Tauber: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Sicherheitsrats und diesmal ist alles anders. Timon trinkt Alkohol in der Sendung Pfeife rauchen macht er immer Er ist auch dabei Timon Radike, der Timon Radike der Herzen. Hallo Timon Timon: Ja, vielen herzlichen Dank für dieses liebevolle Intro. Es handelt sich um Weißwein von der Ahr. Ich war ja beim 16K3 Gedenkmarsch und habe mir ... Wir machen das immer im Ahrtal ... und habe mir dieses Mal eben ein schönes Tröpfchen mitgebracht. Insofern gibt es sogar einen thematischen Link, lieber Peter. Tauber: Sehr gut, werden darüber vielleicht auch noch sprechen, denn auch das ist diesmal anders. Wir haben den wahrscheinlich bekanntesten Panzerkommandanten der Deutschen Bundeswehr bei uns, Josh Krebs. Josh, schön, dass du bei uns bist. Timon: Warte mal, du musst den anderen Namen sagen noch. So, ja. Tauber: Cinematic Sergeant? Ja, hab ich doch jetzt gesagt. Josh: Ja, jetzt ist es verständlich. Ich freue mich sehr bei euch in der Sendung zu sein. Ich verfolge euch tatsächlich schon länger. Auch Timon durch seine Reels und ich mag nicht nur euren Podcast thematisch sehr. Ihr bringt auch so einen Humor mit rein, den ich euch anfangs gar nicht zugetraut hätte und das hat mir sehr, gut gefallen. Timon: Ich mir auch nicht. Hätte ich mir auch nicht zugetraut. Humor. Tauber: Humor ist auch nicht unsere Kernkompetenz. Wir reden heute mit dir. Das ist ganz großartig. Und heute noch was Neues im Sicherheitsrat. Das ist also eine echte Service Folge diesmal. Wir tun nämlich was für eure Gesundheit. Timon mit den Weintipps. Und wir reden über ein Buch. Und wer die Nachrichten verfolgt hat, der weiß, Menschen, lesen, leben länger. Bis zu drei Monate. Timon: Nee, Peters auch nicht. Rumpelige Überleitung. Tauber: Also ist die Lektüre dieses Buches auch lebensverlängernd? Das ist Buch, was du geschrieben hast, Josh. Darüber wollen wir mit dir reden. Inside Bundeswehr heißt das, was die Truppe ausmacht und warum wir sie stärken müssen. Da merkt man schon im Titel, es reicht also nicht, wenn die Bundeswehr sich ⁓ sich selber kümmert, wir der Truppe mehr Geld geben, vielleicht auch noch Material und Gerät und vielleicht finden wir auch noch paar neue Männer und Frauen, die die Uniform anziehen. Sondern offensichtlich ist das auch eine Aufgabe. für uns als Gesellschaft insgesamt. Wie wichtig ist dir dieser Untertitel im Buch? Josh: Sehr sehr wichtig, denn das ist am Ende auch der Grund für die Videos und die die Podcast folgen und natürlich auch für das Buch, denn ich glaube, dass das schwierigste heutzutage ist. Wir leben in sicherheitspolitischen schwierigen Zeiten und in Zeiten irgendwie auch eine Aufrüstung. Und das ist ganz, ganz schwer, auch vor allem jungen Menschen zu vermitteln, warum wir das machen. Und das habe ich mir persönlich ein bisschen zur Aufgabe gemacht, ⁓ die Reichweite, die man ja durchs Internet irgendwie erlangt hat. Das war alles gar nicht geplant, auch positiv nutzen zu können. Und ich glaube, vieles, was man gesehen hat, auch bei den Demonstrationen gegen die Werbpflicht beispielsweise, die ja völlig in Ordnung sind. Wir sind ja auch dafür, dass andere gegen uns sein können. Das muss man also ertragen können. Aber ich glaube, ein Grund dafür ist, dass die Jugend nicht richtig oder zu wenig aufgeklärt ist, was die Bundeswehr denn ausmacht, was die NATO ausmacht, ⁓ und für wie wir eigentlich da sind. Und das Buch ist eben ein Mosaikstein in dieser ganzen Aufklärungsthematik, der ich mir so bisschen angenommen habe. Timon: Lass uns mal kurz noch mal auf dich eingehen, Josh. Tauber: Also, ne, ja genau, also, Team On Do. Ich wollte noch mal bei dem Buch was nachhaken, aber wir müssen erst mal über Josh reden, auch wenn ihn wahrscheinlich mehr Leute kennen als uns beide. Ich gehört sich, dass wir ihn noch mal vorstellen. Timon: Ja, also genau, ich fände es erstmal wichtig. Josh: Das glaube ich nicht. Timon: Es gehört trotzdem dazu, dass wir einmal noch mal aufhängen, wer du eigentlich bist und was du machst und warum Peter eigentlich auch dieses Intro bemüht hat. Denn das Besondere an dir ist, du bist nicht nur Panzerkommandant, sondern du bist auch, man könnte fast sagen, eine der öffentlichsten Stimmen der Truppe als Influencer auf den sozialen Medien, im Podcast, Boardfunk. Du bist im Grunde die Stimme, wenn man das mal so sagen kann, oder eine Stimme der aktiven Truppe. Und bist du auch entsprechend reichweitenstark? Erzähl mal bitte, wenn du kurz zusammenfassen könntest, wie bist du denn zum Teil dieser Truppe geworden? Josh: Ja, also geplant war es nicht. Ich war freiwillig Wehrdienstleistender damals und das war auch nicht geplant. Ich wollte eigentlich unbedingt Polizist werden und es gab nichts anderes. Dann hatte ich irgendwann eine Postkarte im Briefkasten. Mach doch freiwilligen Wehrdienst. Meine Mutter hat mir die hingelegt und ich habe gedacht, naja gut, dann mache ich halt freiwilligen Wehrdienst. Mir hat es dann ganz gut gefallen bei der Bundeswehr und ich habe dann meine Dienstzeit als Mannschaftssoldat noch mal verlängert, bis ich irgendwann festgestellt habe, das hier auf so einem Leopardpanzer ist ganz cool, ich möchte Panzerkommandant werden. Ich dann SSZ 15 gewesen, letztendlich dann Berufssoldat geworden und irgendwann auf diesem Weg bin ich durch einen Zufall der Doku-Feldwebel bei uns im Bataillon geworden. Das war auch so nicht geplant. Es kamen natürlich