Pulse Founders: Hallo zusammen, herzlich willkommen zu einer neuen Folge der PULS Sessions heute mit der Mareike. Mareike, wir starten am besten gleich rein. Du bist im Grunde unser Personal Brand Guru. Du hast da selbst eine super Personenmarke auf LinkedIn aufgebaut und parallel ja diversen anderen Gründern und Unternehmern auch geholfen, Reichweite zu generieren und eben deren Personenmarke mit aufzubauen. Ja, Mareike, wer bist du und wo kommst du her? Mareike Sophie Zeidler: Ja, hi, ich bin Marijke, das hatten wir schon. Ich komme ursprünglich aus Berlin, lebe aktuell in Hamburg und ansonsten auch viel in der Welt unterwegs. Pulse Founders: Ja, spannend. Wir haben uns kennengelernt, da bist du gerade in Kapstadt gewesen über den Winter. Ist also eine wunderschöne Stadt. Auf anderen Seite ist ja inzwischen auch so ein bisschen das Gründerparadies aufgrund der Zeitzone. Wie ist da dein Stand? Bleibst du da, gehst du da wieder hin? Und von wo aus baust du die Marken? Ist das unabhängig von deinem Standort? Oder wo bist du hauptsächlich unterwegs? Mareike Sophie Zeidler: In Kapstadt war ich jetzt das dritte Jahr in Folge, ich. ja, so Januar, Februar irgendwie ist ja auch Highseason für alle deutschen Frauen da, die da sind. Also man ist gefühlt eher in Deutschland als in Südafrika, was ein bisschen schade ist, aber natürlich auch seine Vorteile mit sich bringt, also zum Networken irgendwie ganz praktisch. Deswegen gehe ich auch immer gerne wieder hin, beziehungsweise mittlerweile hat auch viele Freunde da. Ich arbeite eigentlich super ortsunabhängig. Das heißt, es ist echt relativ egal, wo ich bin. Das meiste läuft sowieso online. Trotzdem ist es natürlich vom Vorteil, jetzt im Sommer wieder in Deutschland zu sein, Kunden auch mal persönlich besuchen zu können. Pulse Founders: Lass uns mal zu deinem Start. Wie bist du in die Personal Brand Beratung gekommen? Was waren die Ursachen, was waren die Hebel, die dich in die Richtung geschoben haben? Mareike Sophie Zeidler: Ja, das Ganze ging eigentlich damit los, dass ich angefangen habe, eigene Personal Brand wirklich aufzubauen. Ich habe damals das Marketing von einem kleineren Softwareunternehmen hier in Hamburg geleitet und wollte LinkedIn als Kanal letztendlich testen. Das war irgendwie offensichtlich okay. Unsere Zielgruppe ist da. Wir müssen den Kanal irgendwie nutzen und ja, kleines Unternehmen, Start-up-Umfeld, das heißt, ein kleines Team auch gehabt, viel Hands-on selber gemacht. Wenig Budget heißt, wir wollen LinkedIn testen. Ich teste LinkedIn. Ich musste mir das Wissen aneignen und habe angefangen, eigene Personal Brand aufzubauen, zu verstehen, wie funktioniert die Plattform wirklich. Und dann auch zu gucken, wie wir das als Marketingkanal nutzen für die Firma. Das hat ziemlich gut funktioniert, muss ich sagen. Ich habe so ganz blauäugig, ich war damals auf Workation in Sri Lanka meinen ersten LinkedIn-Post gepostet und der ist komplett viral gegangen. Da ich erstmal gut überfordert mit. Aber habe auf jeden Fall gesehen, ok, krass, ist halt Potenzial wirklich organisch einfach relativ easy scheinbar Reichweite zu generieren, was ja auf anderen Social Media Kanälen wie Instagram zum Beispiel einfach viel, viel schwieriger ist. weil schon viel überlaufen war. Das war vor drei, vier Jahren. Das heißt, da war auf LinkedIn gerade im deutschen Bereich auch einfach noch nicht so viel los. Und ja, hat gut funktioniert. Das heißt, ich bin drangeblieben, habe das Ganze dann auch intern für den CEO und CSO mit aufgebaut. habe aber immer weiter auch meinen Kanal aufgebaut, sozusagen nicht als Marketingkanal, das waren dann sozusagen die C-Level-Kanäle in der Firma, aber einfach weil ich gemerkt habe, okay, ich glaube, das bringt auch mir persönlich was, sozusagen weiterhin sichtbar zu sein. Und es hat tatsächlich auch damals in dem Job schon super viel gebracht. ich bin plötzlich irgendwie auf Events eingeladen worden, habe plötzlich Austausch gehabt mit Leuten, die im gleichen Kontext gearbeitet haben und so einfach nur dadurch, dass ich halt über meinen Job berichtet habe oder die Themen, die mich gerade beschäftigt haben. ja, dadurch bin ich dann irgendwie in die Selbstständigkeit reingerutscht. Also irgendwann kamen einfach die ersten Leute auf mich zu und waren so, ja, supportest du dabei auch eigentlich irgendwie extern? Und dann dachte ich mir so, ja, kann man ja mal ausprobieren. Und genau hatte dann so die ersten ein, zwei kleinen Kunden, die ich nebenbei betreut habe, neben meinem Vollzeitjob und bin dann irgendwann an den Punkt gekommen, ich mir dachte, okay, warum machen wir das Ganze nicht eigentlich Vollzeit? Und ja, das war vor mittlerweile drei Jahren, bin ich dann in die Selbstständigkeit gegangen, erst alleine hab angefangen. die ersten Geschäftsführer zu begleiten, mit LinkedIn Ghost Writing angefangen. heißt, wirklich Content für die erstellt im Background, gleichzeitig bisschen Coaching gemacht, da eher selbstständige Founder begleitet. Und ja, das hat sich irgendwie ganz gut entwickelt. Mittlerweile sind wir eine kleine Agentur und haben, ich glaube, über 50 Kunden mittlerweile begleitet. Teilweise strategisch, teilweise operativ. Pulse Founders: ist auch wahnsinnig spannend, wenn man als Gründer die Selbstständigkeit startet und die Kunden quasi schon