und wenn jemand diesen Prinzipien nicht folgt, dann schließen wir diese Leute aus. Und das ist das Recht in jeder Firma, in jedem Verein, in jeder Partei im Endeffekt. Klar gibt es da größere Hürden teilweise, aber am Ende des Tages so gehört das auch zur Demokratie zu sagen, wir müssen aufpassen, dass unsere demokratischen Organisationen und Strukturen nicht missbraucht werden von Leuten, die es zerstören wollen. Und das fängt halt auch im Kleinen wie im Wrestling an. speaker-1: Das gibt es ja im MMA auch schon, Beispiel im Kampfsport ist das eine große Geschichte auch leider. speaker-0: Ja, ich muss sagen, da ist es ja zum Beispiel so, wenn man sich die UFC anguckt, ich weiß noch nicht, ob es da irgendeinen Sighter gibt, der nicht mit einem Mega-Head rumrennt oder so. Da ist es ja auch wichtig, Statement gegen zu setzen irgendwo, gegen genau solche Sachen, wo man halt sieht, die Großen sind halt auf der Seite von Recht. Und da kann man schon mal zeigen, wir wollen das halt nicht, wir sind halt anders und es ist schön anders zu sein. Ich glaube, dieses Gejama von wegen, fühle mich diskriminiert, weil ich meine Meinung nur sage, ja, aber deine Meinung ist halt, dass du übelst viele andere Leute diskriminieren willst und du kannst noch so oft sagen, das stimmt doch gar nicht. Die Ideologie, die du vertrittst, ist halt nun mal so. Also alles, was von Mitte rechts ist, halt nun mal gegen ein soziales Auffangnetz. Ist halt einfach grundsätzlich dagegen zu gucken, wie können wir Schwächterinnen helfen, sondern die versuchen eher zu gucken, wie können wir dafür sorgen, dass die... Wachen keine Chance haben nach oben zu kommen. speaker-1: Ja, wir gehen im Moment von der Inklusion zu einer Exclusion, wenn die so weitermachen. Und das sollte man nicht vergessen. speaker-0: Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass wir dahin gehen. Das machen wir schon immer. Das Problem ist, dass wir es schon immer machen. Und die Leute beschweren sich, dass es jetzt angeprangert wird, dass bestimmte marginalisierte Gruppen einfach mehr Reste verlangen. Was einfach nur okay sein sollte. Und ich frag mich auch, wie oft die Leute noch auf der falschen Seite über Geschichte stehen wollen. Als es Keine Ahnung, also es ⁓ die gastarbeiter, da wollte keiner die Gastarbeiter haben, da hat man gegen die gewettert. Dann ging es ⁓ Homosexuelle und es geht auch immer noch darum, die besser zu integrieren, da gab es auch Sturm dagegen. Und es wurde immer unter dieser langweiligen, dummen Prämisse von denen, sind die Opfer propagiert, sage ich jetzt mal. Und es ist einfach zum Kotzen, was das für eine Umkehr ist von dem, was eigentlich stattfindet. Es ist nicht so, dass der Mainstream oder der Großteil der deutschen Menschen irgendwie jetzt total links ist und allen was aufdiktiert. Das genaue Gegenteil ist doch gerade der Fall. Das genaue Gegenteil. Und deswegen finde ich es irre, Wenn solche Leute dann noch sagen, jetzt werden wir hier ausgeschlossen, ja dann seht ihr mal wie es ist ausgeschlossen zu werden. Fickt euch alle. I don't give a shit. ähm... So... Ihr wollt alle starke Deutsche sein, dann seid starke Deutsche und kommt damit klar, dass manche euch nicht haben wollen. So, das ist so mein... Jetzt hab ich mich ein bisschen in Rage geredet. speaker-1: Ja, es ist ja auch oft so, dass glaube ich noch nicht alle in diesem Sumpf ganz verloren sind. Und wir haben im Vorgespräch, wir müssen hier keine Namen nennen, aber auch drüber gesprochen, dass manchmal auch ein Thema ist, vielleicht auch manchmal die Hand zu reichen und manchmal zu sagen, Mensch, warum denkst du überhaupt so? Warum ist das dein Gedankengutstand jetzt? ich glaube allerdings auch und Da werden viele sagen, nein, mit Rechten redet man nicht, aber ich rede nicht von diesen knallharten Neonazis, weil es würden wieder Leute kommen, wenn ich Nazis sage, die gibt es gar nicht mehr. Deswegen, man muss ja schon immer schlauer sein als die, dass du immer einen Schritt weiter denkst leider. deswegen ist es halt ganz einfach so, da sind so viele arme Seelen, die auch sehr jung sind und auch oft vielleicht mit sich und auch mit dem ganzen Leben verloren sind und sich dann... So was, wo einem gezeigt wird, wie wichtig Kameradschaft ist und du bist hier in der Nummer und du bist hier bei uns und so. Durch diese Mittel werden die auch geketcht teilweise, die jungen Leute. Und ich glaube, und das möchte ich mal sagen, da werken wir viel zu oft die Flinten schon ins Korn und schreiben solche Leute teilweise ab, wo wir vielleicht und mit Glück noch intervenieren könnten. Ich hoffe, du verstehst, wie ich das meine. speaker-0: Ja, das ist richtig. ich finde, gibt halt, naja, es gibt halt einen Unterschied zwischen einem, keine Ahnung, Anfang 30-Jährigen, 40-Jährigen oder so, der halt klare, rechte Sachen äußert. Der ist halt ein vollentwickelter Mensch und der hat sich garantiert Gedanken darüber gemacht, was er macht. Aber gerade diese jüngeren Menschen, die werden halt da reingezogen und das finde ich unglaublich. traurig, weil diese Menschen halt einfach denen wird so ein cooles Leben verwert, weil sobald du in diesen Strukturen landest herrscht halt vor allen Dingen dieses weirde Männlichkeitsbild von wegen du darfst nicht schwach sein, also Schwäche zeigen, du musst so und so aussehen, du musst Du darfst keine Emotionen zeigen, außer Aggressionen zum Beispiel. Ich finde das einfach traurig, dass diese Menschen den einfachen Weg wählen, von wegen ich suche die Schuld überall außerhalb und nicht dazu kommen zu sagen, hey, vielleicht kann ich auch ein bisschen Vielleicht muss ich nicht immer gegen alles sein, sondern kann auch versuchen, was aufzubauen oder so. Vielleicht muss ich nicht dagegen sein, dass ein Asylantenheim bei uns gebaut wird, sondern vielleicht kann das eine coole Interaktion werden, von der alle lernen können. vielleicht... Also klar, oder... Kleiner Abschleif, aber, ne? Zum Beispiel gab es ja oft dieses Jahr, unsere Turnhalle kann nicht mehr genutzt werden, weil da die... ganzen Asylanten reingehen. Das ist übelst scheiße, wenn so was passiert. Es ist wichtig, dass Schulsport stattfindet und und Sporthallen begehbar sind. Es ist scheiße, dass dann auf einmal Asylanten da unterkommen. Plus jetzt wäre meine Frage so, ist denn das wirklich die Schuld der Asylanten oder sollte man da nicht zur Kommune oder zum Land gehen und sagen, wir brauchen eine Lösung dafür, die besser ist als diese Leute in die Schule zu stecken. Dass dann immer gleich dieser extreme Schritt gegangen wird von wegen diese Menschen gehören hier nicht her, die müssen wieder raus. speaker-1: Aber fragen wir doch mal anders. Wer ist denn jetzt schuld, wenn wieder Leute aus dem Iran kommen? Wer ist denn schuld? Trump. Ja. Trump. speaker-0: Ja, und Netanjahu und vielleicht speaker-1: Vielleicht auch Epstein speaker-0: Tatsächlich glaube ich, ein nicht geringer Teil davon, hat mit Epstein, es hat ja nachweislich was mit Epstein zu tun. Der hat ja Palantir und die israelische Regierung zusammengebracht. Also von daher, das hat auf jeden Fall was mit ihm zu tun. speaker-1: Das ist dieses verwirrende Konstrukt auch aus dieser fast schon Storyline von WWE, wie Trump teilweise vor die Kameras getreten ist. Und wenn ich mir jetzt auch so WrestleMania nachbekomme und alles drum herum so angucke, dann habe ich das Gefühl, dass wir also wirklich mit Linda auch da bei Trump im Kabinett, dass wir leider nicht weit entfernt von der WWE sind, aber eher so die 19... 