Agnes: Hallöchen, Popöchen und herzlich willkommen zu SommerSomarum. SommerSomarum. Mein Name ist Agnes und mit mir hier ist Meike: Mike! Hallechen! Agnes: Hi Michael, schön dich zu sprechen. Meike: Hallo Agnes. Salöchen, Popöchen, unser offizielles Intro eigentlich. Agnes: Ich weiß nicht, ob das die Punchline für immer ist, aber manchmal, wenn ich Hallöchen, Popöchen fühle, muss das einfach raus. Meike: Es ist auch wie du, ich würde behaupten, 90 % der Sprachnachrichten an mich beginnt. Agnes: Ja, also, und wir haben ja gesagt oder beziehungsweise die Geschichte dieses Podcasts beginnt ja mit unseren ewig langen Sprachnachrichten und deswegen ist es auch ganz passend, das mit hier rein zu fließen, rein fließen zu lassen. Meike: Ja, es ist on brand sozusagen. Ja, heute ist ein aufregender Tag, weil heute unsere erste Episode live gegangen ist, beziehungsweise so versteckt live war sie sogar schon ein paar Tage, aber wir jetzt so richtig rausgegangen sind mit dem Podcast nach langer, langer Ankündigung auf Instagram. Und ich bin ganz excited. Agnes: Ich wird auch richtig excited. Und gleichzeitig fühlt sich das irgendwie auch schon wieder so natürlich an und so ein bisschen. Also ich weiß nicht, wie es für dich ist natürlich, aber dadurch, dass wir jetzt schon echt monatelang immer mal wieder aufgenommen haben und immer mal wieder daran gearbeitet haben und auch dadurch, dass du das ja von ein Tagen schon hochgeladen hast, still und heimlich. Und wir haben da so ein bisschen. durchgehört und geguckt und so einen kleinen Testlauf gemacht und heute war dann das offizielle Launchdatum. Fühlt sich das so an, als wäre das irgendwie fast schon immer da gewesen, oder? Wie ist das für dich? Meike: Ja, das stimmt. Für uns ist es sowieso immer schon da gewesen, diese ganzen Unterhaltungen auf diese Art und Weise die ganze Zeit ja schon bestanden haben und bestehen. Und ich finde es auch richtig lustig, weil du mich neulich gefragt hast, hey, Maika, hattest du jetzt voll viel Aufwand damit, diese ganzen Episoden zu schneiden, wie jetzt natürlich einige in der Pipeline auch schon haben für euch. Und ich mir so dachte, ja, eigentlich nicht. Weil wir tatsächlich relativ wenig zu schneiden haben. Ja, bis hin zu irgendwie krassen Lachanfällen oder sowas, die ich mir einfach rausgenommen habe, nicht rauszuschneiden, weil sie einfach so passiert sind. Ja, es ist einfach relativ ehrlich und authentisch, so wie wir uns sonst auch unterhalten. Und das finde ich irgendwie voll schön. Agnes: Ja mega, es flutscht so raus. Und wir haben gerade auch beschlossen, wir haben nicht so angefangen, aber wir haben dann irgendwann im Laufe der Zeit gemerkt, wir unterhalten uns auch, bevor wir auf Play gedrückt haben. Eigentlich schon relativ saftig und ergiebig haben wir beschlossen, früher auf Play zu drücken, also eigentlich sofort, wir uns treffen. Meike: Lutscht. Agnes: Heute haben wir vielleicht so drei Minuten vorher geredet und gesagt, dass wir diese Folge, die wir jetzt aufnehmen, dann auch direkt nächste Woche veröffentlichen werden, Bezug zu nehmen auf die Geburt dieses Podcastbabies, die ja heute stattgefunden hat. Also merkt euch den 16. Juli. In einem Jahr wollen wir Gratulationen und Geschenke. Meike: Dann gibt es dann so eine Geburtstagsfolge oder so. Agnes: Ja, mein Gott. Und es kam heute aber schon richtig, richtig viel so, so schönes Feedback und ganz viele Leute, die geschrieben haben, dass sie sich freuen. auch eine Person, da habe ich mich sehr gesehen gefühlt, die geschrieben hat, sie dachte, es gibt alles schon und dann kommen wir die Ecke. Und das war ja auch unser Gedanke, dass es so ein Podcast, der genau über diese Sachen spricht, über die wir sprechen. zumindest auf Deutsch, dass es das nicht gibt. Meike: Ja, ganz genau. Ja, und wir dachten, das ist, was wir uns selber gerne anhören würden. Ja, so schmeißen wir es in die Welt. Und jetzt ist es auch so ganz interessant zu sehen, okay, war das jetzt einfach nur so eine Idee, die wir cool fanden oder sind eben da draußen wirklich Menschen, die sich dafür interessieren und jetzt schon so heute die Rückmeldung zu bekommen, dass, also jetzt ist es... Agnes: Vollohr. Meike: 12.30 und heute morgen war der Post irgendwo zwischen 8 und 9 Uhr. Dass Menschen sich das jetzt schon angehört haben in der Zeit, schon auch ein bisschen verrücktes Gefühl. Agnes: Boah, ja, das berührt mich ganz doll. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber für mich ist es jetzt irgendwie, es fühlt sich weniger komisch an, so in Richtung der Zuhörenden zu sprechen, weil jetzt wissen wir, es gibt sie. Es gibt euch, danke schön. Meike: Ja, ja, voll. Das stimmt. Ja, es gibt euch und ich habe heute auch schon, also ich habe schon alle möglichen Sachen in meinem Postfach gefunden heute von Gästen, potenziellen, also von Menschen, die sich schon einladen wollen in unseren Podcast. Ich mal sage, ja, mal gucken, dafür brauchen wir glaube ich noch bisschen Zeit, uns hier einzugrooven, aber auf jeden Fall ist das irgendwas, was in der Zukunft auch mal interessant ist, bis hin zu, hey, könnt ihr dieses Thema mal mit reinnehmen? Also wenn ihr... Agnes: Wow! Meike: Themenwünsche habt ihr. Vielen Menschen, hier zuhören. Sachen gibt, die euch interessieren, wo ihr sagt, da wollten wir mal gerne hören, was Michael Agnes dazu zu sagen haben oder das beschäftigt irgendwie euch in dieser ganzen Somatics-Welt. Schickt uns eure Themenvorschläge und Ideen. Wir sind voll offen und interessiert zu hören, was ihr hören wollt. Agnes: Ja, wir sind voll interessiert und vor allen Dingen könnt ihr euch ziemlich sicher sein, wir haben eine Meinung. Wir haben eine Meinung und wir haben nicht nur eine Meinung, wir haben auch eine E-Mail-Adresse, die findet ihr auch in den Show Notes. Das fühlt sich richtig podcasterisch an, das sozusagen. Und das ist der Sammelort, ihr alle Gedanken und Wünsche und Feedback und Meike: Wir haben nicht genug Meinung. Agnes: selbst Einladungen oder Empfehlungen von von Gastinnen für die Zukunft hinschicken könnt. Und zwar ist das hello.somasumarum.de ohne Bindestrich, ohne Punkt, somasumarum durchgeschrieben. Und genau, das findet ihr auch zum Nachlesen natürlich. Meike: Das fühlt sich jetzt sehr professional an. Ich liebe es, Agnes, dass du die Wünsche an den offiziellen Channel verweißt. Agnes: Hehehehehe Ja, klare Kommunikation. Fast so professionell wie mein Mikro, was gerade in so einem Einmachglas steht, weil ich mein Stativ im Studio vergessen habe. Meike: Ja. Ja und fast so professionell wie Tatsache, dass du zwei Handys hast. Dein Business-Handy und dein Privat-Handy. Und das ist etwas, was uns heute wahrscheinlich begleiten wird in dieser Folge zu dem Thema, was wir heute haben. Und ich will aber noch sagen, ich finde es richtig lustig, dass du mich gestern auf deinem Business-Handy gefragt hast, ob ich schon angefangen habe zu bluten. Und ich dachte mir, na ja, selbstverständlich, was machen wir für ein Business, wir von menstruierenden Menschen, mit denen wir Business zusammen machen, nicht wissen, wo die ihrem Zyklus stehen. Das wäre fatal. Agnes: Hey, das ist so ein wichtiger Vibe-Check. Das kann alles verändern. Meike: Absolut. Haben wir ja auch schon erlebt. von Podcast-Folgen, die den Vibe-Check nicht bestanden haben und wir sie dann nicht aufgenommen haben. Agnes: Ja, keine Podcastfolgen, also die wir euch vorenthalten, das gab es nicht, aber wir haben uns zum Aufnehmen getroffen und haben gesagt, heute leider keine Aufnahme. Meike: Nein. Ja, Computer sagt nein. Agnes: Ja, wollen wir einen kleinen Vibe-Check direkt