speaker-2: dann gleich mit Homeschooling verwechseln und davon sind wir meilenweit entfernt. Wir machen keine Art der Beschulung oder Schule bei uns zu Hause, sondern es passiert wirklich alles von ganz alleine. speaker-1: Was für einen immensen Druck haben Eltern, deren Kinder vielleicht nicht so gut im System Schule sind, über eine fiktive hypothetische Zukunft, die ihm hier und jetzt noch gar keine Rolle spielt, aber du leidest dich so hart gesprochen einfach durch dein Leben ständig in der Angst, dass dein Kind nichts wird? Willkommen bei Stark für Kinder. Heute bei uns jemand, Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass und Saxophon spielt, finde ich sehr sympathisch, kommen wir bestimmt noch mal drauf, ohne jemals Unterricht dafür bekommen zu haben. Außerdem ist er Mentor, Podcaster und Coach, wenn es ⁓ das Thema Freilernen, also ein Leben ohne Schule und selbstbestimmte Bildung geht. Chris, ich sage immer Fader, aber es ist Fader, richtig? speaker-2: Nein, nein, nein, es ist Fader. speaker-1: Ist Fader? Okay. Es ist ja wirklich, also hier kursieren verschiedene Varianten deines Namens. Fader finde ich auch besser, weil gerade wenn man so viel mit Musik zu tun hat, finde ich, ist das ein sehr passender Name. Jede Familie kommt früher oder später an den Punkt Schule und Hausaufgaben. Auch wir sind natürlich irgendwann an den Punkt gekommen. Kinder müssen lernen, zuzuhören, still zu sitzen, mitzulaufen und sich scheinbar irgendwie auch dem System Schule anzupassen. Chris hat dazu aber eine ganz andere Meinung und zeigt, wie es anders geht. Wir sind sehr gespannt auf dieses Gespräch. Schön, dass du hier bist. speaker-2: Ich freue mich sehr hier zu sein. Vielen Dank für die Einladung. speaker-0: Ja, und ich darf auch noch was zu dem Herrn Fäder sagen, denn ich glaube, ganz viele Eltern kennen das Gefühl, dass sie nicht wissen, wie kommt mein Kind mit der Schule zurecht? Wie hoch sind die Anforderungen? Passt mein Kind in diese Schulform oder braucht es vielleicht einfach nur eine andere Lernumgebung? Wie kann ich meinem Kind helfen, Dinge zu lernen, die es wirklich lernen möchte? Wo ist das Potenzial meines Kindes und wie kann ich diesen Schatz auch heben? Chris, du sagst Das geht, aber es geht vor allem auch ohne Schule. Auf diese Einblicke freuen wir uns und ich darf auch nochmal sagen, herzlich willkommen. speaker-2: Vielen lieben Dank. Danke euch. speaker-1: Bevor wir über Schule, Freiheit und all diese großen Fragen da, also wir haben ein paar große Fragen auf jeden Fall heute hier offensichtlich dabei, bevor wir über all diese Fragen sprechen. Du spielst nicht nur viele Instrumente, sondern meines Wissens nach hast du ja mit sechs Jahren auf deinen eigenen Wunsch mit Geige spielen angefangen. Während andere also mit, sagen wir mal, Feuerwehrautos, mit Lego-Puppen oder den Sandkasten spielen, hast du dich mit dem Geigen-Spielen beschäftigt. Wer warst du selbst als Kind? speaker-2: Boah, gute Frage. Also tatsächlich war ich auch begeistert für Autos und vor allen Dingen für Flugzeuge. Ich auch mit sechs Jahren, glaube ich schon, meinen ersten Modellflieger geflohen alleine und bin immer mit meinem Papa da auf irgendwelche Felder gefahren, wo möglichst keine Hindernisse waren. bin da wirklich mit so krassen Maschinen auch, richtig Motoflieger, allem drum und dran. Es ist bis heute irgendwie auch noch eine Begeisterung, die in mir schlummert, die Fliegerei. Aber tatsächlich hat mich sehr die Musik gepackt, sehr früh schon und dann hatte ich den Wunsch Geige zu spielen tatsächlich und das haben mir meine Eltern dann auch ermöglicht. noch bevor ich in die Schule kam, habe ich dann auch Geigenunterricht bekommen, das ist tatsächlich das einzige Instrument, wo ich jemals Unterricht hatte. Interessanterweise ist es heute das Instrument, was ich mit Abstand am wenigsten in den Händen halte. speaker-1: Das ist, da eint uns eine Geschichte, deswegen habe ich gerade gesagt, sehr sympathisch. Ich habe gelernt, mein erstes Instrument, was ich wirklich lernen durfte, mit Musikunterricht, war Flöte. Dann Trompete, da hatte ich dann auch wirklich Unterricht, aber auch ich habe mir Instrumente selber beigebracht und ich zähle sie mal auf. Gitarre, das wird witzig, Klavier, Saxophon. Schlagzeug, Bass. Weiß nicht, sind so bisschen irgendwie scheinbar die, die du auch gelernt hast. Wie kommt es, man diese Instrumente sich selbst fragt, was sind wir für Typen? speaker-2: Das kannst du selber beantworten. speaker-0: Das sind alles so sehr ausdrucksstarke Instrumente. Es gibt bestimmt auch Flötenausdruck. dieses Saxophon hat schon immer noch mal so einen Charakter mit dabei. man da einen hat, der auf der Bühne steht und Saxophon spielt. Klavier hat so ein richtiges, das erzählt immer eine Geschichte. speaker-1: Ja, gibt es auch. speaker-0: Und Bass ist ja auch so, das steckt irgendwie so diese letzte Note für mich oder diese letzte Kraft von Ausdruck drin. speaker-1: Und du hast diese Instrumente, also das finde ich jetzt einmal tatsächlich persönlich spannend und ich glaube, das ist auch für manche Eltern und so interessant ist, das hören. Wenn wir mal einfach in diesen Bereich kurz reingehen. Wie ist das gekommen? Welches Instrument hast du als erstes so dir selbst geschnappt? Wie kam diese Motivation? Also ja, du hast Geigenunterricht gehabt, Musik lag dir also irgendwie scheinbar im Blut. Aber wann hast du diese anderen Instrumente gelernt? Wie alt warst du da? Wie wurdest du unterstützt dabei? würde mich interessieren. speaker-2: Also das erste war mit Sicherheit das Klavier. Wir hatten ein Klavier zu Hause und meine Mama spielt auch hervorragend Klavier und hat dann sonntags manchmal wunderschön da klassisch Musik gemacht. Es lief auch Musik, also vor allem Klassik und Jazz bei uns zu Hause. Mein Papa ist sehr Jazz-affin und hat mich dann auch als kleinen Jungen schon mitgenommen auf kleine Jazz-Konzerte und so. Das hat mich natürlich total inspiriert. Und dann bin ich nach Hause gekommen und habe einfach ausprobiert und habe diese Harmonien versucht nachzuspielen, die ich in meinem Gehör hatte. Also ich bin immer da rein aus dem vom Gehör herangegangen. Ich konnte auch ewig erstmal gar keine Noten lesen. habe ich auch gar nicht gebraucht und also kann es bis heute noch nicht so richtig gut. Also bei der Geige ja kann ich wahrscheinlich nahezu alles vom Blatt spielen, aber wenn du mir jetzt irgendeine Klavierpartitur hinlegst, fange ich damit nicht so viel an. Wenn ich aber dieses Stück einmal höre, kann ich es dir jetzt sehr wahrscheinlich relativ gut direkt nachspielen. Krass! Und so habe ich immer improvisiert und wie gesagt hatte die die Möglichkeit durch das Klavier zu Hause da immer rumzuklimpern, solange es meine Geschwister ausgehalten haben. speaker-1: Wie viele Geschwister hast du? speaker-2: Ich habe drei Geschwister. Ich bin der Dritte von vier. Die Gitarre kam sehr spät erst. Ich glaube, mit 16 ist ein guter, bis heute bester Kumpel mit uns mitten in den Urlaub gefahren und hat seine Gitarre mitgenommen. nicht sehr begnadeter Musiker darf ich dazu sagen. Aber er konnte ungefähr drei oder vier Gitarrengriffe und deswegen musste seine Gitarre mit. Das war dann für mich die Einladung. diese Gitarre mir mal zu schnappen und habe dann glaube ich innerhalb von 15 Minuten besser gespielt als er nach fünf Jahren. speaker-1: Das war nicht sein bester Urlaub. ⁓ speaker-2: Ja, aber so ist mir diese Tür irgendwie aufgegangen und ja, ist einfach etwas, was mir, würde ich behaupten, auch leicht fällt einfach. Ja, und dann habe ich ja auch einfach rumprobiert und ja, wie gesagt, tolle Stücke, Eric Clapton und so fand ich immer geil und dann wollte ich das halt spielen können. Das war dann so meine eigene Motivation und dann habe ich es halt gespielt. So ungefähr. speaker-1: Dein Musikgeschmack heute, was hörst du dann auch quer durch die Bank oder bist du so auch Jazz, Blues in diese Richtung dann oder Klassik hängen geblieben? speaker-2: Also tatsächlich sehr bunt gemischt. Ich liebe Klassik, ich liebe Jazz. Es kommt drauf an, welchen Jazz auch. Also nicht alles vom Jazz. gibt es Sachen auch... speaker-1: Ja, das war fast umhühlig. speaker-2: Aber ja, so grundsätzlich diese Harmonien und ... Ja, ich glaube, bei mir ist es so eine Mischung geworden irgendwo. Also, bin auch ein leidenschaftlicher Basketballer, hab ich sehr viel betrieben in meiner Jugend. Und da kam natürlich ein gewisser Hip-Hop- Einfluss mit rein. Dann die Amis und so, Rap. Und ich glaube, so eine Mischung irgendwie ist heute so mein eigener Sound, ich selber ... am liebsten mache und auch höre, wenngleich ich gar nicht so viel Musik höre tatsächlich. Ich liebe auch die Stille umso mehr. auch ein sehr, sehr feines Gehör, muss ich dazu sagen. Und ja, ich habe das ja dann letztendlich auch zu meinem Beruf gemacht, dann viele Jahre lang als Komponist und Produzent. Und da war halt alles dabei. Also da habe ich von irgendwelchen Heavy-Metal-Tracks, die irgendeinen Werbespot gebraucht hat, zu irgendwelchen Balladen. da war alles dabei tatsächlich. Und das war auch cool, weil ich dann auch in Musikgenres reinkam. die ich selber nie gehört habe, die mich nie interessiert haben, aber ich dadurch verstehen wollte auch, wie funktioniert diese Musik, was braucht diese Musik. Und das war total bereichernd. Das heißt nicht, dass ich die Musik dann heute freiwillig höre, aber sich damit mal wirklich auseinanderzusetzen und mal zu schauen eben, wie funktioniert das, was braucht es da und was braucht es auch nicht. Das war sehr, spannend. speaker-1: und hat die Freiheit, die du der Musik so gefunden hast oder findest und damit können wir dann so bisschen den Brückenschlag zur Schule schaffen. Ja, das machst du gerne. speaker-0: was ganz spannendes. Ich habe dich gerade gesehen, als ganz jungen Chris und habe dann gedacht, der Chris mit dem Feingehör geht in die Schule und sitzt in einer Schulklasse und hört sich die Geräuschkulisse da an und versucht sich da irgendwie einzubinden und wahrzunehmen, was ist hier eigentlich los. Und wir haben ja in unserem Ausbildungsformat, was wir jetzt nicht mehr haben, aber mal sehr lange ausgebildet haben als Institut oder ich weiß gar nicht, jetzt der Zeitpunkt, wo wir schon gar nicht mehr speaker-1: Das können wir nicht wissen, ... speaker-0: gar nicht wissen. Aber in dem Moment, wo wir an den Punkt gekommen sind, dass man eine Gruppe von A nach B begleiten kann, haben wir mit zwei hochprofessionellen Musikern, die die Gruppenführung komponiert. So kann man es sagen. Also wir haben uns überlegt, was wäre das für eine Geräuschkulisse. Und da ist bei Rausgekommen ein wunderschönes, klassisches Stück, wo man sich so vorstellt, die Gruppe wird aktiviert und da geht was los und dann wird es da wieder leiser, wieder Dirigent der vorne steht und das auch so wahrnehmen kann. Wie hast du das als Schulkind wahrgenommen, diese Geräuschkulisse in der Schule, wenn du das auf Musik übertragen würdest? speaker-2: Tatsächlich, erstaunlicherweise ging das irgendwie für mich. Also ich glaube, ich war relativ gut gefestigt für die Einflüsse der Schule. habe glaube ich erst, also ich glaube ich habe viel auch ausgeblendet. Also muss man ja irgendwo auch, sonst wird man ja wahnsinnig. Und ich habe erst nach der Schule wirklich feststellen dürfen, wie viel Ruhe ich eigentlich auch, ich sag mal, brauche oder wie gut mir auch Stille tut. bin zum Beispiel, wenn ich Auto fahre, ich höre nie Musik. Oder wenn ich im Bus sitze, ich höre nichts, ich schaue nichts an, ich bin einfach in diesem Moment und... Genießt das sehr, eben meine Erfahrungen als die Reize zu verarbeiten und all diese Dinge. Das tut mir sehr, gut. Und da habe ich, glaube ich, sehr achtsamen Umgang mit entwickeln dürfen. Gerade auch was Geräusche angeht. Also ich habe auch kein Problem, in große Städte zu gehen oder mal lauter Sachen zu hören. Aber ich kann schon beobachten, dass mein Gehör dann relativ schnell ermüdet. Also im Studio zum Beispiel, haben ganz viele andere Produzenten, haben da immer so mega aufgedreht und ich habe mir gesagt, hey, macht bitte den Sound leise so. Ich habe wirklich auf so minimalster Lautstärke meine Musik komponiert. Klar, manchmal will man das so richtig fühlen und BUM, macht das mal laut und so, aber da habe ich gemerkt, da ermüde ich sehr schnell vom Gehör her, wenn das zu lange zu laut ist. wundere mich selber, wie ich das trotzdem in der Schule offenbar relativ gut handeln konnte, sodass ich jetzt da nicht das Gefühl hatte, es ist die ganze Zeit zu laut. Weil die gibt es ja auch, die Kinder. Das habe ich irgendwie, glaube ich, ganz gut für mich handeln können. speaker-1: Wir haben am Anfang ja schon gesagt, dass du letztendlich Menschen dabei unterstützt, frei zu