Andrea Jessica: Das war der Podcast unterschiedlicher dran von Jessica Friedsam und Andrea Löwe. Zwei Perspektiven auf Themen, die Menschen bewegen. Aus Coaching, persönlichen Erfahrungen und unterschiedlichen Rollen. Herzlich willkommen bei unterschiedlich nah dran. Nähe ist eine Frage der Perspektive. Wir sprechen über Themen, die Menschen bewegen, aus unterschiedlicher Nähe und verschiedenen Perspektiven. Jessica: Ja, das stimmt, das nehme ich mal mit für später, da gehe ich nochmal drauf ein. Aber das ist noch nicht so ganz, worauf ich hinaus wollte, also schon auch ein bisschen auf die Flexibilität und auf den Rollentausch. Ich habe aber auch noch so ein, bei mir festgestellt, dass wenn mich jemand fragt, wer bin ich, oder das kann man ja auch anders fragen, ne, also wenn mich zum Beispiel jemand fragt, wo kommst du her? Andrea: Ja, wenn ich jetzt hier nochmal den Titel unserer Folge oder so diese grobe Idee, ich bin halt so, bin ich wirklich so sehe und den Titel unseres Podcasts, dann ist ja der Podcast ja auch so ein Thema, wo auch einige denken, ja wie die machen jetzt ein Podcast. Warum? Und können die das denn eigentlich? Also warum machen wir zwar jetzt ein Podcast? ja, also das finden wir auch, also ich kenne auch Menschen, die das nicht abstrakt finden. Jessica: Hallöchen, da sind wir wieder. Hallo Andrea, wir sind wieder im Studio, wir nehmen wieder auf. Die Zeit rennt wie im Flug, das ist wirklich verrückt, wie schnell und wie oft wir uns hier wieder treffen zum Aufnehmen und ich freue mich jedes Mal, auch diesmal. Und wie geht's dir? Wie war, wie hast du die Zeit genutzt zwischen jetzt und den letzten Aufnahmen? Andrea: ob es da einen Begriff gibt. mache ich das, bisschen Zeit kaufen, die Frage wiederholen, damit ich nachdenken kann. Ich weiß gar nicht, ob es da für einen Begriff braucht. Und ob das ein Zustand ist, der bewusst ist. Das glaube ich nämlich nicht. ist so ... Weil ich sage ja nicht, bis gestern war ich so, und heute bin ich aber so. Ich glaube, dass, wenn ich einfach mal was Neues ... Hallo Erstmal mag ich, also nicht nur, dass wir aufnehmen, ich mag auch immer, wenn du Hello sagst, so Hellöchen. Das wäre mich auch schon so, das ist auch schon kleiner Anker, wenn ich so, jetzt geht's los. Wie waren meine letzten zwei Wochen? Du, ich war ja in Urlaub und ich habe dann ein bisschen schmunzeln müssen im Urlaub auch, also mehrfach, aber auch einmal sicherlich wegen uns, weil und in letzten Folge hast du ja von den norddeutschen Küchenklassikern gesprochen. Jessica: das ja jetzt erstmal nichts mit einer Rolle zu tun hat, sondern vielleicht mit dem Standort. So, wo kommst du her? Aber ich lerne jemanden neues kennen, keine Ahnung, im Business-Kontext oder oder und wo kommst du her? Dann ist wirklich meine Standardantwort, ich wohne in Köln, ich komme aber aus. Das ist immer so. Also ich habe irgendwie diese, diese coachie Identität, könnte man sagen, jetzt noch nicht so ganz adaptiert nach, ich bin 2009 nach Köln gezogen, da könnte man Andrea: an mir entdecke oder mich anders verhalte in meiner Rolle oder wenn ich für mich sage, hab jetzt ... bin jetzt ... Früher war ich nicht selbstbewusst, heute bin ich selbstbewusst. Nimm mal so ein Beispiel. Das ist ja nichts, ich messen kann bis zum 30.06. ... keine Ahnung, 2014 war ich so. Und dann war ich aber ab Juli anders. Das ist ja nichts, wo was ich irgendwie messen kann. Aber schon so, ist wie Podcasts. Warum macht ihr jetzt einen Podcast? Und dann denke ich, ja, weil wir beide schon länger Lust zu hatten. Und ich denke auch, weil ich eine gute Zeit mit dir hab und die Vorbereitungen, die Aufnahme und die Nachbereitungen, die Zeit dazwischen einfach sehr viel Spaß machen. Aber es gibt eben auch Menschen, die das gerade, weil wir sind auch bisher keine Podcasterinnen. Weißt du? Kennst du das? Jessica: Hallöchen! ⁓ Hm? Naja, ja, ich kenne das total. Also warum wir das machen, ich habe da eine klare Vorstellung, warum wir das machen. Ja, aber das ist genau so. Wieso machen die das? Was soll das? Also, hä? Das hat natürlich auch mit Rolle zu tun, Eine Rollenüberschreitung vielleicht sogar auch. Was bilden die sich denn ein? Jetzt machen die auch noch einen Podcast. Was ist denn los mit denen? ⁓ Also, wir das hören. Es gibt Gott sei Dank einige, die das hören wollen. Andrea: unter anderem von von Larbs Kaus und diesem... Ja, hart hört sich auf jeden Fall an, weil ich war ja in Südfrankreich und dann habe ich relativ oft gesagt und gedacht, wie weit doch die südfranzösische Küche sich doch von dieser norddeutschen Küche unterscheidet und wie sehr ich doch die französische Küche liebe. Jessica: Richtig? sich jetzt auch so langsam eingebürgert haben. Aber das fällt mir auch immer wieder auf, wenn mich jemand fragt, wo kommst du her, kann ich nicht sagen, ich komme aus Köln. Wo denn jeder sagen wird, ⁓ du bist Kölnerin. Und alle Kölner jetzt so, what? Sondern ich sage immer, ja, ich wohne in Köln, aber ich komme aus. Und ich habe meine Ausbildung gemacht in, und ich habe studiert dort. Also ich füge in diese Frage immer einen Lebenslauf ein. Andrea: Weißt du, was ich meine? Äh, das ist ... Veränderungen, äh, außer auf dem Konto, passieren ja selten so schnell, dass ich sie wirklich mitbekomme. Vor allem Persönlichkeitsveränderungen, eine Identität, eine Rolle, also Verhalten zu verändern. Das ist ja nichts, wo ich jetzt weiß, ähm, ja, jetzt Kontoauszug, guck ich mal kurz aufs Konto, das ist jetzt, äh, ah, das sind jetzt ein paar Tausend Euro mehr oder weniger. Ähm, das Jessica: Ja, das stimmt schon. Du betont das falsch. Lapskaus. Es ist kurz und hart. Lapskaus. Andrea: Wer will das hören? Jessica: Und wir haben ja auch wirklich schon sehr, sehr schöne Feedbacks und Kommentare unter den Folgen bekommen. Also ganz so verrückt scheint die Idee nicht zu sein, Podcast zu machen. Und wie du gesagt hast, egal was dabei rauskommt, am Ende des Tages haben wir zwei eine gute Zeit und haben auf jeden Fall mindestens über uns beide was erfahren, was wir vielleicht bis