Angela: Hey Siss, ich hab da ein Problem. Urmel: mal hören welches Thema du heute mitgebracht hast. Angela: Ich hab das Thema mitgebracht, die Sache mit der Schönheit und dem Schönheitsideal. Ich erwisch mich da selber sogar immer mal wieder bei, dass ich so denke, ja, jetzt kommt man so langsam in das Alter, wo man mal schön war und... Ich dachte ja nur, ich erwisch mich ja bei den Gedanken. Urmel: Njajajaja, ein Quatsch! Angela: Dann guckst du so in der Spichel und siehst so die Röllchen an den Stellen, wo früher keine waren. Und die grauen Haare fangen an zu mir jetzt. Ja! Und dann hab ich ja auch meine Patientinnen, Klientinnen, die auch immer wieder mit dem Thema ⁓ die Ecke kommen. ich merke einfach, ich bin da auch nicht total frei von. Deshalb dachte ich, muss ich mal mit meiner Schwester darüber reden. Urmel: Heiliges Blechle! Okay, let's talk about that. Okay, wunderbar, machen wir, reden wir drüber. Aber bevor wir hier einsteigen, nochmal, mach du. Angela: Aber vorwärts... Mach du, mach du. Ich lass dir den Vortritt, come on. Urmel: Okay, aber bevor wir hier loslegen, was ist das denn hier eigentlich? Das ist der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Und hier unterhalten sich zwei Schwestern, Angela und Ursula, über Themen des Alltags, die sie eigentlich längst angegangen haben wollten und dann in Wirklichkeit wieder verschoben haben. Angela: Und meine liebe Schwester, ist Biologin, Philosophin, Achtsamkeitstrainerin, Medikat... Med... Med... Okay. Medikationstrainerin. Okay, das müssen wir irgendwann mal für Take-outs... ⁓ ja, super, nein. Meine Schwester ist natürlich Meditat... Nein, ich fang nochmal von vorne. Und meine liebe Schwester, das ist die Ursula, die ist Biologin, Philosophin... Urmel: Medikamente nehm ich auch. Lass uns über Supplements reden, auch eine wichtige Folge. Angela: Artsamkeitstrainerin, Meditationslehrerin, Kundalin-Yoga-Lehrerin, die macht ganz viel zu Stressmanagement und Gesundheitstraining und verpasst mir immer mal wieder liebevoll einen Tritt in den Hintern, wenn ich nicht in die Puschen komme. Urmel: Und meine wunderbare Schwester, das ist die Angela, die ist Psychologin, Psychotherapeutin, Schematherapeutin, Traumatherapeutin, Kundalini-Yoga-Lehrerin, Atemtrainerin. Tausend Ausbildungen hast du gemacht. Aber vor allen Dingen, weißt du, bist du meine weltbeste Coaching-Schwester. Darüber bin ich hier so dankbar. Angela: Yes! Und ich brauch auch immer mal wieder einen dritten Hintern. Urmel: Bevor wir vielleicht über dein Thema reden, ich habe tatsächlich noch mal über Atemtechniken und das was wir über Atmung letztes Mal besprochen haben mir wirklich ein paar Gedanken gemacht, wo ich selber falsch atme und gerade das mit diesem Atem anhalten was du ja auch gesagt hast. Das passiert mir öfter, wenn also es ist so interessant, wenn man es dann nochmal so ganz bewusst beobachtet. Ansonsten, ja, lebe ich natürlich mit meinem Atem und fertig ist. Aber wenn man es dann so beobachtet, wo man dann tatsächlich so, ach krass, hier halte ich gerade den Atem an. ⁓ interessant, hier nehme ich aber einen tieferen Atemzug. Also wo man den Atem dann tatsächlich nochmal bewusster steuern kann oder dann eben darüber reflektiert, wie du ihn gerade gesteuert hast unbewusst. Ganz spannend. Angela: Also und ich glaube, wenn wir das alle schon mal mitnehmen, den Atem einfach mal mehr zu beobachten und ja ein paar Schlussfolgerungen vielleicht daraus zu ziehen und vielleicht doch mal zu üben, richtig zu atmen, hilft schon sehr. Man muss gar nicht so viele fancy Atemtechniken kennen. Urmel: Doch aber eine fancy Atemtechnik würde ich jetzt gerne hier noch einfließen lassen, es gerade so knallheiß ist in Deutschland