Anna: hier sind wieder Anja und Anna und wir haben eine ganz tolle neue Folge für euch heute mitgebracht nämlich die Frage, inwiefern unsere Hormone unsere Beziehung eigentlich beeinflussen. ⁓ In den Medien ist es ja im Moment in aller Munde, irgendwie ganze Beziehungsfähigkeit, so viele Beziehungen gehen zu Bruch. Immer wieder kommt es da zu irgendwelchen Schwierigkeiten. Die Rolle als Frau, die Rolle als Mann, wie findet man da zusammen? Und Anja, ich wollte dich mal fragen, du bist ja wirklich Hormonexpertin. Kannst du was dazu sagen? Fällt dir da gerade irgendwas ein? Anja Hecht: Ja, na klar. Also ich denke, Beziehungsfähigkeit, so würde ich das nennen, so heißt ja auch der Podcast, ist ein ganz großes Thema, glaube ich, in unserer Welt. Weil so viele Menschen zwar in Beziehungen sind, aber ich glaube einerseits vielleicht gar nicht glücklich sind da drin, ihre Bedürfnisse gar nicht ausdrücken können oder gar nicht leben. Ganz viel zurückhalten. Und bei ganz vielen ist die Beziehungsfähigkeit auch schon von Grund auf, glaube ich, gar nicht so gegeben. Da werden wir gleich nochmal drüber sprechen. Wir denken immer darüber nach, warum funktionieren Beziehungen oder funktionieren nicht. Und ich glaube, wir vergessen da tatsächlich auch die körperliche Komponente dahinter, nämlich die der Hormone, weil die einen ganz, ganz großen Einfluss darauf haben, ob ich beziehungsfähig bin. Und ich beobachte das die letzten Jahre massiv, bei den vielen, vielen hundert Hormonbildern, die ich im Monat anschaue, das es so ist, dass Paare sich hormonell angleichen. Man könnte schon fast sagen, die einigen sich so auf der Mitte. Wir haben nicht mehr die ganz krassen Frauenhormonbilder, wie sie eigentlich sein sollten. Und wir haben gar nicht mehr so die ganz krassen Männerhormonbilder, sondern die verwischen so. Bei manchen würdest du vielleicht nicht mal denken, du hast von einem Mann ein Hormonbild. Und wenn du das reine Hormonbild anschauen würdest, würdest du denken, das passt eher zu einer Frau. Anna: sehr spannend. Krass. gespannt. Anja Hecht: Und andersrum haben wir das eben auch Frauen, die das Hormonbild eines Mannes haben. Und ich glaube, das hat viel damit zu tun, wie wir leben, wie wir leben, wie wir die Welt wahrnehmen, wie wir glauben, sein zu müssen. Und ich glaube, das hat viel auch mit dieser Erwartungshaltung der Welt tatsächlich einfach zu tun. Von uns Frauen wird ... Anna: Mhm. Mhm. Anja Hecht: dass wir im Beruflichen mithalten. Teilweise verlangen wir das selber von uns. Also wir beide kennen das ja sehr gut mit dem Leistungsding. Dieses müssen alles unter einen Hut bekommen, wir müssen alles schaffen, am besten doch ohne Hilfe von außen“. Also wir lassen uns gar nicht mehr ganz ein auf Beziehungen. Und für Frauenhormone ist das so wichtig und ich glaube, das wissen ganz viele gar nicht. Die sollen uns weich machen, die sollen uns empfindsam machen. Anna: Mhm. Mhm. Mhm. Anja Hecht: Die sollen uns so ein Stück weit einfach auch weich machen, in der Hingabe sein lassen. viele Frauen haben genau dagegen ganz viel Widerstand. Gegen das, wofür die Hormone einfach da sind. Wir sollen ganz fürsorglich sein und für die Herde sorgen, im Grunde genommen, für die Kinder, für den Mann, für uns selber. Und so viele wehren sich halt gegen genau das tatsächlich. Anna: ⁓ woran liegt das, dass wir Frauen uns so dagegen wehren? Oder dass sich viele Frauen dagegen wehren? ⁓ Anja Hecht: Ich glaube, dass wir in unserer Gesellschaft viel die Haltung haben, Angst vor Verletzung, kämpfen, weil das oft schon ganz, ganz früh eine Rolle spielt. Und ich glaube, dass in uns dann die Haltung entsteht, wenn ich jemanden nah an mich ranlasse, mich verletzbar mache, fühle, dann macht mich das irgendwie... Anna: Mhm. Mhm. Anja Hecht: fast zu einem schlechteren Menschen, ich funktioniere schlechter, ich bin nicht mehr so leistungsfähig auf Arbeit. Ich glaube, das ist so ein Dogma, was so entstanden ist über viele, viele Jahre. Wo wir aber verstehen dürfen, glaube ich, unser Körper braucht halt bestimmte Hormone. Wir können als Frauen nicht nur männliche Hormone haben, dafür sind wir einfach nicht gemacht. Genauso wie Männer nicht dafür gemacht. sind, viele Östrogene zum Beispiel zu haben. sieht so schön, die riesigen Männerbäuche, der Ansatz von der Brust, diese Verweiblichung bei Männern zum Beispiel. ich glaube, das ist so dieser Grundtenor ist, dass Paare oft gegenseitig in so einem ständigen Kampf und Konflikt sind und nicht mehr in Hingabe, Fürsorge, Empfang, sondern es ist wie so ein beständiger Kampf tatsächlich, wenn man das so beobachtet. ⁓ Anna: Ich überlege gerade dieses ganze Ding mit