Daniel: Willkommen zu eigensinn, dem Podcast für Menschen aus sozialen Berufen, die ihr eigenes Ding machen wollen. Daniel nimmt dich mit in die Welt der Selbstständigen und des Unternehmertums. Los geht's. Herzlich willkommen zur Folge zwei von eigensinn. Der Podcast für dich, wenn du aus dem sozialen Beruf heraus in die Selbstständigkeit gehen willst, egal ob haupt- oder nebenberuflich und auch für Menschen, harmonieorientierter sind, vielleicht auch ein Ticken introvertierter und trotzdem sagen, ich habe Bock, mir was Eigenes aufzubauen. Heute geht es mal darum, was kann ich eigentlich? Das ist ganz wichtig, weil ich finde, in Deutschland sind ja sehr geprägt an Zertifikaten und Titel und Ausbildungen und irgendein Schein, wo was drauf steht. Und im Endeffekt besagt das ja, du hast einen Titel, zum Beispiel jetzt in meinem Fall Krankenpfleger, später Fachpfleger für Psychiatrie. Und dann heißt das, du kannst XY super gut. Du hast Soziale Arbeit studiert und dann kannst du... Du bist Pädagogin, dann kannst du... Und jetzt ist die Frage, gibt es denn danebenbei auch noch was? Gerade wenn du sagst, hey, ich möchte mein eigenes Business aufbauen, ich möchte mein eigenes Thema machen, meine eigene Firma oder Einzelunternehmer, freiberuflich, was auch immer da dein Thema ist, schreib mir auch mal gerne, ob die einzelnen Unternehmensformen vielleicht auch ganz interessant wären, mal darüber zu sprechen. Wichtig, ich kein Businessberater, kein Finanzberater und Sonstiges, ein bisschen, was kann ich dir gerne dazu erzählen. Jetzt ist ja die Frage, das, du in deinem jetzigen Beruf kannst, ist das das, was du dann weitermachst? bei mir als Coach, ja, ich habe da sehr viel mit Menschen gesprochen in den Kliniken, ich habe Gruppen geleitet. Ich habe dadurch natürlich viel Erfahrungen gesammelt in genau den Bereichen, die ich auch heute brauche. Gleichzeitig hat sich das Thema auch massiv verändert. In der Klinik war es ja Trauma-Behandlung, Depressionenbehandlung, Burnout, Persönlichkeitsstörung, whatever, was wir da eben gerade im Schwerpunkt hatten, je nach Klinik natürlich. Und damit war klar, okay, als Coach rede ich auch mit Menschen. Aber, und das muss man jetzt verstehen, ist Die Thematik eine andere. Du arbeitest in einer Depressionsklinik. Vielleicht kennst du das. Und natürlich hat eine Depression gewisse Merkmale. Und alle Menschen, kommen, haben ein paar von diesen Merkmale. Und die haben auch so Gedankengänge zum Beispiel. Und wenn man dann da sitzt und sagt, denken sie manchmal so, so, und dann ist es so und so. Und dann sagen die, ja krass, wie sie mich kennen. Und das ist ja heftig in der kurzen Zeit. Nein, weil das halt eine Überschneidung gibt dann. Deswegen weiß ich für mich, ich kann mega gut zuhören, ich verstehe Menschen gut, das weiß ich dass ich gut auf menschen eingehen kann jetzt ist aber die frage wo kann ich das überall verwenden diese fähigkeiten das ist im verkaufsgespräch im coaching selber natürlich aber was kann ich denn noch worin bist du gut was sind deine stärken was machst du jeden tag was du als alltäglich gegeben siehst Was aber etwas ganz Besonderes ist, weil du das machst. Und neben dem, was kann ich eigentlich, ja auch, erlaub ich's mir. Hatten wir in der letzten Folge ja auch schon. Darf ich das machen? Ist das in Ordnung, wenn ich das mache? Wir dürfen auch die Sachen mal transferieren. Transferieren? Den Transfer machen mit manchen Dingen. Weil jetzt mein Beispiel ist, wenn jemand ... sagt, ich kann nicht vor Menschen sprechen, ich hab Panikattacken, so wie das bei mir früher auch war. Dann frag ich immer so, wie ist das auf so einer Grillparty? Du warst im Urlaub, da sind jetzt 20 Leute und jemand fragt dich, wie war es im Urlaub? Dann fängst du an zu erzählen, geht das? Ja, klar, das geht, das ist ja gar kein Thema. Dann ist meine Frage, aber ein Vortrag ist ja dasselbe. Das heißt, ein Thema, über das du dich auskennst, womit