speaker-0: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von AI and Why. ⁓ sprechen im Moment viel darüber, dass wir beim Thema KI die Menschen mitnehmen müssen, dass es ⁓ Kultur geht in den Firmen, ⁓ Beteiligung, ⁓ Haltung zu diesem Thema, Change. Mein heutiger Gast ist KI-Beraterin für mittelständische Unternehmen und erlebt die Realität in den Organisationen täglich. du hast mir im Vorgespräch was sehr Unerwartetes gesagt. Du hast gesagt, ich bin gerade ziemlich frustriert. Weil du erlebst, dass Menschen nach den Workshops motiviert rausgehen, was verändern wollen und dann treffen sie in ihren Organisationen auf eine Realität, in der genau das kaum oder oft kaum möglich Mich interessiert heute deshalb, scheitert KI wirklich an den Menschen oder scheitert sie an den System, in den diese Menschen arbeiten? Katha, schön, dass du da bist. Herzlich willkommen. ⁓ speaker-1: Vielen Dank. Ich bin überrascht, wie gut du das zusammengefasst hast nach unserem doch recht emotionalen Vorgespräch. speaker-0: Ja, du warst wirklich total frustriert, als wir miteinander gesprochen haben. Du kamst gerade aus irgendeinem Workshop auch raus. Was hat diese Frustration ausgelöst? speaker-1: Ja, eigentlich kam ich zwei Tage zuvor, war ich vor Ort bei einem Kunden. Ich sage jetzt mal Verlagswesen, ich möchte nicht zu genau Und ich habe mit einem total motivierten Strategie-Team gearbeitet an der Fragestellung strategische Personalplanung in die Zukunft. Wo hilft da auch KI? Wir hatten vorher auch ein Befähigungsworkshop gemacht. das war wieder eines dieser Momente, ⁓ entgegen meiner eigenen Devise mich darauf eingelassen habe, Workshop zu geben, ohne dass die Geschäftsführung vorher beteiligt war. Vielleicht liegt da auch schon ein Teil der die waren super motiviert, haben mir aber eben auch sehr, sehr viel von den systemischen Problemen erzählt, den strukturellen Problemen. Und jetzt versuchen wir ⁓ über einen spannenden KI-Piloten versuchen wir das Thema strategisch zu platzieren, Und das war der Moment, als wir gesprochen haben, wo ich einfach gemerkt habe, boah, ich kann noch so motivierend sein, noch so coole Sachen denen erzählen, was möglich ist, wenn ich aber dann merke, dass sie innerhalb ihres System immer wieder an Grenzen stoßen, dann müssen wir neu denken, müssen wir anders denken, müssen wir kreativ werden. speaker-0: heißt, ⁓ beschäftigst dich ⁓ deinen Workshops, das klingt ein bisschen so, vielmehr mit der Psychologie innerhalb dieser Organisation und den Strukturen in der Organisation als eigentlich mit AI-Technologie. speaker-1: Absolut, weil ich fange ja an, ich muss ja irgendwo KI erklären und die Basistechnologie dahinter. Ich kann ja nicht reinsteigen und sagen, so, hier ist die Lösung, weil mit KI wissen wir ganz oft gar nicht, wo der Wert liegen wird bei den einzelnen Abteilungenbereichen. Und dann kommen wir zusammen relativ schnell über die großen Fragen, die Sie sich stellen, wenn Sie nach einer halben Stunde verstanden haben, wie tiefgreifend und wie disruptiv KI sein kann, kommen die Fragen und kommen auch die Frustrationen automatisch. Ich frage auch, was wollt ihr vielleicht mit KI machen? Was glaubt ihr denn, warum wir diesen, was ich euch jetzt mit diesem Workshop zeigen kann? Was nervt euch im Alltag? dann kommt eigentlich relativ schnell und das hättet ihr schon zehn Jahre automatisieren können. Das sind alles Themen, haben wir nicht mit KI zu tun, sondern vielmehr damit, wie es euch gerade geht als Team mit den Strukturen. das ist dann immer ganz interessant. speaker-0: Hast du ein konkretes Beispiel von einem Veränderungsprozess oder einem Prozess, den du in so einem Workshop identifiziert hast, den wir uns mal anschauen können? Also wenn man jetzt an diese Verlagswelt z.B. mal denkt, was wollen die denn automatisieren mit KI? speaker-1: Ja, wollen, also wenn ich jetzt ganz konkret an das Strategieteam denke, dann wollen Sie den unterschiedlichen Bereichen und den fragmentierten Welten, die in so einem Unternehmen ja bestehen, in dem Fall könnte man Silo-Denken nennen, denen wollen Sie strategisch helfen, Ihre Preisstrategie aufzusetzen und das zu harmonisieren. Sie haben Herausforderung ganz grundsätzlich, dass sie oft eigentlich gar nicht eingeladen werden, nicht am Tisch sitzen zur richtigen Zeit und haben dann überlegt, okay, können wir nicht einen Chatbot machen, der dabei hilft und berät, also das, was unsere Kompetenz ist, da schon mal ein Einfallstor schafft, dass wir das den Führungskräften zur Verfügung geben und jetzt ein Strategiebot. speaker-0: Also ein Strategieboard, der Ihre Kompetenz in die Organisation multipliziert. Genau. Okay, aber was soll die Organisation dagegen haben? warum, wo gibt es denn da Frustration? Man kann ja diesen Chatbot einfach zur Verfügung stellen speaker-1: das Problem ist, dass sie verstehen, dass das ein wertvoller Use-Case ist, aber dann frage ich, ist das erlaubt? Mit welchem Tool? Wie setzen wir das Projekt auf? Ist dieses Thema überhaupt schon bei der Geschäftsführung strategisch