speaker-0: Krampf und Husten waren meine beste Folge. speaker-1: Leute, hier Friede, Freude, Eierkuchen, Willi, es reicht. Ja, natürlich gibt es dann offensichtlich einen kulturellen Clash. speaker-0: Herr Bibi, was ist mit... ist das für mich auch ganz oft dieser super tolle Erziehungspartner, das Leben. speaker-1: Das ist wegen denen, die aus einem anderen Land kommen. Nee, es ist wegen denen, die sich scheiße benehmen. speaker-0: Hallo und herzlich willkommen bei einer weiteren Folge Stark für Kinder. Daniel, ich sitze hier mit dir an unserem Podcast-Tisch und uns hat eine Nachricht erhalten, eine Nachricht von Julia, die ich dir jetzt einmal vortrage. Und dann werden wir da gemeinsam ins Gespräch gehen und mal schauen, wo uns dieser Podcast heute hinführt. Julia hat uns gesendet. Hey Jana und Daniel, ich bin Julia. und habe einen neunjährigen Sohn, der auf eine Brennpunktschule geht. Das heißt, viele Nationen und Kulturen unter einem Dach. Das ist für uns auch für meinen Sohn grundsätzlich sehr bereichernd. Jedenfalls dachte ich das bis vor zwei Monaten. Nun bemerke ich immer mehr, dass sich mein Sohn gerade sehr verstellt. Er möchte nur noch andere Kleidung tragen. Er wird schnell aggressiv und hat nur noch wenig Interesse an seinem Hobby Handball, obwohl er das sonst so sehr liebte. Ich habe das starke Gefühl, dass er mehr Anschluss in der Klasse sucht und sich immer mehr verstellt. Den Wunsch nach mehr Anschluss kann ich verstehen, aber ich habe Angst, dass er sich selbst verliert. Wie kann ich mit meinem Kind wieder mehr ins Gespräch kommen? Wie begleite ich mein Kind? ohne das Druck entsteht. Das hat uns die liebe Julia geschrieben. Vielen Dank, Julia, auch für die Offenheit und auch fürs Teilen. Denn ich kann mir vorstellen, dass da sehr bereichernde Punkte jetzt herausgearbeitet werden können, denn wir haben unsere Kinder ja auch auf einer Brennpunktschule. Und Daniel, was würdest du als ersten Impuls hier zu formulieren? speaker-1: Also es ist natürlich super schwer an dieser Stelle und Julia... Julia... Ich hab auch einen achtjährigen Sohn, beziehungsweise du ja auch Jana, also zwei achtjährige, auch Brennpunktschule und ja auch die haben manchmal so Verhaltensweisen zwischendurch mal an den Tag gelegt, wo man sich gefragt hat, jo, das hat er jetzt aber auch nicht von uns. Du hast aber geschrieben, es ist aggressiv, ne? Was stand doch irgendwo? Er wird aggressiv, möchte andere Kleidung tragen, hat wenig Interesse am Handball. speaker-0: Er wird aggressiv. speaker-1: Okay, also fangen wir mal da an. Aggressives Verhalten würde ich persönlich als problematisch betrachten. Da wäre ich so wie du. Würden sich unsere Kinder aggressiv verhalten? Dazu zähle ich, dass sie handgreiflich werden, dass sie auf normale Fragen mit Beleidigungen antworten, dass sie aus der Haut fahren für Dinge, ich sagen würde, da darf man ruhig mal genervt sein, da kann man auch mal bisschen wütend werden, aber aggressiv ist zu viel des Guten. Also bei allem Respekt, dass wir alle Gefühle haben dürfen, Aggression ist schon auf einer Verhaltensebene teils gegenüber anderen Menschen, Gegenständen oder sich selbst verletzend. Und das kann ich bei allem Respekt vor den Gefühlen nicht dulden. Andere Kleidung tragen müsste man definieren. Was ist jetzt damit gemeint? Also mein Sohn trägt grundsätzlich Kleidung, von der ich mich frage, weiß ich jetzt nicht unbedingt. würde ich jetzt nicht unbedingt anziehen. Aber das ist ja auch nicht meine Aufgabe, das zu bewerten, was für Kleidung mein Sohn trägt. Da wäre ich wieder entspannt tatsächlich und er hat kein Interesse mehr am Handball. Da weiß ich nicht. Menschen ändern ihre Auffassungen. Zu allererst möchte ich sagen, dass weder das aggressive Verhalten noch die Kleidung noch der Handball etwas mit der Brennpunktschule zu tun haben muss. Das ist mir sehr wichtig, das einmal zu Beginn zu sagen, weil ich möchte eine Sache vermeiden in diesem Podcast, dass am Ende die These entsteht, weil er auf einer Brennpunktschule ist und weil da verschiedene Nationen und Kulturen sind, wird er aggressiv, hat kein Interesse mehr an Handball und Trinkkleidung, die man nicht schön findet. Das hat wenig mit Kulturen, mit Brennpunktschulen oder sonst was zu tun, sondern einfach damit, dass Menschen Menschen sind und Kinder Kinder sind. Die versuchen sich auszuprobieren. Die wollen gucken, wie komme ich in meiner Peer Group an. Ich kenne auch ganz viele Kinder aus Kursen, die hatten aggressives Verhalten und die waren im wohlbehütetsten Umfeld und vor Orten. Ich kenne Menschen, die ziehen sich Kleidung an, von denen ich mir denke, finde ich nicht schön und die sind nicht auf Brennpunktschulen. Das heißt, ich möchte hier ganz, ganz wichtig eine Differenzierung reinbauen. Alles, was wir besprechen, hat für mich wenig mit Brennpunktschule zu tun, sondern damit, dass Menschen sich orientieren. Und ich möchte es vor allem nicht auf Kultur und Herkunft oder sonst was projiziert wissen, weil ich weiß, dass Menschen... ⁓ Krampf! speaker-0: Aha. Sehr gut, hallo, herzlich willkommen. Er hat einen Kram. ⁓ ja. Stark gemacht. Stark gemacht. Okay, das wird ... speaker-1: Kaum sind wir auf einer Brennpunktschule krampfen, Bein, wirklich. Ich muss mein Bein nur irgendwie hier ausgestreckt hinbekommen. speaker-0: Wir spielen aktuell viel Tennis. Tennis ist ein Sport. Da verändert sich vieles im Körper. speaker-1: Ja, gut, zurück zum Rennpunkt. Mir ist nur wichtig, dass es nicht von sozusagen in einen falschen Rahmen gestellt wird. So, Punkt. Aggressives Verhalten, ja, wie gehen wir mit aggressiven Verhalten? Und wir müssen es adressieren, wir müssen gucken, sind die Ursachen. Sind die Ursachen, weil manchmal höre ich, ja, mein Kind ist aggressiv, weil das hängt jetzt mit Leuten rum, die vielleicht auch einen etwas anderen