dato noch nicht wussten. Und das alleine reicht ja schon, ⁓ Spaß an der Sache zu haben. Also das ist, Andrea: So kann ich das gar nicht messen und wirklich sehen. viele andere Dinge. Wenn du einen Kuchen backst, misst du die Sachen zusammen und läst den in Ofen. Wenn du Glück hast, kannst du in 3-4 Stunden später einen Google-Hoop rausholen, der schöne Form hat. Das finde ich bei Veränderungen, die in mir passieren und mit meiner Identität was zu tun haben, sind sie nicht so messbar. Deswegen glaube ich einfach ... Jessica: Ich frag mich gerade, ob wir vielleicht in der Britannie der norddeutschen Küche etwas näher kommen, aber ja, verstehe ich schon. Die französische Küche ist vielleicht etwas feiner an der einen oder anderen Stelle. Aber was auch witzig war, da spricht man all... Mini mal! Mini, es sieht auf, aber es ist... Ich will da gar nicht schon wieder so drauf rumreiten. Aber was auch passiert ist, ich bin froh, dass du es nochmal ansprichst, weil es spricht man einmal über Themen... So, kennst du das? Ist dir das schon mal untergekommen? Also... du da irgendwie... Bin ich die Einzige, das so macht? Mmh. Andrea: Hmm... Du, ich weiß nicht. Also, wenn mich jetzt jemand treffe, den ich nicht in Köln treffe, dann, ja, wo kommst du her? Dann ja aus Köln, was ja dann noch stimmt an dem Tag oder so. Und wenn mich jemand in Köln fragt, dann fragen sie meistens nicht, wo kommst du her? Weil entweder geht man davon aus, ich komme aus Köln. Ich spreche jetzt auch nicht so, als käme ich aus Norddeutschland oder aus Bayern. Und dann ... Minimal. Jessica: Kritik hin, Kritik her, Skeptiker hin, Skeptiker her. Wir haben Spaß dabei und wir hoffen natürlich unsere Zuhörenden auch. Aber ⁓ nochmal zu gucken, worüber wir heute so gesprochen haben, ich würde es gerne so ein bisschen zusammenfassen in zwei Sätzen, sage ich mal. Für mich ist so ein bisschen die Erkenntnis aus unserem Gespräch, dass nicht jede Aussage über mich falsch ist. Andrea: Dass ich mir vielleicht irgendwann mal Gedanken mache und sage, früher ... Früher konnte ich mich mit Sport jagen. hab ich ... Du hast keinen Sport gemacht oder wenig Sport. Und da keine Erfüllung gefunden. Aber heute freu ich mich, wenn ich morgen mit Andrea zu Blue Pit gehe und dann kommt das Eco-Bike. Da freu ich mich. Das kommt morgen achtmal, 45 Sekunden, glaub ich. Das wird eine richtig schöne Stunde, wo du dich schon drauf freuen kannst. Und das ist ... Ja? Jessica: Es ist mir passiert, dass ich in den zwei Wochen, in denen wir jetzt nicht aufgenommen haben, gefragt wurde, ob ich wüsste, wo es in Köln das beste Lapskaus gäbe. Und meine Standardantwort darauf ist immer, ja klar, bei mir. Ich wüsste auch ehrlicherweise gar kein Restaurant in Köln, das Lapskaus serviert. Das ist nochmal eine Frage. Ach komm schon, eine Frage an die Höhrenden. Also wenn ihr das irgendwo mal auf einer Speisekarte gesehen habt, lasst mich gerne wissen. Andrea: Fragen sie eher, kommst du auch aus Köln? dann sag ich, meine Erklärung dauert länger, weil es keine Stadt ist, die irgendjemand kennt. Außerhalb des Kreises wahrscheinlich. Bremen kennt man eigentlich. Könnte man schon mal gehört haben. Hamburg und auch so Göttingen auch schon mal. Und ich sag dann, ja, zwischen München, Gatbach und Aachen, in der Nähe der holländischen Grenze, so. Das ist so die Region. Damit können dann die meisten Leute ungefähr was anfangen. Ich wills auch gar nicht wissen. Jessica: Das stimmt. Hmmmm Aber es gibt auch Wallwalks, Andrea: Weißt du, was ich meine? Jessica: Aber auch nicht jede Aussage noch stimmt, Hashtag richtig ist. Nichts ist richtig, alles ist in Veränderung. So, bin ich wirklich so? Die Frage kann ich mir jeden Tag stellen, muss ich aber nicht. ⁓ das auch noch mal zusammenzufassen, was du sagst, Veränderung kann man nicht in kurzer Zeit messen, das ist ein längerer Weg, aber nicht alles über mich und über dich und über euch. Ich koch das jetzt aber und du bist auch noch dran, ich koch das auch noch für dich. Ja, aber schön, dass du deinen Urlaub genießen konntest, auch kulinarisch. Du hast mir auch was leckeres Kulinarisches mitgebracht, was übrigens super lecker schmeckt, jetzt auch nicht, also optisch jetzt auch nicht so ist, dass man denkt, huuuuhuuuuhuuuuhuuuuhuuu, da hat sich aber einer Mühe gegeben. Und alle so, wo ist denn München-Gladbach? Andrea: Gut, wollen jetzt, es ist ja keine Sportstunde heute, du willst dich auch nicht zu viel freuen. Ich wollte es nur mal so bisschen anteasern. Und ich glaube, das das kann man natürlich sagen, eine Reflektion der Vergangenheit. Ah ja, klar, boah, wenn ich da noch an früher zurückdenke oder in der Schule, da habe ich kein Wort rausbekommen, wenn ich vor der Klasse gestanden habe. Und dann, keine Ahnung, 15 Jahre später, nach Lebenserfahrung, Studium und auch ... Ja, holländische Grenze Aachen, die Richtung, ist so. Aber das würde ich dann antworten. ich hab nicht das Ich hab nicht das Bedürfnis, immer so ein Add-on dranzusetzen. Ich könnte ja auch sagen, wohne ja aktuell auch gar nicht mehr in Köln, sondern ... drei Kilometer Luftlinie von der Stadtgrenze weg. Rein technisch wohne ich nicht mehr in Köln. Ich hab nur ein Kölner Kennzeichen, das liegt an der Firma, in Köln ist. das ... So. Du, ich hab ja auch jetzt deine Beschreibung vom Lapskaus noch in Erinnerung gehabt. Da hab ich natürlich auch geguckt, dass das sich ein bisschen angleichen lässt, dass du jetzt plötzlich denkst, kommst du aus einer norddeutschen Küchenrolle. Jessica: nicht alles, was über euch gesagt wird, wie ihr gesehen werdet, stimmt, manches vielleicht schon. Ist auch immer ein bisschen tagesformabhängig und es ist auch immer abhängig von den Situationen. Das wäre für mich so eine Erkenntnis. Es ist einfach auch ein Flow wie so viele Sachen. Nicht alles stimmt, aber nicht alles ist falsch. Oder? Was meinst du? Andrea: vielleicht ein paar Erlebnisse, wo ich das dann plötzlich im Job konnte, dann rede ich vor Leuten oder ich bin selber Lehrerin, dann rede ich auch ständig vor einer Klasse. Jessica: