Maximilian Gamperling: Software-Aktien gehören zu den großen Verlierern der KI-Revolution und ServiceNow ist dabei keine Ausnahme. Wir wollen uns heute mal die aktuelle Situation der Aktie, aber auch des Unternehmens genauer anschauen. Der Frage auf den Grund gehen, warum die Aktie so stark gefallen ist und natürlich auch eruieren, ob heute der richtige Zeitpunkt ist einzusteigen. Und wenn dich das interessiert, dann bleib dran, gleich geht's los. Hallo und herzlich willkommen auf meinem Kanal. Mein Name ist Max-Bilin Gamperling und wir sprechen heute über das Softwareunternehmen ServiceNow. Das Ganze basiert auf der Umfrage in der YouTube-Community, der habt ihr bei den bekannteren Unternehmen eben dieses Mal für das US-Unternehmen abgestimmt. Schreibt mir aber gerne unten in die Kommentare, welches Unternehmen du gerne künftig in der Abstimmung sehen möchtest und stimme natürlich am nächsten Wochenende mit ab, welches Unternehmen ich mir als nächstes genau anschauen soll. Genug der Vorrede, starten wir mal mit dem langfristigen Chart des Unternehmens. Und der geht zurück bis ins Jahr 2012. Damals ist das Unternehmen an die Börse gegangen und hatte einen wirklich beeindruckenden Lauf. Vor allen Dingen hier auch bis, naja, 2024, 2025, so ⁓ den Dreh rum. Da haben wir nämlich den bisherigen Hochpunkt erreicht. Auch immer mal wieder mit ordentlichen und größeren Rücksetzern dazwischen. Aber auch zuletzt ging es markant nach unten. Und wir sind heute auf den Niveaus, die wir auch schon 2021 gesehen haben. Das heißt... Das ist das erste Mal, dass die Aktie wirklich fünf Jahre lang mehr oder minder zur Seite gelaufen ist. Und das natürlich für so ein Zukunftsunternehmen aus dem Bereich Software, wo es ja gerade auch ⁓ Workflows, ⁓ Datenautomatisierung und damit ja auch in gewisser Weise ⁓ künstliche Intelligenz geht. Wir wollen jetzt aber auch erst mal auf die letzten zehn Jahre schauen. Da haben wir nämlich durchaus noch eine sehr positive Rendite. Hätte man vor zehn Jahren 10.000 Euro investiert, wären daraus heute noch mal Kursgewinne geworden von 67.000, 68.000 Euro. Eine Gesamtrendite damit von 675 Prozent, denn eine Dividende zahlt das Unternehmen nicht. Und man hätte immer noch eine persönliche bzw. eine jährliche Rendite von 23 Prozent pro Jahr, wenn man vor zehn Jahren eben das Kapital in die Aktie investiert hätte und damit eben auch eine überdurchschnittliche Rendite zumindest mal im Vergleich zum S &P 500. Der hätte sich nämlich deutlich schwächer entwickelt. Aber auch der Softwarebereich hatte sich deutlich schwächer entwickelt. heißt, ServiceNow sticht da aus beiden Indizes hervor. Lediglich der gesamte Technologiebereich innerhalb des S &P verhandelt, wo ja auch Halbleiter und andere Dinge mit dazugehören, da hat es in letzter Zeit eher aufholen können. Da ist ServiceNow eigentlich mit dem gesamten Technologiebereich mittlerweile gleich auf, war aber großteils wirklich stärker unterwegs. Und das hängt natürlich auch damit zusammen, dass auf der einen Seite in den letzten Jahren 12 bis 24 Monaten die Halbleiter und Speicherchips eben vor allen Dingen einen sehr starken Lauf hatten. Auf der anderen Seite die Softwarewerte stark unter Druck gekommen sind. Deswegen schauen wir uns jetzt mal ServiceNow an. Im Vergleich zu Wettbewerbern sehen wir, dass mittlerweile ServiceNow so ungefähr auf dem gleichen Niveau unterwegs ist wie Microsoft, ein Ticken stärker vielleicht. In weiten Teilen ist es der Aktie davongelaufen. Oracle ist mittlerweile wieder deutlich zurückgefallen. Salesforce und auch SAP rangieren hier auf den letzten Plätzen und sind auch fernab von ServiceNow. Das heißt, wir sehen durchaus, dass das Unternehmen auch im Vergleich zu den Branchenwettbewerbern führend ist, aber eben auch