Ursula: Hey Sis, ich hab da ein Problem. Angela: Okay, dann lass mal hören, du für ein Thema mitgebracht hast. Ursula: Also eigentlich ist auch gar kein Problem, sondern auch wieder eine Frage. Wir journalen ja beide. Ich mache es noch nicht ganz so lange wie du. Du journales ja auch sehr frei und ich hätte einfach gerne noch mal ein paar Tipps und vor allen Dingen habe ich mich da neulich mit einer Freundin drüber unterhalten und die ist so gar nicht in dieser Bubble mit journalen und so weiter und die konnte damit auch nichts anfangen. Und ich habe mich so ein bisschen schwer damit getan, das so näher zu bringen und da dachte ich so, ach lass mal drüber quatschen. Und vielleicht habe ich dann noch mal gute Anregungen, wie ich meiner Freundin das Journal noch mal vielleicht näherbringen kann oder auch schmackhafter machen kann. Angela: ⁓ das finde ich ein schönes Thema. Bei Journaling, da triffst du bei mir ins Volle. Das ist ja das Ding, was meine Klientinnen sozusagen alle machen sollten, wenn sie es nicht wollen. Okay, aber ich erkläre denen natürlich auch immer die Effekte. Aber bevor wir jetzt schon ins Quatschen reinstarten, was ist das denn hier eigentlich? Ursula: Das ist der Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Und hier unterhalten sich zwei Schwestern, Angela und Ursula, über Themen des Alltags, die sie längst angegangen haben wollten und dann doch wieder verschoben haben. Angela: Meine liebe Schwester, ist die Ursula, die ist Biologin, Philosophin, Achtsamkeitstrainerin, Meditationslehrerin, Kundalin-Yoga-Lehrerin. Die macht ganz viel zu Stressmanagement und Gesundheitstraining und ist, meine Liebe, Tritt in den hinteren Schwester, damit ich auch mal wieder in die Puschen komme. Ursula: Meine wunderbare Schwester, ist die Angela, die ist Psychologin, Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Schematherapeutin, Atemtrainerin, Kundalini-Yoga-Lehrerin. Ich weiß, hast noch tausend andere Ausbildungen gemacht, die ich immer wieder vergesse. Und vor allen Dingen bist du meine aller weltbeste Coaching-Schwester, die mich auch immer in allen Lebenslagen unterstützt und dafür bin ich dir so dankbar. Angela: ist auch nicht so wichtig. Dankeschön. Meine Güte, ich könnte auch mal ein Thema machen zu, immer wieder eine Ausbildung machen, eine Sucht? Ich weiß Aber das pränkt jetzt hier gerade den Rahmen. Ursula: Hahaha! Who knows? Nein, ich glaube einfach, du willst immer fortbilden und immer noch mehr Wissen erfahren, erleben. Das ist doch total toll. Aber gut, da hast du recht, ist neues Thema. Also, lass mal bei diesem Thema bleiben. Beziehungsweise, wie ging es dir denn mit deinen Merktagen? Hast du sie hinter dir lassen können? Aber hattest du ja schon beim Podcasten. Angela: Genau. Ja, klar. Ich sage immer wieder, macht einen Podcast mit eurer Schwester, ist total das beste Tool, da kommt ihr immer besser drauf. Also auf jeden Fall miteinander reden ist auch eine mega Sache. Aber es gibt halt einfach auch diese Tage. Und für mich hilft da vor allem Akzeptanz, dass es einfach mal Schiet-Tage gibt. Ich nenne sie ja immer Möööö Ursula: ⁓ das ist so lieb. Angela: Auch das geht vorbei. Und wenn man keine Tools anwenden will, also ich meine, es gibt ja so viele wunderschöne Sachen, man machen kann, aber es gibt auch an diesen Tagen, wo