Ja, siehst du, genau, Rolle, da haben wir es, schöne Frank-Elzner-Überleitung, wie man so schön sagt. Welche Rolle? Ich habe so bisschen nachgedacht, worüber wir uns heute unterhalten können und ich hatte so ein paar Begebenheiten in den letzten Tagen, in denen ich ganz oft dachte, ich bin halt so oder aber XY, naja, der oder die ist halt so. Und dann habe ich mal so weitergedacht, wie ist das eigentlich so mit Aber ich merke das total bei mir. Also mir fällt das gerade auch noch im anderen Kontext ab, dass ich nicht nur, nicht Bezug darauf nehmen kann, wo ich gerade lebe, also aktuell, sondern dass ich mich sehr auch in der Rolle in der Vergangenheit identifiziere. Also wenn mich jemand fragt, und was machst du so? Dann ist das auch nicht, wer bist du, was machst du? Das ist absolut richtig. Andrea: Ich glaube aber, dass die Menschen sich vielleicht nicht direkt den Gedanken machen. Das war nicht gestern und heute, Mensch, früher hat es mir so schwer gefallen, da konnte ich das nicht. Und heute, flupp, da denke ich gar nicht drüber nach. Ich würde noch ergänzen, es ist ja auch eine Frage der Perspektive, wer sagt denn das gerade? Sag ich das gerade oder sagen das vielleicht andere über mich? Das darf ich ja auch mich mal kurz fragen, woher kommt denn das eigentlich gerade? ich bin halt so. Und dann kann ich dieses wirklich mal mit dem großen Fragezeichen da hinten auch noch mal in den Kontext setzen, von wem kommt das? Und... Jessica: Hm. mit Rollenverteilung oder Rollenannahmen oder Rollenzuschreibungen. Und da würde ich heute gerne mal mit dir darüber sprechen, denn der Einstieg zeigt ja auch schon, ich habe jetzt hier so, heute habe ich auch wieder Ringelware an, den norddeutschen Stand. So, ich bin die mit der verrückten norddeutschen Küche und dem losen Mundwerk. Und ob ich das wirklich bin, weiß man ja gar nicht. Vielleicht ist ja eine Rolle, die ich angenommen habe. So, und heute würde ich gerne mal mit dir darüber sprechen. Ich bin halt so oder doch nicht. Ja, vielleicht ist es auch eher, dass mich das gedanklich gerade beschäftigt hat, dass ich persönlich natürlich gerne habe, wenn neue Rollen schnell erkannt und auch honoriert werden. Also wenn ich nochmal, was ich vorhin erzählt habe, dass es eine Zeit gab, wo ich nicht so zuverlässig mit Verabredungen oder allen anderen Aufgaben war, also sei es Verabredungen oder auch zu Hause, dann ist es auch nicht, dass ich sage, ja, ich bin jetzt Coaching, ich bin Podcasterin und was ich noch so alles aktuell bin, sondern es kommt immer so, ja, ich habe als Sozialarbeiterin gearbeitet, ich war Geschäftsführerin, ich habe das gemacht und das gemacht und das gemacht. Also, meine Rolle lebt total viel in der Vergangenheit. Ist mir vorher gar nicht so aufgefallen, erst seitdem ich mich mit dem Thema jetzt in der Vorbereitung ein bisschen beschäftigt habe. Andrea: Das ist ja auch so bisschen das Überleitung zur nächsten Folge, wenn wir uns selber eingestehen, uns neu zu betrachten, gibt es ja immer noch das Problem, dass Menschen ⁓ uns herum eben auch schon ganz oft entschieden haben, wer wir sind und wie wir sind. Und genau darüber sprechen wir in der nächsten Folge. Jessica: Oder wie bin ich denn eigentlich? So. Und auch anders. Und da ist mir was eingefallen, was ich als Kind total gerne geguckt habe. Eine Sendung, die wurde auf ARD ausgestrahlt und zwar das erste Mal. Ich habe es heute noch recherchiert, bevor wir angefangen haben. 1955 war die Erstaustrahlung dieser Sendung und zwar war es die Sendung Was bin ich? Kennst du die? Es war und jeder, der sich mit Depressionen auskennt, ob als Angehöriger oder Selbstpatientin, Patient, ähm, wird wissen, wovon ich rede. gab, es gibt einfach eine Zeit innerhalb dieser Erkrankung, wo du nicht von einer Stunde auf die nächste planen kannst, weil du die ganze Zeit nur damit beschäftigt bist, zu überleben, ⁓ es mal ganz krass zu sagen. Und, ähm, wenn man das überwunden hat, sei es jetzt eine Krankheit oder ... Andrea: Mhm. Jessica: Ich frag mich auch gerade, warum ist das eigentlich so? Also hast du da irgendeine Clue? Ja, das stimmt. Über den Spiegel der anderen sprechen wir in der nächsten Folge. Das können wir schon verraten. Das wird prima. Und bis dahin, meine lieben Zuhörenden und auch liebe Andrea, wie immer, bleibt aufmerksam und nett zueinander und unterschiedlich ne dran. Schaut euch die verschiedenen Perspektiven an und wir freuen uns auf die nächste Folge. Und wir hoffen, ihr hattet ein bisschen Spaß heute. Andrea: mir jetzt auch neu, ne? Hast du mir auch noch gar nicht erzählt, als wir uns über die Folgen, die möglichen Folgen unterhalten haben. Aber ich bin froh, dass es heute so eine für mich überraschende Folge ist. Jessica: ⁓ ja. Es ist für uns alle offenbarem heute. Es ist für uns alle offenbarem. Wir müssen auch gar nicht tiefer drauf eingehen, weil ich könnte den Bogen spannen, wozu du wahrscheinlich viel eher später nochmal was sagen kannst oder auch gleich. Ich beschreib mich ja auch immer in der Vergangenheit. Also ich beschreib mich ja auch immer mit etwas, was Menschen schon von früher kennen. Also ich nehme jetzt nochmal, wer mit mir befreundet, das muss flexibel sein, was so ein bisschen Andrea: Ich habe eine blasse Erinnerung, ich weiß auch, was da passiert ist, ich fand die, glaube ich, nicht so prall. Jessica: und diese Rollenzuschreibung auch überwunden hat, wünscht man sich natürlich, dass das erkannt wird und dass das nicht so an einem haftet die ganze Zeit. Und ich glaube, ist das, bis so eine neue Rolle sich etabliert hat, bei einem selbst, aber auch im, also nach außen, dauert's natürlich, wie du sagst, die schnellsten, das geht halt nicht von heute auf morgen. Und gerade bei den positiven Entwicklungen oder die Entwicklung Ich beschreib nochmal ganz kurz. Also für die jüngeren Zuhörenden vielleicht nochmal kurz Robert Lemke googeln, dann kommt relativ schnell raus, was die Sendung beinhaltet. Und zwar Robert Lemke war der Host der Sendung, wie man heute so schön sagt, und hatte eine Ratejury aus