Urmel: Hey Sys, ich hab da ein Problem. Angela: Ja, dann lass mal hören, was du heute für Thema mitgebracht hast. Urmel: Also, ich hab gedacht, ich drück mich jetzt nicht mehr vor diesem Thema herum, weil ein bisschen hab ich mich tatsächlich davor gedrückt, ist das Thema abnehmen. Weil Angela: Oha! Urmel: ich finde, ist so einerseits andererseits. Also einerseits ist es auch so ein schulisches Thema, was immer mal wieder aufploppt. Kennst du ja wahrscheinlich von deinen Klientinnen auch. Du hast ja wahrscheinlich da auch solche, die noch mehr abnehmen wollen und dass Angela: Mhm. Urmel: es dann irgendwann krankhaft wird. Das ist so der eine Slot, den ich als Frage mitbringe. Ich weiß auch nicht, ob es zu viel wird. Musst du selber gleich mal sagen. Angela: Guck mal mal. Urmel: Und auf der anderen Seite natürlich mein persönliches Thema mit dem Ding. so einerseits bei mir 10 Kilo könnten schon runter und andererseits ist es mir einfach das auch nicht wert. Ich esse ja gerne. Da müsste man sich ja total einschränken. Und dann denke ich so, will ich das wirklich? Ja, und deswegen dachte ich, lass uns mal über Abnehmen reden. Da haben ja glaube ich ziemlich viele Menschen so ein Problem mit. Angela: ja, also abnehmen ist ein Riesenthema. Aber bevor wir in das Thema reinstarten, was ist denn das hier eigentlich? Urmel: Das ist der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Hier unterhalten sich zwei Schwestern, Angela und Ursula, über Themen des Alltags, die sie längst angegangen haben wollten und dann doch wieder auf Übermorgen verschoben haben. Angela: Und meine liebe Schwester, ist die Ursula. Die ist Biologin, Philosophin, Achtsamkeitstrainerin, Meditationslehrerin. Die macht ganz viel zu Stressmanagement und Gesundheitstraining, macht auch ganz viel Kundalini-Yoga und ist meine weltbeste Cheerleaderin in die eine und in die andere Richtung, denn sie kann mir auch wunderbar an den Hintern treten, wenn ich mal nicht in die Puschen komme. Urmel: meine wunderbare Schwester, das ist die Angela, die ist Psychologin, Psychotherapeutin, Atemtrainerin, Körpertherapeutin, Traumatherapeutin, Schematherapeutin, Kundalini-Yoga-Lehrerin, hat, weiß ich nicht, wie viele tausend Ausbildungen gemacht. Und ja, vor allen Dingen, und das weißt du auch, bist du meine weltbeste Coaching-Schwester, die mich in allen Lebenslagen immer wieder unterstützt. Angela: falls es irgendwen interessiert, ich habe die Prüfung gemacht, wir hatten das ja mal in einem der Podcasts Urmel: ja stimmt! Angela: vorher so mit Prüfungsangst und und ich habe sie bestanden. Das heißt, bin Urmel: Ja mein Glückwunsch! Angela: ich bin jetzt Master Breastwork Coach. Auch noch. Urmel: Das ist die hier Master Breathwork Coach. Beim nächsten Mal muss ich es auf jeden Fall sagen, dass du auch noch Master Breathwork Coach bist. Voll krass ey. okay. Voll krass. Toll. Angela: Naja, und ich mache dann irgendwann die Challenge auf, keine Ausbildung mehr zu sammeln oder so. Da reden wir dann aber in anderen Podcast drüber. Also ich mache Urmel: Ja, ist klar. Angela: Abnehmen bei Ausbildung. Nicht noch mehr Ausbildung zunehmen oder so. Genau. Aber Urmel: Reduktion bei Ausbildungen. Interessantes Thema. Angela: wie bist du denn jetzt auf das Thema