Duktus haben. Es gibt Kinder, das ist ganz klar, und das brauchen wir auch nicht beschönigen, wenn sie zum Beispiel der deutschen Sprache nicht so mächtig sind. Und in ... in, sagen wir mal, robusteren Elternhausen aufwachsen. Was meine ich damit? Es gibt Elternhäuser, sind für, sagen wir mal, die Vorstadt Julia out of this world, was das Gebären untereinander betrifft. Es gibt, und wir reden hier bitte nicht von Kindeswohlgefährdung, ich rede nicht von Menschen, die ihre Kinder schlagen. Ich rede einfach nur davon, es gibt Menschen, die haben einen robusteren Umgang miteinander. Wir beide, Jana, haben auch einen robusteren Umgang miteinander als viele andere Paare. Wir sind nicht so zimperlich miteinander. Weil wir beide von der Persönlichkeitsstruktur sehr resilient sind und wir wissen, ey, come on, wir können so auch miteinander umgehen. Jetzt könnten wir ja sagen, boah, unsere Kinder sind sehr robust und jetzt schieben wir das auf irgendwelche Leute aus dem Brennpunkt. Das wäre ja ziemlich mies und absolut daneben. In dem Fall liegt es ein Stück weit vielleicht auch daran, dass wir robust sind. Wenn man aber selber total ruhig und zurückhaltend zu Hause ist und dann auf einmal das Kind sehr aggressiv wird, kann man auch wieder sagen, das liegt am Brennpunkt, Kindern. Vielleicht aber auch einfach nur eine Überkompensation, weil sich das Kind möglicherweise auch einfach mal wünscht, können wir mal ein bisschen aus der Haut fahren. Leute, hier Friede vor der Eierkuchenwege, es reicht mir. Julia, ich kann überhaupt keine Ferndiagnose herstellen, denn wenn wir über das Thema, was du da aufgemacht hast, reden wollen, wird es sehr, sehr, sehr, komplex. Wir wissen nicht, warum dein Sohn das tut. Du müsstest aber, und das wäre mein Hinweis, Reverse Engineering machen. Was ist passiert zwischen dein Kind war freudig am Handball und jetzt? Wenn du am Ende einzig und alleine auf die Schlussfolgerung kommst, das muss das Umfeld meines Kindes sein. Und wenn du am Ende auf die Schlussfolgerungen kommst, das kann nur sein, weil dieses Umfeld XY ist, dann musst du es adressieren und mit deinem Kind darüber sprechen. Und am Ende gegebenenfalls damit leben, dass dein Kind trotzdem sich mit den Menschen umgeben möchte oder ihm den Umgang mit diesen Menschen ein Stück weit verbieten. Das wäre definitiv nicht mein Weg, aber es ist ein Weg. Ich tu mich nur schwer damit, von hier zu sagen, Ja, das ist wegen den Kindern in der Schule. Weil das fände ich zumindest an dieser Stelle hier im Podcast schwer unseriös. speaker-0: Ich würde ganz gerne mit einer Geschichte von uns fortführen, denn wir haben zwei Kinder. Dein Sohn ist auch auf der Schule. Er geht auf dieselbe Schule wie mein Kind. Also wir haben zwei Kinder auf der gleichen Schule und trotzdem denkt man sich manchmal, seid ihr auf der gleichen Schule. Weil der eine adaptiert das alles, nimmt das an, der spielt das durch. Also ein Kind von uns, das ist mein Sohn, der geht in den Prozess des Verarbeitens durch. Ich spiele das, ich muss das erleben, ich muss das wahrnehmen. währenddessen dein Sohn, er so ein bisschen wie so ein stoischer Typ sagt, ich guck das mir hier an, ich beobachte das, aber ich muss davon nichts erleben, weil ich bin so der Junge hier und ich richte mich so dahin aus, wo ich merke, hier spiele ich mal und da spiele ich mal. Der hat kein Interesse daran, in diesem Ausdruck einmal zu erleben und durchzuleben. Es ist ja erstmal die Frage, was für eine Anlage bringt das Kind da auch mit, denn viele verarbeiten im Spielen. Und das ist ja auch ein ganz wichtiger pädagogischer Schwerpunkt für Kinder, dass sie die Dinge verarbeiten dürfen, die sie erleben. Und jetzt mal so ein paar lustige Geschichten. Also Kjell an der Schule, da geht es sehr viel ⁓ wer ist reich und wer ist arm. Die Kinder reden ganz viel darüber. Wer fährt einen Porsche? Wer hat einen BMW? Wer ist reich? Wer ist arm? Wer trägt eine Rolex? Und eine Zeit lang kam er dann immer nach Hause und wollte auch eine Rolex haben und wollte Schmuck und hat sich dann ja immer mit ganz vielen Sachen auch so ausgestattet und ist dann zum Beispiel zu Oma und Opa gefahren, hat mich den Anruf gesagt, er hat jetzt auch eine Polex. Haben sie ihm einfach einen anderen Namen der Uhr gegeben? Es war eben eine super alte Uhr von meiner Mama und er hatte dann aber eine Polex. Und er war ja total stolz darauf, dass er jetzt auch eine Polex hat und Da passieren ja auch ganz viele Dinge, wo ich mir sage, wenn jetzt mein Sohn zum Beispiel dann in die Schule geht und er kriegt auch das erste Mal ein Feedback von, ja, das ist aber gar keine Rolex oder sonstiges was, er trägt es aber trotzdem mit Stolz und erlebt wieder etwas und er wächst an den Erfahrungen, die er macht, dann ist das für mich auch ganz oft eben dieser super tolle Erziehungspartner, das Leben. Du kriegst genug Feedback vom Leben, immer und immer wieder. Und währenddessen wir unterwegs sind und leben. verändern wir uns doch alle andauernd, oder? Also dieser eine schöne Satz, bleib so wie du bist. Das ist für mich immer ein Satz, wo ich denke, ⁓ Gott, bitte nicht. Also ich möchte nicht so bleiben, wie ich bin. Ich habe etwas in mir, meine Stärke, meine Kraft, meine Leidenschaft, möchte ich mir gerne beibehalten. Aber ich möchte bloß nicht immer so bleiben, wie ich bin, weil wo sind denn meine neuen Fähigkeiten, meine Kompetenzen? Und was wächst aus so einer Situation heraus? Erst mal, die Kinder gehen ja auch nur in In Kommunikation. Sie suchen Zugehörigkeit. Sie probieren etwas aus. Und da kommen ganz viele neue Dinge auf einen zu, weil eben Kulturen miteinander auch in Kontakt treten. Und ich versuche mal, das jetzt so spielerisch zu gestalten. Auch hier für den Podcast, weil unsere Söhne und da dann auch beide saßen dann manchmal am Essens-Tisch und