speaker-0: Bevor die Folge startet, dieser Stelle eine Triggerwarnung. dieser Folge werden wir offen, ehrlich über Drogenkonsum, Gewaltsituation und möglicherweise traumatische Erlebnisse sprechen. Wenn du das Gefühl hast, jetzt bereits zu sagen, das ist nichts für mich, dann bist du entsprechend vorgewarnt. Also an dieser Stelle die Triggerwarnung. Es geht ⁓ Drogenkonsum, Gewalttaten und Jugendkriminalität. speaker-1: Nicht der Bruder von Mark Forster, nein. Wenn du einem süchtigen Menschen sagst, nimm halt keine Drogen, dann ist es genauso, als würde ein Rollstuhlfahrer aus seinem Rollstuhl raus treten und sagen, ja lauf Wir sind jetzt 16 Jahre clean und 13 Jahre trocken. Drogen waren für mich dieser schnelle Ausstieg von Mobbing und süchtigen Eltern rauszukommen. Ich hab so alle 10 Minuten irgendwas konsumiert, völlig mit Drogen zerstört, mehrjährige Haftstrafe. Man schlittert dann da einfach so rein und es baut sich auf. speaker-0: Zwischendurch hab ich hier gesessen, dich angeguckt und hab gedacht... SafeZero sitzt vor mir. Willkommen bei Stark für Kinder. Heute ist Dominik Forster bei uns. Dominik ist Autor, Speaker und Präventionsexperte. Viele kennen ihn durch sein Buch Kristallklar. Mein Leben als Junkie-Dealer-Häftling. Dominik erlebte als Kind mit dem Übergang zur weiterführenden Schule starkes Mobbing und Gewalt durch Mitschüler. Er versuchte sich seinen Weg oder er suchte sich seinen Weg damit umzugehen, welcher ihn dann in die Drogenwelt führte, da er zu Hause nicht über seine Erfahrung in der Schule reden konnte. Sein Leben bestand dann lange aus Konsum, Abhängigkeit, Dealerei und Gefängnis. Er hat erlebt, wie schnell aus Neugier, Klicke, Grenzüberschreitung und dem Gefühl von Kontrolle ein Weg werden kann, der irgendwann nichts mehr mit Freiheit zu tun hat. Warum es dazu gekommen ist bzw. warum es dazu kommen konnte und wie er es nach dem Gefängnis geschafft hat, sein Leben wieder einen Sinn zu geben, das besprechen wir heute. Herzlich willkommen! speaker-1: Danke, dass ich da sein darf. Ich habe genau das nachgemacht, was die Deutschrap-Stars in ihren Texten erzählen, in den Videos vorleben. Bin dann im Knast gelandet und habe aber dort keinen von denen gesehen. speaker-0: Na guck mal. speaker-2: Darf ich auch nochmal begrüßen, Dominik? Denn mit 24 fangen die meisten an, ihr Leben aufzubauen. Du aber hast deine Biografie geschrieben. Du redest über Drogen, Gruppendynamiken und Scham und auch Entscheidungen, die man in seinem Leben trifft. Du gehst heute mit deinem Präventionsprogramm an Schulen und zeigst den Jugendlichen, was passieren kann, wenn man sich für diesen Weg entscheidet. Denn Prävention heißt nicht einfach nur Nein zu etwas. sagen, es ist so viel mehr. Schön, dass du heute bei uns bist und uns davon erzählst. Ich freue mich sehr, dass du da bist. speaker-1: Danke, ich freue mich auch. Das hast du sehr schön zusammengefasst. Und beim Thema Prävention geht es nicht darum zu sagen, nimm halt keine Drogen. Weil wenn du einem süchtigen Menschen sagst, nimm halt keine Drogen, ist es genauso, als würde ein Rollstuhlfahrer aus seinem Rollstuhl raus treten und sagen, ja lauf halt. Oder bei Menschen mit einer Angststörung sagen, ja brauchst keine Angst haben. Ja, super, da kann ich es auch gleich lassen. speaker-2: Ja, Menschen mit einer Krankheit. Ich habe Neurodermitis und wenn Leute zu mir sagen, hör auf zu kratzen, fühle mich auch immer so richtig. Alles klar, ja, danke für die… Ich habe es gar nicht versucht. Das ist nichts. speaker-0: Ich bin sehr gespannt auf die Folge. Wir starten direkt rein. Wir haben gerade im Vorgespräch schon gut geredet und waren recht schnell auf einer Wellenlänge. Deswegen glaube ich, dass wir heute und hier und ich muss ganz kurz die Technik fragen, Nico, weil eine Sache irritiert mich jetzt. Da aus Janas Mikrofon, da kommt so ein Kabel raus, das aber vielleicht eigentlich im Mikrofon stecken sollte. Hat das einen Sinn? Ich frag für nen Freund. speaker-2: Ich trage auch für eine Freundin. Vielleicht. speaker-0: Also ich weiß es nicht, nur mich irritiert das. Da sagt mein innerer Monk wirklich, ist doch was. Bei Dominik steckt das Kabel drin, bei mir steckt es auch drin, bei Jana steckt das Kabel aber einfach nicht drin. speaker-2: Ich hab keinen Stecker drin. speaker-1: Schalt die Gläser fest, das wird. speaker-2: Ich habe keinen Stecker drin und eigentlich bin ich gar nicht echt. speaker-0: So, ich weiß nicht, hat das jetzt irgendwas gemacht? Müssen wir jetzt neu anfangen oder? Es ist nur eine interne Verarbeitungsgeschichte. So, das heißt, damit ist dieses Bedürfnis von mir auch gestillt worden. Drogen haben ja auch viel mit Bedürfnisstillung zu tun, ⁓ diesen Übergang gleich zu machen. Ich meine, manche klinken sich dann was ein, was für ein Übergang, ⁓ irgendwie wieder klarzukommen. Du hast auch deine Erfahrungen damit gesammelt. Wir haben im Vorgespräch schon gemerkt, wir sind ziemlich auf einer Wellenlänge. Das heißt, ich spreche einfach mal die leichte Warnung aus. Wir reden hier über ein ernstes Thema Drogen, Drogenkonsum. Und gleichzeitig könnte es sein, dass wir an manchen Stellen trotzdem auch Humor reinbringen und einfach vielleicht bisschen Leichtigkeit auch in dieses schwere Thema bringen. Dominik, mit 21 Jahren verrät ich deinen besten Freund bei der Polizei. Dein Anwalt sagt dir beim ersten Zusammentreffen für 2 Kilo Speed, 100 Gramm Koks und 1000 Pillen musst du mit 5 Jahren rechnen. Du konsumierst jeden Tag gleichzeitig 1 Gramm Crystal, 1 Gramm Koks, 5 Gramm Speed und das Weed. Was du nachher rauchst, zählt noch nicht dazu, wahrscheinlich zum runterkommen. Kannst du einmal für Menschen, die noch nicht so stark in Berührung mit Drogen gekommen sind, erklären, was du zu dem Zeitpunkt überhaupt noch gefühlt und wahrgenommen hast? speaker-1: gefühlt und wahrgenommen habe ich, ja, also da es mit dem Fühlen und Wahrnehmen schon immer schwierig war, ich alles dafür getan, ⁓ das eben nicht tun zu müssen und dafür habe ich mir alle möglichen Drogen rein geknallt. Auch diese Aufzählung, da waren noch andere Sachen, also man kann sagen, ich habe so alle zehn Minuten irgendwas konsumiert, ⁓ mich aus dem Zustand rauszuholen. der einfach präsent war, nämlich völlig mit Drogen zerstört. Mehrjährige Haftstrafe steht vor der Tür. Und als Dealer oder als Krimineller war mir schon klar, dass das irgendwann passiert. So Sondereinsatzkommando und so was. Aber mein Plan war ja gewesen, dass ich einen Koffer mit 30.000 in bar hab, gefälschte Ausweise, Maskenbilder macht mir ein anderes Gesicht und so. Und dann bin ich natürlich auf dem Weg da raus. Aber Da ich selbst mein bester Kunde war, habe ich überwiegend alles selber verballert und den Rest verschenkt. Also sprich, ich hatte kein Geld und keine Ahnung, was ich machen soll. Einfach völlig. Ich beschreibe es mal anhand eines Bildes, dann könnt ihr meinen Zustand selber definieren. Also ich bin in einer 2-Zimmer-Wohnung, die ist aber schon sehr vermüllt. Es ist so eine messy Wohnung. Jeder, RTL 2 feiert und kennt, weiß, wie so eine Bude ausschaut. Und ich bin da drinnen. Ich wiege 50 Kilo. Ich habe 6 Tage nicht geschlafen. Ich bin mehr grün als irgendwie lebendig. wirke eher wie ein Zombie und habe keinen Stoff mehr. In der Küche ist so ein ... Die wurde schon seit einiger Zeit nicht mehr betreten. In der Spüle ist ein Topf mit Essensresten. Daraus ist ein Schimmelball gewachsen, der die halbe Küche ausfüllt. Unten so ekelhafte Brühe auf dem Boden. Und ich brauche was zu ziehen. Und der ... der mich verraten hat später, der wurde gerade mit meinem Zeug erwischt, also weiß ich nicht, was ich machen soll. Dann komme ich auf die geile Idee, wahrscheinlich habe ich Speed irgendwo in der Wand verbaut, suche danach, also mache die Wand an diversen Stellen auf, robbe rum, finde nichts. Natürlich hatte ich immer den Paranoia Kick, dass die Sondereinsatzkommando gleich die Wohnung stürmt, was vier Wochen später auch passiert ist. Aber ⁓ diesen Film zu befriedigen, habe ich mit dem Fernglas aus dem Fenster geschaut. Ich hatte aber keinen, sondern habe das Fernglas selber mit meinen Händen gemacht. speaker-0: Ja, also, sarkastisch gesagt, klingt nicht nach so viel Spaß. speaker-1: Nee. Und wäre ich nicht vier Wochen später verhaftet worden oder viel mehr hätte ich mich nicht gestellt, wäre ich mit 21 noch draufgegangen. ich hätte mich zur Tode konsumiert. speaker-0: Was ich mir vorstellen kann, ist, manche Menschen, hören, jetzt vielleicht, und wir wollen ja auch so bisschen die Tür öffnen für Menschen, die mit dieser Welt nichts zu tun haben und ja, im besten Fall auch nie was zu tun haben werden. zu verstehen, was da passiert hinter dieser Tür. für mich klingt das jetzt so, dass oder ich höre ganz häufig, dass die Leute natürlich denken, ja aber dem muss es dann ja gut gegangen sein, weil der hat ja Drogen genommen und Drogen führen ja zu einem Heilgefühl. Und wenn ich high bin, dann geht es mir irgendwie gut. Wenn man das hört, klingt das ja aber gar nicht nach irgendeinem guten Gefühl. Wie lange hat denn, also alle zehn Minuten, wie lange hat denn den Rausch überhaupt noch angehalten? War dein Gehirn überhaupt noch in der Lage, einen High zu kreieren? speaker-1: Also ich hab zwar die ganze Zeit konsumiert, aber ich war nicht high im Sinne von ich fühl mich gut und ich jetzt hier ein geiles Leben, weil dieser Zustand der Küche, der hat hier sehr viel über meinen Geisteszustand ausgesagt und es war ja nicht der Plan. Niemand, absolut niemand wacht auf und denkt sich, ey ich fang jetzt an Drogen zu nehmen und in fünf Jahren bin ich total am Arsch, psychisch kaputt, Schulden, alles kacke. Pass auf, aber Masterplan, ja später bin ich tot. Weil jeder, der Drogen nimmt, will dadurch sein Leben verbessern. Wir suchen ja alle nach so einer schnellen Lösung für ein komplexes Leben. Mit Social Media und dem das ist alles nochmal gesprengt. Und Drogen waren für mich dieser schnelle Ausstieg, also quasi von Mobbing und süchtigen Eltern rauszukommen, war dann letztendlich Drogen dieser Ausstieg. Und Drogen sind geil, machen dich aber kaputt. Sie sind nicht nur geil und sie machen dich nicht nur kaputt. Sie sind, wenn du sie nimmst und diese Wirkung reinballert, verdammt heftig. Eben nicht nur toll, weil wären sie nur toll, würdest du sie nicht mehr nehmen oder wären sie gar scheiße, sondern es ist so geil, dass du denkst, du hast die Lösung für all deine Probleme gefunden. Und weil der Anfang, also dieses künstliche Glück so intensiv ist, nämlich auch diese ganzen körperlichen Schäden und diese geistige Alles, dieser ganze Müll, der danach passiert, den nehme ich in Kauf, weil die Drogen am Anfang so stark wirken. als ich mich da in dieser Wohnung befunden habe, habe ich zwar alle 10 Minuten konsumiert, aber es ging mir durchgängig scheiße. Körperliche Schmerzen, Depressionen, Panik. Weitestgehend war es so, dass ich so viel konsumiert habe, ich eine Nebenhöhlenverätzung hatte. Ich habe mir ständig Schleimfäden aus dem Rachen gezogen. Ich habe einfach irgendwo in die Wohnung gepisst. Ich habe es gar nicht mehr geschoben. Also es ist kein Zustand, irgendwie erstrebenswert ist. Aber meiner Meinung nach kommt es irgendwann zu diesem Crash, wenn man kontinuierlich sich Drogen knallt. Weil viele der Menschen sind Oder viele Jugendliche, die ziehen sich die Deutschrap-Videos rein, dann Serien wie 4 Blogs, schnelles Geld und diese ganzen Dealer-Sachen, was ich auch gemacht habe. Und dann kommt die nämlich zur Erkenntnis, ja, natürlich kacken die Leute ab, aber das sind auch Opfer. Also ich mach's halt richtig. Und mit dem gleichen Hintergrund bin ich ja auch an das Ganze ran. Aber Crystal und diese ganzen chemischen Drogen, sind so stark, es brennt einfach früher oder später eine Sicherung durch. Und es führt