gekommen, dass er dir jetzt diesen Ruck gegeben hat, wenn das ja schon so bisschen länger gebrodelt jetzt über Thema Abnehmen sprechen zu wollen? Urmel: Das war ganz lustig. Wir standen da neulich mit so ein paar Freunden rum und jeder hatte das Thema. Weißt du so, ach ja, ich müsste ja auch irgendwie ein paar Kilo runter und boah, ich hab so zugenommen. Und das war ganz witzig, weil wir alle da standen und dieses Thema hatten und da dachte ich, ja komm, jetzt bring's jemand mit im Podcast, weil es ist ja wirklich so leidiges Thema, jeder, glaub ich, sich oder nicht jeder, aber viele Menschen, glaub ich, sich rumschleppen. Angela: Ja, und das ist wirklich richtig krass, ne? Das, sobald du irgendwas mit abnehmen postest bei Instagram, sehen das viel mehr Leute an, als wenn du irgendwas zu selbstwert postest. Ist so krass. Ja. Also Urmel: Echt jetzt? Okay. Angela: das hab ich wirklich mal beobachtet, hab ich mal so ein bisschen mit rumprobiert. Sobald es irgendwie abnehmen geht, sind die Leute am Start. Wirklich. Urmel: Krass. Angela: Und ich mein, wir haben das ja... Im Grunde genommen tatsächlich so als gesellschaftliche Problem. Wir leben ja im Überfluss. Urmel: Ja. Angela: Und das Essen ist immer da. Überall, also ich meine, die Klamottengeschäfte machen zu und überall machen Essensbuden habe ich manchmal so den vielleicht auch mein verschrobener Eindruck aus den Städten. Urmel: Ach krass, gut. Ist mir jetzt nicht Angela: Ja. Urmel: so aufgefallen, aber gut. Angela: Ich beschäftige mich ja sehr mit dem Thema, weil ich sowohl bei Coaching-Klientinnen, aber auch bei meinen Patienten im Grunde keine die nicht irgendein Thema mit ihrem Körper Natürlich, die Schere geht auseinander. Eigentlich werden die Menschen eher übergewichtiger, was die Studienlage und die ganzen Umfragen von den Krankenkassen, vom Robert-Koch-Institut usw. angeht. Ich hätte mir das nochmal angeguckt. 20, 25 waren 53 % der Erwachsenen Also nicht krankhaft Alipositas, aber übergewichtig. Das ist ja über die Hälfte. Urmel: Ja klar, wenn ich jetzt auf mich gucke, dann kann ich auch sagen, ich mache zwar meinen Sport, mache ich auch gerne und ich sitze trotzdem zu viel. Und wenn ich das, was an rumsitzen, in bewege mich noch mehr investieren würde, dann wird wahrscheinlich auch mein Essen und mein Gewicht und so weiter, wäre wahrscheinlich alles in einer guten Waage. Aber weil ich eben auch durchaus auch häufig sitzende Tätigkeit habe. kriege ich das nicht ganz so unter. Und ich habe auch schon belegt, okay, muss ich irgendwie auf dem Laufband korrigieren oder so. das... Ja, was? Okay. Angela: Aber das sind die Trends gerade, Das sind die Trends, dass die Leute, ja, dass die Leute Laufbänder haben und alles auf dem Laufband machen. Also auch Homeoffice Urmel: Ne! Angela: oder Calls und Meetings, dass die dann auf dem Laufband stehen und dann, sich da unterhalten. Oder es gibt Walk & Talk ja, wie soll man sagen, es... Ja, aber auch geschäftlich meine Walk & Talk. Urmel: Man trifft sich nicht auf einen Kaffee, sondern man trifft sich zum Spazierengehen und dabei Quatschen. Naja, okay. Ach, echt? Ach. Angela: Das ist auch ein Trend gerade, dass man sich zum Telefonieren verabredet, geschäftlich, und dabei aber Also wenn man nicht unbedingt