Josef: Hallo Christoph! Christoph: Moin Josef, heute steige ich direkt ein. Wenn dein erster KI Schritt ein Tool Rollout ist, bist du wahrscheinlich schon falsch abgebogen. Josef: Ja, ich sollte ja einen Gegenpunkt machen und vielleicht ein Thema. Du solltest kleiner anfangen, aber warum überhaupt Tools? Christoph: Ich sehe das gerade überall. Die Firmen kaufen Lizenzen, machen ein Prompting Workshop und drei Monate später benutzt das Zeug niemand mehr. Oder das, was du letztes Mal auch schon sagtest. Was war es? 75, 95 Prozent gescheiterte KI-Projekte. Also so ein Quatsch. Oder schlimmer noch, alle benutzen es, das Private ungesteuert und die Chefs haben es noch nicht mal mitgekriegt. Josef: Das ist ein Thema, das ich ja überall sehe. Wenn du in Raum gehst und sagst, wer benutzt Tools? Alle Hände hoch. Hat die Firma eine KI-Strategie? Alle Hände unten. Genau dieser Desens, den du dargestellt hast. Und meine Erfahrung bisher, die Verbreitung lief eigentlich immer über Peer-Sichtbarkeit, nicht über Anordnung von oben. Christoph: Ja, deswegen sage ich ja allen, ihr müsst mit einem ganz, ganz kleinen Schritt anfangen und jetzt heute am Montag so richtig mit einem kleinen KI Schritt der richtigen Mehrwert macht. Also wir machen dafür den Montagstest und wir machen montags immer drei Dinge. Was gerade passiert ist, was wir selbst gebaut haben und einen Play und das machen wir beiden ja auch hin und her. Und in 20 Minuten haben wir direkt etwas, was wir umsetzen können. Josef: Genau, also die Frage muss zu dem nicht welches Tool kaufen wir, sondern welchen kleinen Prozess können wir ab Montag anders darstellen und anders laufen lassen. Christoph: Genau. Also einfach mit einem kleinen Thema anfangen und einfach arbeiten oder wie Peter Steinberg ja auch immer wieder gesagt hat. Einfach ein bisschen spielen, machen, aber zusammen. Josef: Und lokal. ich glaube, das ist wirklich Sache. Jeder für sich in dem Bereich kann das lokal machen. Und Christoph, was sind denn aus deiner Sicht Auswahlkriterien für einen guten ersten KI-Prozess? Christoph: Naja, also da musst du schon genau reingucken. Irgendwas, repetitiv ist, was viel Aufwand generiert, was man gut versteht, was man eingrenzen kann, wo man ein klares Ziel kennt. Also da gibt es Gedüngprozesse, wo die Menschen noch nicht mal Lust zu haben. Und da findet man in jeder Firma ruckzuck den Prozess, der eigentlich alles ändern kann. Josef: Ja, hatte für mich, wo es zu nervig ist, wo die Leute eigentlich sowieso eine Abneigung dagegen haben. Ich hatte jetzt wieder einen Fall. wenn man das hört, man arbeitet eben in Medien, die für Menschen lesbar sind. Da gab es einen Prozess, wo eine Abteilung nichts anderes gemacht hat wie Daten sammeln, in Excel-Files so aufbereiten und dann in ein PDF übertragen. Und jetzt halte ich fest. Dieses PDF ging an verschiedene Abteilungen. Für manche Abteilungen war das PDF nicht hübsch genug. Die haben das mit Figma, weil sie dann AI nutzen wollten, haben sie das mit Figma nachgebaut. Das heißt, für so einen Prozess, da war viel Schmerz drin. Aber wenn du da einfach dann eine Datenbank fütterst und jeder kann mit AI rausziehen, dann hast du es direkt, also klein an einem Punkt, aber im Endeffekt dann eine Riesenwirkung. Christoph: Er hat mich an die ganz alten Tage in einer meiner Firmen, wo die unterschiedlichen Produkte in den einzelnen Abteilungen, also das gleiche Produkt, das hatte aber in der einen Abteilung einen anderen Code als in der anderen Abteilung. Über vier Abteilungen hinaus hatten sie vier unterschiedliche Codes und keiner wusste irgendwie, über