lernen, außerhalb des Systems. Wenn du jetzt aber zurückblickst oder vielleicht die Leute einfach mal reinholst, wir haben jetzt gehört, musikalisch, wissen, Musik hat dich irgendwo so deutlich geprägt, du hast dann als Produzent gearbeitet und von den Werbe-Jingle bis zur größeren Produktion. aber als Produzent gearbeitet. Das heißt, warst selbstständig. Das ist deutlich richtig? okay. wie ist dann aber in deinem Kopf entstanden? Also vielleicht nehmen wir uns einmal damit rein, du hast ein Kind bekommen. Wie ist denn dein Kind? Und was ist in dieser Phase passiert des Vaterwertens bei dir? Denn wenn ich das richtig im Kopf habe, das möchte ich aber gar nicht vorwegnehmen, hast du dich in der Zeit sehr viel mit deinen Werten beschäftigt und Dinge festgestellt. Magst du da die Hörerinnen und Hörer einmal mit reinnehmen? speaker-2: Ja genau, habe jetzt mittlerweile 15-jährige Tochter, ganz frisch 15 geworden. Ich habe noch eine zweite Tochter, die ist 9. Und ich würde sagen, solange die erste Tochter noch kleiner war, ich schon noch relativ klassisch in diesem ganzen Setting drin, hatte da mein Studio und oder mir ein Studio dann gebaut, in dieser Zeit ein neues. Ja, hab da halt so funktioniert, ich mal. Hab da schon mein Ding gemacht, immer wieder gemerkt, ich stoße an Grenzen. Und hab irgendwie gedacht, so innerlich so Gefühl gehabt, da muss noch mehr gehen. Das kann's irgendwie nicht gewesen sein. Und je näher die Schule dann rückte, desto mehr hab ich mich natürlich auch mit diesen Themen dann auseinandergesetzt. Dann kam meine zweite Tochter und sie hat irgendwie noch mal ganz viel Veränderung in die Familie gebracht. Einfach auch schon von ihrem Wesen her. Heute verstehe ich das ganz anders, weil ich weiß, wie sie aufgestellt ist und was sie mitbringt. Und sie hat uns im Endeffekt eingeladen, noch mal grundsätzlich die Dinge neu zu betrachten. Und bei ihr haben wir sofort gespürt, okay, dieses klassische Setting ist überhaupt nichts für dieses Wesen. Und ... Ja, hat dann so ein Prozess angefangen und auch relativ intensiv, dass ich eben dann mir mal meine Werte genau angeschaut habe. Da bin ich dann so drauf gekommen, dass ich nach vielen Werten lebe, die eigentlich gar nicht mir entsprechen. Und dann habe ich eben meine eigenen Werte mal klar definiert und darauf aufbauend dann meine Prioritäten ausgerichtet. Und dann gemerkt, ⁓ hier ist Handlungsbedarf. Da stimmt so das eine oder andere nicht so ganz. Und sich das natürlich dann noch einzugestehen und auch sagen, es okay, wenn ich jetzt halt neue Entscheidungen treffe und vielleicht auch ganz andere Wege gehe. Und das bin ich im Endeffekt dann gegangen. Und so kam das eben dann auch mit der Schule, dass wir gemerkt haben, ja, so das, was wir eigentlich auch als Familie leben wollen, ist mit einem Schulsetting nicht möglich. Und dann hatten wir eine kurze Testphase, sag ich mal, wenn gleich unsere Entscheidung damals schon stand, als Eltern, dass wir ins Ausland gehen werden. Uns hat das total gerufen. hatten eine längere Reise mit einem Wohnmobil gemacht, speziell durch Portugal, und das hat uns voll gepackt und wir haben uns sofort wie zu Hause gefühlt. Wir haben gesagt, wir wollen das mal ausprobieren. Ich möchte nicht irgendwann zurückschauen und denken, hätte ich doch oder was wäre gewesen. Ich möchte es einfach machen. Wenn es nichts ist, Worst Case, gehe ich halt wieder zurück. Das war genau in dieser Phase, als meine älteste Tochter eingeschult wurde und dann war sie drei Wochen in der Schule, was uns zu 100 Prozent bestätigt hat, dass das nicht unser Weg ist. dann, ja, das war es dann eigentlich auch mit ihrer Schulkarriere. Und dann, ja, sind wir aufgebrochen und seitdem hat das Thema Schule keine Rolle mehr bei uns gespielt und ich habe mich aber dann Durch diesen freien Weg, der dann auf einmal vor uns lag, habe ich mich so richtig mit diesen Themen in der Tiefe beschäftigt, was Lernen angeht, was... Bindung angeht und bin natürlich dann auch immer wieder in das Thema Schule reingerutscht durch Fragen von außen, weil Leute sich dafür interessiert haben. Wie macht ihr das? Warum ist das bei euch so anders? Wie kann es sein, dass ein Kind mit zehn, elf Jahren immer noch neugierig ist wie ein Dreijähriges und sich alles Mögliche aufsaugt? Und so bin ich eigentlich in diese Rolle dann erst reingerutscht, dass ich da Leute begleiten darf heute, was mir Riesenfreude macht und es toll ist, dass ich immer mehr Menschen für öffnen, wenngleich ich natürlich weiß, für viele ist es noch sehr weit weg. Das darf ich immer wieder auch für mich reflektieren. Es geht nicht ⁓ besser oder schlechter, aber viele können sich das gar nicht vorstellen, was wir machen. Und für mich wiederum ist es das Normalste der Welt. Und dieser Gap, der da dazwischen ist, da glaube ich ist es wichtig, Brücken zu schlagen, wie du es auch schon gesagt hast, Daniel. Ja, vielleicht auch Zwischenlösungen natürlich zu zeigen, weil das nicht für jeden der Schritt ist, da direkt in dieses komplette Leben ohne Schule zu gehen. Und das ist eben wichtig, auch an dieser Stelle noch mal zu unterstreichen, weil das viele dann gleich mit Homeschooling verwechseln und davon sind wir meilenweit entfernt. Also wir machen keine Art der Beschulung oder Schule bei uns zu Hause, sondern es passiert wirklich alles von ganz alleine. Und ich konnte mir das früher auch nicht vorstellen, deswegen kann ich das verstehen, wenn sich da Leute schwer tun. Aber je länger man sich damit beschäftigt, je länger ich das natürlich auch lebe, jetzt immerhin schon acht Jahre, desto logischer ist es auch und desto natürlicher ist es auch, was da eigentlich, wenn wir es denn lassen würden, von ganz alleine geschieht. speaker-0: Ich höre jetzt schon einige Familien da draußen, so zwischen Wunsch und Wirklichkeit stehen. Also dieses, wie kann das denn funktionieren und mein Alltag und wie könnte ich denn ohne Schule das alles überhaupt regeln, managen, was würde mit meinem Kind passieren, wenn ich es nicht die ganze Zeit anleite, weil wir ja auch viel und da durfte ich mich jetzt auch in den letzten Phasen als Mama auch nochmal reflektieren, weil bei mir war auch dieser Wunsch und wir haben ja ganz viel Schwere aus dem System Schule für uns rausgenommen, indem wir einfach gesagt haben, liebe Kinder, die Schule ist ein Ort. Was ist das Wichtigste daran? Freunde treffen, Spaß haben und Wege finden und sich auch in diesem System orientieren zu dürfen und auch ein Stück weit dem Kind genau das, was sicherlich so bisschen diese gemeinsame Schnittmenge ist, die Chance zu geben, sich zu erfahren, zu begreifen, mal strukturiert, organisiert und mal aber auch völlig frei mit den Freunden. Und wir nehmen so viel wahr, wie viel von dem, was du sagst, trotzdem auch in unserem Alltag präsent ist. Wenn wir bei uns zu Hause sind, sind wir auch oft mit neun bis zwölf Kindern in unserem Zuhause und denken so, was passiert hier eigentlich gerade? So da wird eine Höhle gebaut und hier wird was aufgebaut und da findet ein Sportspielkurs statt und auf der Straße wird Basketball gespielt und es ist auch so ein bisschen die Menschen, die das dann auch zulassen, Kinder einfach Kinder sein zu lassen, ohne dieses Bild von so muss das funktionieren und so muss Lernen funktionieren und so sieht eine Lernumgebung aus und das ist das fertige Konstrukt und dann, wenn du da durchgehst, dann wirst du schlau. Dann wird was aus dir und dann hast du hoffentlich auch einen vernünftigen Beruf. Das ist man ja auch selber noch so in seinem eigenen Glaubenssystem hat, wie du es sagst. Die Sprüche, die man kennt. musst aber auch mal was Vernünftiges lernen, Kind. Das ist ganz wichtig. Da habe ich mir selber auch schon als junge Jana die Frage gestellt, wer definiert eigentlich was Vernünftiges? Und ich war auch immer so ein Hobbing. Ich bin immer überall hingehoppt. Wenn ich gemerkt habe, es gefällt mir nicht mehr, dann habe ich Entscheidung getroffen und meine Eltern standen zum Glück immer dahinter. Die haben immer gesagt, wenn du jetzt nicht weitermachen möchtest, dann guck wirklich für dich, was ist der neue Weg und was interessiert dich und wie möchtest du dich weiter dahin entwickeln, dass du an deine Selbstwirksamkeit, an deine Kraft kommst. Das hat mein Papa immer gesagt. Hauptsache du kannst deine Kraft finden so für dich. Das war eine wundervolle Zeit und da war kein Druck drin. Und ich habe trotzdem viele Menschen ⁓ mich herum gehabt, die sich das hätten niemals getraut, bei ihren Eltern auszusprechen, dass sie ihr Studium abbrechen, weil das schon so eine Drucksituation ja dann auch ist. Und da finde ich total spannend, den Eltern die Orientierung dazwischen zu geben. Und du gibst das ja auch in deiner Form weiter. Und was ist denn das, was für dich die Schule wirklich ersetzt? speaker-2: Für mich stellt sich diese Frage gar nicht, weil für mich gibt es überhaupt nicht einen einzigen Grund, warum wir die Schule ersetzen sollten. Also für mich braucht es keine Schule, ganz einfach. Der Punkt ist, ich glaube, wir sind hier an einem ganz wichtigen Punkt, weil wir Schule mit Lernen verbinden. Und das sind zwei Dinge, die sind für mich... schließen sich eigentlich gegenseitig aus. weiß, das klingt krass an dieser Stelle, aber wenn wir berücksichtigen, dass wir mindestens 90 Prozent vergessen von allem, was wir der Schule lernen, das findest du sonst nicht da draußen. Wenn sich meine Kinder zehn Tage mit etwas beschäftigen... Da bleiben aber mindestens neun Tage hängen. Und nicht andersrum, dass neun vergessen sind, wie es in der Schule der Fall ist. Und ich glaube, von diesem Glaubenssatz dürfen wir mal runterkommen und den für uns mal wirklich prüfen, weil dadurch natürlich auch diese Angst entsteht, wenn ein Kind nicht in die Schule geht, dann lernt es nichts. Und das ist ja die große Angst. Und was du schickst dein Kind nicht in die Schule, was soll denn aus dem werden, was soll das denn lernen? Dabei gibt es wirklich, ich habe ja lange recherchiert in diesen Bereichen, mir ist nichts gekommen, ich konnte nichts finden, so ineffizient ist wie die Schule. ist einfach so und dazu stehe ich auch. Und trotzdem haben wir uns durch die Schule selbst interessanterweise diesen Glaubenssatz einpflanzen lassen. Ja, die Schule ist wichtig und ohne die wirst du nichts und wirst du nichts bringen und so. Und schaut man sich im Übrigen mal wirklich erfolgreiche Menschen da draußen an, wirst du sehen, die haben meistens einen sehr schwierigen oder gar keinen Schulweg hinter sich. Mal so ganz nebenbei. speaker-1: Was ich manchmal beobachte ist, wir natürlich, oder das wäre eigentlich die Frage, ich dann gleich auch an dich habe. Du warst selbstständig, dann bist du mit dem Van durch Portugal gefahren, dann hast du da gemerkt, dass das ein Lebensmodell ist, dann hast du für dich entschieden, okay, wir werden Freilerner. Du hast schon klar gesagt, das hat nichts mit Homeschooling zu tun, sondern wir lernen frei. Da gibt es keine Curriculungen in dem Sinne, sondern das Leben zeigt uns, wir gerade brauchen und unsere Neugier führt uns zu neuen Orten. paraphrasiere ich das jetzt mal. gibt es sicherlich auch Menschen, sagen, das ist aber eine sehr privilegierte Situation. ich bin jetzt zum Beispiel in ein Land eingewandert. bin, habe hier keine Chance zum Aufstieg. Ich brauche aber, weil das System leider noch so ist, wie es ist, ich brauche eine gewissen Note und einen gewissen Abschluss, ⁓ überhaupt hier Fuß zu fassen, ⁓ überhaupt in diese Gesellschaft reinzukommen. Wie reagierst du, wenn du mit solchen Punkten konfrontierst? wird. speaker-2: Also ich muss da mein Lachen etwas unterdrücken, weil wir sind ja auch ohne jegliche Sicherheiten losgegangen. hatten gar nichts. Wir haben einfach alles aufgelöst und gesagt, wir gehen da jetzt rein. Und hätten wir auf den perfekten Moment gewartet, bis alles irgendwie schick und vorbereitet ist, würden wir wahrscheinlich heute noch da sitzen, wo wir vor zehn Jahren saßen, ganz bestimmt. Wir sind einfach losgegangen im Vertrauen. Und welche Türen sich dann auftun, von denen du davor noch nicht mal träumen kannst, das ist unglaublich. Aber du musst halt mal losgehen, du musst es einfach mal machen und erfahren und erleben. Und privilegiert, also wenn man jetzt unsere Situation als privilegiert bezeichnet, das ist schon ziemlich lustig, weil wie gesagt, ich hatte gar keine Sicherheiten, hatte keine auch finanziellen Rücklagen, nichts in der Richtung. Wir haben es trotzdem gemacht. was jetzt diese Abschlusssache angeht, Schule und so, möchte ich dazu sagen, man kann jederzeit jede Art von Schulabschluss nachholen, wenn man das dann brauchen sollte. Ich habe meinen Schulabschluss nie gebraucht. Ich habe einfach mein Ding gemacht, selbstständig gemacht und bin da meiner