angehangen? Das ist gar nicht da. speaker-0: das heißt, was siehst du am häufigsten, was fehlt? Fehlt Geld oder fehlt Zeit? Bewusstsein. Fehlt Governance? ⁓ speaker-1: sein. Also das Bewusstsein und das ist eben, wenn wir über KI sprechen, Unternehmen, wir können halt wirklich in so viele Bereiche reingehen, die wir jetzt brauchen, daran, dass es eigentlich, daran sehen wir, dass es so disruptiv ist und so systemverändernd sein Es braucht ⁓ Ganz oben ein Transformationswillen und ein Verständnis, Es braucht wirklich das Bewusstsein, wie tiefgreifend die Veränderung sein wird von außen im Markt, bei den Mitarbeitenden, in der Gesellschaft, ⁓ dann zu antizipieren. dass es einen Weg dahin geben muss. Aber eigentlich muss die Geschäftsführung verstehen, KI, das ist eigentlich ein Symptom dafür, dass sich das System anpassen muss an die neue schnelle Zeit, die Komplexität und dafür auch die Organisation ein Stück weit umbauen muss, das System als solches hinterfragen muss. Und wenn das gegeben ist, kann man sehr einfach Wir nehmen das KI-Thema jetzt auch, ⁓ diese ganzen Themen anzufassen. speaker-0: du hast ja nicht immer nur auf Abteilungsebene Workshops, es wird ja vielleicht auch mal ein Geschäftsführer da drin sitzen. Wie erlebst du die Ist das Bewusstsein wirklich nicht vorhanden? speaker-1: Tatsächlich ist es so, ich zunehmend, und das ist das Positive, das ist das, was mich glücklich stimmt, zunehmend mit der Geschäftsführung und mit Vorständen arbeite. Und den Fall, wo wir uns getroffen haben, wirklich, das war wieder so, hätte ich da nicht noch mehr für kämpfen können, dass das höher angesetzt Ich erlebe immer noch ⁓ technische Verständnis und somit dann die Fähigkeit zur Antizipation. noch nicht gut genug ist. Also es wird heute noch von Vorständen von Geschäftsführern gesagt, naja, KI ist JetJPT und es halluciniert. Und dann gebe ich Gas. Und dann versuche ich, das denen näher zu wie viel mehr es ist als eine bessere Google-Suchmaschine. Und dann entsteht eigentlich relativ schnell das Verständnis. Weil ⁓ sehe ich heute, und da hat die Zeit uns vielleicht jetzt geholfen, ⁓ speaker-0: So. speaker-1: Dann sehe ich, wie bei den Geschäftsführern und manchmal auch Geschäftsführerinnen dann tatsächlich das Klick macht. Weil sie waren ja auf Veranstaltungen, sie haben Impulse gehört. Aber sie haben es schnell abgetan als naja, wir sind noch nicht so weit, die sind noch nicht so weit oder wir sind besonders weil. Und ich glaube, ich kann die Brücke da oft jetzt schlagen und dann sagen sie, okay, was sollen wir denn jetzt machen? speaker-0: Genau, was verändert sich denn, wenn es dann Klick macht beim Geschäftsführer oder bei der Geschäftsführerin? Was passiert denn dann? speaker-1: Dann können wir endlich Flächendeckende Befähigung sprechen. Also Kompetenzaufbau im Sinne der Handlungsfähigkeit von so einem Unternehmen. Dann können wir uns fragen, wenn wir jetzt verstanden haben, das Thema KI und auch noch viele anderen Entwicklungen, die wir gerade einfach vor der Brust haben, wenn das alles passiert und auch schon wirkt, wie können wir unsere Organisation so aufstellen, dass sie in Zukunft darauf reagieren kann? Das heißt, wir sind noch einen Schritt vorher. sind nicht bei, finden jetzt einen Use-Case und wir rechnen einen ROI aus, sondern wir müssen ja Thesen aufstellen. Wenn das so ist, was brauchen wir dann? Und dann ist für mich die größte Aufgabe, die Budgets freizuklopfen und das Projekt strategisch genug angehangen zu wissen, damit Projekteams tatsächlich frei arbeiten können. zwar brauche es dann, ⁓ das Thema KI zu machen, es braucht irgendein sicheres Tool. was die Mitarbeitenden benutzen können. Es braucht eine Befähigung, die jetzt nicht nur wie prompt ist so richtig, sondern es braucht ein bisschen mehr als das. Vielleicht können wir da gleich noch einsteigen. Und es braucht eben Strukturen. Es braucht eine KI-Richtlinie. Es braucht eine Vision. Es braucht ein KI-Team. braucht Ansprechpartner im Unternehmen. Es braucht einfach neue Räume und neue Erlaubnisse. Und das ändert natürlich das Gefüge. Und die meisten sagen, hey, ja, super, das ist eine tolle Roadmap. Das machen wir jetzt und dann innerhalb der Roadmap, also wenn das dann umgesetzt werden muss, dann sieht man, wo das System wieder schreit und knirscht und sagt, da habe ich jetzt aber keine Lust drauf und dann steckt man mitten im Change Management. speaker-0: Du sprichst vor allem von Erlaubnissen. ist warum es vielleicht auch oben in der Geschäftsführung Klick machen muss, weil Dinge erlaubt werden müssen in der Umsetzung. Was muss denn da erlaubt werden? ⁓ speaker-1: Ich mache mal Beispiel jetzt aus einem ganz konkreten 500 Mitarbeitende, eher verwaltungslastig, weil in einem Markt, wenig Konkurrenz hat, weil es an die Stadt angebunden ist. Und da machen wir jetzt ein Verletzbizierungsprojekt, wo wir einen sehr großen Teil, also übers Jahr geplant, wie die Menschen befähigt werden. Ein großer Teil davon werden freiwillige Impuls-Sessions sein. ⁓ Get-togethers, Lunch and Learns, weil wir