speaker-0: Team heißt nicht, toll ein anderer macht's, sondern Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft zu speaker-1: FFC Oldes Aber was ist denn mit mir? Anstatt dann zu sagen, dann kündige ich, störe ich von innen die Gemeinschaft, die sich dem Leitbild committet und bin der faule Apfel, das ist deine Aufgabe zu gehen. speaker-0: Das darf man dann aber lernen. speaker-1: Herzlich willkommen bei Stark für Kinder. Heute eine Gesprächsfolge zwischen Jana und mir. Jana, du hast ja mal Fußball gespielt, richtig? Ja. Und wir hatten Fußball-WM. Und die ist, wenn dieser Podcast ausgestrahlt wird, zwar schon vorbei, aber trotzdem wollen wir mal über Fußball und Mannschaften sprechen. Denn es gibt eine Doku, die heißt WM 1994 Elfhelden, ein Albtraum. Darin geht es ⁓ die Nationalmannschaft, in der eigentlich alles da war. Also offensichtlich von 94, logischerweise. Erfahrene Spieler, junge Spieler, ein Trainer, ein gemeinsames Trikot, ein gemeinsames Ziel. Also eigentlich, wo man sagen würde, hey, das ist doch Gemeinschaft und jetzt lass uns loslegen. Und trotzdem wurde daraus kein echtes Team. Die Spieler von damals sagen heute noch, dass sie einfach nicht zusammengewachsen sind. Und das fanden wir irgendwie spannend, beziehungsweise auch ich irgendwie spannend, weil dieser Gedanke weit über Fußball hinausgeht und man kann ihn auch gut übertragen. Darüber würde ich gerne in der Folge mit dir sprechen. Nur weil beispielsweise Kinder gemeinsam, beispielsweise in der 3B sitzen, sind sie ja noch lange keine Gemeinschaft. Oder nur weil Menschen denselben beispielsweise Nachnamen tragen, sind sie noch lange keine Familie im tieferen Sinne. Was braucht es eigentlich, das ist die Frage, ich heute mitgebracht habe, damit Menschen wirklich zusammenwachsen? Wie entsteht aus einzelnen Persönlichkeiten ein echtes Wir? Lass uns da mal reingehen. Also vielleicht einfach mal einleitend als Frage auch an dich. Du hast in vielen Fußballmannschaften gespielt oder in wie vielen Fußballmannschaften warst du? Drei. Drei Mannschaften. Waren die in einem Vier? Ne, vier. speaker-0: Vier war ich. Wir haben ja einen eigenen Frauenfußballverein gegründet. zur zweiten Bundesliga haben wir uns dann entwickeln dürfen als Team. Ganz viel Jugendarbeit, Teamarbeit, ganz viel feste... speaker-1: FFC Oldesloh speaker-0: feste Freundschaften auch. Wie alt warst du? Da war ich, als wir den Verein gegründet haben, zehn. Und als wir in der Bundesliga gespielt haben, zweite Liga, war ich 16, 17. Und dann habe ich noch mal beim HSV kurz gespielt, bei Köln einmal ganz kurz und bei St. Pauli. speaker-1: Ja. bei Sankt Pauli, bei Köln und bei HSV. speaker-0: Ja, kurzweilig aber nur. Da habe ich aber dann auch gemerkt, in so ein Team reinzuwachsen und dann auch mit dem Ziel, gerade als Frau zu der Zeit, ich meine jetzt bin ich Ende 30, als ich gespielt habe noch speaker-1: Du bist Ende 30? Ich dachte du bist Ende 20. speaker-0: Da war ich damals Ende 20, als ich aufgehört habe. ungefähr. Also nie, nie ein bisschen früher, schon in den 20er Jahren. Also als ich 20 war, habe ich dann aufgehört. 23 glaube ich war ich weiß ich jetzt gar nicht. Aber auch genau mit diesem, wenn du ein Team hast und du bist an einer Mannschaft zugehörig und da hast du einen Platz gefunden, dann ist dir vieles gar nicht wichtig. Hauptsache du hast deine speaker-1: Das hat es ja erst mal aufgehört. Ja, schon 17, 15, 17 Jahre her. speaker-0: Deine Spiele, du wächst in dieser Gemeinschaft ja auch so sehr zusammen. Du hast deine Freunde, du hast ganz vieles, was du auch außerhalb der, ich sag mal, Umgebung wie Schule lernst. Du kommst zu deinen Sozialfähigkeiten, du wächst an den Fehlern, man wächst an den Trainern, die man hat, dass man für sich immer wieder sich auch auf einen neuen Trainer einstellt, dass man weiß, wer will eigentlich was wie, was muss ich jetzt eigentlich machen, was ist meine neue Aufgabe. Und da ist dann am Ende, also auch als wir schon hoch gespielt haben, da hat man ja noch gar kein Geld mit verdient. Also wenn wir jetzt mal WM und Einsatz und Ziele und wir als Mannschaft und ich als Teil der Mannschaft damit einbeziehen, dann waren wir froh, wenn unser Bus am Wochenende finanziert war. Sodass man wusste, man kann mit einem Bus zum Auswärtsspiel fahren. Aber da hat man noch gar nicht über irgendetwas gesprochen, dass man Leistung in Form von Geld auch speaker-1: Okay, aber jetzt rutschen wir plötzlich in ein anderes Thema rein, nämlich Geldverdienen und wo stand der Fußball damals? Aber unabhängig vom Geld, dem Bus und sonst was geht es mir so ein bisschen ⁓ aber wie war es innerhalb der elf, ist ja Quatsch, weil Trainerstab und Ersatzspieler sind mehr als elf, aber sagen wir, innerhalb der 30 Kernmenschen, wie war es da? speaker-0: Genau darauf wollte ich hinaus. Denn du hast, wenn du der Nationalmannschaft spielst, hast du ja aus allen unterschiedlichen Mannschaften die Mannschaft, abgebildet wird, die das Nationalteam formt. Und natürlich kriegt man einen, also gerade in der Männerdomäne auch ein gutes Geld. wenn man in der Nationalmannschaft spielt. Und jetzt ist ja die Frage, wie setzt sich dieses Team zusammen aus den unterschiedlichen Mannschaften? Denn wenn du Nationalspieler wirst, wirst du ja gesichtet aus deiner Kernmannschaft heraus. Und dann spielst du in der Nationalmannschaft. Das heißt, diese Team-Einstellung, ⁓ auf dem Platz zu agieren, gemeinsam als Team zu funktionieren, ist ja super kurz. Das wollte ich einmal... so in diesen Vergleich bringen. Du wächst mit einer Mannschaft, ... du gehst durch eine ganze Saison, ... du bist mit deiner Mannschaft zusammen und dann auf einmal hast du deinen Stützpunkt-Training, ... deine Termine, ... deine Trainings ... und musst in der Nationalmannschaft als Team ... funktionieren. Und jeder, der seine Kernfähigkeiten da hat, ... darf sich dann ja noch schneller ... auf die Mannschaft einstellen ... und muss noch schneller diese Kompetenzverbindung und diese Kompetenzverschmelzung ... abrufen können, ... als in der normalen Saison, weil da hast natürlich noch mal ... viel mehr Zeit, Teamforming zu machen. Da geht das sehr, sehr, sehr schnell. speaker-1: Okay, aber trotzdem nochmal zurück zu der Frage, wie war es bei dir? Also wie war es in deiner Mannschaft ganz konkret oder in den vier Mannschaften? Das war ja Köln, HSV und St. Pauli. War dir da ein Wir, war dir eine Gemeinschaft, weil was dir in diesem, in dieser Doku rauskam, ist, die waren, die hatten alles, aber waren kein, kein, kein Team. Du hast schon ein bisschen erklärt, warum du glaubst, dass das so war, aber mich würde einfach interessieren, wie war es damals in der sozusagen Pionierphase des Frauenfußballs? War dir ein Wir? Okay. speaker-0: Da waren wir ein Wir. Da hatten wir aber auch alle Ressourcen für uns zur Verfügung, dass wir als Team gemeinsam wachsen können, weil wir eben auch innerhalb dieser Mannschaft zusammen gerade aus der Jugend herausgewachsen sind. Und das ist immer ein ganz entscheidender Punkt. Also Jugendarbeit und das Jugendtraining und die Jugend dahinter auch zu formen und zu festigen, dann die Ebene, wenn es dann in den erwachsenen Sport geht, in die Männer- oder Frauenmannschaft, ist ja dann der Wechsel. Bei den Jungs ist es ein bisschen später, ab 18 wechseln die dann. und die Mädels wechseln schon ab 16 in die Frauenmannschaft. Und wir sind quasi mit zehn angefangen, haben dann noch mit Jungs zusammen in einer Jungsliga gespielt, weil es noch so wenig Mädchen gab und sind dann immer weiter gewachsen und sind natürlich aus dieser Ursprungskraft, als Mannschaft für den Aufstieg für die Bundesliga immer weiter zusammengewachsen. Und dann kam irgendwann Leistung und dann kam irgendwann, wir kaufen andere Spieler und Spielerinnen ein und ab dann kam auch der Bruch. speaker-1: Okay, das heißt also, ihr hattet ein Gemeinschaftsgefühl, als ihr sozusagen im, ich sag's jetzt mal, bisschen so plump im stillen Kämmerlein noch gespielt habt für euch, aber als es dann professioneller wurde, dann war es nicht mehr so viel Bier. speaker-0: Dann war es Konkurrenz irgendwann. dann spielst du innerhalb der Mannschaft, dann kommen andere von außerhalb und zeigen sich dann auch mit ihren Fähigkeiten auf dem Platz. Und dann ist man hier in einem Probetraining und da kommt jemand aus der Umgebung, wo man dann auch weiß, das ist jetzt schon eine Stunde Anfahrt bis zum Training, jede Woche dreimal Training, da will jemand was zeigen. Und dann hast du natürlich irgendwann auch gerade als Trainer die Verantwortung speaker-1: der Mannschaft. speaker-0: genau hinzuschauen. Wann wirft man die Jugend ab? Wann sind sie nicht mehr gut genug? Und wann holt man von außen etwas rein, ⁓ seine Mannschaft besser zu machen? Und wo dazwischen findet der Team-Buildings-Prozess statt? Weil das haben viele Mannschaften. Das ist jetzt ein Beispiel. Und trotzdem findet das auch, das schon ganz viel im Jugendsport wirklich statt. Da wird richtig Jugendhandel betrieben. Hey, wenn du zu uns kommst, kriegst du deine Moped. Da kannst du einmal zum Training fahren. Dann fördern wir dich da durch. dann kauft man sich sportliche Leistung so gesehen ja auch schon ganz früh ein. speaker-1: Und die hat dann das Gemeinschaftsgefühl kaputt gemacht, in deiner Wahrnehmung. speaker-0: Die trägt einen Teil dazu bei, dass man eine Haltung formen muss zwischen Leistung und gemeinsames sportliches Erleben aus einer Kernmannschaft heraus. Weil die Frage ist nur, wie gehst du damit ⁓ speaker-1: Genau, darauf will ich, weil mir geht's ja quasi, ich will ja am Fußball und quasi an deiner Erfahrung dann gleich zu 3A kommen und in der 3H gibt's ja keinen Handel von, gut, gibt's Benotung, das könnte dann dieser Handel von Talenten sein. In einer Familie wiederum, wo wir sagen, nur weil du denselben Nachnamen trägst, bist du immer noch keine Gemeinschaft, weil ich möchte so bisschen rausarbeiten, aber was braucht es denn, damit es eine Mannschaft sein kann, gerade, und nicht nur eine Mannschaft, sondern ein Wir-Gefühl sein kann. Lass uns das nochmal an dem Beispiel der ersten prägenden Phase deiner Fußballkarriere machen, nämlich die Phase 10 bis 13 nenne ich das jetzt mal. Was war da, da wo Also was war da, von dem du glaubst, das hat viel zur Gemeinschaft beigetragen? speaker-0: Vor allem ein gemeinsames Ziel in die Leistung zu kommen. Bis man bei Leistung... speaker-1: Und dann kommt man da an und dann ist vorbei. Das ist ja blöd. speaker-0: gemeinsam Leistung und man will in der Jugendnationalmannschaft spielen, man möchte in der Landesauswahl spielen und bis dahin sind auch alle noch gut mitgekommen. Und dann spielst du plötzlich in der Landesauswahl und dann merkst du, ⁓ ich verliere gerade meine Freundin. Die war ja eigentlich immer an meiner Seite. Und jetzt ist ja genau das, was du, also was natürlich unter Leistungsdruck und Konkurrenz passiert, ist ja genau das, was im Klassenzimmer der 3B auch passiert. Wir schreiben eine der ersten Klassenarbeiten und die Kinder stellen teilweise die Schulranzen auf, dass sie nicht voneinander abschreiben. Also ist das jetzt wir helfen einander oder ist das eher ich bin der Bessere als du, weil ich habe sicherlich am Ende noch vielleicht den Punkt mehr. speaker-1: Ich ist das Abwehren eigener Sanktionen, weil in dem Moment, wo ich quasi den Tonnister da hinstelle, kann mir auch niemand unterstellen, dass ich abgeguckt habe. Das könnte auch ein Punkt sein. speaker-0: So kann man es auch betrachten. Teilweise wird es aber ja auch eingefordert. Und da ist ja die Frage, forme ich jetzt das Team