der Gleichberechtigung, ob uns das dahin gebracht hat, dass wir tatsächlich gleich sein wollen, obwohl es uns nur darum ging, ursprünglich gleichberechtigt zu sein, weil das ist ja nochmal ein Unterschied. Ob ich gleichberechtigt bin, ich kann ja gleichberechtigt sein, aber das macht uns ja noch lange nicht gleich. Anja Hecht: Genau. finde ich einen total schönen Ansatz. Anna: Weil, ja, wenn ich... Das würde auch gut ausdrücken, warum es sich manchmal so anstrengend anfühlt, wenn wir versuchen, ein Business so zu führen, wie die Männer das machen. Du führst ein Business, ich führ mindestens ein Business. Und das ist ja schon... Wir machen das als Frau, wir machen das unterschiedlich, zu dem, wie ein Mann ein Business führen würde. Und dann fühlt sich es nämlich leicht an und natürlich. Aber nicht, wenn wir versuchen, es genauso zu machen wie die Männer. Und es kann, ich glaube, dass wir halt als Gesellschaft dahin kommen, dass wir denken, wir müssten irgendwie gleich sein, nur weil wir uns wünschen, gleichberechtigt zu sein. Und das ist wahrscheinlich genau der Kampf, in dem wir uns manchmal, in dem wir stecken oder das, wir dann auch fühlen. Dann wird es nämlich anstrengend. Ja, spannend. Genau. Anja Hecht: Wir haben uns angeglichen, glaube ich. Genauso wie du sagst, wir haben uns aneinander angeglichen. Und ich hatte erst mit Christian vor ein paar Tagen das Gespräch, dass der gesagt hat, weißt du, ich finde das echt gar nicht cool, hier zu sitzen und zu basteln. Ich finde das viel cooler, wenn ich die Kinder, weiß ich nicht, über den Spielplatz jagen darf, da oben hochrenne und wieder runter springe und alles Mögliche. Und klar, das ist nur so ein kleiner Moment, aber ich glaube, genau das ist ⁓ Anna: Ja. Mhm. Anja Hecht: bewerten das so oft. Warum machst du denn das so? Warum das nicht anders? Warum achtest du denn darauf nicht und darauf? Ja, weil es eben anders ist. Ich Kinder da auch wahnsinnig von profitieren. Ich selbst bin eine ganze Zeit lang ohne Vater aufgewachsen und mir hat das immer gefehlt, tatsächlich die andere Seite. dieses bisschen draufgängerische, vielleicht auch lautere, vielleicht auch abhärtenere, aber auch dieses fürsorgliche Beschützene hat mir viele, viele Jahre gefehlt. Und das Paradoxe war, das war genau das, was ich bei Christian so schlecht zulassen konnte. Genau dieses Beschützene, was ich einfach nicht kennengelernt habe, tatsächlich so, was ja aber diese männliche Energie ist ja im Grunde eine beschützende Ich sehe das... Anna: Mhm. Mhm. Mhm. Mhm. Ja. Anja Hecht: Bei unseren vier Kindern sehe ich das sehr gut. Wir haben ja drei Jungs und ein kleines Mädchen. Und die Kleine, wird einfach beschützt von ihren Brüdern. Ständig. Die wird versorgt, beschützt. Die gucken, dass die sicher ist. Weil das, glaube ich, tatsächlich in diesen Hormonen auch mit drinsteckt. Und sie kann das total gut empfangen. Sie hat da null Bewertung da drauf, wenn sie beschützt wird von allen Seiten. Sondern sie findet es schön, dass die da sind. Und ich glaube, Anna: Mmh. Mh. Wie schön. Mhm. Anja Hecht: Das ist was, was wir wirklich lernen dürfen. Und ich wollte dich mal fragen, Anna, du nun als Kinderärztin, kommst ja eigentlich so mit diesem frühesten Ankommen hier auf der Welt in Kontakt. Und so eine Beziehungsfähigkeit stelle ich mir so vor, die entsteht ja eigentlich vom ersten Moment oder noch viel früher. Wie ist denn so deine Erfahrung dazu? Anna: Mhm. Mmh. Ja. Absolut. Wir alle als Mütter haben ja die Erfahrung gemacht, dass wir die Bindung zu unserem Kind schon von dem ersten Moment der Schwangerschaft an eigentlich haben. Auch aufgrund der Hormone natürlich. Aber keine Mutter wird empfinden, dass das Baby ja noch nicht ihr Baby war in den ersten Wochen. Sondern das ist unser Baby in dem Moment, es gezeugt ist, wo es da ist. Und das fühlen wir ganz stark. schon eine Bindung. natürlich empfindet das Baby in uns drin das auch. Also das ist ja auf die krasseste Art mit uns connected, die man sich nur vorstellen kann und hat da ein Erlebnis von Nähe und von Zugehörigkeit auf eine Art, einfach noch stärker gar nicht möglich ist. Und erlebt aber auch in unserem Bauch drin schon das Gefühl von Autonomie und Selbstwirksamkeit. Das lernt sich zu bewegen, dass es seine Arme, seine Beine bewegt, fasst die Nabelschnur, ist da drin aktiv. da bilden sich ja die Grundbedürfnisse, unsere seelischen Grundbedürfnisse eigentlich schon aus. Wir haben ja nicht nur körperliche Grundbedürfnisse, sondern genauso überlebenswichtig sind die seelischen Grundbedürfnisse, zum Beispiel von Zugehörigkeit. Und dann kommt das Baby auf die Welt. Anja Hecht: Ja. Anna: Mit diesen Bedürfnissen