aus der Vergangenheit einfach wissen, wenn Menschen zusammenkommen und über ihre Erfahrungen mit KI sprechen, über ihre Ängste sprechen dürfen und über ihre Probleme, dann entsteht da auf einmal was. stehen Ideen, dann kannst du Netzwerk, Synergien Und jetzt bestand die ⁓ drei Wochen eigentlich meine Arbeit darin, ⁓ mir bei den Vorständen das Go abzuholen, dass die Führungskräfte nicht freiwillig irgendwie bei einer Schulung mitmachen, sondern vorher strategisch aufgegleist werden, dass sie ihre Mitarbeitenden quasi belohnen müssen dafür, dass sie zu diesen freiwilligen Sessions gehen. Also wenn sie ein Stand-Up haben, ein Meeting haben, dann muss auf der Agenda der Führungskraft stehen. So, und wer von euch ist jetzt hier beim Thema KI und bei ist am Freitagmorgen dabei? ⁓ ihr seid nicht dabei. Warum seid ihr nicht dabei? Also erstmal, das... Das keine Belohnung. Das ist der Druck. das wäre erstmal so im positiven Sinne dann die neue Form des Ausdrucks. Deswegen aber nicht gut, dass ihr nicht dabei wart. Und wenn jemand dabei ist, dann wird er beim nächsten Treffen, beim nächsten Meeting... was hast du denn verstanden? Gibt es da irgendwas interessantes für uns, für unsere Abteilung? Klasse Tom, dass du da Kannst du das hier noch mal irgendwie uns im Teams-Kanal zusammenfassen? Was hast du gelernt? ⁓ Also habe ich viel Zeit verbracht, dass ich das Go habe, dass ich natürlich ganz empathisch und liebevoll die Führungskräfte ... Ja, jetzt in den Führungskräfte-Workshops, die vorher anstehen, das mit dem Vorstandszettel sozusagen sagen kann, das ist eure neue Aufgabe, das ist Teil jetzt eurer Stellenbeschreibung, dass ihr KI-Experimente, KI-Freude sozusagen belohnt und auch im Team sichtbar macht und ja, auch die Menschen, denen Menschen dann auch die Zeit da hinzugehen. speaker-0: Okay, du sagst, das ist das, top down passieren muss. Also vor allem vielleicht gewollt sein von der Geschäftsleitung und dann eben von den Führungskräften auch multipliziert werden und es muss gezeigt werden, wie sehr man das will als Organisation und wie sehr man vielleicht auch Lust hat auf diese Experimente. Was hält denn momentan Führungskräfte davon ab, das zu tun? hast eben gesagt, es muss Klick machen. Haben die wirklich noch nicht verstanden, was KI für ihr Geschäftsmodell bedeutet oder ist es was anderes? speaker-1: Aus meiner Sicht ganz klar haben sie noch nicht. Also wirklich. Ich bin selber überrascht, dass ich seit dreieinhalb Jahren oder seit drei Jahren jetzt immer noch bei Null anfange in den Workshops mit Führungskräften. Dass die Glaubenssätze, also sowas ist es eine bessere Suchmaschine, es halluciniert nur, es ist noch nicht so weit und sowieso, dass das immer noch vorherrscht. Und der Grund dafür ist ganz oft, dass die ⁓ Führungskräfte selber das nicht nutzen strategisch für sich in ihrem Und ich erlebe eher im ersten leichte Arroganz und ein sich zurücklehnen, so, zeig mal, was ist denn jetzt so toll bei der Ich sage mal so, nach zwei Stunden sind sie ⁓ alle lustig dabei und haben verstanden, dass das wichtig ist. Und das fehlt oft den motivierten Mitarbeitern bisher in letzten zwei, drei Jahren. In jeder Abteilung gibt es Menschen, denen ein schlummert das Potenzial und das wird durch eine sehr breite quasi ausgelöst. sind auch viele Menschen, die bisher nicht technologieaffin sich glaubten. Die KI verändert da viele Möglichkeiten. Und es gibt aber Menschen, die ja heimlich schon ganz viel machen, die auch gerne Game zu Hause sitzen, auf der Couch Podcasts hören, Sachen ausprobieren. Und eigentlich die ganze Zeit darauf warten, dass auch das Unternehmen mal so weit ist, dass sie es dürfen. Und da schließt sich vielleicht der Kreis. speaker-0: Du sagst ja, ja in der Mitarbeiterschaft gibt es die Leute, die eigentlich heimlich das wollen und die motiviert sind, in der Führung nicht. ⁓ speaker-1: an dieser Unterhaltung sieht man eigentlich, wie unglaublich komplex das ist. Also erstmal kommt es natürlich immer darauf an, klassischer Beraterspruch, aber es gibt auch Führungskräfte, die natürlich Bock drauf haben und das sehen und auch viele, engagiert Das eine Problem ist, Wie ist die Dynamik im Führungskreis? Wir werden sieben Leute sitzen und wir haben keine Zeit und jetzt kommen die auch noch mit dem Schwachsinn und dann wollen die, dass wir experimentieren. Wir haben ganz andere Probleme. Guck mal, hier die Quartalzahlen und wir müssen noch dies und jenes machen. dann sitzt da die Person, sagt, ich habe aber voll Bock und dann ist da eben eine Gruppendynamik, wo man sich dann doch wieder auch zurückzieht. speaker-0: ja aus Organisationssicht valide Argumente. und jetzt kommst du da an und kriegst es aber irgendwie hin, die Notwendigkeit oder die Begeisterung bei den Führungskräften zu wecken. Was ist der Schlüssel dazu? speaker-1: die ausprobieren lassen. Die fragen, was ist gerade dein größtes Problem? Und dann ist es eben auch so, dass glaube ich, es schaffe, ganz alltagstaugliche Gefühle und Probleme den Raum zu öffnen. Das heißt, ich schaffe erstmal