Michael: Ja, hallo herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Gelbe Vorm AI, eurem Podcast für alles rund KI und Anwendungsfälle in Unternehmen. Mein Name ist Michael Witzenleiter. Ich bin euer Host von Das Gelbe Vorm AI und habe wie immer meinen congenialen Co-Ost Sean Lückwinkler zugeschaltet, diesmal nicht aus Hamburg. Er ist hier bei mir in der Region vor Ort, im Hotel. sind räumlich getrennt. Schön, dass du da bist, Sean Lück. Hallo und herzlich willkommen. Jean-Luc: Ja, hallo auch von meiner Seite. wollte schon wieder ganz traditionell Moin sagen, aber das passt jetzt ja nicht, wo ich auch hier im Süden sitze. Ich freue mich auch wieder dabei zu sein, diese Woche eine News-Folge und wir starten gleich rein mit der Zahl der Woche, die vielleicht auf den ersten Blick aussieht wie ein Tippfehler, aber sie ist ernst gemeint, denn die Zahl ist 100 Dollar. So viel zahlte nämlich Opmei. für einen Anteil von 4,2 Prozent am Chip-Hersteller Cerebras. Konkret bedeutet das, Cerebras hatte OpenAI im Rahmen der Partnerschaft Bezugsrechte auf eigene Aktien eingeräumt. Also Rechte, die sich OpenAI nach und nach verdient hat. Und eingelöst hat es sie dann alle auf einmal gut 10 Millionen Aktien zu je 100.000.000 Das macht in Summe rund 100 Dollar in bar. Also... Der implizite Wert dieser Beteiligung liegt heute bei etwa 2,3 Milliarden US-Dollar. Stimmrechte sind allerdings keine mit dabei. Interessanter, als die Zahl ist allerdings der Zeitpunkt denn eingelöst, wurden die Rechte bereits im Juli. Öffentlich wurde das aber erst durch eine Quartalsmeldung am 12. August, also einen Tag bevor OpenAI Ultrafast vorstellte. GPT 5.6 Sol mit bis zu 57 Ausgabetoken pro Sekunde und bis zum 14-fachen der Standardgeschwindigkeit. Ohne dabei auf ein kleineres Modell auszuweichen. Also Cerebus betreibt diese neue Ultrafast-Stufe dann auch schon selber. Für mich steckt darin mehr als eine Kuriosität. Also erstens, Geschwindigkeit wird zum Produktmerkmal. Solange sich die Modelle in der Qualität annähern, entscheidet zunehmend, wie schnell eine Antwort da ist. Wer das liefern kann, ist jetzt plötzlich Milliarden wert. Und zweitens, der strategische Teil, die großen Labore sichern ihre Lieferkette nicht mehr nur über Verträge, sondern auch über Eigenkapital. Also wer Anteile am Hardware-Lieferanten hält, der verhandelt anders über Preise und auch über Verfügbarkeiten. Und vielleicht auch drittens noch eine Einordnung, damit die Zahl nicht größer klingt, als sie dann auch tatsächlich ist. Die 100 Dollar, die sind nur der Einlösepreis dieser Rechte, nicht der Kaufpreis einer Beteiligung. Also erarbeitet wurde sie über die Partnerschaft, was letztendlich dann den Kaufpreis darstellt. Geschenkt bekommen hat sie jetzt also hier in diesem Fall dann niemand. Michael, was willst du sagen? Für 100 Dollar hättest wahrscheinlich auch zugeschlagen, Michael: wenn man auf Sprachnuss. Na klar, wenn ich da in meinem Portfolio von Serie Bra-Shop, da kommen mir die 100 Dollar wieder in greifbare Nähe. Hatte überhaupt gar Jean-Luc: Ja. Michael: keinen Impact auf den einzigen Kurs, überhaupt nichts. Komm, lass mal das Thema weg. Ich bin gleich in laune. Jean-Luc: Ja, ja, okay, okay. Gehen wir schnell weiter. Aber bleiben auch so ein bisschen beim Finanzthema. Auch wenn wir keinen