Andreas: Hallo Lisa! Lisa: Hallo! Na? Andreas: Na? wir sind wieder bei unserem Podcast. Was ist das für ein Podcast, Lisa? Erklär doch nochmal. Lisa: Sie Susik, should I stay or should I go, wenn man es denn lang aussprechen möchte und das ist der entscheidende Podcast für alle, die zu lange vorm Keksregal stehen. Also ein Podcast über Entscheidungen, große, kleine, schnelle, langsame, wichtige, unwichtige. wenn ihr uns zuhört, könnt ihr jede Woche etwas Neues erfahren über Entscheidungen, die so anstehen. Vielleicht auch ein paar Tipps, wie man sich gut entscheidet. Vielleicht auch ein paar Überraschungen, was es so Neues zu Entscheidungen ⁓ ist eine gute Sache. ⁓ Andreas: Gute Sache. Ja, wir machen das ja auch jetzt schon ganz ganz lange. Es gibt ja schon mindestens also diverse Episoden gibt's schon und du hast was angelesen, was durchgelesen und das kam von meiner Schwester als Impuls und wir haben von meiner Schwester diesen Impuls aufgenommen und ihn dann erst mal auf den großen Haufen gelegt mit den vielen Ideen und jetzt haben wir gedacht, warte mal, ist jetzt jetzt müssen wir darüber reden und zwar geht es ⁓ Lisa: Okay, Fange. Andreas: ⁓ lebensverändernde Entscheidungen. Entscheidungen, wirklich größere Auswirkungen haben. Und vielleicht der theoretische Teil, das scheint wirklich Auswirkungen darauf zu haben, auch vor allen Dingen, wie man das erforscht, Lisa. Hast du dir das mal angeguckt? Lisa: Ja, ich habe mir das mal angeguckt. Ich finde die Gedanken total interessant. Was sind eigentlich wirklich wichtige Entscheidungen, die wirklich das Leben beeinflussen? Andererseits habe ich dann auch gedacht, naja, es kann ja auch total das Leben beeinflussen. Gehe ich die Straße jetzt rechts oder links runter und links treffe ich zufällig irgendwie meine... ⁓ große Kindergartenliebe oder irgendwie eine furchtbar schlimme Frau, die mich beschimpft und deswegen schimpfe ich zurück und laufe dann vor ein Auto oder so. Also so Zufallsdinger, aber sozusagen bewusste große Entscheidungen, die wirklich das Leben verändern können oder die womöglich auch gar nicht rückgängig zu machen sind auf jeden Fall etwas, wo ich dachte, gucken wir uns mal ⁓ Aber vorher... ⁓ Andreas: Vielen Wollen wir, Daffy? Ja, vorher. Ja. Lisa: Aber vorher müssen wir ja noch eine ganz kleine Entscheidung besprechen, die Entscheidung Was ist das Lied der Woche? Was war es für dich? Andreas: Mh. Ja guck mal, das ist erstaunlich, wie das immer zusammenpasst, ich. Denn als du gerade sagtest, gehe ich links und gehe ich rechts, solche Entscheidungen, fiel mir sofort eine Situation ein, über die wir vielleicht auch noch reden Ich habe mit meinem Bruder gesprochen, wir sind durch Kiel gelaufen. Und wir kamen da drauf auf diese Entscheidung, die man so manchmal liegen lässt, und dann war das richtig oder falsch. Also, müsste eigentlich was tun, und das tue ich nicht, und dann finde ich hinterher raus, dass es eigentlich ganz gut war, dass ich das nicht getan habe. Also eine klassische Prokrastinationsausrede, die manchmal gut funktioniert und manchmal nicht. Da reden wir vielleicht später drüber. Aber dabei fällt mir natürlich mein Bruder ein. Und Thomas D. Mein Bruder ist mit Thomas D. auf Tour, und deswegen würde ich gerne als Song der Woche in den Ring werfen, das Leben ist ein Geschenk von Thomas D. und Gu und The KBCS aus die Band ist. Lisa: Ich wusste gar nicht, dass mein Bruder so voll berühmt ist, dass der so berühmten Leuten auf Tour geht. Ich hab ja auch Geschwister. Und die eine wohnt auch in Kiel, wo du gerade Kiel sagst. Das finde ich eine schöne Geschichte. Mein Song der Woche ist Kokomo von The Beach Boys aus dem Jahr 1988. Ich dachte, es wäre viel älter und ich bin darauf gekommen, weil ich heute morgen von einer Studie gelesen habe, dass Pop-Songs seit den 60ern immer ichbezogener werden. Ich packe euch den Link dazu auch in die Show Notes. Artikel habe ich in der Süddeutschen Andreas: Das passt wieder alles zusammen. Lisa: lesen. also tatsächlich von letzter Woche ist der Artikel und man hat in dieser Untersuchung quasi die Charts Andreas: Wow, immer ich bezogener. Lisa: in den vergangenen 50 Jahren sich angeguckt und einfach in Anführungsstrichen einfach die Texte ⁓ analysiert. Also wie oft kommt was wie me, myself und I drin vor und wie oft sagt man vielleicht auch you, me, us oder in den entsprechenden Sprachen natürlich, aber vieles ist natürlich auf Englisch. dann habe ich gedacht. Andreas: Mhm. Lisa: Ich habe erst gedacht, es geht darum, dass die Songs bessere Laune haben, weil man früher bessere Laune ausgedrückt hat, weil man mehr über Gemeinschaft und weniger über sich selber gesungen hat. Aber den Schluss, den die Forscher ziehen, eher, dass es etwas über das... naja über die Gesellschaft aussagt, so wie viel ist man vielleicht ichbezogener und weniger auf Gemeinschaft aus aber weil ich beim Thema gute Laune hängen geblieben bin, habe ich dann auf eine alte gute Laune Playlist von mir geguckt und da war Kokomo von den Beach Boys Wie gesagt noch gar nicht so alt, obwohl 88 ist auch ein bisschen her. Und da noch ein absolutes aus der Serie Space Force, wo Steve Carell dieses Lied alleine in seinem Büro singt, verlinke ich euch auch ⁓ gigantisch. Müsst euch unbedingt angucken und ja, packen wir beides auf die Niste. Andreas: Ich erinnere mich dunkel an die Szene. glaube, er singt das als Reaktion auf eine sehr besondere Situation. erinnert mich daran, dass ich das Space Force nochmal gucken muss. Sehr gut, finde ich sehr gut. Lisa: jeden Fall. Und ich habe gerade natürlich auch noch mal so ganz schnell hochwissenschaftlich den Text gecheckt von Kokomo und da kommt wirklich sehr oft I take you to Kokomo und we'll be