vier Personen und es gab immer eine Person, deren Beruf man erraten musste. Und zwar Andrea: Habt zwei gute Wochen und bis zur nächsten Folge. Jessica: Bis dann, tschüss! ja auch auf eine vergangene Situation beruht, wo ich einfach nicht, ich sag mal nicht so zuverlässig war aus Gründen, wo es einfach, wenn man sich mit mir verabredet hatte, ich sag mal eine 70-30-Chance gab, 30 Prozent ob es klappt und 70 Prozent na ja, mal gucken, was verschiedene Gründe hatte, unter einem der Grund, das kann man ja auch ganz offen sagen, dass ich wirklich eine schwere Depression hatte. die wir für uns selbst als positiv bezeichnen oder empfinden, möchte man, glaube ich, oder ich spreche jetzt mal von mir, dass die natürlich schneller erkannt und honoriert werden, als sie es im Normalfall sind. Gerade bei Rollen oder bei Dingen, die mit anderen Menschen zu tun haben, das heftet an dir wie Hundescheiße. Also du kannst den Schuh waschen, aber er stinkt halt immer noch. So, Punkt. hat diese Person, und das hatte ich auch ganz vergessen und heute nachgelesen, musste immer zu Beginn eine typische Handbewegung machen, die bezeichnend für den Beruf dieser Person war. Und aufgrund dieser Handbewegung mussten diese vier Ratepersonen sich mit Ja-Nein-Fragen rantasten, was die Kandidaten als Beruf machen jeweils. in der Zeit und auch ärztlich behandelt wurde und dass alles wunderbar überstanden habe und froh und glücklich bin, dass ich wieder gesund bin. Aber das ist ja so eine Rolle, die einem dann anhaftet, die man ja ganz schwer wieder los wird. Und das ist, finde ich, auch so ein Punkt bei Rollen oder bei Was bin ich? Wer bin ich? Bleibt es für immer bestehen? Es ist die Frage, wie viel Wasser muss ich da drüber laufen lassen, bis das niemand mehr riecht. Das ist jetzt ein etwas drastisches Beispiel, aber am Ende des Tages ist es auch so ein bisschen so. Ein bisschen. Ich fand das total super. Das fing auch immer an, also, ne, die Person hat halt diese Handbewegung gemacht, dann wurde die Rate Runde eröffnet und ein prägender Satz für diese Sendung war, welch Schweinde hätten es denn gern? Weil für jede falsche Antwort bekam die Person fünf Mark in das Sparschwein gesteckt. So, und je länger die Rate Runde ging, klar, desto mehr Geld hatte die Person am Ende in dem Sparschwein. Genau, das war Andrea: Mhm, ich kenn auch Leute, würden die Schuhe wegschmeißen, aber anderes Thema. Ich weiß aber, was du meinst mit was andere Menschen dann aber wieder vielleicht auch sehen. ich, das würde aber wieder, also ich kenn das auch, also nicht ... Zum Glück sag ich für mich nicht mit der Krankheit. Ich kenn das aber natürlich in Veränderungen, dass andere Menschen sich schwer tun, das zu sehen, was ich jetzt zum Beispiel mache. Also sagen wir mal, ich hab Jura studiert und dann hab ich ... Jessica: Also bei mir, ich hoffe doch nicht, genau. Aber wie schwer ist es denn bitte, andere Menschen davon zu überzeugen, dass man diese Rolle, ob positiv oder negativ, das ist ja erstmal völlig egal, nicht mehr erfüllt? Also wie lange sehen Menschen ein in einer Rolle, die man vielleicht gar nicht mehr ist? Andrea: Ich hoffe doch nicht. Jessica: eine ganz tolle Sendung und da habe ich gedacht, ja, das passt eigentlich ganz gut, weil welche Rolle haben wir da? Die berufliche Rolle. Und welche Rolle darüber hinaus haben wir denn noch? Und ist man nur immer diese eine Rolle oder ist man vielleicht entwickelt sich das? Ich würde heute gerne mal mit dir darüber sprechen, weil mich auch echt interessieren würde, wie du das so siehst und welche Erfahrungen du damit gemacht hast. Denn Erfahrungen Mmh. Andrea: eine andere Firma gegründet, die ich auch noch habe. Das ist schon mal wie die hast du auch noch. Kling ich heute ganz oft die Frage, ich ja, ich die Firma auch noch. Aber da hab ich mich auf andere Themen fokussiert und dann mach ich nur noch das, was mir Spaß macht und was Geld bringt und mach das nur noch mit netten Kunden und die anderen mach ich nicht mehr. Ach so, aber dass ich jetzt vielleicht schon seit vielen, vielen Jahren was ganz anderes hauptberuflich mache, nämlich ein Institut hab, das ich mit Weiterbildungen beschäftige und Ausbildungen, NLP und Coachausbildungen. Ja, ich glaube lange. Also ich hatte heute Morgen auch noch das Gespräch mit meinem Klienten, dass generell Menschen sich schwer tun damit, wenn andere sich ⁓ sie herum verändern. Und also auch diese aktive Veränderung, wenn Menschen was anders machen, das ist ja schon mal für viele. Ja, die können einfach nicht gut mit Veränderungen, dann sollen sich auch andere nicht verändern. Das, was du jetzt beschreibst, ja mehr so, was haben denn andere ... Jessica: haben wir beide ganz sicher damit gemacht. Genau, das wäre heute das Thema. Gehst du damit? Ich meine, du hast jetzt auch keine andere Wahl, ne? Machen wir uns nichts vor. Andrea: für ein Bild von dir? Und was hast du für ein Bild von dir? Und lebst du dann eben, ja, was gesagt hast, in der Vergangenheit? Ich meinte jetzt übrigens gar nicht so, das, du jetzt angesprochen hast mit, dass du vielleicht mal an der einen oder anderen Stelle nicht hundertprozentig zuverlässig warst. Das ist für manche total schwer, diesen Shift zu bekommen und auch, glaube ich, mich darin ernst zu nehmen. Oder das bisschen Coaching. Ja klar, Coaching hat auch ganz oft einen schlechten Ruf, weil es nicht so gute Coaches gibt. Ich weiß aber, dass ich ziemlich gut ausgebildet bin und ich bin auch nicht für alle der richtige Coach. Aber für viele eben schon und ich kann mein Handwerk auch und da bin ich auch überzeugt, dass ich das gut mache. Ja, bin aber auch schon so ein bisschen, ja ich sag mal, positiv überrascht, weil du hast dem Oberthema ja eigentlich den, ja vielleicht etwas sperrigen Titel Identität gegeben und als du mir den mal zugespielt hattest vorher, habe ich gedacht, ⁓ da muss ich aber ganz schön, ist jetzt auch keine leichte Ware für unseren Podcast. Jessica: Absolut. Haha hab mich ganz umsonst geoutet, so ein Scheiß. Andrea: Nee, das meinte ich gar