offiziellen Disclaimer haben an dieser Stelle. Der unpopuläre Hinweis, keine Finanzberatung. Aber trotzdem möchten wir weitermachen. Ich habe mir dieses Mal als großes Hauptthema in Tropic vor dem größten Börsengang der Geschichte geschnappt. Hier geht es nämlich zwei Billionen Dollar. Investoren erwarten nämlich für Entropix Börsengang eine Bewertung von über 2 Billionen Dollar, also über 2.000 Milliarden. Das ist hier tatsächlich kein Übersetzungsfehler. Das wäre der größte IPO der Geschichte. Und das Unternehmen prognostiziert 100 bis 120 Milliarden US-Dollar annullierte Umsätze bis Ende 2026. Angepeilt ist ein Debüt dann auch im Oktober. Im Vorfeld trifft Entropiq gezielt Investoren, Zusicherung zum Wachstumstempo zu geben und zu erklären, wie es mit drei Belastungen umgehen will. Zum ersten die Popularität günstigerer chinesischer Systeme, dann die Spannung mit der Trump-Administration und drittens dann auch noch den wachsenden Widerstand gegen den Rechenzentrumsbau. Michael: Ja, so eine Bewertung für ein Unternehmen dieses Alters ist überhaupt vertretbar. sind ja astronomische Zahlen. Jean-Luc: Schwierige Frage. Sie ist im Kern natürlich eine Wette darauf, dass Unternehmenskunden dauerhaft zahlen, was sie auch heute schon zahlen. Ob das dann so weitergeht, das ist jetzt genau der wunde Punkt. Die Gegenprobe, werden wir dann zum Ende des Blogs vielleicht noch ein bisschen was zu sagen und darauf noch mal zu sprechen kommen. Also, schwierig zu sagen. Ich würde sagen, warten wir es mal ab und schauen wir mal. Die zwei Millionen Dollar kommen ja nicht aus meiner Tasche. Michael: Ja, uns schlechter als meine Investoren in Zerebras kann es auch nicht sein von denen. Let's go for it! Jean-Luc: Wenn wir ein Video-Podcast werden, dann würde ich dich jetzt bitten, Screenshot zu zeigen. das lassen wir lieber. Schauen wir uns mal das Fundament so bisschen an. Entropic liegt ganz gut auf Kurs. Mehr als 65 Milliarden Dollar annualisierten Umsatz zu überschreiten. mehr als das Siebenfache des Tempos vom Ende des Vorjahres. Parallel bereitet das Unternehmen eine Aktiengattung mit erhöhten Stimmrechten für die Mitgründer vor, sie dann gegen Druck von externen Anteilseignern abschürmen zu können. Michael: Warum denn ausgerechnet jetzt? Jean-Luc: ein Börsengang die Eigentümerstruktur verändert und weil Entropiq seine Sicherheitsagenda nicht dem Quartalsdruck aussetzen möchte. Ob jetzt diese Konstruktion hält, das werden wir dann sehen, wenn die ersten Zahlen enttäuschen sollten. Dann ist das natürlich eine ganz andere Frage. glaube, dann wird es schwierig, seinen Druck trotz erhöhtem Stimmrechtsaufstand halten zu. Aber Entropic ist nicht nur stark im Gespräch mit Investoren, sondern da wird auch ordentlich was unter der Haube gemacht. Und zwar haben sie nämlich einen Fähigkeitsbeweis erstellt. Ein Modell verschiebt jetzt die Riemann-Hypothese. Das ist jetzt nicht zu verwechseln, in den letzten News-Folgen haben wir immer wieder über mathematische Errungenschaften durch KI berichtet. In der Folge 109 über Claude Fabel-Five, da ging es die Akrobi-Vermutung, die wieder erlegt wurde in der letzten News-Folge 111. über Anthropics Mythos, dass die Post-Quanten-Verschlüsselung knackt. Und jetzt kommt diese Riemann-Hypothese hinzu. Ein noch unverfündliches