die Nachfragen mitbringen. Das ist ein netter Start. Cool. Wie schätzt du die Situation neben der Reichweite für den klassischen Gründer ein? Bevor wir jetzt so bisschen tatsächlich in die Markenstrategien und Co. kommen. Es ist ja doch mehr als reine Sichtbarkeit, oder? Es geht ja ⁓ mehr als nur die Sichtbarkeit bei LinkedIn und Co., oder? Mareike Sophie Zeidler: geht letztendlich darum, worum es gehen soll. Es kann ⁓ mehr gehen. Was bringt diese Sichtbarkeit, immer so bisschen die Frage. Sie kann Kunden bringen, kann Investoren auf dich aufmerksam machen, sie kann beim Hiring helfen und die richtigen Mitarbeiter anziehen. Sie kann letztendlich einfach Türen öffnen zu Netzwerken, in die man sonst nicht kommen würde. Also ist es letztendlich immer wieder die Frage, wie nutzt man das, was sind die Ziele und ja, die kann man erreichen. Am Ende LinkedIn bietet so viele Möglichkeiten und ich glaube, für jeden, der anfängt, jeden Fall irgendwie Türen öffnen, die jetzt vielleicht vorher auch noch gar nicht unbedingt sichtbar sind. Pulse Founders: Also im Grunde genommen auch wieder die Grundlage in einer Strategieanalyse, was möchte ich tun, wo möchte ich hin, was muss ich dafür tun und das Ganze dann auf dem Kanal quasi platzieren. Okay, wie, was macht denn grundsätzlich eine starke Marke, eine starke persönliche Marke, eine starke persönliche Brand aus? Wo siehst du da die größten Hebel? Wo ist man eher stark und wo wird man eher aufs Abstellgleis gestellt? Mareike Sophie Zeidler: ⁓ Was super wichtig ist, ist Wiedererkennbarkeit. Was ist eigentlich der Kern von dir als Person und wo findest du die Überlappung zwischen dir, deiner Persönlichkeit und dem Thema, für was du stehen willst? Ich glaube, dieses, wie wird man aus Abstellgleis gestellt, einfach sehr viel, was aktuell passiert, worüber sich auch sehr, sehr viele aufregen. Dieser KI-Bullshit, nenne ich es mal. alle, irgendwie denken, ich muss jetzt sichtbar werden, dass einmal ein Chetchipiti reinhauen und sich dann da einen Konklinplan eine halbe Stunde ausspucken lassen für die nächsten drei Monate. Ist schön, dass du Beiträge hast, aber das ist halt in der Regel nichts mit Konsistenz und führt dann tatsächlich eher dazu, dass es halt einfach irgendwie nervig, unangenehm, peinlich ist und ich finde dann letztendlich sogar dein Ruf schaden kann. Das heißt, in die Sichtbarkeit gehen, ja, unbedingt. gerade wenn ich jetzt Gründer bin, wenn ich irgendwie vorhabe, ein größeres Unternehmen aufzubauen, auf jeden Fall vorher einmal Gedanken darüber machen, okay, wie will ich eigentlich nach außen hin auftreten, wie will ich wahrgenommen werden und das dann auch konsistent durchziehen. Pulse Founders: Einer meiner größten Freunde sind die Damen und Herren, die LinkedIn-Automatisierung nutzen, zu denen ich inzwischen, ich weiß nicht, es sind über 25 Nachrichten pro Tag von unterschiedlichen Leuten. Und ich habe inzwischen eine Lösung dafür gefunden, ich schreibe einfach Stopp. Denn in dem Moment funktioniert die Automatisierung nicht mehr. Ist mir jetzt auch schon zwei, dreimal passiert, dass da wirklich interessante Gespräche gestoppt wurden sozusagen. Aber es ist schon spannend. Wie stehst du zu diesen Automatisierungstools neben CheciBT? Mareike Sophie Zeidler: Schwierig auf verschiedenen Ebenen. Einerseits, wenn du einfach nur auf dieses Sales Outreach gehst, das sind ja letztendlich die Nachrichten, die du auch kriegst, Reputation. Das heißt, das ist halt wirklich so ein bisschen die Frage, willst du als diese Person wahrgenommen werden, die diese unangenehmen, nervigen Nachrichten rausschickt, wo jeder ja auch sofort sieht, der hat sich nur mit mir beschäftigt, ist einfach eine Standard-Nachricht. Ja, weiß ich nicht. glaube, dadurch macht man sich letztendlich mehr kaputt, als dass man dann von den 100 Leuten, die genervt sind, vielleicht doch irgendwie einen erreicht, der drauf reinfällt. Das ist Punkt eins. Also da lieber, keine Ahnung, drei, vier wirklich eigene, sinnvolle Nachrichten rausschicken, weil natürlich ist LinkedIn eine super Plattform, ⁓ Outreach zu machen. Also das würde ich auch dafür nutzen. Es ist perfekt. Man kann perfekt in einer Zielgruppe rausfiltern. Man kommt direkt an die Personen ran. Aber dann halt lieber wirklich gezielt, personalisiert einmal kurz mit der Person beschäftigen. Viel, viel sinnvoller als irgendwie sinnlos sozusagen da einfach automatisierte Nachrichten rauszuhauen und sich selber auch die Reputation zerstören. Das ist Punkt eins sozusagen. Punkt zwei ist auch, linked in blocked immer mehr solche Automationen. Zum Beispiel, was jetzt gerade ganz aktuell Thema war, Shield ist ein sehr bekanntes Analytics-Tool gewesen, was über eine Chrome-Extension gearbeitet hat. Die haben jetzt gerade komplett dicht gemacht, einfach LinkedIn da immer mehr rausblockiert, sozusagen externe Tools nicht drin haben will. Was für dich als User, wenn du solche Tools benutzt, halt auch bedeuten kann, dass LinkedIn dein Profil sperrt. Und dann ist natürlich auch wieder das Thema, okay, wenn du jetzt... irgendwie in dein Profil schon viel rein investiert hast, wenn du wirklich eine Personal Brand aufbauen willst. Wenn das nicht einfach nur irgendein 0815-Profil ist, worüber du Outbound-Nachrichten laufen lässt, ja mein Gott, dann wird es halt gesperrt, dann