speaker-0: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts AI &Y Business Talks. Heute mit einem ganz besonderen Gast, meinem langjährigen Geschäftspartner Matthias. Hallo Matthias. Matthias, ganz kurz für die Zuhörer erklärt. Wir betreiben seit ja mittlerweile, nächstes Jahr wenn es 25 Jahre sein, gemeinsam unter anderem eine E-Commerce, mittlerweile E-Commerce Agentur, die nennt sich Kernpunkt. wir wollen heute mal speaker-1: Hallo Simon! speaker-0: darauf schauen, wie wir selber mit AI eigentlich umgehen. Wie machen wir das in unserem eigenen Unternehmen? Ja, wir fangen einfach direkt mal an und erzählen den Zuhörern mal, wo stehen wir eigentlich aktuell bei Kernpunkt? Wie fühlt sich das an? Wir haben voll Bock auf AI oder ist es Unsicherheit? speaker-1: Es ist von beidem etwas. Es ist vor allem eine Reise ins Unbekannte, die sehr plötzlich kam, sehr schnell kam und immer schneller wurde. Jetzt sitzen wir in diesem mittlerweile sehr schnellen Zug, wissen noch nicht ganz genau, wo der hinfährt und versuchen eigentlich so ein bisschen... ins Fahrerhäuschen zu kommen, die Kontrolle zu übernehmen, ⁓ in einem Bild zu bleiben. Es ist super spannend, weil es natürlich uns auf ganz verschiedenen Ebenen betrifft. Und wir begegnen gerade Herausforderungen zum einen auf der Ebene, dass unser Geschäftsmodell sich ändert, dass die Arbeitsweise sich ändert, die Arbeitswerkzeuge sich ändern, aber halt auch ganz neue Möglichkeiten entstehen, wie wir arbeiten können. und wie unsere Kunden AI nutzen speaker-0: Genau, vielleicht ganz kurz zum Hintergrund. Wir haben ungefähr 60 bis 70 Mitarbeitende, bei uns arbeiten. Großer Entwickleranteil, keine sehen wir momentan? Was wird schon genutzt tatsächlich von AI bei Kernpunkt? ⁓ speaker-1: würde es mal auf drei Bereiche runterbrechen. Das eine ist das ganz einfache Entwicklungsthema. Also Cursor kennt, glaube ich, jeder, die immer gehört, dass ich quasi bei den Programmierprozessen AI-Unterstützung bekomme. Wie früher bei Word die Autokorrektur. So kann man sich es vielleicht ein bisschen vorstellen, wenn man jetzt nicht aus dem Entwicklungskontext kommt. Das wird genutzt. Das wird auch schon längere Zeit genutzt. Wir haben früh damit angefangen, dass den Entwickler als Werkzeug bereitzustellen und damit können sie quasi speaker-0: Das war's speaker-1: Sie ihren Code vervollständigen und entsprechend verhindern. speaker-0: Nutzen das alle Entwickler gleichermaßen? speaker-1: glaube, nutzen alle irgendwie. Mal mehr, mal weniger. Es gibt die, die sagen, ich habe eigentlich einen Code schon in meinem Kopf geschrieben. Ich weiß ganz genau, was will ich Und es gibt die, die quasi anfangen zu programmieren und ⁓ ein Problem lösen wollen. Und dabei hilft dann ⁓ Schritt für Schritt nach vorne zu kommen. ⁓ Kommen wir gleich nochmal drauf. Wenn ich aber schon eigentlich die Lösung in meinem Kopf habe, dann brauche ich andere Werkzeuge als zum Beispiel Cursor, der mir nur eine Autofahrvervollständigung liefert. speaker-0: Bleiben wir mal kurz bei Cursor. Was würdest du sagen, wie viel Verbesserungen in der Geschwindigkeit, wie viel Prozent produktiver werden die Entwickler dadurch bei speaker-1: Irgendwo eine Zahl zwischen 20 und 50 Prozent kann man jetzt mal schätzen. Ich glaube, es gibt sicherlich bessere Zahlen oder bessere Bewertungsgrundlagen. Ich würde es mal vergleichen mit, es gibt immer dieses schöne Dachdeckerbeispiel vom Hammer zur Nagelpistole. Es ist die gleiche Tätigkeit, nur mit einem schnelleren Werkzeug. Aber ich muss trotzdem noch Nagel für Nagel in die Wand hauen. Und es beschleunigt halt den Prozess, aber es automatisiert ihn noch nicht. vollständig. Das heißt, ist ein Effizienzgewinn, der sicherlich in bestimmten Bereichen dann 20, 30, 40 Prozent schneller programmieren lässt, schreiben lässt, aber noch nicht schneller denken lässt. speaker-0: Gibt es Leute, sich dem vollständig verweigern speaker-1: ist mal ein ein Klischee. glaube, Entwickler und Entwicklerinnen sind grundsätzlich faul, weil sie eigentlich gerne Werkzeuge nutzen, die ihnen den Arbeitsalltag leichter machen. Und Cursor ist ein solches. ⁓ ist nicht so, dass man großen Spaß daran die ich eigentlich autovervollständigen kann, selber zu schreiben. Erleichterung nehme ich gerne als Entwickler in Kauf. Das heißt, eigentlich ist die Bereitschaft bei allen da, zu nutzen. Aber wie gesagt, es ist nur ein kleiner Effizienzgewinn, der proportional vielleicht für diese eine Tätigkeit dann halt 20, 30, 40 Prozent mit sich bringt, aber noch nicht dieses, boah jetzt wird alles viel viel schneller. Und daher, ich glaube schon, es gibt eine hohe Akzeptanz, es wird genutzt, alle haben es irgendwie implementiert und ich glaube, du musst heutzutage auch so arbeiten, genauso wie ich irgendwann angefangen habe, eine IDE als Software zu nutzen, um mein Code zu schreiben. Früher haben wir das ja irgendwie, wenn man jetzt mal diese 25 Jahre zurückblickt, haben wir das irgendwie in ein Notepad gemacht und haben da programmiert auf weißer Fläche mit ... und ohne irgendwelche Hilfsmittel. Und daher ist der Natur der Dinge, dass ich Werkzeuge, Hilfsmittel wie Cursor nutze, ⁓ schneller zu arbeiten. ⁓ speaker-0: Okay, worauf ich hinaus will ist, wenn wir sehen, es macht Leute schneller, kann man das noch freiwillig halten oder muss man die Leute dazu zwingen, das zu nutzen? speaker-1: Ich glaube, das Zwingen ist