Anthropik-Modell hat bei der Riemann-Hypothese einem der bedeutendsten ungelösten Probleme der Mathematik die untere Schranke von 41,6 auf 67,2 % verschoben. Und angestoßen hat das Ganze ein Mitarbeiter ohne tiefere mathematische Ausbildung, der das System schlichtbart, echten Versuch zu wagen. Und danach arbeitete das Modell anderthalb Tage eigenständig weiter. Der Aufwand dahinter, was ist da konkret passiert? Rund 60 koordinierte Sub-Agents und 31 Millionen Ausgabetokens über zwei Sitzungen wurden hier verarbeitet. Die erste Sitzung, die brachte dabei 650 Ideen hervor, also gar nicht mal so wenig, von denen keine einzige aber funktioniert hat. Und am Ende entwickelten nur zwei Subagents die entsprechende Ideen, die übrigen prüften, verwarfen und dokumentierten das Ganze dann. Also zwei Entropic Mathematiker und zwei externe Experten, die prüften dann das Ergebnis. Einmal formal und dann verifizierten sie auch noch die Beweisassistenten mit einem Lean Ansatz und ein Peer Review zu diesem Ganzen steht jetzt in einem Fach Journal auch noch aus. Michael: Was sagt denn dieses Ergebnis über den Wert des Unternehmens aus? Jean-Luc: Inhaltlich wahrscheinlich noch nicht so viel, aber es ist das beste Verkaufsargument, das Entropic vor einem Börsengang haben kann. Denn für uns ist die praktisch interessante Botschaft dabei letztendlich die Arbeitsteilung, die Entropic vorgenommen hat. Also hier ist nicht ein Genie-Modell, was ein Problem gelöst hat, sondern ein orchestriertes Team an Sub-Agents mit klaren Rollenverteilungen. Und genauso bauen auch Unternehmen heute ihre eigenen Systeme auf. Und das hat Entropic jetzt hier noch mal unter Beweis gestellt. wie gut Sie das selber auch mit Ihren Modellen dann können. Dann gab es aber noch bisschen andere News von Entropic, die auch hier mit zu dem Börsengang-Thema vielleicht spannend sein könnten, denn das ist das ganze Thema Wasserzeichen und Regulierungsbette, die Entropic hier spielt. Denn Entropic versieht jetzt Texte, Code und Dateien aus Claude künftig mit unsichtbaren Wasserzeichen und setzt dabei die seit dem 2. August geltenden Transparenzvorgaben des EU AI Act auch weltweit und nicht nur in Europa. Das Wasserzeichen bleibt auch beim Kopieren außerhalb der Plattform erhalten. oder auch wenn man sich die API Inhalte generieren lässt. Dateien werden zusätzlich nach dem C2PA-Standard auch gekennzeichnet. Das kennt man wahrscheinlich so von Bildern, vor allem bei LinkedIn oder in Social Media wird es dann angezeigt. Das Wasserzeichen steckt nicht, wie jetzt viele annehmen, in versteckten Sonderzeichen oder ASCII-Codes, sondern in der Wortwahl. Denn wenn zwei Formulierungen gleich gut passen, jetzt beispielsweise beim Satz, das Wetter war heute kalt und Dann wird man vielleicht das Wort bedeckt verwenden oder grau verwenden. hier entscheidet jetzt ein geheimer Schlüssel, welchen Clot hier nimmt, beziehungsweise welchen Token oder welches Wort Clot als nächstes nimmt. Und über tausende solcher Mikroentscheidungen entstehen dann, woraus sich ein statistisches Muster ergibt, das dann mit Zufall nichts mehr zu tun hat und dadurch dann dieses Wasserzeichen bildet. Für die Praxis ist das wichtig, denn markiert wird dass ein Inhalt von Claude verarbeitet wurde, nicht unbedingt von Claude ausschließlich erstellt