Urmel: Hey Siss, ich hab da ein Problem. Angela: Na dann lass mal hören, welches Thema du heute mitgebracht hast. Urmel: Ja, also tatsächlich ist es eher eine Frage oder auch, ich brauche Anregungen mal wieder, wie ich Menschen ein Thema vielleicht mal schmackhaft oder anders erklären kann. Und zwar, du bist ja Atemtrainerin und ich habe mir gedacht, das wäre doch ganz schön, wenn du vielleicht mal ein bisschen da aus deinem Nähkästchen plauderst und Menschen, vielleicht so ungläubig sind und so quasi antworten, wieso soll ich ein Atemtraining machen? Ich habe meinen Atem immer Angela: Okay. Urmel: immer dabei, ich atme die ganze Zeit, also von daher brauche ich nicht. Jetzt im Kontext vielleicht nochmal ganz kurz, es gibt jede Menge Resilienz und Achtsamkeit und Stressmanagement-Seminare auch immer für Lehrer und dann sind da eben auch Atem-Seminare dabei und dann habe ich tatsächlich schon von Kolleginnen und Kollegen gehört, dass sie nichts damit anfangen können. Und da würde ich gerne einfach mal so vielleicht ein bisschen Das Ganze öffnen, damit die Leute einen besseren Zugang dazu kriegen, was ihnen das bringen könnte, wenn sie so ein Atemtraining besuchen. Angela: Ja super, also wir brauchen mehr Aufklärung sowieso, kannst du direkt mal mit starten. Aber bevor wir hier rein starten, was ist das hier eigentlich überhaupt? Urmel: Das ist der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Hier unterhalten sich zwei Schwestern, Angela und Ursula, über Themen des Alltags, die sie längst angegangen haben wollten und dann doch wieder verschoben haben. Angela: Und meine liebe Schwester, das ist die Ursula, ist Biologin, Philosophin, Achtsamkeitstrainerin, Meditationslehrerin, Kundalin-Yoga-Lehrerin. Die macht ganz viel zum Thema Gesundheitstraining und Stressmanagement und gibt mir immer mal wieder den nötigen Tritt in den Hintern, wenn ich mal nicht in die Puschen komme. Urmel: Und meine wunderbare Schwester, ist die Angela, die ist Psychologin, Psychotherapeutin, Atemtrainerin, Körpertherapeutin, Traumatherapeutin, Schema-Therapeutin, Wunderlinien-Yoga-Lehrerin. Vor allen Dingen bist du meine weltbeste Coaching-Schwester. Angela: Ja, Dankeschön. Gut, haben wir was hatten wir noch mal beim letzten Mal? Lassen wir uns noch mal kurz den Bogen zum letzten Mal spannen. Ja, wir haben uns das Thema Affirmation unterhalten, fällt mir gerade ein. Oder? War das nicht beim letzten Mal? Urmel: Ja, aber ich glaube danach ging es schneller, besser weiter. Angela: Ja, ⁓ mein Gott, die Zeit, die Zeit. aber bei schneller, höher, besser, weiter kann man sich auch Affirmation sagen. Urmel: Ja, das stimmt. Und ich hatte ja tatsächlich bei den Affirmationen dann noch nicht weiter gearbeitet, aber mit Schülern wieder Atemübungen gemacht und deswegen passt das ganz gut, glaube ich. Alles gut. Angela: Huuuh! Wir sind so in der Reihe hier mit dem Ganzen. Aber stimmt, ich hatte beim letzten Mal das Thema eingebracht, höher, schneller, weiter, Wettbewerbsmentalität und so weiter. ja, das ist bei mir eigentlich Dauerthema auch in der Praxis. Also dass ich immer wieder mit jungen Menschen auch darüber spreche, warum wir denn so in den Wettbewerb gehen. jetzt habe ich... Häh, hab ich noch nicht angewendet, aber ich werd mal über Aristoteles sprechen, das ist doch auch mal ein netter Aufhänger. Vom letzten Mal. Urmel: Ja, Ja, genau. Angela: Okay, also du hattest eine Diskussion oder wie mit Lehrern über das Thema, warum soll ich denn zu so einem Atemtraining gehen oder zu so einem Atemkurs oder wie kam das? Urmel: Es ist tatsächlich noch so ein Nachklapp von Corona. Da gab es in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel jede Menge Angebote dann und so Resilienztage oder Förderung der mentalen Stärke oder was weiß ich nicht, was für Kolleginnen und Kollegen. ja, da gab es dann unter anderem eben auch so Atemseminare oder Atemtraining. Und da habe ich eben mit jemandem darüber geredet und da kam dann eben so... ein großes Unverständnis, ich mal, also warum man sowas braucht. Angela: Ja, und was hast du selber schon geantwortet? Urmel: Naja gut, als Biologin kann ich natürlich da auch immer aus der Trickkiste und Kundalini-Yoga-Lehrerin natürlich genauso schon was erzählen zum parasympathischen System. jetzt, ne, in Biologie wissen wir das, es gibt das vegetative Nervensystem und Sympathikus, das ist das System, was wir anwerfen und ganz komplett unbewusst, ohne darüber nachzudenken, das passiert die ganze Zeit. Wenn wir im Stress sind, dann atmen wir schneller, also haben eine schnellere Atmung, natürlich wird unser Blut schneller überall hin transportiert, damit der Sauerstoff überall im Körper vorhanden ist, wo wir ihn brauchen, damit die Muskelarbeit besser laufen kann, ist natürlich auch wieder was ganz Altes. Naja, und dann gibt es das parasympathische System und da achten wir eigentlich auch überhaupt nicht drauf. Das ist aber das Ruhesystem oder das System, was dann angeworfen wird, wenn wir in der Entspannung sind. Das kann man eben mit dem Atem schon ganz klar steuern. Angela: Ja, das stimmt. Das finde ich ja immer wieder so spannend. ⁓ da jetzt nochmal so bisschen weiter einzusteigen, dass wir ja dieses autonome Nervensystem haben. Also autonom, wie es so sagt, das macht das alles selber. damit wir Menschen eben nicht darüber nachdenken müssen, ⁓ Herz, du musst jetzt mal wieder schlagen, ⁓ Magen, du musst jetzt mal wieder verdauen und natürlich auch nicht nachdenken müssen, ⁓ ich wollte jetzt mal wieder einen Atemzug nehmen. Und gleichzeitig, das finde ich ja so spannend, dass die Atmung der Teil des autonomen vom autonomen Nervensystem gesteuerten Systems, ⁓ mein Gott, dass die Atmung... Urmel: Hahaha Angela: fast glaube der einzige Teil ist, in den wir Menschen tatsächlich bewusst eingreifen können beim autonomen Nervensystem. Wir können in die Verdauung nicht eingreifen, wir können nicht bewusst den Herzschlag anhalten, aber den Atem schonen. Und das ist doch mal vielleicht auch ein wichtiges Argument zu sagen, na warum ist uns das denn gegeben worden, dass wir den Atem beeinflussen können, wenn das nicht auch Sinn machen würde. Und du hast es ja schon gesagt, wir können Urmel: ⁓ schön! Angela: mit der Atmung auch Einfluss nehmen, dass wir zum Beispiel das parasympathische Nervensystem wieder mehr anspielen im Sinne von Entspannung. Und gleichzeitig, dadurch, dass wir Menschen eben den Atem bewusst auch steuern können, können wir leider auch falsch atmen. Und das machen tatsächlich viele Menschen. Und die wissen es gar nicht, dass sie falsch atmen. Urmel: Krass! Okay, inwie... äh... raus, raus. Inwiefern können wir denn falsch atmen? Angela: Also zum Beispiel, dass wir nicht