hier machen, weil das habe ich dich nämlich noch nicht gefragt, bevor wir aufgenommen haben. Wie geht es dir heute? Was geht bei dir? Meike: Bei mir geht richtig vieles. Ich merke leider auf der körperlichen Ebene, mein Energielevel ist ein bisschen low, weil ich gestern angefangen habe zu bluten und weil diese Woche super viel ansteht bei mir. Aber auf der emotionalen Ebene ist unfassbar viel Excitement, weil gerade gefühlt so viel Dinge passieren in meinem Business und irgendwie sich das gerade so ein bisschen von allein irgendwie in alle möglichen Richtungen weiterentwickelt und irgendwie Sachen passieren und diese Podcastaufnahme gehört irgendwie auch dazu, also dass ich gerade vorhin am Q-Short stand und mir dachte, okay, ich bin jetzt eine Person, Podcast hat, okay. Das ist übrigens nämlich seit Jahren und Jahren, bevor ich gewusst hätte, was dieses Thema dafür sein könnte. Schon mein Traum. Ich wollte immer schon Podcast haben, schon sehr lange. Agnes: Obwohl du kein Tech Bro bist. Meike: Obwohl ich kein Tag from home habe. Ich wollte einfach auch nur meine Meinung irgendwo platzieren, wahrscheinlich schon sehr lang. Agnes: braucht auch mehr Flinter in diesem Podcast-Universum, die coole Sachen labern, also völlig valide. Meike: Absolut nicht nur die Tech Bros und die Manus 4. Wir machen das Gegenprogramm. Ja und ich habe... Agnes: Ja. Meike: Ich habe, glaube ich, die meiste Resonanz auf eine einzige Story, die ich bei Instagram hochgeladen habe, bekommen, die ich jemals bekommen habe auf eine einzelne Story. Und zwar habe ich eine Story gepostet, dass ich mehr meinen ganzen Hintergrund mit Somatics und den ganz anderen Teil von Psychologie und Coaching immer mehr mehr mehr mehr zusammenbringe. Das ist etwas, was ich schon seit ein paar Jahren tue und das ist wahrscheinlich die große Mission meines Lebens auch, ehrlich gesagt. Und genau, habe da so ein Angebot gepostet, weil an vielen Stellen in meinem Coaching sehr unterschiedlich ist, wie es ist und Menschen auch unterschiedlich offen sind für den somatischeren Teil und andere doch auch eher nach dem kognitiven Sortieren suchen, was ja auch super wertvoll ist. Und ich habe sozusagen so ein kleines Probepaket für somatisches Coaching in die Welt geworfen. Und daraufhin haben sich so viele Menschen dafür interessiert und sich dafür anmelden wollen, dass ich auch richtig excited gerade bin und auch auch ein bisschen überwältigt und auch ein bisschen am Sortieren, ich das alles in meinem Terminkalender unterbekomme. Aber das zeigt mir irgendwie auch nochmal das Interesse und die Wichtigkeit da dran. Also ja, noch nie kam so viel zurück, wenn ich irgendwas von mir selber da so angeboten habe in der Welt und das berührt mich auch ganz toll. Agnes: Das freut mich richtig doll für dich. Danke fürs Teilen. Und darf ich dich mal spiegeln? Ich hab dann nämlich gehört, hast am Anfang so was gesagt, wie es passieren auf einmal so wie von alleine. So Dinge, du dir lange gewünscht hast. Und ich würde sagen, die passieren nicht von alleine, Maike, sondern die passieren, weil du seit Jahren richtig geile Arbeit machst. Meike: Ja. Agnes: weil du das vorbereitest und weil du konstant kleine Samen sähst und ja. Meike: Ja, true, true. Ja, you keep it coming. Ja, das reicht. Agnes: Und manchmal setzen wir einen Samen und der geht sofort auf. Und das ist sehr unmittelbar zu erfahren. Und manchmal setzen wir Samen und vergessen die vielleicht. Oder manchmal setzen wir auch Samen und sind uns gar nicht darüber bewusst, dass das ein Samen ist, der irgendwo später dann rauswächst als kleines Pflänzchen. Und ich würde sagen, das passiert gerade bei dir. Und das ist richtig toll. Hast du gut gemacht. Meike: Ja, voll. Ja, danke für das Spiegeln und sehen und noch mal drauf hinweisen. Es ist ja manchmal leichter irgendwie, also in meinem Kopf die innere kritische Stimme hat, schon so 20 Sachen zu bemängeln, bevor man sich mal einmal auf die Schulter klopft und sagt, ja, da habe ich irgendwie wirklich auch vielleicht auf was hingearbeitet. was, also ich glaube die Samen, die gesät wurden, das hat mich jetzt auch sehr berührt und freut mich voll. ist, dass der Großteil der Menschen, die sich auf dieses Angebot hingemeldet haben, Menschen sind, die mich kennen aus meinen Somatics und Movement Angeboten. Das heißt, schon Wissen darüber ist, wie ich Raum halte und das ist natürlich im Coaching irgendwie überhaupt nicht anders als bei Jack Last. Okay, schon ein bisschen anders, aber irgendwie auch nicht. Agnes: Hahahaha Meike: Coaching ist dann aus meiner Brille auch nichts anderes als den Umständen zu begegnen, nur auf eine bisschen andere Weise. Auch den ungemütlichen, den Gefühlen und all dem. Und da ist, glaube ich, auch schon so eine, so auf so einer Nervensystemebene einfach schon so ein gewisses Eingetunt sein. Und meine Erfahrung ist, dass es dann einfach auch viel schneller geht, dass man sich wirklich in den Prozess einlassen kann. Weil einfach am Anfang von so einem Coaching-Prozess immer so diese, mein, mir sitzt da jemand gegenüber und diese Person muss halt noch auschecken, ob sie sicher ist in dem Setting, wo sie ist. Und das ist halt einfach nicht gegeben oder selbstverständlich. Und das kann mehrere Sessions dauern und das bedeutet nicht, dass ich irgendwas falsch mache oder die Person irgendwas falsch macht, sondern braucht einfach die Zeit. das gemeinsam ankommens und das kann man sich dann sparen und hat man ein bisschen mehr zeit schon für ja das inhaltliche. Das ist schön. Agnes: Das ist auch Beziehungsarbeit und diese ersten Schritte der Formung der Beziehung sind schon da. das ist voll schön. Und auch voll schön, dass die Leute gerade in dem Moment dann sagen, ja, ich habe Bock mit Michael zu arbeiten. Meike: Ja. Ja, Agnes: Ich würde auch mit dir arbeiten wollen, wenn wir nicht so nah wären. glaube, der Zug ist abgefahren. Verdammt. Aber ja, du machst es so toll. Meike: Ja, ich glaube, das wird abgefahren. Verdammt! Ja, unglücklicherweise für dich bin ich auch einfach recht gut darin, Grenzen zu ziehen zwischen meinem Wirken und meinem Privatleben. Insofern, also ich weiß, das eine oder andere Mal hast du zu mir gesagt, okay, das war jetzt voll die Coach-Antworte von dir, aber kann ich dich jetzt gleich mal fragen, ob du... Agnes: Hehehe. Meike: jemals das Gefühl hattest, dass ich versuche dich in einer Situation zu coachen, obwohl du nicht darum gebeten hast, weil das ist was, was ja manchmal passiert und manchmal Leute auch erzählen, wenn irgendwie im Umfeld Menschen Coaching, Ausbildung machen oder TherapeutInnen werden oder so. Und ich würde von mir selber behaupten, du schaffst es auch gleich spiegeln, dass ich richtig gut bin, das nicht zu machen, weil es einfach auch sehr viel Anstrengung von mir erfordert, also es braucht kognitiven und körperlichen Effort in diesen Prozess mit jemandem reinzugehen und es ist einfach viel angenehmer, also, man kann sagen, viel energiesparender als nicht zu tun. Und ich glaube, dass passiert mir nicht so oft. Agnes: gucke in der Gegend rum und denke, naja, aber ich glaube, du hast recht. Also mir fällt nichts ein. Yes! Nee, mir fällt so spontan nichts ein. Also ich kann mich auch erinnern, dass ich das ein oder andere Mal zu dir gesagt habe, so hey, das ist eine coachige Antwort, aber das waren dann so Kleinigkeiten, dass ich das jetzt gar nicht mehr weiß. Meike: Ja, und am Ende des Tages, also bin ich das ja natürlich auch, also so in Fleisch und Blut und es ist ja nicht irgendwie so dieses, ich drücke auf den Knopf und jetzt denke ich mit meinem Coaching-Brain, also