du dich beschäftigt hast, stehst vor Menschen und erzählst das. Das ist eine Transferleistung und das können wir auch mit Fähigkeiten, Fertigkeiten stärken machen. Das heißt zum Beispiel, was ich heute viel mache, ist ich begleite Vertriebsteams, Vertriebler selber und Führungskräfte beim Umgang mit Hochstresssituationen und mit Druck. So, woher sage ich, dass ich das kann als Krankenpfleger, der ja selber noch nie weil sich nicht mittelständisches Unternehmen mit 200 Mitarbeitern geleitet hat. Weil Druck bei Menschen, Hochstress, emotionaler Stress, bei Menschen immer recht gleich funktioniert. So, und jetzt habe ich früher Menschen begleitet in einer akuten Suizidalität zum Beispiel oder akut aggressiv. In akuten Krisen, also alles, was unvorhersehbar ist. Reanimationen beispielsweise. Also alles Themen, unvorhersehbar sind, die aber extremen Stress sowohl bei mir als auch beim Gegenüber auslösen. Und wenn ich mir das jetzt anschaue, wie sind die Vorgänge, dann ist es doch egal, ob ich in der Klinik mit jemandem spreche, der in einer akuten Krise ist oder ob ich im Unternehmen mit einem Führungsperson spreche, die halt auch in einer Krise ist oder in einem überforderten Situationen. Krise heißt ja, bisherige Bewältigungsstrategien greifen nicht mehr. Das ist Krise. und der Rest außen rum ist erstmal wurscht, weil es geht zwei ganz wichtige Dinge. Nummer eins, steuert dich selber, Selbststeuerung. Wie kann ich selber mich wieder nach unten fahren, in der Entspannung bleiben, sodass mein logisches Denken, das hier vorne im präfrontalen Cortex sitzt, dass das funktioniert. Und wie kann ich dann damit mein Gegenüber regulieren? Das sind die zwei Sachen. Und ob du jetzt Führungskraft bist und erst mal in eine stressige Situation kommst, Personalmangel oder sonstiges oder Finanzdruck, und du musst erst mal dich selber runterfahren, dass du dein Team wieder souverän leiten kannst. Weil Menschen schauen nicht auf Zertifikate in Stresssituationen. Der Mensch schaut Kann diese Person, die da ist, mich führen oder nicht? Sei doch mal ehrlich, deine Vorgesetzten sagst du, hey, total cool, dass die Studium haben, Ausbildung haben, systemisches Coaching gemacht haben, 18 Jahre Führungserfahrung haben oder sagst du, hey, das ist wirklich krass, wie ruhig die Person bleiben kann, wenn es überall brennt. Was ist das, worauf du dich konzentrierst? 100 %ig das Zweitere. Vielleicht leiten wir uns das logisch her und sagen, na ja klar, weil die Person das Studium hat, die Erfahrung hat und sowas kann sie jetzt gelassen bleiben. Okay, das kann durchaus sein, aber wir schauen auf Zustände. Wir Menschen reagieren auf Zustände, nicht auf Zertifikate, nicht auf Titel. Wichtig, also persönliche Regulation und dann kann die andere Person sich an mir ko-regulieren und dann können wir in die Steuerung gehen. Und dieser Prozess ist überall gleich. Es ist egal. Und mit diesem Wissen kann ich Vertriebsteams, Vertriebler, Unternehmer, Geschäftsführer, Führungskräfte, Selbstständige coachen. Weil wenn du jetzt anfängst in die Selbstständigkeit zu gehen oder vielleicht ja auch schon bist, und jetzt kommst du unter massiven Stress, weil deine Strategie nicht aufgeht, weil du sagst, ich finde keine Kunden, die Verkaufsgespräche, die ich habe, die laufen nicht, dann ist es meistens, weil du selber unter zu starkem Druck oder Stress bist. Und ich kenne diese Vorgänge aus der Klinik. andere Inhalte, Metaebene, also wenn du rauszoomst, ist es einfach dasselbe. Es ist wurscht. Es geht einfach darum, wie geht jemand mit Druck Und was ich sagen will, ist auch du hast genau diese Themen. Du hast genau diese Bereiche, wo du Sachen machen kannst. Vielleicht bist du eine mega kreative Person, arbeitest im Kita-Bereich, bist mega kreativ, am Basteln mit den Kids und machst tolle Sachen. Schau mal, Grafikdesign, Fotobearbeitung, das sind jetzt einfach nur zwei Sachen, aber Kreativität ist ja auch im Verkaufen, im