speaker-0: Wirklich alle Kinder hassen dich? Komm, lass doch mal da drüben. speaker-1: Wenn wir uns als Eltern wünschen, dass unsere Kinder von allen gemocht werden, scheitern wir schon beim Start, weil das können wir nicht erreichen. speaker-0: an der Wahrnehmung zu arbeiten, dass man sagt, wo kommt überhaupt dieser Glaubenssatz her? speaker-1: Das Problem ist allerdings, dass häufig Mobbing durch Eltern größer wird. speaker-0: weil ich würde erstmal Humor für mich selbst da reinbringen, dass ich gar nicht in diese Schwere verfalle. speaker-1: Alle hassen mich. Wenn ein Kind mit diesem Satz nach Hause kommt, dann trifft das Eltern. Genauso stellt es Pädagoginnen oder Pädagogen, Lehrkräfte etc. vor. Herausforderung. Genau ⁓ diesen Satz geht es heute in dieser Solofolge bei Stark für Kinder. Aber erst mal herzlich willkommen Jana. speaker-0: Vielen Dank und herzlich willkommen da. speaker-1: Wir sprechen genau über eine Einsendung, die wir bekommen haben. Und die ist in diesem Fall von Stefanie. Das, was uns erreicht hat als Nachricht, ist folgende. Meine Tochter kommt manchmal nach Hause und sagt, alle hassen mich. Ich weiß nie, ob ich sie beruhigen soll, ob ich nachfragen soll oder ob ich doch mal mit den Lehrkräften ins Gespräch gehe. Sie geht in die dritte Klasse und ich habe nicht den Eindruck, dass sie Außenseiterin ist. Spannende Information, ich finde. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie Außenseiterin ist, aber sie sagt, dass sie gehasst wird. Da blutet einfach mein Mutterherz. Könnt ihr mir bitte helfen, was soll ich dazu sagen? Erstmal, Stephanie, vielen Dank, dass du uns das gefragt hast. Das zeigt ja erst mal, dass du sagst, boah, die beiden, was die sagen, gefällt mir. Ich glaube, die könnten mir helfen und deswegen, ja. gehen wir da doch sehr gerne in dieser Folge drauf ein. Jana, was ist das erste, was dir als Mama, du bist ja nicht nur Trainerin und Mentorin und Ausbilderin, sondern du bist ja letztendlich bist du Mama. Was macht der Satz mit dir? Oder diese Geschichte von Stephanie? speaker-0: Ich hab's mir grade vorgestellt, was passieren würde, eines meiner Kinder nach Hause kommen würde und würde das sagen. Ich hab auch einen Kandidaten zu Hause, der könnte das genauso über die Lippen zaubern. Und jetzt Spoiler, weil ich werd jetzt einmal ein bisschen ... Ich werd jetzt ein bisschen Humor da reinbringen einmal, weil ich ... würd's nicht laut sagen, aber meine Gedanken wären folgende. Ich spiel das jetzt vor, mein ... sag mal, eines meiner Kinder kommt nach Hause, sagt das. Ich würde noch keine Reaktion abgeben, erst mal hinhören. Denken würde ich aber in meinem Kopf, echt? Wie scheiße bist du denn den ganzen Tag, dass dich alle hassen? Also so wirklich als Gedankenblase da drüber. Weil ich würde erst mal Humor für mich selbst da reinbringen, dass ich gar nicht in diese Schwere verfalle. Und das würde ich auch wirklich gedanklich durchspielen. Sie denken, wie ... Heftig muss man sein, welches Verhalten muss man an den Tag legen? Was müsste da passieren, dass dich alle hassen? Also jetzt mal in der Vorstellung. Alle hassen dich. Was müsstest du täglich dafür tun, dass dich alle hassen? Wo müsstest du da ansetzen? Und dann ist natürlich die erste Frage, die ich meinem Kind zurückstellen würde. Ich würde sehr aufmerksam sein. Ich würde sehr genau hinhören. Ich würde meinem Kind in die Augen schauen und ich würde die Frage stellen. speaker-1: Hallo? speaker-0: