Ha: Hallo und willkommen zurück zum Food &You Podcast. Ich freue mich, dass du wieder mit dabei bist und heute gibt es die erste Themenfolge und die Folge soll sich mit dem Begriff auseinandersetzen, den ich sehr oft verwende, nämlich mit der Beziehung zum Essen. Was ist eine Beziehung zum Essen und warum ist eine gesunde Beziehung zum Essen wichtig? Wenn du jemand bist, mit ständige Kontrolle oder Kontrollverlust beim Essen zu kämpfen hat, der mit einem schlechten Gewissen nach dem Essen zu tun hat und sich einfach nur wünscht, wieder normal essen zu können, dann ist das dein Thema. Dann hast du nämlich ein Thema mit deiner Beziehung zum Essen. Und die Beziehung zum Essen funktioniert so wie andere Beziehungen. Also wir haben zu alles im Leben eine Beziehung. Wir haben eine Beziehung zu Geld, haben eine Beziehung zu Menschen und eben auch zum Essen. So wie die Beziehung bei Menschen eben entweder auf Vertrauen, Verlässlichkeit und Zuversicht basieren kann, so kann es eben auch beim Essen sein. Du kannst Vertrauen in dein Essen haben, du Zuverlässlichkeit empfinden oder du kannst eben auch Angst und Kontrolle in diese Beziehung reinspielen lassen. wenn du ein Thema mit dem Essen hast, dann hast du im Endeffekt ein Beziehungsthema. geht in dieser Sache mit dem Essverhalten auch nie das Essen selbst, sondern es geht diese Beziehung zum Essen und diese Beziehung zum Essen beeinflusst dein Essverhalten. So jetzt haben wir verschiedene Begriffe, wir haben Beziehung zum Essen, wir haben Essverhalten. Also deine Beziehung zum Essen beschreibt im Prinzip all deine Gedanken, Gefühle, Überzeugungen und Erfahrungen, die du mit Essen hast und die Bedeutung, die du essen. zuschreibst. Also welche Rolle spielt Essen in deinem Leben? Gib dir Essen das Gefühl von Sicherheit, mach dir Essen Angst, hast du das Gefühl, Essen verdienen zu müssen, verbindest du Essen mit Kontrolle oder Kontrollverlust und kannst du Essen genießen. Und je nachdem, welche Haltung du eben zum Essen hast, welche Gedanken und Gefühle du in Bezug auf Essen hast, vor dem Essen, während des Essens, nach dem Essen, das ist deine Beziehung zum Essen. Und diese Beziehung beeinflusst eben das Essverhalten. Und das Essverhalten beschreibt dann, warum du isst, wie schnell du isst, wie regelmäßig du isst, ob du Hunger hast, ob du eben emotional bist, ob du aus Stress bist. Und das ist quasi dein beobachtbares Verhalten. Also deine Beziehung zum Essen beschreibt deine Gedanken, Gefühle und Einstellungen zum Essen. Und dein Essverhalten ist quasi dann das Essverhalten, was man beobachten kann. Also Beziehung zum Essen beschreibt, warum du isst. und das Essverhalten, wie du isst. So und beim Essverhalten oder in meiner Arbeit, wenn ich mit den Frauen am Essverhalten arbeite, dann geht es auch nie das Essen. Also ich sage auch immer, das Problem ist nie das Essen, sondern die Beziehung zum Essen. Eben was du über Essen denkst und wie du dich beim Essen fühlst. Ob du eben zum Beispiel Gedanken hast, wie Zucker ist schlecht oder ich habe heute versagt oder ich darf meine Kalorien nicht verschwenden oder ich muss morgen weniger essen, weil ich heute zu viel gegessen habe, ich muss etwas kompensieren. All das beeinflusst eben deine Beziehung zum Essen, diese Gedanken und diese Gefühle. Also deine Gedanken in Bezug auf dein Essen beeinflussen dann eben auch deine Gefühle in Bezug auf das Essen. Und wenn wir eben schon hier bei Begrifflichkeiten sind. ist das Ganze eben auch abzugrenzen von Ernährung. Also ich zum Beispiel mache, ich bin zwar Ernährungsberaterin, aber ich mache in meinem Coaching eigentlich kaum etwas mit Ernährung. Also ich coache keine Ernährung, weil die Frauen, die bei mir im Coaching sind, die wissen bereits