speaker-0: Ihr hört GF, der Talk. Ich bin John Bad Bones Klinger. Gute Freunde! speaker-1: Moin Moin und herzlich willkommen zu GFD Talk. Mein Name ist Tim. Heute Interviewausgabe Restart, Interview Nr. 3. Und heute haben wir den Weltmeister da von der WXW, Elia Blum. Einen Abend. Tag, Moin. Aber ich würde sagen, sehr Uhrzeit darf ich noch Moin sagen. speaker-0: Moin, ja vielen Dank für die Einladung. speaker-1: Ja, schön, dass du da bist. Wenn man über dich so nachdenkt und das, was mit dir in letzter Zeit passiert ist, dann kann man schon sagen, das ist schon ein krasser Aufstieg nach oben, auch in der europäischen Wrestling-Szene, aber auch in der weltweiten Wrestling-Szene. Ich würde dich gerne mal fragen, ob dir das auch in der Form bewusst ist, was du da eigentlich in den letzten Monaten, in den letzten Jahren aus Paket gelegt hast in der Home Wrestling-Illya. speaker-0: Ja, glaube schon, irgendwo so Sachen wie jetzt der Unified-Title oder das WWE-Tryout sind glaube ich so bisschen die Bestätigung dafür. Die Bestätigung für das, was in letzten Jahren passiert ist irgendwie. Also ich habe schon einen Unterschied gemerkt zu gerade der Anfangszeit nach jeden Fall. speaker-1: Es ist ja auch so, man ist sicherlich dann auch mehr unterwegs, wenn man da vollkalt ist, dann möchte ich nachher auch mit dir drüber sprechen, aber lass uns doch gerne mal von Anfang an anfangen. Wann ist in dir der Gedanke zustande gekommen, dass du auch nicht nur vielleicht die Sachen im TV oder übers Internet schauen willst, sondern das auch selber machen willst, Wrestler werden willst? Wann kam dieser Gedanke bei dir? speaker-0: Ich glaube, das muss so um 2010 rum gewesen sein. Da war ich auf meiner ersten WXW-Show und habe da überhaupt erst mal entdeckt, dass es Wrestling in Deutschland gibt und dass es überhaupt möglich ist, in Deutschland zu wrestlen. Und die WXW hatte damals schon eine Trainingsschule. Das war damals auch das Westside Dojo. Und da habe mich dann angemeldet. Das muss auch irgendwie um 2010, 2011 rum gewesen sein. Ich habe das dann so für ein halbes Jahr gemacht. Habe ich dann aber wieder abgemeldet und dann aber mit jemandem, der da auch trainiert hat, Kontakt gehalten, der mich dann deutlich später, also 2020 herum glaube ich, nochmal kontaktiert hat und gefragt, ob ich nicht nochmal das mit dem Rest und probieren möchte. Das hat ein bisschen Überredung gebraucht, aber letztendlich habe ich dann zugesagt und jetzt sind wir hier. speaker-1: Das heißt, hast dazwischen wirklich so eine lange Pause gehabt vom ersten Training dann quasi zu deinem Training, was dich zu dem geführt hat, was du jetzt bist. finde ich spannend. Warum ist das so gewesen? Hast du dir nach den ersten Trainingssachen gedacht, nee, ist er doch nicht für dich oder wie kam das zustande? speaker-0: Ich habe ein Buch gelesen von Thumbtack Jack. Ich weiß nicht ob... speaker-1: Alexander Bredanowski, speaker-0: Genau, und ich bin auch noch bei 360. Thumbtack Jack. hat auch für WXW gerestet, gerade in Anfangszeiten. Hat auch viel so diesen Deathmatch-Hardcore-Kram gemacht. War dann noch einer der Ersten, der dann irgendwie als Georgia Wrestler in den USA war, für da die ganzen Deathmatch-Promotions angetreten ist. genau, sein Buch hab ich gelesen, so wahrscheinlich irgendwie auch gut ein halbes Jahr nachdem ich mit dem Training angefangen hab. Und er erzählt halt irgendwie über seine Karriere und sein Privatleben. Und er musste seine Karriere beenden, weil er sich die Wirbelsäule gebrochen hat. Und hat dann gemerkt, dass dadurch, dass er auch in einem Alter mit Wrestling angefangen hat, in dem man so sehr seine Personality irgendwie bildet, dass sein ganzes Leben bis zu dem Zeitpunkt zu 80, 90 Prozent aus Wrestling bestanden hat. Und er seine Persönlichkeit auch sehr aus Wrestling geformt hat. Und wenn das dann plötzlich wegfällt, Das ist zumindest die Frage, was übrig bleibt. Und ich habe das gelesen, habe mich da sehr wiedererkannt, weil ich auch in einem Alter war, als ich mit dem Wrestling selber angefangen habe, in dem man so seine Persönlichkeit entwickelt und mein Alltag auch irgendwie sehr, sehr, sehr stark aus Wrestling bestand. Und ich hatte so bisschen das Gefühl beim Lesen, ich dachte, ⁓ wenn ich das jetzt hier durchziehe und die nächsten zehn Jahre mache, dann wird mir das am Ende genauso gehen. und hab dann in dem Moment quasi auch konsequent gehandelt und Jakobi, damals Trainer war, eine Mail geschrieben, hab gesagt, dass ich mich abmelde. Hab dann auch mit mir Thumbtags, ich weiß gar nicht, ob er das überhaupt auf dem Schirm hat, sehr viele Mails ausgetauscht, sehr lange Mails über die Thematik und hab selbst da schon gemerkt, obwohl ich noch nie selber aktiv geresselt hab. dass mir da schon deutlich was fehlt. Was irgendwie die Bestätigung dafür war, dass das die richtige Entscheidung war. Und hab dann... Ja, mir versucht irgendwie, was neben dem Wrestling, was mich halt bis dahin so sehr geprägt hat, zu suchen. Das war dann Musik. Ich hab lange in Hardcore-Bands gespielt. Und dieser Hintergedanke mit... mit dem Grund, ich in der Wrestling aufgehört habe, der war natürlich auch da, als ich jetzt wieder angefangen habe. Und ich glaube auch, dass ich nie wieder was machen werde, was mir so viel Spaß und Freude bereitet wie Wrestling. Und ich versuche das aber jetzt gerade sehr zu genießen und irgendwie vielleicht auch den Gedanken zu haben, wenn das mal vorbei ist, dann möchte ich mir irgendwie bewusst machen, dass das eine coole Zeit war und dass das Aber auch okay ist, wenn das jetzt vorbei ist. Wie das dann am Ende klappt, das werden wir dann irgendwann sehen. genau, das ist so die Geschichte dahinter, warum ich so lange Pause hatte zwischen meinem ersten Training und meinem Debüt. speaker-1: T.J. stand jetzt schon große deutsche Wrestling-Karriere verhindert, aber Gott sei hat es ja dann doch geklappt. T.J. schreibt ja auch in seinem Buch so bisschen, dass Wrestling dann auch für ihn so ein bisschen eine Sucht auch war, aber auch dieses Loch, was du eben beschrieben hast, in das er dann gefallen ist, ein sehr, sehr großes war. Was hat dich denn Gott sei Dank doch wiederum dann sagen lassen, ich mache das jetzt doch, ich versuche das jetzt durchzuziehen? Waren das die Überrede und Künste dann auch oder hast du dir selber gesagt, möchtest das beweisen? speaker-0: Ne, ich glaube, es ging mir nie groß darum, mir was beweisen zu wollen. Ich glaube, es war eher irgendwann so ein Ding von, ja komm, ein Training da mal wieder reinzuschuppern, kann ja nicht schaden. Und dann habe ich da mitgemacht und dann hat es natürlich auch wieder Spaß gemacht. Dann wurden es mehrere Trainings und irgendwann war ich dann so, ja komm, jetzt kann ich ja auch nicht jedes Mal für umsonst mit trainieren, sondern muss ich mich auch schon wieder anmelden. Habe es eigentlich auch eher gemacht, weil zu den Zeiten auch, ich meine, Band aufgelöst hat und ich dann eigentlich, das klingt so doof, so als neues Hobby quasi, ⁓ die Woche was zu tun zu haben, worauf man sich freut, habe ich mich dann wieder angemeldet, gar nicht wirklich mit dem Ziel unbedingt mal auftreten zu müssen und irgendwie aktiv eine Karriere anzugehen. ja, das hat mich dann aber doch wieder sehr gepackt, das Wrestlingfieber und Irgendwann war dann der Zeitpunkt da, wo mir gesagt wurde, hey, kümmer dich mal ⁓ dir, dann hast