und wahrscheinlich auch in Europa. Ich kriege das nicht so mit, aber ich glaube ja, es ist überall ziemlich heiß. Eine Atemtechnik würde ich gerne tatsächlich noch reingeben, das ist die Sitaliatmung. Könnt ihr natürlich googeln, Angie schreibt euch in die Show Notes. Sitaliatmung ist total super, wenn es einem heiß ist, also bei Hitze kann man tatsächlich auch bei Fieber machen. Und die geht so, dass man über die Zunge, die man rollt die schreckt man raus die Zunge, die gerollte und darüber atmet man ein und atmet dann über die Nase aus und das hat so einen kühlenden Effekt. Wenn man die Zunge nicht rollen kann, kann man die Zunge nach hinten einrollen und hinter dem Oberkiefer, hinter den Zähnen so eingerollt lassen und darüber einatmen dann durch den geöffneten Mund oder leicht geöffneten Mund und durch die Nase ausatmen, dann hat man so einen kühlenden Effekt. Also Citali-Atmung gegen Hitze. Angela: Ja mega, schreibe ich aber auch nochmal in die Show notes. Ja, die ist wirklich gut. alle, ein bisschen abkühlen wollen, egal ob von der Hitze der Sonne oder der Hitze der Wut oder sowas, ist das eine wunderbare Atemtechnik. Urmel: Ja gut, dass du es antwürdigst. Die kann man auch wirklich richtig gut machen, wenn man sich aufgeregt hat, wenn man wütend ist, wenn man voll krasse Wut in sich hat. Dann hilft diese Italie-Atmung eben auch, ⁓ wieder runterzukommen. Also eine ganz wunderbare Technik. Auch wenn wir hier nicht über Techniken so viel reden wollten. Kommen wir zu deinem Thema. Das Schönheit-Dingsbums. Angela: Das Schönheits-, ja, also ich dachte einfach, verdammte Hacke, Also ich hab doch eigentlich so ganz gutes Selbstbewusstsein und prinzipiell kein Thema damit, mich im Spiegel anzugucken und zu sagen, ja, passt. Und dann erwischst dich dabei und denkst so, ja, nee, die schönen Tage sind vorbei, jetzt fängt es an zu runzeln oder so. auch so komische Gedanken wie, Urmel: Das ist ganz ok. Angela: Ich finde das so spannend. So komische Gedanken wie, meine Beine kann ich jetzt aber auch nicht mehr zeigen mit den Besenreisern, die da mittlerweile sich entwickeln. Urmel: Was? Okay. Okay, das finde ich jetzt total krass, dass du das Thema mitbringst, weil es ist so lustig. Es ist so ultra lustig. Ich habe vor kurzem einen Film geguckt von und mit Sacha Baron Cohen, Ladies First. Und das ist so lustig gewesen, weil... Sehr lustig, sehr lustiger Film. Und dann geht es tatsächlich darum, dass das Schönheitsideal Angela: Den kenn ich gar nicht. Okay. Urmel: andersrum gemacht wird. Also nicht die Männer den Frauen irgendwas auferlegen, sondern jetzt die Frauen den Männern was auferlegen sozusagen und die Männer einem gewissen Schönheitsideal hinterher hächeln müssen und es ist wirklich so ultra lustig. wenn wir Frauen uns so Gedanken ⁓ es wird jetzt ein bisschen zotig, auch immer, uns Gedanken ⁓ BHs, wenn wir uns so Gedanken ⁓ BHs machen und welche Körbchen größer und pipa poh, da geht es jetzt darum, dass die Angela: ⁓ Gott, okay. Komm, ein bisschen spicy ist doch gut. Das war das ganze Schöne in Szene setzen, ne? Urmel: Ja natürlich. Und da geht es jetzt aber darum, dass die Männer ihre Hoden in Szene setzen müssen und da gibt es jetzt so Hodenkörbchenhalter und da müssen die Männer eben so nacharbeiten und wie hast du Körbchengröße, also nur Hodengröße, blah und dann kriegst du den Halter und es ist so lustig, ich mich weggeschmissen vor Lachen. Ja, also wirklich super lustig. Und das ist natürlich erstmal so die Frage, wer macht denn die Schönheitsideale? Wo kommen die denn her? Und das sind ja erstmal gesellschaftliche Dinger. Angela: Hahahaha Urmel: Also wer legt das fest, was jetzt gerade schön ist? Und ich glaube, wenn man sich sehr viel