Speaker 1: geht's los. Beth, toll, dass wir heute hier sind. Es knackst unter den Füßen, weil wir auf gefrorenem Grund unterwegs sind hier an der Isar. Beth Hadley, dass du da bist, dass wir uns unterhalten Speaker 2: Dank für die Einladung! Speaker 1: gerne. Vielen Dank, dass du den Ort hier vorgeschlagen hast. Wo sind wir genau? Magst das kurz erzählen? Speaker 2: Absolut, es ist ein wunderschöner Dienstagmorgen. Die Sonne scheint und wir sind entlang der Isar in der Nähe Flaucher Ich liebe diesen Ort. Ich komme hier sehr gerne zu Fahrrad fahren, im Sommer Picknick machen. finde es sehr besonders. Ich komme aus zum USA. ⁓ Und in den USA haben wir nicht so viele Flüsse, man schwimmen kann. wäre sehr wild hier. Und das ist auch für mich eine sehr gute Erinnerung daran, wenn man die Natur schützt, was man zurückbekommt, besonders in einer Stadt Speaker 1: Ja, das ist sehr viel wert. Ich weiß, du wohnst nicht weit weg von hier. Das heißt, wenn du vermutlich auch mal von zu Hause aus arbeitest, dann kannst du hierher zum Nachdenken, zum Entspannen kommen. ⁓ Speaker 2: Ja klar. Speaker 1: du das zwischendurch oder ist es dich dann doch eher etwas, was man vielleicht an einem Wochenende macht oder wenn man mehr Zeit hat? Findest du so schnelle, gezielte Abschaltmomente? Speaker 2: ja, ich habe die größte Vorteile nicht so weit weg zu wohnen, also 10 Minuten. Und absolut, nutze den Isar als einen Ort zum Nachdenken und neue Ideen zu bekommen, aber insbesondere neue Energie zu haben. Morgen zum Beispiel früh komme ich schwimmen oder einen kurzen Lauf und dann finde ich Den ganzen Tag habe ich mehr Energie und mehr Positivität finde ich. Das ist sehr wichtig in dieser Zeit. Speaker 1: Stimmt. Du hast schon erzählt, du kommst ursprünglich aus den USA. Und bist seit wann jetzt schon in München? Speaker 2: Jahre. Speaker 1: vier Jahren schon. Wie war dein ganz persönlicher oder auch beruflicher Weg ⁓ Richtung Nachhaltigkeit? Du bist ja nicht damit auf die Welt gekommen. Wie kamst du dahin, dich auch ⁓ Eco-Design zu ⁓ Speaker 2: Also ich hoffe, meine Geschichte wird andere auf diesem Weg inspirieren, tatsächlich. Also als Kind war ich begeistert von Informatik, Computers, Robotik, Mathe, Wissenschaft und so weiter. Und deswegen habe ich Informatik studiert an der Uni, aber ich war nicht so ein Software-Engineer-Mensch. Ich habe tatsächlich Informatik studiert, weil ich gesagt habe, vielleicht in Zukunft möchte ich etwas tun, aber ich weiß nicht genau was. Und dann als ich bei Deloitte angefangen habe, also Consulting, Data Science, habe ich gedacht, naja, warum mache ich das? Was ist mir wichtig? Und das war genau dieses Jahr in den USA, das war 2018, der Sommer von 2018, als so viel Waldbrände waren, besonders in Kalifornien. Und das war für mich ein Klickmoment, wo ich gesagt habe, wow, das ist so wichtig, ich mag sehr gerne die Natur, warum nicht... Auch in meiner Arbeit mache ich etwas wichtiges für Umweltschutz. Als Kind war Nachhaltigkeit kein so großes Thema bei uns. Hoffentlich hat es das geändert in den USA. Aber als Kind war die Schule nur Recycling. Als ich nach Deutschland gezogen bin, ich gesagt, jetzt ist die Zeit und ich habe mich mit CO2. beschäftigt und dann für die letzten drei Jahre beim World Business Council for Sustainable Development gearbeitet. Speaker 1: Super! Wenn man dich so erlebt, und ich hatte ja schon das Vergnügen, das ist schon toll, was ist aber etwas, was du sagen würdest, was dich bis heute prägt in deiner Arbeit, wenn