schwierig. Der Effizienzgewinn ist zwar prozentual da, aber im Vergleich zu dem, was AI sonst im Coding an Hebelwirkungen bietet, ist der halt noch überschaubar. Wenn jetzt einer seine Aufgabe, für die er vielleicht drei Stunden eingeplant hat, jetzt in zwei schafft, dann ist das schön. Dann hat er eine Stunde ... mehr Zeit, den Code zu korrigieren, lesen. Die Frage ist, kriegt er eine Aufgabe, wo er vielleicht vorher zwei Tage für gebraucht hat, jetzt plötzlich in zwei Stunden hin? Das ist mit Cursor, meiner Meinung nach, mit einem Autovervollständigen noch nicht möglich. Da brauche ich andere AI-Prozesse. Das heißt, ich kann ihn jetzt zwingen, diese Effizienzsteigerung für seine handwerkliche Tätigkeit zu nutzen. Wird er wahrscheinlich so oder so tun. Aber es ist halt nur ein ... kleines Werkzeug in dem ganzen AI-Toolkasten. speaker-0: Okay, nutzt ihr andere Werkzeuge und was sind die großen Werkzeuge? speaker-1: Die großen Werkzeuge sind eine ganz andere Herangehensweise an ganze Thema Coding. Wie gesagt, bin da immer mit einer äußeren Perspektive. Da gibt es bei ChemBud Leute, die viel tiefer in den Entwicklungsprozessen drin sind. Aber wenn ich anfange, und das das Spannende bei AI, wenn ich anfangen kann zu sagen, hier ist mein Zielbild, hier ist meine Problemstellung, ich beschreibe meine Problemstellung und lasse die AI von Tests über Architekturen bis hin zum Code, alles schreiben, generieren. Dann habe ich natürlich eine ganz andere Hebelwirkung an diesem Prozess. Das heißt, wir sind gerade bei uns in einem Transformationsprozess hinzu, ich mache gar kein Handwerk mehr, ich mache gar nicht mehr mit Hammer oder Nagelpistole die einzelnen Nägel in die Wand, sondern ich meine Wand, die ich haben möchte, mit allem, was ich da drin brauche und ich kriege sie komplett fertig gebaut. speaker-0: wird das von allen Entwicklern akzeptiert und verschätzt? speaker-1: Nein, da sind wir da sicherlich in einem Prozess des Wandels, der, sag ich mal, es gibt die, die das total spannend finden und eigentlich schon vor zwei Jahren damit angefangen haben, genau das zu tun. Die sich damit auseinandergesetzt haben, weil sie es einfach als spannende neue Technologie sehen. Aber natürlich gibt es auch die, die sagen, jetzt muss ich erstmal meine Art und Weise, wie ich arbeite, verändern oder aber ich muss vielleicht auch mich sehr intensiv damit auseinandersetzen. Ich muss Vertrauen aufbauen. in dem, mir die KI liefert. Und ich hab natürlich, wir sind ja noch in einer sehr frühen Phase dieses ganzen KI-Prozesses, ich hab immer Argumente, warum es noch zu früh ist. Noch hab ich sie. Irgendwann ist der Punkt, wo es den Argumenten nicht mehr geben wird. zurzeit hab ich sie noch. Ich kann immer noch sagen, das funktioniert noch nicht so gut. Und wenn ich's mit der Hand mache, ist es vielleicht doch noch was schneller. Also, gibt gewisse Skeptis, Gapses demgegenüber. Es gibt aber auch eine sehr hohe Offenheit und ich glaube, da ist so bisschen halt auch ein Kulturwandel einfach in der Belegschaft bei uns gerade, der passiert. Die einen finden es super spannend, die anderen sind doch eher zurückhaltend. speaker-0: bin mal gespannt, wie sehr dieser Kulturwandel tatsächlich funktionieren wird und wie sehr ihn jeder wirklich nachher auch mitgehen kann. Ich muss sagen, was du ja gerade gesagt hast, was mit AI passiert ist, es kommt ein Abstraktionslevel oben drauf auf die handwerkliche Tätigkeit des Codings. Das haben wir vorher ja auch schon mal gesehen. Als wir angefangen haben, weiß ich, dass es noch Menschen gab, die konnten Assembler-Code schreiben. Das war maschinenlesbare Sprache sozusagen und da hat man dann irgendwann diese Programmiersprachen draufgesetzt, damals Basic PHP, ich weiß nicht was es dann war, AC. Das was heute mit der AI passiert ist für mich nur ein anderes Abstraktionslevel. Ich gucke halt in die Ebene darunter nicht mehr rein und vertraue, dass die Technologie das schon sauber bauen wird und steuere sie so, dass sie das sauber baut. Deshalb Fällt es mir persönlich, ich bin auch kein Entwickler, aber ich habe das auch mit Cursor schon mal bisschen was entwickelt, habe das probiert, einfach um es zu verstehen, was ich auch jedem Entscheider, der irgendwie IT-nah ist, nur raten kann, zu sagen, ladet euch das Ding mal runter, probiert mal was damit zu kohlen. Ich habe tatsächlich eine kleine Software für meinen Sohn damit gebaut. Und dann kriegt man ein anderes Verständnis von dieser Veränderung dieses Berufs des Entwicklers einfach. speaker-1: ich glaube, er wird halt immer mehr zu einer Art, wenn man zum Hausbaubeispiel bleiben möchte, zu einem Architekten, der einfach in einer viel komplexeren Umgebung denken muss und nicht nur in seinem einzelnen kleinen Problem und wo er sagt, ich bringe einen Holzbalken oder eine Ziegel nach der nächsten an, sondern er muss in einem größeren Kontext denken können oder die Person. Und das ist natürlich braucht viel mehr Erfahrung, mehr auch Wissen oder vielleicht auch sogar eine andere Fähigkeit, das umzusetzen oder so denken zu können. speaker-0: Ich bleib mal deinem Bild. Kann aus jedem Maurer einen Architekten machen? speaker-1: Nein, kannst aus jedem, sag ich mal, erfahrenen Maurer, der wird dir auch irgendwie, weil er schon viele Häuser gebaut hat, wird dir auch ein Haus bauen können, auf Basis seiner Erfahrung. Ob er aber die Fähigkeiten hat, die