du dein erstes Match. Und zu dem Zeitpunkt, obwohl ich es mir nicht vorgenommen habe, habe ich mir gesagt, okay, ich wäre natürlich doof, wenn ich das jetzt nicht machen würde. Einfach auch so für den Kindheitstraum, aktiv Match zu haben. Und war dann lustigerweise Wochen vor meinem ersten Match so. krass nervös. Das hat mich so fertig gemacht, dass sie gesagt hat, okay, ich mache jetzt dieses eine Match und dann melde ich mich wieder ab. Genau, ist dann auch anders gekommen. Aber ja, das war nie irgendwie von Anfang an. Also ich glaube, ich hätte mir nie ausgemalt, dass es dann zu der Laufbahn kommt, zu der es jetzt geworden ist. speaker-1: Ich habe dir die Frage gerade nicht umsonst so gestellt, weil ich würde gern dazwischen grätschen. Verstehst du jetzt, warum TJ damals gesagt hat, Wrestling kann eine Sucht sein? speaker-0: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, ich habe es auch damals schon verstanden, Weil also Wrestling damals schon so viel eingenommen hat. Jetzt wo ich über deine Frage noch mal nachdenke, würde ich aber schon sagen, dass ich doch noch auch mal einen Unterschied sehe, weil ich kann mir vorstellen, dass das, was TJ beschrieben hat, auch einfach dieser Adrenalin-Rush ist, man beim Wrestling bekommt. Also ... Ich glaube, jeder, schon mal aktiv im Ring gestanden hat, wird mir dazu stimmen, dass es einfach nichts Vergleichbares gibt. es ist ja irgendwo ein Hai, was man dadurch bekommt, dass das auf jeden Fall süchtig macht. Das kann ich auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen, was TJ da gemeint hat. speaker-1: Interaktiven sprechen dann auch nach so einem 16 Karat zum Beispiel davon, dass diese Stille nach dem Karat, wo dann auch einfach nichts ist, mit denen habe ich da auch letztes gerade zum Beispiel drüber gesprochen, dass das halt auch völlig verrückt ist, dass man wirklich drei, vier Tage für sich völlig im Rampen liegt und auch bei sehr, sehr vielen Sachen wie bei Interviews und anderen Sachen drum herum dabei ist und quasi den ganzen Tag was zu tun hat und dann auf einmal in so einem Loch fällt. Kannst das auch bestätigen, dass das so ist? speaker-0: Genau bei mir war es gerade am Anfang so, nach den ersten Matches, dass ich am nächsten Tag so völlig unruhig war und irgendwie von einer Aktivität zu anderen geflüchtet bin. ich habe mir das dann so erklärt, dass ich quasi irgendwie die ganze Zeit danach suche, wieder dieses High vom Tag davor zu bekommen und das einfach nicht finde und deswegen quasi von einer Aktivität zu anderen renne. Und ich glaube, das beschreibt es vielleicht so ein bisschen. Oder das war es bei mir gerade am Anfang, dass ich noch mal irgendwie versucht habe, dieses High zu bekommen. Ich glaube, Loch ist es bei mir nicht unbedingt. Das kann aber auch daran liegen, dass sobald ein Event vorbei ist, das nächste quasi schon vor der Tür steht. es gibt wenig Wochenenden, an denen ich nicht wrestle. Das heißt, sobald die eine Show vorbei ist, bin ich mentally schon bei der nächsten und... und gucke, wie ich mich darauf vorbereite. wenn dann mal zwei, drei Wochen frei sind, ist es vielleicht in dem Moment auch erst mal schön zu sagen, jetzt habe ich mal irgendwie ein freies Wochenende oder ich kann mal weg oder genieße jetzt vielleicht auch mal die Pause. Und dann ist es aber meistens auch schon so, dass dann in dieser längeren Pause schon wieder die Vorfreude auf die nächste Show steigt. Ich glaube, dieses Loch wird bei mir erst kommen, wenn es dann wirklich endgültig vorbei ist. speaker-1: Du warst Musiker, bist jetzt Catcher. Wie ist das denn auch? Muss man seinen Alltag gerade auch als Wrestler nehmen wir jetzt aber auch mal in Bezug auf Musiker. Musstest du viel ändern oder ist es ähnlich von der Arbeitswochenstruktur, wie man das so auslegt als Musiker oder als Wrestler? Was würdest du sagen? speaker-0: Am Ende des Jahres ist es ja trotzdem irgendwo ein Hobby. Ich studiere und arbeite nebenbei. Das ist nicht eine von beiden Sachen, die meinen Alltag komplett eingenommen hat. Der Wrestling-Schedule ist viel höher als der Musik-Schedule. Ich wrestle ungefähr am Durchschnitt 50-60 Matches im Jahr, während Musik vielleicht nicht mal die Hälfte waren, glaube ich. Also das macht auf jeden Fall einen Unterschied, dass Wrestling da viel mehr Zeit einnimmt. Plus die ganze Vorbereitung unter der Woche mit Training und Fitnessstudio und so, das gehört ja auch alles dazu. Also Wrestling nimmt schon einen deutlich größeren Teil meines Alltags ein, als das die Musik gemacht hat. speaker-1: Ich hab mit Robert im ersten Interview drüber gesprochen, auch wie lang dann so Wrestling-Tage sein können, wenn man dann das Get-In und alles drum herum nimmt. Und natürlich auch dann durch die Reisen. Ihr habt auch mit WXW natürlich Shows, aber du bist ja auch deutschlandweit unterwegs, die dann manchmal nicht gerade nebenan sind. Der Grise hat eine Frage gestellt und die soll ich in jedem Interview stellen. Und ich hab sie sonst immer am Ende gestellt, aber ich möchte vorher mal von dir wissen. Im BXW Locker Room. Wer ernährt sich am gesündesten und wer am schlechtesten, wenn man dich fragen würde? speaker-0: Ich würde sagen, am besten ernährt sich Tim Koslowski. Der schreibt jetzt auch gerade für viele Leute im WXW-Locker-Room Trainingsernährungspläne, für mich unter anderem auch. Und den würde ich da so an die Spitze stellen. Und ich glaube, wer sich am schlechtesten ernährt, möchte ich nicht. Möchte ich hier keinen bloßstellen. Ich glaube grundsätzlich ernähren wir uns schon alle einigermaßen vernünftig. Das Ding ist ja auch, dass wenn man so viel unterwegs ist, gerade was du gesagt hast, wir die ganzen Wochen unterwegs sind, dann ist das auch nicht immer so einfach, sich super gesund zu ernähren, dann ist das aber glaube ich auch mal okay, gerade wenn man jetzt wie am Karatwochenende vier Shows hintereinander macht, wenn man dann da mal doch irgendwie zu Burger King oder McDonald's geht, dann ist das glaube ich schon ein ordentliches speaker-1: Ist hier jemand der vorkocht für die Shows auch oder für ein Wochenende? speaker-0: Ich versuch's, ich schaff's auch manchmal, aber dann schaff ich's auch oft wieder nicht. Also der Wille ist da, aber es klappt nicht immer. speaker-1: Deine Ernährung stand jetzt aus. speaker-0: Genau, der Tim hat mir einen Plan geschrieben, der steht viel aus Eiweißshakes. glaube, fünf Mahlzeiten am Tag sind das. Und sehr ähnlich tatsächlich. Also es gibt nur einen Unterschied zwischen Trainings-Tagen und Nicht-Trainings-Tagen. Ansonsten ist oft das Gleiche. Da muss man durch. speaker-1: Gibt's den Eliabloom-Cheat-Day? Gibt's auch mal einen Tag, wo du sagst, lass fünf für gerade sein? Was ist da die Wahl deiner Waffen? Was isst du dann oder trinkst du dann? speaker-0: Ich glaube, Trinken habe ich jetzt nicht so, da muss ich mich auch nicht so doll zurückhalten. Alkohol trinke ich ⁓ nicht, das heißt fällt ⁓ weg als Belohngetränk und sowas wie irgendwie Energydrinks oder sowas habe ich sogar in meinem Plan drin. Das heißt da crave ich irgendwie nichts, wo ich mich drauf freue, wenn ich einen Cheatday habe und wenn ich mich mal außerhalb meines meines Trainings oder meines Ernährungsplans ernähre, dann ist das, glaube ich, so klassische Sachen wie eine gute Pizza oder so. Auch nichts super Besonderes. speaker-1: Ja, haben gerade auf deine Anfänge, bin ich dir