nicht. glaube einfach, das ist diese Selbstwahrnehmung. früher war ich so, heute bin ich anders. Also, ⁓ Zuverlässigkeit, ich finde dich topzuverlässig. Sonst würde unser Projekt ja auch überhaupt nicht funktionieren. Aber ich glaube einfach, es bei uns beiden von einem Tag auf den anderen auch schon mal so relativ viele Dinge passieren können, beruflich wie privat. Und dann ändern sich die Pläne, die ich heute abgesprochen habe für morgens, wie so. Jessica: Nee, nee, nee. Andrea: Und gut, wir haben jetzt ein Konzept für du, mit Rollen. Kann ich natürlich auch was anfangen. Ja, klar, ich glaube, wir alle haben total viel Erfahrung mit unterschiedlichen Rollen. Und Rollen gibt es ja, wenn man nur sammelt, wie viele Rollen wir eigentlich in unserem Leben haben. Wir übernehmen ja ganz viele verschiedene Rollen an verschiedenen Stellen. Und das ist, ich, ist auch ganz wichtig. Und das können aber auch viele nicht mitgehen. Und da gehe ich mit, dass das von außen oft nicht gesehen wird, weil ich da eine Veränderung von der einen Rolle oder von der einen Identität Unternehmerin A, und jetzt bin ich aber Unternehmerin B und vielleicht auch sogar noch was anderes, das können viele nicht mitgehen. Und das, also im Außen ... Jessica: Mmh. Andrea: Und dann muss ja der andere Part flexibel sein. Das meine ich eigentlich eher. Und das ist, ich, kein Vergangenheitsthema, sondern ein aktuelles, aber auch nicht nur bei dir. Deswegen habe ich es nur so gesagt, weil du es gestern zu mir gesagt hast mit der Flexibilität. Ich glaube, viel von dem, was wir an Rolle oder auch an Identität wirklich mitbekommen, leben ... finde ich das nur lästig, wenn es wirklich auch im Freundeskreis ist. Wenn ich das feststelle, dass ich dann vielleicht merke, dass die Akzeptanz denen einfach schwerfällt oder dass es da vielleicht nicht so ernst genommen wird. Ich bin zwar jetzt auch schon ein bisschen über den Punkt hinweg, aber natürlich, wenn es jetzt sehr gute Freunde wären, fände ich das auch noch bisschen schwieriger zu sagen, na ja, das ist ja Teil meines Lebens. Und ich bin zum Beispiel ja sehr gerne Unternehmerin. Und das, ich mache, mache ich auch einfach gerne ... klar zu sein, welche Rolle man in einem gewissen Kontext auch hat. Und eine kleine Ausflug ins Resilienz-Training. eine der ... eines der Themen bei Resilienz und was eben auch massiven Einfluss auf die Resilienz von Menschen haben kann, kann sein, wenn es keine Rollenklarheit gibt. Das gibt es auch ganz oft in Unternehmen, aber auch im privaten Kontext. Jessica: Mhm. Mmh. Mhm. Andrea: Das hat schon was damit zu tun, was andere eben uns auch zuschreiben. Die ist ja so und die ist ja so. Das prägt uns ja auch, wenn wir das bisschen von außen gespiegelt bekommen. Auch mal am Wochenende. bin nicht normal angestellt und arbeite von morgens bis abends. Und hab dann ab Freitag, Nachmittag frei. Mir macht das aber auch Spaß. Und das kann ich mitgehen, dass ich da sage, wenn diese Veränderungen, die ich in verschiedenen Jahren mal gemacht hab, dass die eben auch nicht immer von allen von außen verstanden wurde oder auch gesehen wurde. Und das ist vielleicht ein bisschen die Richtung, die du jetzt meintest. Jessica: ⁓ ja, ⁓ ja, das war guter Einstieg. Stark. Das stimmt, wenn die Rolle nicht klar ist oder wenn man zwischen den Rollen hin und her springt, ist das schon mal sehr kräftezehrend. Auf jeden Fall. Sehr, gut. Wenn ich dich zum Beispiel, wo wir von Rollen fragen, wenn ich dich jetzt mal so ganz spontan, gar nicht vorbereitet, fragen würde, wer bist du? Was würdest du antworten? Andrea: Wobei, glaube ich, da gehen wir noch mal an einer anderen Stelle drauf ein. Das will ich jetzt gar nicht zu tief machen, weil das auch ein größeres Thema wäre. Aber wie neben ich mich war, wie neben andere mich war, das ist schon ... Will ich das erfüllen, was andere in mir sehen? was sehen andere in mir? Und ist das eigentlich was, was ich auch in mir sehe? Das ist ja auch bisschen in die Richtung, die du gerade gegangen bist. Jessica: Ja. Andrea: Ich habe zwar jetzt nicht dieses Schuhbeispiel, sondern für mich sind die Veränderungen immer positiv gewesen. Aber das würde ich so unter meine Erfahrung mit so bisschen an deinem Beispiel rankommen fassen. Also, da ich die Frage bis vor zehn Minuten nicht kannte, dass du sie mir stellen würdest, ich doch immer noch leicht überrascht. hatte dann jetzt relativ wenig Zeit, mir Gedanken zu machen. Wer bin ich eigentlich? Ich glaub auch nicht, dass ich es heute direkt vollumfänglich beantworten kann. Weil's auch da natürlich unterschiedliche Antworten drauf geben würde. Klar, ich könnte jetzt einen Elevatorpitch machen. Wer bin ich denn im beruflichen Kontext? Oder, na, was hab ich studiert? Jessica: Genau, da hast du mir eine schöne Überleitung gebastelt gerade, denn was ja viel schwieriger im Grunde noch ist, ist ja nicht nur das, was alle anderen von dir halten oder wie alle anderen dich sehen oder welche Rolle sie dir zuschreiben, sondern natürlich auch welche Rolle ich mir selber zuschreibe. So, das kann ja unterschiedliche Gründe haben oder unterschiedliche Hahaha Ja, finde ich auch, das trifft es ja auch genauso nicht oder Veränderungen, die nicht wahrgenommen werden. Dieses drastische Schuhbeispiel war, weil ich das als so anstrengend empfinde auch zum Teil und auch, es ärgert mich auch und es macht mich aber auch, wenn ich jetzt speziell auf dieses Thema eingehe, macht mich das aber auch ein bisschen traurig, wenn ich ehrlich bin. Und ich kann mir vorstellen, dass Menschen generell Andrea: paar Sachen. Und dann gibt es natürlich ein paar Sachen, wer bin ich? Ich bin Frau, ich bin aus dem Rheinland und so weiter und so weiter. Und das sind ja auch alles verschiedene Rollen oder Identitäten, wie wir jetzt so wollen. Ich glaube, ich tue mich total schwer zu sagen, ich bin so oder ich bin so. Also, wer bin ich, ist glaube ich keine Frage, ich dir jetzt in einem kurzen Satz beantworten kann. Aktuell, ich mal, ich beschreibe mich mal auf heute. Heute Jessica: Geschichten, die