es Nachhaltigkeit geht, wenn es um Produkte geht, wir reden ja auch ⁓ Nachhaltigkeit bei Produkten ganz besonders. Was du sagen ist so eine key insight, eine Erkenntnis von dir, die dich... bis heute im Projekt oder immer noch bestimmt, was deine Arbeit ausmacht. Speaker 2: ich muss sagen, ich bin immer noch in der Lernphase. Also ich kann ein Key Insight sagen, also ich gebe so viele mehr in Zukunft. Also ich habe in den letzten drei Jahren bei World Business Council for Sustainable Development gearbeitet. Das ist die NGO, die das Greenhouse Gas Protocol macht. Das heißt, wie kann man einen ökologische Fußabdruck von einem Unternehmen berechnen. Und das heißt, ich war sehr beschäftigt mit Standards in den letzten drei Jahren. Und einerseits habe ich gelernt, an Keyinsight ist tatsächlich, wir haben ein Standards Zoo. Ja. Speaker 1: Also ein Durcheinander an Standards. Speaker 2: gibt so viele Standards und die kämpfen gegeneinander. Wir wissen noch nicht, wie misst man die ökologischen Fußabdrücke von Unternehmen. Aber es ist immer noch in Entwicklung. Das ist ein Key Insight. Das ist wahr. was besonders mich wichtig ist, ich komme auch von dem Bereich Software Product Management und in diesem Bereich Du hast nie ein perfektes Produkt. Das heißt, du entwickelst eine Version 1 und dann lernst du und dann eine Version 2 ist besser und so weiter. Und die Idee, mein Key-Inside ist auch, wir müssen diese Methode von Product-Managerin die Bereich von Standards zum Beispiel ein Standard wird nie perfekt, aber eine Version 1 ist eine Version, um etwas zu lernen, und dann eine Version 2 und ⁓ so Also ich hoffe, mit dieser Methode können wir nicht diesen Standards Zoo in den nächsten Jahren reduzieren. Schauen wir! Hoffen wir! Speaker 1: Ja, Ich das total. Ich finde das auch immer ein bisschen unfair an Erwartungshaltung, wenn man Standards einführt, dass sie von Anfang an perfekt sein sollen. Ich verstehe aber natürlich auch, dass ein Standard andere Orientierungsfunktionen hat als ein Softwareprodukt. Da du ein vielleicht auch sehr agiles Team. ⁓ Speaker 2: Mmh. Speaker 1: das schnell entscheiden kann, etwas zu ändern; beim Standard möchtest du, dass sich möglichst viele daran orientieren. Und dann dauert es natürlich, bis es in dem Trickle-Down-Effekt auch wirklich alle Teilnehmer ⁓ Aber ich verstehe das und ich glaube auch, dass es eine gute Orientierung gibt. Vielleicht auch bisschen ⁓ Dass man nie fertig ⁓ Speaker 2: ist immer ein großes Problem. Speaker 1: jetzt mal stärker in deine Arbeit eingehend PACT. Wir wollen CO2-Transparenz schaffen. Wir wollen es möglich machen, dass man versteht, was man sich da einkauft als Unternehmen, aber auch als Verbraucher. Eine der großen Herausforderungen ist ja die Abhängigkeit, also die Lieferkette, die Wertschöpfungskette. Die sind manchmal einfach sehr lang. Ja. Und die Übergabe und die Kommunikation der Datenpunkte ist sehr schwer. Vor ein paar Jahren hat man dann alles auf einen Scope 3 geschoben. Das war ganz ominös, weil man gesagt hat, ja, aber das, was wir tun können, Scope 1, Scope 2, guck mal. Nur die Wahrheit ist, fast alles ist Scope 3. Wo bricht es in der Praxis? Was hast du da beobachtet? Was die allergrößte Barriere? Sind es die Daten? Ist es die Qualität? Sind es die Anreize in Unternehmen? Sind es technische Probleme? Speaker 2: bei PACT das ist die Partnership for Carbon Transparency. Wir ein Standard, um die Scope 3 und 1 der Procured Gains and Services zu verbessern. Und das heißt, ⁓ das