In deiner Wahrnehmung wirklich alle Kinder hassen dich? Komm, lass doch mal darüber sprechen. Alle Kinder hassen dich. Was hast du denn heute erlebt? Wie war denn der Tag heute? Erzähl mir mal eine Sache, gut war und eine Sache, die nicht so gut war. Dann würde ich schon so langsam den Weg dahin aufbauen und sagen, gut, eine Sache, die gut war. Und es kann ja auch als Antwort kommen, es war gar nichts gut. Wirklich gar nichts, gar nichts. Ich will sagen, gar nichts. Das überhaupt nichts gut im ganzen Tag. Wie hat dir denn dein Brot geschmeckt? Gut. Und dann hätte ich ja schon mal wieder einen Ansatz. Okay, das Brot hat gut geschmeckt. Was hast du denn in dem Moment gemacht, als du das Brot gegessen hast? Ich habe mit meinem Freund auf der Bank gesessen. Mit deinem Freund. Da. Du hast ja schon mal einen Freund. Und was ist mit dem? Hast du mit dem auch gespielt? Ja, in der Pause. Und schon hast du ja Information. Und mit diesen Informationen würde ich arbeiten, überfragen. Ich würde Fragen stellen, ganz viele Fragen. Und es ist auch ein Moment, wo man für sich selber innehalten darf, als Mama oder als Papa, als Elternteil, weil der kann wehtun. Muss aber nicht. Alle Kinder hassen mich. Es ist wirklich einmal von der Vorstellung, geht das überhaupt? Könntest du dir ein Kind vorstellen? dass auf dem Schulhof ist und alle hassen dieses eine Kind. Das würde ich jetzt nicht mit meinem Kind teilen, aber das wäre eine Frage an dich. speaker-1: Ja, ich kann mir das vorstellen. Tatsächlich. Also definitiv. Ähm, weil ... es ja ein Gefühl der Prozess ist. Mhm. Das heißt, ich glaube nicht daran, dass es einen Menschen gibt, von allen gehasst wird. Das halte ich für ausgeschlossen. Ich glaube aber schon, dass es viele Kinder gibt, die das glauben. Und das Problem an Glauben ist ja, es ist ja dann wahr. Das ist ja die Tücke. Wenn ich glaube, dass etwas wahr ist, ist es ja wahr. Jetzt kann ich als Außenstehender rational sagen, ja, aber ist ja Quatsch. Und ich finde die Strategie, die du gesagt hast, auch total sinnvoll. Da würde ich gleich auch noch mal drauf eingehen, dass man das erst mal ein Stück weit abschwächt, weil worüber wir hier reden, eine Generalisierung, alle. Das bedeutet, diese Generalisierung gilt es erst mal aufzulösen. Weil es mag ja stimmen, dass dich manche hassen. Die Wahrheit ist existent. Das Problem, was ich ein bisschen sehe, in dieser Geschichte hat mehrere Ebenen. Einmal, dass die Mama selber gar nicht davon ausgeht, dass es wirklich so ist, weil sie keine Außenseiterin zu sein scheint. Gleichzeitig heißt es aber noch lange nicht nur, weil ich glaube, dass mein Kind keine Außenseiterin ist, dass das wirklich so ist, weil wir stecken häufig nicht drin, wir sind nicht den ganzen Tag dabei. Aber ⁓ deine Frage zu beantworten, ob ich glaube, dass es Menschen gibt, die von allen gehasst werden, objektiv betrachtet glaube ich das nicht, subjektiv betrachtet glaube ich, dass es für viele sich so anfühlt, ja. speaker-0: Und das ist wahr. speaker-1: Und dann ist es leider wahr für sie, ja. speaker-0: Also das ist auch echt in dem Moment. Ja. Es ist wahr und es ist echt. davon, also jetzt beginnt ja der Prozess. Das aber auch immer sofort, man muss kein Wort aussprechen und trotzdem ist schon etwas, also ist schon alles im Raum. Weil in dem Moment, wo das Kind kommt und das Kind sagt es und speaker-1: Genau, richtig. Jetzt beginnt das Herangehen. Absolut. speaker-0: Du selber als begleitende