haben dann so gesagt, Herr Bibi, was ist mit dir? Nur dieses, Bibi, was ist mit dir? Und ich erst ... Ja, genau. speaker-1: Eigentlich ja nett, ist ja Liebling. Liebling, was ist dir? Bevor es mit dem Podcast weitergeht, eine kurze Information in eigener Sache. Denn ich freue mich gerade riesig auf das, was wir zurückbringen. Das ist etwas, was wir vor Jahren schon mal gemacht haben und worauf uns heute immer noch viele Menschen ansprechen. Am 3. Oktober veranstalten wir in der Westpress Arena in Hamm wieder unser Eltern-Kind-Event. Ein Tag für Familien, ein Tag für starke Kinder und ein Tag voller gemeinsamer Erlebnisse. Gemeinsam mit Jana werde ich auf der Bühne stehen und mit den Kindern an verschiedensten Themen arbeiten. Beispielsweise, wie gehe ich mit Beleidigung ⁓ Wie setze ich Grenzen? Wie gehe ich mit meinen Gefühlen ⁓ und wie schaffe ich es auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben? wie kann ich das bewältigen? Gleichzeitig bekommen Eltern jede Menge Impulse, wie sie ihre Kinder auf diesem Weg begleiten können. Und dazu gibt es noch Musik, Bewegung, Show, Mitmachaktion und ganz viel besondere Momente. Begleitet werden wir beispielsweise von Carlys Glücksfunk und Music Mule. Und zum Abschluss feiern wir gemeinsam ein großes Konzert mit Santa. Wenn du deinem Kind also einen Tag schenken möchtest, der stärken Mut macht und euch als Familie verbindet, dann schau unbedingt vorbei. Alle Informationen und Tickets findest du auf unserer Webseite. Vielleicht sehen wir uns also am 3. Oktober in Hamm. Jana und ich würden uns riesig freuen. Alle Infos findest du auf event.starkfuerkinder mit... Starkfuerkinder mit DE Starkfuerkinder.de mit UE geschrieben. So, und jetzt geht's weiter im Podcast. Das ist ja Liebling, ne? Liebling, was mit dir? speaker-0: Genau, also jetzt habe ich mich erstmal nur gefragt, das ist was Neues für mich, ich habe jetzt noch nicht so oft zu dir gesagt, was ist mit dir? speaker-1: Da hast du tatsächlich nicht gemacht. Das finde ich auch schade. Habibi. speaker-0: Das nehmen wir dann in nächsten Podcast-Folge auf, wie man dann liebevoll in der Beziehungsebene mit seinem Partner auch mal liebevoll ausdrückt. speaker-1: Wie geht es dir? Bei uns in der Schule, wo unsere Kinder sind, gibt es glaube ich 25 Sprachen. Also rein theoretisch hätte ich die rein theoretische Möglichkeit, 25 Sprachen zu lernen, dir zu sagen, ich liebe dich. Ich hau van jau. Ja, das ist Holländisch, Niederländisch. Ich hau van jau. speaker-0: Mach mal eine! Kaubern ja auch. ist aber auch manchmal, ich liebe dich. speaker-1: Ich hau Warnjau finde ich super, dass auf Niederländisch das Ich liebe dich heißt, weil ich jedes Mal wenn du das sagen würdest, Angst haben würde, dass du mich verprügelst. Ich hau Warnjau! speaker-0: Und da kommen wir ja auch zum Kern dieser Sache. Was steckt da eigentlich drin? Welche Energie ist da vorhanden? Denn wenn die Kinder das bei uns alles, da ist viel mit nach Hause gekommen bei uns. Auch, man gesagt hat, da ist wieder nochmal ein neuer Einfluss. Und jetzt ist ja nur die Frage, wie beobachtest du das selber als Elternteil? Und wie willst du das denn einordnen? Und da darf man nochmal ganz doll über sich selbst hinschauen. Wie ordne ich das jetzt ein? Fühle ich mich selbst davon getriggert? Falle ich beim Habibi schon vom Stuhl? Also ich meine, die Welt verändert sich schon immer. Wir saßen beim Grillen im Jahr weit in die Vergangenheit jetzt zurück. Mein Opa, der jetzt nicht mehr lebt, saß da und er hat mir erzählt, er hat einen Brotröster. speaker-1: Toast an. speaker-0: So ein Brotautomaten, wo er so Brot reinsteckt, dann fährt er das so runter. Und irgendwann habe ich so gesagt, ja, Opa, du hast einen Toaster. Und er so, ja, nee, Toaster sage ich nicht. So diese englische Sprache, die hier einzieht. So ich feier auch kein Event. Ich mache doch kein Event oder eine Party. Feier, eine Feier, eine richtige Feier. Da kommen die Leute in den Garten. Und ich meine, so haben wir ja immer wieder Einflüsse, die uns verändern, ja auch gemeinsam verändern als Gesellschaft. Deswegen jetzt zum Spiel. speaker-1: Hat eine Veranstaltung speaker-0: Was würden denn die Deutschen zum Beispiel manchmal sagen, wenn man so sagt, Habibi, was geht? Also, ein Satz und dann frage ich mich eben, ist das auf der anderen Seite genauso? speaker-1: Ich kann dir die sagen. Gunnhilde, es schmeckt. speaker-0: Schmeckt. So. Und jetzt kommt aber das andere Kind, na, auf der Brennpunktschule nach Hause und sitzt aber, ich sag jetzt mal, der Familie, wo man eigentlich sagt, Herr Bibi, so wie geht's dir? Und sagt, Gunnhilde, schmeckt. Was denkt denn der jetzt wieder so? Und was passiert jetzt auf beiden Seiten und überall? Und wo ist eine Anpassungsfähigkeit was ganz Wertvolles auch, weil die Kinder nun mal am Puls dieser Zeit leben. speaker-1: Das ist, finde ich, etwas ganz Wichtiges, was du sagst, denn vielleicht auch das nochmal. Ich habe ja gerade gesagt, aggressives Verhalten zum Beispiel möchte ich nicht zurückführen einzig und allein auf eine Brennpunktschule, genauso wie das Kleidungs- und Interesse- am Handball-Thema. Was man im Gesamtkontext natürlich auch transparenterweise dazu sagen muss, ist, dass natürlich, wenn unterschiedlichste Kulturen zusammenkommen, wir keinen Hehl daraus machen müssen, dass das zu Konflikten führt. Also wer ernsthaft glaubt, ein Kind auf eine Brennpunktschule, Brennpunkt ist, finde ich, das falsche Wort, eine Schule, die multikulturell ist, anmelden kann, ohne zu glauben, dass es da Konflikte gibt, der lebt auch ferngegliche Realität. Ich glaube nur nicht daran, dass das primär etwas mit den Kulturen zu tun hat. Manchmal schon, muss man auch dazu sagen, es gibt gewisse Kulturen, mögen sich untereinander nicht ganz so doll. Gerade wenn innerhalb der Heimatländer