Alexander Stade: Ja, hi zusammen. Ich bin Alex. Ich bin der Kenneth. Wir sind die, ja, beiden Vorsitzenden von PULS Founders. Wir freuen uns natürlich heute bei der ersten Session hier bei uns in Hamburg, den Gordon mit am Start zu haben. Grundsätzlich wird wahrscheinlich jeder, der hier teilnimmt, unsere Sessions kennen. Da geht es natürlich darum, PULS so ein bisschen jedem Gründer, jedem Unternehmer in der jeweiligen Phase Entwicklung quasi aufzunehmen. Und heute fangen wir an mit der ersten Session, wo es bisschen darum geht, was heißt Gründung eigentlich, welche Merkmale findet man ganz am Anfang der Gründung, in der Regel immer wieder, und welche Grundsteine muss man dafür legen. Von daher Gordon, der Ball liegt bei dir. Wäre schön, wenn du dich da kurz vorstellen könntest und grundsätzlich so bisschen was zu dir erzählen kannst. Gordon Gemein: Ja klar, sehr gerne. Besten Dank, dass ich heute hier den Aufschlag habe vom Pulse Founder Network. Das ist eine ganz tolle Sache, dass wir hier gerade die Gründungswelt in Deutschland versuchen zu revolutionieren. Und besten Dank, Alex, die tolle Einladung. Ich sag auch gleich was zu mir, aber heute wird es auf jeden Fall spannend. Wir haben ja einige Themen vor uns. Von der Geschäftsidee zum Geschäftsmodell, Businessplanstrukturierung, Fördermittel mit Gründungszuschuss und Die häufigsten Gründerfehler vermeiden also unheimlich viel Content heute, der auf uns zukommt. Ich hoffe, ich kriege das alles durch. der Tiefe, ich meine, wir haben keine drei Jahre für ein BWL-Studium. Ich hoffe, ihr seht mir das nach, wenn ich vielleicht nicht alles in jeglicher Tiefe erklären kann. Aber ich versuche mal, das eine oder andere anzuschubsen. Aber erst mal ein bisschen was zu mir. Alex hat das eben schon gesagt. Ich soll mich vielleicht mal vorstellen, damit ihr wisst, wer hier etwas fair spricht. Ich bin der Gordon Gemeinden von der Deutschen Gründungsberatung. Alexander Stade: Vielen Dank. Gordon Gemein: Warum kann ich hier irgendetwas versprechen? habe für mich selber gemerkt, Gründung Unternehmertum, das ist eine Vision, das macht aus Leuten etwas anderes. Also ich bin selber in der Unternehmerfamilie aufgewachsen. Wenn ich länger aufbleiben wollte, dann habe ich mit meinem Vater verhandelt, haben wir ein Geschäft gemacht. Haben wir gesagt, okay, wenn du das und das machst, darfst du jetzt noch eine halbe Stunde länger aufbleiben. So fing das mit vier Jahren an. Alexander Stade: Ich schon einen neuen Vater von mir. Das passt aus. gerade so. Ich glaube, das wird viele Jahre lang. Ich mache jetzt einen Vorgang. Das ist sehr egal. Ich bin gespannt, was mache. Ich gespannt, was ich Ich bin was ich Gordon Gemein: Später mit Vereinsgründungen und auch immer im Bereich Marketing, Business Development gearbeitet, dass ich dann 2018 mich selbstständig gemacht habe. Und seitdem merke ich täglich, was es bedeutet für einen Menschen, sich von einem Angestellten zu einem Selbstständigen zu entwickeln, der ein ganz anderes Mindset hat, der sehr viel mehr sinnhaft ist, arbeitet, der einfach sich selber verwirklicht und Mehrwerte produziert. Also das ist meine Vision, darum freue ich mich heute auch mit dabei zu sein. Nebenbei auch noch kaufmännische Ausbildung, Diplomkaufmann, MBA, internationale Managementerfahrung und ja jetzt auch schon seit 2018 mit der deutschen Gründungsberatung ganz selbstständig. Ja, so viel zu mir, aber das ist ja gar nicht so das wesentlich Spannendste. Wir fangen jetzt einmal direkt an gehen wir also direkt mal bei dem Deep Dive rein, damit man mal so ein bisschen Motivation an der ganzen Sache hat. Stupsen wir mal eine Sache an. Wie sieht das denn eigentlich so aus in der deutschen Gründer-Community? Und da können wir tatsächlich auf jahrelange Zahlen von der KfW vom Gründer-Monitor zurückgreifen. Und der sagt, jedes Jahr gehen etwa 100.000 Unternehmen wieder vom Markt. Das sind in etwa über vier Jahre verteilt 40 Prozent der Gründer, samtheitlich. Also wir haben in Deutschland so aktuell 200.000 Vollzeitgründungen, plus minus 4 bis 500.000 Gründungen, insgesamt sehr viele Nebenerwerbsgründungen. Also viele Leute schaffen es nicht. Und alle reden über die Startups. Ja, es ist ein tolles Ding, so ein Startup dabei zu haben. Es ist aber nur ein ganz kleiner Teil von der Gründer-Community. etwa ein Prozent, aber die, halten es kaum durch die vier Jahre, da gehen 90 Prozent wieder vom jeweiligen Markt runter. Was sind so die wesentlichen Punkte dabei, wo wir auch versuchen gleich mal tiefer reinzugehen? Übereilte Gründung, unklare Positionierung, Geschäftskonzept ist nicht ganz so klar, mangelhafte Kundenakquise, gerade bei Gründern möge das gleiche, man beschäftigt sich mit Visitenkarten, Logo und allem drum und dran. Kunden hat man noch gar nicht besprochen. Das ist ein großes Problem. Dann keine Liquidität und nach vier Jahren oder nach drei Jahren kommt dann plötzlich der Steuerhammer auf einen zu. Ich jetzt nicht vertieft reingehen, googelt es mal, ist eine spannende Sache. In Deutschland sind übrigens alle Unternehmen insgesamt so in etwa neun Jahre am Markt. Das heißt, kaum ein Unternehmen ist, also die meisten Unternehmen sind halt nicht älter. Kaum ein Unternehmen schafft es über die 100 Jahre, jedes dritte Mädchen kann man sagen, die jetzt geboren wird, die schafft die 100 Jahre. Bei Unternehmen sind es nur in etwa 2%. Damit man immer so ein paar Sachen drin hat und sagt, wie wäre es denn eigentlich, wenn wir zu den 60 % der Gründungen gehören, die dazu gehören, dass sie überleben. Wie kriegen wir das hin? Da nochmal eine interessante Sache, nämlich viele Gründer kommen Insbesondere bei uns in die Gründungsberatung mit der Situation ich weiß eigentlich alles oder wir sprechen die Leute an ich habe da nur mal eine kurze Frage da gibt es witzigerweise tatsächlich ein Effekt zu der wissenschaftlich untersucht wird der dann in Kruger Effekt sehr spannend hier mal so ein bisschen provokant dargestellt mit am Anfang wenn man sich mit wissen zu bompt dann ist man relativ schnell auf dem Punkt, dass man weiß, ich weiß alles, ich hab jetzt hier eine Ahnung, ich kann damit arbeiten. Das nennt man in der Situation tatsächlich Peep of Mouth Stupid. Vielleicht selber schon mal gehört an der Stelle, dass man Leute kennenlernt, die sich kurz mit etwas auseinandergesetzt haben, direkt meinen, die können das. Interessanterweise, wenn man dann etwas länger damit sich beschäftigt, merkt... man, was man alles gar nicht kann. Und danach geht dann auch wieder dieses Selbstvertrauen ein bisschen nach unten. Das baut man mit der Zeit dann wieder auf. Und das ist halt so eine interessante Sache, die wir auch regelmäßig bei den Gründern hören. Die haben eine kurze Frage, kommt zu uns, wir sagen, ja, müssen wir komplett ausarbeiten, dann sagen, die brauchen wir gar nicht. Und wenn wir dann nach ein, zwei Jahren mit den jeweiligen Unternehmern sprechen, die wir aufgebaut haben oder die vielleicht gar nicht in der Gründungsberatung waren, die sagen dann, hätte ich das mal gemacht, hätte ich mich mal mehr mit beschäftigt. Also geht immer davon aus, der Teil, den ihr nicht wisst, ist maximal größer als der, den ihr schon wisst. Ihr braucht immer eine richtige Zeit, ⁓ da reinzukommen. Und das ist ganz, ganz entscheidend. Und da bringe ich euch mal ein Beispiel mit jetzt von unseren Gründern. Das ist Benny Höne, der hat ArtJunk aufgebaut, eine Plattform, die Kunst- und Kulturveranstaltungen anbietet. Er hat in dem Bereich lange Jahre gearbeitet, hat da viele Kontakte aufgebaut, bringt unheimlich viel Motivation mit und hat sich dann nachher mit der Plattform selbstständig gemacht. Hat da auch mit uns sehr viel dran gearbeitet, lange Jahre Fördermittel auch jetzt da beantragen bezogen. Und was waren da jetzt die wesentlichen Punkte, wo ich auch gleich darauf eingehe? Fähigkeiten. hat in dem Bereich Kunst studiert. Er hat da drin lange gearbeitet. Kontakte. Deutschlandweit hat er Kontakte aufgebaut und auch ja so ein bisschen als Influencer aktiv mit 2000 Followern. Bestimmt