Person, als Elternteil, dir fällt das Gesicht zusammen. Du lässt die Schultern runterhängen. Du bist in der Antwort, in deiner ersten Körpersprache komplett schockiert. Du bist in der Angst. Und das ist dann da erst mal. Und da ist ja auch dann das eine, das, was das Kind sagt. Und das ist wahr. Also für eines unserer Kinder, wir haben ja vier an der Zahl und ein Kind von uns, speaker-1: Ja und du bist in der Angst. speaker-0: Von mir hat es auch mal geschafft, dem Song Männer sind Schweine für sich rauszunehmen, dass er ein Schwein ist. Männer sind Schweine. Auf einmal hat geweint ohne Ende. Ganz schlimm für ihn, dass er jetzt ist kein Schwein. Und dann habe ich gesagt, du bist auch kein Erwachsener. Und das fand er genauso schlimm. Und das ist wahr. Ich finde, damit sollten wir erstmal ... speaker-1: Für den ist das halt wahr. speaker-0: In dem Moment ist dieses Gefühl, ist alles da, ist alles echt. Es ist aber nicht dein Problem. Also Problem schon im Sinne von ich muss jetzt mit dieser Situation herausfordern, Situation mit dieser Sache umgehen. Also es ist ja da dann das Problem. Aber es ist erstmal nicht dein Gefühl. speaker-1: Ja genau, das ist... Genau das glaube ich ist, das ist eine wichtige Unterscheidung, weil es ist schon ein Stück weit mit dein Problem, weil es trifft ja deinem Familiensystem, aber es ist nicht dein Gefühl. Und die Frage ist ja immer, Probleme sind ja erstmal, wie ich sagte, dass der FDP-Vorsitzende von damals, Christian Lindner, Probleme sind auch nur dornige Chancen. Das ist ja ein Stück weit, hat er ja sogar recht gehabt damit, auch wenn er das glaube ich in einem anderen Kontext meinte. Am Ende ist die Frage, wie gehe ich mit dem Problem ⁓ Und wenn ich das Problem angehe aus Angst, während mein Kind ja schon im negativen Gefühl ist, vielleicht sich ja traurig fühlt, ausgeschlossen ist eher ein Gedanke, aber ne man traurig fühlt und dann noch, also seine Trauer sich mit meiner Angst paart, ist die Frage, sind das die zwei Energien, die zur Lösung beitragen? Ich glaube, daraus kann Lösung werden, wenn wir sehr starke Charaktere sind, aber es wäre viel sinniger. Und das wäre auch ein Tipp für dich, Stefanie, als Mama und als alle anderen Eltern auch, dass du zwei Dinge tust, will ich sofort einmal rausarbeiten. Erstens, dass du dich schützt vor einer Gefühlsansteckung. Bleib du in deiner Kraft. Stand jetzt, ist das, wenn das stimmt, eine doofe Situation, die ist aber lösbar. Punkt zwei, wenn du merkst, du schaffst das nicht, such dir Anbeterinnen und Anbeter, die dich unterstützen. Dafür gehst du auf starkfühlkinder.de mit UE geschrieben. Guck mal nach einer Postleitzahlsuche, ob jemand in deiner Nähe ist, der dein Kind oder deine Familie unterstützen kann. Weil es definitiv Sinn macht, wenn ich selber nicht die Stabilität habe, nicht sozusagen zu provozieren, dass es schlimmer wird. Wir wissen Stand jetzt aber natürlich noch überhaupt nicht, ob das Kind wirklich von allen gehasst wird oder von vielen gehasst wird oder ob es ganz andere Gründe hat. Und da werde ich mich in diesem Podcast auch nicht zu äußern, weil das wäre Fernwartung beziehungsweise das eine Diagnostik, die vollkommen unseriös an der Stelle wäre. Tätten wir jetzt aber mal so, fiktives Beispiel geht weiter. Es ist so, dass einige Kinder wirklich so Dinge sagen wie, hier hassen dich alle. Das sagen jetzt drei Kinder. Das sagen nicht 500 Kinder von der Schule, aber drei sagen das und das