Problemstellung, mit der du zu einem Architekten gehst, in ein Haus zu transformieren, das würde ich jetzt mal bezweifeln. Also das wird nicht jeder können. Du gehst jetzt zu einem Architekten und beschreibst, was du gern hättest und sagst nicht, bau mir Wände oder bau mir ... Steine aufeinander, sondern sagst, ich brauche ein Haus, ich habe so und so viele Räume, ich brauche und so weiter und so weiter. Also sprich, du musst ja eine ganz andere Fähigkeit haben, Problemstellungen zu verstehen und daraus eine Lösung zu entwickeln. speaker-0: Und wenn das nicht jeder hat, was wird das denn Leuten? speaker-1: Gute Frage. glaube, zurzeit haben wir noch immer genug zu tun. In dem Sinne, dass ich glaube, wir immer noch Leute brauchen, die mit der Erfahrung und dem Wissen in der Lage sind, Code zu schreiben oder Code zu generieren. Oder aber auch, und das muss man auch denken, du holst dir auch, wenn dein Haus mal fertig ist und die ersten Türscharniere kaputt sind, holst du dir auch einen Handwerker, speaker-0: das heißt, die haben eine Perspektive, dann brauche ich den Architekten nicht mehr, weil die Wachtung von Software eben wieder ein Task ist, was mit einer geringeren Kompetenz auch mit Unterstützung von AI natürlich dann durchgeführt werden kann. Kommen wir mal zu der Frage, wenn das jetzt alles effizienter wird, wir haben eben gesagt, in der Autocompletion und im Handwerk wird das 20 bis 50 Prozent effizienter, die Architektur wird nachher effizienter, du hast gesagt, es ist eventuell möglich, was früher zwei Tage gedauert hat, jetzt in zwei Stunden zu machen. Habt ihr das schon mal erlebt tatsächlich? speaker-1: Wir haben das erlebt. Wir haben das natürlich bisher noch im Kleinen erlebt, dass man sagt, wir nehmen bewusst ein bestimmtes Arbeitspaket raus und machen das AI first und bauen dieses Paket unter den bestmöglichen Bedingungen, die AI bedarf oder braucht und bauen jetzt dieses Arbeitspaket und haben vorher eine Schätzung, sagen, das würde sonst zehn Tage dauern, wenn wir diesen Code neu schreiben würden und da funktioniert das super. Das heißt, Wenn ich auf der grünen Wiese anfangen kann, Projekt zu planen, ein Software zu bauen oder ein Projekt umzusetzen und dann AI-first an dieses Problem rangehe, funktioniert diese Effizienzsteigerung sehr gut. Sie funktioniert nicht so gut, wenn ich schon auf halber Strecke bin oder drei Viertel fertig bin und sag, letzten 15, 20 Prozent, die mache ich jetzt noch mit AI-Unterstützung, dann ist es eigentlich schon zu spät. Dann ist es nicht mehr so, dass ich diesen Effizienzgewinn habe, weil ich dann eigentlich schon zu viel vielleicht im Vorfeld nicht gut genug vorbereitet habe. Und das ist genau der Wandelprozess, in dem wir uns gerade befinden und in dem wir auch die Agentur jetzt umbauen, zu sagen, wir müssen in den Projekten in der Lage sein, AI First an die Lösungsentwicklung zu gehen. Wir müssen von Beginn an von der Softwarearchitektur über die Dokumentation, über den Code, über die Tests, alles von der AI oder von der KI entsprechend erstellen lassen und dann greifen die Bausteine auch ineinander und erzeugen halt diese Effizienzsteigerung. speaker-0: Jetzt hast du gesagt, wir müssen in der Lage sein AI-First zu denken und die Projekte anzugehen. Warum müsst ihr das? speaker-1: ⁓ Zwei Thesen. Das eine ist, wenn wir es nicht machen, macht es jemand anders und ist dann gegebenfalls schneller, günstiger oder besser. speaker-0: Verlebt ihr das schon im Markt? Also seht ihr in Angeboten, dass andere günstigere Angebote abgeben, weil sie eher nutzen? Gebt ihr günstigere speaker-1: Noch nicht. Es ist natürlich immer auch bisschen schwierig. Wir sehen ja auch jetzt nicht jedes Angebot, was irgendwie ein Abgleiter, Wettbewerber abgibt. wir sehen es natürlich insofern, dass dass es Teil auch des Diskussionsprozesses mit dem Kunden wird. So, der sagt, wie viel AI nutzt ihr, welche Modelle nutzt ihr, wie nutzt Das wird gefragt. Das wird gefragt. wird auch, das ist ja auch wieder die andere Seite. Es ist ja auch wieder große Skepsis, dass natürlich irgendwie das Unternehmen oder der Kunde fragen, naja, welche Modelle nutze ich? Wir wollen jetzt nicht, dass unsere Daten dabei Deep Blue, Deep Sea, wie heißt das? Deep Sea landen und dann den Chinesen konsumiert werden können. diese diese Sorge sind natürlich auch da. Das heißt, auch da passiert ein Prozess Technologien, welche Modelle werden genutzt? Wie geht man mit den Ergebnissen um damit? Wie sichert man das? Aber halt am Ende des Tages auch, wer profitiert von dem Effizienzgewinn? Da muss man verstehen, wir machen ein Geschäftsmodell, das ist time material, wir machen eine Stunde Arbeit zum Preis X. Und für uns ist es natürlich erstmal die Chance, dieser eine Stunde mehr Outcome für den Kunden zu bringen. speaker-0: Dann darfst du aber keine Stunde mehr abrechnen, weil wenn du sagst, ich mache das, was vorher zwei Tage gedauert hat in zwei Stunden, kannst du das dem Kunden ja schlecht transparent machen. speaker-1: Ja, auf der anderen Seite ist es so, dass wir eigentlich immer mehr Arbeit haben als Geld, also als der Kunde Geld. Es gibt eigentlich immer mehr zu tun, als wir in dem Projekt Budget oder in dem Projekt Volumen machen. Also die Herausforderung, die ich sehe und das auch Teil dieses Transformationsprozesses ist, dass wir viel mehr in der Lage sein müssen, mehr Wertschöpfung zu betreiben. Wir müssen