und auch mit der Erwartungshaltung, dass die natürlich gestillt werden, die Bedürfnisse. Und im allerbesten Fall erlebst du, Baby, dann nach der Geburt sofort, dass seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Dass die Eltern das zu sich nehmen, dass das Nähe erfährt, Zugehörigkeit erfährt. Und da finde ich eigentlich das Wort "stillen" so cool im Deutschen, weil wir stillen da ja nicht nur Durst und Hunger, sondern wir stillen auch das Grundbedürfnis. Anja Hecht: Mh. Anna: von Zugehörigkeit, von Nähe, von Sicherheit. Und das Baby erlebt Autonomie und erlebt Selbstwirksamkeit, weil es weint vielleicht, wenn es Hunger hat, und es erlebt, ⁓ cool, da geht die Mama drauf ein. Die nimmt das Baby an die Brust und es erlebt, ⁓ cool, wenn ich mich äußern, wird darauf eingegangen. Und jetzt bin ich ein bisschen abgekommen. Genau, es ging ⁓ die Beziehungsfähigkeit. Genau da lernt ein Anja Hecht: Mh. Anna: eigentlich schon die Beziehungsfähigkeit, weil aus diesem Grundbedürfnis der Zugehörigkeit und Nähe und Sicherheit kann es lernen, ja, Beziehung ist was Cooles, Beziehung ist was, wo ich mich sicher fühlen kann, Beziehung ist was, daran kann ich mich auf den anderen verlassen. Und da lernt es, Beziehung zu leben. Und so auch, wenn das Kind älter wird, immer mehr in diese neugierige Phase reinkommt, sie sich zu entdecken. ⁓ Anja Hecht: Ja. Anna: dass es da lernt, wenn ich mich ausdrücken möchte, dann werde ich gehört. Es kann sich neugierig ausprobieren. Und das ist immer ein Zusammenspiel aus ganz vielen coolen Hormonen. Alles, was jetzt mit Bindung zu tun hat, ist natürlich Oxytocin, unser Bindungshormon. Das, mit der Entdeckerfreude zu tun hat, mit dem, wow, was geht denn jetzt? ist alles Dopamin zum Beispiel. Es ist ein Zusammenspiel von ganz vielen Hormonen. Und wenn die Grundbedürfnisse nicht gestellt werden, dann ... Anja Hecht: Ja. Anna: haben wir Stresshormone, Cortisol ganz hoch. Und das siehst du schon, wenn du jetzt zum Beispiel kleine Frühchen hast auf der neugeborenen Intensivstation, dann erleben die einen Stress, weil die halt leider im Inkubator sind, wenn die die Nähe der Mutter nicht so haben. Und was man so früh wie möglich immer versucht, ist, dass man diese Babys auf die Brust der Eltern legt, damit es die Nähe empfinden kann. Und was sieht man da am Monitor, wenn man sich die Anja Hecht: Hmm. Anna: Vitalwerte anschaut, der Puls geht runter, der Blutdruck geht runter. Du siehst wirklich, wie die ganzen Körperfunktionen sich ausgleichen, weil das Kind das bekommt, was es braucht, nämlich seine Grundbedürfnisse erfüllt werden können. Und genau das sind die Momente, wo der Grundstein eigentlich gelegt wird, dass wir beziehungsfähig werden, dass wir nicht ängstlich in der Bindung sind, dass wir nicht uns zurückziehen, wenn Nähe entsteht. Und der Umkehrschluss ist klar. Da, wo ein Kind gestört, Anja Hecht: Mhm. Mhm. Anna: wird in der Erfüllung der Grundbedürfnisse da, entstehen oft auch ganz tiefe Bindungstraumata. Warum ist das so? Das so, weil das Kind, erlebt dann irgendwas, stimmt nicht. Wir nennen das Inkongruenz. In seinem Kopf ist dann alles in Aufruhr. Es hat großen Stress, weil das, was es so dringend braucht, wird nicht erfüllt. Was soll ein kleines Kind machen? Es versucht, sich anzupassen. Im blödesten Fall lernen Kinder, okay, ich kann meine Bedürfnisse unterdrücken. Also wenn wenn das so weh tut, dass mein Bedürfnis nach Bindung nicht erfüllt wird, dann lerne ich das zu unterdrücken und dann werde ich nachher zu einem Mensch, der gelernt hat, dass es leichter durchs Leben zu gehen, wenn ich meine Bedürfnisse nicht wahrnehme und äußere. Und das sind dann genau die Menschen, die bei uns im Coaching nachher sitzen. ⁓ Anja Hecht: Vielen Dank. das Blöde ist, ⁓ ich, wir beide können ja ein Lied davon singen, das habe ich gerade schon angedeutet, dass man es ganz lange gar nicht merkt, sondern vielleicht bloß das Gefühl hat, warum kann ich mich nicht richtig einlassen in Beziehung. Das muss ja nicht nur mit dem Partner sein. Du gehst ja immer, wenn du mit einem Menschen in Kontakt ⁓ Anna: Absolut. Mhm. Anja Hecht: gehst, gehst du in Beziehung. Ja, und wenn ich merke, Mensch, ich fühle mich in Beziehung eigentlich gar nicht sicher, dann fehlt halt oft dieser Grundstein, den du gerade genannt hast. Du hast auch nochmal einen interessanten Satz gesagt, so sehe ich das tatsächlich auch. Wer beziehungsfähig ist, der hat auch ganz viel Autonomie, weil wir können das nur, wenn wir uns in Beziehung sicher fühlen, können wir uns selber entfalten, weil wir ja wissen, wenn ich zurückfalle, ist jemand da. Anna: Genau. Genau. Genau. Anja Hecht: Also ich