Michael: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Gelbe von Main. Heute mit Folge 116. ihr wisst ja, bei uns gibt es immer im wöchentlichen Wechsel eine News-Folge und eine Interview-Folge. Heute mal wieder eine Interview-Folge mit einem wirklich super tollen Gast. Ich freue mich schon sehr drauf. Aber zunächst mal Hallo und herzlich willkommen. Scharnuck, mein congenialer Co-Host. Jean-Luc: vielen Dank für die Überleitung. Ich bin Jolek Winkler, euer technischer Ansprechpartner hier in diesem Podcast. Ich freue mich auf die heutige Folge, weil wir technische Themen wieder vor der Brust haben und weil wir auch einen super spannenden Gast haben, den ihr vielleicht schon sehr gut kennen solltet, wenn ihr euch mit KI-Themen auseinandersetzt und auch häufiger mal auf YouTube unterwegs seid, euch da mit den neuesten Trends vertraut zu machen und vor allem auch so bisschen den Meter weiter runterzugehen. und zu schauen, was tatsächlich hinter den einzelnen Themen steckt und wie man sie anwendet. Die Rede ist von Alex Sprogis, der heute als Gast bei uns mit dabei ist. Ihr habt es dem Cover wahrscheinlich auch schon erkannt. Alex ist ein YouTube-Creator oder Content-Creator allgemein. Ich konsumiere hauptsächlich deine Videos auf YouTube, Und bin großer Fan davon. Das heißt, da schon mal sozusagen der erste Call to Action YouTube-Kanal. Verlinken wir euch in den Show Notes, dann könnt ihr euch die Videos anschauen. Ansonsten ist Alex nicht nur Content Creator, sondern kann natürlich auch das, was er tatsächlich in den Videos zeigt, anwenden und weiß auch, was er da tut, weil er selber aus der Praxis kommt. Aber Alex, würde sagen, mehr dazu dann direkt von deiner Seite. Schön, dass du mit dabei bist. Stell dich doch gerne mal den Zuhörerinnen und Zuhörern vor. Alex Sprogis: Vielen lieben Dank, dass ich dabei sein darf. Vielen Dank auch für die Kurzvorstellung einmal. Ich bin Alex. bin seit jeher im Bereich Produkt- und Softwareentwicklung unterwegs. Jetzt mehr als 14 Jahre. Und habe vor viereinhalb Jahren oder 2021 war es tatsächlich schon, dann meine eigene Softwareentwicklungsfirma gegründet, Visual Makers, als Agentur. Und wir sind dann bis auf 15 Mitarbeiter gewachsen die letzten Jahre über. sind eigentlich angefangen 2021 so eher als Schulungsplattform. Zu zweit habe ich das mit einer Kölnerin gegründet und damals bei diesem ganzen Low-Code, No-Code Hype, sage ich mal, oder sogar noch vor der Welle sind wir eingestiegen, haben diese Tools entdeckt und dann angefangen Prozesse zu automatisieren. Vor allem auch, weil ich persönlich immer nach einem schnelleren Weg gesucht habe, Software zu implementieren. Also ich habe selber ein paar Jahre als Entwickler gearbeitet, aber es war dann doch immer so bisschen Hasslebe. Ich fand es total faszinierend aus nichts. quasi was entstehen lassen zu können. Aber der Weg dahin war dann doch manchmal sehr schmerzhaft zum Ergebnis. Und von daher haben diese Low-Code No-Code-Tools damals schon einen guten Boost gegeben in diesem ganzen Entwicklungsprozess. Und ja, wir haben dann angefangen, eben Schulungen zu geben dafür und haben immer mehr Anfragen bekommen für tatsächliche Projekte, weil die Unternehmen dann eben gesagt haben so, hey, super cool, dass ihr das anbietet. Wir haben aber gar keine Zeit, das selber anzueignen. Könnt ihr nicht Projekte für uns machen? Und so sind wir dann, bei der Agentur, dann auch relativ schnell gewachsen. Genau. Ja, und nach ein paar Jahren habe ich jetzt dann für mich festgestellt, dass das Führungsthema mir persönlich dann doch nicht so viel Spaß macht und ich dann doch wieder irgendwie Gründer sein wollte, sage ich mal in dem Sinne, weil man hat ja dann doch irgendwie als Geschäftsführer recht viel Verantwortung für dieses ganze Gesamtkonstrukt und die Mitarbeitenden. Und wir waren in sehr, sehr guten Situation Ende letzten Jahres, wo ich dann gesagt habe, ich glaube, ich frage für mich mal den Neuanfang. Und möchte mich wieder meinem Herzensthema widmen, diesem ganzen Befähigungsthema. Und habe daraufhin dann eben das ganze Thema YouTube angegangen. Beziehungsweise bin parallel auch noch für Workshops unterwegs, bei IT-Beratungen, Produktteams und so weiter. Und ja, genau. Bin seitdem dann eben auch Content Creator. Auch komplett neue Welt für mich, aber super spannend, was da passiert. Und ja, ich darf tagtäglich irgendwie ausprobieren, was es gerade so Neues am Markt gibt. Und das freut mich natürlich ganz besonders. Jean-Luc: Ja, stark. Freut uns auch besonders, vor allem, wenn wir so bisschen in deinen Kopf heute reinschauen zu können und dein Wissen abzuzapfen. Lass uns doch mal ganz locker starten. Dadurch, dass du dir jeden Tag die neuen Dinge anguckst, die daraus noch auf den Markt kommen, gibt es da irgendwas, was dir hier in letzter Zeit so richtig überrascht hat, im positiven, vielleicht auch im negativen Sinne? Alex Sprogis: Also ja, vor allen Dingen ist mir jetzt vor zwei Tagen gab es ein Ankündigungsvideo von einem ehemaligen OpenAI-Mitarbeiter, der mit seiner Firma die letzten zwei Jahre an einem neuen Modell gearbeitet hat, was dann jetzt eben vor zwei Tagen angekündigt worden ist. Und der Gründer heißt Jogo Almeida und hat unter anderem eben auch ChatGPT mitentwickelt, sowohl als auch das Reinforcement Learning für ChatGPT. Und der hat jetzt eben mit seiner Kompanie ein Modell namens Jeff entwickelt, was als Output keinen Text mehr liefert, weil