in the sun oder the steel drum oder was auch immer da so vorkommt aber es ist auf meinen ersten Blick wirklich auch sehr viel we und you und nicht so viel ich. Das fand ich dann schön. Andreas: Sind die Songs weniger politisch geworden? Noch ein Tipp, den ich in die Show notes packe, es gibt auf Arte gerade eine Dokumentation zu Funk. wie einige wissen, habe ich mit eben besagten Bruder ein kleines Funk-Label, Our Label Records, wo wir Funk-Vinyl-Singles machen. Das nun nebenbei. Und da ist natürlich James Brown eine der treibenden Personen. Und die Songs sind definitiv Ausdruck und Kulturgut. der damaligen Zeit, Martin Luther King und die Schwarze in Amerika und so weiter. Deswegen frage ich mich gerade, wenn die Songs natürlich politischer sind, dann ist wahrscheinlich eher von Weedee Rede und nicht so sehr davon, dass du mir mein Herz gebrochen hast und deswegen ich jetzt über mich rede. Anyway, vielleicht am Wochenende können alle mal bisschen was über Funk wir schweifen ab. Ich finde, das finde ich auch toll. Ich schweife gerne ab mit dir, Lisa. Lass uns zurückkommen über welchen Song wir morgen hören. Lisa: Mh. Andreas: ist auch eine wichtige Entscheidung, aber wahrscheinlich nicht lebensverändert. Das weiß man nicht immer. Manchmal kann auch ein Song große Auswirkungen haben. Ist vielleicht bisschen übers Knie gebrochen, das jetzt damit zu vergleichen. Lassen wir uns zurückgehen auf diese Entscheidungen, die wirklich das Leben komplett verändern. Und ich vermute, damit sind vor allen Dingen Entscheidungen gemeint, die man bewusst trifft. Also ich gehe ⁓ die Ecke und irgendwas passiert, ich habe mich entschlossen, den Bus zu nehmen und dann passiert was Lebensveränderndes. Das meinst du wahrscheinlich nicht, sondern Entscheidungen, die man selber trifft. Lisa: Ja, tschau, tschau. Andreas: die aber auch bewusst, von denen man sich vorstellen kann, sie große Auswirkungen auf das Leben haben. Lisa: jeden Fall. Also in der die packe ich natürlich auch in die Show Notes, ⁓ ist ein Konzeptpapier vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Ich vermute, sie nennen das Konzeptpapier, weil es aus irgendwelchen Gründen noch nicht Studieuntersuchung heißen kann, aber da geht es halt wirklich große Entscheidungen. Also Beispiele sind hier einen neuen beruflichen Weg einschlagen, in ein anderes Land ziehen, eine Ehe zu beenden. Also wirklich keine alltäglichen Entscheidungen, sondern sie nennen es transformative Lebensentscheidungen. was da interessant ist, dass sie halt sagen, wenn man solche Entscheidungen verstehen will aus wissenschaftlicher Sicht, dann sind halt so typische verhaltenspsychologische Ansätze, die man so für einfache Entscheidungen kennt. jetzt ein Überraschungsei oder in einer halben Stunde zwei Überraschungseier. Da sind solche Experimentansätze eben nicht unbedingt ausreichend, weil das eben viel komplexer ist. ich habe dann überlegt, was gab es denn bei mir so für transformative Lebensentscheidungen? Und ich glaube, das erste war dann wirklich so die Entscheidung, die man auch bewusst selber trifft. was will ich eigentlich studieren? Und das war bei mir ein Riesenchaos. Ich habe ja vier verschiedene Sachen angefangen zu studieren, bis ich dann Volkswirtschaftslehre zu Ende studiert habe. Und ich habe mich auch wirklich schwergetan mit diesen Entscheidungen und hätte eigentlich gerne so ein Studium in Generale gemacht, weil ich dachte, cool, da kann man überall mal reingucken. Und da habe ich aber keinen Platz bekommen. Und deswegen habe ich dann... Medientechnik hab ich mit angefangen. wie gesagt, das war anscheinend nicht die richtige Entscheidung, deswegen war es ein bisschen holprig, bis ich dann am Ende Volkswirtin war. Und ich weiß nicht, was mir da vielleicht geholfen hätte bei so einer Entscheidung, aber das war auf jeden Fall nicht ruckelfrei, würde ich sagen. Andererseits, im glaube ich auch total wichtig, diese ganzen einzelnen Schritte dazwischen. Hast du irgendwie? Beispiel Andreas: Ich glaube, ja, ich glaube, ich habe auch ein Beispiel, aber ich würde vorher da noch mal einsteigen, was du gerade gesagt hast, weil eine Tochter habe, nächstes Jahr Abi macht. Und die ist natürlich genau vor dieser Entscheidung, wird sie irgendwann stehen und die also alle jungen Leute, glaube ich, die wir so in unserem Umfeld haben, durchlaufen das. Soll ich ein Auslandsjahr machen? Und wenn ja? ⁓ Manche machen sich Gedanken, ob das was mit der Berufswahl zu tun hat, ob das eine gute Geschichte ist oder nicht. Insofern ist sicherlich ein enormer Einflussfaktor auf Entscheidungen, man trifft, auch lebensverändernde Entscheidungen, man trifft, unbedingt das Alter. Also, es muss so sein. Ich glaube, ob man das eine überraschungs- einnimmt oder die zwei, die ist vielleicht auch vom Alter abhängig, wenn man weiß, wie gut oder schlecht Schokolade für einen ist. Aber Wenn man sich überlegen will, was mache ich mit meinem Leben? Diese Entscheidung kann man nicht treffen. Ich finde, ins Ausland gehen oder ganz viele Sachen studieren, wäre meine persönliche Meinung, allen ans Herz legen zu sagen, ihr raus aus diesem, geht zur Schule, weil jemand sagt, wann ihr wo zu sein habt und wann ihr aufs Klo dürft. Das ist so durchreglementiert. Da muss man sich erst mal befreien, ⁓ überhaupt einen Kopf frei zu kriegen, was man eigentlich machen möchte. vielleicht noch ein Beispiel, mein Neffe ist Tischler und der wollte so schnell wie möglich mit der Schule aufhören und was mit seinen Händen machen und hat gesagt Schule hasst er total und also ich behaupte das jetzt, vielleicht war es nicht ganz so extrem, aber es war nicht sein Ding und er wollte unbedingt und er wollte dann auch bitte nur arbeiten. Und