bei der Einatmung den Bauch weich machen und raushängen lassen, der ganze Atemraum Platz bekommt, das Zwerchfeld schwingen sondern dass wir bei der Einatmung den Bauch festhalten. Und dadurch der Atemraum kleiner wird und wir in die Brust atmen und gar nicht mehr den Bauchraum nutzen, ⁓ mehr Platz für das Lungenvolumen zu haben. Zum Beispiel. Urmel: Ja klar, und das macht man sich natürlich überhaupt gar nicht bewusst, wenn man nicht mal drauf achtet. Angela: Ganz genau. Oder viele Menschen, die sehr im Stress sind, ziehen zum Beispiel sehr bei der Einatmung auch die Schultern so ein bisschen an, gar nicht viel, spannen den Hals an und dadurch wird alles enger und dadurch wird die Atmung schon wieder flacher. Und das Nervensystem funktioniert ja auch mit seinen Nervenenden so. dass wahrgenommen wird, wie viel Anspannung im Körper ist, wie frei der Atem fließen kann. Daraus werden auch wieder Rückschlüsse geschlossen über den Zustand des Menschen. Dann gerät unser Nervensystem noch mehr in Alarmbereitschaft. Allein nur dadurch, dass wir die Schultern hochgezogen haben und den Hals und den Bauch angespannt haben und der Atem wenig Platz hat. Das ist das eine. Das andere ist z.B., dass viele Menschen durch den Mund atmen. Urmel: Ja. Angela: Unbewusst und nicht durch die Nase. Und die Mundatmung, also der Mund ist eigentlich nichts zum Atmen gemacht, nur für Belastungssituationen, wo wir immer wieder nachatmen. Da kann man mal durch den Mund unterstützend mitatmen, aber ansonsten ist die Nasenatmung so wichtig. Das weißt du ja auch als Biologin. Urmel: Ja klar, Nase filtert ja ganz anders. Also durch die Nasenhaare allein schon und die Schleimhäute wird die Luft ganz anders gefiltert und gereinigt von Viren, Bakterien, also dass wir durch die Luft auch aufnehmen Schadstoffe. Angela: Genau, und die Luft. Die Luft wird eben auch gewärmt, im Winter zum Beispiel durch die Nase. Und was viele auch nicht wissen, ist, dass ein Gas entsteht, Stickstoffmonoxid, das in den Nebenhöhlen gebildet wird oder entsteht, nur durch die Nasenatmung. Und das hilft dabei, dass der Sauerstoff in der Lunge besser aufgenommen werden kann. Urmel: Krass, das wusste ich noch nicht. Wieder was gelernt. Also Stickstoffmonoxid wird dann in den Nasennebenhöhlen gebildet? Angela: Mhm. Genau. Ja, oder es entsteht da. Ich bin jetzt kein Biologe und kein Mediziner. Ich habe das nur gelernt, dass das auch ein ganz wichtiger Aspekt ist, der jetzt letzte Zeit erst beforscht wurde, warum die Nasenatmung auch besser ist. Dass dieses Gas entsteht durch die Mundatmung eben nicht. Urmel: Okay. Ach so, und das, wie hast du ja schon gesagt, hilft also bei der Sauerstoffverarbeitung, Aufnahme in den Lungen dann. okay, und damit natürlich wieder bessere Versorgung der ganzen Muskulatur und so weiter, des Gehirns über allem Körper, wo der Sauerstoff gebraucht wird. ⁓ okay, verstehe. Krass. Nee, das war mir nicht bewusst. Interessant. Angela: Ja, in der Lunge. Genau, des Gehirns. ne? Ja, also und das finde ich, sind ja so spannende Sachen über den Atem, die es sich lohnt mal anzugucken, wieso manche Dinge besser sind, als dass andere nachweislich besser sind. Zum Beispiel eben auch dieses in den Bauch atmen. Also wir atmen natürlich nicht in den Bauch, aber wir lassen den Bauch locker, wir machen den Bauch weich bei der Einatmung, lassen den