dazwischen gegangen, ich fast gesagt und habe ein paar andere Fragen gestellt. Ich würde gerne aber nochmal darauf zurückkommen. Du hast gesagt, du hast im Dojo mal trainiert und dann auch in der Academy. Was waren für dich auch die Unterschiede, die du dann schnell gemerkt hast, vom Dojo hin zu der Evolution ja, im Endeffekt zur Academy? speaker-0: Also die Evolution kann ich dir glaube ich nur schwernen, weil ich so lange raus war. Ich kann dir die Unterschiede sagen. Also als ich im Dojo angefangen habe, nur einmal die Woche Training, oder zweimal. Meistens am Wochenende. Wir mussten dann den Ring in irgendeine Sporthalle fahren, da aufbauen und dann war ein Training fünf Stunden lang. Und... Es wurde genau einmal, bevor man sich überhaupt anmelden konnte, gab es ein Tryout. Das heißt, du hast ein Training mitgemacht und danach wurde dann für dich entschieden, ob du quasi geeignet bist oder nicht, dich anzumelden. Und genau, dann gab es lange intensive Trainingsanheiten, aber nur, wie gesagt, ein-, zweimal die Woche. Und jetzt ist das ganze System ja anders in der Academy. Grundsätzlich kann sich da erstmal jeder anmelden und dann Es fünf- bis sechsmal die Woche Training statt einmal. Die Trainings sind kürzer, immer so zwei bis drei Stunden. Als ich angefangen habe, gab es noch drei Klassen. Das war die Core-Klasse, die Intermedialklasse und die Advanced-Klasse. Das heißt, je nach Erfahrungsstand hat man in verschiedenen Klassen mit verschiedenen Leuten und auch verschiedene Sachen trainiert. speaker-1: Wer waren damals die Trainer, wie du angefangen hast in der Academy dann wieder? speaker-0: Also genau, waren es, darf ich glaube ich die Hälften nicht mehr nennen, Unteranahme, aber Jakobi, Walter war viel da. Ich habe mit Tommy N. trainiert, Emil Sitoci. Und dann als ich in der Academy wieder angefangen habe, waren es Rotation und Robert Reisger. speaker-1: Was würdest du sagen? Was hast du von beiden mitgenommen auch als Streber? speaker-0: Ähm... Klingt so bisschen flach, aber ich glaube von Robert quasi alles. Also Robert war schon so mein Haupttrainer. Ähm... Der ja quasi auch von... Von dieser Chorklasse bis zu meinem Debüt und jetzt immer noch... Mein Coach ist. Und... Also ich würde sagen, alles was ich irgendwie weiß und kann, ist von Robert. Ähm... Ich hatte auch immer mal wieder... Trainingseinheiten mit Rotation. glaube, so spezifisch von ihm, was Robert weniger gemacht hat, sind gerade so Basicsachen. So bisschen so ein Lucha-Kam und so, aber der ist nicht unbedingt so mein Fall für mich im Ring. Da haben wir gerade so die Basicsachen sind natürlich auch wichtig. Diese habe ich so spezifisch von Rotation mitgenommen, würde ich sagen. speaker-1: Das heißt vielleicht sieht man nicht irgendwann noch im Lutscher Sixman Tag Baccarat. Man weiß es nicht. speaker-0: Ne, ich hoffe nicht. Ich glaube leider, da könnte ich nicht mithalten. Da bin ich ganz ehrlich. speaker-1: Ich habe eine spannende Frage, es kamen mehrere Fragen auch dazu, wie du deinen Charakter zusammengesetzt hast, den du jetzt porträtierst, beziehungsweise wie es zustande gekommen ist, dass du jetzt der Elia Bloom bist, den du als Wrestler darstellst. Und das gab es in mehreren Variationen. Kannst die Zuhörer da vielleicht mal mitnehmen und ihnen erklären, wie du zu dem Charakter gekommen bist, der du jetzt bist? speaker-0: Das wäre nicht mein Fall. Ja, gerade am Anfang war ich ja eher so der Academy-Absolvent. Ohne großen Charakter. Ich glaube, das hat auch so bisschen den Hintergrund, dass mir auch beigebracht worden ist, lerne erst mal zu wrestlen und dann kannst du dir Gedanken ⁓ einen Charakter machen. Das war quasi so die Herangehensweise. Und... Ich glaube, Charakter sind da irgendwie von der Pop-Culture außerhalb von Wrestling inspiriert und so auch der Bloom-Charakter. Das haben, glaube ich, auch die einen oder anderen schon irgendwie rausgefunden, von dem neuen Crow-Film inspiriert. Gerade so ein bisschen von der Optik. Und ich meine, dass Crow... Ressler inspiriert ist er dann auch nicht zum ersten Mal passiert. Und das hat sich dann sehr gut mit der Storyline, die zu dem Zeitpunkt passiert ist, hat das sehr gut zusammengepasst. Das heißt dieser Character Change oder der Look Change hat dann auch ins Programm gepasst, was wir erzählt haben. Ich kann jetzt gar nicht sagen, ob... komplett zufällig oder ob das ein oder das andere so bisschen bedingt hat. Aber es hat ja gerade zu den Zeitungen sehr gut gepasst, dass man auch eine Motivation hinter dem Character-Change hatte. speaker-1: Wie fühlst du dich auch mit dem Charakter? Weil man sagt ja oft auch, ein Wrestler ist am besten in seinem Charakter, wenn er viel von einem selber widerspiegelt. Würdest du das über deinen Charakter sagen? speaker-0: Ja, ich glaube schon. ich bin, also alle, die mich kennen, wissen, dass ich jetzt nicht so der super extrovertierte, outgoing Typ bin und mich mit dem Character sehr gut identifizieren kann, beziehungsweise als mir das vorgeschlagen wurde, ich direkt gesagt habe, ja, das könnte ich bei mir sehen. Und dann ist es auch immer gut im Wrestling finde ich, man Erfahrungen aus dem echten Leben quasi mit in seinen Charaktern nimmt. Das hat zu dem Zeitpunkt auch sehr gut gepasst. Deswegen würde ich grundsätzlich sagen, dass ich schon das Gefühl habe, dass ich den Charakter authentisch rüberbringen kann. speaker-1: Ist das auch ein Charakter, den du dir selber auch angucken würdest? Im Wrestling? speaker-0: Das ist immer schwierig, muss ich sagen. Ich tendiere eher immer dazu zu sagen, dass ich nicht unbedingt mein Lieblings-Wrestler wäre, glaube ich. Ich weiß nicht, ob es Leute gibt, die das über sich selber sagen. speaker-1: Stimmt, würde ich sagen. Du kennst auch ein paar Ketchup. speaker-0: Stimmt. Wahrscheinlich schon. Ich glaube grundsätzlich, der Character... Also ich verstehe, wenn Leute sich mit dem Character identifizieren können und sagen können, der ist cool. Ich verstehe aber auch völlig, wenn Leute sagen, boah, damit kann ich gar nichts anfangen und das ist nicht so meins. Ich glaube, dass es generell auch über... über meinen Look zum Beispiel gesagt wird, da kann ich auch verstehen, wenn Leute entweder sagen, das ist cool mit den ganzen Tattoos oder wenn Leute sagen, ganz furchtbar ist nicht meins. speaker-1: Was und wo war das erste Tattoo und war schon immer klar, dass es so viele werden bei Ilya Bloom? Fragt der Julian. speaker-0: Mein erstes Tattoo war mit 18, so ein Straight Edge X auf dem Bein. Generell habe ich mit dem Bein angefangen, weil ich wusste früh, dass ich doll tätowiert sein möchte. Mir wurde aber immer geraten, erst mit 21 oder ab 21 zu tätowieren, weil der Geschmack dann nochmal sich ändert. Und ich habe gesagt, nee, ich möchte mich aber schon mit 18 tätowieren lassen. Dafür fange ich mit den Beinen an. Das heißt, wenn sich mein Geschmack irgendwann ändert, dann habe ich noch die Arme und den Oberkörper. Und tatsächlich ist die Strategie einigermaßen gut aufgegangen. Also ich habe viele Tattoos an den Beinen, die ich nicht bereue oder nicht wegmachen würde, aber die ich mir jetzt heute nicht nochmal stechen würde. Also da bin ich mit den Tattoos am Oberkörper und den Armen schon deutlich zufriedener. Ja, war eigentlich relativ klar, dass das so viel werden würde. ich glaube, ich fand immer Subculture School in den Tattoos ein Ding war. Also