irgendwelche Zahlen am Computer teilen muss oder so. Jaja, also das sind... Urmel: Interessant. So Trends krieg ich ja oft nicht mit. Ich bin ja nicht bei Insta, krieg ich die Trends nicht mit. Ich bin ja auch nicht auf TikTok und so. Ist immer gut, dass du mir mal Trends erzählst. Okay, alles klar. Angela: Ja, so. Ich habe natürlich jetzt bei mir in der Praxis einige, die dann tatsächlich krasse Essstörungen haben. Meistens in die Richtung Magersucht oder Da habe ich auch immer noch mal nachgeguckt, damit Mädels das bei mir ein bisschen einordnen können. Das Robert-Koch-Institut forschte ja auch immer ganz viel. ist jetzt bisschen ältere Studie da wurden Kinder zwischen elf... bis 17 Jahren, also Kinder, jedes fünfte Kind, also 20 der Kinder und Jugendlichen, hatten ein gestörtes Verhältnis zu Essen, Gewicht, Körper und so weiter. Und das finde ich schon Also noch nicht eine Essstörung Urmel: Uuuhhh... Angela: in dem aber ein gestörtes Verhältnis zu dem Thema. Urmel: Ja, das ist total krass. Wie viele Erwachsene haben das ja dann auch? Und wenn es in Angela: Ja. Urmel: der Kindheit schon anfängt, wird es ja wahrscheinlich immer noch schlimmer. Angela: Genau. Und das ist auch ein Thema, die Krankenkassen ja sehr beschäftigt. Also alle Krankenkassen lassen da auch immer wieder Untersuchungen machen. Zu abnehmen, Gewicht. Weil natürlich zu hohes Gewicht auch ein Risikofaktor darstellt. wollen wir gar nicht darüber diskutieren, Aber ich finde, die mentalen Probleme sind so viel mehr. Das zum Beispiel normalgewichtige Frauen. und Normalgewicht ist halt vielleicht nicht extrem schlank, aber einfach normal. Und 66 % der normalgewichtigen Frauen halten sich für zu dick. Urmel: Ach krass! Angela: Und die Pronova BKK hatte noch mal dass jede dritte die bei ihnen versichert eine Studie waren glaube ich von 1500 Befragungen, jede dritte Frau verzichtet auf Schwimmbad oder Strandurlaub, weil sie sich wegen ihres Körpers schämt. Urmel: Okay, das ist ja wirklich dramatisch. du, du kennst mich ja. Also damit habe ich wirklich keinen Vertrag. Angela: Ja. Urmel: Das ist mir Ich finde es nur immer wieder so interessant, wenn ich dann auch so höre, ja gut, ich habe auch paar Kilo zu viel, Aber es ist mir dann auch so zwischen euch total egal. Ich definiere mich halt nicht so sehr bei meinem Äußeres. Also ich will schon... Angela: Und das ist der Gamechanger, sagt man heutzutage. Urmel: Ja und ich will halt, mein Gott, will ordentlich aussehen und so und nicht wie so ein Lumpenkind. Dankeschön, dankeschön, dankeschön, Angela: Du bist ja auch immer geduscht und riechst sehr gut, muss ich sagen. Ich rieche immer wieder gerne an meiner Schwester. Urmel: Okay, weirdes Thema gerade, aber alles klar. Angela: Sie ist sehr gepflegt. Urmel: Na gut, macht ja nichts. Jedenfalls. Ja, nein, also dass meine Klamotten ordentlich sind und so weiter, das wird total wichtig. Also ich leg halt dann doch für mich persönlich mehr Wert auf. Ja, andere Werte. Und der fühl mich nicht so sehr bei meinem Äußeres, aber wenn's dann so aufploppt, dass ich in den Spiegel gucke oder die Hose ziebst, dann ist halt doch doof. Und dann denke so, Mann ey, muss ich da jetzt ran an das Thema? Es ist anstrengend, will ich das denn? Angela: Naja, glaube, es geht