der gesamte Bereich deutliche Einbußen verkraften musste. Bevor wir uns jetzt mal anschauen wollen, warum das so ist, denn dafür gibt es tatsächlich auch noch ein paar mehr Gründe als nur das Thema künstliche Intelligenz beziehungsweise, dass man das einfach sozusagen vorne dran hängt, wollen wir uns mal anschauen, was macht das Unternehmen denn genau, denn wir haben ServiceNow schon mal angeschaut in einem Aktien-Duell, verlinke ich hier oben, aber noch nie so im Detail als einzelnes Unternehmen und deswegen wollen wir da heute mal ein bisschen drauf eingehen. Und das Unternehmen... ist im Prinzip eine Softwareplattform, eine IT-Plattform und es geht dabei vor allen Dingen ⁓ Workflows. Das heißt, es geht darum, diese verschiedenen Informationen, diese verschiedenen Systeme, die es da so gibt, in einer Software zu vereinheitlichen und daraus eben zusammenhängende Prozesse, Arbeitsprozesse zu machen. Das können sowohl technologische Workflows sein, als auch Kernprozesse aus dem Bereich Personal oder eben Verwaltung, Recht, Finanzen oder eben auch Beschaffung. Es gibt dann eben auch Sales-Workflows. oder eben auch hier im Bereich Marketing. Und all das fließt dann im Prinzip hier auf dieser Plattform zusammen. Hier ist es bisschen grafischer dargestellt. Im Prinzip ist es eine Plattform, die eben auf verschiedenen Basen sozusagen zusammenhängende Informationen zieht. Es kann Workday sein oder Oracle oder SAP. Es kann die eigene Plattform sein. Es können auch irgendwelche Cloud-Speicher sein, wo einfach Daten abgelegt sind wie Amazon Web Services oder Google Cloud. Dann gibt es eben hier verschiedene Dinge, die man damit machen kann. Das ist eben die Workflows zum automatisch Prozesse auslösen oder das ist eben dann... Mitarbeiter mit einbezieht, die dann etwas entscheiden. Das heißt, es können eben autonome Workflows sein, es können aber eben auch entsprechende Entscheidungen sein. Und mittlerweile, wie soll es anders sein, natürlich auch mit einer eigenen KI, die heißt bei ServiceNow Auto. Da werden dann eben auch diese Daten analysiert, es werden Dinge vorgeschlagen, werden Antworten vorformuliert. Wenn man sich da mal so ein paar typische Prozesse anschauen möchte, hier zum Beispiel im Bereich vom Auftragsmanagement, dann reicht das eben hier von der Auftragserfassung über die Abwicklung bis zur Orchestrierung des Auftrags. Man sieht das dann zum Beispiel auch dynamisch. Und was man da eben machen kann, ist man hat im Prinzip eigene Apps, hat eigene Oberfläche, man hat eigene Lösungen für das ganz individuelle Geschäft, das das Unternehmen eben braucht und benötigt. Nutzt also sozusagen Standarddienste, Standardsoftware, kann die dann aber eben über ServiceNow nochmal personalisieren und individualisieren. Das ist zum Beispiel auch hier der Fall für das Thema Beschaffung. wo es dann auch zum Beispiel ⁓ Umbuchungen geht oder eben ⁓ Formulare, die man ausfüllt oder Beschaffungsmanagement-Freigaben. Man kann Barcodes scannen, ⁓ dann eben neue Beschaffungen auszulösen oder zu quittieren oder sonstiges. es ist eben deutlich flexibler als so manches Software und flanscht sich sozusagen da dran auf. Das Gleiche gilt dann auch für das Thema. Reporting. Das heißt anstatt dass ich eben fünf oder zehn verschiedene Software Tools habe, kann ich mich eben mit ServiceNow sozusagen etwas zentralisieren. Hab da einen Zugang, kann das ein bisschen besser steuern, kann aber im Untergrund bzw. im Hintergrund noch verschiedene Spezialsoftware zusätzlich nutzen und das reicht dann eben auch hier zum Beispiel bis hin zu irgendwelchen IT-Ticket-Systemen, die man dann eben zuordnen kann. Das heißt ich kann nach außen hin zum Beispiel irgendeine Art von Formular haben ⁓ irgendwelche Tickets. einzunehmen, kann das dann