zu verbessern, muss man mit den Suppliers arbeiten und zu ⁓ was ist tatsächlich der Product Carbon Footprint von ihrem Produkt. Und ja, das stimmt, Scope 3 ist sehr schwer. Aber ich finde, die Herausforderungen sind abhängig von sozusagen der Maturität von einem Unternehmer. Das heißt, ganz am Anfang ein Unternehmer muss wissen, warum mache ich das tatsächlich. What are the incentives? Besonders im Bereich Business, ein Incentive muss einen Preis haben. A financial business case. Und wenn das nicht klar ist, und manchmal ist das nicht klar. Zum Beispiel ein sustainability team ist voller Menschen die die Welt schützen wollen. Das ist vielleicht nicht so ein klares Incentive für ein anderes Team, zum Beispiel ein Finanzteam oder IT-Team. Also ganz am Anfang muss das sehr klar sein, dass die Incentives für die ganze Unternehmen klar ist, warum machen wir etwas nachhaltig oder nicht. Und dann, wenn die klar sind, okay, können wir die nächste Herausforderung finden. Und das wird, zum Beispiel, okay, wir haben ein Ziel, ⁓ Wir möchten etwas tun, aber ein Sustainability Team ist beschäftigt; also das heißt ein Sustainability Team mit anderen Departments arbeiten lassen. Mit der IT. hat die Daten, ein Sustainability Team hat die nicht. Und dann ist die Herausforderung, wie kann das Sustainability Team mit diesen anderen Departments zusammenarbeiten lassen und ein wirklich gutes Teamwork entwickeln. wenn diese Herausforderung überwunden ist. Kommt die nächste, und die ist ein großes Thema: Datenqualität. Speaker 1: wollen wir noch ganz kurz beim Thema Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen stehen bleiben. Sustainability Teams, Nachhaltigkeitsteams, kommen ja oft aus ganz unterschiedlichen Hintergründen. Aber die Zusammenarbeit mit IT ist definitiv wichtig, um die Daten unter Kontrolle zu bekommen. Die Zusammenarbeit mit Product Management, mit Compliance, mit Legal. Du kommst aus der Welt der Standards. Hast du einen Tipp, wie man Speaker 2: Mhm. Speaker 1: einander an gleichen lassen kann, damit man sich besser versteht. ⁓ Speaker 2: sehr gute Frage. Und tatsächlich komme ich aus dem technischen Bereich. Für mich waren die Wörter von Nachhaltigkeit für mich ganz am Anfang schwer zu verstehen. Was ist das? Also ich habe gesehen, die besten Unternehmen, da diese... Zusammenarbeit machen, das muss wirklich klar sein, warum machen wir das für alle. Man muss manchmal eine Übersetzung machen, warum ist das für IT wichtig, warum ist das für Legal wichtig und manchmal sind die Antworten ganz anders. Und ein Sustainability Team kann damit helfen, mit Beispiel von anderen Unternehmen zum Beispiel. Das war für ein anderes Unternehmen sehr wichtig, dass das IT-Team zum Beispiel ein Data Lake gemacht hat, mit allen Daten für einen Corporate Carbon Footprint. Deswegen ist das wichtig. Das wäre meine Empfehlung. Ganz am Anfang. Warum machen wir das? Sind alle Teams überzeugt? Speaker 1: Aber du siehst Nachhaltigkeit immer noch als die zentrale Einheit, ⁓ die anderen Mitspieler zu aktivieren und zu koordinieren oder gibt es da noch andere Teams, die du da genauso der Rolle siehst? Speaker 2: Einheit? Was heißt Einheit? Speaker 1: Eine Einheit, Team, eine Abteilung. Okay. Also ein Nachhaltigkeitsteam, diese Aufgabe übernimmt. Oder wenn wir jetzt auf die Ökodesignverordnung gehen, auf die ESPR, da ist ultimativ Product Management gefordert, denn sie laufen Gefahr, dass ihre Produkte nicht mehr vermarktbar sind. Siehst du immer noch Nachhaltigkeit als