Leidenschaft der Musik nachgegangen. Und ich habe schon auch ganz stark das Gefühl, dass diese Abschlüsse und Titel und Zertifikate und was es da nicht alles gibt an Wert verlieren. weil die Menschen immer mehr verstehen, sagt nichts über denjenigen aus. Wenn du ein Einzelabi hast, hast du die Inhalte der Schule gut auswendig lernen können und bei der Prüfung wiedergeben können. Das ist auch eine Qualität, möchte ich nicht absprechen. speaker-1: Heute morgen... speaker-2: es sagt ja nichts über dich als Menschen aus, über deine Fähigkeiten, deine Kompetenzen und das erkennen immer mehr. Also ich habe auch viel in diesem Kontext mit Unternehmern gesprochen, wirklich großen Unternehmern, die alles sagen, ein Freigeist sozusagen würden sie sofort vorziehen, weil die anders denken, weil die lösungsorientiert denken. Den musst du nicht jeden Schritt vorgeben, sondern die kommen mit einer gewissen Eigenverantwortung schon daher, meistens auch mit einem ganz anderen ⁓ Selbstbewusstsein und auch ganz anderen Skills. Und das sind Skills, die es meiner Meinung nach auch in Zukunft mehr denn je brauchen wird, weil wir wissen alle viele der Jobs werden wegfallen, werden durch KI whatever ersetzt. Das heißt, die Qualitäten, die wir brauchen und die uns Menschen doch eigentlich auch ausmachen, die lernen wir in der Regel nicht in der Schule, würde ich sagen. Irgendwelche Datenzahlen, sonst was, das braucht doch kein Mensch. König Arthur, der 35. in der Schlacht von so und so gefallen ist. Who cares? Und diese zwischenmenschlichen Skills, klar sagt man das der Schule auch nach, Sozialkompetenzen und so was, auch da habe ich eine ganz andere Perspektive drauf, dass das, was da in der Schule passiert, mich gar nichts mit Sozialkompetenzen in der Regel zu tun hat, sondern dass in einem ganz anderen Setting eigentlich auf eine gesunde Art Weise gelernt wird. Aber mir ist auch wichtig, hier die Schule nicht so schlecht zu reden, nur weil das ist gar nicht mein Ansatz. Da gibt es ja auch Leute, die immer alles nur kritisieren und schlecht machen. Das finde ich führt zu nichts. Ich finde es toll, dass es die Möglichkeit der Schule gibt und es gibt auch Kinder, für die das genau das Richtige ist. Es gibt tolle Lehrer. Das muss an dieser Stelle auch gesagt werden. Wofür ich mich einsetze ist, dass wir die freie Wahl haben. Dass wenn wir merken, ist nichts für uns, dass wir dann einfach auch andere Wege gehen können. Wer da in die Schule will oder vielleicht mal sagt, ich habe Lust, hier mal zwei Wochen reinzuschauen und dann reicht es mir aber auch wieder. Alles cool. Und diese Freiheit, die würde ich mir wünschen. speaker-1: Also die Freiheit finde ich super wichtig, da würde ich auch sofort für mich einen Haken hinter machen. Wir sagen immer, ist so wichtig, dass wir freie Entscheidungen haben und dass wir mündige Bürger haben und dass Selbstbestimmungen haben. Aber in dem Fall ist da recht wenig mit Selbstbestimmungen, da muss ich halt hin. Also da würde ich sofort auch einen Haken hinter machen. Und ich habe heute Morgen witzigerweise einen Reel eingespielt bekommen bei Instagram, da... Da war ein, ich glaube das ist der Neurochirurg über den auch schon viele Dokus gemacht wurden, aber er hatte eine Maske auf und so diese Augengläser, man konnte ihn nicht erkennen, aber ich habe seine Stimme mal nicht erkannt, ich komme gerade nicht auf seinen Namen. Ganz sympathischer Mann und der sagte Ich hab, ähm, ich war in der Schule gar nicht gut. ich hab in der Schule nix verstanden. Ich fand die Schule schrecklich. Ich bin dann irgendwie, hab ich's dann ja gut, ganz so schlecht kann er nicht gewesen sein. hat dann irgendwie schon noch das Abi irgendwie geschafft mit einem schlechten Zweierschnitt. Aber, also, ne, ähm, gut kann man drüber diskutieren, wie schlecht das jetzt wirklich war. Nur er sagte fürs Medizinstudium hätte es eigentlich nicht gereicht. Aber er wollte Medizinstudieren. Das hat ihn schon immer gecatched. Und dann gab es so einen Medizin-Eignungstest oder so, wenn ich das jetzt richtig zu und er sagte da, da konnte ich plötzlich alles, ich habe alles verstanden, ich konnte alles zusammenführen und so sinngemäß habe ich aus dem was er gesagt hat rausgehört faktisch hätte ich ganz viel was ich davor gemacht habe über 10, 12 Jahre gar nicht gebraucht in der Zeit hätte ich mich mit was anderem beschäftigen können und trotzdem wäre ich in der Medizin gelandet und wahrscheinlich hätte ich es trotzdem geschafft und jetzt ist er einer der anerkanntesten Infineurochirurgen Deutschlands und unter dem unter dem Reel waren ganz viele Kommentare boah das gibt mir gerade so viel Kraft und deswegen fragt ich gerade die Frage nach der Privilegien Geschichte. Das gibt mir gerade so viel Kraft, dass auch wir es schaffen können. Cool, dann ist ja doch noch nicht alles verloren. ⁓ Mann, dann geht es ja bei uns doch noch voran. Wo ich mir gedacht habe, boah, was für einen Druck haben die Menschen. Was für einen immensen Druck haben Eltern, deren Kinder vielleicht nicht so gut im System Schule sind, über eine fiktive hypothetische Zukunft, die ihm hier und jetzt noch gar keine Rolle spielt, aber du leidest dich so hart gesprochen einfach durch dein Leben ständig in der Angst, dass dein Kind nichts wird, nicht gut genug ist. da frag ich mich dann manchmal ein System, was sich wünscht, dass wir, ich sag's jetzt mal so provokant, leistungsfähige Bürgerinnen und Bürger werden, die gute Steuereinnahmen erwirtschaften, damit der Staat gut arbeiten kann. Wenn der seine Kinder schon in Angst- und Schreckensszenarien aufwachsen lässt, wie viel Potenzial entfalten die dann wirklich für das, was sich der Staat eigentlich wünscht? Weißt wie ich meine? speaker-2: Ja, da sind wir natürlich jetzt in tiefen Themen drin. ja. Ja, ich mein, wenn man die Entstehungsgeschichte der Schule sich anschaut, dann wird einem schon klar, warum die Strukturen so sind, wie sie sind. Ja, und da ging es ja nie darum, das können wir ja auch ganz offen so aussprechen, dass wir möglichst die Menschen ihr Potenzial bringen, dass sie eben ... kritisch denken und Dinge hinterfragen und so. würde ja gar nicht funktionieren. Es ging auch damals ⁓ Militär. Du hast Soldaten gebraucht, die müssen Befehle ausführen. Die dürfen nicht danach zögern, mache ich das jetzt, macht das Sinn oder nicht. Sondern die müssen einfach funktionieren und liefern. Und diese Strukturen, dann später war, das war die Wirtschaft, wo du einfach die ganzen Arbeiter gebraucht hast, auch die, die sollen ihren Job machen und fertig aus. Und diese Strukturen haben wir einfach bis heute. Ja, jetzt, stell dir vor, die Leute würden mit diesem Einfluss entzogen werden und können wirklich frei und selbstbestimmt groß werden, das würde ja gar nicht mehr funktionieren. Da würde ja keiner mitmachen. speaker-1: Gleichzeitig verändert sich die Welt aber auch in eine Richtung, es ja irgendwann gar nicht mehr, wie du es glaube ich auch sagtest, gar nicht mehr dieses, gehst, also glauben wir alle daran, dass wir in zehn Jahren noch Leute haben, die am Band stehen, haben wir noch Leute, die Excel-Tabellen ausfüllen. Das wird sich ja alles mit einer großen Wahrscheinlichkeit wandeln und wie du es gesagt hast, das System ist aber immer noch und natürlich Menschen im System machen den Unterschied, alle Lehrkräfte, die das hören, bitte richtig hören, wir reden jetzt nur über das System an sich, nicht über die Menschen im System, ist immer noch darauf aufgebaut, ein gewisses Curriculum zu einer gewissen Zeit, wann du Pause hast und wann nicht, bestimmt immer noch bestimmt immer noch die Schulglocke. speaker-0: Ein realer Einblick ist ja auch, wir sehen ja viele Schulen von innen, oft stellen Kinder die Frage, darf ich denn jetzt noch was trinken? Und die wird auch sehr häufig mit Nein beantwortet, jetzt gerade nicht. jetzt ist die Pause zu Ende, jetzt setzen wir uns alle wieder hin und da. Und das spricht ja auch nicht wieder für alle. Und trotzdem haben wir da gerade in der Gesellschaft und der jetzigen Phase, finde ich auch, ist spürbar von, es verändert sich etwas und viele klammern sich aber auch an dem alten fest. Man sagt, das ist aber schon auch richtig, weil wenn ich jetzt hier die Bestrafung ausspreche, dann lernt das Kind das auch. Und das ist für mich jetzt eine ganz ganz ganz wichtige Phase, weil wir jetzt auf so viel Wissen stoßen und so viel Erfahrung und für uns jetzt ganz viel Orientierung damit schaffen. Und ich bin ja selber auch, also mein Sohn ist auch ein Freigeist, da braucht man nicht lange drüber reden. Das ist ein absoluter Mensch, der findet seine eigenen Wege und den könntest du wochenlang mit einem Thema beschäftigen. Er wächst aber auch so sehr an der Herausforderung Schule, weil er nicht in eine Druckbedingung kommt. Weder von zu Hause und auch von der Schule gar nicht. Die machen das auch ganz toll, weil die das einfach begleiten. Und da verändert sich ja langsam etwas. Und da ist ja die Frage, wie auch die Erwachsenen in eine Haltung kommen können, dass sie für die Kinder vor allem eins auch verinnerlichen. Kannst du überhaupt selber noch lernen? Und bist du überhaupt selber bereit, dir noch Dinge in einer Begeisterung, so wie du es auch immer so schön sagst, anzueignen? Also wenn wir bei uns zu Hause hingucken, dann der Dani schnappt sich das Saxophon. Ich bin die ganze Zeit mit dem Tennisball unterwegs und möchte wieder was Neues ausprobieren und lernen. Dann dann gestaltet man wieder was ⁓ weil man auf einmal eine Idee hat, am Haus was zu machen. Und alles ist immer so ein kleines Familienprojekt in unserem Alltag. Und die Kinder machen die ganze Zeit mit. Und ich glaube, da kommt schon ganz viel Balance rein und ganz viel Familienresilienz, wenn man das zulässt, zusammen als Familie zu lernen. Und dann ist die Schule ein Beiwerk. Sie existiert. speaker-1: ist es. speaker-2: Ja, ist glaube ich ganz wertvoll, diese Perspektive da mit reinzubringen. Was ich beobachte durch, ich kann es jetzt nicht von meinem eigenen Weg sagen, ich kenne es nur von mir früher, ich kenne es natürlich auch durch viele Begleitungen, dass die Schule einfach so einen immensen Einfluss bekommt und so viel Zeit auch frisst, dass für diese anderen Dinge, die du jetzt gerade, Jana, angesprochen hast, meistens gar keine Zeit mehr übrig ist. Sondern man ist ohne diesen Hustle, dann kommen die Kinder ⁓ 16 Uhr nach Hause, müssen noch Hausaufgaben machen und dann dann sind alle immer nur gestresst. Wenn du dann noch eine halbe Stunde einen kleinen Freiraum hast, dann hat das Kind meistens keinen Bock mehr nach diesem ganzen Reizüberfluss des Tages noch sich einem tollen Projekt mit der Mama zu widmen. Das ist meine Beobachtung. Es ist toll, man das anders hinbekommt und da wirklich eine Balance halten kann. Aber meine Erfahrung zeigt ganz klar, dass die früher oder später kippt und einfach auch Eltern sagen, ich versuche wirklich zu Hause es anders zu machen, genau diese Dinge acht zu geben. Was lebe ich vor? Wie ist die Bindung zu meinem Kind? Aber es entgleitet mir mehr und mehr aus meinen Händen, weil das Kind einfach einen viel, viel größeren Teil des Tages in der Schule ist und diesem Einfluss ausgeliefert ist. Der ja nicht immer schlecht sein muss, aber schon auch oft, muss man ehrlicherweise sagen. speaker-1: Wenn wir einmal so bisschen recapen bis zu dieser Stelle. Du bist ein sehr musikalischer Mensch. Du Instrumente für dich. Also du hast dieses Gehör, diese Instrumente durchdrungen. Die Musik des Lebens schwingt so ein bisschen, sagen wir mal vielleicht auch in deinem Feld einfach mit. Und du hast Dinge wahrgenommen. Du hast gemerkt, das funktioniert für mich nicht. Du hast erkannt, das System funktioniert auch für meine Kinder nicht. Du warst auf Reisen und dann hast du dich irgendwann entschieden. würde ich jetzt ein Stück weit einmal hinlenken wollen, denn wir haben das Wort Freilerner jetzt ein paar mal genannt, wir haben das Wort Homeschooling zweimal genannt, aber Freilernen, wenn du es einfach einmal runterbrechen würdest für die, die vielleicht diesen Podcast hören und sagen, Freilernen, was bedeutet das konkret, wie sieht denn so das Leben von euch aus als Familie eigentlich? speaker-0: Ja, aber es gibt doch eine Schulpflicht. speaker-1: Da kommen wir auch noch zu, wir müssen das ja... Das ist wie ein gutes Jazzstück. Wir müssen das jetzt aufbauen. ⁓ speaker-2: Okay, dann ein paar Disharmonien, die sich dann schön auflösen. Okay, verstehe. Freilernen, also mit den Begrifflichkeiten tue ich mir so bisschen schwer, weil die brauchst du für mich gar nicht. Das sind dann schnell wieder Konzepte, wo man irgendwie wieder was reinpackt, irgendwelche Schubladen. Ich habe mit dem wunderbaren Bertrand Stern auch mal eine tolle Podcast-Folge gemacht