mich in diese Rolle gebracht haben. zum Beispiel sind das Glaubenssätze, glaube ich. Du wirst mich gleich korrigieren, wenn es sie nicht sind. Aber ich bin halt chaotisch. Ich bin nicht sportlich. Ich kann nicht so gut mit Menschen. Ich kann auch nicht so gut vor Menschen sprechen. Ich bin keine Führungspersönlichkeit. Ich bin zu sensibel oder zu wenig sensibel. Irgendwann ist ja immer. Und manchmal hält man an dieser Rolle so fest, obwohl die vielleicht ... so geht, wenn die sich weiterentwickeln oder wenn die etwas überwunden haben oder keine Ahnung was und einfach eine neue Rolle haben, sich neu präsentieren können und mit dieser Rolle auch nochmal andere Verlässlichkeiten, Gewohnheiten einhergehen, dass trotzdem so viel an einer alten Rolle festgehalten wird, auch von außen. Wenn ich nochmal einen Sprung zurück in unserer Unterhaltung mache, wir halten oft an Rollen fest. Andrea: bin ich mit meiner Freundin Jessica Podcasterin. Das ist zum Beispiel die Rolle, die ich gerade im Augenblick hab. Und das bin ich gerade, das fühl ich gerade. Und dazu hab ich auch gerade Lust. Jessica: gar nicht mehr stimmt, was mich dazu kommen lässt, dass es vielleicht auf die gesamte Zeit gesehen immer auch nur ein Schnappschuss ist. Also immer auch nur so eine Momentaufnahme. Und das ändert sich ja. Dennoch fällt es uns ja schwer, uns von Rollen zu trennen. Beispiel, ich bin nicht sportlich. Da können wir uns jetzt drehen und wenden, wie wir wollen. Ich bin's halt nicht, ne? Ich hab, ich bin einfach weil wir uns sicher fühlen. Von außen wird aber auch oft an Rollen festgehalten, weil es auch sicherer ist oder weil es bequemer ist. Ich lasse das mal offen, das würde jetzt den Rahmen sprengen und wir haben ja noch ein paar Folgen dafür parat. Aber ja, ich würde da mit dir genau einhergehen und würde sagen, ja, manchmal ist es einfach schwer, die neue Rolle auch auszuleben und Also im Moment bist du Podcasterin und Freundin und ich wollte auf einen bestimmten Punkt hinaus mit dieser Frage, weil das nämlich ganz oft passiert, wenn man jemanden fragt, wer bist du, kommt als Antwort erst mal so eine, ich bin keine Ahnung, Führungskraft, bin Geschäftsführerin, ich bin Unternehmerin, ich bin Coaching, ich bin Mutter, Freundin, so. Das kommt ganz oft, aber es werden nie Eigenschaften genannt. Ich bin es nicht so. Also ich habe in der letzten Folge, wer sie gehört hat, mich selber als Eddie the Eagle des Kraftsports bezeichnet, was auch nach wie vor stimmt. Ich habe wahnsinnigen Spaß daran. Ich bin nicht besonders talentiert dabei, aber ich bin halt dabei. So, ich sag mal, man schlurt mich so ein bisschen mit durch. Ich habe früher, ich habe nicht diesen super Einstieg zum Sport bekommen. Ich habe als Jugendliche so auszuleben, dass man von außen auch die Akzeptanz dafür bekommt. Also wer bist du ist dann vielleicht auch eher die Frage, was bist du? Da würden die Menschen vielleicht eher mit Eigenschaften antworten. Aber ich finde ja, dass zu dem, was man nach außen präsentiert, ist man ja noch viel mehr. Also man ist vielleicht neugierig oder mutig, da haben es wieder, verletzlich, man ist lernfähig, man ist vielleicht auch mal schüchtern, lautstark, all diese Sachen ist man ja auch noch. Und viele andere Aufgaben bewältigen müssen und habe auch eine Rolle übernommen, die mich von der anderen Rolle des Kind- und Jugendlichseins leider abgehalten hat. Und das baut sich halt so im Leben auf. Und diese Rollen haben sich zum Teil auch sehr prägnant eingebrannt. Die werde ich auch ganz schlecht los. Aber diese, die Rolle der unsportlichen wenn man so an die Sache rankommt, kommt man halt schon auf eine ganz andere Ebene von wer bin ich eigentlich. Also wenn ich dich jetzt nochmal frage, wer bist du und was darüber hinaus, hättest du da jetzt noch eine Erweiterung zu dem aktuellen? Andrea: Zu aktuellen Podcast, meinst du? Also eher auf Eigenschaften bezogen. Ja, klar, ich bin natürlich auch viel von dem, was auch andere schon mal über mich sagen. Ja, ich bin vielleicht straight. Ich setze Sachen ⁓ Ich hoffe, ich unterstütze auch Menschen. Ich bin hoffentlich auch sportlich. Das sind da so ein paar Sachen, ich ... Was man vielleicht auch glaubt. Gestern hab ich übrigens gesagt, ich bin sehr flexibel. Jessica: Lustigen, die ist einfach irgendwie so stabil in mir aufgebaut, dass ich mich jetzt gerade auch an eine Situation erinnere, wo wir einen Mittwochskurs hatten und wir können den Kurs ja immer nur durchführen, wenn wir mindestens drei sind. Hab ich das richtig? So und dann waren wir aber genug und dann ging aber die Unterhaltung so ein bisschen dahin, so ja, ⁓ Gott sei Dank sind wir genug und da hab ich so und das ist bezeichnet einfach oder beschreibt die Rolle Ja. Andrea: Mhm. Jessica: Hm. Andrea: wo du ja geschmunzelt hast. ... seh ich auch immer noch so. Ich könnt ja so sagen, wer mit dir befreundet ist, muss flexibel sein. Das wäre jetzt meine kleine Sch- ... Jessica: der lustigen, dicken, nicht sportlichen, habe ich dann gesagt, ach, macht nichts, ich zähle für zwei. Haha Und das ist so absurd und ich werde das aber auch nicht los. Das ist so drin bei mir, dass ich das, ja, ist das ein Glaubenssatz oder ist das eine Rolle? Ja. Das kann ich aber gut aufnehmen. Den Gedanken behalte ich im Hinterkopf. Ich nehme hier, was ich kriegen kann. Andrea: Ja ne! Also ich antworte mal so der Reihe nach. Also alles, was du eben gesagt hast, könnte man natürlich diese Beispiele unter Glaubenssätze, Ich-Überzeugungen packen. Klar, wenn ich davon 100 Prozent überzeugt bin, dass bei mir was so ist, ja, dann ist es auch so bisschen wie so eine Self-fulfilling Prophecy. Das bewahrheit ich dann auch immer. Und dann muss ich mir das natürlich auch selber bestätigen, wenn ich das so über mich sage. Also ich bin chaotisch. Ja, und dazu ... Ja, ich glaub, ich ... Also, ich tu mich, wie alle hören, der Antwort auch ein bisschen schwer. Weil ich ... Heute Morgen hatte ich ein Coaching. Und da war ich Da war ich Coach. Und da hab ich mich auf was vorbereitet. Und