diejenigen, die das koordinieren sollen oder ist das etwas, was man auch abgeben kann? Speaker 2: Ja, Tatsächlich, viele Unternehmen haben keine Sustainability-Teams und in Zukunft vermute ich, dass die Sustainability-Teams auch nicht so präsent sein. Das heißt, Nachhaltigkeit wird in jedem Bereich ein Teil von Business sein, wirklich integriert. Wir in den Unternehmen, mit denen arbeiten, ⁓ das ist ein Maturity-Curve. Ganz am Anfang kein Sustainability-Team. Dann, okay, jetzt ist ein Sustainability-Team und die koordiniert die Initiativen. Und dann in Zukunft keine mehr. Das heißt, Finance hat in Zukunft ein Nachhaltigkeits- integriert. Speaker 1: Du kommst aus dem Softwarebereich da das MVP, das Minimum Viable Product, natürlich ein gutes Konzept. ⁓ erstmal ins Handeln zu kommen, um zu konkretisieren, was wollen wir eigentlich anbieten und möglichst schnell auf den Markt zu kommen. Wenn du mit Blick auf Nachhaltigkeit und Transparenz eine Minimum Viable Truth oder Transparency bei Produkten gehen würdest, Gibt es sowas? Könntest du dir vorstellen, wo man da anfängt? Was so ein MVT dann wäre? Oder wie gut müssen Daten sein, damit man davon sprechen kann? Speaker 2: komme ich aus dem Bereich Software Product Management. Und um einen guten MVP zu entwickeln, man immer wissen, was das hauptsächliche Problem, das man lösen möchte. heißt, wir können nicht alle die Features, die vielleicht andere tangentialen Probleme adressieren, haben. Sondern was ist das hauptsächliche Problem? Und das heißt, im Bereich Nachhaltigkeit gibt es so viele Impact Indicators zum Beispiel. haben ja klar Emissionen, aber wir haben auch die Water Use, Land Use, Toxins, alle und das ist alle ganz am Anfang zu messen und auch zu reduzieren, wenn ein Produkt am Anfang ist. Deswegen ganz am Anfang, ich finde es sehr wichtig, wenn man ein Minimum Viable Truth ⁓ ist was ist mir wichtig, was ist hauptsächlich das größte Ziel für die nachhaltige Entwicklung. Manchmal ist das bei Paper Products zum Beispiel oder ⁓ use reduzieren. Manchmal ist das Wasser reduzieren. Ganz am Anfang nicht alle diese Impact Kategorien, sondern die, die sehr wichtig sind. Und dann in der Zukunft, kann man auch die anderen reduzieren. Speaker 1: Ich verstehe. Heißt aber natürlich auch für unterschiedliche Unternehmen oder vor allen Dingen unterschiedliche Industrien gibt es unterschiedliche Prioritäten. Klingt fast sehr banal, aber vielleicht eine gute Handlungsorientierung sich nicht zu überfordern. Speaker 2: genau. Pragmatismus ist sehr wichtig. Aber die Frage ist auch, in welchem Bereich. ⁓ unsere Erfahrung ist, manche Industrie, Industriekategorie sind, manche sind more mature. Einfach so auf diesem Weg von und das hat mehrere Gründe. Manchmal zum Beispiel sind sie einfach mehr organisiert. Sie haben Associations und sie haben sich damit seit langem beschäftigt, zum Beispiel ein Standard zu entwickeln, ein Product Carbon Footprint Guidance zu machen. Und deswegen ist es einfacher, es ist einen Product Carbon Footprint zu messen in diesem Bereich, zum Beispiel in Chemie-Industrie. sehr gut organisiert. Hier in Deutschland ist das auch die Automobil-Industrie. Andere Bereiche sind noch nicht so weit. Also man muss auch bisschen pragmatisch sein und wissen, was ist diese Industrie-Maturity und was ist realistisch. Und was können wir in den nächsten fünf Jahren tun, wenn wir noch keinen Standard haben? Okay, Vielleicht müssen wir das entwickeln. Wenn wir schon einen Standard haben, dann wirken wir in einer