ich schalte schon irgendwie so diese ganzen Skills ein oder manchmal auch eher ab, aber natürlich diese ganzen Themen interessieren. mich ja sehr und auch irgendwie so wie du das kennst ja mit Somatics und diesem ganzen Bereich auch, ist es dann eine Brille mit der man auf die Welt guckt, auch eine innere Haltung mit der man durch die Welt geht und die schaltet sich natürlich nie einfach ab, sondern ist auch immer mit dabei. Ja, ein kleiner Wipecheck in die andere Richtung. Wie bist du denn heute hier? Agnes: Ich hab heute schon geflennt. Das hatte ich dir vorhin auch ganz kurz geschrieben, aber ich hab nicht geflennt, weil ich traurig war, sondern weil ich so berührt war. Ich war heute beim Kardiologen. Keine Sorge, Leute, es ist alles okay. Aber ich bin gerade in so einem kleinen Checkup. Ich bin Ende 30, man kennt's. Meike: Schön. Agnes: Und ich hab grad auch so ein Langzeitblutdruck-Messgerät Also wenn es zwischendrin mal so brrrr und ihr das hört, dann ist es das. Und warum ich heute geweint habe, die Kardiologin hat einen Ultraschall gemacht von meinem Herzen. Und als ich das gesehen habe, habe ich einfach richtig losgeflennt, weil ich so berührt war, weil das so... Ich will gar nicht sagen, schön war, sondern es hat sich so mächtig angefühlt und gleichzeitig irgendwie so verletzlich und so zart und so ... Ich könnte mich da jetzt wieder reinsteigern und könnte wieder anfangen zu weinen. Das hat sich einfach ganz groß und magisch und gleichzeitig auch total alltäglich angefühlt. ... Genau, und das war auch ein total süßer Moment mit der Kardiologin, weil Ich habe richtig geweint, dass mir auch richtig die Tränen runtergelaufen sind und habe das auch gesagt, so, Gott, ich bin jetzt so berührt, weil ich mein eigenes Herz sehe. Und dann meinte sie zu mir so, ja, sie sind da nicht die Einzige. als ich das erste Mal ein Ultraschallgerät eingestellt habe mit meinem eigenen Herzen, ich war so berührt und ich war nicht ansprechbar, weil ich so berührt war davon. Meike: Das ist eine coole Kardiologin. Agnes: voll. Und das war dann auch so bisschen witzig, weil dann hat sie meine Halsschlagadern auch noch geultraschallt und da hat sie so angekündigt, ja und jetzt kommen nur die Halsschlagadern, die sind jetzt wahrscheinlich nicht mehr so spektakulär oder so emotional. Und dann habe ich die Halsschlagadern gesehen und ich war so, meine Halsschlagadern. Es war richtig lustig und alles okay. Also es muss sich niemanden Sorgen machen. Mein Herz sieht hervorragend aus und meine Halsschlagadern genauso. Da habe ich mich auch gefreut. Ich habe selber nachgeguckt. Ja und da habe ich bisschen Zeit verbracht heute und ansonsten. Meike: das jetzt quasi selber nachgeguckt. Agnes: bin ich in einer Woche, die sich sehr wuchtig anfühlt, weil ich zwei Wochen im Urlaub war. Und das war nicht wuchtig, das war sehr schön. Also wuchtig im Sinne von schön. Und wie das so ist, wenn man im Urlaub ist, da laufen Dinge auf und da sammeln sich Dinge an. Und ich hatte auch schon Dinge geplant für diese Woche. Und dieser Kontrast zwischen Urlaub und Alltag, aber nicht Alltag, Alltag, sondern Alltag mal drei durch die ganzen Sachen, liegen geblieben sind. Das war ein ziemlich doller Kontrast und diese Woche fühlt sich sehr rotierend an für mich. Hier mit ihr zu sitzen und zu quatschen ist ein bisschen wie ausruhen gerade. Also danke dafür. Und Ich habe aber diese Woche auch wieder unterrichtet. Meine zwei Klassen am Dienstag und meine zwei Klassen gestern am Mittwoch, heute ist Donnerstag. Und das war einfach richtig, richtig schön. Da habe ich richtig gemerkt, dass ich meine Classes auch echt vermisst habe, beziehungsweise die Menschen, die ich da fast jede Woche sehe. es war auch irgendwie die Woche des tollen Feedbacks. Ich weiß gar nicht, wie das kam, weil oft... gehen die Leute auch einfach und ich nehme das auch niemandem übel. Die sind dann in ihrem eigenen Film, in ihrer eigenen Zone. diese Woche, vielleicht liegt es daran, dass ich weg war und jetzt wieder da bin, aber diese Woche kam irgendwie ganz, ganz viel zurück und hat mir so richtig das Gefühl gegeben von, genau dafür mache ich diesen Job. Ja, und wenn ich davon spreche, dass Sachen viel oder stressig sind. Ich meine auch nie das Unterrichten. Das ist auch ein bisschen lustig, sondern ich meine dann alles, was so drumrum stattfindet, so der ganze Orga-Kram, der eben anfällt, vor allen Dingen mit den zwei Studios. Meike: Ja, in der Selbstständigkeit gibt es ja viele, viele Aufgaben, die nichts zu tun haben mit dem Eigentlichen. Also manchmal denke ich mir das auch so. Ich muss mal alle möglichen Rollen ja einnehmen von irgendwie Content Creator zu Steuerfachangestellten zu Kommunikation, Customer Communication. Das ist irgendwie schon manchmal ein bisschen. Agnes: Marketingfrau. Meike: verrückt irgendwie, wie viel der Syndrom herum ist, das denke ich mir manchmal auch. Ich denke ja, will doch, also eigentlich war ja die Idee, ich möchte unterrichten und ich möchte in meinen Coaching-Sessions-Raum halten und dann, ja, ist das halt einfach nur ein Teil von dem ganzen Dschungel. Agnes: Es ist auch, also bei mir ist das Unterrichten und ich nehme da mal Teacher Trainings raus, wo ich von morgens bis abends unterrichte, aber in so normalen Wochen, wo kein Teacher Training ist, ist wirklich das Unterrichten der kleinste Teil davon. Wie ist das bei dir? Meike: Ja. Ja, auf jeden Fall. Also ich merke, wenn ich zu viel von den anderen Sachen das Unterrichtendrum herumquetsche und dann nicht so richtig so bei mir bin, wenn ich irgendwie beim Unterrichten ankomme, also ich meine, alles ist darauf ausgerichtet, dass mir das nicht passiert und dann manchmal passiert es trotzdem, dann merke ich, dass es dann, dann zieht es einfach viel mehr Energie. Aber wenn ich das schaffe, das drum herum zu organisieren, geht es mir genauso wie dir. Und eigentlich ist auch so, dass Unterrichten dann so ein bisschen, also gerade schickt dir das auch fast so bisschen wie mein eigenes Processen von Themen. Weil ich bringe ja immer auch irgendwie Themen da mit rein, die mich irgendwie gerade beschäftigen. Ich bringe oft auch Themen mit rein, die die Welt beschäftigen und die irgendwie doll sind. Also ich kenne kein anderes Movement-Angebot außer Shake the Dust, wo man irgendwie Epstein-Files, Gaza, Iran, was weiß ich, einfach durch den Raum schreien kann. Also it's out of context natürlich. Sehr viel sensibler verwendet, aber trotzdem all diese Dinge habe ich schon gebrüllt in meinen Glases und das ist schön, also da so zu wissen, okay, das darf halt auch Platz haben. was mich bewegt, ich muss da ja nicht in irgendeine Rolle reinsteigen und mich verstellen. Ja, und das fühlt sich dann auch gut an. Agnes: Hey, Follow. Das ist richtig witzig. Weißt du, was ich am Dienstag mit reingebracht habe als Thema? Die Gesundheitsreform. Kombiniert mit dem New Moon in Cancer natürlich. Meike: Natürlich. Agnes: Gott kriegen wir jetzt wieder das kleine E, weil ich das jetzt gesagt habe. Hast du das gesehen bei unserem, ich weiß gar nicht ob es bei Spotify war, aber es war bei Apple Podcasts, war ein kleines E dran für Explicit. Meike: Ja. haben wir ein kleines Wahrscheinlich weil wir irgendwo gesagt haben, Agnes, damals in der Klasse, als du dir den Penis hast wachsen lassen. Ja, ich, diese Riverside, dieses Programm, mit dem ich, also mit dem wir hier aufnehmen und mit dem ich auch unsere Podcast geschnitten habe, macht auch so lustige Sachen, dass es so analysiert und so Vorschläge gibt, irgendwie den Podcast zu verbessern und so Redepausen automatisch