alles einfach blöd ist, da will man auch keine Tools anwenden. will man einfach mal in dieser Schiedlaune sitzen und sich selbst bemitleiden. Und auch das ist okay. Und das ist das, was ich vor allem noch mal mitgenommen habe. Und dann ist es ja auch wieder vorbei gegangen. Alles gut. Ursula: Ja und ein wunderbares Tool ist ja nur das Journaling. Mein Einstiegsjournlen war tatsächlich, glaube dass du mir aber auch geschenkt, das Sechs Minuten Tagebuch. Und das hat mir den Einstieg ins Journlen sehr einfach gemacht, weil da wurde auch sehr viel erklärt, aber das habe ich natürlich alles wieder vergessen. Angela: Ja genau! Ursula: Was ich sehr mag, ist, dass dann eben auch immer, also so angeleitet, das ist so ein angeleitetes Journal, da hat man immer so Fragen am Tag, beziehungsweise... Das ist ein angeleitetes Journal, da hat man immer so Fragen am Tag und zum Beispiel, wofür bist heute dankbar? Was ist heute das Wichtigste, was du erlebt hast? Oder welche kleinen Schritte möchtest du jetzt in irgendwelche Richtungen gehen? Und das hilft natürlich so für den Einstieg. Aber ja, erzähl doch erstmal so, vielleicht, wenn du das ⁓ deinen Klientinnen empfiehlst zu journalen, wie machst du das? Was empfiehlst du denen da genau und welche Effekte erklärst du da? Angela: Ja, okay. Also ich glaube, was ganz wichtig ist, es geht hier nicht ⁓ Tagebuch schreiben. Das kann man auch machen, wenn man möchte. Einfach mal was war am Tag, was habe ich erlebt. Mir geht es ganz oft darum, den Effekt davon näher zu bringen, einfach seine Gedanken aufzuschreiben. Also wir denken ja sowieso die ganze Zeit und Viele, ich weiß nicht, wie es euch damit geht, aber viele denken viel zu viel. Wir grübeln viel zu viel. Von hier nach da und dieses und jenes. Und jemandem es vielleicht gerade nicht so gut geht, der vielleicht mit Ängsten zu tun hat oder mit irgendwie schlechter Stimmung oder mit irgendwie Entscheidungen, die zu treffen sind, da bringt das nicht so viel, die ganze Zeit im Kopf zu bleiben. Der Kopf ist rund, damit die Gedanken immer schön kreisen können und kein Ende finden. Und wenn wir anfangen, die mal aufzuschreiben, dann können wir wie ins Gespräch mit uns selber gehen. wirklich auch mal den ganzen Mist, den wir da immer wieder denken, aufschreiben. Und darum geht es im Grunde genommen. Also den Stift aufs Papier setzen und wirklich... schreiben, was da gerade los ist. Und wenn der erste Gedanke ist, ich mag nicht schreiben, dann schreibst du auf, ich mag nicht schreiben. Wenn der nächste Gedanke ist, was soll der Blödsinn hier, dann schreibst du auf, was soll der Blödsinn hier. Und darüber aber lässt man dann los und kommt dann in dieses, okay, nächster Gedanke ist, ist ja schon blöd, was bei mir jetzt hier alles auf dem Papier steht und nächster Gedanke ist, was weiß ich was. Und dann kommst du an die Dinge dran. die du wirklich immer die ganze Zeit denkst. Und manchmal stoppt das Schreiben dann, weil du merkst, diesen Gedanken will ich eigentlich gar nicht aufschreiben. Also zum Beispiel irgendein ganz, ganz blöder Gedanke. Und da kannst du dann reflektieren, okay, krass, dieser Gedanke ist da, ich mag ihn gar nicht aufschreiben, und wenn ich ihn aufschreibe, was passiert denn dann? Also das ist dann zum Beispiel ein Effekt, den man dann hat. Dass man wirklich