besser sein der Architektur. ⁓ des Hauses und nicht in wie viel Wände baue ich oder wie schnell baue ich die Wand, sondern eigentlich das Geld, das Budget, die Ressourcen sind die gleichen. Aber ich kriege ein vielleicht größeres Haus. kriege vielleicht ein besseres Haus. diese Anpassungsmöglichkeiten sind da. Und daher ist zur Zeit, glaube ich, noch erst mal die meine These ist nicht so, dass die Budgets jetzt irgendwie nur weil ich 50 Prozent, 70 Prozent vielleicht auch 500 Prozent effizienten Steigerungen habe, die Budgets gleich in gleichermaßen schrumpfen werden. speaker-0: Das heißt, die Budgets bleiben gleich in einer Theorie, nur die Software wird geiler, die die Leute bekommen. speaker-1: Genau, die Software wird umfangreicher oder vielleicht auch besser dokumentiert, vielleicht auch besser getestet, mit mehr Qualität. diesen Outcome muss ich steigern können. Plus, und das ist der zweite Aspekt, wenn man es jetzt mal positiv betrachtet, ich habe vielleicht mehr Möglichkeiten in so einer Make-or-buy-Entscheidung zu sagen, make. Also mach die Software, bau sie lieber. Ich guck mal am Markt, da gibt es vielleicht drei Branchenlösungen, die das irgendwie so können. Die hab ich vielleicht früher genommen. Und jetzt geh ich eher hin und sag, na ja, wenn die Entwicklungskosten so drastisch sinken, dann bau ich's mir halt selber. speaker-0: für unser Geschäftsmodell fantastisch, weil wir sind die Individualentwickler und das hieße ja, dass sich Budgets schiften von fertiger Software hin zu Individualentwicklung. speaker-1: Ja, ich glaube schon. glaube, dass was passieren wird. Auf der anderen Seite ist ein bisschen mein Gefühl, explodiert natürlich auch der Software-Markt gerade. Also ich glaube, wenn man sich mal die AI-Tools am Markt anguckt, wahrscheinlich im 15-Minuten-Takt ein nächstes Produkt auf den Markt. Und wenn man sich diese schönen Landscapes mit irgendwie, hey, die Markttag-Tools, da bräuchte ich mittlerweile einen Plotter, der irgendwie eine Hauswand bedruckt. Das heißt, die Menge an Tools ist natürlich auch exponentiell gewachsen. Also es kann natürlich sein, dass das würde in meiner These widersprechen, dass es am Markt irgendwie plötzlich für jedes Problem drei Softwarelösungen gibt, weil irgendjemand hat sie ganz schnell gebaut. Aber trotzdem ist es, glaube ich, vielleicht bringt es Unternehmen auch in die Möglichkeit zu sagen, ich besitze diese Software, ich besitze, also ich own quasi das Produkt und kann es auch nach meinen Wünschen dann entsprechend weiterentwickeln. speaker-0: glaube auch. Natürlich haben wir jetzt eine extrem starke Effizienzsteigerung unter Umständen. Wir sehen die in Teilen schon. Wir werden sie noch stärker realisieren können. Aber du hattest eben die Zeit angesprochen, wo wir noch mit Notepad programmiert haben, ohne eine IDE und ich weiß nicht was. Da waren wir auch deutlich uneffizienter, als wir es heute sind. Wir sind heute zehnmal so effizient, wie wir es vor zehn Jahren waren. Und trotzdem steigen die Umsätze in unserer Branche. So, das heißt, offensichtlich wachsen die Anforderungen der Kunden mit der Effizienz. Steigerung mit. Ob das jetzt in dieser Welle genauso sein wird, das wissen wir nicht. Aber in der Vergangenheit war es jedenfalls immer so. speaker-1: ich glaube, uns ist noch gar nicht bewusst, wie viel Effizienzsteigerung technologisch jetzt möglich ist. Einfach durch die Rechenleistung, die wir jetzt haben. Wir spielen jetzt gerade rum und bauen irgendwelche lustigen Bildchen mit KI Aber Wir nutzen ja eigentlich das volle Potenzial in dem Umfeld, in dem wir uns bewegen, wahrscheinlich noch nur in Bruchteilen aus. speaker-0: Ich glaube, das wird dann noch ewig dauern, bis das ausgenutzt wird. Wir sehen das ja schon in der Digitalisierung. Wenn wir schauen, seit wann haben wir Digitalisierung und sind wir denn heute an einem Punkt, wo wir sagen, ja, das Potenzial, was die Digitalisierung birgt, haben deutsche Unternehmen vollständig ausgeschöpft. Gut, dass die KI kam. Das ist ja nicht der Fall. speaker-1: Gestern mit einem Großhändler gesprochen im Bereich Baustoffe und der sagt, ja, wir haben so ein Online-Shop-Bestellsystem. So, wenn man sich sagt, hoßen den Anteil ja unter 1%. Unter 1 % der Kunden kaufen online, der Rest fährt immer noch morgens in den stationären Markt und bestellt da. Und weil er den persönlichen Bezug haben möchte oder weil er da vielleicht nochmal 50 Cent Rabatt kriegt, was auch immer. Aber... Software an oder ein KI-Chip oder irgendwelche Cloud-Technologien reichen ja erstmal nicht aus, ⁓ digitale Transformationen zu betreiben. speaker-0: Genau, das müssen die Unternehmen machen, das muss in den Köpfen der Menschen passieren und das muss jeder einzelne Prozess sich angeschaut werden und transformiert werden. das ist, wie gesagt, in der Digitalisierung bis heute noch nicht passiert. Und wenn wir jetzt sehen, was mit KI auf einmal im Potenzial obendrauf kommt, dann wird das schon ein paar Jahre dauern, bis deutsche Unternehmen das alles adaptiert haben. Das glaube ich schon. Ja, nicht nur deutsche, ja. speaker-1: Ich glaube nicht nur Deutsche. Also, gibt super neue technologische Möglichkeiten und wir sind, muss man ja auch sagen, wir sind in unserer Bubble. Wir haben damit früh angefangen. Für mich war JGPD vor drei Jahren, das ist ziemlich genau vor drei Jahren auf den Markt gekommen, war das für mich so ein