nicht der Top Influencer, aber schon etwas über den typischen Familie- und Freundeskreis hinaus. Und dann Motivation. Das ist sein Thema. Da hat er Spaß dran. Ich habe übrigens bei allen Sachen immer unten so ein Mini Call to Action rein gebaut. Den nehmt ihr mal mit. Den schreibt er euch auf und dann habt ihr auch am Ende noch einen größeren Mehrwert, weil er dann schon eine Hattungsempfehlung mitnimmt. Also bei der Stelle wäre es jetzt zum Beispiel, wenn ihr schon euer Geschäftskonzept kennt oder Idee zumindestens, schreibt doch mal auf, wie sieht meine Zielgruppe genau aus? Wie sieht man die Problemstellung genau aus, die ich bei dieser Zielgruppe lösen möchte? Und was ist das genaue Angebot? Und passt das denn eigentlich ganz konkret zusammen? Ja. Jetzt ist es aber oft so, viele Leute haben unheimlich viele Ideen und wissen noch gar nicht genau, wo ist eigentlich jetzt meine Geschäftsidee, was soll ich alles machen, wie entscheide ich das. Da nutzen wir immer die KFM Matrix und ich zeige euch mal, wie das so etwas geht. Erstmal von da abgeholt, man hört das ja immer Du musst eine gute Idee haben, musst was machen, was es noch nicht gibt und so. Das ist genau das Gegenteil. Wenn ihr irgendetwas seht, was es nicht gibt, wenn ihr eine Idee habt von etwas, was es nicht gibt, weil sehen könnt ihr es ja nicht, dann ist das der perfekte Indikator dafür, dass das nicht funktioniert. In der Regel bespielt ihr einen Markt, den es gibt. Das sind Unternehmen schon seit fünf bis zehn Jahren drin, die den Markt kennen und sich dementsprechend flexibel nach Möglichkeiten richten. Dass ihr mehr wisst als diese Unternehmen ist natürlich möglich, aber eher so im Bereich unwahrscheinlich. Also erfolgreiche Gründer richten sich immer nach dem, was es gibt und machen es vielleicht ein Stück besser. So, wie findet ihr jetzt die Idee, die zu euch passt? Das sind drei jeweilige Quadranten. In der Uni haben sie uns immer gesagt, zeichnen W-Diagramm sieht intelligent aus. Dementsprechend habe ich das jetzt auch mal gemacht. Das sind drei verschiedene Bereiche. Einmal die Motivation, Leidenschaft, warum mache ich das eigentlich, wie brenne ich dafür. Dann Expertise, wie viele Fähigkeiten bringe ich mit. Also wie lange habe ich da drin gearbeitet, wie hoch ist mein Kompetenzlevel. Kontakte, wer kann mir an der Stelle weiterhelfen? Kenne ich vielleicht schon Kunden, die direkt sagen würden, nehme ich. Kenne ich Multiplikatoren, kenne ich Leute, mit denen ich zusammenarbeiten würde. Und da wo ich das zusammenbinde, das ist euer individueller Sweet Spot. Das ist eure Geschäftsidee. Wenn ihr jetzt mehrere Geschäftsideen habt, einfach mal diese Geschäftsideen nach diesen drei Kriterien dann bewerten und da wo ihr merkt, ⁓ das ist dementsprechend eine 27 von möglichen 30, dann ist die sehr wahrscheinlich deutlich besser als da, wo die 8 vorsteht. Und dann habt ihr schon eine Tendenz. Was ich von vornherein sagen kann, das werde ich gleich nochmal erzählen, aber schon mal jetzt. Fokus ist der absolut wichtigste Punkt. Derjenige, der sagt, ich mache alles für alle, der wird auch voll in die Binsen gehen. Derjenige, sagt, ich habe eine klare Zielgruppe, ich habe ein klares Angebot und das arbeite ich so gut raus, dass die Leute mit einem Grinsen rausgehen, niemals sich beschweren und fünf neue Kunden bringen. Das ist die Person. die nachher damit auch vernünftig erfolgreich ist. Ja, dann geht es oft dazu, die Leute, sprechen uns an und sagen, ich brauche einen Businessplan. Und ich kann euch da immer sagen, ne, ihr braucht keinen Businessplan, ihr braucht ein Geschäftskonzept. Was bedeutet das denn jetzt eigentlich? Geschäftskonzept, das sind die Sachen, die alle zueinander passen. Ich rede dann meistens von einem Rohr. Habt schon mal ein Rohr gesehen, das da dick ist und da dünn ist und da fehlt ein Stück? Das funktioniert nicht. Ein Rohr funktioniert nur dann, wenn es von vorne bis hinten auch Wasser oder was auch immer drin sein soll auch durch transportiert. Und dann lieber ein dünnes Rohr, was funktioniert, als ein dickes, wo kein Wasser mehr durchläuft. So, das heißt, einen Businessplan braucht man gar nicht unbedingt. In England im Start-up Bereich und da habe ich sehr viele Entrepreneure kennengelernt, die gesagt haben, Businessplan habe ich in meinem Leben noch nicht geschrieben. Ein Businessplan ist eigentlich ein Vertriebstool. Jetzt sagt er vielleicht, wieso? Was hat das damit zu tun? Ein Businessplan verkauft die Idee, die ihr habt, an einen Adressaten, überzeugt werden muss, euch Geld zu geben. Er kann das sein. Das können Investoren sein. Das können Kreditgeber sein, also Banken. Es können aber auch Fördermittelgeber sein. werden nachher mal über das Thema Gründungszuschuss sprechen. Und da braucht man jeweils auch einen Businessplan. Da solltet ihr niemals alles reinschreiben, weil das überfrachtet das Ganze. Da haben die Leute auch keinen Spaß an, da ein Buch zu lesen. Manchmal wird das eher dazu führen, dass jeder ein Problem bekommt. Da steht nur das drin, was die Person überzeugt. Natürlich wahrheitsgemäß. Und darum auch immer Henne-Eil-Prinzip. Was war zuerst da Geschäftskonzept, Businessplan? Es ist das Geschäftskonzept, wo man dran arbeiten muss. Guckt einfach mal, wie ihr da strukturiert durchkommt. Ich habe da euch da auch etwas zu mitgebracht. Es bestimmt jetzt nicht die beste Darstellung des sogenannten Lean Canvas, aber bei der Idee Geschäftskonzept, was ihr habt, auf einer Seite darzustellen, kommt eines durch. Nämlich ihr könnt die einzelnen Sachen, die ganz prägnant da nebeneinander stehen, miteinander verbinden. Und das ist diese Sache mit dem Rohr. Wenn auf der einen Seite eine Marketingaktivität reinkommt, dann muss die zu der Zielgruppe passen. Dann muss die nachher zu den Kunden passen, muss der Preis passen, die Kosten und so weiter. Nur dann, wenn das alles zusammenpasst, funktioniert das. Also es fängt schon damit an, macht euch bitte Gedanken darüber, was ist das tatsächliche Kundenproblem, was ich hier löse. Also nicht, dass ich zu Hause sitze und sage, das macht mir unheimlich viel Spaß, das finde ich gut, das muss ich anbieten. Und dann zu sagen, ja, die Welt ist so schlecht, keiner kauft das oder keiner ist bereit, dafür Geld zu bezahlen. Ja, das hat das damit zu tun, weil du kein Problem löst bei den Leuten. Wenn du ein Problem löst, geben die dir auch Geld dafür. Und je größer das Problem, desto mehr Geld bekommst du. Und das ist auch genauer der wesentliche Punkt. Dieses Problem muss mit den Kundensegmenten verbunden Nur dann, wenn du das mit den Kundensegmenten verbindest, hast du nämlich ein wirklich individuelles Problem. wenn du Hufeisen an den Durchschnittsmenschen hier verkaufst, dann wird er sich überhaupt gar nicht freuen. Wenn du das an einen Pferdebesitzer verkaufst, dann wird er plötzlich sagen, ja, finde ich gut. Und wenn du das auch noch an einem Hufschmied verkaufst, dann sagt er, das brauche ich jeden Tag. Und Just-in-Time-Lieferung für Ufeisen ist an der Stelle vielleicht genau das, was diese Person an der Stelle braucht. Darum wichtig ist, das mit dieser Lösung zusammenzubringen. Ein Wertversprechen an der Stelle ist die tatsächliche Leistung, die er der Stelle erbringt. Das auf jeden Fall müsst ihr klar haben und dann wird auch klar, das funktioniert niemals für einen Gesamtmarkt. Das funktioniert nur im Zusammenspiel. Was ist das Problem? Wie sieht die Lösung aus? Wie sieht meine Kundensegmente an der Stelle aus? Und ich rede hier eventuell nur von Kundensegment, weil derjenige, über Plural redet, der hat in der Regel unterschiedliche Zielsetzungen, unterschiedliche Prozesse, weil unterschiedliche Kundensegmente einfach per Definition unterschiedlich ticken. Wenn ich sage, ich Ich habe minderjährige Damen im Alter von 15 bis 17 und ich habe ältere Senioren, Herren im Alter von 75. Dann werden die von ihren Bedarfen komplett unterschiedlich unterwegs sein. Da lohnt es sich dann, unterschiedliche Prozesse aufzubauen und auch unterschiedliche Leistungen, unterschiedliche