dann hat er seine seine Tischler Ausbildung gemacht und ist sehr happy da fertig geworden und hat dann gemerkt ⁓ Will ich doch mal was anderes machen als jetzt als Tischler zu arbeiten und ist erst über Erasmus zweimal, nach Italien, einmal nach Norwegen, für drei Monate hat er Praktika gemacht und ist dann sage und schreibe zur Schule gegangen. Der geht jetzt zur Schule und macht einen Techniker, so heißt das. Das ist bestimmt die offizielle Bezeichnung. Macht jetzt einen Techniker. Also weißt du, ja, also auch ein junger Mensch, der sehr klar war in dem, was er wollte bzw. nicht mehr wollte und dann einen Weg eingeschlagen hat. mit dem er sehr glücklich ist. Daraus hat sich ergeben, dass das Ding, was er abgelehnt hat, doch wieder relevant wird, weil es anders ist mit Erwachsenenbildung als Kind in der Schule. Insofern unbedingt altersabhängig. Das führt mich auch zu der Entscheidung, die ich damals getroffen hab. Ich bin ins Ausland gegangen zum Studium nach dem Zivildienst. Und das war total zufällig. Und ⁓ ehrlich zu sein, war das auch sehr stark beeinflusst von jemandem anders, der das schon gemacht hat und gesagt hat, hier, mal. war jemand, eine Bekannte, diesen Kurs gemacht hat, ich dann auch gemacht habe, der zur Hälfte in Deutschland, zur Hälfte in England war. konnte mir dann, als ich dann fertig war mit dem Zivildienst, war sie gerade mit dem ersten Jahr durch im Ausland und hat gesagt, das ist ja eigentlich ganz cool und so. Und dann war die Entscheidung relativ schnell da, dass ich diese Aufnahmeprüfung mal probiere, weil ich wollte gern ins Ausland und da studieren. Und dass es dann europäische Wirtschaft war, war auch eher Zufall. Auch da ist so eine Entscheidung gar nicht so bewusst getroffen, würde ich jetzt im Nachhinein behaupten, sondern beeinflusst dann doch von jemandem anders, mir geholfen hat, diese Entscheidung leichter zu treffen, ohne dass ich mir ausmalen konnte, was das später für mein Leben heißen sollte. vielleicht auch so wenn du sagst, du hast verschiedene Sachen umprobiert, dann klingt das so, wie du warst dir noch gar nicht so sicher, sondern musstest erst mal irgendwo rein und hast dich dann umentschieden. Bei mir war es aber auch Ich habe auch verschiedene Studiengänge mir angeguckt. Bei dem einen war mein NC nicht hoch genug, bei dem anderen gab es auch Gründe, die ich nicht mehr weiß. Dann war es nachher doch eine vermeintlich einfache Variante. diese Prüfung gemacht und die wollten mich gerne haben. Dann habe ich gedacht, ich mache es jetzt mal. Das war eine super Entscheidung. Lisa: Ja, ich glaube, das hängt auch wirklich viel damit zusammen, wie viele Informationen man zur Verfügung hat und wie viel Inspiration dann durch andere Menschen oder dadurch, dass man vielleicht mal irgendwas ausprobiert oder sich mit jemandem unterhält. ich habe damals, nachdem ich Nachdem ich dann angefangen hatte zu studieren, ein Interview gegeben mit der damals heißen Zeitung Young Miss. Ein Ableger der Brigitte war das damals. Und wurde dazu interviewt, wie ich mich für dieses Studium entschieden habe. Und darin habe kritisiert, ich von der Schule so schlecht darauf vorbereitet Also ich habe beziehungsweise ich habe irgendwie sowas gesagt. Ja, wenn man halt in der Kleinstadt irgendwie aufwächst, dann kennt man halt Lehrer, Ärzte, Geschäftsleute vielleicht noch, aber da weiß man eigentlich gar nicht so richtig, was das ist, wenn man selber in der Familie keine hat. Und dann vielleicht doch so Richter, Anwälte, Apotheker. Und denkt man irgendwie so, ja, also man kann offensichtlich Juramedizin oder Lehramt studieren und irgendwie noch so was wie Wirtschaft. war einfach Also das ist damals, habe ich dann im Nachhinein von unserem Vertrauenslehrer erfahren, ist das in meiner ehemaligen Schule halt aufgestoßen, dass ich das so gesagt habe, so im Sinne von, ihr habt mir überhaupt nicht beigebracht, was ich jetzt irgendwie später mal machen soll. So war das gar nicht unbedingt gemein, sondern ich glaube, naja, vielleicht auch ein bisschen, aber ich glaube, einfach so die Tatsache, dass ich dann plötzlich in Hamburg war und irgendwas studiert habe und Leute kennengelernt habe, die vorher schon eine Ausbildung als Tontechniker hatten oder irgendwie überhaupt mal Menschen getroffen habe, die irgendwie neu für mich waren. Die Tatsache, dass da mehrere Hochschulen waren, wo man dann irgendwie auch so gucken konnte, was machen die eigentlich. Das hat mich da kam so viel Neues, so viele Ideen, so viel mehr Wissen, dass ich dann einfach sehr in Frage gestellt habe, ob Medientechnik jetzt das Richtige ist. ⁓ Dazu kommt, dass ich diese Entscheidung damals auch nur getroffen habe, weil ich bei der Berufsberatung war und dann lagen da so Zettel oder so kleine Infohefte, was man alles so werden kann. Und dann habe ich Medientechnik mitgenommen, weil natürlich man 1999 immer was mit Medien machen wollte. Und dann dachte ich irgendwie Medien und Technik klingt irgendwie sinnvoll und man braucht dafür unglaublich viel so Physik und so. Und da war ich echt nicht gut drin in der Schule. Also okay, habe ich aber ganz schnell abgewählt und dann war meine Entscheidung irgendwie, so habe ich mir die zumindest offiziell erklärt. Ich studiere jetzt was, was ich echt nicht gut kann. So ich mache jetzt einfach das, was ich nicht gut kann vielleicht lerne ich das noch oder vielleicht ist es irgendwie cool oder was auch immer. Andreas: du hast dich bewusst... In der Schule ist mein Gefühl, möchte man am liebsten immer gut sein in irgendwas. Es fällt einem als Schüler und Schülerin vielleicht bisschen schwer, was nicht zu können. Das ist aber eigentlich der Job. Dein Job ist ja nichts zu können. Deswegen gehst