glaube, dass das in ganz vielen Beziehungen tatsächlich das allergrößte Thema ist. Da ist zum Beispiel die Beziehungsfähigkeit in der Kindheit schon gestört worden ist. Und das, ich so als so interessant erlebe, natürlich, du hast vorhin beschrieben, wenn ein Kind seine Grundbedürfnisse erfüllt bekommt und bei der Mama zum Beispiel auf der Brust liegt, kann man sehen, wie die Werte sich normalisieren. Und ich glaube, das ist auch ein Entstehungspunkt bei Erwachsenen für ganz viele Erkrankungen, weil Anna: Mhm. Mhm. Anja Hecht: Wenn ich immer Stress habe und eigentlich will ich nur nähe, ich will Menschen ⁓ mich herum, die mich nähern, die mir mal zuhören, die mich halten und ich kriege das nicht, dann habe ich immens hoch Stress. Und wundere mich, Mensch, warum komme ich denn nie zur Ruhe? Weil ich eigentlich immer nur nach dieser Beziehungsfähigkeit suche. Und ich glaube, der Zwischenschritt ist einfach der ⁓ Und ich weiß, das ist vielleicht noch nicht so verbreitet, dass ich erkenne, welche Hormone brauche ich denn grundsätzlich, gut zu funktionieren. ⁓ ich brauche als Frau Östrogene Progestron ich brauche einen gewissen Prozentsatz Testosteron, FSH, follikelstimulierendes Hormon, also was für Eisprung und solche Sachen wichtig sind. Aber ich brauche als Mann zum Beispiel auch eine gewisse Menge Testosterone und relativ wenig Östrogene. ⁓ Ich glaube, je besser die Hormongrundlage ist, desto besser kann ich mich auch einlassen oder kann mich mal einlassen, wie fühlt sich dann das an, wenn ich die richtigen Hormone habe. Für uns Frauen ist es, glaube ich, relativ leicht in der Schwangerschaft, weil da kannst du das nicht wegdrücken. Genau. Du hast es ja gerade erst gehabt, Anna, wo du so gesagt hast, du bist ganz extrem im Fühlen, im Wahrnehmen. Anna: Ja. Ja, der Körper übernimmt. Anja Hecht: Kannst du noch mal kurz erzählen, was die weiblichen Hormone da machen? Man wird halt überflutet davon im Grunde. Anna: Also ich stille ja im Moment und es ist auch immer noch so. Ja, man ist auch extrem verletzlich. Oder ich habe mich verletzlich gefühlt, kann ich so sagen. Und tue es immer noch. Ich genieße das aber eigentlich auch, weil ich es genieße, diese Weiblichkeit auch so zu leben und weil ich erlebe, dass mich das auf keine Art und Weise schwächt. Und ich glaube, Anja Hecht: Mhm. Anna: Erfahrung haben manche noch nicht gemacht, dass nur weil ich meine Weiblichkeit lebe und es genieße, mich auch bei meinem Partner oder meinem Mann anzulehnen und seine seine Stärke zu genießen, dass mich das im Umkehrschluss überhaupt nicht schwächer macht, sondern uns als Paar nur stärker macht. Wir sind einfach so gemacht, dass wir unterschiedlich sind und genau jeder blüht eigentlich auf, wenn wir das leben und Anja Hecht: Mmh. Anna: Ich weiß, könnte dazu führen, dass wir nachher einen Shitstorm ernten. Das ist uns aber egal. Es ist ja nicht so, dass sagen, "Frauen hinter den Herd". Ich glaube, das Problem ist, dass wir Frauen manchmal das Gefühl haben, man möchte uns damit degradieren. Das hat damit nichts zu tun. Die Message ist eher, lass uns doch unsere Weiblichkeit einfach leben. Und gleichzeitig dürfen wir uns nämlich entfalten. Und das hat nichts mit ... Anja Hecht: Mh. Und? Anna: irgendwie schlechter, besser zu tun. Es ist gar keine Bewertung, sondern es ist einfach ein Erkennen unserer Unterschiedlichkeit und das macht doch Spaß, die zu leben. Anja Hecht: Mhm. ich glaube, wir sind ja beide das beste Beispiel dafür. sind erfolgreich beruflich, haben Kinder, aber haben es halt geschafft, diese Weiblichkeit da wieder mehr reinzukommen und haben auch was das in unserem Leben tatsächlich verändert. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, wo ich angefangen habe mit Coaching vor elf, zwölf Jahren, habe ich es versucht, auf die männliche Art zu machen. Und das hat einfach nicht funktioniert für mich, weil ich immer dachte, warum fühlt sich das alles so anstrengend an? Warum ist das so stressig? Warum habe ich das Gefühl, ich muss mit jedem mithalten? Und je mehr ich gelernt habe, das aus meinem Inneren zu tun, aus dieser Verletzbarkeit zu tun, aus dieser Weichheit daraus zu tun, desto angenehmer fühlte sich das an, desto besser fühlte sich mein Leben an. Und also wir sind ja wirklich das Beispiel dafür, dass es sehr, sehr gut geht. Anna: Mhm. Ja. Anja Hecht: erfolgreich zu sein und halt diese Weiblichkeit zu leben. Ich wollte noch mal was sagen zum Thema Männer. Wir haben jetzt gerade so viel über die Frauen gesprochen und ich habe ja auch hin und wieder Männer im Coaching. Und da stelle ich halt fest, das ist quasi wie das Ambivalent. Männer sollen immer mehr auch diese