einen gemeinsamen Nenner, aktueller Stress und besonders Führungskräfte. Beruflicher Beruflicher Stress, genau. Ja, die Ableitung überlasse ich Ihnen selbst und lasse Sie natürlich dann auch erstmal 15, 20 Minuten. speaker-0: der Stress. speaker-1: ein bisschen rum experimentieren und im besten Fall gehen sie mal raus und quatschen damit. speaker-0: Der Schlüssel ist, KI zu übersetzen in den Berufsalltag oder den privaten Alltag dieser Leute, damit sie wirklich erstmal verstehen, das Ding halluciniert vielleicht manchmal, aber es kann trotzdem irgendwie helfen, tatsächlich im beruflichen Alltag. Jetzt hast du einen von diesen sieben Leuten, von denen du gerade gesprochen hast, die jetzt alle mit den verschränkten Armen da sitzen, umgedreht. Du hast dem also jetzt erklärt, dass er das beruflich und privat supergeil nutzen kann. Jetzt geht er zurück in seinen Führungskreis. Was passiert denn da? speaker-1: Genau. ich es schaffe, arbeite ich jetzt mit dem da dran, dass wir an die Personen kommen, die die Entscheidung treffen können, wie wir das jetzt strategisch aufsetzen. Wenn die Bereitschaft aber da ist und da eine Person ist, dann braucht sie eben Dann die neuen Strukturen, damit sie das natürlich umsetzen kann. speaker-0: Jetzt hören uns solche Führungskräfte zu und auch Mitarbeiter auf der Mitarbeiter-Ebene unterhalb dieser Führungskräfte oder sitzen in deinem Workshop. Wenn die jetzt ganz top motiviert sind, was rätst du denen? Sagst du denen, wenn ich dir so zuhöre, ey, pass auf, wenn das von oben nicht gewollt ist, dann vergiss es? speaker-1: Das sage ich natürlich nicht. Ich fühle es ein bisschen und ich leide dann mit denen, da machen wir erstmal einen Selbsthilfekreis auf und ich mache das einfach ganz sichtbar. speaker-0: Ich denke, speaker-1: dann überlegen wir, wer ist denn die nächste Person, die wir ansprechen müssen? Was muss jetzt passieren aus eurer Sicht mit eurem internen Wissen, ⁓ das Strategische zu platzieren? Und dann biete ich mich auch kostenlos an und dann sage ich, wie sneaken wir mich jetzt mal in so einen Impuls? Wie kann ich das, was wir heute auch erarbeitet haben, was ja aus dem Unternehmen selbst kommt, wie kann ich das showcase, wie kann ich euch strahlen lassen und wie kann ich den Impuls zusitzen, vor welchen Leuten, damit ihr Toolzugang, Roadmap, Räume, Budget bekommt? speaker-0: Und machen die Leute das dann? Haben die den Mut, das zu tun? speaker-1: Jedes Mal. Ja? Jedes Mal. speaker-0: Das wenn du die Mitarbeiter empowers, wenn ich dich richtig verstehe, sind sie ja auch in der Lage eher zu ihrer Führungskraft zu gehen und die zu überzeugen, wertvoll diese Technologie sein kann für die Organisation. Und sie sind natürlich auch häufiger in der Lage, glaube ich, das Ganze zu übersetzen in die, was wir als externe Berater ja gar nicht immer können, in den Alltag der Organisation, weil den kennen sie. Und wenn sie das Empowerment haben in KI, dann können sie es auch übersetzen. speaker-1: Ja. Ja, meine Philosophie gerade ist, damit ich auch nicht durchdrehe selber, was ist der nächste handlungsfähige Schritt, wir kreieren können aus der Situation, der wir sind? ⁓ Genau diesen Blick kann man auf die ganze Organisation übertragen, wenn man richtigen Entscheider vor sich sitzt, die sagen, okay, wir haben verstanden, wir brauchen noch ein viel höher angesiedeltes Projekt. speaker-0: Wie gesagt, jetzt hören uns Führungskräfte zu. Jeder von diesen Führungskräften hat vermutlich jemanden im Team, der motiviert ist, KI einzusetzen, das vielleicht im Privatumfeld stärker tut. Wie sollten Führungskräfte mit diesen Leuten umgehen? speaker-1: Feiern, versuchen den Rücken freizuhalten, Joe Fix machen, KI Joe Fixes machen und auch überlegen, wie kann ich dir so Incentives setzen, dass du hier motiviert bei uns bleibst, während wir rausfinden, wie wir dieses Unternehmen zukunftssicher gestalten. kannst du uns vielleicht auch mit deinem Wissen dazu helfen? Und da muss man sich frei von den Egos machen und dann sind wir wieder beim alten Problem. Wie sind die Beziehungsgeflechte im Unternehmen? Was sind die aktuellen Anreize, die erhalten? Aber ganz offen in den Austausch mit der Person, die sich schon zeigt, gehen. speaker-0: Du siehst viele Unternehmen in deinen Workshops. In welchen funktioniert es besser und welchen funktioniert es schlechter? Was ist der Unterschied? speaker-1: ganz einfach Menschen oder Unternehmen, die in den letzten zehn Jahren Geld, Zeit und Ressourcen für Transformation, agile nicht mehr in Silo senken, ⁓ Kommunikations- Austauschformate schon zu vorherigen Themen gemacht haben. Also das sind die Unternehmen, wo ich ganz schnell wieder raus bin. Die brauchen diesen Anfangssympathen. speaker-0: Raus bist, weil du erfolgreich warst. speaker-1: Genau, wo die einfach sagen, jetzt ist KI, wir brauchen Orientierung. Dann sage ich denen meine Denkweise, sage was ich sehe, was funktioniert, dann springt da meistens nochmal ein Bewegungsworkshop für die Mitarbeiter raus. Aber die wissen genau, wie man solche Projekte