was sie reden. Wir haben dann immer wieder Josef: Auch super. Christoph: ihre Abstimmungsmeetings gemacht und jeder hatte da irgendwie so seinen Code im Kopf, irgendwie ging der Prozess überhaupt nicht zusammen. Also das haben wir schon gekonnt vor der AI und das muss sich doch irgendwie mal ändern. Eigentlich ist das ein genialer AI-Prozess, fällt mir dabei auf. Also weil, die kann ja übersetzen. Josef: Absolut. Absolut, ist, glaube ich, der wichtigste Gedankenpunkt, welche Prozesse sind heute eben auf Menschen gewachsen, also was wird für Menschen auch aufbereitet, muss es der Mensch überhaupt behandeln oder kann es auch einfach gesponnenem MD-File sein, der viel mehr Daten enthält, aber eben von der KI perfekt gelesen werden kann und dann auch weiter benutzt sein kann. Und das ist Ja, also und der Mensch verschwindet ja nicht. Er sitzt ja weiterhin am Gate und sollte das Ergebnis, das rauskommt, auch bewerben. Christoph: Ja, also steigen wir noch mal ein. Diese Woche ist ja super viel passiert. Also ChetGPT wieder neue Produkte eröffnet, also OpenII als Firma neue Produkte und die haben jetzt den kompletten Kundenservice auf ihre Plattform gezogen. Ich glaube 75 Prozent, 85 Prozent der Anfragen werden schon im ersten Tier direkt nur von KI beantwortet. Bei Claude und Entropic habe ich ja schon lange den Eindruck, also wenn du es noch nicht probiert hast, kann ich auch schwer empfehlen, einfach mal den Customer Support Agent zu nutzen. Die E-Mails vor und zurück, die machen eigentlich Spaß und sind ein super Custodial Service. da sind wir bei den aufwendigen Problemen und also die Einsparung davon, die Geschwindigkeit und auch die Kundenzufriedenheit, die auf uns dazu kommt, wenn wir das nicht machen hier in Deutschland, das wird richtig, richtig krass werden. Also Forrester, eine Analystin, hat geschätzt, dass bis 2030 fast die Hälfte der Kundenservice-Rollen weltweit betroffen werden sein. Da musst du noch nicht mal ins Outsourcing gucken, was das für Indien oder diese Länder bedeutet, ich meine, überleg mal bitte, wie viele Leute in Deutschland rein im Kundenservice gerade arbeiten. Josef: Und jetzt hast du zwei Themen. Das eine ist, und jetzt gehen wir mal von den Firmen weg, wie ist der Kundenservice bei vielen Firmen heute? Nämlich schlecht, weil du einen Wattelschleifen hast, weil du keine Antwort kriegst und so weiter. Das heißt, jetzt nehmen wir mal auf der positiven Seite, was passiert, endlich richtig guter, schneller Kundenservice ist und auch die Unterscheidung. Wir haben ja gesagt, starte mit einer kleinen Sache. Es muss ja nicht komplett die komplette Automatisierung sein. Es nimmt Service Layer und sagt, in welchem Service Layer kann ich schneller reagieren und was machen. Also sicherlich in OpenAI und Anthropic als Beispiele, die haben wahrscheinlich auch schon die letzten Monate, Jahre genügend Daten gesammelt, genau diesen Schritt machen zu können in der Vorbereitung. Der kleine Mittelständler hat die so nur nicht. Das muss der noch aufbauen. Aber nichtsdestotrotz kannst du es jetzt aufnehmen, kannst es in der Datenbank. kann es gewisse Themen schon mal rausnehmen, die besonders nervig und schwierig waren. Aber ja, das ist ganz wichtig, dass man da das Prozessverständnis auch mit reinlegt. Christoph: Ja, das Prozessverständnis final ist ja jetzt auch wirklich unsere Verantwortung als CEOs, dass wir das komplett haben. Also ich denke ein wichtiger Satz für uns alle ist, merkt euch, man kann keine Themen delegieren, sondern nur Prozesse. wir machen jetzt was mit KI im Vertrieb, das ist ein Thema. Jede Anfrage