zum Kontrollverlust. Wenn du diese Droge nimmst, dann wird der erste Höhenflug unfassbar sein, aber es geht doppelt so tief runter wie es hochging. speaker-0: Ich finde den Satz, du gerade gesagt hast, Drogen sind geil und warte mal, wie ging er weiter? machen dich aber kaputt. Sehr, sehr wichtig, weil ich finde, er spricht eine Wahrheit an, die gerne unter den Tisch gekehrt wird. speaker-1: machen dich ab... speaker-0: Da hatten wir auch im Vorgespräch einmal darüber geredet, wie wichtig das ist, das einfach anzuerkennen. Denn würden alle Menschen wirklich glauben, Drogen sind schlimm und schlecht und scheiße, was wir uns ja wünschen würden. Ich fände es ja jetzt auch toll, dass alle Jugendlichen die Finger davon lassen würden. Aber irgendwo, da gibt es ja die Wahrheit, dass diese Drogen, da können wir sogar Social-Media-Sucht mit einbeziehen, was ja auch eine Form von Drogen ist, wenn ich da ständig scrolle und mein Dopamin pushe. speaker-1: Das ist die Einstiegsdroge. Leute, wenn ihr wissen wollt, ist jetzt Alkohol oder Cannabis? Nein, Social Media. Dann Energydrinks, Vapes, Snooze und dann kommen die anderen Sachen. speaker-0: Und wenn man dann überlegt, dass wir über Verbote von Cannabis diskutiert haben und Vapes direkt freigegeben wurden oder Snooze für die, es nicht kennen, das ist so eine Tabakform, die man sich glaube ich vorne in zwischen die Zähne schiebt. speaker-1: hatte den Hype in der Pandemie, weil an sich eine kluge Handlung, wenn sie nicht selbstzerstörerisch wäre, die Kinder mussten ja Maske tragen und dann haben die sich das unter die Lippe geschoben mit der Maske an, weil sie dann quasi heiß sein konnten, ohne dass jemand bemerkt hat. Bei mir haben sich dann verstärkt Schulleitungen gemeldet und gesagt, fallen die Kinder einfach ⁓ so viel, weil so wie, jetzt würdest du zehn Zigaretten auf einmal rauchen und irgendwelche elf Jährigen tun sie das dann rein, die haut es einfach speaker-0: Wahnsinn. Also noch ganz kurz, nochmal zu beenden. Ich finde den Satz so wichtig, weil ich finde, er spricht die Wahrheit an. Und ich finde es immer schwierig, wenn man die Wahrheit nicht anerkennt, die für Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene da draußen existiert, dann können wir nicht ans Problem rangehen. Wenn Drogen geil sind, weil sie mir eine kurzfristige Stellung eines Bedürfnisses geben, ob das Snooze ist, ob das das Handy ist, ob das Speed ist oder ... Crystal, wie auch dein Buch heißt, ich halte sie einmal in die Kamera, dahin Crystal... ...ein Junkie packt aus, im Uhlstein Verlag erschienen, dann kommen wir ja nicht an die Lösung des Problems, denn wenn wir so tun, dass Drogen alle voll schlimm sind und wie immer nur den Absturz in den Vordergrund stellen, die Kinder oder Jugendlichen das trotzdem als erstes probieren. Sie haben immer gehört, das ist voll schlimm, aber das Erstergebnis ist ja... hä? speaker-1: Kristall. Alter Leute, super! Wenn wir in der Schule immer nur vermitteln, Drogen sind schlecht. Mein oberstes Ziel ist es, den Schülerinnen mit meiner Geschichte eine Information zu geben, die sie vorher nicht hatten und dass sie dann nachvollziehen können, wie so ein Weg ist. im Fernseh sieht, vorher Nachherbilder, Crystal Meth, Christel Meth, wie sie es auch immer bezeichnen, dann heißt, okay, der Mensch war gesund, glücklich, so, und dann nimmt er diese Droge und in zwei Monaten ist er völlig am Arsch. So, und dann, so. Aber das ist ja Quatsch. Also, wenn ein Mensch glücklich wäre, wieso sollte er das dann was nehmen, was nur konstant Scheiße ist und ihn umbringt? Das keinen Sinn. Mein Vater hat immer mit Zigarette rauchen und Bierflasche in der Hand, hat immer gesagt, fang nie das Rauchen an. Und das 90er, also alle haben geraucht, ich hab das gehasst, aber alle haben's gemacht. Und einmal saß ich dann in der Schule und da hat ein Mädchen hinter mir gesagt, ja, aber wenn du selber rauchst, dann stört's dich nicht. Und dann dachte ich, Jetzt weiß ich's. Weil es muss ja einen Grund geben. speaker-2: Jetzt habe ich die Lösung. speaker-1: warum die Leute das machen. man schlittert dann da einfach so rein und es baut sich auf und dieses Drogen sind geil, machen dich aber kaputt. Das beschreibt einfach den Weg eines Menschen, konsumiert. Es ist einfach und es ist zusammenhängend. kann und ich wurde ja mal vom Gesundheitsamt Dortmund war es glaube ich verboten, weil die gesagt haben, ja das sagt Drogen sind geil. Da hab ich nicht gesagt, sag Drogen sind geil, dich aber kaputt. Das Einsatz kann man nicht. Du kannst nicht Wörter rausnehmen und sagen, ja irgendwas. das ist es. Und wenn ich den Kindern nämlich erzähl, Drogen sind scheiße und auch wenn es Zielgut ist, die davon abzuhalten, aber wenn ich immer nur das Schlechte erzähl und die rausgehen und sich dann nämlich die Deutschrap-Texte reinziehen und dann das erste Mal einen Scheun rauchen oder eine Pille schmeißen, stellen die fest, alter, total geil. Weil das ja die Funktion der Droge ist. Das ist bei jedem so. Und weil das so ist, oder anders, wenn man den Leuten erklärt, es ist nur konstant Scheiße und die nehmen es und denken, und es ist dann geil, dann denken die, ja, das trifft auf mich ja nicht zu. Ich dachte auch, ich bin das Wunderkind. Ich dachte, ich bin der Einzige, der Drogen nehmen kann und bei dem es geil ist. Nein, Leute, es ist überall so. speaker-0: Der Rest ist vielleicht auch gelogen, was die Leute erzählt haben. speaker-1: Genau, das war meine Erkenntnis. Und gleichzeitig so, habt alle gar keine Ahnung. Ihr labert irgendwas. Wieso sagt ihr, dass Drogen scheiße Weil wenn ich die nehme, dann sind meine Angstzustände weg, die ich von Prügelattacken in der Schule teilweise heute noch mit mir rumtrage. Wenn ich die Drogen genommen habe, war das weg. Und das hat bisher nichts anderes geschafft. speaker-2: Was ich so spannend finde, das Wort Kontrolle in diesen ganzen Geschichten, weil es ist ja letztendlich erstmal super wie offen und echt, wenn darüber reden kannst und das auch transportieren kannst, aber das fehlt ja meistens. Ich habe mich gerade versucht zu erinnern, wie war das bei mir? ⁓ Meine Eltern waren irgendwann an dem Punkt, dass sie gesagt haben, wir gucken jetzt in den Straßen von New York, sondern ziehen wir uns diesen Film rein und dann Christian Helft. Und trotzdem habe ich mich genau bei dem erwischt, was du gerade gesagt hast, ja, krasser Film, heftige Bilder, aber ich hätte das ja unter Kontrolle. Was ist jetzt damit geholfen oder was ist jetzt passiert? speaker-1: Entschuldigung, das Unterbrecher. Man sieht solche Filme und dann denkt man sich, an dem Punkt, die noch Pillen werfen und abgehen und super, also das, sie da Heroin spritzen und völlig am Arsch sind, so das lass ich weg. Ja. So, ich mach das auch, das lass ich weg. Super Idee, geil, Und Sucht, das geht nicht. Und diese Kontrolle, von der du gesprochen hast, die gibt's nicht. Aber sie würde durch die Droge vorgespielt. So, man kann... speaker-2: Genau, das muss ich weg. speaker-1: relativ gut herausfinden, ob jemand schon voll drin ist oder nicht. Und zwar ist es, wenn die Person gerade konsumiert oder konsumiert hat und die erzählt dir dann, dass sie jederzeit damit aufhören kann. speaker-2: Wenn wir mal das Wort Sucht einmal mit einbeziehen, also es ist ja Social Media Sucht, Konsumsucht, Sexsucht, was es nicht alles für Süchte gibt im Sinne der menschlichen Reise. Alkohol ist natürlich auch ein Thema, wo man darüber sprechen kann. Gibt es denn für dich kontrollierte Süchte? Also gibt es für dich dieses Ich kann kontrolliert trinken, ich kann kontrolliert könnte ich Drogen nehmen, könnte kontrolliert Sport machen. Also gibt es überhaupt die Kontrolle? speaker-1: Also es gibt alles und es gibt Menschen, können Cannabis so konsumieren, dass sie ein funktionierendes Leben haben. Aber darin besteht ja auch schon wieder der Trugschluss. Menschen, konsumieren, die bauen sich ja dann so ihre Welt. Also Beispiel, die Leute fangen Cannabisrauchen an und können sie alles machen, cool, Festival, die erleben viel. Aber dann kiffen die immer mehr und irgendwann haben die seit fünf Jahren nicht mehr ihre Wohnung verlassen, außer zum Stoff holen. Und meiner Meinung nach haben die ihr Leben verkackt. Weil das sollte nicht das Ziel sein, einfach verkifft Jahrzehnte in einer Bude vor sich hin zu vegetieren. Ich bin davon überzeugt, dass jeder so seine Bestimmung, Mission und Aufgabe im Leben hat und das ist von niemanden die Bestimmung. wenn du die Leute in dem Zustand fragst, hast du unter Kontrolle? Ja klar, alles super, passt doch. Also es ist immer so eine Sache der Bewertung, aber es gibt Menschen, zum Beispiel beim Alkohol, also keine Ahnung wie viele Leute jetzt wirklich trinken, aber sagen wir einfach mal so zwei Drittel von den Menschen, die in Deutschland wohnen, trinken ja. Und es sei allen vergönnt. Und ich bin auch so bisschen neidisch auf diese Leute, die ab und zu trinken können und so was, weil ich kann das nicht. Bei mir. Ich habe auch nie getrunken. Ich habe immer nur gesoffen. Ich habe mich immer nur weggesprengt. Ich bin neidisch auf diese Leute, weil es ja auch zum Leben dazu gehört. sagt ja, Alkohol ist so der gesellschaftliche Klebstoff. Wenn du im Theater bist, da trinken die Leute auch ihren Wein. landen aber später nicht vollgekotzt in ihrer Messiebude. Also man weiß es nicht, wahrscheinlich jetzt nicht. Es gehört dazu, und es ist auch ein cooles Ritual so. Und mir, ich jetzt 16 Jahre clean und 13 Jahre trocken, mir fällt es immer noch schwer so bei so einer Grillfeier so, trinkst du nix, warum trinkst du nix, ist Katastrophe. Heute oder nein, generell. so, es ist immer schwierig und... Es gibt Menschen, die können das kontrollieren, mal mehr und mal weniger, aber es hängt immer einfach von dem Umfeld ab, von den Schicksalsschlägen. Weil wenn du jetzt beispielsweise vergewaltigt wirst oder starken Missbrauch erfahren hast oder so, was mir SchülerInnen einfach erzählen und denen einfach nichts hilft und die mir dann erzählen, dass die Pille Das Gefühl durch Ecstasy ist einzige, was sie vom Selbstmord abhält. Man muss die Hintergründe immer kennen und dieses Bewerten und sagen, bei dem war es jetzt so und der kann es kontrollieren, deswegen kann es der auch kontrollieren. ist alles Quatsch und ist auch keine zielführende Frage, weil die Frage ist ja immer, was hat der Mensch erlebt, dass er sich wegsprengen muss, welches Bedürfnis ist nicht erfüllt und wie kann ich es auf natürliche Art Weise füllen? mich mit der Frage beschäftige, dann ist das alles so legalisieren wir jetzt Cannabis, ja oder nein, dies das. Das sind dann alles so zweitrangige Fragen, weil es geht doch darum, was muss ich den Menschen geben, damit er das Beste aus sich und seinem Leben machen kann und das Beste, ist ja sein Ding. Was bedeutet das Beste für dich? Familie zum Glauben finden, sportlich ausleben, Familie. Es gibt so viele verschiedene Sachen und ich muss aber den Menschen zeigen, wie die dahin kommen. Weil wenn sie Bock auf ihr Leben haben, wenn sie gerne hier sind, dann werden sie konsumieren, aber sie werden sich nicht wegspringen. speaker-2: Und mit 24 hast du dann deine Geschichte aufgeschrieben. Und da passt die Frage super, weil was war damals dein Warum? Also die Aufarbeitung und auch diese Warnung, diese Befreiung und warum hattest du dann diesen Ruf in dir? Also wie hast du deinen Warum? speaker-1: Ich hatte noch nie ein Buch wirklich ernsthaft gelesen und dann dachte ich, schreib's da eins, bist Bestsellerautor, Millionär, fliegst mit dem Hubschrauber auf Veranstaltungen rein. Und die Idee ist im Knast entstanden und das war in einer Helikopter gekommen. Praline ist so eine Sexzeitschrift, die lag da einfach, das war irgendwie überlebensnotwendig auf jeden Fall. War da so. speaker-0: Deswegen ist