Urmel: Hey Sis, ich hab da ein Problem. Angela: Dann lass mal hören, was du für ein Thema mitgebracht hast. Urmel: Ich habe heute das Thema oder die Frage mitgebracht, warum sich viele Menschen, und ich manchmal auch dann doch eingeschlossen, sich nicht gut genug fühlen. Also warum fühlen wir uns immer so, als wären wir nicht genug? Angela: Ich glaube, ein Thema, den Zahn der Zeit, die Wunde der Zeit hier trifft. Das ist ja bei mir in der Praxis auch dauernd Thema, wow, krasses Thema. Nehmen wir uns der ganzen Geschichte heute mal an. Aber bevor wir hier reinstarten, was ist das denn hier überhaupt? Urmel: Das ist der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Hier unterhalten sich zwei Schwestern, Angela und Ursula, über Themen des Alltags, die sie eigentlich angegangen haben wollten und dann doch wieder verschoben haben. Angela: Meine liebe Schwester, das ist die Ursula, die ist Biologin, Philosophin, Achtsamkeitstrainerin, Meditationslehrerin, Kundalini-Yoga-Lehrerin, die macht ganz viel zu Stressmanagement und Gesundheitstraining, ist selber auf jeden Fall ein total toller Mensch und gut genug, das kann ich hier auf jeden Fall bestätigen. Urmel: Hehehehehe Angela: und sie kann einen auch mega krass mal in den Hintertreten, ganz liebevoll. Aber wenn man nicht so in die Puschen kommt, braucht man das ja auch schon manchmal. Und ich vor allem. Urmel: meine wunderbare Schwester, ist die Angela. Die ist Psychologin, Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Schematherapeutin, Atemtrainerin, Kundalini-Yoga-Lehrerin. Ich kann deine 50.000 Ausbildungen, die du alle gemacht hast. Ich muss mir das immer aufschreiben. Aber, und das weißt du auch, bist du vor allen Dingen meine weltbeste Coaching-Schwester, die mich in allen Lebenslagen immer unterstützt. Angela: ich kann allen nur empfehlen, verabredet euch mit Freunden, mit eurer Schwester, mit eurem Bruder oder was auch immer. Nehmt einen Podcast auf oder sprecht einfach so miteinander, weil das hilft auch schon mal ganz schön viel. Urmel: Auf jeden Fall, in die Puschen zu kommen. Angela: Genau. Urmel: Mein Keller ist zwar immer noch nicht komplett aufgeräumt, aber ja, es geht voran. hab gestern zwei Bücher weggeschmissen. Ne? Zwei weniger. Angela: Das ist doch schon mal super. Ich habe mir bei manchen Leuten erlaubt, dass ich sie einfach durchfinden darf. Das nimmt Urmel: Ja, sehr gut. Angela: auch schon mal bisschen oder setzt ein bisschen energiefrei. aber gibt es gerade einen für dein Thema, nicht gut genug zu sein oder sich so zu fühlen? Ich meine, das schicken wir mal Wir sind alle gut genug. Urmel: Ja, das hast Angela: Das ist so. Urmel: du sehr schön gesagt. Der Anlass war dass mein Mann und ich ein wunderbares Spiel gespielt haben. Ein ganz, ganz tolles Spiel. Ich mache jetzt hier bisschen Werbung. Ich kriege auch nichts dafür, aber Cozy Stickerville. Wir haben es weggesuchtet. Es ist ein total niedliches Spiel. Man baut einen Dorf auf und klebt halt die ganze Zeit so Sticker Man kann es leider nur zweimal spielen, weil dann sind alles Sticker verklebt. Angela: Okay. Urmel: Eine Session dauert schon lang. so zweimal spielen ist nicht nur so zwei Abende, sondern das dauert schon ein bisschen. Ist ein ganz tolles Spiel, super viel Spaß gemacht. Tatsächlich war aber da das Thema dass der Vater einen in die Wallachei schickt, weil er halt irgendwie super unzufrieden mit einem ist und jetzt hier kriegt man eigentlich ein Leben auf die Reihe. da ist das Thema wirklich so ein