auch Kriege herrschen, wie wir es ja auch aktuell in der Welt sehen. Aber prinzipiell gibt es halt Menschen, die sich untereinander nicht so mögen. Dafür brauchst du faktisch noch nicht mal unbedingt Kultur und Herkunft. brauchst du einfach erstmal nur... Steck 500 Menschen aus der gleichen Wohngegend mit den gleichen Veranlagungen in einen Raum und du wirst Konflikte haben. speaker-0: Dafür brauchst du einen Schrebergarten. speaker-1: Dafür brauchst du einen Schrebergarten, der Punkt ist folgender. Trotzdem ist natürlich wichtig, dass Konflikte, und das finde ich, das gehört zur Wahrheit dazu, in gewissen Kulturen, das ist einfach so, nicht Kulturen ist das falsche Wort, das Wort Kulturen streichen wir, in gewissen Familien anders ausgehandelt werden. Nehmen wir mal was Stereotypes. Eine italienische Familie. Aber so wie wir sie uns vorstellen. Laut, viele Menschen, da wird anders gestrinst mit Temperament als möglicherweise in der zurückgezogenen und darauf erpichten, dass man nur Gutes über sie denkt, deutschen Familie. speaker-0: Temperament. speaker-1: Während zum Beispiel ich aufgewachsen bin in einer Familie, wo schon gesagt wurde, mal bisschen leiser, was sollen die Nachbarn denken, gibt es Familien, denken sich, was ist mir doch egal, was die Nachbarn denken, die sollen wissen, dass wir uns lieben und wir lieben uns, wenn wir laut miteinander sind. Ja natürlich gibt es dann offensichtlich einen kulturellen Clash oder einen familiären Clash. Jetzt kommt die eine Familie, dessen Kind geprägt ist in Lautstärke, ... ... der Wabene ist ja was, glaube ich, gut oder so heißt das, glaube ich. Und dann trifft sie auf den jungen Aus, meinetwegen, der Niederlande, der vielleicht bisschen zurückgezogener aufgewachsen ist. Oder auf den Jungen aus, was weiß ich, welches Land nehmen wir? Wie gesagt, soll jetzt gar nicht ⁓ Länder gehen. Aus, äh, aus, äh, äh, aus Irland. Natürlich treffen da Kulturen aufeinander. Und jetzt kommt aber der Punkt, den Kindern ist das scheißegal. Die interessieren sich da gar nicht für. Da sagt keiner, dein Konfliktverhalten ist für mich jetzt schon ein sehr italienisches Konfliktverhalten. Weiß nicht, ob das so gut ist, hier in Deutschland. Das sagt ja kein einziges Kind, auch nicht auf der Schule, der unsere Kinder sind, noch auf den unzähligen Schulen, wo wir waren. Die akzeptieren, Menschen sind unterschiedlich. Alleine, dass ich hier von, das ist vielleicht eher italienisches Temperament und deutsches Temperament spreche. ist ja nur deswegen möglich, weil auch mir Kategorien beigebracht wurden, dass der typische Italiener laut ist und der typische Deutsche still. Das ist ja Quatsch. Es gibt ja in meiner Wahrnehmung nicht den typischen Türken, den typischen Italiener, den typischen Deutschen. Es gibt nicht den typischen Afghanen oder den typischen Belgier. Es gibt Menschen und Menschen sind unterschiedlich. Und möglicherweise ist jemand, in einer temperamentvollen Familie aufwächst, der selber noch die Veranlagung zum Temperament hat, einem Schulhof halt laut und wild. Und wir als erwachsenen Gesellschaft kategorieren diese Menschen in Nationen und Kulturen. Und das meinte ich vorhin mit, ich habe das jetzt ja auch gemacht, ⁓ diesen Punkt zu machen. Aber ich habe einleitend gesagt, ich hoffe, daran erinnert man sich, Eigentlich geht es mir nicht ⁓ Kulturen und Nationen, eigentlich geht es mir ⁓ Menschen. Aber für die Herleitung, und vielleicht habe ich dich ja auch ertappt, während du zugehört hast, dass du abgenickt hast, ja ja, die lauten Italiener, ja ja, die zurückgezogenen Deutschen. Das ist doch Quatsch. Menschen wachsen in Familien auf. Gibt es problematische Verhaltensweisen innerhalb von Familien? Ja, ganz bestimmt. Gibt es Konfliktverhalten innerhalb von Familien, die problematisch sind? Ja, ganz bestimmt. Aber das hat doch nichts mit dem Land und der Herkunft zu tun. Das hat doch was damit zu tun, dass Menschen prinzipiell manchmal verhaltensweise an den Tag liegen, die man mitunter schwer kritisieren muss. Jetzt kommen diese Menschen zusammen in einem Brennpunkt. In einer Brennpunktschule. Und dann schieben wir es häufig auf die 25 Nationen. Vielleicht sind es nicht die 25 Nationen, sondern vielleicht auch einfach nur die Tatsache, dass dort Menschen zusammenkommen, die vielleicht nicht die gleichen privilegierten Zugangsvoraussetzungen zu Bildung in der Vergangenheit hatten, wie es deine Familie hatten, Marek. Wie es deine Familie hatte, Mert. Wie es deine Familie hatte, Justus. Wie es deine Familie hatte, Svenja. Aber die haben vielleicht diese Zugangsvoraussetzungen nicht deswegen, weil sie Türke, Afghane, Russe oder Belgier sind, sondern weil sie in eine Familie reingeboren wurden, die diese Zugangsvoraussetzung nicht hatte. Daraus entsteht dann manchmal tatsächlich, und das muss man anerkennen, Verhaltensweisen innerhalb von Familien, die man kritisieren muss. Wenn in einer Familie beispielsweise das Gesetz der Gewalt und das Gesetz des Stärkeren herrscht, ist das nicht deswegen, weil der Nation X, Y ist, das ist deswegen, weil der in einer Familie reingeboren wurde, in der das leider gelebt wird, in der wir strukturelle in der wir gewisse Dinge reproduzieren, die im besten Fall der Vergangenheit angehören. Und womit ich mich wirklich mittlerweile schwer tue, ist diese Debatte, die wir im Land haben, ja, das ist wegen denen, die aus einem anderen Land kommen. Ne, es ist wegen denen, die sich Scheiße benehmen. Es ist, weil Menschen Verhaltensweisen an den Tag legen, die nicht gut sind. Und diese Verhaltensweisen, die müssen wir ansprechen. Wenn ein Mann sich schlecht gegen eine Frau verhält und sie schlägt, ist mir völlig egal, welchem Land der Mensch kommt. Schlag halt keine Frau. Was interessiert mich denn aus welcher Nation du kommst? Ist mir scheißegal. Ja, aber