dann zwischendurch hab ich noch andere Sachen gemacht. war ich auch was anderes. Und ich geh mit. Es ist entweder auch eine Rolle, die du eben genannt hast. Oder auch Eigenschaften, die wir mitbringen. Und ... Na klar, dann kann ich ja jetzt nicht irgendwas ordentlich machen. Und wahrscheinlich fällt es mir dann noch gar nicht auf. Ich finde es sehr lustig, dass du sagst, du bist nicht sportlich. Weil, wer ist denn überhaupt sportlich, könnte ich jetzt auch fragen. Was ist denn, wie definieren wir denn, wer ist sportlich? Und bin ich nur sportlich im Verhältnis zu? Also wenn wir jetzt mal, übrigens morgen ist Mittwoch, morgen früh ⁓ neun freue ich mich, freue ich mich auf dich. Es sind auch, glaube ich, schon mehr als drei angemeldet. Ja, glaube, das wandelt sich auch ein bisschen im Laufe des Tages oder der Woche, je nachdem, welchem Kontext ich gerade unterwegs bin. Jessica: Ich freue mich schon. Yeah. Andrea: Also es ist vollkommen unerheblich, ob du kommst oder nicht, aber du wirst ja kommen. Jessica: Ich komme. Wir machen Eco Bike, natürlich komme ich. Andrea: Sehr schön. Ich finde es verrückt, dass jemand, sagt, ich war mein Leben lang nicht sportlich. Okay, das ist ja eine Sache, da bist du in der Vergangenheit. Das kann vielleicht auch stimmen. Ich hab mich mein ganzes Leben lang nicht so sportlich bewegt. Das ist vielleicht ein Fakt. Den würde ich auch nicht anzweifeln. Jetzt finde ich aber, du hast vor ein paar Monaten beschlossen, dass es eine gute Idee von mir war, dass du mit mir zum CrossFit kommst. Zum Functional Fitness. Und ... Du machst da eine Stunde lang ein toughes Programm. Und das finde ich extrem sportlich. Also es ist auf jeden Fall viel sportlicher als alle, die gar nicht zum Sport gehen und gar keinen Sport machen. Und du machst da auch Dinge, die du dein Leben lang noch nicht gemacht hast. Und ob du die jetzt vielleicht nicht so gut machst wie der 25-jährige Trainer, okay, finde ich auch gut. Jessica: Mmh. Andrea: Weil das ist ja auch der Sinn, dass vielleicht ... Und es gibt immer Leute, die sind besser und schlanker und fitter und die können mehr Gewichte stemmen und schneller laufen und weiterspringen oder besser XY machen, wenn wir jetzt von einem anderen Sport reden. Das wird's ja immer geben. Aber bin ich deswegen unsportlich, nur weil's Leute gibt, die's besser machen? Würde ich nicht sagen. Und deswegen finde ich halt, dass man auf jeden Fall oder du auch gerne immer hinterfragen kannst, bin ich eigentlich wirklich unsportlich. Oder nur weil es besonders ... Oder bist du unsportlich, weil es wehtut? Also mir tut es übrigens auch weh. Und ich würde jetzt über mich trotzdem nicht sagen, dass ich unsportlich bin. Ich finde mich extrem sportlich. Aber gibt es Leute, die viel sportlicher sind oder viel sportlicher aussehen? Oder einen besseren Body haben, einen Sixpack haben oder was auch immer? Ja, klar gibt es sie. Gibt es die 20 Jahre jünger sind? Gibt es auch, viele. Sind die sportlicher als ich? Viele, aber auch nicht alle. Jessica: Hm. Absolut. Andrea: Also, ... Ich finde gar nicht, dass du unsportlich bist. Ich finde, du bist sportlich, weil du auch Sport machst. Und du gehst regelmäßig zum Training und machst eine Sache, wo du sagst, ich will das und das können, möchte schwere Gewichte bewegen, möchte meinem Körper was Gutes tun. Ja, und das find ich extrem sportlich. deswegen ... Weiß ich nicht, natürlich ist es auch manchmal leichter, mit einer Rolle zu kokettieren. Weil dann kann ich auch leichter wieder aufgeben bei einer Sache, die mir vielleicht schwerfällt. Jessica: Ja, ja, total. Andrea: Das kann natürlich auch ein kleiner Schutzmechanismus sein. Jessica: Du bist schon ein cleverer Kopf. Das muss man einfach auch mal sagen. Das stimmt natürlich auch. Wenn ich an alten Rollen festhalte, ist es ja auch immer leichter, wieder zurückzugehen und mich in so eine vermeintliche Komfortzone zu bewegen, die mir vielleicht gar nicht gut tut. Und das finde ich ist auch ein großes Thema bei Rollen. Ich habe eine Rolle, in der bleibe ich, weil ich, also die ist vielleicht gar nicht gut für mich, aber ich bleibe trotzdem in dieser Rolle, weil ich genau weiß, was da passiert. Wenn ich in eine andere Rolle gehe oder wenn ich mich auf den Weg mache, eine andere Rolle einzunehmen, dann weiß ich ja gar nicht, was passiert. Wie steht mir diese Rolle denn? Oder wie kann ich die ausfüllen? Das ist was Neues. So. Das ist, finde ich, gerade ein sehr erhellender Moment in dieser Podcast-Folge. Warum halte ich so absurd fest, dass ich die unsportliche Lustige bin? Ja. Andrea: Also lustig bist du auf jeden Fall trotzdem. Jessica: Lustig bin ich immer. Lustig bin ich ja, ich bin ja lustig. Bin ja auch. Andrea: Siehst du? Nicht, also ja, aber vielleicht nicht unsportlich. Jessica: Vielleicht finden wir ja nicht alle lustig, aber ist auch egal. Aber lustig bin ich eigentlich schon. Es ist, ich finde diese Rollen, die man eingenommen hat im Laufe seines Lebens, und jetzt sind wir beide ja schon auch ein bisschen was älter, wir haben so ein bisschen Lebensjahre auch schon hinter uns und haben in dieser Lebenszeit ja auch schon verschiedene Rollen eingenommen und auch wieder verlassen. Verlassen von Rollen finde ich unglaublich schwer. Und wenn ich Klienten habe oder Klientinnen habe, die sich auf neue Rollen oder neue Wege machen, das geht ja beides auch Hand in Hand, habe ich immer ein ganz gutes Beispiel. Und zwar kennst du das Beispiel von dem Trampelfahrt? Andrea: Und du meinst den geraden Pfad Jessica: Genau, dass man ja immer, also jeder kennt ja ein Trampelfad, ich sag mal hier Beispiel, Polar Wiesen, immer schön auf dem Trampelfad bleiben. Rechts, links erwarten nicht Überraschungen, die willst du nicht. Aber es gibt halt diese Trampelfade und wenn man irgendwo lang geht und es ist eine hohe Wiese, man wird immer den Trampelfad gehen. Ob das jetzt der kürzeste Weg ist oder der beste Weg ist, aber es ist halt der vorgegebene Weg. Und so ist das, ich, auch mit den Rollen. Du wirst immer in dieser, in