anderen Impact-Kategorie einen Standard entwickeln. ⁓ Speaker 1: Klar, sind eine Herausforderung, bottleneck an die heranzukommen, aber angenommen, es gäbe die Daten, es gäbe die Informationen. Was glaubst du, welchen Bereich in der Produktentwicklung, und im Produktdesign, im Development, würden sie am stärksten verändern, wenn wir die volle Transparenz haben? Meinst du, das geht noch stärker in Richtung Materialauswahl, noch stärker in Richtung mit wem arbeiten wir, also mit welchen Lieferanten, Ist es das tatsächliche Design der Produkte oder End of Life oder die ganze Logistik? Wo ist der Hebel? Speaker 2: Hm. diese um diese Frage zu beantworten... finde ich, dass wir ein bisschen aus unserer Bubble kommen müssen. Ich bin persönlich sehr motiviert, ⁓ ein Produkt nachhaltig zu machen. Aber wir müssen auch die große Weltveränderung mitdenken. Und in dieser Zeit ist die Supply Chain Resilience großes Thema, ein großes Problem. Sovereignity, das große Problem in diesem Jahr. Und deswegen: das wird das größte Problem von Produkten werden. Setting aside sustainability is the supply chain resilience und self sovereignty, wie die Länder miteinander arbeiten und Relationships entwickeln. Deswegen meine Empfehlung wäre, dass die Produktteams, Sustainability Teams, ⁓ denken nur in dieser Bubble von Nachhaltigkeit, sondern auch in dieser makro-ökonomischen Entwicklung. Und wie kann man Supply Chain Resilience helfen? Das kann auch einen großen Link mit Nachhaltigkeit haben. Speaker 1: Ich finde das sehr spannend, weil du ansprichst, dass auch diese Themen nicht notwendigerweise nur Risiko und Compliance ansprechen, sondern dass die Prinzipien der Transparenz, die Nachhaltigkeit anspricht, dass diese Risiken, die gegebenenfalls aus Klimarisiken bestehen, aus sozialen oder politischen Risiken, eben auch auf geopolitische Risiken angewendet werden können und nach den gleichen Prinzipien funktioniert. Speaker 2: genau, das ist die ⁓ Speaker 1: Wow! Sehr wichtig. Hast du den Eindruck, ⁓ man damit, mit diesem Blick, auch die Chance hat zu verhindern, dass diese oder generell diese Informationen zu einem reinen Reporting need wird, wo man dann sagt, okay, wir haben die Informationen eingesammelt, wir können das so veröffentlichen, wie es gefordert ist, Häkchen drunter. ansonsten machen wir nichts, sondern dass es die Organisation richtig auch informiert und zu einer Veränderung bringt. Ist es das? Speaker 2: Mhm. Ja, also das ist immer ein bisschen dieser Kampf gegen "Okay, wir messen etwas, aber was, warum ist das wichtig?" Und also tatsächlich, wir haben gesehen bei der World Business Council, dass die Unternehmen, die immer ganz von Anfang an eine Idee hatten, warum möchte ich diese Daten finden. Zum Beispiel, wir hatten einen großes Unternehmen, das einfach gesagt hat, naja, also wir wissen, dass ein Product Carbon Footprint von allen unseren Suppliers nicht ist. ⁓ unser Hauptziel ist, naja, unseren ökologischen Fußabdruck zu Deswegen, wir brauchen nicht die perfekten Daten, sondern wir werden in die Suppliers investieren, wenn sie einem Wechsel hin zur Ökoenergie machen. heißt, okay, jetzt in Zukunft möchten wir bessere Qualität von Product Carbon Footprints haben, aber jetzt brauchen wir das nicht, wenn sie diese Wechsel gemacht haben. Dieses long-term thinking and also short-term impact. Speaker 1: Ja, das ist jetzt natürlich eine Sache, die vor allen Dingen große Unternehmen machen können. Sie haben am ehesten die Mittel und am ehesten auch den