aus dem Kontaktformular innerhalb einer Stunde hat einen geprüften Entwurf, den ein Mitarbeiter von sich uns anschauen kann und freigeben und dem Kunden antworten. Da haben wir einen Prozess. Josef: Absolut. Und ich glaube, das ist wiederum der Unterschied zu vorher. Die komplexe Enterprise-Architektur, wo du dir 1000 Prozesse und jeder muss das gleich machen. Du musst auch nicht alles gleich machen. Du musst schon im Grundverständnis haben, sagen, was will ich, wo will ich hin? Aber dann kann der Ansatz von dir für die Optimierung ein bisschen anders sein wie meiner. Und wir kommen beide trotzdem zum Ziel. Wichtig ist, dass die Daten generiert werden. und die Daten irgendwo verfügbar sind dann für die Zukunft. Christoph: Das ist ja da wieder zurück zu dem Beispiel von dem PDF. Also wenn die KI's die PDFs anpassen, dann kriegt jede Abteilung auch das PDF, was sie gerne mögen. Und wenn sie unbedingt sich PDFs anschauen wollen, okay, go for it. Klare Empfehlung auch hier wieder an allem. HTML ist the future. Also... In HTML, wir können schönste Präsentationen ruckzuck erstellen. Die KI macht es. Sagt der KI einfach heute, mach mir einfach einen Flow in HTML, den ich direkt mit ins Meeting nehmen kann. Und du hast gleich ein Präsentationsformat. Du kannst da deinen Design drüber schieben. Es gibt x 1000 Tools. Also HTML ist die Sprache, die KI für uns jetzt gerade am besten schreibt. Josef: Es ist absolut und das Spannende ist, wenn aus HTML kannst du ja auch alles rausholen. Du kannst aus HTML ja auch ein Knöpfchen oben machen. Druck als PDF oder was auch immer. Christoph: Ja, genau. Josef: das Ausgabeformat und da auch noch mal einen Schritt zurückzugehen. Egal welche Abteilung was macht, auch wenn die eine Abteilung dann sagen will, nein, ich brauche unbedingt Figma, weil ich finde halt... Figma besser. Es gibt genauso Connectoren zu Figma. Figma muss auch nur die Daten irgendwoher kriegen. Dann kannst du genauso damit arbeiten. Also ich glaube, diese Tool-Thematik auch zurückzukommen. Wenn du ein Tool kaufst, hast de facto schon verloren. Es liegt nicht mehr am Tool. Christoph: Ja, damit hatten wir Februar, März bei Purpose Energy verbracht. Also wir waren der festen Ansicht, dass wir diese Designqualität wirklich nur hinkriegen, wenn wir mit Figma arbeiten. Dort haben wir unser Designsystem implementiert, wie früher Assets generiert. Alles ganz, ganz toll, genial für unsere Apps, für die Konsistenz auf der Webseite, für all die anderen Dinge, die wir entwickeln. Aber uns ist jetzt schnell klar geworden in den letzten Monaten, dass es overengineert. Also das ist wirklich am Thema schon drüber geschossen. Der Figma MCP Prozess, funktioniert. Also wie gesagt, ich denke, wir haben so gute vier bis sechs Wochen zu zweit daran herumgeschraubt, bis das Ganze ging, hatten noch eine Designerin extern als Unterstützung dabei, dass das okay war. Eigentlich muss ich heute sagen, verschwendete Arbeitszeit. mit dem einfachen Design Plugin, ein paar irgendwo prompt geschriebenen Anweisungen, wie wir das Design gerne mögen, kannst du alles direkt im HTML halten, egal ob du jetzt mit Gemini, OpenAI oder sonst wem arbeitest. Josef: Vielleicht ganz kurz, das als wirkliches Artefakt mal zu nehmen. Ich arbeite gern mit einer Fünfelder Prozesskarte, zu sagen, was ist mit Input, was ist mit Entscheidung, was mit Output, was ist mit Gate und was ist mit Lernen, also Continuous Learning. Ich glaube, wir hatten ja mal drüber gesprochen, du nutzt das auch. Wie war das bei diesem Prozess? Christoph: Also bei dem Designprozess früher, wir haben es gelassen. Das