Marketing total toll. Also du brauchst immer ein gewisses Maß an Kreativität, neue Konzepte erstellen, du das möchtest. Großartig. Du bist jemand, der sehr strukturiert Abläufe plant. Hilft dir im Unternehmertum ungemein, weil wenn du niemanden hast, der dich kontrolliert, ob du dir Arbeit machst oder nicht, neigt der Mensch relativ schnell dazu, Dinge nicht zu machen. kann ich ja morgen machen. Eigendisziplin ist massiv wichtig. Und du siehst schon, es gibt so viele Sachen, die sich lohnen, genauer anzuschauen und zu gucken, was kann ich eigentlich? Wo sind meine Stärken? Was? Lieb ich denn? Wobei geht mein Herz auf? Wo bin ich glücklich? Stell mal genau diese Fragen. Bei welchen Tätigkeiten bin ich glücklich? Und jetzt kommt vielleicht im Hinterkopf irgendwie auf so, ja, aber damit kann ich ja gar kein Geld verdienen. Weißt du's? Also jetzt mal ganz ehrlich. Hast du den hundertprozentigen Beweis, dass du damit, mit dem was dich glücklich macht, kein Geld verdienen kannst? Ja, auf jeden Fall. spiele total gern Gitarre, aber damit kann man kein Geld verdienen. gibt Tausende, Hunderttausende von Menschen, die mit Gitarre spielen, Geld verdienen. Schauspiel. Ähnlich. Und jetzt kommt vielleicht wieder der Gedanke, ja, aber da braucht man gewisses Talent, braucht man bisschen Glück und so was. Schau mal, Disziplin schlägt Talent. Immer. Talent bedeutet meistens, dass der Einstieg dir leichter fällt, dass du Dinge leichter übersetzen kannst. Du hast sicherlich für irgendwas einen Talent. Und das heißt lediglich, du kannst, du verstehst etwas schneller und kannst es schneller umsetzen. Damit das aber eine gewisse Größe erreicht, gewissen Erfolg von... musst du weiter daran arbeiten und die Skills halt verstärken. Der Profisportler, der Fußballer, hat ein super Talent für Fußball, absolut. Wenn der aber nicht jeden Tag trainiert, dann wird da nichts draus. Das selbe mit dem Berufsmusiker. Der muss auch jeden Tag sein Instrument üben, weil es wurscht, dass du ganz viel Talent hast. Wenn du das nicht machst, nützt es dir nichts. Ab einem gewissen Level nicht mehr. Und so ist es da auch. Erlaub dir auch Dinge zu können. wie schnell gehst du raus und sagst, boah kann ich nicht. Hast du schon mal probiert? Warum kannst du es nicht? Was hält dich davon ab, das zu können? Ich könnte nie jemandem erzählen, dass ich das und das mache und dass ich dafür Geld verlange und so und so viel und so was. Warum nicht? Was hält dich denn davon ab? Jetzt mal ehrlich, was hält dich davon ab, rauszugehen und irgendeinem Menschen zu erzählen, ich mache jetzt x, y? Das Thema vom letzten Mal, aber es ist so wichtig, weil Menschen verbieten sich Dinge, weil sie glauben, dass sie das nicht dürfen. Auch dieses, kann ich eigentlich? Ich bin ein Mensch, der kann Verantwortung übernehmen. Ich kann eine Gruppe führen. Und das konnte ich auch schon vor meiner Selbstständigkeit. Ich habe es mir nur nie erlaubt, weil ich Angst davor hatte, dass Menschen gesagt haben, was ist das für einer, der stellt sich da so in den Vordergrund, jetzt ist der da so vorlaut, jetzt übernimmt der einfach alles, jetzt macht der das. Ja, aber wenn es dich stört, dann machst du das doch. Also es gehört zu allen mindestens zwei. Wenn jemand sich beschwert, dass eine Person viel redet, es braucht doch jemanden, der viel zuhört. Wenn niemand nur viel redet und du gehst einfach, dann wird es dich nie stören. Es stört dich deswegen, weil du halt viel zuhörst. So, und deswegen sage ich, ich war früher schon eine Führungsperson. Ich habe es mir halt nicht erlaubt. Ich war früher schon in so vielen Situationen so mutig und habe mich nicht unterkriegen lassen. Ich habe es halt nur nicht als solche gesehen. Ich war früher recht übergewichtig. Meine Kondition war sehr schlecht. Aber ganz ehrlich, es gab keinen Berggipfel, wo ich nicht oben angekommen Damals war es mir immer peinlich, weil ich mich hochgequält habe, knallroter