es eben nicht für Menschen entwickelt worden ist, sondern halt explizit für den Computer und sich dementsprechend also sehr gut eignen für die Integration in Software und Prozesse. Und ich glaube, das kann gerade einiges verändern. Also man kennt das ja. Also das ist ja an sich nichts Neues, also beziehungsweise vielleicht noch. Wofür eignet sich das Modell eigentlich? Das Modell ist sehr gut darin, schnell Entscheidungen für große Datenmengen zu treffen. Und dementsprechend eignet sich das für Kategorisierung, für Priorisierung, für Klassifizierung. Und das ist in dem Sinne ja nichts Neues. Das kennt man auch von Machine Learning aus den letzten Jahren. Aber jetzt eben die Zugänglichkeit und auch die geringen Kosten. die ersten Daten zeigen jetzt so, dass das Modell dann 150 bis 200 Mal günstiger und schneller ist als die aktuellen Frontier-Modelle. Wobei man bei der Intelligenz nur kleinere Abstriche machen muss. Und das ist wirklich beeindruckend und da gibt es gerade extrem viele spannende Use Cases, jetzt schon aufploppen, die die Community so bereitstellt. Und das verfolge ich gerade sehr intensiv und habe jetzt auch meinen eigenen Testzugang gerade freigeschaltet bekommen und werde nachher noch bisschen ausprobieren. Jean-Luc: Perfekt, perfekt. Ich hänge noch in der Freischaltungsschleife. Man kann quasi seinen Weightless-Platz claimen. Es gibt eine Discord-Community, die auch schon ziemlich durchdreht, ich mal sagen. Die Hälfte fragt nach, sie den Zugang bekommen. Die andere Hälfte postet dann, was sie alle Spannendeste machen. Da bin ich gespannt, was da in Zukunft rauskommt. Der Ansatz ist ja anders für das, was die Leute draußen kennen. Mit typischen LLM-Nutzungen sozusagen. Von daher ... kann ich mir schon ganz gut vorstellen, dass da noch spannende Use-Cases bei rumkommen, die die Effizienz unter der Haube dann nochmal deutlich steigern können. Also wenn eine Maschine mit Maschine spricht und das dann nicht über Prosa Freitags macht, auch würde ich mal sagen, in letzter Zeit immer schlimmer und übertriebener wird dann bei dem ein oder anderen Modell. Ja, cool. Alex Sprogis: Also, ja, es gibt natürlich viele Fun-Use-Cases, sag ich mal. Leute, die einfach Jeff dann Spiele spielen lassen, wo man eben schnell Entscheidungen treffen muss. Oder auch Blitzschachpartien zum Beispiel. Aber auch Sachen einfach große Datenmengen in kürzester Zeit verarbeiten. Ich hatte einen Case gesehen von einem Creator, hat so 1000 E-Mails verarbeiten lassen, also klassifizieren lassen nach Kategorie, nach Priorität und nach Spam-Wahrscheinlichkeit. Und, ja, da ... war dann die Geschwindigkeit bei 200 Millisekunden pro E-Mail, was dann schon echt heftig ist, sag ich mal. Und das sind ziemlich coole Use Cases oder eben auch, wie gesagt, du sagst es unter der Haube eben vor allen Dingen, glaube, gerade Softwareentwickler wissen das Modell dann sehr zu schätzen und finden sehr viele Use Cases, wo sie das einsetzen können. kann zum Beispiel auch als Modellrouter gut funktionieren, wenn eine Aufgabe reinkommt und ich arbeite im Hintergrund mit verschiedenen Modellen, dann kann das Modell schon vorher klassifizieren, okay, welches Modell eignet sich jetzt am besten für diese explizite Aufgabe und reicht das dann durch. Also genau, glaube, da gibt es viele coole Use-Cases. Jean-Luc: Ja, das Model Routing ist glaube ich ein sehr spannender Use Case und alles was so bildbasiert ist und verhältnismäßig schnell geht, finde ich auch spannend. Also Klassifizierungsthemen und bei textbasierten Sachen alles was sich in Zahlen gut ausdrücken lässt für die Weiterverarbeitung. Also im Sinne von 1 0 oder Prozentwerte, alles was dazwischen so ist, Konfidenzwerte auszugeben. Warten wir mal ab. Also vor allem, wenn dann tatsächlich auch richtig öffentlicher Zugang da ist, wenn das Ganze sich dann performenzeitig schlägt. Da bin ich mir sicher, Alex, dass du uns auf dem Laufenden halten wirst, wenn da was Neues kommt, gerade wenn du jetzt auch Zugangstatt hast und ausprobieren kannst. Dann sollten wir die Augen und Ohren offen halten. Lass uns doch mal über ein weiteres spannendes Thema sprechen, was du auch sehr gut schon gehandelt hast, ich mal sagen, also wo du sehr gut den Input zu, schon in deinen YouTube Videos gegeben hast und auch regelmäßig Updates zu kommen, das wäre das Thema Cloud Design. Wir und auch unsere Kunden arbeiten viel mit Cloud zusammen, Cloud Modellen und gerade wenn man die typischen Cloud Tools nutzt, also Cloud Desktop, Co-Work und Co., dann ist man sicherlich auch in den letzten Wochen nicht Cloud Design rum gekommen und da würden wir gerne mal mit dir bisschen weiter einsteigen. Vielleicht kannst du erstmal grundlegend erzählen, was ist denn eigentlich Claude Design und was kann man damit machen? Alex Sprogis: Ja, super gerne. Ja, Cloud Design an sich erst mal ein super hilfreiches Tool, alle Art von Design-Artifakte zu erstellen. das wird gerade auch aktuell immer mehr und mehr in Cloud selber integriert. Bisher war es immer eine extra Plattform, die man irgendwie aufrufen musste. Da war jetzt nicht direkt in der Cloud Desktop App integriert. Und man sieht gerade aktuell, dass alles mehr und mehr ineinander übergeht. Also auch Die letzten Tage hat Anthropic da viel gemacht, die User Experience nachzuschärfen, sag ich mal. wie gesagt, Cloud Design an sich ein sehr, sehr cooles Tool, alle Art von Design-Artifakten zu erstellen. Das fängt an