rauszuschneiden und was weiß ich. Es macht es aber nicht automatisch, sondern schlägt es nur vor. Und da waren halt irgendwie immer so, stand immer wieder so, ähm... Das scheint eine Hintergrundsache die nicht für den Podcast Agnes: Und du so, darum geht es doch! Riverside! Meike: Ja, ich so, it's the whole brand. Ja, das ist sehr lustig. das ist halt ein Explicit-Podcast, okay. Ja. Agnes: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Meike: Aber weißt du, was ich mich auch gerade gefragt habe, ob die Tatsache, dass diese Woche auch so bisschen flutscht für dich, während sie wuchtig ist, ob es halt vielleicht schon auch was damit zu tun hat, dass du jetzt in einem ausgeruhteren Zustand hier wieder ankommst nach zwei Wochen Urlaub und nach zwei Wochen ja auch echt, ich sag jetzt mal, guter Trennung zwischen deiner Freizeit und den vielleicht ein oder zwei kleinen Sachen, wo es notwendig ist, dass du als Studie-Ownerin irgendwo intervenierst. Vielleicht hat das auch was gemacht. Agnes: Ja, Follow. Also ich weiß gar nicht, warum ich heute die ganze Zeit Follow sage. Das ist Wort des Tages. Ich habe keine Ahnung, wo das herkommt. I don't know. Ja, also ich fühle mich auf jeden Fall körperlich, wenn ich das so beschreiben müsste, als hätte ich eine Batterie. Fühlt sich meine Batterie oder hat sie sich am Anfang der Woche noch sehr voll angefühlt. Meike: Ich hab das noch nie sagen können vorher. Okay, los geht's. Agnes: Ich merke aber natürlich auch, wie die so ein bisschen runtergeht, weil diese Woche jetzt einfach sehr voll und massiv ist. Und gleichzeitig habe ich aber auch im Urlaub gemerkt, wie unfassbar, unfassbar wichtig das ist. Und das ist natürlich auch total die privilegierte Position, weil nicht jede Person kann Urlaub machen. Auch nicht jede Person in Deutschland kann Urlaub machen. Und ich habe dieser ganzen Urlaubsgeschichte irgendwie nochmal so eine ganz andere, ganz neue Wertschätzung entgegenbringen können oder habe die entdeckt, weil ich habe echt längere Zeit keinen richtigen Urlaub gemacht oder auch nicht so längere Zeit am Stück. Was ich jedes Jahr mache, ist Weihnachten herum, so bisschen Weihnachtsurlaub, wie die allermeisten wahrscheinlich. Und ich habe aber letztes Jahr zum Beispiel keinen anderen Urlaub gemacht. ich merke schon, dass Urlaub richtig, richtig geil ist und richtig wertvoll. Und es gab eine Zeit in meiner Selbstständigkeit, da hab ich das irgendwie gar nicht so gesehen bzw. da hat sich die Frage für mich gar nicht so gestellt. Und ich bin mir sehr sicher, dass das auch viele kennen, weil ich viele auch in dieser Phase beobachte und mitbekomme, wenn eine Selbstständigkeit gerade losgeht und wenn die gerade anfängt, Fahrt aufzunehmen. Und das war bei mir auch so. Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, ich in meinem Corporate-Drop. Und da hatte ich viel mehr Urlaub, lustigerweise. Da hatte ich 30 Tage im Jahr, also sechs Wochen. Plus dann hat man ja auch noch Feiertage und dann hier mal einen Brückentag und dann da mal einen Gleittag. Also da hatte ich auf dem Papier auf jeden Fall und nicht auch nur auf dem Papier, sondern ich hatte da mehr Freizeit. Und ich war in diesem Job aber überhaupt nicht erfüllt. Und ja, wusste da auch ... ab einem bestimmten Zeitpunkt, dass ich daraus möchte, aber wusste auch nicht, wie soll's weitergehen, was kann ich sonst machen. Ich hatte da eine kleine Krise und hab mich so bisschen gefangen gefühlt in diesem Corporate-Job. Weil ich eben gedacht habe, okay, ich hab jetzt das studiert, was ich studiert habe, und ... Mein Job ist mit dem, was ich studiert habe, eigentlich schon die beste Option. Und was soll ich machen? Soll ich jetzt irgendwie nochmal neu studieren? Oder was ist dann irgendwie der nächste Schritt? Und irgendwie hat sich das, ohne dass ich das wollte, mit Yoga so entwickelt. Ich habe ja meine erste Ausbildung gemacht. dieser Annahme von, vielleicht unterrichte ich mal eine Stunde in der Woche. Aber ich habe niemals gedacht, dass ich das mal Vollzeit machen werde. Also never. Und also das war so weit weg von mir, dass das noch nicht mal wie ein Traum war oder dass ich irgendwie gesagt hätte, ich will daraufhin arbeiten. Überhaupt nicht, weil das einfach für mich ungefähr so realistisch war, wie ich arbeite daraufhin zum Mond zu fliegen. Und dann haben sich die Dinge aber doch geschiftet. Und irgendwann habe ich mehr und mehr Klassen unterrichtet und dann habe ich mich irgendwann auch Vollzeit selbstständig gemacht. Und da war ich in so einer Phase, wo ich gedacht habe, boah, das ist das geilste, was es gibt. Und vor allen Dingen nach diesem Kontrast, nach diesem Job, der mich einfach überhaupt nicht erfüllt hat und wo ich einfach Das Gefühl hatte, das passt überhaupt nicht zu mir und ich kann da auch gar nicht so wirken, wie ich bin und mit dem, was mir wichtig ist, hatte ich in der Selbstständigkeit so das Gefühl von, das ist es und it's the best thing. ich hatte das auch bei Instagram schon geteilt. Ich habe so den Satz gelesen von einer Coaching-Person und den habe ich danach auch noch häufiger gelesen. Das ist so ein relativ bekanntes. Meike: Ich ihn auch schon gesagt. Agnes: Du hast ihn auch schon gesagt. Guck mal, bin ich mal gespannt, was du gleich dazu zu erzählen hast. Dieser Satz, möchte ein Leben oder das Ziel ist ein Leben, von dem man keinen Urlaub braucht. Und ich habe das gehört und dachte so, ja, das will ich auch. Das klingt richtig, richtig gut. Und dieses Ding von, muss mehr Urlaub machen oder ich muss mehr Pausen machen, das stand gar nicht zur Debatte, weil ich richtig Bock hatte, richtig viel Energie in meine Selbstständigkeit reinzubutteln. Und ich weiß auch nicht, ob das vielleicht was Spezielles ist im Yoga-Bereich, weil ich habe ja angefangen als Yogaschülerin und Yoga war. lange lange Zeit etwas, was ich in meiner Freizeit mache und was ich mega gerne mache. Und da war dieser Shift von Freizeitbeschäftigung zu das ist jetzt mein Job. Ich würde sagen aus heutiger Perspektive ist mein System da glaube ich nicht so schnell mitgekommen. dieser Shift ist auch, also gerade so im Bereich Yoga und Sematics wird das auch immer etwas sein, was verschwommen bleibt, wir natürlich auch immer SchülerInnen bleiben und weil wir immer auch praktizieren und die eigene Praxis so wichtig ist. ja, ich habe auch nicht so richtig so einen Switch gemacht zwischen in meiner Freizeit mache ich jetzt Yoga und das fand auch meistens abends und am Wochenende statt, zu wann sind denn überhaupt meine wenn ich arbeite. Also ich habe zum Beispiel auch total viel am Wochenende gearbeitet. Ich habe immer samstags und sonntags unterrichtet, hatte manchmal auch noch Workshops, natürlich Fortbildungen, habe auch so Sachen gemacht, dass ich samstags, sonntags Mails beantwortet habe und so. Also das mache ich heute zum Beispiel alles nicht mehr, sondern versuche mich so ein bisschen mehr zu orientieren an einer Struktur, dass natürlich auch nicht immer klappt. in so einer Selbstständigkeit und mit zwei Studios, die fast 365 Tage das Jahr geöffnet haben. ja, mir fiel das wirklich jahrelang auch richtig leicht. Und immer wenn ich nicht gearbeitet habe, war das mehr dann eine Zeit, wo ich selber eine Fortbildung gemacht habe. Und das ist natürlich, wir wissen das und jede Person, zuhört, die schon mal ein Teacher Training gemacht hat, weiß, das ist kein Urlaub. Das ist unter Umständen vielleicht sogar das Gegenteil. Das kann richtig, richtig anstrengend sein mit langen Tagen, mit vielen emotionalen Prozessen, mit viel kognitiven Lernen, mit somatischem, verkörpertem Lernen