für mich immer wieder sehr darum, dass man sich wirklich nochmal auf sich selber bezieht und auf sein Wohlbefinden Also das ist für mich immer so der Hauptpunkt. Wie fühl ich mich Wie ist denn mein Wohlbefinden? Also wenn die Hose wie fühlt sich das denn für mich Nicht jetzt Bewertung oder muss ich mir ja größere Hosen kaufen, sondern wie fühlt sich das für mich Ist das für mich ja alles gut, dann ist es eben so oder ist es wirklich so ein Signal für mich? nee, also das möchte ich jetzt aber Und dann ist das ja okay, wenn man dann ein bisschen Motivation Richtung abnehmen wenn man tatsächlich zugenommen Aber mich krass stört im Endeffekt ist, wie viel Körper, Essen, Gewicht Urmel: Ja, das ist überall... Angela: überall eingenommen hat. Nicht nur in den Medien und so weiter, sondern auch in unseren Köpfen. Also wie oft sich da drüber, hast du ja selber jetzt erzählt, dass sich darüber unterhalten wird. Urmel: Ja klar und das ist natürlich wirklich überall ein Thema und jeder erzählt dir irgendwas zu Proteinen und jeder ist mittlerweile total riskier und was weiß ich nicht was. Also das sind sogar Trends die ich mitkriege. Angela: Genau. Urmel: ja natürlich ist es ja auch gesund Und warum ist das denn dann, also jetzt aus psychologischer Sicht, Angela: Mhm. Urmel: warum ist das denn so, dass das so ein Riesenthema für viele ist? Schönheitsideal haben wir schon mal drüber geredet, aber... Jetzt weniger Schönheitsideal. Warum hat Essen so einen riesen Platz? Weil ich mein, es sollte doch einfach lecker schmecken und dann ist es doch so eine Genusssache und ich brauche natürlich meine Aber warum hat das noch so viele Stellvertreterfunktionen? Angela: ist halt eben die Sache beim Essen, dass es eben nicht nur Ernährung in dem Sinne ist, sondern ja, auf der einen Seite auch Genuss, dass es eben einfach lecker und dass Lebensmittelindustrie natürlich sehr viel Forschung da den Geschmack zu verbessern und dass es eben, ja, das ist ganz viel Forschung. Urmel: Okay. Na klar. Angela: gucken, wie kriegen wir noch mehr Crunch da rein, weil Crunch ist so was, was die Leute mögen. Wie kriegen wir noch mehr Cremigkeit da rein und was weiß ich was. Also da ist ja wirklich ganz viel Geschmacksforschung. Ja, Urmel: mach ich. Ja, wo du's sagst, klar, logisch. Angela: das ist natürlich auch was, womit natürlich so gespielt wird, die Leute da mehr reinzukriegen, dass es einfach so lecker schmeckt und dass man davon mehr haben Also wie schwer fällt es einem eine Tüte Chips wegzulegen. Wenn man... So, ja? Urmel: So Zeit! Angela: So, dann kommen natürlich neben dran noch so Sachen, dass man nicht bei irgendwas essen sollte, was aber die meisten Leute Die meisten Leute essen bei irgendwas. Urmel: Ja klar, ist eine Sache der Achtsamkeit. Als Achtsamkeitstrainerin kann ich einfach nur sagen, klar, das was du machst, mach das mit deiner ganzen Aufmerksamkeit und wenn du isst, dann isst du. Das kann ich natürlich immer wieder verkaufen, aber wie oft klappt das nicht? Ja genau, wenn man nebenher ist. Angela: Genau. So, und dann kriegst du es ja nicht mit, wie viel du gegessen hast. So, diese Hunger- und Sättigungs-Signale, worauf wir uns eigentlich verlassen können, sollten bei unserem Körper, habe ich jetzt keine genauen Zahlen, sind