Kanäle und so weiter. Wesentlich an der Stelle ist außerdem hier noch Der unfaire Vorteil, was ist damit eigentlich gemeint? Das bedeutet, warum kannst du das vielleicht einen Tick besser als derjenige, der es bisher gemacht hat? Hast du bessere Kontakte? Hast du unheimlich gute Fähigkeiten? Hast du einen tollen Marktzugang? Wo sind die Punkte, wo du sagst, das ist etwas, was man nicht so einfach kopieren kann, weil das hat was ganz klar mit mir individuell zu tun. Das ist also sehr spannend. So, und wenn man das dann als Geschäftskonzept hat und die Wechselwirkung an der Stelle kennt, dann fängt das mit dem Businessplan an. Ja, was kommt da rein? Dann sagen natürlich alle, ich spreche natürlich über mein Unternehmen und so weiter. Ja, ist auch alles gut. Aber es ist ja ein Vertriebstool. Und das Wichtige dabei ist, Geld wird euch gegeben als Person. Das heißt, das Gründerprofil, das steht immer ganz oben. Oben ist immer das Gründerprofil das Allerwichtigste an der Stelle. Und da solltet ihr gucken, dass man euch vertraut. Was bedeutet das an der Stelle? Da kommen natürlich Fähigkeiten, Kontakte, Zuverlässigkeit mit rein. Hintergrund. Wie stellt ihr euch da? Wie steht ihr auch hinter dem Konzept? Seid ihr jemand, der sagt, ja 30 Stunden pro Woche weicht er aus, dann wird das wieder schwieriger. Das sind also persönliche Fähigkeiten hinter fachliche und auch betriebswirtschaftliche, die er an der Stelle darstellen müsste. Für jemand, der sagt, gerade bei medizinischen Berufen ist das immer wieder interessant, hochintelligente Leute, gerade wenn man sich jetzt als Arzt niederlassen möchte, zehn Jahre Studium und dann möchte man eine Praxis kaufen, die kostet dann irgendwas zwischen 200.000 und 500.000 Euro. Dann kommen noch die ganzen Geräte dazu, dann braucht man einen Kredit und dann heißt es, okay. sieht denn aus mit der betriebswirtschaftlichen Seite? Und dann ist man trotz langjähriges Studium da komplett nackt. Und das ist ein neuer Job für die Leute. Das ist nicht einfach so, ich mache jetzt einfach Arzt oder genauso wie beim Handwerk genauso, sondern es ist ein neuer Job, den man als Selbstständiger lernen muss, was oft den Leuten gar nicht klar ist. Da kommt wieder das mit der unbewussten Unfähigkeit rein. Man sagt einfach, okay, habe einen Steuerberater. Habt ihr vielleicht noch einen Finanzberater und dann wird das schon laufen. Wenn man sich selber damit nicht auskennt, dann über die Finger weg davon lassen, tiefer da reingehen und ich sage euch immer eins, das was man vorher lernt, kostet deutlich weniger als das was man nachher durch Fehler lernt. Durch Fehler lernen ist natürlich schön, es bleibt besser im Kopf, gerade wenn es dann mal 5000 Euro gekostet hat, aber das ist dann so eine Sache. Dann typischerweise wird abgefragt, braucht der Markt das eigentlich? Marktanalysen, gerade bei Kleinstunternehmen, sehe ich immer ein bisschen schwierig an. Ich kann man sich immer schön rechnen. Und wenn ich dann Businesspläne lese, die dann erzählen, ja, der Markt ist drei Billiarden Euro groß in der ganzen Welt, interessiert überhaupt gar nicht. Es ist nur relevant, was ist der sogenannte relevante Markt? Also der Markt, auf den du wirklich Zugriff hast. Wenn du also eine Bar in der Düsseldorfer Altstadt hast zum Beispiel, die angeblich längste Theke der Welt. Ja, dann bringt das überhaupt gar nichts, wenn du da den deutschlandweiten oder europawalten Gastronomie-Markt dir anguckst, dann geht es letztendlich nur darum, wie viele Leute laufen denn genau an der Stelle bei dir vorbei. Das ist das Interessante und das kann man sich an der Stelle angucken. Was ich an der Stelle viel spannender finde persönlich ist, guck dir Wettbewerbe an. Da ist viel mehr rauszuholen an der Stelle. Da kann man auch mal intelligent kopieren und sich das Beste rausholen oder auch Fehler von anderen mal vermeiden. Also das ist ganz spannend. Alle Banken, wenn ihr mit denen redet, die werden euch immer fragen, wie sieht es denn eigentlich aus mit dem Thema Marketing und Vertrieb? Und dann meinen die hauptsächlich, wo grüsse denn die Kunden ja? Da auf die Frage, solltet ihr immer im Businessplan und natürlich auch später beim Banken eine Antwort drauf haben. Wenn ihr das nicht habt, ja, wie soll das Geschäft denn eigentlich an der Stelle laufen? Und ich kann euch nur von eins sagen, die meisten Gründer, die kommen zu uns an und sagen, ich brauch Visitenkern, brauch einen Flyer und ich brauch eine Webseite. Und dann sag ich immer, nein, eigentlich brauchst du Kunden. Gucken die mich immer an und sagen, ja, krieg ich doch dadurch. Ja, kannst ja mal eine Webseite aufbauen, die online stellen und sagen so, ab morgen kommen die Kunden. Was klar ist an der Stelle ist, hast viel Zeit und eventuell auch Geld investiert. Aber ob die Kunden kommen, gerade mit einer neuen Webseite, ohne dass du wirklich Ahnung von Suchmaschinenoptimierung oder jetzt auch KI-Optimierung und dazu auch noch Bewerbung hast, sehr unwahrscheinlich, sehr schwierig. Also entscheidend ist am Anfang meistens, wie sieht dein Netzwerk aus? Wie gehst du auf Kunden zu? ja, versuch mal zu gucken. dass du diese Kunden bevor du startest schon interviewst. Die Leute die sagen ich pack das jetzt an, ich geh dahin, ich spreche mit dem, die gewinnen. Die Leute die sagen, ohne Visitenkarte geht das gar nicht. Die verlieren. Visitenkarten ist sowieso so ein tolles Thema. Jemand der euch anrufen will, der tippt die Nummer ein und dann ist das gut. Jemand der euch nicht anrufen will, der macht das auch nicht nur weil er eine Visitenkarte hat. Das ist ein Add-on in manchen Situationen durchaus sinnvoll, aber nicht immer. Wenn ihr das besser ausarbeiten wollt zum Thema Marketing, dann empfehle ich euch die Customer Journey Map mal anzugucken. Generell übrigens, ich habe ein Handout mit einem Feedback noch eingebaut. Ich kann das gerne mal teilen, wenn der Alex das zulässt. Dann können wir das auch nachher mal rumschicken. sind drei Seiten, wo noch mal sehr viele Informationen zum Thema Gründung draufstehen und auch weiter, fünflich links. Ja, und dann noch mal der letzte Punkt, Finanzen. Ihr müsst in allen Geschäftsplänen immer einen Finanzplan bei haben. Und der unterteilt sich in der Regel in einen Liquiditätsplan, wo auch der Kapitalbedarf rauskommt und dann der Rentabilitätsplan. Für die Leute, die gerade sagen, ist jetzt der Unterschied? Ganz grob Liquidität ist das, was ihr da habt. Das heißt, wenn Mama, Bank oder Förderinstitut da Geld draufgelegt habt, dann ist das nicht unbedingt euers. Aber es ist da. Das ist Liquidität. Rentabilität ist das, was euers ist. Das gehört euch. Das habt ihr mit euren Mehrwerten aufgebaut. Da sind Kosten schon abgeflossen an der Stelle. Das ist das, was übrig geblieben ist. Und beide Sachen interessieren natürlich eine Bank auch, weil die für die Nachhaltigkeit notwendig ist. Es kann durchaus auch sein, dass ihr aus beiden Gründen pleitegehen könnt. Auch wenn ihr hoch rentabel seid, das Geld ist dummerweise noch nicht zugeflossen. dann könnt ihr aufgrund von Liquiditätsinpressen dann pleite gehen. Oder ihr habt unheimlich viel Liquidität da, aber ihr wisst, in ein, zwei Jahren wird der Kredit fällig, dann bin ich platt. Sogar dann ist eine Insolvenz möglich. Also beides bitte an der Stelle einmal bedenken. Da gibt es auch... Planvorlagen von der IHK, die sind meistens kostenlos für die Leute, die tiefer reingehen wollen. Die gucken sich mal FIMOVI an, einer der besten Excel-basierten Finanzplantools, die ich so kenne. Und die nutzen wir auch regelmäßig. Das wird euch sicherlich an der Stelle weiterhelfen. Ich will da jetzt nicht zu tief reingehen, aber es macht Sinn, sich damit so weit zu beschäftigen, dass ich die Zahlen kenne. Wenn ihr das rausgebt, seid bitte vorsichtig. Ihr müsst es verstehen. Ist schön, wenn jemand euch dabei hilft. Aber wenn ihr es nachher nicht versteht und auch keinem anderen dann darlegen könnt, dann funktioniert das Ganze nicht. Jetzt sagen viele Finanzplan. Ich kenne ja nicht die Zukunft. Das