oder möchte ich die individuelle Leistung abrufbar machen können? Und wenn man individuelle Leistung abrufen möchte, gerade auch in der Verbindung von Schulnoten, dann ist ja die Frage, wie forme ich und präge ich die Haltung und die Handlungskompetenzen der Kinder, dass das jeder kann etwas leisten und schaffen? Aber jeder kann etwas und jeder hat eine gewisse Fähigkeit, eine gewisse Fertigkeit. Nicht jeder wird immer gut sein. Du bist natürlich auch, wenn du Teil einer Mannschaft bist, gibt es diesen tollen Spruch, dass man sagt, heißt nicht, toll ein anderer macht es oder toll ein anderer macht es, sondern Team heißt Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft zu sein. Und wenn du Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft bist, ist es in einer Klassengemeinschaft, Wenn jemand mal eine schlechte Note schreibt, die Frage, wie helfen wir einander? Welche Helferkompetenzen entwickeln wir? Wie können wir zusammenrücken, ⁓ uns gegenseitig Dinge zu erklären? Wie kann man diese Fähigkeiten noch weiter auch ausbilden, dass die dann auch in einer Klassengemeinschaft einziehen dürfen, können, vielleicht sogar auch sollten für die wichtige Zukunftskompetenz, die wir ja auch brauchen. speaker-1: wie machen wir speaker-0: Und das hatte man natürlich in dieser Phase 10 bis 13. Wir helfen einander. Wir stehen noch auf dem Platz. Ich helfe dir nochmal beim Freistoßtraining, weil ich kann das gut. Ich zeige dir nochmal, wie ist meine Schusshaltung. Lass uns nochmal vorher zum Training fahren und nochmal 15 Minuten vorher den Ball hochhalten. Lass uns nochmal gemeinsam da zeigen. Wir können was zusammen schaffen. Und dann auf einmal kommt Konkurrenz und mit dem Konkurrenzgedanke und dem Konkurrieren untereinander und dem nicht Auflösen von Konflikten und Dingen, die da stattfinden. Es ist ja plötzlich alles im Raum, wenn es ⁓ Leistung geht. Neid, Wut, du hast dich angestrengt, du bist deinen Weg gegangen, du hast alles gegeben und dann spielt trotzdem der andere Spieler. speaker-1: Ich glaube, was ihr dann ja aber hatte zu der Zeit, ein Feindbild, den jungen Fußball. Da musste man sich durchsetzen. Ihr hattet ein weiteres Feindbild, die anderen Mannschaften. Und ihr hattet ein Ziel, wir wollen Leistung bringen. Und damit seid ihr natürlich als Einzelindividuen zusammengeschweißt worden in dem Kampf gegen etwas anderes und in dem Kampf für etwas. Aber Konkurrenz war ja so gesehen auch da schon da. Ihr hattet ja die Konkurrenz zu anderen Mannschaften. Ihr seid ja nicht in einem luftleeren Raum gewesen. Ihr hattet zwar keine Konkurrenz so stark untereinander, weil ihr damals noch die Konkurrenz gegen den übermächtigen Männerfußball und gegen die anderen Mannschaften, die vielleicht besser waren als ihr hattet. Das würde ja übertragen auf eine Klasse sein. Das heißt übrigens nicht, dass ich das als Empfehlung ausspreche. Wir philosophieren ja gerade erst mal nur. Das würde ja bedeuten auf eine Klasse übertragen. Wir müssten eigentlich die anderen Klassen zu unserem Feindbild machen. Welche ist die beste Klasse? müssten uns an Leistungen bemessen lassen. Nur die beste Klasse schafft es. Dann würden wir in diesem Bild, ⁓ in dem Bild zu bleiben, eine gute Klassengemeinschaft erzeugen, hätten natürlich eine miserable Schulgemeinschaft. Und jetzt ist ja die Frage, gab es eine Liga-Gemeinschaft? Die Liga-Gemeinschaft wäre dann das Pon-Don zur Schulgemeinschaft. Oder kann es keine Liga-Gemeinschaft geben, weil es nun mal konkurrierende Vereine sind? speaker-0: Es gibt ein Fair Play. hast du bei jedem Wettkampf. Das hast du ja bei einem Boxkampf und überall auch hinterher. Kannst du anerkennen, warum du verloren hast oder warum du gewonnen hast. Du gehst in die Reflektion. Du weißt, was du verbessern kannst für dich. Und so würde mit dem Ansatz, was du da gerade formuliert hast, natürlich auch der Wettkampfgedanke und das sich Wettkämpfen nochmal ganz anders zum Ausdruck kommen. Denn Menschen und Kinder Und wir in unserer Anlage, unserer Natur wollen uns vergleichen und wollen wettkämpfen. Wie man, wenn man in die Geschichte zurückguckt, es war schon immer so, dass Menschen gegenseitig ihre Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen ausspielen. speaker-1: Bevor es mit dem Podcast weitergeht, eine kurze Information in eigener Sache. Denn ich freue mich gerade riesig auf das, was wir zurückbringen. Das ist etwas, was wir vor Jahren schon mal gemacht haben und worauf uns heute immer noch viele Menschen ansprechen. Am 3. Oktober veranstalten wir in der Westpress Arena in Hamm wieder unser Eltern-Kind-Event. Ein Tag für Familien, ein Tag für starke Kinder und ein Tag voller gemeinsamer Erlebnisse. Gemeinsam mit Jana werde ich auf der Bühne stehen und mit den Kindern an verschiedensten Themen arbeiten. Beispielsweise, wie gehe ich mit Beleidigung ⁓ Wie setze ich Grenzen? Wie gehe ich mit meinen Gefühlen ⁓ und wie schaffe ich es auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben? wie kann ich das bewältigen? Gleichzeitig bekommen Eltern jede Menge Impulse, wie sie ihre Kinder auf diesem Weg begleiten können. Und dazu gibt es noch Musik, Bewegung, Show, Mitmachaktion und ganz viel besondere Momente. Begleitet werden wir beispielsweise von Carlys Glücksfunk und Music Mule. Und zum Abschluss feiern wir gemeinsam ein großes Konzert mit ZENTA. Wenn du deinem Kind also einen Tag schenken möchtest, der stärken Mut macht und euch als Familie verbindet, dann schau unbedingt vorbei. Alle Informationen und Tickets findest du auf unserer Webseite. Vielleicht sehen wir uns also am 3. Oktober in Harmen. Jana und ich würden uns riesig freuen. Alle Infos findest du auf event.starkfuerkinder mit, starkfuerkinder mit de, starkfuerkinder.de mit ue geschrieben. So, und jetzt geht's weiter im