Mädchen, die Tochter von Stephanie, glaubt das jetzt. Was machen wir? speaker-0: mit dem Gedanken arbeiten. Weil in dem Moment, wo der Gedanke entsteht, alle hassen mich, entsteht ja auch das Bild. speaker-1: Ja. speaker-0: Und dann ist der Fokus und der Wahrnehmungsrahmen des eigenen Kindes auch dahin abgesteckt, dass man sich diesen Gedanken irgendwo auf dem Schulhof bestätigt. Da kann dann der erste schiefe Blick dazu führen oder die erste Situation, die aufkommt, alle stehen auf, rennen in die Pause. Ich war die Letzte, die mit aufgestanden ist. Alle hassen mich. Es wird ja immer wieder bestätigt dann, weil der Gedanke ist ja da, alle hassen mich. Und jetzt geht es darum, diesem Gedanken zu arbeiten. Und da hilft natürlich die Frage, ist das wahr? Und wo können wir uns im Lebensalltag und in den echten Lebenssituationen jetzt selber gemeinsam, also du als Mama oder als Elternteil oder als Mensch, der mit diesem Problem arbeitet, weil es da ist, weil es wahr ist, weil es echt ist, bist du ja trotzdem nicht der Mensch, der mit in die Schule geht und sagt, jetzt nehme ich dich dann die Hand. Jetzt gehen wir über den Schulhof und jetzt frage ich die Kinder und dann bestätige ich dir das. Sondern das Kind hat eine Aufgabe gestellt bekommen und das Kind hat jetzt Möglichkeiten. Du hast also die Chance mit Strategien und Methoden zu arbeiten und es zu verarbeiten, bearbeiten oder auch den Perspektivwechsel zu vollziehen. Und in dem Moment ist natürlich die Frage, ist das wahr? Ganz wichtig, weil wo lenke ich als Kind jetzt den Fokus drauf und wie kann ich meinem Kind dabei Unterstützung geben, dass es erstmal wieder in ein anderes Wahrnehmungsfeld kommt für sich. Weil mit dem Moment, wo eintritt, ich habe mit einem Freund gespielt, entsteht ja auch das Bild, ich spiele auf dem Schulhof mit einem Menschen und dann entstehen auch wieder neue Gefühle. Und aus dem neuen Gefühl heraus wird sicherlich auch wieder eine neue Erfahrung gemacht. Und das erstmal zu schaffen, ist auf beiden Seiten notwendig. Weil du selber als erwachsene Person Mutter, Vater begleitest das und jetzt darfst dir auch selber die Frage stellen, was denke ich? Wenn man selber auch denkt, alle Kinder hassen mein Kind, dann bestätigt man sich das selbst auch genauso. Und dann kriegt man auch die Gefühle dazu, dass man sagt, mein armes Kind und ich bin traurig. Und dann ist es eine für mich Negativspirale. Das Problem wird schärfer, schlimmer, herausfordernder, anstrengender. Wo trifft man die Entscheidung, den Perspektivwechsel zu vollziehen und für sich zu sagen, wo bestätigen wir uns, vor allem du, liebes Kind, weil du gehst jeden Tag in die Schule, wo bestätigst du dir, dass das nicht wahr ist? speaker-1: Das sich zu bestätigen als Kind kann mitunter sehr komplex werden. Deswegen nochmal auch der Hinweis, wenn es doller ist und du merkst, dass dein Kind in irgendeiner Weise wirklich sich zurückzieht, also es nicht mal so eine lapidare Äußerung ist, alle hassen mich, dann, weißt du, geht das Leben ganz normal weiter, sondern wenn du wirklich merkst, dass es schon, da ist irgendwie mehr, hol dir Unterstützung. Wenn du... bisschen weiter vorne anfangen möchtest, das wäre mir noch einmal wichtig. Nämlich wir haben ja hier ganz viele Hörerinnen und Hörer, nicht nur die Stephanie, sondern auch vielleicht Menschen, die sich jetzt Sorgen machen, ⁓ das könnte ja mein Kind auch mal treffen. Dann das Allerwichtigste ist, dass ihr für euch als