bisschen, du musst es deinem Vater irgendwie zeigen, weißt du? Ja, und da habe ich halt so gedacht, so interessant, ne? Ist ja auch so unterschwellig. Man ist halt nicht gut genug oder man ist nicht genug, man muss halt erstmal was beweisen. da habe ich gedacht, es ist echt interessant, dass so ein Spiel halt auch als Thema so unterschwellig mitbringt. Umhimmelswesen, jetzt hier kein Shitstorm gegen mich bitte, weil das Spiel ist wirklich super. Ich habe es geliebt, es war auch auf der Nominierungsliste für Brettspiel des Jahres 2026. Also kann ich wirklich nur empfehlen, hat steif viel Spaß gemacht. Angela: Ja, das... ich meine, dieses Thema ist ja tatsächlich schon recht Auch wenn du dir so alte Märchen anguckst, da geht es ja auch ganz oft darum, Urmel: Mhm. Angela: dass jemand losgeschickt wird, noch irgendwas zu beweisen, zu suchen, damit der König dann weiß, wen er als Thronerben nimmt oder sonst wie was oder so, von einem der Ausdruck, das fürchten zu lernen. Ja, der konnte es nicht und da muss er das wohl mal lernen, damit er reif genug ist am Ende des Tages. Also ist ja wirklich ein altes Thema. Urmel: Ja klar, haben wir ja auch schon in der Der Gutsverwalter, der es dann nicht hinkriegt, bzw. was verwalten soll und dann halt seinen Däner verbuddelt, weil er so Angst hat und so weiter. Und dann schimpft Angela: Genau. Urmel: der Besitzer und so. Also haben wir auch schon in der Bibel, also ist wirklich altes Thema. Aber warum ist das so? Angela: Naja, ich würde sagen, rein vom Psychologischen her geht es bei uns Menschen ja erstmal ums Überleben. Wir kommen ja nun mal als Babys auf die Welt und können nichts. wenn du als menschliches Baby in die Natur gelegt ist die Wahrscheinlichkeit, dass du stirbst, relativ Du bist davon abhängig, versorgt zu Und das dauert ja auch relativ lange bei uns Menschen. ein einjähriges Kind kann noch nicht überleben. Ein zweijähriges Kind wird auch krass Schwierigkeiten haben zu überleben. Das diese Phase, wo wir geprägt werden als wo wir lernen, wie das hier alles funktioniert, wie die Welt da geht es ja schon vom Grundthema her, was muss ich hier machen? damit ich versorgt werde, ich Aufmerksamkeit bekomme, Zuwendung bekomme, weil das diese Dinge sind, die wir brauchen, dann, wenn man es jetzt so platt sagen, überleben zu Und wir wollen ja nicht nur überleben, wir wollen eigentlich auch ein schönes Und ich will jetzt gar nicht sagen, die Eltern sind schuld, Gottes Da gibt es ja ganz viele Menschen, die an Kindern beteiligt sind es geht ja immer wieder drum, was kriegen Kinder mit auf den Weg? Was kriegen die vermittelt? Was man hier machen damit man Aufmerksamkeit Und oft ist das ja so ein situatives Lernen, wenn ich das dann ist Mama fröhlich. Oder wenn ich das ist Oma total Und da lernen wir ja schon Wenn man es jetzt so ganz platt runterbricht, wenn ich Leistung bringe in der Schule, freuen sich alle. Wenn ich eine Fünf nach Hause bringe, ist Katastrophe oder Oder auch was Lehrer sagen, was Erzieherinnen im Kindergarten sagen, was andere Kinder sagen, was Jugendliche das wird alles ja aufgesaugt und ausgewertet. Urmel: Ja, kann ich teilweise gut nachvollziehen, klar ist ja auch Jetzt ist es aber auch so, dass mir für Schüler wünschen dass sie diesen Druck irgendwann loswerden. Also sich eben genug fühlen und gut genug ohne immer wieder von außen so eine Bewertung zu kriegen. Aber das läuft ja wahrscheinlich gar nicht. Die kriegen Noten, die kriegen Von den Eltern eine Rückmeldung. Wie bekommt man das denn