natürlich auch, was auch ultra anstrengend sein kann. Und Urlaub im Sinne von ausruhen, war so, was ist das? Und es ist auch ein bisschen lustig, weil mein Partner, der hat ja auch einen Corporate-Job, mit dem er happy ist. Und das war auch so eine Zeit, wo er mich dann auch angesprochen hat, immer mal wieder und gesagt hat so, Agnes, wann fahren wir denn wieder mal so richtig in den Urlaub? Und ich war so, keine Ahnung. Meike: Ja. Agnes: Wir waren zusammen auf Fortbildung zum Beispiel auch. ja, aber das ist dann natürlich kein Urlaub. Und was ich gemerkt habe, und das habe ich auch sehr doll im letzten Jahr gemerkt, nachdem ich oder nachdem wir gemeinsam mit allen Leuten, die daran beteiligt sind, Beingspace 2 eröffnet haben vor Ungefähr in einem Jahr, letztes Jahr im August, jetzt sind wir Mitte Juli, also es ist fast genau ein Jahr her, da habe ich dann so bisschen gemerkt, ich kann meine Belastungsgrenze sehen. Ich bin da, also ich habe die noch nicht zerstört, ich habe kein Burnout oder so. Wer sich da irgendwie vielleicht Sorgen macht, also das nicht, aber ich habe die schon geschw... und ich habe die vorher nie gespürt. Was natürlich nicht heißt, dass sie nicht da war, sondern einfach nur, dass ich sie nicht gespürt habe. Und ja, ich bin mittlerweile acht Jahre selbstständig und vielleicht kann man das am Anfang machen und hat am Anfang diese vermeintlich unendliche Energie und hat diese Motivation des Neuanfangs und auch diese Motivation des Shifts vor allen Dingen, wenn man von einem Ort kommt, wo man nicht so gerne war, wo man sich nicht so wohlgefühlt hat. Aber wir können einfach nicht jahrelang immer nur Vollgas geben. Und das ist so ein bisschen mein nächster Schritt oder mein nächster Step, wo ich gerade dran bin, zu gucken, wie ich meine eigene Arbeit, eigenes Business, was ja natürlich auch immer noch total mein Baby ist und mir so sehr am Herzen liegt mit allem, was da dran hängt und alle Menschen, da dranhängen. Das ist mir natürlich so, so, so, wichtig. Und gleichzeitig ist mir aber auch wichtig, da eine Nachhaltigkeit für mich, für meinen Körper, für meine Seele, für meine Beziehungen zu finden. Das ist so. dieses Urlaubslearning, was ich gerade so mitnehme. Meike: Und die Learnings aus acht Jahren Selbstständigkeit. Ja, und du hast ja auch, du hast ja von ein Tagen auf Instagram auch darüber gesprochen. Und du hattest mit mir auch schon geteilt, dass da voll viel Resonanz kam. Also so zu, ich weiß nicht, ob du es so drastisch ausgedrückt hast, aber schon so in die Richtung dieser Satz. Bau dir ein Leben, von dem du dann keinen Urlaub mehr brauchst. Kann halt auch ganz schön gefährlich werden, wenn wir uns dann gar nicht mehr erlauben. Pausen zu machen und uns auszuruhen oder irgendwie da so die Erwartung ist, dass wir das dann wirklich nicht mehr brauchen aka wenn ich merke, dass ich es brauche, die Frage ob jetzt mit mir was nicht stimmt oder ob es dann doch noch nicht mein Traumjob ist oder mein Traumleben oder irgendwie alles was da so mit dazu kommt. Agnes: Ja, total. das ist das eine, dieses Ding von, ich paraphrasiere das mal, Urlaub ist für Schwache. Es geht in so eine Friedrich Merz. Ja, mein Gott. In so eine Richtung geht das und es geht auch so ein bisschen in so eine Glorifizierung von Arbeit und Meike: Zitat von Friedrich Merz, Agnes: Es kann auch in so eine Hustle Culture Richtung sehr schnell abdriften. Und ich finde, das ist auch so ein bisschen, also das verschleiert so, dass jeder Alltag und jeder Job und jede Mission, wenn du das so möchtest, dass es immer auch Anteile gibt, die ätzend sind und die keinen Spaß machen. Und zum einen das und zum anderen, dass auch die Dinge, die Spaß machen, dass die auch Energie kosten. Und wir können nicht einfach permanent nur was rausgeben. Also auch wenn uns das dann gleichzeitig wieder was zurückgibt, wie zum Beispiel Yoga unterrichten, mir gibt das so viel zurück. Ich fühle mich allerallermeistens, ich würde sagen zu 98 Prozent Meike: Yes. Agnes: fühle ich mich nach der unterrichteten Klasse besser als vorher. Und ja, gleichzeitig ist es unsere Energie, unsere Zeit, unser Aufwand, all das. Und das kann man einfach nicht wegdiskutieren oder schmälern. Meike: Ja, voll. Voll. Und ich glaube auch, wie du so sagst, die Gefahr ist halt, dass man mit so einer Hustle-Culture-Mentalität dann da irgendwie auch rangeht und denkt irgendwie, dieser Satz, man hat ein Leben, von dem man keinen Urlaub braucht, lässt alle Grenzen dann so verwischen. Vor allem irgendwie, okay, da muss ich auch am Wochenende E-Mails beantworten und dies und das. Und oft ist es ja so. dass man vielleicht da gelandet ist, bei dir und mir ist es irgendwie auch der Fall gewesen, aus so einem Hustle-Culture-Umfeld in einem Corporate-Job und eigentlich da weg will und dann in was Neues reingeht und manchmal nimmt man halt, ohne das zu wissen, diese Hustle-Culture mit. Also wenn man sich nicht wirklich bewusst hinsetzt und irgendwie das wirklich hinterfragt und sich wirklich überlegt, wie man das aufzieht oder eventuell manchmal auch sich beschäftigt mit Teilen in uns, die sich aber wohlfühlen in der Hasselkultur, weil da sind ja auch alle möglichen Sachen, die auf so einer emotionalen Ebene gechallengt werden. All die Teile in uns, die Angst haben, dass die Finanzen nicht reichen könnten, die unseren Wert definieren über Arbeit. Da gibt es ja so viele Muster, je nachdem, wer wir jetzt sind, die da auch sind. Und wenn wir die und nicht irgendwie angucken, dann stolpern wir in das Neue und nehmen aber so die gleichen Qualitäten von dem Alten da wieder mit rein und sind vielleicht auf einmal in einer neuen Situation und fragen uns, okay, warum fühlt sich das jetzt genauso an wie vorher? Und ich finde es voll schön, dass du jetzt so sprechen kannst aus acht Jahren Selbstständigkeit und diesem Erfahrungsschatz, der da mitkommt, weil ich bin ja ein bisschen ein paar Jahre hinterher sozusagen. Ich habe gerade überlegt, ob ich seit drei oder vier Jahre selbstständig bin, ich bin mir nicht ganz sicher, aber auf jeden Fall seit zweieinhalb ungefähr in Vollzeit. selbst da ist schon so voll der Lernprozess gewesen. Und ich sehe es dann auch immer mal wieder. Letzte Woche habe ich mit einer Freundin gesprochen, die sich jetzt vor kurzem gerade selbstständig gemacht hat und die dann irgendwie zu mir Ich habe ihr so erzählt, was gerade bei mir los ist und dann hat sie gesagt, ja, sie hat auch gerade viele Anfragen und das freut sie total, aber die muss man ja dann alle annehmen und die muss man dann ja alle unterkriegen und dann muss man halt vielleicht am Wochenende arbeiten, weil man muss ja irgendwie froh sein, wenn irgendwie was reinkommt. Und dann habe ich so voll mich selbst da drin gesehen vor ein paar Jahren, wo ich irgendwie auch so dachte, ja klar. Da ist so eine Angst, passiert, wenn ich irgendwas absage, dass vielleicht nie wieder was an diesem Platz tritt. Also pack ich irgendwie alles in meinen Kalender rein, obwohl es gar nicht passt. Und da bin auch ich inzwischen schon ganz anders unterwegs. Also ich würde sagen, so beim Thema an Wochenenden und gerade auf Instagram, weil sich da irgendwie auch so Business und Privates manchmal irgendwie überlappt. Ich möchte mal nicht die Beste, da irgendwie am Wochenende nicht präsent zu sein und irgendwas zu machen. Aber ich habe schon auch Strukturen geschaffen. Zum Beispiel, dass meine Coachings nicht montags und nicht freitags stattfinden. Weil freitags ein Tag ist, wo ich viel unterrichte und montags ein Tag, der immer so ein Ausgleich ist zu ... wenn ich am Wochenende arbeite, was