Podcast. speaker-0: ihre Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen ausspielen. Die Frage ist, unter welcher Aufklärung und mit welcher Zielperspektive findet das statt? Weil wenn du eine Schule, auch eine Schule gestaltet, Wettkampfspiele, wenn zum Beispiel ein Fußballturnier ist, spielen auch alle Klassen gegeneinander. Und dann passiert das auch. Nur jetzt gerade haben wir auch wieder eine Schule begleitet, waren dann die, die haben Fußball auch als Turnier gespielt, das ist total eskaliert. Weil es ⁓ wir wollen die Besten sein, wenn man das ist, es, also es braucht sehr viel Arbeit, ein Team aufzustellen, sehr viel Kernarbeit, sehr viele Gespräche. Du bist ja, also wenn wir das jetzt mal so ganz klassisch betrachten, dann gibt es den Trainer, der hatte früher auch ein autoritäres Bild, der kam auf den Platz, der hat gesagt, das machen wir, so läuft das, bum bum bum. Da hattest du als Mitspielerin keinen, da hattest du kein Mitspracherecht. Aber dann hat sich ja auch im Sport und auch im Fußballsport ganz viel verändert. Es gibt mittlerweile Coaches, die den Spielern zur Seite stehen. Es gibt mittlerweile Gespräche, wo man in Beziehung geht. Es gibt das Sommermärchen, wo man sich genau anschauen kann, was passiert speaker-1: Und das ist ja genau, und das, also, ähm, ähm, dann nochmal als Rückfrage, weil du hast gesagt, es war dann nicht mehr möglich, weil dann kam der Konkurrenzgedanke in die Mannschaft. Ich, ähm, jetzt hast du es selbst reingebracht. Ich hätte nämlich später gesagt, ich glaube nicht, dass das der einzige Grund ist, warum Gemeinschaften scheitern. Das wäre zu kurz gedacht. Das glaube ich auch nicht. Genau. speaker-0: Du hast mich gefragt, was es bei mir war. Weil da gab es keine Aufklärung, es gab diese Menschen noch nicht, es gab noch nicht den Raum dazwischen, es gab dann ein Abfertigen von Spielerinnen, die dann nicht mehr gut genug waren. speaker-1: Und da wiederum ja, verstehe ich, aber das gibt es auch trotzdem im Leistungssport immer und es gibt Mannschaften, die finden sich zusammen. Es wird immer aussortiert im Leistungssport. Es gibt immer jemand, der glaubt, er müsste spielen, aber sitzt auf der Bank und trotzdem gibt es Mannschaftsgefüge, die funktionieren und Mannschaftsgefüge, die nicht funktionieren. Deswegen glaube ich, es persönlich, also bis jetzt philosophieren wir ja noch, ich glaube persönlich nicht, dass es dieses Leistungsthema ist. was die Gemeinschaft prinzipiell, sorry, der Konkurrenzgedanke ist, der eine Mannschaft prinzipiell kaputt macht. Ich glaube daran, dass auch eine Schulklasse in rein theoretisch Konkurrenz stehen könnte und trotzdem als Gemeinschaft funktionieren kann. Weil sonst würde keine in sich konkurrierende Gruppe Gemeinschaft abbilden können. Aber das kann sie. Das konnte auch die Mannschaft beim Sommermärchen beispielsweise. Und es gibt ja auch andere Mannschaften, wo... Also das kennt man ja auch teilweise, dass Mannschaften sagen, in diesem Jahr waren wir keine Mannschaft und im nächsten Jahr sind sie plötzlich eine Mannschaft. Und da frage ich mich so bisschen, woran liegt's? Ist es dann immer der Trainer? speaker-0: Nein, es sind immer die Menschen, die die Menschen auf dem Feld und die Mannschaft begleiten. Es ist immer welche menschliche Kompetenz, welche pädagogische Haltung, welcher pädagogische Ansatz, welche Gespräche werden zu welcher Stelle, wie geführt. Und das ist ja in der Klassengemeinschaft genau das Gleiche. Und nochmal dahin zurück. Ich liebe Konkurrenz. speaker-1: Ja klar, das weiß ich. speaker-0: Wenn du bereit bist, Konkurrenz auch zu verstehen und bist du vor allem auch bereit irgendwann anzunehmen, wenn du nicht die Beste bist oder der Beste oder wenn du erkennst, einer spielt in meiner Mannschaft, der hat bessere Fähigkeiten als ich, der muss jetzt spielen. speaker-1: So, wie schafft man das? Weil ich möchte ja letztendlich jetzt so auch auf die Lösung kommen für Schulklassen, für Familien. was führt dazu, dass ich das kann? Was müsste ich dafür lernen? speaker-0: Ja, du musst Beziehungsarbeit leisten. Sinne von derjenige hat jetzt das Spiel und er hat die und die Fähigkeiten und ich setze den ein, weil. Wenn der Trainer aber nur sagt, ich setze den heute ein und du spielst nicht, obwohl du dich selber als besser empfindest und du kannst nicht in diesem Konflikt als Potenzial, sag mal, du kannst diesen Konflikt nicht als Potenzialumgebung sehen. Weil es ist ja ein Konflikt mit dir selber, du hast dich angestrengt und jetzt spielst du nicht, da kommt Enttäuschung auf, keine Frage. Dann spielt jemand anderes, der sich genauso angestrengt hat, der aber vielleicht sagt, ⁓ Gott, ich bin noch gar nicht so weit, der braucht vielleicht noch ganz andere Unterstützung. Und dann fühlt er sich auch noch, weil du sonst immer gespielt hast und du hattest die Position, fühlt er sich jetzt auch noch so, dass er dir den Platz wegnimmt, dann kommt der wieder unter Druck. Und jetzt ja nur die Frage, wie begleitet man die beiden und wie führt man die zusammen, dass man... miteinander wächst. Dass man sagt, diese Fähigkeit von diesem Spieler ist jetzt für dieses Spiel gebraucht. Ich brauch den hier auf der Fläche. Und untereinander könnt ihr aber super viel voneinander lernen, weil der eine hat das und der andere hat das in seiner Spielfähigkeit. Und wenn das jetzt gegenseitig trainiert wird, dann entscheide ich wieder neu. Aber ihr dürft jetzt diese Positionen formen zusammen. speaker-1: Okay, was das würde bedeuten? Die These ist, liegt an der, muss, Gemeinschaft muss geführt werden. Begleitet werden. speaker-0: Gemeinschaften muss begleitet. Es ist ja eine geführte Begleitung, ist eine Führungskompetenz und eine Handlungskompetenz. Aber damit meine ich nicht autoritär geführt, so für mich, sondern das muss eine Führung sein, die wirklich in der Ebene-Gruppen-Kontext auch gut arbeiten und denken kann. speaker-1: muss sie geführt werden. Das heißt aber für dich ist Gemeinschaft, liegt dann immer nur an der entsprechenden nicht autoritären, aber trotzdem schon begleitenden Führung. speaker-0: Sowohl als auch. Ich glaube, ist ein Wechselspiel zwischen. Nur das eine und nur das andere ist auch schwierig. speaker-1: Ich würde noch reinbringen, ich gehe mit allem mit und darüber hinaus halte ich es nicht für möglich eine Gemeinschaft zu formen, wenn jemand führend begleitet. Ich glaube, das ist zum Scheitern verurteilt, wenn die Teilnehmenden der Gemeinschaft nicht bereit sind. Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zum Wohle der Gemeinschaft hinten anzustellen. genau. Weil der Spieler an sich zum Beispiel, der jetzt nicht aufgestellt wird, ja, der könnte ein Konfliktpotenzial sehen oder du hast es genannt, gibt es einen Potentialraum für den Konflikt. Ich weiß nicht mehr genau, dass den Wort laut. Ja, vielleicht gibt es aber auch gar keinen Konflikt, sondern ich lass einfach mal zu, ich bin nicht aufgestellt. Und vielleicht muss ich das gar nicht zu einem Konflikt werden lassen, weder in mir noch mit dem anderen Spieler, sondern einfach akzeptieren. Für die Sache spiele ich nicht. speaker-0: Auch das darf man dann aber lernen. Ja, ja, genau. Es ist nicht sofort gegeben. Also ich habe das genauso gelernt und irgendwann auch super annehmen können und dann für mich auch sehr früh den Wechsel auch erkennen können. Dann trainiere ich lieber andere, weil ich bin eben an diesen Fähigkeiten gewachsen. speaker-1: Okay, lass uns kurz in der Gemeinschaft bleiben. Jetzt können wir es ja einmal wirklich reinzoomen in ein Klassenzimmer, in einen Trainingsraum, in eine eigene, sagen wir mal, eröffnet eine Lebenskompetenzschule, hat ganz viele verschiedene Gruppen, die alle irgendwie zu einer Gemeinschaft werden sollen. kann als, nehmen wir mal jetzt die Lehrkraft einmal oder die Pädagogin in der Kita, ich kann meinen Teil leisten, indem ich klare Begleitung liefere. Das würde ja aber bedeuten, muss klar machen, welche Werte, Rahmenbedingungen, Normen wollen wir leben in der Gemeinschaft. Die muss ja irgendwann mal besprochen worden sein. Am besten demokratisch. Aber jemand muss den demokratischen Prozess ja anleiten. Das heißt, alles andere wäre wahrscheinlich eher anarchisch. Dann würde sich so komplett aus sich selbst entwickeln und dann entsteht halt etwas und das wird dann zum Konsens der Gemeinschaft, keine Ahnung. Aber demokratisch betrachtet muss ja irgendjemand sozusagen den demokratischen Prozess anleiten. So, dann haben wir Werte, Normen, Rituale. An die müssen wir uns halten. Dann gibt es ja aber noch das Individuum in der Gemeinschaft. Und ich sehe schon ... Und das höre ich manchmal von Eltern. Auch von Teilen der Community. Wenn wir jetzt mal wirklich so Lehrkräfte nehmen. Ja, dann müssten die Lehrer die Gemeinschaft halt besser formen. Wo ich sage, jein. Denn das Individuum an sich ist immer noch das Individuum an sich. Und es gibt Menschen, die lassen sich ganz schwer nur ... in Anführungsstrichen, führen. Weil sie glauben, dass ihr es wichtiger ist als deins. Und das wird immer zu einem Bruch in einer Gemeinschaft führen. Weil es gibt in einer Gemeinschaft nicht ein, meinst du es immer wichtiger als deins. Das muss immer wieder austariert werden. Und an manchen Stellen, gerade wenn es jetzt im Fußball ist, es, finde ich, leichter als im Klassenraum. Da hat der Trainer im Schlussendlichen das Sagen und muss ja auch schlussendlich den Kopf hinhalten, wenn es nicht gut läuft. So, am Ende ... kann man natürlich sagen, die Mannschaft war es, aber eigentlich stellen sich die Trainer schon hin und sagen, hey, wenn du wirklich falsch aufgestellt hast, da habe ich heute eine schlechte Entscheidung getroffen. Das bedeutet ja aber, dass ein Name und wir sind die 3B oder wir sind der HSV St. Pauli oder Borussia Dortmund, damit der Verein auch nochmal Platz findet in diesem Podcast, kann ja per se gar nicht zu einer Gemeinschaft führen und ich glaube, Es gibt folgende Missannahme. Nur weil wir zusammengefärcht wurden sozusagen als 3B oder zusammengeführt wurden, nur weil wir zusammengekommen sind als Familie, heißt das noch lange nicht, dass wir in Gemeinschaft sind. Dafür müssen alle was tun. Und dafür muss man irgendwann auch bereit sein, anzuerkennen, aber wer ist denn so ein bisschen so Leader of the Gang? Ich glaube, es braucht einen Leader of the Gang an vielen Stellen, weil ... Du brauchst etwas, woran du dich orientieren kannst. Das ist im Fußball der Trainer, das ist in der Schule die Lehrkraft, das ist in der Kita die Erzieherin. Wenn wir uns als Gesellschaft aber dahin entwickeln zu sagen, jegliche Form von Führung, in Anführungsstrichen, Führung, ich wähle kein besseres Wort, von Guidance, von Begleitung lehnen wir ab, weil sie autoritär ist, dann ja, wie wollen wir da Gemeinschaften formen? speaker-0: in wir einen demokratischen Prozess gehen und uns Team aufstellen. Ja, da darf man ja erst mal da ankommen, dass der überhaupt mal Platz findet. Denn am Ende ist er... speaker-1: Genau, aber dem muss ja jemand ein Stück weit leiten. Aber mach das konkret, was meinst du damit? Dass der Platz findet? speaker-0: jetzt Gemeinschaft, Einblick in die gesellschaftliche Situation. Wir haben ja viele Menschen ⁓ uns herum, die uns sagen, was ist da eigentlich gerade los? Zum Beispiel in einem pädagogischen Umfeld von einer Institution Kindergarten. Da ist ganz viel Streit unter den Kollegen, Stress, Anstrengung. Wer macht was? Wieso hat der die Spülmaschine nicht ausgeräumt? Was ist denn jetzt hier schon wieder los? Wieso muss ich jetzt doch die Frühschicht machen? Ich habe mich doch