1993 oder 1994, WWE, nicht die guten Jahre. speaker-0: Ja gut, ich gucke kein BBE mehr, weil ich das unglaublich langweilig ja, das ist aber ein gutes Beispiel dafür, dass ich kein Verständnis dafür habe, wenn jemand sagt, wir dürfen gar nichts mehr sagen. Ey, scheiße, ihr seid alle in der Regierung. Also ihr habt genug Unterstützung von irgendwelchen der rechten Birnen. halt mal einen Beiflacht, von wegen man darf nichts mehr sagen, man dürfte viel zu viel sagen. speaker-1: Also der Bundeskanzler hat mir gelehrt, dass man in Deutschland nicht alles schreiben und sagen darf. das ist nochmal irgendwann anders nochmal die Geschichte, weil ich und Friedrich Merz, wir sind auf jeden Fall Freunde, erkenne mich, ich mal. Ich ihn leider auch, muss ich dazu sagen, aber mehr sag ich dazu öffentlich nicht über ein laufendes Verfahren sagen, sag ich mal. Ich hätte jetzt fast was gesagt, was ich gerne gesagt hätte, aber lass uns mal speaker-0: Panett. speaker-1: zu einem Teil kommen, wo du dich sicherlich auch so gut wie in der Politik auskennst. Ich muss ganz ehrlich sagen, wir könnten dieses Interview, glaube ich, über Politik in Deutschland, Amerika und drum herum machen und es würde sicherlich mindestens 90 Minuten gehen. Dann hätten wir nicht übers Wrestling gesprochen, aber ich stelle dir nachher nochmal eine politische Frage am Ende, da bin ich sehr gespannt, wie du auf das antworten wirst. lass uns mal die Kurve zum Wrestling schwingen. Wir hatten damals darüber gesprochen, dass du angefangen hattest selbst Wrestling-Shows zu machen und du stand jetzt hier sitzt und drüber nachdenkst wie du damals angefangen hättest. Was willst du sagen jetzt? War das eine gute Idee das du magst? speaker-0: Ja, auf jeden Fall. Das war eine richtig gute Idee. Ich liebe die schlaflosen Nächte und den Stress und dieses Bangen darum, dass wir irgendwie finanziell mit dem Arsch an die Wand kommen bei dem ganzen Kram. lieb's. ganz ehrlich, natürlich ist das total geil, wie sich das alles entwickelt hat, wenn man bedenkt. Also ich hab damals, als wir Da haben wir noch mit der EBP zusammenveranstaltet. hatten wir unsere erste Veranstaltung in Leipzig 2022, glaube ich, war. Und war total chaotisch. Und ich habe gebetet, dass wir wenigstens 60 Leute kriegen. Und das war dann für lange Zeit so mein Maß. Ja, wenn 60 Leute kommen, ist das doch schon gut. Jetzt waren wir teilweise bei 600. Das ist schon ein krasses Ding. Ich habe so das Problem, ich kann das immer nicht so ganz genießen. Ich bin dann immer so ein bisschen leider in diesem, ja, cool, aber jetzt geht es weiter. Das ist so bisschen mein Problem. Aber ich versuche es immer ganz gut zu appreciaten, was da so passiert ist in letzten Jahren. Also, und mal ab von mir, weil ich will Absolut nicht, dass das so klingt, als wäre das irgendwie mein Verdienst. Das ist zu einem eher geringen Teil mein Verdienst. Wobei meine Frau würde mir jetzt widersprechen. Aber ich finde halt wirklich, das was unsere Leute im Verein leisten, allesamt jedes Mal wenn wir veranstalten und wie die sich einsetzen und alles. speaker-1: Okay. speaker-0: Das wissen vielleicht viele nicht, aber fast alle Wrestlingveranstaltungen, die es in Deutschland gibt, da wird keiner der Helfer bezahlt. Die machen das alle freiwillig und ehrenamtlich. Und wenn sich das nächste Mal jemand über Ticketpreise aufregen will, dann bedenkt bitte, dass die Leute auch was essen wollen, was trinken wollen während der Show und nicht einfach nur flapperische Brötchen mit einer flapperischen Wiener ohne Senf kriegen wollen, sondern die wollen halt auch. Also man kann ihnen schon auch mal was ordentliches zu essen hinstellen. Das würdet ihr ja auch wollen, wenn ihr irgendwo mithält. Also von daher, das wollte ich unbedingt mal erwähnen, weil ich das jedes Mal nach der... Ich habe jedes Mal das Gefühl, ich bin gar nicht dankbar genug für das, was da ermöglicht wird. Weil alles, was ich da an Arbeit reinstecke, wäre völlig sinnlos, wenn ich nicht diese Leute ⁓ mich herum hätte, die da so... krass gut mithelfen. ich nenne jetzt keine Namen, weil die werden dann beleidigt, dass ich ein bisschen Kayfabe breche. Aber ich hoffe, Sie wissen, wer gemeint ist. speaker-1: Das Ding ist ja auch eine eigene Show zu haben, ist sicherlich nicht einfach. Du hast da nebenher ja auch noch einen Beruf und bist dann ja auch noch Catcher das eine oder andere Wochenende auf anderen Veranstaltungen. speaker-0: Also, wer mich sponsoren will für meine Arbeit in der Catch Factory, immer gerne her. Ich bin ein armer Student mittlerweile. Ich jetzt gerade ein Studium angefangen. Ich studiere jetzt Wirtschaftswissenschaft. Sehr interessant, sehr amüsant und sehr schön. Leider musste ich mich halt nebenberuflich einschreiben. Das heißt, ich suche zurzeit gerade Arbeit. Aber es ist echt beschissen. Also, muss, ⁓ das kurz in die Politik zurückzuholen. speaker-1: Was tut ihr so? speaker-0: Es wäre so geil, wenn wir so eine Grundabsicherung hätten. Weil dann könnte ich einfach sagen, ich könnte mich voll auf den Verein konzentrieren, da die Arbeit cool machen, sodass die Leute mehr davon haben. Vor allen Dingen auch unsere Mitglieder und so, können mich damit beschäftigen und gleichzeitig das Training halt leiten. Wir könnten mehr Trainings anbieten und so weiter und so fort. Und nebenbei könnte ich studieren. Also ich hab mehr oder weniger gefühlt ja schon Vollzeitsteller, aber musste mir noch eine suchen zusätzlich. Und das nervt Friedrich Merz. Das ist echt scheiße. Aber ja, also ne ich will jetzt nicht rumlärmen, war auch ein bisschen Spaß dabei, aber... speaker-1: Wie viel Zeit nimmt dann Promoter sein ein in der Zeit? speaker-0: Ja, bin ja nicht nur, also ⁓ es mal so zu sagen, ich mache ja nicht nur das mit dem, also ich schreibe ja nicht einfach nur Wrestler an und frage, ob sie Zeit haben zu catchen, sondern ich leite ja auch einen Verein, das heißt ich muss den ja auch irgendwo verwalten, kümmere mich ⁓ die Finanzen, muss die ganzen Gerichtsgänge machen oder Amtsgänge und alles was dazugehört. Ich telefoniere halt auch mit Sponsoren, Vermietern und so weiter und so fort. Da gehört ja auch dazu, will ja... Man muss ja auch in der Zeit, wo gerade nicht so viel ist, muss man ja auch ein bisschen die Beziehung am Leben erhalten und möchte das ja auch. Und dann leite ich ja auch noch die Trainings und ich betreue halt auch den Social Media Kanal von der Catch Factory und von der Wrestling Schule, erstelle die Grafiken. Ich schneide die meisten der Videos, die jetzt nicht im Live-Schnitt... so Sinn. Aber selbst die, wir im Live-Schnitt haben, setze ich mich meistens nochmal ran und überarbeite die. Also alles, was da scheiße läuft, könnt ihr mir danken. Ja, genau. speaker-1: Das ist schon recht viel, würde ich sagen, oder? speaker-0: Ja, Also zum Beispiel ist es auch so, dass wenn wir jetzt in Vespa zum Beispiel so eine Live-Produktion haben, für diese ganzen Zwischenschaltungen und so so, diese ganzen Grafiken, die sich bewegen, das muss ja alles vorher erst mal erstellt werden und... Das ist der ganze Kram, den ich mache mit dazu. Und dann organisiere ich tatsächlich auch noch im Backstage so ein bisschen, wer denn jetzt zum Interview geht und... speaker-1: ⁓ no! speaker-0: was Sie vielleicht sagen sollten und solche Sachen. ich mache schon ein bisschen mehr und den Aufbau mache speaker-1: den sportlichen Teil dann auch ein Shows, dass du den Leuten sagst, wie du was haben möchtest, was passieren soll in den Matches? speaker-0: Ganz ehrlich habe ich damit vor, ich glaube, vor einem guten dreiviertel Jahr aufgehört, sondern wir haben jetzt einfach Agents, mit denen setze ich mich zusammen, unterhalte mich über das, was meine Gedanken sind, weil es gibt Leute, die haben so viel mehr Ahnung vom Wrestling als ich und da habe ich das lieber, dass ich mich mit denen zusammensetze von den Lernenden. und mich da austausche und die können dann auch den Leuten vermitteln, sie so machen können, also was sie so machen sollten in ihren Matches und so. Das finde ich schon wichtig und zwar auch ein guter Hebel, ⁓ mir ein bisschen Druck wegzunehmen. Aber teilweise mache ich es noch. Also manchmal ja, häufig nein. Das Gute ist, wir haben häufig so gute Wrestler bei uns, denen muss man nicht viel sagen. Die wissen viel besser als ich, was sie machen sollen. von daher. Dahin gehen, das ist nicht mal so der krasse Stress bei den Veranstaltungen. speaker-1: Darf ich dich mal fragen, als schlechter Interview, der ich früher war und heute natürlich auch immer noch bin, hätte ich vergessen zu fragen, wer sind denn diese Leute, in denen du das dann in die Hände legst? Weil du hast ja auch gesagt, das muss jemand sein, wo du auch sagst, der ist sogar über dir, gibt es Namen, die du nennen möchtest, die das bei dir machen? Weil ich finde so etwas ist spannend, weil das setzt ja auf wirklich Vertrauen von dir wirklich vorauf. speaker-0: Ich hoffe, die Leute hacken mir jetzt nicht den Kopf ab, wenn ich das erwähne, aber zum Beispiel Axel Tischer ist eigentlich immer mit dabei, weil ich auch der Meinung bin, Axel ist mit Abstand der beste Wrestler Europas. Also wirklich, ich bin immer wieder absolut buff, wenn ich die Matches von ihm sehe. Und ansonsten gibt es dann auch noch Leute wie Lawrence Roman zum Beispiel, der auch immer mal bei uns oder ja auch häufig tatsächlich dann den Leuten sagt, was sie tun sollen, beziehungsweise Feedback gibt und so. Das sind halt auch Leute, die haben so eine krasse Leidenschaft fürs Wrestling. Und das ist mir