ich manchmal ja auch tue. Und das ist schon was, das ist jetzt nicht das Thema Urlaub per se, aber das ist auch das Thema Struktur und Form und Räume schaffen, wo man sich in einem Alltag auch ausruhen kann, was ich am Anfang halt nicht gemacht habe. Und es ist ganz großer Unterschied, wie sich das jetzt anfühlt. Und der Heilige Montag. Ja, und gleichzeitig Agnes: Der heilige Montag. Meike: Ich würde immer noch voll hinter diesem Satz stehen in gewisser Form. And hear me out, weil ich glaube, so wie bei jedem Thema ist halt Nuance oder was bedeutet sowas eigentlich für einen total wichtig. Beziehungsweise ich finde, der Satz sagt ja auch überhaupt nicht aus, dass man keinen Urlaub machen darf oder sollte oder sowas. Sondern was der Satz in mir so krass anspricht, der Kontrast zu meinem früheren Leben, die sechs Jahre, wo ich in der Unternehmensberatung gearbeitet habe und so ehrlich gesagt so eine Haltung wie ja auch viele Menschen ihr Leben leben. dass wir eventuell in Jobs sind und Jobs machen, die uns eigentlich gar nicht so sehr gefallen und es irgendwie so ein Tausch ist von Zeit gegen unsere Zeit eintauschen, dagegen dort präsent sein und dort arbeiten und so was. Und es ist jetzt natürlich auch wieder so eine sehr privilegierte Sicht. Es ist sehr notwendig und auch gar nicht so leicht darüber, nur aus hier zu sprechen, weil überhaupt diese ganzen Themen, die wir heute besprechen, lassen sich nur aus einer recht privilegierten Position wo das überhaupt möglich ist, sowas zu wählen, wo das überhaupt möglich ist, Urlaub zu machen, wo diese Wahl irgendwie so frei da ist. Und ich habe gleichzeitig aber sehr lange einfach so das Gefühl gehabt, das ist, wie man das Leben macht. dass man einen Job macht, in dem man sich, also in dem man sich irgendwie nicht richtig fühlt. Irgendwie merkt man, ich passe hier nicht so richtig hin. Und dann hasselt man da so durch bis ... ein Wochenendetag kommt oder bis der nächste Urlaub kommt oder bis dieses nächste Zeitfenster kommt, wo man das dann nicht mehr machen muss und lebt irgendwie so sein Leben. Und das klingt jetzt voll drastisch, aber es gab wirklich einen Zeitpunkt, wo ich dachte, man hat da keine Wahl. Die ganze Welt und das ganze Leben funktioniert ausschließlich so. Ja, und ich habe ja irgendwie auch mit der Unternehmensberatung da in so einem Feld gearbeitet. Agnes: Das dachte ich auch mal, genauso, ja. Meike: wo man viel Geld verdienen kann, wo man auch recht früh irgendwie viel Geld verdient und dann so voll schnell reinfällt in diese Falle von, naja, okay, dann ich kann ja jetzt noch mehr Geld verdienen, also muss ich ja jetzt noch mehr Geld verdienen, also steige ich irgendwie jetzt auf die nächste Stufe auf, muss aber irgendwie eigentlich noch mehr von mir geben, was ich eigentlich gar nicht geben will. Und irgendwie so... Ja, es war irgendwie so ein Gefühl wie, als findet das Leben immer nur statt, nur statt in diesen Pausen zwischen der Arbeit, die eigentlich nicht so 100 Prozent sich nach mir selbst anfühlt und deswegen dieser Spruch von einem Leben, von dem man nicht mehr Urlaub braucht, da meine ich diese Art von Urlaub. Und wenn wir das jetzt so, wenn wir somatische Prinzipien hier mit reinbringen wollen, weil es heute ja viel so die Rahmenbedingungen unserer Arbeit gibt und gar nicht so inhaltlich. Aber wenn wir an yielding und collapsing denken, dann war eigentlich das so ein bisschen das, da an yielding, propping und collapsing war quasi Da so dieses Gefühl von... Okay, ich bin hier die ganze Zeit in einem Umfeld, was mir irgendwie nicht so gefällt. Ich sperre mich die ganze Zeit gegen das, da ist. Und dann die einzige Möglichkeit, habe, mich auszuruhen, ist dann quasi völlig zu kollabieren, mich irgendwie so völlig fallen zu lassen. Aber in einer Art und Weise, die auch nicht ausruhend oder irgendwie... ...Resourcen sich angefühlt hat. Und dann irgendwann so zu verstehen, ach so... krass, ich kann was aufgeben von dem Geld, was man verdienen kann. Das muss man fairerweise auch sagen. Ich verdiene auf jeden Fall weniger, als ich früher an der Unternehmensratung verdient habe. I'm totally fine with it. Und ich kann das Leben ein bisschen anders organisieren. Ich muss es nicht so machen und das kann irgendwo auf einem ausgeglicheneren Level passieren, ich nicht die ganze Zeit irgendwas mache, was ich machen muss, weil ich Geld verdienen muss und dann kollabiere ich total. Sondern ich kann auch was machen, was mir mehr entspricht. Und dann ist so diese Notwendigkeit nach, endlich kommt davon mal diese Pause nicht so drastisch in dieser Essenz. Und dazu sollte man vielleicht sagen, ich habe in meinem vorherigen Leben teilweise 14 Stunden am Tag gearbeitet. Also ich war nicht mal 8 Stunden zu Hause, ich habe auch nicht 8 Stunden geschlafen, obvielse. Ich habe auch an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet. Ich habe in einem krass aggressiven Umfeld gearbeitet. Und ich arbeite jetzt weniger als vorher. jeden Fall. habe auch in meinem Alltag außerhalb von Urlaubsmeer Zeit, die ich frei einteilen kann, als es früher war. Der Kontrast ist halt dann auch sehr stark. Agnes: Ja, danke fürs Teilen. Und es ist auch krass, da so eine Maschinerie entstehen kann oder wie da so eine Dynamik entstehen kann, obwohl man das gar nicht möchte. Aus diesem Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten. Es ist... Also was mir jetzt gerade auch noch so kommt, ist meine Geschichte ist ein bisschen anders. Deswegen haben wir vielleicht auch einen unterschiedlichen Blick da drauf. Bei mir war es gar nicht so, dass ich zeitlich so viel gearbeitet habe. Ich hatte einen normalen 40-Stunden-Job und als Projektmanagerin und hab den auch irgendwann dann auf 32 Stunden nach unten gesetzt. wenn du so willst, ist es ja die Hälfte von dem, was du da in deiner Unternehmensberatung gemacht hast, damit ich einfach mehr Yoga unterrichten kann. Also bevor ich dann in die Vollzeit-Selbstständigkeit gegangen bin. Und bei mir war es gar nicht so, dass ich so zeitlich überarbeitet war und ich hatte auch ein nettes Team und alles. Aber ich habe mich da einfach inhaltlich gar nicht gesehen. Also es war einfach gar nicht meine Stelle. Und bei mir ist es so, dass ich jetzt mehr arbeite als in dem Job. Was aber auch auch okay ist und was ich aber auch sagen möchte ist, dass dass vielleicht auch gar nicht für alle das Ziel ist. ist, selbstständig sein hat Vorteile, aber es hat auch echt, echt voll die Nachteile. Also bei mir war es so und das ist, ich, bei dir auch anders gewesen, Michael. Bei mir war es so, wenn mein Arbeitstag vorbei war, war der vorbei und ich habe meinen Computer ausgemacht und ich habe einfach gar nicht mehr darüber nachgedacht. Ich bin nach Hause gefahren und habe dann meine Freizeitsachen gemacht. Und musste mir keine Sorgen so Sachen machen wie, Gott, wie viele Leute kommen jetzt zur Klasse oder wer macht die Krankheitsvertretung oder all diese Dinge, die jetzt eine Rolle spielen in meinem Leben, die waren nicht da. Und das ist natürlich auch richtig geil. Und das ist jetzt so anders, weil... Meike: Ja. Agnes: Ich kann natürlich meine Gedanken nicht kontrollieren und es kann auch sein, ich habe den schönen Begriff Stresslexen gehört, es kann auch sein, dass ich in meinem Bademantel im Spa liege und meine Gedanken meine Arbeit kreisen. Solche, also das war jetzt... Meike: Haha, Agnes: weil es bisschen überspitzt formuliert oder ein Beispiel, aber solche Situationen passieren in meinem Leben. Und früher sind die einfach gar nicht passiert. es ist aber auch leider so oder was heißt leider? Vielleicht