bei Social Media aufhält, wird einem auch ziemlich viel präsentiert, was nicht so unbedingt tatsächlich Realität ist. Also, wir ja selber, ich glaube du sagst das sogar deinen Klienten, geht mal raus, echte Leute gucken. Angela: Ja, das mache ich immer, dass ich das übernehme und sage Leute, guckt nicht in Social Media, wenn ihr wissen wollt, wie Leute aussehen, sondern geht in die Innenstadt, setzt euch mal in ein Café oder setzt euch in die Fußgängerzone und guckt einfach mal Leute, schult auch wieder euren Blick. Ja, das ist mir ja selber aufgefallen, ich tatsächlich, das war so krass, als ich auf der Stör... auf der Störung... Mir selber aufgefallen, als ich auf der Station für Essgestörte gearbeitet habe damals, schon Uhrzeiten her, und du dann immer mit diesen ganz, ganz, ganz, ganz dünnen Mädchen gearbeitet hast. Ich musste mein inneres Bild von Körper immer wieder bewusst zurechtrücken, weil das Gehirn ja tatsächlich so Prototypen bildet. Durch das, was es immer wieder sieht, immer wieder sieht. Bildest du ja diesen Prototypen, aha, so sieht also eine Frau aus oder so sieht ein Mann aus. Und wenn du dann immer wieder dich mit Bildern fütterst oder ich da auf der Station für Essgestörte immer wieder diese ganz dünnen Mädchen gesehen habe, dann kommst du dir selber im Vergleich, was das Gehirn ja einfach macht, plötzlich dick vor, obwohl du es gar nicht bist. Und das finde ich so krass, dass wir das auch immer noch mal wieder mit reinnehmen. Wenn ich mein Gehirn dauernd mit bestimmten Bildern füttere, dann nimmt mein Gehirn das als Maßstab. Ganz automatisch. Aber das mit den Hodenhaltern, das muss ich jetzt nochmal drüber lachen. Also das fand ich schon lustig. Urmel: Ja, das ist genau das, was du gesagt hast. Da werden wirklich diese Klischees in diesem Film auch alle bedient. Also dann ist es eben geswitcht und die Männer essen den Salatteller und die Frauen essen das dicke Steak mit Pommes. Ja, und das ist total normal, dass die Frauen sich den Whisky überstellen und das dicke Steak mit Pommes. er, also wie gesagt, so ein Rollenswitch. Er hat da so ein, keine Ahnung, ist in so einer verschobenen Welt. Angela: Mhm. Urmel: Realität eben gefangen und da ist es eben umgekehrt und die Frauen machen die Schönheitsideale oder legen sie den Männern auf und es ist so lustig, als er dann so sieht, ich will aber jetzt hier gar keinen Salat bestellen. Und auch was alles gewachsen werden muss an seinem Körper und so und welche Männer gehen schon zum Waxing. Also ich glaube schon, dass das in letzter Zeit auch zugenommen hat, aber wer macht das? Also wer sagt das? Und du sagst es ja richtig. Angela: Mhm, mhm. Ja. Urmel: Schönheitsideale sind letzten Endes oder entstehen durch Wiederholung. ich wiederholt immer wieder die gleichen Bilder sehe und damit gefüttert werde, dann habe ich plötzlich so ein Bild im Kopf. So muss es sein, so ist es echt. Und wenn ich mich mit anderen Bildern füttern würde, wäre es auch eben eine andere Realität. Und ich glaube, hast du auch schon gesagt, man muss es immer wieder reflektieren. Immer wieder für sich gucken, will ich das jetzt für mich oder will ich das jetzt, weil es mir von außen aufgelegt wird? Angela: Ja, auf jeden Fall. Ich habe halt auch so überlegt, woher kommt denn das? Also das eine ist natürlich unser Gehirn, was eben das auswertet, was es geboten bekommt. Aber woher kommt denn das überhaupt, dass wir so ein Schönheitsideal haben? das, ich meine, vom wachen Verstand her wissen wir doch, Menschen sind ganz unterschiedlich, Körper sind ganz unterschiedlich. Also es kommt ja leider jetzt schon wieder dieser Magerwahn zurück. Wir hatten ja so eine Phase, wo das ein bisschen in die andere Richtung ging. Und