eigentlich auch das Wichtigste, weil wenn man Leuten sagt wie ein was man im Match haben möchte, dann muss man auch die Emotionen versuchen, ein bisschen rüber zu bringen, damit die das verstehen. das sind so zwei Namen, die auf jeden Fall bei mir da einen hohen Stellenwert haben. Aber es variiert tatsächlich von Show zu Show ein bisschen. Kommt halt drauf an, wer da ist. Und manchmal ist es halt schon so, dass ich aus Zeitkunden vielleicht auch einfach sage, okay, Dauert nicht so lange. ist ja auch kein Hexenberg. Man muss ja immer sagen, die meisten Rookies denken, sie müssen irgendwelche krassen Abläufe bauen. Oder auch viele Wrestler denken das. Ich glaube, bei unseren Shows ist es so, dass die da eigentlich ganz gut mal durchatmen können, weil ich jemand bin, der sagt, hey, konzentriert euch einfach drauf, dass alles gut aussieht. Die Leute in Leipzig sind relativ casual als fans das heißt man muss da keine triple hurrikan runner combos machen da reicht armdrake armdrake dropkick also von daher ich glaube ich glaube manchmal ist mein mein meine aufgabe eher die leute ein bisschen auszubremsen als den irgendwie zu viel aufzubürden und da muss man dann irgendwie auch enttäuschte blicke immer einen Kauf nehmen. Das ist eigentlich der schwierigste Part, wenn man zu Leuten gehen muss und sagen muss, ja, mach das mal nicht so. Und man sieht dann dieses Hunde-Gesicht und diese Trauer. speaker-1: Aber hattest du dieses Hundegesicht nicht auch mal, wie Leute dir das gesagt haben? speaker-0: Ich glaube nicht, ehrlich gesagt. Uns wurde so dermaßen eingeprügelt, dass wenn jemand zu dir kommt, der einfach mehr Erfahrung hat und dir eine bestimmte Sache sagt, dann hat er immer einen guten Grund dafür. Und das hat auch meistens geschirmt. Ich kann eigentlich eine witzige Anekdote dazu geben. Wir hatten mal einen Match in Hannover. Das war ich. Markus. Und am Ende war es so, er hat gesagt, er springt einen Frog-Splash, ich weiche aus und ich habe dann gesagt, okay, dann haue ich dir Shining Wizard rein. Und dann hat Drizzy gesagt, mach das nicht, pin ihn einfach. Weil dann hast du gewonnen, ohne was zu machen. Und das war bei mir einfach nur so krass, wie geil. Und wirklich Ich bin mir bis heute sicher, hätte ich das nicht so gemacht, die Buhrrufe wären nur halb so laut gewesen oder gar nicht da gewesen. das ist halt so... Ich habe eigentlich immer das sehr wertgeschätzt, wenn so was zu mir gesagt wurde. Oder wenn jemand mir quasi gesagt hat, machst du nicht so schwer oder lass das lieber weg oder so. fand ich eigentlich immer... Ja, ich bin doch froh, wenn mir Aufgaben abgenommen werden. Wer arbeitet denn hier? Also, das ist sowieso ein Problem, ne? Die ganzen Wrestler, wollen viel zu viel arbeiten. Das erste, was ich Schülern sag, wirklich so, oder eine der ersten Sachen, die ich immer Schülern sag, ist, Wrestler sind unglaublich faul. Wir wollen uns so wenig bewegen wie möglich, ⁓ den Eindruck zu erwecken, dass wir uns unglaublich schnell weh. speaker-1: Aber nicht alle. Manche haben auch noch Bock. Das haben wir nur gerne, darf man nicht vergessen. speaker-0: Ja, der Spruch kommt daher, dass die meisten, wenn sie anfangen, ganz viele Tippelschritte machen und so. Oder wenn sie einen Griff haben, sich selber irgendwie rumbewegen. Und ich sag, du hast einen Griff, du hast die Kontrolle, du bewegst die andere Person und bleibst einfach stehen. Das sind halt solche Sachen. Deswegen sag ich dann, wir sind faule Schweine, wir wollen uns nicht unnötig bewegen. es ist wirklich, also, Wrestler sind nicht faul, ⁓ Gottes Willen. Gar nicht. arbeiten immerhin 10 bis 20 Minuten am Tag. Quatsch. speaker-1: Manche im Monat, speaker-0: Ich will jetzt wirklich nicht kleinreden, ohne Scheiß. Es ist eigentlich viel zu anspruchsvoll, ⁓ Hobby zu sein. Es ist so krass, was man investieren muss, ⁓ Wrestler zu sein. Manchmal hat man dann nur diese 5-Minuten-Matches, aber selbst die sind dann so... Wenn es geil läuft, ist es halt einfach ein übelster Payoff. Letztes Jahr, als ich beim Shortcut war... Und da ich gar nicht ob ich fünf Minuten im Ring war, aber ich war mega aufgeregt und trotzdem, ich habe gedacht, diese zehn Stunden Party, die jetzt dazugehören und alles Mögliche, das war voll beerd. Also das war unglaublich geil. speaker-1: Sind das so Momente auch noch, wo man sich als Wrestler denkt, gerade WXW als vielleicht die führende Promotion in Europa, bei so einer großen Nummer wie Shortcut, auch gebucht zu werden? Weil es gibt und stand jetzt, und das muss ich auch sagen, früher hätte man vielleicht sagen müssen, jeder der gebucht ist, der der catchen kann, hätte man ganz ganz früher noch gesagt, der ist in so einem Rumble im Großen, aber bei Shortcut ist es ja so, das ist ja mit, also europaweit gibt es ja genug Talente, die man picken kann und man ist selber dabei. Ist das? Ist das eine Genugtuung bzw. auch eine Anerkennung speaker-0: Ja, schon. Gerade weil ich so eine schwierige Geschichte bei BXW hatte. Das liegt nicht an BXW, sondern es liegt an mir. Aber ja. speaker-1: sollst uns erzählen warum, wenn du das für Land hieß. speaker-0: Naja, ich glaube, hatte früher einfach, ich habe oft meinen Mund aufgemacht, wenn ich ihn nicht hätte aufmachen sollen. Man sollte sich immer bewusst sein, wer man ist, wo man ist und wer über einem ist. Man sollte nicht mit der Einstellung rausgehen, ich kann alles und so. Und die Einstellung hatte ich leider lange. Also das ist die Kurzversion und das ist auch meine Version. weiß nicht ganz, vielleicht war es auch was ganz anderes. Keine Ahnung. Vielleicht hat was... Es gibt ja auch genügend Kunde. Ich weiß das ja mittlerweile auch selber als Promoter. Ich muss einen Wrestler nicht scheiße finden, ⁓ den nicht zu buchen. Sondern wenn es nicht reinpasst, passt es nicht rein. das meine ich eigentlich mit der schwierigen Geschichte von wegen ich. hatte natürlich immer den Wunsch, so einen richtigen WXW-Run zu haben. Aber ich muss auch selber sagen, ich glaube, ich habe nicht das Richtige und nicht genug dafür getan. Und ich glaube aber, in letzten Jahren habe ich mich schon im Ring echt gesteigert, wo ich dann auch gesagt habe, ja, ich finde schon, dass ich jetzt hierher gehöre. Ich fühle mich jetzt nicht für Fehler am Platz. Also ich habe mich sehr gefreut, als die Anfrage kam. Ich bin auch super gerne bei BXW. Ich habe eigentlich nur Gutes über BXW zu sagen. Ich finde auch schön, man zum Beispiel in Leipzig koexistieren kann. Man sich auch gegenseitig teilweise unterstützt. Das finde ich halt... echt wichtig und cool. weil am Ende des Tages muss man ja sehen, in Wrestling Deutschland, wer da versucht, gegeneinander zu arbeiten, naja, ich weiß nicht, der tut ja dem Ganzen nicht gut. Weil die paar Wrestler, die es gibt, die haben halt so schon Probleme, ihre Bookings zu kriegen. Und wenn dann einer sagt, so da nicht und da doch und hier. Ja, weiß ich nicht. Ist halt auch schwierig. Ich ganz schön ins Überlegen gekommen. speaker-1: Du hast Du hast über Coex Systems gesprochen. habe dir schon gesagt, dass ich mir so bisschen deine Matches angeguckt habe und vom letzten Interview bis zu jetzt sind sehr, viele dazu gekommen, aber auch in der Frequenz viel mehr Matches als sonst. Glauben Sie, dass jetzt auch einhergehend mit dem, was du über WXW gesagt hast, dass du halt, ich würde ja schon fast sagen, Einsicht gehabt hast, wie Mike, glaube ich, immer so schön gesagt hat, dass wenn man anfängt... zu denken, man ist wer, dann hört man auf jemand zu werden. hat Mike Chair immer gerne gesagt. Und dass du diese Mauer so ein bisschen für dich durchbrochen hast, glaubst du, dass ist so eine Coexistenz, dass du jetzt auch viel mehr Matches auch woanders hast? speaker-0: Ja, glaube schon. liegt auch daran, ich mich einfach dadurch, dass ich auch Promoter bin, konnte ich mich mit Leuten austauschen, mit denen ich mich sonst nicht austauschen konnte. speaker-1: Du gibst mir einen Spot auf deiner Karte und du grüßst speaker-0: Nee, war, das ist, ich mein, aber nee, das meinte ich jetzt gar nicht, sondern ich meinte eher so dieses, man redet einfach auf einer anderen Ebene auf einmal mit Wrestlern, die in einer anderen Promotion weit über dir stehen. Okay. Und dadurch lernst du halt erst mal, also dadurch hab ich halt erst mal gelernt, wo meine ganzen Defizite sind und ich, weiß nicht genau, es war. Ich glaube nicht mal, dass es was direkt mit dem Wrestling zu tun hatte. Aber es gab so einen gewissen Punkt, und der war, glaube ich, letztes Jahr vor allen Dingen, wo ich