streichen wir das leider, aber je wichtiger uns eine Sache wird, desto einnehmbar kann sie auch werden. Und ich kann einfach nicht mehr. nicht mehr irgendwas an der Türschwelle abgeben, sondern das ist einfach immer da. das ist Fluch und Segen dieser Ganzheitlichkeit oder Einheitlichkeit oder diesem, ja, ich bin immer die gleiche Person. Ich bin privat und wenn ich unterrichte, immer die gleiche Person. Und wenn ich über diese Sachen nachdenke, ich bin immer die gleiche Person. Und man könnte sagen, hey cool, dass du keine Rolle spielen musst. Ich muss in meinem früheren Beruf auf jeden Fall eine Rolle spielen. Und das bedeutet aber auch, dass ich die Nachteile dieser Rolle auch nicht ablegen kann, wie diese Rolle. Meike: Ja, und diese Grenzen zu finden oder zu setzen, schwierig und das kann man auch auf jeden Fall anerkennen. wenn wir dann so ganz leidenschaftlich sind für so ein Thema, es ist ja eben nicht, dass irgendjemand sagt zu dir, ja Agnes, du musst dich jetzt hinsetzen am Wochenende und deine E-Mails beantworten oder so. Außer die Menschen, die dir eine E-Mail geschrieben haben, kriegt das ja keiner mit, ist kein Chef, keine Chefin, nichts irgendwie so oben drüber. was es kontrolliert oder dir sagt, dass du das tun musst. Sondern das kommt, also bei mir selbst kenne ich das auch, kommt das manchmal einfach dann sehr aus dem eigenen Enthusiasmus. Natürlich habe ich mal abends Mitternacht noch eine E-Mail beantwortet von einer Anfrage, weil ich so excited war zu dieser Anfrage und nicht gut bin. Da war ich mal echt auch nicht so gut, mich zurückzuhalten. Und das ist natürlich nicht also ja, in der Hassel-Culture, die glorifiziert wird in unserer Kultur, könnte man da vielleicht drauf gucken und boah toll, wie leidenschaftlich du bist und toll, dass du dich da so reinhängst, wir brauchen es auch nicht glorifizieren und das ist eigentlich in dem Moment einen Mangel an Grenzen, die ich in der Lage bin zu setzen für mich selber. Und natürlich ist da Leidenschaft und natürlich erdet alles drum herum, aber eigentlich ist das nicht so... Gut und da dürfen wir klar sein und das finde ich schön, dass du da auch so klar bist jetzt dieses Thema Urlaub drum herum. Halt nicht zu sagen, dass alles sind nur gute Dinge, sondern die sind nicht unbedingt gut und wie du auch gesagt hast, das spricht auch voll was in mir an, was ich nicht kannte aus meinem Job vorher, wenn einem das so sehr am Herzen liegt und wenn man auch selber so authentisch nicht die Rolle spielend irgendwie rausgeht in die Welt, ist man emotional anders empfindlich, also das ist meine Erfahrung, als ich das vorher war. Also mir machen Sachen teilweise ganz doll was aus oder Dinge bewegen mich oder manchmal auch Absagen oder Rückweisungen oder irgendwie Also das ist eine Achterbahn von Gefühlen, die ich nicht kannte aus meinem Job, vorher der mir nicht so sehr am Herzen lag, mit dem ich zwar extrem viel Zeit verbracht habe, doch irgendwo auch diese Zeit eher so runtergerockt habe. Und irgendwie dann jetzt zu merken, ok krass und dann passiert das und dann sagt die Person das und irgendwie alles macht viel mit mir. Das braucht schon dann auch viel Zuwendung immer. Und darauf war ich überhaupt nicht gefasst, als ich mich selbstständig gemacht habe, dass das alles irgendwie so kommt. Agnes: Gott, das kenne ich auch. Ich glaube, das kennt jede Person oder fast jede Person, die in diesem Bereich arbeitet. Und ich frage mich, ob das jemals aufhört. aus meiner Erfahrung, ich kann sagen, es wird ein bisschen besser. Also ich kann mich auf jeden Fall besser abgrenzen von Zurückweisung oder von Meike: Ich hab's fest in der Nis. Mmh. Agnes: Ich nenne es jetzt mal Feedback, was ich nicht berechtigt finde. Also konstruktives Feedback immer sehr, sehr, sehr gerne. Aber manchmal denke ich auch, keine Ahnung. Und dann kann ich das auch abhaken. Aber das ist natürlich nicht immer der Fall. Manchmal greift uns das persönlich irgendwie an, auch wenn es eine Kleinigkeit manchmal ist. Das kenne ich auch. Meike: Hehehehehe Agnes: Ich finde auch voll spannend, was du gerade gesagt hast. Grenzen sind voll das wichtige Wort oder das wichtige Konzept. Es gibt dann so äußere Grenzen, nenne ich das jetzt mal so wie Kommunikationszeiten oder auch vielleicht eine Telefonnummer, die man nicht allen Leuten gibt. Öffnungszeiten, das ist so eine äußere Grenze. Da finde ich es gar nicht so Wer da relativ klar zu sein, also das kann man ja alles festlegen. Boah, aber diese eigenen inneren Grenzen, wie du sagst, dass du im Mitternacht diese Mail noch unbedingt beantworten wolltest. Ich kenne das auch so gut durch diesen Enthusiasmus, wie du gesagt hast. Und da frage ich mich auch, was gibt es denn da für eine Lösung? ich könnte mir vorstellen, und das musst du mir jetzt sagen, ob du es anders siehst. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es dich mehr Energie gekostet hätte, diese Mail nicht zu beantworten. Weil dann hätte sich das angefühlt wie so ein kochender Kochtopf, so ein blubbernder Kochtopf, der so bebet und du versuchst mit aller Gewalt, den Deckel drauf zu halten, weil der darf jetzt nicht geöffnet werden. Und gut, dann hast du den halt Mitternacht geöffnet. dann war da auch ein Haken dran, oder? Meike: Ja, ja, Also auf jeden Fall, das ist ein bisschen das Problem, dass man sich irgendwie nicht den Sachen zuwenden und mental dann war man die trotzdem weiter rum. Und ich glaube, das ist so pauschal nicht so leicht zu beantworten, was man damit machen kann. Also, das ist, ich, sehr individuell zu gucken, was ist denn da los, dass man da nicht die Finger von lassen kann. Spricht die Coaching aus mir, aber ja, ist das. Aber, und das habe ich jetzt in letzter Zeit auch mehr ausprobiert, diese äußeren Grenzen mir zu versuchen, selbst innerlich zu setzen und einfach eine, also es klingt jetzt richtig einfach, aber da startet es ja schon oft, mir wirklich die Intention zu setzen, die Sachen am Wochenende liegen zu lassen. Also nicht ins Wochenende dann reinzugehen, eine E-Mail zu bekommen und mir dann erst überlegen zu müssen, was mache ich damit, sondern mir ganz bewusst am Freitag entschieden zu haben. Alles, was da jetzt in irgendeiner Form kommt, beantworte ich am Montag. Ich habe am Montag auch ein Zeithönster eingeplant. Da habe ich auch keine Coachings und habe Zeit, mich dann mit den Themen zu beschäftigen. Und da wird es beantwortet und mich ein bisschen zu zwingen, das dann auch zu lassen. Und das hat schon echt voll gut geholfen. Und diese Intention muss natürlich immer wiederholt werden und an jedem Wochenende sich dran erinnert werden. Ja, ist nicht einfach. Ja, ich weiß, das hilft jetzt nicht, ne? Agnes: Schön, dass das für dich klappt, Also ich kann sagen, für mich klappen solche Sachen nicht. Aber was für mich ganz gut klappt, ist diese äußeren Grenzen auch an mir selber anzuwenden. Also zum Beispiel zwei Handys zu haben. Auf dem einen sind die Business-Sachen drauf, auf dem anderen die privaten Sachen. Und das Business-Handy wird nicht angefasst am Wochenende. Meike: ... und Agnes: Ich habe noch keine gute Lösung mit meinem Laptop, weil auf meinem Mailprogramm sind all meine sieben unterschiedlichen E-Mail-Adressen, die privaten und die beruflichen. Und ich versuche dann auch immer, das E-Mail-Programm auszulassen am Wochenende. Aber manchmal braucht man dann doch irgendwie ein Passwort oder so für einen privaten Zweck und dann... Meike: Mh. Agnes: mache ich es an und dann fliegt mir da irgendwas entgegen, was ich eigentlich nicht sehen wollte. dann ist bei mir so wie mein Gehirn und mein Denken funktioniert, ist das Kind dann in den Brunnen gefallen. Meike: Ja, aber voll smart dafür zu sorgen, dass du diese Sachen gar nicht erst siehst mit deinem Privat- und Business-Handy. Also, schon vorweg zu nehmen, dann gar nicht da innerlich Nein sagen zu müssen, sondern ein Handy, ausbleiben kann und wo nichts in deinen Radar von Aufmerksamkeit irgendwie reinflattern kann. Ich dachte gerade, vielleicht könntest du ja, falls du eine Person bist, die sich irgendwie damit anfreunden kann, E-Mails auch auf einem Handy zu bearbeiten oder zu lesen oder sowas, könntest du nur die privaten Mail-Adressen auf dem Handy einbetten im Programm und dann du schon gar... Und wenn du dann was brauchst am Wochenende, dich zwingen dann nur da nachzugucken statt auf dem Laptop, maybe. Agnes: Hey, das hab ich sogar. Ja, das ist eigentlich schon eine ganz gute Idee. Ich hab letztens so ein Meme gesehen. Wenn Millennials irgendwas Ernsthaftes machen, eine Bestellung, bestellen sie die am Laptop und nicht am Handy. Meike: Ein Flug buchen. Wer bucht einen Flug am Handy? Flug buchen ist eine Laptop Aufgabe. 