dann oben aufhängt, richtig kommuniziert und dann auch umsetzt. Und die wissen auch, und das finde ich das Spannende, dass das nicht mit einer Schulung, einer Integration von einem Tool Haken dran. einem Pilotprojekt Haken dran gemacht ist, sondern die sind schon in so einer Art Unendlichkeitsschleife drin, wo sie verstanden haben, okay, wir lernen jetzt wie immer und wir müssen lernen, uns anzupassen. sind Fähigkeiten, die jedes Unternehmen besitzen muss und KI macht das nur sichtbar jetzt für alle, wie herausfordernd das eigentlich ist. speaker-0: Das heißt aber, wenn ich dich richtig verstehe, sind die Kunden, dich am meisten frustrieren, eigentlich wirtschaftlich deine besten Kunden. speaker-1: Ja und das schrecklich. Ich kann gar nicht sagen, wie schlimm ich das finde. Und das mach ich ganz ehrlich. Ich sitze ganz oft da mit meiner Co-Frau und wir überlegen wirklich, wie werden wir die wieder los. Also wirklich lieb gemeint, ist total spannend, weil ich will ja gar nicht, dass die leiden oder dass irgendjemand keinen Erfolg hat, sondern ich sehe jetzt zunehmend, wie groß diese systemische Anpassungskrise eigentlich in Deutschland gerade ist und wird und versuche halt so positiv irgendwie mit denen zu arbeiten. Aber vieles ist halt so tief. im Unternehmen verankert, so tief in der Vergangenheit Führungsleitbilder, die 20 Jahre nicht angefasst wurden. speaker-0: Du hast gerade gesagt, systemischer Anpassungsgerät. Ach, super! Ist das so? Ist das was Deutsches? speaker-1: Ja, hab ich mir gerade ausgetan. zeigt sich jetzt Dinge, die vorher schon nicht gut funktioniert haben, wo Menschen immer an so Enden Ecken einfach drangeschossen sind und demotiviert wurden. ganz oft ist es einfach, dass das System sich noch nicht an diese komplexen Herausforderungen, die Schnelligkeit, die Veränderung einfach angepasst hat. Und das muss man eigentlich auch, ja, spiele mal das Dope-Wort, strategisch beahmen kann. Man muss es aufbrechen. Man muss eine Erlaubnis schaffen, dass man wieder nach dem echten Warum ⁓ auf die heutige zeigt fragt und viele arbeiten aber noch so, als wäre in den 90ern das Leben Stehengutleben und es werden Dinge abgearbeitet und abgearbeitet, wenn wir jetzt vor allem an die Verwaltung denken, an solche Jobs, die nicht so eng an den Markt gekoppelt sind, da sie es eben ganz... speaker-0: Das funktioniert aber ja seit den 90er Jahren offensichtlich ganz gut, sind ja immerhin 30 Jahre. Warum funktioniert das nicht die nächsten 30 Jahre? speaker-1: Es bröckelt schon eine Weile, weil wir ja angefangen haben zu digitalisieren und und natürlich nimmt man dann auch schneller mal so Prestigeprojekte und Dinge, die dann nach außen wirken und das Frontend zum Bürger und zur Bürgerin wurde besser, wurde schneller, wurde einfacher, aber im Hintergrund kommen die Leute nicht mehr hinterher. Egal wo ich drin bin, ich bin da ehrenamtlich im Thema digitale Verwaltung in Kommunen tätig. Die Verwaltung kommt im Backend nicht mit den Anfragen, mit den Bedürfnissen der Bürger, einfach im Privatleben digital sind, ihr Wallet haben, ihr Google Wallet überall, einfach alles sich nach Hause bestellen können. Also das ganze Leben ist ja smart geworden, aber die Verwaltung kommt da nicht hinterher. speaker-0: Du bist bei dir der Kommune aktiv. speaker-1: Ich berate Sie nicht. Ich stelle Ihnen Events zur Verfügung, wo ich andere coole Kommunen finde oder so Vorbilder aus anderen Kommunen, die erzählen, wie es funktioniert, wie sie einzelne Prozesse gemacht haben und zwinge die dann, das nachzumachen und zwinge auch die anderen Kommunen dann, das auch freizugeben. Und wie funktioniert das? Das funktioniert hervorragend. speaker-0: funktioniert. speaker-1: Ja? Ja, also es gibt mir ganz viel. Aber das habe ich nur durch Zufall erfahren, dass das funktioniert. das sind gerade neben der Frustration sehe ich auch ganz viel positive Entwicklungen. Weil wir brauchen gerade alle Orientierung und wenn wir sagen, okay, das ist das Problem aktuell, dann braucht es Vorbilder, die Ideen haben und sagen, hey, wir haben jetzt einfach schon zwei Jahre glücklicherweise, weil ⁓ der Bürgermeister Kulwar, die Führungskraft, gemacht hat, haben wir schon tolle Ideen entwickelt und haben hier auch, hoppala, ein Template in der Schublade, Projektsteckbrief, es ist alles da. Aber es gibt ja keinen Grund, jetzt irgendwie nach außen zu tragen. Wenn Sie es nach außen tragen, dann haben Sie oft nicht die Sichtbarkeit, wo dann so eine kleine Gemeinde irgendwo hinter der Heide das auch mitbekommt. Und ich versuche an diese kleinen Gemeinden dran zu speaker-0: Wo kann denn so eine kleine Gemeinde KI einsetzen? speaker-1: Wie bitte? Also erstmal auch genau an den Schnittstellen, wo es alle anderen auch können. sie können Protokolle schreiben, Sachen zusammenfassen, vor allem auch Recherche-Tools, die ja mittlerweile super gut sind und die Research-Tool, was dann einfach die, jetzt muss ich wieder lernen, die ⁓ Novelle 2024-25 ist draußen. Was bedeutet das jetzt für unsere Gemeinde, Also allein Zusammenhänge