Bauch raushängen und damit haben viele Frauen ja Thema. Gerade junge Frauen, die den Bauch immer festhalten, damit er schön flach ist. Urmel: Das habe ich mir nicht bewusst gemacht. Angela: Dann wird Brustatmung viel mehr gemacht. wird gar nicht der ganze Atemraum genutzt. Und Brustatmung ist jetzt nicht per se schlecht, aber führt auch insgesamt wieder zu mehr Anspannung im System. Urmel: Ja klar. Angela: Weil der Atem eben flacher ist und kürzer. Du kannst also viel mehr und länger einatmen, wenn du den Bauch weich machst und einen tiefen Atemzug. Und tief meine ich nicht so... So zackig ich ziehe mal dran, sondern tief meint ich, mache den Bauch weich, ich komme tief in meine Lungen rein. Das Zwerchfell kann schwingen, kann arbeiten. Das ist zum Beispiel auch was, was viele nicht wissen, wie wichtig das Zwerchfell ist. Urmel: Ja, okay, alles klar. Angela: wie krass unbeweglich das Zweichbein bei manchen ist, weil die den Atem so halten. Urmel: Okay, also da lohnt es ja schon auf jeden Fall mal hinzuschauen, den Atem nochmal bewusst wahrzunehmen. Wie atme ich wirklich? Ist das alles eher im entspannten Bereich? Auch wenn ich mir dann die Zeit dafür nehme, sollte ich ja in einer entspannten Phase sein oder bin ich da immer noch verspannt? Und klar, also Körperwahrnehmung und dann eben auch Atemwahrnehmung, machen wir im Achtsamkeitstraining natürlich auch ganz viel und ist natürlich auch immer wieder... hier und jetzt sein. ist der Atem natürlich immer auch ein ganz super toller Anker, weil der Atem ist immer jetzt und das ist natürlich dann für die Achtsamkeit wieder ganz toll, wenn man sich damit verbindet und da mal drauf achtet. Und da haben wir natürlich auch super viele Techniken. Aber ich habe jetzt auch noch eine Frage in Bezug auf Kinder, Kleinkinder, Jugendliche. Empfiehlst denn da auch schon Atemkurse oder Atemtraining oder kann man da auch schon was machen oder atmen Kinder alle noch richtig? Weil dir das einfach so ganz Angela: Leider auch nicht. Das kann sich leider auch schon im frühen Alter in eine falsche Richtung verschieben. Wenn du dir mal Kinder anguckst, die ganz gebannt Fernsehen gucken oder am Handy sind, die atmen auch oft sehr flach oder die halten den Atem an. Urmel: ganz unbewusst machen. Ach krass! Angela: Bei sehr spannenden Stellen und Mit Kindern kann man ganz süße Atemübungen machen, einfach nur so Atemspiele. dass sie wieder in so eine funktionelle Atmung reinkommen. Also auch durch die Nase. Mit den ganz kleinen kann man zum Beispiel Häschenöhrchen machen. Das heißt, du stellst dir mal vor, den beiden Händen machst du so Häschenöhrchen und klappst die erst so ein und dann beim Einatmen kommt der Hase raus. Die Hasenöhrchen werden hochgestreckt, dann hält man so zusammen. Und beim Ausatmen klappen die Öhrchen sich wieder ein und gehen wieder ins Hasenloch zurück. Also solche Bilder zum Beispiel für Kinder zu nutzen. Und dann atmen wir gemeinsam und haben Spaß beim Atmen und üben natürlich gleichzeitig Atemübungen. Und da kann man dann auch... Urmel: Ihr hättet jetzt meine Schwester sehen müssen. Es tut mir sehr leid, dass es hier kein Podcast ist, man uns sehen kann. Aber es war so süß, als wir die Hasenöhrchen aus dem Bau rausguckten. Also natürlich Zeige und Mittelfinger. Aber es sah so niedlich aus. Und dann wir die wieder eingeklappt worden. Das kann ich