Einfluss auf ihre Lieferanten. Die allermeisten Unternehmen haben das nicht. Glaubst du, dort muss die Intention noch stärker von innen herausgehen oder was könntest du... Speaker 2: haben das nicht. Speaker 1: diesen Unternehmen empfehlen. Habt ihr bei PACT auch mit kleineren Unternehmen zu tun oder Unternehmen? Speaker 2: Ja, absolut. Sehr schnell kommt man, also wenn man sich mit einem großen Unternehmen beschäftigt, ein Fortune 500 zum Beispiel, ist, die Supplier sind sehr schnell kleiner. Und die Frage ist, okay, was sind die Incentives für diese kleinen Unternehmen? ⁓ Meine Empfehlung ist, dass diese kleinen Supplier einen Weg wo die Incentive sehr klar ist. Das heißt, wenn diese Unternehmen nicht alle diese Impact-Kategorien messen oder reduzieren können – aber in diesem Aspekt könnten sie die Besten sein. Dann können sie mehr Wertschöpfung aus diesem Investiment erzielen. Immer noch diese von Prioritisation. ⁓ Speaker 1: Und das dann eben auch verteilt auf die Lieferanten entlang der Kette, so weit es geht, beziehungsweise dann auch mit Ihren Kunden zusammenarbeiten? Ja. Du wirst ja zum Teil auch, hast du mir verraten, von mir nicht, aber von deinen Kollegen in der Arbeit als Chief Pragmatist genannt. Stimmt. Und du hast es jetzt auch schon so ein bisschen angesprochen, man muss immer so einen Trade-off finden. Ja. Aus was ist der Standard, was ist die Flexibilität, wie passt man sich an, wie geht es schnell, beziehungsweise wie geht es sicher im Sinn von stimmt das auch? was wir da herausgefunden haben. Oder ist es nur ein wildes Oder ist es Offenheit oder ist es Kontrolle? Das sind alles Risiken auch für Unternehmen. Wo ziehst du die Grenze zwischen, ist gut genug, ist gut genug und das ist uns noch zu unsicher, ⁓ Entscheidungen zu treffen. Speaker 2: Ja, dieser Pragmatismus kommt tatsächlich aus dem Bereich von Software Product Management Und ich finde es tatsächlich sehr, sehr wichtig, wenn die Ressourcen sind wenig und ja, hauptsächlich im Bereich der Nachhaltigkeit. Du hast zwar nicht so viele Ressourcen, du musst die Entscheidungen treffen. Und also die Frage ist, Wie kann man entscheiden, wann ist es gut genug oder nicht? Und meine Antwort ist immer, du musst eine Entscheidung treffen: A decision is better than no decision. Although the decision is maybe not the perfect decision. It's better. Und dann heißt das, du kannst immer voran gehen und damit nach, weiß es nicht, zwei Monaten denken und analysieren, okay, war das die richtige Entscheidung? Ich weiß, das ist nicht immer möglich, wenn du zum Beispiel mit einem Supplier eine Entscheidung treffen musst. Diese Entscheidung ist für die nächsten fünf Jahre. Aber du kannst kreativ sein und vielleicht kannst du... wir könnten vielleicht mit einem Teil unserer Suppliers mehr nachhaltige Incentives vereinbaren, aber nur einen Teil. Das ist auch ein Beispiel von einer Entscheidung. die du machst. Du müsstest dabei nicht so viel analysieren und danach, nach einem halben Jahr, dann kannst du mehr Informationen haben für den nächsten Entscheid. Das ist wirklich mein Empfehlung. Just make a decision! quickly and break things. Speaker 1: haben zum Teil in Deutschland eine andere politische Kultur, da versucht man oftmals auch Themen auszusitzen. Das Gegenteil scheint empfohlen zu sein, wenn es darum geht tatsächlich Fortschritte zu machen. Holt uns vielleicht hier auch gerade ein. Wenn man auf Wegen geht, dann guckt man immer auch ein bisschen nach vorne. Man muss auf den Weg achten, damit man