Familie erstens versteht und da bin ich so ein bisschen bei deinem Einstieg, dass man die Dinge auch ein bisschen lockerer angehen kann. Natürlich ist das Leben manchmal schwer und wenn wir ausgeschlossen werden und ausgegrenzt werden, dann ist das doof. Das will ja kein Mensch. Das Problem ist allerdings, dass häufig Mobbing durch Eltern größer wird. Wichtig ist, deswegen bist du kein schlechter Mensch, aber es ist ja trotzdem wichtig, dass wir uns das einmal vor Augen führen, dass das so ist. Wenn ich nach Hause komme und mein Kind sagt, da ärgern mich alle und ich habe sofort diese Sorgen, sofort die Ängste, dann überstülpe ich ganz viel Schwere auch dem Kind und ich mache damit fest, Mobbing ist ein Riesenthema, du wirst hier geärgert, du bist das Opfer, life is pain und du wirst leiden. Wenn ich einfach ein bisschen lockerer dran gehe und sage, ⁓ echt krass, also es gibt Menschen, die komische Dinge sagen, Mike, dann ist das immer noch nicht cool, weil wir jetzt ja nicht sagen, hey, das ist kein Problem und wir sagen auch nicht so was wie, brauchst du dir keine Sorgen machen. Aber wir gehen nicht sofort in die Schwere. Ganz viel Mobbing wird größer, weil es Erwachsene ultimativ schwer machen. Ich rede von den Anfängen von Mobbing. Ich rede nicht von tiefgehenden und schon längeren Prozessen. Hier reden wir sowieso über andere Themen. Hier sollte man sich immer jemand zur Unterstützung holen. Das muss man nicht alleine schaffen. Das ist ja so ein bisschen wie... Also... Nehmen wir das Beispiel Bewegung. Wenn ich möchte, dass mein Kind zum Beispiel sich vielleicht nicht so sehr den Arm bricht, wäre Prävention, dass ich mein Kind sich bewegen lasse, dass mein Kind Sport machen darf, dass mein Kind auch mal in den Sand stürzen darf und ich würde meinem Kind beibringen, wie es sich abrollt und so weiter. Das wäre Prävention. Worüber ich gerade geredet habe, war Prävention. Wenn dein Kind aber den Arm gebrochen hat, dann machst du nicht mehr Prävention, sondern dann fährst du zum Arzt. Was ich aber häufig erlebe, gerade im Bereich Mobbing, dass wir Prävention machen, wenn eigentlich Intervention nötig wäre. Also wir haben schon schwerwiegendes Mobbing. Können wir jetzt mal Mobbing präventieren? Nee, jetzt ist keine Mobbing Prävention mehr. Jetzt brauchst du einen Experten, der dir hilft. Jetzt musst du jemanden reinholen. Du machst auch einen gebrochenen Arm nicht zu Hause mit einem Kinesio-Tape fertig. Du gehst wohin. Deswegen nochmal, ich habe von Prävention geredet und auch bei Prävention findest du Anbieterinnen auf stark für Kinder.de. Also die Anlaufstelle für dich bei allem, was ins Thema Kinderstärkung ist. Heißt also, probiere nicht alles schwerer zu machen, als es ist. Gerade nicht dann, wenn wir noch im präventiven Rahmen sind, also von beginnenden Ärgereien, beginnenden Mobbing oder mal schiefen Blicken und Beleidigungen reden. Wenn es heftiger ist, mach es nicht alleine. Wenn du ein Stück weiter denken würdest und das ist jetzt eine Mama, also Stefanie, wenn du von Mama zu Mama einfach auch einmal so dich da rein denken kannst, was glaubst du, was bräuchten viele Mammis? Oder kann ich jetzt schlecht für reden? Was müssen sie in dem Momenten eigentlich hören? Vielleicht auch von ihren Freundinnen? speaker-0: Du kennst es als Papa sicherlich genauso, dass man in dem Moment, man mit seinen, also du hast ja auch einen Sohnemann, das ist ein sehr stiller Teilnehmer auf dem Schulhof