eben intern verarbeiten, kann das dann eben wieder mit spezialisiertere IT-Software weiter bearbeiten. All das fließt dann eben hier in ServiceNow zusammen. Und durch KI können dann nämlich zum Beispiel auch schon solche Dinge zusammengefasst werden. Zum Beispiel, was ist schon passiert? Was wären mögliche Lösungsvorschläge? Man sieht dann zum Beispiel auch, was sind denn die Service Level Agreements, die man zum Beispiel Kunden gegenüber versprochen hat oder die vielleicht auch der Lieferant einem gegenüber hat, damit man eben alle Informationen zentral sofort zusammengefasst bekommt. ohne dass man das aus verschiedenen System- und Dateiablagen erst zusammensuchen muss. Und gerade mit KI versucht ServiceNow dann natürlich diese Informationsbasis noch etwas besser zu nutzen und besser zu gestalten. Auf der anderen Seite sich natürlich auch nicht von irgendwelchen KI-Anbietern überrumpeln zu lassen. Und das sieht dann eben so aus, dass man eben mit diesen ganzen Aufgaben, mit diesen ganzen Tools sozusagen chatten kann. Das heißt, ich kann einfach fragen, was ist denn heute zu tun, was sind denn meine wichtigsten Aufgaben, wo bekomme ich die Informationen her, hat der und der das zum Beispiel schon geliefert, da sind dann auch irgendwelche E-Mails oder sonstiges mit angebunden und all das dann eben über die ServiceNow Plattform. Das Geschäft wächst durchaus sehr gut. haben mittlerweile hier über 658 Kunden mit mehr als 5 Millionen Dollar Jahresvolumen. Das steigt auch recht kontinuierlich an und auch das Volumen an sich steigt eben deutlich an. Und das es ebenso kontinuierlich bleibt, hängt auch damit zusammen, dass die Erneuerungsquote hier bei 98 Prozent liegt. Das heißt, 98 Prozent der Kunden verlängern ihre Verträge. Meistens sind das auch mehr Jahresverträge. Das ist nicht nur eine jährliche Verlängerung, sondern das sind meistens mehr Jahresverträge. Betreuungsverträge, Softwareverträge, die dann eben nach einer gewissen Zeit auslaufen, 98 % verlängern. Und was man schon so bisschen sieht, ist, und das ist vielleicht das Interessante, denn häufig wird gerade nur diese Zahl genannt. Es wird häufig einfach nur gesagt, naja, 98 % der Kunden erneuern. Also KI ist überhaupt gar keine große Gefahr. Da muss man aber eben zwei Dinge beachten. Auf der einen Seite, wir waren zwischenzeitlich auch häufig mal bei 99%, also die Quote ist schon tendenziell wieder so ein bisschen nach unten gekommen. Man merkt also schon so eine Veränderung, gerade zuletzt seit das Thema künstliche Intelligenz irgendwie hochgekommen ist und irgendwie aufgekommen ist. Und vor allen Dingen, habe es gerade schon angesprochen, sind das ja meistens mehr Jahresverträge. Das heißt, das ist auch nichts, was man so einfach mal von heute auf morgen ändert. Das sind natürlich auch Softwarelösungen, die tief in die Prozesse der Kunden integriert sind. Das ist auch nichts, was man einfach mal so tauscht, vor allen Dingen nicht zum heutigen Status der künstlichen Intelligenz, da auf was komplett Neues wechselt. Aber genau diesen Trend, das ist eben so ein bisschen durchaus an dieser Verlängerungsquote kratzt. und vielleicht ebenso diese Alleinstellungsmerkmal von ServiceNow angreift. Das ist das, was die Märkte durchaus auch verunsichert und beunruhigt hat. Trotzdem bleibt die Zahl natürlich extrem stark, auch im Branchendurchschnitt ist das eine extrem starke Verlängerungsquote. Insofern sieht man schon, wie wichtig und relevant ServiceNow für die Kunden ist. Und das sieht man auch, wenn man sich jetzt hier mal anschaut, wie diese remaining performance obligations, wie das so schön heißt, weiter ansteigen. Was ist das genau? Das sind im Prinzip bereits geschlossene Verträge. schon gesagt, es geht ja meistens über mehrere Jahre. Das heißt, es