ist richtig. Dafür habe ich auch einen extra Slide vorbereitet, nämlich Finanzpläne kennen keine Krisen. Das kam so aus der Corona-Krise raus, diese Idee, das mal nebeneinander zu legen, weil tatsächlich jeder Businessplan, also jeder Finanzplan Der sieht immer so aus. typischen Start-ups hat man diese Hockeystick-Entwicklung. Am Anfang passiert nichts und dann hofft man, dass es so nach unten geht oder so nach oben oder so nach unten. Dann eher nicht. Aber in der Regel geht der langsam nach oben. Und die Realität sieht natürlich ganz anders aus. Jetzt fragen natürlich sich viele, was soll ich denn machen? Blödsinn. Zukunft voraussehen kann keiner. und dem irgendwie was dazu erzählen, was gar nicht richtig ist. Was hat das denn für Mehrwerte? Wir machen da hier nur Blödsinn. Das stimmt nicht. Da ist schon etwas hinter, auch wenn die Bank dann schon mal sagt, pass mal das und das an. Und zwar sind da zwei Sachen, die ihr dadurch rauskriegt. Das eine ist, ihr habt eine strukturierte Planung. Ihr werdet gezwungen, strukturiert durch alle Kostenblöcke einmal durchzugehen und euch dazu Gedanken... machen, also nichts zu vergessen. Und plötzlich denkt ja jeder mal, ⁓ ich brauche ja hier noch einen Lizenz, ich brauche da noch einen Drucker, ich brauche hier noch ein Auto und da muss ich ja noch das einplanen und so weiter. Das hilft schon mal, da etwas mehr Realitätsnähe reinzubekommen und b, Wechselbeziehungen kennenzulernen. Zu sagen, wenn ich jetzt wirklich mehr Umsatz benötige. Schaffe ich das auch mit meinen Lagerkapazitäten? Schaffe ich das auch mit meinen Mitarbeiterkapazitäten? Müssen die nicht auch hochgehen? Brauche ich dann nicht mehr sogenanntes Working Capital, Umlaufvermögen? Brauche ich dann einen zusätzlichen Kredit? Wie findet sich das alles zusammen? Das sieht man dann nachher in einem Finanzplan, dass der schlüssig ist. Ihr baut also ein Szenario auf, wo ihr wisst, in Zukunft, wenn das und das passiert, dann gibt es da diese Verhältnismäßigkeiten. Und natürlich, die Zukunft sieht dann nachher wieder ganz anders aus. Und ihr selber könnt aus der Finanzplanung auch Sachen rauslesen. Erstens, wenn ich es konservativ plane, was muss eigentlich passieren? Wie viel muss ich denn umsetzen und investieren, wenn alles so in etwa läuft, damit ich überhaupt meinen Lebensunterhalt damit verdiene? Das zerstört manchmal sehr viele Luftschlüsse, weil die Leute sagen, ja, ich möchte mit selbst gehekelten Handtaschen Geld verdienen. Ich hatte sogar mal einen Kunden, hatte ... selbst hergestellte Sexmöbel angeboten, was sicherlich eine tolle Idee ist, auch wenn das so bisschen Randbereich ist, aber eine eigene Manufaktur zu haben und dann in der Größenordnung herzustellen. Das heißt, man will entweder extrem hohe Preise oder Volumen und beides ist an der Stelle halt gar nicht mal so einfach, wenn man nicht eine ganz besondere Stellung hat. Also man guckt sich an, kann ich davon eigentlich leben? Dann sieht man die jeweilige Kapitalbedarfsplanung. damit das alles so funktioniert, brauche ich jetzt noch Auto, ich brauche für Ware Vorfinanzierung, brauche einen Standort, Ausstattung und so weiter, so und so viel Geld. Wie viel Kapital brauche ich? Kann ich das mit Eigenkapital decken, was ich in der Regel jemandem nicht empfehle oder brauche ich Fremdkapital an der Stelle oder vielleicht auch Fördermittel? Da gehen wir auch gleich noch mal drauf ein. Also eine Sache, die es sich lohnt, daran zu denken, wie man das Ganze dann hinbekommt. jetzt ist es so eine wesentliche Sache beim Finanzplan ist ja, wie viel Geld verdiene ich? Und dann reden viele Leute unter anderem auch über Preis. Natürlich haben wir jetzt 1000 Themen, die jetzt den Leuten in Kopf kommen. Wir können das sicherlich auch nochmal eins zu eins besprechen. Nachher habt ihr vielleicht noch Fragen, aber Ich habe jetzt noch das Thema Preisbildung mitgenommen, weil da mit die meisten Leute Probleme haben und ich glaube, das ist einer der größten Stellschrauben und falsch eingeschätzten Punkte, die Leute so haben. Also wie definiere ich eigentlich meinen Preis? Da kommen viele an und ich will günstiger sein. Ich hatte mal einen Kunden, sein Konzept war Megadöner. Einen Dönerladen aufzumachen, einfach eine größere Dönertasche hat. Das funktioniert gar nicht. auch gar kein Geschäftskonzept, weil dann würden das ja alle machen und irgendwann funktioniert das gar nicht mehr. Man hat dann gar kein Geld mehr damit verdient. Also funktioniert Preisbildung etwas anders. Preisbildung funktioniert auch nicht so, wie das oft in der Ausbildung einem erklärt wird, nach den Selbstkosten. Man macht eine Selbstkosten-Kalkulation, da kommt ein Gewinnaufschlag oben drauf. Und dann ist das sozialistische Preissystem fertig. Das bedeutet ja nur, ich brauche mir einen Ferrari kaufen, habe höhere Preise und die Leute kaufen es. Dummerweise kauft bzw. bezahlt keiner euren Ferrari. Ihr müsst den Leuten einen individuellen Kundennutzen bieten. Der bestimmt den Preis. Zu überlegen, welches Problem löst ihr, wie viel ist dieses Problem wert und das bietet ihr den Kunden an. Und wenn ihr das dann auch gepreist. dann ist das ein absolut guter Preis und der Kunde ist bereit, diesen zu bezahlen. Der Einzige, dann ein bisschen auf die Trähnendrüse drückt, das ist der Wettbewerb, hier auch in rot nochmal dargestellt, der drückt den Preis wieder nach unten. An der Stelle bietet es sich an, sich ein bisschen abzugrenzen von den typischen Wettbewerbern, sich eine Zielgruppe zu nehmen, wo man noch tiefer reingeht und dadurch Mehrwerte generiert. was der Wettbewerb nicht schafft und damit kann man dann wieder den individuellen Kunden nutzen, wirklich höher bepreisen. Bitte an der Stelle, geht nicht hin und macht Dumpingpreise. Das hat nichts mit Wettbewerb zu tun, das hat was damit zu tun. Wenn der Kunde sagt, ich möchte mit euch zusammenarbeiten, dann ist er bereit, den fairen Preis zu zahlen. Der fair wird, wenn er ihn bezahlt. Es gibt keine unfairen bezahlten Preise, außer monopol an der Stelle. Aber in dem Moment, wo er bezahlt wird, ist er fair. Also geht davon nicht runter. Außer ihr kriegt in irgendeiner Weise einen anderen Mehrwert. Nämlich der gibt euch weitere Kunden, der arbeitet mit euch irgendwie zusammen, der gibt euch eine Rezension, mit der ihr was Geld verdienen könnt. Nur dann geht ihr von eurem Preis runter. Aber grundsätzlich guckt, dass ihr nach dem Kundennutzen euren Preis definiert. Das haben jetzt die Selbstkosten jetzt noch an der Stelle zu tun. In dem Moment, wo der Wettbewerb den Preis so weit runterdrückt, dass er unter eure Selbstkosten geht. Ja, dann tut es mir leid, dann geht man aus dem Markt raus, dann macht man das aber auch bitte. Weil wenn ihr dann anbietet, dann werdet ihr jedes Mal Geld verlieren, wenn ihr es tut. Und das ist natürlich dann am Ende ruinös. Das kann man mal eine Zeit durchhalten, wenn man es strategisch sich anguckt. Aber dann wird es schwierig. Ich bringe jetzt auch mal einen Preis aus der Praxis mit. Ich habe einen Kunden gehabt, den haben wir im Bereich des Gründungszuschusses betreut und der hat gesagt, ich werde jetzt auch ein Unternehmen übernehmen und zwar so, brauche ich da so 300.000 Euro. Ich habe jetzt der Bank mal was hingelegt. Das wird schon in Ordnung sein. Das wird schon klappen. Ich hab noch gedacht, 300.000 Euro ist ja schon eine Nummer, die ist umfangreich. Das lässt die Bank auch nicht so einfach so durchlaufen. Die im Moment sowieso sehr schwierig, die Banken. Also während Corona haben Leute Geld gekriegt, wo die gesagt haben, meine Güte, ist das so einfach. Aber da hat die KfW teilweise zu 100 Prozent gebürgt. Inzwischenzeit werden die Leute wieder komplett auf Herz und Nieren geprüft. Man zieht sich wirklich nackt aus. muss das vernünftig erklären. Ich habe die Unterlagen gesehen, das war für mich nicht ganz so schlüssig. Aber natürlich, wenn ich sowas noch nie gemacht habe, tut man sich mit so etwas dann auch schwer. Ich hatte ein paar Mal nachgefragt, wie es dann an der Stelle gelaufen ist. Er hat