wurde. Das Zeichen ist also dann vorhanden, wenn Claude lediglich einen selbstgeschriebenen Text überarbeitet hat. Also sowas wie eine Zusammenfassung beispielsweise oder Umformulierung selbst dann soll dieses Wasserzeichen noch enthalten sein. Michael: Ja, das ist natürlich für viele Anwender, würde ich mal sagen, auch ein Nachteil. Wie ist es denn für Anthropic selbst? Siehst du es als Wettbewerbsnachteil oder sind Sie dort beim Thema Transparenzwehe weit vorm mit dabei? Jean-Luc: Auch gute Frage. würde sagen, kurzfristig beides. Also wer Compliance-Anforderungen erfüllen muss, der bekommt jetzt ein Argument geliefert für Modelle von Entropic. Wer KI unauffällig einsetzen will, der schaut sich lokale oder vielleicht offene Modelle dann genauer an, beziehungsweise sonst von Wettbewerbern. XAI ist dem Freiwilligen-Kodex bislang noch nicht beigetreten. Also falls ihr da Empfehlung braucht, wenn ihr selber noch eure Social-Media-Inhalte generieren wollt. Michael: sag dir, früher, später führt da kein Veganidon-Mass vorbei. Ich sag's dir. Jean-Luc: Was sagt denn Axiom Portfolio? ja, gut. Okay, okay, okay, lass uns schnell weitermachen. Vielleicht noch einen Blick auf die Risiken. Also die Konkurrenz, ist natürlich jetzt gerade bei so einem Börsengang wird die auch stark betrachtet und die Kosten vielleicht auch mit Bruchteil. Also auf der Plattform Openrouter stellen jetzt chinesische Modelle inzwischen die Mehrheit des Entwicklertraffics dar. Je nach Messung sind das rund 50 bis 60 Prozent und im Sommer führten sie dort erstmals die Rangliste auch an. Unter den 25 populärsten Systemen auf Hackingface zum Beispiel stammen 19 aus China. Und in Afrikas Spanien entwicklerort berichten bis zu 90 Prozent gegenüber den US-Anbietern. Das ist letztendlich aus meiner Sicht ein Detail mit Symbolkraft, denn als ein Open AI Agent selbstständig in die Infrastruktur von Hackingface eintragen, nutze das Unternehmen ausgerechnet das chinesische Modell GLM 5.2 zur Analyse. weil die Sicherheitssperren westlicher Spitzenmodelle die nötigen Befehle dann blockiert hätten. Michael: Ja, was bedeutet denn das für Entropic? Jean-Luc: Bezogen auf die 2-Millionen-Bewertung, das ist jetzt die zentrale Unsicherheit, würde ich mal sagen. Entropic verkauft Qualität und Verlässlichkeit. Natürlich auch zu Premium-Preisen, wenn man das vergleicht. Und je kleiner der Qualitätsabstand wird, desto schwerer lässt sich der Aufpreis natürlich begründen. Und der Aufpreis ist natürlich wichtig für die Investoren. Und für euch als Anwender ist das natürlich eine gute Nachricht, denn der Preisdruck wirkt jetzt weiter nach unten. Und da bin ich dann auch mal gespannt. Werder als nächstes Preise reduzieren wird oder mit deutlich stärkeren Modellen wieder die Ecke kommen wird, die dann keinen Preisbump nach oben haben werden. Aber apropos andere Player, Michael, ich schieße den Ball rüber zu dir. Wie sieht es bei den Big-Playern aus in der vergangenen Woche? Michael: Ja, lass uns mal schauen, was die anderen so machen. Außerhalb von den Tropic. Starten wir mit OpenAI. Dort gab es diese Woche eine Notbremse, eine Cyberwaffe und ein Adidas an der Spitze. Das ist doch eine nette Mischung. OpenAI hat die Arbeit am kommenden Modell Astra pausiert. Internet-Tests konnten kritische Cybersecurity-Fähigkeiten