mir schon gut vorstellen, dass das für Kinder dann eben auch Spaß macht. Und damit lernen die sich dann auf ihren Atem zu konzentrieren erstmal oder einfach nur... Angela: Hahaha! Genau. Zum Beispiel, genau, oder du machst halt so Sachen wie auf den Boden legen, Kissen auf den Bauch und dann das Kissen mal hochatmen, dass der Bauch locker ist und dass beim Ausatmen der Kissen wieder zurück sind. Das kann man als Erwachsener natürlich auch mal machen. oder also einfach so, also mit Kindern kann man auf jeden Fall ganz viel machen mit dem Atmen und ist auch wichtig das zu tun. Das muss man ja nicht als ganzen Atemkurs machen, aber das kann man ja in, weiß ich nicht, Lehrerkünder, in Sportstunden mal einbauen. Oder wenn ihr so Gesundheitstage an der Schule habt, man da so spielerisch auch in einem Yoga-Achtsamkeitstraining mal so Atemübungen einbauen. Auch für Kinder. Urmel: Ich mache das ja tatsächlich total gerne, auch mal zu Beginn von der Stunde. Aber ich bin ja immer so bisschen unsicher, inwieweit ich das auch mit den Kleinen machen darf. Nebengespräch, das müssen wir jetzt kurz rausschneiden. Irgendwas haben wir noch vergessen, muss ich noch irgendwas ansprechen oder nachfragen? Angela: Du wolltest noch mal dann so Techniken ansprechen. äh, genau. Ähm, nee. Also, wir haben halt viel geschwurbelt auch, ne? Urmel: was Ja, die Best of Techniken war das letzte, aber fehlt da noch irgendwas, bevor ich das jetzt raushaue. Ja, okay, gut. Es wird jetzt einfach knackiger dadurch, dass wir jetzt so viel schwurbeln. Ist das okay für dich? Okay, gut. Angela: Genau. Ja, total. Ist ja nicht schlimm. Ich finde, wir sind gerade gut im Flow. Wir hatten noch CO2-Toleranz drin, das hatte ich mir aufgeschrieben. Warum es auch gut sein kann, dann doch mal die Luft anzuhalten. Aber das kann ich ja auch bei Atemtechniken erzählen. Urmel: Ja gut, okay, dann machen wir jetzt noch mit Atemtechnik weiter, okay? Ja cool und jetzt aber schon nochmal, klar du bist jetzt ja Atemtrainerin, was sind denn deine so best of Atemtechniken? Hast du da so Lieblingstechniken oder die du immer wieder empfiehlst? Angela: Ja, ich finde das ja immer spannend, dass wenn Leute mit dem Atem sich mal beschäftigt haben oder so mitgekriegt haben, ⁓ Breathwork ist gerade irgendwie innen und ich will jetzt was mit Atmung machen, dann muss ich die mal am allerersten Schritt enttäuschen und sagen, wir fangen jetzt nicht mit Techniken an, wir fangen nicht mit irgendwelchen fancy Zeug an, was es bei Instagram oder TikTok gegeben hat. Urmel: Okay. Okay, es klappt. Angela: sondern wir fangen mal damit an mit meiner allerliebsten Atemübung und zwar auf vier Einatmen und auf sechs oder auf acht Ausatmen. Das heißt die Einatmung sanft und tief, aber nicht so lang und die Ausatmung verlängern. Es ist natürlich erstmal, what? Langweilig! Ich will Fancy-Crab machen, aber nein, das wichtigste ist, dass wir wieder das parasympathische Nährungssystem ansteuern, dass wir auch diese Bauchatmung oder horizontale Atmung, also das heißt, dass die Rippen sich eben auch ausdehnen in die Weite, dass wir den ganzen Atemraum nutzen, dass wir das erstmal üben. Und das ist die Basisatemübung, die auch mal die liebste Atemübung ist, weil man die überall machen kann und niemand siehts, aber man selber spürts. Genau. Urmel: Meine Eselsbrücke sind in der Stelle immer 