manche Nationen, reproduzieren das stärker als andere. Von mir aus. Aber das Problem ist doch dann nicht die Nation, sondern dass diese Person in eine Familie geboren wurde, in der das reproduziert wurde und es jetzt nachahmt. Aber ich finde, jetzt mache ich hier so einen Rant auf ein völlig anderes Thema, aber das ist mir einmal wichtig, weil ich finde, natürlich müssen wir anfangen, auch in diesem Land ein bisschen deutlicher anzusprechen, wo die Probleme sind. Nur, wir haben diesen Raum Leuten geöffnet, die diese Probleme mit Kultur und Nation kombiniert haben. Und das halte ich für falsch. Ich halte es für falsch zu sagen, das ist wegen denen mit der und der Nation. Ich halte es aber für vollkommen richtig anzuerkennen. dass wir sehr problematisches Verhalten bei Menschen wahrnehmen können. speaker-0: Das hast du sehr schön gesagt. Vielen Dank, Daniel. Ich würde das ein bisschen einmal auf das Wort Achtsamkeit überführen wollen, weil man für sich selber achtsam hinschauen darf. Wie reagiert man selber auch? In welches Glaubensmuster rutscht man dann auch ab? Also ja, auch bei der Frage. Und deswegen danke, Julia, für die Offenheit, dass du das hier teilst, weil in dem Moment stellt man sich immer die Frage, ist das Umfeld für mein Kind das richtige Umfeld? Aber das Kind, so wie ich es eben gesagt habe und so wie du es ja jetzt auch zusammengeführt hast. bringt erst mal das mit, was es hat. Natürlich auch eine Vorprägung und das findet alles an einem Ort jetzt statt. Und ab diesem Zeitpunkt, wo die Kinder mit den Menschen an einem Ort sind, fängt Gestaltung an, indem man die Gestaltungsräume aufmacht und sich überlegt, wie wollen wir das hier gemeinsam gestalten, dass wir uns alle menschlich einordnen und dass wir uns mit dem Leitsatz durch dieses durch diese Zeit bewegen. Menschen brauchen Menschen und wir sind alle gleich viel wert, unabhängig davon, wo wir herkommen. Und wenn man sich mal die Frage stellt, und das geht jetzt an alle da draußen, dass wir immer die Welt bereisen wollen. Wir wollen die Ferne erobern. Wir möchten unterschiedliche Kulturen kennenlernen. Wir fliegen bis nach Thailand, nach Afrika. Wir lassen uns Zöpfe flechten. Wir kommen mit Schmuck nach Hause und wir sind stolz, dass wir ein Stück Welt gesehen haben. Und jetzt haben wir so viel Weltbild in unserer direkten Umgebung, weil sich eben kulturell jetzt auch vieles verändert. Und jetzt dürfen wir den kulturellen Wandel gestalten. Und der findet ja hier statt. Und deswegen bin ich so dankbar, dass unsere Kinder auf eine Brennpunktschule gehen, weil ich mir eben sage, dass, liebe Kinder, ist das heutige Deutschland im Sinne der Menschen, die dazugekommen sind, die zu irgendwelchen Zeiten auch schon was erlebt haben. Jetzt brauchen wir Verständnis, brauchen Fürsorge, wir brauchen Gespräche, wir brauchen Beziehung. Und ich sitze oft auch bei anderen Eltern, teilen zu Hause, weil meine Kinder oder unsere Kinder sich da mit anderen Kindern anfreunden und dann kommt man ins Gespräch. Und da ist schon auch viel erlebt worden. Also teilweise sind auch Familien da, die sagen, ich habe meine Heimat verlassen. Wie du es gesagt hast, wir haben Krieg erlebt, wir durften uns jetzt hier neu aufstellen. Und jetzt ist doch ganz wichtig, dass aus dieser Umgebung heraus ein friedliches, wertschätzendes, liebevolles Miteinander wachsen darf, dass sich das gestalten darf. Und wenn die Kinder jetzt in diesem Übergang, die sind rough, die Kinder sind so rough, die haben halt nicht die Sprachkompetenz. Deswegen ziehen sie sich am Schulranzen mal, kloppen sie sich auch ein bisschen. Und es wird ja immer so bleiben. Die unerzogenen Knaben und Buben werden sich immer noch körperlich und die Mädels übrigens genauso in Kontakt begeben und wollen ein bisschen ihre Kräfte messen und wissen, wie können wir uns hier innerhalb dieser Schulgemeinschaft einordnen? Und dafür brauchen Kinder auch Platz und auch wieder Menschen, die das begleiten, ohne Vorurteile zu haben, ohne sofort in dieses bewerten, die sind so, weil die kommen da und daher. Einfach wirklich in dem Moment in die in die beobachtende Rolle auch zu gehen, das Ganze dann auch für sich selber einzuordnen. Das ist ein ganz wichtiger Abschnitt dazwischen, selber einordnen. Was habe ich beobachtet? Wie ordne ich das ein? Und welchen Impuls möchte ich jetzt geben, dass das hier gemeinsam erlebt wird, weil wir das hier und jetzt gestalten? speaker-1: Und es braucht dringend für das, und wie gesagt, sind ein Stück weit, glaube ich, von der Eingangsfrage weg, aber das ist nicht schlimm, weil ich finde, das ist eine sehr wertvolle Folge. Und es braucht trotzdem einen gemeinsamen Werteram, auf den wir uns kommitten in Schule. Was für Regeln gelten hier? Und diese Regeln, die müssen eingehalten werden, genauso auch wie in der Gesellschaft. Der Rechtsstaat an sich, der muss, wenn Menschen, egal ob hier geboren oder nicht hier geboren, Dinge, die der Rechtsstaat schützt, zerstören, müssen diese Menschen in aller Deutlichkeit vom Rechtsstaat in die Verantwortung genommen werden. Ich bin also kein Freund von Regellosigkeit oder sonst was. Und ich bin auch kein Freund davon zu sagen, man kann sich alles erlauben. Und ich bin auch übrigens kein Freund davon zu sagen, das hatten wir auch auf der Schule, da gab es zwischen zwei Kindern eine Derbe-Auseinandersetzung aufgrund von Glaubenskrieg quasi. Da ist einer auf den anderen losgegangen, weil das andere Kind in den Augen des vermeintlichen Täters den falschen Gott hat. Das ist Gewalt, unabhängig davon, warum dieses Kind glaubt, das wäre so. Das ist natürlich eine familiäre Prägung. Also kommt ja keiner auf die Welt. Muss natürlich klar sein, wir haben eine Gesellschaft, in der wir... aufgrund von Religion, egal welcher Religion, niemals verfolgt, geschlagen, demütigt