im Rahmen meines Open Your Heart Podcasts, wo er auch sagt, er nutzt das Wort Kind nicht mehr und er nutzt auch das Wort Lernen nicht mehr. und hat das auch beschrieben, warum. Er nennt das stattdessen frei sich bilden. Und der Hintergrund ist so abgekürzt, bisschen, dass eben Lernen sehr stark mit diesem Lernen in der Schule in Verbindung gebracht wird, was aber nichts für mich mit Lernen zu tun hat. Das ist in der Regel auswendig lernen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Und was ich eben, weil du nach unserem Alltag so gefragt hast, beobachte bei uns, ist die Kinder lernen den ganzen Tag. Und das nicht, indem Sie sich an den Schreibtisch setzen, so jetzt nehme ich das Mathebuch und lerne das. Das kann vielleicht auch mal passieren an der einen oder anderen Stelle, aber das Lernen, wie Entre Stern das auch so schön mal gesagt hat, ist etwas, das mit uns geschieht. Und das beobachte ich. Meine Kinder haben so viele Ideen, sind so kreativ und ich glaube jedes Kind ist kreativ und jedes Kind bringt eine eigene Motivation mit, eine Begeisterung mit, aber halt für die unterschiedlichsten Dinge. Ja, weil ich das jetzt für Musik hatte, heißt es noch lange ich, dass meine Kinder das auch haben sollten oder irgendjemand anderes. Die begeistern sich für ganz andere Dinge und das ist so vielfältig und sie haben eben den großen Unterschied, dass sie jeden Tag von morgens bis abends Raum und Zeit haben, diesen Interessen nachzugehen. Und da merkt man vielleicht schon, da braucht es nichts von mir, dass ich was vorgebe. Und wie wäre es denn hier mal mit diesem Mathebuch oder wie wäre es denn mit XY, sondern ich bin für mich ganz klar drauf gekommen. Das wäre eine wichtige Aussage an dieser Stelle. Je weniger ich mich einmische, desto besser. Also am besten halte ich mich ganz... speaker-0: Die binomische Formel jetzt aber mal kommen, das ist jetzt der Raum- und Zeitgeschichte-Sag. speaker-2: Ja, aber schau mal, wir haben gestern einen Zaun gebaut, da haben wir wirklich mit so Bohrer richtig die Pfähle in Boden rein und überhaupt. Und was da alles stattfindet, nur um mal kurz einen Zaun zu bauen, das ist unglaublich. Welches Material, welches Werkzeug brauche ich? Wie ist es hier mit der Spritölmischung von dieser Maschine her? Welchen Schraubenschlüssel, um den Bohrer auszutauschen? Ja, welcher Abstand? Dann bist du mitten in Mathe drin. Dann bist du auf einmal in Winkel. Wie kriege ich einen rechten Winkel hier schön hin? Ich habe hier eine Länge von 7,35 und will drei Pfosten setzen. Ich möchte aber, dass der Abstand gleich ist, dass es nachher schön aussieht. Bist du mitten drin in Mathe? Ja, und da ist wieder das Interesse und der Sinn dahinter, weil du weißt, wofür das jetzt toll ist und nützlich ist, das ausrechnen zu können. Und wie schnell dann die Dinge aufgesaugt werden, das kann sich keiner vorstellen. sage auch immer wieder, die intrinsische Motivation schlägt jede Lernmethode der Welt. Also wenn du etwas aus einem eigenen Antrieb heraus machst, saugst du die Dinge auf, das kannst du künstlich unmöglich erschaffen. Und das ist der Zustand, in dem meine Kinder von morgens bis abends durch den Tag in Daniel, du willst was sagen. speaker-1: Ja, ich habe ein Gedankenexperiment lief in meinem Kopf parallel und zwar wenn Du hast so schön gesagt, dann müssen wir den Abstand zwischen den Pfosten berechnen oder nicht berechnen, so hast es nicht gesagt, aber habe ich jetzt so gehört, dass man ja auch gucken muss, wie mache ich den rechten Winkel, wie kriege ich den Abstand gleich hin auf 7,35 dann sind wir ja quasi in der Berechnung von Abständen. Du hast das irgendwann mal ja auch gelernt wahrscheinlich, ⁓ dein Kind begleiten zu und ich habe mich gefragt so Henne und Ei, was war dann eher? Da braucht es also irgendwie Menschen, die das verstehen und irgendwann mal gelernt haben, ⁓ jetzt Menschen zu begleiten, die anders lernen und kommen wir dann vielleicht irgendwann in eine Phase, in der das quasi dann alles frei ist, ⁓ dann zu merken, weißt du, so dieses natürliche Wellenkonstrukt des Lebens und irgendwann sagen wir, ⁓ jetzt müssen wir wieder Wissen sichern und gut dann haben wir die KI, das ist vielleicht dann der große Vorteil der nächsten Generation. Wissen ist ⁓ gesichert, wir haben es irgendwo eingespeist und dann kann die KI der größte Chancentreiber sein. Aber verstehst du wo ich hingekommen bin? Ich habe mich gefragt, okay, aber wenn jetzt keiner wüsste wie wir Abstände berechnen, dann würden wir heute nicht so sprechen, wie berechnen wir Abstände? Und dann hatte ich keine Antwort gefunden in meinem Kopf und merkte, ich laufe in einen unendlichen Kreislauf aus, was muss zuerst da sein? speaker-0: Dann noch bei den Pyramiden in dem Moment. speaker-2: Ja, ganz ehrlich, wer hat das herausgefunden, Abstände zu berechnen? Das hat wahrscheinlich keiner zu allererst in der Schule gelernt. Sondern das hat jemand irgendwie für sich erforscht, wahrscheinlich irgendwo im eigenen Kämmerchen. Und ich sag dir nicht, dass ich das alles kann. Also meine Kinder wissen 99 Prozent oder andersrum 99 Prozent von dem, was meine Kinder wissen und können, kann ich nicht. Ja, okay. Ja. speaker-1: Wahrscheinlich nicht, nee. speaker-2: weil das ist eben auch immer wieder noch, da sind wir immer noch in diesen Glaubenskonstrukten drin und Gedankenmustern. Man muss dem Kind etwas beibringen. Wenn das nicht der Lehrer macht in der Schule, dann muss ich diese Rolle zu Hause übernehmen. Das ist nicht richtig. Das wir im Homeschooling. Das mag auch für manche genau das Richtige sein. Aber auch davon habe ich mich so was von verabschiedet. Das war mir schnell klar. Stattdessen ist es so erstaunlich, wenn man den Kindern vertraut, wie sie selbst auf diese Lösungen kommen. Also einerseits, Sie sich dieses Wissen aneignen, wen Sie dafür auswählen, wenn Sie sagen, ich brauche jetzt von dem und dem das Wissen, weil ich weiß, der kann gut rechnen, also gehe ich in so einem Fall zu dem und frage den oder rufe den an oder recherchiere es selber. Wir haben ja heute Zugang zu Wissen so einfach wie noch nie und so schnell wie noch nie. Oder ich merke hier, meine Tochter hat sich mit 14 oder 13 angefangen, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen. Dann kommt sie auf einmal rein in finanzielle Themen. Die erste Geld verdient, was mache ich jetzt damit? Und dann leitet sie sich Bücher aus, geht sie in Büchereien und wählt dann irgendwelche Bücher. Und das ist alles aus diesem eigenen Antrieb heraus. ob der, wie gesagt, sie... liebt das Dinge zu lesen. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen, die liest so unfassbar schnell und jedes Wort. Also wir haben neuerlich einen Test gemacht. hatten zweimal das gleiche Buch. Es wurde versehentlich zweimal geschickt. Dann haben wir angeschaut, wir lesen das erste Kapitel gleichzeitig. Ich war noch nicht mal bei der Hälfte. Die war schon fertig und konnte mir danach wirklich im Detail sagen, alles was da stattgefunden hat. Ich weiß nicht genau, wie die liest. Hat sie sich auch natürlich alles selber beigebracht. Weil klar, Kinder ohne Schule werden natürlich nie lesen und schreiben können. Ist klar. Meine 9-Jährige schreibt jetzt gerade in ihrem 19. Buch, so ganz nebenbei. Das sind alles Dinge, die wir eigentlich beobachten können bei kleinen Kindern, wie sie alles ganz alleine lernen. Ob das Sprechen ist, ob das Laufen ist, ob das Rennen, Klettern, was auch immer ist, Greifen ist. Sie lernen es zu einer ganz eigenen individuellen Zeit auf ihre Art und Weise in ihrem Tempo. Und das hört nie auf. Wenn wir das einfach geschehen lassen, hört das nicht auf. Dann ist es halt irgendwann nicht mehr laufen, sondern ist es halt irgendwann schreiben oder lesen oder rechnen oder, weiß weiß ich, irgendwelche komplexen Dinge. Und natürlich gibt es Bereiche ganz bestimmt, die in der Schule vielleicht vorkommen, die ... mit denen meine Kinder bisher keine Berührung hatten. Ganz bestimmt. Aber ganz einfach aus dem Grund, es in ihrem Leben bisher nicht relevant war. Und wenn es aber dazu kommt, dann haben sie wieder einen Sinn und wissen ganz genau, warum das jetzt wichtig ist. Die haben jetzt keine Riesenbegeisterung, rauszufinden, wie groß der Abstand zwischen zwei Gegenständen oder drei ist und wie man das berechnet. Interessiert die in der Theorie überhaupt nicht. Aber sobald es in der Praxis relevant wird, ist es auf einmal hoch interessant und hoch spannend. Und dann ist es eben erstaunlich, wie sie auch alleine Lösungen finden, ⁓ dieses Problem zu lösen. Und dafür ist ja unser Gehirn eigentlich optimiert. Es ist nicht optimiert, ⁓ Wissen anzuhäufen, sondern unser Gehirn ist dafür optimiert und für mich dafür da. Und das sagt auch jeder Hirnforscher, ⁓ Probleme zu lösen. In diese Situation kommst du den ganzen Tag. Du kommst auf was Neues, kennst dich damit noch nicht aus und schon geht's los. Und diesen Prozess Raum zu geben, das ist hoch inspirierend und hoch faszinierend auch. Wir dürfen aber hier, Jana hat es vorhin auch angesprochen, wir dürfen einfach verstehen, wir sind ja alle durch die Schule gewandert und folglich von der Schule geprägt. Und deswegen ist es so fest seit Generationen in uns drin, ja, aber das hat doch so zu funktionieren, aber das ist doch wichtig und so weiter. Und wenn das nicht ist, dann landest du unter der Brücke und dann wird aus dir nichts und so. Ist tief drin in uns und das, ich glaube, da dürfen wir als Eltern zuerst mal ansetzen und mal gucken, wo habe ich diese Begrenzungen im Endeffekt noch in mir. Und das ist ein Prozess. Das ging bei mir auch nicht über Nacht, sondern ich habe einfach durch diesen Weg dann schnell zum Glück an meinen Kindern beobachten dürfen, dass es nichts in der Form von außen braucht. Aber nochmals, es war auch bei mir ein Prozess oder bei uns als Eltern. Und heute bin ich da, wie gesagt, so weit weg. Das ist für mich unvorstellbar, es anders zu machen. Wenngleich meine Kinder jederzeit, vielleicht noch kleiner Nebensatz zum Schluss hier meines Monologs, wenngleich meine Kinder jederzeit in die Schule dürfen, völlig klar. Aber wenn sie gefragt werden, sagen sie, ich liebe diese Antwort, ich habe keine Zeit, ⁓ in die Schule zu gehen. speaker-0: Schön. Bei uns ist es andersrum. fragen unsere Kinder auch, könntet ihr euch auch ohne Schule das vorstellen? Und die sagen manchmal ja, aber nicht immer. Sie kennen das andere noch nicht? Das stimmt aber. speaker-1: Die Wahl ist nicht... speaker-0: Aber der Vorstellungsraum dazwischen, wie es ohne Schule sein könnte. habe mich auch gerade gefragt, jetzt viele natürlich mit diesem spannenden Wort Langeweile gerade in Berührung kommen. Weil wenn man das so hört, was der Herr Feder da so erzählt, wie man seinen Alltag gestaltet, der macht da bestimmt mit und baut die ganze Zeit den Zaun und dann lesen sie zusammen und alles machen die so gemeinsam und diese Familie da so in dem Sonnenschein. Aber haben die Kinder dann auch ganz viel Langeweile? Das kann ich mir auch so vorstellen, dass das dann so aufkommt. Und was mache ich dann, wenn mein Kind plötzlich Langeweile hat und nicht der intrinsische Motivationskick, komm, jetzt will ich wieder was Neues lernen. Ich glaube, da ist ja auch noch ganz viel Aufklärung notwendig, was das bedeutet, in diese Ruhephase auch zu gehen, Dinge mal zu verarbeiten oder auch mal den Klang dann so bisschen runterzuschrauben. auch da haben wir ja auch ein riesen Thema mit, Langeweile. Kommt die auf? Was ist ein Depplet in Hand in vielen Umgebungen? speaker-1: Das habe ich mich gerade auch gefragt, ob wenn du jetzt zum Beispiel mit Leuten arbeitest, die dann darüber nachdenken, da wollen wir ja gleich auch nochmal hinkommen, raus aus dem System rein in das Freisichbilden zu kommen. Ich hoffe, ich habe mir das richtig gemerkt. Chris Vader ist für mich nämlich jetzt nicht mehr der Oberstudienrat, sondern der Oberfreisichbildenrat. speaker-0: Reihe Bildung für alle! speaker-1: Aber dass dann solche Sachen kommen, ja aber wie soll ich mein Kind dabei helfen, der will dann ⁓ nur am Handy sitzen. was sind so Punkte mit denen du dich beschäftigen musst, wenn du Menschen dabei begleitest diesen Weg zu gehen. Was sind so die Einwände? Gehen wir mal so dahin vielleicht. Was sind die Einwände der Leute? Gar nicht gegen ich mach das, eher in Richtung wie schaffe ich das? speaker-2: Also Einwände sind wirklich tatsächlich vor allen Dingen Ängste und für mich sind es Vorurteile, die eben heißen, mein Kind wird dann nichts lernen, ich verbau ihm die Zukunft, es wird nicht studieren können. Ja, das sind so die Klassiker eigentlich. Es geht vor allen Dingen ⁓ das Thema Lernen, dass man wirklich Angst hat, obwohl wir selber an uns doch selber jederzeit reflektieren können, wie viel wir noch aus der Schulzeit wissen, trotzdem interessanterweise Angst haben. Das Kind könnte was verpassen, wenn es nicht in die Schule geht. Das ist absurd aus meiner Perspektive, aber ich kann es verstehen. Ich komme ja selber aus dieser Ecke ursprünglich mal. Ja, ihr habt jetzt wichtige Sachen angesprochen. Einmal auch, Jana, glaube, dein Sohn war gemeint, es ist genau dieser Punkt, die Kids können sich das natürlich nicht vorstellen. Wie auch, kennen meistens auch niemanden, der das vielleicht lebt oder erfahren durfte. Ist oft auch so, wenn Eltern dann entscheiden, diesen Weg zu gehen, dass das für das Kind natürlich erstmal Angst macht, weil das unbekannt ist. Und es vielleicht auch von außen zu hören, Gott, du gehst nicht mehr in die Schule, du Armer und so weiter. Ich erlebe aber bei meinen Kindern genau das Gegenteil, wenn sie erzählen und sie sagen sie natürlich auch immer offen, man wird ja oft als Kind gefragt, wo gehst du denn zur Schule? Das das wichtigste überhaupt. Und dann sagen sie sich, gehe gar nicht in die Schule. Ach, dann macht ihr Homeschooling. Nein, wir machen auch kein Homeschooling. speaker-0: Und dann fang ich an. speaker-2: Nein, aber dann könnte man ja denken auch viele, arme Kind wird dann dafür irgendwie fertig gemacht. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Sondern die Erwachsenen finden das hochinteressant und andere Kinder finden das super geil und sagen, was, du musst nicht in die Schule? Wie geht das? Ich will da auch nicht mehr hin. So ist bei uns immer, wie das abläuft. Und wichtig ist hier einen Prozess mit reinzubringen. Man nennt ihn den D-Schooling-Prozess, also den Entschulungsprozess. passenderweise auch als Entgiftungsprozess bezeichnet. Und das ist eine Phase, ganz ganz wichtig ist. Und das ist so eine Übergangsphase, eben so, ich kenne nur dieses Setting, ich bin den ganzen Tag fremdbestimmt. Man wird, wie ich es vorhin gesagt habe, man muss sogar ein Erlaubnis fragen, ob man auf Toilette gehen kann oder was trinken darf. Der ganze Alltag ist vorgetaktet, von morgens bis abends meistens. Ich kann eigentlich selber nichts entscheiden. So maximale Fremdbestimmung. Und dann auf einmal rein in dieses Freie, da würden wir uns ja genauso schwer tun. Das ist ja... Ja, wenn du da Ernährung umstellst und nur Fastfood isst den ganzen Tag und auf einmal meinst jetzt hier, ich gehe jetzt nur noch auf was weiß ich Rohkost, das wird auch erstmal schwierig. Da braucht es Zwischenschritte und es braucht einen Entgiftungsprozess. Und genauso ist es bei dem Thema auch. Und das ist wichtig, dieses Bewusstsein zu haben, dass auch in diesem Entgiftungsprozess, wie es ja immer bei einer Entgiftung ist, oft auch viel mal rauskommt, auch was eklig ist, was vielleicht nicht so schön ist, unterdrückte Gefühle, Bedürfnisse, was vielleicht Wut sein kann, Traurigkeit sein kann, wo man vielleicht ... Wenn man das nicht weiß, denkt mein Kind kommt gar nicht klar damit. Aber ist genau dieser Prozess, der ganz wichtig ist, ⁓ den alten Scheiß erst mal loszuwerden. Und dann kommt aber jedes Kind an den Punkt, und ich hab noch keine Ausnahme erlebt bei vielen Begleitungen, wo die Eltern zu mir kommen und sagen, Chris, genau jetzt ist dieser Moment. Mein Kind ist wie ausgewechselt, stellt wieder Fragen. Es ist neugierig, kreativ, hat Ideen ohne Ende. Es hat Energie ohne Ende. Und ... Das ist ganz schön dann immer dieser Moment, aber dieser Prozess braucht unterschiedlich lang. Also manche sind danach ein paar Wochen durch, manche brauchen Monate. Ich habe sogar einen Fall gehabt, der ging anderthalb Jahre lang, aber es lohnt sich. Es lohnt sich auf jeden Fall da durchzugehen. Und da kommen wir natürlich auch auf Langeweile, keine Frage, aber Langeweile ist für mich etwas, was auch ganz viel Potential in sich bereithält, wenn wir sie zulassen. Und meistens haben die Erwachsenen mehr Probleme mit der Langeweile als das Kind. Kind hat Langeweile dann eben sofort, wie ihr es gesagt habt, das Tablet hinschieben und berieseln. Dabei entsteht aus einer langen Weile meistens was ganz Großartiges und ganz viel Kreativität, ganz viel Einfallsreichtum. wir aber, ehrlicherweise darf ich sagen, haben das nicht. Also ich kenne keine Langeweile bei meinen Kindern, das seit vielen Jahren. speaker-1: ist also auch für die Eltern, du hast das Entwöhnung, Entgiftung genannt. Das ist ja ein Prozess dann für die ganze Familie so gesehen. sagen wir mal, ich bin jetzt vielleicht daran gewöhnt, ich mal jetzt mal ein Bild. Ich bin jetzt gerade dran gewöhnt, ich arbeite, nach der Arbeit komm ich nach Hause, da hab ich dann aber auch wenig Zeit für die Kinder, weil das Leben ist anstrengend, sag ich's jetzt mal, so bisschen provokant. Und dann sitz ich doch dann wieder irgendwie erst mal 15 Minuten Doomscrolling, weil das in Anführungsstrichen ja so entspannt ist, und das brauch ich ⁓ nach der Arbeit. Die Kinder, die sind auch mit Langeweile eher überfordert. Dann wird das Handy dahingelegt, dann wird da auch gespielt und wenn diese Familie jetzt sagt, okay wir würden, so stelle ich es mir vor, wir würden von heute auf morgen das Ganze ändern, ist es ja nicht nur so, ich bei den, aber korrigiere mich, wenn ich es falsch sehe, nicht nur, sich für die Kinder viel verändert, sondern ja auch für die Eltern. Denn auch wenn ich jetzt rausgehört habe, dass die Kinder natürlich alleine bilden. Also sie finden etwas, sie sind neugierig. Es ist ein freier Prozess. Werden sie ja aber trotzdem auch wahrscheinlich auf dich zukommen. Also du bist ja die ganze Zeit ein Teil dieser sich frei bildenden Gemeinschaft. Und wenn ich glaube, ich kann mein Leben einfach so weiterführen, ich gehe 9 to 5 arbeiten, danach doomscrawl ich und mein Kind wird schon irgendwie klarkommen, stelle ich mir das persönlich doch recht unrealistisch vor. speaker-2: Also das ist ein weiterer wichtiger Punkt, den du ansprichst. Dieser Prozess gilt natürlich eins zu eins auch für die Eltern. Also dieses D-Schooling betrifft uns Eltern mindestens im gleichen Ausmaß, wenn nicht noch deutlich mehr. Einerseits, weil wir ja selber auch durch das System gewandert sind und meistens noch schon viel länger da drin feststecken. Und also das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, weil das wirklich mit mir so viel gemacht hat. Es hat mich eingeladen, wirklich so viele Bereiche nochmal neu anzuschauen, ⁓ da zu hinterfragen. Und es hat mich... so bereichert und mich auch so befreit von so viel altem Ballast, den man mir irgendwann mal auferlegt hat und das hat aber so zu sein und wehe nicht und so. Und ich fühle mich heute freier denn je und das sehe ich in direktem Zusammenhang mit diesem schuhfreien Leben, weil das mich einfach wirklich eingeladen hat, mir neue Fragen zu stellen und neue Antworten zu finden und Ich finde, da sind die Kinder irgendwie so ein Schlüssel und so ein Mentor. Also für mich meine größten Lehrer in meinem Leben sind meine beiden Kinder. Und ich lerne jeden Tag von ihnen. habe sogar das Gefühl, ich lerne fast gleich viel wie sie inzwischen. Einfach durch dieses, durch diese Erkenntnis auch das Lernen eben die ganze Zeit geschieht und ... Sie mir da so viel mich an so viel auch wieder erinnern durch durch ihr auch noch sehr pures sein weil sie eben nicht irgendwie dauernd gedeckelt wurden und ihnen nicht dauernd gesagt wurde das kannst du aber nicht dafür bist du zu blöd dafür bist du zu klein dafür bist du zu langsam und was nicht alles sondern sie konnten sich ihr freies denken bewahren und das ist hoch interessant und enorm inspirierend was da rauskommt und da erwische ich mich bis heute noch und ich bin jetzt schon acht Jahre auf diesem weg wo ich manchmal denke gerade bei meiner jüngsten Tochter weil die sehr klar weiß, was sie will und auch was sie nicht will und was sie machen kann und auch was sie nicht machen kann. Gestern allein war sie glaube ich vier Stunden unterwegs, war einfach weg, wir wussten nicht wo und dann hatte sie sich ein Pferd geschnappt und einen Hund und war ein anderes Pferd, was sie mal neulich gesehen hat, als wir im Auto vorbeigefahren sind, wollte sie das besuchen gehen und dann ging sie da halt hin, es ist Kilometer weg und war dann halt unterwegs mit ihren neuen Jahren. und saß abends noch eine Stunde lang bis spät in die Nacht, ihr Tagebuch zu schreiben, weil sie natürlich das alles aufschreiben wollte, was sie da erlebt hat. da erwische ich mich selten, aber es kommt noch vor, dass ich manchmal schon denke, nee, das geht jetzt nicht. Ja, sowas würde ich ihr sofort zutrauen. ist für mich völlig klar. hat sie schon oft genug unter Beweis gestellt. Aber bei anderen auch kleineren Dingen oder so. fällt jetzt grad nichts richtig ein, wann das das letzte Mal war, wo sie dann sagt, ich mach das so, und ich denk sofort, ⁓ nee, das kann nicht funktionieren. Und sie kriegt's hin. Sie schafft es. wo ich immer wieder dann eben erkennen durfte, ⁓ warte mal, ich habe da Überzeugung in mir, die stimmen ja gar nicht. Und Begrenzung und wo ich mich überall eigentlich begrenze und klein halte. Und dieser Weg hat schon wahnsinnig viel mit uns Eltern auch gemacht. Also extrem. Und äh Ich glaube schon, dass eine gewisse Bereitschaft dafür vorhanden sein sollte, wenn man wie du sagst, jetzt da irgendwie sagt, ich will sowieso nichts verändern und so weitermachen, ist auch eine Entscheidung. Steht niemandem zu, die zu verurteilen oder zu bewerten. Aber ich glaube, dann ist es nicht unbedingt das ideale Setting, ⁓ so einen Weg zu gehen. Weiß ich jetzt nicht, aber ich glaube, du kommst nicht drum herum, ein paar Sachen anzuschauen auf diesem Bild. speaker-1: Das habe ich nämlich auch gedacht. das ist, also wenn das jetzt, was man hört, was du sagst, das klingt in meiner Welt natürlich, das ist ja traumhaft. Die Kinder, das ist Freiheit in meiner Wahrnehmung und gleichzeitig findet so viel Bildung statt etc. Und gleichzeitig habe ich aber auch so bisschen mal so reflektiert, wie sind viele Leben von vielen Menschen und dann habe ich mir gedacht, okay, da hinzukommen wäre cool, nur ich habe dann so gedacht, Ich war so ein bisschen kurzfristig, also du darfst das jetzt gar nicht auf dich beziehen, aber du kennst bestimmt so diese Leute, die dann so in Bali mit dem Laptop am Strand sitzen und sagen, ey, mit 10.000 Euro jeden Monat nur vom Laptop, wo ich mir denke, ja ganz, ganz wenige schaffen das, diese 10.000 Euro vom Laptop. Und wenn man schaffen möchte, dann musst du jetzt wirklich bereit sein, bei ganz vielen Punkten bei dir hinzugucken. Wenn du selbst gerade noch nicht organisiert bist und du gehst dann da hin und sagst, dann läuft das alles, du brauchst trotzdem die Organisation und so stelle ich mir das auch vor, dass vielleicht manchmal Leute, wie gesagt gar nicht auf dich bezogen, sondern auf das Freilernen an sich bezogen, dann manchmal denken, ⁓ cool das mache ich und dann wird alles gut und ich dann manchmal so für mich denke... Okay, it's a way. Und das hast du eigentlich auch noch mal so bisschen bestätigt. Man muss viel bei sich hingucken und man darf schauen, was sind die Themen, die ich auf dem Weg aus dem Weg räumen muss oder die ich anschauen muss oder die ich ziehen lassen lassen muss. Und dann kann das wunderbar funktionieren. Und das ist wie gesagt, ich kann nur das große Bild, was du zeichnest, sehen. Und das finde ich beeindruckend. speaker-0: Wir haben vor kurzem auch mit einer Lehrkraft gesprochen, die auch gesagt hat, eine Vier ist eine ausreichende Note. Eine Vier ist so ausreichend für Schule. Kinder und Familien haben sich sehr in dieses Notensystem auch selber reingetrieben, weil wahrscheinlich die alten Glaubensmuster da drin festhängen. Nur wenn du eine gute Note hast, dann wird auch was aus dir. Und wenn man das noch mal zusammenfasst, was wir gerade gesagt haben, geht es ja gar nicht ⁓ die Note, sondern es geht ⁓ den Raum. und die Zeit, die dir auch in der Schule geschenkt wird, etwas zu lernen. Ein Angebot bekommst du da ja klar, natürlich in einer anderen Gestaltungsform. Und trotzdem hat man ... auch die freie Wahl für sich zu überlegen, was nimmt man an, was nimmt man nicht an. Und ich merke bei mir gerade, ich war vor kurzem zu Hause und mein Papa hat zu Hause schon mal so aufgeräumt, Dachboden aufgeräumt, alles so umorganisiert und stellt mir auf einmal so eine Kiste hin und sagt so, hier Jana, sind deine tollsten Ergebnisse aus der Schule. Wir haben die immer so zusammen nochmal so durchgeguckt, Mama und ich. Und da ist alles da drin, was du in der Schule gelernt hast. Und ich nehme das so raus und das Allererste, was ich in Hand habe, war so, wow, HSU, zweite Klasse, wow. So konnte ich da schon schreiben, voll ordentlich, hab mich ja immer richtig angestrengt und so. Warum, weiß ich nicht, aber es war trotzdem ein