bei UI-Prototypen zu Mobile Apps zu Desktop Apps zu Web Apps. Du kannst damit Slides erstellen. Du kannst damit jegliche Art von Dokumenten-Layouts erstellen. Wireframes, Animationen zum Beispiel nutze ich auch sehr gerne für meine YouTube-Videos, weil... Es ist dann vielleicht nicht so spannend, mir die ganze Zeit beim Reden zuzugucken. Da möchte man vielleicht noch irgendwas sehen, was sich parallel ein bisschen bewegt. ich kann so sehr meine ganzen Aussagen, die ich mache, sehr schön untermalen mit einfach Animationen, die Aussagekräftigkeit dann verstärken. Auch super cool. Mittlerweile kann man sogar 3D-Objekte in Cloud Design erstellen und Diagramme sowieso, E-Mails. Also eigentlich alles, was visuell ist sozusagen. Und das Ganze kann man einfach per Prompt eingeben in Cloud Design. Du kannst dann das Modell auch auswählen, wie man das eben auch kennt. Und dann geht's los, dann arbeitet Claude Design dir sozusagen das Artefakt. Und das kannst du dann nachschärfen, kannst einfach mit Claude dann darüber chatten, du kannst Kommentare setzen, das heißt, kannst über die Maus explizit Elemente in diesem Design wählen, die du nachbessern möchtest oder durch Claude nachbessern lassen möchtest. Es gibt auch einen Edit Mode, das heißt, da bekommt man sozusagen eine Art No-Code-Editor, wo man dann selber eben auch von Größen, Schriftfarben etc. Hintergrundfarben anpassen kann, so Detailänderungen ganz schnell und einfach nachziehen zu können. Und am Ende kann man das Ganze exportieren als Bilddatei, als Videodatei, als HTML-Datei oder eben auch weitergeben an Cloud Code. Zum Beispiel, wenn man mit UI-Prototypen arbeitet, dann kann man das Ganze natürlich auch an Cloud Code übergeben und dann auch ausentwickeln lassen. Also, ja, man ist super flexibel mit diesem Tool. Wie gesagt, allein die ganzen Artefakte und Use Cases, die es da gibt, ist das so eine Altzweckwaffe. Jean-Luc: Ja, was ich besonders spannend daran finde, ist, dass die Möglichkeit, sich diese Designsysteme zu erstellen, gerade wenn man wiederkehrend an einem Produkt, an einem Softwareprodukt arbeitet und nicht möchte, dass man immer wieder die gleichen Farbcodes erwähnen muss. Schriftarten, Größen, Abstände, Rundungen von Buttons und Co. Vielleicht kannst du noch mal ein paar Sätze zu dem Designsystem erzählen, was das ist und vor allem, was der große Mehrwert ist. darin sich ein Designsystem zu erstellen und dann noch anwenden zu können. Alex Sprogis: Ja, super gerne. Genau. Also das natürlich auch eine super klasse Funktion und die Grundlage eigentlich für alles, was man dann erstellen lässt. wenn man im Unternehmen ist, dann hat man seine Brand Guides, an die man sich halten muss. Und genau die kann man eben in Cloud Design importieren. Das heißt, man kann einfach bestehende Dateien und Ordner in Cloud hochladen. Man kann das Ganze auch aus Figma Dateien ziehen, also einem Design Tool. Man kann aber auch GitHub Repositories verknüpfen. Also man kann echten ... sozusagen zur Verfügung stellen, aus dem sich Cloud dann eben das Designsystem rauszieht und dann bekommst du eben ein sehr umfangreiches Dokument mit dem Brand Guide, mit dem Designsystem, das du eben hast, aufbereitet. Ja, also wie du sagst, das geht von Logo über Schriftarten, Abstände, Rundungen, teilweise ganze Mock-ups, die Cloud Design dir aufbereitet und dann hast du ein Standarddokument, was du bei anderen Design-Artifakten immer wieder referenzieren kannst und die werden dann eben auf Basis deines Designsystems aufgebaut. Jean-Luc: Du hast es vorhin schon gesagt, die Übergabe zu Cloud Code, beispielsweise für die Umsetzung, die ist dann auch einfach. Das heißt, wenn wir uns das vorstellen, haben ein Designsystem zuerst erstellt, in dem dann quasi alle Vorgaben zu unserem Design sind, dann haben wir darauf basiert und zum Beispiel Mockups erstellt, die dann unser Tool darstellen, was wir umsetzen wollen. Jetzt geht es an die Umsetzung. Wie komme ich jetzt aus Cloud Design raus, rüber? in meinen eigentlichen Codespace, dann tatsächlich das, was dort designt habe, auch umsetzen lassen zu können. Alex Sprogis: Ja, also genau, vielleicht noch kurz zwei Ergänzungen, die mir gerade noch eingefallen sind zu Cloud Design. Jean-Luc: Mhm. Alex Sprogis: kann auch seine Skills, die man sowieso schon in Cloud nutzt, die kann man auch in Cloud Design nutzen. Die muss man einmal aktivieren. gibt so einen kleinen Plus-Button unten links, den kann man einfach anklicken und dann kann man seine eigenen Skills ergänzen. Man kann auch mit Konnektoren arbeiten, die man schon in seiner Cloud Desktop App verbunden hat. Die lassen sich auch aus Cloud Design anspielen. Und mittlerweile gibt es auch in Cloud selber einen Design Skill, tippt einfach slash design ein in der Cloud Desktop App und dann erstellt auch Cloud selber dort ein Artboard mit den verschiedenen Designentwürfen. Also auch da merkt man wieder Anthropic versucht die Produkte irgendwie zu vereinheitlichen und da so eine All-in-One Lösung daraus zu machen. Aber zu deiner Frage, wie man das Ganze jetzt übergeben kann, also genau in Cloud Design gibt es einen Share Button, wo man das Ganze dann eben entweder runterladen oder übergeben kann und wenn man da die Übergabe an Cloud Code auswählt, wird letztendlich nur an Prompt erstellt, den man dann kopieren kann. Und in diesem Prompt ist natürlich einmal der Grundbefehl zu der Übernahme des Artefakts, inklusive des Links zu