dann immer häufiger auch Presseanfragen, gerade so in der Spannungsphase auch noch vor dem Russland-Ukraine-Konflikt. Und dann waren eben diverse Reporterteams da oder auch Bundeswehr-interne Presse. Das wollte immer keiner machen. hab mich dann irgendwann mal gemeldet und dann war ich immer der, der so dahin geschoben wurde und das machen durfte. Da hab ich auch gerne gemacht, hat mir Spaß gemacht. Am Anfang war man natürlich da irgendwie super unsicher und konnte sich da noch nicht so professionell artikulieren. Mit der Zeit wurde es dann immer besser und ich hab schon immer so eine Passion gehabt fürs Filmen und hab das dann mit dem Handy irgendwie nebenbei gemacht, wenn wir auf Übung waren, dass die Soldaten zu Hause auch mal zeigen können, was wir machen. Weil Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Timon: Hm. Josh: Und diese Videos haben dann so bisschen die Runde gemacht und es landete dann beim Kompaniechef und dann beim Bataillonskommandant. Der war eben sehr medienaffin, hat gesagt, ja Krebs, machen Sie da mal noch zwei, drei Videos mehr. Und er hat das dann auf so einer Bataillonsseite irgendwo im Internet veröffentlicht und ich habe dann mal was hochgeladen. Das ging dann durch die Decke jetzt übertrieben gesagt, aber hat relativ schnell hohe Klickzahlen erreicht und dann war eben ganz schnell gerade auf der Plattform TikTok, was also ein bisschen das Medium der Jugend ist, eine große Reichweite da. Das waren dann erstmal irgendwelche Videos, cool waren, mit guter Musik und ich hab mir dann recht teure Kamera noch gekauft. Das heißt, es waren dann auch hochwertige Aufnahmen und ich glaube, so hat das dann irgendwie funktioniert. Irgendwann nutzt man die Reichweite dann vielleicht auch noch für mehr, außer für coole Bilder und so ist das Ganze dann am Ende entstanden. Also es war alles nicht geplant. Timon: Hm. Tauber: Wir kommen, also ein Teil deiner Persönlichkeit, wenn ich das sagen darf, findet man im Buch auch. Also du schreibst ja aus deiner sehr persönlichen Perspektive, ist kein Sachbuch in dem Sinne, wo du versuchst objektiv eine Sache darzustellen, sondern du erzählst, wie du es siehst. Aus meiner Sicht auch eine der Stärken des Buchs, dass es einerseits so verständlich ist, dass jemand, der mit der Bundeswehr keine Bührung hatte, es versteht. Und andererseits vermittelst du eine unheimliche Tiefe. Und das hinzubekommen, ist, finde ich, eine echte Leistung. Und wahrscheinlich macht das auch ein Teil des Erfolgs des Buches aus. mich hat ein Punkt sehr abgeholt. Du schreibst auf der Seite 14, wie du innere Führung verstehst. Und wenn ich es richtig gelesen habe, dann geht es dir vor allem ⁓ die Selbstreflektion. Also die Frage, wie sehe ich mich als Soldat in diesen Streitkräften? Timon: Ja. Tauber: Welchen Werten und Normen bin ich verpflichtet? Wie verhalte ich mich? Was heißt das, Beispiel Vorbild zu sein? Also es geht gar nicht so sehr darum, innere Führung zu so einem Führungstool zu machen oder zu einer Philosophie, sondern mehr als Instrument zu nutzen, sich seiner selbst bewusst zu werden. Habe ich das richtig zusammengefasst? Wieso ist das für dich ein Thema? Weil man ja sonst auch oft hört, ja, das ist so abstrakt, brauchen wir uns nicht lange mit aufhalten, im Unterricht kann man schlafen. innere Führung ist sowas für die akademische Welt. Bei dir ist das unheimlich lebensnah. Josh: Ich habe mich, also erstmal kann ich das natürlich unterstreichen, sonst wird es ja auch nicht in dem Buch stehen und es hast du gut zusammengefasst. Denn ich glaube vor allem als Vorgesetzter, aber auch als Soldat allgemein, muss man allgemein oft reflektieren. Gewisse Situationen, wenn Menschen aufeinandertreffen, das nochmal Revue passieren, lassen hinterfragen, ob man Dinge richtig gemacht hat und vielleicht auch an sich selbst nochmal arbeiten. Und das hat mir ganz oft weitergeholfen in meiner Dienstzeit. Ich war nämlich früher Wochenendpendler und ich hatte gar keine Lust auf den Dienst. Ich habe irgendwie nur fürs Wochenende gelebt und ich war super unglücklich. Und da habe ich das erste Mal festgestellt, wenn ich was ändern will und das war so die Geburtsstunde meiner persönlichen dienstlichen Selbstreflektion, dann muss ich das bei mir ändern. Ich bin das Problem gewesen, weil ich so negativ eingestellt war, hatte ich keine Freude mehr am Dienst und habe eben versucht, das zu ändern. Wenn man möchte, kann man sich bei der Bundeswehr oder wahrscheinlich auch bei jedem anderen Arbeitgeber den ganzen Tag über alles aufregen, weil es überall natürlich auch negative Aspekte gibt in so einem Berufsalltag. Und ich habe für mich festgelegt, solange auf meinem Panzer, in meinem Zug, mit meinen Soldaten, solange da alles gut ist und ich da vielleicht auch als Vorgesetzter die schützende Hand so ein bisschen drüber halten kann, ist es egal, was außen rum passiert. Da kann das Wetter scheiße sein, das Essen kann nicht gut schmecken. Die Vorgesetzten können uns den ganzen Tag im Nacken sitzen, aber wir als Kleine Kampfeinheit, können das Beste draus machen. Wir kommen ja sowieso nicht raus. Also wir müssen ja, wir sind dazu verpflichtet, irgendwie auch das Beste draus zu machen. Und ich kann das mein Untergebenen ja auch nur abverlangen, wenn ich es ihnen vorlebe. Und das war das eins der wichtigsten Schlüsselereignisse meiner Dienstzeit, was ich für mich persönlich festgestellt habe. Wie viel ich selbst zum einen meines