zum Glück so ein bisschen dieses Body Positivity und so weiter. Woher kommt denn das, dass das so dünn anscheinend schön ist? Oder dass wir überhaupt so ein... Ja, anscheinend ja irgendwo doch einen angeborenen Sinn für Ästhetik oder sowas haben. Urmel: Na ja gut, okay, also wir denken ja in Kategorien. Also wir haben ja einen Schubladen-Set im Kopf und wir analysieren ja auch, also welches Muster gewinnt. Und wenn ich jetzt so evolutionsbiologisch mir jetzt angucke, dann habe ich natürlich jetzt, ich gehe jetzt mal vom Menschen weg, aber in der Tierwelt natürlich, da gibt es ganz klar Selektionsmuster, sexuelle Selektion. Angela: Hm. Mhm. Ja. Urmel: welches Ideal gewinnt gerade. Und das ist total krass. ich weiß jetzt gerade nicht, welcher Vogel das ist, aber diese Vögel, die männlichen Vögel haben so ein Prachtgefieder und die Mädels, also die weiblichen Vögel stehen halt voll auf dieses Prachtgefieder. So und da werden halt die Herren der Vogelwelt mit diesem Prachtgefieder eben präferiert. Deswegen bekommen die natürlich auch mehr nachkommen. Ist ja logisch. Und deswegen geht es halt weiter mit diesem langen langen Gefieder. Und das ist aber so krass, weil das mittlerweile so lang ist dieser Schweif, dieser Vögel, dass die damit gar nicht mehr fliegen können. Und dann kommt die Selektion von der anderen Richtung und die, nicht mehr fliegen können, können ihren Fressfeinden natürlich nicht mehr davon fliegen und werden dann natürlich gefressen, können sich nicht mehr fortpflanzen. so pendelt sich natürlich in der Mitte ein. Und wenn ich das jetzt eben so für die Menschenwelt mir überlegen würde, dann kann ich natürlich irgendwie so kontrollieren, welches Schönheitsideal wird präferiert. Angela: ⁓ okay. Urmel: Und das ist wahrscheinlich dann doch irgendwie irgendwo schlank. Also ich sage jetzt nicht dünn, aber so irgendwie normal schlank. Weil das ist ja gesünder. Also welche Partner suche ich mir aus? Und das sind halt die, die gesünder aussehen. Und das kann ich mir dann schon erklären, wo so was herkommt. Aber wenn ich mir dann die Modewelt angucke, Angela: Ja, Prinzip wäre schon. Mmh. Urmel: Ja und ich dann mit meiner normalen, etwas stabilen Größe in einen Klamottenladen gehe und dann irgendwie denke so, na toll, es gibt ja nur noch XS und noch kleineres XS und das kann ich gar nicht tragen. Und das wird ja irgendwoher bedient. Ich will jetzt hier keine Verschwörungstheorien oder so aufmachen, aber irgendwo kommt das ja her. Angela: Ja, da hab ich... Ja, ne, da hab ich mal gelesen, ich weiß jetzt aber nicht, ob das stimmt, dass man sich schon auch immer so bisschen angucken muss, wer halt gerade die führenden Designer sind. Und das meine ich jetzt gar nicht abwertend, aber die viele führenden Designer sind ja männliche, homosexuelle Menschen, die... halt auch sehr so einen androgynen Körperbau haben, selbst erziehrlich sind und so. Und wenn die Mode machen, aus ihrem, wie gesagt, ich meine das gar nicht böse, ich meine das gar nicht böse, ne? Also wenn du selber sehr androgyn bist, sehr, sehr filigran bist, dann machst du vielleicht auch Mode für diese Körper. Und vielleicht entsteht sowas dann ja auch. Ja. Urmel: aus ihrer Sichtweise. Ja klar, ja ja, verstehe. Nee, nee, das ist halt deren ästhetisches Ideal. Ja, genau. Angela: Nur, dass Frauen dann weniger reinpassen. Das war ja auch mal auf den Laufstegen so eine Zeit, wo die alle so androgyen ausgesehen haben, auch die Frauen. Das geht gerade wieder bisschen in die Richtung. Ich werde ja da immer von meinen Klientinnen auch so bisschen mitgefüttert, was die sich so angucken. Wo es gerade hingeht, ist die sehr schlanke, aber doch vollbusige Frau. Also schmal, sportlich, aber großer