es heute auch ein Fall. speaker-1: Ein Bericht von Johann Johansson, der Hundertjährige aus dem Fenster stieg, verschwand, mega Bestseller, der fliegt jetzt nur noch mit Hubschrauber und dann dachte ich, im Knast, das mach ich jetzt auch. Das war auch irgendwie so das einzige, was mich die Praline hat mich gerettet, auch wenn ich sie ungern angefasst habe, weil die Zeiten, also da habe ich jahrelang aufgearbeitet. Also ja. speaker-0: Also hat dich die Praline gerettet. Hahaha speaker-1: So und weil im Knast auch vielleicht, also ein wichtiger Teil der Story ist, in der Schule war ich Mobbingopfer. Ich war leider der Schwache. Hab auf die Fresse bekommen, wurde geschlagen, angespuckt, volle Palette. Meinen Eltern habe ich aber davon nicht erzählt, weil die selber süchtig sind. Papa Alkoholiker und meine Mama medikamentenabhängig, hat eine Angst und Panikstörung. Als Kind wusste ich nicht, es ist, aber hab schon bemerkt, dem geht's jetzt nicht gut. Wenn ich denen erzähle, der Schule werde ich geschlagen, dann machen die sich mehr Sorgen, also hab ich ein Geheimnis draus gemacht. Dann hab ich angefangen, Drogen zu nehmen. Und dann dachte ich, bin der King, Auserwählte, der Master of Universe, Kampfschottboss69 hab ich mich genannt. Und das ist oft so, wenn ich das erzähle, dann sind immer alles so ganz, also diese Trauer, so viele denken, so Aufklärung muss immer in so einer Trauer stattfinden und das, also da, das ist so wie Pfefferspray für meine Seele, ist ganz schlimm. So, also auf jeden Fall habe ich die Drogen reingeballert, dann konnte ich auf Drogen in dieser kriminellen Welt bestehen. Aber im Knast hatte ich die Drogen ja nicht mehr und da war ich wieder das Mobbing-Opfer aus der Schule, nur umgeben. von 330 psychopathischen Straftätern. Also Hochsicherheitsjugendknast und da sitzen Leute, die haben ihrem Vater 47 mal so einen Schraubenzieher in den Schädel gestochen, weil der Zitat der Hurensohn kein Geld geben wollte. Oder haben ihre Mutter bei lebendigem Leid mit der Axt zerstückelt. sind nicht so die größtmöglichen psychopathischen Straftäter sitzen da und ich. Aber ohne Drogen wieder als Opfer. speaker-0: Das heißt aber, wenn ich einmal da reingrechen kann, du warst in der Schule, hattest du also mit diesen ... Mobbing zu tun. Und natürlich dann auch diese Gefühle dazu entwickelt. Dann kam die ganze Drogenphase dazwischen, die da körperlichen Raubbau betrieben, da da. Und dann landest du da wieder. Und da ist eigentlich so gesehen das Umfeld noch viel heftiger. Weil damals waren es Mitschüler und jetzt hast du Straftäter da. Bevor es mit dem Podcast weitergeht, eine kurze Information in eigener Sache. Denn ich freue mich gerade riesig auf das, was wir zurückbringen. Das ist etwas, was wir vor Jahren schon mal gemacht haben und worauf uns heute immer noch viele Menschen ansprechen. Am 3. Oktober veranstalten wir in der Westpress Arena in Hamm wieder unser Eltern-Kind-Event. Ein Tag für Familien, ein Tag für starke Kinder und ein Tag voller gemeinsamer Erlebnisse. Gemeinsam mit Jana werde ich auf der Bühne stehen und mit den Kindern an verschiedensten Themen arbeiten, beispielsweise wie gehe ich mit Beleidigungen Wie setze ich Grenzen? Wie gehe ich mit meinen Gefühlen ⁓ Und wie schaffe ich es auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben? wie kann ich das bewältigen? Gleichzeitig bekommen Eltern jede Menge Impulse, wie sie ihre Kinder auf diesem Weg begleiten können. Und dazu gibt es noch Musik, Bewegung, Show, Mitmachaktion und ganz viel besondere Momente. Begleitet werden wir beispielsweise von Carlys Glücksfunk und Music Mule. Und zum Abschluss feiern wir gemeinsam ein großes Konzert mit Santa. Wenn du deinem Kind also einen Tag schenken möchtest, der stärken Mut macht und euch als Familie verbindet, dann schau unbedingt vorbei. Alle Informationen und Tickets findest du auf unserer Webseite. Vielleicht sehen wir uns also am 3. Oktober in Ham. Jana und ich würden uns riesig freuen. Alle Infos findest du auf event.starkfuerkinder mit... Starkfuerkinder mit D.E. Starkfuerkinder.de mit U.E. geschrieben. So, und jetzt geht's weiter im Podcast. Damals waren es Mitschüler und jetzt hast du Straftäter da. Ist dir das sofort bewusst geworden, wo du da reingerutscht bist? hat das... Also ich stell mir das jetzt so vor, du warst ja auch noch ein Stück weit benebelt so. Oder war da auch der kalte Entzug mit dabei? Also wie ist dieser Moment gewesen? speaker-1: Also mein Plan war gewesen, ich hatte meine eigene Cannabis-Sorte und ich habe so eine Art Breaking Bad geplant, mit Cannabis, mobiler Untergrund, Grow Keller mit gewerbsmäßiger Bannkriminalität und so weiter und so fort. Was an meinem Plan aber nicht funktioniert hat, ich war selber mein bester Kunde. Und hab mir einfach von früh bis abend einen Stoff reingezogen. Das heißt, ich konnte diesen Plan, ich war zu verballert, ⁓ das in die Tat umzusetzen. Ich hatte schon meine eigene Cannabis-Sorte und ich wusste, der Plan stand, aber ich war zu verballert, ⁓ ihn umzusetzen. Und dann ... Deshalb stehe ich quasi gedanklich in diesem Prokeller. Das war schon alles umgesetzt, jetzt habe ich völlig die Frage vergessen. speaker-0: Und da bist du im Gefängnis gelandet plötzlich. wie war dieser Moment, du... Wann hast du das realisiert quasi auch, was da überhaupt passiert? speaker-1: Ich hab die ganze Zeit, das ist, dieses Leben war mehr oder weniger wie so ein Traum. Also mein Ziel war es ja, von diesem schwachen Mobbing-Opfer der zu werden, der am Start ist. Also Bushido, Sido, Agro Berlin, Sido war damals noch der A****-Mann, also zu anderen Zeiten. Und bei Bushido weiß man heute auch, war jetzt nicht ganz so, er erzählt hat. Aber ich hab das nachgemacht, weil ich dachte, den haut keiner in die Fresse. einfach... Eins zu eins habe ich den Weg kopiert, damit ich mich da rausholen kann. ich wollte, das war wie so, ich sitze in so einem Kochtopf und ich will irgendwie mich brennen sehen. Hab lauter Feuer gelegt und immer noch mehr und ich wollte, dass das alles noch mehr brennt und ich noch und ohne Drogen im Knast habe ich dann gesehen, erste Mal, wie groß eigentlich dieses Feuer ist, aber konnte nicht mehr raus, weil ... Jugendhaftanstalt und ich war in fünf Haftanstalten. Kinder machen meist so Jugendliche nach Abitur, so Weltreise. Und ich war in fünf Haftanstalten auf 18 Gängen in 30 Zellen. war so mein Ding. Und im Erwachsenenknast, da kommst du ganz gut durch, wenn du jetzt keinen auf dicke Hose machst und wenn du dich an die Regeln hältst. Und da konnte ich so diese Maske von Ich eigentlich der coole Dealer, aber jetzt würde ich halt aufrechterhalten. Aber Hochsicherheit Jugendhaft bedeutet, da gibt es eine Opfer oder Täter und entweder du fickst oder du wirst gefickt. Es gibt da nichts dazwischen. Und die haben sofort gesehen, dass ich ein Opfer bin. So und das, was ich da erlebt habe, war alles so schlimm, dass ich versucht habe, mich zu erhängen. Ich könnte jetzt eine Helden-Story erzählen, dass ich dann den Mut gefasst habe und dies das. Ich hatte zu große Angst ⁓ mich. speaker-0: Mhm. speaker-1: zu erhängen. Konnte es deswegen nicht. Und dann gab es, und dann kam quasi meine ADHS-Superkraft ins Spiel, nämlich ich habe mich körperlich oder geistig habe ich mich von meinem Körper verabschiedet und bin immer in so schwierigen Situationen, dass ich meinen Verstand verabschiedet und war dann unter anderem auf Bühnen gestanden, mit dem Hubschrauber geflogen, Bestseller und das war so meine Überlebensstrategie. speaker-0: Das heißt, bist auch, und das fand ich, ich hab mir das gerade direkt aufgeschrieben, Deutschrap. Weil da bin ich hängen geblieben. Ich selber bin auch Deutschrap-Hörer gewesen früher und meine Vergangenheit hat... Parallel zu deiner ist aber dagegen, also ich hab dann das Kinderbuch geschrieben. So, aber das ganz kleine Kinderbuch. Und trotzdem hab ich mich wieder erkannt in dieser Geschichte Deutschrap. Und damit sind wir ein bisschen mit dem Thema Vorbild auch. Meine Frage ist, wie viel, was glaubst du, wie viel Verantwortung haben auch Musiker aus der Deutschrap-Szene oder darüber hinaus, man kann auch andere Musikgenres nehmen, die gewaltverherrlichend sind, das ist nicht nur Deutschrap. Was glaubst du, wie viel Verantwortung tragen diese Menschen? speaker-1: Das ist immer eine schwierige Frage, es ja eine Kunst ist. Ich finde zum Beispiel wahnsinnig toll, dass Menschen, die entsprechende Sachen erlebt haben, das jetzt in ihrer Musik verpacken und was Produktives daraus machen, also für sich daraus geschaffen haben. Der Fail ist aber, dass Also die berichten ja aus einer Welt, die sie erlebt haben, teilweise ausgedacht, wie auch immer, aber befinden sich ja nicht mehr in der Welt. Aber der Deutschrap ist so gut gemacht, wir haben ja mittlerweile auch so Zustände wie in USA, die sind alle Multimillionäre und so, in den Charts, das gab es ja vor 15 Jahren, 10 Jahren gab es das ja gar nicht, und die berichten aus dieser Welt durch ... Das berichten haben sie es aber daraus geschafft. Aber die Leute, die es zuschauen, die denken, ey, wenn ich da hinkommen will, dann muss ich das machen, was die erlebt haben. Dann bin ich auch da, dann schaffst auch ich daraus, aber du schaffst nicht daraus, sondern du kommst da rein. speaker-0: dann schaff's auch ich daraus. ist eine ähnliche Geschichte eigentlich wie diese, ich mach's bis kurz vorm Heroin, aber dann schaff ich den Ausstieg. Und viele schaffen ja aber genau diesen Ausstieg nicht. Vielleicht wird es da nicht Heroin, aber der Konsum wird so doll, dass sie trotzdem, wie du es ja geschildert hast, paranoid die Gardine zur Seite schieben für den Koksrausch und nichts mehr von, ich bin der High Performer auf Koks, sondern ich sitze alleine auf der Couch und habe Sorge, dass das Lichtschimmerchen eine Taschenlampe ist. speaker-1: Oder halt noch subtiler, weil jetzt werden einige zuhören, einige zusehen und sich dann denken, ja, also kein Wunder, dass ihm das jetzt da passiert ist mit süchtigen Eltern, Mobbing. Ich hatte nämlich auch noch einen schweren Unfall, einen dreifachen Schädelbasisbruch mit Innenoabriss. Musste laufen, lesen, sprechen, erst wieder lernen mit neuen, deswegen war ich das Mobbing-Opfer, weil ich so Reiferückstand da hätte. Und durch die Prügelattacken in der Schule, süchtige Eltern, dann Drogen, dies das. speaker-0: Vielen speaker-1: Klar, dass ihm das passiert ist, hat ja aber nichts mit mir zu tun. Und wenn du jetzt sagst, auf Coke irgendwelche Paranoia schieben, man da durch den Türspion, das ist für die meisten Menschen schon wieder zu abstrakt und zu weit weg. Klar, sowas gibt es im Tatort, ja, aber das betrifft ja jetzt nicht mich. Aber es gibt ja die Leute, die ohne Alkohol zu trinken gar nicht auf ihre Arbeitsstätte gehen können oder mit Medikamenten. Also wenn die Angst ... dich so beherrscht, dass du ohne Medikamente nicht mehr am Leben teilnehmen kannst, dann ist es eine Krankheit. Aber wenn du die Medikamente dann selber dosierst, dann ist es eine Sucht. Weil für die Krankheit kannst du nichts. Wenn du eine Angststörung hast, dann muss man herausfinden, warum es passiert. Dann gibt es Medikation, Therapie. Sowas müssen dann auch Experten machen. Da reicht es jetzt nicht, dass du einen Onlinekurs kaufst von irgendwie Freaks, damit mit dem Leid anderer Geld verdienen wollen, sondern du brauchst da wirklich Hilfe. Aber und so was zum Beispiel auch bei meiner Mama. Die war halt dann bei drei, vier Ärzten und dann hat sie das so selber dosiert. So und das hat da nichts mehr mit einer Medikation zu tun. ist und. Bei dem Bild sehen sich viel mehr, weil der Generalsekretär der Bundesjugendkonferenz weiß jetzt leider nicht mehr, wie er heißt. Ich habe. speaker-0: Gietner. speaker-1: Keine Ahnung, der... speaker-0: Ich hab keine