nicht ausschließen. Erstmals kann OpenAI bei einem eigenen Modell die höchste Risikostufe des eigenen Preparedness Framework nicht ausschließen. Und behandelt es vorsorglich so, als wäre es kritisch. Als kritisch gilt, wäre eigenständig funktionsfähiger Zero-Day-Exploits in gehärteten Systemen. Kurz darauf wurde bekannt, dass OpenAI zusätzlich das Frontier Scaling verlangsamt und Teile des Reinforcement Trainings pausiert hat. Also wie gesagt, ist eine ganze Menge an Notbremsen zustande. Gleichzeitig geht das Unternehmen in die Gegenrichtung GPT 5.6 Cyber beantwortet 95 % Heikle-Exploit-Einfragen gegenüber 1,5 % beim regulär geschützten Modell. ist über das Programm Daybreak für geprüfte Verteidiger zugänglich. Also das ist wiederum ein Modell, speziell für diese Anwendungsfälle gemacht scheint. Persönlich verliert OpenAI vor dem Börsengang COO Brett Lightcap, Umsatzchefin Denise Tresser und den Ethikverantwortlichen. auch das News. wahrscheinlich bisschen mehr Recherche erfordern. Jean-Luc: Passt das denn jetzt aber zusammen? Also bremsen und zugleich ein Cybermodell ausliefern? Michael: Ja, wenn man die Logik so akzeptiert, schon. Also die Angreifer bekommen diese Fähigkeiten ohnehin und die Verteidiger sollen nicht hinterherlaufen. Das kann, bleibt, dass die Grenze zwischen beiden Gruppen allein durch einen Freigabeprozess läuft. Und wie wir gehört haben, die Position des Ethikverantwortlichen ja gerade bekannt ist. Jean-Luc: Link zur Stellenausschreibung in den Show Notes. Michael: Kommen wir zu Google. Führungswechsel mit Kursabschlag. Gemini knackt die Milliarde. Chef Dean, einer der wichtigsten KI-Forschern des Konzerns, verlässt Google und gründet mit drei weiteren leitenden Forschern ein eigenes Start-up. Minuten später wurde bekannt, dass Demis Hesabes seine operative Rolle abgibt und Vorsitzender von DeepMind sowie Chefwissenschaftler von Alphabet wird. Corey Kowuk ShowGlo übernimmt das Tagesgeschäft. Die Aktie verlor rund 4%. Produktseitig läuft es besser. Die Gemini-App überschritt 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer. Mit Gemini 3.7 Flash kommen nur drei Wochen nach der Vorversion ein neues Arbeitswert bei bis Jahresende halbierten API-Preisen. Jean-Luc: Verliert Google gerade seine Forschungs-DNA? Michael: Das Signal ist zumindest etwas unangenehm, aber die Richtung ist natürlich bewusst gewählt, weg von reiner Forschungsexzellenz hin zur Ausführung. Und bei einer Milliarde Nutzern ist das nachvollziehbar. Der Preis ist, dass die glücksten Köpfe woanders gründen. Das haben wir ja im KI-Bereich auch häufiger schon gesehen, dass kluge Köpfe gern mit anderen klügen Köpfen zusammenarbeiten und da relativ schnell so dynamisch entstehen kann, gute Leute woanders hingehen. Kommen wir zu Elon Musk zurück, SpaceX, AI und Cursor. Croc 4.6 rückt in die Spitzengruppe vor. Es erreicht das Niveau von GPT 5.6 Zoll, schlägt bei praxisnahen beruflichen und juristischen Aufgaben sogar Feebe 5 und kostet rund 60 % weniger als die führenden Wettbewerber. Dazu kommt Crocbot, eine Oberfläche wie in Gruppenchat. in der Bots mit eigenem Cloud-Rechner autonom arbeiten, sich untereinander abstimmen, neue Spezialagenten erzeugen und Aufgaben übergeben. Preis, 120 Dollar im Platz, keine kostenlose Stufe. Hintergrund die