ist das perfekte Beispiel für einen Liegenbleibeprozess. Für die kleineren Themen hätten wir nie eine schöne Präsentation gemacht. Wir haben nie für Kunden irgendwie was angepasstes gemacht. Wir haben nur bei ganz, ganz großen Aufträgen irgendwie mal detaillierter gearbeitet. diese Art von, ich nenne sie die Liegenbleibprozesse, die sind wiederkehrend, die sind nervig, die sind eigentlich auch risikoarm und auch nicht so richtig auf einer Karteikarte beschreibbar. Und das ist ja das, das, das was irgendwie schwierig ist, was bei uns noch ein paar Wochen liegen bleibt. Und da muss man einen Schritt weitergehen. Also haben wir das Ganze zerlegt. Und wir hauen das ganze Rohmaterial rein. Wir briefen unsere AIs und dann lassen wir sie halt einfach generieren. Und wir lassen sie machen. Und wir kontrollieren da auch zwischendrin nicht. Also es ist wirklich zack, zack, zack. Josef: Okay, interessant. Ich habe bei mir auch einen Prozess genau in der Form, wenn wir bei Pharaxia uns neue Wirkstoffe anschauen, ist auch die Sache, was der Input Und dann entscheiden wir mit einer gewissen Vorauswahl, wollen wir das weiterfahren, glauben wir, dass wir eine Patentanmeldung hinkriegen und die Thematiken dann definieren, wie ganz genau was rauskommen soll. Und wir haben Gates und mittlerweile Ich glaube, du hast auch einen Fall. Ich habe das jetzt in einem Graph abgebildet, einfach viel besser einzelne Stufen auch darstellen zu können. Wann kommt ein Human in the Loop rein? Wann will ich welchen Schritt haben? dann aber auch nach dem Graphlauf aus den einzelnen Gates und den einzelnen Themen dann auch direkt die Einspeisung zu haben, continuous Continuous Learning reinzukriegen. Und das sind natürlich ... ... an dem ganz Anfang dieses Microsoft-Thematik, ... aber so CLI-Läufe, das sind ja ... alles Headless-Prozesse, da laufen. Bei mir in dem Bereich jetzt im Pharma ... ist das ... sowohl Claude Science, es ist ... Codex mit ... Life Science Researcher, es ist ... in gewissen ... Sachen dann Mistral für ... manche Wording-Thematiken. Also verschiedenste Dinge, die da aufgerufen werden. aber eben dann gesteuert speziell, was soll denn eigentlich rauskommen. Also ich glaube, die entscheidende Sache ist immer Punkt 3, was soll raus. Christoph: Ja, ja. Also wieder nicht dich digitalisieren, sondern einfach das klare Ergebnis kennen und das Ergebnis vom Prozess sauber definieren und wie du es machst, das Human Gate rein. Also in der Komplexität jetzt bei uns, also die Vielzahl von regulatorischen Prozessen, die wir haben. Es ist schon faszinierend, dass ich wieder zurück bin in meiner alten Welt als guter Alter Strategieberater waren ja die RACI Prozesse meiner Heimat für wahrscheinlich zehn Josef: Hahaha. Christoph: Jahre meiner Karriere. Wer sich erinnert, RACI steht für Responsible Accountable Consult und Inform. Heißt jeder einzelne Prozessschritt, der bei uns im Unternehmen läuft, hat definiert, Wer macht es eigentlich? Wer ist dafür verantwortlich? Immer Human. Mit wem muss ich mich noch absprechen? Das ist ja auch wieder spannende, wo unsere Agenten reinkommen und du es so definieren kannst, dass sich ein paar AEs mit anderen AEs absprechen müssen, bevor sie den Schritt weitergehen können. Und dann auch immer wieder, wer wird informiert? Also wo setzen wir unsere Informationsgates hin? Ich hatte dafür keine Tools gefunden. Da habe ich mir natürlich auch gleich wieder mit AI einen komplettes Workflow Design Tool, was ich anpassen kann. Wenn genügend Leute daran Interesse zeigen und sich bei uns melden, dann stelle ich das ins Internet. Ich