alles über Ernährung. Und Ernährung beschreibt im Prinzip alles, was du schon mal gehört hast über Kalorien über Makronährstoffe. Also das Thema Energiezufuhr, Eiweiß, Kohlenhydrat, Fette, Vitamine. Gemüse, also im Prinzip das, was auf deinem Teller landet. Und die Frauen in meinem Coaching, die wissen halt bereits alles über Ernährung und haben aber ein Beziehungsthema. So, und warum ist nun die Beziehung zum Essen so wichtig? Also ich habe es ja schon beschrieben. So deine Gedanken, deine Gefühle, deine Einstellung zum Essen beeinflussen dein Essverhalten und dein Essverhalten hat dann eben Einfluss darauf, welche Welche Ernährungsweisen du willst. Ich hoffe, das ist alles noch etwas verständlich. Und die Frauen, die bei mir im Coaching sind, die haben oftmals eben versucht, ihre Beziehung zum Essen, also dieses Essensthema, auf der Ebene von der Ernährung zu bearbeiten. Also eben versucht, sich mit Plänen, mit Diäten zu helfen, mit Kalorien zählen, mit Diäten. Und sie haben sich eben mit dem Essen beschäftigt. Und es ist aber nie ... ein Essenthema, sondern es ist ein Beziehungsthema, oftmals eben auch ein Beziehungsthema zu sich selber. Also wenn du meine Vorstellungsfolge gehört hast, habe ich das ja ausführlich beschrieben, dass es bei mir zum Beispiel und auch bei den meisten Frauen oftmals ein Selbstwertthema ist und damit auch ein Körperbildthema. Also im Endeffekt ist Körperbild auch immer so die hauptsächliche Ursache, woher ein ungesundes Essverhalten kommt. Und ein ungesundes Essverhalten. Lass uns mal definieren, was ist ungesund oder was unterscheidet ein gesundes Essverhalten von einem ungesunden Essverhalten. Hier können wir wirklich den Blick wie auf eine Beziehung werfen. Wie auf eine menschliche Beziehung werfen. Eine ungesunde Beziehung zum Essen. Muss ich auch wirklich sagen, ist nicht automatisch eine Essstörung. Also das ist auch was, was mir auf Social Media sehr stark auffällt. Da wird immer mit den Begriffen rumgeworfen. Also es fällt sehr schnell das Wort Essstörung, obwohl diese, obwohl es manchmal sich nur ein gestörtes Essverhalten oder eine unentspannte Beziehung zum Essen handelt. Ich glaube, ich werde auch nochmal so eine separate Folge machen zu dem Thema Unterscheidung zwischen gestörtem Essverhalten, angespannten Essverhalten und einer richtigen Essstörungen. Ja, also eine ungesunde Beziehung zum Essen erkennst du daran, wenn du ständig Schuldgefühle nach dem Essen hast, wenn deine Stimmung von der Zahl auf der Waage abhängt, wenn du bestimmte Lebensmittel nicht zu Hause hast, weil du dir nicht in der Umgebung von den Lebensmitteln traust, weil du das Gefühl hast, kannst das nicht zu Hause haben, weil wenn die Packung auf ist, dann musst du alles essen, dann überist du dich und wenn du eben denkst, dass du dass nachdem du ein Stück Kuchen gegessen hast, der Tag ruiniert ist. Wenn du quasi dich nach einem vermeintlichen Ausrutscher, in Anführungsstrichen, das Gefühl hast, dich bestrafen zu müssen oder kompensieren zu müssen. Und wenn du dir eben ständig Sorgen darüber machst, ob das Essen, was du gerade isst, sich auf deinen Körper, auf dein Gewicht auswirkt. Also wenn du diese ständige Angst hast, zu viel zu essen, Angst davor zuzunehmen. Wenn Essen eben einfach unglaublich viel Raum in deinem Kopf einnimmt. Wenn du ständig ans Essen denkst, wenn du gerade beim Frühstück bist, aber schon daran denkst, was du zu Mittag essen wirst, wenn du dir Gedanken darüber machst, darfst du das, solltest du das, ist das richtig, hat das genug Proteine, hat das zu viele Kohlenhydrate. Also wenn da auch so eine Bewertung in den Lebensmitteln steckt, in den Makronährstoffen steckt. Also wenn Essen emotional beladen ist, wenn du dich schlecht fühlst, weil