sind gesicherte Umsätze, die man auf jeden Fall bekommt, die man aber noch nicht sozusagen abgearbeitet hat. Das können zum Beispiel irgendwelche Implementierungslösungen sein, die man extra berechnet. Das können einfach Lizenzen sein, die schon bereits vertraglich vereinbart sind für eine gewisse Laufzeit, die einfach noch nicht abgelaufen sind. Und man sieht, wie das weiterhin hier ansteigt und auch gerade die letzten Jahre noch mal einen richtigen Sprung gemacht hat, beziehungsweise hier so die letzten Quartale noch mal so neuen Höchststand erreicht hat. Also insofern auch das sieht alles andere als schlecht aus bisher und nicht so als ob wir da bei ServiceNow irgendwo ein Problem hätten. Der CEO, Bill McDermott, eben auch in den jüngsten Quartalszahlen nochmal ganz klar gemacht, er sieht keine Gefahr durch Künstliche Intelligenz. Er sieht sogar eher nochmal einen richtigen Sprung nach oben. Man sieht ja hier auch, wie happy er ist. Also insofern, da versucht natürlich ServiceNow so ein bisschen zu zeigen, dass Künstliche Intelligenz da keine Gefahr fürs Geschäft ist. Und wenn man sich mal diese Zahlen so oberflächlich anschaut, würde man das auch vermuten. Der Markt hat aber durchaus noch ein bisschen tiefer geschaut. Und das ist etwas, was wir heute hier auch mal machen wollen. Denn nicht alles ist Gold, was glänzt. Wir haben hier mal dargestellt aus Fiscal AI, das ist Tool, wir hier nutzen. Den Link dazu findet man übrigens unten in der Videobeschreibung, wie man das nutzen kann. Und was wir hier sehen, ist die Quartalsweise Entwicklung von Umsatz und EBITDA. Das heißt, wir hier sehen auf der einen Seite in der gelben Linie hier den Umsatz von Quartal zu Quartal, genauer gesagt das Quartalsweise Umsatzwachstum. Und dann auf der anderen Seite hier mit diesen grünen Balken eben das Quartalsweise EBITDA-Wachstum und zwar ein Prozent. Und das ist insofern interessant, weil wir sehen schon, dass der Umsatz relativ gleichbleibend wächst. Das ist auch das, worüber sich der CEO gerade so schön gefreut hat. Aber das Gewinnwachstum, das lässt eben eher nach. Wenn man sich das mal anschaut hier 2023, da hatten wir noch Gewinnwachstumsquoten von 50 Prozent und das lässt immer weiter nach. Zuletzt geht es sogar unter das Gewinnwachstum drunter. Das ist natürlich dann auch etwas, was Margendruck auslösen kann. Das ist etwas, was die Börse überhaupt nicht mag. Das heißt, wir sehen... Ja, das Umsatzwachstum ist relativ gleichbleibend, aber ganz offensichtlich muss man entweder durch größere Investitionen eben diesem Kundenabwanderung gegenwirken, was im Bereich künstlichen Intelligenz nachvollziehbar ist, oder vielleicht muss man da eben sogar auch Kunden Zugeständnisse machen, eben zum Beispiel Preise reduzieren oder sonstiges, was dann ebenfalls auf eben das Gewinnwachstum wirkt. Also das eben etwas, was den Markt durchaus auch verunsichert, was er eben gesehen hat, auch schon die letzten Quartale hinweg, auch schon 2024, 2025, wie eben hier dieses Gewinnwachstum nachgelassen hat und sich eben nicht auf einem gewissen Niveau stabilisieren konnte, wie wir das hier vielleicht noch 2025 hätten vermuten können, sondern eben weiter nachgelassen hat, auch gerade mit den jüngsten Zahlen jetzt hier aus 2026. Und das ebenfalls ein Grund, warum die Aktie so nachgegeben hat. Ganz generell wächst aber der Markt für Unternehmen Software ⁓ rund 6 Prozent pro Jahr und da wächst natürlich, wenn man jetzt hier auf den Umsatz schaut, ServiceNow auch überdurchschnittlich und natürlich gehört auch KI-Software zuvor. Softwaresektor und gerade zum Unternehmen Softwaresektor. Also insofern spielt das hier auch mit rein. Nur bleibt natürlich dann auf Schluss auch die Frage wer sind denn schlussendlich die Gewinner. Aber da