iPhone-Moment. Und jetzt ⁓ kommen diese KI-Modelle und Möglichkeiten der Interaktion, die plötzlich Fähigkeiten haben, die es so nicht gab. So einen Online-Chat hattest du auf jeder Webseite auch schon vor 15 Jahren. Aber der war halt total dumm. Der hat dann halt gesagt, soll ich den Ticket aufmachen? Genau, hat einfach nach Regel gearbeitet. Und jetzt bist du an einem Punkt, wo die Rechenleistungen ermöglichen, solche komplexen Prozesse und Anwendungsfälle abzubilden. Aber auf anderen Seite musst du ja hinten raus auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Und diesen Digitalisierungsprozess, wenn dann am Ende doch hinten ein Fax rauskommt, dann bringt der Chatbot vorne auf der Webseite auch nicht viel. speaker-0: Wenn du über AI sprichst, klingt da ganz viel Begeisterung mit, für diese Technologie an sich, weil du einfach siehst, was hat die für ein Potential und Gibt es auch irgendwas, was Unsicherheit oder Ängste, Sorgen in der Auslösung, in Bezug auf unser Unternehmen? speaker-1: Natürlich ist es behaftet mit Angst, dass das Team oder die Mitarbeiter damit natürlich auch erstmal klarkommen müssen. Du hast einen Transformationsprozess, der, das muss man auch sagen, wirtschaftlichen Umbruch passiert. Wir sind in einer globalen Unsicherheit. haben zusätzlich noch diesen Transformationsprozess, der auf der einen Seite riesig viel Potenziale bietet, der anderen Seite aber auch Geschäftsmodelle, wie das unsere, natürlich beeinflusst. Und das ist sicherlich eine Sorge, die da mitschwingt. Kriegen wir das hin? Schaffen wir das? Unser Geschäftsmodell auch entsprechend schnell genug zu adaptieren. Ich bin davon überzeugt, dass es geht. Wir sind auch, glaube ich, guter Dinge und tun das. Aber es ist natürlich Natürlich, wie jeder Wandelprozess, ist er halt mit Unsicherheit, mit Unwägbarkeiten begleitet. Und das erzeugt Ängste oder Sorgen. speaker-0: Genau, denke, bei mir ist es auch beides. Auf der einen Seite eine unfassbare Begeisterung für diese Technologie und für die Möglichkeiten. Auf der anderen Seite eben auch eine große Unsicherheit. Was kommt da? Ist das alles gut, was da kommt? Oder beeinflusst uns das auch negativ? Aber ich glaube, so geht es momentan vielen da draußen. Und glaube, es gibt gibt doch niemanden, darauf die richtige Antwort geben kann und sagen kann, ne es wird aber alles gut oder nein es wird alles schlecht. Irgendwo wird die Wahrheit dazwischen liegen und ich glaube es ist wichtig, dass man einfach versucht seinen neuen Platz in dieser neuen Welt zu finden. ⁓ speaker-1: wenn man schon über ⁓ oder Ängste spricht, ich glaube, also was mich beeindruckt und ein Stück weit auch beängstigt, ist die Geschwindigkeit. Wir haben jetzt drei Jahre Checi Diese drei Jahre ⁓ fühlen sich an wie mittlerweile 15. Also das kann mich nicht daran erinnern, dass es das nicht gab so sinngemäß. Also wie schnell hat das ein Weg in unsere Gesellschaft gefunden. Jeder hat es auf dem Smartphone. Mittlerweile ist es halt Teil von Google, Teil von Microsoft Produkten, Teil von deinem Apple, Siri, auch immer. Über alles AI mittlerweile drin. Mal mehr oder weniger sinnvoll, aber es verbaut jetzt schon jeder. Aber die Geschwindigkeit, es sich in unser Alltag, also Consumer Alltag integriert hat, ist schon beeindruckend. Das ist halt schon, glaube ich, eine Herausforderung, weil natürlich die Unternehmen auch eigentlich in dieser Geschwindigkeit sich mit verändern müssen. Das ist ein Amazon, das kann und das ist ein Google oder Meta, das kann ja, die können das. Aber das ein schwäbischer Schraubenhersteller, das in der Geschwindigkeit kann. Der wird es versuchen, aber man muss es natürlich auch nicht so schnell was ich nenne, eine amerikanische Software Company. wenn vielleicht sein Wettbewerber, der ein bisschen schneller ist und ein bisschen schneller zum Ergebnis kommt, dann hat er halt plötzlich ein Werkzeug, was so viel mehr Power hat als das, was sein Wettbewerber dann hat. Das ist, ich, die Herausforderung. Also man muss jetzt auch diese Geschwindigkeit mitgehen. Man kann nicht sagen, ja, lass mal nochmal zwei Jahre warten. speaker-0: zurück zu Kernpunkt und zu uns. Wie wir das gerade machen, wir warten ja nicht. Wir haben ja auch gesagt, wir versuchen jetzt, eben genau nicht zu warten, sondern einfach mal zu machen und mal zu gucken, Erfahrungen aufzubauen, das Ganze mal einzusetzen. Sind wir zwei uns da immer einig, würdest du sagen? speaker-1: sind uns insofern einig, dass wir sagen, wir müssen diese Chance nutzen. Wir müssen das Potenzial nutzen. Ich glaube, führt keinen Weg daran vorbei. wir sind uns einig darüber, dass wir spätestens dann ein Problem hätten, wenn wir nicht auf AI und KI als Technologie oder Konzepte setzen. ⁓ Ich glaube, wo wir uns auch darüber einig sind, ist, dass man vorneweg laufen muss. Also man muss quasi vorbildlich damit umgehen. Vorbildlich im Sinne von Ich kann nicht nur darüber reden, sondern ich muss es halt auch nutzen. Ich muss darüber sprechen, deshalb sitzen wir hier. Aber auch, ich kann nicht meinen Mitarbeiter sagen, schreib du mal irgendwie das alles mit der KI, während ich selber noch irgendwie meine E-Mails diktiere und dann zum Abschreiben jemand gebe. Aber ich könnte ja mittlerweile meine kleine KI diktieren. So und ich glaube, man muss dieses vorleben, ist glaube ich super wichtig. Und mir macht es gerade auch super viel Spaß, Dinge auszuprobieren, wo