zu erkennen und am Ende natürlich auch Zeit und wiederum Ressourcen sparen. Also die sind alle verschuldet, haben alle kein Geld. Nicht alle, aber viele. Gerade die kleinen Kommunen. Das ist ein Riesenhebel. ⁓ speaker-0: Wie ist das in den Kommunen das gleiche Problem wie das, du in Organisationen beobachtest bei der Einführung von KI? Gewollt von vielleicht der unteren Ebene, aber nicht von der Führung? speaker-1: Naja, also gibt viele Kommunen, bestehen dann teilweise ja nur aus 12 Verwaltungsmitarbeitenden. Die kennen sich alle recht gut und dann ist da auch kein großes Oben oder Unten. Ich glaube, ist einfach Unsicherheit. Wir sind jetzt in NRW, dann gibt es natürlich den Landtag und es gibt Beschlüsse, gibt Vorlagen, es gibt den EU-AI-Act, Fragezeichen, ja, nein, wann wird der geltend, wann nicht. Es gibt Menschen, die das natürlich trotzdem naturgemäß auch ablehnen. Also es gibt viele Hürden. Ich glaube, braucht immer diese eine Person, wenn ich jetzt einfach an die kommunale Arbeit denke. Es braucht die Person, die eine gute Idee hat und dann braucht sie eben den Mut und die Erlaubnis von ihrem kleinen Verwaltungskomplex zu sagen, okay, dann lauf mal los, probier mal was, hör dich gekoppelt an was sind unsere Herausforderungen hier in der Gemeinde und was wollen wir besser machen und wie wollen wir Smart City hier leben und was brauchen die Bürger. speaker-0: gilt für Kommunen und für Organisationen gleichermaßen. sagst, braucht eine Person, die einen Funken zündet in der Organisation. speaker-1: Ja, und die habe ich alle kennengelernt. das ist wirklich ... in jeder Organisation, jeder Abteilung und die sind halt überraschenderweise oft auch weiblich und 46 bis 63. Also die sind ganz oft auch nicht diejenigen und das ist auch vielleicht ein Tipp, liebe Führungskraft, wenn du mich gerade hörst. speaker-0: Die gibt es in jeder Umsetzung. speaker-1: Ich weiß, ihr werdet gefragt, wer ist KI-affin in eurem Team, weil jetzt ein KI-Team aufgestellt wird oder Botschafter oder Lotsen oder Das ist wahrscheinlich nicht die Person, die immer den Hut aufbekommt für Microsoft und das Ganze, sondern eine Person, die eher unscheinbar ist. ⁓ habe einfach sehr, oft erlebt, dass wenn Menschen ... eine Befähigung mit KI bekommen und merken, dass sie da mit natürlicher Sprache auf einmal, wenn wir jetzt nochmal an die Technik denken, LLMs, zumindest das wäre ein super Start für eine Grundbefähigung beim Thema KI, mit der natürlichen Sprache auf einmal Probleme lösen, auf denen sie 20 Jahre nachgrübeln und genervt sind, dass es nicht geändert werden kann. Und auf einmal einen perfekten Projektsteckbrief für die IT schreiben können, was sie vorher gar nicht verstanden haben. und die KI das jetzt erklärt oder eben eine Übersetzung Die erleben wirklich einen neuen Frühling. Und das sind die Menschen, die wir brauchen, die wir suchen, weil die sind sofort überzeugt. ⁓ speaker-0: über diese eine Person, die man jetzt braucht und die den Funken auch dann zündet in der Organisation, sprich du hast gesagt, die gibt es und es ist nicht der oder diejenige, die du denkst, der es ist. Aber wer ist es? Woran erkenne ich diese Leute? speaker-1: erkennt man eben erst nach der Befähigung und innerhalb der Austauschräume. Haha. Und da kommen wir wieder zu dem Problem, es muss in der Geschäftsführung angesiedelt werden. Dann brauchen wir ein gemeinsames Verständnis, wie diese Befähigungsreise aussieht. Und dann brauchen wir eine Zeit. Das meinte ich eben, wir in einem Unternehmen eine lange Zeit geplant, es diese offenen Austauschräume gibt. Und dann gibt es noch mal eine Einladung zum Beispiel zu einem Vertiefungsworkshop. Wer meldet sich da an? Und wer verhält sich dort wie? Wenn es einem Vertiefungsworkshop darum geht, wie kann ich jetzt Prozesse aufbauen mit KI? Wie kann ich Workflows denken? Wie denke ich noch mal siloübergeordnet nach? Also das sind ja unterschiedliche Vertiefungen, die man da machen kann. In einem Fall machen wir auch ein Governance Training. das sind die Menschen, die man sich angucken sollte, wo man genau hinhören sollte. Und die zeigen sich dann wirklich relativ automatisch. In einem Fall war das Britta, wenn du mich hörst, Grüße, eine meiner ersten Erfahrungen in 2023, ganz am Anfang Messebauunternehmen. Und das war eine ganz engagierte Person aus der Buchhaltung. Und die hat dann angefangen. Damals haben wir eine Chatchi-BT-Teams-Version eingefüllt für alle und die hat angefangen, Custom-GPTs zu bauen noch in Nücher, als das Anfang 2024 dann wirklich so scheint, das neue Ding zu sein. Hat die da losgelegt und schnittstellend übergreifend Assistenten gebaut, die unglaublich viele Ressourcenthemen bei denen intern gelöst hat. Ich glaube, sie war nicht einen Tag mehr in der Buchhaltung aktiv. Sie war war dann die KI-Teamkoordinaturin, Chefin. Ich müsste sie mal anrufen, wie es ihr heute geht. Aber das war einer meiner ersten Erlebnisse, wo ich dachte, dahin geht die Reise. speaker-0: Das heißt, ich fasse nochmal zusammen, befähigen und dann Räume schaffen, in