Angela: Häs ist, ich hab da ein Problem. Ursula: Okay, erzähl, welches Thema es heute mitgebracht hat. Angela: Also, ich habe mich in der letzten Zeit ziemlich mit dem Thema beschäftigt, woher eigentlich die ganze Angst kommt. Also ich merke das so deutlich, dass die Angst immer mehr zunimmt. Jetzt nicht unbedingt so sehr bei mir, aber da ich ja mit Klientinnen und Patientinnen arbeite, merke ich immer wieder, dass die Thematik Angst zu haben, sich unsicher zu fühlen, wird immer, mehr. Und ich wollte dich da einfach auch mal mit ins Boot holen, auch so als Biologin und auch als Philosophin. Was du dazu denkst und was da nochmal Ansätze sein könnten, nicht nur psychotherapeutisch jetzt damit umzugehen bei mir in der Praxis, sondern auch nochmal vielleicht, ja, sich einfach darüber zu unterhalten, woher das herkommt, vielleicht auch ein bisschen darüber aufzuklären. Das habe ich heute als Thema mitgebracht. Ursula: Wow, das ist echt ein superspannendes Thema. dann lass uns das gleich mal ins Thema einsteigen, was ist das hier überhaupt? ⁓ Angela: Das ist der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich und hier unterhalten sich zwei Schwestern, Angela und Ursula, über das Leben, wie es eigentlich sein sollte und in Wirklichkeit stattfindet. Ursula: Ja, meine wunderbare Schwester, ist die Angela. Die ist Psychologin, Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Schematherapeutin, Kundalini-Yoga-Lehrerin, aber vor allen Dingen meine Hammer beste Coaching-Schwester, die mir tatsächlich immer wieder weiterhilft. Angela: Und meine wundervolle Schwester, das ist die Ursula, die ist Biologin, Philosophin, Meditationslehrerin, Achtsamkeitstrainerin, Kundalini-Yoga-Lehrerin, die macht ganz viel zu, Gesundheits- und Stressmanagement und ist meine wunderbare Tritt in den hinteren Schwester, wenn ich mal wieder nicht in die Puschen komme. Ursula: Bevor wir jetzt in dein Thema einsteigen, Angela: hatten ja noch ein Thema von meiner Schwester, nämlich wie das so ist, wenn man sich nicht wertgeschätzt fühlt. ⁓ Ursula: Das ist ja nicht Dauerzustand, das muss ich jetzt halt zusagen. Angela: Oder wie man mit Situationen umgehen kann, wenn man sich mehr Wertschätzung wünschen würde. Wie geht es dir denn jetzt damit? Ursula: Ja, aber was du letzte Woche gesagt hast, hat mir schon echt nochmal total geholfen. Sich dann wirklich zu sagen, ich gebe mir selber meine Wertschätzungstusche. Ja, selber zu sagen, okay, ich feiere mich selber dafür, was ich hier gerade wieder geschafft habe und ich bin stolz auf mich und ich bin dankbar dafür, was ich für eine Energie habe, dass ich das alles leisten kann, was auch immer es ist. Und ich glaube, das kann sich jeder wirklich so mitnehmen. Wenn man nicht von den anderen gefeiert wird, feiert euch selber. Ich glaube, ist ein ganz wichtiger Punkt zu sagen, ich bin stolz auf mich. Ohne überheblich zu sein oder zu viel Ego reinzugeben, sondern wirklich nur zu sagen, ich habe das echt gut gemacht. Angela: Und auf der anderen Seite, wenn man sich selbst mehr Wertschätzung wünscht, als Vorbild vorangehen und selbst sehr viel Wertschätzung verteilen, dann können sich die anderen da vielleicht auch ein bisschen andocken. Ursula: Genau, und glaube, das machen wir sowieso. Angela: Ich glaube auch. Also an der Stelle nochmal vielen Dank an alle, diesen Podcast hören. Wir wertschätzen euch sehr. Ursula: Das ist total wunderbar. Macht so viel Spaß. Ja gut, also die Angst. Meinst du jetzt eine spezielle Angst? Weil Angst ist natürlich auch so ein