47, 11. Wir atmen auf 4 ein, auf 7 aus. Also wir zählen dann bis 7 und atmen dabei aus und dann machen wir das ganze 11 Mal, also wiederholen das 11 Wiederholungen und dann sind wir schon eine ganze Ecke entspannter. Angela: Mhm. Genau, also das ist auch eine super 4711. Eselbrücke, da fiel mir gerade nicht ein. Ist auch eine super Eselbrücke. Und dann kann man natürlich, wenn man die funktionelle Nasenatmung, also in den Bauch und ganz bewusst für sich erst wieder klart, weil ich finde auch, nützt nichts. eine fancy Atemübung zu machen, wenn du dabei aber falsch atmest. Also wenn du dabei den Bauch festhältst oder sonst wie was machst. Und dann finde ich sind so Atemübungen natürlich auch ganz schön, wo man mal den Atem bewusst anhält. Also zum Beispiel die Box-Atmung ist auch, glaube ich, steht auch auf jedem Kalenderblatt oder ist über einmal im Internet aufgetaucht. Also wir atmen auf 4 ein, halten den Atem 4 an. Urmel: Ja, das stimmt. Angela: Atmen vier aus und halten den Atem vier an. Dabei kann man sich eben so vorstellen, dass man eine Box malt, ein Quadrat malt. Also beim Einatmen malt man vier Schläge hoch. Halten macht man vier Schläge atmen. Also malt man zur Seite im Kopf und dann beim Ausatmen malt man runter und beim Halten wieder rüber, sodass immer wieder ein Quadrat entsteht. Und das kann man zum Beispiel auch beim Einschlafen mal machen. Urmel: Okay, und was ist der Effekt? Angela: Aber nur wenn man... Also der Effekt ist natürlich auch, dass der Kopf wieder ruhiger wird, weil man sich auf dieses Atmen konzentriert, dass man auch loslassen kann vom Tag oder sich wieder konzentrieren kann. Das kann man auch im Schulalltag machen und dann eben zur Ruhe kommt. Aber ohne jetzt so krass zur Ruhe... Also und zur Ruhe kommt. Urmel: Da! Angela: Und da muss man aber wie immer individuell gucken, ob es für jemanden nicht zu stressig ist, die Luft anzuhalten. Das ist individuell. Also wer das nicht mag, die Luft anzuhalten, der muss das erstmal trainieren, weil eigentlich ist das ganz gut. Da kommen wir jetzt zu weit. CO2-Toleranztraining wäre das. Aber bei manchen geht dann der Herzschlag zu hoch beim Luftanhalten. weil die da vielleicht Angst mit verknüpfen und dann ist das natürlich nicht die richtige Atemübung zum Einschlafen. Urmel: Ja jetzt will ich das aber dann doch noch wissen. Also CO2 Toleranztraining, klar weiß ich was CO2 ist und so weiter, aber warum soll ich das machen? Also was hilft mir das jetzt? Angela: Ja, das wissen viele vielleicht auch nicht. Viele sagen ja, CO2 ist das Abfallprodukt des Atems. Das muss ich ausatmen. Ja, stimmt. Und gleichzeitig ist aber der wichtigste Spieler in dem ganzen Atemding das CO2. Wir sind immer genug Sauerstoff gesättigt. Also es geht gar nicht darum, mehr Sauerstoff einzuatmen, sondern es geht darum, wie viel CO2 ich abatme oder in mir drin halten kann. Dieses Gemisch oder dieses Verhältnis Sauerstoff zu CO2, das ist halt ausschlaggebend für die ganzen Atemprozesse. Und wenn ich das nicht halten kann, also dass ich mehr CO2 im Körper habe oder in den Lungen habe, dann wird der Atemreiz viel schneller ausgelöst und dann atme ich schneller. Weil ich immer denke, ich... Urmel: Okay, und deswegen ist CO2-Toleranztraining eben auch hilfreich, ⁓ letzten Endes wieder besser atmen zu können, mehr Sauerstoffsättigung ganz generell zu