und der macht viel mit sich selbst aus. Und auch da kriegt man manchmal gesagt, der ist ja dann auch immer alleine. Ihm geht es aber ja gut damit. speaker-1: Genau, das finde ich nochmal einen Unterschied, weil wenn andere über meinen Sohn sagen, der ist immer alleine, aber mein Sohn mir sagt, ich habe jetzt einfach auch keine Lust da großartig mitzuspielen, dann muss ich mir ja keine Gedanken machen. speaker-0: Jetzt würden wir aber mal damit arbeiten, dass aus diesem Ich bin immer alleine irgendjemand anderes auf dem Schulhof sagt, ja du bist immer alleine, weil dich hassen ja auch alle. Und dann kommt derjenige nach Hause und sagt, ja alle hassen mich. Und das meine ich mit, man muss jetzt wirklich ein Stück weit an diese, man muss Informationen suchen. Man geht so bisschen auf, in so einer Forschung unterwegs. Wo kommt das her? Was ist da los? speaker-1: Ja. speaker-0: Ohne eine Schwere reinzubringen. Einfach auch immer zu gucken, geht es meinem Kind gut? Also unsere Kinder bringen alle andauernd etwas mit nach Hause und die Frage ist, aus welcher Mücke kann man Elefanten zaubern? Du könntest aus jeder Mücke etwas ganz Großes machen. Aber meistens ist es eine Information, die geteilt wird und dann bin ich als Erwachsene dafür verantwortlich, die Ruhe zu halten, also den Raum zu halten. und dann auch wieder Raum zu geben, eine nächste Erfahrung zu machen. Ich halte den Raum, ich halte das Gefühl aus, indem ich es bei dir lasse und es nicht zu meinem Gefühl wird. Weil in dem Moment, wo es kippt, dann kippt es auch bei dir selber. Du denkst dann, ich habe versagt. Ich habe vielleicht doch die eine falsche Entscheidung getroffen. Es war die falsche Schule. Es war doch dieser Klassenwechsel oder das irgendwas, irgendwo kommt es ja dann her und dann kommt es aber ja auch nur aus dir selbst. Und dann ist da genau die Frage, wie willst du mit diesen Gedanken umgehen? Möchtest du dir selber sagen? Alles ist gut. Ich habe eine glückliche Familie. Ich habe ein stabiles Kind und das Kind hat einen sicheren Hafen. Es kann nach Hause kommen, es kann das teilen und ich nehme jeden Tag wahr, dass mein Kind, so wie es in der Frage steht, gar kein Außenseiter ist. speaker-1: Ich habe die Frage nochmal gelesen, witzig, dass du es gerade sagst. Ich habe nämlich gerade auch überlegt, was war die eigentliche Frage von Stefanie und Stefanie hat die eigentliche Frage, könnt ihr mir bitte helfen, was soll ich zu ihr, also der Tochter sagen? speaker-0: Und wenn aber sowieso gegeben ist, dass das Kind am Tag sich mit Freunden verabredet, in der Schule, in der Pausenzeit auch Momente hat, wo es mit anderen spielt, dann kann man ja das Kind begleiten, indem man den Raum hält und dann den Raum wiedergibt, erstmal an der Wahrnehmung zu arbeiten, dass man sagt, wo kommt überhaupt dieser Glaubenssatz her? Wo kommt überhaupt dieser alle hassen mich her? Und in dem Moment, wo man dann für sich sagt, ich brauche noch mal die Sicherheit, ich will mich auch noch mal kurz wirklich absichern, gibt es auch immer noch einen Lehrkörper, eine Lehrfunktion, eine Lehrkraft, wo man für sich sagen kann, das ist eine Partnerschaft. Man kann da auch dann eine Nachricht hinschreiben, fragen, hey, bei mir ist zu Hause Folgendes angekommen, ohne Schwere reinzubringen, ohne gleich die Schuld an andere zu verteilen. Das ist ja auch ganz wichtig. Alle sind schuld. Mein Kind wird von einem gehasst. Du bist schuld, du bist schuld, du bist schuld, du