Cloud Design. Und auf den kann Cloud dann eben zugreifen, also Cloud Code, und kann sich dann eben das entsprechende Artefakt runterladen, was dann im Hintergrund eine einfache HTML-Datei ist mit ein bisschen CSS. Und darauf basierend wird dann eben die Umsetzung vorgenommen. Wenn ... man das machen möchte, dann würde ich bei der Entwicklung aber empfehlen, nicht einfach das Ganze dann eben über unseren Vibe Coding Ansatz umzusetzen, wie man es heute einfach kennt. Ich prompte einfach irgendwie, entwickle mir App XY, jetzt basierend auf dem Cloud Design Prototyp und dann fängt Cloud an, macht das auch erstmal ganz gut und man promptet immer weiter und immer weiter und irgendwann merkt man aber, okay, Cloud wird irgendwie immer ungenauer bei der Implementierung, irgendwie verfange ich mich immer wieder in Fehler schleifen oder er macht bestehende Sachen auch schon wieder kaputt. Und ja, ich habe einfach das Gefühl, irgendwie wackelt die ganze Basis hier gerade so ein bisschen. Und das zu verhindern, gibt es mittlerweile so verschiedene AI-Engineering-Frameworks da draußen, die man nutzen kann, dann Software eben auch professionell umsetzen zu lassen. Weil genau dieser Vibe-Coding-Ansatz eben verschiedene Probleme bürgt. Jean-Luc: Alex, eins von den Frameworks bietest du ja auch selber an. Du hast ja letztendlich deine ganze Erfahrung in ein so ein Framework reingetankt, wenn man das so sagen möchte und updatest das stetig. denke mal, verlinken dürfen wir sicherlich bei uns auch in den Show notes, aber magst du da vielleicht noch zwei Sätze zu sagen, was du da alles anbietest und auch was kostenlos verfügbar ist zur Nutzung? Alex Sprogis: Super gerne, super gerne. Genau, ... ... wenn man sich solche Frameworks anschaut ... und da gibt es gerade eine ganze Reihe von am Markt, ... ist auch häufig so ... nicht jedes Framework ist für jeden geeignet. Es gibt Frameworks für die unterschiedlichen Teamgrößen, ... es gibt Frameworks, die in Enterprise Teams verwendet werden, die dann auch eher so einen ... agilen Produktteam-Ansatz oder Scrum-Team-Ansatz verfolgen und dann gibt es eher Frameworks, die schnell und ... leichtgewichtig sind, die dann eben für Solo-Founder geeignet sind. Und ich habe mir so ... ... ja die Best Practices angeschaut, auch die Erfahrungen einfließen lassen, die wir in Agentur gesammelt haben. Da haben wir auch schon mit den verschiedenen Frameworks, mit den verschiedenen Entwicklungsframeworks gearbeitet und habe das sozusagen in ein eigenes Framework einfließen lassen. Es gibt eine kostenlose Variante davon, die kann man sich einfach runterladen. Das ist ein Open Source Repository, genau das verlinken wir. Und ich habe das Ganze dann nochmal so aufbereitet und verpackt, dass es eben explizit für Produktteams, für Gründer und Gründerinnen geeignetes, die selber produktive Software-As-a-Service-Anwendungen entwickeln möchten, die aber nicht zwingenden Entwicklungshintergrund haben, also ein Software-Engineering-Hintergrund haben und sich aber trotzdem sicher sein möchten, dass das, was am Ende dabei rauskommt, Bestand hat und eben sicher ist und auch aus Datenschutzaspekten etc. sicher ist. Genau und dazu habe ich tatsächlich ein eigenes Produkt gelounge und zwar ist das der AI Engineering Accelerator. Das ist letztendlich Einmal dieses Framework, was man dann eben nutzen kann, inklusive einer kompletten Videobekleidung. Das heißt, ich fange wirklich an bei den Cloud-Code-Grundlagen. Sprich, man braucht auch gar keine Vorkenntnis, das Ganze durchzuführen. Und dann steigen wir später ein in diesen Softwareentwicklungsprozess von dem SaaS-Produkt. Nutzen da das sogenannte Spectreven Development. Das ist eine übliche oder meistverbreitete Softwareentwicklungsmethode. Und dadurch laufen wir dann eben einmal die komplette Entwicklung. Ich habe dann in diesem Accelerator ein Praxisprojekt, was man mit durchlaufen kann, wo ich dann eben eine produktive SaaS-Applikation entwickle und dann geht das letztendlich am Ende bis zum Monitoring, Fehler-Tracking, weil auch im Live-Betrieb ist die Entwicklung ja nicht abgeschlossen, sondern es ist ein lebendes Objekt. Fehler können immer auftreten und von daher muss man natürlich auch gucken, dass man das Ganze sinnvoll überwacht. Genau. Michael: Du hast vorhin die Anwendungsfälle beschrieben. Kann man damit auch bessere Powerpoint Präsentationen Alex Sprogis: Auf jeden Fall. genau, für meine Workshops muss ich ehrlich gestehen, mache ich alles über Claude Design. Also auch da die Präsentation lasse ich alle erstellen. Ich habe mir einmal Designsystem angelegt und auf Basis dessen kann ich mir die unterschiedlichsten Präsentationen erstellen. Ich habe gelernt, wenn das nachher irgendwie, ich sage mal in dem Sinne eskaliert, dass diese Präsentation dann mehr als 30 Folien hat, dann wird das schwierig für Claude, diese eine Datei eben zu bearbeiten, weil die ist dann so groß gewachsen, dass dass die Bearbeitung einfach ultra lange dauert, ultra viel Token Usage hat oder nutzt. Von daher habe ich dann, ja, mir sozusagen verschiedene Master Folien angelegt zu den verschiedensten Themenblöcken und habe das immer versucht dann, ja, so bei maximal 20 Folien zu halten. Und so kann ich relativ easy einerseits natürlich die Folien bearbeiten oder eben auch Präsentationen zusammen merchant. Genau, das war so meine Erfahrung dabei. Aber es geht halt einfach deutlich schneller, als würde ich jetzt