Riesenthema. sollen wir uns ein bisschen eingrenzen oder? Angela: Ja, das stimmt. Ich hab aber so das Gefühl... Ja, klar, können wir gerne machen. Also, ich hab jetzt in meinem Kontext das Gefühl, dass aber generell so eine Ängstlichkeit, im Englischen sagen die ja so schön anxiety. Das ist dann nicht so Angst vor irgendwas, sondern eher so generell, ich trau mich nicht mehr so viel. Ich trau mich nicht vor anderen zu sprechen. Ich denk so viel darüber nach. was ich falsch machen könnte oder was andere bei mir sehen könnten oder dass ich auffallen könnte. Aber nicht unbedingt, ich habe jetzt Angst vor Hunden oder ich habe Angst vor Spritzen oder so, sondern eher so dieses, ja, ich finde das Wort im Englischen schöner, Ursula: Okay, mhm, ja. Ja, Neurobiologisch. Ich glaube, was wir alle beobachten, ist, dass der mediale Konsum mit dem Internet, mit Handys, mit allen Möglichkeiten, die wir haben, natürlich bei jedem zugenommen hat. da gibt es tatsächlich auch Studien dazu, dass wir uns dadurch mehr vergleichen. Angela: Ja, auf jeden Fall. Ursula: Also dass wir dann immer so natürlich immer noch mal vielleicht auch zu hoch gucken. Der wow und das ist ja super und so will ich auch und da bin ich aber nicht und deswegen bin ich nicht gut genug. Also das ist glaube ich so eine Sache die bei jedem wahrscheinlich mit reinspielt. Jetzt aber wirklich neurobiologisch. Okay, jetzt muss ich ein bisschen ausholen. Angela: Mhm. Hm. Gerne. Ich finde es super spannend, noch mal so eine Ebene reinzubringen. Auch für alle, dass man sich das wirklich noch mal erklären kann. Und dass es nicht nur darum geht, die Eltern oder die älteren Leute sagen immer, auch die Handys sind so schlecht. Dann kommt der Jugendliche trotz da rein. Sondern wirklich auch noch zu sagen, okay Leute, hört euch das jetzt mal an, was meine liebe Schwester jetzt sagen wird. Was sind denn die neurobiologischen Grundlagen? Ich bin sehr gespannt. Ursula: Ja, okay. Eine Grundlage ist, ich glaube, das kennt auch jeder. Ich roll's von hinten auf. Das kennt jeder, glaube ich, am Abend ist man einfach erschöpft. Am Abend funktionieren Dinge nicht mehr, die man sich morgens vorgenommen hat, weil man einfach erschöpft ist. Und da spricht man tatsächlich vom erschöpften Gehirn, also vom depleptierten Ego. Also wirklich, dass ich erschöpft ist. Und das kommt daher, dass es wissenschaftlich auf dem Weg erwiesen zu werden. Aber die Studien, die ich dazu habe, sind, glaube ich, haltbar. Wir haben alle am Tag Energien aus in unserem Gehirn. Man spricht da vom Frontalhirnakku. Das ist auch das, was ich, glaube ich, schon mal erzählt habe, vom erschöpften Gehirn. Das Buch von Dr. Michael Niels. Angela: Mhm. Ursula: Wenn wir den ganzen Tag Entscheidungen treffen müssen und den ganzen Tag immer wieder voll fokussiert sind, dann haben wir abends keine Kapazitäten mehr. Also ich merke das immer, ich mit der Mama telefoniere, dann bin ich am Abend immer ein bisschen, wenn die dann wieder was irgendwie vergessen hat oder einen Satz sagt, ich bin dann viel schneller getriggert. ich kann dann nicht mehr nett sein. Und das ist tatsächlich so. man kann nicht mehr... Man kann nicht mehr so nett sein. Und das ist jetzt aber ein Problem, wenn wir jetzt die ganze Zeit das, was unser Frontalhirn leistet oder den Akku, den wir dafür haben, die ganze Zeit verwenden, ⁓ zum Beispiel uns auf Social Media zu vergleichen oder da rumzuscrollen oder uns damit die ganze Zeit vollballern, dann haben wir viel schneller unseren Frontalhirn Akku ausgegeben. Also