unter anderem ja Wrestling auch oder eben Hardcore Musik, wo viele Leute tätowiert waren und war immer Fan davon. Ich glaube, was ich nicht gedacht hätte, ist, dass ich mir mal die Hände tätowiere. Eigentlich war das für mich immer ein was, wo ich gesagt habe... würde ich gerne, mach ich nicht, aber jetzt ist es passiert. speaker-1: Wie viel sind's an der Zahl, weißt du das? speaker-0: Ich könnte jetzt im Kopf zählen, aber es wird bisschen da. Ich 30, 40, irgendwie sowas. Schon einige. speaker-1: Wäre man noch schön für den Urlaub gefahren sein, hätte meine Mutter gesagt. speaker-0: Ja, hab mal mit einem Coin zusammen ganz grob überschlagen, wie viel ich für Tetus ausgegeben hab. Und ich glaube, sind dann über die Jahre, ich glaube, wir sind so auf 10.000 Euro oder so was gekommen. Und dann, das ist erst mal viel, wenn man drüber nachdenkt, aber er hat dann quasi im selben Abzug gesagt, ja, das ist das, was ich in dem Zeitraum verraucht habe oder für Zigaretten ausgegeben habe. Und das ist quasi immer mein Gegenargument, wenn wer sagt, dass das ja ganz schön teuer speaker-1: Keiner was sagen auf jeden Fall. Ich wollte auch nie welche haben, jetzt habe ich zwei. Aber bisher sind es noch keine mehr geworden. Mal gucken, wie viel es bei mir werden. Er hat noch eine Frage gestellt oder sogar ein paar mehr. Aber er würde gerne wissen, wie es für dich ist, bei der CWG in Göttingen zu catchen, wo du ja auch aktuell Champ bist. Und ob du da auch erklären könntest, wie so ein Kontakt dann mit der Liga zustande kommt. speaker-0: Also ich kann gerade gar nicht genau sagen, wann ich das erste Mal für CWG wrestlet habe. Das könnte mittlerweile drei Jahre her sein. Ich glaube, das war so relativ kurz nach dem Rebranding. ja, also der Kontakt war meist irgendwie tatsächlich über Instagram oder wenn man sich irgendwo in Person auf einer Show sieht oder sowas wird dann gefragt. Das ist nicht allzu kompliziert. Ja und ich bin sehr, sehr gerne bei CWG. Ich finde, CWG macht jetzt gerade mit dem Rebranding sehr, sehr, sehr viel richtig. Ich finde das schön, dass das Bestätigung dadurch bekommt, dass die Shows quasi fast immer ausverkauft sind mit um die 400 Leuten. Ich finde, ist eine absolut dankbare, tolle Crowd mit vielen Studierenden, die einfach Bock haben. sich viel in meinem Jahr Wrestling anzugucken, sich darauf einlassen, die Stimmung machen. Und ich habe da wirklich jedes Mal sehr, sehr, sehr viel Spaß. Und dass ich das jetzt noch krönen konnte mit dem Titel ist natürlich umso schöner. speaker-1: Ich habe eine Anschlussfrage, weil du gerade auch über die Crowd gesprochen hast. Für einen Catcher, wie ist das? Ich kann es mir vorstellen, wenn man irgendwo ganz neu hinkommt und die einen noch nicht kennen und man auch nicht weiß, wie das Publikum so auf einen reagiert oder man catcht für eine smarte Crowd, die genau wissen, wer du bist, was du machst, würdest du davon irgendwas präferieren, weil es für dich spannender wäre? Was würdest du sagen? Weil im Endeffekt ist es ja so, Das eine wäre gemachtes Nest, das andere wäre sich ausprobieren. speaker-0: Genau, ähm... Ich glaube, da kann ich dir nicht so die eine Antwort drauf geben. Ich glaube, dass alles Vor- und Nachteile hat. Ich glaube, gerade am Anfang war das noch ein sehr schwieriger Punkt für mich, vor neuen Leuten aufzutreten, weil das doch immer so im Hintergrund war mit, okay, wie bekomme ich die Leute auf meine Seite? Und ich glaube, ich war nie und bin immer noch nicht der flashieste Wrestler. Ich glaube, das hatte ich ja vorhin auch schon mal gesagt, ich habe einen Look, der jetzt auch nicht direkt von Anfang an immer bei allen unbedingt Sympathie hervorgelegt hat. Das heißt, gerade am Anfang war es für mich glaube ich nicht immer super leicht, die Leute von mir zu überzeugen. Und das macht es natürlich schwer. Heute gibt es immer noch Momente, wo ich das erste Mal irgendwo neu auftrete und habe aber jetzt speaker-1: Luft. speaker-0: besser als vor drei, vier Jahren verstanden, was für mich funktioniert und was nicht. Und kann das so bisschen besser abrufen und genau dadurch vielleicht neue Leute leichter von mir überzeugen. Und du hast smarte Crowds angeschrieben. Das kann ein Fluch sein, das kann ein Segen sein. Einmal kann es natürlich der Segen sein, dass, du richtig sagst, ich mich nicht nochmal quasi von vorne präsentieren muss, sondern die Leute mich schon kennen und entweder gut finden oder nicht. ja, genauso können smarte Crowds aber auch schwierig sein, glaube ich. Gerade wenn es Crowds sind, die irgendwie schon alles gesehen haben, was es im Wrestling gibt und was es von dir gibt. Und dass dann da vielleicht auch Leute schneller irgendwie gelangweilt werden oder was. was spektakuläres brauchen, ⁓ unterhalten zu sein. Also hat beides seine Vor- Nachteile, würde ich sagen. speaker-1: Wenn ich dich fragen würde, drei, vier, fünf Leute vielleicht, die du in Verbindung setzen würdest, auch mit deinem Erfolg in den letzten Jahren, aber auch mit deinem Aufstieg und mit deinem Stadtschinden im Wrestling, wen würdest du da nennen? Mir fallen ein paar Leute ein, zum Beispiel so ein Mendes, ich sagen, hat sehr, viel damit zu tun. Auch mit deiner Entwicklung, würde ich sagen, was sind so Namen für dich, wo du sagen würdest? Ohne die wirst du jetzt nicht da, wo du bist. speaker-0: Also die Eins muss ganz klar Robert Reißger. Das ist mein Head Coach. Also ohne den wäre ich nirgendwo. Der hat mir die Tür geöffnet. Von dem habe ich alles, was ich weiß. der ohne den funktioniert gar nichts, würde ich sagen, bei mir. Das heißt, der muss jedenfalls auf die Eins. Und dann gibt es einmal Leute wie ein Axel Tischer oder Hmm... Lawrence Roman, die... Oder ein Meteoran, die mir sehr dabei geholfen haben, so über Feedback zu wachsen. Also eher so Sachen, man dann nicht offensichtlich sieht. Leute, die mir da geholfen haben. Und dann gibt es Leute, wie du angesprochen hast, wie Mendes, wie Peter, wie Ahura. Durch die ich sehr vor Publikum gewachsen bin. die ganze Fede mit Peter hat ja den Charakter geprägt. so Sachen wie... Also ich glaube, ich... Wahrscheinlich mein bestes Match hatte ich mit Ahura. Ich glaube, dass das in meinem Standing für das Publikum auch nochmal geholfen hat. Und genau, Leute wie Menders haben mich auch in dieses Main Event Bild gebracht. Und ohne die wäre ich nicht da, wo ich heute bin auf jeden Fall. Ich habe bestimmt auch noch ganz viele vergessen. Das ist auch nicht böse gemeint, aber ich glaube, das sind so die ersten Namen, die so in meinen kommen. speaker-1: sind das so Momente wie das 16 Karat Gold, was ja auch so bisschen dann so ein Kreis geschlossen hat, dann auch mit dem Main Event am Samstag. Sind das auch so Momente, die einen dann wirklich stolz machen, dass man auch Geschichten so erzählen kann in der Form, wie ihr das macht? speaker-0: Ich glaube, das kommt noch. Ich glaube, in dem Moment und gerade vorher kann ich das absolut noch nicht genießen und denken, ⁓ super, ich habe den Karat-Main-Event, ich habe es geschafft, es ist eher da bei mir, dass denke ich, wow, das so viel Druck und ich hoffe, dass ... speaker-1: Ist die Aufregung immer noch da, von der du erst gesprochen hast? speaker-0: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, das ist auch so dieser klassische Fall von, wenn sie nicht da wäre, dann wäre irgendwas falsch. Und gerade an dem Karatsamstag ging es mir so schlecht wie lange nicht. Da bin ich ganz transparent. Also das war schon krass. Und dann umso schöner, wenn es dann doch irgendwie am Ende ein Ergebnis ist, womit ich persönlich zufrieden sein kann. Und ich glaube, ich weiß nicht, ob ich jetzt schon sagen kann, dass ich stolz drauf bin, ich glaube, das wird irgendwas sein, wenn es dann irgendwann mal mit dem Wrestling vorbei ist, dass ich da auch auf zurückblick kann und sagen kann, guck mal hier, das ist ja auch so schön was handfestes, ich kann sagen, guck mal, ich hab hier Sexy Carrot als Champion-Gemäne gewinnt. speaker-1: Ja und einen Tag danach, der verrücktesten Tag Team Matches von der Zusammenstellung glaube ich im deutschen Wrestling, was jemals passiert ist ehrlich gesagt, auch noch gecatcht mal ebenso. speaker-0: Genau, glaube da war da auch wenig gerechnet. Ja, also ich glaube das sind so Sachen, auf die ich dann irgendwann mal zurückblicken kann und sagen kann, das war schon cool und da bin ich stolz drauf. speaker-1: Wir haben über Publikum auch gesprochen. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich zum Beispiel bin ja eher in Norddeutschland beheimatet und da hat man dich dann jetzt auch des Öfteren schon mal in Bremen gesehen. Und Bremen ist ja eigentlich dafür bekannt, sehr catchlastig noch so wie früher zu sein. Der André Steinblock versucht da Sachen anders zu machen und ich fand, du bist da auch sehr, sehr gut angekommen. Wie hast du dich gefühlt in Bremen? speaker-0: Also EPW war glaube ich mein zweites außerhalb Booking. Das heißt, werde da Andre immer sehr dankbar für sein, dass er mir so früh die Möglichkeit gegeben hat, auch außerhalb von meiner Home Promotion auftreten zu können. Und ich bin da auch bis heute gerne. Ich mag Andre sehr gerne, ich mag generell EPW sehr gerne. Wahrscheinlich würden wir uns beide darauf einigen können, dass es noch bisschen öfter sein könnte. das ist halt manchmal nicht immer möglich. wenn ich da bin, freue ich mich immer sehr, da zu sein. habe auch immer Spaß. speaker-1: Man ist seriöser Catcher, Elia, aber freut man sich dann doch, wenn das Publikum einen als der Schnurrbartmann anchantet. Das wird in Bremen ja auch sehr häufig getan. speaker-0: Ja, also ich glaube, das ist eine Sache, die werde ich einfach nicht mehr los. Ich glaube, das ist ja so bisschen lustig, weil das kam ja nie aktiv von mir. Also ich habe mich ja nie irgendwo selber der Schnurrbartmann genannt oder ich wurde auch nie so angekündigt als Nickname. Und das hat sich einfach irgendwann mal so ergeben und das haben die Leute mitgenommen. Und wenn das der Weg ist, die Leute mit mir connecten und mich dadurch supporten, dann nehme ich das natürlich gerne an. Also mir würde auch dann immer empfohlen, beispielsweise Merch dann mitzumachen. Aber da kommt dann doch der von dir angesprochene seriöse Catcher an mir durch und weigert sich dagegen. als Support nehme ich es natürlich trotzdem an. Das ist zum Beispiel eine der Sachen, die gut funktionieren, wenn ich von neuem Publikum auftrete. weil wir da vorhin darüber gesprochen hatten. Dann gibt es dann doch immer die eine oder andere Person im Publikum, dann schon mal was von Schurbart man gehört hat und das ruft. Dann steigen die Leute da schnell ein und können damit so auf die Weise mit mir connecten. Das ist natürlich auch mal eine gute Sache. speaker-1: Wir haben jetzt ein bisschen auch über eine andere Promotion geredet, aber was bedeutet WXWM für dich? Was bedeuten diese drei Buchstaben für dich und deine Karriere? speaker-0: Also WXW war immer das Ziel. Ich hab das in meiner Post-Karatmatch-Promo erzählt und das stimmt. Ich war 2010 selber Fan von WXW und das war mein Ziel da, diese Promotion wrestlen zu wollen. Und das mach ich gerade. Und das ist mein Kindheitstraum, ich mir erfülle. Wenn es darüber hinaus irgendwas gibt, dann wäre ich doof, wenn ich das ablehnen würde. Aber... Also, es gibt zum Beispiel Leute, die sagen, wenn ich es nicht zur WWE schaffe, dann war meine Wrestling-Karriere umsonst. Dann habe ich gefailt. Und das habe ich gar nicht. Also für mich ist WXW der Kindheitstraum, den ich lebe, das ist das Ziel. Und... Alles anderes Bonus. speaker-1: Würdest du sagen, wie wie ⁓ wäre dann eher die Kirsche auf der Sahnetorte, wenn das passieren würde? speaker-0: Ja, genau, wenn ich da ein Vertrag angeboten bekommen sollte, dann wäre ich natürlich blöd, das abzulehnen. ja, das wäre Bonus. Das war nie die Intention, als ich mich angemeldet habe beim Training oder die Idee hatte, Wrestler werden zu wollen. Sondern das war tatsächlich immer WXB. speaker-1: Ja, WWE wurde auch viel in den Fragen angefragt, weil man hat ja auch gesehen, dass du dann in den Staaten auch warst zu einem Tryout und kannst du die Zuhörer und Zuhörerin mal ein bisschen mitnehmen, wie das überhaupt zustande kam, dass du dann ausgewählt wurdest, da hinzudürfen? speaker-0: Ja, also das war so, dass Jim Smallman, ich glaube, der ist heute auch im Begriff, der europäische Scout für WWE, der war beim 16 Carat im letzten Jahr da. Und tatsächlich hatte ich über das Wochenende gar nicht so viel mit dem zu tun, weil ich auch immer gesehen habe, dass ständig Leute ⁓ den herum waren und der quasi selten eine freie Minute hatte und ich dann nicht dachte, ja, komm, dann muss ich dir nicht auch noch nerven. und hab dann auch schon von anderen irgendwie übers Wochenende gehört, dass die auch schon seit langen im Kontakt mit ihm sind. Und dann hat er mich an dem Sonntag angesprochen und meinte, dass ihm meine Sachen ganz gut gefallen haben und dass er mir seine Mail gibt und dass ich ihm mal Sachen schicken soll. Und ich hab mich natürlich drüber gefreut, hab aber auch gesehen, dass er das quasi allen Wrestlern übers Wochenende gesagt hat, was ja auch sein Job ist und habe mir dann aber deswegen nicht da viel drauf eingebildet. Und dann habe ich ihm auch Sachen geschickt und dann kam aber auch nur so ein Einzeiger zurück und dann war das für mich auch eigentlich schon abgehakt. Ich habe ihm dann nicht auch nochmal was geschickt, sondern habe da einfach nicht meinen Fokus drauf gelegt und irgendwann habe ich dann lustigerweise eine andere Fantasie bekommen, dass ich doch mal meine Mails checken soll, weil Jim... versucht hat, mich zu erreichen und ich aber nicht geantwortet Und dann habe ich eine Mail gecheckt und gesehen, dass er tatsächlich ein Telefonat mit mir ausmachen wollte. Und dann habe ich mit Jim telefoniert, und er mir halt gesagt, dass er meine Sache weitergeleitet hat und dass ich zu einem Triad eingeladen werde in Jersey. Genau, und das war natürlich erstmal ein krasser Wow-Moment. Also womit ich auch einfach nicht gerechnet habe. Und dann war ich im Sommer da und das war eine krasse Erfahrung auf jeden Fall. speaker-1: War das ein Traum geht in Erfüllung? So eine Erfahrung für dich, dass du wirklich gedacht hast, verdammt scheiße, was passiert hier? speaker-0: Hätte ich mir nie träumen lassen. Das war zu hoch, dass ich gedacht hätte, das wäre cool. Aber in dem Moment war es natürlich krass. Allein da in dieses Trainingcenter zu kommen und da drei Ringe stehen zu sehen und eine Stage und dann so vor Leuten wie Shawn Michaels und William Riegel zu wrestlen, das war schon krass auf jeden Fall. speaker-1: Wie kann man sich so ein Camp dann vorstellen? Was musstet ihr leisten? Was müsstet ihr machen? speaker-0: Also es ging über mehrere Tage und dann auch wirklich von morgens bis abends. Das ist wahrscheinlich keine Überraschung, wenn ich sage, dass das absolut top durchstrukturiert und organisiert ist von der ersten bis zur letzten Stunde. Also wirklich allein, die da die Trainingshalle aufgebaut haben mit den Ring und der Stage und allem. Genau, und dann ist man aber auch gut beschäftigt den ganzen Tag. Wir wurden vom Hotel abgeholt, einem Bus, dann sind drüber gefahren, dann konnten wir noch was essen und dann Training, wie man sich das vorstellt, von Warm-Up zu Cardio zu In-Ring zu Promo, alles dabei. speaker-1: Wie ist das auch, vor solchen Leuten da zu stehen, die man eigentlich aus dem TV kennt, weil so Starstruck oder so ein Fan-Noment kann man sich in solchen Momenten ja eigentlich nicht leisten. Aber ich glaube, es ist gar nicht so einfach da irgendwie klarzukommen dann auch für sich selber oder legt man sowas schnell ab. speaker-0: Also ich habe versucht, mir das abzulegen, weil, also es war zum Beispiel John Cena da am letzten Tag und da waren alle sehr, ähm, ja ich weiß nicht ob nervös das richtige Wort ist, aber man hat da gemerkt, dass da auch vielleicht da ein oder andere Fanmoment bei dem 100er dann durchgekommen ist. Und ich habe mir aber versucht vor Augen zu halten, dass es eine Realität gibt, in der John Cena in einem halben Jahr mein Arbeitskollege ist und ich deswegen da nicht. irgendwie in den Fanboy-Modus fallen wollte. Aber klar, ist nochmal ein ganz anderes Niveau. Also wenn das wirklich Leute sind, du nur aus dem Fernsehen kennst, das ist nochmal was anderes. speaker-1: Wie seid ihr dann überhaupt in Kontakt geblieben? stand jetzt, weiß ich nicht, du vielleicht demnächst irgendwann nach Amerika ziehen musst, das weiß keiner, aber viele fragen sich das, wie es dann weitergegangen ist für dich oder auch wie es weitergeht. Kannst du darüber sagen? speaker-0: Ich kann sagen, dass ich keinen Vertrag angeboten bekommen habe. Das heißt, in nächsten Zeit werde ich erstmal nicht nach Amerika ziehen. So wie das bei WWE aber ist, dass sie immer sagen, nur weil es jetzt gerade nicht passt, heißt das nicht, dass das nie passt. Sondern man bleibt in Kontakt und man wird sehen, ob dann nochmal irgendwie sowas wie ein Tryout zum Beispiel ... Es ist ja zum Beispiel keine Seltenheit, dass es mehrere Leute gibt, die auch mehrfach Triads hatten. Das heißt, man bleibt einfach in Kontakt und dann guckt man, ob es irgendwann passt. Und wenn es passt, dann passt es. Und wenn nicht, dann nicht. speaker-1: Ich bin sehr gespannt, wie der Weg würdest du stand jetzt, wie dein Leben gerade ist, wenn so ein Angebot kommt, sofort zusagen oder ist das auch erstmal eine Überlegungsphase? speaker-0: Also ich glaube, die Überlegungsphase braucht es vorher. Ich habe da auch viel drüber nachgedacht vor dem Trial, auch viel mit meiner Freundin drüber geredet. Und wir haben gesagt, also wenn es ein Angebot gibt, dann gibt es ja auch nicht mehr das, ich denke da jetzt mal drüber nach und gebe mir mal noch mal Zeit und ich melde mich dann noch mal irgendwann, sondern ... Ich glaube, wenn du so ein Angebot bekommst, dann musst du dazu sagen. Und es ist aber schon so, dass gerade zu dem Zeitpunkt, wo das Tryout war, dass das vielleicht nicht der beste Moment gewesen wäre für mich. Ob der jetzt viel besser ist, weiß ich nicht. Aber für mich war klar, dass wenn es zum Angebot kommt, dass ich das machen muss. speaker-1: Dann sind wir auf jeden Fall gespannt, wie es da weitergeht. Julian hat noch eine Frage. zwar jetzt hast du den höchsten Titel bei WXW errungen. Wie geht es dann für dich weiter? Was sind da deine Ziele bei WXW? speaker-0: Also ich glaube erstmal ist es jetzt wichtig für mich eine vernünftige Titelregentschaft zu haben. So lange wie möglich natürlich. Und danach habe ich ja auch gerade im Wechsweg Kontext lange noch nicht alles erreicht, was man da erreichen kann. Also es gibt ja noch andere Titel und ein Turnier, was noch ganz interessant ist. Das heißt selbst wenn ich jetzt quasi Ja, vielleicht die Spitze mit dem Titel erreicht habe, heißt das noch lange nicht, dass ich danach keine Ambition mehr hätte bei WXW oder im Wrestling allgemein. speaker-1: Kannst du dir auch das Tag Team Turnier, weil du hast eben nur ein Turnier genannt, auch nochmal vorstellen mit Partner als Sieger? speaker-0: Ja, auf jeden Fall. Ich glaube generell, die Tag Team Szene noch was Neues wäre für mich. Ich hatte da ja mal verschiedene Tag Team Partner, aber nie so das Tag Team. Mit denen Ambitionen, so was zum Beispiel wie das Tag Team Tundi oder Tag Team Titel zu holen. Ich glaube, dass das vielleicht auch noch eine ganz interessante andere Seite sein könnte, die ich auch auf jeden Fall noch mal angehen wollen würde. speaker-1: Fangen wir nochmal an, Felix Kohlenberg braucht unbedingt noch wen für die Tag League. Er hat du musst da drin sein und du darfst mit deinem Stand jetzt aussuchen. Wen willst du wählen? speaker-0: Also ich glaube ich hätte wen, aber ich glaube ich würde das noch nicht sagen wollen. ⁓ okay. speaker-1: Dann sind wir da auf jeden Fall sehr gespannt. habe erst schon vor dem Interview auch zu dir gesagt, dass wir bisschen darüber sprechen wollen, wie dein Alltag jetzt ist. Wie die Tage zwischen der Woche, zwischen Wrestling-Shows, wieder den nächsten Shows. Wie ist das so bei dir? Wie stellt sich so eine Woche auf? speaker-0: Also im Wrestling-Kontext ist natürlich immer sehr aufs Wochenende fokussiert. heißt, also meistens sind irgendwie Shows am Wochenende. Natürlich da auch nochmal ein bisschen abhängig davon, wie viele und wo. Also ob das jetzt nur ein Tag ist, beispielsweise in der Nähe, wo ich morgens hinfahre und abends wieder nach Hause komme und zu Hause schlafe. Oder ob das über mehrere Tage geht oder soweit ist, wir quasi vor Ort übernachten. und dann mehr von meinem Wochenend dafür drauf geht. Aber ja, auf den Wochenenden liegt schon immer sehr der Fokus und unter der Woche ist es halt einmal Alltag mit Arbeit und Studium und dann aber auch Vorbereitung im Wrestling-Kontext, also Wrestling-Training und Gym und Ernährung, die natürlich auch irgendwie nochmal einen großen Teil im Alltag einnehmen. speaker-1: Was willst du sagen? Wie oft trainierst du im Gym so die Woche? speaker-0: Ähm, fünfmal. speaker-1: Das auf jeden Fall fünfmal mehr als ich leider. Wir haben ja schon über die Ernährung gesprochen und angesprochen hast du auch schon deine Band und da wurde gefragt, ob du die Zuhörer mal mitnehmen kannst, warum sich eure Band dann damals getrennt hat, ob das wegen zu wenig Zeit war oder woran hat es gelegen? speaker-0: Genau, es war eine Kombination aus mehreren Dingen. Ich glaube schon, dass es für mich einmal war, einmal war es natürlich Zeitping. Ich glaube generell, dass wir mit der Band nicht mehr so viel Zeit hatten, als ich mit dem Wrestling angefangen habe, weil eben viele Wochen belegt waren. Das heißt, wir haben glaube ⁓ alle nicht auf dem Niveau Shows gespielt. auf dem wir es gerne hätten. zu dem Zeitpunkt, als ich die Entscheidung getroffen habe, nicht mehr Musik machen zu wollen, brauchte ich auch so bisschen Abstand aus der Szene generell. Und das hatte sich dann aber ganz gut, guten Anführungszeichen ergeben, weil auch andere in der Band so ein bisschen ihre Prioritäten verschoben haben. Und dann haben wir am Ende des