Glückes schmied bin und aber das Ganze auch auf andere übertragen kann. So und wenn wir jetzt noch mal auf die innere Führung zu sprechen kommen, dann gibt es ja auch immer viele Vorurteile von Leuten, die eben nicht sehr aufgeklärt sind, dass wir einfach blinde Befehlsempfänger sind und einer sagt, was und alle rennen hinterher. Und das ist eben nicht so, weil gerade auch von Untergebenen abverlangt wird, dass sie mitdenkende Soldaten sind und dass Dinge, die falsch sind oder verboten sind, auch nicht umgesetzt werden dürfen. Dementsprechend ist dieses Konstrukt innere Führung was sehr, sehr wertvolles. Und wenn man das kombiniert mit seiner eigenen inneren Führung von sich als Mensch, der immer wieder reflektiert und Dinge noch mal überdenkt, dann ist das was, was uns alle sehr, weit nach vorne bringen kann. Und wenn wir das dann noch kommunizieren können nach außen und die Menschen das verstehen, dass wir eben nicht alle blind einem hinterherrennen, dann wäre das super. Tauber: würde gerne noch mal ein Baudessin-Zitat einführen, was ich finde, was das sehr beschreibt, was du da gerade gesagt hast. Baudessin hat mal gesagt, das Ideal ist nicht der hart Erzogene, sondern der sich selbst hart erziehende Soldat. Also nicht der Vorgesetzte, sagt, du musst an dir arbeiten, du bist zu dick, oder deine Leistung stimmt nicht, sondern der Soldat, der selbst reflektiert und sagt, mehr tun, ich werde den Anforderungen die der Dienst an mich stellt, nicht gerecht oder die Anforderungen, die ich an mich selber habe, sind nicht hoch genug. Ich kann besser werden, ich kann besser sein. Was zu einem Thema passt, das bei dir im Buch auch eine große Rolle spielt, nämlich diese Frage, welche Härte meinen wir eigentlich, wenn wir über Härte reden? Welche Grenzen setzen wir uns da selbst? Setzen uns die Ordnung, für die wir kämpfen? Die Werte, für die wir kämpfen? Und welches Verhältnis zur Gewalt haben wir? Natürlich ist die Anwendung von Gewalt der Kern des Berufs. Also diese Härte ist, finde ich, ganz spannendes Thema, weil wir sonst in der Gesellschaft uns eigentlich angewöhnen, wir sagen uns Dinge nicht mehr so direkt, wir nehmen Rücksicht, wir haben Sorge, jemanden zu triggern oder negativ zu berühren. Du sagst auf Seite 183... Wie bitte? Timon: ... und in der gesamten Gesellschaft, ne Peter? Ich sag, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Tauber: Genau, Aber du beschreibst es ja in deinem Buch, dass es da einerseits etwas gibt, was wir vielleicht in der Gesellschaft von der Armee lernen können. Du beschreibst aber auch ganz klar die Trennlinie, wo es in der Armee anders sein soll und anders sein muss als in der Gesellschaft. Auf Seite 183 finde ich eine deiner stärksten Sätze. Da schreibst du da, wo der normale Mensch denkt, es ist Schluss, ich kann nicht mehr, fängt der Soldat erst an. Vielleicht ... Kannst uns mal mitnehmen, du mit diesem Thema Härte und Grenzen setzen verbindest? Warum das bei dir so eine große Rolle spielt in dem Buch? Josh: Das ist auch was, ich erst über die Zeit gelernt habe. Natürlich ist man das erste Mal in der Grundausbildung damit konfrontiert, wenn es darum geht, was Disziplin bedeutet, nämlich dass man Dinge macht im Sinne des Großen und Ganzen, auf die man vielleicht gerade keinen Bock hat. Aber die dienen eben einem höheren Zweck, zum Beispiel der Erfüllung des Auftrags. Und die Härte ist natürlich zum einen das Körperliche und an diese Grenzen muss man gebracht werden, ⁓ auch darüber hinauswachsen zu können. Es gab schon ganz oft Situationen, das erfährt man vielleicht aber auch im zivilen in einer anderen Umgebung, in dem man denkt, man kann nicht mehr oder man schafft irgendwas nicht mehr oder vorher der Berg schon so hoch ist, dass man denkt, ich kann da gar nicht drüber kommen. Aber zum Beispiel mit Kameraden, die einen mitziehen, schafft man es dann auf einmal doch. Und bei mir war das zum Beispiel auf dem Nahkampfausbilderlehrgang so, was für mich als Soldat der Panzertruppe schon eine krasse Nummer war, weil das so ein bisschen außerhalb der Komfortzone war. Ich habe am ersten Tag gedacht, ich das... Wie soll ich das schaffen? Und die anderen Kameraden dort auf dem Wehrgang haben mich dann mitgezogen und am Ende war das eins der besten Gefühle, wenn man dann doch oben auf dem Gipfel steht, von dem man niemals gedacht hätte, dass man ihn erreichen kann. davon konnte ich wieder monatelang zehren in anderen Situationen, wo man an diese Härten gebracht worden ist. Also das ist zum einen das Körperliche. Dann geht es natürlich auch ⁓ psychische Belastbarkeit. Gerade in dem Timon: Hm. Josh: Grundbetrieb, ich mal, das ist jetzt so die neue Belastungsspitze. Früher waren das vielleicht die Übungsplätze und wenn ich da als Panzerkommandant unterwegs war, koordiniert man sich mit Granadieren und Steilfeuer und ist da wirklich im Stress. Mittlerweile habe ich das Gefühl aus meiner Perspektive, dass das eher im Grundbetrieb so ist, weil der Grundbetrieb und diese Bürokratieaufgaben so manigfaltig geworden sind und so umfassend mit den ganzen Nebentätigkeiten, die man irgendwie noch abpacken muss. Dann kommt vielleicht noch diese Videogeschichte drauf und noch ein paar Sachen, die man privat macht, auch im Sinne der Sache. dass ich da an meine Belastungsgrenzen gekommen bin und da über mich hinaus wachsen konnte. Was mir auch wieder sehr viel gebracht hat. Da habe ich vieles gelernt, wenn wir jetzt über die