aber bei so vielen Weshalb so dieses intuitive Essen, wo man sagt, ja, hör doch einfach auf deinen Hunger, hör auf deine Sättigung, das klappt bei vielen nicht mehr. Bei der Körper stellt sich natürlich auch auf Essgewohnheiten Und dann haben wir natürlich ganz viele Faktoren, die sonst noch mit Essen verknüpft sind. Also natürlich Belohnung. Urmel: Ich ja klar. Angela: Das lernen wir als Kinder teilweise. Man kriegt einen Bonbon, wenn man irgendwas gut gemacht hat. kriegt ein... Weißt du noch, wir haben bei Oma früher oft ein Duplo bekommen. Urmel: Das stimmt. Oder mal halt Geld. Also wir damals noch. Gott, hatten noch einen Tante-Emma-Laden. Das war so schön. Angela: Ja! Urmel: Dann haben wir unsere, Pfennig Angela: 50 Pfennig. Urmel: gekriegt und durften zum Tante-Emma-Laden gehen und zwar süßes. Ja klar, eine total Belohnung. Angela: Und das war ja auch was schönes, sich dann was Süßes zu kaufen und so Essen ist mit Trost verbunden. Urmel: Ja, na das stimmt. Angela: Also, Thema Emotionsregulation, was wir mit Essen machen Das heißt jetzt nicht, dass wir nie aus emotionalen Gründen essen aber dass wir schauen sollten, ob das so eine Stellvertreterfunktion irgendwann Also, dass wir gar nicht essen, weil wir Appetit haben. in dem Sinne von ich brauche jetzt wirklich Nahrung, sondern Appetit haben, weil wir damit irgendwas anderes stillen wollen. Ganz genau. Urmel: Ob man eine Lehre füllt oder sonst irgendwas. Das Trostpflasteressen. Angela: So, und was wir natürlich im Jugendalter ganz krass haben, sind zwei Faktoren. Und wenn da Trends sind, dann Urmel: Okay. Angela: wollen wir uns einfach zugehörig fühlen. Dann machen wir den Trend Und gerade was Essen angeht, sind wir leider sehr, schnell in einer Gewohnheit Und Gewohnheiten wieder abzustellen, ist halt auch Konkurrenzdruck. Urmel: Okay, aber jetzt hast du es Angela: Entschuldigung, noch ein Punkt, ein Punkt Konkurrenzdruck natürlich. Ich muss meine Position in der Gruppe Urmel: Und das verbindet man auch mit Essen und Gewicht. Ach Angela: Ja. So, weil ich bin was Besonderes, wenn ich krass dünn Und dann kommt noch Disziplin und Kontrolle mit Dass ich einen Bereich in meinem Leben krass kontrollieren kann. Urmel: wenn ich ja ein Antwort nicht kontrollieren kann. Ja, Angela: Mhm. Urmel: das verstehe ich. Das ist immer so der Punkt, ich auch echt irgendwie nachvollziehen kann und sehr traurig finde. Aber Angela: Ja. Urmel: gut, das ist eben so, wie es Aber du hast es eben gesagt, so Gruppenzugehörigkeit, Trends mitmachen und so weiter. jetzt Wie gehst du denn dann vor, wenn du so eine, ich sag mal, eine Gruppe von Mädels hast, die jetzt halt alle sich so gegenseitig runterziehen? Wir müssen noch mehr abnehmen. Was empfiehst du denn da an? Auch den Pädagogen oder den Eltern? Wie geht man denn da ran, wenn die da jetzt in so einer Spirale abwärts sind? Angela: Zum einen natürlich erst Fragen stellen, wie geht es dir? Was ist gerade Wie geht es dir in deiner Gruppe? Also, dass man nicht sofort mit irgendwelchen... Das ist aber nicht gut, wenn man da so viel abnimmt und ihr zieht euch da gegenseitig in den Wahnsinn, dann gehen die Türen direkt Sondern eher so hey, ich beobachte gerade, dass du echt abnimmst oder in welche Richtung das auch immer geht. Ich