für die Spätschicht eingetragen. Ich verstehe das nicht. Die Eltern sind so anstrengend. ist ja erstmal müsste man jetzt stoppen, Teamprozess machen, Teambuildingsprozesse aufsetzen, dass Team zusammenrücken kann, dass das Team zusammenrücken kann, ⁓ dann auch zusammenarbeiten zu können. Und dann würde man sich wieder ins Außen begeben. Also erstmal in den Teamprozess und dann ins Außen. Das haben wir so gesehen, gibt es externe Dienstleister, die dann sowas machen und reinkommen und dann auch ein Team aufstellen. Aber intern speaker-1: Wer leitet den Teamprozess? Genau. speaker-0: ist das eine hochkomplexe Aufgabe. speaker-1: Aber wer leitet ihn? Weil ich weiß, was du meinst. Nur die Frage ist ja, ich glaube, wir müssen, es ist jetzt auch wieder nur eine philosophische Folge, ja. Aber ich glaube, wir müssen mal wieder anfangen zu akzeptieren, braucht es irgendwen, der ... du sagst, ist ein Gitter-Team und dann muss ein Team gebildet werden. Ein Team, an sich bringt nichts, wenn niemand vorweggeht oder es führt. Ja. Weil, okay, dann sind wir jetzt ein Team, wir mögen uns irgendwie alle, wir committen uns irgendwie alle und dann werden wir ja trotzdem in einer Kita, das kennt jeder, der in einer Kita arbeitet, zwischendurch betriebsblind. Es braucht ja diese eine Person, die dann sagt, es ist ja toll, dass ihr in eurer Gruppe das so und so gestaltet, aber das Leitbild unserer Kita, welches ich federführend mit euch demokratisch entwickelt habe, gibt etwas anderes vor. Und dann sagen ja manche Pädagogen, ja, das finde ich total, was soll das denn jetzt? Das ist ja total autonomieverletzend hier gegenüber mir. Also ich kann nicht mitgehen, was im Leitbild steht. Und anstatt dann zu sagen, dann kündige ich und gehe dahin, wo ein Leitbild ist, was meinem entspricht, zerstöre ich von innen die Gemeinschaft, die sich dem Leitbild committet und bin der faule Apfel im Team. Und das, empfinde ich so, ist mittlerweile eine Aussage geworden, die nicht jeder akzeptieren kann. Weil, aber was ist denn mit mir? Ja, mit dir ist ganz einfach. Kündige und geh dahin, ein Leitbild da ist, wo du dich entfalten kannst. Du willst in einer Kita arbeiten, die komplett frei ist? Ja, cool, aber du bist halt in einer Kita angestellt, in der ihr nicht frei arbeitet. Jetzt kannst du probieren, demokratisch etwas zu verändern, aber wenn nun mal der Großteil deines Teams, inklusive der Führungsperson sagt, this is the way to go, dann ist es nicht deine Aufgabe, es von innen zu zerstören, weil du glaubst, du bist wichtiger, sondern es ist deine Aufgabe, zu gehen. So, und jetzt wird es ja wieder spannend, aber das kannst du ja in einer Klasse nicht als Kind. Und ich finde, ist etwas, was ganz viele Erwachsene übersehen. Als Erwachsene hast du rein theoretisch, wenn du die Konsequenzen ertragen möchtest, die Chance zu gehen. speaker-0: dich umzuorientieren. speaker-1: Und das hast du als Kind einfach nicht. Du bist da in dieser Klasse. Jetzt musst du dich drauf verlassen, dass deine Eltern vielleicht erkennen, dass das nicht dein Ort ist. Dann müssen die den Schulwechsel forcieren, das ist gar nicht so leicht. Gegebenenfalls musst du umziehen, einfach nur ⁓ was Neues zu kriegen. Und da mal zu verstehen, wir schmeißen Kinder in eine Gemeinschaft, die teilweise nicht sauber geführt wird, die teilweise in einem System ist, was nicht dem Kindeswohl entspricht. Und Innerhalb dieses Systems wünschen wir uns als Erwachsene, dass die eine Gemeinschaft sind, während sie aber gar nicht die Chance haben, wenn wirklich alles gegen sie läuft, zu gehen, wie es Erwachsene können. Du kannst deine Familie verlassen. Worst case, trenne dich von deiner Familie. So what? Passiert. Viele Menschen haben ihre Familie verlassen. In deinem Freundeskreis läuft es nicht. Ja, anyways, wechsel den Freundeskreis. In deinem Job ist alles doof. Du musst dich zerstören. Geh. Geh! Geh doch woanders hin. Und was macht ein Kind? Das hängt da drin fest. Und das ist mir wirklich einmal sehr wichtig zu sagen, weil ich glaube, tiefe Verständnis und diese tiefe Erkenntnis, was das für Kinder bedeutet, die können nicht weg. könnten nicht weg. speaker-0: Und sie werden trotzdem geprägt in dieser Umgebung. speaker-1: ... werden da geprägt. da auch zu verstehen, umso wichtiger ist es da, dass wir extremst kompetente Führungspersonen haben. Ich glaube, das ist nirgendwo so wichtig. Ich mich jetzt hier als Chef in diesem Unternehmen benehmen, sodass man als Nico oder Jana als Mitarbeiterin sagt, finde ich doof. Ja gut, dann musst du halt gehen. Okay, du bist erwachsen. Du kannst dich einfach kündigen als Beispiel. Aber was wäre es, wenn ihr Kinder wärt und ich hätte aber die Kompetenz, euch als Gemeinschaft zu führen? Dann haben wir ein großes Problem. Und deswegen glaube ich, es so, wichtig. Denn ich glaube, du hast in großen Teilen genau recht. Der Fisch stinkt vom Kopf vorher. Das ist einfach so. Und da möchte ich jeden zu aufrufen, ob als Elternteil oder als Lehrkraft oder als Pädagogin oder Pädagoge. Ich weiß, dass ich immer so hohe Ansprüche an uns als Erwachsene habe. Und man kann immer sagen, die Erwachsene auch letztens wieder unter einem Reel, Daniel, wenn du wüsstest, wie es ist in deiner Schule zu arbeiten. Es ist überhaupt nicht das Thema. Mein Thema ist nicht, ist es anstrengend in der Schule zu arbeiten. Mein Thema ist, Verantwortung ist, du hast Kinder, die nicht wegkommen. speaker-0: Da sprichst du aber noch ein ganz wichtiges Wort an Verantwortung und Verantwortung und Mut ist in der direkten Verbindung mit Führung ja ganz wichtig, denn wenn du Führungskompetenzen hast, heißt das noch lange nicht, dass du genügend Erfahrung hast in einer Gruppengemeinschaft auch mit diesen sagen wir Kompetenzen und den ersten Erfahrungen, die man dann abbildet, gleich