du da hin, damit du das lernen kannst. Und dann hast du das... Das hättest du dann umgedreht. Vielleicht war es gar nicht so bewusst. Aber zu sagen, okay, ich gehe auf eine Uni, damit ich was lerne. Natürlich lerne ich dann was, was ich nicht kann. Lisa: Hm. Ja, also das Besondere war bei mir und ich glaube, das hat es mir auch nicht unbedingt einfacher gemacht, dass ich sehr, gut war in der Schule in praktisch jedem Fach außer Fußball. und dadurch irgendwie auch gar nicht so eine Vorauswahl da war und überhaupt gar kein Berufswunsch. Also ich habe irgendwie auch als Kind irgendwie nie so richtig gesagt, so ach, ich will irgendwie Tierarzt oder Lokomotivführerin werden oder was auch immer. Und dann war irgendwie, glaube ich, eher so, im Prinzip kann ich ja alles und dieses Thema mit dem NC irgendwie, ich hätte auch alles theoretisch anfangen können, dass ich dann irgendwie, glaube ich, für mich die Entscheidung so umgedreht hab, ja gut, wenn alles geht, dann nehme ich halt das, was womöglich am schwierigsten ist. Für mich war keine gute Entscheidung erstmal. Andreas: Lass uns mal einen Schritt zurückgehen. sind ja sehr erstens, junge Leute, die wir kennen. ⁓ sind beide nicht mehr in dieser Lebenssituation. Dass wir uns entscheiden Ich würde wir beide haben inzwischen schon viele, viele andere Jobs wahrgenommen. Die jungen Leute haben zusätzlich, glaube ich, Problem, dass sie einfach erschlagen sind von, sie können alles machen. Spätestens mit KI kann man alles machen, weil man dann im Zweifel die KI dazu holt. Ich hab noch eine andere Frage, die mir dabei gerade einfällt, wo ich denke, ist denn eine... Es gibt ja unterschiedliche Kategorien von Entscheidungen. könnte mir vorstellen, dass bestimmte Entscheidungen für die einen sich lebensverändernd anfühlen und für die anderen gar nicht. Also, ich konstruiere jetzt was. Aber ich hab im Ausland gelebt. Eine Entscheidung, wieder ins Ausland zu gehen, wäre für mich nicht so dramatisch wie für jemanden, mit Mitte 40... Lisa: Ich lasse. Mhm. Andreas: immer im selben Dorf gewohnt hat und jetzt beschließt, er möchte nach Ibiza auswandern. Ich könnte mir vorstellen, dass das rein vom Gefühl, wie sehr das das Leben verändert und beeinflusst zumindest unterschiedliche Abstufungen hat. Lisa: Mhm. absolut. glaube, ist genau das, was die in diesem Papier meinen mit, dass man eben Persönlichkeit und Erfahrungen und Werte ⁓ einberechnet. ⁓ kann nicht vergleichen, ob jetzt Andreas sich entscheidet, auszuwandern oder eben Person X, die gar nicht solche Erfahrungen hat und vielleicht auch viel mehr in seiner Heimat hängt. Und mögliche Strategien werden durchaus schon erwähnt, so was wie, dass man ganz viele kleine Schritte macht, ⁓ irgendwie das Risiko so bisschen zu minimieren und damit es dann nicht ein großes Ding ist. ⁓ ist halt bei manchen Seiten Sachen ja auch nicht möglich. Also du kannst ja nicht nur ein bisschen nach London ziehen. ⁓ Aber vielleicht, also ich meine, das ist ja auch durchaus ein Beispiel, was ich auch aus dem Umfeld kenne, wenn man wegen eines Jobs irgendwie umzieht und man ist vielleicht schon in einer Beziehung oder in einem Familienverbund, dass dann erst mal nur die Person umzieht, die wirklich den Job neu hat und dann die während der Probezeit zum Beispiel erst mal nur irgendwie da ein Zimmerchen hat und sich das mal anguckt und dann erst, wenn es sozusagen sicher ist und der Job langfristiger ist, die Partner, Partnerinnen Familie dann eben hinterher zieht. Das ist ja so was Schrittweises und das kenne ich auch von meiner Zeit, als bei Samsung in Frankfurt gearbeitet habe, da dachte ich ja erst mal auch nur, das wäre nur eine Elternzeitvertretung für ein paar Monate. Da habe ich erst im Hotel gewohnt und dann habe ich mir irgendwann ein BG-Zimmer gesucht und hatte immer noch meine Wohnung in Hamburg und dann irgendwann habe ich auch die Hamburger Wohnung abgegeben oder beziehungsweise untervermietet, weil ich doch natürlich immer so ⁓ Ich falls ich mal wieder zurück will, aber das war auch mehr so ein Schrittweiserprozess. Und ganz ehrlich, ich glaube, wenn ich das als feste Stelle angeboten bekommen hätte, hätte ich nicht zugesagt. Ich habe das damals wirklich nur angenommen, weil ich dachte, das sind ja nur ein paar Monate und dann kann ich ja gleich wieder zurück. Dieses Schrittweise leuchtet mir schon ein. Ich glaube nur, bei ein paar Sachen... Es ist halt schwierig umzusetzen. Andreas: Glaubst du oder wie würdest du es einschätzen? Ich meine, ist natürlich eine subjektive Meinung, aber würdest du sagen, dass die Entscheidungen, die man trifft, die wirklich lebensverändernd sind, das das Hälfte, Hälfte Entscheidungen, die mir auferlegt werden und Entscheidungen, ich selber möchte. wenn ich einen Job angeboten bekomme, ich habe mich vielleicht darauf beforben, fein, aber nehmen wir mal an, ich ich bekomme einen Job angeboten in Kuala Lumpur. Das ist ja dann. eine Entscheidung, die ich treffen muss und die mir schon eher auferlegt wird. Da hingegen, ich muss jetzt hier aber mal raus und ich möchte jetzt auf ein Segelboot ziehen und erstmal die Welt bereiten wäre eine Entscheidung, die aktiv treffe und dann gucke, was dabei rauskommt. Sinn? Es gibt ja Entscheidungen, die werden dir auferlegt. Meine Kinder sind fertig mit der Schule, dann müssen sie sich, dazu gezwungen. ⁓ Lisa: Mhm. Mhm. Andreas: Die müssen sich jetzt eine lebensverändernde Entscheidung Mein Job nervt mich, ist eine Sache, die kann ich mir vielleicht dann eher aussuchen. Also nehmen wir mal an, ich bin grandios in meinem Job und denke irgendwann, das ist alles blöd, dann ist es eine Entscheidung, die mir nicht auferlegt, auferzwungen wird. Oder diese Entscheidungsfindung