gesagt habe, ich bin jetzt, damals war ich noch 36, ich bin jetzt 36, ich bin noch nicht alt, ich bin jetzt nicht mehr jung, aber ich habe auf gar keinen Bock, dieser Typ zu sein, irgendwie auf, also der einfach so, Jetzt bin ich halt Trainer und fresse mich fett und muss nichts mehr leisten, sondern ganz im Gegenteil, ich bin eigentlich auch immer jemand, der sagt, ich will ein Vorbild auch irgendwo sein. Das war immer eine Grundphilosophie, die hat mir Leon damals schon beigebracht. Alles, was du deinen Schülern aufdrückst, musst du selber können. Du musst nicht jeden Move können, aber wenn du drillst, ansetzt, Und die gehen fünf Minuten, dann hast du diese fünf Minuten durchhalten zu können. Und so hat das angefangen, dass ich halt so in vielen Lebensbereichen gesagt habe, ich will mich nicht mehr mit irgendwie dem Minimum zufriedengeben, sondern ich will wirklich gucken, dass ich drüber rausgehen kann und mehr reinstecken kann. ja, irgendwie hat das, also gerade letztes Jahr war das irgendwie dann so Ähm... Nochmal verstärkt da. speaker-1: Und darum auch das Studium zum Beispiel. speaker-0: Ja, zum Beispiel. habe irgendwie gesagt, ich habe jetzt keinen Bock mehr, immer nur kleiner Angestellter zu sein, sondern ich will irgendwann halt auch mal ein bisschen mehr machen. Und wenn es eine Selbstständigkeit ist oder was auch immer, kann ja vieles passieren. Aber das war so ein Punkt, ich halt gedacht... Also war ein Punkt in meinem Leben, glaube ich, wo ich einfach gesagt habe, ich muss jetzt anfangen, nicht mehr nur... so durch Leben zu gehen von wegen, ja, reicht ja. Also vier gewinnt, so nach dem Motto. Sondern ich hab da halt irgendwie dann immer angefangen zu sagen, nee, du musst nach der Eins schrieben, überhaupt die zwei oder drei zu bekommen. Ja, das war so ein bisschen. Aber was es ausgelöst hat, ich glaube, es ausgelöst hat, war, ich hatte von meinem Beruf und so ein krasses Burnout. was auch dadurch bedingt war, dass ja meine Mutter irgendwann an Krebs gestorben ist vor zwei Jahren. Und das hat halt so einen Stein ins Rollen gebracht, wo ich dann halt irgendwann in der Tagesklinik war. Und da hatte man halt mega viel so introspektiv und sich Gedanken gemacht, wer bin ich eigentlich, wo will ich hin und was mache ich richtig, was mache ich falsch und warum bin ich eigentlich, warum reagiere ich in solchen Situationen und so so. Und ich glaube, das hat gut geholfen, ⁓ mir zu meinen, ich bin irgendwie was wert. Das war auch ein großer Teil von meiner Persönlichkeit, dass ich mir immer gesagt habe, ich bin es eigentlich nicht wert. Leute, die denken, ich bin es nicht wert, wenn die versuchen, selbstbewusst aufzutreten, dann schlägt das Szenario ganz über. Das war genauso mein Schema gewesen. speaker-1: Das war schlecht zu anderen Menschen dadurch? speaker-0: Ja, auf jeden Fall. Definitiv. Aber muss dazu sagen, das sind wir glaube ich alle irgendwo. Gerade wenn wir jung sind und erst unseren Weg in der Welt finden, dann sagen wir und tun wir oft Sachen, wo man rückblickend sagt, naja, das war echt nicht so geil und vielleicht schulde ich der Person auch mal einen Anruf oder so. Ja, da gab es schon viel, klar. Ich habe meiner statistischen Ader teilweise echt reinlaufgelassen, was das angeht. speaker-1: Schiebt man sich jetzt dafür, wenn du drüber nachdenkst, wie das damals abgelaufen ist? speaker-0: Teils teils. Zu meiner Geschichte gehört auch dazu, nicht mehr so viel für Sachen zu schämen, die ich gemacht habe. Weil man das irgendwo... Man muss es halt einfach akzeptieren. Und halt als Fehler sehen, wenn es ein Fehler war. Aber Scham ist irgendwie so ein... Scham ist was Doofes. Also man sollte sich... Weil Scham hat immer diese Komponente von wegen, ich bin halt so. Und ich bin aber nicht so. Sondern ich kann mich als Person entwickeln. So. Deswegen habe ich immer... Sage ich nicht so gerne, ich schäme mich dafür. Manche Sachen sind mir unangenehm. Manche Sachen hätte ich nicht tun sollen. ich... Ja, also Schämen... Und die andere Sache ist halt, gesagt, ich habe ja auch draus gelernt und so... Ja, das ist so... Also Schämen ist ein komisches Wort für mich einfach. Ja. speaker-1: Was willst du sagen? Das letzte Interview, wenn ich es noch richtig weiß, muss 2020 und dann mal 2022 gewesen sein. Seit 2022 ist, glaube ich, auch viel passiert. Wenn man mit dir über für dich Erfolge, was sind für dich Erfolge im Wrestling? Was willst du da nennen, wenn man dich so fragt? speaker-0: Hm? Ich finde, man ist erfolgreich im Wrestling, wenn man backstage geht und es gibt ein Gefühl, was man hat, wenn man weiß, es war gut. Man kann das nicht beschreiben, aber ich glaube, wenn jetzt ein Wrestler zuhören sollte, weiß er genau, was ich meine. Wenn man diesen Moment, wo du backstage gehst nach deinem Match und sagst, yo. Das hat hingehauen. Das war's. Das ist für mich der Erfolg. Alles andere ist mir zu materialistisch gedacht. Also für mich zeichnet sich Erfolg nicht durch Geld aus, nicht durch irgendwelche geilen Hotels, in denen ich übernachten darf oder so was, sondern für mich ist Erfolg Ich habe mir ein Ziel gesetzt und ich bin damit zufrieden, was ich erreicht habe. Das ist mich Erfolg. Das kann ein hoher Anspruch sein, aber für mich ist es einfach nur, das Ziel erreicht zu haben, reicht schon, sich als erfolgreich zu beschreiben. Das ist die Antwort. Mehr muss ich glaube ich nicht dazu sagen. speaker-1: Dann würde ich mal ganz von dem Thema weg und was ganz anderes fragen. Ich habe oft bemerkt und ich habe hier einen Trainer heute hier und da würde ich gerne mal deine Meinung zu wissen. Gerade wenn junge Leute das erste Mal in den Ring gehen, die ersten Schritte im Ring machen, wie man im Volksmund so sagt, im Catch vielleicht noch ein bisschen grün sind, hat man oft das Gefühl, dass sie, wenn sie in Einzelmatches gegeneinander catchen oder in Tag Team Situationen, dass sie eher für sich selber catchen, anstatt für das Publikum. Das heißt, dass oft drauf geguckt wird, wie mache ich meine Sache erstmal richtig. Und ich habe oft das Gefühl, dass das auch oft mitgenommen wird, dass gar nicht mehr oft so viel Wert drauf gelegt wird, wie arbeite ich mit dem Publikum. Und ich finde, dass das so wichtig ist für Wrestler und Wrestlerinnen in Deutschland, das zu können. du musst das Publikum packen können. Egal in welcher Situation, du musst wissen, was kann ich jetzt machen, ⁓ vielleicht ein Publikum aufzuwecken oder zu holen oder irgendwas. Und ich finde, gerade am Anfang sieht man da halt auf die Defizite. Was würdest du einem Wrestler mitgeben, der da vielleicht Probleme hat, der gerade am Anfang noch ist? speaker-0: Ich würde sagen, bleibt dran. Weil das Ding ist, man muss das einfach mal überlegen. Also von außen lässt sich das total einfach sagen, hey, du musstest mit dem Publikum mitarbeiten, du musst mit dem Publikum, du musst das mitreißen. Ich hab manchmal Referees im Match gehabt, die noch nie gerestelt haben selber, die nur Matches geleitet haben, die dann irgendwann zu mir so leise kamen, arbeite mit dem Publikum. Ja. Wie denn? Was denn? Was soll ich denn jetzt machen? Es ist halt so, wenn du anfängst, ist es wie mit allem anderem. Wenn du zum Beispiel sag mal mal, du nimmst dir vor, einen Handstand zu lernen, dann konzentrierst du dich immer nur drauf, wie musst du dich positionieren, musst du deine Arme trainieren, blablabla, wie muss die Körperspannung sein, auf alles das musst du dich erstmal konzentrieren, du musst deinen ganzen Körper in Einklang bringen und dann kommt Als nächster Schritt, ich halte es jetzt 10 Sekunden aus, ich halte es 30 Sekunden aus und keine Ahnung, irgendwie steigere ich mich und bla bla bla. Und irgendwann kommt aber der Punkt, wo der Handstand so selbstverständlich für dich ist, dass du nebenbei Witze erzählen kannst. Und das ist auch erst der Punkt, es eigentlich Sinn macht für einen Rookie, sich damit zu beschäftigen, was mache ich wie und wann und warum. Also... Ich war früher auch so, dass ich gesagt habe, ey, du hast das und das gemacht, ist übelst, das macht keinen Sinn an der Stelle. Aber wenn ich der Person dann nicht erkläre, was alternativ zu machen ist, dann ist es keine Kritik, sondern dann ist es nur Vollpöbeln irgendwo. Und deswegen so zu den jungen Wrestlern, die noch ganz viel nachdenken müssen über die Sachen, die sie im Ring machen. und dann einfach nur zufrieden sind, dass sie die sauber ausgeführt haben, sage ich, mach weiter so, bis es langweilig wird. Und dann fange an, dem Publikum zu arbeiten. Beziehungsweise