gesagt, ja, ich habe mit denen Kontakt. Die hatten noch Fragen, aber die melden sich jetzt gerade nicht. Und irgendwann war er dann kurz davor, den Notartermin wahrzunehmen, um das Unternehmen dann zu übernehmen. dann er gesagt, so Bank, wie sieht das denn aus? Kann ich denn jetzt das Geld haben? Wieso? Ihre Unterlagen sind ja gar nicht okay. Haben wir noch gar nicht bei der KfW eingereicht? Wir sind da ja noch gar nicht dann durch. Und jetzt steht er da. Notartermin, Verkäufer, Kunden, Lieferanten, Investitionen, neue Mitarbeiter. Alles so von der Idee her geplant. Aber die Bank spielt nicht mit, weil er da gar nicht mit so mit gerechnet hat. Das drückt unheimlich auch auf die Psyche so eine Situation. Also ich kann nur sagen, alle fragen mal, was ist das wichtigste Unternehmergehen? Ich sag da meistens Resilienz. Das ist der Punkt, den alle Unternehmer wirklich stark haben müssen, damit das Ganze funktioniert. gerade wenn es ⁓ das Thema Bank geht, bereitet euch wirklich umfangreich. darauf vor. Nutzt einen Sparrings Partner wie einen Gründungsberater, aber es gibt auch welche von der IAK, von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, von der Handwerkskammer, die ihr teilweise da kostenlos bekommen könnt. Macht es auf jeden Fall. Es bringt euch extrem nach vorne, damit genau dieser Praxis-Schock jetzt an der Stelle auf euch nicht zukommt. Und da kommen wir auch zu dem Thema Fördermittel. Jetzt ist es ein bisschen schwierig, das deutsche Fördermittelsystem euch auf einer Folie und innerhalb von ein paar Minuten zu erklären. Ich habe hier unten nochmal und auch in dem Handout die Förderdatenbank nochmal dargelegt. Das ist von der KfW, wo man dann die, ich glaube wir sind jetzt bei knapp 4.000 Fördermitteln in 1.500 Programmen, so in der Größenordnung, dann nach einem gewissen der System dann abfragt. Da durchzublicken ist echt schwierig. Ich kenne ein paar und ich werde euch jetzt mal ein paar davon erzählen, ⁓ mal so ein paar Ideen anzustoßen. Also das erste ist typischerweise, wenn ich aus der Arbeitslosigkeit gründe, der Gründungszuschuss, der wird über sechs Monate gezahlt, in Höhe des Arbeitslosengeldes plus 300 Euro. und dann nochmal neun Monate über 300 Euro des Steuerprogressions und die 300 Euro sind sogar noch sozialversicherungsfrei. Also wir reden hier über mittlere 15.000 Euro in der Größenordnung, die da ausgeschüttet werden, aber halt nur für Leute, die Arbeitslosengeldanspruch haben. Das Gleiche gilt für die Vorgründungsberatung über den HVGS. durchaus eine sinnvolle Sache, die man an der Stelle nutzen sollte. Da bezahlt die Arbeitsagentur einem die Gründungsberatung. Beratung ist sowieso ein dickes Thema. Natürlich bin ich selber Unternehmensberater. Ich freue mich immer, wenn Leute Beratung brauchen. Aber ich sehe es auch, wie Leute verzweifeln, wenn sie keine Beratung kriegen. wie groß der Unterschied zwischen ich weiß es nicht, aber ich glaube, ich kann es und ja, ich weiß jetzt, was ich tun muss. Auch in Bezug auf Klarheit, Sicherheit und nachher auf die jeweiligen Fehltritte. Darum der zweite Punkt. BAFA Unternehmensberatung für KMU. ja, zwischendurch, ich mir so das ganz genialste Programm, aber die schütten auch 50 Prozent von bis zu fünfmal 3500 Euro aus. Da kann man auch als Bestandsunternehmen den einen oder anderen Punkt dann mal etwas vertieft mit einem Experten klären. Außerdem gibt es immer Landesprogramme von den entsprechenden Bundesländern. In NRW heißt das zum Beispiel Beratungsprogramm Wirtschaft. In Bayern heißt das Gründerbonus, glaube ich, oder Gründercoaching. Die sind sehr unterschiedlich. Da kann man sich aber bei den Wirtschaftsförderungsgesellschaften informieren, wie die landesspezifischen Programme sind. Ich sage mal noch so ein paar andere. Da gehört zum Beispiel die Meistergründungsprämie mit dazu. Wenn man als Meister sich selbstständig macht, dann bekommt man über die Landesförderstelle dann einen Zuschuss. Die sind dementsprechend landesspezifisch unterschiedlich. In NRW sind das, glaube ich, 12.500 Euro. Und meistens sind das so in der Größenordnung Sachen, die dann ausgeschüttet werden, wenn man sich als Meister selbstständig macht. Also auch nochmal eine interessante Sache. Dann auf der anderen Seite sind die Kredite. Es gibt inzwischen Kredite, die haben Zuschüsse integriert. Zuschüsse heißt, brauche ich nicht zurückzahlen. Kredite heißt, vielleicht niedrige Einstiegsmöglichkeit und niedrige Zinsen, aber ich muss es zurückzahlen. Es gibt inzwischen von den Landesbanken einige Kredite, die kombinieren das. Das nennt sich dann ein Tilgungszuschuss. Da sind zum Beispiel die Digitalisierungskredite gerade ganz interessant, wenn man da innovativ digitalisiert. dann geben da viele Landesbanken diese Digitalisierungskredite aus. Da auch gerne mal mit der jeweiligen Landesbank beschäftigen. Sonst, da gibt es die typischen Kredite der KfW-Bank. Die meisten von euch werden, wenn sie ein Kredit als Gründer beantragen, den sogenannten Gründer-KfW-Staatgeld-Kredit beantragen. Eine sehr spannende Sache. Warum? wenn ihr als Gründer zu einer Bank geht, werden die sagen, mit euch machen wir kein Geschäft. Beim Startgeld bekommt ihr bis zu 200.000 Euro ohne Eigenmittel auf Basis von eurer Bonität, Zuverlässigkeit und auf Basis eures Businessplans. Da könnte ich noch mehr erzählen, aber wir wollen es ja prägnant und kurz halten. Und dann gibt es für die ganz einfachen Sachen ... auch noch die Mikrokredite, die werden beantragt über die Mikrofinanzinstitute. Und die sind deutlich einfacher zu bekommen. Die wollen zwar auch vielleicht einen Bürgensee an der Stelle, aber das ist es einfacher, die 25.000 Euro zu kommen, kostet aber auch mit 7,99 Prozent mehr als das Startgeld, das so etwa bei 3,5 Prozent liegt. Ich gehe jetzt mal bisschen vertieft auf den Gründungszuschuss ein. Ich weiß jetzt aber nicht genau, wie viele von euch jetzt in der Situation der Arbeitslosigkeit sind. Das können wir sicherlich nachher dann nochmal klären, aber zumindest, dass man es mal gehört hat. Im Gründungszuschuss bekommt man, wenn man arbeitslos ist und noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 hat. Also es ist eine Kannleistung, die muss nicht gewährt werden, die basiert darauf, dass einmal die richtigen Unterlagen einreicht. Ich gehe mal ganz kurz durch diese acht Schritte. Erst mal fragt mal am besten bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft bei euch lokal, wie das bei euch individuell ist. Könnte auch ein Gründungsberater ansprechen, weil dann weiß man auch, wie man sich auf das Gespräch mit der Arbeitsagentur dann vorbereiten kann. Dann holt ihr euch bei der Arbeitsagentur am besten einen Gutschein für eine Gründungsberatung der Diese Person begleitet nämlich dann für euch kostenfrei, die Arbeitsagentur zahlt diesen gesamten weiteren Prozess. Ihr klärt Zulassungskriterien, die für euren Markt relevant sind, weil das ist wichtig für die Nachhaltigkeit. Da schaut die Arbeitsagentur darauf. Ihr macht dann nachher eine Kapitalbedarfsplanung, Finanzierung. Also typischen Finanzplan. arbeitet dann auch den Businessplan für die Arbeitsagentur an der Stelle und der sollte halt nach oder muss nach den Richtlinien, die die Arbeitsagentur dann vorgelegt haben, dann auch passen, weil sonst wird der Businessplan abgelegt, abgelehnt. Da sind so ein paar Spezifika, die erschließen sich einem nicht. Da gehört zum Beispiel dazu, in den ersten sechs Monaten darf man nicht Geld verdienen oder wenig. Und danach muss man so viel Geld verdienen, dass man sein Lebensunterhalt danach. bestreiten kann. es geht hier nur ⁓ eine Prognose, aber der Finanzplan muss genauso aussehen. Dann benötigt man eine fachbundige Stellungnahme, die kann ausgestellt werden von Unternehmensberatern, von Steuerberatern, von IHKs Handwerkskammern oder auch von Wirtschaftsförderungsgesellschaften. Wenn ihr dann alle Unterlagen zusammen habt, dann reicht ihr die ein und dann könnt ihr erst starten. Die wollen bei der Einreichung schon eine Gewerbeanmeldung haben und eigentlich kann