wird mir nicht auferzwungen, sondern ich kann mich damit beschäftigen. Lisa: ⁓ Ich glaube, für diese Gedanken aus der Studie spielt das jetzt gar nicht so eine Rolle. Also im Sinne von es gibt das eine und das andere, sondern das eben mit darunter gefasst, was die tatsächliche Situation ist eben, das sehr individuell ist. Ich kann mir vorstellen, ich meine letztendlich... Hast du halt irgendwie Sachen, die dich irgendwo hinziehen und Sachen, die dich irgendwie wegschieben und die einen sind vielleicht wichtiger oder die anderen sind irgendwie erscheinen dir in dem Moment Ich glaube generell, dazu wollen wir auch noch mal eine Episode machen, sind halt Entscheidungen unter Druck und unter Stress immer nicht so gut. Also wenn du jetzt deinen Kindern irgendwann sagst so 30.6. ⁓ bau ich das Zimmer ⁓ zu einem Podcaststudio, da bist du aber mal ausgezogen. Andreas: Woher weißt du? Äh, pst, das wissen die noch nicht, aber gut. Lisa: ist halt was anderes da kommt jetzt ein nächster Lebensabschnitt und lass mal gucken, worauf du Bock hast oder auch nicht oder kannst auch noch bleiben, solange du irgendwie noch nicht Und ich bin irgendwie da an deiner Seite. Also ich glaube, dass in jedem Fall immer das Umfeld und wie supportive das ist oder auch wie ehrlich vielleicht. Ich weiß das zum Beispiel, als ich mich entschieden habe, nach Finnland zu gehen zum Auslandssemester, war es erschreckenderweise irgendwie ⁓ Ich habe das Gefühl, das war gerade eben, vor ein paar Jahren. Da bin ich hingegangen, weil das das einzige Land war, wo wir eine Partner-Uni hatten, das ich noch nicht kannte. Ich dachte, cool, das kenne ich am wenigsten. Die Sprache ist am beklopptesten, da will ich jetzt hin. Und da haben wirklich sehr viele in meinem die Sorge geäußert, weil das halt das Wintersemester war. So hey, bist du dir sicher? Da ist doch ganz dunkel und viele Depressionen und Also ist das wirklich das Richtige für dich? Und das habe ich auch überhaupt nicht so als als negativ empfunden im Sinne Die wollen mich davon abhalten, sondern da haben sich glaube ich wirklich viele Leute Sorgen gemacht, ob mir das gut tut. ⁓ Stadt zu studieren, wo es vielleicht mal so von 10 bis 14 Uhr hell ist und sonst halt nicht. Ich habe da auch drüber nachgedacht, aber ich war mir ziemlich sicher, dass mir das nicht so viel ausmacht, weil mir auch sonst das Wetter relativ wenig auf die Laune schlägt. Okay, in Wirklichkeit hatte ich die letzten vier Tage den totalen Rappel, weil es 40 Grad war. Aber zumindest die Dunkelheit, wusste ich, hat jetzt nicht so eine große Bedeutung für mein Wohlbefinden, dass ich mir das dann zugetraut habe. Aber ich glaube, dass halt... Andreas: Haha. Lisa: Ja, wahrscheinlich auch die größer die Entscheidung ist, du mit desto mehr oder die größer sie sich anfühlt, mit desto mehr Menschen spricht man und hört dann vielleicht auch mal Wer hat so meine Gedanken? ⁓ Andreas: Entscheidet man sich dann trotzdem noch ⁓ ich stelle mir jetzt vor, diese Cointos-Geschichte, die wir, glaube ich, in einer der letzten Folgen hatten. Man muss sich manchmal entscheiden, ⁓ dann erst rauszufinden, ob man das wirklich will. Ist ja so ähnlich wie, wenn ich viel Geld für ein neues Auto ausgegeben habe, dann werde ich auch sehr, sehr gute Gründe finden, Leute davon zu überzeugen, dass es eine gute Entscheidung war, auch wenn die vielleicht gute Gründe dafür haben, dass es doch hässlich war oder wie auch immer. Lisa: Hm? Andreas: In der Ecke kann ich das auch vorstellen, dass man sagt, du willst nach Finnland und du hast es schon entschieden. Und da kommen jetzt Bedenken von den Leuten ⁓ dich herum, die das sehr gut mit dir meinen. Deine Entscheidung steht aber ja schon fest. Und du kannst dann sehr gut argumentieren, insbesondere für dich selber wahrscheinlich nochmal zu sagen, ich glaube, das macht mir nichts aus und ich kann ja vielleicht auch dann zurück oder weiß ich nicht, was das für. Lisa: Ja, bestimmt. Also ich glaube, dass das einfach auch was ganz Natürliches dass man halt eben, haben wir auch schon darüber gesprochen, ganz viel aus dem Bauch am Ende irgendwie entscheidet und dann post-rationalisiert, ⁓ irgendwie die Argumente passend dazu zu haben. glaube aber trotzdem, wenn... Wenn mich jetzt wirklich jemand beiseite genommen hätte und irgendwie gesagt hätte, das ist saugefährlich, Prozent aller deutschen Studierenden, die in Finnland ein Auslandssemester machen, brechen das ab und kommen danach irgendwie schwer depressiv zurück, hätte ich vielleicht gesagt, puh, ja, wusste ich gar nicht, klingt nicht so mache ich doch nicht, ne? Also... Andreas: Naja, oder zumindest hättest du dir einen Ausweg offen gehalten. So ähnlich wie die Wohnung in Hamburg zu behalten, wo du sagst, na, ich hab dann doch noch einen Plan B. Lisa: Ja, Plan B ist eine gute Sache. Ich finde es aber irgendwie total, also jetzt nochmal zurück zu diesem Konzeptpapier, total cool, dass sich da mal Leute irgendwie zusammensetzen und zu überlegen, irgendwie wie kann man denn auch so große Entscheidungen verstehen und eine Entscheidung, wo ich ja wirklich glaube, dass die nicht nur transformativ, sondern total irreversibel ist, soll man ein Kind bekommen oder du hast ja Kinder. das ist sehr offensichtlich nicht reversibel. Die sind einfach immer da. Magst du dazu was erzählen? ⁓ war das auch eher so ein Bauchgefühl? Oder waren die plötzlich da? ⁓ Andreas: Die waren plötzlich da. Und zwölf. Lisa: Naja, vielleicht denkt man jetzt an vergleichbare Entscheidungen, eine Heirat oder Auswandern oder vielleicht auch eine krasse Operation am Körper oder so, wo ich aber irgendwie immer denke, im Notfall kann man das irgendwie noch wieder zurückbauen, wieder herstellen, man kann