versuche immer schon mal, einzustreuen in einen Match. Versuch den und unterhalte dich mit den Veteranen, frag die nach Tipps, wie kann ich das Publikum mehr mitreißen. Geb dich nicht einfach damit zufrieden, dass du halt coole Moves kannst oder so. Sei halt selbstkritisch und trau dir diesen Schritt auf die anderen zuzugehen und nach Feedback zu fragen. Ich weiß auch, das tut weh, das kratzt am Ego, aber es ist ein übelst geiles Zeichen, wenn ein erfahrener Wrestler sich die Zeit für dich nimmt und dir eine Kritik gibt. Nimm die an, lern daraus, versuch es zu implementieren. ich finde auch, ⁓ das klar zu sagen, ich finde diese Kritik zu äußern, zum Beispiel, hey, An der Stelle hättest du dir mehr Zeit lassen müssen, weil dann wirkt das und das besser. Das ist ein total wichtiges Feedback. Und den Leuten auch zu verstehen zu geben, hey, du musst fürs Publikum catchen, ist auch ein ganz wichtiges Feedback. das kommt halt nach und nach. Wenn man irgendeinen Kampfsport lernt, dann ist man auch mit 1000 Sachen beschäftigt, bevor man überhaupt über drüber nachdenken kann, was machen die anderen ⁓ mich herum. Also von daher ist das schon, also mein Segen haben die, aber wenn ich halt nach irgendwie drei Jahren dann sehe, dass sich nichts geändert hat, da haben wir dann ein Problem. Da ist es dann so, wo ich sage, okay, du bist halt faul. Sorry. Also da ist ja gar keine Steigerung da. Und dann finde ich, ist es auch berechtigt, den Leuten zu sagen, ganz ehrlich, so. Hör mal auf, für dich zu catchen und mach mal was fürs Publikum. Die bezahlen dich nämlich hier. speaker-1: Ja und dann kommt noch eine ganz ganz andere Komponente dazu. Ihr habt das auch dann vor Kameras zu arbeiten. Das ist ja dann die nächste Stufe, die dann quasi oben drauf kommt. speaker-0: Ja, wobei ich immer noch denke, Deutschland ist es immer noch am wichtigsten fürs Publikum zu arbeiten, weil so viele Leute gucken dann auch nicht über irgendwelche Streaming-Sachen. Bei der BBE, also bei der BXW, Quatsch, bei der BBE, also uns wurde das auch beigebracht, sobald eine Kamera da ist, für die Kamera arbeiten. Aber das Ding ist halt... Ich sage dazu, in der WWE, klar, da gucken Millionen Menschen am Fernsehgerät zu und nur 10.000 sind in der Halle. Da ist es auch richtig, aber ich werde jetzt bestimmt nicht irgendwie. Also, es kommt drauf an. Man sagt den Leuten, dass damit die halt irgendwann ready dafür sind und das kennen, für die Kamera zu arbeiten. Aber ich finde es schon auch wichtig, dass immer fürs Publikum da ist. Also, ja. Beides ist richtig und wichtig. Übrigens kleiner Tipp an die Leute, gerade anfangen. Das Publikum kauft viel mehr Merch, wenn ihr für die arbeitet. Also je früher ihr damit anfängt, desto besser. Aber Technik ist auch erst mal das Fundament und das muss sitzen. speaker-1: Du sagst es, Merch verkauft, das sind ja auch so Sachen, die man sich als Catcher Gedanken machen muss. speaker-0: Ja natürlich. speaker-1: Es ist ja auch so, dass früher auch noch so war, der Böse ist nicht rausgegangen und hat nicht verkauft. Heutzutage darf der Böse ja auch rausgehen und verkaufen. Das ist für dich ja des Öfteren ganz gut. speaker-0: Ja, wobei ich sagen muss, ich mache es nicht gerne. Also ich bin nicht so ein Mensch für so Smalltalk und kurzes Schnacken und vor allen Dingen ist es bei mir einfach so, mein Leben ist von Wrestling gefüllt. Ich weiß nicht, was ich mit dem Otto Normalo speaker-1: Haha, okay! speaker-0: oder was mir ein Osomalu erzählt, was ich interessant finde. Ich weiß, das wirkt superarrogant, aber es ist halt einfach so. Ich weiß nicht, was mir ein Fan erzählen könnte, was mich wahnsinnig interessieren würde über das Wrestling. von daher am Merchtisch, ich interagiere, aber ich hoffe, die Leute strengen sich ein bisschen an, wenn es darum geht, so bisschen Smart Talk zu machen. Ja. speaker-1: Der Sebastian hat eine Frage und zwar ob es Ziele gibt in Sachen Titel. Zum Beispiel ein großer Titel bei der GWF oder so ein 16 Karat speaker-0: Nö, habe ich eigentlich keinen Konkret. Lassen wir uns ehrlich sein, wenn ich noch 10 Jahre catche, ist das viel und gut und ich hoffe, dass ich noch 10 Jahre catche. Aber letztendlich muss ich mit Mitte 30 oder wie Mudo sagt, ich gehe auf die 40 zu. Da muss ich jetzt nicht irgendwie mich reindrängen und jüngeren, talentierteren Leuten ihren Spot streitig machen und irgendwelche Titel wegnehmen oder so. Der Zug ist abgefahren und damit bin ich vollkommen fein. Das ist für mich völlig in Ordnung. Wenn es sich ergibt, cool, nehme ich mit. Ich würde es jetzt nicht ablehnen, aber Ich erwarte es jetzt nicht oder sowas. Zielsetzung ist für mich einfach ein cooles Umfeld im Wrestling zu schaffen. Wo sich alle Leute wohlfühlen, gehört fühlen, gut fühlen. Wo man einfach richtig den Leuten so richtig empfohlen wunderschöne Gewalt zeigen kann, wie das irgendjemand mal gesagt hat. Das war, glaube ich, über einen UFC-Fighter. Aber ja, also das ist eher so mein Ding. Ich möchte Leuten cooles Wrestling präsentieren und ich möchte das im Backstage die Leute respektvoll miteinander umgehen und sich einfach gut fühlen, dass sie da sind und auch das Gefühl haben, dass sie dahin gehören, wo sie sind. speaker-1: Hätte man vor 15 Jahren dir gesagt, ein großer Teil der deutschen Wrestling-Szene auch aus Ostdeutschland besteht, natürlich auch durch euch, aber Eaw, THW und andere Veranstalter Unlimited ist ja auch im Osten quasi. Was hättest du denen vor 15 Jahren gesagt, wenn es so viele Ligen in Ostdeutschland gibt, die wirklich Wrestling professionell betreiben wollen? speaker-0: Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ehrlich gesagt. Ich bin halt, ich bin 89 geboren, ich mache mir nicht mehr so eine Gedanken über Ost-West. Also ich mache mir schon, aber in einem anderen Bereich. speaker-1: Weil das ist wirklich sein Problem. Es geht mal auch gar nicht ⁓ das Ost-West-Thema, sondern im Osten, entwickelt hat. ⁓ speaker-0: Aber, aber ich... Aber so, ich muss sagen, gerade im... Also ich finde es nicht überraschend, mir fällt auch gerade auf, warum. Ich komme aus Merano und ich war in einer Punk-Szene unterwegs als Jugendlicher. Und gerade in Sachsen hat überall jeder irgendwas Kleines aufgebaut. Im letzten Nest war irgendeine Scheune frei für irgendwelche Punk-Konzerte. Und das war schon immer so ein Ding, so ein Gefühl, was ich hatte, gerade auch im Osten gibt es immer diese Ausreißer, die keinen Bock auf ihren Stino-Kram, der ⁓ sie rum ist, haben und die dann was starten. speaker-1: Also bereit für eine Aufbruchstimmung, so ein bisschen. speaker-0: Ja, ja, Also leider ist das ein ganz kleiner Teil von Leuten im Osten, die so denken. Aber es gibt diesen Teil und das ist gut so, dass es das gibt. Und deswegen überrascht es tatsächlich nicht stark, dass es so gekommen ist. Gerade weil man muss sich, also man nur, also man fernab von den Promotions, muss man sich ja mal angucken, wer so die Top-Talente in den letzten Jahren sind, die präsent waren. Da ist ein sehr großer Teil Ostdeutsch. Es gibt ja auch das berühmte Team Ostdeutschland. Das zeigt ja schon, dass da so eine Leidenschaft da ist, die wirklich... Ich weiß nicht, ob es die Aussies einfach genauer nehmen oder sich sagen... wenn ich was machbar ist, keine Ahnung, ob das was Ostdeutsches ist oder so. Ich glaube es eigentlich nicht. Aber es ist schon erstaunlich und ich glaube das hat schon auch gewisse Gründe von der Prägung her, die man erfährt. speaker-1: anderen Ansatz glaube ich. Ich glaube auch, ein großer Punkt ist ein Name, nämlich Axel Tischer. Axel Tischer hat jegliches Programm bei WWE durchlaufen. Sei es von NXT, davor Training, dann WWE Shows im Hauptprogramm, Pay Per Views, alles durchgemacht. Und ich glaube, du hast ihn erst angesprochen, der dann bei dir auch die Matches Agent quasi, dass es so ist, dass es glaube ich ein riesengroßer Vorteil ist. das Wissen speaker-0: Ja, definitiv. Ich glaube, Axel hat einen riesen Anteil daran, was Wrestling im Osten geworden ist und was da so entstanden ist. Ich habe ja auch bei Axel trainiert. Der Mann hat ja auch wissen weitergegeben, was super krass ist. Ich finde das auch so geil, dass er Leute auch dahingehend irgendwo dann an den Punkt bringt, wo die selber in der Lage sind zu sagen, ich schreibe jetzt eine Karte und ich sage jetzt den Leuten, was sie machen sollen und so. Also Axel denkt schon immer weiter als nur, ich bin Wrestler, sondern der denkt über das ganze Ding an sich nach sozusagen oder kann das gut vermitteln. Das