kann man schon sagen, dass ServiceNow natürlich gerade im Moment einen großen Burggraben hat, was die Kosten der Umstellung angeht. Man ist eben tief integriert in die Prozesse der Unternehmen. Man hat lang laufende Unternehmensverträge. Das heißt, es wird nichts sein, wo ServiceNow von heute auf morgen verschwindet. oder eben einfach nicht mehr relevant wird. Ohnehin ist ja die große Frage, wird Künstliche Intelligenz wirklich solche Softwarefirmen vom Markt verdrängen? Wird es neue Wettbewerber geben, die eben durch schnelleres, einfaches Programmieren dadurch auch schneller sozusagen hervorkommen, als das bisher der Fall war? Das heißt, Programmieren und Programmierkenntnisse, das ist einfach nicht mehr so dieses riesen Alleinstellungsmerkmal und die Riesenqualität, es früher mal der Fall war, durch Künstliche Intelligenz wird da eben auch ein riesen Back-Up-Modell. aufgelöst. Aber das ist die große Frage, ob da jetzt eben solche Unternehmen wie ServiceNow wirklich am Schluss verdrängt werden oder ob die nun eine neue Rolle sozusagen einnehmen. in diesem gesamten Ökosystem. Und genau diese Unsicherheit, das ist natürlich auch das, was man aktuell im Aktienkurs sieht, weil einfach auch der Markt nicht genau weiß, wie geht es denn mit dem Unternehmen weiter. Man sieht im Moment nach wie vor den recht stabilen Burgraben, aber es gibt eben große Zweifel bzw. Fragezeichen, was das zukünftige Wachstum angeht. Und gerade beim Gewinn konnten wir das eben schon zuletzt sehen. Gucken wir mal in die Eigentümerstruktur, die ist recht stabil dagegen. Wir sehen immer noch hier als größten Einzelinvestor, als strategischer Investor den ehemaligen Firmengründer Frederick Luddy mit 0,07 Prozent ist das aber vergleichsweise gering. Wir sehen den aktuellen CEO Bill McDermott hier mit 0,02 Prozent. Das sind auch alles so typische Anteile, die man eben als Manager bekommt. Hier der ehemalige Gründer hat schon große Teile abgegeben seines Unternehmens. Ist also ein relativ kleiner Teil noch, er hat. Und dann bei den institutionellen Investoren haben wir so die Klassiker Vanguard, BlackRock, State Street. auch den norwegischen straatsfonds mit 1,3 prozent beteiligt aber der ist ja fast allem beteiligt insofern sehen wir da eher so die klassische eigentümer struktur Der ehemalige Gründer Frederick B. Luddy, ist immer noch Chairman im Unternehmen und natürlich weiterhin dabei. Und geführt wird das Unternehmen, wie wir gerade schon sehen konnten, von Bill McDermott, genau gesagt William McDermott. ist seit November 2019 der CEO, vorher bei SAP, war da wohl auch recht erfolgreich unterwegs, aber hat sich dann etwas mit den Gründern da überschlagen und ist dann eben zu ServiceNow gewechselt. Gucken wir mal in die Umsatz- und Gewinnzahlen des Unternehmens hier im Aktienfinder hinein. Da schauen wir auch nochmal in die Informationen aus dem Duell. Hier aus März 2025. Damals hatte das Unternehmen Umsatz von 10,9 Milliarden Dollar, knapp 11 Milliarden Dollar, eine Netto-Marge von 13 Prozent. Wo stehen wir heute? Wir stehen bei 14,7 Milliarden Dollar, also eine durchaus sehr ordentliche Entwicklung in dem Zeitraum. Die Netto-Marge etwas zurückgegangen hier bei 11,3 Prozent. Und wir sehen auch hier das Umsatzwachstum. Die letzten zehn Jahre lag es bei 28 Prozent pro Jahr. Die letzten fünf Jahre hat es eben nachgelassen auf 23 Prozent pro Jahr, wobei das eigentlich eine relativ typische Entwicklung ist, dass eben so ein stark wachsendes Unternehmen umso größer es wird, einfach ein bisschen langsamer wächst. Aber dadurch ändert sich natürlich dann auch die Wahrnehmung der Aktie und dementsprechend wächst sie natürlich dann auch nicht mehr so schnell. Woher kommen die Umsätze? Zum Großteil 97 Prozent, das sind Abonnement-Umsätze. Dann