du etwas gegessen hast, was du selbst als schlecht oder ungesund. bewährt ist. Also das sind jetzt einmal Beispiele, woran du erkennst, dass du eine ungesunde Beziehung zum Essen hast. Und eine gesunde Beziehung zum Essen ist ähnlich wie bei Menschenbeziehungen, basiert auf Vertrauen, Flexibilität, Zuversichtlichkeit und Sicherheit. Das bedeutet, dass du eben nicht das Bedürfnis hast, jeden Tag perfekt und ausgewogen zu essen, dass du nicht das Bedürfnis hast, dein Essen ständig zu kontrollieren, weil du dir selbst vertraust, weil du deinem Körper vertraust, wenn du in der Lage bist, flexibel zu sein oder wenn dein Essverhalten es zulässt, dass du flexibel bist und auch am sozialen Leben teilhaben kannst, wenn Essen sich nicht auf dein mentales Wohlbefinden unmittelbar auswirkt, auf deinen Selbstwert, wenn du dich eben nicht selber als Person, als gut oder schlecht bewertest, je nachdem, was du gegessen hast. Ein gesundes Essverhalten erlaubt dir Flexibilität. Das heißt, du brauchst keine Pläne, dich sicher zu fühlen. Du kannst spontan essen gehen, du kannst auf Geburtstagsfeier gehen, du kannst Urlaub machen, ohne Angst, ohne Schuldgefühle, ohne das Gefühl, irgendwas ausgleichen zu müssen oder irgendwas falsch gemacht zu haben, ohne diese innerliche Anspannung. Und... Eine gesunde Beziehung zum Essen wirkt sich eben auch auf dein gesamtes Leben aus. Eine gesunde Beziehung zum Essen unterstützt dein Leben, anstatt es zu bestimmen. Also es ist wie bei einer Partnerwahl oder wie bei einer Beziehung zu anderen Menschen. Diese Beziehung sollte dir Freude bringen, Leichtigkeit schaffen und nicht anstrengend sein. Eine gesunde Beziehung zum Essen gibt dir Energie, erlaubt dir Genuss, erlaubt es dir auch körperlich gesund zu sein. Also in einer gesunden Essbeziehung spielt es trotzdem eine Rolle, was du isst. Also das Thema nährstoffreiche Ernährung. Da haben wir auch das Thema Makronährstoffe mit drin. Aber ich denke, es sollte jetzt klar sein, wie ich das meine, nämlich so, dass bei einer gesunden Beziehung zum Essen eben diese Schuldgefühle nicht existieren, sondern Essen einfach nur Essen ist. Aber nicht deinen Selbstwert oder deinen Wert als Person bestimmen, weil du auch nicht diese ständige Angst hast, dass Essen dich jetzt zunehmen lässt oder diese Angst vor der Zunahme. Das ist ja diese, diese Ursache oftmals, wie ich das eben auch in meiner Coaching-Arbeit beobachte, warum Frauen überhaupt erst dieses ungesundes Essverhalten entwickeln. Also auch habe ich ja selber auch die Erfahrung gemacht. Und Bei einem gesunden Essverhalten denkst du eben auch nicht den ganzen Tag ans Essen. Du musst dich nicht ständig kontrollieren, sondern du kannst dein Leben leben und Essen nimmt 10 % in deinem Alltag ein oder Essen nimmt nur dann Platz in deinem Kopf ein, wenn du am Essen bist oder wenn du darüber nachdenkst, dass du essen möchtest, wenn du Hunger verspürst. Ab dann spielt Essen eine Rolle und nicht den ganzen Tag. Das heißt, Bei einer gesunden Beziehung oder bei einer ungesunden Beziehung zum Essen ist es oftmals so, dass du eben starken Food-Noise hast, dass du früh aufstehst und der erste Gedanke ist eben sofort ans Essen. Und noch bevor du isst, machst du dir Gedanken darüber, was sollst du heute Abend essen, was sollst heute Mittag essen, was sollst du morgen essen? In einer ungesunden Beziehung zum Essen dreht sich oftmals der Alltag oder das Leben eben das Essen und das sollte es nicht sein. Also bei einer gesunden Beziehung zum Essen spielt dein Leben. der Mittelpunkt in deinem Leben und nicht das Essen. Das war jetzt sehr oft der Begriff gesunde Beziehung und ungesunde Beziehung zum Essen. Ja und was bedeutet denn gesund oder ungesund in der Ernährung? Gesundheit, da