irgendwie in Google Slides oder in PowerPoint anfangen, mir eine Präsentation zu bauen. Und es ist trotzdem immerhin super flexibel, weil durch die Werkzeuge in Cloud Design kann ich einfach in die entsprechenden Stellen klicken und Cloud da direkt Anpassungen machen lassen, wenn ich da irgendwo was geändert habe. Michael: Was für Alternativen siehst du hin dazu? Wie grenzt sich Cloud Design von anderen Tools ab? Alex Sprogis: Ja, also ich komme ja genau da ich ja selber so ein bisschen aus der Produkt- und Softwareentwicklung komme, liegt da nahe eher sowas wie lovable zu nutzen, gerade auch verwenden ja auch super viele. lovable ist jetzt an sich nicht nur ein Design Tool, sondern ja Web App Bilder, Website Bilder sozusagen, der ganz ähnlich funktioniert wie Cloud Design, am Ende wahrscheinlich sogar noch teurer ist tatsächlich, aber die sind halt also Ich würde sagen, der USP, den Lovable gerade hat, tatsächlich, wie sie mit dem Design umgehen, weil darin sind sie gerade extrem gut. Alles andere könnte man tatsächlich auch direkt über Claude abdecken. Das heißt also, wenn man jetzt ein Claude-Abo schon hat, würde ich jetzt nicht noch Lovable mir dazu holen und da meine Apps bauen, weil das kann man eins zu eins auch ganz genauso gut in Claude machen lassen. Das ist so ein Thema. Ansonsten Figma natürlich auch irgendwie sehr bekanntes Design-Tool. haben wir auch selber in der Softwareentwicklung jahrelang genutzt. Das heißt, vor der eigentlichen Entwicklung wird einmal das komplette Applayout sozusagen in Figma erstellt, dann mit dem Kunden abgestimmt und wenn das passt, dann wird dann tatsächlich erst die Umsetzung vorgenommen. Und da gibt es mittlerweile auch Möglichkeiten. Zum Beispiel hat Figma ja Figma Make ins Leben gerufen, was letztendlich auch so eine Art AI-Builder für Figma ist. Funktioniert ziemlich ähnlich wie Cloud Design. Und das ist natürlich noch nahtloser mit Figma integriert. Das heißt, wenn ich jetzt schon auf Figma laufe, dann bietet sich natürlich an, da eher Figma Make zu nutzen. wie gesagt, der kann halt noch einfacher auf die Inhalte, die ich dann schon in Figma habe, zugreifen und das für die Applikation umsetzen. Ja, genau. Jean-Luc: Lass uns doch noch mal bisschen tiefer reingehen in das ganze Thema Entwicklung mit KI. Wenn man mal bisschen versucht, den Zeitstrahl, wie es das abgelaufen darstellt, dann haben am Anfang alle über ihre Skills gesprochen und angefangen, sich wilde Skills aufzubauen. Dann haben sie angefangen, sich ihre ganzen Entwicklungsumgebungen in welchem Tool auch immer zurechtzubasteln und dort dann so effizient zu halten, wie es geht. Und irgendwann hieß es, Leute, hört auf zu prompten. Eigentlich müsst ihr das Ganze in Loops denken und die Agenten für euch irgendwelche Subagents spawnen lassen und die für euch arbeiten lassen. hast du diese ganze Entwicklung wahrgenommen? würde zu sagen, stehen wir aktuell? Was ist so state of the art, wenn ich nicht nur Vibe coden möchte, sondern wirklich AI augmented oder AI assisted mein Software entwickeln möchte? Alex Sprogis: Ja, das ist super spannendes Thema. Ich glaube, wenn man über Loop Engineering nachdenkt, was ja auch bedeutet, ich gebe etwas ab und dann wird daran gearbeitet, das wird automatisch verbessert und dann eben so lange verbessert, bis ich dann das fertige Ergebnis entgegennehmen kann. Bisher bedeutet Loop Engineering oder Wir alle betreiben dem Sinne schon Loop Engineering, dass wir einen Agent prompten, der uns ein Ergebnis liefert, wir das reviewen, dann wieder prompten. Das ist ja letztendlich auch schon ein Loop an sich. So und das Ganze kann man dann weiter denken. Ich würde aber sagen, wenn es in der Entwicklung, in der Softwareentwicklung, Loop Engineering geht, dann darf man eben einen Schritt nicht überspringen und das ist erst mal überhaupt einen standardisierten Prozess zu verwenden, also ein Framework zu verwenden, weil wenn wir einfach nur prompten, gerade wenn du in einem Team unterwegs bist, dann sind Ergebnis einfach nicht reproduzierbar, weil jeder promptet irgendwie anders, jeder gibt irgendwie anders Kontext und so weiter und das führt am Ende zu Chaos einfach. So und dann muss man überlegen, okay, haben wir überhaupt Kontext, den wir der KI mitgeben? Also haben wir irgendwie Konventionen, die die KI nutzen soll etc. Was haben wir irgendwie für Projektkonventionen? Haben wir irgendwie ja Technologien, wir standardmäßig einsetzen, Dokumentation, die wir standardmäßig einsetzen? Und auch das sollte natürlich berücksichtigt werden. dann muss man noch gucken, so Coding-Agents an sich sind ja nicht fehlerfrei. Die machen sehr viele Fehler, aber eben sehr subtilere Fehler als, ich sag mal, ein Junior-Entwickler, der vielleicht irgendwo Syntax-Fehler macht oder was auch immer. Das ist ja relativ einfach zu spotten. Und Andrew Capati, einer der Gründungsmitglieder von OpenAI oder auch Anthropic-Mitarbeiter, hat vor einiger Zeit mal einen recht ausführlichen Tweet dazu geschrieben, wo er schreibt, Coding Agents arbeiten eigentlich wie schludrige, hastige Junior-Entwickler. Wenn man sich den Code anschaut, dann sieht er auf den ersten Blick gut aus. Wenn man tiefer reinschaut, dann wird man feststellen, dass die Agents am Ende häufig deutlich komplexer bauen und viel mehr bauen, als eigentlich nötig ist. Es gibt sehr schöne Vergleiche. Das Problem ist, dass Coding Agents heute noch viel Annahmen treffen, wenn sie nicht