nicht stolpert. meistens hat man'n Ziel. Und wenn man den Weg dann auch entlang blickt, dann schaut man nach vorne, also auch so bisschen in die Zukunft. Das würde ich gerne mit dir auch machen. Erscheint ein bisschen waghalsig, ein bisschen vermessen, da zu sagen, was wird denn in fünf Jahren sein? 2031, da sind wir schon über die 2030 Grenze hinausgegangen. In fünf Jahren, was glaubst du, was haben wir bis dahin geschafft? Was ist normal im Umgang mit Emisionsdaten? Speaker 2: Glauben und Hoffen. Ja, klar. Absolut, man braucht das. Wir haben schon über dieses Thema Standard Zoo gesprochen. Und unbedingt in den nächsten fünf Jahren, mindestens in Europa, vermute ich, glaube ich, dass ⁓ damit beenden können. Also haupsächlich, Speaker 1: Lass die Hoffnung ruhig mitschwingen. Speaker 2: Regeln vom Greenhouse Gas Protocol werden klarer, der Land Sector Guidance wird klarer und wir alle werden mehr Normen haben, um einen ökologischen Fußabdruck zu berechnen oder einen Product Carbon Footprint und die anderen Impact-Kategorien. Das heißt, wir können endlich nach vorne schauen und nicht nur messen, sondern reduzieren. Zweitens, okay, das ist sehr gut. Wir haben Standards und hoffentlich ist es klar, welche Standards wichtig sind. Aber man kann nicht nur mit einem Excel ein Standard ausfüllen. Das heißt, ich vermute Software wird immer noch wichtig und Integrated Software. Das heißt, Du brauchst jetzt besonders brauchst du eine Software für Product Carbon Footprint, eine andere für Corporate Footprint. Und wieder eine andere für Water Impact, etc. Und in fünf Jahren, die Software wird konsolidiert. auch, dass diese Software wird zertifiziert. Also jetzt kann man nicht sagen, ob eine wirklich eine gute Qualität beim Algorhitmus hat, aber in fünf Jahren, ich denke, das wird wie zum Beispiel bei den Security Standards sein. Du kannst sagen, okay, die Software ist compliant mit den ISO Standards. heißt, dass man mehr Vertrauen in die Software haben kann und auch in die Daten, die die Software entwickelt. Und meine dritte Hoffnung, und ich glaube, dass das besonders mit KI-Entwicklungen in den nächsten fünf Jahren sein wird, dass sich der Softwarebereich wirklich accelerate Speaker 1: beschleunigen. Speaker 2: beschleunigen die Software Entwicklung - besonders im Bereich Das heißt, jetzt müssen wir wirklich jede Daten von jeder Material Source finden. In Zukunft nicht mehr. Mit AI werden Annäherungen gut genug werden. Das heißt, unsere Datenqualität wird so viel besser und wir könnten wirklich Entscheidungen treffen. mit dieser guten Datenqualität. Speaker 1: du da auch Hoffnung, dass wir die AI zertifiziert genug bekommen, dass sie auch trusted sein kann, dass man ihr vertrauen kann in ihren Approximations, in ihren Annäherungen? Speaker 2: Also die Frage ist noch einmal... Speaker 1: die KI, ob die AI, auch genau wie du sagst, dass die Software zertifiziert. Dass die Annahmen, innerhalb des Algorithmuses auch der AI-Prozesse stattfinden, ebenso trustworthy. ⁓ Speaker 2: Aha, ich verstehe. Ja, das ist ein großes Thema bei AI, weil es non-deterministisch ist. Also ganz am Anfang würde ich sagen, das stimmt, das Problem mit garbage in, garbage out. Und das ist ein bisschen verbessert mit AI und das wird immer noch verbessert. Das heißt, das Algorithmus kann zertifiziert sein. Aber wenn Garbage in, Garbage out. ich bin absolut überzeugt, dass AI unsere Messqualität verbessern wird. Speaker 1: fünf Jahre nach vorne blicken. Ich glaube, wir unterschätzen