ist es wahrscheinlich egal. Aber wir wollen ja immer Personal Branding reden, das heißt, wenn du dir irgendwie eine Personenmarke aufbauen willst, dann hat dein Profil ja auch einen Wert für dich und den gefährdest du damit halt auch. Pulse Founders: Ich frage mich tatsächlich immer, die automatisierende hinten raus funktioniert, ob sich da wirklich jemand drauf meldet, weil das sind teilweise Nachrichten, wo du dir denkst, ha, unangenehm. Ja, aber lass uns zurück zur Positionierung gehen. So ist natürlich für jeden Gründer und auch für jeden Unternehmer immer erstmal die Frage, wo finde ich denn meine Nische, wo finde ich denn meinen Sweet Spot, wie finde ich denn die richtige Positionierung? Welche Gedanken muss man sich selbst stellen, ⁓ sich genau darauf zu konzentrieren, genau diesen Speedspot für sich selbst zu finden. Mareike Sophie Zeidler: Also, erstmal grundsätzlich, das ist natürlich keine Frage, die wir jetzt hier irgendwie in 10 Minuten mal schnell beantworten können. Das ist eine Sache, mit der man sich wirklich länger beschäftigen muss, die sich auch entwickeln darf. Das heißt, man muss, ⁓ zu starten, nicht sofort die perfekte Positionierung haben. Wenn man anfängt, aktiv zu werden, kann man auch erstmal testen. Man sieht, was funktioniert, was funktioniert nicht, womit fühle ich mich wohl und so weiter. Die eigene Personal Brand darf sich auch mit dir selber weiterentwickeln. Das sehe ich ganz oft bei Kunden. Dass es so bisschen auch die Angst davor ist, es muss jetzt alles perfekt sein, bevor ich starte. Das ist auf jeden Fall nicht der Fall. Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, sich vorher Gedanken zu machen, wofür will ich eigentlich stehen, was könnte meine Nische sein und was ist die Geschichte, die ich erzählen will. Wir arbeiten dafür mit einem Framework. mit unseren Kunden, nennt sich Huko Framework. Huko steht für Human Content, also sind letztendlich vier Buchstaben H, U, C, O, auf denen das Ganze aufbaut. Ich würde einfach mal kurz erklären, was dahinter steht, und ich denke, das hilft schon so ein bisschen, ⁓ irgendwie einen Ansatz zu finden, vielleicht, wie man das Ganze bisher angehen kann. Das H steht für Hero Story. Das heißt, das ist erst mal deine Geschichte. Hero's Story, Hero's Journey ist ein Konzept aus der Markenbildung eigentlich, also von sozusagen normalen Markenbrands, lässt sich aber sehr gut auch auf Personenmarken übertragen. Könnt ihr einfach mal googeln, dann seht ihr, wie das Ganze aufgebaut ist. Letztendlich geht es darum, dass man sich selber überlegt, okay, was ist eigentlich meine eigene Geschichte, die ich erzählen will. ist die Journey? Es los mit, es gibt irgendeinen Hindernis, was ich habe, was ich überbrücken musste. Dann so ein bisschen, wie habe ich mich dabei gefühlt? Was für Hindernisse gab es? Und irgendwann gibt es so ein bisschen so einen Breaking Point. Magischer Moment, Moment der Erleuchtung, wie auch immer man es nennen will. Wo sich sozusagen was geändert hat in der Story. Dann irgendwie, was hat dir dabei geholfen? Und am Ende Ergebnisse, wo stehst du jetzt? Das heißt, gerade als Gründer kann man diese Hero-Story meistens sehr gut auf die eigene Gründungsstory auch übertragen. Das heißt, so eine Unternehmensidee entsteht oft dadurch, dass man irgendein Problem hat, irgendein Hindernis, was überrückt werden musste. Und das ist so bisschen der rote Faden, den man sehr gut erzählen kann. Wo idealerweise sozusagen das diese Story auf die Company und das Produkt reinzahlt am Ende, aber halt auch die persönliche Ebene mit reinbringt. Das heißt, andere Leute können sozusagen eine Verbindung zu dir aufbauen, weil sie dich irgendwie in der Story wiederfinden. Das ist immer so bisschen die Grundlage, die wir mit den Kunden erarbeiten. Dann, das war jetzt das H, das U steht für Unique Style, heißt, wie schreibe ich eigentlich, wie trete ich nach außen hin auf, wie stelle ich mich da, was sind wiederkehrende Elemente, die andere erkennen, wenn ich einen Beitrag poste. Was kann das zum Beispiel sein? können zum Beispiel Farben sein, die ich irgendwie immer wieder verwende. Das kann sein, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise schreibe, dass ich zum Beispiel bestimmte Smilies oder Emojis immer wieder verwende. Das kann auch sein, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise Geschichten erzähle. Das können ganz viele verschiedene Dinge sein, aber so ein bisschen, okay, was... Was sind Elemente, die immer wieder auftauchen? Und auch hier, das ist in der Regel super schwer, sich das auf so einem weißen Blatt Papier zu überlegen. Also gerade so dieser Punctual Neek Style darf sich entwickeln. weiße Blatt Papier. Genau, das muss vielleicht nicht von Anfang an feststehen, aber das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Wenn ihr die ersten Beiträge schreibt, so zu planen, ein bisschen. bei euch bleiben halt unbedingt die ersten Beiträge nicht von einer KI schreiben lassen, ganz ganz wichtig, weil sonst kann sich dieser Unix-Steal gar nicht entwickeln. Natürlich kann man eine KI irgendwann zu Hilfe nehmen, ⁓ auszuformulieren und so weiter, aber erstmal wirklich sozusagen eure Persönlichkeit entwickeln. Dann Nummer drei ist das C für Core Values. Das heißt, hier geht es wirklich in die Persönlichkeit rein. Was sind... Was