Busen. Das ist jetzt der nächste Trend. Urmel: Okay, ja und das ist aber dann immer wieder die Sache, inwiefern will ich so einen Trend mitmachen? das ist glaube ich das, wo sich jede Frau dann, jeder Mann natürlich genauso, immer wieder selbst hinterfragen muss, mache ich das jetzt mit, weil ich das für mich möchte oder wird mir das von außen auferlegt? dann muss ich natürlich, ja und das ist wahrscheinlich immer die Schwierigkeit, dann muss ich natürlich wieder Gleichgesinnte finden, die sagen, ich mache diesen Trend nicht mit. Ja und das ist es aber dann auch wieder, wenn ich dann eben rausgehe in die Welt und echte Leute gucke, dann sehe ich Gott sei Dank genug andere, wenn ich mich eben von diesen Plattformen mal entferne. Angela: Ganz genau. wenn du dir das so anguckst, wie gestylt laufen denn die Leute tatsächlich durch die Stadt? Also wie modisch sind die? Wie geschminkt sind die? Wie sportlich sind die? das ist ja eher die, normale Mensch läuft ja in normalen Schluffklamotten durch die Stadt und ist nicht überdimensioniert geschminkt und was weiß ich was. Und natürlich macht man sich mal schön. Urmel: Ja. Ja. Angela: zu Recht, wenn man ins Theater geht, ins Kino geht, auf eine Party geht, was auch immer. Aber es ist ja nicht der normale Standard, dass man immer hochleistungsmäßig top drauf gestylt und geschminkt und sonst was durch die Gegend läuft. Jedenfalls die wenigsten. Aber die Bilder umgehen uns natürlich. Urmel: Ja, ja. Ja genau, aber wenn du dann echte Menschen gucken gehst, so gehst halt einen Abend in den Biergarten, setze dich da hin, ja da siehst du alles, alle Körpergrößen, groß, dick, dünn, schlank, was auch immer und jetzt auf deine Beine nochmal bezogen, da siehst du aber auch ganz tolle Besenreißer und ja das ist normal, also sorry und Das finde ich dann eben so schade, dass man eben so aus diesem normalen rauskommt, je mehr man sich mit diesen anderen Bildern vollstopft. Angela: Kannst du bitte als Biologin noch mal was zum Bindegewebe der Frau sagen? Weil ich fand das jetzt so krass auch mit einer Klientin von mir, die halt Mitte 20 ist und recht viel aus ihrer Warte Zellulite hat. Wie ich dann gesagt hab, Frauen guckt euch mal bitte eure bei... Also das ist auch normal, wir Frauen haben doch ein ganz anderes Bindegewebe, oder? Urmel: ⁓ ja, aber das ist jetzt echt so Thema, dem ich mich nicht so beschäftige. da müsste ich jetzt auch nochmal was nachlesen. klar, gibt schwaches Bindegewebe und dann muss man das wahrscheinlich irgendwie erpflegen und bürsten und keine Ahnung. Aber das ist echt nicht so in meinem Horizont und deswegen habe ich mich damit jetzt auch weniger beschäftigt. Angela: Aber wir haben doch einfach ein anderes Bündegewebe als die Männer. Urmel: Ich würde das jetzt nicht... Also, sorry, können wir das Thema nochmal verschieben? Das würde ich gerne zurückstellen, weil das ist jetzt echt ein Thema, wo ich mich nicht auskenne. Denn Jan hat ein ganz anderes schwaches Bindegewebe. Das ist sicherlich schwächer als meins. Also, das ist jetzt Quatsch. Da würde ich jetzt irgendeinen Quatsch sehen. Also, können wir die Frage bitte schieben? Danke. Ja. Angela: Okay. Okay. Mhm, okay, alles gut. Willst du die ganz rausschneiden? Okay, alles gut. Dann muss ich mal gucken, bis wo wir dann zurückgehen. Aber ich glaube, was nochmal so ganz wichtig ist, ist zu gucken, dass wir eben alle so unterschiedlich sind und dass wir natürlich so unsere Vorzüge hervorheben dürfen. Da habe ich ja gar nichts dagegen. Aber dass wir uns nicht so fertig machen, wenn wir an manchen Stellen nicht irgendeinem Ideal entsprechen. Urmel: Und da habe ich jetzt noch eine Frage an dich. Also ich bin ja wirklich gar nicht social media mäßig