hast mein Kind auch gehasst. speaker-1: Wie schreibe ich die Mail? Wie nehme ich Kontakt zur Lehrkraft auf? Weil wenn ich da schon reinschreibe, meine Tochter hat gesagt, alle hassen sie. Ist ihr das denn nicht aufgefallen? Da kann die Lehrkraft direkt wieder ein Personalisiertes raushören, also auf dem Beziehungsohr, das die Mama ihr unterstellt, sie würde nicht aufpassen. Dann kommt die Mail der Lehrerin. Auch die können sich nicht frei davon machen, Dinge personalisiert zu hören. Und dann auf einmal sind wir schon wieder in einem Konflikt. Der dient aber dem Kind ja gar nicht. So, ja. speaker-0: Und in dem Moment, wo man diese Information hat, finde ich auch das Wort Partizipation an der Stelle wichtig, weil ich nehme meine Kinder auch mit rein. Ich habe mal nachgefragt, ich lese dir die E-Mail mal vor, da steht drin, du spielst da immer auf dem Schulhof mit anderen Kindern, du hast ganz viel Spaß. Wie wollen wir das denn jetzt hier regeln? Wo willst du denn morgen anfangen, dass du morgen eine Sache wahrnimmst, die wirklich richtig toll war in der Schule und dann kommst du nach Hause und dann stelle ich dir die Frage, was ist heute tolles passiert in der Schule? Eine Sache und auf die fokussieren wir uns und dann geht man Schritt für Schritt da durch und dann ist das ein Stück weit ein Part, wo man begleitet und dann lässt man aber auch wieder los. Wenn man merkt, es ist gar keine Schwere mehr drin, jetzt kommen wir es auch gar nicht mehr und jetzt ist dieser Spruch auch verarbeitet im Sinne der Gespräche, die man geführt hat, dann ist ja auch wichtig, dass man es selbst nicht wieder hochholt. da neigen ja auch dann man oder selber als Elternteil neigt man dazu, dann doch nochmal zu sagen, ist es denn jetzt immer noch so, dass dich alle auf dem Schulhof hassen? Hassen sich denn jetzt immer noch alle Kinder? Wenn vorbei ist, ist vorbei. ich finde, gerade, du hast es so schön gesagt, wenn man in dieser Präventionsarbeit ist, wird so Dinge werden weiterhin passieren. Ärger auf dem Schulhof ist was ganz Normales. Stress auf dem Schulhof, herausfordernde Situation. Mir wurde die Brotdose geklaut. Der eine hat mir gesagt, du bist doof. Auf der Toilette wurde mir die Tür kurz vorher zugeschlagen. Ich bin nicht durchgekommen. Ich wurde weggedrängelt. Die finden mich alle doof. Die versperren mir immer den Weg. Ja, that's life auch. Es ist ganz viel Leben dabei. Ganz, ganz, ganz viel Leben. Und möchtest du dein Kind dahin begleiten, dass es mit diesen Lebenssituationen gut zurechtkommt, dann mach sie nicht schwerer, sie sind. Weil wir haben alle diese Erfahrung gemacht. speaker-1: würde ich noch einmal zusammenfassen. wo wir angekommen sind. Wir wissen einmal überhaupt noch nicht den Gesamtkontext dieser Situation, deswegen sind wir mal fiktiv darin geblieben, dass dieses Kind faktisch gar nicht gehasst wird. Sondern dass möglicherweise, also nicht von allen gehasst wird, sondern dass möglicherweise manche Kinder sowas sagen, was leider manche Kinder untereinander sagen. Wichtigstes, was wir rausgearbeitet haben, ist, dass wir als Elternteil, ob Mama oder Papa ist egal, erstmal in unserer Kraft bleiben und nicht die Dinge schwerer machen, als sie sind. Wir dürfen dem Kind dabei helfen, Generalisierung aufzulösen, weil wir reden von einer faktischen Generalisierung, die hier höchstwahrscheinlich stattfindet, aus manche Kinder mögen mich nicht oder manche Kinder sagen, dass mich alle hassen