Härten sprechen. Aber es gibt natürlich auch noch eine andere Härte, wenn wir drüber sprechen, dass man vielleicht irgendwann in eine Gefechtssituation kommt. Gott bewahre, dass das niemals passieren wird und ich bin froh, dass ich das noch nicht erleben musste. Aber ich habe natürlich auch schon mit ganz vielen Leuten gesprochen, ihr mit Sicherheit auch oder mit Kameraden, die sowas schon erfahren haben. Und das ist eine Form der Härte, die Menschen im Zivilen vielleicht nicht verstehen. Und da gibt es ja oft auch Sprüche, ihr Mörder und was nicht alles, wir kennen das ja alle. Genau. Und ich persönlich habe mich auch freiwillig für diese Brigade 45 gemeldet, weil ich denke, da kann ich am effektivsten eingesetzt werden und ich sehe, was auf der Welt gerade passiert. Und ich möchte für mich meinen Teil dazu beitragen, dass sich das vielleicht ändert oder dass es niemals zu einem Konflikt kommt. Und es geht, glaube ich, nur, wenn wir stark sind. Timon: Geh mal an die Ostfront. Josh: Aber da werden wir, glaube ich, oft missverstanden, weil diese Härte, die man im Gefecht anwenden muss, vielleicht, ⁓ das Recht durchzusetzen oder ⁓ Menschen zu schützen, da werden wir auch oft missverstanden. Es geht nämlich ⁓ den Schutz der Menschen und natürlich auch der Außengrenzen eines Landes oder Bündnisgebiets, aber nicht ⁓ Ich mache das, weil Friedrich Merz das will und zu seinem Schutz und für seine persönlichen Interessen. Also das ist ein Punkt... Den habe ich selber noch nicht erlebt, aber ich glaube, da kann man das auch sehr gut abgrenzen. Vielleicht nochmal vom Zivil, eben diese Härte, die der Beruf auch mitbringt, gerade im Hinblick auf Gefechte oder diese Situation. Tauber: Jetzt sind wir gerade rund ⁓ Ostern. Da müssen wir eigentlich mal kurz ein Abbiegen zum Karfreitagsgefecht, oder? Timon: Jetzt muss ich an der Stelle mal... Nee. Nee. Ich hab eigentlich einen ... ... nee, ich hab aber eigentlich einen anderen Punkt, ehrlicherweise. Ich hab ehrlicherweise einen anderen Punkt. Und zwar du hast ja gerade ... hast gerade gesagt, ... das was Sönke Neidse über uns ... vielen Podcasts schon gesagt hat, ... am Ende des Tages kommt es auf die Einheit an, auf den Mann, der neben einem steht, für den man am Ende des Tages kämpft ... ... und nicht für große politische Leitlinien. Und trotzdem ... ... jetzt ist es ja so Tauber: Finde ich passt aber gut zu dem, Josh gerade gesagt hat. Aber gerne, dann kommen wir da nochmal drauf zurück. Timon: Du wirst ja auch in deinem Dienstgrad ... und auch mit deiner Aufgabe ... ständig mit jungen Soldaten konfrontiert. Ich selbst habe viele Jahre ... ... in einer Artillerietruppe ... vor allen Dingen auch politische Bildung betrieben und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Soldaten kommen, die erwarten genau diese Härte, von der du sprichst. Eigentlich ist das deren Ziel. Eigentlich ist das deren grundsätzliche Motivation, wenn sie zur Bundeswehr gehen, das zu erfahren, ... diszipliniert zu werden, ... sich selbst zu disziplinieren. alle Rekruten schreiben in ersten Tagen ... in der Grundausbildung, ... ... ihre Erwartung, eigenen Grenzen auszutesten ... und zu überschreiten, in der Regel. So, und trotzdem ... erfahren sie häufig in der Truppe ... erstmal genau das Gegenteil ... ... und verfallen dann häufig auch in so eine Lethargie. Welche Erfahrung hast du mit jungen Soldatinnen und Soldaten gemacht, die dir unterstellt werden, ... ... denen du gegenüber auf einmal ... eine Führungsverantwortung hast, ... und wie wächst du ... vor allen Dingen auch dieses ... Ich sag's jetzt mal, schlummernde Potenzial. Josh: Wenn ich eins für mich persönlich gelernt habe, dann ist es das Schreien außerhalb vom Gefechtsdienst in Situationen, wo das erforderlich ist, wenig bringt. Das ist meine persönliche Erfahrung. Jemand oder andere haben da vielleicht andere Erfahrungen gemacht. Aber ich finde, dass man junge Menschen vor allem durch Kommunikation abholen kann. Und damit meine ich nicht nur, man sagt ihnen irgendwas, sondern das ist das Schwierigste eigentlich auch, wenn man sich die Lernzielstufen im Ausbildungskonzept der Bundeswehr anguckt. Wie erreiche ich jemanden? über die affektive Lernziele. Wie packe ich ihn bei seiner Ehre und versuche ihm das auf der Gefühlsebene beizubringen. Und dazu gehört aber auch gewisse Lebenserfahrung. Das hätte ich vor 5, 6 Jahren vielleicht noch nicht so gut hinbekommen oder das noch nicht so gut adaptieren und umsetzen können. Da gibt es ganz viele Möglichkeiten, wie ich jungen Menschen, wenn ich auf Augenhöhe mit denen spreche, vermitteln kann, ich sage nicht nur, du musst abnehmen, wenn er vielleicht zu viel Gewicht mitbringe ich jetzt als ein ganz plumpes Beispiel, sondern ich mache das über die Gefühlsebene und packe ihn bei der Ehre. Er versteht das, dass das nicht gut ist, jetzt zum Beispiel im Gruppenrahmen, weil er ihm eben zur Last fällt. Das ist jetzt ein ganz plumpes Beispiel, ja, das... der Soldat dann vielleicht doch abends noch mal ins Fitnessstudio gehen, doch in seiner Freizeit noch mal laufen geht. Und das war zum Beispiel was, was bei mir auch gut funktioniert hat. Ich hab mal 107 Kilo gewogen und war der Letzte in der Gruppe. Und als ich militärischer Führer geworden bin, hat jemand mit mir so ein Gespräch geführt und ich hab gemerkt, so, ich wollte militärischer Führer werden, aber wie soll ich denn vorangehen, wenn ich mit 107 Kilo der Letzte hier in