wunderschöner Einblick und... An dem Moment, wo ich drauf geschaut habe, konnte ich mich manchmal daran erinnern, was das für ein Gefühl war. Und es positive Lernerlebnisse. waren schöne Gefühle, das alles zu kreieren und zu schaffen. Und bis zur Uni haben meine Eltern alles abgelegt. Teilweise noch Bücher, die ich dann zu Hause liegen lassen hatte. Und da habe ich so gedacht, auch das hat mir sehr, sehr, sehr viel geschenkt. Aber es war immer dieses Angebot. Und ich habe mich entschieden, was möchte ich daraus nehmen und was nicht? Und es gibt Menschen in meinem Umfeld, die sagen immer so Ja, Diana, hast immer, du denkst immer, du hast immer Recht. Du lässt dir ja niemals sagen, ob du jetzt da quasi, du kannst ja auch mal dir eingestehen, du hast nicht mit einem Recht. Und ich denke mir immer so, hä? Aber ich finde doch immer einen Weg, mir das zu erklären so ungefähr. Und kann mir das doch denn alles einfach erklären. Das geht doch gar nicht ⁓ das Recht haben. Es geht doch nur darum, ich finde doch immer Wege, mir alles zu erklären. Und so ist mein Sohn auch. Und da stehe ich gerade in einem ganz spannenden Konflikt, weil der begreift Mathe auf eine ganz spezielle Art und Weise. Also der hat teilweise so spannende Prozesse da am Laufen, wo ich mit meiner Einstellung drauf gucke, du ja auch, als frei, ich sag jetzt nochmal, der Weg der speaker-1: Weiß ich bild... speaker-0: 30 Bilden. Und der kommt auch schon genau in dieses, das ist aber nicht richtig. Und er sagt dann, doch, das ist richtig, weil das Ergebnis stimmt und ich hab das doch alles richtig gemacht. Der kann das nicht annehmen, dass etwas falsch ist, weil er so stolz auf seinen Weg ist und so stolz auf das, was er da schon verstanden hat alles, dass das für ihn selbstverständlich ist. Und ich glaub, das ist auch so eine ganz interessante Mitte, die es da noch gibt, wo man für sich auch sagen darf ... Auch Schule entwickelt sich ja weiter. Fachdidaktik Deutsch hat sich weiterentwickelt. Fachdidaktik Mathe hat sich weiterentwickelt. Und wie könnte man diesen ganzen Prozess auch in Schule umgestalten, dass Lernwege kreiert werden? So wie du es ja auch sagst, Buchstaben sind überall. Man muss nicht die Buchstaben nachzeichnen in der Schule, sondern man kann mit den Kindern rausgehen und Buchstaben suchen. Man kann rausgehen, Blätter zählen und da passiert ja vieles. Und trotzdem sind es, glaube ich, so viele Menschen an einem Ort, weil wenn ich jetzt deinen Sohn da reinpacken würde, der würde sagen, Blätter zählen, Leute, gib mir ein Blatt Papier, ich will das hier sehen in dieser Zeile wirklich. Und dann will ich das da genauso reinschreiben, wie man das hier sagt. Und das ist so so ein spannendes Thema. Das heißt, ich bin gerade für mich so ein bisschen. Was heißt? Freiheit für Kinder im Alltag. Also was bedeutet das, wenn du Freiheit im Alltag definierst? Weil für mich war Schule immer frei. Ich hab nie dieses Gefühl entwickelt, es mich so gedrückt hat. Aber vielleicht nur, weil ich mich frei gemacht habe in meinen Gedanken. weiß nicht. Was heißt Freiheit für Kinder eigentlich für dich dann wirklich im Alltag, Chris? speaker-2: ⁓ du hast mir so viele Dinge angesprochen. Was ich sehr interessant fand, Jana, dass du sagst, dass wir in der Schule die freie Wahl haben. Das würde ich nämlich nicht behaupten. ich finde, wenn du sagst, du mich interessiert Deutsch nicht, dann kannst du nicht sagen, interessiert dich das halt nicht, weil du halt lieber gerade auf dem Bolzplatz bist und Fußball begeistert bist oder whatever, anderen Millionen Dinge, für die du dich auf dieser Welt interessieren und begeistern kannst. sondern da fängt es ja schon, wie Sie sagen, da hört es ja schon auf mit der Freiheit. Also es fängt schon mit der Uhrzeit an. Morgens ist es überhaupt mein Rhythmus, morgens ⁓ acht irgendwo oder noch früher zu sein, ⁓ mir irgendwas anzuhören, was mich sehr wahrscheinlich gar nicht interessiert und ich auch nie wieder brauchen werde in meinem Leben, ist das Freiheit. Für mich nicht. klar, jeder kann sich, kann das ein bisschen anders definieren oder hat ein anderes Verständnis von Freiheit. Entschuldigung. Aber ich glaube, dürfen... Ja, glaube, im Kern geht es einfach ganz stark ⁓ dieses Mindset vielleicht. Ja, man müsse Kinder unterrichten, müsse Kindern was beibringen. ich glaube, das geht mit Freiheit, zumindest mein Verständnis nach, nicht einher. Das funktioniert für mich nicht. Aber wer bin ich, wenn ich jetzt sage, du Daniel, interessiere mich, oder noch besser, Jana, ich interessiere mich für Basketball, verfolge auch ein bisschen die NBA und kenne da auch ein paar Spieler und überhaupt ... Du musst jetzt auch wissen, was da jede Nacht los ist und wie die Ergebnisse sind und wie der Spieler XY performt hat und wie viel Rebounds der geholt hat. Wer bin ich? Das würde ich jetzt sagen, willst du mich verarschen? Lass mich in Ruhe mit dem Scheiß. Aber genau das passiert ja, dass irgendjemand irgendwann mal irgendwas festgelegt hat und das muss für alle gelten. Und das kann nicht funktionieren, da kann es eigentlich nur Verlierer geben. Und selbst wenn du dich in der Schule, so ging es mir zum Beispiel bei Sport, einen Bereich interessierst, ich war so unterfordert. Ich hätte was ganz anderes gebraucht, weil ich habe schon Auswahlmannschaft Basketball gespielt und überhaupt war das sehr, gut. Und was mache ich im Sportunterricht, den ich einmal in der Woche für 90 Minuten hatte, muss ich rumstehen mit 35 anderen völlig demotivierten, die und musste Brennball spielen oder so ein Quatsch oder acht Minuten warten, ⁓ mal über so einen Bock springen zu dürfen. Das war dann mein Sporterlebnis. das war mit der langweiligste Fach in der Schule das, was ich eigentlich am liebsten gemacht hätte. Am liebsten fünf, sechs Stunden jeden Tag. Und das ist so die Schwierigkeit, dass wir eigentlich die, die selbst eine Begeisterung haben, in diesem Setting nicht wirklich abholen und fördern können. Und den anderen eigentlich immer nur zeigen, was sie nicht können und wo sie schlecht sind. Und die haben aber vielleicht halt, wie meine Frau zum Beispiel, die war eine leidenschaftliche Balletttänzerin, war in der im Sportunterricht, obwohl sie sehr sportlich ist, eine Katastrophe, weil sie halt anhand von Basketball und Handball bewertet wurde. Und dann fängst schon an, ich bin unsportlich. Und da fangen diese ganzen bescheuerten Sachen an. Und ich glaube, da können wir uns viel sparen, uns eben, ⁓ zum Thema zu kommen, im Kopf frei. zu halten und uns nicht einreden lassen, für was wir immer alles zu blöd sind und zu schlecht und sonst was. Und dabei nämlich übersehen, wo eigentlich unsere Genialitäten und Talente und Begabungen liegen. Und die bringen wir alle mit, aber halt auf den unterschiedlichsten Bereichen und auch zu den unterschiedlichsten Zeiten. Weil du mit acht nicht Mathe verstehst oder nicht lesen schreiben kannst, heißt noch lange nicht, dass du dich nicht vielleicht mit elf, zwölf dafür auf einmal total interessierst und dich begeistert und auf einmal über Nacht lesen und schreiben kannst und dein erstes Buch schreibst mit zwölf. ⁓ Aber weil es dir mit acht Somatik gemacht wurde, du niemals auf die Idee kommen, allein ein Buch zu schreiben. Und da geht ganz, ganz viel meiner Meinung nach verloren. Und in so einem Alltag ohne Schule ist mir auch noch wichtig zu sagen, weil Freiheit, ja natürlich, leben wir ein sehr, freies Leben und trotzdem braucht für mich Freiheit auch eine gewisse Struktur. Ja, und eine Orientierung und die haben wir in unserem Alltag. Also es nicht so, dass sagen, die Kinder sind den ganzen Tag sich selbst überlassen, sondern wir haben eine Struktur und die entsteht vor allen Dingen durch den eigenen Rhythmus, schon mal ins Bett gehen, aufstehen, der halt dem eigenen entspricht. meine Kinder werden nicht morgens ⁓ acht aus dem Bett gerissen, wo sie noch im Tiefschlaf sind und sind dann den ganzen Tag übermüdet, sondern sie leben nach ihrem eigenen Rhythmus und wir haben Rituale geschaffen, die sehr helfen diese Struktur zu schaffen, wie zum Beispiel ein gemeinsames Frühstück, gemeinsame Mahlzeiten. Es gibt Wochenrituale, die Kinder haben eigene Rituale, eigene Termine, die sie haben und das schafft eine Struktur, die ihnen Halt gibt und eine Orientierung gibt und das halte ich für sehr sehr wichtig. Und da herum aber ist eben auch ganz ganz viel Eigenverantwortung. Und wenn ich schaue, wie meine Kinder Projekte angehen, wie die sich dem widmen, wie die das auch planen und durchführen und was es da für alles braucht und da muss man den anrufen und andere Sprache und der muss sich hier noch was besorgen und was weiß ich was alles. Das ist wirklich krass, aber es kommt alles aus diesem inneren Antrieb heraus und es bringt sie auf eine ganz natürliche Art und Weise in eine ganz gesunde auch Verantwortung für sich, aber auch für die Mitmenschen, für das Umfeld. Und wenn ich jetzt meine 15-jährige Tochter anschaue, das ist beeindruckend, wie die da steht und wie selbstbewusst die ist, wie klar die ist und welche Kompetenzen, sich angeeignet hat, ganz natürlich eben, dass sie locker schon alleine leben könnte. Also wirklich vom Finanzen über Business über Haushalt über Kochen, Backen, Einkaufen, Sprachen, was alles ist. Die breite Palette, die halt im echten Leben stattfindet. speaker-1: wo ich gerade so in meinem Kopf auch auch ankomme, während du das erzählst von deiner Tochter und auch erzählt, dass wie deine eine Tochter, die dann auch zum Pferd läuft mit dem Hund und dann hatten wir gerade das Thema, was du, Artisiana, und wo Christian darauf geantwortet hat. In der Schule bin ich halt nicht hundertprozentig frei, denn vielleicht habe ich gerade gar keine Lust auf Deutsch als Beispiel. Ich würde lieber auf dem Basketballplatz stehen. Und während das Gespräch stattfand, habe ich in meinem Kopf so bisschen an so einem Konzept gearbeitet. Ich habe das im Kopf gerade das Konzept der Eskalierung von Freiheit genannt. Ich glaube nämlich daran, wir, je nachdem, also wenn wir mal sagen, bei 10 ist maximale Freiheit, gefühlte maximale Freiheit, bei 1 fühle ich mich total unfrei, dazwischen gibt es die Skalierung 1 bis 10, dann gibt es sicherlich Kontexte und Lebensmodelle, in denen habe ich 10, maximale Freiheit im Außen und im Inneren. Wenn wir uns dann so vielleicht zwei Grafen vorstellen, das müsste man nochmal erarbeiten, das ist beides Freiheit, Freiheit im Außen, Freiheit im Innen, so könnte man es machen, im Außen, Freiheit im Innen. mich frei im Inn, wie weit bin ich frei im Außen und das Lebensmodell in meiner Wahrnehmung, was du auch baust und was ich total beeindruckend finde, ist, es ist wirklich maximale Freiheit im Außen. Nicht maximal, weil auch ihr habt Struktur, hast du gerade gesagt, aber im Vergleich zu unserem Lebensmodell deutlich mehr. Und Freiheit im Inn höre ich, ihr habt euch den Themen gestellt, ist auch da. Und dann habe ich mir überlegt, weil du gesagt hast, Bin ich denn im Unterricht Deutsch dann frei? Und dann wäre ich auf der Stufe Freiheit im Außen nicht 100 % frei. Ich kann nicht bei 10 sein. Ich bin vielleicht dann tatsächlich eingeschränkt. Also Freiheit im Außen ist 3. weil ich kann ja noch sagen, ich habe Bauchschmerzen, bin krank, da komme ich auch raus. Also ich habe so Wege, ich kann mich da rausarbeiten, aber es ist schon sehr eingeschränkt. Aber die Frage ist, kann ich dann Freiheit im Innen finden? Und deswegen komme ich so ein bisschen immer zu dem Punkt, was machen wir denn eigentlich und wie können wir für die Leute, weil hier in diesem Podcast hören natürlich auch Leute zu, die werden nicht den Weg zum Freilernen, selbstbestimmten Lernen, wie auch immer gehen. Und den möchte ich aber zurufen, es gibt noch die Ebene der gefühlten Freiheit. Und ich kann im Unterricht tatsächlich wenn ich da das Deutsch mitmache und das ist so ein bisschen was wir unseren Kindern mitgeben, wenn du wirklich merkst, das ist gerade, das ist nicht deins und du fühlst es nicht und was auch die Lehrerin gesagt hat. Richtig viel stress kommt ja im system auch häufig dann auch wenn eltern dieses du musst schon 1 2 oder maximal 2 minus schreiben weil dann bin ich wirklich im außen nicht frei ich kann aber auch geistig nicht frei werden weil ich immer noch von meinen eltern zusätzlich noch gesagt bekommen aber und jetzt muss ich aufpassen ich bin außen nicht frei ich bin innen nicht frei und ich glaube was wir schaffen dürfen ist zum einen das außen freier zu kriegen das ist da bist du quasi Extrem ist komplett falsch, aber mir fällt kein besseres Wort ein. Du bist konsequent. Du ziehst es konsequent durch. ist ein schöneres Wort. Und gleichzeitig glaube ich aber auch, dass wir für alle Zuhörerinnen und Zuhörer, die wir sagen, diesen Weg nicht gehen, unter