noch mal merkt, wow, was sind da für Gedanken. Und wenn du wirklich loslässt beim Schreiben, dann kommt wirklich mal alles raus. Auch Gefühle, alles ungefiltert. Und darum geht es im Endeffekt. Also dieses Rauslassen, dieses nicht mehr im Kopf bewegen. Weil das fühlt sich eben ganz anders an, wenn es mal rauskommt. Man hat ja nicht immer so eine tolle Schwester oder Freundin, die sofort zur Verfügung steht, mit der man dann reden kann. Aber das Papier ist immer da. Ursula: Und das ist dann für dich in der Hauptsache auch der Effekt von so Blockaden lösen oder mal an tiefe Gedanken rankommen? Angela: Also erster Effekt ist, überhaupt mal das aus dem Kopf rauszukriegen. Also nicht immer zu grübeln. Weil das, was passiert, wenn wir das aufschreiben, ist, dass es sich dadurch wirklich wie ordnet. Also wir können gar nicht so komisch denken, wie wir das im Kopf können, wenn wir es aufschreiben. Also das ist ein wirklich krasser Effekt, den alle erleben, wenn sie mal mit dem Schreiben anfangen, dass Dieses Grübeln, ja was ist wenn das passiert, was ist wenn das passiert, was ist wenn das und dann noch dieses und jenes und dann geht das alles im Kreis und es findet überhaupt keine Antwort. Das ist dann... Also, und es findet überhaupt keine Antwort. Das ist dann der Effekt, den wir mit dem Schreiben hinkriegen, dass wir wirklich aus diesen Grübelschleifen rauskommen. Oder dass sich wie so Antworten ergeben, dass wir selber mit uns wie ins Gespräch gehen können. Und Leute, die das noch nicht erlebt haben, können sich das jetzt vielleicht gar nicht vorstellen. Es braucht ein bisschen, bis man da vielleicht reinkommt und sich traut, wirklich die ganze Soße, die da im Hirn... sich vor sich selber hin kocht, wirklich mal aufzuschreiben. Ursula: Das war tatsächlich etwas, was ich meiner Freundin gesagt habe. Man kommt da an oder in Tiefen, die man so gar nicht gedacht hätte oder gar nicht vermutet hätte. da kommt plötzlich was raus oder zu Tage, wo man sich selber so wundert. Und ja, das ist halt wirklich sehr schwer zu erklären gewesen für mich auch. Also wenn man diese Erfahrung eben noch nicht gemacht hat. Angela: Ja, also ich meine, es gibt einfach ja auch ganz viele Studien dazu. Das finde ich ja immer ganz schön. Wie so zum Beispiel das Schreiben mit der Hand besser ist, mit in die Tasten zu tippen. Also das es wirklich andere Programme sind, die unser Gehirn benutzt. Wenn wir mit der Hand schreiben, also diese Bewegung ist eine ganz andere als das Tippen auf die Tasten. Das Schreiben mit der Hand ist mit ganz anderen Zentren im Gehirn nochmal verknüpft, also auch mit Emotionen tatsächlich. Ich weiß das nicht mehr ganz genau, ich weiß nur noch ungefähr der Titel war The pen is better than the key. Also der Stift ist besser als die Taste. Da gibt es so eine Studie, die ist aus dem 2010er, 12er irgendwie Jan, weiß ich nicht mehr so ganz genau, die das wirklich untersucht hat, ob denn das Tippen mit der Taste genauso gut ist, wie das mit dem Schreiben auf Papier mit der Hand. Und tatsächlich verlangsamen sich die Gedanken durch das Schreiben mit der Hand, weil du ja mit dem gar nicht so schnell hinterher kommst, also auch wenn man sehr, schnell schreiben kann. Und es entsteht wirklich mehr Klarheit in den Gedanken. Ursula: Mhm. Okay, und wenn jetzt jemand sagt, ich