strukturelle, wichtigere Nachricht. SpaceX hat Cursor für rund 60 Milliarden Dollar übernommen, das Model-Training mit eigenen GPU-Resourcen zu stärken. Nur Tage später startete Cursor seine GitHub-Alternative Origin. ausgerechnet während eines über sechs stündigen GitHub-Ausfalls. Jean-Luc: Auch wieder ungünstig. Aber was würdest du sagen, wie ernst ist dieser neue Wettbewerber? Michael: Auf jeden Fall sehr ernst würde ich sagen. Spitzenleistung zu 60 % des Preises anbietet und die Rechenkapazität eines Raumfahrtkonzerns im Rücken hat, zwingt Open AI und der Traffic zu Preiseaktionen. Wie gesagt, glaube man sollte Elon Musk in diesem KI-Thema nur nicht abschreiben. Kommen wir zu NVIDIA. Der Burgraben besteht aus Capitalis, Überschrift der Woche. NVIDIA investiert 105 Milliarden Dollar in ein Ohio Rechenzentrum für OpenAI, senkte die ursprünglich geplante Garantie aber von 250 auf unter 120 Millionen Dollar als Reaktion auf risikosorgende Investoren. Parallel arbeitet der Konzern mit Apollo, Blackstone und Goldman Sachs an einer 500 Milliarden Dollar Initiative für KI-Infrastruktur. Bei Croc zensierte Nvidia die Technologie und übernahm leitende Mitarbeiter. Das verbliebene Unternehmen sammelte anschließend 350 Millionen Dollar bei 3,5 Milliarden Bewertungen ein. Hier muss man sagen Croc mit Q, also das war jetzt nicht das Investment in die Modelle von Elon Musk. Jean-Luc: verwirrende Namenswahl hier, aber auch einiges an Verschiebung hin und her verschiebt sich jetzt bei Nvidia der Vorsprung von Technik hin zur Finanzkraft. Michael: Ja, das ist der schwer angreifbare Vorsprung. Chips lassen sich nachbauen, Bilanzvolumen dieser Größe nicht. Das heißt, das viele Geld, was Nvidia hat, scheinen sie jetzt sinnvoll im Markt einzusetzen. Kritiker nennen es einen als risikoverkleideten Burgraben. Ja, kann jeder bewerten, wie er möchte. Kommen wir zum Thema zu weiteren Themen, MetaStripe und... unangenehmer Befund aus Entropix Labor. Meta veröffentlicht mit Mews Glimmer, ein Modell mit 30 Milliarden Parametern unter Apache 2.0-Dizenz, ausgelegt auf dauerhaft laufende lokale Agenten. Stripe übernimmt OpenRouter für über 7 Milliarden Dollar, im Mai war das Startup noch mit 1,3 Milliarden bewertet. Der Zugang zum Modellausfall ist offenbar viel wert. Und Entropix Frontier Red Team hat untersucht, wie sich Agenten in Gruppen verhalten. Sie bilden Preisabsprachen ohne jede Anweisung. einem Preisbeispiel verschworen sich drei bis acht Agenten selbstständig auf Mindestpreise allein durch Abgleich öffentlicher Preislisten. In einem anderen Versuch sperrten sich drei Claude-Agenten auf derselben Code-Basis über vier Stunden gegenseitig aus. Jean-Luc: Auch interessantes Verhalten, wenn wir das jetzt mal auf den Unternehmenskontext anwenden, was heißt das für Unternehmen, die jetzt mehrere Agenten parallel einsetzen? Michael: Das Alignment auf Modellebene eben nicht reicht. Wer Agentenschwärme betreibt, braucht klare Zuständigkeiten, Konfliktregeln und einen verantwortlichen Prozess. Sonst entstehen die Probleme, die wir gerade beschrieben haben, dass nicht kein einzelnes Modell für sich verursacht hätte, aber in Kombination eben schon. Und die Preisabsprache wird zum kartellrechtlichen Thema, sobald autonome Pricing-Agenten in echten Märkten dann auch laufen. Ja, kommen