ist halt auch so ein Ding. muss man eigentlich mal erlebt haben. Wenn Axel einem Wrestling erklärt, dann hat man das es verstanden hat. Der kann einen super cool abholen. Da kriege ich wieder mein Inferiority-Komplex. Ich denke, ich sollte eigentlich keine Leute trainieren. Das ist eigentlich nicht richtig. speaker-1: Von welchen Leuten hast du denn was mitgenommen, Author Axel? Welche Leute hast du gehabt, die dich trainiert haben? speaker-0: Boah. Ja, Eki, Leon, Robbie Brookside. Nach wie vor kennen Boal Grizzly. Man kann über ihn sagen, was man will. Ich kann nur über ihn sagen, keiner hat sich mehr mit mir am Anfang beschäftigt als er. Und von ihm habe ich sau viel gelernt, gerade was so Psychologie angeht und so. Das waren so die speaker-1: other A-Key? speaker-0: wirklich maßgeblichen Leute und ich habe sicherlich und ist aber auch mittlerweile so, dass die Gegner, mit denen ich in den letzten Jahren im Ring stande, mir halt auch nochmal irgendwie so gezeigt oder mich inspiriert haben und auch von denen ich was gelernt habe, weil ich bin auch nicht so, ich stelle mich nie hin und sage, ich bin jetzt der Promoter und ich habe das schon richtig gemacht, sondern Ich versuche mir eigentlich immer dann tatsächlich nochmal Feedback zu holen, wenn ich die Zeit dafür finde, muss man dazu fairerweise sagen. Aber jetzt zum Beispiel in den letzten Jahren ist halt auch, sind die Unterhaltungen auch anders geworden, weil man mehr so auf Augenhöhe sich unterhält und ich zum Beispiel dann, wenn ich mit Lauri über mein Match zum Beispiel spreche, er gibt mir ein total ehrliches Feedback. Und das fühlt sich manchmal echt scheiße an. Und ich lerne aber halt draus. Und das ist echt cool. Und ich finde, es ist auch eine Wertschätzung, jemandem, jemandem, der dich quasi bucht, offen und ehrlich Kritik zu geben. Weil das heißt, hast, du bist nicht nur da, ⁓ einfach deine Kohle abzugreifen und bisschen dich einzuschleimen, sondern Du siehst auch den Menschen, der Bock hat, sich weiterzuentwickeln. Also, Laurie wäre auch Name, den ich definitiv mittlerweile mit reinbringen würde. Wo ich echt sage, da habe ich übel viel mitgenommen von ihm. Auch Mudo zum Beispiel, Axel sowieso, klar. Das ist einfach... Aber die Leute sind halt auch so wirklich... Ich gucke mir die Matches an und denke mir so, kann ich nicht. Kann ich nicht. Ich wüsste nicht mal, wie ich auf so eine geile Idee komme. Das ist oft so ein Ding von mir. also... Ja, gute Frage. Aber ich muss auch sagen, ich... Manchmal überrascht mich auch so, was ich... Wenn ich ein Match mit Jüngeren habe, was ich da dann manchmal mitnehmen kann für mich selber, im Sinne von, wie man Leute ein bisschen besser anleitet, sozusagen. Da fallen mir immer mal wieder Sachen auf, wo ich sage, ach ja, auch witzig. Warum hat er das denn gemacht? Weil ich bin, be told, ich glaube, die meisten gerade jüngeren Wrestler hassen es mit mir zu arbeiten, weil Ich kann mir nicht merken. Oder ich merke mir wenig oder ich bin zu gestresst. Das ist für junge Leute anstrengend. speaker-1: Das heißt eher on the fly würde man sagen. speaker-0: Ja, sowieso. Also ganz ehrlich, ich kenne das einfach nicht dieses. Und ich muss mal noch ehrlicher sein, ich sehe eigentlich auch kaum Leute, die jetzt ihr Match einkoakvieren oder so. das Gerücht hält sich hartnäckig, aber ganz ehrlich so. sehe, wenn die Wrestler vorher im Ring sind, dann sehe ich nur, dass die meistens rum sitzen und labern. Aber da wird nicht großartig irgendwas einstudiert oder so. Also es ist krass, wie sich das auch nach wie vor noch hält, dieses Gerücht. Ja, also nein, also ich glaube, ich glaube auch nicht, dass ich irgendwie besonders bin, weil ich mehr und ich glaube nicht, dass ich mehr und zwei arbeite als andere und ich glaube auch nicht, dass ich besser kann als andere. Für mich einfach nur so, ja, das gehört zum Wrestling dazu. ist das, was du halt können musst. ist Standard. Also das ist kein Es ist besonderes Merkmal oder so. Sondern das sollte man einfach können. Aber das kann man halt auch nicht lernen, wenn man einfach nur 10, 20 Matches im Jahr hat. Das kann man nicht lernen. Oder wenn man nur mit Rookies, also die denselben Erfahrungsschand hat, haben, arbeitet. Das ist nicht möglich, da diese so Flye-Arbeiten zu lernen. Deswegen habe ich auch Verständnis dafür, dass manche so sagen, ey, komm, lass mal hingehen und gucken, wie das geht, wie das geht oder was wir hier machen können. Ja, also ich will da kämen. Ich sage immer den Leuten, nehmt die Shortcuts, ihr nehmen könnt. Ihr habt nicht mehr die Möglichkeit, 300 Mal im Jahr zu catchen. Leute, die das früher gemacht haben, natürlich können die sich heute darüber lustig machen, dass du nicht diese Muscle Memory hast wie die. Aber ich finde, ist halt übelst kurz gedacht. Ich glaube, ich bin auch einer der ersten dieser Generationen, die halt so älter geworden sind und genau dieses nicht mehr viel wrestlen können, erlebt haben und jetzt selber Leute trainieren und deswegen vielleicht diesen Perspektivwechsel auch so bisschen habe, wo halt früher die Trainer, die ich hatte, gesagt haben, so, Alter, was ist dein Problem, on the fly zu arbeiten. Die glaube ich einfach Das ist ja so, wenn man dann betriebsblind wird. Ja, das... ⁓ jetzt habe ich mich aber ⁓ Kopf und Kragen geredet. Ich weiß gar nicht mehr, was die Frage war. speaker-1: Ich kläre mir ein anderes Mal, ich fast gesagt. Aber ich habe eine interessante Frage von Laura. Erst mal schöne Grüße. Sie fragt der wilde Osten. haben Leute wie Dieter Schwarz, Nick Schreier. Ich würde gerne mal von Johnny Rancid wissen, gibt es für ihn noch einen dritten, vierten, fünften Namen vielleicht, den man als aufstrebenden Ostdeutschen catchen und gerne auch seine Meinung zu den anderen beiden Namen. speaker-0: Auf...treten? Äh, was von... speaker-1: Aber DT Black ist witzig, weil DT Black ist eigentlich schon lange dabei, muss man speaker-0: Wollte ich auch gerade sagen, der ist seit 2016 oder so dabei, wenn ich mich nicht irre. speaker-1: Also viele haben den jetzt so ein bisschen als Rookie. speaker-0: Aber gut, muss auch sagen, er hatte halt bisschen Pech gehabt. Gerade da, du in die Phase kommst, wo du richtig gut wirst, war halt die Corona-Zeit und die Lockdown-Zeit. speaker-1: Am nächsten Tag ist auch so ein bisschen Kopi heißer gegangen. speaker-0: Ja genau, daher hat er auch kaum Möglichkeiten, Bookings zu bekommen, was ein Schande ist, weil wenn man sieht, was der Typ kann, er ist wahnsinnig guter Wrestler. Ich ganz ehrlich, da war ich bei der EWP, hatte auch mit dem Booking zu tun. Dieter war so da und wir hatten so ein kleines Tryout vorher und es ging halt darum, ob er auf die Karte kommt oder nicht. Und ich hab damals zu Olaf gesagt, du bist doch bescheuert, wenn du den also wirklich schmeißt, ich weiß nicht wen von der Card und nimm den. also... ... ist ein sehr guter Wrestler. Und der zweite Name war... speaker-1: Nick Schreier speaker-0: Ja, Hupfdohle, brauchen auch ein bisschen Körper, muss mal was fressen. ja, Nick Schreier im Backstage zu haben, ist immer wieder sehr schön und macht sehr viel Spaß. Und auch mit Nick Schreier Matches machen sehr viel Spaß. Ja, ich hoffe, ich hoffe ganz sehr, dass es noch weit bringt im Wrestling, weil... hat er einfach verdient, weil er ein cooler, guter Typ und... ja... guter Mann. Und jetzt war noch die Frage, wen ich so sehe, wer so aufstrebend ist und dann auch auf diesem Niveau oder wo ich eher die Tendenz sehe, es könnte dahin gehen. speaker-1: Ja, dahin gehen wäre auch schön. Da bin ich sehr gespannt, ehrlich gesagt. speaker-0: Also es gibt da so ein Rookie aus Leipzig, ist noch nicht so lange dabei, den kennt auch kaum jemand, der heißt FastTyneMudo, weiß nicht ob du das schon mal gehört hast, der ist auch... speaker-1: Ich hab den mal in Bremen ketschen sehen. hat ein Main Event gemacht, ja. speaker-0: Ach du, ui, na da. Ja, aber für die, ihn nicht kennen, unbedingt mal auschecken. Nee, Spaß. Gute Ru- ach Gott, wenn ich jetzt irgendwann, jetzt trete ich doch meinen Schülern auf die Füße, wenn ich nicht deren Namen sage. Natürlich, alle meine Schüler sind aufstrebende Talente, die definitiv den Weg von Nick Schreier irgendwann gehen werden. Nee, aber ganz ehrlich, wenn ich so, ich, ich... Glaub mir, das fällt mir jetzt nicht leicht, das zu sagen. Aber wenn ich bei einem eine echt krasse Entwicklung gesehen habe, selber, wo ich sage, ich habe den trainiert und habe dann gesehen, wie er sich entwickelt hat, da muss ich wirklich