möchte jetzt mit Journal anfangen, was würdest du dem denn jetzt empfehlen? Sich einfach mit dem Papier und Stift hinsetzen und leg mal los. Angela: Ja, sagen wir so, das würde ich tatsächlich sagen, würde dem auch erklären oder derjenigen auch erklären, es geht darum, einfach nur zu schreiben. So wie ich das eben auch gesagt habe. Und wenn das ist, das finde ich doof, das finde ich doof, dann schreibt man auf, das finde ich doof, das finde ich doof. Und dann lässt man irgendwann halt los beim Schreiben. Es gibt aber auch Leute, über dieses Das finde ich doof, ich mag das jetzt nicht. Gar nicht hinauskommen, die sich dann selber blockieren. Und da finde ich dann schon so angeleitetes Schreiben ganz schön. Also wie das 6-Minuten-Tagebuch zum Beispiel, wo es Fragen gibt, die man beantwortet. Oder es gibt so viele mittlerweile Journaling-Fragen, auch im Internet, die man einfach mal googeln kann. Mal aufzuschreiben, was habe ich heute für kleine Erfolge, was habe ich heute geschafft, wofür bin ich dankbar. Was habe ich heute beobachtet, was mir vielleicht eine kleine Freude gemacht hat. Alles Mögliche. Da gibt es so viele Dönerling-Fragen, die man auch mal kann, ⁓ ins Schreiben reinzukommen. Nur das hat natürlich weniger den Effekt, den ich eigentlich erzählen möchte. Ursula: Ja, Ja, ja, verstehe ich. Ja, weil ich wollte gerade noch mal sagen, also aus dem Achtsamkeitstraining, da empfehlen wir natürlich auch ganz häufig so Dankbarkeitstagebücher. Einfach, wenn man jeden Abend mal fünf Sachen aufschreibt oder nur drei, für die man dankbar ist. Und das müssen nicht immer so riesen Dinge sein, sondern wirklich so ganz kleine. Einfach nur, dass die Sonne geschehen hat, dass man einmal wie ein Käferkrabbeln gesehen hat, dass der Kater gesund neben einem lag und gekuschelt wurde oder dass man eine schöne Wanderung gemacht hat, was auch immer. Und das schreibt man einfach mal auf und dann kommt man halt in so ganz anderen Mood. Also so ganz anderen... ...deutsches Wort, hier bin ich mal gerade. Danke, danke, Stimmung. In so eine ganz andere... Ja, danke. Also die Glaune wird besser, die Stimmung verändert sich und das ist natürlich auch ein schöner Effekt, aber eben dann doch was ganz anderes als dieses freie Journaling, was du empfiehlst. Angela: Stimmung, Stimmung, Stimmung. Die Laune wird besser. Genau. ich meine, wenn man jetzt vielleicht nicht so viel mit Grübeln oder Ängsten oder so zu tun hat, dann denkt man sich, ja gut, was soll mir das denn bringen? Aber es geht wirklich ⁓ dieses Gespräch mit sich selber zu reflektieren. Was ist denn gerade in mir los? Was beschäftigt mich denn? Die Gedanken werden beim Schreiben wirklich wie sortiert. Also im Kopf, die kreisen wirklich ja darum und finden kein Ende, finden keine Antwort. Also dieses Auslagern der Gedanken auf Papier, entlastet mental. Was auch helfen kann, ist, Gefühle dabei bewusster wahrzunehmen. Also was macht denn, wenn ich diesen Gedanken jetzt schreibe, was macht das denn mit mir? Und ich kann natürlich auch, wenn ich das dann aufgeschrieben habe, mir das nochmal durchlesen, habe dadurch eine Distanzierung davon. Also kann mich selber zu dem, was ich geschrieben habe, sozusagen in die Vogelperspektive begeben und dann Ursula: Ja. Angela: kommt manchmal ach du Schande, was habe ich denn da geschrieben? Man