oder sonst was werden dürfen, dann gilt es, dass das durchgesetzt wird, dieses Recht. dafür müssten wir uns viel mehr einsetzen. Wir müssen uns nicht gegen Kulturen einsetzen oder gegen Personengruppen, sondern wir müssen uns dafür einsetzen, dass ein gewisser Konsens wiederhergestellt wird. Wie wollen wir hier zusammen leben? In Familie, in Schule und im öffentlichen Raum. Und da sehe ich definitiv Punkte, wo man kritisch sein kann. Hundertprozentig auch in teilweise Schulen, wo Dinge nicht durchgesetzt werden, wo wir als Gesellschaft sagen müssen, das darf so nicht sein. Es darf in der Schule nicht sein, dass eine Religion höher gewertet wird als die andere. Nicht in einer Gesellschaft, in der wir sagen, wir sind offen. Es darf nicht sein, dass wir gewissen Konflikten sozusagen weggucken, weil es unangenehm ist, sie anzusprechen, weil wir möglicherweise instrumentalisiert werden von der falschen Seite. Falsches bleibt falsch, unabhängig davon, wie wir damit instrumentalisiert werden. Und es ist wichtig, das auch anzusprechen. Nur, und jetzt sind wir wieder beim aggressiven Verhalten vom Eingang, wenn ein Kind ein anderem massiv Gewalt zufügt, aufgrund von Glaube. Das ist wirklich aggressiv. Machen wir aber ein anderes Beispiel. Dein Sohn lief auch eine gewisse Zeit von vier Tagen zu Hause rum und hat so bisschen so ein provokantes Verhalten an den Tag gelegt. Der war dann plötzlich der Gorilla. Das halte ich noch nicht für aggressiv. Da muss ich noch sagen, okay, ein Kind probiert sich aus. Sucht Feedback, ist das okay? Aber wenn wir es dann nicht einordnen als Erwachsene, weil wir vielleicht auch nicht den Mut haben zu sagen, dieses Verhalten, so wie du dich gerade verhältst, das geht einfach nicht. speaker-0: der Gorilla. Sucht Feedback. speaker-1: Weil wir Angst haben, dann vielleicht in irgendeiner Weise zu weit gegangen zu sein. Dann halte ich das für schwierig. Dann haben wir noch den Punkt, dass ... Ja, hab ich jetzt vergessen. Wir waren bei Kjell. Kjell hat das hat das gespielt. Der Gorillagang. Genau, dann haben wir aber auch die Situation gehabt, vor der Tür, wo ein Kind ein anderes am Rucksack gezogen hat. speaker-0: Kurila Gang. speaker-1: Und es waren einige Erwachsene in der Situation dabei und sofort gesagt haben, wie aggressiv, wie aggressiv. Und dann haben wir ja kurz die Situation analysiert und darüber gesprochen. speaker-0: Bevor es mit dem Podcast weitergeht, möchte ich dich kurz auf etwas aufmerksam machen. Hey! Ich bin's, Jana. Und vielleicht kennst du das, viele Bewegungsangebote für die Kleinsten ziehen schon früh auf eine bestimmte Sportart ab. Du findest in deiner Stadt überhaupt kein passendes Bewegungsangebot, weil die wenigen Gruppen, die es gibt, komplett überlaufen sind. Und selbst wenn du einen Platz bekommst, stellst du vielleicht fest, dass die Inhalte oder die Art, wie die Kinder begleitet werden, nicht dementsprechend, was du dir eigentlich für dein Kind wünscht. Genau so geht es heute unzählig. mit Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren. Deshalb haben wir bei Stark für Kinder die Ausbildung zum frühkindlichen Bewegungstrainer und zur frühkindlichen Bewegungstrainerin entwickelt. Denn für uns ist Bewegung viel mehr als Sport. Bewegung ist Entwicklung. In der Ausbildung lernst du, wie du Kinder spielerisch an Bewegung heranführst, ihre Wahrnehmung förderst, sie emotional in ihrer Entwicklung begleitest und Bewegungsräume schaffst, die echte Bewegungsfreude entstehen lassen. Durch Spiel, Bewegung und gemeinsame Erfahrung lernen Kinder, sich selbst besser kennenzulernen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten aufzubauen und wichtige Kompetenzen für ihr weiteres Leben zu entwickeln. So können Selbstvertrauen, Emotionsregulation, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz wachsen. Ganz natürlich und altersgerecht. Alle Inhalte stammen direkt aus der Praxis. Ich habe sie über viele Jahre in meiner Arbeit mit Kindern entwickelt, erprobt und immer wieder verfeinert. Die Ausbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Trainerinnen und Trainer, engagierte Eltern und Menschen, die sich nebenberuflich ein sinnvolles Standbein aufbauen möchten, indem sie Kindern einen bewegten und gesunden Start ins Leben ermöglichen. Wenn du mehr erfahren möchtest, schaue einfach vorbei auf stark für kinder.de für mit ue geschrieben und jetzt wünsche ich dir weiterhin ganz viel Freude mit dem Podcast. speaker-1: die Situation analysiert und drüber gesprochen und kam dann mit den Kindern ins Gespräch und das eine Kind, was nicht so gut Deutsch konnte, hat ein anderes Kind, welches in das Gebäude laufen wollte, zurückgezogen, weil das Kind, was nicht gut Deutsch konnte, wusste, wir dürfen nicht ins Gebäude laufen und wollte seinen Freund schützen. Das sah für die umliegenden Menschen aus wie, boah, wie aggressiv, da reißen die sich hier am Rucksack vor der Schule schon und wie aggressiv die alle geworden sind. Hier wäre der Punkt auch für die Fragestellerinnen zu hinterfragen. Ist es wirklich aggressiv, was ich beobachte oder ist es ein robusteres Miteinander? speaker-0: Sehen wir bitte auch die Geschichte einmal an der Tür, als Kjell von einem anderen Schulfreund nach Hause gebracht worden ist und die haben sich begegnet, begrüßt und einfach geträumt. speaker-1: Die haben sich die ganze Zeit getreten untereinander, volle Kanne, standen bei uns im Eingang, mein Sohn, Kerl, noch zwei andere. Und ich bin auch jetzt recht nicht zimperlich, was so was anbetrifft und denke mir so, ja gut, Kinder. Aber irgendwann kam auch bei mir der Punkt, dass ich so gedacht habe, es muss doch wehtun. Und dann ich meinen Sohn gesehen und dann hatte er mir plötzlich Leid. Und dann kamen so mir so ganz weirde Vatergefühle. Ich ich muss meinen Sohn schützen, der wird