Fühlposition übernehmen. Die sollen für die Kinder besonders fürsorglich da sein und zuhören. Und das ist ja alles richtig. Anna: Ja. Ja. Ja. Anja Hecht: Aber sie haben nun mal einfach, glaube ich, natürlich einen anderen Part, nämlich diesen, wie grenzt du dich ab? Wie kämpfst du auch mal? Wie sorgst du dafür, dass der Raum sicher ist? Ich habe ja nun drei Jungs und kann ein Lied davon singen und du hast einen. Ich habe einfach irgendwann aufgehört bei diesen Kämpfen, mich einzumischen und habe gedacht, die sind wohl für irgendwas gut, ⁓ zu lernen, wie mache ich denn das? Und wie viele Mütter beobachte ich, dann immer versuchen zu schlichten und zu sagen, das darfst du nicht und das ist so nicht richtig und so. Das ist aber in denen drin. Und ich glaube, wir sollten das eher in vernünftige Bahnen lenken, die Energie, statt zu sagen, das darfst du nicht, weil die sind einfach so. Sie werden es ihr Leben lang brauchen, diese Hormone, diese Energie. Aber auch da glaube ich, wie schnell wird das schulisch eingegrenzt. Dieses Anna: Mhm. Mhm. Mh. Anja Hecht: Nee, so darfst du nicht sein. Du darfst nicht laut sein. darfst nicht, was weiß ich, dich mit den anderen rangeln. Du sollst bitte schön am Tisch sitzen bleiben bei den Jungs. Da werden auch ganz früh diese männlichen Sexualhormone eingegrenzt. Anna: Mhm. Das hat sich ja auch damit zu tun, dass wir über die Medien ja häufig so die Negativseiten mitbekommen. Jetzt gerade ja auch wieder ganz stark, wo es eigentlich nur noch pervers ist, ⁓ es mal so zu sagen. Und dann ist man schnell da an dem Punkt, wo man alles in einen Topf wirft. Deswegen ist die männliche Energie ja nicht schlecht, Und ich glaube, da dürfen wir weiter offen sein und einfach das ein bisschen differenzierter sehen. Auch unsere Jungs ermutigen, damit verantwortlich umzugehen. ⁓ Anja Hecht: glaube auch, bei Frauen beobachte ich sehr häufig einerseits wirklich diese Angst vor dieser männlichen Energie, beobachte ich ganz ganz häufig auch mal vor diesen mal einmal Fluchen richtig laut und sagen das ist alles blöd hier oder so, dass viele Frauen Angst vor haben. Anna: Mh. Anja Hecht: Libido spielt ganz oft eine große Rolle, dass das überhaupt nicht mehr im Einklang ist bei Mann und Frau, vor allem in Partnerschaften tatsächlich. Das ist auch was, was ich sehr beobachte, dass viele Frauen nicht nur bei sich selber Angst haben vor dieser weiblichen Energie, sondern auch vor dieser männlichen Energie beim Partner. Und das ist, glaube ich, wir dürfen aufhören zu urteilen, glaube ich. Wie du sagst, das ist schlecht und das ist gut. Es einfach. Anna: Ja. Mhm. ⁓ ist einfach, genau. Wir sind so gemacht und wir können das mal neugierig wiederentdecken, glaube ich. Sowohl unsere Weiblichkeit als auch das, was uns gefällt, an der männlichen Seite unserer Männer. Ich das total anziehend, wenn mein Mann sich manchmal schützend vor mich stellt. Das bedeutet überhaupt nicht, dass ich mich selber nicht schützen kann. doch, ich bin eine starke Frau und gleichermaßen genieße ich das total, wenn er manchmal in seine Männlichkeit geht. Anja Hecht: Genau. Anna: Und ja, das macht es auch irgendwie spannend, dass wir nicht alle gleich sind. Ja, und das ist im Moment absolut nicht populär, das so zu sagen. Aber ich glaube, wir fallen im Moment als Gesellschaft fast von an der anderen Seite vom Pferd. natürlich darf da jeder seinen Weg finden, ist klar und so. Gar keine Frage. das ist schon ... Ja, sag ruhig. ⁓ Anja Hecht: Mh. glaube ich auch. Vor allem wenn wir uns diese gesundheitlichen Probleme anschauen. Die kommen ja in der Regel aus der Richtung Frühperiodenbeschwerden, keine Libido, letzten Endes dann auch Kinderwunschthemen, die mit dranhängen, wo das nicht funktioniert. Endometriose, es kommt alles tatsächlich aus dieser Richtung oder bei Männern dann Prostata-Erkrankungen und solche Sachen, die dann damit reinkommen oder starke Gewichtszunahme und solche Sachen. Anna: Absolut. Anja Hecht: Die kommen natürlich aus der Richtung, weil es der Ursprung ist. Vor Kurzem hatte ich gesagt, dass eine Frau sich als Mann verkleidet hat über einen längeren Zeitraum und man sehen konnte, wie die Hormone sich verändert haben in Richtung männlich. Das beobachte ich heutzutage bei sehr vielen jungen Frauen zum Beispiel. Wir haben ja sehr populär viel Sport machen, viel Bewegung, viel leisten. Und da kann man regelrecht sehen, wie die Hormone immer mehr ins männliche abdriften Anna: Ja. Mhm. Mhm. Anja Hecht: weil genau dieses Leisten permanent, dieses Puschen, Machen und so weiter, das kann ein Teil von uns sein. Und dann darf es aber diesen anderen Teil dieser Weiblichkeit geben, dieser