kann sich das vielleicht nicht vorstellen gerade, aber wenn man loslässt beim Schreiben, dann kommt wirklich, weil wir Menschen das ja können, wir müssen ja nicht großartig nachdenken, ⁓ jetzt schreibe ich diesen Satz, ⁓ jetzt schreibe ich diesen Satz, sondern wenn man loslässt beim Schreiben, dann kommen die Gedanken einfach raus. Manchmal ist das ganz erstaunlich, was man da eben geschrieben hat. Also wenn man das dann liest. Und dann kann man sich entweder davon distanzieren und sagen, wow, das habe ich also im Kopf, ja das ist ja nicht so schön. Und wie kann ich das denn vielleicht unformulieren? Wie kann ich denn damit vielleicht umgehen? Oder es bekommt halt mal eine gewisse Klarheit, da werte ich mich also ab. Ursula: Ja. Angela: da hänge ich halt noch fest an diese alten Erinnerungen oder irgendwie sowas. Also es schafft eine Distanzierung, eine Reflektion und wir können halt dann aktiv damit arbeiten und vielleicht was unformulieren und sagen, naja, so möchte ich das eigentlich nicht mehr in meinem Kopf haben. Wie könnte ich das denn anders sehen oder wie kann ich einen anderen Standpunkt dazu einnehmen? Genau. Und so kann das eben Ursula: Okay, aber das ist dann auch etwas, du mit deinen Klientinnen dann schon nochmal besprichst. Also du guckst dann, so was haben die geschrieben und dann, okay, wenn man jetzt aber keine Psychologin hat, die einen da begleitet oder keinen Coach hat, der einen da begleitet, was würdest du dann empfehlen? Also da sitzt jetzt jemand vor seinem Journal, hat das gemacht und sitzt jetzt dann, boah, was hab ich da geschrieben, was kommt da gerade alles hoch? Und dann, was empfiehlt du dann wirklich zu sagen, was möchte ich verändern oder welche Gedanken haben mich jetzt hier gequält oder was darf ich jetzt auch loslassen? wie, was empfiehlst du jetzt? Angela: Ja, ja klar. Also erstmal ist es ja wirklich wichtig zu sehen, es sind nur Gedanken. Gedanken machen mir aber ja Gefühle. Das heißt, wenn ich glaube, was ich da denke, dann fühle ich mich vielleicht noch ängstlicher oder noch depressiver oder bedrückter. Es muss ja nicht direkt eine Störung sein. Und das erstmal zu sehen, ich kann mich davon distanzieren. Ich kann da drauf gucken. Ich kann das reflektieren. Ich kann für mich selber wie mein eigener Coach sein und sagen, das ist das, was in meinem Kopf abgeht oder in meinem mental-emotionalen System abgeht. Und jetzt kann ich das erstmal wahrnehmen und erstmal verstehen. ⁓ ja, krass. Wenn man so was denkt, fühlt man sich XY. Und nächster Schritt ist, stimmt das denn? Ist das wirklich... Alles so wahr, finde ich dafür immer Belege, dass das stimmt. Oder kann ich einen anderen Standpunkt einnehmen? Kann ich das nochmal anders reflektieren? Und dann kann ich es umformulieren. Im nächsten Schritt. Ursula: Ja cool. Ja, das war auch tatsächlich eine Sache, die mir ein Coach empfohlen hat. Eine Sache aus der Vergangenheit, die ich selber sehr belastend erlebt habe. Sehr, sehr belastend erlebt habe. Und da hat mein Coach mir empfohlen, schreib das doch mal ⁓ Schreib es doch so, wie du das möchtest. Und das hat halt auch geholfen. Ich meine, da habe ich es natürlich bewusst und nicht so... Angela: Hm. Ursula: aus dem Bauch raus. Also, Freies Journal war es dann am Ende nicht. Es war dann wirklich so aufschreiben, wie