zurückkommen. nur beim Thema Kinder. Mir fällt halt nichts Vergleichbares auch Vielleicht mit ein Grund, dass warum ich keine Kinder habe, weil ich ja immer so gerne denke, ich hätte gern noch so ein Hintertürchen, ein Plan B, aber das gibt's da halt nicht. Andreas: Das Nee, also ich glaube, das ist Und ich würde einfach auch mal behaupten, dass alle Eltern ausnahmslos keine Ahnung haben, worauf sie sich einlassen, bevor sie Kinder haben. Und das meine ich gar nicht negativ oder überschwemmlich positiv, sondern du weißt es einfach nicht. Das ist so ähnlich wie, stell dir vor, du hättest keine Beine mehr, das kann man sich auch irgendwie theoretisch alles zusammenreimen, du weißt nicht, wie es wirklich ist und was es wirklich bedeutet. Und so ist das mit Kindern auch. Das würde felsenfest Ich wollte gerne Und glücklicherweise wollte meine Frau auch gerne Kinder. konnten uns glaube gegenseitig bei mir war es auf jeden Fall so, dass ich, als ich meine Frau kennengelernt habe, mir ziemlich schnell irgendwann klar wurde, dass es die erste Frau, ich kennengelernt habe, mit der ich mir gut vorstellen kann, Kinder zu haben. Und das fand ich ⁓ einen sehr schönen Gedanken. So war es dann auch und die Entscheidung war die richtige Muss man ja aber vielleicht auch sagen. Wobei, kleine Anekdote, fällt mir jetzt dabei ein. erinnere mich an England. Da hatte ich selber noch keine Kinder und wir hatten einen Kollegen, wir nennen ihn mal ich hielt ihn für sehr schlau, sehr gebildet, netter Typ und der hatte zwei Kinder und wir saßen irgendwann bei einer Weihnachtsfeier zusammen oder so und seine zwei Kinder, waren, weiß ich nicht, fünf und... Sieben oder so, also relativ klein, spielten irgendwo in der Und er erzählte dann, ich weiß nicht mehr genau, wie wir drauf kamen, aber er sagte, wenn er sich noch mal entscheiden könnte, würde er sagen, nö, keine Kinder. Weil das hätte ja schon ziemlich einen Einfluss auf sein Leben und er wäre nicht mehr so frei wie früher und so weiter. ich hatte selber keine Kinder. Ich war geschockt und dachte, wie kann man so was überhaupt noch denken? ⁓ das überhaupt erlaubt? Und war mir nicht so ganz sicher, ob ich beeindruckt bin, dass er so ehrlich mit sich selber und offensichtlich auch anderen Leuten ist. ⁓ Also sagen, wenn ich mich noch mal entscheiden könnte, würde ich keine Kinder haben, obwohl diese beiden Menschen da im Raum sind. Die haben es nicht gehört, glaube ich. Das fand ich schon, ich war Meine Entscheidung würde ganz anders ausfallen. Ich habe Kinder und ich würde auf jeden Fall zu 170 Prozent wieder dieselbe Entscheidung treffen. Ich finde die beiden Aber wie du sagst, für Tim, der hätte sich, glaube ich, gewünscht, dass man diese Entscheidung rückgängig machen kann. ⁓ Ich müsste mal versuchen, rauszufinden, wo der gerade ist. habe ihm bestimmt 35 Jahre oder so nicht gesprochen. Es würde mich sehr interessieren, ob er sich daran erinnern kann oder ob er das immer noch so sieht oder ob seine Kinder inzwischen eine andere Beziehung zu ihm haben. Aber ja, ich... Lisa: Also ich muss sagen, die Kinder ja auch, also wenn ich hätte mitentscheiden können, dann hätte ich einen anderen Vater gehabt. Das sind ja auch so Sachen, die man gar nicht in Hand hat. Ne, ich finde das erste, bevor ich sage, wie interessant ich das finde, man darf in England seine Kinder mit zur Weihnachtsfeier nehmen. Andreas: Das war eine sehr kleine im Engenkreis, das nicht die Firmen Weihnachtsfeier. Lisa: Okay, das hätte ich jetzt wahnsinnig interessant gefunden, aber ich finde auch wahnsinnig interessant das war ja auch mal ein riesen Thema oder ist es vielleicht auch immer noch dieses Regretting motherhood, also dass es eben auch Frauen gibt, die das bereuen, auch wenn es vielleicht wenige sind und dass es eben ganz viel Mut kostet, darüber auch zu sprechen, weil es eben etwas sehr unpopuläres und vielleicht auch seltenes ist, dass ein Elternteil am Ende ach du, wenn ich jetzt nochmal entscheiden könnte. Andreas: Ich würde da einsteigen und der Mutter werde ich vorsichtiger, mir einen Urteil zu erlauben. Die Hormone und die Depression nach der Geburt, das ist ja alles medizinisch unterlegt. Bei Tim hatte ich das Gefühl, war schon mehr so Der war nicht ... Ich weiß es nicht, will ihm nicht zu nahe treten. Aber in dem Moment hatte ich das Gefühl, früher war das einfacher, da musste ich die Kleinen nicht mitschleppen. Lisa: Ja. Andreas: Also, dass es eher so war. das fand ich, so hab ich's gedeutet. Das fand ich schon erstaunlich. Also, ich persönlich zumindest würde das noch mal trennen und würde sagen, Mütter werden dann doch noch mal anders beeinflusst, ja auch extrem körperlich, hätte ich vielleicht mehr Verständnis. Lisa: Ja, also ich glaube... Mütter werden ja vor allem auch ganz anders unter Druck gesetzt, wie sie jetzt irgendwie zu sein haben als Mutter oder auch als Nichtmutter. ich glaube, dass auch das, was du jetzt von deinem Tim erzählt hast, ja überhaupt nicht Richtung Regret ging, sondern irgendwie, ich nochmal entscheiden könnte. Also ich meine, wenn ich jetzt nochmal entscheiden würde ich vielleicht ja auch nicht sofort Medientechnik studieren. Ist jetzt aber nicht so, dass ich das irgendwie bereue, sondern war ⁓ auch okay. finde es nur interessant, ⁓ Geschichte auch mal von einem Mann zu hören, weil von Frauen ist das Thema schon sehr oft untergekommen von Männern nun mal nicht. Aber es ist ja trotzdem, finde ich, wirklich was Besonderes, dass es da eben kein Zurück gibt. wie gesagt, Papier, ist, glaube ich, noch... Es ist halt nicht so super konkret, ja so bisschen theoretisch und wie man solche großen Entscheidungen vielleicht auch besser treffen kann. Aber da würde ich, glaube