der Gruppe bin? Das funktioniert nicht. Und so hab ich das erst mal verstanden, wie das funktioniert. Timon: Hmm. Ja, verstehe. Tauber: Da kommt aber was zu tragen, was eben in keiner Vorschrift steht und was man noch ganz schwer irgendwie festhalten kann. Und da würde ich jetzt in der Tat doch noch mal zum Karfreitagsgefecht abbiegen. Nicht nur weil wir gerade in dieser Zeit sind, wo das erinnert wird, sondern das Interessante daran ist ja, dass es auch erinnert wird und thematisiert wird von vielen, die nie in Afghanistan waren, die gar keinen Bezug zu diesem Einsatz haben. Timon: eben. Tauber: Die aber sich mit dieser Frage, was haben diese Männer da eigentlich getan? Was haben die auf sich genommen? Welches Opfer haben die gebracht? Eben auch wieder für diejenigen, mit denen sie gekämpft haben, ⁓ den Auftrag zu erfüllen, wie auch immer. Das ist ja auch ganz schwer zu beschreiben. Und es ist eigentlich nur emotionale Ebene. Und warum komme ich drauf? Weil du gesagt hast, eigentlich ist das eine Situation, die will man ja vermeiden. Da will man ja selber gar nicht rein. Nur wenn man da ist, dann will man in der Situation bestehen. Dann will man gewinnen oder siegen. Das fällt uns ja immer noch schwer, das so klar zu formulieren, zumindest im Zivilen oder im Politischen. Aber im Kern geht es darum, nicht in so einer Situation zu müssen, aber wenn man da steht, dann sie zu bestehen. Josh: Absolut, ich glaube, wir sind uns alle einig, wenn wir über Soldaten sprechen und ihr habt ja auch einen militärischen Background. Der Soldat ist der letzte, der allerletzte, der Interesse an irgendeinem Konflikt hat, weil er eben auch der Erste ist, den das Ganze betrifft. Und auch das ist ja immer so ein Vorwurf auch für diese Social Media Präsenz, wenn man irgendwie zeigt, dass sein Dienst cool ist. Ja, aber es geht ja darum zu zeigen, dass der Dienst cool ist und nicht irgendwas Kriegsverheerlichendes zu machen. Und wie du es schon gesagt hast, die Trainings, die wir durchführen, ⁓ eben bestehen zu können. Die machen ja auch Spaß. Also es fühlt sich auch gut an, wenn man das gut macht. Und das darf man, glaube ich, auch zeigen. Die andere Seite wird ja trotzdem beleuchtet und jeder weiß, was das für Konsequenzen am Ende haben kann. Timon: Du hast ein immer wiederkehrendes Element in deinen Videos, Josh. Du hast immer wieder diese eine, zwei Sekunden Schnipsel, ... die ich mir auch schon mal geklaut habe ... für meinen freudigen Reel, was ich mal gemacht habe, ... du dir auf deine Ärmel tippst, ... und zwar auf schwarz, rot und gold. Welche Bedeutung hat das für dich? Also welche Bedeutung ... du hast gerade gesagt, der Dienst ist cool ... und man weiß, wofür man das macht und so weiter. Aber welche Bedeutung haben diese Farben für dich? Welche Bedeutung hat eigentlich ... Deutschland, die Bundesrepublik, der Patriotismus, ... die christliche Prägung für dich. Josh: Mir wurde das auch ganz oft vorgeworfen, aus den Reihen der Presse. Warum machst du das? Ist das irgendwie rechts angehaucht oder so? Wie das vielleicht dann mal häufig fehlinterpretiert wird. Ich habe dann immer geantwortet, dass ich auf diese Flagge tippe oder die auch hochhalte in den Videos, weil ich super ... stolz auf das Land bin. Warum? Da komme ich gleich zu. Und wir tragen die Flagge auf unserem Ärmel und würden im Zweifel für diese Flagge unser Leben lassen. Einige Kameraden haben das in der Vergangenheit schon gemacht. Deswegen kann ich die so oft hochhalten, wie ich das möchte, weil ich davon super überzeugt bin. Wir leben in einem Land, was sehr schützenswert ist. Wir haben Meinungsfreiheit, Pressefreiheit. Jeder kann auf die Straße gehen, sagen, dass der Bundeskanzler scheiße ist. Jeder kann auf die Straße gehen und sagen, dass alle anderen nicht gut sind. Wir leben hier alle mit einem Dach über dem Kopf und haben zu essen und haben zu trinken. Und das habe ich auch durch unsere Podcast-Folgen schon gelernt von Kameraden, die eben in Einsätzen waren, die das am eigenen Leib erlebt haben, wie unselbstverständlich das eben in anderen Regionen dieser Welt ist. Und ich bin sehr, sehr, sehr dankbar dafür. Natürlich läuft in diesem Land auch nicht alles perfekt. Und das darf man genauso benennen. Aber für mich ist Deutschland in Verbindung mit der Bundeswehr und der Gesellschaft, das Schönste für mich persönlich, weil ich da jetzt eben auch schon seit 13 Jahren diene. Man kann dem Land was zurückgeben, auch wenn das viele Leute nicht verstehen, aber für mich ist der Dienst bei der Bundeswehr eben ein Beitrag zur Sicherheit im Landes- und Bündnisgebiet und damit gibt man sehr wohl was zurück. und genauso stolz bin ich darauf, wenn wir als Gesellschaft jetzt in Zukunft vielleicht auch noch ein bisschen näher zusammenrücken. Ich finde, wir sind schon ⁓ oder auf dem Weg in die richtige Richtung. Am Ende geht es nicht nur mit dem Soldaten, das muss man natürlich auch dazu sagen, sondern genauso mit dem Bäcker, der die Brötchen macht, mit allen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zusammen in diesem Land. wenn wir es schaffen, wieder eine richtig starke Einheit zu werden, dann haben wir, glaube ich, mit der Bundeswehr inkludiert was ganz, ganz Großes geschafft hier in Deutschland. Und da ich das mit unterstützen möchte und jeder da irgendwie seinen Teil zu beitragen kann, egal wie klein er möge, Mach ich das. Tauber: Du schreibst auf Seite 199, das finde ich auch so einen