Ahnung. speaker-1: bin froh, dass mir Generalsekretär die Bundeszugendkonferenz gemerkt hat. speaker-0: Quentin Gärtner. genau. Der ist es nicht mehr, aber der war's. speaker-1: Von dem habe ich das gesehen, man weiß, jedes vierte Kind stuft seine Lebensqualität als gering ein. Das ist jetzt ja keine Quote, der wir irgendwie, wo man sagt, naja, besser als jedes dritte Kind. speaker-2: Und wir legen ihnen aber die Sucht direkt vor die Nase, also die Social Media Sucht. speaker-1: Und dann welches? Komm, hier, gönn dir dies das, aber mach was aus deinem Leben, Kinder sind unsere Zukunft, aber jetzt Budget für externe Projekte haben wir jetzt auch nicht. speaker-2: Ja, habe mir auch gerade versucht daran zu erinnern, wann ich mal so in so einer Situation meines Lebens war. Ich kenne das noch, fünf Mark Zigaretten kaufen. Da musste man sich auf die Schultern des anderen stellen, ⁓ da oben anzukommen. Und man wollte halt rauchen, weil das war so cool, weil alle geraucht haben. Das, du erzählt hast. In den 90ern alle haben geraucht. Mein Büroschachtel lag immer auf dem Tisch. Werbung dazu. Das war cool. Da hat man sich auch cool gefühlt. Kaugummi Zigaretten. speaker-1: Guck geil, der raucht schon heuer. speaker-2: Ja, und jetzt ist aber ja nichts anderes. Die Erwachsenen haben das Handy in der Hand und leben das ja in der Form auch genauso vor. Ich war auch mal, übrigens kann ich hier gestehen, ich glaube, ich war mal uhu-abhängig. Ich habe ein uhu-Kleber geschnüffelt. speaker-1: Ach, das hab ich noch nicht. Da kommt ein TikTok-Wheel-Spieler. speaker-2: Da habe ich immer heimlich an meinem Klebestift gerochen. Und man immer Sorge, dass ich erwischt werde. Darauf will ich jetzt erwischt werden. dieses, also erstmal was du erzählst, dieses warum dahinter diese Geschichte, die findet aber ja trotzdem im Kontext der Schule und den Menschen, die dich begleitet haben, da geht dir keiner mal auf einen Menschen zu und fragt, was ist eigentlich alles so dahinter, sondern man findet seinen eigenen Weg, dann rutscht man immer weiter rein. Dann kommen neue Erfahrungen, die man für sich sammelt, dann wird es eigentlich gar nicht besser. Aber wann trifft man den ersten Menschen, der genau diese Frage stellt, so wie geht es dir eigentlich, was ist eigentlich los? Also dieses Warum auch verstehen zu wollen und diese Hintergründe, wo findet man dann die ersten Menschen, die daran ran wollen auch? speaker-1: Also im Knast, ich wurde quasi zu Paragraf 36 verurteilt, also Therapie statt Strafe, man so gesagt. Dann habe ich mir natürlich gedacht, na klar, machst du Therapie? Ich habe nur Therapie gemacht, aus dem Hochsicherheitsjugendknast rauszukommen, weil da einfach nur Freaks waren. Mit dem Ziel aber nach der Therapie, denen aus dem Hochsicherheitsjugendknast Geschäfte zu machen. Das war jetzt nicht ein Umdenken, was sich ja alle so erhoffen. Du hast auch im Knast gar keine Zeit dafür, weil es gibt eben nur Opfer oder Täter und du bist ständig damit beschäftigt, nicht misshandelt zu werden und du schaffst dir nur was aufzubauen, indem du dich mit deinen Straftaten profilierst. Und das hat dazu geführt, dass ich haufenweise neue Kontakte hatte. Und dann wollte ich... Nach dem Knast erst richtig loslegen. So, jetzt war ich so begeistert von dem Schulter, was ich erzählt habe, dass ich schon wieder die Frage vergessen habe. speaker-2: Er war der erste Mensch, der dich wirklich so begleitet hat im Sinne von, du hast eine Therapie oder eben ... speaker-1: Das ist nämlich auch so diese Flashbacks, wenn ich nämlich davon erzähle, von dem Knast, dann laufe ich da durch diese Gänge und sehe das alles wieder und auch dieses Leid und immer dieses auf der Hut sein, was ich heute auch immer noch habe. bin immer auf der Hut. Ich immer so eine Grundschuld und versuche immer, also ich denke jetzt gleich irgendwas, irgend einer dreht wieder durch, will dich abstechen oder Vater bricht kotzen zusammen oder so. Deswegen trifft es Flashback. bei der Erzählung einfach viel zu gut. jeden Fall. Knast war so schlimm, ich musste da raus. Dann habe ich einfach Therapie gemacht. Einfach die auch nicht verstanden. habe gesagt, fang an, Therapie zu machen. Du lügst dir in die eigene Tasche. Keine Ahnung, was die von mir wollen, weil ich war so beschäftigt mit diesem Switch von Wenn du was sagst, schlagen wir dich zu Tode hin zu. Therapie musst du dich öffnen. Und wenn jemand anders eine Hausregel missachte, da musst du den aufschreiben. Und ich war der Einzige aus diesen Verhältnissen, ich hab das gar nicht verstanden, was die von mir wollten. Und ich war immer Thema und dann haben die gesagt, wenn du so weitermachst, dann gehst du wieder in Knast rein. Und dann hab ich irgendwann einfach das gesagt, was die anderen auch gesagt haben, wo ich gemerkt habe, da reagieren die Therapeutinnen drauf, hab ich dann auch gesagt, wurde dann als super entlassen, geheilt, richtig guter Weg. gar keine Ahnung. Und dann bin ich auf so eine nächste Therapie gekommen und dann, weil das alles ja quasi, ich hab's nicht verstanden, sondern ich hab's einfach nur auswendig gelernt, kam es zu einem Rückfall mit GBL und da wär ich fast dran gestorben. speaker-0: GBL kannst du das mal sagen? speaker-1: O-Tropfen, die Liquid Ecstasy. Fünf Tropfen bist du wie Ecstasy guter Trip. Wenn du acht Tropfen hast, hast du Überdosis und Felsenonmacht. Und bei 15 bist du tot. Das ist sehr schwierig. Man kann das aber nicht im Blut nachweisen. Das heißt, es ist perfekt für Leute geeignet, die auf Therapie sein müssen. Wegen Haft, aber gar nicht aufhören wollen. speaker-0: ⁓ okay. speaker-1: Und dann bin ich hier mit meinem auswendig gelernten Katalog, wenn man mich angesprochen hat, ich die Sätze gesagt, die funktionieren. Und da bin ich da reingerannt, weil es war so eine offene Wohngemeinschaft und dann haben die einfach eineinhalb Liter GBL ins Haus geschmuggelt. Also da kannst du viele Leute damit töten. Und die haben das so selber dosiert mit Nachtausgang irgendwie therapeutisch. Am nächsten Tag waren die völlig am Arsch in der Sitzung, aber dann Drogentest gemacht, der war negativ. Und dann bin ich da auch reingerutscht und völlig abgestürzt. wieder, war schlimmste Erlebnis, da auf der Therapiestation je passiert ist. Und natürlich war ich dabei. Also ausführlich kann ich dann auch gerne nochmal machen. Aber im Prinzip haben sich sieben Leute GBL eingebaut. Fünf davon inklusive mir hatten eine Überdosis, sind kotzen, zusammengebrochen. Weißschaumige Masse, Blut, alles so. Ich dachte, ich sterbe in dieser. Einzimmerwohnung und die anderen zwei, denen es noch gut ging. Die haben da von Handyvideos gemacht, haben auf die Sterbenden eingetreten. So geil wie du abkackst, du Voll***. Also so unglaublich schlimm, dass ich das gar nicht fassen kann, dass das passiert ist. Also ich wäre da fast gestorben und eigentlich hätten die mich wieder in Knast schicken müssen, weil ich einfach alles missachtet habe, was so wichtig war. Aber die haben mich dann entlassen und da habe ich festgestellt, du musst jetzt... Wirklich Therapie machen. Du musst jetzt, sonst, du stirbst das nächste Mal in so einer Bude. Und dann habe ich mir eine Therapieeinrichtung gesucht, Mudra aus Nürnberg. Und da war ich erst im betreuten Einzelwohnung. Es waren ganz tolle Menschen. Und meine Therapeutin hat mir drei Jahre sehr geholfen mit Ämtergänge und das ganze Zeug. Und auch heute, ich kann keinen Briefkast aufmachen, weil Rechnungen bedeutet für mich, also ich habe immer diese Angst vor diesem Bewährungswiderruf, du musst wieder in Knast. Meine Frau muss immer die Briefkasten aufmachen. Ich kann das nicht. Oder ich hab zum Beispiel noch so Tics. Ich kann... Wie so... So eine Art Tourette, ohne dass ich die jetzt... Dass ich weiß, wie sich das anfühlt oder die schlecht machen will. Aber wenn ich zu viel Spannung in meinem Kopf hab, dann muss ich das rauslassen in Form von Geräuschen oder Worten. So, und das hab ich in Haft gelernt. Auf jeden Fall ganz viele... ...schlimme, schwierige Sachen. Und ich hab da mit diesem ganzen Erlebnis gemerkt, du kannst nicht, also du schaffst es nicht. Weil ich bin erst raus, hab's versucht alleine zu machen. Dann hab ich saufen angefangen, wieder diese Anrufe heute. Dann war ich wieder schnell bei zwei Flaschen Wodka. Dann lag ich vollgekotzt mit Alkoholvergiftung auf einer Luftmatratze und hab mich irgendwie 30 Stunden selber eingekotzt. Und dann hab ich mir selber die Frage gestellt, bist du 24? Kurz vor 25. Jetzt mal alle weg. hier. sind alle anderen Schulden. Alle sind Idioten und du bist der King und so. Aber bist jetzt 24. Du hast einen absolut verkackten Lebenslauf. Keine Perspektive. 23.000 Euro Schulden. Privatinsolvenz. Obdachlos liegst du hier voll gebrochen auf einer Luftmatratze. So ist das alles, was du kannst. Sollen die Leute dich so in Erinnerung behalten? Wenn ... in der Zukunft über Dominik Forster gesprochen wird, willst du, dass die sich beschämt wegdrehen, weil es einfach nur Leid verursacht hat oder hast du auch irgendwas drauf? Und dann habe ich mir Therapie gesucht und habe es dann durchgezogen. speaker-0: Das heißt, du lagst auf dieser Luftmatratze. man das jetzt so bisschen... Und dann sind wir ja doch bei so einer gewissen Heldenreise. Die hattest du vorhin schon gesagt. Die könntest du erzählen, wo wir die Geschichte mit dem Strick hatten. in dieser Stelle ist es ja schon irgendwie ein Stück weit so. Du hast dann eine Entscheidung getroffen. Und dann ging es weiter aufwärts. Clean. 13 Jahre, glaube wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Oder 15 und 13 Jahre trocken. Genau. Hast jetzt diese ganzen Sachen auch in Richtung Prävention aufgebaut. Ich würde gerne einmal kurz für den nächsten Paar zusammenfassen, was wir ein Stück weit bis jetzt gehört haben. Wir haben einmal gehört, es gibt eine Historie, die dich dahin mobbigen. Und diese Historie, auch mit dem Suchtverhalten der Eltern, hat dazu geführt, dass du irgendwann aus Neugierde auch etwas probiert hast. Und diese Neugierde hat allerdings, und das finde ich ist ein ganz wichtiges Learning, im Nachgang, was du ja auch geteilt hast. Aber irgendwann war der Moment, da konnte ich es nicht mehr kontrollieren. Das war das Wort, was du auch reingebracht hattest, sondern irgendwann bin ich da hingedriftet. Dafür haben wir rausgestellt, das ist aber wichtig, anzuerkennen, aber es war ja trotzdem eine Phase lang geil. Und dieses Gefühl der Geilheit sozusagen der Droge abzusprechen, ist aus meiner Sicht, wenn wir Prävention ernsthaft betreiben, komplett falsch. Weil auch du hattest ja das Gefühl, meine Bedürfnisse, die ich vielleicht anders nicht stillen konnte oder die nicht gestillt wurden, konnte ich mit dem Zug, der Nase, der Pille, was auch immer, ein Stück weit stillen. Daraus wurde eine Karriere in der Drogendealerei und auch der Wunsch nach, ich bin dann Cumshot Boss 69, der King im Game, sozusagen der Jugendknast. da wiederholte sich eine gewisse Geschichte mit diesem Mobbing-Thema. Und dann haben wir ja wirklich eine Historie. mit vielen Punkten, wo man sagen würde, boah, das waren heftige Erlebnisse, prägende Erlebnisse, traumatisierende Erlebnisse, wie auch immer man das jetzt nennen möchte. Und dann gab es diese Luftmatratze und diese Luftmatratze hat dann ein Umdenken kreiert. Und ich würde gerne im zweiten Teil auch ein Stück genauer da hingehen. Was ist danach passiert? Was waren vielleicht aber auch Herausforderungen? Denn wenn jetzt Eltern das Ganze hören, finde ich, das ist, was ich jetzt auch mitnehme nochmal, als jemand, Prävention in einem anderen Bereich macht. Weil bei Mobbing, und wenn ich über Mobbing rede, und wir reden ja dann auch viel von Tätern, und dann wird immer gesagt, die Täter sind böse. Und da sag ich auch immer, das können wir so nicht sagen. Weil