ich sage, okay, da haben wir einen Prozess und jetzt gibt es ein KI-Tool, was den unterstützen kann und lass uns da irgendwie überlegen, wie können wir das in Zukunft auf KI-Basis oder mit AR-Unterstützung tun. speaker-0: Ich Uneinig sind wir gar nicht, aber es ist ein bisschen die Frage der Geschwindigkeit, mit der man das macht. Was ist die richtige Geschwindigkeit? Was kann ich dem Team zumuten? Was kann ich den Prozessen, was kann ich der Organisation zumuten? Was kann ich den Kunden zumuten? Kann ich jetzt morgen hingehen und auf einmal keine Timing Material Angebote mehr schreiben? Kann ich morgen hingehen, was ihr in Teilen macht bei Kernpunkt und sagen, ihr dürft nicht ... Körser nutzen. Ihr müsst Körser nutzen. Das ist unsere Ich erinnere mich, dass wir vor ein paar Jahren kam so diese Agile Welt auf. Da wurden Projekte auf einmal nicht mehr nach Wasserfalldiagramm gemacht, es wurde mit Scrum gemacht. Und ich weiß, dass wir damals gesagt haben, das müssen wir machen, das ist die Zukunft. haben sehr radikal die Organisation umgebaut und haben viele Mitarbeiter verschreckt, die dann gesagt haben, das ist mehr meine Welt. Wir haben ⁓ ist die neue Welt und so ist das. Wir der Organisation einen starken Change-Prozess in sehr kurzer Zeit zugemutet. ⁓ haben wir im Rückblick oft gesagt, ⁓ Da hätte man ein bisschen auf die Bremse treten können. Das hätte man bisschen langsamer machen können. So und den Fehler möchte ich einfach im AI-Kontext nicht nochmal machen. Auf der einen Seite ja, wir wollen vorweglaufen. Auf der anderen Seite, müssen die Leute mitnehmen. Zumindest die meisten der Leute, wollen, die müssen wir auch mitnehmen tatsächlich. Und da gilt es, richtige Speed zu finden. Was überhaupt keine Entschuldigung ist, für irgendjemand da draußen zu sagen, ja, und deshalb machen wir jetzt nichts. Aber ... Die Frage ist die Geschwindigkeit. speaker-1: Ja, ich glaube, ein Stück weit die Geschwindigkeit vom Markt auch bestimmt wird. diese Überzeugung muss man haben, dass es keinen Zurückblick gibt. das ist unsere Überzeugung, ist auch ein Stück weit unsere Wette, dass es eher noch viel, viel besser wird im Sinne von Qualität des Outputs. dass die KI, es sei denn, wir verhindern es gesellschaftlich, aber das ist eine ganz andere Frage, aber sie wird gewisse Aufgaben übernehmen. Und Coden ist die simpelste Aufgabe, die sie übernehmen kann im Sinne von, da ist so viel Wissen, da ist so viel Quellcode, das ist so strukturiert. Aber genauso wird es, ich sag mal Juristen und andere textuell basierte Arbeitsprofile betreffen, wo ich einfach nach Regelwerken arbeite. Warum sollte ich mir in Zukunft meinen Vertrag irgendwie von einem Anwalt schreiben lassen, wenn ich das von einer KI machen kann? Es ist doch die Grundlage, doch die gleiche, nutzt auch Regelwerke. ⁓ Natürlich ist das eine radikale Überzeugung, der man in dem Moment folgt. Aber ich glaube, es gibt keinen halbherzigen Weg. speaker-0: Also ich glaube es gibt Leute da draußen... Ich denke nicht so, aber die würden dir antworten das macht man Fehler. Wir lassen das noch sein. Was würdest du den Leuten sagen, jetzt sagen, lasst mich mal noch warten, bis das fertig ist. Das wird schon in den nächsten zwei, drei Jahren sich fertig entwickeln und dann Firma sein. Warum soll man da nicht drauf achten? speaker-1: Ich glaube also erstens, ich glaube nicht, dass es weder einen Vertrag von meinem Anwalt noch ein Programmcode gibt, der fehlerfrei ist. Auch mein Anwalt wird was falsch machen und wird irgendwas reinschreiben, was am Ende, wo ich dann vielleicht irgendwann in drei Jahren vor Gericht stehe und sage, hätte er vielleicht mich anders beraten sollen. Und genauso ist es bei Software und Fehlerfreiheit gibt es nicht. ⁓ Das heißt, am ist es doch immer nur eine Risikoabwägung. Und wie viel und ein Stück Software ist ja auch, am Ende macht es etwas. gehen wir mal davon aus, es ist nicht fehlerfrei, es wird immer irgendwo Fehler geben. Und dann ist die Frage, wo habe ich ein höheres Vertrauen, die Fehleranzahl geringer ist? ⁓ speaker-0: Ich höre Nutzen. Man kann ja auch argumentieren, ich kriege eine Software, die ist jetzt dreimal so gut, dafür hat die dreimal so viele Fehler. So, ist das besser am Ende? Genau. speaker-1: Aber da ist einfach der Punkt, wo ich unternehmerisch, glaube ich, entscheiden muss, gehe ich das Risiko ein. Was ist der Schaden, passieren kann, ⁓ der Vertrag einen Fehler enthält, die Software oder die Textübersetzung. Und das muss ich bewerten. speaker-0: Ich meine, ganz interessanter mentaler Wandel, da stattfinden muss bei den Leuten. Weil bislang war es immer so, wenn die Maschine einen Fehler gemacht hat, dann hat der Mensch sie falsch programmiert. So, weil der Code, den ein Mensch geschrieben hat, eben fehlerbehaftet war. Das heißt, am Ende hat doch noch der Mensch den Fehler gemacht. Jetzt ist es so, dass wirklich die Maschine den Fehler macht. Sie macht den Fehler mit ihrem Algorithmus, der fehlerbehaftet ist. ich glaube auch, es braucht diesen Mindset-Wandel, dass man akzeptiert, dass Maschinen Fehler machen. Aber der Nutzen höher ist und ich deshalb diese Fehler akzeptiere. speaker-1: Genau. Und ich glaube auch, dass in vielen Dingen Maschinen besser sind oder Software besser sein kann, insbesondere als der Mensch. Nehmen wir Beispiel irgendwelche Radiologen, irgendwelche Bilder, untersucht werden, Brustkrebsfrüherkennung, da