denen sich diese Leute bewegen können und beobachten, wer bewegt sich da wie und diese Leute ja noch mehr sichtbar machen und ihnen Freiräume geben, ⁓ die Organisation dann zu verändern. Das heißt, die Veränderung kann ja dann schon bottom-up passieren am Ende. Das heißt, ich muss als Führungskraft, wenn ich dich richtig verstehe, diese Veränderung gar nicht selber durchführen. speaker-1: mit dem. speaker-0: Ich muss nur die richtigen Leute auswählen und ihnen die entsprechenden Freiräume geben. speaker-1: Ganz genau. die, und kannst du dir das vorstellen, wie so ein ewiger Kreislauf, die motivieren auch die anderen wieder. Und dann ist es ganz spannend, ein Geschäftsführer hat mich mal nach einer Weile angerufen und gesagt, hier ist eine ganz andere Stimmung im Raum. Die Leute wippen fast schon durch die Gänge. Wegen KI. Und weil eben, wenn man diese Menschen lässt, die sprühen und fühlen, da was möglich ist, da etwas da Potenziale potenziert werden und Kontrolle abgegeben wird, kritisches Denken irgendwie nicht mehr funktioniert, dann das überträgt sich auf alle tatsächlich. Und natürlich je größer ein Unternehmen, desto stärker sind die Führungskräfte natürlich in der Pflicht, dann diese Inhalte sichtbar zu machen, Bühnen zu schenken. Dann braucht es vielleicht auch ein internes Kommunikationsteam und Marketing das zu showcase, damit da so eine Vermischung und so ein Aufsehen auch entsteht. Aber einen kleinen 40- bis 100-Mann-Team geht das recht schnell. speaker-0: Wie viel Prozent der deutschen Unternehmen werden diesen Veränderungsprozess hinbekommen? speaker-1: Gute Frage. 50 Prozent? speaker-0: Was passiert mit den anderen 50 %? speaker-1: Wir werden es Das ist eine Frage, die darf ich gar nicht beantworten. speaker-0: frag mich halt, wenn man sich seit den 90ern vor diesem ganzen Digitalisierungszug ducken konnte, kann man das nicht jetzt einfach wieder? Wenn ich ein Zaunhersteller bin, ist es vielleicht egal, ob ich KI einsetze oder nicht? speaker-1: Ne, wir sehen das ja gerade und ich will jetzt nicht in diese Kiste springen, da musst du noch mal einen Experten zu einladen, aber wir sehen ja jetzt auch die Entwicklung von, naja, chat GPT ist nur eine einfach bessere Antwort, Frage Maschine zu autonome Agenten-Schwärme, die alle möglichen Prozesse, wenn dann sicher und wenn besser, quasi durch die ganzen Pioniere, gerade sich da opfern, wenn wir das besser verstanden haben, dann sehen wir einfach, dass ich glaube Zeit und Arbeit wird sich einfach verändern und wie Menschen arbeiten wird sich grundsätzlich verändern, einfach durch den Druck von außen auch. Das hat eine Basistechnologie an sich, dass es irgendwo einen Integrationstzwang gibt. Das sehen wir auch in der Digitalisierung, dann funktioniert das Betriebssystem irgendwann nicht mehr, du musst das updaten und so weiter. Und KI kommt schleichend in den Updates, sind sie ja schon und so werden wir das einfach erleben und wir haben jetzt gerade Zeit und da schließt sich dieses Zeitfenster einfach, unsere Organisationen veränderungsfähig zu machen, handlungsfähig aufzustellen. Und KI ist jetzt der ⁓ Aber nicht der ausschlaggebende Grund, warum wir uns verändern müssen. deswegen, KI normal sein in den meisten Unternehmen, einfach in unserem Leben. Aber da kommen auch eben ganz andere Herausforderungen auf uns zu, die wir meistern müssen. speaker-0: Mhm. Jetzt sind wir eingestiegen mit, dass du frustriert aus deinen Workshops kommst. Häufig. Was überwiegt die Frustration oder die Freude an diese Veränderung zu begleiten? speaker-1: Verantwortung. Die Frustration ist ganz oft mein Trigger. Ich hab eben schon gesagt, ich hab mir das nicht so richtig ausgesucht, dass das so entstanden ist, ich jetzt so viel in diesem Bereich arbeite. Und eigentlich die Frustration lehrt mich jeden Tag irgendwie besser zu werden, schärfer zu überlegen, was ist es denn gerade, Signale von Relevanz irgendwie auch zu trennen und nicht die Leute zu überfordern, sondern wirklich diese Handlungsräume zu gründen, die uns Stück für Stück Stück für Stück irgendwie in eine Zukunft bringen, die uns gehört und die wir gestalten. Und die Freude ist immer dann, wenn ich einfach bei ganz vielen Menschen sehe, dass es ihnen wie mir geht mit der KI, ist es ganz oft einfach hilfreich. ich bau in meine Veranstaltungen, Beratungen, Workshops, das ist ja sehr divers, bau ich einfach ganz viel Raum für gesellschaftliche Debatte, Emotionen, größeres Ganzes ein, damit Menschen auch ein Ventil bekommen. ⁓ sich diesem Thema zu stellen. Vielleicht haben wir das zu wenig auch besprochen. Das Thema Emotionen und Ängste, das muss man mit adressieren. Und dann kommt die Freude, weil ich merke, dass die Menschen eigentlich gar nicht so viel Angst haben, sondern Kontrolle erlangen wollen und wissenshungrig sind und warten. Und ich glaube, diese Wartehaltung, das müssen wir noch viel stärker in die Verantwortung des Individuums stellen. Dabei müssen die Unternehmen helfen, das zu ermöglichen. Und räumen wir dafür schaffend. speaker-0: Vielleicht