haben wir noch ungefähr drei Prozent, das sind so 400 Millionen Dollar im Jahr, das sind dann Professional Services, also Schulungen, Einrichtungen, IT-Wartung und so weiter und so fort. 100 Millionen Dollar alleine dafür, das schafft so manches mittelständisches deutsche Unternehmen nicht, das sogar an der Börse ist. Also insofern alleine das durchaus relevant, aber natürlich im Gesamtkontext eher zu vernachlässigen. Wenn wir uns dann hier mal die regionale Verteilung anschauen, dann sehen wir hier 59 Prozent der Umsätze kommen aus den USA, 26 Prozent aus dem europäischen markt beziehungsweise mehr dann haben wir hier asien pazifikation 12 prozent und dann der restliche nordamerikanische markt das sind knapp vier prozent die gewinne hinein die können wir nicht eins zu eins vergleichen denn wir hatten zwischendurch in den aktien split 5 zu 1 deswegen 6 dollar 84 haben wir hier 2024 ende 2024 ein gewinn gemacht mittlerweile sind 1 dollar 60 muss man mal fünf nehmen aber sehen auch schon zumindest mal die bilanzierten gewinne Die sind relativ gleich geblieben. Der bereinigte Gewinn ist weiter angestiegen, aber er wächst nicht mehr so stark. Der bereinigte Gewinn ist über zehn Jahre mit 41 % pro Jahr gestiegen, die letzten fünf Jahre nur noch mit 29 % pro Jahr. Auch der bereinigte Cashflow ist zuletzt nicht mehr weiter nach oben gekommen. Man sieht eben genau auch hier so ein bisschen den Druck auf die Gewinne und Cashflows. Aber laut Analysten soll das nur vorübergehend sein, bevor sich das Ganze dann wieder positiv fortsetzt. Einer der Gründe, warum da auch der bilanzierte Gewinn bzw. der Cashflow negativ beeinflusst worden ist. Das sind Übernahmen und das sehen wir hier in der Bilanz. Bisher muss man sagen, war es eigentlich so in der Bilanz, dass die Tilgungskraft locker ausgereicht hätte, nicht mal einem Jahr die zu verzinsenden Schulden zu bezahlen. Seit diesem Jahr sieht es ein bisschen anders aus. Da ist der Schuldenstand deutlich angestiegen und wir sehen auch hier der Goodwill, also die Differenz dessen, was das übernommende Unternehmen im Kernwert ist und das und was man bezahlt hat, deutlich angewachsen und dementsprechend die Bilanz nach wie vor vollkommen in Ordnung, aber nicht mehr so solide wie jetzt noch vor ein, zwei Jahren. dafür ist das Unternehmen auch eine Ecke größer. Und was hat man übernommen, vor allen Dingen im Bereich künstliche Intelligenz und vor allen Dingen auch im Bereich Cybersecurity? Hier hat man zum Beispiel 2025 2,9 Milliarden Dollar bezahlt für Moveworks, aber hat 2025 hier zum Beispiel auch 7,8 Milliarden für ARMS auch ein Cybersecurity Wert. und dann auch hier noch mal weitere Übernahmen, teilweise von einer Milliarde. Also durchaus große Investitionen, das Unternehmen da tätigt in den Bereich künstlicher Intelligenz, in den Bereich Cybersecurity. Das ist natürlich auch gerade das, was in Zukunft immer relevanter wird und auch gerade natürlich für die Kunden von ServiceNow immer relevanter wird. Die Anzahl ausstehender Aktien, die bleibt tendenziell gleich, aber wächst eher doch zuletzt ein bisschen an. Mal geht es hoch, mal geht es runter. Aber man hat schon eher Gegenwind als Aktionär als Rückenwind durch die Einzahl ausstehende Aktien. Kommen wir mal in die ersten Kennzahlen und schauen uns mal das KGV an. Bilanziert liegt das aktuell bei 66, bereinigt bei 28. Damit liegt es deutlich unter dem historischen Schnitt der letzten fünf Jahre. Wir haben es mal bewusst nur auf die letzten fünf Jahre angelegt. Da waren wir nämlich beim bereinigten KGV in den letzten fünf Jahren im Schnitt bei 57. Wie gesagt, mittlerweile bei 28 ist also deutlich unter Druck geraten. Wenn man das mal vergleicht zu Wettbewerbern. Dann sehen wir hier eben so eine Microsoft auch 23 