eine sehr gute Führungskraft zu sein. Eine Führungskraft wächst mit den Aufgaben, wächst mit jedem neuen Mitspieler im Team. Und wenn man das alles mal auf die Funktion Lehrkraft, pädagogische Mitarbeiterin oder all das ja auch überträgt, was man teilweise in seinem eigenen Jobprofil hat von Führung, managen und gleichzeitig aber auch den den gesamten Apparat steuern, dann braucht es Erstmal, und das ist ganz wichtig an dieser Stelle zu betonen, es braucht erst mal eine grundsätzliche wie, es ist ein bisschen wie ein Assessment dann auch, wer ist überhaupt der Mensch, der bereit ist, Führung zu steuern und dann auch für sich zu sagen, ich übernehme die Verantwortung. Und somit übernehme ich auch die Verantwortung und habe den Mut, mit allen Emotionen, die auf diesem Weg auf mich zukommen, von den Kindern, von der Gruppe, von den Menschen, die ich begleite. arbeiten zu können, ⁓ immer wieder die Gemeinschaft einzustellen. Und dann ist es genau das, was wir im Kern herausgearbeitet haben in der Zusammenfassung. Es kommt am Ende immer auf den Menschen mit seinen Kompetenzen an. er beziehungsorientiert denken und gleichzeitig ab und an auch autoritär einfach mal die Grenze setzen und sagen, ich verstehe das, dass du jetzt wütend bist, aber du darfst jetzt auch daran wachsen. Weil wenn du dich in ein leistungsorientiertes Feld wie Fußballsport, Nationalmannschaft begibst, wirst du auch mal nicht spielen. speaker-1: Genau, du wirst halt in einer Klasse auch mal nicht ... kommen. ... kommen oder du musst halt mal leise sein oder du musst halt auch mal aushalten, dass jemand anderes laut ist. Und das ist etwas, ich, wo ich finde, da sind wir als als Führungsperson gefordert. Und, und das ist mir auch wieder wichtig, es ist unfassbar schwer, das hinzubekommen in einer Gruppe von Kindern. Weil noch mal ... Im Zweifel bei Erwachsenen sagst du, ist das hier noch der Ort, dem du dich wohlfühlst? Nein? Okay, so what. Und gleichzeitig müssen wir aber auch bei den Kindern wieder anfangen. Das ist auch ganz wichtig. Bei den Kindern, weil das ist auch ganz entscheidend, die Kinder dürfen auch, finde ich, an einigen Stellen wieder mehr, und das hast du gerade mit Autorität, bezeichne ich würde es autoritativ nennen, gar nicht so ganz autoritär, sondern autoritativ, eine gute Mischung aus Freiraum und Grenzen. Auch wieder lernen, für das gute Fortbestehen von Gemeinschaft brauche ich diese eine oder zwei oder drei Führungspersönlichkeiten, denen ich vertraue. Aber wenn ich die habe, dann bin auch ein Stück weit ich als Individuen gefragt, zu akzeptieren und mich an einigen Stellen anzupassen. Ich kann natürlich jetzt nicht wissen, wie das da bei dieser Elfhelden-Mannschaft 1994 war, was die Beweggründe waren, warum die nicht zusammengekommen sind. Vielleicht unterschiedliche Vorstellungen, vielleicht unterschiedliche... Das müsste ja dann auch noch damals relativ... Also es war ja dann noch ein zusammengeführtes Deutschland. Ich nehme an, einige Spieler kamen aus Ost, einige aus Westdeutschland. könnte ich mir so vorstellen. Zu komplett unterschiedliche Prägungen sind da wahrscheinlich auch zusammengekommen in dieser Zeit, das vielleicht auch einfach ist aufgrund diesen Dingen oder diesen Punkten nicht funktioniert hat. Aber auch hier, wenn wir ein gemeinsames Ziel hätten, in dem Fall die WM, dann ist es ja nicht nur die Führung, die ist wichtig. Aber gleichzeitig auch jedes Individuum an sich zu gucken, kann ich aus meinen Prägungen, Wünschen, Bedürfnissen, Vorstellungen aussteigen zum Wohle der Gemeinschaft. Und ich glaube daran, mit Blick auf die Zeit, dass das etwas ist, was wir einfach mal wieder hinterfragen dürfen, sind wir, und ich meine wirklich wir, du, ich und jeder der zuhört überhaupt noch bereit, uns selber auch mal hinten anzustellen für die Gemeinschaft. Sind wir das noch? Weil, wenn wir es nicht sind, dann finde ich es immer ganz spannend, dass wir das von Kindern verlangen, die nicht weg können. speaker-0: fühle ich mich zugehörig ist auch die Frage. Weil man kann das auf der einen Seite verlangen, aber wenn die Zugehörigkeit gar nicht gegeben ist, man die nicht erkennen kann, dann stellt man sich auch die Frage, für was? Also fühle ich mich zugehörig, fühle ich mich gehört, fühle ich mich wahrgenommen, fühle ich mich auch in diesen Teil der Gemeinschaft einbezogen? Weil dann kommt man an den Satz Teil einer außergewöhnlichen Mannschaft zu sein. Und die Mannschaft ist natürlich am Ende auch eine Gesellschaft, die zusammen spielt. Und ⁓ das nochmal einmal auch mit dem Klassenkontext abzuschließen, da ist eine ganz wichtige Schlüsselqualifikation auch einfach die Bewegung, die Sportspiele, die Regeln, die man einführt, das Miteinanderwachsen, das Wettkämpfen, das Lernen zu verlieren, sich auf die Fähigkeiten zu fokussieren, zu konzentrieren. Und es bräuchte natürlich und es gibt schon Schulen, die ja auch den Ansatz haben. Es mag die Gemeinschaft formen, aber die Gemeinschaft ist ein immer in sich laufender Part. Immer wieder gibt es Konflikte, immer wieder gibt es etwas, was innerhalb einer Klassengemeinschaft Und damit ich mich in dieser Gemeinschaft wohlfühle, brauche ich eigentlich Leaderfunktion, Rollen, Menschen, Helfer und eben auch Menschen innerhalb des Systems Schule, wo man sagt, die begleiten das. Dass das nicht nur bei der Lehrkraft hängt und auch alles da ist, sondern es braucht mindestens in jeder Klasse, meiner Meinung nach zwei, drei Erwachsene, die genau das begleiten. speaker-1: Dafür brauchen wir Geld wieder im Bereich Bildungssektor, mehr Personal etc. Fußballmannschaften haben unterschiedliche Spielstile, nenne ich das jetzt mal. Wir haben defensiv arbeitende Mannschaften, die für die Hörerinnen und Hörer, die nicht so viel Fußballinteresse haben, sozusagen die