anderem auch wir beide diesen Weg nicht gehen, in der Form wie du, Chris. jetzt gerade, dass wir trotzdem verstehen können, es gibt aber auch die Chance innere Freiheit zu kreieren und freier zu werden, wenn es der Kontext im Außen nicht 100 Prozent zulässt. Und das ist für mich zum Beispiel Lebenskompetenz. Und das ist zum Beispiel etwas, was wir ja auch in unseren Trainings und in unseren Ausbildungen weitergeben. Und was, wenn du jetzt Zuhörerin oder Zuhörer bist, beispielsweise auch die Leute auf stark für Kinder.de im Kern probieren, mitzugeben. Weil das ist für mich auch Eigenverantwortung. Ich komme hier nicht raus. Ich sitze jetzt hier. Ich würde lieber Basis geht bald spielen kann ich trotzdem Spaß finden an Dingen die keine Freude machen, weil das gibt mir Freiheit und kann ich aber auch verstehen dass ich hier jetzt nicht perfekt sein muss, weil das gibt mir auch mehr Freiheit. Ich bin dann trotzdem nicht bei zehn hier und zehn hier, aber ich verschiebe Wahrscheinlichkeiten des Glücks. Also das ist so eine Theorie die ich gerade für mich im Kopf gebaut habe. speaker-0: Und das ist super spannend, weil genau das ist bei mir nämlich passiert, wenn ich in der Schule manchmal saß. Und da war grad bei mir auch wieder dieser innere Konflikt. Ich kann voll greifen, was du sagst, Chris, aber du warst ja nicht frei. ich denk so, doch, weil ich saß ja in der Schule und hab dann aus dem Fenster geguckt und geträumt. Und dann wusste ich, jetzt ist noch ein bisschen was. Und dann komm ich nach Hause und dann war bei uns noch so viel Straßenkultur. Das hat sich jetzt natürlich auch nochmal wieder verändert durch das ganze Ganztagsleben der Kinder, offener Ganztag, Schule bis 15, 16 Uhr. Aber wenn man das Schulfenster mal in das normale Schulfenster packt und auch dieses System von Orientierung durch frühes Aufstehen war bei mir dann durch den Leistungssport, weil ich habe in den Fußball gespielt und da war das frühe Aufstehen auch nicht immer schön. Da mussten wir aufstehen und Frühsport machen und alles wirklich auch total strukturiert. Aber mein inneres Gefühl war immer, es bringt Spaß und das hat sich gut angefühlt, dass da Menschen ⁓ mich herum waren, die mich die mich entwickelt haben im Sinne, dass ich mich entwickeln durfte selber in meiner inneren Freiheit. Und das ist auch das, was ich den Kindern immer sage, dass dass es ein Ort ist und das auch wenn ich meine Kinder frage, was ist für euch das schönste an Schule, denn sagen die Freunde treffen und Spaß haben und dieses Lernthema und dieses wirkliche der Zugang zum Lernen, der definiert sich von ganz alleine. Das ist so die treffen sich da, die haben dann ihre Freunde Zeit und dann kommen die manchmal nach Hause und gestern war von ich glaube 14 bis 18 Uhr Konzerte spielen, einer eine Trompete, einer eine Flöte, einer eine E-Gitarre und du denkst als Erwachsener so auch lustig, weil du guckst die Kinder an, der eine stellt Notenständer hin und bildet das schon ab, wie ihr das in der Schule so auch als Orientierung geschenkt bekommen habt. Der nächste haut voll drauf und ist der Gitarrist, der diesen Ausdruck in der Gitarre hat und selber bist du eigentlich du bist als Schule und Elternteil und das nehme ich mir gerade wirklich so bisschen mit. so dieses du bist Beobachter und Beiwerk und lässt sie einfach machen. Lass sie einfach machen und finde diesen Weg. Und finde ihn auch in deinem Inneren und finde ihn halt dann auch im Außen, je nachdem, an welchem Ort du gerade bist. Und das definiert für mich ein bisschen so dieses, jeder Mensch kann lernen, Zufriedenheit herzustellen im Innen und in der Orientierung im Außen. speaker-1: Jetzt haben wir wieder viele Punkte und Chris weiß ich, der hört immer sehr aufmerksam zu. Das habe ich schon gelernt heute und kann die Dinge sehr, gut dann auch immer wieder zusammenfinden. Chris, jetzt war ein langer Part von, wo ich auch diese Skalierung dargestellt habe. Wie stehst du jetzt zu dieser Grundidee, dass wir Freiheit auch anders skalieren können? speaker-2: Ich finde das ganz wertvoll, weil glaube, jeder darf sich hier selber das für sich Stimmige raussuchen und schauen, was geht bei mir in Resonanz und was auch nicht. Und das ist ja wieder, da wir wieder bei der Individualität. Da ist ja jeder ganz anders. Und ich kann das auch verstehen auf eine Art und Weise, was ihr meint, und finde es deswegen großartig, dass ihr auch da euch einsetzt und da innerhalb des Systems da was bewirkt. Ich stelle eher die Frage, braucht es dafür 10, 11, 12 Jahre Schule in der prägendsten Zeit unseres Lebens, damit wir da Tag für Tag, Stunden lang sitzen, ⁓ irgendwie draufzukommen, ja gut ... Ich schaue aus dem Fenster und gehe meinen Gedanken nach, kann ich auch machen? Das weiß ich jetzt nicht. Ob der Preis, den wir dafür zahlen, nicht viel zu hoch ist. Das ist so mein Frage. speaker-1: Ich finde, wie gesagt, wichtig, auch total beeindruckend diesen Weg, den ihr geht. Werde auch deswegen gleich auch nochmal sehr konkreten Nachfragen auch für alle Zuhörerinnen und Zuhörer. So ich sag jetzt mal den Quick Guide to be free, dass wir sagen so, Christ, gib doch mal so die best practices mit, weil du unterstützt natürlich auch tiefergehend da drin. Das heißt, ich glaube, das ist dann ein schönes Intro dann auch für wie kann man mehr auch von dir erfahren. Nur, ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass bei allem, wir besprochen haben, du hast es so schön gesagt, jeder nimmt sich was mit. Aber ich glaube, ein Elefant steht im Raum. Nämlich, wie soll das gehen? Weil wir haben noch, du hast es so schön, Wort hast du einmal heute schon in den Mund genommen, Schulpflicht in Deutschland. speaker-0: Wir haben noch Schulpflicht. ich finde, wir machen ja so gesehen das Gleiche und haben unterschiedliche Lebensmodelle, aber diese Balance herzustellen von wie gehe ich da wirklich selber auch mit meiner inneren Vorstellungskraft ran. Und da ist einfach eine Einladung an alle, diesen Podcast hören. Man kann sehr viel Schwere aus seinen eigenen Gedanken auch rausnehmen. Alleine wenn man bei den Noten anfängt und mit dem Wissen, was jetzt hier ja auch weitergegeben wird, dass nicht unbedingt die beste Note immer zu der besten Karriere führt, sondern dass auch eine orientierte zwischen Schule und Konflikte erleben und am lösungsorientierten Denken auch in der Gemeinschaft. All das, man in seinem Alltag erlebt, ist auch Schule. Das ja auch. Erstmal größer zu machen und sagen, alles ist lernen und alles formt dich als Mensch, als Person. Und da kann man sagen, die Schule darf sich dahin mitbewegen und entwickeln, dass wir den Wert der Note verschieben im Sinne von, ist nicht mehr, die Note hat keinen wert, aber die Kinder sind wertig fürs System mit ihren Potenzialen, die sie mitbringen. Dass diese wirkliche Kraft da auch mal im System irgendwann zum Vorschein kommen darf, das finde ich nochmal schön. speaker-1: Absolut und ich bin 100 % bei dem, du auch vorhin gesagt hast, eigentlich müsste es die freie Wahl geben. Wenn ich sage, ich finde das cool und ich habe hier so eine Skalierungsmöglichkeit, ich bin zwar nicht ganz frei im Außen, aber ich kann das so bisschen regeln, dann ist das die freie Entscheidung der Eltern. Aber die haben wir jetzt ja gerade gefühlt nicht. Und deswegen würde ich dir gerne einmal das Wort genau mit dieser Frage geben. Sagt doch mal wirklich für die Leute, die gerade am Thema Schulpflicht auch die ganze Zeit hängen, weil sie vielleicht sagen, das klingt alles toll, aber ist ja absolut utopisch, da muss ich halt nach Portugal auswandern. aber nicht, weil ich mag auch Deutschland als Beispiel oder Österreich oder wo auch immer jetzt die Zuhörerinnen und Zuhörer sind. Schulpflicht, große Hürde oder machbares Hindernis? speaker-2: Natürlich Zweiteres. Ja, sonst würde ich hier auch nicht sitzen. es gibt verschiedene Wege und Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist natürlich auch auszuwandern. Das geht dann über eine Abmeldung und dann hat man, also als Beispiel in Deutschland, man meldet das Kind ab, was teilweise auch geht, nur das Kind abzumelden. Manchmal meldet sich zumindest ein Elternteil mit ab. Und dann geht man auf Reisen, geht ins Ausland, wohin auch immer und hat somit dieses ganze Thema von der Backe, sag ich mal. Das ist aber nur eine Möglichkeit, weil es natürlich viele gibt, wie du es gerade beschrieben hast, Daniel, die einfach sagen, ich fühle mich hier wohl, ich bin hier verwurzelt, aus welchen Gründen auch immer möchte ich hier bleiben. speaker-1: Zwischenfrage reden wir dann davon, dass du quasi startenlos bist, also letztendlich ja, startenlos. speaker-2: ist ein Weg. Natürlich ist es so, diese Schubpflicht, wie wir sie speziell im deutschsprachigen Raum haben, fast nirgendwo zu finden ist. Das ist schon sehr speziell. In vielen, vielen Ländern gibt es da ganz andere Möglichkeiten. Da wird das viel entspannter gesehen. Aber startenlos ist natürlich eine Möglichkeit, man wählen kann. Da ist es ein sehr komplexes Thema. Ich zwar viel darüber, aber würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Da gibt es natürlich noch ein paar andere Dinge dann zu beachten. Und ansonsten gibt es aber eben auch den Weg im eigenen Land zu bleiben. Du hast noch so einen kleinen Quick Guide gefragt. Ich wünschte den hätte ich. Den habe ich aber bewusst nicht, weil ich gemerkt habe, das Thema ist zu komplex und auch zu wichtig. als den Leuten ein paar Tipps an die Hand zu geben, denen sie dann nachher gegen die Wand laufen. Da hat keiner was davon. Deswegen bin ich bewusst vorsichtig, auch mit gewissen Aussagen, dass die Leute nicht denken, das hab ich jetzt gehört, das kann ich jetzt einfach nur machen, und dann bin ich safe. Weil das sehr wahrscheinlich dann nicht aufgehen wird, weil einfach verschiedene Faktoren mit reinspielen und verschiedene Komponenten wichtig sind. Und deswegen halte ich es für elementar erst mal zu wissen, dass es Wege und Möglichkeiten gibt und dann natürlich sich entsprechend vorzubereiten. Dass man Bescheid weiß, dass man sicher wird, dass man raus aus der Angst kommt und dass man einfach im Voraus schon gleich weiß, auf was muss ich achten, was muss ich berücksichtigen. Weil da tappt natürlich der ein oder andere schon in eine Falle. Ohne jetzt die Angst machen zu wollen, auf gar keinen Fall, das ist das Letzte, wir brauchen für diesen Weg. Aber die Erfahrung hat gezeigt, wie gesagt durch viele Begleitungen, dass eine gute Vorbereitung des A und O sind. Und da sind wir natürlich in rechtlichen Fragen, in Gesetzen drin, in Kommunikation mit den Behörden. Es geht immer ganz klarer Grundsatz. Es muss ⁓ das Kind gehen, ⁓ den jungen Menschen gehen, ⁓ das Wohl dieses jungen Menschen. Ist scheißegal, wie du als Elternteil das Thema Schule siehst. Interessiert niemanden in diesem Prozess. Also es gibt so ein paar Basics, die einfach elementar sind und die klar entscheiden, wie ... geht der Weg da. Eine Garantie gibt es natürlich nie, das ist klar, für nichts hast du im Leben eine Garantie. Aber ich sage mal, die Chancen, dass es da eine gute Lösung gibt, steigen natürlich immens mit diesem Wissen und dieser Vorbereitung, dass ich zum Beispiel jetzt in meinen Live-Vorträgen mitgebe oder auch in meiner Masterclass. Und letztendlich ... Ja, ist glaube ich die Frage, die man sich zuvor auch stellen darf, was bin ich bereit für diesen Weg auch zu tun, wie wichtig ist mir das? Und dann, das kann auch wieder nur jeder für sich selbst entscheiden. Und wenn ich sage, okay, im Fall der Fälle kommt vielleicht mal ein Bußgeld auf mich zu, das dann nach langen Prozessen vielleicht doch irgendwie durchgedrückt wird. bin ich bereit, dann zu bezahlen, Preis in Kauf zu nehmen. Ich glaube, was vielleicht helfen kann, ist auch nicht zu vergessen, welchen Preis wir auch unter Umständen mit der Schule bezahlen. Weil wir vorhin auch von Themen gesprochen haben, auf diesem Weg ohne Schule aufkommen können. Ich glaube, wir vergessen oft auch, Themen wir mit der Schule haben. Und ich spreche aus Erfahrung, weil ich bei uns diese ganzen Themen der Schule nicht habe. Und zwar nichts davon. Und das ist in der Skalierung der Freiheit ein Riesen-Step. Sowohl äußerlich als auch innerlich. mich mit diesem ganzen Mist nicht beschäftigen zu müssen. Das ist krass, Unterschied. Und das ist, glaube ich, etwas, was viele übersehen, weil es schon so normal geworden ist, weil ja jeder mit diesen Themen zu tun hat. Und die Eltern schon damit zu tun hatten. Und wenn das mal wegfällt ... Also, mein persönlicher Ding, ich würde ... auch ans Ende der Welt ziehen, wenn das der einzige Ort wäre, um meine Kinder so frei begleiten zu dürfen. Aber das ist halt meine Haltung. Und Deswegen wäre ich theoretisch auch bereit, sehr vieles dafür