Oracle 21 SAP 22 Salesforce 20 also in einem recht ähnlichen Umfeld, wo wir uns da hier bewegen. Wenn wir uns jetzt mal anschauen im Bereich der Bewertung auf Basis eben dieser KGVs, auch da gucken wir mal auf die Bewertung aus dem Video aus 2025. Damals war das unter den fairen Werten ordentlich drunter. Auch damals ist die Aktie schon ordentlich unter Druck gekommen. Analysten hatten ein Potenzial gesehen. bis Ende 2028 von 129 Prozent. Was ist passiert? Naja, es ging auch erst mal nach oben, nur ⁓ dann nochmal 35 Prozent einzubrechen. Also wieder so ein klassisches Beispiel, nur weil was günstig ist, heißt das nicht, dass es nicht noch günstiger werden kann. Das heißt, wir sind mittlerweile deutlich unter dem fairen Wert auf Basis der letzten Jahre zurück und den haben wir sogar bisschen noch nach unten angepasst. Analysten sehen jetzt ein Potential von 241 Prozent bis Ende 2029 oder 43 Prozent pro Jahr. Aber da muss man natürlich ein großes Fragezeichen dranhängen, denn da hängt natürlich sehr, stark auch die Frage dahinter, wie wird künstliche Intelligenz dieses Geschäft beeinflussen oder eben diesen gesamten Markt verändern? Und da sind einfach zu viele Fragezeichen, als dass man das hier wirklich realistisch einschätzen kann. Das war vorher möglich, bevor das gesamte Thema künstliche Intelligenz hochgekommen ist. Da konnte man die Service-Umsätze und Software-Umsätze sehr schön in die Zukunft berechnen und projizieren. Da gab es diese Unsicherheit nicht über eine Disruption. Und das ist jetzt natürlich einfach noch obendrauf gekommen. Schauen wir uns das mal charttechnisch an, wie sich das so verändert hat und was da so die aktuelle Marktmeinung ist. Denn das eine sind ja Analysten, die irgendwas sozusagen berechnen, das andere ist das, was der Markt wirklich mit echtem Kapital abstimmt. Und auch hier gucken wir erst mal zurück auf das Video aus 2025. Damals haben wir schon gezeigt gehabt, dass die Aktie hier in diesem langfristigen Trendkanal eher so in der Korrektur aus diesem oberen Bereich ist. und noch Luft hat zu dem unteren Bereich des Trendkanals. Und was wir dann gemacht haben, ist sogar hier noch deutlich rauszufallen. Das heißt, man sieht schon, dass wir im Endeffekt den Trendkanal wirklich deutlich hinter uns gelassen haben. Der spielt keine Rolle mehr. Die Aktie ist also aus ihrem Trend herausgefallen und hat hier auch eben nachhaltig ein tieferes Hoch gemacht. Hier tiefer Tiefs, ist in einer übergeordneten Seitwärtsbewegung hier drin. Aber das ist eben so ein klassischer langfristiger Trendbruch, der durchaus auch kritisch ist und den man eben auch beachten muss. Wenn wir uns das jetzt mal bisschen kurzfristiger anschauen, dann sehen wir das eben auch hier sehr schön Anfang 2026 mit diesem Bruch dieses wichtigen Unterstützungsbereichs, der sogar auf diesen Hochpunkt aus 2021 zurückgeht. Haben wir es hier schon mit dem Tieferen und Hoch gesehen und dass es eben hier wieder sozusagen vor sich hingebröckelt ist. Zuletzt haben wir mehrere Abwärtstrends, die sich eher beschleunigt haben, aber positiv zumindest mal zuletzt. ist, dass wir eben auch auf die jüngsten Quartalszahlen sehr positiv reagiert haben. Und bevor eine Aktie wieder steigen kann, muss sie erst mal aufhören zu fallen und zumindest mal zuletzt hört sie hier auf zu fallen. Ob das dann wirklich reicht für eine echte Trendwende nach oben, das muss ich erst noch herauskristallisieren, was man nicht vergessen darf bei solchen Turnaround-Situationen, wobei es ja kein fundamentaler Turnaround ist, sondern eher so ein Kurs-Turnaround in dem aktuellen Moment. Da können durchaus sehr, sehr starke Gegenbewegungen nach oben kommen, bevor es doch wieder in sich zusammenfällt. Das sehen wir bei vielen Unternehmen auch aus der