sind deine Kernwerte? Wofür schlägst du persönlich ein? Was sind Meinungen, du vertrittst, die du nach außen hin auch vertreten willst? Und die sollten sich natürlich auch immer wieder in deinem Content widerspiegeln. Und hier ganz wichtig, es sollten halt wirklich deine Werte sein. Also da nicht irgendwas ausdenken, was irgendwie vielleicht jetzt cool klingt oder gut zur Company passt oder sonst was, dann wird es ganz, schnell unauthentisch. Das heißt, diese Werte solltest du leben. Die solltest du in deinem Arbeitsumfeld vertreten, die solltest du vertreten, wenn du einen Kunden triffst und so weiter. In deinem privaten Leben auch. Genau. Das heißt, das mit reinbringen. Und der letzte Punkt, das O steht für Ordinary Life. Das ist ein Punkt, der, finde ich, sehr, sehr unterschätzt ist. Wir denken immer, wir müssen jetzt auch so von dieser Hero-Story sozusagen, die die tolle Geschichte erzählen, toll darstellen, zeigen, wie toll wir alles machen, was wir schon erreicht haben und so weiter. Aber wirkliche Connection, also wie schaffen wir es, dass die Leute, die uns folgen, eine Bindung zu uns aufbauen, entsteht letztendlich über dieses Ordinary Life, Dinge aus deinem ganz normalen Leben, in denen sich andere Leute wiedererkennen können. Gemeinsamkeiten. auch hier, es geht nicht darum, das komplette Privatleben irgendwie offen zu legen, sondern was sind Elemente aus meinem Leben sozusagen, die ich aktiv mit einbringen kann. ein Beispiel vielleicht, ⁓ es bisschen greifbarer zu machen. Ich bin sehr gerne morgens irgendwie so, dass ich erstmal meinen Kaffee trinke und Journal. und dass so bisschen so meine Morgenroutine ist. Das ist eine Sache, über die spreche ich ab und zu mal, die spiegelt sich auch in manchen meiner Bilder wieder. Und das ist einfach so ein ganz kleines Element, nichts Besonderes. Das kann jeder machen. Gibt sicherlich auch viele Leute, das machen. Aber wodurch ich so menschlich greifbar werde. Pulse Founders: Ja, das ist am Ende ja genau die Authentizität, die am Ende tatsächlich wichtig ist. Und auch das sehe ich in meinem Feed eigentlich immer. Tatsächlich bist du relativ häufig in meinem Feed. Das scheint also ganz gut zu funktionieren. Jetzt sind wir schon sehr stark auf die Strategie eingegangen. Was tatsächlich auch noch relevant ist, ist wie stehst du denn zu den ganzen Add-ons, die LinkedIn so anbietet? wie den Sales Navigator, dann gibt es Salescore, dann gibt es HR. Ist das tatsächlich was, was ihr auch aktiv nutzt, was ihr auch aktiv euren Klienten empfehlt? Oder ist das eher was, wo ihr sagt, ja, das ist eher eine Gelddruckmaschine als etwas, was man wirklich tatsächlich für die Personal Brand im ersten Schritt braucht? Mareike Sophie Zeidler: Genau, kommt ganz auf die Ziele an. Also wenn es wirklich nur ⁓ den Aufbau der Personal Brand erstmal geht, braucht man eigentlich gar nichts davon. Also wenn es darum geht, ich will selber sozusagen für ein bestimmtes Thema sichtbar sein, ich will über organischen Content sichtbar werden, ist nichts davon notwendig. Wo es spannend wird, ist natürlich, wenn es dann reingeht in die Kundengewinnung, in, okay, ich will doch irgendwie gezielt Outreach machen, nicht automatisiert bitte. Aber gezielt. Da hilft natürlich der Sales Navigator, genau die richtigen Leute raus zu picken sozusagen und auch anschreien zu können. Der Sales Navigator ist jetzt schon relativ hochpreisig sozusagen. Das würde ich wirklich nur nutzen, wenn man sagt, man geht da wirklich richtig proaktiv rein in Outreach & Sales auch. Was, wenn man es ein bisschen eher lowkey sozusagen anfangen will, so ein bisschen in Richtung Netzwerkaufbau zu gehen, Richtung ersten Outreach zu gehen auf Basis von Kontaktpunkten sozusagen, dann ist Premium auch ganz hilfreich, da die einzig wirklich hilfreiche Funktion von Premium ist, dass ich sehe, wer auf meinem Profil war. Und darüber dann halt sehr gezielt Outreach machen kann. Das heißt, ich sehe, okay, einen Geschäftsführer von irgendeinem mittelständischen Unternehmen, was so meinem ICP entspricht, hat sich jetzt meine Seite angeguckt oder auch vielleicht mehrmals meine Seite angeguckt, dann ist das natürlich ein super Signal, was ich nutzen kann, ⁓ zu sagen, hey komm ich schreib den jetzt mal an und guck mal, ob da irgendwie Interesse besteht. Und das funktioniert halt sehr gut und dafür braucht man Premium. Pulse Founders: Was hast du... was auch super spannend ist, ist, dass wir jetzt vor ein, zwei Wochen die Beta-Version der neuen LinkedIn-API installiert haben bei uns auf der Website, was dazu führt, dass wir jetzt tatsächlich in unseren Zielgruppenanalysen genau sehen, wer war sogar auf unserer Website, welches Profil war auf unserer Website, was dann in Verbindung mit dem Sales Navigator tatsächlich dazu führt, dass wir sehr, sehr genau targetieren können, was schon echt spannend ist. Aber losgelöst davon. Deine These oder die Herangehensweise ist zu sagen, man startet mit der Personal Brand und irgendwann kommt die Frage, was will ich mit dieser Personal Brand machen? Dann kann man verschiedene Wege gehen, den Vertriebsweg Kunden ansprechen, möglicherweise neues Personal ansprechen, Investoren ansprechen. Ist das der klassische Bild? Wahrscheinlich schon, oder? Mareike Sophie Zeidler: Wahrscheinlich schon. Das ist auf jeden Fall der