umgangssprachlich. Dann haben wir die Leistung, die Kapazität, die das hat. Angela: Mmh. Ursula: viel schneller ausgegeben. Und dann gibt es zwei Systeme, auf die wir sozusagen umswitchen können. Wir haben ein Routinesystem, das nenne ich jetzt System 1. Das sagt halt der Dr. Michael Nils. System 1, unser Routinesystem. Damit können wir schnell Entscheidungen fällen, weil das ist halt immer routiniert. Und dann gibt es halt System 2, das ist so wirklich so Denkprozesse und immer wieder uns überlegen und abwägen und das kann eben auch so Angela: Mmh! Ursula: kreative Sachen und Lösungsvorschläge und so weiter. Aber wenn wir zu viel von System 2 schon gemacht haben am Tag, dann läuft alles nur noch routiniert. Dann ist alles nur noch Routine. Und das kann man sich glaube ich ganz genau, ganz genau. Und das ist halt wirklich so, dann kommen wir in unsere Vorurteilsebene, dass alles routiniert. Und dadurch, weil wir viel zu viel System 2 am Tag vielleicht ausgegeben haben, kommen wir immer wieder in System 1 zurück und dadurch Angela: Und dann fallen wir in diese alten Muster zurück, oder? Mhm. Ursula: potenzieren sich dann auch Ängste. Also dass wir dann einfach nicht mehr so flexibel sind von unserem, wie kann man das vielleicht noch sehen oder kann ich auch eine andere Position einnehmen oder kann ich das anders reflektieren und das ist ein Problem. Wenn du dir jetzt vorstellst, eine Sache ist jetzt natürlich so, dann gib nicht so viel von System 2 aus, ist eine Möglichkeit, aber das reicht nicht. Sondern es braucht zum Beispiel Bewegung. Unser Gehirn braucht Bewegung. Angela: Mhm. Mhm. Ursula: Da gibt es auch Studien zu, da hat man wirklich mit alten Leuten im Altenheim eine Gruppe, die wirklich jeden Tag eine Stunde spazieren gegangen ist und die andere, die eher rumgesessen hat. Und da hat man wirklich nach einem Jahr nachgemessen und gesehen, okay, die Leute, die die ganze Zeit spazieren gegangen sind, die waren geistig viel fitter. Die konnten viel mehr umswitchen, die konnten ganz andere Denkprozesse. Und die Leute, die nur gesessen haben, das ist wirklich ein Problem. Also wir sitzen zu viel, wir bewegen uns zu wenig, pauschalen, so. Natürlich gibt es total die Sportler, die sich super viel bewegen. Angela: Mmh. Ja klar. Ursula: Aber das ist auch eine Sache, die könnte man wirklich in die Schule einbringen, mit den Kindern viel mehr in Bewegung zu kommen. Nicht nur im Sportunterricht, dass halt diese Bewegung und das, was sich im Gehirn verankert, eigentlich super zusammengehen. ⁓ Ja, also Sport und Denkarbeit sind eigentlich eine super Sache. Deswegen, also alle diejenigen, die sowieso Lernzettel mit ins Fitnessstudio nehmen oder auf dem Spaziergang, das ist echt eine total gute Sache. Angela: Mhm. Mhm. Ursula: Also wie sich dann auch was im Gehirn verknüpft. Ja und dann gibt es halt noch die Ebene des Schlafs. Also wenn wir schlafen, dann lädt sich unser Frontalhirn-Akku wieder auf. Und wenn wir jetzt nicht ordentlich schlafen, das liegt manchmal eben auch an Bildschirmzeit zu spät abends noch, dann schlafen wir nicht ordentlich, dann ist diese Aufladekapazität auch schon eingeschränkt. Also es gibt halt diese Schrauben Schlafen, Bewegung, auch Ernährung ist noch eine Stellschraube und so weiter. Will ich jetzt gar nicht so weit ausholen, aber Angela: Ja. Mmh. Mmh. Ursula: gibt ganz viele Sachen, die da zusammenspielen, weswegen unser Frontalhörnakku die ganze Kapazität nachlässt und wir immer wieder auf System 1 zurückfallen, weil das ist unsere Routine. Und