Tages gesagt, dass das Beziehungsweise haben wir gesagt, wir pausieren das Ganze, legen das Ganze erstmal auf Eis und gucken dann nochmal im halben Jahr, ob sich nochmal was ergibt oder nicht. Und dann hat es sich eben nicht ergeben, haben sich daraus dann andere Projekte ergeben und wir haben dann gesagt, dass wir das Musikprojekt erstmal beenden. speaker-1: Er hat nämlich noch eine Frage auch zu deiner Musik und zwar wie du die Gedanken gemacht hast zu deinem Entrance-Theme. Kam die Idee von dir? Von wem kam die Idee? Würde er gerne wissen. speaker-0: Genau, also die ist auch sehr inspiriert, den Crow Film. Ich hab den Film geguckt sehr mit der Intention, okay, was kann man irgendwie aufs Rest in Quartragen? Und da lief dann ein Song, wo ich gedacht hab, boah, das irgendwie könnte eine coole Entrance-Nummer sein. Und dann hab ich tatsächlich einen aus meiner Band, einen aus meiner Band gefragt, ob er mir nicht was schreiben könnte. genau, das ist dabei rumgekommen. Also auch wieder sehr stark durch den Crow Film inspiriert. speaker-1: Das heißt du kannst das Steam auch überall nutzen und hast auch die Rechte daran quasi. speaker-0: Genau, das ist meins. speaker-1: ist auf jeden Fall schon mal ein Vorteil für den Catcher, speaker-0: Ja, auf jeden Fall. Gerade bei WXW war das auch lange nicht möglich, eigene Musik zu verwenden. Da auch wieder ein glücklicher Zeitraum, in dem das alles gefallen hat mit dem neuen Charakter und dann eben der neuen Musik. Ja, und klar, das macht es natürlich einfacher, wenn man irgendwo anders auftritt, auch so als wiedererkennungswert. speaker-1: Wie wichtig ist auch so ein Entrance-Theme für einen Wrestler, wenn du mal da so eine Wichtigkeit reinbringen würdest? Ist er im Endeffekt auch der erste Moment, den man von einem Catcher sieht in der Halle? Ob man ihn kennt oder nicht? speaker-0: Ja, wie du richtig sagst, ich glaube, kann so sehr auch den Ton für die Show legen. Ich glaube, man muss auch immer so bisschen aufpassen. Also ich glaube, auf der einen Seite ist es wichtig. Ich glaube, auf der anderen Seite darf dein Entrance aber auch nicht größer oder interessanter oder... Ja, größere Reaktion ziehen als dein Wrestling. Also das ist meine Auffassung. Also ein Entrance ist wichtig und kann so ein Establishment geben für deinen Character. Aber ich möchte immer noch daran glauben, dass darüber hinaus das, was im Ring passiert ist, noch wichtiger ist. speaker-1: Ja, weil das ist immer auch noch eine Sportart mit Wrestling und ich würde gerne noch kurz vorm Ende nochmal mit dir auch über die Akzeptanz von Wrestling in Deutschland sprechen. Wie kann man vielleicht deutsches Wrestling auch sichtbarer machen? Weil ich glaube, das hat so viel Potenzial, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass es in der Wahrnehmung von vielen Deutschen überhaupt keine Rolle spielt, auch deutsches Wrestling. Hast du eine Idee oder beziehungsweise Wenn du eine hättest, wär's vielleicht schon publik geworden und deutsches Wrestling hätte mehr Erfolg. Aber was glaubst du, was man tun kann, ⁓ vielleicht Wrestling auch mehr in die Köpfe in Deutschland rein zu kriegen? Auch deutsches Wrestling. speaker-0: Ja genau, ist das Problem. Ich glaube, dass das potenzielle Publikum für deutsches Wrestling da ist, weil man das daran sieht, wie gut die WWE-Shows in Deutschland besucht sind. Also grundsätzlich gibt es ja Leute in Deutschland, die Interesse am Wrestling haben. Jetzt ist natürlich die Frage, ob diese Leute, also dieses potenzielle Publikum, nicht von deutschem Wrestling weiß. Dann ist natürlich die Frage, wie macht man Leute darauf aufmerksam? Ist das ein TV-Deal? Ist das mehr Werbung im Internet? Ist das mehr Werbung durch Poster und Plakate? Oder ist das Problem, dass Leute zu WWE-Shows gehen, weil sie John Cena und Roman Reigns sehen wollen und nicht, weil sie Resting sehen wollen? Die Frage kann ich dir nicht beantworten. Ich kann dir nicht sagen, wie Deutsch Wrestling mehr Aufmerksamkeit bekommt, weil, wie du richtig sagst, glaube dann, wenn das irgendwer wüsste, dann wär's wahrscheinlich schon passiert. speaker-1: Das ist halt auch schwierig. Was ich spannend finde, ich habe mal auch so durch deine Matches in den letzten Jahren geguckt und wenn ich jetzt sehe, dass du auch für ein Turnier bei Progress dich qualifiziert hast, Lilja, warum ist es so, dass du gar nicht so viel Auslands-Puppings in den letzten Jahren hattest? speaker-0: Das kann ich dir nicht sagen. Ich glaube, das auch was ist, was bei WXW intern so bisschen diskutiert wird. Okay, wir holen so viele internationale Leute, aber irgendwie kommen unsere Leute nicht so richtig raus. Liegt es an uns oder liegt es an dem anderen? Wahrscheinlich eine Mischung aus beiden. Lustigerweise ist das mit dem internationalen Ding, hat sich das in diesem Jahr für mich ganz gut ergeben. Also... bin dieses Jahr in den Niederlanden aufgetreten, ich war in Italien, genau jetzt bei Progress in England, in zwei Wochen bin ich in Hongkong. Es sind noch so ein andere Sachen in Ländern geplant. Also dieses Jahr hat sich das einfach so ergeben, aber jetzt auch ohne, dass ich aktiv gesagt habe, okay, ich möchte mehr internationale Bookings machen. Woran es liegt, kann ich dir da auch nicht sagen. Also ich glaube grundsätzlich könnten wir da hier alle nochmal mehr hinterher sein auch. speaker-1: Aber die Bereitschaft von dir wäre grundsätzlich auch da, vielleicht mal eine Tour in Japan oder sowas zu machen. Hättest du da Bock drauf? speaker-0: Das kommt immer so bisschen auf die Länge an. Jacob Crayen war ja jetzt lange in Japan, der hatte mir auch mal das Angebot gemacht, da aufzutreten. Ding ist, dass das da aber einen relativ langen Zeitraum gewesen wäre und das konnte oder kann ich mir nur schwer erlauben. Gleichzeitig verstehe ich aber auch die andere Seite, wenn sie sagt, boah, hier für eine Woche oder zwei lohnt sich das für uns auch nicht. Ich glaube da ist auch wieder das Problem, es nur sehr sehr wenig Leute, ich glaube beziehungsweise aktuell niemanden Deutschland gibt, nur vom Wrestling leben kann und sich das erlauben kann, so viel international auch lange unterwegs zu sein, ⁓ zu wrestlen. Vielleicht ist da auch nochmal, liegt da auch die Problematik drin, dass wir Deutschland aktuell noch nicht auf dem Stand sind, wo Leute nur vom Wrestling leben können und sich das dann erlauben können, lang am Stück, zum Beispiel nicht arbeiten zu gehen. Ja? speaker-1: Ein paar Leute haben gefragt, wie das zustande kam, dass das öfter ein paar Fightback Wrestling zu sehen war und ob du auch mal erzählen könntest, wie die Erfahrung da für dich ist. Weil da ist der eine hat noch eine Nachfrage gestellt, weil da ja auch sehr viel auf jüngere Talente gesetzt wird. speaker-0: Zu Fightback hat mich das erste Mal auch Robert mitgenommen. Der hatte da in den Anfangsprogrammen mit Aaron. Und genau, die haben da den Open Sunday angeboten. Da würde ich unterschreiben, dass das so eher eine Nachwuchsschau ist. Ob Fightback grundsätzlich auf junge Talente setzt, weiß ich gar nicht, ob ich das so unterschreiben würde. Also für die Open Sunday Shows ja, für den Rest. gar nicht unbedingt, würde ich sagen. Und genau Aaron war auch einer, der mir sehr, sehr früh die Möglichkeit gegeben hat, da aufzutreten, hat mir sogar die quasi den Vertrauensvorschuss gegeben und mich in meinem ersten Match beim