so doll getreten. Ich meine, er hat auch zurückgetreten. Und dann frag ich so, äh, Flori, tut das nicht weh? Hä? Er sagte, nein, das macht voll Spaß. Wir machen das immer so. Aber wirklich, du spürst ja bei deinem Kind, wenn es lügt, ⁓ cool zu sein oder wenn es die Wahrheit spricht. Diese Verbindung sollte man zu seinem Kind haben. Dann hab ich wieder für mich erkannt, dass, was da passiert ist, unzählige Menschen als aggressives Verhalten sehen. Ich check so, fuck, das sind doch einfach Kinder. Lasst die doch mal machen. Wir haben uns auch gerauft. Wenn Nico und ich uns getroffen hätten, hätten wir uns 100-prozentig gerauft. Da hätte aber keiner gesagt, die aggressiven Deutschen. Da hätte man gesagt, Mensch, der Joister. Da ist Leben drin, da ist Feuer. Jetzt sehen wir Kinder mit einer etwas vielleicht dunkleren Hautfarbe, die dasselbe machen, was wir früher gemacht haben und reden davon, dass sie aggressiv und verroht sind. Finde ich schwierig. speaker-0: ⁓ nochmal den Abschluss und den Bogen auch zu spannen auf die Fragen, wenn wir diese drei hier nochmal bündeln, aggressives Verhalten beobachten, erstmal einordnen und gucken, ist das wirklich aggressiv? Und das gilt ja für alle, deswegen ist das eine ganz tolle Frage, weil wann bewertet man das schon aggressiv, obwohl wir eigentlich noch in dem Bereich sind, körperliches Erleben, körperliches Kräfte messen, körperliche Räume schaffen, dass Kinder auch genau in diesen Körperbezug und in die Körperwahrnehmung kommen. Was ist eigentlich doll und was ist nicht doll? Weil die Jungs haben sich alle getreten, aber sehr kontrolliert gesteuert, sodass sie dabei Spaß haben. Und die ungezogenen Knaben und die ungezogenen Mädels von früher, die dann miteinander sich gegenseitig auch körperlich ein bisschen, ich sag jetzt mal, foppen, ausprobieren, auch mal die Beine wegtreten, das hat's ja auch schon immer gegeben. Und das gibt es auch in jedem Film, den man von früher anmacht, wo man sich gegenseitig mal ins Gebüsch schubst und dann auch darüber lacht, das ist alles noch keine Gewalt, das ist alles eine... Soziokulturelle Dynamik, entsteht, ⁓ sich in der Gruppe eingliedern zu können und auch seinen Platz in der Gruppe zu finden. Deswegen braucht es unbedingt Raum, dass die wir das diesen Kindern auch schenken, also dass wir den Kindern den Raum schenken, dass sie sich da entwickeln dürfen. Also aggressives Verhalten genau unter die Lupe nehmen, genau beobachten, dann einordnen und dann gucken, welche Impulse brauchen die Kinder. Und zum zweiten Punkt ist ja dann dieses wenig Interesse am Handball. Neun Jahre. Ich weiß nicht, wie viele Sportarten ich ausprobiert habe, bis ich etwas gefunden habe. Wie oft wechselt da das Interesse, was erlebt man auf dem Schulhof? Und wenn das jetzt auch da vielleicht gerade super gut zusammenpasst, kann man ja auch mal das Verhalten von, okay, da kommt Stimmung auf, mein Kind möchte Kräfte messen, möchte sich kennenlernen, kann man ja auch mal eine Kampfsportart ausprobieren und die Sportart wechseln und das den Kindern auch. erlauben, sich zu finden. Und dafür braucht sehr viel Einsatz von Eltern, das abzudecken, auch wenn wir wissen, dass es heute schwer ist im beruflichen Kontext, das alles abzubilden. Und wenn ein Kind gerade in einer Gemeinschaft gewöhnt ist wie Handball und dann plötzlich kein Interesse mehr hat, ist es auch da wichtig hinzufragen, warum ist das Interesse nicht mehr da? Was muss man da machen? Weil das, was du gesagt hast, Daniel, dieses von hier jetzt eine Einordnung und eine genaue Einschätzung abzugeben, können wir gar nicht, weil man weiß gar nicht, was ist im Handballverein los, ist da vielleicht auch irgendetwas, dass das Interesse deswegen nicht mehr da ist. Aber es nicht unbedingt nur auf die Schule zu übertragen, ist ja auch wichtig, sondern auch auf den Sport. speaker-1: bin auch da für den Sport und jetzt kommt mal ein kleiner... Ich glaube, vielleicht gieße ich jetzt für manche Menschen Öl ins Feuer. Aber ich muss es tun. Ich höre immer wieder von Eltern. Mein Kind hat mit dem und Sport angefangen und jetzt hat es da kein Interesse mehr daran. Ich finde das so schlimm und ich frage mich immer, warum? Und ich hab da gerade kurz drüber nachgedacht und ich glaube, ich hab das erste Mal eine Antwort gefunden, die nicht gut schmeckt. Weil wir dran glauben, dass unser Kind etwas in dem Sport, mit dem er angefangen hat, erreichen könnte und da drin sozusagen Erfolg haben könnte, der dem Kind irgendwas im Leben bringt. Denn wenn es mir nur ⁓ den Sport per se geht, also ⁓ Bewegung, Ist doch vollkommen egal, ob der heute Handball macht, übermorgen Basketball und in zwei Monaten Tennis und in fünf Tai Chi und in 20 Rudern. Weil cool, mein Kind macht Sport. speaker-0: Komplexität vorm Kompetenzen, das ist sogar noch sehr wert. speaker-1: Genau, fertig. Aber warum stört es mich denn, dass es den einen Sport nicht weitermacht? Boah, der hat da Talent drin? Ja gut, der hat da Talent drin. Ja, hat jetzt keinen Bock mehr drauf. Warum finde ich es dann immer noch wichtig, dass er diesen Sport zu Ende macht? Da muss man sich mal reinversetzen. Was erwarte ich denn? Erwarte ich, dass mein Kind der nächste Superstar wird und irgendwann eine Menge Geld verdient in diesem Sport? Ich denke, ich komme auf keine andere Antwort. Oder ist es die... Ich kriege gleich einen Hustenreiz, wir müssen zum Ende kommen. werde den Maximal noch 3 Minuten unterdrücken können. speaker-0: Und husten an meine beste Freundin. speaker-1: In dem Fall erwarten wir ja, dass irgendwas passiert in der Zukunft. Oder wir sind zu faul, unseren Kindern an einen Stelle abzulösen und an anderen Stelle anzubelden. Doch einen Punkt fällt mir noch ein, das wäre das Geld. Das gilt dann aber weniger für Sportvereine, weil meistens in einem Sportverein melden