Ruhe, dieser Fürsorge für sich selber tatsächlich auch. Und da ist ja oft auch gar kein Maß mehr da. Also es geht nur noch darum, habe ich heute schon trainiert, habe ich heute genug Proteine gegessen? Das hat wenig mit Weiblichkeit zu tun. Anna: Mhm. Mhm. Mh. Mhm. Absolut. Ja, und die Körper, genau wie du sagst. Wie viele... Wir haben so dieses Bild von einem stählernen Frauenkörper entwickelt. Möglichst durchtrainiert, auch am besten, auch in Sixpack. Ja, das kann man auch schön finden, ist gar keine Frage. Aber es hat eben auch wirklich, wie du sagst, hat auch seine Kehrseiten. Wir sind nicht so gleichförmig. Wir sind zyklische Wesen, total. Wir sind nicht immer gleichleistungsfähig. Der Mann ja übrigens auch nicht. Anja Hecht: Ja, wir. Anna: Aber wir Frauen erst recht nicht. Und dass wir dem nicht mehr Rechnung tragen. Und dass das was mit uns wissen vielleicht viele auch gar nicht. Durch unsere Gedanken und durch die wie wir unseren Alltag gestalten, haben wir direkten Einfluss auf unsere Hormone. Das ist nicht so, dass die Hormone einfach machen, was die unabhängig von dem überleben, sich verhalten, ansteigen, abfallen, sondern unsere Gedanken Anja Hecht: Hm. Anna: können direkt unsere Hormone steuern. Und das war, es ist vielleicht noch nicht 30 Jahre bekannt in der Schulmedizin, aber in den letzten 10, 15 Jahren ist das absolut, da hat das jeder auf dem Schirm. Also ist das nichts Neues mehr, inwiefern wir unsere Hormone steuern. das ist eben, wo du dieses ganze Thema Kinderwunsch ansprichst, spielt das eine riesige Rolle. Ich kann durch die Art und Weise, was ich Anja Hecht: Mmh. Anna: Und wie ich meinen Alltag gestalte, auch was ich fühle, das beeinflusst direkt meine Hormonwelt. dafür muss ich aber ein bisschen offen sein, zu schauen, wie geht es mir eigentlich, und ja, aus dieser Gleichförmigkeit raus. Weil, indem ich so gleichförmig und starr lebe und denke, da werde ich meine Hormone auch so beeinflussen. Und dann habe ich das Auf und Ab eines schönen Zyklus nicht mehr. Anja Hecht: Ich wollte gerne noch mal zu dem Thema Beziehungsfähigkeit, die wir eingangs hatten, zurück und wollte noch mal sagen, ich glaube, diese Beziehungsfähigkeit spielt wirklich in allen Beziehungen eine Rolle. Und die Frage, die du dir einfach stellen darfst, ist tatsächlich, wie sicher fühle ich mich in Beziehungen mit anderen Menschen? Wie gut kann ich vertrauen? Wie gut kann ich loslassen? Wie gut kann ich mich einlassen? Anna: Mhm. Mhm. Ja, das ist... Anja Hecht: Weil das ist glaube ich, weißt du, wir sind ja jetzt doch schon relativ lange befreundet. Und du hast mir gestern die Sprachnachricht geschickt, dass ich dich besser kenne als dein Mann mitunter. Und ich glaube aber, das ist es. Wir haben nicht mehr so eine tiefen Beziehung ganz oft aufgrund dieser Beziehungsunfähigkeit. Also es ist alles nur noch sehr oberflächlich. Wir haben immer Angst, das Falsche zu sagen, abgelehnt zu werden, was auch immer. Anna: Mhm. Ja. Mhm. Anja Hecht: weil wir eben, weil uns diese Beziehungsfähigkeit eben fehlt. Und du sagtest vorhin ja auch, dass Oxytocin spielt nach der Geburt eine große Rolle. Genau, das ist im Grunde entscheidet das mit darüber, wie gut und wie tief du Beziehungen zulassen kannst, wie sicher, wie du in Beziehungen sein kannst. Und ich beobachte das so häufig, dass Menschen sich um Kopf und Kragen reden, kämpfen in Gesprächen oder sich beweisen. Anna: Mhm. Immer, ganzes Leben über, ja. Mhm. Mmh. Anja Hecht: Wo ich immer denke, mein Gott, entspann dich doch mal, ist doch alles okay. Aber ich glaube, das geht in unserer Welt immer mehr tatsächlich verloren. Weil natürlich auch diese ganze Onlineszene vermittelt, du könntest ja Online-Freundschaften haben. Aber das ist niemals dasselbe Niveau, wie wenn wir uns sehen, wenn wir uns umarmen, wenn wir tiefe Gespräche führen. Das ist tatsächlich nochmal was anderes. Wie ist denn deine Sicht darauf? Anna: Mhm. Mh. so wie du Ich hab schon gefragt, wenn man jetzt also jemand ist, der von sich sagt, echt einen Trauma erfahren in meiner Beziehungsfähigkeit. Was hab denn, hab ich dann verschissen, auf Deutsch gesagt? Was mach ich dann? vorbei. Was mach ich denn dann? Also wenn man jetzt da sitzt und uns zuhört, was macht man denn? Ich denke, ein ganz wichtiger Punkt ist auch... Anja Hecht: ⁓ bye. Anna: dass das, was in einer Beziehung kaputtgegangen ist, auch wieder in einer Beziehung heilen kann. Also wir sind Beziehungsmenschen und ja, einfach Wesen. Wir sind so geschaffen, wir Beziehung brauchen. Und das, was vielleicht kaputtgegangen ist, das wird auch wieder heile, wenn wir dem Ganzen eine Chance geben. Aber ich glaube nicht, dass