Routine bedeutet aber auch so, okay, ⁓ Gott, das was Neues, das will ich gar nicht. Und dadurch kommt vielleicht diese Ängstlichkeit immer mehr. Angela: Hat das dann damit auch was zu tun, dass das System eins, verstehe ich jetzt so, dass das ja auf unsere alten Ebenen oder gewohnten Ebenen geht. Und wir sind ja tatsächlich, das vergessen wir Menschen oft, einfach auch ein biologisches, natürliches Wesen. Und wir stammen ja leider von den Angsthasen ab. Wenn wir in der Steinzeit gelebt haben, dann war eben der, der bei drei auf dem Baum war, gerettet und der neugierig ⁓ die ecke geguckt hat und gesagt hat da wollen wir noch mal schauen ob das nicht was tolles ist der wurde halt vielleicht gefressen und das heißt unser gehirn kann ja auch im grunde genommen mehr auf uns aufpassen dass wir überleben als dass es wirklich so diese prozesse anregt jetzt erweitern wir doch mal unseren horizon hat das damit ja Ursula: Ja genau, 100%. Also was evolutionsbiologischer natürlich alles in uns verankert ist, auf jeden Fall. das ist ja so, wir sind erstmal Sicherheit. Erstmal muss alles sicher sein. Und wenn alles sicher ist, dann kann ich natürlich mal aus meiner Komfortzone raus und so weiter und mich ein bisschen umgucken. Und Vorsicht ist die Mutter der Porzellankäste. Und dann kommt natürlich, das weißt du auch, da kommt natürlich noch dazu, was haben wir als Kind so mitgegeben bekommen? Was sind halt wirklich so unsere Gedankenmuster? Was denken wir über uns selber? Und das ist natürlich auch nochmal so spannend, wenn man immer nur zu hören bekommen hat, du kannst das nicht oder du schaffst das nicht oder genau, das prägt sich ja ein. Angela: Mmh. Seid vorsichtig. Passt bloß auf. Ursula: Und dann bin ich lieber vorsichtig. Wenn ich mir die ganze Zeit sage, ich kann das nicht, ich kann das nicht, ich kann das nicht oder ich habe so Angst oder eine Prüfungsangst dann zum Beispiel, dann ist das natürlich noch mal so eine ganz andere Hausnummer. Wir können einen Test machen. Ha! Lass uns einen Test machen. Pass auf. Einer meiner Lieblingstests jetzt. Also, stell dir einen Seerosenteich vor. Angela: Ja. Wir machen einen Test. ja, wunderschön. Ursula: Und dieser Seerosenteich, der wächst so langsam zu. Und jeden Tag verdoppelt sich das, was an Seerosen dazukommt. Und am 12. Tag ist der Seerosenteich voll. An welchem Tag war er halb voll? Angela: An jedem Tag verdoppelt sich das. Und an welchem Tag war er halb voll? Ach du Schande! Ich hab, ich ich kann nicht rechnen gerade. Heieiei! Ursula: Zwölf Tage, zwölf Tage. Am 12. Tag ist er voll. An welchem Tag war er halb voll? Angela: An welchem Tag war er halb? Mein Hirn macht gerade Frontalhirn-Akku aus. Ich bin nicht aufgeladen, merke ich gerade. Ursula: Also bleib entspannt, bleib entspannt. Nein, tatsächlich die meisten Leute... Angela: Ich krieg grad Angst, dass das voll peinliche ist, dass ich dieses Beispiel nicht gerechnet kriege. Mann! Ursula: Alles ist gut. Don't panic. Nein, aber das ist halt wirklich, dass ganz viele Leute sagen, ganz schnell antworten, am sechsten Tag. Hälfte, ne? So, zwölf. Ja, ja, genau. Hervorragend. So. Siehste? Super. Und das ist System zwei. Ja? Dann zu merken, ach, da steckt irgendwas dahinter. Ich muss da wirklich mal nachdenken. Und System eins sagt, hälfte, bla, sechs. Ne? So. Ist natürlich Quatsch. Angela: Ja, Nee, das ist am elften Tag. Ja, mein Hirn, es hat sich gerade wieder eingeschaltet. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja, stimmt. Ursula: So muss man natürlich darüber nachdenken. Aber wenn ich in meinem Routinierten bin, zwölf Tage, die Hälfte davon sind sechs Tage, klar, aber dass der See natürlich dann halb voll ist und dann ganz voll ist am zwölften Tag und vorher halb voll am elften Tag war natürlich. Angela: Mh. Ja klar, bin ich dann, ich aus meiner, also wirklich aus meiner Starre, meinem, ⁓ Gott, das ist jetzt der Vorführeffekt, ich muss jetzt rechnen, ne? Ey krass, wie das gerade reingepfluppt ist, ne? So, da ging erstmal gar nichts, ja? Und als dann sich mein waches Hirn wieder eingeschaltet hat, konnte ich das dann doch kapieren. Krass, hier, Live-Experiment im Podcast, cool gewesen, wirklich. Sehr cooles Beispiel. Ursula: Stachl Angela: Das werde ich mir gleich mal auch nochmal aufschreiben. Da kann man glaube ich sehr gut auch plastisch mit arbeiten. Was mir gerade noch so einfällt, ist da hatte ich mich mal mit beschäftigt, auch so jungen Erwachsenen nochmal klar zu machen, Leute, ich möchte hier nicht als alte Oma auftreten und euch das Handy malig machen. Aber ich habe mich nochmal mit dem Dopaminsystem sehr ⁓ dass es tatsächlich so ist, wenn wir morgens schon ans Handy gehen und Nachrichten scrollen oder schon mal gucken bei TikTok, Instagram. Was gibt es denn alles? Dann wird immer wieder Dopamin ausgeschüttet, weil unser Gehirn mag dieses Neue und Faszinierende. Das begeistert mich. Aber da wir so ein Balance-System im Gehirn haben, gibt es nach einer hohen Dopaminausschüttung dann so einen Dopamin-Downer. Das heißt... Wenn wir ganz viel Dopamin ausgeschüttet haben, muss das System sich erstmal wieder anpassen. Und Dopamin-Downer ist so Gefühl wie so leicht depressiv. Und das ist aber ganz normal. Das macht unser Gehirn so nach dem Motto, ich habe jetzt ganz viel Dopamin ausgeschüttet, jetzt müssen wir das erstmal alles wieder einfangen, jetzt müssen wir da erstmal wieder in die Balance kommen. Und das führt aber natürlich auch dazu, dass sich das doof anfühlt, wenn man das Handy weglegt und Man dann gleich wieder dazu greift, weil man möchte ja lieber wieder dieses coole Gefühl haben. Und das finde ich ist aber auch nochmal so wichtig zu wissen. Je mehr wir da von unserem Dopaminsystem benutzen, umso schwieriger wird das für uns in eine wirklich gute Ausgeglichenheit und Balance zu kommen. Und ich könnte mir vorstellen, dass das dann ja auch nochmal mit so da rein spielen kann. Ursula: Ja, und was auch noch eine Studie, ich gelesen hatte, war... tatsächlich Kleinkinder schon Bildschirmzeit von zwei Stunden am Tag haben, weil sie bei ihren Müttern mitgucken. Wenn die Mütter fünf Stunden am Bildschirm sind und ihr Baby dabei haben, dann hat das Kind schon Bildschirmzeit von zwei Stunden und das ist natürlich auch für die Ausbildung des Gehirns fatal. ⁓ muss man wirklich nochmal vielleicht auch darüber nachdenken, inwiefern man seine eigene Bildschirmzeit doch nochmal überdenkt. Wie gesagt... Angela: Ja. Ursula: Es gibt ganz tolle Sachen und weiß ich nicht, in der Schule natürlich auch super Sachen mit Lernzetteln und Lernvideos und ⁓ Himmels willen, es gibt so viel tolles Zeug, aber dieses, was du sagst, TikTok scrollen und einfach nur sich so berieseln lassen, dass man da sich wirklich begrenzt, dass man das auf, keine Ahnung, vielleicht eine Stunde am Tag oder so oder vielleicht nur eine halbe, keine Ahnung, sich da vielleicht nochmal versucht, ein bisschen anders auszurichten, weil das macht was mit, oder am Gehirn. Angela: Genau und das bringt dann eben auch so was wie Erschöpfung oder eben mit der Erschöpfung dann