ausreichend Information haben. Das ist ein Thema. Das heißt, die entscheidende einfach für dich, wenn sie von dir keine Informationen zu einem bestimmten Thema bekommen und fragen meistens auch gar nicht nach. Und wenn sie diese Annahmen getroffen haben, dann informieren sie dich auch nicht darüber. Das bleibt einfach verschwiegen sozusagen. Dann eben das Thema Overengineering. Das heißt, da wo eigentlich, ich sag mal, 100 Zeilen Code reichen würden, implementieren die meistens ja 1000 und mehr Zeilen einfach, weil sie es können, sag ich mal. Ja, und sie geben dir auch häufig auch keinen Pushback. Das heißt, wenn du irgendwie die Richtung vorgibst, dann werden sie das einfach mitgehen. Das wird mit den neuen Modellen immer besser. Aber ja, nichtsdestotrotz. Und auch, ja, man mag immer einnehmen, okay, jetzt ist schon das nächste irgendwie Opus draußen, wird das Thema dann nicht irgendwo besser. Und gerade mit Opus 5 haben wir wieder gemerkt, die tendieren oder das Modell tendiert massiv zu Overengineering. selbst das fängt bei Antworten an. Opus... antwortet die mit Wänden von Text, die voll sind mit irgendwie Fachjargon. Und alleine das zu lesen erfordert schon so viel Kapazität, sag ich mal, von einem selber, das zu verstehen. Ja, und das sieht natürlich dann nachher bei der Programmierung ähnlich aus. Und da muss man natürlich bisschen aufpassen. Und all das kann man irgendwie managen mit bestimmten Vorgaben, mit Konventionen, die man eben über Skills mitgibt. So, und erst mit einem standardisierten Entwicklungsframework hat man dann eben den reproduzierbaren dokumentierten Prozess, den man immer wieder durchlaufen kann, wo der Kontext einfach schon schriftlich vorliegt, den der Agent als Single Source of Truth sozusagen nutzen kann. Und das liefert am Ende eben dann planbare Qualität. Wenn man das in Place hat, dann kann man über Loop Engineering nachdenken, weil das ist dann sozusagen die nächste Stufe, zu schauen, okay, wie können wir uns vielleicht auch ein Stück weit aus diesem Prozess rausnehmen und den Agent oder die Agents ist es dann eigentlich, die Arbeit selber optimieren lassen. Weil genau beim Loop Engineering ist es so, ich lasse zum Beispiel ein Artefakt von Opus erstellen und lasse es dann aber von einem unabhängigen Agent, zum Beispiel von einem GPT 5.6 oder so reviewen, weil der Agent, der entwickelt hat, sollte am Ende nicht sein eigenes Ergebnis abnehmen, weil der wird den kürzesten Weg nehmen, oder der kennt ja den Weg, zur Lösung sozusagen. Und stattdessen sollte man aber einen unabhängigen Agent nehmen in einem frischen Kontext, der das alles gar nicht weiß. Der hat im besten Fall das Prüfverhalten schon vorher definiert gehabt und bekommt dann einfach nur das Ergebnis geliefert und kann das dann direkt abnehmen und prüfen. Und die beiden in Kombination können dann sozusagen so lange zusammenarbeiten, bis das Ergebnis dann abnahmereif ist. Und so kann man eben in diesem standardisierten Entwicklungsprozess, den man sich aufgebaut hat, der auch mehrphasig ist, wenn man sich mal Frameworks anschaut, dann ist es häufig so, du hast die Spezifikationsphase, dann hast du irgendwie eine Planungsphase, wo dann das Systemdesign aufgebaut wird, wo eine Aufgabenplanung erstellt wird, dann hast du die eigentliche Implementierung und dann hast du noch eine Qualitätssicherung. So und über all diese Phasen kannst du dann Loops implementieren, die all diese Arbeitsschritte eben dann automatisch schon optimieren und man sich selber eben so bisschen rausnehmen kann. Und das Ganze kann man dann so weit spinnen, da gibt es dann auch Konzepte im Netz bereits. wo es dann sogenannte Dark Factories geht, ... also Dark Software Factories, ... sage, du gibst am Ende des Arbeitstags ... ... sozusagen eine Spezifikation rein ... und morgens kommst du ins Büro und kannst das fertige Ergebnis abnehmen, ... ... weil die Agents einfach komplett autonom arbeiten. Also das ist dann sozusagen ... ... die nächste Ausbaustufe dann. Jean-Luc: Ich glaube, das ist die Ausbaustufe, der viele Entwicklerteams da draußen so streben. Ich höre das häufiger, dass der Wunsch quasi da ist, so ein paar Junior-Entwickler-Positionen nicht zwangsläufig die, die man jetzt schon hat, zu entlassen, sondern eher zu sagen, wir würden gerne noch welche dazu heiraten und im Idealfall überlebt das aber für uns die Agenten, die dann im Hintergrund laufen und der Start-Einstiegspunkt ist im Grunde genommen... gebe ein Ticket vor, was ich sonst auch einem Junior zuweisen würde beispielsweise. Und am Ende mache ich noch die Abnahme. Und alles dazwischen sollte im Hintergrund so perfekt laufen, als wenn diesem Junior noch so Senior zur Seite gestellt wird, der mit ihm in ein Sparing geht. Und ich bin eigentlich nur noch die Ebene da drüber, die das Ganze dann abnimmt. Und da spreche ich immer wieder mit Leuten, die da schon einigermaßen gut in der Umsetzung sind. Wir selber sind auch dran. Ich würde nicht sagen, dass wir da schon ganz am Ende angekommen sind. Das ist so stetiger Prozess, den wir immer weiterentwickeln. Aber der Ansatz ist im Grunde genommen der gleiche. Wir versuchen immer zu schauen, wie sehr können wir... Dinge, die wir selber schon ausreichend vordefiniert haben, so weit an die KI abgeben, dass sie am Ende perfekt umgesetzt sind. Und alle Schritte dazwischen, also kann ja mal wegen auch irgendwelche Pfade eingeschlagen sein, Fehler gemacht werden, die müssen