kann die Software einfach so viel besser sein. Natürlich macht es Sinn, dass ... speaker-0: Die Software wird einen Brustkrebsfall übersehen. speaker-1: Richtig. Und es macht auch Sinn, dann trotzdem nochmal, bevor irgendwie eine Operation entschieden wird, nochmal jemand ein Mensch draufguckt. Aber dieses Potenzial zu nutzen oder nicht zu nutzen wäre aus meiner Sicht fahrlässig. Und genauso müssen wir es bei uns jetzt für unser Geschäftsmodell sehen, das Potenzial nicht zu nutzen wäre fahrlässig. Weil ich einfach jetzt einfach ein Werkzeug an die Hand bekomme und ich muss es auch vernünftig bedienen und ich muss auch vernünftig damit umgehen und ich muss auch verantwortungsvoll damit umgehen. Aber... es nicht zu nutzen wäre meiner Meinung nach fahrlässig. speaker-0: ⁓ nochmal zurückzukommen zu meiner Frage, es auch jetzt schon zu nutzen tatsächlich. ist jetzt schon heute gut genug, ⁓ es in seine Prozesse einzubinden. Ja, es macht Fehler und es wird eventuell in drei Jahren auch noch Fehler machen. Vielleicht weniger, vielleicht gar keine mehr. Aber auch heute schon gibt es ganz, ganz viele Fälle, wo es Sinn macht, es im Unternehmensprozess einzusetzen, trotz der Schwächen, es hat. speaker-1: Ja, das ja. Ich glaube, was eine Herausforderung für uns alle wird, ist, wer übernimmt die Verantwortung. Weil am Ende schreibt dann die KI, keine Ahnung, schreibt irgendwie ein Konzept und ... Mein Gegenüber, der das Konzept auch keine Zeit mehr hat oder keine Lust mehr hat es zu lesen, lässt es durch seine KI nochmal überprüfen und sagt, ⁓ gut, klingt gut, ich habe mir eine Zusammenfassung durchgelesen und sagt, alles klar, lässt noch eine E-Mail schreiben, schreibt mal Konzept ist gut, dann schreibt die KI wieder eine Mini-Mail und sagt, Konzept ist gut. So und dann wird es umgesetzt. Am Ende passieren natürlich jetzt sehr viele Zwischenschritte, wo KI Dinge tut. Klammer auf, die hat vielleicht früher dann irgendwo ein Junior-Konzepter oder ein Programmierer oder sonstwerden getan und auch keiner gelesen. Klammer zu. Aber irgendjemand wird dann die Verantwortung dafür tragen müssen und sagen müssen, ja, okay, es stimmt, ich hab's nicht gelesen. Ich hab einfach geglaubt, dass es in Ordnung ist und fertig. Ja, aber auch das gehört dazu. können, die Mengen, Outcome, die KI produziert, können wir nicht mehr menschlich kontrollieren. Wenn ich denen sage, geh mal hier zu meinen 100.000 Produkten und schreib denen irgendwie neue SEO-Texte, wer soll das denn noch mal durchlesen? Wer soll die DBL-Übersetzung alle noch mal kontrollieren? Ich glaube, damit müssen wir dann auch ein Vertrauen haben, dass es funktioniert. Oder gegebenenfalls dann auch den Kopf hinhalten und sagen, ich hab so entschieden. speaker-0: Schauen wir zum Schluss mal ein bisschen nach vorne. Wenn wir mal fünf Jahre nach vorne gucken einfach, weil man kann jetzt so überstreiten, ob das alles eins, zwei, drei oder vier Jahre dauert. In fünf Jahren sind wir uns einig. Da haben wir einen maßgeblichen Wandel. Wird die Belegschaft noch die gleiche sein bei Kernpunkt? speaker-1: Es werden andere Rollen sein auf jeden Fall. Ich glaube, es wird viel mehr beratend sein. Wo ich zur Zeit eine super große Herausforderung sehe, ist, wer verkauft das alles? Also im Sinne von, wer erklärt meinem Kunden oder unseren Kunden denn überhaupt diese Mehrwerte und Potenziale, die KI mit sich bringt? Sales-Menschen oder jemand, irgendwo im Kundengespräch ist, der hat gesagt, guck mal hier, Werkzeugkaffer auf und hier ist ein Hammer, hier ist ein Schraubenzieher und so weiter. Und jetzt hat der plötzlich einen Werkzeugkaffer, der viel abstrakter ist und viel komplizierter zu erklären. Das heißt, ich muss erstmal auch, wenn ich dem Kunden nicht nur das Ergebnis verkaufen möchte, sondern ihm erklären möchte, guck mal, du kannst mit KI jetzt dein Geschäftsmodell hier und da verändern und du kannst jetzt folgende Potenziale nutzen. Da muss ich in der Lage sein, das auch zu erklären. Also das ist ein großer Wandel, ob das jetzt nur Sales betrifft, Consulting. Aber ich glaube, ich muss ein sehr hohes Verständnis haben, aber auch die Fähigkeit haben, KI und die Potenziale meinem Gegenüber zu erklären. speaker-0: Die Frage ist, ob ich die Werkzeuge erklären muss oder ob ich mit dem Kunden nur noch über seine Probleme und den Outcome rede. Und es ist egal, welches Werkzeug ich dafür im Hintergrund einsetze. speaker-1: Du willst mir jetzt auch erklären, dass er vielleicht in seinem Prozess an der Stelle KI verwenden soll. Du kannst einfach nicht sagen, das ist KI, das ist wie so eine Black Box, passiert irgendwas. Sondern er will ja schon verstehen, da, welches Modell da was macht und wie. Sondern er will ja schon ein bisschen diesen Zauber auch verstehen und den Zaubertrick. Reicht ja nicht nur zu sagen, guck mal hier, Kartenspiel, und sondern er will ja verstehen. Wenn er das kauft, will er auch verstehen, wie es funktioniert. speaker-0: Ja, sollte er auch. Ist ja auch hilfreich, wenn das besteht. speaker-1: Und ich glaube, da müssen wir sehr, sehr viel erklären, weil wir sind in unserer Bubble. Wir verstehen das. machen seit drei Jahren, fangen wir an, KI zu nutzen. Auf der anderen Seite ist da jemand, der sagt, ich habe mal mal ein Plätzchen Rezept schreiben Das zweite ist, glaube ich, dass wir von der Struktur her weniger Entwicklungshandwerk brauchen. Wir