unterwegs. Das ist jetzt aber was, mein Mann erzählt hat, was jetzt gerade bei den Schülern wahrscheinlich so on vogue ist. Menesfear und Trade Wives. Sagt ihr das was? Angela: Ist auch noch nicht bei mir angekommen. Menisfiien Trade Vibes? Urmel: Ja total krass, das muss halt irgendwie so eine Bewegung sein. Also Trade Wives, natürlich, dass wieder so diese Frauen, für mich rückwärts Bewegung, weg vom Feminismus, hinzu ich bleibe zu Hause, ich versorge meinen Mann, ich bin eine Frau, die den Mund hält, ich halte mich zurück, weißt du so, Trade Wives. Und Menisfier ist so die Gegend, also die andere Richtung dann, die Männer, die Angela: Okay. Urmel: Du musst erstmal deine Frau so richtig einordnen und so geht das und du musst in die Muckibude gehen und da siehst du echte gestellte Männer. halt. Können wir... Können wir aber auch gerne nochmal zurückstellen, weil ich war total schockiert, dass er an mir das erzählt hat. Ich was ist das für eine Bewegung? Will ich nichts von wissen eigentlich? Aber gut, muss man wahrscheinlich doch wissen, was da gerade wieder los ist. Angela: ⁓ krass. Okay, krass. Ja, nee, also das ist tatsächlich auch noch spannend, dass du das sagst. Also ich werde mich da mal mit beschäftigen. Ist tatsächlich an mir vorbei gegangen bisher, dass das bei meinen Klientinnen gerade eher so dran ist. Die sind so sehr schwanken zwischen so Feminismus, Frauenrechte und wir... Wir dürfen alles machen, wie wir wollen und wir brauchen keinem Mann irgendwas hier recht machen oder so. Und die sich da auch teilweise sehr ver einsetzen, der Schule zum Beispiel oder im Studium auch. Und dann aber so welche, einfach so sehr schwanken zwischen, eigentlich verstehe ich das schon mit, was weiß ich, Patriarchat und Matriarchat und Feminismus und so weiter. Aber ich trau mich noch nicht so ganz. ich gehe dann doch lieber ins Fitnessstudio und stähle meinen Körper und esse wenig und gucke, dass ich total angepasst bin. So. Aber dieses mit zu Hause bleiben und nichts mehr... Urmel: Also ich will jetzt auch nichts falsches sagen. das ist das, was ich mir jetzt darunter auch vorstelle, so wie es bei mir angekommen ist, aber ich habe mich damit echt noch null beschäftigt. Also außer das, was mein Mann mir eben erzählt hat, weil der das eben so aus so einer Schülerwelle mitgekriegt hat. Angela: Ja, aber ist ja spannend. Ich finde halt spannend, wie dieses ganze Social Media schon auch funktioniert. Das sehe ich ja selber bei mir. Wenn du einmal bestimmte Sachen gesucht hast und angeklickt hast und geliked hast und was weiß ich was, dann wird dir davon immer mehr reingespült in deinen Feed. Und so passiert das ja auch, Menschen dann immer mehr die gleichen Bilder und immer die gleichen Bilder gezeigt bekommen. Also zum Beispiel eine Zeit lang habe ich total viele kleine süße Katzenbaby-Videos angeguckt, dann habe ich irgendwann den Vieht nur noch Tiervideos gehabt oder sowas. Und gerade habe ich eine Serie geguckt, könnt alle mal in die Kolumnetale schreiben, ob ihr auch off campus geschaut habt. Urmel: Ja, ja. Angela: Jetzt ist mein Instagram-Feed nur noch off campus. Aber so kommt das auch, dass wir immer wieder die gleichen Bilder und die gleichen Bilder und dann sich da auch von unserem Prototyp, der im Gehirn abgebildet ist, das verschieben kann. Aber das können wir ja mal auf dem Schirm behalten und mal schauen. Ich werde das mal ansprechen bei denen, die mir begegnen, ob die davon was gehört haben. Machen wir mal eine Umfrage. Genau. Urmel: Okay, alles klar. Ja. Ja. Angela: Aber es ist schon krass, womit wir Menschen uns beschäftigen. Also was bei uns alles in den Orbit kommt und unsere Gedanken dann wieder zumüllt. Urmel: Ja, aber du hast ja