raus, dass man hinterher als Erwachsener nicht irgendwie ständig trotzdem noch das Gefühl hat, ich muss das und das noch dann bin ich endlich angekommen oder dann bin ich genug oder habe ich es meinen Eltern rechts gemacht oder so. Angela: Ja, also ich glaube, das ist so ein bisschen so ein gesellschaftliches Problem natürlich auch, weil unsere Gesellschaft gerade ja so nehme ich es zumindest, war so gestresst Eltern reagieren ja gestresster oder auch und die meinen das ja gar nicht gegen die Die lieben ihre Kinder. Nur wenn eine Mama überfordert ist oder ein Papa überfordert oder auch ein Lehrer am Rand seiner Kräfte strahlt der Erwachsene ja auch was ganz anderes aus. Dann strahlt er aus, boah, komm mir jetzt nicht noch mit irgendwas, ich kann grad auch nicht Und was nimmt das Kind oder der Jugendliche dann auf? Urmel: Boah, kommt gerade was Vollaltes hoch. Ey, so krass. Angela: Ja, was? Urmel: Weißt du noch, ich war damals beim Und Mama saß neben mir und die war nicht gut drauf. Ich weiß nicht, was da los war. Angela: Mhm. Urmel: Aber ich hätte irgendwie so einen aufmunternden Blick so was Unterstützendes gebraucht, das konnte sie mir in dem Moment nicht geben, weil sie selber einfach ultra gestresst war. Also ich Angela: Ja. Urmel: weiß nicht, was ihr bei ihrem Hintergrund los war, keine Ahnung. Natürlich hat sie mich begleitet, natürlich saß sie neben Aber ich war 6. Klasse, ich war ultra Angela: Ja. Urmel: Und das ist ja bis heute noch da. So die hat irgendwie war nicht da und ich habe mich einfach so nicht gut genug gefühlt an der Stelle. Also jetzt als Erwachsener reflektiere ich das anders, aber damals als Kind war das so die Mama hat mich nicht lieb oder die denkt, ich kann das nicht oder sonst irgendwas. Angela: gut, wir sollten uns wirklich alle an der Nase packen und sagen, was habe ich für eine Grundhaltung den Menschen gegenüber? Letztes Mal hatten wir, darf ich jemanden auch einfach doof finden? Ja, darf ich natürlich. Aber was strahle ich denn aus, wenn ich dem begegne? Ich finde dich doof. Hab ich auch wieder eine Botschaft ausgesendet. Ja? Urmel: Mhm. Angela: Also wir haben ja natürlich alle auch. Es ist irgendwo ein Konkurrenzdenken. Wir wollen vielleicht auch gerne besser sein als jemand anderes. Im Jugendalter wird da ganz viel ja auch gemacht so, hey, du bist uncool, ich bin cooler und so. Das ist uns Menschen ja auch irgendwie... Ja. Urmel: Das ewige Vergleichen, das ist ja da. Angela: Genau, ne? Und... Das ist ja auch was Altes, woher kommt es? Wir wollen unseren Platz in der Gruppe haben, damit wir möglichst nicht aus der Gruppe rausgeschmissen Früher hätten wir nicht überlebt, wenn wir nicht in der Gruppe eingebunden gewesen wären. Urmel: Aber wie kommt man jetzt aus der Nummer raus, dass man als Erwachsener nicht die ganze Zeit so einem irgendwas hinterherhächelt, irgendwie bei sich ankommt und weiß, ich bin gesettelt, ich bin bei mir und so wie ich bin, bin ich super. Angela: Also das ist natürlich dann der Weg der Weiterentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung, wie auch immer du es nennen willst, dass du dich mit dir selber beschäftigst, dass du weißt, welche Werte sind mir dass du dir deinen Werdegang anguckst und wirklich Urmel: HÖHÖHÖHÖ Angela: auch stolz darauf bist, was du bisher alles schon geschafft hast. so ein situativer Selbstwert. Ich Urmel: okay. Angela: habe das geschafft, deshalb bin ich wertvoll. Ich habe die Leistung gebracht, deshalb bin ich wertvoll. Aber so lernen wir das ja oft Kann