Historie, wo solche Bewegungen gekommen sind, wo die Aktien schon nachgegeben haben, bevor die fundamentalen Daten noch weiter gebröckelt sind. da sollte man sich jetzt nicht zu früh verleiten lassen. Aber zumindest mal kommt zuletzt wieder so bisschen frische Hoffnung auf. Und wer Service Normans an den Depot legen möchte, der kann das ja jetzt vielleicht auch mit einer kleinen Position, also mit einer Beobachtungsposition tun. Aber ich würde jetzt hier noch nicht voll reingehen, weil dafür ist diese char-technische Situation einfach noch zu angeschlagen. Es kann genauso gut sein, dass wir hier wieder an diesem Widerstandsbereich von ⁓ die 140 Dollar genauso wieder abprallen und weiter nach unten laufen. Wir sehen auch aktuell bei vielen Softwarewerten so eine Art Gegenbewegung nach oben, auch bei SAP, auch bei Salesforce und Co. Das heißt, man sieht da so eine Gesamterholung eigentlich im Markt. Nicht nur eine einzelne Erholung bei den Softwarewerten, beziehungsweise bei ServiceNow. Und da ist natürlich die große Frage, ist das jetzt nur so eine Art Gegenbewegung, während der Halbleitersektor fällt? Oder ist das wirklich eine nachhaltige Bildung eines Bodens? Dementsprechend würde ich da eher vielleicht schrittweise höchstens reingehen und das Ganze mal weiter beobachten. Weil dann, wenn sozusagen auch der Markt überzeugt ist, dass die KI-Risiken übertrieben sind, dann kann das durchaus eine attraktive Chance sein. Ansonsten kann das natürlich aber auch ein Griff ins fallende Messer sein. Dementsprechend sollte man sich da jetzt nicht zu sehr exponieren in der ganzen Situation. Die jüngsten Quartalszahlen, wie gesagt, sind gut ausgefallen. Die nächsten Quartalszahlen kommen erst Ende Oktober Ich bin nach wie vor nicht in ServiceNow investiert, ich vorher aber auch schon nicht. Einfach weil ich im Tech-Bereich, im Technologiebereich einfach in anderen Unternehmen schon investiert war. Sonst ist das aus meiner Sicht durchaus ein interessantes Unternehmen. Im Moment wäre ich auch aufgrund dieser Unsicherheiten rund ⁓ künstliche Intelligenz, wie das sich genau am Schluss herauskristallisiert, wie das den gesamten Markt verändert, hier auch eher zurückhaltend. Aber das kann natürlich jeder für sich persönlich einschätzen und jeder ist auch in einer persönlichen Situation mit seinem eigenen Kapital. Ich hoffe das Ganze war trotzdem interessant und relevant für dich. Falls ja, hinterlasst mir gerne einen Daumen nach oben unter dem Video. auch gerne in die Kommentare, wie du ServiceNow einschätzt und falls du da einfach auch häufiger und tiefer mit mir in den Austausch gehen möchtest, nicht nur zu ServiceNow, sondern eben auch zu anderen Unternehmen, schau dir gerne mal im ersten Kommentar unter diesem Video die Warteliste zum Börsenkompass an, da kannst du dich kostenlos eintragen. Der Börsenkompass ist meine Plattform, auf der wir nicht nur über den aktuellen Markt generell sprechen und uns austauschen, sondern eben auch über einzelne Aktien und wenn sich hier dann auch wieder neue Chancen ergeben würden, würde ich dann auch darauf hinweisen oder eben auch Fragen von Mitgliedern dazu beantworten. Wir schauen ganz bewusst, dass das eine qualitative Community ist, mit einem respektvollen Austausch, wo nicht Tausende von Mitgliedern dabei sind, sondern wirklich überschaubare Anzahlen, wo wir dann eben auch wirklich jede Frage bearbeiten und beantworten können. Wenn das interessant für dich ist, dann trag dich gerne die Warteliste ein. Wir nehmen alle paar Monate neue Mitglieder auf, dann informieren wir dich darüber. Ansonsten schreib mir wie gesagt gerne in die Kommentare, wie du die Aktie siehst und bewertest. Ansonsten freue ich mich, wenn wir uns im nächsten Video wiedersehen. Mach's gut, bis dahin. Ciao!