immer, was in fünf Jahren alles ist. Wenn wir fünf Jahre zurückblicken, da haben wir auf die Welt noch ganz anders geguckt. Gucken wir mal, was die nächsten fünf Jahre bringen, ob es was Positives in der Richtung ist. Speaker 2: Ja, wir drücken die Daumen! Speaker 1: Wenn wir jetzt aber nicht alle Möglichkeiten der Welt haben, wenn wir also jetzt nur eine Sache ändern könnten und du gehst auf ein Unternehmen zu und möchtest ihnen einen Tipp geben, diese eine Sache in Sachen CO2 Transparenz, was wäre das? Was würdest du empfehlen, was eine Produktorganisation, ein Produktmanufacturer, die machen müssten, wenn sie noch nicht angefangen haben. Speaker 2: Hmm? Action, and just talking about action. Das war war ein großes Thema letztes Jahr. immer noch dieses Jahr, ich würde vorschlagen, dass... Talking about action, talking about sustainability, sollte nicht die größten Ziele sein? Speaker 1: Ja, die größte Priorität haben, das Wichtigste sein. Speaker 2: Einfach zu sagen, ich weiß, aber Taking Action, wenn Taking Action ist wichtiger, das heißt manchmal die Action sind nicht so groß. Du könntest vielleicht nicht auf der New York Climate Week sagen, wir haben ein großes Projekt gemacht. Naja, aber du könntest anfangen. Wir hatten zum Beispiel vor drei Jahren, ich ⁓ beim World Business Council angefangen habe. Wir hatten ein Unternehmen, das ganz am Anfang war und sie haben einfach angefangen mit ihren Suppliers zu arbeiten. Nach drei Jahren können sie viel erzählen, aber nach dem ersten Jahr nicht so viel. Also ja, wir sagen alle: Anfangen! Das ist großer Tipp, aber mein Tipp wäre, don't prioritize talking about it, prioritize action, Speaker 1: Also das Handeln vor dem Reden drüber. Ich glaube, es ist alternativlos. Wir haben die früheren Versuche erlebt, als Nachhaltigkeit vor allen Dingen als ein sexy Topic attraktiv war. Vielleicht ist es die Erkenntnis in Richtung Speaker 2: Hahaha! Speaker 1: nur Compliance, sondern auch Resilience, das den Wert auch fürs Unternehmen nach außen stellt und nicht nur in Anführungszeichen für die Natur, die sich zu selten in der Vergangenheit gewehrt hat, aber immer stärker wehrt Wir reden die ganze Zeit über Nachhaltigkeit im Product Management, Product Development, Product Design. Hast du eigentlich auch ein Lieblingsprodukt, wenn es ⁓ Nachhaltigkeitsaspekte geht? Ganz persönlich? Oder du beobachtest? Speaker 2: Ja, ganz viele. Also als ich ein bisschen in diese Richtung gehe, habe ich am Anfang gedacht, was könnte ich persönlich tun? Ich könnte hoffentlich viel in meiner Arbeit bewirken, aber was kann man viel persönlich tun? Und tatsächlich in München vor den letzten drei Jahren bin ich ein Mitglied bei, das heißt ⁓ Das ist ein Verein und sie haben einen kleinen Bauernhof nicht so weit weg von München. ich bekomme ⁓ jede ein Gemüseküste. Das sind frische Produkte vom Bauernhof. Aber für mich, was das besonders ist die Community. Wir sind alle so motiviert ⁓ etwas Nachhaltiges, nachhaltiges Essen zu Hause zu haben und auch ein bisschen... Also wir wissen, dass wir etwas Kleines tun, das gut für die Umwelt ist. Und ich kann das sehr ⁓ Speaker 1: und kann was daraus machen, das auch schmeckt. Speaker 2: Ja, genau, das ist sehr lecker. Speaker 1: Vielen Dank, Beth. Danke für diesen Talk, aber vor allen Dingen auch für diesen Walk an diesen wunderschönen sonnigen Wintertag. Hat Spaß gemacht. Ich hoffe, Dir auch? Wir hören bestimmt bald wieder von dir. Und ich freue mich schon drauf. Speaker 2: Absolut. Vielen Dank.