ich diese Situation gerne gehabt hätte. Und ich habe dann eben im Kopf so getan, als wäre sie so gewesen, wie ich sie mir vorgestellt habe. Und das hat die Situation einfach verändert. Also, dass ich auch damit mit dieser Veränderung abschließen konnte. Das war schon richtig cool. Aber es war eben nicht dieses Freie Journal, sondern wirklich so bewusst in eine Richtung. Angela: Ja und das kannst du aber machen, wenn du mal freigejournelt hast und deinen ganzen Quark mit Soße da mal gesehen hast. Genau. Genau. Ursula: Ja genau, das war dann quasi der Nachschritt. so von wegen, wow das belastet mich immer noch. das dann zu verändern, das war richtig cool. Ja okay, also wenn du jetzt jemanden hast, wie ich jetzt meine Freundin, was würdest du dir jetzt wirklich empfehlen, sich hinzusetzen und wie viel Zeit nimmst du dir denn da so? Angela: Also ich finde es immer ganz spannend, dass man manchmal auch in 5 Minuten da richtig cool weit kommt. Ist vielleicht auch ein Trainingseffekt. Aber ich finde die, die so gar nichts mit Journaling am Hut haben, aber Interesse haben da vielleicht mal reinzukommen, den empfehle ich fang doch mal an mit einem Satz pro Tag. Ich schreibe einfach nur einen Satz auf. Der, der mir gerade kommt. Ja, also zum Beispiel gerade scheint die Sonne durch das Fenster und malt. Schöne Schatten an die Wand. aufgeschrieben, fände ich. Ja? Ursula: Okay, aber ist das dann nicht doch eher wie das Tagebuch schreiben? Also, da kommst du ja nicht in diesen Effekt. Okay, ⁓ okay. Angela: Es geht ja ⁓ den Satz, gerade kommt. Mir geht es ja darum, diese Blockaden zu lösen. Leute, wenn die da sitzen und sagen, ich kann das nicht, ich habe da gar keinen Zusatz zu, dann zu sagen, kannst du einen Satz aufschreiben? Ja, kann ich. So, dann mach das mal. Und wenn du so sehr kritische Exemplare hast, die dann sagen, was soll das jetzt bringen? Ursula: Kritische Exemplarien wie gut. Angela: Das bringt, dass du überhaupt reinkommst, dass du dir erstmal zeigst, ich kann schreiben. Und ich kann einfach auch irgendeinen Satz schreiben. Ursula: Ja. Okay, also das heißt, fangen wir mit einem Satz an pro Tag und dann wird sich schon was ergeben. Angela: Genau. Also es ist ja so wie, wenn du jemandem sagst, irgendwie unbedingt, was weiß ich, joggen anfangen will, ja zieh mal die Joggingschuhe an. Ja wie die Joggingschuhe? Ja zieh sie einfach mal an. Ja, dann zeigt dir, dass du die Joggingschuhe anziehen kannst. Und dann ist ja oft so, genau, da ist ja oft so der Effekt, wenn ich jetzt schon die Schuhe anhat, dann kann ich auch eine Runde laufen oder so. Ursula: Ja, ja. Ja, ja. Und dann kann man ja auch nicht direkt mal Marathon anfangen. Das ist klar. Angela: Und wirklich über diese Hürde zu kommen, ich kann nicht schreiben, da fällt mir nichts ein. Doch, deinem Gehirn fällt immer irgendwas ein. Guck dich ⁓ Was ist der erste Satz? Also bei mir zum Beispiel, da liegen Staubflocken und ich müsste mal wieder Staub wischen. Ursula: Alles klar. Angela: Ja, so, dann schreibst du das auf und denkst so, ja, mein Gehirn hat einen Satz produziert. Und du kannst auch so ins Journaling einsteigen, ja? Ursula: Hehehehehe Mein Gehirn hat einen Satz produziert, das ist großartig. Ja, ja, mein Gehirn produziert ganz viele Sätze, ja stimmt. Angela: Ja, ne genau, und darum geht es ja