finde das Tool geil. Ich arbeite mittlerweile jeden Tag damit. Schreibt uns an, ruft uns an, sprecht mit dem Josef, dann mache ich das Ding online. Josef: Ja, das ist super. Also sowas, glaube, in dem Sinn und das auch nochmal, das, was du reinstellst, ist ja kein Tool. Also ich glaube, das ist ganz wichtig zu unterscheiden von den Tools, die du kaufen kannst. Die Dinge, mit denen wir arbeiten, auch ich hatte ja dieses Repo mit der Agent Fleet reingestellt. Das ist kein Tool. Das ist einfach Prozess. Christoph: Super, drei, vier Freunde, by the way, nutzen das jetzt schon, nachdem ich es da von dir weitergeleitet habe. Super. Josef: Ja, das ist einfach eine Prozessklarheit im Einsatz, wie du vorgehen kannst. da haben wir wiederum, was wir in letzten Folge hatten, was eigentlich mit der Jugend, wo geht was hin, wer kann eigentlich von KI partizipieren. Und deshalb, wenn du schon weißt, was RACI ist, du hast damit gearbeitet und du hast deine Erfahrung gemacht, dann kannst du es in KI übertragen und dann hast du Prozessklarheit und dann verstehst du das. hast du das nicht, sondern nimmst einfach nur ein Framework, das du nicht kennst, dann wird es wesentlich schwieriger von der Seite, damit umzugehen. Christoph: Ja. Nichts zu ergänzen, du. Also... Josef: Sehr gut. ich meine, vom Anti-Pattern, ich meine, das ist auch das, ich Workshops sage, man installiert nicht einfach Tool X. Christoph: Ja. Josef: auch nicht komplett Automatisierung. Was ist mit interne Kundenprozesse offenlegen? Zahlen aus dem Gedächtnis. Da gibt es so viele Themen, wo du für dich entscheiden kannst, was du nicht unbedingt haben willst. Christoph: Ja, das darfst du. Das weiß ich nicht, aber das musst Josef: Sehr gut, wir haben Verstärkung. Christoph: du klären. Läuft. So, wolltest du auch über AI? Ich muss noch einen kleinen Moment weitermachen. Das weiß ich nicht, das musst Josef: Hehehe. Christoph: du selber suchen. So. Die klassische Absprache jetzt. Josef: Sehr gut. Wir haben auch Junge. Wir haben auch junge Zuhörer. Christoph: Auch. Da kann ich leider noch keine AI zum Babysitting einsetzen, sondern da mache ich es mit einem klassischen iPad, was er jetzt nicht findet. Großartig! Da muss man sich auch nochmal eine Lösung für finden. Aber gut, ja, kennen wir glaube ich auch alle. Josef: Aber auch das ist, glaube ich, Thema. wenn ich auch bei mir schaue, Kinder sind ja sehr intuitiv in Prozessthemen zu machen und Dinge anzupassen. Die Problematik bei AI macht sie unheimlich leicht. Aber du musst eigentlich Frameworks und Prozessverständnis haben, bevor du was machst. Auf jeden Fall im Geschäftsding, wenn es nicht drauf ankommt. dass jedes fünfte Bild mal gut ist und eine Antwort mal okay ist, nach fünf mal rumprobieren, sondern was du ja auch erzählt hast, diese Open AI-Thematik und vielleicht kannst du dann noch bisschen was dazu sagen, wenn du deinen Service auslagerst, willst du ja, dass es funktioniert. Christoph: Ja, ja, ja. Also ich meine, das ist definitiv in ein paar Wochen eine Folge von uns, wo wir mal tief einsteigen, was es eigentlich dann auch für diese kurze Generation bedeutet. Also auch da habe ich wieder eine Story zum sharen. Ich habe einen ersten Anruf gekriegt von einer KI, ein reiner Vertriebsanruf, auch sogar irgendwie auf ein Revenue Produkt raus. Die wollten mir was verkaufen. Der Anruf Klang eigenartig. Ich habe aber einen Moment gebraucht und ich saß auch im Auto. hatte meine Kinder hinten drin. Das war auf Lautsprecher und es ging hin und her, bis mir irgendwann die Idee kam, ich frage jetzt einfach mal, sag mal, bist du eine KI? Und