Weg, den ich jetzt jungen Gründern empfehlen würde. wenn ich jetzt irgendwie so am Anfang stehe, dann weiß ich vielleicht noch nicht unbedingt, wofür will ich es nutzen. Das heißt dann aber halt nicht warten, bis ich das irgendwann weiß, sondern unbedingt starten, weil diese Reichweite, diese Sichtbarkeit muss ich ja auch erstmal aufbauen. Das heißt, ich würde einfach starten mit, baue jetzt wirklich meine Personal Brand auf, stehe für irgendwie ein bestimmtes Thema ein sozusagen, erziel dadurch Sichtbarkeit, baue mir ein Netzwerk auf und Dann sozusagen, wenn der Punkt kommt, okay, jetzt muss ich drauf zugreifen, kann man das Ganze entsprechend anpassen und justieren. Wenn Leute schon weiter sind, das heißt, wenn ich jetzt nicht irgendwie den jungen Gründer bin, der gerade erst anfängt, irgendwie schon Serious A habe, weiß ich was, also schon so bisschen irgendwie mehr Traction auch habe und auch mehr Aufmerksamkeit auf mir drauf, dann ist es natürlich sinnvoll, sich vorher Gedanken zu machen. Das heißt, da dann nicht einfach unbedingt sinnlos drauf losposten, sondern dann wirklich direkt erstmal, okay, was ist die Strategie dahinter, was will ich erreichen und dementsprechend dann auch direkt die richtigen Leute ansprechen. Pulse Founders: Das sehe ich relativ häufig bei jungen Gründern, insbesondere in der Immobilienwirtschaft, die halt erst mal fluten. Erst mal in alle möglichen Bereiche reinschießen, teilweise drei, vier, fünf Posts am Tag haben. Das führt natürlich zu einer gewissen Sichtbarkeit, aber auf der anderen Seite passt es halt in der Konsistenz nicht wirklich. Was aber den Bogen so ein bisschen zu dem Contentplan hinten rausspannt, meine Erfahrung in der Vergangenheit war, dass wir mit großen Agenturen zusammengearbeitet haben, die halt Contentpläne vorgestellt haben. dieser Content aber von uns produziert werden musste. Das heißt, wir mussten Inhalte liefern und das war noch vor zwei Jahren, es eben die KI-Writing-Kapazitäten einfach noch nicht so weit gewesen sind. Aber das hat schon viel Zeit gefressen. Vielleicht starten wir vorne. Wie viel Zeit würdest du denn so im Durchschnitt irgendwo Gründern und Unternehmern empfehlen zu investieren in so eine KI? In so eine KI, ja. In den Aufbau einer Personal Brand auf LinkedIn. Mareike Sophie Zeidler: Wenn man es selber macht und wirklich ernsthaft auch machen will, dann so eine Stunde pro Tag, würde ich sagen. so fünf Stunden die Woche sollte man schon dafür einplanen. Für alles sozusagen. Also natürlich die Content-Astellung, aber auch regelmäßig aktiv sein. Es ist letztendlich Social Media, das heißt wir müssen auch Social sein, damit es funktioniert. ⁓ Engagement ist immer ein geben und nehmen. Das heißt, es ist auch wichtig, bei anderen zu kommentieren. Es ist auch wichtig, sich auf der Plattform zu bewegen. Ansonsten würde halt auch niemand bei dir kommentieren und die Inhalte wären nicht entsprechend ausgespielt. Genau, aber so mit einer Stunde pro Tag. Wenn man das ernsthaft angehen will, dann sollte das auch eigentlich drin sein, nicht irgendwie eine Stunde zu blocken und rauszuziehen. Da kann man schon sehr, viel erreichen. Und vielleicht... Ja. Pulse Founders: Ja, das ist ja auch vertriebbar. Mareike Sophie Zeidler: weil du gerade meintest, so drei bis vier Beiträge pro Tag. Das ist natürlich absolut gar nicht notwendig. nicht, dass irgendwie Leute denken, dass es die Masse ankommt und die man da raushauen muss. Ich empfehle immer, zwei bis drei Beiträgen die Woche zu starten. Für den Start am besten jetzt mal mit zwei anfangen, lieber ein bisschen weniger und dafür das wirklich konsistent durchziehen, als sich zu übernehmen, jetzt voll motiviert reinzugehen, zu sagen, ich will jeden Tag posten. und das dann nach zwei Wochen wieder abzubrechen, weil es viel zu viel Arbeit ist. Mit zwei Beiträgen kriegt man schon eine gute Sichtbarkeit über die Woche hin. Also Beiträge werden so zwei bis drei Tage ausgespielt. Aktuell sogar ein bisschen länger. Da passiert gerade relativ viel irgendwie im Algorithmus auch wieder, wie Beiträge gepusht werden. Teilweise kriegen irgendwie gerade Beiträge von vor zwei Wochen irgendwie immer noch weiter Reichweite. Das schwankt aber auch immer. Also da will ich mich nicht darauf verlassen, aber... über die Woche verteilt zwei bis drei Beiträge. Super Grundlage. Pulse Founders: Wie steht es denn ⁓ den Inhalt dieser Beiträge? Ist es tatsächlich in der Masse Foto und Beitrag oder macht es auch Sinn über Umfragen zu gehen, über White Paper zu gehen, PDF-Dateien zu gehen? Wie würdest du das einschätzen? Weil das bedingt ja hinten raus auch neben dem klassischen Fünf-Stunden-Aufwand in der Woche tatsächlich noch ein bisschen mehr Import, oder? Mareike Sophie Zeidler: Auch da kommt es natürlich wieder sehr auf die Zielstellung an. Will ich Leads generieren, dann hilft es natürlich auch, Dinge einzubauen, wie ich, keine Ahnung, gebe White Paper mit raus, ich gebe irgendwie Templates mit raus und so weiter. Wenn es jetzt erstmal nur darum geht, ich will irgendwie meine Personal Brand und Reichweite aufbauen, dann funktioniert dieses Standard Text Bild Format sehr, sehr gut. Das ist auch das, was ich denen empfehlen würde, weil es einfach am leichtesten umzusetzen ist. Es braucht letztendlich einfach nur Text, man schreibt und irgendwie