mache mir Sorgen, wie geht es dir Komm, lass uns mal wirklich reden und da braucht man wirklich Zeit Da müssen sich die Lehrer und die Eltern vielleicht auch mal an die Nase packen, wie viel Zeit ist denn dafür da für solche Gespräche. Im Schulalltag geht es halt Lernen und Schulstoff beibringen und so weiter. Wie viel Zeit ist dafür da? Urmel: Ja Angela: darüber zu sprechen. Urmel: und ganz ehrlich, dafür bin ich auch nicht geschult. Angela: Ja. Urmel: Da muss ich sagen, das ist für mich so ein Thema, da traue ich mich auch nicht so ran. Angela: Wobei guter Menschenverstand hilft manchmal schon auch, und das Herz auf dem rechten Fragen zu Und ansonsten auch wirklich Also mal vielleicht jemanden in die Schule holen, einen Ernährungsberater, wenn es Gesundheitshage gibt oder vielleicht für Innenbio-Unterricht oder sonst wie der einfach noch mal darüber aufklärt, auch was da für krasse Sachen unterwegs sind. in die man dann reingezogen wird. Urmel: Aber was empfiehlt so ein Eltern? Also auch sich hinsetzen und Zeit nehmen? Angela: Ich empfehle Eltern an ihren Kindern auch dran zu Also wirklich nochmal zu gucken, wie viel Zeit haben wir in der Familie wo wir mal zusammensitzen und auf ganz natürliche Weise ein Gesprächsraum entsteht. ich sehe das in der heutigen dass das immer weniger wird. Urmel: sich öffnen zu können und mal sagen, was wirklich Sache ist, da braucht es einfach Zeit. ist so recht. Wenn mich jemand Angela: Ja und es ist... Ja. Urmel: zwischen Tür und Angel fragt, dann sage ich nichts. Dann weiß ich, der hat jetzt gar keine Zeit für mich. Dann muss ich jetzt auch nichts erzählen. Also weiter geht es. Und Angela: Ja genau. Urmel: so kommt man nicht an seine Kinder ran. Da bin ich mir auch sehr bewusst. Angela: Nein. Urmel: Aber das ist halt in der Schule auch das Schwierige. Wie oft habe ich Zeit für einen einzigen Das ist schon schwer. Angela: Nee, klar, ist, ich sag ja gar nicht, aber ich glaube, ist so was, wo wir umdenken müssen wieder, die wir alle so gestresst durch den Alltag laufen. Jeder ist dann auch am Handy, guckt irgendein Film oder die Jugendlichen, die tauschen sich über Social Media eben ja auch aus, die schreiben sich ja auch Nachrichten und wollen dann ja auch gar nicht unbedingt immer Zeit mit den Eltern verbringen. Und da ist es ganz wichtig, dass Eltern... Urmel: Geschweige denn mit einem Lehrer reden Himmels willen. Angela: dass Eltern wirklich eine Ritual haben, zum Beispiel auch bei dem alten Jugendlichen sozusagen, noch abends ans Bett zu gehen und sich da mal hinzusetzen und zu fragen, wir haben gar nichts voneinander Ich würde mir gern Zeit für dich nehmen. Ja. Und je mehr Urmel: Ja, wie war dein Tag? Was passiert? Was gibt es noch? Angela: solche Gesprächsräume es einfach ganz natürlich Die sind schon da, umso mehr öffnen sich Jugendliche dann eben Und wenn das alles im Alltag untergeht, haben die ja auch das Gefühl, es ist ja auch recht keine Zeit dafür und dann lassen wir das Und es ist ja sowieso auch dieser Zeitraum der Autonomie. Also das heißt, ich möchte mich auch lösen von meinen Obwohl es natürlich gut wäre, wenn noch eine Connection da wäre. Urmel: Und wenn es jetzt so eine Gruppe von Mädels gibt, jetzt in der Abnehmen-Challenge sind, wie knackst