100 % I can't. Agnes: Auf gar keinen Fall. Ja. So was von... Ja genau, so was. Deswegen passieren dann manchmal solche Dinge am Wochenende. Meike: Ja, fühle ich zu 100 Prozent. Agnes: Hahaha Ja, ich hab da auch keine gute Lösung. Also wenn ihr Zuhörenden, die es bisher geschafft haben, Tipps habt für eine gute, balancierte, nachhaltige, self-sustaining Selbständigkeit, schickt sie uns. Bitte, bitte schickt sie uns. Meike: Ja. Es ist schon Zeit für unser Sommer-Sommerarum. Agnes: Ich glaube schon. Meike: Ich auch. Ich kann ja einfach mal loslegen, mir liegt was auf der Zunge, dann kannst du noch ergänzen. Ich glaube... Nee, warte. Agnes: Bitte. Meike: Ich glaube, das Wichtigste, so mal so mal rum, für den heutigen Tag, ist eigentlich eine Sache, du gesagt hast, dass wir einfach anerkennen dürfen, dass auch Dinge, die uns Spaß machen, anstrengend sind. Und dass egal, wie spaßig unser Privatleben oder auch unser berufliches Leben ist, dass es nicht wegnimmt, dass wir auch Erholung brauchen und dass wir Erholung verdienen und die uns einräumen können, wenn wir sie uns dann einräumen können. Und dass wir ein bisschen immer wieder hinterfragen dürfen, wo haben wir diesen Hassle Culture Mindset und glorifizieren wir einfach auch unseren Einsatz, unser Fehlen von Grenzen, unser über den Körper hinweggehen und irgendwie zu viel tun. Und auch Das finde ich auch ganz wichtig, was du schon so benannt hast. Selbstständigkeit ist nicht das Non plus Ultra, das bessere, das richtige. Auch wenn ich es nicht wieder eintauschen wollen würde, für mich ganz persönlich, aber wir sind unterschiedliche Menschen, wir haben unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten und Skills, aber wirklich auch auf der Ebene von Bedürfnissen kann es einfach für eine Person auch nicht das Richtige sein. Und das ist vollkommen okay. Wir müssen nicht alle auf einmal selbstständig sein und nur dann ist es gut oder so. Und dieses ganze Thema von wir brauchen auch Ruhe und Erholung etc. gilt natürlich in einem angestellten Verhältnis ganz genauso. Also auch da dürfen wir irgendwie dafür sorgen. Vielleicht auch außerhalb von 30 Tagen Urlaub, die wir haben in einem Unternehmen. Wie kann man vielleicht andersrum da in einem Alltag auch integrieren, dass wir nicht so diese langen Durststrecken haben und dann in den Urlaub fallen, sondern vielleicht auch irgendwie im Alltag was anders sein kann. Dass wir nicht komplett ausgelaugt im Urlaub ankommen und den dann vielleicht sogar auch genießen können. Und da muss ich irgendwie auch voll daran denken, was du mir neulich erzählt hast von deinem Bildungsurlaub, den du im Herbst hast im Being Space. Klingt wie so eine Werbung, aber ich mein's total ernst. Kannst gleich noch selber was dazu sagen, wenn du magst. Aber da hast du mir erzählt, dass es da sehr viel geht das Thema Stress. Und eben nicht nur das Thema Bewältigung von Stress etc., sondern auch dieses Anerkennen, dass es manchmal äußere Umstände und Rahmenbedingungen gibt. die es zu verändern gilt, statt auszuharen und nochmal zehn Breathwork-Sessions zu buchen in irgendeiner Situation, die voll viel Stress auslöst. Und das hat voll was angeschlagen in mir, wie du das geteilt hast. Agnes: Ich danke so für das Erwähnen. Ja, es ist so bisschen... Ich freue mich sehr auf den Bildungsurlaub. Der findet im Oktober statt und der ist schon ausgebucht. Und es gibt aber noch mal eine Runde im Dezember. Da haben wir noch Plätze. Und der ist für alle Arbeitnehmenden in Hamburg. Sorry, ist Bundesland exklusiv. Das ist das Ding bei Bildungsurlaub. Bayern hat gar keinen Bildungsurlaub. Meike: Nope. Agnes: Nope. Aber genau in Hamburg haben wir den. Ich will da gar nicht so viel über die Formalitäten erzählen, sondern das findet ihr auch alles auf der Website. Aber was interessant ist zu betrachten ist, wir haben alle Stress und das ist auch normal und wir haben auch eine gewisse Resilienz. Und wenn du so möchtest, Der Stress ist wie der Regen, vom Himmel kommt und es kann ganz doll regnen oder es kann ein bisschen regnen. Und die Resilienz ist wie unser Regenmanfell, also das, uns schützt, was uns widerständig macht. Und wir können nichts an dem normalen Regen ändern, aber wir können ein bisschen was an diesem Stressregen eventuell ändern. Und wir können unseren Regenmanfell auch stärken. so bisschen schauen, an welcher Stelle kann ich ansetzen. Stress hat auch immer unfassbar viel mit unserer eigenen Bewertung zu tun. Da geht es dann auch wieder diese inneren Grenzen und Perspektiven, die wir schiften können. Da freue ich mich richtig doll drauf. Und ja. an das Summa summarum auch nochmal eine kleine Sache anzuschließen. Wir haben ja so ein bisschen darüber gesprochen, ja Selbstständigkeit und für Meike und für mich. Wir haben da auf jeden Fall etwas gefunden, was so unserer Leidenschaft entspricht oder unserem intrinsischen Interesse. Und das hast du gerade schon so wunderbar gesagt, Meike, dass es gar nicht darum geht, Selbstständigkeit irgendwie zu glorifizieren, sondern ist es auch voll okay und unter manchen Umständen auch gesünder und nachhaltiger, wenn einfach ein Job ein Job ist. Ja, also das dürfen wir da auch manchmal ganz nüchtern betrachten und wie du schon gesagt hast, schauen, was sind die Bedürfnisse, was ist mein Flavor und wie kann ich in dieser Welt gut sein. Und wir haben auch über diese Rollen gesprochen, die wir unter Umständen an und wieder ausziehen können. Vielleicht können wir die auch nicht ausziehen. Und ultimativ kannst du nicht alles ausziehen. Du kannst vielleicht noch ein Kostüm ausziehen, aber du kannst nicht dein Körper und dein Nervensystem ausziehen. Sondern es ist immer da, egal ob du selbstständig bist, egal ob du angestellt bist, ob du in deiner Freizeit bist, ob du dich wohlfühlst in deinem Job, ob du dich nicht wohlfühlst. Und da lohnt es sich immer individuell zu schauen, wie ist der Mensch, wie ist so diese Textur des Du-Seins am besten unterstützt. Meike: Wunderschön gesagt. Ich unterschreibe alles was du sagst. Sehr schön, dann haben wir das geklärt. Agnes: unterschreibe alles was du sagst. Meike: Danke dir, diese schöne Folge und deine Perspektive. Danke allen Menschen, zuhören, von denen wir jetzt auch ein bisschen wissen, schon wer ihr seid. Aber wir hören uns nächste Woche. Nächsten Donnerstag gibt's die nächste Folge. Agnes: Yay! Geili! Danke Maike! Danke alle! Danke liebe Somis! Meike: Danke Universum! Ciao! Agnes: Danke, Jesus! Okay, wir hören jetzt auf. Tschüssi!