sich noch erinnern, wir haben Zeugnisgeld gekriegt. Ich meine, war da auch total stolz drauf. Ich fand das immer toll. Für eine Eins irgendwie, weiß ich nicht, was es gab, ein Euro, nein eine Mark war das damals noch Urmel: Hahaha Angela: Das fand ich immer toll. Irgendwo hat mich das auch angespornt. Aber es hat natürlich auf der anderen Seite sowas gebracht wenn ich Leistung bringe, wenn ich superhute Noten habe, dann kriege ich was Und ein Teil stimmt wenn wir arbeiten, kriegen wir Geld dafür. Urmel: Ja, natürlich. Angela: Das ist ja ein Mechanismus. Und wenn wir besser sind in unserer Arbeit, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir befördert werden auch höher. Urmel: Ja, aber wie hört man auf, sich darüber zu definieren? Angela: das ist eben diese innere Arbeit, die wir letzten Endes dann bewusst machen und vielleicht im Freundeskreis, im Kollegium, wo auch immer, in Schulen oder ich mit meinen Klientinnen und drüber dass wir ganz tolle Wesen sind, wir Menschen und jeder was mitbringt, was wichtig ist, was eine Ressource ist, was ein Talent ist, was eine Stärke Und in Schulen natürlich hatten wir ja auch schon dass wir mehr Weiße, wenn du nicht so gut in Chemie bist, das ist nicht so schlimm. Du willst ja kein Chemiker Das Schulsystem Urmel: Ja. Angela: ist halt leider so, dass wir alle Fächer machen müssen. Urmel: Dann nimmst du halt eine Grundbildung mit in Chemie oder was auch immer. Oder es muss auch nicht jeder super in Sport sein und jeder super in Musik oder jeder super in Mathe. Und man findet ja so als Schüler hoffentlich dann auch seine Nische, wo man dann seine Fähigkeiten hat. Und wenn es Sport ist, ist man halt in Sport super. Ist doch super. Angela: Ja. gesagt, es geht nicht darum, dass die Eltern alles schuld sind. Das ist es nie. Aber wir dürfen natürlich mehr darauf achten, was vermittel ich denn? Natürlich wollen wir Kinder auch was beibringen, dass man sich die Zähne putzt und dass man irgendwie so einen Rhythmus am Tag hat, dass man irgendwann auch mal schlafen gehen muss und solche Sachen. Das sind ja gerade so Situationen in Familien, es Mit kleinen Kindern oft schwierig wird das, dann wollen die nicht ins Bett, dann wollen die keine Zähne putzen. da so ein Stückchen aufzupassen, dass wir das nicht einer Leistung, erbracht werden muss oder bist nur lieb oder Mami hat dich nur wenn du jetzt funktionierst, dass wir das nicht Das ist ja auch schon eine Und als Erwachsener, weil du immer sagst, wie komme ich denn da ist das so, dass wir zum einen verstehen, woher kommt denn wie zum Beispiel, ich habe gestresste Eltern gehabt, auch ums Überleben gekämpft vielleicht, da gab es vielleicht Existenzängste, da gab es eine Arbeitslosigkeit oder was auch Und dass man sich das noch mal klarmacht, im die haben das nicht gemacht, weil sie mich nicht lieb haben. sondern weil sie selber gekämpft haben und in dem Zeitpunkt Urmel: Ja. Angela: nichts ausstrahlen konnten, weil sie einfach keine Kraft mehr hatten. Das hatten wir ja auch schon mal, dass wenn unser Gehirn so am Rand ist, so erschöpft dass wir dann eher so in Anführungsstrichen so niedere Muster verfallen, dass wir dann nicht mehr so dieses, okay, alles ist super, wir schaffen das, eher in so, kann nicht geh mir weg, ich brauch Ruhe und... So was verfallen das werten Kinder natürlich eher so aus, als sie jetzt was falsch gemacht haben. Oder als ob sie zu viel Stress gemacht haben. Als ob sie sich mehr anpassen müssen. Als ob das, wie sie sind, gerade nicht das