können da noch mal ganz kurz abbiegen, aber trotzdem war ich das sehr spannend, finde. Du hast von Emotionen gesprochen, mit denen du konfrontiert bist von diesen Leuten. Was sind das für Emotionen? Ist das Angst? speaker-1: Also es ist so eine Grundbeunruhigung. Es ist ja so ein Rauschen, was die ganze Zeit stattfindet. Sei es in einem Nebensatz von einem Radiomoderator, sei es irgendwie Social Media, was wir aufmachen, Deepfakes, wir sehen, große Schlagzeilen. Anthropic und Pentagon legen sich gegenseitig und OpenAI macht jetzt Massenüberwachung. Moment mal, ist das nicht JetJPT, was ich jeden Tag benutze? Das sind ja so viele Themen und dann haben wir auch noch einfach so eine Grundidee, eine ganz persönliche. Meine ist Wally, andere sind der Terminator oder sonst irgendwas. Was ist KI? Und wir müssen es irgendwie schaffen, diese Unwissenheit. ⁓ die zu diesen Negativgefühlen führt. Ja, das müssen wir auffangen. Und dann nehme ich einfach die Unternehmen in die Pflicht, weil die Leute gehen nicht mehr in die Schule, die können sich das vielleicht auch nicht leisten, sich nebenher weiterzubilden. Die Unternehmen müssen das lösen, dass Menschen gerade besonders verunsichert Wenn Menschen Angst davor haben, wie jetzt ihr Unternehmen mit ihnen ihren Jobs umgeht, dann muss die Geschäftsführung Antworten darauf finden. Nämlich wir befähigen euch, wir machen das hier alles, ⁓ unser Unternehmen zukunftssicher zu machen und wir wollen, dass du eine Rolle daran spielst. ⁓ Und dann bleibt die Skepsis vielleicht ein bisschen, aber Sie sind entspannter. speaker-0: Aber was soll die Führungskraft zu den Leuten sagen, die das Gefühl haben, dass sie mit der Einführung von KI an ihrem eigenen Ast singen? speaker-1: ich glaube, die Führungskraft muss in der Lage sein, ein ⁓ Perspektivangebot zu geben, ein Perspektivwechsel anzubieten. Und sieht aus wie folgt, wir befähigen euch, wir schaffen Räume und wir glauben darin, dass der Mensch im Zentrum steht und dass wir Probleme identifizieren, die wir lösen. Und dafür brauchen wir alle. Und wir gehen jetzt gemeinsam auf die Reise. Und das ist das Transparent, was wir da für uns überlegt haben. speaker-0: Glaubst du, dass man alle braucht in Zukunft? speaker-1: Also ... speaker-0: weiß nicht, Support-Mitarbeiter. Ich habe eine Support-Hotline, 20 Leute. Brauche ich die alle? Fähige dich in KI und wir schaffen Räume. Wir ermöglichen dir, dass du mit KI experimentierst und von diesen 20 bleiben am Ende nur 5 übrig. speaker-1: Was sage ich denen? Das bleibt abzuwarten. Also ganz ehrlich, ich bin da auch bisschen wissenschaftlich unterwegs. Also bevor ich es nicht sehe, muss ich es auch nicht glauben. Und das, was ich sehe, ist, dass Menschen erstmal viel mehr Arbeit haben mit KI. Und ich glaube, KI-Sicherheit und wenn wir jetzt darüber nachdenken, dass wir alle Assistenten bauen können, individuelle Automatisierung für uns selbst schaffen, dann werden wir einfach ganz viele ich vermenschliche das jetzt an der Stelle, aber weil es leichter ist, so darüber nachzudenken. Wir werden vermehrt auf individueller Ebene, egal wo wir stehen, von Basismitarbeiter bis Führungskompetenzen brauchen im Bereich KI-Assistenten, Agenten. Wir werden HALA werden, weil wir müssen unser Team irgendwie auch bewachen. ⁓ Und wir werden ganz viel in der kritischen Infrastruktur, in Cybersicherheit usw. umschulen müssen. Weil wenn wir sagen, das ist ja total hilfreich, wenn diese ganzen Agenten jetzt für uns da durch die Gegend fliegen, entstehen extrem viele Herausforderungen in dem Bereich. die müssen kontrolliert werden. Und im ersten Moment klingt das jetzt wahrscheinlich so wie, naja, okay, jetzt spielt da was anderes eine größere Rolle als wir. Aber ich denke, Ich denke, das werden wir nicht sehen. Was wir aber sehen werden, ist, dass Jobs, wie sie bisher funktioniert haben und wie sie mal waren. Mein Onkel war Bankmitarbeiter, der hat damals am Tag tausend Scheine gezählt und gezählt und gezählt und dann kam auf einmal die Maschine und er war so dankbar. Also es gibt Jobs, die verändern sich und es gibt Jobs, die fallen weg. Wir müssen glaube ich alle was dafür tun, ⁓ wir uns in der Verantwortung sehen, mündig und handlungsfähig zu sein, damit wir einfach diese Welt gestalten. ⁓ alle tun immer so, als würde da was von außen kommen und das Unternehmen ergibt sich und sagt, okay, jetzt machen wir alle nur noch KI und wir müssen jetzt alle entlassen. Das ist so eine passive Haltung, die nicht der Realität entspricht. Wir gehen ja einen Weg gemeinsam oder eben nicht gemeinsam und Unternehmen, die sich für gemeinsam entscheiden, haben, glaube ich, eine größere Zukunft. speaker-0: Okay. Und ich wünsche dir, dass du in Zukunft dieser, aktiven Unternehmen weiter auch begleiten kannst ja, zunehmend vielleicht weniger frustriert bist in Zukunft, weil mehr und mehr Unternehmen tatsächlich diesen Wandel verstehen und auch mit dir vielleicht gemeinsam mitgehen. Danke, Nia Kata, für das Gespräch. Ich fand es sehr spannend. Vielen Dank. speaker-1: Danke dir.