damit sprechen wir ab, dass die Täter vielleicht selber an anderer Stelle Opfer sind. Und dass Mobbing auch nur eine Art Suchtverhalten, also ein Kompensationsverhalten für eigene Unzulänglichkeit ist. Und damit ecke ich auch oft an. Weil das ist nicht so gängig. Es ist doch einfacher, den Täter zu stigmatisieren. Und bei dir ist es, habe ich das Gefühl, ähnlich. Du sagst dann einfach das, ist, wirst dann aber teilweise von Behörden verboten, weil du die Wahrheit ansprichst. speaker-1: Ich frag mal, was haben Sie vorzuweisen, was haben Sie studiert? Ich hab gar nicht studiert, ich saß im Knast. Ich hab studiert an der JVA. speaker-2: Das Leben stört sich. In der Praxis, der echten Praxis. speaker-1: Ich verstehe, dass man auch gewisse Zeugnisse braucht, weil leider passieren auch ganz viele schlimme Sachen. habe zum Beispiel von einer, wo gehört, da kam jemand und hat Sexualprävention gemacht. Master, Studien, alles, alle Sachen konnte er vorweisen. Und der hat dann sein Wissen genutzt, ⁓ sich die funktionären Mädchen abzuchecken. Und ich verstehe, dass die eine gewisse Sicherheit wollen. Und das muss ja auch sein, das ist auch wichtig, aber ja. speaker-0: Aber da gibt es Graustufen dazwischen. speaker-2: Ich wollte mal bei Sicherheit, kann man ja auch nur bekommen, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einem Orientierung schenkt. speaker-1: und der einem das Gefühl gibt, ... in dir ist was drin. Ich sehe was. Ich sehe, das ist cool. Ich hab immer ... Also bis neun war ich hier so ... Einmal auf dem Fußballplatz, und das war alles super cool, und alle haben mich geliebt und gefeiert. Dann kam der Sturz, ... Vor allem durch den Schulwechsel. Und ab 14 im Prinzip wurde mir, außer durch diese intensive Drogenphase ... immer nur vermittelt, du bist falsch. Das passt. Einfach alles falsch. Und Fehler sind ja wichtig, wir ... Also Fehler machen ist wichtig, damit wir daraus lernen können und uns dann letztendlich zu entwickeln. Vorausgesetzt, man schafft es, den Fehler als Fehler zu sehen und nicht mit ich bin der Fehler zu verwechseln. Und so kam ich mir immer vor. Und als dann dieser Therapeut ... speaker-2: Hm. speaker-1: Da war er. Dem habe ich nämlich erzählt, dass ich ein kleanes Silvester feiern wollte. Und dann hat ein Freund von mir gesagt, fahren wir doch nach Berlin. Er kennt da jemand in der CleanWG. Ja, okay, dann fahren wir hin. Ach, vor Ort stellt sich raus, der ist gar nicht in der CleanWG und ist jetzt auf Heroin. Also machen wir was anderes. Der schlägt vorher, also wenn wir schon hier sind, dann ich jetzt zur Hasenheide, hole mir Koks. Das ist super. Super. Geile Idee. Und dann... bin ich mit dem abgehangen und so und das einzige, ich quasi verhindern konnte, wie ich Kokain konsumiere und dann rückfällig werde und dann meine Bewehrung widerrufen wird, war, indem ich saufe. Dann habe ich zwei Flaschen wieder weg und habe randaliert und danach also alles so und das erzähle ich dem. Ich habe schon damit gerechnet, dass sie mich wieder rausschmeißen, dass er sagt, du hättest wissen müssen, falsch, dieser. Dann hat er gesagt, Hammerforster. dachte, der verarscht mich. Was soll Hammer sein? Ich hab dir doch gerade erzählt, ich hab's wieder verkackt. sag, nein, Kokain war doch deine Droge mit Selbstbewusstseinssteigern. Und du hast trotz dieser schwierigen Situation das nicht gezogen. Das ist Hammer. Was für eine Leistung. Und so hatte die ganze Zeit mit mir gesprochen. der ist blöd, ich bin blöd. Ich dachte, verarscht mich. Ich dachte immer irgendwie, Kamera, was? Und der Mensch ... Dieser Sozialarbeiter Norbert Wittmann. Der war's auch, der mich mit in Schulen genommen hat. Vielleicht wollte er auch nur einfach ... mich dazu bringen, endlich mal die Klappe zu halten. So, und hat mich da in diese Klassen reingeschickt. Vielleicht hat er aber auch was gesehen, weil ... als ich einmal in dieser Klasse stand, da wusste ich, warum ich diesen ganzen Scheiß erlebt und überlebt hab. Das ist jetzt mein Ding, meine Aufgabe. bin ich geboren, dafür musste ich das alles erleben. ⁓ speaker-2: Wow! Beeindruckend! speaker-1: Zusätzlich habe ich dann noch die Liebe meines Lebens kennengelernt, Frau und beste Freundin seit jetzt über 13 Jahren. Und diese zwei so in Kombination, die haben so mit dieser Frage, die ich mir gestellt habe, kannst du, ist das alles, was du kannst, als immer nur vollgekotzt und zu opfermäßig da Leute enttäuschen, da habe ich die zwei gefunden und so, dann brüste ich es. Was nicht heißt, dass das einfach war und dass ich dann mit meinen Angststörungen und Krankheiten jetzt auf einmal zurechtkomme, konnte oder jetzt gar keine Panikattacken mehr habe. Nein, die sind immer noch da und ich gebe mir größte Mühe, dass die mein Leben nicht crashen. Aber ich habe durch diese beiden Menschen den Mut gefasst, mich dem zu stellen und mich heute auch noch zu stellen. speaker-2: Dann kommt man durch die Mut, die man dann findet, auch wieder zu seiner Kraft. speaker-1: Ja, so dieses, einfach dieser Sinn. Ich saß in einer Klasse, hab einfach irgendwelche Storys erzählt und vor allem nach dem Speedball an. Also ich hab mich wirklich in so eine Behinderung rein, weil ich konnte gar nicht sprechen. Ich hab so ultimativ schnell gesprochen, ohne Punkt Komma, zusammenhänge mit meinem ADHS, was ich Ewigkeiten nicht wusste. Erst mit 30 wurde das quasi so und seitdem Kann ich es eher so als Kraft nehmen oder auch als Handicap, je nachdem. Aber so am Anfang, ich habe mich in so endlos Schleifen von irgendwelchen Storys befunden. Also es war ganz schlimm. Und so war ja auch dann der erste Vortrag in dieser Schule. Aber dennoch kamen die Kinder danach auf mich zu, mir ihre Geschichte erzählt. Und so habe ich mir gedacht, okay. Ich hab gar nicht groß gedacht, zuvor war das Gefühl da, das ist jetzt meine Lebensaufgabe, das mach ich. speaker-0: Ich mir da gerade das Wort Dienstleister aufgeschrieben. Ich finde, du sagst, etwas ganz Wichtiges. Nämlich deine Geschichte alleine kann für viele Menschen heilsam sein. Und gleichzeitig gibt es in der pädagogischen Welt, und damit kämpfe ich ja nun auch schon in der Langeweile. Ich bin selbst Pädagoge, ich habe die Erzieherausbildung, ich bin staatlich anerkannter Erzieher, habe dann mich selbstständig gemacht. Und es geht immer und so häufig ⁓ okay, können sie Wirksamkeit nachweisen. Okay, können Sie mir Ihr Studium nachweisen? Und das Problem ist aber, da fordern Menschen etwas und ich verstehe, warum sie es tun. Sie wollen damit Sicherheit haben. Das Problem ist aber, dass das keine Sicherheit bietet, sondern was es bräuchte und damit gehen wir ja gerade auch ein Stück weit raus. Es braucht einen Qualitätssiegel mit einer unabhängigen Qualitätsüberprüfung der Anbieter. Aber ein Studium garantiert keine saubere Arbeit. sondern was für Kinder zählt häufig ist, der Mensch in dem was er sagt authentisch und kann ich kann ich ihm glauben was er sagt. Das heißt es kann das der Pfff ein hoch dekorierter Professor könnte sich in eine Schule stellen und er erreicht kein einziges Kind. Ein anderer hoch dekorierter Professor könnte die Kinder erreichen, wenn wenn er die Connection zu ihnen hat. Du hast jetzt vielleicht keine Professur oder Doktor Titel, aber du hast So doof das jetzt klingt, ich hoffe man kann das einordnen als Zuhörer, Zuhörin. Du hast Sucht studiert, aber nicht an der Uni. Und jetzt stehst du vor den Schülerinnen und Schülern und erzählst denen etwas und es müsste in meiner Wahrnehmung viel mehr das möglich sein und es müsste in der pädagogischen Welt dringend aufgehört werden. Diese Forderung nach, haben sie denn auch eine pädagogische Grundausbildung? Das muss aufhören. Weil würde pädagogische Grundausbildung dazu führen, dass die Probleme weniger werden würden in diesem Land, dann hätten wir ja keine Probleme mehr in diesem Land, weil es gibt viele hoch ausgebildete Pädagogen in Schule. speaker-1: Menschen, die das erlebt haben, die haben in der Regel keinen... So. speaker-0: Die haben sich halt mit anderen Dingen beschäftigt in der Zwischenzeit. speaker-1: An der Stelle ist er immer, ich sehe mich immer als Türöffner, weil ich bin kein Traumatherapeut, Psychologe, das ist ja auch Quatsch, das jetzt zu behaupten einfach, sondern ich sehe meine Kernaufgabe darin durch meine Geschichte, durch die Art und Weise, wie ich das mache, eben diese Dramatik, aber auch mit so einer gewissen Art. Entertainment, weil wenn das nur traurig ist, ich keinen Bock, mir das reinzuziehen nach zehn Stunden Arbeit. Und außerdem ist auch kein Lerneffekt da, weil wenn das für mich alles nur ein Aushalten ist, dann nehme ich ja da gar nichts mit und ich bin der Türöffner. Ich schaffe es, die SchülerInnen oder die Menschen dazu zu bringen, dass sie eine emotionale Verbindung zu dem Thema haben. Wenn die Tür offen ist, muss man weiter arbeiten. speaker-0: Dann müssen auch Therapeuten ran. Und dann braucht es auch die Deku... Genau, richtig. Und darauf wollte ich hinaus. Was ich in meinem Fall erlebe, ist ein Gerangel ⁓ Kompetenzen. Und das Gerangel ⁓ Kompetenzen, es gibt nur eine leidtragende Gruppe. Unter diesem Kompetenzring, das sind nämlich die Kinder und Jugendlichen in diesem Land. Ich bin ja aber jetzt beispielsweise, und es gibt auch ganz viele Menschen, die das Gerangel nicht haben, aber es gibt auch die, die es haben. Ich bin ja aber jetzt Therapeutin oder Sozialarbeiter oder was auch immer. Was will der Forster denn? Oder was will der Dudeck denn? Oder was will die Dibban denn? Und gleichzeitig denke ich ja immer so, hä? Ich finde deine Arbeit mega wichtig, lieber Sozialarbeiter oder liebe Schulsozialarbeiterinnen. Ich würde nur gerne mich andocken und wir schaffen gemeinsam mehr für die Kinder. Ich will dir nicht was wegnehmen. Ich will auch übrigens deinen Job gar nicht übernehmen. Weil ich habe ja einen anderen Job. bin ja, zum Beispiel, du machst Prävention. Du machst keine Intervention. Du würdest dich nicht hinstellen und sagen, ich Schwer-Sucht-Krankheit und therapiere den. Das kannst du nicht. Das kann auch ich nicht. Das kann auch Jana nicht. Aber wir können Prävention. Wir können Türen öffnen. Und diese Türen öffnen, da merke ich auch in der Welt da draußen gibt es teilweise noch so viel Sorge ⁓ Kompetenz. Es gibt so viel Ellbogen da draußen. Anstatt dass man sagt, ganz ehrlich, Hauptsache wir machen was gemeinsam und Hauptsache es ist irgendwie Anschlussfähig und ja es braucht eine einheitliche Qualität, da bin ich auch grundsätzlich der Meinung, die einheitliche Qualität in der Prävention wird aber nicht mit dem Pädagogischstudium erledigt, sondern da braucht es ganz andere Wege für, wo wir gerade auch dran gearbeitet haben und auch etwas dazu anbieten können. Das muss sich jetzt noch durchsetzen. Was ist aus deiner Sicht, wenn du dann in der Schule bist, ⁓ auch mal da reinzugehen? Wir zoomen mal weg von der Matratze. Stell dich da rein. Und jetzt stehst du in der Schule. Was erlebst du da so? Was sind Fragen, mit denen Schüler auf dich kommen? Nimm uns mal mit in so Tag in einer Schule. speaker-1: Das Also... Das Gängigste, weil es aber auch immer am Zeitmangel scheitert, will ich fast schon sagen. Also es gibt für so externe Sachen Prävention, mentale Stärke, Kinderaufbau, da gibt es keine Zeit, weil die müssen ja Inhalte lernen, die müssen ja so und spätestens mit KI ist die reine Wissensvermittlung Quatsch. So deswegen gibt es hoffentlich bald ein Umdenken, auf jeden Fall. Das will ich kommen. Gab's. Oft. Gar keine Zeit dafür und dann immer nur diese 90 Minuten Slots. Und in den 90 Minuten, das machen wir jetzt einmal, das hören die und das muss jetzt reichen, damit die verstehen und keine Drogen nehmen, produktive Mitglieder der Gesellschaft werden und so. Und deswegen sagen wir, und so habe ich das jetzt über zehn Jahre gemacht, alle SchülerInnen einfach in die Aula setzen, dann sitzen da 300, 600, das größte war bisher 1000. Ich bin auf der Bühne und ich erzähle meine Geschichte. Ich die mit durch diese Story in der Art und Weise, wie ich es auch bisher getan habe. Und das liegt vor allem an euch, weil ich mich hier so wohlfühle, ⁓ das machen zu können. Über die Jahre habe ich natürlich festgestellt, wenn ich das erzähle, dann kommen da Reaktionen und das mehr und so. Aber es führt immer dazu, dass dann die Schülerinnen auf mich zukommen und die stellen jetzt keine krassen, ernsthaften, lebensverändernden Fragen. Aber die wollen ein Foto. Und das ist die größte Anerkennung von einem jungen Menschen. die kommen und ein Foto wollen, Autogramm unterschreiben, auf meinen Arm, auf meine Schuhe, so. Die haben sogar mal so einen massiven Eichenholztisch zum Ansturz gebracht, einfach 600 Kinder dann auf mich zu und zu und die bleiben dann auch. Also viele wollen dann nur das, weil das auch die Geschichte für die zu viel ist. Aber viele bleiben noch länger und fragen dann, ob ich auch den normalen Unterricht machen kann und dies. Und erzählen wir dann von ihrer Freundin. Das ist einfaches Prinzip. Ich erzähle meine Geschichte. Erzähl dir, dass ich einen Alkoholiker als Papa habe, was ich bis heute nicht verarbeiten kann, weil er gleichzeitig ein unfassbar toller Mensch gewesen ist, der einzige Papa auf dem Fußballplatz. Und gleichzeitig hat er sich kaputtgesoffen. Und in der Schule wurde ich geschlagen. Ich hab dir das erzählt, ohne dass du mich kennst. Und wenn es dir genauso geht, dann erzählst du mir das einfach. Weil alle öffnen sich. Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte, alle. weil sie keine Angst haben, dass ich sie verurteile, weil sie ja meine Geschichte speaker-2: Verurteilung. Das ist, glaube ich, ganz spannendes Wort auch. Diese Angst, wieder etwas falsch zu machen, verurteilt zu werden oder das, was du auch erzählt hast, dieser Moment von, habe ich wieder etwas falsch gemacht? Und dann sitzt plötzlich der Mensch, sagt, nein, du hast gar nichts falsch gemacht. Du hast alles richtig gemacht. hast Koks nein gesagt. Und das ist richtig stark. Und das andere wollen wir jetzt gar nicht groß besprechen. Ich habe eine Geschichte, die ich teilen möchte. Mein Sohn war zu der Zeit in der ersten Klasse. Er hat bei einem Freund gespielt und die haben zusammen Wape geraucht. Dann haben die sich versteckt und haben das ausprobiert und kamen nach Hause. Ich habe wahrgenommen, er mir das erzählt hat, da stecken mehrere Dinge drin. Stolz war auf jeden Fall dabei. Ich bin stolz, ausprobiert zu haben. Ich musste so bisschen schmunzeln, weil ich dachte, Mensch, sieben, das soll nicht einer haben. Sack. Aber wir sitzen jetzt hier und reden darüber. Wir sollen über Waves rauchen. speaker-1: Aber es ist schon wahr, dass ihr darüber redet. speaker-2: Das wollte ich nämlich damit auch teilen. Und vor allem auch, was man da alles mit berücksichtigen muss. Bevor es mit dem Podcast weitergeht, möchte ich dich kurz auf etwas aufmerksam machen. Hey, ich bin's, Jana. Und vielleicht kennst du das, viele Bewegungsangebote für die Kleinsten ziehen schon früh auf eine bestimmte Sportart ab. Du findest in deiner Stadt überhaupt kein passendes Bewegungsangebot, weil die wenigen Gruppen, die es gibt, komplett überlaufen sind. speaker-1: Absolut besonders. speaker-2: Und selbst wenn du einen Platz bekommst, stellst du vielleicht fest, dass die Inhalte oder die Art, wie die Kinder begleitet werden, nicht dementsprechend, was du dir eigentlich für dein Kind wünscht. Genauso geht es heute unzähligen Müttern und Vätern mit Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren. Und deshalb... haben wir bei Stark für Kinder die Ausbildung zum frühkindlichen Bewegungstrainer und zur frühkindlichen Bewegungstrainerin entwickelt. Denn für uns ist Bewegung viel mehr als Sport. Bewegung ist Entwicklung. In der Ausbildung lernst du, wie du Kinder spielerisch an Bewegung heranführst, ihre Wahrnehmung förderst, sie emotional in ihrer Entwicklung begleitest und Bewegungsräume schaffst, die echte Bewegungsfreude entstehen lassen. Durch Spiel, Bewegung und gemeinsame Erfahrung lernen Kinder, sich selbst besser kennenzulernen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und wichtige Kompetenzen für ihr weiteres Leben zu entwickeln. So können Selbstvertrauen, Emotionsregulation, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz wachsen. Ganz natürlich und altersgerecht. Alle Inhalte stammen direkt aus der Praxis. Ich habe sie über viele Jahre in meiner Arbeit mit Kindern entwickelt, erprobt und immer wieder verfeinert. Die Ausbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte. Trainerinnen und Trainer, engagierte Eltern und Menschen, die sich nebenberuflich ein sinnvolles Standbein aufbauen möchten, indem sie Kindern einen bewegten und gesunden Start ins Leben ermöglichen. Wenn du mehr erfahren möchtest, schaue einfach vorbei auf jana.starkfühlkinder.de für mit UE geschrieben. Und jetzt wünsche ich dir weiterhin ganz viel Freude mit dem Podcast. Was man da alles mit berücksichtigen muss. Also weil... Das war nicht nur der Moment, dass er es geteilt hat. Also da war natürlich erst mal cool, dass du das teilst. Mega stark von dir, dass du das erzählst. Ich konnte mich dann ein bisschen mit ihm betteln, so weil ich dann sagen wir haben wenigstens noch eine echte Tabak-Zigarette geraucht. Meine Mutter kommt, sind wir umgefallen und lagen da und haben für uns gedacht. Ich weiß gar nicht, ob man sich das mittelrecht. speaker-1: Aber wenn die Bong irgendwie fallen, ist das so mit Achs in den Teppichboden rein. speaker-2: Und dass er das aber erzählt hat, natürlich auch gezeigt, wo muss ich jetzt noch überall weiter mit ihm dranbleiben? Weil viele fangen dann an zu verurteilen oder dem anderen die Schuld zu geben oder du spielst nie wieder mit diesem Kind. Was ist das da für ein Elternhaus? Wie kann das passieren? Denen musst du jetzt wirklich das müssen wir sagen. Dann muss der bestraft werden dafür, dass das passiert ist. Und dieses Thema wird aber erst es wird gar nicht so groß gemacht, sondern es ist erst mal auf Vertrauen, Ruhe. und auch gute Gespräche gestoßen. dann ist ja die Frage, wie Eltern sich auch da verhalten können. Hättest du da so einen Tipp im Sinne der Reise, wenn sowas passiert, weil das wir mit Süchten in Berührung kommen? Ich glaube, wenn man sich mal wirklich, also wenn man bereit ist, in den Spiegel zu gucken, sind wir alle in irgendeiner Form süchtig und sind alle in dem Konsumverhalten auch gefangen und müssen extrem viel Schutzräume schaffen für Kinder, dass sie mit der Welt, die da draußen aufgeht. Weil ich hab mir die Frage gestellt, wenn ich jetzt noch mal jung wäre und ich hätte aber Social Media, was könnte alles passieren? Also wo könnte man überall rein geraten? Gerade die Jugend von heute, Pornografie, all das, was ich Ich meine, es ist ja noch so viel mehr, man fast, also ich muss es an der Stelle einmal sagen, dass man ja fast aus dieser Zeit von früher noch für sich sagen kann, puh. speaker-1: ... speaker-2: Da haben wir noch über Tabak, Zigaretten, Joints und so. Jetzt ist bei dir natürlich noch mal ein ganz anderes Extrem aufgekommen. Aber wenn Kinder heutzutage mit so Dingen kommen nach Hause und sie erzählen es, was wäre dann ein Tipp von dir für Eltern, was sie erstmal machen? speaker-1: Also das Wichtige ist, zu sorgen, dass Sie es überhaupt erzählen und dass Sie es erzählen dürfen, auf den, nennen wir es mal Partys oder wo auch immer ich war, war ja immer so, dass Viele Drogen, Kriminalität, ein oder andere nicht volljährig. Und dann sind Sachen passiert, Überdosis fällt um, kackt ab, kotzt, alles zusammen. Und das Erste, meine Eltern dürfen nie davon erfahren. Die bringen mich um, so niemals. Und wir müssen jetzt dafür sorgen, und wenn die Bude nämlich voller Drogen ist, dann kann es ja gar nicht die Polizei rufen oder Notarzt, weil ... So. ... Es ist so ganz wichtig, dass die Kinder ... sich trauen, ihre Erfahrungen zu sprechen. Ich finde es so toll, dass du die Situation erzählt hast und überhaupt dass ihr darüber sprecht, weil Die Frage, was ist daran spannend? Was gibt so dieses, ich will dich verstehen? Also, anders ausgedrückt, wenn man Menschen damit konfrontiert, du bist schuld, ich hab dich enttäuscht, so, da kann nichts draus entstehen. Das ist einfach immer eine Katastrophe. Und, also nehmen wir Beispiel, du bist elternteil, hast schon im Gefühl da ... irgendwie seltsam neue Freunde im Kreis und im Internet macht immer irgendwas so. Dein Kind hängt ständig am Handy und das kotzt dich an. Aber wenn das Handy weg ist, weiß auch nicht, was mit einem Kind reden soll. Also das sei lieber am Handy. Man weiß ja gar nicht einfach, wie so ein Zugang entsteht. weiß nur, das Kind entfremdet sich und ist eine totale Katastrophe, weil früher warst der wichtigste Mensch, jetzt nervst du. Es ist alles so. Dann kommt das Kind heim und ist irgendwie bishoffen, bekäft oder irgendwas. Das Gängigste, und da muss man seine Emotionen schon echt gut im Griff haben. Und wenn man es nicht hat, dann schreib mal die an mit allen möglichen Worten. bin enttäuscht, wie konntest du das, was wir alle so kennen. Das Wichtige ist, nimm dein Kind einfach in den Arm und freu dich, dass es wieder zu Hause ist. Weil wenn das Kind auch jetzt gerade im der Rausch ist, besoffen, sagen wir mal besoffen, da kommt ⁓ nichts an. Also so, musst jetzt erst mal zwei Tage warten, bis Kind wieder nüchtern ist. So in diesem Zustand von Absturz, da funktioniert ⁓ nicht. Also was soll denn da auch jetzt großartig rauskommen? Und das Wichtigste danach ist, dass das Kind sich öffnen kann und ihr gemeinsam darüber sprecht. Das Kind darf keine Angst haben, den Eltern was zu erzählen. selber, und das wollte ich jetzt schon dreimal irgendwie anmerken, aber jedes Mal musste ich fast heulen. Deswegen jetzt der vierte Versuch. Ich bin jetzt selber Papa und das ist das absolut größte, was ich mir vorstellen kann. Ich weine einmal am Tag vor Glück und einmal vor Überforderung, weil es so ultra anstrengend ist. Keiner gesagt. Diese Verantwortung, wenn das Kind irgendwie krank ist, ist einfach... So beim Babyschwimmen darf er kein Tropfen aufs Kind irgendwie so... Du alles dafür und wenn ich mir das jetzt vorstelle, dass ich die... Also diese Verbindung zu meinem Kind, Verlier und das Abdriften, du bist ja völlig, du kannst ja nicht mehr im Leben teilnehmen. Wenn mit deinem Kind irgendwas ist, das ist einfach absolute Katastrophe. ich versuche nämlich auch, das ist ganz schwere Aufgabe, ganzen Trigger und Zusammenbrüche und sowas quasi nicht auf sie zu übertragen und diese ganzen Ängste, ich gesehen habe, Menschenhändler, die irgendwie 5000 Euro kriegen, weil sie ein Kind mit GBL betäubt haben und das an irgendwelche Puffs verkauft haben. so. So und ich will sie ja zu starken, selbstbewussten Kindern nicht erziehen, sondern sie dadurch begleiten. Und ich weiß, dass die eines Tages in einer Situation sein werden, wo die irgendwie voll gekotzt irgendwo rumstehen. Und der erste Gedanke... Der erste Gedanke muss sein, ich muss Papa anrufen. speaker-0: Mhm. Voll. Und ich glaube dafür ist auch für die Zürcherinnen und Zürcher, die hier dabei sind, vielleicht hast du ja noch viel jüngere Kinder und das liegt noch in der Zukunft mit den ganzen Versuchen, die auch viele Kinder auch aus gutem Elternhaus, gutem Elternhaus ist sehr bewertend. sage es mal aus einem Elternhaus, dem man als Außenstehender interpretieren würde, denen passiert das ja nicht. Und das ist ja so bisschen mein Elternhaus. Ich bin wie gesagt nicht so weit reingerutscht wie du, aber mein Elternhaus ist ganz behütet. Ganz behütetes Elternhaus. Christliche Eltern. Glaube stand