die Traumata, die wir erlebt haben in Beziehung, heilen dadurch, dass wir ein Buch drüber lesen. und dass wir das auf der kognitiven Gedankenebene lösen. Sondern das geht dann wirklich, indem wir wieder in Beziehung gehen und neue Erfahrungen sammeln. Und dann ändern sich auch Dinge. da gleicht sich unser Hormonsystem wieder aus. Das ist also überhaupt nicht alles, wie soll ich sagen, ist es nicht vorbei. Nur weil du jetzt als Kind vielleicht nicht so optimale Beziehungserfahrung gesammelt hast. Sondern das kann auch in Beziehung wieder heil werden. Anja Hecht: Mmh. Ich in Stein gemeißelt. Anna: Aber man darf sich darauf einlassen. Und das kann manchmal Angst machen, weil man sich ja auch verletzlich macht. Und gleichermaßen ist meine Frage, was hast du denn zu verlieren? ⁓ ich dass das Leben so viel spannender und so viel schöner Ja, auch manchmal schmerzlicher, aber es wird doch viel, viel tiefer und einfach, ja. wird einfach schöner dadurch, dass wir uns darauf einlassen, wieder in Beziehung zu gehen und zu schauen, was es da für neue Erfahrungen auch gibt für uns. Anja Hecht: Also weißt du den Spruch, "Vertrauen kommt von Trauen"? Genau, also ich glaube, ist genau das. Ich darf mich wieder trauen, in Beziehung zu gehen. Anna: Genau, das ist ein sehr schöner Spruch. Anja Hecht: Und mich darin aber auch zu reflektieren und zu gucken, wo habe ich Gefühle der Enge, wo erlebe ich Stress, was genau triggert mich und das vielleicht auch anzusprechen. Also aus meiner Erfahrung sind die Menschen viel offener als wir denken häufig, weil sie ja selber Verletzungen in sich tragen. Und wir können durch dieses Offenlegen oder dieses Ansprechen, können wir ja nicht nur bei uns was heilen, sondern auch bei unserem Gegenüber. Anna: Mhm. Genau. Mhm. Anja Hecht: Wenn wir sagen, ich fühle mich wahnsinnig unsicher in Beziehungen und deswegen handle ich immer so und so. Ich glaube, ist zum Beispiel ein erster Schritt. Ja, ⁓ das zu heilen tatsächlich, ⁓ diese Sachen, die uns in der Tiefe beschäftigen. Anna: Ja. Ja und da finde ich auch nochmal schön diesen Satz am Du werd ich zum Ich. Anja Hecht: Mhm. Anna: am Gegenüber. ja, damit dürfen wir wirklich spielen. Einfach mal schauen, ja, niemand von uns ist fertig. Wir alle sind Lernende und das macht es ja auch so spannend. Und das ist ja auch das Coole, meinen Gegenüber immer wieder neu kennenzulernen, weil keiner von uns da irgendwie fertig ist und auch unsere Kinder da drin zu beobachten. Wie finden die sich auch in ihrer Rolle? Unser Sohn hat jetzt gerade die Phase mit zwei, wo er feststellt, Er sieht nicht überall gleich aus wie seine Schwester. Und festzustellen, der Papa war aber auch nicht wie die Mama. Und das ist ganz herrlich zu erleben. Und auch die Unterschiede, so jung wie sie sind. Unsere Tochter ist drei Monate, fast vier. Und eben unser Sohn ist jetzt zwei. Dieses, was die mitbringen, wie unterschiedlich die schon in dem ganz frühen Alter sind. Das ist herrlich. Und das einfach mal gemeinsam zu entdecken. Anja Hecht: Bis zum nächsten Ja. Also ich glaube, das fast es so ganz gut zusammen, Anna, oder? Dieses Thema Beziehungsfähigkeit, dass da eben die hormonelle Grundlage eine wichtige Rolle spielt und auch darauf einzulassen. Wenn man als Mann Angst hat vor der Wut, weil man vielleicht mal Wut erfahren hat, dann darf man sich damit beschäftigen. Wo kommt das her? Wovor habe ich da genau Angst? Anna: Ja. Mh. Anja Hecht: weil es ja auch eine Kraft beinhaltet, tatsächlich die Hut. Und als Frau darf ich mich eben damit beschäftigen, warum habe ich so viel Angst vor dieser Verletzbarkeit, vor den Fühlen, vor der Weichheit. Und eben auch im Kopfahmen, ist ja kein oder, es ist ja ein und. Ich kann ja trotzdem erfolgreich sein und das Leben, was in meinem tiefsten Inneren drin ist, ist ja gar kein oder. Ich glaube sogar, dass... Anna: Mhm. Genau. Mhm. Ja, ja. Anja Hecht: Im selben Beruf könnten wir komplett unterschiedlich wirken an unserer männlichen und weiblichen Energie. Anna: Mmh. Ja, und vielleicht auch noch mal, jeder von uns hat ja auch das andere in sich. Es ist jetzt ja schon nicht nur. Du hast auch männliche Energie oder Anteile in dir und ich auch. Und unsere Männer haben auch eine weibliche Energie. eben das eine überwiegt eigentlich und entspricht uns einfach mehr. Und ja, immer mehr dahin zu kommen, das auch anzunehmen als etwas total Positives und das auch zu nutzen in unserem Alltag und an aneinander zu genießen. Anja Hecht: Khm. Anna: an mir meine Weiblichkeit zu genießen. gab bestimmt Jahre, da habe ich die fast überhaupt nicht gelebt. ⁓ Anja Hecht: hat dir denn geholfen? Anna: Das ist eine gute Frage. Was hat mir