vollkommen recht. Ich beobachte das bei mir ja auch. Also zu meinem Schönheitsideal gehören jetzt tatsächlich rasierte Achseln. Und wenn ich dann eine Frau sehe, die keine rasierten Achseln hat, dann ist das für mich so, so hat was mit Pflege zu tun. Und das muss ich natürlich aber auch hinterfragen, weil die Achselhaare sind ja was total Natürliches. Und Schweißfänger und so weiter. Und eigentlich ist das Angela: Mhm. Hm? Hm? Urmel: Ja, also auch was da an Lymphknoten ist und so weiter. Eigentlich ist das eine Katastrophe, dass wir da rasieren. Rein biologisch betrachtet, ne? Angela: Ja, das stimmt. Und das habe ich tatsächlich mitgekriegt. Es gibt immer mehr Mädels, die sich die Achselhaare wieder wachsen lassen. Ja. Habe ich jetzt schon ein paar Mal gesehen? Ja. Urmel: Ja, das war super. Also gesundheitsmäßig ist das eigentlich die bessere Alternative. Das ist die Frage, wo kommt dieses Schönheitsinhal in meinem Kopf her, dass ich das halt seltsam finde, wenn jemand die Achselharrin nicht rasiert hat. es ist total, also gehören für uns dazu. Angela: Hm? Ja, und das sind ja so wichtige psychologische Effekte eben auch. Was verknüpfe ich mit was? Also eine Zeit lang war ja auch, wenn ich das jetzt so sage, dünn gleich intelligent und dick gleich faul oder so. Also dass wir solche Verknüpfungen im Hirn machen, die ja nichts miteinander zu tun haben wirklich, aber die einfach bei uns als Staple sozusagen in eine Schublade gesteckt werden. Also das sind im Grunde genommen Denkfehler, wir machen, dadurch, dass wir bestimmte Dinge zusammengeschmissen haben. Mann, man, man. Also wir sind ja wieder spannend unterwegs. Ja, was? Urmel: Ja, nein, ich finde das auch wieder total interessant jetzt nochmal für mich jetzt, das jetzt, nachdem wir darüber gesprochen haben, nochmal wird, wie ich das so bei mir selber beobachte. und dann halt auch so in die Natur, aber ja, okay, aber mein Menschenbild ist halt eigentlich so, ja, jeder macht, was er will, Und trotzdem ertappe ich mich dann so bei unrasierten Achseln. Ist lustig, wenn man sich dann selber ertappt. Angela: Mhm. Ja, genau. Das ist ja immer wieder. Immer wieder. Mal wahrnehmen, was wir da eigentlich die ganze Zeit so automatisch machen. Also was wir automatisch in eine Schublade schmeißen sozusagen. Was wir automatisch verknüpfen. Ja. Finde ich echt immer wieder super spannend. Und krass, wo wir hier gelandet sind hier. Mal wieder angefangen. Und wo wir rausgekommen sind. Aber so ist es halt. Urmel: Ja. Ja. Hhhhh Angela: Ich glaube dann, was nehmen wir mit von unserem Thema heute? Wir sollten uns alle nochmal überlegen, was haben wir denn eigentlich für ein Schönheitsideal und wollen wir dem folgen oder nicht? Was ist davon sinnvoll? Ja, genau. Unser Bild, was wir im Kopf abgespeichert haben, wieder mal gerade rücken und zurechtrücken. Urmel: Ja, und rausgehen und echte Menschen gucken, Sich mal wieder von den Plattformen lösen. Ja, ja. Und wenn wir halt selber so Problem mit irgendwas an uns haben, wo wir denken, so damit kann ich mich doch nicht zeigen, einfach rausgehen, sich damit zeigen und sehen, das machen die anderen auch. Angela: Das ist ein schönes Schlusswort. Das nehmen wir mit. Ihr Lieben, dann war's das mal wieder mit dem Podcast zwischen eigentlich und wirklich. Urmel: Ja wunderbar. Alles klar. und wir hoffen ihr setzt was ⁓ Angela: Denn wenn wir das können, ihr das auch. Waren noch mal kurz. Urmel: Hahahaha Alles li... Okay. So, ihr Lieben, dann war's das mal wieder mit dem Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Angela: Und wir hoffen, ihr seid's was ⁓ Urmel: Wenn wir das können, dann könnt ihr das natürlich auch. Habt's ganz fein. Tüdelü, Fütti. Angela: Alles Liebe! Ciao!