auch erst bewilligt werden, wenn ihr dann gestartet seid, weil das eine notwendige Bedingung für den Gründungszuschuss ist. Da haben viele natürlich dann schon mal Bauchschmerzen, weil die sagen, ja, was passiert denn, wenn ich den jetzt nicht kriege? Ja, dann muss man sich dann halt wieder arbeitslos melden, wenn er dann notwendig ist, ⁓ das durchzustehen. In der Regel sind die Sachbearbeiter so fair und gucken sich die Unterlagen. Basis deren Perspektive an und geben euch da dann ein Feedback. Dann kommen wir mal zu einem Thema, was machen viele Gründer falsch? Das basiert auf den 8.000 Beratungen, die die Deutsche Industrie und Handelskammer in dem letzten Jahr gemacht hat. Und da kristallisieren sich so ein paar wesentliche Punkte raus. Das erste ist tatsächlich über alte Gründungen dieses typische Aktionismus-Syndrom, dass man sagt, so ich will jetzt anfangen, ich hab da jetzt Bock drauf, lass uns loslegen und nicht mehr warten. Man kann ja loslegen, man muss ja nicht warten, aber man muss ja nicht direkt so anfangen, dass man sich die Fingerchen schön verbrennt. Also man kann ja insbesondere während der Arbeitslosigkeit zum Beispiel im Nebenerwerb tätig sein und schon mal erste Kundenkontakte aufbauen. Das muss ja gar nicht sein, dass man dann an der Stelle schon Ladelokal hat mit Waren und gesamten Marketingkonzept und dann plötzlich merkt, passt gar nicht. Macht mir weder Spaß, noch wird nachgefragt. Also lieber gut vorbereitet reingehen und gehe mal davon aus, die ersten Kunden, die machen zwar Spaß, aber das ist bei 20 Jahren nicht der letzte Kunde. Dann schlechtes Geschäftskonzept. Erstens, muss zu dir passen. wir am Anfang darüber gesprochen. Und zweitens, es fokussiert sich auf deine Zielgruppe und es passt. Es macht nicht nur dir Spaß, sondern insbesondere eigentlich auch der Zielgruppe. Dann schlechte oder keine Akquise. ist diese Person, die halt sagt, ich brauche einen Flyer, brauche Visitenkarten, brauche ein Logo, ich brauche einen Slogan. Und 3000 Euro und vier Monate weiter haben wir immer noch keine Kunden. Während der andere schon mit 15 Leuten im Gespräch ist und den ersten Abschluss dann schon generiert hat. Also da auf jeden Fall darauf achten. Zu wenig Rücklagen. Regelmäßig denken die Leute, das läuft so durch. Das ist der Businessplan und der kommt auch so. Und denkt dran, die Realität ist so. Externer Faktor, verdammt groß, nicht berechenbar. Da kommt was auf euch zu, wo ihr noch gar nicht von wisst. Also guckt, dass ihr Rücklagen habt. Und wenn ihr da auch einen Fremdkredit nimmt, sehr gut. Nämlich euer Eigenkapital sollte erst mal bei euch bleiben, bevor ihr das anpackt. Weil wenn es richtig schwierig wird, dann gibt die Bank halt kein Geld mehr. Die geben Geld für funktionierende Geschäftskonzepte, nicht für kriselnde. Und dann auch immer wieder ein ganz heikles Thema, wenn so drei Leute zu uns kommen und sagen, wir wollen als Team gründen, wir verstehen uns unheimlich gut, sind beste Freunde seit immer und deswegen wollen wir das jetzt zusammen machen, da gehen alle Alarmglocken hoch, weil bei einer Teamgründung in der Regel, irgendwas nicht funktioniert, ist das Teams. Also in einem Team muss wirklich ganz krank geregelt sein, wer macht was und warum brauchen wir die Person und warum muss der Gesellschafter und nicht unbedingt Mitarbeiter sein. Also da dran denken. So. Was sind denn jetzt die nächsten Schritte, wo ihr dran denken solltet, wie ihr da durch diesen Wald der Gründung lauft? Das allererste ist Geschäftsidee. Haben wir darüber gesprochen? Fähigkeiten, Motivation, Kontakte Matrix zusammenbringen. Dann mit Kunden sprechen. Ich sage immer, wenn die Kunden fragen, was kann ich denn tun, bis die Beratung anfängt. Sprecht mit so vielen Kunden wie möglich. Baut keine Wegseite, kaut keinen Businessplan, braucht da alles nicht, das kommt alles später. Sprecht mit Kunden. Holt euch da eine blutige Nase, wie man so schön sagt, blaue Augen und da werdet ihr sehen, da kriege ich Feedback, das ist spannend. Dann fangt mit einem Spurrings Partner an, eine Struktur zu bauen, die wirklich in sich funktioniert. Also macht aus einer Idee ein Geschäftskonzept. Und als letzten Punkt dann dass er das Ganze mit Finanzierung darstellt und sagt, funktioniert das eigentlich, erreiche ich da meine persönlichen Ziele, wie sieht meine Preisbildung aus und so weiter. Also das ist dann noch ein entscheidender Punkt. Ja, wenn ihr heute drei Punkte mitgenommen habt, dann sind es bitte, erstens Umsetzung schlägt die Idee. Derjenige, der nachher richtig gut etwas macht, was zu ihm passt, und nicht hoch innovativ etwas macht, wo er quasi das Rad Neue findet. Der ist weit vorne. Neue Ideen hat jeder. Richtig umsetzen, richtig durchbringen, operativ erfolgreich sein. Das funktioniert. Daran denken. Dann zweitens Vorbereitung ist kein Umweg, sondern Vorbereitung ist eine Abkürzung. Zeit geben, die unbewusste Unfähigkeit wirklich nachhaltig zu durchdringen, einen Plan zu haben, den man durchbringt und auch zu sagen, ich nehme jetzt nicht den ersten Kunden, der 300 Euro bezahlen möchte, sondern ich möchte gerne die 30 Kunden, die 5000 Euro bezahlen möchten. Die möchte ich haben. und dann die blinden Flecken aufdecken, zu sagen, wie kann ich denn mit anderen Leuten zusammenarbeiten? die mich jetzt an der Stelle in die unbewusste Unfähigkeit reinbringen durch die bewusste Unfähigkeit in die Fähigkeit zum Meister. und wenn ihr die Sachen verinnerlicht habt, dann bin ich verdammt stolz auf euch, nämlich dann gehört ihr zu den bestimmt ein Prozent besten Gründern, die wir in Deutschland haben. Und dann seid ihr mit Sicherheit ganz weit oben, dass ihr nicht nur sagt, ich kann davon leben, sondern dann werdet ihr auch da sogar in Deutschland mit sehr viel Administration immer noch. leben können und habt ein spannendes, erfülltes Leben mit sehr viel Sinn und Leidenschaft. Und was will man dann an der Stelle mehr, wenn man auch mit einem Lächeln auf dem Gesicht dann auch abends ⁓ acht Uhr noch arbeitet und dann anderen Leuten dabei hilft, auch erfolgreich zu sein. Ich freue mich, wenn wir jetzt einige Fragen zusammen besprechen können. Der Kenneth und der Alex, haben ja hoffentlich gerade auf den Chat drauf geguckt und geschaut, welche Fragen es so gibt. Ich würde meine Kontaktdaten jetzt an der Stelle vielleicht auch mal reinschmeißen. Ich weiß nicht, ob das die anderen dann sehen oder wie ich das hier eigentlich machen kann. Scheinbar nicht, aber vielleicht kann Kenneth und Alex das rumgeben. Da ist auch unten noch mal das Handout beziehungs des Feedback Formular drin. ich einfach noch mal frage, was hat euch gefallen, was bringt euch nach vorne, was nicht, das können wir dann auch unter uns einmal auswerten und danach gibt es dann das ⁓ mit den drei Seiten, wo ich dann die wesentlichen Punkte noch mal zusammenfasse und euch noch mal weiterführende Links an der Stelle gebe. Ja, sonst alles Gute. Alex, Kenneth, ist denn da schon was im Chat an Fragen reingekommen? Alexander Stade: Ja, ist es. Also es sind uns auch schon im Vorwiegen ein paar Fragen zugespielt worden. Damit würde ich einfach mal starten. Und zwar eine Frage ist, ich bin aktuell im angestellten Verhältnis. Was kann ich tun, ⁓ trotzdem den Gründerzuschuss zu bekommen? Gordon Gemein: Ja, gerne. Ja, das ist eine gute Frage. Ich hoffe, wird den ein oder anderen hier auch interessieren. Da muss ich bisschen tiefer einsteigen. Also grundsätzlich muss man arbeitslos sein, ⁓ den Gründungszuschuss zu bekommen und grundsätzlich muss man auch Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Jetzt können wir erst mal eins sagen, wenn man angestellt ist, wird man sehr wahrscheinlich Anspruch auf Arbeitslosengeld aufgebaut haben. Nämlich nach zwei Jahren sozialversicherungsfliegiger Arbeit hat man sechs Monate aufgebaut und fünf Monate braucht man für den Gründungszuschuss. So und jetzt muss man gucken, dass man so gesehen arbeitslos wird. Das kann natürlich sein, dass man dann von der Arbeit gekündigt wird. Welche Möglichkeiten ist, da gibt es