starken Satz von dir, ein Staat, der bei existenziellen Aspekten einfach mal damit aufhört, sich selbst ein Bein zu stellen. Das ist dein Wunsch. Und ich finde, das ist eigentlich ein schöner Patriotismus, den du da beschreibst, dass man sein Land im positiven Sinne kritisiert, ⁓ es besser zu machen und nicht ⁓ es schlecht zu reden. Und ansonsten, finde ich, hast du in Deutschland beschrieben... in dem ich mich auch irgendwie zu Hause fühle oder dass ich genauso sehe. Also deswegen vielen Dank für diese sehr zukunftsgewandte Definition von Patriotismus. Aber Timon hat noch einen Punkt angesprochen, da muss ich jetzt nochmal drauf zurückkommen, auch weil wir jetzt wieder in dieser Jahreszeit rund um Ostern sind. Du hast den Psalm 23 tätowiert, wenn ich das im Buch richtig gelesen habe und erklärst das auch. Josh: Ja, stimmt, die christliche Prägung, das habe ich gerade nicht beantwortet. Ich bin in einem sehr christlich geprägten Elternhaus groß geworden und Timon: Können wir einmal kurz sagen, was im Psalm 23 steht, Peter? Josh: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln steht er drin. Ich bin zwar nicht Peter, aber ich hab's jetzt beantwortet. Und das ist, äh... Timon: Ja, wir haben so viele Peters hier in diesem Podcast. Tauber: Ja, ja, das stimmt. Und ob ich schon wanderte durchs finstere Tal, fürchte ich kein Unglück. Und ich glaube, das ist gerade eine Stelle, die für Soldaten gut ist. Aber was ist deinem Zugang zu diesem Zaim? Josh: Absolut und ich glaub... Ich habe viel Zeit früher bei meinen Großeltern verbraucht und habe abends immer mit meiner Oma vom Schlafengehen das Vaterunser gebetet und habe da auch schon was gefühlt dabei und nicht nur gedacht, na gut, jetzt muss ich da wieder die Zeit nachplappern. Zum einen ist es natürlich, wie du es schon angesprochen hast, für den Soldatenberuf auch so ein Leitsatz, weil man wird durch dunkle Täler gehen müssen, vor allem wenn man sich jetzt in Gefechtssituationen denkt oder auch so im Dienst. Vielleicht hin und wieder mal. Aber man kann das auch aufs zivile Leben adaptieren. glaube, jeder hat heftige Niederstöge vielleicht auch schon in seinem Leben durchschreiten müssen. Danach kam vielleicht auch wieder ein Hoch. Man hat gespürt, ich bin da jetzt irgendwie durchgekommen und das hat einen Sinn gehabt, weil ich gar nicht an diesen Punkt gekommen wäre, gar nicht so hätte wachsen können, wenn ich dieses Tiefen nicht gehabt hätte. Und das ist in meinem Leben schon ganz oft passiert. Und daher fühle ich diesen Psalm immer noch so. Das war auch mein Konfirmationsspruch genauso wie damals. Oder vielleicht noch viel mehr, weil ich jetzt eben ganz viele Situationen damit verknüpfe. Timon: Josh, du hast vorhin einmal sehr treffend gesagt, ... dass die Soldaten am Ende des Tages die Ersten sind, ... natürlich in der Linie stehen im Gefecht ... ... und die Ersten, auf gut Deutsch ... für diese Gesellschaft und auch für diesen Staat, ... der die Gesellschaft umfasst, also alle, ... den Hintern hinhält. Jetzt mal eine sehr persönliche Frage, ... die vielleicht auch bisschen provokant ist. Hast du den Eindruck dass die Gesellschaft vice versa den Hintern auch ... für euch, für euch Soldaten hinhält. Josh: Das ist eine schwierige Frage, aber in Teilen würde ich da auf jeden Fall zustimmen, dass es so ist. Und ich glaube leider, muss man sagen, durch den Russland-Ukraine-Konflikt hat ein Umdenken in der Gesellschaft stattgefunden. Natürlich nicht in allen Bereichen. Ich finde das aber auch gut. Man braucht verschiedene Meinungen und muss miteinander sprechen und diskutieren. Wichtig finde ich immer, dass man den anderen zuhört. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Blasen, der wir uns bewegen, vielleicht, dass wir Timon: Hm. Josh: und schon versuchen, die andere Blase reinzufühlen und in deren Gedanken, aber dass das Verständnis vielleicht umgekehrt nicht immer so vorhanden ist oder dieser Wille zuzuhören und vielleicht mal zu überdenken, was die andere Seite sagt. Aber ich habe, und das kann ich auch aus dieser Internetaktivität rauslesen, da schon eine deutliche Veränderung wahrgenommen. wo man vor ein paar Jahren vielleicht noch ignoriert wurde, wenn man irgendwo am Bahnhof war, in Uniform und nach Hause gefahren ist, dann kommen jetzt schon sehr wohl Leute und sagen danke. Und darum geht es gar nicht. Also wir können uns genauso bei allen anderen bedanken, die ihren Dienst für dieses Land leisten aus der Gesellschaft. Das Thema hatten wir gerade schon. Aber einfach so ein, finde das gut, was du machst und so ein Interesse auch an der Bundeswehr, das kann ich schon wahrnehmen. Und ich finde auch nicht, dass das so ein geheucheltes, gespieltes Interesse ist, sondern das ist ehrlich. Und dementsprechend würde ich das schon Mit Ja beantworten natürlich gibt es auch Menschen, die das nicht machen würden. Aber ich habe ein Vertrauen in unsere Gesellschaft und ich persönlich an meiner Person und in meiner Wahrnehmung kann ich das schon so wahrnehmen. Wie seht ihr das denn? Timon: Ehrlicherweise ambivalent. Ich betrachte das Internet ja ... ... aus verschiedenen Perspektiven, ... ... auch beruflich aus verschiedenen Perspektiven ... habe einen Algorithmus, ... der mir ein sehr umfangreiches Bild ... tatsächlich zeigt. Und ich sehe da ... ehrlicherweise ein etwas ... gegenläufiges Meinungsbild. Ich glaube, dass wir immer mehr in festgefahrenen ... Referenz-Bubbles unterwegs