ich, noch mal reingucken, ob es da auch irgendwas zum Thema Ja, Kinder bekommen oder nicht. ⁓ Andreas: glaubst du nicht, dass es auch fällt eindeutig in in die Ecke, ich weiß noch gar nicht, auf was ich mich einlasse? Oder ist das bei lebensverändernden Entscheidungen sowieso der Fall? ⁓ Also bei Kindern, ich sofort unterschreiben, du weißt es nicht, weil du auch nicht weißt, was du Kinder bekommst. Die Kinder werden nicht so sein wie du. Und nur weil ausgeglichen bist und nur tolle Freunde hast, heißt das nicht, dass deine Kinder nicht vielleicht total ... Lisa: Mhm. Andreas: ...umflippen in den ersten sieben Jahren. Also es ist wirklich eine eigene Menschen und man kann es wirklich so gar nicht voraussagen. wenn ich ins Ausland ziehe, weiß ich das aber vielleicht auch nicht. Also es gibt ja diese Deutschland wandert aus. Wie heißt das diese Fernsehsendung? Leute denn? Die... Goodbye Deutschland habe ich auch bestimmt 20 Jahre nicht geguckt, aber damals mit Gusto... ⁓ Lisa: Mhm. Mhm. Mhm. Ja. Die Auswanderer, gut bei Deutschland. Andreas: Leute, die ins Ausland ziehen, sie glauben, ist ihr gesamtes Leben so wie die zwei Wochen Urlaub, die sie immer machen. Und sie wundern sich dann sehr oft, dass das nicht der Fall ist, weil man eine Baugenehmigung dann doch braucht und aber keine Zielrichtung, wenn man seine Strandbar bauen möchte. Aber Alle lebensentscheidenden oder lebensverändernden Entscheidungen sind Entscheidungen, die ich rein theoretisch treffe. Lisa: Ja, Ja? Ja! Mhm. Ja, finde ich gut. Würde ich glaube ich sogar unterschreiben, aber... Nein, man soll ja nicht aber sagen, aber... Und ich glaube, dass das auch wieder davon wie gut man... ⁓ Andreas: Aber Und... Lisa: informiert ist und wie viel Erfahrung man hat. Also irgendwie einen Jobwechsel, wenn es der erste ist und man ist vielleicht nicht mehr so happy oder will mal was anderes machen und man weiß dann über die neue Firma oder sein neues Team eben vielleicht nur ein bisschen und stellt sich irgendwie vor, wie das wohl sein könnte und was man da alles machen kann oder auch nicht. Da kann man natürlich auf ganz ganz viele Arten positiv oder auch negativ überrascht werden. Ich glaube aber, wenn es halt der fünfte Jobwechsel in deiner Karriere ist oder muss ja auch nicht gleich ein Firmenwechsel sein, sondern vielleicht in dem Unternehmen eine neue Stelle oder ein neues Team, dann... ist man schon viel gestärkter oder nicht mehr so überrascht, wenn irgendwas anders ist, als man sich das vorstellt. man vielleicht gelassener ist oder dass man, weil man viele Geschichten gehört hat, sich das ist total blöd, dass der Chef mich den ganzen Nachmittag angebrüllt hat, aber das habe ich schon mal gehört. ⁓ jetzt nicht muss ich deswegen nicht aushalten oder gut finden aber wenn dir das bei dem ersten also ich war ja bei meinem ersten job sehr lange davon überzeugt dass man halt dass den chefs immer ganz streng sind und dass es irgendwie alles nur mit druck funktioniert und das ist auch völlig normal ist wenn kollegen heulen vom klo wiederkommen so das war so mein einstieg in die arbeitswelt habe ich ja so ist das ja und ich war wirklich wirklich sehr überrascht dass man halt auch, ich hatte danach eine ganz, ganz tolle Vorgesetzte, die total gefördert hat, aber die auch einfach total wertschätzend war und irgendwie, da hab gedacht so krass, man kann ja auch erfolgreich sein und irgendwie eine coole Chefin sein, wenn man nett mit seinen Mitarbeitern umgeht und irgendwie Sachen diskutiert und wenn überhaupt niemand auf dem Klo heult. ⁓ Das für mich wirklich, ⁓ ich da jetzt auch nicht irgendwie 14. sondern auch Anfang 30. Das war für mich echt so ein Aha-Erlebnis. Und ich glaube, alles, dann danach vielleicht an größeren Wechseln kam, ist man dann einfach oder war ich zumindest immer ein bisschen mehr gewappnet für Überraschungen in alle möglichen Richtungen. Andreas: Ja, auf der einen Seite ja. Ich glaube, es ist gut, wenn man sich informiert hat und man schon Sachen gesehen hat und vor allen Dingen, wenn man dann weiß, was man nicht möchte. Ja, also wenn du weißt, möchtest einen bestimmten Charakterzug oder einen bestimmten Charakter möchtest du nicht als Vorgesetzter haben. Das ist, glaube ich, wertvolle Information, wenn man da sagt, das tut uns allen nicht gut und das will ich auch nicht mehr. Gleichzeitig denke ich, kann es ja auch typabhängig sein, wenn ich jemand bin, sagt ... Ich nehme also die Welt, wie sie kommt und ich bin ein Adler im Wind. Je nachdem, die Situation ist, ich schon damit klar. Dann brauche ich vielleicht gar nicht so viele Vielleicht brauche ich nicht so viele Informationen oder es ist eigentlich nicht gut für mich und es wäre gut gewesen, wenn ich mehr Informationen gehabt hätte. Bin da noch nicht ganz sicher. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass zu viele Informationen natürlich im Extremfall auch nicht helfen, wenn ich dann Sachen ausschließe, von denen ich sie aber nicht beurteilen kann. Also, Kinder, ja. ⁓ das Thema als Vergleich zu nehmen. ich mir überlege, ob ich meine Kinder haben möchte oder nicht, dann kann ich mir ganz viele Informationen sammeln. werde aber auf keinen Fall wissen, wie es dann wirklich tatsächlich ist. Oder ich werde ein sehr hartes Leben haben, wenn ich dann versuche, die Kinder, wie sie dann gerade sind, in das zu drücken, was ich glaube, wie das so sein muss. Also wenn ich dann zu kontrollieren werde. Lisa: Mh. Andreas: Vielleicht ist das im Job anders als mit Kindern. Da würde ich auch unterstreichen. Ich bin froh, dass ich unterschiedliche Umgebungen erlebt habe. Und ich bin froh, dass ich mit unterschiedlichen Menschen schon zusammengearbeitet habe. Sodass ich jetzt, wenn ich