Schädel und keine Luft mehr gekriegt, völlig verschwitzt oben angekommen und so. Aber im Nachhinein kann ich sagen, ich bin auf jedem Berg gegangen. Ich kann das, ich habe dieses Durchhaltevermögen, habe diese Disziplin. Ich habe sie vielleicht in dem Moment, in der Situation nicht, aber ich habe sie generell. Und jetzt kommt das, was ich vorher gesagt habe, diese Transferleistung. Wenn ich es hier kann, kann ich es auch hier. Schau mal, wenn ich dich jetzt nehme und ich würde jetzt, sagen wir mal, du arbeitest im sozialen, pädagogischen Bereich und bist in einer Jugendhilfe ein. Und jetzt nehme ich dich aus der Jugendhilfeeinrichtung Bonn und setze dich in die Jugendhilfeeinrichtung in Berlin. Kannst du dann noch deine Dinge? Ja, du kennst vielleicht nicht die Abläufe, vielleicht sind noch die Kits ein bisschen anders. Okay, natürlich. Aber kannst du noch deine Sachen? Ja, so, also ist das, was du kannst, doch nicht ortsgebunden und es ist auch nicht zeitgebunden und es ist auch nicht personengebunden. Also du kannst mir ja nicht erzählen, dass du sagst, okay, ich kann supergut mit Jugendlichen von 13 bis bis 16 arbeiten, aber bei 17 hört's auf. Ja klar, die kriegen andere Lebensthemen irgendwann, haben andere Verhaltensweisen. Klar muss ich mit einem Kind, das fünf Jahre alt ist, anders sprechen wie mit einem Kind, zehn Jahre alt ist. Das ist vollkommen klar. Aber wenn du gut mit kleinen Kindern kannst, kannst du auch einigermaßen mit größeren Kindern. Ob du jetzt sagst, ich arbeite lieber mit den Kleineren, zum Beispiel im Krippenbereich. Ja, aber du kannst mir doch nicht erzählen, dass das Kind seinen dritten Geburtstag hat und dann fängst du an, das Kind zu hassen. Oder du findest überhaupt keinen Kontakt mehr zu diesem Kind. Das würde doch nicht funktionieren. Klar gibt es einen sweet spot. Ich für mich habe gemerkt, wenn ich Kindertrainings mache, mal ja noch hin und wieder, ich mag gern das Vorschulalter. Das ist irgendwie spielerischer. Das ist nicht so komplex für mich persönlich. Ich tue mir einen Ticken schwerer, wenn die 8, 9, 10 sind. Im Training. In so einem Training. Aber deswegen finde ich trotzdem zu den Kindern einen guten Kontakt. Deswegen kann ich trotzdem gut mit denen umgehen. Und deswegen mögen die mich trotzdem. Nur weil mein Sweet Spot halt ein paar Jahre jünger ist, heißt auch noch lange nicht, dass ich es da nicht kann. Wo ich hin will, ist dein Können, dein Wissen ist unabhängig von dem Ort, von der Zeit, von den Personen, die dich außen rum sind. Das ist egal, das ist immer bei dir. Ich habe noch ein Beispiel. Ich habe ... in der Klinik Vorträge gehalten im Zusammenhang zwischen Depression und Bewegung. Die positiven Auswirkungen von Bewegung auf Depressionen. Und wenn jetzt aber eine Psychologin mit dabei war, die dann als Patientin in der Klinik war oder ein Fitnesstrainer oder irgendwas oder ein Arzt oder so oder eine Ärztin, dann bin ich nervös geworden, weil ich immer überlegt habe, ist das, was ich jetzt erzähle, das Richtige? Weil ich möchte nichts Falsches machen oder Falsches erzählen und... Irgendwann habe ich verstanden, das, was ich erzähle, bleibt immer richtig, egal, wer im Publikum ist. Natürlich können wir darüber diskutieren, ob es in der Tiefe so gut passt, ob es vielleicht detailliert genug ist, ob nicht noch andere Infos dazu kommen können, wenn wir uns massiv damit beschäftigen. Aber keiner konnte sagen, dass es nicht richtig ist. Und auch hier, das, ich weiß und erzähle, ist unabhängig von den Menschen, zuhören. Das darfst du wirklich, wirklich verinnerlichen. Das, was du kannst, ist unabhängig von deinem Umfeld. Trau dich, das zu machen und schau mal wirklich tief in dich rein. Was sind denn Dinge, die du wirklich, wirklich kannst? Und lass diese Stimme, man gibt nicht an, Eigenlob stinkt, sei nicht so stolz auf dich oder was auch immer. Lass das alles weg. Das sind alles uralte Bullshit-Sätze, die dich