sind, ... wo wir mit denen konferieren und die sehen ... ... und die zugespielt kriegen, ... ... mit denen wir einer Meinung sind ... ... und uns innerhalb dieser abgeschlossenen Container bewegen ... ... und sehr strugglen damit, ... wenn wir auf andere Perspektiven treffen, diese zu akzeptieren ... ... uns auch mit denen wirklich sachlich, ... fachlich auseinanderzusetzen. Das ist meines Erachtens die größte Herausforderung, vor der unsere demokratische Gesellschaft ... momentan steht. Also sich wieder dem Diskurs zu stellen, den Diskurs auszuhalten und auch die andere Meinung auszuhalten und zu ertragen. Tauber: Ich glaube, wir haben eine Herausforderung. Ich glaube, dass es kein Land in der NATO gibt, wo die Medien so kritisch über eigene Streitkräfte berichten wie in Deutschland. Das kann man historisch vielleicht erklären, aber es ist trotzdem irgendwie ein Irrwitz, dass in einer Gesellschaft, in einer Nation, in der die Streitkräfte so tief in der Demokratie verankert sind wie in der Bundesrepublik, man trotzdem ... Timon: Das stimmt. Das stimmt. Tauber: so eine Äquidistanz glaubt, wahren zu müssen. Und das Gegenteil ist der Fall. glaube, die letzten, die am Ende die FDGO verteidigen werden, sind Männer und Frauen in der Bundeswehr, aus der Bundeswehr oder die durch die Bundeswehr in ihrem Verhältnis zu diesem Staat sozialisiert worden sind. Und dann bei dem anderen Punkt, Timon, bin ich nicht ganz so pessimistisch wie du. Ich sehe aber schon ... dass es leider viele Menschen gibt, die sich einfach dem Diskurs entnervt entziehen, weil sie sagen, diese Art wie dieser Diskurs stattfindet, das macht für mich keinen Sinn, daran teilzuhaben. Und deswegen, glaube ich, auch so eine Stimme wie deine so wertvoll, weil du eben eine eigene Geschichte hast und ehrlich gesagt ja auch, wenn ich das jetzt unter dem Gesichtspunkt Strattkomm sehe, eine Geschichte hast, die dir das gesamte Narrativ trägt. Du bist ja deiner Verantwortung als Staatsbürger in Uniform bewusst. Das ist ja auch nicht jeder, der diese Uniform trägt. Und du machst das auf eine positive, dem Menschen zugewandte Art. Also ich finde, du bist eine unverzichtbare Stimme, nicht nur im Diskurs, sondern auch in diesem hybriden Krieg, in dem wir ja sind, mit Menschen, die ja mit Absicht anders sind. Ist ja auch bisschen unsere Motivation, warum wir über dieses Thema vielleicht ein bisschen anders reden. Manchmal sagen Leute, ihr könnt doch nicht lachen, wenn ihr über Krieg und Frieden redet. Ich glaube gerade, man muss manchmal so ernste und schwierige Themen irgendwie brechen, damit man überhaupt damit umgehen kann. Also nicht, weil wir es auf die leichte Schulter nehmen. deswegen bin ich persönlich so dankbar, dass du jetzt dir die Zeit genommen hast. Ich glaube, ist eine ganz andere Sitzung als sonst. Wir reden sonst sehr abstrakt über Probleme. Diesmal ist es sehr, sehr persönlich. Und danke, dass du uns da in deine eigenen Gedanken so reinlässt. Timon: Und das ist ehrlicherweise auch noch mal ein Thema für sich. Also liebend gern sprechen wir noch mal mit dir oder mit euch ... ... über das Thema Social Media Warfare. Über das Thema, was bedeutet es eigentlich, ... einen Kontrapunkt auch in den sozialen Medien zu setzen. Reichweiten stark etwas dagegen zu setzen, ... diese Narrative, die spalten wollen. Wir haben es mit Peter R. Neumann ... ... ja auch diskutiert, ... gezielt desinformieren, ... die gezielt die Spaltung vorantreiben. Da würden wir uns auch noch mal ... drüber freuen. Josh: Ja, sehr. Ich würde mich auch darüber freuen. Ich finde das super wichtig. Hab ich ja gesagt, Kommunikation ist das A und O. Und je mehr wir kommunizieren, desto mehr brechen wir auch so ein bisschen vielleicht aus unserer Bubble aus und erreichen die Leute, die sich dann dem Diskurs mit uns stellen wollen. Und das fände ich tatsächlich auch mal interessant. Ihr habt ja letztens einen Live-Podcast gemacht, da vielleicht auch mal eine Gegenstimme da zu haben und da in diesem Rahmen vielleicht auch noch mal kommunizieren zu können. Weil ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass man das nicht nur in zwischenmenschlichen Gesprächen macht. Und das muss jetzt auch nicht nur bei euch sein. eine Idee, die mir jetzt gekommen ist. Aber ich glaube, da werdet ihr auch nicht abgeneigt, ... da in einem öffentlichen Rahmen irgendwie den ... jeder dann sich vielleicht auch noch mal im Auto anhören kann, auch noch mal drüber zu sprechen. Also wir wollen ja gar nicht nur in unserer Bubble bleiben, sondern ich glaube, wir sind alle drei, ... wie wir sitzen, bestrebt eben auch der anderen Seite ... zuzuhören und das auch gerne in einem öffentlichen Rahmen. Habe ich jetzt einfach mal so für euch gesprochen. Tauber: Dein Wunsch, unser Befehl, da müssen wir mal gucken auf der Live-Tour, Timon, und dann müssen wir irgendwie noch mal nach Hamburg fahren, oder? Oder in den Norden. Timon: Das hast du gut gemacht. Das ist wohl so, dann kommen wir zu euch in Bordfunk. Josh: Ja, da solltet ihr unbedingt mal vorbeikommen. Da können wir dann auch nochmal ein bisschen eure Dienstzeit, da können wir nochmal bisschen drin rumgraben, was denn da so passiert ist. Timon: ⁓ ja, viele Geschichten zu erzählen. Also, beim Peter nicht so viel, aber ... Tauber: Uuuh, damals! Josh: Über welche Hügel ihr denn schon so drüber gestiegen seid? Ich hab gesagt, welche metaphorischen Hügel ihr denn schon so drüber gestiegen