die? Gibt es da... Angela: He, knacken. Urmel: Ja, nein, also gibt es da überhaupt... Also, okay, wahrscheinlich ist das jetzt auch nicht in drei Sätzen gesagt, Gibt es da so ein Parade-Rezept? Angela: Ja, wenn es das mal geben würde. Also ich kläre erstmal immer Natürlich bei mir in der dass ich einfach sage, es ist einfach gefährlich, wenn wir in eine krasse Magersucht kommen. Und weil dadurch, dass der Körper ja auch unterversorgt wird, tut sich halt auch ganz, ganz viel im Gehirn. Und in einem gewissen Untergewicht sind die auch gar nicht mehr kognitiv erreichbar. Dann sind die aber meistens ja in der Klinik. Das ist eben auch so. Deshalb muss man die möglichst früh erreichen und mit denen darüber sprechen. Dass man mit denen auch nochmal übt, diesen Standpunkt zu ändern. Sich wirklich anzugucken, was diese komischen Challenges sind. Also das ist echt krass, was da für Challenges unterwegs sind. Und die sind schon ganz alt. Also ich habe ja früher auf der F-gestörten Station gearbeitet. Da gab es schon krasse Challenges und die ändern sich immer wieder. Aber manche gibt es immer Wo du so denkst, Leute. Zum Beispiel die Colorbone Coin Challenge. Urmel: Bitte was? Angela: Da wird geguckt, wie viele Coins, also Münzstücke, zwischen Schlüsselbein und... Also wenn das Schlüsselbein ja so rausguckt, wie du da rein kriegst. Urmel: Okay, ich glaube ich will sowas Angela: Also, ich will jetzt auch gar nicht hier ausholen, da gibt's so krasse Da denkt man auch so, wie kommt ihr da drauf? Aber ja, wenn man einmal in diesem Ding unterwegs ist, in diesem Magerwahn, dann wird man da eben in die Richtung kreativ. Man kann in jede Richtung kreativ werden. Leider. Ja. Urmel: Okay, ich weiß, dass wir jetzt... Ja, Angela: Und ich kläre dann wirklich auf. Urmel: ja, okay, also das ist erstmal Aufklärung. Und dann der zweite Punkt. Angela: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Dann sag ich, Leute, guckt bitte, dass ihr solche Sachen wirklich für euch, dass ihr da rausgeht. Der Hashtag ist mittlerweile verboten, gab's 20.25, ist der, glaub ich, verboten worden, gab's Skinny Talk auf TikTok. Und dann gab es nicht Inspiration, sondern Sinspiration und so. Urmel: Ja, okay, alles klar. Mir fallen gerade alle Gesichtszüge Ich kriege solche Trends halt nicht mit. Bin froh, dass ich Angela: Nee, ist auch gut so. Urmel: die nicht mitbekomme und das finde ich jetzt aber total schlimm, wenn dann Eltern nicht kontrollieren, was ihre Kinder sich da so angucken. Ich habe es ja Angela: Da sollte man wirklich auch mit den Kindern drüber reden. Urmel: schon häufiger gesagt, ich ganz Social Media und so halte. Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema. Deswegen, sorry. Angela: Ich bin da unterwegs, mitzukriegen, was gucken die sich gerade an. Das Urmel: Ja klar. Was passiert gerade? Natürlich, ja klar. Angela: ist so krass, wenn du den Algorithmus siehst, sobald du dir selber irgendwelche ... Ich sag immer, wenn ich mir lauter Katzenvideos angucke, wird in meinen Feed lauter Katzenvideos gespielt. Wenn ich anfange, über irgendwas abzunehmen recherchieren, bei Instagram zum Beispiel, bei TikTok bin ich ja auch nicht ... Das lass ich mir von meinen Patientinnen erzählen, die sind da ja Dann siehst du, dass werden