an einer hohen Stelle. Mama zu Hause, Papa arbeiten. So dieses klassische Rollenverhältnis. Ja, es gab gute Partys, aber kein Drogenmissbrauch oder sowas. Keine Gewalt, nichts. Trotzdem, ich ja auch Mobbing-Opfer gewesen. Nicht so sicherlich auf so eine Weise wie du, aber dann zum Mitläufer geworden und die als Mitläufer habe ich mir Sicherheit gesucht. Die Sicherheit kam über ein Umfeld, was ich mir dann gesucht habe, was mich irgendwie anerkannt hat, was aber dann halt auch Drogen kiffen, viele Alkohol, Graffiti-Szene und so. Diese Richtung, da bin ich dann reingerutscht und habe das mit 19 dann schon relativ frühzeitig für mich gemerkt, Scheiße, wo bin ich da? Also ähnlich dann von den Gedanken. Und jetzt... Was will ich damit sagen? Vielleicht würdest du als Zuhörer sagen, in unserer Familie passiert das nicht. Und ich glaube, deswegen muss ich vielleicht nicht wachsam sein. Oder deswegen muss ich mir keine Sorgen machen. Ich glaube, man sollte sich sowieso nie zu viele Sorgen machen. Aber der Punkt, den ich machen möchte, ist, ich komme aus anderen Verhältnissen wie du mir, dass es auch passiert. Und was ich für mich trotz dessen, dass ich so ein intaktes Elternhaus hatte, war die Scham, darüber zu reden. Nicht weil ich Angst hatte, ich krieg eine Bewertung von meinen Eltern. Sondern weil ich so die Scham hatte, die haben, also ich wusste so subtil, die haben doch alles richtig gemacht. Und aus Angst, sie jetzt zu enttäuschen, ähm ... Hab ich mich nicht getraut, das zu sagen. Und was ich dir als Zürerin Zürer mitgeben möchte, ist, Prävention zu Hause beginnt einfach in den Momenten, wo ihr offen mit Konflikten umgeht innerhalb der Familie, wo ... Wenn deine Tochter jetzt schon... Tochter, ne? Zwei. Zwei Töchter. speaker-1: Ich würde euch so gerne noch so viel mehr erzählen, aber ich mein jetziges Leben von meinem alten ... ... erzählen und ... ... ich schreihe auch heimlich an einem Buch, wo ich das alles mache, es anderem Namen wird veröffentlicht, weil das ... Ich glaube, es ist noch mehr ... Also dieses Papa-Sein, einfach ... speaker-0: drin. Du hast zwei Kinder. Und für den du, wenn du jetzt ein oder zwei Kinder hast als Zuhörerin, glaube ich, beginnt diese wirkliche Prävention zu Hause, wenn wir dieses Wort sichere Hafen benutzen. Weil auch ich erlebe das immer wieder bei Mobbing, es ist ein anderes Thema, ähnlich. Herr Dudek oder Daniel, mein Kind wird jetzt gemobbt, was können wir jetzt machen? Wie müssen wir uns jetzt verhalten? Und das verstehe ich, nur die Frage wäre ja besser schon früher gestellt. Prävention in Schule. Nicht erst wenn es zu spät ist, brauchen wir den Experten, sondern wir müssen das machen, bevor es größer wird. Und ich glaube, Kinder lernen den offenen Umgang mit Problemen, im allgemeinen Umgang mit Problemen in der Familie. Oder anders gesagt, Schwimmen lernen Kinder nicht im offenen Meer, sondern im Babyschwimmkurs. Und deswegen seid einfach offen mit euren Kindern zu Hause. Sprecht auch offen über eure Probleme in der Familie. Also im Sinne von, wenn wir einen Konflikt miteinander haben, empfinden manche, unsere Kinder, das schon wie einen Streit. Und wir sagen, wir haben einfach nur eine Meinungsverschiedenheit. Und das zu spüren, man kann auch miteinander reden, wenn man nicht immer einer Meinung ist. Ich darf etwas erzählen, wo ich mich vielleicht nicht wohlfühle, aber in der Familie werde ich aufgefangen. Viele fragen sich die Frage, wenn die Kinder dann jugendlich werden. Ich glaube aber, die Essenz davon wird gelegt ab dem Moment, wo ein Kind in die Familie geboren wird. Das will ich noch mal euch mitgeben. Drogen oder ... Prävention an sich passiert im offenen Umgang in Familien, wenn Kinder wissen, ich kann jederzeit kommen, so wie du es auch mit deinem Sohn, also mit Care Elevator. speaker-2: Wir arbeiten hier gerade was ganz Spannendes raus, weil am Ende ist es genau das, was du eben noch mal angesprochen hast, auch diese Aufgabe Vater zu sein, dieses Glück dann auch für sich oder eben Mutter oder Elternteil, erstmal das Glück da zu verspüren und dann aber auch die Aufgabe anzunehmen, bedeutet ja auch, sich als Mensch zu zeigen. Und viele versuchen immer, die Dinge zu verstecken, weil man, ich mache ja nichts falsch und ich dürfte ja niemals zugeben, dass ich was falsch mache. Und wenn ich dann auch noch von meinen eigenen Kindern quasi dabei erwischt werde, dass ich auch nicht alles richtig mache, dann denken ich bin keine gute Mutter, kein guter Vater und ich möchte einfach alle dazu einladen, die zuhören, auch ein bisschen in diese Menschlichkeit zu gehen, weil wir reden manchmal darüber, dieses wie viel Zärtlichkeit sehen Kinder zu Hause, wie viel Liebe ist wirklich da. Also ich meine, was bei uns zu Hause ist, dann gibt es hier immer ein Küsschen, da mal eine Umarmung, es ist alles in dieser Beziehung auch spürbar und ich stelle mir dann immer vor, wie viele Kinder sehen sowas gar nicht und gehen aber dann in diese große weite Welt von Handys, Pornografie und all das und wenn dieser ganze Bezug innerhalb der Familie und diese Beziehungskultur nicht wirklich in der Verantwortung gelebt wird, dann müssen wir nach hinten raus ja immer mehr aufräumen. Und man könnte jedes Thema nehmen. Und ich finde, das hat sich so toll in diesem Podcast hier herausgestellt, weil am Ende ist der Einstieg Social Media oder die Wave oder eben das, was sowieso als Angebot da draußen in Massen und in Mengen da ist. Und die Frage ist, aber kann dein Kind zu Hause wirklich mit dir sprechen? Und was kann auch die Schule? dazu beitragen, dass es menschlich vermittelt wird. Weil ich mir... Und das meine ich jetzt, wir könnten jedes Thema nehmen. Sexualerziehung in der Schule. Also komm, bitte. Man geht da draußen und denkt, ich weiß jetzt, wie eine Gebärmutter aussieht. Ich kann ja jetzt eine Scheide sozusagen betiteln. Ich weiß jetzt, wo was ist. Und ich weiß, es gibt Sexualkrankheiten. Und ich müsste eventuell als Frau, kann ich, muss ich gucken, dass ich nicht schwanger werde. Aber wo ist... Das menschliche, wo sind die echten Geschichten? ist Sex? Was ist Liebe? Was gehört das? Was sind Drogen? Was bedeutet das? Was ist Social Media? Was ist ein Streit? Was ist ein menschlicher Fehler? Wie fühlt sich der an? Also es gehört so viel mehr. Da rein. speaker-1: Und ich möchte euch mitgeben, da kann man jetzt ja Tage und Monate drüber reden und es ist alles so ganz wichtig, vor allem der Zugang zu den Emotionen benennen können, was ist das und damit das aber alles funktioniert, was jetzt in den letzten Minuten gesagt worden ist, was mir hilft ist beobachten statt bewerten, weil sobald wir in eine Bewertung reinkommen, ist Stubider Scheiße. Weil wir sind ja alle drauf gepolt, das habe ich mal von klugen Menschen gehört, unser Gehirn ja noch so aufgebaut ist, dass wir unser Überleben sichern und Gedanken erzeugen, Emotionen, Emotionen erzeugen, Gedanken. Der Satz ist von mir, weil ich ebenfalls klug bin. es ist alles schwierig und Leid entsteht immer dann, wenn ich bewerte oder wie man dann auch falsch bewerte, weil Es ist ja immer noch so, wenn wir jetzt unter Eltern, wir haben Angst, uns den anderen anzuvertrauen, weil wenn ich sage, mein Kind hat da Drogen genommen, ich weiß gar nicht, was sie machen sollen. Die Angst ist ja, dass die anderen sagen, ja, du hast als Elternteil versagt, du bist scheiße. Durch das Erzählen der Geschichte breche ich das eben auf. dieses nicht ins Bewerten zu kommen, das ist so wichtig. Das ist sozusagen so der Anfang. Beobachtung statt Bewertung. Dann aber dahin kommen, mal genau benennen, was ist jetzt eigentlich das Problem. Dann das Gefühl dahinter und dann der Wunsch. Weil oft ist ja so mal alles so. Ja, aber du hast doch und jetzt fühlst so, du weißt ja gar nicht. Du hast so einen riesen Knäuel in deinem Kopf. Und wenn, und auch in der Situation, wenn jetzt gerade das Thema heiß ist. Es ist ja auch kein Gespräch. So, geh raus, ich geh dann boxen, mach dies das, mach dir Gedanken, beobachten statt bewerten, aufschreiben, ist jetzt das Problem, was ist das Gefühl dahinter und was wünsche ich mir. Und dann erzählt der eine und der andere hört zu und dann umgekehrt. Und dann wird auch was draus entstehen. speaker-0: Wenn du das als Teil unserer Community gerade gehört hast und du eine Ausbildung bei uns gemacht hast, dann wird dir vielleicht aufgefallen sein, Beobachten statt Bewerten. Das machen wir häufig in der allerersten Stunde, wenn wir mit Kindern arbeiten, weil ja auch wir Prävention in einer anderen Ebene machen. Du bist es im Bereich Drogen, wir sind es im Bereich Mobbingprävention, im Bereich Konfliktbewältigung. Erste Kursstunde bei vielen unserer Anbieter ist genau das nämlich Thema, dass die Kinder lernen, schon sehr früh in ihrem Leben beobachten. und bewerten sind zwei Paar Schuhe. Wir verwechseln das häufig. Viele Menschen glauben, sie haben etwas beobachtet, während sie eigentlich nur ihre Bewertung aussprechen. Wir selber bewerten häufig, was uns passiert, anstatt einfach mal so zu lernen, ich kann die Situation auch so erstmal nur beobachten, ohne zu bewerten. starkfühlkinder.de Da findet man auch Leute, die genau diese Sachen in die Herzen von Kindern tragen. Ich finde an dieser Stelle wieder einmal ganz kurz einen Recap sinnvoll. Wir haben einmal deine Geschichte gehört bis zur Luftmatratze. Nach der Luftmatratze sind wir ein bisschen rausgeflogen ins Hier und Jetzt, dass du in Schulen bist. Wir haben gehört, wie wichtig Prävention wäre und wir haben uns auch einmal darüber unterhalten, dass Prävention nicht nur aus dem akademischen Umfeld kommen. Darf. Die Akademik ist wichtig. Die Akademiker sind wichtig. Wir brauchen gut studierte Menschen in Therapie, etc. ⁓ Türen zu öffnen für Kinder und Themen zu öffnen, braucht es aber manchmal etwas anderes. Und beide Gewerke, so sehe ich das, ist wie auf dem Bau. Der Polier wird dem Maurer nicht die Butter vom Brot nehmen und der Dachdecker, der den Dachstuhl baut, wird sich nicht darüber aufregen, dass er die Bodenplatte nicht gießen darf. Er wird sagen, cool, ich mach das Dach, mach du die Platte. dem Gefällt, wo wir uns bewegen, wollen viele häufig alles machen und das muss es ja gar nicht sein. Lass uns doch gemeinsam als Allianz da draußen auftreten und Kinder stärken. Punkt. Wir haben gesehen, dass Prävention häufig viel früher anfängt, nämlich in dem Moment, wo Kinder wissen, ich darf über Themen reden, ob das zu Hause ist oder in Schule, wo sie nicht bewertet werden für das Verhalten, was sie zeigen, wo nicht sofort gesagt wird, du bist falsch mit dem, was du gemacht hast, sondern erst mal wahrgenommen wird, das ist passiert. Und als einen der wichtigsten Sätze, den ich für Eltern rausstellen möchte, noch mal ist der Satz, den du vorhin gesagt hast oder die Situation, die du geschildert hast. In dem Moment nimm dein Kind einfach mal in den Arm und freu dich, dass es zu Hause ist. Denn das wird dazu führen, dass es vielleicht, wenn es noch mal passiert, und die Chance ist ja nun mal da, es beim nächsten Mal nicht probiert bei einer Freundin einen zu starken Graus auszuschlafen, wo die Freundin Angst hat, dass es die eigenen Eltern hören und dann haben wir eine ganz... schlechte Abwärtsspirale, sondern es weiß, im schlimmsten Fall lande ich zu Hause bei meinen Eltern und die kümmern sich ⁓ mich. das finde ich ist nochmal ein ganz schöner Moment, dieses ich nehme dich in den Arm und jetzt komm erstmal wieder an. speaker-2: das ja nicht nur für Kinder spricht, vielleicht kann es ja auch der eigene Ehepartner oder die eigene Ehepartnerin sein. speaker-0: Wenn ich demnächst mit einer Luftnachbarstrasse nach Hause komme, Jana, dann... Ich bin erst mal in der Arbeit. speaker-2: Ja, nein. speaker-1: Und gemeinsame Erlebnisse. So, ohne Bewertung, aber... speaker-0: Ja. speaker-1: mal reflektieren, wie sieht eigentlich dein Tag aus? macht ihr die ganze Zeit? Wann habt ihr das letzte Mal zusammen Abend gegessen? Wann habt ihr mal was unternommen? Sport? Und so weiter und so fort. Auch welche Getränke stehen am Tisch? Welches Verhalten wird vorgelebt? Weil ich sehe das bei mir. speaker-0: Ja. speaker-1: Die kopieren einfach. Also ich habe so oft so dieses, das ist doch scheiße, man. So eine Handbewegung mache ich 1 zu 1 in der gleichen. So, kann also das bin ich. Ja, so. Und so wir geben alle immer unser Bestes und sind den ganzen Tag am Start versuchen, das Beste zu machen. Aber vielleicht sind wir auch in einem anderen. Vielleicht sind wir wo reingeraten, wo wir gar nicht wollen und haben es schon. Ja. versaut mit unserem Kind irgendwas zu unternehmen und oft ist es ja so dieses, ja was soll ich jetzt sagen und wie geht das alles, Emotionen, ist da alles ganz schwer, Kind kommt heim, nimmst ihn in Arm, dann am nächsten Tag bestellt zusammen Pizza, euch Filme an und dann unternehmt ihr was. Weil wenn ihr was unternehmt und beim Tun, da kommt automatisch das Gespräch. Weil wenn ich jetzt mit so einer ... beschämten Situation, allen ist total unangenehm, ... keiner weiß, was abgeht, wir setzen uns an den Tisch, ... jetzt muss hier ein Gespräch, es wird immer kacke. Unternehmen was zusammen. speaker-0: ⁓ Schöner Hinweis nochmal. In Bewegung bewegt sich was. Ist ja auch ein Satz, den du immer sehr, sehr gerne sagst. speaker-2: Ich habe ihn weiterentwickelt. klingt er jetzt? Bewegung ist nicht nur das, was du tust. Bewegung ist auch immer das, was dich verändert. speaker-1: Ich habe, mein Ding ist, ⁓ was zu bewegen, musst du dich bewegen. speaker-0: Also kommen wir doch in Kindern in Bewegung, wenn man so möchte. Wir kommen gleich zur letzten Sektion. Das ist die Sektion Mythos oder Wahrheit. Und dann kommen wir zu unserer Abschlussfrage. Bevor wir zu Mythos oder Wahrheit kommen, wo finden die Leute dich denn? Also klar, das Buch haben wir schon vorgescheint im Ulstein Verlag, erschienen Kristallklar. Mein Leben als Junkie-Dealer-Häftling von Dominik Forster. Überall da, wo es Bücher gibt. Wo kann man dich sonst noch finden, wenn man sagt, das fand ich spannend? speaker-1: Dominik Forster googeln und beim Dominik Forster gibt es eine Frage, die alle wissen wollen. Bin ich der Bruder von Marc Forster? Nein. So, aber ich wurde so oft gefragt. Ich weiß es nicht. Marc, ich habe dich auch schon tausendmal angeschrieben, aber du antwortest es nicht. Was soll das? Und dann kommt immer ein Mädchen und sagt, ja, wer sieht aus wie Sido? speaker-0: Wenn das also zwei Dinge, wenn wenn Dominik der der der Bruder von Mark Forster wäre und das kommt irgendwann raus, möchte ich das die Familienzusammenführung hier im Podcast gerne haben. Mark, schon. Und Sido finde ich sehr, witzig, weil das muss ich sagen. hab zwischendurch habe ich hier gesessen, dich angeguckt und habe gedacht, ja, ist safe. Sido sitzt vor mir. speaker-1: ist auch bei diesem Frag einen Drogendealer-Video. Da gibt's so 10.000 Kommentare und 8.000 davon sind Sido, irgendwas mit Sido. Es gibt auch ein Meme, da ist Sido auf dem Bild, Mark Forster, ich und noch ein Typ mit Brille, Käppi und Bart. Und dann steht irgendwie drüber, Asiaten sehen alle gleich aus, die Almans aber auch. speaker-0: Aber wirklich, die Ähnlichkeit ist frapierend. Also Dominik Forster googeln. Und dann, Jana, lass uns die Runde Mythos oder Wahrheit starten zum Finale dieser Podcast-Show. Ich mach dann vor dem Abschluss noch einmal so ein allgemeines Recap. speaker-2: Und wir machen ein kurzes Spiel. Spiele sind immer schöne Impulse, die etwas verändern können, Mythos oder Wahrheit. Wir lesen dir drei Sätze vor oder jeweils abwechselnd einen Satz und du antwortest kurz aus deiner Erfahrung heraus. Ich beginne mit dem ersten Satz. Wenn Kinder gut aufgeklärt sind, dann nehmen sie doch keine Drogen. speaker-0: Also Mythos. Du kannst auch was dazu sagen. Gerne. Sag was Kluges dazu. speaker-1: Ja. Es kommt immer darauf an, was ist gerade präsent im Leben, wie ist das Umfeld, was haben die erlebt, weil die Emotionen treiben das Handeln an. Und wenn du jetzt beispielsweise Liebeskummer hast, und damit mit niemandem drüber reden kannst, dann kannst du gut aufgeklärt sein, wie du willst, wenn die Droge oder die Substanz in dem Moment dein Leiden löst, dann wirst du das machen. speaker-0: Wer ein stabiles Zuhause hat, ist automatisch geschützt. speaker-1: Das ist auch Quatsch. ist so ein Trugschluss, weil stabiles Zuhause, normale Familienverhältnisse, was genau sollte es sein? es ist Quatsch. Es kann immer jeden, zu jeder Zeit treffen. das Wichtigste ist, dass man immer im Kontakt ist, dass man immer bespricht, dass man Angst hat. dem anderen was zu sagen oder viel mehr. darfst ja die Angst haben, weil Angst ist bei mir. Ich konnte mit dem Satz immer nichts anfangen. Du darfst keine Angst haben, das zu machen oder du darfst keine Angst haben, da was zu sagen. Ich habe ständig Angst. Aber die Angst ist ja auch gut. Das ist ja mein körpereigenes Warnsystem. Das heißt, sie warnt mich ja, sie will mich ja schützen. Aber trotz dieser Angst muss ich den Mut haben, mich öffnen zu können und Das ist es und es ist völlig egal, ob das ein Hartz-IV-Haushalt ist oder eine Million-Villa mit Ding, wenn das nicht passt, die Basis, dann ist egal. speaker-2: Scham ist ein Grund, warum Kinder zu spät Hilfe holen. speaker-1: Ja, auf jeden Fall. Scham und... Scham ist ja... Also wenn man jetzt für diese... Tabelle, wenn man so möchte, so eine der Emotionen, dann ist ja Dankbarkeit, Glaube, Liebe, so ist er oben und Scham, Apartheid, Hass, Misskunst, Neid ist ja so unten und das wollen wir ja nicht. So und das ist nämlich auch mit der Angst, weil ich habe immer versucht durch alle möglichen Drogen meine Angst wegzukriegen, weil ich dachte diese Angst, das darf nicht sein. Aber jetzt wo ich weiß, die Angst und die ist bei mir sehr präsent, so ein stark fühlender Mensch. Deswegen habe ich oft diese Angst, aber die will mich ja leiten. So und wenn ich nämlich meine Gefühle als Navigationssystem benutzen kann, wenn ich einen Umgang damit lerne, wenn ich traue mich zu öffnen, ohne eben bewertet oder kaputt gemacht zu werden, dann komme ich da gut durch. Wenn ich aber diese Scham empfinde und mir Scham immer als ein Zustand eingetrichtert worden ist, der mit Versagen zu tun hat, dann halb verkackt. Weil bei Scham hängt ja Zweifel dran und so weiter. Und das müssen wir aufbrechen durch dieses. Alle Emotionen sind gut und richtig. Auch was, ich meinen Kindern, was ich selber lernen darf, vermittel. Dieser Zugang zu den Emotionen, ist es richtig. Und wenn das Kind nämlich einen Wutanfall hat, jetzt der sieht, das Kind nicht da an die Tür durfte, weil da der Postbote ist oder irgendwas, dann ist dieser Wutanfall genauso wichtig, wie wenn du einen Wutanfall hast, weil ein wichtiger Kunde abgesprungen ist oder egal was. Oft ist ja dann so, dass Kinder jetzt kommen, ob jetzt die Tasse da, ist doch jetzt egal. So, ich erwische mich oft dabei, ich habe richtige Probleme. Und nein, und das ist was ganz Wichtiges und Schwieriges und das müssen wir alle lernen und vor allem trainieren. ist, das muss man jeden Tag immer wieder machen, immer wieder sich damit beschäftigen und so können wir diese Scham aufbrechen und verhindern, dass einfach unsere Kinder kaputt gehen. speaker-0: Wir haben heute einmal eine Geschichte gehört, die ... Also eine Tür geöffnet sicherlich in eine Welt, vielen Menschen vielleicht aus Filmen kennen und sagen, okay, da wird es dann ja auch immer noch dramatisch unterlegt mit Musik. Manche Serien werden sogar so aufgebaut, dass, das hast du auch so schön gesagt, Jugendliche denken können, das wäre cool und das wäre ein Weg in eine bessere Welt und sie übersehen dabei, dass die Downside viel, viel größer ist. Wir haben gesehen, wie wichtig Prävention ist, oder das können wir nochmal rausnehmen, wie wichtig Prävention ist und dafür will ich nochmal zum Abschluss auch einen Appell raushauen. Wir haben da draußen die Möglichkeit, Prävention einzukaufen. Das gab es in der Form, wie es das heute gibt, in der Vergangenheit gar nicht. Früher musste man immer ein Stück weit warten, bis etwas kaputt gegangen ist und dann wurde es repariert und therapiert. Wir haben mittlerweile viel mehr Präventionsprogramme, sei das deine Programme, sei das unsere Programme. Es gibt die wunderbare Möglichkeit, etwas zu tun. Es wird häufig gesagt, Gelder sind nicht da. Und das stimmt zum Teil. Die Regierung und die entsprechenden Stellen könnten noch mehr Gelder freimachen. Das wäre sehr wünschenswert, wenn man es ernst meint mit Kinder und Jugendliche sind so wichtig für uns als Gesellschaft, dann sollte noch mehr Geld freigemacht werden. Darüber hinaus kommt aber auch, dass immer noch auch ein großes Konkurrenz- und Kompetenzgerangel. da draußen unterwegs ist. Und auch das, finde ich, muss man einmal ehrlich ansprechen. Unter Werbeanzeigen, die wir schalten, habe ich neulich erst wieder gelesen, dass ein Jugendzentrum und eine Schulsozialarbeiterin, random, ohne uns im Detail zu kennen, einfach nur gesagt hat, das, was ihr macht, ist kompletter Quatsch, ihr seid Scharlatane, das mache ich ja viel besser als ihr. Und ich denke mir, das ist super schade, weil erstens kennst du mich ja gar nicht genau, zweitens hast du unsere Ausbildung nicht gesehen und drittens, Warum denn in Konkurrenz denken? Du machst schon Sozialarbeit, du bist ein Jugendzentrum. Cool und wir machen Prävention. Lass uns zusammenarbeiten und das ist mein Appell für alle, zuhören. Lass uns nicht im Gegeneinander denken, sondern im Miteinander. Denn wenn es wirklich ⁓ die Kinder gehen würde, sollte es nicht ⁓ Kompetenzgerangel gehen, sondern ⁓ wie können wir eine Allianz für starke Kinder sein und das würde ich mir so sehr wünschen für die Menschen da draußen. starkfuerkinder.de Dominik Forster, wir wollen etwas dafür tun, dass Kinder stark in die Zukunft kommen. Deswegen vielen Dank für deine Offenheit an dieser Stelle. Der Abschluss. Ein Jugendlicher steht in der Gruppe, bekommt etwas angeboten und will eigentlich nein sagen. Welcher Satz oder welche Sätze könnten ihm dabei, also könnten ihm da raushelfen, ohne dass er sein Gesicht verliert? speaker-1: Ich werde Fußballprofi und ich kann gerade nicht. Das habe ich nämlich gesagt. speaker-0: Ihr Lieben, wenn euch dieser Podcast gefallen hat, dann teilt ihn bitte mit euren Freundinnen oder Freunden, teilt ihn in euren Social Media Kanälen, verbreitet die Botschaft und unterstützt alleine das, was wir heute in diesem Podcast rausgehauen haben. Bewertet ihn, kommentiert ihn, also alles das, was ihr machen könnt, denn Sharing is Caring. Danke Jana für das Gespräch, danke Dominik für das Gespräch und auf bald. speaker-2: Vielen Dank. speaker-1: Dankeschön. mir eine Ehre und Freude. speaker-0: Dir hat das Video gefallen und du merkst, dass Kinderstärken etwas wertvolles ist? Dann schau doch mal auf starkfuerkinder.de vorbei. Dort findest du Anbieterinnen und Anbieter, die Kinder stärken. Im Bereich Konfliktlösung, im Bereich Mobbingprävention, im Bereich Selbstbehauptung, im Bereich soziale Kompetenzen, im Bereich Lebenskompetenzen. Bereit für alles, was das Leben deinem Kind bietet. Auf starkfuerkinder.de. Einfach Postleitzahl eingeben und die passende Anbieterin oder den passenden Anbieter. in deiner Gegend finden. Wenn dir das Video gefallen hat, gilt natürlich, abonnier den Kanal und aktivier die Glocke. Hier werden dir auch noch weitere Videos angezeigt. Stöber einfach mal. Apropos stöbern, auf starkfuehrkinder.de gibt es außerdem einen Elternratgeber. Auch da kannst du dir wunderbare Artikel durchlesen, die dafür sorgen, dass dein Kind gestärkt ist. Viel Spaß!