ein Foto dazu, idealerweise von dir selber. ist natürlich, wenn ich eine Person Brand aufbauen will, will ich, Leute mein Wissen, meinen Content mit meinem Gesicht verknüpfen. Das heißt, ich muss irgendwie mich zeigen. Genau, und das lässt sich ja relativ schnell sozusagen auch erstellen und kombinieren. Wenn wir in andere Formate reingehen, die auch super funktionieren können. zum Beispiel Slideshows eignen sich super gut für zum Beispiel Storytelling oder eher educational Content. Video eignet sich auch gut, wird reichweitenmäßig nicht krass gepusht, aber stellt super viel Vertrauen her. Das heißt einfach, diese Leute sehen mich mal persönlich sprechen, interagieren ist direkt eine ganz andere Basis nochmal, die man herstellt als nur mit einem Textbildbeitrag. Da einfach mal auch bisschen mit rumspielen. so, letztendlich, du musst ein Format finden, mit dem du dich auch wohlfühlst. Also, ich kenne auch Leute, die posten zum Beispiel nur Slideshows und das funktioniert super, weil die da irgendwie so ihr Storytelling-Framework für gefunden haben, was funktioniert. Aber grundsätzlich und auch das einfachste Textbild, damit starten und dann einfach ein bisschen mal experimentieren, wenn Kapazität und Zeit dafür da ist sozusagen. Weil du Umfragen auch erwähnt hattest. finde ich auch ein sehr spannendes Format und sehr unterschätzt. Also sie super selten nur noch umfragen, weil die auch in der Regel nicht so gut performen, was jetzt Reichweite und Sichtbarkeit angeht. Aber Umfragen können super, super gut genutzt werden, wirklich Interesse abzufragen. Das heißt, ⁓ wirklich Insights zu bekommen von der Community und auch ⁓ basierend darauf dann gezielten Outreach zu machen. Als Beispiel, habe vor, das ist jetzt schon eine Weile her, zwei Jahren glaube ich, einen Newsletter gelauncht und habe vorher eine Umfrage gemacht, ich habe die Idee, zu dem Thema ein Newsletter zu machen, so, interessiert das? Und dann haben da irgendwie, ich glaube, 170 Leute abgestimmt oder so. Und ich habe schon mal gesehen, okay, da ist auf jeden Fall Interesse da, es interessiert Leute. Und dann im zweiten Punkt kann ich halt bei einer Umfrage auch sehen, wer für was abgestimmt hat. Das heißt, Ich habe dann diese Newsletter vorbereitet und konnte zum Launch allen, die abgestimmt haben mit Interessiert mich einfach nochmal persönlich schreiben, du hast dich doch für die Newsletter interessiert, hier, der ist jetzt draußen. Pulse Founders: Ich habe vor zwei Wochen im Business Insider gelesen, dass das wohl die Möglichkeit ist, mit Paid Ads die meiste Reichweite zu generieren. du hast recht, das stand da auch, dass man die Umfrage, wenn man sie halt organisch platziert, dass die meist nicht so viel Reichweite generiert, aber in dem Moment, man da Paid Ads draufschaltet, werden die Empfänger so häufig getriggert, dass die tatsächlich irgendwann mal abstimmen. Und das scheint tatsächlich wirklich gut zu funktionieren. Und in dem Test am Business Insider war es irgendwie so, dass Die haben das mit 1000 Leuten mal getestet, also wollten quasi auf 1000 Leute kommen und haben für die Abstimmungsergebnisse bei 1000 Leuten 25 Euro bezahlt. Also das war wohl hochgradig erfolgreich. So das steht auch auf meiner Roadmap genau den Weg mal zu gehen. Ja, wie stehst du zu Unternehmensbeiträgen? Mareike Sophie Zeidler: Das ist echt gut, Pulse Founders: Ist das noch was, was wirklich relevant ist? Denn inzwischen gibt es ja auch die Company Premium Version. Ist das was, was wieder relevant wird? Weil in der Vergangenheit sieht man ja eigentlich nur noch Posts auf Personalebene, oder? Mareike Sophie Zeidler: Ja, ich meine da auch einfach mal sich selber hinterfragen, wie sehr interessiert mich jetzt einen Beitrag von einem Unternehmen oder lese ich lieber was von einer Person. In der Regel lese ich lieber was von einer Person. Trotzdem gibt es natürlich Unternehmen, die das sehr gut machen und wo es auch funktioniert. Die Frage, die ich mir stellen würde, ist immer so bisschen, wie viele Kapazitäten sind überhaupt da? gerade wenn wir jetzt hier irgendwie mit Gründern reden, wo wahrscheinlich die Kapazitäten in alle Richtungen irgendwie eher begrenzt sind, noch kein riesiges Marketing-Team dahinter steht, würde ich mich 100 % auf die Personal Brand fokussieren. Da ist einfach der deutlich größere Hebel. jeder weitere Beitrag auf, also über das eigene Profil sozusagen, würde viel mehr bringen als irgendeinen Company-Beitrag zu machen. Trotzdem natürlich wichtig, die Company-Page einmal gut aufzusetzen und zu sagen, also einfach Die ist an vielen Stellen verlinkt, die ist auf dem Profil verlinkt. Das heißt, die sollte auch vernünftig aussehen, dass wenn Leute da raufgehen, weil sie über dein Profil kommen und die Companypage finden, sie da auch wirklich die Infos zum Unternehmen finden, die sie brauchen. Heißt, was macht das Unternehmen eigentlich. Link zur Website wirklich mit einbauen, Grafiken schön machen und gut ist. Wie man die Companypage relativ easy bespielen kann, dass da einfach bisschen was passiert, ist durch repost-relevanter Beiträge von Mitarbeitenden. Das heißt, wenn ich selber aktiv bin oder auch noch mit Mitarbeitenden aktiv sind, einfach die Beiträge reposten mit der Unternehmenspage, die sich wirklich ums Unternehmen drehen. Das heißt, ich eigentlich