auch eine höhere Ängstlichkeit, Anxiety. Ursula: Ja, ist Routinesystem, System 1. Angela: Genau, dass man das einfach wirklich nochmal weiß für sich selber und Leute verteilt diesen Podcast, also ich finde das gerade auch nochmal für mich sehr erhellend, dass wir wirklich einfach wissen, es ist ganz toll, dass Handy bewusst oder Medien bewusst zu nutzen für irgendwas, ich wirklich Informationen haben will oder was lernen will. es dann aber auch ganz bewusst wieder weg zu tun, in die Natur zu gehen, was Gutes für mich zu tun, mich zu bewegen, frische Luft zu atmen und so weiter. ⁓ Ursula: Ja, das ist... Ja, Und dass Meditation und so weiter natürlich auch hilft. Also wenn man dann sein Gehirn wieder auflädt, indem man in Meditation geht, da könnte man doch einen ganzen Podcast zumachen. Aber ich kann das wirklich nur empfehlen, dieses Buch, Das erschöpfte Gehirn von Michael Nils, das ist wirklich erhellend. Und da ja tausend Studien aufgegriffen. Angela: Und dass das tatsächlich auf die psychische Gesundheit einen riesengroßen Einfluss hat. Ja. Ursula: Und das ist natürlich noch mal wesentlich jetzt genauer als was ich jetzt bisschen erzählt habe. Und da kann man natürlich auch noch mal nachlesen, Also das irre, aber wirklich so gut untersucht. ⁓ Angela: Ja, also es liegt schon bei mir am Nachtisch, aber ich hab bisher noch nicht reingeguckt. Ursula: Gibt's auch ein Hörbuch, ne? Kannste ja auch anhören. Angela: ⁓ sehr cool, das kann ich mal machen. Das ist eine gute Idee. Ich fahre ja durchaus ein bisschen Auto. Kann ich mir das als Hörbuch anhören. Ja, super. Aber das ist für mich jetzt auch noch mal ganz viel, was ich mitnehmen kann. Nicht nur in meinen Alltag. Einfach noch mal zu gucken, Bildschirmzeit zu reduzieren, noch mal mehr in die Natur zu gehen. Oder mit meinen Katzen zu sitzen und zu kraulen, ohne irgendwas dabei noch im Internet zu gucken oder so. Sondern einfach nur wirklich ganz achtsam bei den Katzen zu sein. Ich finde es auch gut, wenn man das einfach nochmal so erklärt bekommt. Ich kann mir das oft besser merken, wenn man das jemanden in einfachen Worten dargebracht hat. Manche lassen sich von etwas sehr wissenschaftlichem abschrecken. kommt wieder dieses, ich weiß nicht, ob ich das verstehe. Wenn man es einfach runterbricht, das ... Ursula: Das kann ich. Angela: Ja, sehr nachvollziehbar. Ja, vielen Dank! wie gesagt, das Buch wird bei mir jetzt auch bald gelesen werden. Was nehmen wir denn jetzt so mit? Was machen wir denn? Ursula: Ja gut, also Handyzeit immer begrenzen, das ist auch eine gute Idee. Aber Handyzeit für sich selber begrenzen ist, glaube ich, immer eine ganz gute Idee. Wenn man sagt, okay, drei Stunden am Tag, klar, manchmal muss man ja auch. Ja, ja, gut, aber wenn ich meine Bildschirmzeit pro Woche sehe, muss ich mich auch an die eigene anzupacken und rausgehen. Spazieren gehen, sich gesund ernähren, Schlaf wirklich nochmal vor dem Schlafen, zwei Stunden vorher kein Bildschirm mehr gucken. Alles gute Sachen. Angela: Aufklären, mehr aufklären. Ja. Ja, genau. Hm, besser nicht. Ja. Ja, stimmt. Und schon haben wir auch ganz viel dafür getan, dass die Ängstlichkeit, Anseidung runtergehen kann. Unglaublich, brauchen wir noch nicht mal eine Psychotherapie für. Ja mega, also finde ich doch ganz prima. Ich glaube, das war dann für heute der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Ursula: Auf jeden Fall. Voll langt. und setzt was Angela: Denn wenn wir das können, könnt ihr das auch. Ursula: Habts ganz fein. Angela: Alles Liebe, ciao!