haben. Angela: Ja. oder dieses Gemisch besser auszugleichen zwischen CO2 und Sauerstoff. auch noch mal, dass wenn ich CO2 mehr halten kann, also wenn ich nicht sofort auf den Atemreiz reagiere, kommt, dann wird letzten Endes Sauerstoff in den Zellen, wo es benötigt wird, besser abgegeben von den roten Blutkörperchen. Das hat damit auch was zu tun. Es ist natürlich bisschen nerdig geworden hier, wenn sich eine Biologin auch dafür interessiert. Ich finde das auch sehr erhellend. Ich finde vielleicht auch für Leute, die dann denken, warum soll ich einen Atemtraining machen oder warum soll ich mich mit Atem beschäftigen, vielleicht auch mal wichtig, diese Hintergründe zu hören, damit sie ein bisschen besser verstehen, warum der Atem auch so wichtig ist. Urmel: Ja, aber jetzt bin ich ja noch ganz, gespannt. Ja. Ja cool. Noch eine Technik. Noch eine Technik. Angela: Noch eine Technik zum Abschluss. Die ist wirklich auch total cool für den Alltag, entweder für die Schule oder auch für den Berufsalltag, wenn ich mal wieder Konzentration brauche und Fokus. Dafür ist diese Atmung, ist die Gamma-Atmung. Und zwar wechselt man da zwischen Nase und Mundatmen. Und zwar fängt man an mit Nase einatmen, Mund ausatmen. Mund wieder ein, Mund wieder aus, Mund wieder ein und dann wieder auf die Nase wechseln, Nase aus, dann wieder Nase ein, Nase aus, Nase ein und wieder wechseln auf den Mund, Mund aus und das macht man dann drei ganze Runden, hört auf mit Nase ein, Mund aus und atmet dabei immer drei Sekunden ein und drei Sekunden aus und ja genau. Und das gibt viel Fokus, viel Klarheit im Gehirn. Urmel: Ja cool! Das kann ich mir auch gut vorstellen, dass man sich dann eben auch nochmal beim Zählen und beim Atmen ja wirklich sehr konzentrieren muss und dann alle anderen Nebenschauplätze gerade mal wieder ausgeschaltet werden. Angela: Genau. Wenn du dich auf die Atmung konzentrierst, kannst du nicht viel anderes denken. Dadurch wird der Kopf auch wieder frei, wirst du wieder fokussiert. Und natürlich auch durch diese ruhige Atmung verlängerst du den Atem. Auf diese drei Schläge ganz gleichmäßig wird das parasympathische System auch gleichzeitig wieder angespielt. Yes. Urmel: Ja super, vielen Dank. Ganz kurz noch ein bisschen Werbung für dich finde ich jetzt auch noch ganz schön. Wann machst du deinen nächsten Atemkurs? Also ich meine man kann das ja bei dir buchen. Angela: Ja, also ich hab gerade noch keinen fest geplant, weil ich ziemlich ausgebucht bin, gerade mit anderen Terminen. Aber den gibt's auch wieder. Und in den Show Notes ist ja meine Webseite und auch mein Instagram, da kann man natürlich einfach mal schauen, was ich da so mache. Und da sind die Angebote auch immer wieder zu sehen. Wenn ich dann wieder einen Atemkurs oder einen Breathworkkurs mache, kann man das da sehen. Also folgt mir alle auf Instagram. Urmel: Ja hier, herzliche Einladung bzw. bleibt dabei, weil meine Schwester zu schauen, die hat wirklich super interessante, spannende Seminare. Also bucht da mal was. Support. Alles klar. Ihr Lieben, glaube dann war's das auch mal wieder mit dem Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Angela: Thank you for the... for the Werbung. Und wir hoffen, ihr setzt was ⁓ Urmel: Denn wenn wir das können, dann könnt ihr das auch. Angela: Hab's ganz fallen! Urmel: Alles Liebe, tüdelü, püüüü Angela: Ciao!