dann sind ja die allgemeinen Modelle und wenn es nicht komplette Fraud Cases sind, wirklich darauf trainiert, dass sie dann auch ehrlich antworten. Ja, ich bin eine KI. Das kam dann eindeutig. Dann sagte ich alles klar, du, sorry, ich habe jetzt für so ein Gespräch keine Zeit. Tchö. Aufgelegt. Von hinten melde sich mein Sohn. Was war denn das für ein Anruf, Papa? Ja, das war so eine künstliche Intelligenz. Hab ich breit und groß erklärt. Und nichts, nichts, nichts. Er sagt direkt, was ist denn gewesen, Papa? War doch klar. War doch vollkommen klar von der ersten Sekunde. Das war anders, das war komisch, das hat sich komisch angefühlt. Das musste eine künstliche Intelligenz sein. bitte jetzt lass mich den Anruf einmal fertig machen. Nein. Sonst musst du jetzt direkt ins Bett. Josef: Ja, aber ich glaube, das ist wirklich ein Thema, was die Kids durch den Umgang mit Alexa und mit anderen Voice geprägten Systemen haben, dass sie das viel klarer wahrnehmen. Und das müssen wir, glaube ich, auch für uns sagen. Muss der Service wirklich ein Mensch sein, wenn du in einer Situation bist, wo du Schwierigkeiten hast, dann willst du ja nur, dass dir geholfen wird. Also diese Prozess. Analyse, Prozessverständnis. Heute sind viele der Prozesse für Menschen gemacht in den Zwischenschritten, wie dem Beispiel Abteilung schreibt in Excel, die wandeln in Word, die wandeln in PDF, die gehen zu denen, die bauen das. das ist im Service ja auch per se ist das Kundenproblem. Ich will, mir soll geholfen werden und ich will nicht in der Warteschleife hängen und ich will nicht das. Ich will das absetzen und dann muss was passieren. Christoph: Du bist immer so nett, hast das auch wieder gerade so freundlich formuliert. Ich muss ja sagen, die meisten Prozesse von den Unternehmen sind ja gegen die Menschen gemacht. wenn ich als Kunde Josef: Ja, das sind... Christoph: den meisten anfange, habe ich das Gefühl, der Prozess ist gemacht, dass ich möglichst auflege. Ich heute mal wieder einen Vertrag gekündigt. Sonntagmorgen nutze ich dafür ganz gerne und ist schon faszinierend. Regulatorisch und legal sind sie verpflichtet, einem anzubieten, das einem einfach zu machen. Da gibt es auch Druck drauf. Aber du musst trotzdem suchen, suchen, suchen und wieder irgendwie und dann brauchst du noch ein Login und das Formular ist nicht dort wo es sein soll und dort stürzt es ab. Also die Prozesse von vielen Unternehmen sind gegen den Menschen gemacht und ich glaube wir haben jetzt hier die Chance Prozesse für den Menschen zu machen und wir müssen uns von diesem Mindset nutzen, lösen, wirklich lösen von diesem Mindset. Also wir gegen die KI oder KI schlecht, irgendwie sowas, sondern das ist eine neue Art wir uns das Leben dann doch vielleicht noch besser machen können. Josef: Absolut, denn ein Service, ein Kunde, vier Minuten in der Wattelschleife hängt, weil man sparen wollte und das Service Level mit dem Call Center halt geringer ist, dann der verärgerte Kunde beim Call Center ankommt, das hilft ja auch keinem. Auch der Call Agent wird dadurch nicht besser. Das Thema wird nicht besser. Und ich glaube, da muss auch diese Entkoppelung sein zwischen das kostet alles Geld. Also gewisse AI Prozesse werden dich im Grenzkostenbereich nicht viel kosten. Aber sie werden einen riesen Mehrwert bringen und dann halt die Prozessentscheidung, wo setze ich noch einen Human in the Loop ein? Also ab wann brauche ich dennoch das Wissen und den Input? Ich will vielleicht gar nicht End-to-End AI fahren, sondern ich brauche, und das sehen wir bei uns im Pharmabio-Bio-Tech-Bereich ganz oft. wo wir