sind so erste die dann was mit Weiterentwicklung zu tun haben. Also sich bewusst zu werden. Was passiert denn in mir? Welche Geschichte erzähle ich mir immer und immer wieder? Das ist ja so mein Lieblingsding. Urmel: Ja, ist echt ein guter Hinweis, welche Geschichte erzähle ich mir. Ja, das ist richtig gut. Angela: Immer wieder zu gucken, was erzähle ich mir hier gerade in meinem Kopf? Weil meine Gedanken sind nur Gedanken. Sie sind nicht die Wahrheit. Meine Gedanken sind meine Welt, die ich mir gebildet habe aufgrund meiner Erfahrungen, die ich gemacht habe und sich dann auch mal anzugucken, was waren denn Themen bei uns in der Familie? Worum ging es Und auch die... Ja. Urmel: Das merke ich halt Dieses Vergleichen, das habe ich nicht so schlimm. man vergleicht sich natürlich ganz kurz mal, der macht grad hier so super Unterricht oder weiß ich nicht was bei den Kollegen. Oder ich mache halt anderen Unterricht und der ist auch gut weil oder so. da bin ich halt relativ entspannt. Aber das fand ich halt auch super, dass Mama und Papa bei uns beiden da halt auch irgendwie keine so eine Hürde reingelegt Also von wegen du hattest halt das Klavier, ich hatte die Gitarre das war halt jedem das Seine. Angela: Ja, das haben bei uns die Eltern super gemacht. Die haben uns auch nicht miteinander verglichen. Urmel: Genau. Angela: Das fand ich super. ist natürlich ein Tipp für alle Schaut bitte, dass ihr eure Kinder nicht miteinander vergleicht. Dass ihr so wenig wie möglich sagt, der Karl-Theodor kann das aber. Und warum kannst du das nicht? Urmel: Hehehehehe Angela: schau mal auf deinen Bruder oder deine Schwester. Urmel: Oder warum funktioniert es? Schau, dein Bruder funktioniert super und du machst dir immer Wibbel. Angela: Ja, Oder auch mit Klassenkameraden nicht zu vergleichen. Wieso hat der denn die Eins nach Hause gebracht und du Also so was möglichst zu Das ist jetzt so, was wir vorher tun Und was wir als Erwachsene natürlich tun können, ist, sich über viele Dinge bewusst zu werden. Urmel: Ja, eben also das zu reflektieren. Der macht jetzt gerade super Unterricht und das ist ein total tolles Modell, aber vielleicht kann ich das auch machen kann man sich auch austauschen oder eben sagen, okay, das ist super, ich mache anderen Unterricht, der ist auch super. Was auch immer. Angela: Ja, und sich wirklich seiner eigenen Qualität nochmal bewusst zu viele, wenn ich Leute frage, so was kannst du richtig Das ist echt eine schwere Frage. Urmel: Ja, das stimmt. Das ist es wirklich. Angela: Da kommt ganz wenig. Die können alle erzählen, was sie nicht gut können. Und was kannst du denn richtig Keine Ahnung. Urmel: ist tatsächlich so eine Unterrichtsstunde. Das mache ich wirklich. Ich so 1000 Angela: Ja, so ist es. Urmel: Karten, die ich dann auslege und dann soll sich jeder drei Sachen raussuchen, die er gut kann. Das dauert immer. Drei Sachen, Angela: Ja. Urmel: die man nicht gut kann, hat man viel schneller gefunden. Und da auch mal wieder den Blick drauf richten. Nicht schlecht. Angela: Ganz genau. Und das sind so Sachen, ganz wichtig sind. dann gibt es natürlich ein paar psychologische Prinzipien, einfach so sind. Wie zum Beispiel, dass sich Ziele immer weiter verschieben. Also wir dürfen uns auch selber immer wieder sagen, und das habe ich jetzt auch mal gut gemacht. Also zum Beispiel, wenn ich anfangen will, Sport zu machen, Und hab jetzt geschafft. jeden Tag noch 15 Minuten spazieren zu gehen. Das habe ich mir als Ziel gesetzt. Habe ich erreicht? Wie lange