sozusagen, wenn ich auf die Unternehmenspage komme, da so bisschen eine Selektion habe von Mitarbeiterstimmen über das Unternehmen, das heißt über Produkten, Sites, keine Ahnung, HR Themen und sowas alles. Das ist so bisschen der einfachste Weg sozusagen zu zeigen, hey, hier passiert was, aber nicht viel Aufwand da reinstecken zu müssen. Dass es davon jetzt auch eine Premiumversion gibt, ich glaube, linken wir einfach überall Geld rausziehen, ganz ehrlich. Pulse Founders: Das würde ich so unterschreiben. Okay, lassen Sie noch mal ein letztes Mal auf die persönlichen Routinen und die Konsistenz zu sprechen kommen. Wenn ich mich jetzt als Gründer dazu entscheide, für die Personal Brand auf LinkedIn, was wahrscheinlich für jeden wirklich zu empfehlen ist, wie bekomme ich es hin, dass ich meine Routinen dahingehend auch ausrichte? Wie schaffe ich das in einer Phase oder einer Zeit, in der eigentlich überall irgendwo was brennt, tatsächlich die Routine zu finden? Ich kümmere mich jetzt ⁓ meine Personal Brand. Mareike Sophie Zeidler: Also erstmal letztendlich immer eine Sache der Prioritäten. Also da auch ganz ehrlich sozusagen zu dir selber sein am Anfang einmal und dich fragen, wie sehr will ich das, wie wichtig ist das wirklich? Weil natürlich irgendwie Personal Branding ist ein Long-Term Game und da wird höchstwahrscheinlich nicht so schnell irgendwie einen Output zu sehen sein wie vielleicht bei anderen Aktivitäten, du gerade machen kannst. Das heißt, wirklich am Anfang noch mal ganz klar die Motivation machen und das reflektieren, okay, wenn ich das jetzt durchziehe sozusagen, obwohl auch ansonsten viel zu tun ist, wie viel bringt mir das mit Blick auf die Zukunft? Und da ist halt dieser Hebel in Zukunft super groß. Also das ist so bisschen, okay, ich muss jetzt die Arbeit reinstecken dafür, dass ich den aber vielleicht in zwei, drei Jahren einfach da mir selber so ein krasses Asset aufgebaut habe, was A, meiner Company helfen kann, B, aber natürlich auch, ich meine, wie viele von der Gründung scheitern, ich glaube 90 Prozent oder so, viele auf jeden Fall. Das heißt, da auch so bisschen einfach mal mitdenken, hey, das ist auch ein Asset, was ich mir persönlich einfach wirklich aufbaue. So, die Personal Brand wird mir unabhängig davon, was ich in Zukunft mache, das heißt auch, wenn ich irgendwie noch mal ein anderes Unternehmen gründe, wenn ich irgendwo einsteigen will, was auch immer. Das heißt, bisschen so ein Sicherheitsnetz auch für Gründer auf jeden Fall. Und das so bisschen im Hinterkopf behalten hilft dabei sozusagen dann die Prioritäten auch richtig zu setzen. Wie sieht es jetzt in der Praxis wirklich aus? Das heißt, wie integriert man es in Alltag? Auch da letztendlich muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich sehe es bei Leuten, dass es sehr gut funktioniert, im Kalender Blocker zu setzen. Das ist auch das, wie ich es am Anfang gemacht habe. Mittlerweile ist das mein Business. Ich bin eh die ganze Zeit auf LinkedIn. Aber damals, als ich angefangen habe, war ich ja auch in einem Vollzeitjob. Das heißt, ich habe auch eigentlich 10.000 andere Themen gehabt, jetzt irgendwie mein LinkedIn-Profil aufzubauen. Da aber wirklich sozusagen für mich, okay, das hat eine Prio, ich block mir das im Kalender. Ich setze mir jeden Tag eine halbe Stunde oder Stunde Blocker, aktiv zu sein. Und dann alle zwei Wochen nochmal einen zwei Stunden Blocker, ⁓ die Beiträge vorzuschreiben für die nächsten zwei Wochen, dass man da auch wieder bisschen Ruhe hat. Das heißt, dieses Content-Vorplan ist auch sehr, sehr hilfreich, dass es im Alltag nicht untergeht sozusagen. Und da auch wirklich so ein bisschen Backup schaffen, so ein bisschen... Einfach eine Pipeline aufbauen, auch mit Beiträgen, die jederzeit funktionieren sozusagen, die man notfalls sich immer mal wieder reinziehen kann, weil natürlich es wird Phasen geben, ist gerade Land unter und wirklich kein Kopf für LinkedIn. Dann hilft es halt einfach so, Beiträge im Backup zu haben, dass man trotzdem es schafft, diese Konsistenz beizubehalten und weiterhin zu posten. Pulse Founders: Das auch super für jeden Angestellten funktioniert. beste Beispiel dafür ist eine ehemalige Schulfreundin von mir, die tatsächlich drei Karriere-Stufen übersprungen hat, weil sie vor drei Jahren mit LinkedIn angefangen hat. Und zack, hat es halt funktioniert. Ist ja am Ende auch logisch, dass die Reichweite eben nicht nur da aufkommt, sondern eben dann auch irgendwo gesehen wird, wo sie gesehen werden soll. Okay, ich glaube, ist das eins der interessantesten Themen, auf das ich jetzt zu sprechen komme, nämlich das Thema der echten Beziehung. Mareike Sophie Zeidler: Richtig. Pulse Founders: Wie viele Beziehungen zwischenmenschlicher Natur sind denn bei dir in der Vergangenheit tatsächlich entstanden? Außer dem reinen Business-Kontext, zu dem man sagt, ich hab hier ein Interesse, du hast ein Interesse, mich interessiert dein Leben, auf anderen Seite möchte ich dir am Ende auch was verkaufen, schlussendlich. Wie viele tatsächlich echte Beziehungen im echten Leben sozusagen sind daraus entstanden und können auch daraus entstehen? Mareike Sophie Zeidler: Sehr viele. Also es ist ganz witzig, gerade so mit diesem Leben, was ich in letzten drei Jahren auch gefühlt habe, mit viel unterwegs sein, viel