nur erkannt werden, dass das, was du sagtest, dass ein anderes Modell drüber schauen muss. Das sehe ich nämlich auch immer häufiger, dass Leute dann quasi sogar noch im gleichen Kontextfenster sozusagen ihre QA laufen lassen. Nach dem Motto, ja, aber da ist ja das meiste Wissen vorhanden. Aber genau das möchte ich ja nicht. Ich möchte jemanden als... unbeteiligten externen Experten da drauf schauen lassen. Deswegen dann immer ganz gut nochmal ein anderes Modell von im Best-File auch einem anderen Anbieter zu nehmen. Gibt es irgendwelche Tools, die du im Kopf hast, die du empfehlen würdest, die man sich angucken sollte in dem Bereich? Alex Sprogis: Also du meinst, was so Loop Engineering angeht. Jean-Luc: so Orchestrator-Apps und so, die da den übergeordneten Blick quasi drüber haben. Alex Sprogis: Ja, gibt viele der Konzepte. Es gab so was wie Paperclip zum Beispiel, wo man KI-Agenten in so einem Organigramm organisiert. Ich muss sagen, ich habe bisher mir solche Systeme eher selber gebaut, anstatt dass ich jetzt irgendwas mir von der Stange nehme, weil auch das genau musste dann ... dann doch auf dich zuschneiden, damit es auf deine Prozesse passt. Von daher habe ich eher geschaut, dass ich mir Frameworks am Markt anschaue und dann so bisschen Cherry Picking betreibe, das eben selber zu übernehmen. häufig ist es ja Open Source. Man kann das Ganze einfach analysieren lassen und dann übernimmt Jean-Luc: Ja. Alex Sprogis: man die Best Practices für dich selber. Von daher ist das eher so meine Vorgehensweise gewesen, genauso wie bei den Entwicklungsframeworks. Wie gesagt, da gibt es irgendwie ein GitHub-Spec-Kit, es gibt ein OpenSpec, es gibt... Gatschip dann, es gibt Superpowers, B-Med, ich weiß nicht. Also Jean-Luc: Ja. Alex Sprogis: hunderte Frameworks. Am Ende funktionieren sie in der Regel alle relativ ähnlich, weil sie eben auf den etablierten Entwicklungsmethoden wie einem Test-driven-Development oder einem Spect-driven-Development basieren. Und dann sind die Skills vielleicht anders benannt oder der Workflow ist leicht anders. Aber in Summe funktionieren sie alle relativ ähnlich. Und da kann man sich immer sehr, sehr gut dran inspirieren und dann einfach das rausziehen, was man für sich braucht. Michael: Ja, Best Backdates ist Jean-Luc: Tanzas. Michael: ein gutes Stichwort, du gerade genannt hast. Kommen wir schon zu unserer Abschlussfrage. Und zwar würde mich interessieren, welches KI-Setup du selbst für dich als YouTuber und Content Creator so verwendest. Also wie schaut dein tägliches Doing mit KI aus? Alex Sprogis: Also genau, komme aus der, da ich ja so bisschen aus der Entwicklung stamme, fühle ich mich in IDEs, also Code-Editoren, recht wohl und ich bin eigentlich vom Start weg gar nicht so sehr der Nutzer von der Cloud Desktop App jetzt zum Beispiel, weil ich die eigentlich von der Usability, gerade wenn man irgendwie in großen Ordnerstrukturen arbeitet, so recht furchtbar finde. Von daher organisiere ich mir das in VS Code, also das ist ein Open Source Code-Editor von Microsoft und Der ist recht schön strukturiert. hat links eine Ordnerstruktur. In der Mitte hast du die Dateien. Offen kannst du dir deine Detailansicht anzeigen. Rechts habe ich meinen Cloud Chat, einfach über eine Cloud Code Extension sozusagen. Und vermisst dadurch eigentlich gar keine Funktionalität. Sondern habe dadurch eigentlich viel besseren Überblick. Und sich dieses Setup in der Cloud Desktop App umzusetzen, das ist absolute Frickelei. Man kriegt das irgendwie hin, aber es ist absolut nicht geil gemacht. Von daher habe ich das sozusagen alles in VS Code und da habe ich eine Ordnerstruktur, mein eigenes Business OS sozusagen. Da ist dann meine Unternehmensstrategie drinne, meine Finanzen sind da drinne, Angebote, die ich schreibe, Contentplanung oder jetzt auch die Planung für den Accelerator, für all die Inhalte. Das mache ich sozusagen dann alles in meinem Code Editor. Ist jetzt vielleicht nicht so das Werkzeug für den Business User, für den normalen Business User, aber ich komme damit sehr, sehr, sehr gut klar. Und ansonsten, wie gesagt, nutze ich Cloud Design. Manchmal auch Remotion für Animation, dann für Videos. Auch ein Open Source Repository kann ich sehr empfehlen für so Motion Graphics, Animation. Ansonsten, für die Entwicklung selber nutze ich Cloud Code und das Codex Plugin. Genau darüber kann man nämlich Codex mit in Cloud Code reinholen und sich dann auch diese Loops schaffen, über die wir gesprochen haben. Und ansonsten tippe ich nicht mehr viel. Ich mache alles über Spracheingabe. Natürlich wahrscheinlich wie ihr... tue ich wahrscheinlich auch. Da nutze ich jetzt gerade noch Whisperflow. Ich habe viele Open-Source-Tools ausprobiert, aber irgendwie kommt keins an die Qualität und Usability von Whisperflow bis heran. wenn irgendwer aus der Community da noch einen Tipp hat, dann immer gerne rein damit. Ich probiere immer super gerne Sachen aus, aber irgendwie bin ich dann doch immer wieder bei Whisperflow hängen geblieben. Also ich habe die Subscription bestimmt schon dreimal gecancelt, weil ich dachte, irgendwas anderes gefunden zu haben. Und am Ende bin ich immer wieder zurück, weil ich dann nach einer Woche wieder unzufrieden war. Also Jean-Luc: Das geht mir genauso. das ist total lustig. Whisperflow ist wirklich mit Abstand ein Tool, woran die ganzen Open-Source-Tools bisher noch nicht rangekommen sind, würde ich sagen. Also bei