ganz klar sagen, hier wollen wir keine eher Entscheidungen, sondern hier wollen wir die klare menschliche Entscheidung vom Experten. Aber vielleicht, auf unsere nächste Folge zu kommen, was passiert denn, wenn das umgesetzt wird? Wenn der CEO unseren Podcast hört, sagt, jawohl, das mache ich, ich setze mich damit zusammen. Was ist dann los? Christoph: Ja, also er muss aufpassen, dass es kein Hobby wird. wenn er nur alleine irgendwo damit arbeitet und sich da alleine irgendwo indikativ reinarbeitet, dann hat er noch nichts umgesetzt. Dann haben viele Spaß und wie ich ja auch oft gesagt habe, das haben einige nicht verstanden, die sich jetzt auf einmal intensiv mit Web Development auseinandersetzen. Also einige, die wir auch geschult haben oder andere, es gemerkt haben, dass es Zeit ist, KI zu arbeiten. Auf einmal ist einfach, irgendwie einen Webshop oder eine Webseite zu machen oder auf einmal ist auch irgendwie jeder CEO ein Webentwickler. Wir sind wieder bei der Firma und der Prozess muss mit seinen Menschen im Team. Der CEO kann seine Organisation nicht verleugnen. Und deswegen würde ich immer sagen, als Erstes einsteigen, vier Wochen Zeit geben, echten internen Kunden, also mit den Mitarbeitern arbeiten, Lernschleife und einfach reingucken und mit ihnen durcharbeiten und da wirklich die Lernschleifen reinbauen. Josef: Du nennst es immer so schön, 10x, 2x-Lücke. Wenn du dein Team mit viel Holter-Die-Polter auf 2x kriegst, aber du bei 10x läufst, dann läufst du irgendwann weg und bist frustriert. Ich glaube, das ist wirklich ganz wichtig, das Hand in Hand zu machen und auf der einen Seite das Empowerment zu geben, auf der anderen Seite aber auch den Anspruch. in der Seite und auch ganz klar, das können wir zwei relativ einfach sagen, ich will, ich ganz klar sage, ich will eine AI-First-Company ohne Personal Christoph: Ja. Josef: in der Form und du ja auch mit relativ wenig, aber die Leute, die arbeiten und auch die Leute, die ich für mich einstellen würde, die müssten ganz klar auch AI-First denken. Christoph: Ja, man darf sie aber auch nicht verlieren. ich glaube schon bei mir in der kleinen Firma sind einige meiner Mitarbeiter diese Woche oder diese Wochen recht dankbar, dass ich ja im Urlaub im Homeoffice mich jetzt aktuell ein bisschen zurückhalte. Und sie haben jetzt doch auch wieder angefangen mit den klassischen Stand-Ups und scheinen das zu genießen. Thema, was ich eigentlich dachte, das haben wir erledigt. Das kostet uns Zeit. Aber auch hier in dem kleinen Team mit fünf Leuten. Wir dürfen das menschlich nicht vergessen. Und ich glaube, das war jetzt eine gute Zeit und wir müssen auch dieses Learning wieder mitnehmen. Die Zeit, die wir durch KI, durch unsere eigene Effektivität und Effizienz gewinnen, ist die Zeit, die wir in unsere menschlichen Beziehungen stecken müssen. Und das sind eben halt auch die Team- die professionellen Beziehungen, das sind unsere Vertriebsbeziehungen. Aber das sind eben alle Beziehungen, die das Leben als solches ausmachen. Josef: Absolut, das ist auch diese ganz klare, für mich jetzt in unserem Prozess bei Pharaxia, ganz klare Definition, Bekenntnis zu human in the loop. Also ganz klar zu sagen, hier brauchen wir menschliche Expertise für die und die Themen und wollen dann auch menschlich entscheiden, welche Richtung wir gehen. Christoph: Ja, Organisation bauen. Josef: Okay, aber dann haben wir ja für die nächste Folge auch wieder ordentlich was zu besprechen. Dann alles Gute noch, ein paar schöne Tage an der See und bis bald. Christoph: Ich danke dir, Josef. Dir frohe Schaffen. Bis die Tafel.