brauchen ... trotzdem Leute, coden können und coden verstehen. da anschließend gibt es halt genau das Problem, wer macht das, wie sieht der Nachwuchs aus, der das in fünf Jahren kann. Also wenn ich jetzt anfangen würde und sagen würde, okay, habe mein Studium oder ich habe mein Studium abgeschlossen, ich habe jetzt irgendwie einen Bachelor in, wie auch immer das heißt, ich irgendwie auch coden gelernt habe, dann kann ich das, kann ich ja nicht grundlagen, aber auf dieses Level zu kommen, zu sagen, ich Ich habe jetzt gewisse Erfahrung. Da sehe ich eine große Herausforderung. Wie kriegen wir Leute dahin, dass sie diese Erfahrung sammeln können, wenn sie selber nicht mehr koden, sondern nur noch am Ende des Tages Fertighäuser am Computer prompten. speaker-0: Wie gehst du als jemand, der KI verkauft, Hause damit ⁓ mit deinen Kindern? Also du sagst den Nachwuchs, wir müssen für uns natürlich als Unternehmen gucken, wie kriegen wir die überhaupt noch auf Speed und wie kriegen wir die hier rangezogen. Aber das heißt ja auch aus der anderen Perspektive, wie kommt man denn in dieses Berufsleben noch rein und was gibt es denn da noch so zu tun? machen? Ich hatte mal einen Gast hier, hat gesagt, als ich ihn auf seine Kinder angesprochen habe, hat er gesagt, mein Ziel ist es eigentlich, so viel Geld zu verdienen, dass meine Kinder nicht mehr arbeiten müssen, weil die finden hier keinen Job mehr. Ist das deine Welt Sicht? speaker-1: Ne, so krass bin ich nicht. Ich würde schon sagen, dass sie mehr Potenzial in sozialen Berufen haben werden. dass die auch attraktiver werden, weil sie, glaube ich, mehr Zukunftssicherheit geben. ich glaube, die, sie müssen diese Werkzeuge lernen. Sie werden in einer Welt groß werden, wo keiner irgendwann der KI den Stecker zieht und ⁓ das wird nicht plötzlich verschwinden. sondern es wird Teil von allem sein. Und sie müssen damit umgehen lernen. speaker-0: Das gilt nicht nur für das Privatleben, sondern wir haben heute auch ein bisschen gesehen, das gilt für unser Unternehmerdasein ganz genauso. Niemand hat momentan die Antwort und es gibt auch nicht die richtige Antwort, glauben wir zumindest. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, Dinge auszuprobieren und zu versuchen, immer wieder gute Antworten für die nächste Zeit zumindest für uns zu finden. Und das ist das, was uns auch bisschen auszeichnet, dass wir das seit 25 Jahren gemeinsam machen. Deshalb gibt es das Unternehmen auch schon so lange und deshalb ist es auch so lange erfolgreich. ich glaube, diese Geschwindigkeit des Wandels, die wir auch in letzten 25 Jahren erlebt haben, die nimmt jetzt einfach noch mal zu. So und ich glaube, alle Unternehmen und Menschen, die in der Lage sind, sich zu wandeln, sich anzupassen an diese neue Situation, die werden damit auch erfolgreich sein. Und derjenige, der sich nicht wandelt, das gilt für Unternehmen genauso, glaube ich, wie für Arbeitnehmer, die wir ein bisschen schwer haben im Markt auf jeden Fall. speaker-1: Ja, ich glaube, musst, ⁓ bei dieser Analogie des Formel-1-Motors zu sein, musst keinen Führerschein haben, ⁓ Rennsportfan zu sein. Du musst aber trotzdem eine Begeisterung mitbringen, ⁓ zu einem Formel-1-Rennen zu gehen, ⁓ sich das anzuschauen. Und ich glaube, diese Begeisterung müssen wir haben. Es muss nicht jeder verstehen, wie das LLM hinter Gemini 3 genau im Detail funktioniert. Tue ich auch Aber ich muss eine Begeisterung dafür haben und wenn ich das habe, dann kann ich mich mit den Technologien auch gut auseinandersetzen. speaker-0: So jetzt wird sich diese Technologie noch weiterentwickeln und wir stellen jedem Gast und du bist das erste Mal zu Gast in diesem Podcast. Immer die gleiche Frage, deshalb kann ich sie dir noch stellen. Wenn du dir eine KI für die Zukunft wünschen könntest, die dir irgendwas abnimmt vielleicht im Leben, was wäre das für eine KI? speaker-1: hatte mal die Idee einer KI, die Diskussionen und Streits in Beziehungen moderiert. Das war, glaube ich, so was, ⁓ ein tolles Anwendungsbeispiel für KI gesehen habe oder immer noch sehe. KI kann unemotional sein. ⁓ wäre so der Punkt, wo ich sage, kann eine KI echt helfen in emotionalen Situationen. zu sagen, ich helfe euch dabei, das zu moderieren oder ich helfe euch, euren Konflikt zu ich glaube, sind so, wenn wir es hinkriegen, KI als Werkzeug in der Zwischenmenschlichkeit zu etablieren, als Hilfsmittel zu etablieren, dann können wir das Potenzial sehr gut nutzen und das wäre so. die KI, die ich mir wünschen würde. speaker-0: Also Kontext für den Zuhörer Matthias hat es auch ohne KI auf wahrscheinlich mittlerweile fast 20 Jahre erfolgreiche Ehe gebracht mit vier Kindern. speaker-1: Jetzt darf ich nichts Falsches sagen. Wir sind im 16. Jahr. speaker-0: 16. Na gut, aber auf einem guten Weg und hoffentlich demnächst mit deiner KI und deiner Geschäftsidee. Manchmal entstehen so auch unsere Geschäftsidee. speaker-1: Wenn hier der nächste VC anruft oder Medienkonzern, gerade im Wandel ist und eine Idee umgesetzt haben möchte, bitteschön meldet euch. speaker-0: Vielen Dank, Matthias, für das offene Gespräch. Ich hoffe, dass die Zuhörer das ein oder andere mitnehmen konnten, unserem Struggle momentan mit dieser neuen Welt und dieser Geschwindigkeit und diesem Wandel umzugehen. speaker-1: für das Gespräch und die Zeit und die Fragen. speaker-0: Alles klar, dann bis zur nächsten Folge von AI and Why