allen ärgert man sich dann, nachdem man irgendwie den Trial abgeschlossen hat, weil man einfach den besseren Vergleich schon mit Whisperflow hat. Vielleicht Alex Sprogis: Ja, total. Jean-Luc: packen wir euch einen Failed-Link in die Kommentare, weiß ich noch nicht. Wie sieht es denn aus mit Videoschnitt? Hast du da irgendwas? Das müsst du dich ja auch tagtäglich beschäftigen. Also Videoschnitt, Audioschnitt, Ganze zusammenbringen von Animationen, die du machst mit deinen aufgenommenen Videos oder ist das noch Handarbeit? Alex Sprogis: Das ist erschreckenderweise noch Handarbeit. Das geht mittlerweile deutlich smarter. Ich sehe gerade auch super viele Videos zu Astra und wie die dann den Videoschnitt komplett automatisiert übernehmen. Ich hänge immer noch im CapCut, nutze da immer die Transcription-Funktion. Das heißt, zumindest das Rohmaterial wird einmal komplett transkribiert und dann werden da die Füllwörter und Pausen so direkt automatisch rausgeschnitten. Das sind immer schon so 30 Prozent Arbeit. Und dann füge ich aber alles dann doch noch händisch ein. Also ich habe auch keinen Cutter, mache alles selber. Von daher, genau, das kostet natürlich auch immer noch Zeit. Geht sicherlich effizienter auf jeden Fall. Jean-Luc: Perfekt. Dann lass uns gerne noch mit einem Thema abschließen. Die Hörerinnen und Hörer, die uns regelmäßig hören, die werden das kennen. Wir wagen immer ganz gerne den Blick in die Glaskugel. Wenn wir mit Experten sprechen und Alex, du bist so nah am Puls der Zeit, deswegen sind wir auch vor allem bei dir gespannt. Was erwartet uns aus deiner Sicht denn in den nächsten Monaten in der KI-Welt? Was ist da dein Hot Take? Alex Sprogis: Boah, ja, das ist eine sehr, sehr gute Frage. ich glaube, viele hängen immer noch in der Adaption der bisherigen Möglichkeiten fest. Es gibt gerade ganz viel das Thema so AI-Betriebssystem. Wie bekommt man es überhaupt hin, so das ganze Team auf einen einheitlichen Stand zu kriegen und jeder kann den gleichen Kontext, die gleichen Skills nutzen? Ja, schwer zu sagen. Das Thema AGI kam jetzt immer wieder auf mit dem Thema ... GBT6, Astra, sind wir schon da oder nicht? Das ist natürlich weiterhin super spannend. Auf der anderen Seite finde ich es auch interessant, jetzt solche Ansätze wie Jeff jetzt von TypeSafe AI zu sehen, weil ich glaube, das ganz viel Effizienz in den Applikationen schaffen kann, die wir heute entwickeln. Und ich das einen sehr, sehr coolen Ansatz finde. Es ist schwer zu sagen. ja, es kann sich in ... drei Monaten wieder komplett gewandelt haben. Also schwer irgendwie Vorhersagen zu treffen. Michael: Ja, glaube, drei Monate ist auch die längste Zeit, mich wagen würde, eine vorherartige Zeit zu treffen. Aber selbst bleibt es eng. Jean-Luc: Michael, noch eine Frage an dich. Du hast heute ein etwas außergewöhnliches Podcaststudio, einrichten müssen, nämlich im Auto, weil du viel unterwegs bist, diese Woche schon und auch in nächsten Woche. Auf welchen Events bist du denn unterwegs? Wo kann man dich und uns treffen in den nächsten Tagen? Michael: Genau, also ich bin sozusagen auf Deutschland-Tour, wobei es ist eher ein Pendeln zwischen Hamburg und Berlin. Ich war diese Woche auf dem Big Bang KI Festival, das ich sehr empfehlen kann. Also auf jeden Fall fürs nächste Jahr. Sicherlich für einen oder anderen für euch sehr spannend. Gute Vorträge, tolle Audience. Hat mir sehr gut gefallen. Und nächste Woche sind wir dann mit einem eigenen Stand auf dem AI Deck von der Bitkom. Und danach bin ich als Besucher auf der MyWay-Konferenz unterwegs. wer mich da treffen möchte, gern über LinkedIn anschreiben auf eines der beiden Events. Oder wenn ihr noch andere Eventempfehlungen habt, wo ihr sagt, da müssen wir unbedingt hin. Ich kann gern noch was einschieben. Wie gesagt, bin flexibel. Nehmt immer gerne Tipps an. Jean-Luc: Ansonsten findet ihr auch auf unserer Webseite rina-sky.com-slash-events, die Events, ihr uns oder unsere Teammitglieder in den nächsten Wochen antreffen könnt. Und ansonsten freuen wir uns natürlich immer über eure Nachrichten, die uns hauptsächlich über LinkedIn erreichen. Ganz guter Kanal, wenn ihr Themenvorschläge habt oder auch Ideen, mit wem wir hier im Podcast mal sprechen sollten. Aber Alex, dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an dich. Es war eine sehr spannende Folge. Wir haben einiges versprochen, was wir euch liefern werden in den Show Notes. Das ist zum einen natürlich der Link zu Alex YouTube Kanal, wo ihr sehr, sehr viel Input findet, sehr tolle Videos, sehr gut erklärt, ausführlich erklärt auf den Punkt Genau und natürlich auch den Link zum AI Engineer Accelerator. Da könnt ihr euch dann gerne anmelden, wenn ihr sagt, das klang mir heute nicht nur spannend, sondern das wollt ihr auch wirklich live ausprobieren und ins Doing kommen. Dann kann ich euch das sehr empfehlen, da den nächsten Schritt zu wagen. Ansonsten. Habt eine gute Woche, einen guten Start ins Wochenende. Und dann hören wir uns nächste Woche leider erst mal nicht mit einer News-Folge. Da müssen wir nämlich aussetzen, weil wir so viel unterwegs sind, ihr gerade gehört habt. Das kriegen wir leider nicht unter, Woche eine Folge aufzunehmen, zu schneiden und live zu stellen. Das heißt, dann hört ihr uns in zwei Wochen wieder mit der nächsten Folge. Also, meiner Seite. Macht's gut. Bis dahin. Ciao. Michael: Danke euch, macht's gut. Alex Sprogis: Vielen Dank jetzt zwei. Bis dann.