wir zu den Quick News noch. Jean-Luc: Ja, da fange ich diese Woche gerne an mit einer Quick News, ich auf der einen Seite sehr lustig finde, auf der anderen Seite aus technischer Sicht betrachtet, aber dann auch höchst riskant. Es geht einen Agent, der etwas zu weit ging, denn der KI Agent eines Australias, der sollte lediglich einen Platz in einem Fitnesskurs für ihn reservieren und stattdessen fand er jetzt eine Schwachstelle im Buchungssystem, die sich Kurse weit über die erlaubten Fristen hinaus buchen ließen. Und als sein Nutzer nur auf Platz 4 in der Warteliste landete, suchte der Agent einfach mal selbstständig weiter und stornierte kurz die Reservierung eines anderen Mitglieds. Rückgängig machen konnte er das dann aber nicht mehr. Sein Kommentar, schlechte Nachrichten, ich kann die Person nicht wieder hinzufügen. Der Nutzer meldete allerdings dann aber den Vorfall darauf in dem Studio und ich glaube, das ließ sich dann auch in der Grunde noch wieder lösen. Michael: Ja, eine Meldung, die etwas wissenschaftlicher ist. Eine KI entwirft funktionsfähige Viren. Forschende der Stanford University und das ARC Institute haben mit KI Viren entworfen, die in der Natur nicht vorkommen. Das ist der erste Fall, in dem ein Sprachmodell vollständige funktionierende Genome erzeugt hat, veröffentlicht im Fachjournal Science. Aus rund 700.000 entworfenen Genomen wurden 285 tatsächlich gebaut. den E. coli eingesetzt. 16 davon waren lebensfähig, das ist eine Trefferquote von 5,6 Prozent. Einige vermehrten sich schneller als das natürliche Vorbild. Eine Mischung tötete sogar E. coli Bakterien ab, die gegen den natürlichen Virus resistent geworden waren. Ein möglicher Ansatzpunkt gegen antibiotikaresistente Infektionen. Zur Einordnung, die Modelle wurden bewusst nie mit Erregern für Menschen, Tiere oder Pflanzen trainiert. Die Auswahl der Trainingsdaten ist damit die einzige eingezogene Schranke. Die Modelle liegen mit offenen Gewichten vor. Jean-Luc: schließe ich diese Woche ab mit einer News rund Personalthemen unter dem Titel Deutschlands stiller Umbau. Was ist hier passiert in den letzten Wochen? Volkswagen streicht bis 2030 rund 5500 Manager-Posten. Das ist etwa jede vierte Managementstelle und Bayer hat seine Führungsriege bereits zwei Drittel reduziert und die Hierarchiestufen von 11 bis 12. auf sechs bis sieben gesenkt. Also muss man sich mal vorstellen, elf bis zwölf Hierarchiestufen. Wahnsinn. Sechs bis sieben hätte ich schon für viel erachtet, obwohl ich zehn Jahre Konzernvergangenheit im Gepäck mit mir rumtrage. Bei den Start-ups zeigt sich dasselbe Muster. 27 Prozent verzichten wegen KI bereits auf Neueinstellungen, während bei fast jedem fünften der Personalbedarf durch KI sogar wächst. Ehrlich bleibt dabei Treiber ist primär der Kostendruck, also KI liefert die Rechtfertigung und beschleunigt, sie ist selten allerdings die alleinige Ursache. Michael: Diese Woche haben wir ein ungewohntes Bild geliefert. Die Labore haben sich selbst gebremst. Die Bewertungen steigen trotzdem und die günstige Konkurrenz holt weiter auf. So kann man die Woche ganz gut zusammenfassen. Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne Bewertungen da und abonniert den Podcast. Ansonsten hören wir uns nächste Woche. Jean-Luc: Macht's gut, bis nächste Woche.