mir überlege, möchte ich mit Leuten zusammenarbeiten, dann schon klarer bin, ob ich da drauf zugehe oder ob ich sage, ich arbeite gern mit dir zusammen, aber das wird wirklich teuer, weil das möchte ich mir hoch bezahlen lassen, mit jemandem wie dir zu arbeiten. Oder zu sagen natürlich, dass ... Lisa: Aha, das ist es. Andreas: würde ich wahrscheinlich dann auch nicht machen, sondern zu sagen, okay, Entschuldigung, aber dieser Job ist nicht für mich. Lisa: Also sonst Pro Tip? Ich habe zwei ältere Schwestern, die beide ganz viele tolle Kinder haben und ich habe wirklich viel Zeit bei denen verbracht, als die Kinder jeweils klein waren und glaube, natürlich trotzdem immer noch sehr weit davon entfernt, wie selber Eltern zu sein. Aber ich hatte schon, glaube ich, eine ganz gute Vorstellung davon, wie das ist, wenn nachts alle paar Stunden irgendwas passiert oder die hinfallen oder ich war das erste Mal, als mein Neffe das erste Mal beim Friseur war, ich dabei. wie aufregend das alles ist und Aber auch wie toll das ist, wenn dir deine Schwester morgens so ein kleines Bündel irgendwie in Gästebett legt und sagt, ich leg mich jetzt noch mal 20 Stunden hin und dann ist da plötzlich so ein süßes kleines Baby, das irgendwie total niedlich ist und einen total das Herz berührt irgendwie. Am Ende hat es mir bei der Entscheidung dann auch nicht geholfen. Aber ich glaube, wahrscheinlich ist das einfach eine große Überraschung. Andreas: mehr Erfahrung wenn man sich mehr mit dem Thema beschäftigt, ⁓ das es geht. Ich würde immer behaupten, das macht schon Sinn. Also wenn ich nach Indien ziehen möchte, sollte ich mich darüber informieren, wie so das mit dem Wetter ist und mit der Kriminalität und wo es wirklich gefährlich ist und wo es vielleicht auch gar nicht so gefährlich ist, wie man immer glaubt. und welchen Salat man wie waschen darf und dann trotzdem essen. Und ich glaube, auch mit Kindern ist das mit dem Ausprobieren ein bisschen schwierig. Aber klar, bei uns war es ähnlich. Wir hatten in der Familie ältere Geschwister, die schon Kinder hatten. Und ich fand das sehr hilfreich im Nachhinein, schon bestimmte Berührungsängste nicht zu haben oder auch schon Sachen zu sehen, wie du sagst, die so süß sind, dass man sie sich kaum vorstellen kann, aber auch so stressig, wo man denkt, oha, das kann auch mal laut werden. Lisa: Hm. Bei mir jetzt gerade einfeldig, ich habe auch Freundinnen, wirklich sehr, sehr früh Kinder bekommen haben und irgendwie sagen, sie sind saufroh, dass sie sich natürlich so viele Gedanken drüber gemacht haben und auch irgendwie kein, also wenig Erfahrung so im Bekannten- und Familienkreis hatten, was das so weil es einfach dann, es kommt, wie es kommt und irgendwie werden die ja dann doch auch groß, ne? Also vielleicht ⁓ auch Typsache. ich habe dann ja mich für einen Hund entschieden. ⁓ Andreas: Ja. Sehr gut. Lisa: kann ich sind auch sehr süß. Andreas: Ja, sehr gut. Lisa: Vorteil sind sehr süß und kann man überall mit hinnehmen und so. Nachteil, die ziehen halt nie aus und machen auch keine Abitur oder auch keine Ausbildung. Also die bleiben einfach immer und die werden auch, also so was wie irgendwann können die alleine aufs Klo gehen oder auch mal selber Brötchen holen oder so. Schwierig. Andreas: Mmh. schöner Schlussgedanke. finde auch, junge Leute sollen auch Entscheidungen treffen, die sie noch überhaupt nicht überblicken können. mit Ausnahmen, es gibt natürlich Ausnahmen, aber grundsätzlich finde ich das toll, wenn Leute Sachen ausprobieren und auch mutig genug sind, einfach weil sie gar nicht wissen, dass sie irgendwas Angst haben sollten. Das kann auch ein Vorteil sein. Und das zweite vielleicht auch als Fazit, alle Leute, dazu tendieren, Kinder haben zu wollen, ja. Es ist toll, wenn die Kinder irgendwann mit sechs oder sieben alleine zum Bäcker laufen können und mit Brötchen wiederkommen und sogar stolz sind, dass sie das alleine geschafft Und Schlaf kommt auch wieder. Also für alle jungen Eltern da draußen, es ist nur eine Phase. Und ja, ihr werdet irgendwann wieder lange schlafen. Lisa: Das ist Ich wollte eigentlich noch zu unserer Rubrik Tool der Woche kommen und tatsächlich sind in diesem Konzeptpapier auch ein Tools oder Strategien und ich lese die einfach nur mal vor, weil ich die Wörter so schön finde erkläre die jetzt aber nicht. Zum Telling Heuristik. Andreas: ⁓ ja! ⁓ ja! Lisa: Clipping oder testing the waters. Andreas: Also schwimmen die Hecke schneiden, das ist in Deutschland auch immer wichtig. das erste, wie hieß das erste? Lisa: Tellying-Heuristik. Ich weiß nicht, also ich finde ich auch gut. Einfach mal so als Cools. Andreas: Ja. Okay, sind für Zuschriften dankbar. denkt euch aus, googeln ist nicht erlaubt. Alle Zuhörenden, bitte, was Telling Heuristic ist, Einsendungen gerne an sie, so zig.podcast.gmail.com oder gerne in den Kommentarfeldern der Plattform eurer Wahl. Telling Heuristic. Lisa: Jetzt habe ich ganz doll Angst, dass die Autoren vom Max-Planck-Institut uns schreiben, dass wir deren Konzeptpapier ins Lächerliche ziehen, was wir nicht machen wollten. Aber dass wir es nicht richtig verstanden und nicht richtig gelesen haben und wir ja noch einmal genau reingucken müssen. Aber das machen wir natürlich. ⁓ Andreas: Nein, nein, das ist der, der Ich glaube, die werden dankbar sein für die Gelegenheit, es nochmal zu erklären. Lisa: Okay, also falls hier irgendjemand vom McFrank-Institut für Bildungsforschung zuhört, hier. to... Happy to... Genau. Sehr schön. Andreas. Vielen Dank. Hab ich? Du auch? Genau. Mach's gut. Tschüss. Andreas: Ja, wir machen auch Interviews manchmal. Alles klar. Lisa, hab eine grandiose Woche. Und wir hören uns ganz bald. ich. Mach's gut. Tschüss.