feiern wir dieses Dass wir es erreicht haben. Meistens nicht Und dann verschiebt sich Urmel: Okay. Angela: das Ziel ja Dann sag ich, ja, jetzt hab ich jetzt die 15 Urmel: ... Angela: Minuten Spaziergang geschafft, jetzt will ich aber auch joggen Und wenn ich Urmel: Hm. Angela: dann das Joggen geschafft habe, dann muss es irgendwann der Halbmarathon sein und was weiß ich was, keine Ahnung. entwickelt sich das weiter, dass sich Ziele verschieben. Urmel: Mh. Angela: Und wir dann dadurch auch manchmal das Gefühl haben, komme nie Wann bin ich denn mal gut genug? Ja, ich bin immer gut genug. Und alles andere sind Dinge, die ich einfach versuche, die ich mache, wo ich was ausprobiere, wo ich was Urmel: Ja genau. Angela: lerne. Aber das definiert nicht meinen Wert. Urmel: Ja, weil der ist schon da. Einfach Ist das nicht Angela: Genau. Urmel: toll, dass der Wert einfach da ist? Angela: Ja, das ist eben ein situativ angepasster Selbstwert. Immer wenn ich eine Situation bewältigt habe, dann bin ich was wert und wenn ich sie nicht bewältigt habe, bin ich nichts Und wir wollen ja einen stabilen Selbstwert, der einfach gesetzt ist, so nach dem Motto, der bildet meine Basis überhaupt fürs Leben und darunter geht es gar nicht. Und das ist natürlich schon etwas, was uns wieder bewusst machen dürfen. Und dann gibt es auch ja sowas, da haben wir bei dem Thema Besitz auch ja drüber gesprochen, Sachen, die wir haben. Wir gewöhnen uns halt auch an Sachen. Also das ist so ich bin Psychologin, bin ich schon War es jetzt daran toll? das ist so dieses, wie hieß denn das Phänomen nochmal? Hedonistische Adaptation, glaube ich. Also wir gewöhnen uns dass das, was wir erreicht haben, so unser Niveau Aber wir schätzen das dann nicht mehr so wert, sondern sehen dann immer nur, wo es noch hingehen kann. Urmel: Hm. Angela: Also wir haben schon so eine Art Bedürfnis, auch uns weiterzuentwickeln, wir Menschen auch gerne lernen und gerne weitergehen. Und da ist dann die Kunst, sich immer wieder einzufangen und zu sagen, Aber nicht, wenn ich das erreicht habe, bin ich gut genug, sondern ich bin gut genug und weil ich gut genug bin, kann ich das alles lernen. Urmel: Das ist doch ein schönes Schlusswort. Angela: Ja! Urmel: Nein, ist ja wirklich, ich bin gut Und Angela: Immer. Urmel: von vornherein. Und das ist doch toll. Angela: Und deshalb haben wir Menschen Fähigkeiten, uns weiterzuentwickeln und die können wir ja nutzen. nicht weil wir nicht gut genug sind, sollen wir die nutzen, sondern weil wir gut genug sind, können wir die überhaupt nutzen. Urmel: Das ist total toll. Oder ist jetzt noch irgendwas in deiner Trickkiste, was du noch unbedingt raushauen musst? Sorry, ich will dich jetzt auch nicht abwürgen. Ich sehe nur die Zeit gerade. Angela: Ja, ja, super, dass du auf die Zeit geachtet hast. ich mein, glaub, über dieses Thema können wir irgendwann noch mal reden, das können wir immer wieder aufgreifen, weil da gibt's ganz viel. Aber im Endeffekt geht es ja darum, dass wir uns bewusst darüber dass wir das sind und welche Geschichte wir uns immer erzählen. Urmel: Wenn man ins Grundgesetz guckt, da steht schon die Würde des Menschen mit so einem Hass. Angela: Genau, und damit sind wir auch gut genug. Urmel: Okay, Lieben, dann war's das mal wieder vom Podcast Zwischen Eigentlich und Wirklich. Angela: Und ihr seid alle gut genug und deshalb setzt ihr auch was Urmel: Denn wenn wir das können, könnt ihr das sowieso. Angela: Habt's ganz fein! Urmel: Alles Liebe, tüdelü pütti! Angela: Ciao!