Dr. Adeline Hurmaci - Herzenssprachen: Hi, ich bin Adeline und du hörst mehrsprachig glücklich, den Podcast für Eltern, die Mehrspachigkeit leben und ihren Kindern weitergeben. Hier findest du wertvolle Impulse für den mehrspachigen Alltag, ehrliche Tipps und Inspiration. Ich teile Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis und führe Interviews mit spannenden Menschen, damit aus der mehrsprachigen Reise eine wunderbare Reise werden kann. Schön, dass du da bist. Ich habe selbst zwei Kinder, 10 und 4 Jahre alt und den Kita-Start mit beiden unterschiedlich erlebt. Und mittlerweile habe ich so viele Familien auf ihrem Weg in die Mehrsparigkeit begleitet, dass ich dir aus Erfahrung sagen kann, worauf es beim Kita-Start eines mehrsprachig aufwachsenen Kindes wirklich ankommt. Heute möchte ich dir vier Dinge mitgeben, die du unbedingt wissen solltest, damit du in dieser Zeit nicht anfängst, dir oder deinem Kind zu zweifeln. Wir schauen uns an, was eine sogenannte stille Phase ist. Warum du weiterhin deine Sprache mit deinem Kind sprechen solltest, warum der Austausch mit Fachkräften sehr wichtig ist, aber du dir Rat von Fachexperten holen solltest, wenn es ⁓ die Mehrsparigkeit geht und was dein Kind braucht, ⁓ die neue Sprache schnell zu lernen. Lass uns jetzt starten. Erster Punkt. Es kann sein, dass dein Kind in der ersten Zeit in der Kita nicht spricht. Vielleicht wirst du in der Zeit merken, oder die Fachkräfte werden dir berichten, dass dein Kind nicht aktiv spricht. Doch bitte, mach dir erstmal keine Gedanken. Manche Kinder beobachten zunächst viel und sprechen in der neuen Umgebung wenig oder gar nicht. Das ist die sogenannte stille Phase. Bevor wir zum zweiten Punkt rüberspringen, du weißt wie wichtig Abos und Likes sind, damit YouTube meine Videos an mehr Menschen ausspielt. Mit einem Abo und einem Like unterstützt du also nicht nur meine Arbeit, sondern auch andere Eltern, die meine Impulse gebrauchen können. Wenn du gerade die Folge als Podcast hörst, dann gib mir gerne eine 5 Sterne Bewertung oder kommentiere unter der Folge, wenn dir gefällt, du hörst. Und es geht weiter. 2. Sprich weiter deine Sprache mit deinem Kind. Diese Frage wird mir sehr aufgestellt. Mein Kind kommt in die Kita und hat bisher nicht wirklich Deutsch gelernt, sollte ich Deutsch mit ihm sprechen, damit es gut vorbereitet ist. Und meine Antwort ist, nein, das brauchst du nicht. Ein Wechsel der Sprache könnte eher negative Auswirkungen haben. sowohl auf eure Kommunikation, eure Beziehung als auch auf die Entwicklung deiner Herkunftssprache. Du kannst aber dein Kind an das Thema Kita oder Bücher heranführen und warum nicht diese auch auf Deutsch anschauen, damit du deinem Kind gezielt den Wortschatz gibst, den es dort gebrauchen kann. Und auch das ist gar nicht nötig, wenn dein Kind noch sehr jung ist, also unter zwei Jahren. Da wird es so oder so klarkommen. Bei einem älteren Kind kann es durchaus sinnvoll sein, vorher eben Bücher dazu anzuschauen, ⁓ das Ankommen zu erleichtern. Und wenn irgendwann der Rat von den Fachkräften kommen sollte, dass du mehr Deutsch mit deinem Kind sprechen solltest, dann hol dir lieber eine zweite Meinung von einer Fachperson. Und so kommen wir zum nächsten Punkt. Der Austausch mit pädagogischen Fachkräften ist sehr wertvoll, sie sind aber keine Fachberaterinnen oder Fachberater. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit Fachkräften ist sehr wichtig. Wenn es aber ⁓ Fragen rund ⁓ das Thema Mehrsparigkeit geht, dann wende dich lieber an Fachpersonen. Denn pädagogische Fachkräfte verfügen in der Regel nicht über genug Wissen zum Thema Mehrsparigkeit. Damit geschaut werden kann, welcher Weg sich bei euch als Familie am besten eignet, ist eine genaue Sprachbiografie und eine Sprachumfeldanalyse notwendig. Nur eine individuelle Beratung kann dir weiterhelfen. Da bin ich auch gerne für dich da. Punkt 4. Was dein Kind braucht, sind Interaktionen. Wenn dein Kind zu Hause bzw. im familiären Umfeld keinen oder wenig Kontakt zu der Landessprache hat und diese kaum spricht, dann ist folgende sehr wichtig. Achte darauf, dass es genug und qualitative Interaktionen mit MuttersprachlerInnen hat und verlasse dich nicht darauf, dass es in der Kita ausreicht. Denn oft ist es so in Deutschland zum Beispiel, dass die Fachkräfte ausgelastet sind und kaum Zeit für 1 zu 1 Interaktionen mit den Kindern haben. Und vielleicht ist die Mehrheit der anderen Kinder in der Kita auch nicht deutschsprachig. Wie soll dein Kind dann die Sprache lernen? Sorge also bewusst für den Kontakt mit deutschsprachigen Menschen, außerhalb der Kita. Und das gilt ganz besonders, wenn dein Kind erst mit drei oder später in den Kindergarten kommt. Welche dieser vier Punkte war für dich besonders wichtig? Schreib gerne in die Kommentare und hinterlass einen Daumen nach oben, wenn dir das Video weitergeholfen hat oder eine 5-Sterne Bewertung. falls du diese Folge als Podcast hörst. Wir sehen uns in zwei Wochen wieder. Bis dahin machs gut und hab ne schöne Zeit mit deinem Kind.