wird, alle Kinder hassen mich. Das heißt, es wird größer gemacht und generalisiert. Das können wir aber auflösen. Das heißt, wir reden hier faktisch von einem Filter in unserer Wahrnehmung. Die Generalisierung ist ein faktischer Wahrnehmungsfilter. Und diesen Filter zu kennen, hilft dir als Mama oder Papa an dieser Stelle vielleicht schon hellhörig zu werden bei Sätzen wie alle, immer, jeder, ständig. Das sind häufig Generalisierungen, die die Kinder wirklich so wahrnehmen, die aber nicht mit der Realität übereinstimmen. Dann können wir die Generalisierung ein Stück weiter auflösen und erbar- und so hast du es ja dann auch einleitend schon gesagt mit dem Kind. Beweise suchen, dass es auch anders ist. Und das ist eine große Lebenskompetenz in gewissen Momenten, wo wir vielleicht das Gefühl haben, alles ist doof, mal bewusst hinzukommen, ob das überhaupt stimmt. Ist das wahr, hast du gestellt als Frage. Und wenn wir dann merken, ⁓ okay, es gibt Menschen, die mich doof finden, Aber viele finden mich auch toll. Dann gibt es erstmal gar nicht viel zu tun, weil das ist nicht änderbar. Nicht jeder findet dich toll, nicht jeder findet mich toll. Du als Zuhörerin oder Zuhörer, nicht jeder mag dich. Das ist kein Mobbing. Das ist das Leben. Und damit müssen wir auch lernen, umzugehen. Wenn wir uns als Eltern wünschen, dass unsere Kinder von allen gemocht werden, scheitern wir schon beim Start, weil das können wir nicht erreichen. Also ist es hier ganz wichtig, die Generalisierung aufzulösen, uns wieder in Ruhe zu bringen, bei uns zu bleiben, als Eltern in unserer Kraft zu bleiben, gerne präventiv unsere Kinder stärken zu lassen über anbieterinnen bei stark für kinder.de und im Zweifel, wenn es wirklich mehr ist. zu akzeptieren, das sollte ich nicht alleine lösen. Einen gebrochenen Arm tape ich nicht zu Hause, da gehe ich mit zum Arzt. speaker-0: Schön. speaker-1: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann teile sie bitte mit allen Menschen. Wenn du vielleicht jemanden in deinem Umfeld kennst, du sagst, bei dem passiert ja gerade was ähnliches und ich fand das grundsätzlich mal wertvoll, was hier in Kürze auch runter runtergebrochen wurde, schick diese Folge bitte allen Menschen, denen sie gerade helfen könnte. Kommentier sie, bewerte sie und lass, wenn du auf YouTube schaust, unbedingt ein Abo da. Denn ja, für dich ist es nur ein kleiner Klick, aber für diesen Kanal super wertvoll. Denn je mehr Abos da sind, desto mehr Menschen kriegen diese Botschaften hier mit. Ja, in dem Sinne würde ich sagen, Jana, vielen Dank für den Austausch. Wir sehen uns in der nächsten Folge. speaker-0: Vielen Dank, Daniel. speaker-1: Dir hat das Video gefallen und du merkst, dass Kinderstärken etwas wertvolles ist? Dann schau doch mal auf starkfuerkinder.de vorbei. Dort findest du Anbieterinnen und Anbieter, die Kinder stärken. Im Bereich Konfliktlösung, im Bereich Mobbingprävention, im Bereich Selbstbeobachtung, im Bereich soziale Kompetenzen, im Bereich Lebenskompetenzen. Bereit für alles, was das Leben deinem Kind bietet. Auf starkfuerkinder.de. Einfach Postleitzahl eingeben und die passende Anbieterin oder den passenden Anbieter in deinem Wenn dir das Video gefallen hat, abonnier den Kanal und aktiviere die Glocke. Hier werden dir auch weitere Videos angezeigt. Stöber einfach mal. Apropos stöbern, auf starkfühlkinder.de gibt es außerdem einen Elternratgeber. 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