reisen und so. Ich glaube, LinkedIn ist meine Number One-Plattform, ⁓ neue Freundschaften zu finden vor dem Ausland. Das heißt, es ist wirklich so auf allen Ebenen. Wenn man wirklich daran interessiert ist, Beziehungen aufzubauen, einfach mit einem Menschen zu treffen, die man über LinkedIn kennenlernt, können da so viele tolle Dinge draus entstehen. Also nicht nur Beziehungen zu Kunden, die natürlich auch gut sind, sondern bei mir sind auch wirklich Freundschaften daraus entstanden. Was auch komplett wild ist, wenn man so sagt. Wir haben uns über LinkedIn kennengelernt. Pulse Founders: Ja, stell ich mir als spannende Story vor. Ja, also ich find's auch spannend, denn es ist am Ende ja was anderes als jetzt ein Instagram und Co., wo ja doch vermutlich eher selten tatsächlich wirklich Freundschaften und Beziehungen daraus entstehen, sondern geht's da wirklich eher ⁓ den Konsum bei LinkedIn. Hat man ja wirklich irgendwo gemeinsame Interessen, einen zusammengebracht haben. Ja. Okay, ja, super spannend. Dann kommen wir jetzt so bisschen zu den letzten Themen. Wenn du heute bei Null starten würdest, also wirklich ... als junge Gründerin, als junge Angestellte. Wie würdest du heute sagen, du baust deine Person Brand auf? Welche Schritte würdest du gehen? Welche Zeitschiene würdest du sehen? Was wäre für dich der Indikator zu sagen? Alles klar, jetzt geht's los. Mareike Sophie Zeidler: Also grundsätzlich, glaube ich habe damals schon sehr viel richtig gemacht, damit einfach anzufangen. Weil durchs Anfang lernt man so viel, das heißt es muss nicht alles von Anfang an gut sein. Natürlich mit dem Wissen, was ich heute habe, würde ich es anders angehen. Was ich heute machen würde, auch dadurch, dass sich LinkedIn natürlich weiterentwickelt hat, dass schon viel mehr Leute auf der Plattform sind. Ich würde deutlich nichiger reingehen. Ich würde mir wirklich einmal überlegen, was ist eigentlich die Nische, für die ich stehen will? Und die auch am Anfang, also je kleiner der eigene Account ist, umso kleiner auch die Nische erstmal halten, ⁓ da wirklich eine starke Positionierung zu haben und darüber auch eine Sichtbarkeit zu kriegen, die Wiedererkennungswert hat. Das heißt, was ich damals gemacht habe, einfach ein bisschen über Marketing, Strategie und alles, was mich im Marketing-Allrounder beschäftigt, wird wahrscheinlich nicht mehr so gut funktionieren. Wohingegen jetzt sozusagen auch die Positionierung, ich jetzt habe, so Personal Dating auf LinkedIn, schon viel, viel nischiger ist sozusagen in diesem Marketingbereich und dadurch auch viel größeren Wiedererkennungswert hat. Das heißt, da würde ich von Anfang an nischiger reingehen, wenn es irgendwie möglich ist. Und dann... einfach wirklich aktiv sein auf der Plattform. Wirklich, was du gerade auch meintest, mit Beziehung, wirklich Beziehung aufbauen, weil das ist der größte Hebel, beim Wachstum hilft, dass man Beziehungen zu anderen Leuten aufbaut, die auch auf LinkedIn aktiv sind, weil das sind ja genau die Leute, die dich auch pushen können oder wo ihr euch gegenseitig pushen könnt, sozusagen, am Ende. Und da halt nicht Beziehungsaufbau im Sinne von... Ich will nur, du meine Beiträge kommentierst, sondern wirklich Beziehungen aufbauen, wie man es auch im echten Leben machen würde. Also einfach Interesse an den Personen haben zu gucken, mit wem versteht man sich, mit wem nicht. Und dann darüber, sich letztendlich so ein bisschen eine Peer Group aufzubauen, die sich gegenseitig beim Wachstum supporten kann, ohne es halt gezwungenermaßen so zu machen. ich halte nichts von irgendwelchen... WhatsApp-Gruppen, wo alle ihre Link in Beiträge reinhauen, ⁓ sich der Gegenseite zu liken. Das ist in der Regel absolut gar nicht hilfreich, sondern wirklich dieses, okay, wir supporten uns, weil wir über die gleichen Themen sprechen, weil wir auch was zu sagen haben gegenseitig zu den Themen. Pulse Founders: Super. Wenn wir uns jetzt die durchschnittlichen Gründe anschauen, steht irgendwo zwischen den ganzen Waldbränden, er zu löschen hat, was wäre deine Nummer-1-Empfehlung, eigener Tipp, zu dem du sagen würdest, was solltest du jetzt loslegen? Das wäre der Punkt, da solltest du jetzt tatsächlich den Fokus drauf legen. Was wäre da dein Number-1-Tipp? Mareike Sophie Zeidler: Nische festlegen, Zeit im Kalender einplanen und einfach anfangen. Pulse Founders: Also tatsächlich loslegen. Mareike Sophie Zeidler: Loslegen, ja. Das letztendlich der größte Hebel, den man hat. Also je früher man anfängt, umso mehr Zeit hat man an sich hinten raus, ⁓ dieses Wachstum zu skalieren, umso mehr Wissen eignet man sich an, umso mehr kann man testen. Pulse Founders: Cool, super. Alles klar, Marijke, vielen Dank für deine Zeit. Vielen Dank auch für deinen Invest in die Gründerszene. Ich denke, da wird recht viel Feedback zu kommen. Möglicherweise auch der eine oder andere, sagt, er möchte sich mal mit dir kurz schließen, mal schauen, wie man da zusammenarbeiten kann. Da werden wir es so machen, dass wir dein Profil bei LinkedIn natürlich entsprechend verlinken werden. Gerne auch deinen persönlichen Buchungskalender, wenn du das möchtest, bei unserem Partner Memberspot mitzupazieren. Dementsprechend, ja. Vielen Dank, dass du dabei warst und gerne bis zum nächsten Mal. Mareike Sophie Zeidler: Schön, hat Spaß gemacht.