dieser, ähm... Rolle bleiben, das ist vielleicht nicht die Beste und das ist vielleicht auch nicht die stärkste für dich, aber es ist die, die du kennst. Und diese Metapher geht halt weiter, wenn du einen neuen Weg einschlägst. Du musst halt erst ein paar Mal den neuen Weg gehen, bevor der sich abzeichnet, damit du nicht mehr automatisch in den alten Trampelfahrt einsteigst, sondern dein Gehirn sagt, ach nee, hier rechts davon sind wir jetzt auch schon, ich sehe den Fahrt, den neuen, ich muss da jetzt nur noch mal ein paar mal rüber. Bis der sich so etabliert hat, das dauert einen Moment und so ist es vielleicht auch mit Rollen oder spinne ich da jetzt total im Thema rum. Andrea: heißt, in mir regt sich so ein leichter Widerspruch oder… Also ich hab ja nicht so gerne, wenn man mir sagt, du machst auf jeden Fall das so. Das ist so, das ist nicht meine Identität, weil ich denke eher so, ich kann mit der Coding-Metapher natürlich was anfangen und sagen, na klar, wenn wir… Jessica: Sag mal. Hab ich ja nicht so gern, aber sag mal. Andrea: den alten, bekannten Weg weiterlaufen, dann werden wir vielleicht nicht so viel Neues entdecken und ⁓ was Neues zu machen, muss man den Weg mal verlassen und sich auch neuen Weg erlaufen. Dann gehe ich natürlich mit. Aber ich für mich sehe jetzt nicht, dass ich immer den Weg gehen würde. Ich würde auch schon mal die Machete mitnehmen und direkt nach rechts in Unterholz gehen. Auch wenn da noch kein Weg zu sehen ist, dann mache ich mir halt einen Weg. Also das ist eher so, ich glaube, ist auch eine Idee. Jessica: Auch eine Idee. Andrea: Ich glaube, eben, ist deswegen, meine Identität ist einfach gar nicht so, dass ich so, dass dann da langlaufen möchte. eher so, wenn mir jemand sagt, du läufst da auf jeden Fall lang, dann sag ich ja vielleicht, aber auch vielleicht auch nicht. Also nicht Widerstand auf Teufel komm raus, weil es jemand gesagt hat. Ich guck einfach mal. vielleicht will ich dann aber irgendwo anders da nicht weitergehen, sondern will dann links oder rechts abbiegen. Und dann würde ich das eben auch tun. Und auch wenn da vor mir ein getrampelter Pfad ist. Und deswegen, ja, kann ich mitgehen. Darf man aber auch selber entscheiden. Und manchmal ist es auch einfach gut. Manchmal gibt es auch eine Zeit, wo man locker auf diesem Pfad mitschwimmt, kostet keine Anstrengung. Und manchmal braucht man das auch einfach da, dass man in einem bestimmten Bereich so einen schönen, bequemen, ausgelatschten Pfad hat, wo man jeden Schritt kennt und läuft hinlang. Und manchmal braucht man aber auch einfach was Neues. ist, finde ich es total gut, mal rechts und links auszubrechen und das zu tun, was man entweder sonst noch nicht gemacht hat oder sich noch nicht getraut hat. Da hat man den Mut, das zu tun. Ja, ich bin dabei, es gibt auch Leute, die würden das nie tun, weil es eben einfach so vorgegeben ist. Das hat eben auch was mit der ... Identität vielleicht zu tun, die dann die Person in dem Augenblick hat. Jessica: Und wenn ich das jetzt nochmal in Bezug auf Rollen nehme, also wir haben jetzt ja Trampelfahrtmetapher hin oder her, wir haben ja das eigentliche Thema, wie wir in den Rollen agieren, die wir ausfüllen, die uns zugeschrieben werden und die wir vielleicht uns selber auch kreiert haben, sage ich mal, ist es... Ist es so, dass man aus Sicherheit, das haben wir ja gerade schon mal kurz angesprochen, in einer Rolle bleibt, die einem eigentlich gar nicht mehr steht und gar nicht mehr gut tut, dass man sich eher für das Unangenehme, also für die unangenehmere Rolle entscheidet, bevor man sich für eine neue Rolle entscheidet, weil man sich sicherer fühlt? Also lieber ich bin halt so als, ich weiß gar noch nicht, ob ich noch so bin. Aber ich weiß auch gar nicht, ich, wenn ich das nicht mehr bin, wer bin ich denn dann? Andrea: Ja, klar, glaube auch, dass natürlich viel in unseren gesellschaftlichen Strukturen, in denen wir uns bewegen, natürlich viel von außen auch an limitierenden Dingen mitgegeben wird. Das kannst du ja ⁓ nicht, oder du kannst es auch jetzt nicht mehr machen, du kannst dich nicht beruflich verändern. Und das wissen wir ja beide aus dem Coaching, dass Menschen zu uns kommen, die sagen, na Jessica: Mmh. Andrea: Das ist jetzt irgendwie ... Ich erinnere mich an unsere Folgen, Lebenstraum und Lebensplan, die irgendwann sagen, ich will was ganz anderes machen. Und da ist auch ganz oft das Umfeld, das kannst du jetzt nicht mehr machen. Du willst jetzt noch mal studieren, willst dich selbstständig machen, du willst das und das machen. Oder du willst zu spät noch ein Kind bekommen oder willst dich jetzt trennen. Das kannst du nicht machen. Und das, glaub ich, viel wird von außen limitiert. Dann traut ... trau ich's mir vielleicht noch weniger zu, wenn ja andere auch schon glauben, dass ich's nicht kann. Und ... ja, und ich glaube auch viel die Angst vor was Unerwartetem, was Neuem, weil ich ja auch nicht weiß, was dahinter ist. Und viele Menschen sagen, ich bin ja so, da weiß ich ja, was ich hab. Ich bin jetzt in dem Augenblick eben auf Sicherheit bedacht. Ich bin ja nicht risikofreudig. Und deswegen bleib ich eben doch lieber hier. Und das ... Jessica: Mmh. Andrea: Ja klar, ist dann auch eine Identität, die ich in dem Augenblick wirklich so lebe. ob das so bleiben muss, ist es wirklich so, ist ja die Frage. Und was wäre denn, wenn es nicht so wäre? Jessica: Tja, was wäre denn, wenn es nicht so wäre? Das ist eine sehr gute Frage. Ich finde, dass das ein wahnsinnig spannendes Thema ist und ich bin froh, dass wir uns im Vorfeld schon, da kann ich schon mal einen kleinen Cliffhanger einbauen, geeinigt haben, dass wir dieses spannende Thema auf mehrere Episoden ausweiten. Aber dieser Zwischenraum, das lässt mich noch nicht ganz los, dieser Zwischenraum zwischen einer alten Rolle und einer neuen Rolle. Also ist das ein Luftlehrerraum? Gibt es da irgendeinen Begriff für, der mir nicht bekannt ist? Oder ist das einfach ein Zwischenraum, den man erlebt? Weißt was ich meine mit diesem Zwischenraum?