spielen, so, dass sie das Tor verteidigen, also nicht so viele Tore reinbekommen. Und dann gibt es aber auch Mannschaften, die spielen sehr stark auf Angriff. Die wollen halt viele Tore schießen und dann gibt es innerhalb dieser Spielstile noch verschiedene Varianten wie extremes Gegenpressing und so weiter. Und jetzt Analogie. Wenn ich in eine Mannschaft komme, in der die Führungsperson sagt, wir sind die, die gegenpressen und spielen extrem auf Angriff oder schnelles Umschaltspiel und ich finde den Spielstil beschissen, dann muss ich meinen Profi-Vertrag Entweder beenden oder damit klarkommen. Und deswegen finde ich es im Fußballsport völlig legitim, dass eine Führungsperson recht autoritär auch einfach sagt, ich bin Pep, Guardiola, ich spiele Tiki-Taka, ich bin Jürgen Klopp, ich spiele Gegenpressing. Und wenn du jetzt in der Mannschaft bist, du wirst horrend dafür bezahlt, komm klar. Oder geh. Schulklasse. Eine Schulklasse muss aus meiner Sicht viel demokratischer geführt werden. Aber Schulklassen werden teilweise, nicht nur Schulklassen, auch Kita-Gruppen, Familien, Wohngruppen, you name it, wo Kinder sind, werden teilweise geführt wie Fußballmannschaften, eine Führungsperson gibt vor, was ist unser Spielstil. Ich mach's mit einem Beispiel in einer Schulklasse. Die Schulklasse wird von einer Lehrkraft geführt, die eher ruhigere Klassen mag, die selber ruhiger ist und somit sagt, wir spielen hier defensiv. Ruhig. Jetzt müssen sich alle Kinder an diesen Spielstil anpassen. Das ist aber Autorität. Nur das Problem ist, die Kinder sind weder horrend dafür entlohnt, noch können sie kündigen. So darf ich eine Klasse nicht führen. Ich muss die Klasse demokratischer führen. Und wenn ich zum Beispiel weiß, die Hälfte der Klasse ist eher bewegungsfreudig und die Hälfte ist ruhig, dann kann ich ja nicht sagen, die eine Hälfte ist mir egal, ich führe meine Klasse defensiv. Ich muss jetzt als Führungsperson in der Lage zu sein, Angriff und Defensiv zu hinzukriegen. Ich muss die bewegt Leute abholen. Angriff, Pressing. Und ich muss die ruhigen abholen. Ruhig, defensiv, zurückgezogen. Wenn ich aber selber glaube, mein Spielziel, weil ich bin ja hier die Führungsperson, ist der richtige, wird das einem Kontext wie Schule nicht gerecht. Das wird meinetwegen dem Unternehmen gerecht. Ich könnte hier mich hinstellen und sagen, ich will das so, weil jeder meiner Mitarbeiter kann gehen, wenn er das nicht will. Kein Kind kann gehen, wenn das nicht will. Das heißt, Firma, ein Fußballverein kann viel autoritärer geführt werden, meiner Meinung nach, als eine Schule, eine Kita oder eine Familie, weil die Kinder nicht weg können. deswegen ist auch der... Das dürfen wir als Gesellschaft nicht übersehen, was Schule, also Lehrer, Erzieher und Eltern überhaupt leisten müssen. Nur in meiner Wahrnehmung ist das die Aufgabe von Lehrern, Eltern. und von Erzieherinnen und Erziehern genau das hinzubekommen. Und dafür müssen wir unseren Führungsstil anpassen und Demokratieförderung nicht nur in unseren politischen Programmen, nicht nur in unseren Fördermitteln, nicht nur in unseren Leitbildern verankern, sondern als Führungsperson in der Lage sein, sie zu leben. Und das bedeutet häufig, dass wir den Unterricht vielleicht nicht nur so gestalten, wie wir ihn für richtig halten. sondern so, wie er für die Gemeinschaft richtig wäre. Und dafür müssten wir im Austausch mit unseren Schülerinnen und Schülern und mit den Kindern sein. Und ich habe manchmal das Gefühl, dieser Austausch findet nicht statt, weil wir Klassen führen wie Unternehmen oder Fußballvereine. Aber das ist ein komplett anderer Kontext. Und zum Wohle der Kinder dürfen wir es eigentlich so nicht machen. Das ist meine Meinung. speaker-0: Schöne Meinung. Geh ich mit. speaker-1: Vielen Dank für das Gespräch, Jana. Ein bisschen länger als ich vorhatte. Wir haben gesagt 30 Minuten, jetzt wir bei 41 Minuten. Ich hoffe, wir haben dich trotzdem abholen können. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, teile ihn mit allen Menschen in deinem Umfeld. Und wenn du sagst, boah, ich möchte Menschen in meine Schule, in meine Kita, in meiner Wohngegend sozusagen holen, die als Trainerin oder Trainer mein Kind stärken. die meinen Kind Lebenskompetenzen vermitteln, Resilienzförderung betreiben, Mobbingprävention, die vielleicht aber auch eins zu eins mit meiner Familie arbeiten, die vielleicht sogar eine pädagogische Fortbildung, eine Schilf in unserer Schule durchführen, dann findest du diese Anbieterinnen und Anbieter auf stark-für-kinder.de mit UE geschrieben. Dort findest du eine Postleitzahlensuche, die kannst du einfach eingeben und dann findest du Anbieterinnen und Anbieter in deiner Nähe. Du findest Menschen, die dein Kind, deine Schule und deine Familie stärken können. starkfuerkinder.de ist die Adresse deines Vertrauens. Vielen Dank Jana, bis zur nächsten Folge. speaker-0: Vielen Dank. Tschüssi. speaker-1: Dir hat das Video gefallen und du merkst, dass Kinderstärken etwas wertvolles ist, dann schau doch mal auf starkfuerkinder.de vorbei. Dort findest du Anbieterinnen und Anbieter, die Kinder stärken. Im Bereich Konfliktlösung, im Bereich Mobbingprävention, im Bereich Selbstbeoptung, im Bereich soziale Kompetenzen, im Bereich Lebenskompetenzen. Bereit für alles, was das Leben deinem Kind bietet. Auf starkfuerkinder.de. Einfach Postleitzahl eingeben und die passende Anbieterin oder den passenden Anbieter. in deiner Gegend finden. Wenn dir das Video gefallen hat, abonnier den Kanal und aktiviere die Glocke. Hier werden dir auch weitere Videos angezeigt. Stöber einfach mal. Apropos stöbern, auf starkfueckinder.de gibt es außerdem einen Elternratgeber. Auch da kannst du dir wunderbare Artikel durchlesen, die dafür sorgen, dass dein Kind gestärkt ist. Viel Spaß!