natürlich jetzt so eine Sache. Es darf auf jeden Fall dann an der Stelle nicht so sein, dass man selber kündigt oder dass man einen Aufhebungsvertrag unterschreibt. Es müsste eine Kündigung vom Unternehmen selber sein. Jetzt kann es sein, dass man selber kündigt. Das ist jetzt eine schwierige Sache, weil wenn man selber kündigt, bekommt man standardmäßig eine Sperrzeit. Die ist normalerweise drei Monate, außer man hat einen trifftigen Grund. Ein trifftiger Grund wäre Zusammenzug der Familie, Probleme bei der Arbeit im Bezug auf Mobbing, sexueller Belästigung oder auch gesundheitlichen Sachen, Geld wird mitgebracht. Also welche Sachen sind da an der Stelle möglich? Dann entgeht man einer Sperrzeit und wenn man dieser entgeht, kann man auch relativ zügig einen Gründungszuschuss beantragen. Aber Alexander Stade: Ich Ich bin glücklich, dass ich hier glücklich, kann. Gordon Gemein: In der Geschäftsanweisung der Arbeitsagentur, die offeneinsichtbar ist, da kann man jetzt googeln, Geschäftsanweisung, Arbeitsagentur, Gründungszuschuss, steht ganz klar drin, die Leute, die ganz klar sagen, ich habe gekündigt, ⁓ den Gründungszuschuss zu bekommen, die werden abgelehnt. Also mit dem Aufschlag werdet ihr Probleme kriegen bei der Arbeitsagentur. Da müsstet ihr dann schon etwas kreativer vornehmen. Alexander Stade: Super, vielen Dank. Dann sehen wir hier, dass die Janina, kennst das vor? Genau, die Janina fragt, was sind aus deiner Sicht die Branchen der Zukunft, wenn ich jetzt überlege, mich selbstständig zu machen und noch komplett unerfahren bin. So auf die nächsten 5-10 Jahre gesehen gibt es da Branchen, die goldenen Bohnen erlangen, die bisher vielleicht nicht so im Fokus waren. Oder gibt es da Branchen, die vielleicht rausfallen die letzten 10 Jahre vielleicht gut funktioniert. Gordon Gemein: Ja, der Klassiker der Fragen. Ich würde sagen, ich werde die Frage gerne gleich beantworten, aber erst mal eins, lass diese Frage sein. Die bringt dich keinen Meter weiter. Entscheidend dabei ist, wo hast du Spaß dran? Wo ist es deine Leidenschaft? Wo sind deine Kontakte? Wo gehst du hin? Wenn ich dir jetzt sage, ja, KI, das Übliche, das geht durch die Decke, macht dich als KI-Beraterin selbstständig. Und du sagst ... und kotzt mich jeden Tag so an, dann wirst du damit auch nicht erfolgreich, da wirst du kein Geld mit verdienen. wenn du der beste Hufschmied im Land bist, dann wirst du sehr wahrscheinlich damit unheimlich Geld verdienen. Also es geht darum, mach das, wo du gut drin bist, Kontakte hast, Motivation hast, was du umsetzen kannst, damit wirst du verdammt gut. Das ist wie Sänger werden, ja, 99,9 Prozent der Popstars schaffen es nicht, aber die 0,1, ja. werden teilweise Milliardär. Taylor Swift, gucken wir sie an. Also, ich würde die Vorgehensweise hier definitiv anders wählen, lass es. Aber ich werde dir trotzdem etwas dazu sagen. Also das Thema KI ist selbstverständlich etwas, was den gesamten Markt verändern wird. Und die Leute, die jetzt gerade repetitive Arbeiten machen, die nicht handwerklich sind, die sind problematisch. Die sind gerade vom Aussterben bedroht. Alle anderen sind in der Situation, die werden eingedampft. Derjenige, mit KI arbeitet, der wird extrem erfolgreich. Derjenige, der ohne KI arbeitet, der wird reduziert. Also das heißt, wenn du irgendetwas machst, mach es mit KI. Und wenn du KI-Berater werden willst, oder KI-Beraterin, dann wäre das sicherlich im Moment eine Sache, wo die ganze Welt nachschreit. Da stürzen sich auch immer alle drauf. Das heißt, das ist ein bisschen schwierig. Dann sehe ich grundsätzlich aktuell das Thema Handwerk als extrem spannend, weil auf der einen Seite sich nicht ausreichend Leute dafür interessieren, aber die Komplexität des Handwerks durchaus dauerhaft zunimmt. Da gibt es unheimlich spannende Sachen, aber da muss man halt Lust zu haben, dass man mit den Händen und sehr wahrscheinlich auch zunehmend mit Kopf und KI arbeiten muss. Also das sind die Sachen. wo ich drüber nachdenken würde. Und ich glaube, für die Leute, die einen Handwerksmeister haben und Lust haben, Unternehmen zu übernehmen, da fängt demnächst eine goldene Zeit an, weil durch den demografischen Wandel so viele Unternehmen abgegeben werden im Handwerk, die einfach keinen Nachfolger finden. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die machen den Laden zu, oder die finden vielleicht einen, der vielleicht für wenig Geld, oft dauert das, bis die Leute es verstanden haben, die das abgeben, ihr Lebenswerk, aber dann doch für weniger Geld. dann ein laufendes Unternehmen übernehmen und sich so in gemachtes Netz einsetzen. Alexander Stade: Das spricht ja so bisschen meine Vergangenheit an. Ich habe damals mir das Abitur gespart und den Handwerksmeister gemacht. bin also genau den anderen Weg gegangen. Aber gut nachvollziehbar. Wir haben hier tatsächlich dein Namensfetter. Hi Gordon, hier ist Gordon. Kannst du noch mal auf den Hockeystick eingehen? Was ist mit dem Hockeystick gemeint gewesen? Gordon Gemein: Ja, den Hockeystick. Ich spiele selber Eishockey, von der ich wieder gerne hallo Gordon, das ist nicht so oft, dass man den Namen selber noch mal sagt. Die Hockeystick-Entwicklung ist die, bei den Start-ups, den innovativen, technologieorientierten Wachstumsunternehmen, ⁓ das so einen Satz mal reinzudrücken, sieht. In der Regel haben wir am Anfang eine sehr lange Entwicklungszeit und man muss den Markt vorwärmen. Und dann, wenn man plötzlich es geschafft hat, Dann gehen die Absatzzahlen schwungartig nach oben. Und das ist dieser Hockeystick. Man überlegt sich jetzt mal, sieht so ein Hockeyschläger aus? Der hat so seinen Schläger unten und dann hat er oben den Bereich. Und das ist halt dieses sogenannte Hockeystick entwickelt. Alexander Stade: das gab einen Daumen nach oben. Dann haben wir hier Kevin. Kevin fragt, was du von der UG im Vergleich zur GmbH hältst. Insbesondere mit Blick auf das Kundenwachstum und die Kundenadressierung. Gordon Gemein: Ja, wie bei so vielen Sachen, das kommt drauf an. Also was will ich jetzt hier an der Stelle erreichen? Wenn ich mit wenig Geld eine Kapitalgesellschaft gründen möchte, ist natürlich eine UG nett. Aber Ich sage aber, wenn du wenig Geld hast, dann machen Einzelunternehmen auf. Eine Kapitalgesellschaft lohnt sich. Es ist ein bisschen schwierig, immer das ohne Background zu sehen, aber lohnt sich in der Regel, wenn man ganz klein ist, Wenn ich einen Kredit brauche, dann will die Bank, dass ich persönlich unterschreibe. Wenn ich eine kleine UOG bin, dann wird ein Lieferant ⁓ sagen, ich mache das nur auf Vorkasse. gibt so viele Durchgriffhaftungen, dazu führen, dass man plötzlich in der persönlichen Haftung ist. D.h., sich da aus der Haftung rauszuziehen ist in der Situation gar nicht so einfach möglich. Und für die ganz großen Probleme, da holt man sich dann ⁓ eine Versicherung. Da würde ich eher sagen, mach es einfach, mach es günstig und mach es als Einzelunternehmen. Und wenn das Geld nachher da ist, mach eine GmbH. ⁓ Wenn du eine OG hast, kommen auch noch Verwaltungskosten dazu, die du bei einer GmbH nicht hast. Jedes Mal muss ein Teil des Gewinns tesauriert werden, das Stammkapital erhöht werden. Ggf. musst du jedes Mal zum Handelsregister. Wenn du die Umfirmierung hast, musst du sowieso wieder zum Notar- und zum Handelsregister. Dann kostet das alles doppelt. Es ist eine nette Sache. Es kam ja dadurch, dass die ganze Welt in Deutschland... dann plötzlich eine Limited damals aufgemacht hat, also eine englische Kapitalgesellschaft, wo man nur einen Euro braucht, und man konnte die loslegen und waren haftungsbefreit. Aber ich würde es dir nicht empfehlen. Und dazu kommt auch noch, dass die UG einfach im Vergleich zur GmbH nicht so den guten Ruf hat, was nicht ganz nachvollziehbar ist. Aber vielleicht auch, es unbekannt ist und weil die Leute sagen, da ist so wenig Stammkapital drin, aber 25.000 Euro bei einer großen Gesellschaft bringt dich auch nicht weiter, wenn die Pleite geht. Also den Unterschied sehe ich eigentlich eher in der Organisation