seid? Wahrscheinlich einige. Tauber: Wie bitte? Timon: ⁓ Ja... Ja... Mannigfaltige. Tauber: Mhm. Diese Anmerkung von diesem Bumskop, da habe ich eben überhört. Timon: Hahaha, ja. So ist es. Also Leute, noch einmal kurz, noch einmal kurz, ich muss... Genau. Du hast es falsch rum, du hast es falsch rum. Also, schaut es euch gerne mal an, Inside Bundeswehr, so. Josh: Ja. Tauber: Gut, also Timon hat uns gerade in euren Podcast eingeladen. Großartige Geschichte, ich halte das Buch jetzt auch nochmal in die Kamera. Josh: Wir machen das. Vielen Dank. Timon: Es lohnt sich definitiv, sich auch mal in der Tiefe ... wenn ihr euch nicht nur 30 Minuten damit beschäftigen wollt ... ... mit Peter Tauber und Timon Radeke, ... die hier die ganze Zeit so Zeug reden, sondern wirklich mal in der Tiefe damit beschäftigen wollt, ... ... dann schaut euch dieses Buch an, ... es lohnt sich wirklich sehr an dieser Stelle ... ... und lieber Joschka, vielen Dank, dass du heute bei uns warst. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Josh: Danke, dass ich da sein durfte. Timon: Und auf das, was wir vielleicht sonst noch so gemeinsam vorantreiben können, in der Kommunikation für eine resiliente, wehrhafte Gesellschaft und Bundeswehr. So. Ja, ne? Josh: Das hast du wunderschön gesagt. Ja, ich freue mich sehr auf unsere gemeinsamen Folgen, aber dann die Pfeife muss dabei sein und du musst da ein bisschen öfter dann auch mal, ne? Das hast du jetzt vergessen. Timon: Ja, was habe ich vergessen? Tauber: Weil es so spannend war mit dir. Ich sag auch vielen Dank. Josh: Na, vorhin hast du die Pfeife angemacht und dann ist die verschwunden, da irgendwo auf deinem Schreibtisch. Timon: Ne, du hast sie nur nicht gesehen. Ich war die ganze Zeit dran eigentlich. Hier. warst so in Gedanken oder was? Ja, ich habe... Ich habe... Es gibt... Tut mir leid jetzt für den Exkurs, aber das muss jetzt halt nochmal sein. Es gibt tatsächlich... Es gibt... ⁓ zu kommentieren hinterher. Es gibt von der Firma Fauen. Es... Ja. Josh: Ja, okay. Aber letztens hattest du eine andere, so eine ganz lange. Tauber: Ja so eine Gandalf Pfeife, er hat verschiedene. Es gibt Leute, die schauen den Podcast ja auch nur deswegen, jetzt erzähl mal. Wir sind eigentlich ein Pfeifenpodcast. Timon: Ich freu mich jetzt schon auf die Kommentare dazu. Es gibt von der Firma FAUN, die ein namhafter Pfeifenhersteller ist, die Auenland-Serie. Und das sind in der Tat an den Herr der Ringe angelegte Pfeifen. So, es gibt auch Auenland-Tabak übrigens. Von der Firma FAUN. So, als Schleichwerbung. Wir sind ja Gott sei Dank ein Non-Profit-Podcast. Deswegen kann ich hier erwähnen, wen ich will. Peter. Josh: Mhm. ⁓ Mensch. Super. Tauber: direkt aus dem Auerland. Hab ich schon gesagt, dass man dieses Buch kaufen muss? Bist du eigentlich... vielleicht machen wir das jetzt noch... das machen wir? Josh: Ja, ich würde auch einfach ein paar hier in die Verlosung reinhauen bei euch. Also ich habe hier noch ein paar rumliegen. Auf welchen Plattformen seid ihr dann überall am Senden? Ihr seid auf YouTube, ihr seid auf Spotify. Timon: ⁓ das ist cool! ... ... ... YouTube, Spotify, Instagram. Wir haben auch einen TikTok-Kanal, ... da hauen wir manchmal so unsere Sachen rein, ... aber der von der Reichweite her ... ist ja noch ausbaufähig. Ja. Also YouTube, ... Instagram, Spotify. So. Ja. Tauber: Instagram Nee, lass mal die anderen drei sind, die... Also wenn du uns für jeden Kanal ein Buch... Dann... Machen wir das. Josh: Ja, also ich würde einfach FIM verschicken und ihr organisiert das mit den Versandadressen und ich verschicke das dann einfach. Ja, wollen wir das so machen? Tauber: Hau ab! Timon: Hervorragend. machen wir jetzt das Windhund-Prinzip. Wer in den Kommentaren am ersten schreibt, warum ihr den Sicherheitsrat so überragend findet und die Folge mit Joshua Krebs, dann wählen wir euch aus und schreiben euch an. So. Tauber: Ja super, so machen wir es. Josh: Das klingt super. Tauber: Bevor wir die Sitzung schließen, aber zum Buch jetzt nochmal eine ernste Frage. Wie sind denn die Reaktionen und wie bist du selbst damit zufrieden? Würdest du es nochmal schreiben? Was sind die Highlights in den Reaktionen? Vielleicht nimmst uns da nochmal kurz mit und Timon, dann darfst du die Sitzung schließen. Josh: Ja, also ich habe mich natürlich sehr gefreut über alle, die mich auf Social Media am Teil haben lassen und vielleicht auch gesagt haben, dass das Buch vielleicht nochmal so ein Anschluss war, die Bundeswehr in einem anderen Blickwinkel zu sehen und sich dann doch für den Dienst zu entscheiden. Das freut mich natürlich genauso, wenn man das aufgrund der Videos macht. Und alleine aufgrund dieser Tatsache würde ich es immer wieder machen. Ich muss natürlich auch nochmal Danke sagen an Oliver Uschmann, der da mitgeholfen hat beim Schreiben, weil ich tatsächlich auch durch den Tagesdienst und durch die Videos und Podcasts und so da Unterstützung gebraucht habe. Und ja, dass nicht nur alleine durch mich so gut geworden ist, wie es meiner Meinung nach geworden ist. Aber ich würde das immer wieder so machen, weil Kommunikation auf allen Ebenen wichtig ist. Und das kann man eben auch mit einem Buch schaffen oder mit einem Hörbuch. Ich selber lese nämlich ganz wenig Bücher. Ich höre das immer dann irgendwo auf Autofahrten, genauso wie den Sicherheitsrat Podcast. Timon: Sitzung ist geschlossen. Dankeschön! Tauber: Ho-Ha, Ho-Ha, Ho-Ha. Josh: Hans Hauer!