blockieren. vollkommen okay dass wenn du etwas kannst dass du dich hinstellst und sagst das kann ich gut ich kann gut kuchen backen macht das stell dich hin schreis in die welt ganz ehrlich Leute gucken, aber die meisten haben eher Respekt davor, dass du dich hinstellst und sagst, das kann ich. Und auf der anderen Seite ist es ja so, wenn du ein Ziel hast, wenn du was machen möchtest, dann ist auch wichtig zu wissen, was kann ich nicht so gut, aber wie komme ich denn dahin, dass ich es besser kann? Du wirst merken in der Selbstständigkeit, es wird Grenzen geben. Es gibt Dinge, die können andere Menschen besser. Und am Anfang fuchst man sich so in alles rein, weil man natürlich auch das Geld sparen kann. Du kannst ja natürlich für jeden alles engagieren, aber mein Grad am Anfang ist halt auch der finanzielle Part der Bereich. der Bremse sozusagen. kannst nicht irgendwie Grafiker, ein Webdesigner, ein Podcast-Schneider, ein Kameramann, ein Vertriebler, ein Opener, ein Closer, noch eine Beratungsfirma, noch ein Finanzberater, also ein riesen Team aufbauen, Mitarbeiterinnen und Assistenten. Und bist aber in Woche drei deines Einzelunternehmens. Brauchst ein hohes Startkapital. Deswegen ist das schon ganz cool, aber es ist auch ganz cool, sich in die Dinge reinzuarbeiten. Es ist auch nicht verkehrt, sich immer wieder in Sachen reinzufuchsen. Weil du auch darüber merken wirst, was du alles noch kannst. Ich hatte zum Beispiel immer so dieses... Dieser Punkt irgendwann, warum will ich nicht mehr ins Angestellten-Modus. Und irgendwann kam mir so, deine Kreativität wird voll eingeschränkt. Und vorher hab ich nie so wirklich gedacht, dass ich so arg kreativ bin. Ja, ich spiel irgendwie Gitarre, mach so ein bisschen Musik. Aber wirklich kreativ, ich weiß nicht. Und jetzt, wo ich Konzepte schreibe, wo Seminare aufbaue, wo ich mit Firmen da sitze und wir überlegen, wie wir ein Führungskräfte-Programm machen, wie ich mit Menschen über das Thema Vertrieb spreche und so, da merke ich durchaus, dass da eine Kreativität dabei ist. Und ich erlaub mir die. Und stärk deine Stärken anstatt deine Schwächen zu schwächen. Zweiteres ist schon auch wichtig, weil wir uns genau hinschauen müssen, was bringt mich weiter und was bringt mich nicht weiter. Also wenn ich immer das Problem habe, dass ich mich selber massiv viel kleiner mache, ich bin, dann ist es wichtig, sich das anzuschauen. damit wirst du immer hinter deinen Möglichkeiten bleiben. Und vielleicht kommt dir das schon bekannt vor, dass du dir denkst, warum die und ich nicht. Warum läuft bei dir das Business und warum bei mir nicht? Warum kriegt die das und warum ich nicht? Warum hat der xy und ich nicht? Und dann ist es wichtig, ehrlich hinzuschauen und zu sagen, naja, weil ich halt zum Beispiel mich kleiner mache als ich bin, weil ich in Verkaufsgesprächen plötzlich mikroklein werde, wenn es den Preis geht oder ob ich das wirklich kann. Also auch hier, wenn du was verkaufst, Angst vor Erfolg. Wenn du was verkaufst, musst du liefern. Das klingt jetzt erst mal logisch, ist aber mental, kann das eine große Hürde sein. Weil solange ich nichts verkauft habe, kann ich sagen, ich mach das und kann das. Klar, kann ja niemand nachweisen. Jetzt hat aber jemand was gekauft, jetzt muss ich liefern. Das nennt man Angst vor Erfolg. Und plötzlich bist du in ganz neuen Situation. Das heißt, Menschen sabotieren sich unbewusst selbst, indem sie sich zum Beispiel in Verkaufsgespräche sabotieren. damit sie nicht ihre Leistung zeigen müssen. Macht unbewusst voll Sinn, ist aber halt im Leben ziemlich kacke, ehrlich gesagt, weil du halt nicht das machen kannst, was du gerne machen würdest. Weil du dich da blockierst. was kann ich und darf ich das zeigen? Und auch hier wieder die Frage in Bezug auf was kann ich und darf ich das zeigen? Wenn die Angst vor allem hier von sozialer Zurückweisung, gar nicht existieren würde für dich. Was würdest du denn da machen?