letzten Endes. Und manchmal fange ich auch an, wenn, also manche hat mal selber das Gefühl, selbst wenn du Ewigkeiten schon schreibst, mir fällt nichts ein. Und dann gucke ich hier rum, da steht eine Kerze, bei der Kerze müsste ich mal wieder den Docht abschneiden. von da aus geht es dann einfach weiter. Ursula: Ich sehe, warum du immer so lange To-Do-Listen hast. Nur schon das Docht aufschreiben, also Docht abschneiden aufschreiben, okay. Das geht bei mir gar nicht, ob die Tu-Tu-Liste. Angela: Nein, das schreibe ich nicht auf. Nein, das schreibe ich gar nicht auf. Mann. Nein. Das war nur ein Gedankenblitz, wie das Gehirn funktioniert. wenn ich mich hier an meinem Setup umgucke, dann kann ich aus jedem Gegenstand, der hier rumsteht, einen Satz machen. Und anfangen zu schreiben. Ja. Ursula: Alles gut. Ja, nein, klar, ist der Satz. Genau. Genau. Ja, alles gut. super. Ich nehme wieder ganz viel mit. Das ist total schön. Und auch nochmal für mich selber, dass ich mich nochmal mit mehr Sätzen an einem Tag hinsetzen darf. Und ja, die Effekte dann einfach abwarte und ja, auch so dieses, das Erlebnis oder die Erfahrung, die ich ja sowieso schon damit gemacht habe, einfach dann nochmal auszuweiten und zu sagen, ja, nimm dir die Zeit nochmal. Angela: Es gibt tatsächlich so spannende Studien auch zu stärkeren Problematiken wie Ängsten oder Depressionen, dass Leute, die jeden Tag so 10 bis 20 Minuten für die Studien waren, halt 20 Minuten, geschrieben haben, einfach expressiv alles raus, was gerade drin ist, dass das richtig gute Effekte hat, was emotionale Klarheit angeht, Erleichterungsgefühle angeht nach dem Schreiben. und auch als Unterstützung für Therapieprozesse zum Beispiel sehr hilfreich war und ist. Ursula: Ja cool. Ja, vielen, Dank! Mein Schatz, dann war's das jetzt mal wieder. Oder? Du darfst gern noch mehr sagen. Angela: Ja, sehr gerne. Ich hoffe. Nein, im Gottes Willen reicht alles auch schon. Auch mit Blick auf die Zeit. Wir sind ja schon wieder bei der Marke angekommen, wo wir landen wollen. Und ich meine, ich möchte die Leute, die unseren Podcast hören, noch mal animieren, stellt uns gerne Fragen, schreibt uns wirklich, schaut mal in die Show Notes, da steht die Möglichkeit, wie ihr uns erreichen könnt. Und dann können wir das auch gerne noch mal aufgreifen. Und wenn jetzt zum Beispiel durch diesen Podcast Fragen entstanden sind, die auch noch mal beantworten. Mir fällt in dem Moment nur das ein, was mir hier einfällt. Ursula: Genau, und wir lassen ja unser Perfektionismus los und machen einfach, was uns gerade einfällt. Lesen nicht noch 1000 Studien. Angela: Genau, wir überarbeiten die Folge nicht noch mal im Nachgang sagen, ⁓ Gott, das ist mir eingefallen und das ist mir eingefallen und das schreib ich jetzt noch da rein oder das sag ich jetzt noch dazu. also... Ganz genau. Oder bei Spotify kann man auch in die Kommentarfunktion schreiben. Das könnt ihr auch mal gerne machen. Da würden wir uns auch sehr freuen, von euch zu lesen. Ursula: Gibt ja vielleicht auch eine nächste Folge dazu, genau. Zuppi! Angela: Dann glaube ich, war's das mal wieder mit dem Podcast zwischen Eigentlich und Wirklich. Ursula: und setzt was ⁓ Angela: Denn wenn wir das können, dann könnt ihr das auch. Ursula: Alles Liebe! Angela: Habts gern fein! Ursula: Tüdelüüüü Angela: Ciao!