dir lauter Abnehm-Sachen reingespült. Dann kriegst du immer mehr davon. Und so entstehen dann ja auch so Ja. Ja, klar. Und so entstehen dann ja auch Urmel: Ja was für ein Brainwash! Ja nein, also sorry, das macht ja was mit deinem Gehirn, das macht mich total... je, je... Angela: so Bubbles, in denen du dann bist. Weil du das immer wieder in deinen Feed gespült bekommst, Urmel: Ja. Angela: denkst du ja dann auch, das ist die Welt. Aber das ist nur dein Algorithmus, der quasi gerade Urmel: Natürlich, Angela: gerafft hat, dass du diese Videos gerade Urmel: Mhm. Angela: Und das sind natürlich so Sachen, die kann man schon in der Schule vermitteln. Urmel: Ja. Angela: Vielleicht mal im Bio-Unterricht oder so. was wir uns immer wieder reinziehen, das prägt unsere Realität, also unsere Wahrnehmung der Realität. Urmel: Ja, nee, ist ja so. Ist ja so. Das, ich dauernd, das ist für mich ja wahr. Das muss Angela: Genau. Urmel: nicht die Wahrheit der Welt sein, aber das ist für mich wahr. Angela: Ja. Und sich dann eben wieder damit zu beschäftigen, was ist denn normal. Ich sag ja, meine Mädels, kriegen alle immer den Auftrag, geht mal echte Leute gucken. Geht in die Stadt und guckt mal echte Leute. Damit ihr euren Blick wieder weitet Urmel: Ja und nicht nuss. Angela: und wie sehen echte Menschen aus und nicht wie sieht der TikTok-Mensch aus. Dann sich auch wieder Zeit nehmen fürs Essen. zu verstehen, dass sozialer Vergleich natürlich etwas ist, was in der Pubertät verstärkt vorkommt. Aber man auch lernt sich davon wieder zu distanzieren, anderen Standpunkt einzunehmen, in die Vogelperspektive sozusagen zu gehen und mal da drauf zu gucken. Urmel: okay. Jetzt ist unsere Zeit schon wieder sehr weit fortgeschritten und ich glaube, Angela: Ja. Urmel: das Thema könnten wir noch in Ewigkeit fortführen oder auf jeden Fall ziemlich lange. Ich habe auch noch ganz viele Fragen, aber das jetzt noch hier ein bisschen wenn jetzt jemand das hört und sich große Sorgen sein Kind macht oder irgendwas, packst du noch Sachen in die Show Notes, wo man sich hinwenden kann, wo man Hilfe bekommt. Angela: kann ich auf jeden Fall machen. kann da was reintun. Ja. Urmel: Das wäre mir bei dem Thema echt super wichtig. Angela: Aber der wichtigste Punkt ist, sich Zeit für die Kids zu nehmen. Und echtes Interesse zu zeigen. Und nicht aus so einer Haltung zu kommen, von wegen so, komm jetzt mal von oben und erklär dir jetzt die Welt. Und sag dir, was du besser machen sollst. Sondern erst mal zuhören. Wie geht's Was denkst du Und ich bin für dich da. Urmel: Okay krasses Thema. Danke, Angela: Ja. Urmel: dass wir auf jeden Fall hier schon mal in so einem quasi ersten Teil darüber geredet haben. Wie gesagt, ich habe noch mehrere Fragen, Angela: Ja, wir können ja auch noch mal gucken, dass wir sonst noch mal aufgreifen. Urmel: zweiten Teil. Ihr Lieben, krasses Thema. Dann trotzdem war es das jetzt erstmal wieder vom Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Angela: Und wir hoffen, ihr fühlt euch wohl in eurem Körper und setzt ganz viel was euch die Körperliebe steigern lässt. Urmel: Das wäre total schön, denn wenn wir das können, dann könnt ihr das nämlich mal auch. Angela: Habt's ganz fein! Urmel: Alles Liebe, Tüdelü, Püti. Angela: Ciao!