sagen, bin ich großer Fan von Heinrich Zorn irgendwann geworden. Allerdings sehe ich den nicht so auf dieser Ebene, weil ja Heinrich äh... ist ja selbes Alter wie ich. speaker-1: Der mischt den Sünden so bisschen auf, speaker-0: Ja, genau. Ich freue mich total, dass er so viel gebucht ist und sein Ding so durchzieht und so. Das finde ich halt echt geil. Und ansonsten gibt es halt Leute, wo ich sage, die müssen halt einfach nur mal noch ein bisschen mehr ranklotzen oder einfach mehr Bookings kriegen, ⁓ mehr Erfahrung sammeln zu können. Ich glaube, denen fehlt manchmal eine Chance, die denen gegeben wird. Und da sehe ich halt solche Leute wie zum Beispiel John Parker. Dem habe ich letztes Jahr echt mal eine Standpauke gehalten, in der er mir dann auch ehrlich gesagt hat, dass er faul ist. Und dann habe ich gesagt, wenn du das mal änderst, dann hast du so ein Potenzial und siehe da, Ende letzten Jahres hat er echt eine krasse Schippe draufgelegt und das macht Spaß zuzugucken. Und dann gibt es halt noch andere Leute bei uns, wo ich mir echt erhoffe, dass da noch was passiert, zum einen körperlich, zum anderen bookingmäßig. Steven Jung muss ich jetzt erwähnen, weil ich ihn einfach mag persönlich. Aber er hat noch viel zu lernen. noch einen weiten Weg vor sich. Der muss echt noch bisschen ranklotzen. speaker-1: Aber der Stil seitlich auch einsetzbar, der kann auch zum Beispiel einen Ringsprecher machen, glaube ich, kann er ganz gut. speaker-0: Ich weiß nicht, ob er sich davon nicht beleidigt fühlt, speaker-1: Doch, ich hab nur gesagt, dass er vielseitig einsetzt. Ich hab nicht gesagt, dass er als Wrestler schlecht ist. Das ist schlimm. speaker-0: Naja, noch ist er schlecht als Wrestler. Noch. Das darf ich auch sagen. Wie lange macht er das jetzt? Seit zwei Jahren oder so? wenn ich nach zwei Jahren gesagt habe... speaker-1: ⁓ ja, das hast du gesagt. speaker-0: Ich glaube ja, aber wenn ich gesagt hätte, dass zwei Jahren ein guter Wrestler bin, dann hätten mir alle einen Vogel gezeigt. ich glaube nicht, dass irgendjemand, der zwei Jahre dabei ist, sagt, er ist ein guter Wrestler. Und wenn, dann guck mal deine Matches an und überleg nochmal. Ich glaube, dann bist du der Einzige, der so denkt. Ich denke, daher wird es schon verstehen, dass ich das sage. Ja, also da ist noch, ja, so Luft nach oben. Aber du meinst jetzt aus dem Osten, Ich habe das schon richtig verstanden. Ja, wen haben wir denn noch im Osten? speaker-1: würde mal unterbewertet sagen, würde ich Einnahmen ganz kurz in Wrestling-Golstein-Traum werfen, nämlich Koray. speaker-0: Ja. Aber an den habe ich jetzt gar nicht so gedacht, weil ich so an Rookies dachte und aufstrebende Catcher. speaker-1: Koray ist auf jeden Fall kein Rookie mehr, aber die gehört wieder. Ernst zu nehmen, die Wrestling-Karte in Deutschland, ehrlich. speaker-0: Absolut, absolut. wirklich überrascht, dass er so wenig gebucht ist, ehrlich gesagt. Verstehe ich nicht so ganz. Er ist nicht der Kommunikativste, so weit ich weiß. speaker-1: Wenn man über Hertha mit ihm redet, da kannst du schon viel... speaker-0: Das stimmt, das stimmt. Ja, Eiser und Hertha war oder so, wie das war. ⁓ Gott. Ich gucke keinen Fußball, I don't give a fit. Aber ich mag Koray trotzdem auf der Karte haben. Also sonst ist er nachflach. Ich kann den nicht ab, den Penner, aber er ist schon ein guter Wrestler auf jeden Fall. speaker-1: Gibt es noch einen Abendbruder sagen würde ich, außer natürlich von dir, dass sie unter dem Radar laufen? speaker-0: Unter dem Radar, unter dem Radar. Uiuiuiui. Äh. Äh. Puh. Ha. Also jetzt im Moment. Ich weiß nicht. Also aus dem Osten fällt mir jetzt gerade. Da haben wir ja schon viele Namen genannt. Also da wüsste ich jetzt nicht. speaker-1: Gibt es einen Gans Wrestling Deutschland, der dir vielleicht bei dir auch schon mal oder woanders gesehen hat? Mir fällt immer wieder zum Beispiel auch zum Aufhangbeckenwert für Gans Wrestling Deutschland. Ich finde das sehr spannend, diese Entwicklung, dass alle Breiten gerade auf einer K zusammenkommen. Hessen, Bayern, Norddeutschland, Ostdeutschland, das Westdeutschland, da alles dabei. speaker-0: Wer denn noch so in die Richtung ...? Ja, nee, fällt mir gerade keiner ein, bin ich ehrlich. Und das soll kein Diss an die Leute sein. Ich bin echt nicht mehr so super aware, was so abgeht. Und das ist auch kein ... Ich beschäftige mich schon mit dem Wrestling in Deutschland, nur ... Es sei mir nachzusehen, ich, wenn ich unsere Seite angucke oder E-Mails lese, ich kriege halt tausende Nachrichten von irgendwelchen Leuten, die mir Restorff empfehlen oder irgendwelche Matches schicken oder so. Ich habe einfach keine Zeit, das alles anzugucken und mich durch irgendwelche Profile zu klicken. Deswegen nimmst mir nicht übel, wenn ich da nicht vielleicht jetzt jemanden vergessen habe oder jemanden nicht... speaker-1: Vielleicht haben ja auch alle ihren Platz gefunden und sind gerade alle unterm Radar. speaker-0: Genau, vielleicht sind alle da, wo sie sein sollen. Für mich ist es schon wichtig, es eine harte Grenze gibt, die schwer ist zu durchbrechen, wenn es darum geht, Main Event zu stehen. Da musst du dir die Zähne ausgebissen haben, ⁓ dir das zu verdienen, irgendwann dort zu stehen. Das ist schon gut so. Und deswegen, ich glaube, das stimmt, was du sagst. Ich glaube, ist so. Es ist schon ein Moment jeder da, wo er sein soll. Ja. speaker-1: Dann kommen wir jetzt dazu, dass ich eine Frage stelle, die hat der Krise gestellt, die soll ich jedem stellen und zwar, wer ernährt sich für dich auf deinen Roadtrips oder bei Shows, wo du selber bist, bei deinen eigenen Shows am beschissen und wer am besten? speaker-0: Am Am beschissensten? Matthew, also unser Producer, ernährt sich am beschissensten. Aber ihr wollt bestimmt Wrestler hören, die sich beschissen ernähren. Die benehmen sich ja alle, wenn sie gebucht sind. Da haben sie ja alle ihre Reis mit Hühnchen da. tun so, als würden sie sich gut ernähren und haben so ihren Fake da. Aber ich weiß ganz genau, es geht danach zu McDonalds und es wird vor allen Dingen Eisdruck gegessen und alles. Soll ich ehrlich sein, wer sich am beschissensten bei unseren Veranstaltungen ernährt? speaker-1: Da wird nur am Platt... Ich... Mit Schreier. Also ich hätte jetzt gesagt, du sagst mit Schreier. speaker-0: Nee, ich. Ich. Weil ich bin eigentlich nur beim Süßkram die ganze Zeit. Weil... Ja, ist halt einfach so. Also ich ernähr mich definitiv am befristigendsten von allen. Am besten? Am besten? ⁓ Ich habe lange nicht mehr Leute mitgekriegt, die wirklich streiten. Hector. Hector. Klar, Hector. er würde nie irgendwas essen, wo er sagt, mein Körper ist mein Tempel. Am besten würde ich sagen Hector. Das sieht man ja auch. Das ist ja nicht zu bestreiten. speaker-1: Ja, ich kann dir erstmal so danke sagen. Eine Frage hätte ich noch, wenn du stand jetzt deine Karriere einschätzen müsstest und sagen müsstest, Mensch, habe ich was erreicht, habe ich nichts erreicht, wie will ich das für mich sehen? Was würdest du sagen? speaker-0: Für den Preis kann man nicht meckern. Würde ich sagen. speaker-1: Wie du als Kache kassiert hast oder wie meinst du das? speaker-0: Ja, genau so in die Richtung. Wie gesagt, ich glaube nicht schlecht. Ich hatte, als ich mit Wrestling angefangen hatte, schon immer den Wunsch, eine eigene Promotion zu machen. Und dass wir das jetzt machen und auf dem Niveau, dem das Ganze stattfindet, das macht mich halt mega stolz. Das ist mein größtes speaker-1: Und... speaker-0: mein größtes Achievement irgendwo und das stellt auch alles was ich selber als Wrestler gemacht habe irgendwie in Schatten so, weil ich auch mehr bewusst bin, dass ich ich sag immer ich bin ich bin eigentlich besser in und äh ⁓ den Ring herum als im Ring so. Ich glaube da bin ich wirklich in der Lage wirklich Viele, die bei uns die Urgaben mitkriegen, mit den Augen rollen und sagen so, haha, ja klar, wenn das seine beste Leistung ist, ich ja nicht. Aber ich glaube schon. das ist das, wenn ich darauf zurückkomme. Wenn man veranstaltet, man kriegt ja auch so diese Atmosphäre in der Halle mit und so und kriegt mit, wie die Menschen das feiern und wie man denen halt mal eine gute Zeit. beschert und alles und wenn dann auch so bestimmte Angles oder so einfach genauso funktionieren, wie man sich gedacht hat und so. Das ist halt einfach geil. Also der Höhepunkt war letztes Jahr, als Nick und Leon mit Enter Sandman rauskamen und die ganze Halle mitgesungen hat. Das war einer der geilsten Momente, die ich je in meinem