Fightback Open Sunday in dem Main Event gestellt. Und genau, das freut mich natürlich, dass ich da nicht anscheinend enttäuscht habe und da jetzt auch noch längerfristig gebucht worden bin. Fightback auch eine Eine Promotion, ich mich sehr sehr, äh, ja heimisch fühle und wo ich sehr sehr gerne bin. speaker-1: Bevor wir mit dem Interview aufhören, habe ich ein Name Game vorgeschlagen gekriegt. sind drei Namen, drei Namen über die wir auch schon gesprochen haben und ich würde gerne, dass du über jeden vielleicht ein bisschen ausführlicher auch erzählst, was du über sie denkst und anfangen würde ich da gerne mit Ahura. speaker-0: Ich glaube, Ahura ist jetzt gerade endlich da angekommen, wo er schon lange sein sollte. Ahura und ich wurden manchmal so bisschen als Jengu und Yang bezeichnet. Ich glaube, dass die Geschichte von Ahura an mir sehr interessant ist und ich glaube, dass die noch nicht vorbei ist. Jetzt gerade, wenn man überlegt, dass Ahura Karat gewonnen hat und ich den Titel Das heißt, dass Ahura irgendwann Anspruch darauf hat, auf dieses Match. Und wir werden sehen, ob und wann es dazu kommt. speaker-1: Du hast gesagt, du hattest auch dein bestes Match, stand jetzt mit der Bucha. Das heißt, glaube, seid beide sehr, sehr gut aufeinander vorbereitet. speaker-0: Genau, hatten jetzt ja gerade in letzten Jahr, wir sind da vorher nie irgendwie aneinander geraten. Ich glaube nicht mal in Tag Team Matches. Und im letzten Jahr gab es dann aber insgesamt vier Aufeinandertreffen, bei denen ich sogar sagen würde, dass sich alle noch mal zu dem davor gesteigert haben. Mit eben diesem, diesen, ähm, Finalmatch bei König der Ketscher. Was, also das ist das Match, was ich sagen würde, was bisher meinen. mein bestes Match war, weil die ganze Atmosphäre so war, wie ich sie noch nie vorher und danach erlebt habe. Und wir werden sehen, wenn es in der Geschichte weitergeht und noch mal zu einem Match kommen sollte, ob es dann auch noch mal eine Steigerung gibt oder ob das vielleicht gar nicht mehr möglich ist. Wir werden sehen. speaker-1: Witzigerweise stand ich neben jemandem beim 16 Karat Gold und der hat seiner Freundin erklärt, man, wenn man gegen Ahura gewinnen will, immer all out gehen muss, sonst hat man keine Chance. Willst du das auch unterschreiben? speaker-0: Ja, würde sagen, hat das 16-Carat-Wochenende ja auch nochmal bestätigt. Also so schwer mir das fällt zu sagen, aber ich glaube, ein Ahura in Topform ist schon sehr, sehr, sehr schwer zu besiegen. speaker-1: Der zweite Name ist Peter Thiani und ich glaube Peter Thiani ist auch eine sehr, sehr spannende Geschichte, auch mit Daimwied und auf Daimwied. speaker-0: Genau, also ich glaube die Geschichte von Peter und mir, die haben wir beide über die letzten anderthalb Jahre oft genug wiederholt, ich kann es gern auch nochmal machen. Also Peter war mein zweiter Gegner überhaupt, also jemand der mich sehr sehr früh in meiner Wrestlinglaufbahn begleitet hat. Wir haben dann Seite an Seite gegen Amboss gekämpft, waren also schon irgendwo so was wie ein Team. Genau, bis dann die Entscheidung von Peter kam, sich Vorwerk anzuschließen. Was dann in der zweiten Hälfte der Geschichte von Peter und mir geendet ist. Einer verbitterten Fede, die damit geendet hat, dass ich ihm den Titel abgenommen habe. Also quasi das gute Ende für mich. speaker-1: Glaubst du, wenn man über den Namen Peter Thiani in den nächsten fünf, sechs Jahren spricht, dass man nicht nur über ihn spricht als großes WXW-Talent oder europäisches Wrestling-Talent, sondern auch als einer, der sich weltweit einen Namen machen kann? Was willst du sagen? speaker-0: Das ist von Ihnen abhängig. Wir werden sehen. speaker-1: Dann der nächste Name ist Juan Carl Mandas und vom Stil her gibt es glaube ich keinen der Kontinental Europa so catcht wie er, aber auch ein bisschen zu dir wiederum auch ein Styles Clash. Was hat der dir auf dem Weg zu dem jetzt Elia Blum mitgegeben? Was willst du sagen? speaker-0: Der hat mir auf jeden Fall die Toughness gegeben, der Character brauchte, glaube ich. Also sowohl in den Matches unter normalen Regeln, einfach gerade wie du sagst, via Rassle, einfach, man das der absolute Tough Guy, auf dessen Level ich erst mal kommen musste, um mit ihm mitzuhalten, was auch gerade am Anfang lange nicht geklappt hat. Dann dieses Texas Death Match, was wir hatten, das glaube ich auch nochmal für meinen Character wichtig war und genau diese Toughness, er mir gegeben hat, hat dann aber quasi am Ende dafür gesorgt, dass ich gleich auch mit ihm sein konnte und ihn dann endlich im letzten Anlauf bei Karat besiegen konnte ⁓ den Titel. Was mir vorher nicht gelungen ist. speaker-1: Wie zufrieden ist ein Elia Blum stand jetzt mit der Karriere, in Anführungsstrichen, die er hingelegt hat. Das soll kein abgesang sein, aber was würdest du sagen? Hätte man dir damals gesagt, wie du angefangen bist, dass du irgendwann WXW Unified Champion bist und stand jetzt da stehst, wo du bist. Was hättest du gedacht? speaker-0: Also ich hätte nicht gedacht, dass das mal passieren würde. Also ich möchte gar nicht darüber nachdenken, ob ich damit zufrieden bin oder nicht, sondern das ist was, wenn es dann vorbei ist, ich dann darauf zurückblicken kann. Jetzt möchte ich den Gedanken noch gar nicht fassen. speaker-1: Die Ziele für 2016, haben das Aufland ein bisschen angesprochen. Gibt es irgendwas noch, was du erreichen möchtest gerne? 2016, 2026, 10 Jahre Flashback, mein lieber Herr Gesang, 2026. speaker-0: Gute Nacht! Ja, natürlich erst mal den Titel behalten. Das ist Priorität Nummer eins gerade. weil du so angesprochen hast, den Titel auch international zu verteidigen, würde ich auch mitnehmen. Ich hatte jetzt den Titel verteidigen in Rom. Ich werde den Titel jetzt mit nach Hongkong nehmen und da versuchen zu verteidigen und dann mal gucken, was sich sonst noch dieses Jahr ergibt. speaker-1: Wie kommt eine Geschichte zustande, dass Elea Bloom in Hongkong catcht? speaker-0: Ich muss man Ricky Marvin fragen. Der scheint da der treibende Faktor gewesen zu sein. Der scheint in Hongkong regelmäßig aufzutreten und hat mich dann dort empfohlen. Und genau, jetzt haben wir die Situation, dass Elia Blum in Hongkong auftritt. speaker-1: Das haben auch was Wildes für die Vita auf jeden Fall. speaker-0: Ja, ja, aber ich nehme es mit. Ich möchte mich nicht beschweren. speaker-1: Ja, dir erstmal vielen, vielen Dank, dass du das möglich gemacht hast. Man kann eben Zuhörer ja vielleicht mitnehmen, auch das ein oder andere technische Problem stattgefunden hat, aber ihr werdet davon nichts gemerkt haben. Hoffentlich nicht. Das ist gut, denn, weil Lea und ich haben hier tausend Tode geführt. Aber es ist immer wieder schön, dass gerade das deutsche Internet in Deutschland auch so gut ausgebaut ist, dass wir es doch noch hingekriegt haben, dass wir jetzt dieses Interview zu Ende kriegen konnten. Ich frage gerne den Gast auch immer, Was er gerne seinen Fans und auch den Leuten, die ihn gerne unterstützen, auch gerne mal mitgeben wollen, die dieses Interview auch gehört haben. Was willst du denen gerne sagen? speaker-0: Ich halte es sehr simpel und bedanke mich für den Support. speaker-1: Das war Eliabloom, mein Name ist Tim, bis zum nächsten Mal, tschö, euch eine schöne Zeit und vergesst nicht, eins unterstützt deutsches Wrestling, bis zum nächsten Mal, tschö. speaker-0: Freunde.