der Buchhaltung, die ja bei einer Kapitalgesellschaft anders ist. Nur bei einer O.G. steht U.G. haftungsbeschränkt so groß dahinter. Also da wedelt man mit der Fahne. Ich bin hier gerade nicht der Zufälligste. In kurz. Mach ein Einzelunternehmen, wenn es groß genug ist, dann filmierst du ⁓ ist kein Problem. Da kann dir jeder Steuerberater bei helfen. Alexander Stade: haben wir damals auch in den Anfängen meiner Karriere festgestellt, dass das 1-Unternehmen am Ende gar keinen großen Unterschied gemacht hat, denn die Banken im Rahmen der Startfinanzierung haben sowieso immer gefordert, dass man persönlich in die Haftung geht oder in die Wirtschaft geht. Dementsprechend hätte eine UG da auch nicht viel mehr geholfen. Wir haben noch eine Frage von Tobias. Ab welchem monatlichen Umsatz-Gewinn sollte ich den ersten Mitarbeiter einstellen? Gordon Gemein: Wundervolle Ergänzung. Ja, muss ein bisschen grinsen dabei, weil ich habe jetzt gar keine Ahnung, welchem Markt du bist, wie das Ganze aussieht. Ich würde auch niemals nach Umsatz gehen, sondern es geht eher darum, wie viel Arbeit hast du denn? Weil ein Mitarbeiter, der da ist, der muss ja erstmal Arbeit haben. In der Regel ist ja auch die Idee, so viel Arbeit da ist, die Arbeit dazu führt, dass du mehr abrechnen kannst und mehr bezahlen kannst. Also Mitarbeiter einstellen, da empfehle ich immer guck, dass du bei 80 Prozent Auslastung darüber nachdenkst, einen Mitarbeiter einzustellen. Weil wenn du bei 100 oder 110 Prozent Auslastung bist und dann Mitarbeiter einstellst, dann wirst du kein vernünftiges Personalkonzept haben und das brauchst schon ab dem ersten Mitarbeiter. Du musst wissen, wen du suchst, was der machen soll, warum der bei dir bleiben soll, wie viel der mitbringen soll an Wissen, Fähigkeiten, Kompetenz und Loyalität, wie viel du dem geben kannst, wie ihr kommuniziert, welche gemeinsamen Werte ihr habt und all sowas. Wenn du da keine Ahnung von hast, dann bezahlst du jemanden gutes Geld und es geht voll gegen die Pumpe. Du, in der Vollauslastung Dann gehst du dann eventuell hin und machst eine falsche Entscheidung, den falschen Mitarbeiter, musst du den wieder entlassen, nachdem du den erstmal bezahlt hast. Vollkatastrophe. Wenn du den richtigen hast, musst du ihn anlernen. Das braucht Zeit. Das heißt, am Anfang kostet der nicht nur Lohn, sondern er kostet auch noch deine Arbeitszeit. Er kostet doppelt. Ist natürlich dann sehr unbefriedigend, aber nur so funktioniert das. ist ein ganz krasses Investment an der Stelle. Und nur dann, wenn du die Zeit dafür hast, funktioniert das. Also guck, wie deine Kapazitätsauslastung ist und integriere das in eine gesamte Unternehmensstrategie. ist es einfacher, wenn man klein bleiben will, lass es mit Mitarbeitern und source es out an irgendwelche Buchhaltungsdienste, Marketing etc. Leute, die als Virtual Desk operieren und so weiter. Nur dann, wenn du wirklich sagst, ich möchte wachsen, dann guck, dass du eine Personalstrategie hast. Dann muss es auch wirklich ganzheitlich funktionieren und dann so ab 80 Prozent Kapazitätsauslastung dann einem Mitarbeiter dann suchen und einstellen. Alexander Stade: Ja, super Antwort. Wir haben jetzt hier noch eine Frage von Leon. Leon schreibt, ist im Gebäudedienstleistersegment unterwegs und hätte grundsätzlich relativ viele Fragen dazu, wie er seinen Personal einsetzen kann, wie er wachsen kann und vor allem, er sich selbst ein bisschen aus dem operativen Bereich rausnehmen kann. Meine Frage ist, was ist da konkret? Wie schaut es ⁓ die Gründungsberatung insgesamt aus? Was kostet mich das Ganze und wie kann ich dich erreichen? Das ist natürlich eine gute Überleitung. Gordon Gemein: Ja, okay. wollte jetzt, es ging jetzt gar nicht ⁓ Werbung, sondern ich möchte ja den Leuten jetzt erst mal helfen, aber es freut mich natürlich, wenn dann schon jemand direkt anfragt. Ich weiß nicht, ob ihr jetzt das Handout beziehungsweise das Umfrageformular schon rausgegeben habt. Wenn du das anklickst, dann wirst du da auch meine Kontaktdaten drin finden und ein Link zu meinem Kalender, du dir einen Termin gerne buchen kannst. Dann können wir darüber reden. Wie viel eine Gründungsberatung kostet, natürlich immer was damit zu tun. wo stehst du, wo willst du hin? Wie umfangreich wird das? Und B, wir gucken halt immer danach, gibt es irgendwelche Fördermittel? Ja, das würde ich euch allen empfehlen. Nimmt Beratung in Anspruch, aber nimmt Beratung mit Förderungen in Anspruch. Da gibt es einige unterschiedlich. BAFA für Bestandsunternehmen ab dreieinhalbtausend Euro, 50 Prozent davon fängt das an. Da gibt es aber auch größere Inka für Digitalisierung, RWP, alles Mögliche. Das geht bis zu 15.000 Euro dann hoch, je nachdem, was es dann an der Stelle bringt. Was ich dir grundsätzlich mal für Gebäudereinigung empfehlen kann. Gebäudereinigung ist halt so ein typisches Commodity Produkt gewesen. Oder ist es insbesondere jetzt noch mehr? Was passiert gerade bei der Gebäudereinigung? Da kommen Roboter ohne Ende rein. Also von Wisch-Mehe-Fege-Roboter läuft da alles. Es geht nur ⁓ den Quadratmeter-Preis. Versuche durch die engpasskonzentrierte Strategie, ich gehe da jetzt nicht so tief mit rein, aber vielleicht googel dir das mal, engpasskonzentrierte Strategie, deine Nische zu finden, wo du einen ganz individuellen Nutzen für eine ganz enge Zielgruppe kriegst. Ich bringe mal so ein Beispiel. Reinigung. Absolut Commodity. Nur per Quadratmeter abgerechnet. Aber wenn du ein Büro hast und dann mittags reinigst und da kann keiner mehr arbeiten, dann haben die ein unheimliches Problem. Weil dann kostet das Ding nicht 5 Euro pro Quadratmeter. Dann kostet das vielleicht, weil das ganze Büro nicht arbeiten kann, 1500 Euro pro Stunde. Und wenn du jetzt hin gehst und sagst, ich konzentriere mich genau auf diese Büros und Die werden dann nachts mit Robotern dann vernünftig gereinigt und zwar zwischen eins und drei. Dann ist genau dieser Painpoint weg und du bist plötzlich nicht mehr in dem typischen Preiskrieg, den du mit den Leuten machst, die ganz normal commodity-mäßig durch die Bank arbeiten. Ist vielleicht ein Punkt, vielleicht sagst du auch schon, ⁓ denke mir schon lange drüber nach, aber das ist die Idee der Engpass konzentrierten Strategie. Wo liegt denn das eigentliche Problem beim Kunden? Wo kann ich Mehrwerte schaffen? und dass ich genau mich darauf spezialisiere. Alexander Stade: Ja, jetzt war's das mit den Fragen. Also da ist tatsächlich nichts mehr Neues reingekommen. Von daher werden wir das so machen, dass wir deine Chat-Nachrichten natürlich noch mal verteilen. Wir werden das Ganze auch in der Follow-up-Mail noch mal platzieren, dass wir da noch mal eine schöne Danksagung an alle Beteiligten rausschicken und auch deine Kontaktdaten natürlich noch mal vermitteln. ⁓ von daher kommt von Seiten der Teilnehmer jetzt nichts mehr. Gordon Gemein: Ja, wunderbar. Also wenn wir schon alle Sachen geklärt haben, wunderbar. Sonst spreche ich mich so gerne an. Also Erstgespräche sind immer kostenlos und da beantworten wir auch alle Fragen. Und das geht jetzt auch nicht dann, dass man unbedingt auch da immer was buchen muss. an finanziellen Sachen. Also meldet euch gerne. Wir freuen uns darüber. Wir selber einige Webinare auf deutsche-gründungsberatung.de Aber folgt natürlich dem ganzen Pulse Founders Network Inhalten. Da wird unheimlich viel Wissen da an euch weitergegeben. Und Wissen ist immer das Gleiche. Wissen schadet nur demjenigen, der es nicht hat. Gehört nichts dazu. Alexander Stade: Super, das war natürlich eine wunderbare Ausleitung. Vielen Dank, Gordon. Vielen Dank, liebe Teilnehmer. Wie gesagt, wir werden das Ganze zusammenfassen, werden dafür sorgen, dass es möglicherweise auch eine Podcast-Aufnahme gibt, wenn der Gordon dem zustimmt. Ganze werden wir dann vorbereiten und auch entsprechend intern platzieren und dann publizieren. Von daher, liebe Teilnehmer, vielen Dank. Vielen Dank, lieber Gordon, für deine Zeit und ansonsten noch mal schönen Abend. Gordon Gemein: Ja, ich es. Gleichfalls.