Leben miterlebt habe. Und es hat mich übelst stolz gemacht, dass das bei uns stattfinden durfte. Und man muss ja bedenken, Leon wollte eigentlich letztes Jahr schon seine Karriere beendet haben. Und da war ich froh, dass er das nicht gemacht hat. speaker-1: Du bringst mich gerade auf eine Idee für ein Interview. jeden Fall Leon muss nochmal... ...Karrieregatt sein, auf jeden Fall. speaker-0: Aber hallo Definitiv sollte Leon nochmal zum Interview... speaker-1: Ich würde sagen, ist nicht einer der sympathischsten Menschen im gesamten Wrestling, oder Leon? speaker-0: nehme mich vollkommen zu, obwohl ich als er mein Trainer war, ihn teilweise gehasst habe. Aber mittlerweile freue ich mich jedes Mal, zu sehen. speaker-1: Ich hätte fast gesagt, er wie männliche Wessner. speaker-0: Das mag sein. Er ist ein herzensguter Mensch und ein cooler Typ. Auch wrestlerisch völlig unterschätzt. Das ist so traurig. Nicht traurig, aber schaut euch Leon van Gastaren-Matches an. speaker-1: Ja, auch sein 4-3-Run zum Beispiel, der war absolut verdient. Wirklich absolut verdient. speaker-0: Ja, also alles. Wenn ihr irgendwie da draußen Leon von gestern Matches in die Hand kriegt, schaut sie euch an. Ich garantiere euch, es ist ein gutes Match. Ich habe noch nie ein schlechtes Match von ihm gesehen. Wirklich nie. Außer mein allererstes Match. Das hatte ich ja gegen ihn. ja. Und ich muss sagen, es ist immer... Also ich bin schon jetzt sehr traurig, dass er aufhört im Dezember. Aber ich denke, ist die vernünftige Entscheidung aus seiner Sicht und das respektiere ich. Aber es wird schon fehlen, ihn dann bei uns dabei zu haben. ⁓ speaker-1: Er ist eine absolute Größe auch im Wrestling. Man konnte das von wenigen Leuten sagen. Andy war so einer, leider gestorben. Jong war so einer, leider gestorben. Er hat auch nicht diese Aura, dass man denken würde, er ist ein scheiß Superstar, was denkt man dann, wer er eigentlich ist und sich scheiße verhalten würde. Er wäre noch nicht mal zu der Putzfrau schlecht oder irgendwas. Er ist so ein guter Typ und hat auch dem Wrestling, gerade in Norddeutschland, so so viel gegeben. Indie Promotions gerade am Anfang, ich noch an CWN und sowas denke. weiß nicht, ob du hast du jemanden die gekatcht damals? speaker-0: Ne, für CWN nicht, aber ich glaube, ich war mal mit dabei. Ich glaube, ich weiß es nicht. Aber ich habe das alles mitgekriegt. Also im Nachhinein habe ich das auch mal festgestellt, dass Leon voll das Wrestling nach vorne gebracht hat bei vielen Promotions. Der war manchmal einer der wenigen Namen, wo man sagen konnte, okay, jetzt hat die Card irgendwie eine Qualität. speaker-1: Mk Lübeck genau dasselbe kann ich nicht. Die kann so viel aufzählen wirklich. speaker-0: MWR, da war ich ja auch mal mit ihm zusammen. Es war auch immer korrekt und loyal und geht ohne Ende. Von daher, Leon wird... Vor allen Dingen sollte Leon ein super Vorbild sein für jeden, mit Wrestling anfängt. Weil so sollte man... sich verhalten und so sollte man sein, wenn man ein guter Wrestler werden will. Leon ist auch irre irgendwo, auf eine sympathische Art und Weise. speaker-1: Immer professionell, speaker-0: Ja, aber halt wirklich so, ist auch, wenn es um Trainieren geht zum Beispiel so, der quält sich und der quält andere und der verlangt auch 110 % und das ist aber sehr wertvoll, wenn man im Wrestling was schaffen will. Ich finde so diese Influencer-Sprache schrecklich, gibt immer 110%, aber es ist leider im Wrestling tatsächlich so ein bisschen die Wahrheit, weil du Selbst wenn du Prozent gibst, bleibst du im Regelfall ein Hobby-Wrestler und die Chance halten, wirklich ein Wrestler zu werden, der Geld verdient. Es ist ein krasses Commitment, was du dafür eingehen musst und es ist nichts garantiert. Und es ist halt auch diese Schere so extrem. Da könnte man auch so reden, wie fair das ist, dass die Schere so extrem ist. Man kann Millionär werden oder man kann das am Wochenende als Hobby machen und... speaker-1: ... ein Bekommen. speaker-0: Ja genau und Spesen bekommen und dazwischen ist halt nicht viel. Das ist halt die traurige Wahrheit. sollte man sich auch gut überlegen, wenn man in Wrestling anfängt, wo will man hin und wie viel will man committen. Weil wie gesagt, selbst wenn du es als Hobby machst, du echt krass rein investieren in die ganze Sache. Also da sollst du schon auch ein Umfeld haben, das das mitmacht. speaker-1: Ich danke dir mein Lieber, wir uns quasi im Kreis um Wrestling und Politik herumgedreht haben. so ein bisschen vielleicht. Nämlich meine letzte politische Frage, die ich dir gerne stellen würde. Was ist das beste Catering, was du jemals irgendwo gegessen hast? speaker-0: über Politik gesprochen. Uhm... speaker-1: Weil das ist wirklich Politik, da liegen Leute viel Wert drauf, wenn sie gutes Catering machen. Das ist Politik. speaker-0: Ey, und das ist mir auch so wichtig, dass es gutes Catering speaker-1: Ich weiß, du warst einmal auch bei der BCB und warst völlig buff. Da kann ich mich noch dran erinnern. speaker-0: Ich habe gar nichts von dem Catering das war so schnell weg. Ich bin da angekommen, da war es schon halb leer. Ich glaube, das beste Catering war tatsächlich, das muss ich jetzt so offen und ehrlich sagen, das war beim Rock'n'Roll Wrestling Bash. Die haben Catering, das flackert mir in Ohren. Da gab es Nudeln mit Bolognese. Also da hat es schon mal eine Auswahl an Menü, Getränke ohne Ende. Also das war schon Premium. Ich leider so sagen. Was auch gutes Catering war, natürlich Wacken. Als wir damals auch Wacken gecatcht haben, war natürlich auch hervorragend. gab es so alle Spoiler, Hähnchenkeulen und so. Ja, ich habe auch mal, ich weiß nicht wo das war, ich habe irgendwo mal gecatcht, da wurde auch gegrillt fürs Catering. Das war auch geil. speaker-1: Das war im BA zum Beispiel öfter so, das kann sogar nach dem Nieren so speaker-0: sein. Ja, kann sein. Also das war geil. Das feiere ich so. Ja, also im Regelfall, also ich sag mal, die Latte hängt nicht hoch und das ist auch völlig okay. Die Promotions müssen halt auch gucken, wo sie bleiben. Ich bin froh, wenn es überhaupt Catering gibt und wenn es halbwegs vernünftig ist, das ist auch okay. Genau, aber An die Promoter, die kein Catering zur Verfügung stellen, könnt ihr das bitte in eure Reader schreiben, damit man sich zu Hause was zu essen machen kann und nicht verhungert bei euch. Das mal so als kleine Kritik an bestimmte Leute. Und an andere Leute, und das geht jetzt an die Wrestler, Backstage sind, Christi Taden, die Pizza ist nicht nur für dich. Ich will auch mal was haben. Okay? Das musst du noch aus, weil du hast über Catering speaker-1: Ich danke dir mal, lieber. Das war noch ganz suffisante und hoffentlich auch spannende und interessante Minuten. speaker-0: Ja, ich habe mich zu sehr herumgeeiert in meinen Antworten. Das tut mir jetzt schon leid. Am besten den Podcast auf zweifacher Geschwindigkeit hören. Meine Freundin hört meine Sprachnachrichten auch immer auf zweifacher Geschwindigkeit, weil sie zu langsam ist. Kleiner Disclaimer. speaker-1: Man hat nichts gehört eben gerade von dir, glaube ich. Ach so, super. Du kannst es gerne nochmal jetzt sagen. speaker-0: Äh ja, ich hab gesagt, am besten auf zweifache Geschwindigkeit hören. Ähm, ⁓ mein Rambling irgendwie zu ertragen. So macht's meine Frau auch. Die stellt mich auch immer bei Sprachnachrichten auf zweifache Geschwindigkeit. Ähm, als kleiner Disclaimer. So, nebenbei. speaker-1: Bitte nicht machen, dann höre ich mich immer so komisch an. Bitte, das wollt ihr auch in Aktion. speaker-0: Es kann ja auch wechseln zwischen du stellst die Frage und dann zweifache Geschwindigkeit. Weißt du? speaker-1: Du stellst den Leuten ja Aufgaben, mein lieber Herr Gesang II. speaker-0: Ja, ein bisschen Arbeit gehört schon dazu. es ist ja nichts umsonst. speaker-1: Ich sag dir danke mein Lieber. Ich hoffe die Leute sind jetzt schlauer als sie vorher waren. Auf jeden Fall über irgendwas, über das wir geredet haben. speaker-0: Ja, und wenn nicht, sind sie hoffentlich wenigstens nicht dümmer. speaker-1: Aber entertained hoffentlich noch ein bisschen. Ich danke euch, ich danke dir. Mein Lieber, die letzten Worte des Interviews gebühren dir, deinen Hatern, deinen Fans. Du kannst jetzt all denen das sagen, was du möchtest, mein Lieber. speaker-0: Okay, wählt nicht die AfD, die AfD ist nicht auf eurer Seite, die AfD ist scheiße. Fuck Nazis, fuck Trump, fuck AfD. Wählt keine rechten Parteien und seid lieb zueinander. speaker-1: In diesem Sinne, Tschüss!