würde ich direkt mal mit einem Mythos auflösen, Gesundheit bedeutet nicht immer gleich abnehmen oder das ist quasi so die Geschichte, die oftmals erzählt wird oder das Bild, was ich eben auch sehr oft auf Social Media beobachte, dass Gesundsein gleichgestellt wird mit Abnehmen, mit geringer Körperfett, ja, diszipliniert sein. Aber Gesundheit ist so viel mehr. Gesundheit ist nicht nur körperliche Gesundheit, sondern Gesundheit bedeutet auch mentale Gesundheit, soziale Gesundheit und emotionale Gesundheit. Ja, körperliche Gesundheit ist ein Teil von Gesundheit, aber eben nicht alles. Also wenn ich von Gesundheit spreche, dann oder von einem gesunden Essverhalten, dann meine ich eben auf diese Ebene der Beziehung zum Essen, dass Essen bei dir entspannt ist, dass es eben Leichtigkeit bedeutet, Freiheit, Flexibilität und eben nicht dieser ständige Kontrollzwang. Und die Beziehung zum Essen ist eben oftmals eine Beziehung zu uns selbst bzw. beginnt mit dem eigenen Körperbild. Weil Oftmals der Gedanke, ich bin nicht genug oder mein Körper ist nicht richtig die Ausgangslage ist. Woher es denn kommt, dass das Essverhalten beeinflusst wird, beziehungsweise das Essen eingeschränkt wird. Also wenn der Gedanke da ist, mein Körper ist nicht genug, beeinflusst das die Beziehung zum Essen, weil dann Gedanken kommen, wie ich darf keine Kohlenhydrate essen, Kohlenhydrate machen dick. Und deswegen wird das Frühstück ausgelassen, deswegen werden eben auch Kalorien gezählt, da die Kontrolle zu behalten. Also ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle spielt eben hier eine Rolle. Und das führt dann wieder dazu, dass eben zu wenig gegessen wird und dass sich dann auch auf die körperliche Gesundheit ausüben kann. Also zu wenig Essen führt dazu, dass der Schlaf drunter leidet, dass du reizbare wirst und im ganz schlimmsten Fall du eben auch Stoffwechselmäßig Probleme erleben wirst, dass sich dann auch deine Periode einstellt, bzw. dass der Zyklus unregelmäßig wird. Das sind alles Themen, die bearbeite ich eben auch mit den Frauen in meinem Coaching. Und deshalb geht es in meinem Coaching eben nicht nur das Thema Ernährung. Also Ernährung spielt eben kaum eine Rolle. Ich rede mit den Frauen kaum darüber, was sie essen sollen oder wie viel sie essen sollen, sondern ich bearbeite mit den Frauen eben hauptsächlich die Gründe, warum sie so essen, wie sie essen, warum sie diese Schuldgefühle haben, warum sie diesen ständigen Drang nach Kontrolle haben. Und das beginnt eben oftmals aufgrund des eigenen Körperbilds. aufgrund des Gefühls abnehmen zu müssen, sich besser zu fühlen. Und wenn dein Ziel abnehmen ist, dann solltest du unbedingt davor an deiner Beziehung zum Essen arbeiten, weil das quasi auch die Grundlage ist, dass ein Abnehmversuch langfristig umsetzbar ist und die Ergebnisse auch nachhaltig sind. Weil ein gesundes Essverhalten das Fundament ist für eine nachhaltige Abnahme, auch einen nachhaltigen, gesunden Lebensstil. Das ist ja was wir alle im Endeffekt wollen. Wir wollen ja gesund sein und ich habe das jetzt schon erklärt, dass Gesundheit ja eben nicht nur auf dieser körperlichen Ebene ist, im Sinne von weniger Körperfett, weniger Gewicht, sondern eben auch diese mentale und sozial und emotionale Gesundheit und da spielt eben das Essen immer eine Rolle. Ich hoffe, dir hat diese Folge zum Thema Beziehung zum Essen und auch Begriffsklärung, Abgrenzung von Essverhalten und Ernährung und auch Körperbild gefallen. Und wenn du selbst an deinem Essverhalten arbeiten möchtest oder dich für das Thema interessierst, dann abonnier gerne meinen Podcast. Damit unterstützt du mich und meine Arbeit. Und dann bedanke ich mich beim Zuhören und dann hören wir uns zur nächsten Folge.