wir uns in dem Sportverein an und könnten dann innerhalb des Sportvereines wechseln, ohne dass immense Summen auf uns zukommen. Klar, wenn wir im freien Bereich sind in Kampfsportschulen, wo wir eine Anmeldegebühr haben und eine monatliche Gebühr, die dann ein Jahr lang läuft, da kann ich sogar noch mitgehen, dass man sagt, na pass mal auf, du hast dein Commitment gegeben, das kostet 59, 69, 79, was ja teilweise Kampfkunstschulen kosten. Da kann ich es noch verstehen, dass man dem Kind sagt, wir haben ein finanzielles Commitment abgegeben, wir haben mit dir gesprochen, das Jahr machst du zu Ende. Da kann ich sogar noch mitgehen. Aber wenn wir im reinem Vereinswesen sind, man meldet das Kind zum Beispiel im ASC Nordbürger an, dann ist im AAC Nordböcke. Kann ich in verschiedenen Abteilungen trainieren, ohne dass es ums Geld geht? Also was ist es dann wirklich? Ich glaube es geht darum, dass wir irgendwas glauben, dass in Zukunft passiert, wenn unser Kind einen Sport zu Ende bringt und die Frage ist, ist das nötig? speaker-0: Schlusssatz von mir. suchen manchmal als erwachsene Person Sicherheit und Ruhe in Struktur und Ordnung. Sinne von, das ist jetzt strukturell eingestellt. Einmal die Woche Handball. Mein Kind hat sich gerade gefunden, ist jetzt neun Jahre alt, hat so eine Persönlichkeitsidentität entwickelt. So ist es ungefähr. Jetzt fängt es schon wieder an sich zu verändern. Ich glaube, wir verändern uns die ganze Zeit. So sind wir eingestiegen. Wir sind kontinuierlich mit den Herausforderungen der gesellschaftlichen Veränderung konfrontiert. Wir sind immer wieder damit konfrontiert, uns als Kind und als Erwachsener in neue Umgebungen einzugliedern. Und wir stehen die ganze Zeit in dem Prozess uns. anzupassen, zu verändern und auch ein Stück weit flexibel auszurichten. Und mit Anpassung meine ich nicht, dass wir uns gehorsam anpassen, sondern dass wir uns ein Stück weit einbinden in das, was uns da geschenkt wird als neue Umgebung. Und das kann in der Familie stattfinden, im Verein stattfinden, in der Schule stattfinden, überall stattfinden. Und deswegen finde ich es sehr schön, wenn wir Veränderung als Einladung der Resilienzförderung betreiben. speaker-1: Wenn du dein Kind im Bereich Resilienz fördern möchtest, dann gibt es dazu auch eine Möglichkeit. Es gibt nämlich Menschen, die dein Kind da drin trainieren. ⁓ mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen, ob das zum Beispiel ist, Umfelden, in denen verschiedene Menschen aufeinandertreffen, klarzukommen. Ob das in einer Brennpunktschule ist oder in einer Schule im Vorort oder ob es im Sportverein ist, der Musikschule oder einfach dem Jugendzentrum. Völlig egal. Wie komme ich in Gemeinschaften klar? Das kann man lernen. Und dafür haben wir Menschen ausgebildet. Diese findest du auf starkfuerkinder.de. Dort lernst du oder lernt besser gesagt dein Kind Lebenskompetenzen. Starkfuerkinder.de Mit Ue. Mit Ue geschrieben. Eine spannende Folge. sind jetzt von irgendwelchen bisschen Höchstgännen auf Stöchstgännen gekommen, waren irgendwie dann plötzlich auch in so einem grundsätzlich gesellschaftlichen Thema. Wie gehen wir mit verschiedenen Menschen ⁓ die auch aus verschiedenen Elternhäusern kommen? Weil das ist es. In meiner Welt kommen wir aus verschiedenen Elternhäusern. Wir sind eine Gesellschaft aus Menschen mit familiärer Prägung. Und Familien prägen in die eine und die andere Richtung. Und ich glaube, wir müssen es schaffen. mit diesen unterschiedlichen Menschen umzugehen und dafür zu sorgen, dass wir auch gewisse Cycle durchbrechen. Man nennt das ja auch so schön die Cycle Breaker. Das werden wir aber nicht schaffen, wenn wir Label darüber packen. Verhalten, welches nicht für die Gemeinschaft dienlich ist, muss adressiert werden. Wir müssen es ansprechen, aber wir sprechen hier von Menschen und nicht von Kulturen oder von Ländern. Und das Menschen Mist bauen, das ist ein Fakt. Und wenn Menschen so viel Mist bauen, dass sie nicht in der Gemeinschaft sich einbringen können und die Gemeinschaft stärken, sondern zerstören, dann muss auch der Rechtsstaat einschreiten. Dann braucht es Konsequenzen. Denn eine gute Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn es Rahmenregeln und Rituale gibt. Und dafür sollten wir uns meiner Meinung nach einsetzen. Dass Menschen miteinander klarkommen und dass es aber auch eine Instanz gibt, die darauf achtet, dass Recht hergestellt ist. Denn dann können wir uns entfalten. Und das halte ich für wichtig, denn wir sind eine große Menschenfamilie und ich habe das Gefühl, wir dividieren uns immer mehr in... Ich weiß nicht in was. Aber das, was ich da beobachte, will ich nicht. Wir eine Menschenfamilie. Aber auch eine große Menschenfamilie braucht Rahmenregeln, Rituale. Das ist ein Fakt in meiner Wahrnehmung. In dem Sinne, liebe Grüße an alle, die diese Folge bis zum Ende gehört haben. Und wenn du sie teilen möchtest, weil du sie wertvoll finden, teilt sie, schick sie rum, bewerte sie, kommentier sie. Wir sagen Dankeschön. Wir sagen gerne. Anbieterinnen und anbieter die kinder stärken im bereich konfliktlösung im bereich mobbing prävention im bereich selbstbeauftragung im bereich soziale kompetenzen im bereich lebenskompetenzen bereit für alles was das leben deinem kind bietet speaker-0: Vielen Dank, Daniel Dudek. speaker-1: auf starkfueckinder.de. Einfach Postleitzahl eingeben und die passende Anbieterin oder den passenden Anbieter in deiner Gegend finden. Ja, wenn dir das Video gefallen hat, gilt natürlich, abonnier den Kanal und aktivier die Glocke. Hier werden dir auch noch weitere Videos angezeigt. Stöber einfach mal. Apropos stöbern, auf starkfueckinder.de gibt es außerdem einen Elternratgeber. Auch da kannst du dir wunderbare Artikel durchlesen, die dafür sorgen, dass dein Kind gestärkt ist. Viel Spaß!