geholfen? hat sich einfach so entwickelt. Vielleicht kam es auch ein bisschen mit dem ganzen Thema Familie Ich habe einfach ich weiß nicht was es war tatsächlich Ich habe einfach irgendwann mehr lust gehabt auch ein bisschen damit zu spielen mich weiblicher zu kleiden ⁓ Tja dass diese seite an mir mehr leben Vielleicht waren es auch manchmal vorbilder die ich hatte oder ja dass ich gesehen habe es gibt frauen die leben ihre ⁓ Anja Hecht: Mh. Anna: ihre Jobs, ihr Business auf eine andere Art aus auch. Also ich finde das eine schwierige Frage. Kannst du das von dir sagen? Was dich dazu? Es gab wie nicht einen Tag bei mir, wo sich das plötzlich geändert hat. Ich habe vielleicht irgendwann gemerkt, ich brauche das Männliche gar nicht so toll. Es geht auch anders. Anja Hecht: Mmh, also... Ich glaube bei mir war es... Also bei mir war es, was glaube ich, das Reisen. Und zwar waren das Länder, wo ich festgestellt habe, wo die Frauen total in ihrer Anbindung sind. Afrika, Spanien, wo ich dachte, die haben Kurven und ein Selbstbewusstsein und die zelebrieren das. Die zelebrieren schön auszusehen, wo ich dachte, das ist ganz anders, als ich das so kenne aus Deutschland. Wo ja ab einem bestimmten Alter im Grunde jede Frau gleich aussieht, die gleiche Frisur hat. Anna: ⁓ Ja. Mmh. Ja. Anja Hecht: Das ist echt ein Paradox. Das hat mir viel geholfen, mich nicht mehr zu beurteilen oder auch wieder eine Freude an dieser Weiblichkeit zu haben, zu sehen, Mensch, es geht ganz anders. Und die sind so viel glücklicher und die sind so viel verbundener. Die weinen halt und dann lachen die und dann weinen sie wieder und dann schreien sie nochmal los. Das hat mir, glaube ich, geholfen. Anna: den Mhm. Mhm. Ja, es ist mega spannend, dass du das gerade sagst, weil es ist tatsächlich auch die Zeit gewesen, also meine Zeit, ich war lange in Ostafrika unterwegs, in Tansania. Tatsächlich, das glaube ich, auch bei mir eine Zeit gewesen, wo ich mehr mit in Kontakt gekommen bin. das ist sehr, es ist sehr natürlich. Anja Hecht: Weil wo? Wo kommst du in unserer Welt viel mit Weiblichkeit in Kontakt? Also ich komme ja ursprünglich aus Deutschland, du ja auch. Ist jetzt nicht so wahnsinnig, dass wir viel mit Weiblichkeit in Kontakt bekommen. Weiblichkeit bedeutet Konkurrenzkampf. Wer ist dünner, wer ist schlanker, wer sieht schöner aus? Und es hat alles rein gar nichts mit Weiblichkeit zu tun. Ist genau das Gegenteil im Grunde, so empfinde ich das. Verbindung. Anna: Mhm. Mhm. Das wird sehr auf die körperliche Ebene reduziert. Wobei unsere Weiblichkeit eben alles ausmacht. Gerade auch die Art, wir denken, wie wir fühlen. Anja Hecht: Total. Ja. Also ich glaube, ich hätte meine Mama fragen können früher, die hätte mir das nicht mal beantworten können, glaube ich. Anna: Das stimmt. Anja Hecht: Das wäre schwierig gewesen. Anna: Ja, zum Beispiel, was ganz spannend ist, fällt mir gerade dazu ein, Tansania ist es so, dass sich die Frauen über den Namen ihres erstgeborenen Kindes definieren. Dann wäre ich jetzt, also angenommen, mein Sohn würde jetzt irgendwie, keine Ahnung, John heißen, dann wäre ich Mama ⁓ Und allein das, die identifizieren sich über ihre Mutterschaft total. Und das ist, finde ich, auch was Schönes, worüber man sich durchaus identifizieren kann, weil es wunderbar ist, Mutter zu sein. Ja, und nicht etwas, was man irgendwie so nebenbei auch noch hat oder so. Ja, es ist spannend, auch bei meiner, Mutter ist wenig Weiblichkeit gelebt worden. Anja Hecht: Mh. Ja, ich glaube, sind viele. Also, dass weder die Männer oft gar kein männliches Vorbild hatten, beziehungsweise die Frauen eben auch nicht wirklich ein Vorbild der Weiblichkeit. Also in meiner Familie wurde das eher abgelehnt, wer sehr weiblich war, wer sehr weich war. Weil das hieß, das ist eine Schwäche, man schafft da nicht alles alleine, man kämpft sich nicht durch. Anna: Mhm. Reiß dich mal zusammen, ja. Anja Hecht: Genau, ja. Und deswegen haben wir wahrscheinlich so lange gebraucht, rein zu diesem Punkt zu kommen. Anna: Ja, immerhin haben wir so in, sag mal, zur Mitte unseres Lebens hingeschaut. ist ja schon mal schön, dass wir das nicht erst mit 80, nein, genau. Ja. ⁓ Anja Hecht: Ja. Genau. Ich finde, der Podcast ist total rund und ich würde mich freuen, wenn ihr liked bzw. abonniert, Also ich kann euch jetzt schon sagen, nächste Thema wird wiederum sehr, sehr spannend. Wir haben uns da schon ein paar Sachen ausgeguckt. Willst du noch was sagen, Anna, zum Abschluss? ⁓ Anna: Ich glaube für mich ist es auch so weit rund und ein schöner Abschluss von einem gemütlichen Wochenende. Anja Hecht: Genau. Ciao! Anna: Dann habt's gut, ihr Lieben! Tschüss!