zu tun, wenn nicht alles zu tun. Aber das heißt ja nicht, dass es für jemand anderen auch so sein muss. speaker-1: finde ich, ein ganz spannender Punkt, wo wir sind. Was sind die Kosten und was bin ich bereit zu investieren, was bin ich bereit zu tun? was ich schon mal raushöre. gibt nicht so diesen Schritt für Schritt Plan. Ich erinnere mich total, was du erzählst. Christine wird gleich schmunzeln an das Thema Fördermittel in unserem Thema. Es gibt in Deutschland sehr viele Fördermittel. Die stehen für Jugendliche und Kinder bereit. Die sind da. Da muss man aber dran kommen. Und dann sind wir ganz viel in verwaltungstechnischen Fragen. Und ich hatte mir gerade gedacht, dass wir wahrscheinlich auch in deinem Thema ganz häufig dann in verwaltungstechnischen Fragen sind. Wie wird damit umgekehrt? Wie stelle ich Anträge? Mit wem vernetze ich mich? Wie gehe ich auch in gegebenenfalls Gespräche rein? Und als du das gesagt hast und gesagt hast, ich kann keinen Schrittplan geben, das ist nämlich genau die Antwort, weil wir haben natürlich viele Menschen, die wir ausgebildet haben als Trainerinnen und Trainer und die wollen dann immer wissen, wie kommen wir denn jetzt an die Fördergelder? Wo wir auch sagen müssen, es gibt keinen Schritt für Schrittplan, weil das nicht funktioniert, so wie du es dir jetzt vorstellst. Deswegen finde ich das dann auch eine sehr gute und wichtige Antwort hier für den Podcast, dass man versteht, wenn man sich mit dem Thema beschäftigen möchte, ist das nicht einmal, ich sage mal so plump, ich lese mir fünf Schritte durch, die mache ich und dann bin ich übermorgen von der Schule befreit. So ist es garantiert nicht. speaker-2: Ich wünschte, es wäre so, dann würde ich den hier auch sofort überall in der Welt teilen, diesen Fünf-Schritte-Plan. Aber es ist einfach, es hängt, wie gesagt, vielen verschiedenen Faktoren ab, die man auch im Voraus nicht absehen kann, unmöglich. Weil die auch so unterschiedlich reagieren, teilweise die Behörden oder die Schulen. ist das Verhältnis, wie ist das Setting der Familie? Was wollt ihr eigentlich, was ist euer Ziel? Das ist so individuell. Und wenn ich jetzt da meine Lösung, die bei uns bestens funktioniert, jemand anderen aufdrücke, würde das sehr wahrscheinlich nicht gut gehen. Deswegen ist es mir wichtig, die Leute so breit wie möglich aufzustellen und mit wirklich vielen Werkzeugen an der Hand und dann weiß hoffentlich, und da habe ich, wie gesagt, wir jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht jetzt mit meinen Inhalten, dass die Leute dann gut gewappnet sind für ihren ganz eigenen Weg. speaker-0: Wow, es beginnt auf jeden Fall ein innerer Prozess und dazu darf man sich eingeladen fühlen, darüber nachzudenken und seinen Weg zu definieren und zu finden. Im Innen und im Außen seine Freiheit. speaker-1: Seine Freiheit, genau. du hast, wie ich finde in diesem Podcast, super viele, also ich finde dieser Podcast ist extrem wertvoll, weil, und das mag ich an unserem Podcast und an Stark für Kinder, und das habe ich auch in deinem Podcast so wahrgenommen, den du heute auch schon einmal genannt hast. Wir kommen aber gleich ⁓ nochmal in den Part, wo du alle links etc. oder wo man zu dir findet, einfach mal raus haust, damit unsere Hörerinnen und Hörer auch den Weg zu dir finden können. Ich fand es in deinem Podcast so spannend, du hast uns den Raum gegeben und wir konnten unsere Auffassung sagen und das war dann auch in den Kommentaren das fand ich ganz cool unter dem Podcast wo wir bei dir waren wo du gesagt hast ja aber ich möchte meinen Gästen den Raum geben ihren Punkt zu sagen und nicht nur quasi immer nur meine Sicht zu sagen und so soll es auch hier sein denn auch wenn wir den Weg jetzt nicht genauso gehen wie du finde ich ihn total spannend und jeden der den Weg geht kann ich nur sagen geil mega cool und wer weiß vielleicht wenn wir auch irgendwann irgendwann dahin kommen wenn wüssten wir an wen wir uns wenden können das ist schon mal sehr gut und von da kann ich das nur Ich stelle mir das wirklich wundervoll vor, was du mit deiner Familie erlebst und kann nur den Hut davor ziehen, dass man das dann in der Konsequenz mit dem, und das habe ich schon rausgehört, mit dem konsequenten Wissen, dass das immer auch was kostet. Und ich rede nicht von Geld, sondern wenn man das will, muss ich mich fragen, was das kostet, das so konsequent durchzuziehen, finde ich cool und kann einfach nur sagen, es klingt nach sehr viel Freiheit. auf beiden Skalenebenen. speaker-2: Ja, empfinde ich ganz genauso. Und meine jüngste Tochter hat das erst neulich gesagt, ⁓ Papa, ich fühl mich so frei. Es ist ja immer wieder auch so Lebensweisheiten raus, wo ich auch immer wieder denke, wo kommt das jetzt her? Aber wenn dir deine Kinder wirklich täglich irgendwie dich anstrahlen und sagen, Papa, ich bin das glücklichste Kind der Welt, hast du nicht das Gefühl, dass du irgendwie alles falsch machst. speaker-1: Wunderbare Worte. speaker-2: Ich wurde neulich gefragt, was denn die Schattenseiten dieses Weges sind und mir ist tatsächlich nichts eingefallen. Also es ist wirklich so. Heißt nicht, dass es immer leicht war und dass wir nicht auch Herausforderungen haben und Dürrephasen und Hindernisse hatten. Ganz und gar nicht. Das gehört für mich zum Leben dazu. Und es ist auch ganz toll, die Kinder da mitzunehmen und sie auch erfahren lassen. Wie gehen wir damit um? Wie lösen wir das als Familie? Wie können sie vielleicht sogar dazu beitragen auch? Also, da sind so viele Geschenke, da auf einen warten, wenn man sich mal auf diesen Weg macht. Aber auch da ganz klar, das ist nicht für jeden was. Aber mir kam noch dieses Zitat, ich glaube Benjamin Franklin wird das zugeschrieben, Freiheit aufgibt, ⁓ Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren. Und das passt vielleicht noch schön zum Thema der Freiheit. speaker-1: Das ist eine schöne Einleitung in den finalen Anflug auf den Flughafen der Freiheit. wo findet man denn zu dir? Was gibt es für Produkte oder... Also genau, wie finden die Leute zu dir? speaker-0: den Flughafen. speaker-2: Also am allerbesten auf meine Website chrisfader.de und da findet man alles zu meinem Podcast einerseits, der auch das Thema Schule und alles was dazugehört. Unter anderem mit euch, wer auch schon aufgegriffen hat in verschiedenster Form, jetzt über 100 Folgen schon da vom Open Your Heart Podcast. Ich habe dort meine Kurse, einen schulfrei Basiskurs, so der Einsteigerkurs und darauf aufbauend die Masterclass, wo wirklich alles drin ist, die auch immer up to date gehalten wird, wenn ich auf Lösungen stoße oder sich irgendwas verändert, wird das natürlich da immer sofort angepasst. Und ab und zu gebe ich auch Live-Events. Also im August wird ein viertägiges Event stattfinden, mitten in Deutschland, in Hessen, mit Ricardo Leppe zusammen. 6. bis 9. August, eine Bildungsevolution. Das wird richtig fett. Ricardo Leppe wird wahrscheinlich einigen was sagen, die sich da in diesem Bereich schon ein bisschen, die da unterwegs sind. Ein Pionier auch auf diesem Lernmethoden und alles Mögliche. Und da ist eine ganz tiefe Freundschaft entstanden, auch über meinen Podcast tatsächlich zuerst. Wir ergänzen uns da sehr, gut und da wird das ein richtig tolles Event. Da freue ich mich sehr drauf. Ja, sonst einfach vielleicht in ein Newsletter eintragen, dann wirst du immer wissen, wenn es was Neues gibt, findest du auch auf meiner Website und wer sonst Social Media will, gerne Instagram oder was es da so gibt. Aber meisten Instagram, genau, kann man mir auch folgen. speaker-1: Dann, Landernflug wird näher, wir sehen schon die Lichter des Flughafens. Wir haben heute die Kategorie von Christine. Vielen Dank an dieser Stelle wieder für die wunderbare Vorbereitung. Christine Dobbert, die hier auch quasi da sitzt. Für alle, sie nicht sehen. Für alle, die sie nicht sehen. Also alle. Wir haben Mythos und Wahrheit. speaker-0: Englisch Genau, zwischen Mythos oder Wahrheit. geben dir jetzt zwei Aussagen, Chris. Und du sagst ganz spontan Mythos oder Wahrheit und kannst das dann aber auch noch mal in ein, zwei Sätzen ergänzen. Mythos oder Wahrheit? Nummer eins. Freiheit ohne Führung überfordert Kinder. speaker-2: Wahrheit. speaker-1: Willst du es einordnen oder einfach so stehen lassen? speaker-2: Also vielleicht zur Einordnung kommt wahrscheinlich aufs Alter an und auf den Lebensweg des Kindes. Wenn ich jetzt meine 15-jährige Tochter anschaue, ich sagen, die braucht so gut wie keine Führung mehr. Aber sie hat es gebraucht. Ich hoffe, das dient als Antwort. speaker-1: voll. Dann. Genau, die kommen an der Mene fest mit dem Hund unterm Arm und sagen Papa, das ist Jackie und Jimmy. speaker-0: Bei den zweiten ist ⁓ immer alles locker ran, die kommen da rum, fertig. Wir wohnen jetzt bei uns. Ich hab noch einen Affen. speaker-1: Jackie und Jimmy in Großstädten, manchmal in dem Alter. Nee, die ist noch die Junge. anderes. Na ja gut. Okay, Nächste Aussage. Die zweite von den beiden. Und dann kommt die Abschlussfrage. Ohne Schule fehlen Kindern wichtige soziale Erfahrungen. speaker-2: Ja, klarer Mythos. Eindeutig. speaker-1: Ahne die Antwort. haben wir glaube ich auch heute hier ganz viel im Podcast schon zu beantwortet. ein fantastisches Gespräch. Ein fantastisches, ich kann das Wort nicht aussprechen. Ein fantastisches, zu viel Jimmy und Jack. Ein fantastisches Gespräch. Heute hat Spaß gemacht. Voll. Wir danken dir für deine Zeit. Chris, welcher Satz in deinem Leben, und das ist die Abschlussfrage, Chris, welcher Satz in deinem Leben hat dich ganz persönlich am meisten geprägt? speaker-2: Da gibt's viele. Ich muss mich jetzt auf die schnelle Druck-Pressure hier noten. Muss ich mich jetzt entscheiden. Darf ich zwei wählen auch? Also, ein Satz, der mich definitiv geprägt hat, ist ein Satz meiner Oma, meiner heißgeliebten Oma, die gesagt hat, wenn du zufrieden bist, hast du ein großes Stück vom Glück. Genau das hat sie mir immer vorgelebt, mit einer unglaublichen Zufriedenheit und Dankbarkeit und sich nie beschwerd an irgendwas. Und die hat mich wirklich nachhaltig geprägt. Meine Oma, wie ich erst später feststellen durfte, in welchem Ausmaß, da bin ich zutiefst dankbar. Und ein anderer Satz, mir jetzt so spontan kommt, wie gesagt, gibt's sicherlich viele, ist ein schöner Satz von Andre Stern, der gesagt hat ... Wie befreit wäre eine Welt, in der alle Kinder sagen könnten, ich weiß nur eines, dass ich alles lernen kann, was ich nicht weiß, vorausgesetzt und dass es nicht verhandelbar, dass ich es lernen will. speaker-0: Das schön. speaker-1: Ein Gespräch heute, was vielleicht für die ein oder andere Hörerin an manchen Stellen mit Akkorden verbunden waren, die vielleicht komisch klangen, wo die Harmonien vielleicht manchmal gefühlt nicht stimmten, aber das sich am Ende vielleicht auflösen konnte in einer wunderbaren Harmonie. am Ende findet sowieso jeder den eigenen Weg, der für ihn stimmig ist. Und ich glaube, wenn wir den Fokus auf die Kinder haben, dann werden wir, egal in welchem Kontext wir agieren, ob so wie Chris, so wie wir oder so. wie andere, ... im besten Fall die richtigen Antworten auf die Fragen finden, die uns das Leben für die Kinder stellt. Wenn du diesen Podcast gut findest, dann teile ihn mit all deinen Freundinnen und Freunden, mit jedem, wo du glaubst, der sollte auf jeden Fall diesen Podcast hören. Wenn du fleißig auf YouTube guckst, lass bitte unbedingt auch ein Abo da. Das hilft uns, wenn du ein Abo da lässt. bitte lass eins da. Kommentiert fleißig, teilt fleißig und wie immer abschließen natürlich die Worte, wenn du Interesse daran hast, was zum Beispiel auch Anbieterinnen und Anbieter, die und dich ausgebildet haben so machen in deutschland österreich und der schweiz dann findest du sie auf stark für kinder punkt bis zur nächsten folge danke chris speaker-0: Vielen Dank! speaker-2: Vielen Dank. Danke euch. speaker-1: Dir hat das Video gefallen und du merkst, dass Kinderstärken etwas wertvolles ist? Dann schau doch mal auf starkfuerkinder.de vorbei. Dort findest du Anbieterinnen und Anbieter, die Kinder stärken. Im Bereich Konfliktlösung, Bereich Mobbingprävention, im Bereich Selbstbehauptung, im Bereich soziale Kompetenzen, im Bereich Lebenskompetenzen. Bereit für alles, was das Leben deinem Kind bietet. auf starkfuehkinder.de. Einfach Postleitzahl eingeben und die passende Anbieterin oder den passenden Anbieter in deiner Gegend finden. Ja, wenn dir das Video gefallen hat, gilt natürlich, abonnier den Kanal und aktivier die Glocke. Hier werden dir auch noch weitere Videos angezeigt. Stöber einfach mal. Apropos stöbern, auf starkfuehkinder.de gibt's außerdem einen Elternratgeber. Auch da kannst du dir wunderbare Artikel durchlesen, die dafür sorgen, dass dein Kind gestärkt ist. Viel Spaß!